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Bundesgesetz über die Alters- und Hinterlassenenversicherung

vom 20. Dezember 1946 (Stand am 1. Januar 2019)

Die Bundesversammlung der Schweizerischen Eidgenossenschaft,

gestützt auf Artikel 34quater der Bundesverfassung2,3 nach Einsicht in die Botschaften des Bundesrates vom 24. und 29. Mai und vom 24. September 19464,

beschliesst:

Erster Teil: Die Versicherung

Erster Abschnitt: Anwendbarkeit des ATSG

Art. 1

1Die Be­stim­mun­gen des Bun­des­ge­set­zes vom 6. Ok­to­ber 20001 über den All­ge­mei­nen Teil des So­zi­al­ver­si­che­rungs­rechts (ATSG) sind auf die im ers­ten Teil ge­re­gel­te Al­ters- und Hin­ter­las­se­nen­ver­si­che­rung an­wend­bar, so­weit das vor­lie­gen­de Ge­setz nicht aus­drück­lich ei­ne Ab­wei­chung vom ATSG vor­sieht.

2Das ATSG ist, mit Aus­nah­me der Ar­ti­kel 32 und 33, nicht an­wend­bar auf die Ge­wäh­rung von Bei­trä­gen zur För­de­rung der Al­ters­hil­fe (Art. 101bis).2


1 SR 830.1
2 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V der BVers vom 21. Ju­ni 2002, in Kraft seit 1. Jan. 2003 (AS 2002 3453; BBl 2002 803).

Erster Abschnitt a: Die versicherten Personen

Art. 1a Obligatorisch Versicherte

1Ver­si­chert nach die­sem Ge­setz sind:3

a.4
die na­tür­li­chen Per­so­nen mit Wohn­sitz in der Schweiz;
b.
die na­tür­li­chen Per­so­nen, die in der Schweiz ei­ne Er­werbs­tä­tig­keit aus­üben;
c.5
Schwei­zer Bür­ger, die im Aus­land tä­tig sind:
1.
im Diens­te der Eid­ge­nos­sen­schaft,
2.
im Diens­te der in­ter­na­tio­na­len Or­ga­ni­sa­tio­nen, mit de­nen der Bun­des­rat ein Sitz­ab­kom­men ab­ge­schlos­sen hat und die als Ar­beit­ge­ber im Sin­ne von Ar­ti­kel 12 gel­ten,
3.
im Diens­te pri­va­ter, vom Bund nam­haft sub­ven­tio­nier­ter Hilfs­or­ga­ni­sa­tio­nen nach Ar­ti­kel 11 des Bun­des­ge­set­zes vom 19. März 19766 über die in­ter­na­tio­na­le Ent­wick­lungs­zu­sam­men­ar­beit und hu­ma­ni­täre Hil­fe.

1bisDer Bun­des­rat re­gelt die Ein­zel­hei­ten von Ab­satz 1 Buch­sta­be c.7

2Nicht ver­si­chert sind:

a.8
aus­län­di­sche Staats­an­ge­hö­ri­ge, die Pri­vi­le­gi­en und Im­mu­ni­tä­ten ge­mä­ss den Re­geln des Völ­ker­rechts ge­nies­sen;
b.
Per­so­nen, die ei­ner aus­län­di­schen staat­li­chen Al­ters- und Hin­ter­las­se­nen­ver­si­che­rung an­ge­hö­ren, so­fern der Ein­be­zug in die Ver­si­che­rung für sie ei­ne nicht zu­mut­ba­re Dop­pel­be­las­tung be­deu­ten wür­de;
c.9
Selbst­stän­di­g­er­wer­ben­de und Ar­beit­neh­mer nicht bei­trags­pflich­ti­ger Ar­beit­ge­ber, wel­che die in Ab­satz 1 ge­nann­ten Vor­aus­set­zun­gen nur für ei­ne ver­hält­nis­mäs­sig kur­ze Zeit er­fül­len; der Bun­des­rat re­gelt die Ein­zel­hei­ten.

3Die Ver­si­che­rung kön­nen wei­ter­füh­ren:

a.
Per­so­nen, die für einen Ar­beit­ge­ber mit Sitz in der Schweiz im Aus­land tä­tig sind und von ihm ent­löhnt wer­den, so­fern die­ser sein Ein­ver­ständ­nis er­klärt;
b.
nicht er­werbs­tä­ti­ge Stu­die­ren­de, die ih­ren Wohn­sitz in der Schweiz auf­ge­ben, um im Aus­land ei­ner Aus­bil­dung nach­zu­ge­hen, bis zum 31. De­zem­ber des Jah­res, in wel­chem sie das 30. Al­ters­jahr vollen­den.10

4Der Ver­si­che­rung kön­nen bei­tre­ten:

a.
Per­so­nen mit Wohn­sitz in der Schweiz, die auf Grund ei­ner zwi­schen­staat­li­chen Ver­ein­ba­rung nicht ver­si­chert sind;
b.11
Schwei­zer An­ge­stell­te ei­nes in­sti­tu­tio­nel­len Be­güns­tig­ten nach Ar­ti­kel 2 Ab­satz 1 des Gast­staat­ge­set­zes vom 22. Ju­ni 200712, die Vor­rech­te, Im­mu­ni­tä­ten und Er­leich­te­run­gen ge­nies­sen, so­fern sie auf­grund ei­nes Ab­kom­mens mit die­sem Be­güns­tig­ten nicht ob­li­ga­to­risch in der Schweiz ver­si­chert sind;
c.
im Aus­land wohn­haf­te nicht er­werbs­tä­ti­ge Ehe­gat­ten von er­werbs­tä­ti­gen Per­so­nen, die nach Ab­satz 1 Buch­sta­be c, Ab­satz 3 Buch­sta­be a oder auf Grund ei­ner zwi­schen­staat­li­chen Ver­ein­ba­rung ver­si­chert sind.13

5Der Bun­des­rat be­stimmt im Ein­zel­nen die Be­din­gun­gen für die Wei­ter­füh­rung der Ver­si­che­rung nach Ab­satz 3 und für den Bei­tritt nach Ab­satz 4; fer­ner legt er die Ein­zel­hei­ten be­züg­lich Rück­tritt und Aus­schluss fest.14


1 Ur­sprüng­lich Art. 1.
2 Ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 7. Okt. 1994 (10. AHV-Re­vi­si­on), in Kraft seit 1. Jan. 1997 (AS 1996 2466; BBl 1990 II 1), wur­den sämt­li­che Rand­ti­tel in Sach­über­schrif­ten um­ge­wan­delt.
3 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 7. Okt. 1994 (10. AHV-Re­vi­si­on), in Kraft seit 1. Jan. 1997 (AS 1996 2466; BBl 1990 II 1).
4 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 7. Okt. 1994 (10. AHV-Re­vi­si­on), in Kraft seit 1. Jan. 1997 (AS 1996 2466; BBl 1990 II 1).
5 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 23. Ju­ni 2000, in Kraft seit 1. Jan. 2001 (AS 2000 2677; BBl 1999 4983).
6 SR 974.0
7 Ein­ge­fügt durch Ziff. I des BG vom 23. Ju­ni 2000, in Kraft seit 1. Jan. 2001 (AS 2000 2677; BBl 1999 4983).
8 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 7. Okt. 1994 (10. AHV-Re­vi­si­on), in Kraft seit 1. Jan. 1997 (AS 1996 2466; BBl 1990 II 1).
9 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 17. Ju­ni 2011 (Ver­bes­se­rung der Durch­füh­rung), in Kraft seit 1. Jan. 2012 (AS 2011 4745; BBl 2011 543).
10 Ein­ge­fügt durch Ziff. I des BG vom 7. Okt. 1994 (10. AHV-Re­vi­si­on) (AS 1996 2466; BBl 1990 II 1). Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 23. Ju­ni 2000, in Kraft seit 1. Jan. 2001 (AS 2000 2677; BBl 1999 4983).
11 Fas­sung ge­mä­ss An­hang Ziff. II 10 des Gast­staat­ge­set­zes vom 22. Ju­ni 2007, in Kraft seit 1. Jan. 2008 (AS 2007 6637; BBl 2006 8017).
12 SR 192.12
13 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V der BVers vom 21. Ju­ni 2002, in Kraft seit 1. Jan. 2003 (AS 2002 3453; BBl 2002 803).
14 Ein­ge­fügt durch Ziff. I des BG vom 23. Ju­ni 2000, in Kraft seit 1. Jan. 2001 (AS 2000 2677; BBl 1999 4983).

Art. 2 Freiwillige Versicherung

1Schwei­zer Bür­ger und Staats­an­ge­hö­ri­ge der Mit­glied­staa­ten der Eu­ro­päi­schen Ge­mein­schaft oder der Eu­ro­päi­schen Frei­han­delsas­so­zia­ti­on, die nicht in ei­nem Mit­glied­staat der Eu­ro­päi­schen Ge­mein­schaft oder der Eu­ro­päi­schen Frei­han­delsas­so­zia­ti­on le­ben, kön­nen der frei­wil­li­gen Ver­si­che­rung bei­tre­ten, falls sie un­mit­tel­bar vor­her wäh­rend min­des­tens fünf auf­ein­an­der fol­gen­den Jah­ren ob­li­ga­to­risch ver­si­chert wa­ren.2

2Die Ver­si­cher­ten kön­nen von der frei­wil­li­gen Ver­si­che­rung zu­rück­tre­ten.

3Ver­si­cher­te, wel­che die nö­ti­gen Aus­künf­te nicht er­tei­len oder ih­re Bei­trä­ge nicht frist­ge­recht be­zah­len, wer­den aus der frei­wil­li­gen Ver­si­che­rung aus­ge­schlos­sen.

4Die Bei­trä­ge der er­werbs­tä­ti­gen Ver­si­cher­ten be­tra­gen 8,4 Pro­zent des mass­ge­ben­den Ein­kom­mens. Die Ver­si­cher­ten müs­sen aber in je­dem Fall den Min­dest­bei­trag von 790 Fran­ken3 im Jahr ent­rich­ten.4

5Nich­t­er­werbs­tä­ti­ge be­zah­len einen Bei­trag nach ih­ren so­zia­len Ver­hält­nis­sen. Der Min­dest­bei­trag liegt bei 790 Fran­ken5 pro Jahr. Der Höchst­bei­trag ent­spricht dem 25-fa­chen Min­dest­bei­trag.6

6Der Bun­des­rat er­lässt er­gän­zen­de Vor­schrif­ten über die frei­wil­li­ge Ver­si­che­rung; er be­stimmt ins­be­son­de­re die Frist und die Mo­da­li­tä­ten des Bei­tritts, des Rück­tritts und des Aus­schlus­ses. Fer­ner re­gelt er die Fest­set­zung und Er­he­bung der Bei­trä­ge so­wie die Ge­wäh­rung von Leis­tun­gen. Er kann die Be­stim­mun­gen be­tref­fend die Dau­er der Bei­trags­pflicht, die Be­rech­nung der Bei­trä­ge so­wie den Bei­trags­be­zug den Be­son­der­hei­ten der frei­wil­li­gen Ver­si­che­rung an­pas­sen.


1 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 23. Ju­ni 2000, in Kraft seit 1. Jan. 2001 (AS 2000 2677; BBl 1999 4983).
2 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I 3 des BG vom 14. Dez. 2001 be­tref­fend die Be­stim­mun­gen über die Per­so­nen­frei­zü­gig­keit im Abk. zur Änd. des Über­eink. zur Er­rich­tung der EFTA, in Kraft seit 1. Ju­ni 2002 (AS 2002 685; BBl 2001 4963).
3 Be­trag ge­mä­ss Art. 2 der V 19 vom 21. Sept. 2018 über An­pas­sun­gen an die Lohn- und Preis­ent­wick­lung bei der AHV/IV/EO, in Kraft seit 1. Jan. 2019 (AS 2018 3527).
4 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 17. Ju­ni 2011 (Ver­bes­se­rung der Durch­füh­rung), in Kraft seit 1. Jan. 2012 (AS 2011 4745; BBl 2011 543).
5 Be­trag ge­mä­ss Art. 2 der V 19 vom 21. Sept. 2018 über An­pas­sun­gen an die Lohn- und Preis­ent­wick­lung bei der AHV/IV/EO, in Kraft seit 1. Jan. 2019 (AS 2018 3527).
6 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 17. Ju­ni 2011 (Ver­bes­se­rung der Durch­füh­rung), in Kraft seit 1. Jan. 2012 (AS 2011 4745; BBl 2011 543).

Zweiter Abschnitt: Die Beiträge

A. Die Beiträge der Versicherten

I. Die Beitragspflicht

Art. 3 Beitragspflichtige Personen

1Die Ver­si­cher­ten sind bei­trags­pflich­tig, so­lan­ge sie ei­ne Er­werbs­tä­tig­keit aus­üben. Für Nich­t­er­werbs­tä­ti­ge be­ginnt die Bei­trags­pflicht am 1. Ja­nu­ar nach Vollen­dung des 20. Al­ters­jah­res und dau­ert bis zum En­de des Mo­nats, in wel­chem Frau­en das 64. und Män­ner das 65. Al­ters­jahr vollen­det ha­ben.1

2Von der Bei­trags­pflicht sind be­freit:

a.2
die er­werbs­tä­ti­gen Kin­der bis zum 31. De­zem­ber des Jah­res, in wel­chem sie das 17. Al­ters­jahr zu­rück­ge­legt ha­ben;
b. und c. …3
d.4
mit­ar­bei­ten­de Fa­mi­li­en­glie­der, die kei­nen Bar­lohn be­zie­hen, bis zum 31. De­zem­ber des Jah­res, in wel­chem sie das 20. Al­ters­jahr vollen­det ha­ben.
e.
5

3Die ei­ge­nen Bei­trä­ge gel­ten als be­zahlt, so­fern der Ehe­gat­te Bei­trä­ge von min­des­tens der dop­pel­ten Hö­he des Min­dest­bei­tra­ges be­zahlt hat, bei:

a.
nich­t­er­werbs­tä­ti­gen Ehe­gat­ten von er­werbs­tä­ti­gen Ver­si­cher­ten;
b.
Ver­si­cher­ten, die im Be­trieb ih­res Ehe­gat­ten mit­ar­bei­ten, so­weit sie kei­nen Bar­lohn be­zie­hen.6

4Ab­satz 3 fin­det auch An­wen­dung für die Ka­len­der­jah­re, in de­nen:

a.
die Ehe ge­schlos­sen oder auf­ge­löst wird;
b.
der er­werbs­tä­ti­ge Ehe­gat­te ei­ne Al­ters­ren­te be­zieht oder auf­schiebt.7

1 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 7. Okt. 1994 (10. AHV-Re­vi­si­on), in Kraft seit 1. Jan. 1997 (AS 1996 2466; BBl 1990 II 1).
2 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 21. Dez. 1956, in Kraft seit 1. Jan. 1957 (AS 1957 262; BBl 1956 I 1429).
3 Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I des BG vom 7. Okt. 1994 (10. AHV-Re­vi­si­on), mit Wir­kung seit 1. Jan. 1997 (AS 1996 2466; BBl 1990 II 1).
4 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 24. Ju­ni 1977 (9. AHV-Re­vi­si­on), in Kraft seit 1. Jan. 1979 (AS 1978 391; BBl 1976 III 1).
5 Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I des BG vom 30. Sept. 1953, mit Wir­kung seit 1. Jan. 1954 (AS 1954 211; BBl 1953 II 81).
6 Ein­ge­fügt durch Ziff. I des BG vom 7. Okt. 1994 (10. AHV-Re­vi­si­on), in Kraft seit 1. Jan. 1997 (AS 1996 2466; BBl 1990 II 1).
7 Ein­ge­fügt durch Ziff. I des BG vom 17. Ju­ni 2011 (Ver­bes­se­rung der Durch­füh­rung), in Kraft seit 1. Jan. 2012 (AS 2011 4745; BBl 2011 543).

II. Die Beiträge der erwerbstätigen Versicherten

Art. 4 Bemessung der Beiträge

1Die Bei­trä­ge der er­werbs­tä­ti­gen Ver­si­cher­ten wer­den in Pro­zen­ten des Ein­kom­mens aus un­selb­stän­di­ger und selb­stän­di­ger Er­werbs­tä­tig­keit fest­ge­setzt.

2Der Bun­des­rat kann von der Bei­trags­be­mes­sung aus­neh­men:

a.
das Er­w­erb­sein­kom­men aus ei­ner im Aus­land aus­ge­üb­ten Tä­tig­keit;
b.2
das von Frau­en nach Vollen­dung des 64., von Män­nern nach Vollen­dung des 65. Al­ters­jah­res er­ziel­te Er­w­erb­sein­kom­men bis zur Hö­he des an­dert­halb­fa­chen Min­dest­be­tra­ges der Al­ters­ren­te nach Ar­ti­kel 34 Ab­satz 5.

1 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 24. Ju­ni 1977 (9. AHV-Re­vi­si­on), in Kraft seit 1. Jan. 1979 (AS 1978 391; BBl 1976 III 1).
2 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 7. Okt. 1994 (10. AHV-Re­vi­si­on), in Kraft seit 1. Jan. 1997 (AS 1996 2466; BBl 1990 II 1).

Art. 5 Beiträge von Einkommen aus unselbständiger Erwerbstätigkeit
1.Grundsatz

1Vom Ein­kom­men aus un­selb­stän­di­ger Er­werbs­tä­tig­keit, im fol­gen­den mass­ge­ben­der Lohn ge­nannt, wird ein Bei­trag von 4,2 Pro­zent er­ho­ben.1

2Als mass­ge­ben­der Lohn gilt je­des Ent­gelt für in un­selb­stän­di­ger Stel­lung auf be­stimm­te oder un­be­stimm­te Zeit ge­leis­te­te Ar­beit. Der mass­ge­ben­de Lohn um­fasst auch Teue­rungs- und an­de­re Lohn­zu­la­gen, Pro­vi­sio­nen, Gra­ti­fi­ka­tio­nen, Na­tu­ral­leis­tun­gen, Fe­ri­en- und Fei­er­tags­ent­schä­di­gun­gen und ähn­li­che Be­zü­ge, fer­ner Trink­gel­der, so­weit die­se einen we­sent­li­chen Be­stand­teil des Ar­beits­ent­gel­tes dar­stel­len.

3Als mass­ge­ben­der Lohn für mit­ar­bei­ten­de Fa­mi­li­en­glie­der gilt nur der Bar­lohn:

a.
bis zum 31. De­zem­ber des Jah­res, in wel­chem sie das 20. Al­ters­jahr vollen­det ha­ben; so­wie
b.
nach dem letz­ten Tag des Mo­nats, in wel­chem Frau­en das 64. und Män­ner das 65. Al­ters­jahr vollen­det ha­ben.2

4Der Bun­des­rat kann So­zi­al­leis­tun­gen so­wie an­läss­lich be­son­de­rer Er­eig­nis­se er­fol­gen­de Zu­wen­dun­gen ei­nes Ar­beit­ge­bers an sei­ne Ar­beit­neh­mer vom Ein­be­zug in den mass­ge­ben­den Lohn aus­neh­men.

53


1 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 24. Ju­ni 1977 (9. AHV-Re­vi­si­on), in Kraft seit 1. Jan. 1979 (AS 1978 391; BBl 1976 III 1).
2 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 7. Okt. 1994 (10. AHV-Re­vi­si­on), in Kraft seit 1. Jan. 1997 (AS 1996 2466; BBl 1990 II 1).
3 Ein­ge­fügt durch Ziff. I des BG vom 21. Dez. 1956 (AS 1957 262; BBl 1956 I 1429). Auf­ge­ho­ben durch An­hang Ziff. 6 des BG vom 17. Ju­ni 2005 ge­gen die Schwarz­ar­beit, mit Wir­kung seit 1. Jan. 2008 (AS 2007 359; BBl 2002 3605).

Art. 6 2. Beiträge der Arbeitnehmer nicht beitragspflichtiger Arbeitgeber

1Ar­beit­neh­mer, de­ren Ar­beit­ge­ber nicht bei­trags­pflich­tig ist, be­zah­len auf ih­rem mass­ge­ben­den Lohn Bei­trä­ge von 8,4 Pro­zent.2

2Die Bei­trä­ge der Ar­beit­neh­mer, de­ren Ar­beit­ge­ber nicht bei­trags­pflich­tig sind, kön­nen ge­mä­ss Ar­ti­kel 14 Ab­satz 1 er­ho­ben wer­den, wenn der Ar­beit­ge­ber dem zu­stimmt. In die­sem Fal­le be­trägt der Bei­trags­satz für den Ar­beit­ge­ber und den Ar­beit­neh­mer je 4,2 Pro­zent des mass­ge­ben­den Loh­nes.3


1 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 24. Ju­ni 1977 (9. AHV-Re­vi­si­on), in Kraft seit 1. Jan. 1998 (AS 1978 391; BBl 1976 III 1; 1997 908; BBl 1996 II 285).
2 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 17. Ju­ni 2011 (Ver­bes­se­rung der Durch­füh­rung), in Kraft seit 1. Jan. 2012 (AS 2011 4745; BBl 2011 543).
3 Ein­ge­fügt durch Ziff. I des BG vom 7. Okt. 1994 (10. AHV-Re­vi­si­on), in Kraft seit 1. Jan. 1997 (AS 1996 2466; BBl 1990 II 1).

Art. 7 3. Globallöhne

Der Bun­des­rat kann für mit­ar­bei­ten­de Fa­mi­li­en­mit­glie­der in der Land­wirt­schaft Glo­ballöh­ne fest­set­zen.


1 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 17. Ju­ni 2011 (Ver­bes­se­rung der Durch­füh­rung), in Kraft seit 1. Jan. 2012 (AS 2011 4745; BBl 2011 543).

Art. 8 Beiträge von Einkommen aus selbstständiger Erwerbstätigkeit
1.Grundsatz

1Vom Ein­kom­men aus selbst­stän­di­ger Er­werbs­tä­tig­keit wird ein Bei­trag von 7,8 Pro­zent er­ho­ben. Das Ein­kom­men wird für die Be­rech­nung des Bei­tra­ges auf die nächs­ten 100 Fran­ken ab­ge­run­det. Be­trägt es we­ni­ger als 56 900 Fran­ken, aber min­des­tens 9500 Fran­ken im Jahr,2 so ver­min­dert sich der Bei­trags­satz nach ei­ner vom Bun­des­rat auf­zu­stel­len­den sin­ken­den Ska­la bis auf 4,2 Pro­zent.

2Be­trägt das Ein­kom­men aus selbst­stän­di­ger Er­werbs­tä­tig­keit 9400 Fran­ken oder we­ni­ger im Jahr, so hat der Ver­si­cher­te den Min­dest­bei­trag von 395 Fran­ken im Jahr zu ent­rich­ten,3 es sei denn, die­ser Be­trag sei be­reits auf sei­nem mass­ge­ben­den Lohn ent­rich­tet wor­den. In die­sem Fall kann er ver­lan­gen, dass der Bei­trag für die selbst­stän­di­ge Er­werbs­tä­tig­keit zum un­ters­ten Satz der sin­ken­den Ska­la er­ho­ben wird.


1 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 17. Ju­ni 2011 (Ver­bes­se­rung der Durch­füh­rung), in Kraft seit 1. Jan. 2012 (AS 2011 4745; BBl 2011 543).
2 Be­trä­ge ge­mä­ss Art. 1 der V 19 vom 21. Sept. 2018 über An­pas­sun­gen an die Lohn- und Preis­ent­wick­lung bei der AHV/IV/EO, in Kraft seit 1. Jan. 2019 (AS 2018 3527).
3 Be­trä­ge ge­mä­ss Art. 2 der V 19 vom 21. Sept. 2018 über An­pas­sun­gen an die Lohn- und Preis­ent­wick­lung bei der AHV/IV/EO, in Kraft seit 1. Jan. 2019 (AS 2018 3527).

Art. 9 2. Begriff und Ermittlung

1Ein­kom­men aus selb­stän­di­ger Er­werbs­tä­tig­keit ist je­des Er­w­erb­sein­kom­men, das nicht Ent­gelt für in un­selb­stän­di­ger Stel­lung ge­leis­te­te Ar­beit dar­stellt.

2Das Ein­kom­men aus selb­stän­di­ger Er­werbs­tä­tig­keit wird er­mit­telt, in­dem vom hier­durch er­ziel­ten ro­hen Ein­kom­men ab­ge­zo­gen wer­den:

a.
die zur Er­zie­lung des ro­hen Ein­kom­mens er­for­der­li­chen Ge­win­nungs­kos­ten;
b.
die der Ent­wer­tung ent­spre­chen­den, ge­schäfts­mäs­sig be­grün­de­ten Ab­schrei­bun­gen und Rück­stel­lun­gen ge­schäft­li­cher Be­trie­be;
c.
die ein­ge­tre­te­nen und ver­buch­ten Ge­schäfts­ver­lus­te;
d.1
die vom Ge­schäfts­in­ha­ber in der Be­rech­nungs­pe­ri­ode vor­ge­nom­me­nen Zu­wen­dun­gen an Vor­sor­ge­ein­rich­tun­gen zu­guns­ten des ei­ge­nen Per­so­nals, so­fern je­de zweck­wid­ri­ge Ver­wen­dung aus­ge­schlos­sen ist, so­wie Zu­wen­dun­gen für aus­sch­liess­lich ge­mein­nüt­zi­ge Zwe­cke;
e.2
die per­sön­li­chen Ein­la­gen in Ein­rich­tun­gen der be­ruf­li­chen Vor­sor­ge, so­weit sie dem üb­li­chen Ar­beit­ge­be­ran­teil ent­spre­chen;
f.3
der Zins des im Be­trieb ein­ge­setz­ten ei­ge­nen Ka­pi­tals; der Zins­satz ent­spricht der jähr­li­chen Durch­schnitts­ren­di­te der An­lei­hen der nicht öf­fent­li­chen in­län­di­schen Schuld­ner in Schwei­zer Fran­ken.

Der Bun­des­rat ist be­fugt, nö­ti­gen­falls wei­te­re Ab­zü­ge vom ro­hen Ein­kom­men aus selb­stän­di­ger Er­werbs­tä­tig­keit zu­zu­las­sen.

3Das Ein­kom­men aus selb­stän­di­ger Er­werbs­tä­tig­keit und das im Be­trieb ein­ge­setz­te ei­ge­ne Ka­pi­tal wer­den von den kan­to­na­len Steu­er­be­hör­den er­mit­telt und den Aus­gleichs­kas­sen ge­mel­det.4

4Die steu­er­recht­lich zu­läs­si­gen Ab­zü­ge der Bei­trä­ge nach Ar­ti­kel 8 des vor­lie­gen­den Ge­set­zes so­wie nach Ar­ti­kel 3 Ab­satz 1 des Bun­des­ge­set­zes vom 19. Ju­ni 19595 über die In­va­li­den­ver­si­che­rung (IVG) und nach Ar­ti­kel 27 Ab­satz 2 des Er­w­erb­ser­satz­ge­set­zes vom 25. Sep­tem­ber 19526 sind von den Aus­gleichs­kas­sen zum von den Steu­er­be­hör­den ge­mel­de­ten Ein­kom­men hin­zu­zu­rech­nen. Das ge­mel­de­te Ein­kom­men ist da­bei nach Mass­ga­be der gel­ten­den Bei­trags­sät­ze auf 100 Pro­zent auf­zu­rech­nen.7


1 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 17. Ju­ni 2011 (Ver­bes­se­rung der Durch­füh­rung), in Kraft seit 1. Jan. 2012 (AS 2011 4745; BBl 2011 543).
2 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 7. Okt. 1994 (10. AHV-Re­vi­si­on), in Kraft seit 1. Jan. 1997 (AS 1996 2466; BBl 1990 II 1).
3 Ein­ge­fügt durch Ziff. I des BG vom 7. Okt. 1994 (10. AHV-Re­vi­si­on) (AS 1996 2466; BBl 1990 II 1). Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 17. Ju­ni 2011 (Ver­bes­se­rung der Durch­füh­rung), in Kraft seit 1. Jan. 2012 (AS 2011 4745; BBl 2011 543).
4 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 7. Okt. 1994 (10. AHV-Re­vi­si­on), in Kraft seit 1. Jan. 1997 (AS 1996 2466; BBl 1990 II 1).
5 SR 831.20
6 SR 834.1
7 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 17. Ju­ni 2011 (Ver­bes­se­rung der Durch­füh­rung), in Kraft seit 1. Jan. 2012 (AS 2011 4745; BBl 2011 543). Sie­he auch die UeB die­ser Änd. am Schluss des Tex­tes.

Art. 9bis Anpassung der sinkenden Beitragsskala und des Mindestbeitrages

Der Bun­des­rat kann die Gren­zen der sin­ken­den Bei­trags­ska­la nach Ar­ti­kel 8 so­wie den Min­dest­bei­trag nach den Ar­ti­keln 2, 8 und 10 dem Ren­ten­in­dex nach Ar­ti­kel 33ter an­pas­sen.


1 Ein­ge­fügt durch Ziff. I des BG vom 24. Ju­ni 1977 (9. AHV-Re­vi­si­on) (AS 1978 391; BBl 1976 III 1). Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 17. Ju­ni 2011 (Ver­bes­se­rung der Durch­füh­rung), in Kraft seit 1. Jan. 2012 (AS 2011 4745; BBl 2011 543).

III. Die Beiträge der nichterwerbstätigen Versicherten

Art. 10

1Nich­t­er­werbs­tä­ti­ge be­zah­len einen Bei­trag nach ih­ren so­zia­len Ver­hält­nis­sen. Der Min­dest­bei­trag be­trägt 395 Fran­ken, der Höchst­bei­trag ent­spricht dem 50-fa­chen Min­dest­bei­trag. Er­werbs­tä­ti­ge, die im Ka­len­der­jahr, ge­ge­be­nen­falls mit Ein­schluss des Ar­beit­ge­ber­bei­tra­ges, we­ni­ger als 395 Fran­ken2 ent­rich­ten, gel­ten als Nich­t­er­werbs­tä­ti­ge. Der Bun­des­rat kann den Grenz­be­trag nach den so­zia­len Ver­hält­nis­sen des Ver­si­cher­ten er­hö­hen, wenn die­ser nicht dau­ernd voll er­werbs­tä­tig ist.3

2Den Min­dest­bei­trag be­zah­len:

a.
nich­t­er­werbs­tä­ti­ge Stu­die­ren­de bis zum 31. De­zem­ber des Jah­res, in wel­chem sie das 25. Al­ters­jahr vollen­den;
b.
Nich­t­er­werbs­tä­ti­ge, die ein Min­de­stein­kom­men oder an­de­re Leis­tun­gen der öf­fent­li­chen So­zi­al­hil­fe er­hal­ten;
c.
Nich­t­er­werbs­tä­ti­ge, die von Dritt­per­so­nen fi­nan­zi­ell un­ter­stützt wer­den.4

2bisDer Bun­des­rat kann den Min­dest­bei­trag für wei­te­re Nich­t­er­werbs­tä­ti­ge vor­se­hen, de­nen hö­he­re Bei­trä­ge nicht zu­zu­mu­ten sind.5

3Der Bun­des­rat er­lässt nä­he­re Vor­schrif­ten über den Kreis der Per­so­nen, die als Nich­t­er­werbs­tä­ti­ge gel­ten, und über die Be­mes­sung der Bei­trä­ge. Er kann be­stim­men, dass vom Er­w­erb­sein­kom­men be­zahl­te Bei­trä­ge auf Ver­lan­gen des Ver­si­cher­ten an die Bei­trä­ge an­ge­rech­net wer­den, die die­ser als Nich­t­er­werbs­tä­ti­ger schul­det.

4Der Bun­des­rat kann Lehr­an­stal­ten ver­pflich­ten, der zu­stän­di­gen Aus­gleichs­kas­se al­le Stu­die­ren­den zu mel­den, die als Nich­t­er­werbs­tä­ti­ge bei­trags­pflich­tig sein könn­ten. Die Aus­gleichs­kas­se kann den Be­zug der ge­schul­de­ten Bei­trä­ge der Lehr­an­stalt über­tra­gen, falls die­se zu­stimmt.6


1 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 24. Ju­ni 1977 (9. AHV-Re­vi­si­on), in Kraft seit 1. Jan. 1979 (AS 1978 391; BBl 1976 III 1).
2 Be­trä­ge ge­mä­ss Art. 2 der V 19 vom 21. Sept. 2018 über An­pas­sun­gen an die Lohn- und Preis­ent­wick­lung bei der AHV/IV/EO, in Kraft seit 1. Jan. 2019 (AS 2018 3527).
3 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 17. Ju­ni 2011 (Ver­bes­se­rung der Durch­füh­rung), in Kraft seit 1. Jan. 2012 (AS 2011 4745; BBl 2011 543).
4 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 17. Ju­ni 2011 (Ver­bes­se­rung der Durch­füh­rung), in Kraft seit 1. Jan. 2012 (AS 2011 4745; BBl 2011 543).
5 Ein­ge­fügt durch Ziff. I des BG vom 17. Ju­ni 2011 (Ver­bes­se­rung der Durch­füh­rung), in Kraft seit 1. Jan. 2012 (AS 2011 4745; BBl 2011 543).
6 Ein­ge­fügt durch Ziff. I des BG vom 7. Okt. 1994 (10. AHV-Re­vi­si­on), in Kraft seit 1. Jan. 1997 (AS 1996 2466; BBl 1990 II 1).

IV. Herabsetzung und Erlass von Beiträgen

Art. 11

1Bei­trä­ge nach den Ar­ti­keln 6, 8 Ab­satz 1 oder 10 Ab­satz 1, de­ren Be­zah­lung ei­nem ob­li­ga­to­risch Ver­si­cher­ten nicht zu­mut­bar ist, kön­nen auf be­grün­de­tes Ge­such hin für be­stimm­te oder un­be­stimm­te Zeit an­ge­mes­sen her­ab­ge­setzt wer­den; sie dür­fen je­doch nicht ge­rin­ger sein als der Min­dest­bei­trag.

2Der Min­dest­bei­trag, des­sen Be­zah­lung für einen ob­li­ga­to­risch Ver­si­cher­ten ei­ne gros­se Här­te be­deu­tet, kann er­las­sen wer­den, wenn ein be­grün­de­tes Ge­such vor­liegt und ei­ne vom Wohn­sitz­kan­ton be­zeich­ne­te Be­hör­de an­ge­hört wor­den ist. Für die­se Ver­si­cher­ten be­zahlt der Wohn­sitz­kan­ton den Min­dest­bei­trag. Die Kan­to­ne kön­nen die Wohn­sitz­ge­mein­den zur Mit­tra­gung her­an­zie­hen.


1 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 24. Ju­ni 1977 (9. AHV-Re­vi­si­on), in Kraft seit 1. Jan. 1979 (AS 1978 391; BBl 1976 III 1).

B. Die Beiträge der Arbeitgeber

Art. 12 Beitragspflichtige Arbeitgeber

1Als Ar­beit­ge­ber gilt, wer ob­li­ga­to­risch ver­si­cher­ten Per­so­nen Ar­beits­ent­gel­te ge­mä­ss Ar­ti­kel 5 Ab­satz 2 aus­rich­tet.

2Bei­trags­pflich­tig sind al­le Ar­beit­ge­ber, die in der Schweiz ei­ne Be­triebs­stät­te ha­ben oder in ih­rem Haus­halt ob­li­ga­to­risch ver­si­cher­te Per­so­nen be­schäf­ti­gen.1

3Vor­be­hal­ten blei­ben zwi­schen­staat­li­che Ver­ein­ba­run­gen und völ­ker­recht­li­che Übung hin­sicht­lich:

a.
der Un­ter­stel­lung un­ter die Bei­trags­pflicht von Ar­beit­ge­bern oh­ne Be­triebs­stät­te in der Schweiz;
b.
der Be­frei­ung von der Bei­trags­pflicht von Ar­beit­ge­bern mit ei­ner Be­triebs­stät­te in der Schweiz.2

1 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 7. Okt. 1994 (10. AHV-Re­vi­si­on), in Kraft seit 1. Jan. 1997 (AS 1996 2466; BBl 1990 II 1).
2 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 17. Ju­ni 2011 (Ver­bes­se­rung der Durch­füh­rung), in Kraft seit 1. Jan. 2012 (AS 2011 4745; BBl 2011 543).

Art. 13 Höhe des Arbeitgeberbeitrages

Der Ar­beit­ge­ber­bei­trag be­trägt 4,2 Pro­zent der Sum­me der an bei­trags­pflich­ti­ge Per­so­nen be­zahl­ten mass­ge­ben­den Löh­ne.


1 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 24. Ju­ni 1977 (9. AHV-Re­vi­si­on), in Kraft seit 1. Jan. 1979 (AS 1978 391; BBl 1976 III 1).

C. Der Bezug der Beiträge

Art. 14 Bezugstermine und -verfahren

1Die Bei­trä­ge vom Ein­kom­men aus un­selb­stän­di­ger Er­werbs­tä­tig­keit sind bei je­der Lohn­zah­lung in Ab­zug zu brin­gen und vom Ar­beit­ge­ber zu­sam­men mit dem Ar­beit­ge­ber­bei­trag pe­ri­odisch zu ent­rich­ten.

2Die Bei­trä­ge vom Ein­kom­men aus selb­stän­di­ger Er­werbs­tä­tig­keit, die Bei­trä­ge der Nich­t­er­werbs­tä­ti­gen so­wie die Bei­trä­ge der Ar­beit­neh­mer oh­ne bei­trags­pflich­ti­ge Ar­beit­ge­ber sind pe­ri­odisch fest­zu­set­zen und zu ent­rich­ten. Der Bun­des­rat be­stimmt die Be­mes­sungs- und Bei­trags­pe­ri­oden.1

2bisDie Bei­trä­ge von Asyl­su­chen­den, vor­läu­fig Auf­ge­nom­me­nen und Schutz­be­dürf­ti­gen oh­ne Auf­ent­halts­be­wil­li­gung, die kei­ne Er­werbs­tä­tig­keit aus­üben, sind erst dann fest­zu­set­zen und un­ter Vor­be­halt von Ar­ti­kel 16 Ab­satz 1 zu ent­rich­ten, wenn:

a.
die­se Per­so­nen als Flücht­lin­ge an­er­kannt wur­den;
b
die­sen Per­so­nen ei­ne Auf­ent­halts­be­wil­li­gung er­teilt wird; oder
c.
auf Grund des Al­ters, des To­des oder der In­va­li­di­tät die­ser Per­so­nen ein Leis­tungs­an­spruch im Sin­ne die­ses Ge­set­zes oder des IVG2 ent­steht.3

3In der Re­gel wer­den die von den Ar­beit­ge­bern zu ent­rich­ten­den Bei­trä­ge im form­lo­sen Ver­fah­ren nach Ar­ti­kel 51 ATSG4 ein­ge­for­dert. Dies gilt in Ab­wei­chung von Ar­ti­kel 49 Ab­satz 1 ATSG auch für er­heb­li­che Bei­trä­ge.5

4Der Bun­des­rat er­lässt Vor­schrif­ten über:

a.
die Zah­lungs­ter­mi­ne für die Bei­trä­ge;
b.
das Mahn- und Ver­an­la­gungs­ver­fah­ren;
c.6
die Nach­zah­lung zu we­nig be­zahl­ter Bei­trä­ge;
d.7
den Er­lass der Nach­zah­lung, auch in Ab­wei­chung von Ar­ti­kel 24 ATSG;
e.
8.9

5Der Bun­des­rat kann be­stim­men, dass auf ei­nem jähr­li­chen mass­ge­ben­den Lohn bis zum Be­trag der ma­xi­ma­len mo­nat­li­chen Al­ters­ren­te kei­ne Bei­trä­ge ent­rich­tet wer­den müs­sen; er kann die­se Mög­lich­keit für be­stimm­te Tä­tig­kei­ten aus­sch­lies­sen. Der Ar­beit­neh­mer kann je­doch in je­dem Fall ver­lan­gen, dass der Ar­beit­ge­ber die Bei­trä­ge ent­rich­tet.10

6Der Bun­des­rat kann zu­dem be­stim­men, dass auf ei­nem jähr­li­chen Ein­kom­men aus ei­ner ne­ben­be­ruf­lich aus­ge­üb­ten selbst­stän­di­gen Er­werbs­tä­tig­keit bis zum Be­trag der ma­xi­ma­len mo­nat­li­chen Al­ters­ren­te nur auf Ver­lan­gen des Ver­si­cher­ten Bei­trä­ge er­ho­ben wer­den.11


1 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 30. Sept. 1953, in Kraft seit 1. Jan. 1954 (AS 1954 211; BBl 1953 II 81).
2 SR 831.20
3 Ein­ge­fügt durch Ziff. I des BG vom 16. Dez. 2005, in Kraft seit 1. Jan. 2007 (AS 2006 4817; BBl 2002 6845).
4 SR 830.1
5 Fas­sung ge­mä­ss An­hang Ziff. 7 des BG vom 6. Okt. 2000 über den All­ge­mei­nen Teil des So­zi­al­ver­si­che­rungs­rechts, in Kraft seit 1. Jan. 2003 (AS 2002 3371; BBl 1991 II 185 910, 1994 V 921, 1999 4523).
6 Fas­sung ge­mä­ss An­hang Ziff. 7 des BG vom 6. Okt. 2000 über den All­ge­mei­nen Teil des So­zi­al­ver­si­che­rungs­rechts, in Kraft seit 1. Jan. 2003 (AS 2002 3371; BBl 1991 II 185 910, 1994 V 921, 1999 4523).
7 Fas­sung ge­mä­ss An­hang Ziff. 7 des BG vom 6. Okt. 2000 über den All­ge­mei­nen Teil des So­zi­al­ver­si­che­rungs­rechts, in Kraft seit 1. Jan. 2003 (AS 2002 3371; BBl 1991 II 185 910, 1994 V 921, 1999 4523).
8 Auf­ge­ho­ben durch An­hang Ziff. 7 des BG vom 6. Okt. 2000 über den All­ge­mei­nen Teil des So­zi­al­ver­si­che­rungs­rechts, mit Wir­kung seit 1. Jan. 2003 (AS 2002 3371; BBl 1991 II 185 910, 1994 V 921, 1999 4523).
9 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 24. Ju­ni 1977 (9. AHV-Re­vi­si­on), in Kraft seit 1. Jan. 1979 (AS 1978 391; BBl 1976 III 1).
10 Ein­ge­fügt durch An­hang Ziff. 6 des BG vom 17. Ju­ni 2005 ge­gen die Schwarz­ar­beit, in Kraft seit 1. Jan. 2008 (AS 2007 359; BBl 2002 3605).
11 Ein­ge­fügt durch Ziff. I des BG vom 17. Ju­ni 2011 (Ver­bes­se­rung der Durch­füh­rung), in Kraft seit 1. Jan. 2012 (AS 2011 4745; BBl 2011 543).

Art. 14bis Zuschläge

1Be­schäf­tigt ein Ar­beit­ge­ber Ar­beit­neh­mer, oh­ne de­ren Löh­ne mit der Aus­gleichs­kas­se ab­zu­rech­nen, so er­hebt die­se einen Zu­schlag von 50 Pro­zent auf den ge­schul­de­ten Bei­trä­gen. Im Wie­der­ho­lungs­fall er­höht die Aus­gleichs­kas­se den Zu­schlag bis auf höchs­tens 100 Pro­zent der ge­schul­de­ten Bei­trä­ge. Der Zu­schlag darf dem Ar­beit­neh­mer nicht vom Lohn ab­ge­zo­gen wer­den.

2Die Er­he­bung von Zu­schlä­gen setzt vor­aus, dass der Ar­beit­ge­ber we­gen ei­nes Ver­ge­hens oder ei­ner Über­tre­tung im Sin­ne der Ar­ti­kel 87 und 88 ver­ur­teilt wor­den ist.

3Die Zu­schlä­ge wer­den von der Aus­gleichs­kas­se dem AHV-Aus­gleichs­fonds2 über­wie­sen. Der Bun­des­rat legt den An­teil fest, den die Aus­gleichs­kas­sen zur De­ckung ih­res Auf­wan­des be­hal­ten dür­fen.


1 Ein­ge­fügt durch An­hang Ziff. 6 des BG vom 17. Ju­ni 2005 ge­gen die Schwarz­ar­beit, in Kraft seit 1. Jan. 2008 (AS 2007 359; BBl 2002 3605).
2 Aus­druck ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 17. Ju­ni 2011 (Ver­bes­se­rung der Durch­füh­rung), in Kraft seit 1. Jan. 2012 (AS 2011 4745; BBl 2011 543). Die­se Änd. wur­de im gan­zen Text be­rück­sich­tigt.

Art. 15 Vollstreckung von Beitragsforderungen

1Bei­trä­ge, die auf er­folg­te Mah­nung hin nicht be­zahlt wer­den, sind oh­ne Ver­zug auf dem We­ge der Be­trei­bung ein­zu­zie­hen, so­weit sie nicht mit fäl­li­gen Ren­ten ver­rech­net wer­den kön­nen.

2Die Bei­trä­ge wer­den in der Re­gel auch ge­gen­über ei­nem der Kon­kurs­be­trei­bung un­ter­lie­gen­den Schuld­ner auf dem We­ge der Pfän­dung ein­ge­trie­ben (Art. 43 des Bun­des­ge­set­zes vom 11. April 18891 über Schuld­be­trei­bung und Kon­kurs).


1 SR 281.1

Art. 16 Verjährung

1Wer­den Bei­trä­ge nicht in­nert fünf Jah­ren nach Ab­lauf des Ka­len­der­jah­res, für wel­ches sie ge­schul­det sind, durch Er­lass ei­ner Ver­fü­gung gel­tend ge­macht, so kön­nen sie nicht mehr ein­ge­for­dert oder ent­rich­tet wer­den. In Ab­wei­chung von Ar­ti­kel 24 Ab­satz 1 ATSG2 en­det die Ver­jäh­rungs­frist für Bei­trä­ge nach den Ar­ti­keln 6 Ab­satz 1, 8 Ab­satz 1 und 10 Ab­satz 1 erst ein Jahr nach Ab­lauf des Ka­len­der­jah­res, in wel­chem die mass­ge­ben­de Steu­er­ver­an­la­gung rechts­kräf­tig wur­de.3 Wird ei­ne Nach­for­de­rung aus ei­ner straf­ba­ren Hand­lung her­ge­lei­tet, für wel­che das Straf­recht ei­ne län­ge­re Ver­jäh­rungs­frist fest­setzt, so ist die­se Frist mass­ge­bend.

2Die ge­mä­ss Ab­satz 1 gel­tend ge­mach­te Bei­trags­for­de­rung er­lischt fünf Jah­re nach Ab­lauf des Ka­len­der­jah­res, in wel­chem sie rechts­kräf­tig wur­de.4 Wäh­rend der Dau­er ei­nes öf­fent­li­chen In­ven­tars oder ei­ner Nach­lass­stun­dung ruht die Frist. Ist bei Ab­lauf der Frist ein Schuld­be­trei­bungs- oder Kon­kurs­ver­fah­ren hän­gig, so en­det die Frist mit des­sen Ab­schluss. Ar­ti­kel 149a Ab­satz 1 des Bun­des­ge­set­zes vom 11. April 18895 über Schuld­be­trei­bung und Kon­kurs ist nicht an­wend­bar.6 Bei Ent­ste­hung des Ren­ten­an­spru­ches nicht er­lo­sche­ne Bei­trags­for­de­run­gen kön­nen in je­dem Fall ge­mä­ss Ar­ti­kel 20 Ab­satz 37 noch ver­rech­net wer­den.

3Der An­spruch auf Rück­er­stat­tung zu­viel be­zahl­ter Bei­trä­ge er­lischt mit Ab­lauf ei­nes Jah­res, nach­dem der Bei­trags­pflich­ti­ge von sei­nen zu ho­hen Leis­tun­gen Kennt­nis er­hal­ten hat, spä­tes­tens aber fünf Jah­re nach Ab­lauf des Ka­len­der­jah­res, in dem die Bei­trä­ge be­zahlt wur­den. Für Bei­trä­ge nach den Ar­ti­keln 6 Ab­satz 1, 8 Ab­satz 1 und 10 Ab­satz 1 en­det die Frist in Ab­wei­chung von Ar­ti­kel 25 Ab­satz 3 ATSG in je­dem Fall erst ein Jahr nach Ab­lauf des Ka­len­der­jah­res, in wel­chem die mass­ge­ben­de Steu­er­ver­an­la­gung rechts­kräf­tig wur­de. Sind Ar­beit­ge­ber- und Ar­beit­neh­mer­bei­trä­ge von Leis­tun­gen be­zahlt wor­den, die der di­rek­ten Bun­des­steu­er vom Rein­ge­winn ju­ris­ti­scher Per­so­nen un­ter­lie­gen, so er­lischt der An­spruch auf Rück­er­stat­tung in Ab­wei­chung von Ar­ti­kel 25 Ab­satz 3 ATSG ein Jahr nach Ab­lauf des Ka­len­der­jah­res, in wel­chem die Steu­er­ver­an­la­gung rechts­kräf­tig wur­de.8


1 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 30. Sept. 1953, in Kraft seit 1. Jan. 1954 (AS 1954 211; BBl 1953 II 81).
2 SR 830.1
3 Fas­sung des ers­ten und zwei­ten Sat­zes ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 17. Ju­ni 2011 (Ver­bes­se­rung der Durch­füh­rung), in Kraft seit 1. Jan. 2012 (AS 2011 4745; BBl 2011 543).
4 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 7. Okt. 1994 (10. AHV-Re­vi­si­on), in Kraft seit 1. Jan. 1997 (AS 1996 2466; BBl 1990 II 1).
5 SR 281.1
6 Fas­sung des vier­ten Sat­zes ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 17. Ju­ni 2011 (Ver­bes­se­rung der Durch­füh­rung), in Kraft seit 1. Jan. 2012 (AS 2011 4745; BBl 2011 543).
7 Dem Art. 20 Abs. 3 in der Fas­sung vom 30. Sept. 1953 ent­spricht heu­te Art. 20 Abs. 2 in der Fas­sung vom 7. Okt. 1994.
8 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 17. Ju­ni 2011 (Ver­bes­se­rung der Durch­füh­rung), in Kraft seit 1. Jan. 2012 (AS 2011 4745; BBl 2011 543).

Art. 17


1 Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I des BG vom 4. Okt. 1968, mit Wir­kung seit 1. Jan. 1969 (AS 1969 111; BBl 1968 I 602).

Dritter Abschnitt: Die Renten

A. Der Rentenanspruch

I. Allgemeines

Art. 18 Rentenberechtigung

1An­spruch auf Al­ters- und Hin­ter­las­se­nen­ren­ten ha­ben Schwei­zer Bür­ger, Aus­län­der und Staa­ten­lo­se ge­mä­ss den nach­fol­gen­den Be­stim­mun­gen.23

2Aus­län­der so­wie ih­re Hin­ter­las­se­nen oh­ne Schwei­zer Bür­ger­recht sind nur ren­ten­be­rech­tigt, so­lan­ge sie ih­ren Wohn­sitz und ge­wöhn­li­chen Auf­ent­halt (Art. 13 ATSG4) in der Schweiz ha­ben.5 Die­ses Er­for­der­nis ist von je­der Per­son, für die ei­ne Ren­te aus­ge­rich­tet wird, ein­zeln zu er­fül­len.6 Vor­be­hal­ten blei­ben die be­son­de­ren bun­des­recht­li­chen Vor­schrif­ten über die Rechts­stel­lung der Flücht­lin­ge und der Staa­ten­lo­sen so­wie ab­wei­chen­de zwi­schen­staat­li­che Ver­ein­ba­run­gen, ins­be­son­de­re mit Staa­ten, de­ren Ge­setz­ge­bung den Schwei­zer Bür­gern und ih­ren Hin­ter­las­se­nen Vor­tei­le bie­tet, die den­je­ni­gen die­ses Ge­set­zes un­ge­fähr gleich­wer­tig sind.78

2bisBei Per­so­nen, die meh­re­re sich ab­lö­sen­de Staats­an­ge­hö­rig­kei­ten be­ses­sen ha­ben, ist für die Ren­ten­be­rech­ti­gung die Staats­an­ge­hö­rig­keit wäh­rend des Ren­ten­be­zugs mass­ge­bend.9

3Den Aus­län­dern, die ih­ren Wohn­sitz im Aus­land ha­ben und mit de­ren Hei­mat­staat kei­ne zwi­schen­staat­li­che Ver­ein­ba­rung be­steht, so­wie ih­ren Hin­ter­las­se­nen kön­nen die ge­mä­ss den Ar­ti­keln 5, 6, 8, 10 oder 13 be­zahl­ten Bei­trä­ge rück­ver­gü­tet wer­den. Der Bun­des­rat re­gelt die Ein­zel­hei­ten, ins­be­son­de­re das Aus­mass der Rück­ver­gü­tung.1011


1 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. II des BG vom 19. Dez. 1963, in Kraft seit 1. Jan. 1964 (AS 1964 285; BBl 1963 II 517).
2 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 7. Okt. 1994 (10. AHV-Re­vi­si­on), in Kraft seit 1. Jan. 1997 (AS 1996 2466; BBl 1990 II 1).
3 Zwei­ter Satz auf­ge­ho­ben durch An­hang Ziff. 7 des BG vom 6. Okt. 2000 über den All­ge­mei­nen Teil des So­zi­al­ver­si­che­rungs­rechts, mit Wir­kung seit 1. Jan. 2003 (AS 2002 3371; BBl 1991 II 185 910, 1994 V 921, 1999 4523).
4 SR 830.1
5 Fas­sung ge­mä­ss An­hang Ziff. 7 des BG vom 6. Okt. 2000 über den All­ge­mei­nen Teil des So­zi­al­ver­si­che­rungs­rechts, in Kraft seit 1. Jan. 2003 (AS 2002 3371; BBl 1991 II 185 910, 1994 V 921, 1999 4523).
6 Satz ein­ge­fügt durch Ziff. I des BG vom 7. Okt. 1994 (10. AHV-Re­vi­si­on), in Kraft seit 1. Jan. 1997 (AS 1996 2466; BBl 1990 II 1).
7 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 30. Ju­ni 1972, in Kraft seit 1. Jan. 1973 (AS 1972 2483; BBl 1971 II 1057).
8 Sie­he auch die SchlB Änd. 7. Okt. 1994 am En­de die­ses Tex­tes.
9 Ein­ge­fügt durch Ziff. I des BG vom 17. Ju­ni 2011 (Ver­bes­se­rung der Durch­füh­rung), in Kraft seit 1. Jan. 2012 (AS 2011 4745; BBl 2011 543).
10 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 7. Okt. 1994 (10. AHV-Re­vi­si­on), in Kraft seit 1. Jan. 1997 (AS 1996 2466; BBl 1990 II 1).
11 Sie­he auch die SchlB Änd. 7. Okt. 1994 am En­de die­ses Tex­tes.

Art. 19


1 Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I des BG vom 19. Dez. 1963, mit Wir­kung seit 1. Jan. 1964 (AS 1964 285; BBl 1963 II 517).

Art. 20 Zwangsvollstreckung und Verrechnung bei Renten

1Der Ren­ten­an­spruch ist der Zwangs­voll­stre­ckung ent­zo­gen.3

2Mit fäl­li­gen Leis­tun­gen kön­nen ver­rech­net wer­den:

a.
die For­de­run­gen auf­grund die­ses Ge­set­zes, des IVG4, des Bun­des­ge­set­zes vom 25. Sep­tem­ber 19525 über die Er­w­erb­ser­satz­ord­nung für Dienst­leis­ten­de in Ar­mee und Zi­vil­schutz und des Bun­des­ge­set­zes vom 20. Ju­ni 19526 über die Fa­mi­li­en­zu­la­gen in der Land­wirt­schaft;
b.
Rück­for­de­run­gen von Er­gän­zungs­leis­tun­gen zur Al­ters-, Hin­ter­las­se­nen- und In­va­li­den­ver­si­che­rung;
c.
die Rück­for­de­rung von Ren­ten und Tag­gel­dern der ob­li­ga­to­ri­schen Un­fall­ver­si­che­rung, der Mi­li­tär­ver­si­che­rung, der Ar­beits­lo­sen­ver­si­che­rung und der Kran­ken­ver­si­che­rung.7

1 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 19. Dez. 1963, in Kraft seit 1. Jan. 1964 (AS 1964 285; BBl 1963 II 517).
2 Fas­sung ge­mä­ss An­hang Ziff. 7 des BG vom 6. Okt. 2000 über den All­ge­mei­nen Teil des So­zi­al­ver­si­che­rungs­rechts, in Kraft seit 1. Jan. 2003 (AS 2002 3371; BBl 1991 II 185 910, 1994 V 921, 1999 4523).
3 Fas­sung ge­mä­ss An­hang Ziff. 7 des BG vom 6. Okt. 2000 über den All­ge­mei­nen Teil des So­zi­al­ver­si­che­rungs­rechts, in Kraft seit 1. Jan. 2003 (AS 2002 3371; BBl 1991 II 185 910, 1994 V 921, 1999 4523).
4 SR 831.20
5 SR 834.1. Heu­te: BG über den Er­w­erb­ser­satz für Dienst­leis­ten­de und bei Mut­ter­schaft.
6 SR 836.1
7 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 7. Okt. 1994 (10. AHV-Re­vi­si­on), in Kraft seit 1. Jan. 1997 (AS 1996 2466; BBl 1990 II 1).

II. Der Anspruch auf Altersrente

Art. 21 Altersrente

1An­spruch auf ei­ne Al­ters­ren­te ha­ben:

a.
Män­ner, wel­che das 65. Al­ters­jahr vollen­det ha­ben;
b.
Frau­en, wel­che das 64. Al­ters­jahr vollen­det ha­ben.

2Der An­spruch auf die Al­ters­ren­te ent­steht am ers­ten Tag des Mo­nats, wel­cher der Vollen­dung des ge­mä­ss Ab­satz 1 mass­ge­ben­den Al­ters­jah­res folgt. Er er­lischt mit dem Tod.


1 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 7. Okt. 1994 (10. AHV-Re­vi­si­on), in Kraft seit 1. Jan. 1997 (AS 1996 2466; BBl 1990 II 1).
2 Be­rich­tigt von der Re­dak­ti­ons­kom­mis­si­on der BVers (Art. 58 Abs. 1 ParlG - SR 171.10)

Art. 22


1 Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I des BG vom 7. Okt. 1994 (10. AHV-Re­vi­si­on), mit Wir­kung seit 1. Jan. 1997 (AS 1996 2466; BBl 1990 II 1).

Art. 22bis Zusatzrente

1Män­nern und Frau­en, die bis zur Ent­ste­hung des An­spruchs auf die Al­ters­ren­te ei­ne Zu­satz­ren­te der In­va­li­den­ver­si­che­rung be­zo­gen ha­ben, wird die­se Ren­te wei­ter­ge­währt, bis ihr Ehe­gat­te einen An­spruch auf ei­ne Al­ters­ren­te oder ei­ne In­va­li­den­ren­te er­wirbt. Ei­ne ge­schie­de­ne Per­son ist der ver­hei­ra­te­ten gleich­ge­stellt, so­fern sie für die ihr zu­ge­spro­che­nen Kin­der über­wie­gend auf­kommt und selbst kei­ne In­va­li­den- oder Al­ters­ren­te be­an­spru­chen kann.2

2In Ab­wei­chung von Ar­ti­kel 20 ATSG3 ist die Zu­satz­ren­te dem nicht ren­ten­be­rech­tig­ten Ehe­gat­ten aus­zu­zah­len:

a.
auf sein Ver­lan­gen, wenn der ren­ten­be­rech­tig­te Ehe­gat­te sei­ner Un­ter­halts­pflicht ge­gen­über der Fa­mi­lie nicht nach­kommt;
b.
auf sein Ver­lan­gen, wenn die Ehe­gat­ten ge­trennt le­ben;
c.
von Am­tes we­gen, wenn die Ehe­gat­ten ge­schie­den sind.4

3Ab­wei­chen­de zi­vil­rich­ter­li­che An­ord­nun­gen blei­ben in den Fäl­len von Ab­satz 2 vor­be­hal­ten.5


1 Ein­ge­fügt durch Ziff. I des BG vom 19. Dez. 1963 (AS 1964 285; BBl 1963 II 517). Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 7. Okt. 1994 (10. AHV-Re­vi­si­on), in Kraft seit 1. Jan. 1997 (AS 1996 2466; BBl 1990 II 1).
2 Sie­he auch die SchlB Änd. 7. Okt. 1994 am En­de die­ses Tex­tes.
3 SR 830.1
4 Fas­sung ge­mä­ss An­hang Ziff. 7 des BG vom 6. Okt. 2000 über den All­ge­mei­nen Teil des So­zi­al­ver­si­che­rungs­rechts, in Kraft seit 1. Jan. 2003 (AS 2002 3371; BBl 1991 II 185 910, 1994 V 921, 1999 4523).
5 Ein­ge­fügt durch An­hang Ziff. 7 des BG vom 6. Okt. 2000 über den All­ge­mei­nen Teil des So­zi­al­ver­si­che­rungs­rechts, in Kraft seit 1. Jan. 2003 (AS 2002 3371; BBl 1991 II 185 910, 1994 V 921, 1999 4523).

Art. 22ter Kinderrente

1Per­so­nen, wel­chen ei­ne Al­ters­ren­te zu­steht, ha­ben für je­des Kind, das im Fal­le ih­res To­des ei­ne Wai­sen­ren­te be­an­spru­chen könn­te, An­spruch auf ei­ne Kin­der­ren­te. Für Pfle­ge­kin­der, die erst nach der Ent­ste­hung des An­spruchs auf ei­ne Al­ters­ren­te oder auf ei­ne ihr vor­aus­ge­hen­de Ren­te der In­va­li­den­ver­si­che­rung in Pfle­ge ge­nom­men wer­den, be­steht kein An­spruch auf Kin­der­ren­te, es sei denn, es hand­le sich um Kin­der des an­dern Ehe­gat­ten.

2Die Kin­der­ren­te wird wie die Ren­te aus­be­zahlt, zu der sie ge­hört. Vor­be­hal­ten blei­ben die Be­stim­mun­gen über die zweck­ge­mäs­se Ver­wen­dung (Art. 20 ATSG2) und ab­wei­chen­de zi­vil­rich­ter­li­che An­ord­nun­gen. Der Bun­des­rat kann die Aus­zah­lung für Son­der­fäl­le in Ab­wei­chung von Ar­ti­kel 20 ATSG re­geln, na­ment­lich für Kin­der aus ge­trenn­ter oder ge­schie­de­ner Ehe.3


1 Ein­ge­fügt durch Ziff. I des BG vom 30. Ju­ni 1972 (AS 1972 2483; BBl 1971 II 1057). Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 7. Okt. 1994 (10. AHV-Re­vi­si­on), in Kraft seit 1. Jan. 1997 (AS 1996 2466; BBl 1990 II 1).
2 SR 830.1
3 Fas­sung des zwei­ten und drit­ten Sat­zes ge­mä­ss An­hang Ziff. 7 des BG vom 6. Okt. 2000 über den All­ge­mei­nen Teil des So­zi­al­ver­si­che­rungs­rechts, in Kraft seit 1. Jan. 2003 (AS 2002 3371; BBl 1991 II 185 910, 1994 V 921, 1999 4523).

III. Der Anspruch auf Witwen- und Witwerrente

Art. 23 Witwen- und Witwerrente

1An­spruch auf ei­ne Wit­wen- oder Wit­wer­ren­te ha­ben Wit­wen oder Wit­wer, so­fern sie im Zeit­punkt der Ver­wit­wung Kin­der ha­ben.

2Kin­dern von Wit­wen oder Wit­wern sind gleich­ge­stellt:

a.
Kin­der des ver­stor­be­nen Ehe­gat­ten, die im Zeit­punkt der Ver­wit­wung mit der Wit­we oder dem Wit­wer im ge­mein­sa­men Haus­halt le­ben und von ihr oder ihm als Pfle­ge­kin­der im Sin­ne von Ar­ti­kel 25 Ab­satz 3 auf­ge­nom­men wer­den;
b.
Pfle­ge­kin­der im Sin­ne von Ar­ti­kel 25 Ab­satz 3, die im Zeit­punkt der Ver­wit­wung mit der Wit­we oder dem Wit­wer im ge­mein­sa­men Haus­halt le­ben und von ihr oder ihm ad­op­tiert wer­den.

3Der An­spruch auf die Wit­wen- oder Wit­wer­ren­te ent­steht am ers­ten Tag des dem Tod des Ehe­man­nes oder der Ehe­frau fol­gen­den Mo­nats, im Fal­le der Ad­op­ti­on ei­nes Pfle­ge­kin­des ge­mä­ss Ab­satz 2 Buch­sta­be b am ers­ten Tag des der Ad­op­ti­on fol­gen­den Mo­nats.

4Der An­spruch er­lischt:

a.
mit der Wie­der­ver­hei­ra­tung;
b.
mit dem To­de der Wit­we oder des Wit­wers.

5Der An­spruch lebt auf, wenn die neue Ehe ge­schie­den oder un­gül­tig er­klärt wird. Der Bun­des­rat re­gelt die Ein­zel­hei­ten.


1 Sie­he auch die SchlB Änd. 7. Okt. 1994 am En­de die­ses Tex­tes.

Art. 24 Besondere Bestimmungen

1Wit­wen ha­ben über­dies An­spruch auf ei­ne Wit­wen­ren­te, wenn sie im Zeit­punkt der Ver­wit­wung kei­ne Kin­der oder Pfle­ge­kin­der im Sin­ne von Ar­ti­kel 23, je­doch das 45. Al­ters­jahr vollen­det ha­ben und min­des­tens fünf Jah­re ver­hei­ra­tet ge­we­sen sind. War die Wit­we mehr­mals ver­hei­ra­tet, so wird auf die Ge­samt­dau­er der Ehen ab­ge­stellt.

2Zu­sätz­lich zu den in Ar­ti­kel 23 Ab­satz 4 auf­ge­zähl­ten Be­en­di­gungs­grün­den er­lischt der An­spruch auf die Wit­wer­ren­te, wenn das letz­te Kind des Wit­wers das 18. Al­ters­jahr vollen­det hat.


1 Sie­he auch die SchlB Änd. 7. Okt. 1994 am En­de die­ses Tex­tes.

Art. 24a Geschiedene Ehegatten

1Ei­ne ge­schie­de­ne Per­son ist ei­ner ver­wit­we­ten gleich­ge­stellt, wenn:

a.
sie ei­nes oder meh­re­re Kin­der hat und die ge­schie­de­ne Ehe min­des­tens zehn Jah­re ge­dau­ert hat;
b.
die ge­schie­de­ne Ehe min­des­tens zehn Jah­re ge­dau­ert hat und die Schei­dung nach Vollen­dung des 45. Al­ters­jah­res er­folg­te;
c.
das jüngs­te Kind sein 18. Al­ters­jahr vollen­det hat, nach­dem die ge­schie­de­ne Per­son ihr 45. Al­ters­jahr zu­rück­ge­legt hat.

2Ist nicht min­des­tens ei­ne der Vor­aus­set­zun­gen von Ab­satz 1 er­füllt, so be­steht ein An­spruch auf ei­ne Wit­wen- oder Wit­wer­ren­te nur, wenn und so­lan­ge die ge­schie­de­ne Per­son Kin­der un­ter 18 Jah­ren hat.


1 Sie­he auch die SchlB Änd. 7. Okt. 1994 am En­de die­ses Tex­tes.

Art. 24b Zusammentreffen von Witwen- oder Witwerrenten mit Alters- oder Invalidenrenten

Er­füllt ei­ne Per­son gleich­zei­tig die Vor­aus­set­zun­gen für ei­ne Wit­wen- oder Wit­wer­ren­te und für ei­ne Al­ters­ren­te oder für ei­ne Ren­te ge­mä­ss dem IVG1, so wird nur die hö­he­re Ren­te aus­be­zahlt.


IV. Der Anspruch auf Waisenrente

Art. 25 Waisenrente

1Kin­der, de­ren Va­ter oder Mut­ter ge­stor­ben ist, ha­ben An­spruch auf ei­ne Wai­sen­ren­te. Sind Va­ter und Mut­ter ge­stor­ben, so ha­ben sie An­spruch auf zwei Wai­sen­ren­ten.

2Fin­del­kin­der ha­ben An­spruch auf ei­ne Wai­sen­ren­te.

3Der Bun­des­rat re­gelt den An­spruch der Pfle­ge­kin­der auf Wai­sen­ren­te.

4Der An­spruch auf die Wai­sen­ren­te ent­steht am ers­ten Tag des dem To­de des Va­ters oder der Mut­ter fol­gen­den Mo­nats. Er er­lischt mit der Vollen­dung des 18. Al­ters­jah­res oder mit dem Tod der Wai­se.

5Für Kin­der, die noch in Aus­bil­dung sind, dau­ert der Ren­ten­an­spruch bis zu de­ren Ab­schluss, längs­tens aber bis zum vollen­de­ten 25. Al­ters­jahr. Der Bun­des­rat kann fest­le­gen, was als Aus­bil­dung gilt.


1 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 7. Okt. 1994 (10. AHV-Re­vi­si­on), in Kraft seit 1. Jan. 1997 (AS 1996 2466; BBl 1990 II 1).

Art. 26-28


1 Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I des BG vom 7. Okt. 1994 (10. AHV-Re­vi­si­on), mit Wir­kung seit 1. Jan. 1997 (AS 1996 2466; BBl 1990 II 1).

Art. 28bis Zusammentreffen von Waisenrenten mit anderen Renten

Er­füllt ei­ne Wai­se gleich­zei­tig die Vor­aus­set­zun­gen für ei­ne Wai­sen­ren­te und ei­ne Wit­wen- oder Wit­wer­ren­te oder für ei­ne Ren­te ge­mä­ss dem IVG2, so wird nur die hö­he­re Ren­te aus­be­zahlt. Sind bei­de El­tern­tei­le ge­stor­ben, so wird für den Ver­gleich auf die Sum­me der bei­den Wai­sen­ren­ten ab­ge­stellt.


1 Ein­ge­fügt durch Art. 82 des BG vom 19. Ju­ni 1959 über die In­va­li­den­ver­si­che­rung (AS 1959 827; BBl 1958 II 1137). Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 7. Okt. 1994 (10. AHV-Re­vi­si­on), in Kraft seit 1. Jan. 1997 (AS 1996 2466; BBl 1990 II 1).
2 SR 831.20

B. Die ordentlichen Renten

Art. 29 Bezügerkreis. Voll- und Teilrenten

1An­spruch auf ei­ne or­dent­li­che Al­ters- oder Hin­ter­las­se­nen­ren­te ha­ben die ren­ten­be­rech­tig­ten Per­so­nen, de­nen für min­des­tens ein vol­les Jahr Ein­kom­men, Er­zie­hungs- oder Be­treu­ungs­gut­schrif­ten an­ge­rech­net wer­den kön­nen, oder ih­re Hin­ter­las­se­nen.1

2Die or­dent­li­chen Ren­ten wer­den aus­ge­rich­tet als:

a.
Voll­ren­ten für Ver­si­cher­te mit voll­stän­di­ger Bei­trags­dau­er;
b.
Teil­ren­ten für Ver­si­cher­te mit un­voll­stän­di­ger Bei­trags­dau­er.2

1 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 7. Okt. 1994 (10. AHV-Re­vi­si­on), in Kraft seit 1. Jan. 1997 (AS 1996 2466; BBl 1990 II 1).
2 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 7. Okt. 1994 (10. AHV-Re­vi­si­on), in Kraft seit 1. Jan. 1997 (AS 1996 2466; BBl 1990 II 1).

I. Grundlagen der Berechnung der ordentlichen Renten

Art. 29bis Allgemeine Bestimmungen für die Rentenberechnung

1Für die Ren­ten­be­rech­nung wer­den Bei­trags­jah­re, Er­w­erb­sein­kom­men so­wie Er­zie­hungs- oder Be­treu­ungs­gut­schrif­ten der ren­ten­be­rech­tig­ten Per­son zwi­schen dem 1. Ja­nu­ar nach Vollen­dung des 20. Al­ters­jah­res und dem 31. De­zem­ber vor Ein­tritt des Ver­si­che­rungs­fal­les (Ren­ten­al­ter oder Tod) be­rück­sich­tigt.

2Der Bun­des­rat re­gelt die An­rech­nung der Bei­trags­mo­na­te im Jahr der Ent­ste­hung des Ren­ten­an­spruchs, der Bei­trags­zei­ten vor dem 1. Ja­nu­ar nach Vollen­dung des 20. Al­ters­jah­res so­wie der Zu­satz­jah­re.2


1 Ein­ge­fügt durch Ziff. I des BG vom 7. Okt. 1994 (10. AHV-Re­vi­si­on), in Kraft seit 1. Jan. 1997 (AS 1996 2466; BBl 1990 II 1).
2 Sie­he auch die SchlB Änd. 7. Okt. 1994 am En­de die­ses Tex­tes.

Art. 29ter Vollständige Beitragsdauer

1Die Bei­trags­dau­er ist voll­stän­dig, wenn ei­ne Per­son gleich vie­le Bei­trags­jah­re auf­weist wie ihr Jahr­gang.

2Als Bei­trags­jah­re gel­ten Zei­ten:

a.
in wel­chen ei­ne Per­son Bei­trä­ge ge­leis­tet hat;
b.
in wel­chen der Ehe­gat­te ge­mä­ss Ar­ti­kel 3 Ab­satz 3 min­des­tens den dop­pel­ten Min­dest­bei­trag ent­rich­tet hat;
c.
für die Er­zie­hungs- oder Be­treu­ungs­gut­schrif­ten an­ge­rech­net wer­den kön­nen.

1 Ur­sprüng­lich Art. 29bis. Ein­ge­fügt durch Ziff. I des BG vom 21. Dez. 1956 (AS 1957 262; BBl 1956 I 1429). Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 7. Okt. 1994 (10. AHV-Re­vi­si­on), in Kraft seit 1. Jan. 1997 (AS 1996 2466; BBl 1990 II 1).

Art. 29quater Durchschnittliches Jahreseinkommen
1.Grundsatz

Die Ren­te wird nach Mass­ga­be des durch­schnitt­li­chen Jah­res­ein­kom­mens be­rech­net. Die­ses setzt sich zu­sam­men aus:

a.
den Er­w­erb­sein­kom­men;
b.
den Er­zie­hungs­gut­schrif­ten;
c.
den Be­treu­ungs­gut­schrif­ten.

1 Ein­ge­fügt durch Ziff. I des BG vom 7. Okt. 1994 (10. AHV-Re­vi­si­on), in Kraft seit 1. Jan. 1997 (AS 1996 2466; BBl 1990 II 1).

Art. 29quinquies 2. Erwerbseinkommen sowie Beiträge nichterwerbstätiger Personen

1Bei er­werbs­tä­ti­gen Per­so­nen wer­den nur die Ein­kom­men be­rück­sich­tigt, auf de­nen Bei­trä­ge be­zahlt wur­den.

2Die Bei­trä­ge von nich­t­er­werbs­tä­ti­gen Per­so­nen wer­den mit 100 ver­viel­facht, durch den dop­pel­ten Bei­trags­an­satz ge­mä­ss Ar­ti­kel 5 Ab­satz 1 ge­teilt und als Er­w­erb­sein­kom­men an­ge­rech­net.

3Ein­kom­men, wel­che die Ehe­gat­ten wäh­rend der Ka­len­der­jah­re der ge­mein­sa­men Ehe er­zielt ha­ben, wer­den ge­teilt und je zur Hälf­te den bei­den Ehe­gat­ten an­ge­rech­net. Die Ein­kom­mens­tei­lung wird vor­ge­nom­men:

a.
wenn bei­de Ehe­gat­ten ren­ten­be­rech­tigt sind;
b.
wenn ei­ne ver­wit­we­te Per­son An­spruch auf ei­ne Al­ters­ren­te hat;
c.
bei Auf­lö­sung der Ehe durch Schei­dung.2

4Der Tei­lung und der ge­gen­sei­ti­gen An­rech­nung un­ter­lie­gen je­doch nur Ein­kom­men:

a.
aus der Zeit zwi­schen dem 1. Ja­nu­ar nach Vollen­dung des 20. Al­ters­jah­res und dem 31. De­zem­ber vor Ein­tritt des Ver­si­che­rungs­fal­les beim Ehe­gat­ten, wel­cher zu­erst ren­ten­be­rech­tigt wird; und
b.3
aus Zei­ten, in de­nen bei­de Ehe­gat­ten in der schwei­ze­ri­schen Al­ters- und Hin­ter­las­se­nen­ver­si­che­rung ver­si­chert ge­we­sen sind.

5Ab­satz 4 ist nicht an­wend­bar für das Ka­len­der­jahr, in dem die Ehe ge­schlos­sen oder auf­ge­löst wird.4

6Der Bun­des­rat re­gelt das Ver­fah­ren. Er be­stimmt ins­be­son­de­re, wel­che Aus­gleichs­kas­se die Ein­kom­mens­tei­lung vor­zu­neh­men hat.5


1 Ein­ge­fügt durch Ziff. I des BG vom 7. Okt. 1994 (10. AHV-Re­vi­si­on), in Kraft seit 1. Jan. 1997 (AS 1996 2466; BBl 1990 II 1).
2 Sie­he auch die SchlB Änd. 7. Okt. 1994 am En­de die­ses Tex­tes.
3 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 17. Ju­ni 2011 (Ver­bes­se­rung der Durch­füh­rung), in Kraft seit 1. Jan. 2012 (AS 2011 4745; BBl 2011 543).
4 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 17. Ju­ni 2011 (Ver­bes­se­rung der Durch­füh­rung), in Kraft seit 1. Jan. 2012 (AS 2011 4745; BBl 2011 543).
5 Ein­ge­fügt durch Ziff. I des BG vom 17. Ju­ni 2011 (Ver­bes­se­rung der Durch­füh­rung), in Kraft seit 1. Jan. 2012 (AS 2011 4745; BBl 2011 543).

Art. 29sexies 3. Erziehungsgutschriften

1Ver­si­cher­ten wird für die­je­ni­gen Jah­re ei­ne Er­zie­hungs­gut­schrift an­ge­rech­net, in wel­chen ih­nen die el­ter­li­che Sor­ge für ei­nes oder meh­re­re Kin­der zu­steht, die das 16. Al­ters­jahr noch nicht er­reicht ha­ben. Da­bei wer­den El­tern, die ge­mein­sam In­ha­ber der el­ter­li­chen Sor­ge sind, je­doch nicht zwei Gut­schrif­ten ku­mu­la­tiv ge­währt. Der Bun­des­rat re­gelt die Ein­zel­hei­ten, ins­be­son­de­re die An­rech­nung der Er­zie­hungs­gut­schrift, wenn:2

a.3
El­tern Kin­der un­ter ih­rer Ob­hut ha­ben, oh­ne dass ih­nen die el­ter­li­che Sor­ge zu­steht;
b.
le­dig­lich ein El­tern­teil in der schwei­ze­ri­schen Al­ters- und Hin­ter­las­se­nen­ver­si­che­rung ver­si­chert ist;
c.
die Vor­aus­set­zun­gen für die An­rech­nung ei­ner Er­zie­hungs­gut­schrift nicht wäh­rend des gan­zen Ka­len­der­jah­res er­füllt wer­den;
d.4
ge­schie­de­nen oder un­ver­hei­ra­te­ten El­tern ge­mein­sam die el­ter­li­che Sor­ge zu­steht.

2Die Er­zie­hungs­gut­schrift ent­spricht dem Be­trag der drei­fa­chen mi­ni­ma­len jähr­li­chen Al­ters­ren­te ge­mä­ss Ar­ti­kel 34 im Zeit­punkt der Ent­ste­hung des Ren­ten­an­spruchs.

3Bei ver­hei­ra­te­ten Per­so­nen wird die Er­zie­hungs­gut­schrift wäh­rend der Ka­len­der­jah­re der Ehe hälf­tig auf­ge­teilt. Der Tei­lung un­ter­lie­gen aber nur die Gut­schrif­ten für die Zeit zwi­schen dem 1. Ja­nu­ar nach Vollen­dung des 20. Al­ters­jah­res und dem 31. De­zem­ber vor Ein­tritt des Ver­si­che­rungs­fal­les beim Ehe­gat­ten, wel­cher zu­erst ren­ten­be­rech­tigt wird.


1 Ein­ge­fügt durch Ziff. I des BG vom 7. Okt. 1994 (10. AHV-Re­vi­si­on), in Kraft seit 1. Jan. 1997 (AS 1996 2466; BBl 1990 II 1).
2 Fas­sung ge­mä­ss An­hang Ziff. 5 des BG vom 26. Ju­ni 1998, in Kraft seit 1. Jan. 2000 (AS 1999 1118 1144; BBl 1996 I 1).
3 Fas­sung ge­mä­ss An­hang Ziff. 5 des BG vom 26. Ju­ni 1998, in Kraft seit 1. Jan. 2000 (AS 1999 1118 1144; BBl 1996 I 1).
4 Ein­ge­fügt durch An­hang Ziff. 5 des BG vom 26. Ju­ni 1998, in Kraft seit 1. Jan. 2000 (AS 1999 1118 1144; BBl 1996 I 1).

Art. 29septies 4. Betreuungsgutschriften

1Ver­si­cher­te, wel­che Ver­wand­te in auf- oder ab­stei­gen­der Li­nie oder Ge­schwis­ter mit ei­nem an­er­kann­ten An­spruch auf ei­ne Hilflo­sen­ent­schä­di­gung der AHV, der IV, der ob­li­ga­to­ri­schen Un­fall­ver­si­che­rung oder der Mi­li­tär­ver­si­che­rung für min­des­tens mitt­le­re Hilf­lo­sig­keit be­treu­en, ha­ben An­spruch auf An­rech­nung ei­ner Be­treu­ungs­gut­schrift, wenn sie die be­treu­ten Per­so­nen für die Be­treu­ung leicht er­rei­chen kön­nen.2 Sie müs­sen die­sen An­spruch jähr­lich schrift­lich an­mel­den. Ver­wand­ten sind Ehe­gat­ten, Schwie­ger­el­tern und Stief­kin­der gleich­ge­stellt.

2Für Zei­ten, in wel­chen gleich­zei­tig ein An­spruch auf ei­ne Er­zie­hungs­gut­schrift be­steht, kann kei­ne Be­treu­ungs­gut­schrift an­ge­rech­net wer­den.

3Der Bun­des­rat kann das Er­for­der­nis der leich­ten Er­reich­bar­keit nach Ab­satz 1 nä­her um­schrei­ben.3 Er re­gelt das Ver­fah­ren so­wie die An­rech­nung der Be­treu­ungs­gut­schrift für die Fäl­le, in de­nen:

a.
meh­re­re Per­so­nen die Vor­aus­set­zun­gen der An­rech­nung ei­ner Be­treu­ungs­gut­schrift er­fül­len;
b.
le­dig­lich ein Ehe­gat­te in der schwei­ze­ri­schen Al­ters- und Hin­ter­las­se­nen­ver­si­che­rung ver­si­chert ist;
c.
die Vor­aus­set­zun­gen für die An­rech­nung ei­ner Be­treu­ungs­gut­schrift nicht wäh­rend des gan­zen Ka­len­der­jah­res er­füllt wer­den.

4Die Be­treu­ungs­gut­schrift ent­spricht dem Be­trag der drei­fa­chen mi­ni­ma­len jähr­li­chen Al­ters­ren­te ge­mä­ss Ar­ti­kel 34 im Zeit­punkt der Ent­ste­hung des Ren­ten­an­spruchs. Sie wird im in­di­vi­du­el­len Kon­to ver­merkt.

5Wird der An­spruch auf Be­treu­ungs­gut­schrift nicht in­nert fünf Jah­ren nach Ab­lauf des Ka­len­der­jah­res an­ge­mel­det, in wel­chem ei­ne Per­son be­treut wur­de, so wird die Gut­schrift für das be­tref­fen­de Jahr nicht mehr im in­di­vi­du­el­len Kon­to ver­merkt.

6Bei ver­hei­ra­te­ten Per­so­nen wird die Be­treu­ungs­gut­schrift wäh­rend der Ka­len­der­jah­re der Ehe hälf­tig auf­ge­teilt. Der Tei­lung un­ter­lie­gen aber nur die Gut­schrif­ten für die Zeit zwi­schen dem 1. Ja­nu­ar nach Vollen­dung des 20. Al­ters­jah­res und dem 31. De­zem­ber vor Ein­tritt des Ver­si­che­rungs­fal­les beim Ehe­gat­ten, wel­cher zu­erst ren­ten­be­rech­tigt wird.


1 Ein­ge­fügt durch Ziff. I des BG vom 7. Okt. 1994 (10. AHV-Re­vi­si­on), in Kraft seit 1. Jan. 1997 (AS 1996 2466; BBl 1990 II 1).
2 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 17. Ju­ni 2011 (Ver­bes­se­rung der Durch­füh­rung), in Kraft seit 1. Jan. 2012 (AS 2011 4745; BBl 2011 543).
3 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 17. Ju­ni 2011 (Ver­bes­se­rung der Durch­füh­rung), in Kraft seit 1. Jan. 2012 (AS 2011 4745; BBl 2011 543).

Art. 30 5. Ermittlung des durchschnittlichen Jahreseinkommens

1Die Sum­me der Er­w­erb­sein­kom­men wird ent­spre­chend dem Ren­ten­in­dex ge­mä­ss Ar­ti­kel 33ter auf­ge­wer­tet. Der Bun­des­rat lässt die Auf­wer­tungs­fak­to­ren jähr­lich fest­stel­len.

2Die Sum­me der auf­ge­wer­te­ten Er­w­erb­sein­kom­men so­wie die Er­zie­hungs- oder Be­treu­ungs­gut­schrif­ten wer­den durch die An­zahl der Bei­trags­jah­re ge­teilt.


1 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 7. Okt. 1994 (10. AHV-Re­vi­si­on), in Kraft seit 1. Jan. 1997 (AS 1996 2466; BBl 1990 II 1).

Art. 30bis Berechnungsvorschriften

Der Bun­des­rat er­lässt Vor­schrif­ten zur Be­rech­nung der Ren­ten.3 Da­bei kann er die an­re­chen­ba­ren Ein­kom­men und die Ren­ten auf- oder ab­run­den.4 Er kann Vor­schrif­ten er­las­sen über die An­rech­nung der Bruch­tei­le von Jah­ren und der ent­spre­chen­den Ein­kom­men und vor­se­hen, dass Bei­trags­jah­re und Er­w­erb­sein­kom­men für die Zeit, in der ei­ne In­va­li­den­ren­te be­zo­gen wur­de, nicht an­ge­rech­net wer­den.5


1 Ein­ge­fügt durch Ziff. I des BG vom 4. Okt. 1968 (AS 1969 111; BBl 1968 I 602). Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 24. Ju­ni 1977 (9. AHV-Re­vi­si­on), in Kraft seit 1. Jan. 1979 (AS 1978 391; BBl 1976 III 1).
2 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 17. Ju­ni 2011 (Ver­bes­se­rung der Durch­füh­rung), in Kraft seit 1. Jan. 2012 (AS 2011 4745; BBl 2011 543).
3 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 17. Ju­ni 2011 (Ver­bes­se­rung der Durch­füh­rung), in Kraft seit 1. Jan. 2012 (AS 2011 4745; BBl 2011 543).
4 Fas­sung des Sat­zes ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 7. Okt. 1994 (10. AHV-Re­vi­si­on), in Kraft seit 1. Jan. 1997 (AS 1996 2466; BBl 1990 II 1).
5 Fas­sung des Sat­zes ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 7. Okt. 1994 (10. AHV-Re­vi­si­on), in Kraft seit 1. Jan. 1997 (AS 1996 2466; BBl 1990 II 1).

Art. 30ter Individuelle Konten

1Für je­den bei­trags­pflich­ti­gen Ver­si­cher­ten wer­den in­di­vi­du­el­le Kon­ten ge­führt, in wel­che die für die Be­rech­nung der or­dent­li­chen Ren­ten er­for­der­li­chen An­ga­ben ein­ge­tra­gen wer­den. Der Bun­des­rat ord­net die Ein­zel­hei­ten.

2Die von ei­nem Ar­beit­neh­mer er­ziel­ten Er­w­erb­sein­kom­men, von wel­chen der Ar­beit­ge­ber die ge­setz­li­chen Bei­trä­ge ab­ge­zo­gen hat, wer­den in das in­di­vi­du­el­le Kon­to ein­ge­tra­gen, selbst wenn der Ar­beit­ge­ber die ent­spre­chen­den Bei­trä­ge der Aus­gleichs­kas­se nicht ent­rich­tet hat.2

3Die bei­trags­pflich­ti­gen Ein­kom­men von Ar­beit­neh­mern wer­den im in­di­vi­du­el­len Kon­to un­ter dem Jahr ein­ge­tra­gen, in dem sie aus­be­zahlt wur­den. Die Ein­kom­men wer­den je­doch im Er­werbs­jahr ein­ge­tra­gen, wenn der Ar­beit­neh­mer:

a.
zum Zeit­punkt der Lohn­aus­zah­lung nicht mehr für den Ar­beit­ge­ber tä­tig ist;
b.
den Be­weis er­bringt, dass das bei­trags­pflich­ti­ge Ein­kom­men von ei­ner Er­werbs­tä­tig­keit stammt, die in ei­nem frü­he­ren Jahr aus­ge­übt wur­de und für die we­ni­ger als der Min­dest­bei­trag ent­rich­tet wur­de.3

4Die Ein­kom­men der Selbst­stän­di­g­er­wer­ben­den, der Ar­beit­neh­mer nicht bei­trags­pflich­ti­ger Ar­beit­ge­ber und der Nich­t­er­werbs­tä­ti­gen wer­den im­mer un­ter dem Jahr ein­ge­tra­gen, für das die Bei­trä­ge fest­ge­setzt wer­den.4


1 Ein­ge­fügt durch Ziff. I des BG vom 4. Okt. 1968, in Kraft seit 1. Jan. 1969 (AS 1969 111; BBl 1968 I 602).
2 Ein­ge­fügt durch An­hang Ziff. 13 des BG vom 16. Dez. 1994, in Kraft seit 1. Jan. 1997 (AS 1995 1227 1307; BBl 1991 III 1).
3 Ein­ge­fügt durch Ziff. I des BG vom 17. Ju­ni 2011 (Ver­bes­se­rung der Durch­füh­rung), in Kraft seit 1. Jan. 2012 (AS 2011 4745; BBl 2011 543).
4 Ein­ge­fügt durch Ziff. I des BG vom 17. Ju­ni 2011 (Ver­bes­se­rung der Durch­füh­rung), in Kraft seit 1. Jan. 2012 (AS 2011 4745; BBl 2011 543).

Art. 31 Neufestsetzung der Rente

Muss ei­ne Al­ters­ren­te neu fest­ge­setzt wer­den, weil der Ehe­gat­te ren­ten­be­rech­tigt oder die Ehe auf­ge­löst wird, so blei­ben die im Zeit­punkt der erst­ma­li­gen Ren­ten­be­rech­nung gel­ten­den Be­rech­nungs­vor­schrif­ten mass­ge­bend. Die auf­grund die­ser Be­stim­mun­gen neu fest­ge­setz­te Ren­te ist in der Fol­ge auf den neues­ten Stand zu brin­gen.


1 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 7. Okt. 1994 (10. AHV-Re­vi­si­on), in Kraft seit 1. Jan. 1997 (AS 1996 2466; BBl 1990 II 1).
2 Sie­he auch die SchlB Änd. 7. Okt. 1994 am En­de die­ses Tex­tes.

Art. 32


1 Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I des BG vom 7. Okt. 1994 (10. AHV-Re­vi­si­on), mit Wir­kung seit 1. Jan. 1997 (AS 1996 2466; BBl 1990 II 1).

Art. 33 Hinterlassenenrente

1Für die Be­rech­nung der Wit­wen-, Wit­wer- und Wai­sen­ren­te sind die Bei­trags­dau­er und das auf­grund der un­ge­teil­ten Ein­kom­men der ver­stor­be­nen Per­son so­wie ih­rer Er­zie­hungs- oder Be­treu­ungs­gut­schrif­ten er­mit­tel­te durch­schnitt­li­che Jah­res­ein­kom­men mass­ge­bend. Ab­satz 2 bleibt vor­be­hal­ten.

2Sind die El­tern ge­stor­ben, so sind für die Be­rech­nung der bei­den Wai­sen­ren­ten die Bei­trags­dau­er je­des El­tern­teils und die nach den all­ge­mei­nen Grund­sät­zen (Art. 29qua­ter ff.) er­mit­tel­ten durch­schnitt­li­chen Jah­res­ein­kom­men der Ver­stor­be­nen mass­ge­bend.

3Hat die ver­stor­be­ne Per­son bei ih­rem To­de das 45. Al­ters­jahr noch nicht vollen­det, so wird für die Be­rech­nung der Hin­ter­las­se­nen­ren­te ihr durch­schnitt­li­ches Er­w­erb­sein­kom­men pro­zen­tu­al er­höht. Der Bun­des­rat setzt die Pro­zent­sät­ze nach dem Al­ter der ver­stor­be­nen Per­son fest.


1 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 7. Okt. 1994 (10. AHV-Re­vi­si­on), in Kraft seit 1. Jan. 1997 (AS 1996 2466; BBl 1990 II 1).
2 Sie­he auch die SchlB Änd. 7. Okt. 1994 am En­de die­ses Tex­tes.

Art. 33bis Ablösung einer Invalidenrente

1Für die Be­rech­nung von Al­ters- oder Hin­ter­las­se­nen­ren­ten, die an die Stel­le ei­ner Ren­te ge­mä­ss dem IVG3 tre­ten, ist auf die für die Be­rech­nung der In­va­li­den­ren­te mass­ge­ben­de Grund­la­ge ab­zu­stel­len, falls dies für den Be­rech­tig­ten vor­teil­haf­ter ist.

1bisBei ver­hei­ra­te­ten Per­so­nen ist die Ren­ten­be­rech­nung ge­mä­ss Ab­satz 1 an­zu­pas­sen, wenn die Vor­aus­set­zun­gen für die Tei­lung und die ge­gen­sei­ti­ge An­rech­nung der Ein­kom­men er­füllt sind.4

2Ist die In­va­li­den­ren­te ge­mä­ss Ar­ti­kel 37 Ab­satz 2 des IVG be­mes­sen wor­den, so gilt die­se Be­stim­mung sinn­ge­mä­ss auch für die Al­ters- oder Hin­ter­las­se­nen­ren­te, die auf der für die In­va­li­den­ren­te mass­ge­ben­den Grund­la­ge be­rech­net wird.5

3Tre­ten an die Stel­le der ge­mä­ss den Ar­ti­keln 39 Ab­satz 2 und 40 Ab­satz 3 des IVG be­mes­se­nen aus­ser­or­dent­li­chen In­va­li­den­ren­ten or­dent­li­che Al­ters- oder Hin­ter­las­se­nen­ren­ten, so be­tra­gen die­se bei voll­stän­di­ger Bei­trags­dau­er min­des­tens 1331/3Pro­zent der Min­dest­an­sät­ze der zu­tref­fen­den Voll­ren­ten.6

4Für die Be­rech­nung der Al­ters­ren­te ei­ner Per­son, de­ren Ehe­gat­te ei­ne In­va­li­den­ren­te be­zieht oder be­zo­gen hat, wird das im Zeit­punkt der Ent­ste­hung der In­va­li­den­ren­te mass­ge­ben­de durch­schnitt­li­che Jah­res­ein­kom­men des in­va­li­den Ehe­gat­ten wäh­rend der Dau­er des Be­zu­ges der In­va­li­den­ren­te wie ein Er­w­erb­sein­kom­men im Sin­ne von Ar­ti­kel 29quin­quies be­rück­sich­tigt. Be­trägt der In­va­li­di­täts­grad we­ni­ger als 60 Pro­zent, so wird nur ein ent­spre­chend her­ab­ge­setz­ter Teil des durch­schnitt­li­chen Jah­res­ein­kom­mens be­rück­sich­tigt.7 Der Bun­des­rat re­gelt die Ein­zel­hei­ten und das Ver­fah­ren.8


1 Ein­ge­fügt durch Art. 82 des BG vom 19. Ju­ni 1959 über die In­va­li­den­ver­si­che­rung, in Kraft seit 1. Jan. 1960 (AS 1959 827; BBl 1958 II 1137).
2 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 7. Okt. 1994 (10. AHV-Re­vi­si­on), in Kraft seit 1. Jan. 1997 (AS 1996 2466; BBl 1990 II 1).
3 SR 831.20
4 Ein­ge­fügt durch Ziff. I des BG vom 7. Okt. 1994 (10. AHV-Re­vi­si­on), in Kraft seit 1. Jan. 1997 (AS 1996 2466; BBl 1990 II 1).
5 Ein­ge­fügt durch Ziff. I des BG vom 30. Ju­ni 1972, in Kraft seit 1. Jan. 1973 (AS 1972 2483; BBl 1971 II 1057).
6 Ein­ge­fügt durch Ziff. I des BG vom 30. Ju­ni 1972, in Kraft seit 1. Jan. 1973 (AS 1972 2483; BBl 1971 II 1057).
7 Fas­sung ge­mä­ss An­hang Ziff. 3 des BG vom 21. März 2003 (4. IV-Re­vi­si­on), in Kraft seit 1. Jan. 2004 (AS 2003 3837; BBl 2001 3205).
8 Ein­ge­fügt durch Ziff. I des BG vom 7. Okt. 1994 (10. AHV-Re­vi­si­on), in Kraft seit 1. Jan. 1997 (AS 1996 2466; BBl 1990 II 1).

Art. 33ter Anpassung der Renten an die Lohn- und Preisentwicklung

1Der Bun­des­rat passt die or­dent­li­chen Ren­ten in der Re­gel al­le zwei Jah­re auf Be­ginn des Ka­len­der­jah­res der Lohn- und Preis­ent­wick­lung an, in­dem er auf An­trag der Eid­ge­nös­si­schen Kom­mis­si­on für die Al­ters-, Hin­ter­las­se­nen- und In­va­li­den­ver­si­che­rung den Ren­ten­in­dex neu fest­setzt.

2Der Ren­ten­in­dex ist das arith­me­ti­sche Mit­tel des vom Staats­se­kre­ta­ri­at für Wirt­schaft (SE­CO)2 er­mit­tel­ten Lohn­in­de­xes und des Lan­des­in­de­xes der Kon­su­men­ten­prei­se.

3Der Bun­des­rat stellt je nach der fi­nan­zi­el­len La­ge der Ver­si­che­rung An­trag auf Än­de­rung des Ver­hält­nis­ses zwi­schen den bei­den In­dex­wer­ten nach Ab­satz 2.

4Der Bun­des­rat passt die or­dent­li­chen Ren­ten frü­her an, wenn der Lan­des­in­dex der Kon­su­men­ten­prei­se in­ner­halb ei­nes Jah­res um mehr als 4 Pro­zent an­ge­stie­gen ist.3

5Der Bun­des­rat kann er­gän­zen­de Vor­schrif­ten er­las­sen, den Ren­ten­in­dex auf- oder ab­run­den und das Ver­fah­ren der Ren­tenan­pas­sung re­geln.


1 Ein­ge­fügt durch Ziff. I des BG vom 24. Ju­ni 1977 (9. AHV-Re­vi­si­on), in Kraft seit 1. Jan. 1979 (AS 1978 391; BBl 1976 III 1).
2 Be­zeich­nung ge­mä­ss nicht ver­öf­fent­lich­tem BRB vom 19. Dez. 1997.
3 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 13. Dez. 1991 (AS 1992 1286; BBl 1991 I 217).

II. Die Vollrenten

Art. 34 Berechnung und Höhe der Vollrenten
1.Die Altersrente

1Die mo­nat­li­che Al­ters­ren­te setzt sich zu­sam­men aus (Ren­ten­for­mel):

a.
ei­nem Bruch­teil des Min­dest­be­tra­ges der Al­ters­ren­te (fes­ter Ren­ten­teil);
b.
ei­nem Bruch­teil des mass­ge­ben­den durch­schnitt­li­chen Jah­res­ein­kom­mens (va­ria­bler Ren­ten­teil).

2Es gel­ten fol­gen­de Be­stim­mun­gen:

a.
Ist das mass­ge­ben­de durch­schnitt­li­che Jah­res­ein­kom­men klei­ner oder gleich dem 36fa­chen Min­dest­be­trag der Al­ters­ren­te, so be­trägt der fes­te Ren­ten­teil 74/100 des Min­dest­be­tra­ges der Al­ters­ren­te und der va­ria­ble Ren­ten­teil 13/600 des mass­ge­ben­den durch­schnitt­li­chen Jah­res­ein­kom­mens.
b.
Ist das mass­ge­ben­de durch­schnitt­li­che Jah­res­ein­kom­men grös­ser als das 36fa­che des Min­dest­be­tra­ges der Al­ters­ren­te, so be­trägt der fes­te Ren­ten­teil 104/100 des Min­dest­be­tra­ges der Al­ters­ren­te und der va­ria­ble Ren­ten­teil 8/600 des mass­ge­ben­den durch­schnitt­li­chen Jah­res­ein­kom­mens.

3Der Höchst­be­trag der Al­ters­ren­te ent­spricht dem dop­pel­ten Min­dest­be­trag.

4Der Min­dest­be­trag wird ge­währt, wenn das mass­ge­ben­de durch­schnitt­li­che Jah­res­ein­kom­men höchs­tens zwölf­mal grös­ser ist, und der Höchst­be­trag, wenn das mass­ge­ben­de durch­schnitt­li­che Jah­res­ein­kom­men we­nigs­tens zwei­und­sieb­zig­mal grös­ser ist als der Min­dest­be­trag.

5Der Min­dest­be­trag der vol­len Al­ters­ren­te von 1185 Fran­ken ent­spricht dem Ren­ten­in­dex von 215,5 Punk­ten.2


1 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 7. Okt. 1994 (10. AHV-Re­vi­si­on), in Kraft seit 1. Jan. 1997 (AS 1996 2466; BBl 1990 II 1).
2 Be­trag und Ren­ten­in­dex ge­mä­ss Art. 3 und 4 der V 19 vom 21. Sept. 2018 über An­pas­sun­gen an die Lohn- und Preis­ent­wick­lung bei der AHV/IV/EO, in Kraft seit 1. Jan. 2019 (AS 2018 3527).

Art. 35 2. Summe der beiden Renten für Ehepaare

1Die Sum­me der bei­den Ren­ten ei­nes Ehe­paa­res be­trägt ma­xi­mal 150 Pro­zent des Höchst­be­tra­ges der Al­ters­ren­te, wenn:

a.
bei­de Ehe­gat­ten An­spruch auf ei­ne Al­ters­ren­te ha­ben;
b.
ein Ehe­gat­te An­spruch auf ei­ne Al­ters­ren­te und der an­de­re An­spruch auf ei­ne Ren­te der In­va­li­den­ver­si­che­rung hat.

2Die Kür­zung ent­fällt bei Ehe­paa­ren, de­ren ge­mein­sa­mer Haus­halt rich­ter­lich auf­ge­ho­ben wur­de.

3Die bei­den Ren­ten sind im Ver­hält­nis ih­rer An­tei­le an der Sum­me der un­ge­kürz­ten Ren­ten zu kür­zen. Der Bun­des­rat re­gelt die Ein­zel­hei­ten, ins­be­son­de­re die Kür­zung der bei­den Ren­ten bei Ver­si­cher­ten mit un­voll­stän­di­ger Bei­trags­dau­er.


1 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 7. Okt. 1994 (10. AHV-Re­vi­si­on), in Kraft seit 1. Jan. 1997 (AS 1996 2466; BBl 1990 II 1).

Art. 35bis 3. Zuschlag für verwitwete Bezügerinnen und Bezüger von Altersrenten

Ver­wit­we­te Be­zü­ge­rin­nen und Be­zü­ger von Al­ters­ren­ten ha­ben An­spruch auf einen Zu­schlag von 20 Pro­zent zu ih­rer Ren­te. Ren­te und Zu­schlag dür­fen den Höchst­be­trag der Al­ters­ren­te nicht über­stei­gen.


1 Ein­ge­fügt durch Ziff. I des BG vom 19. Dez. 1963 (AS 1964 285; BBl 1963 II 517). Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 7. Okt. 1994 (10. AHV-Re­vi­si­on), in Kraft seit 1. Jan. 1997 (AS 1996 2466; BBl 1990 II 1).
2 Sie­he auch die SchlB Änd. 7. Okt. 1994 am En­de die­ses Tex­tes.

Art. 35ter 4. Kinderrente

Die Kin­der­ren­te be­trägt 40 Pro­zent der dem mass­ge­ben­den durch­schnitt­li­chen Jah­res­ein­kom­men ent­spre­chen­den Al­ters­ren­te. Ha­ben bei­de El­tern­tei­le einen An­spruch auf Kin­der­ren­te, so sind die bei­den Kin­der­ren­ten zu kür­zen, so­weit ih­re Sum­me 60 Pro­zent der ma­xi­ma­len Al­ters­ren­te über­steigt. Für die Durch­füh­rung der Kür­zung ist Ar­ti­kel 35 sinn­ge­mä­ss an­wend­bar.


1 Ein­ge­fügt durch Ziff. I des BG vom 7. Okt. 1994 (10. AHV-Re­vi­si­on), in Kraft seit 1. Jan. 1997 (AS 1996 2466; BBl 1990 II 1).

Art. 36 5. Witwen- oder Witwerrente

Die Wit­wen- oder Wit­wer­ren­te be­trägt 80 Pro­zent der dem mass­ge­ben­den durch­schnitt­li­chen Jah­res­ein­kom­men ent­spre­chen­den Al­ters­ren­te.


1 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 7. Okt. 1994 (10. AHV-Re­vi­si­on), in Kraft seit 1. Jan. 1997 (AS 1996 2466; BBl 1990 II 1).

Art. 37 6. Waisenrente

1Die Wai­sen­ren­te be­trägt 40 Pro­zent der dem mass­ge­ben­den durch­schnitt­li­chen Jah­res­ein­kom­men ent­spre­chen­den Al­ters­ren­te. Die Wai­sen­ren­te von Kin­dern, die nur zum ver­stor­be­nen El­tern­teil in ei­nem Kin­des­ver­hält­nis stan­den, be­trägt 60 Pro­zent der dem mass­ge­ben­den durch­schnitt­li­chen Jah­res­ein­kom­men ent­spre­chen­den Al­ters­ren­te.

2Sind die El­tern ge­stor­ben, so sind die Wai­sen­ren­ten zu kür­zen, so­weit ih­re Sum­me 60 Pro­zent der ma­xi­ma­len Al­ters­ren­te über­steigt. Für die Durch­füh­rung der Kür­zung ist Ar­ti­kel 35 sinn­ge­mä­ss an­wend­bar.

3Fin­del­kin­der er­hal­ten ei­ne Wai­sen­ren­te in Hö­he von 60 Pro­zent der ma­xi­ma­len Al­ters­ren­te.


1 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 7. Okt. 1994 (10. AHV-Re­vi­si­on), in Kraft seit 1. Jan. 1997 (AS 1996 2466; BBl 1990 II 1).

Art. 37bis 7. Zusammentreffen von Waisen- und Kinderrenten

Sind für das glei­che Kind so­wohl die Vor­aus­set­zun­gen für ei­ne Wai­sen­ren­te als auch für ei­ne Kin­der­ren­te er­füllt, so be­trägt die Sum­me der bei­den Ren­ten höchs­tens 60 Pro­zent der ma­xi­ma­len Al­ters­ren­te. Für die Durch­füh­rung der Kür­zung ist Ar­ti­kel 35 sinn­ge­mä­ss an­wend­bar.


1 Ein­ge­fügt durch Ziff. I des BG vom 7. Okt. 1994 (10. AHV-Re­vi­si­on), in Kraft seit 1. Jan. 1997 (AS 1996 2466; BBl 1990 II 1).

III. Die Teilrenten

Art. 38 Berechnung

1Die Teil­ren­te ent­spricht ei­nem Bruch­teil der ge­mä­ss den Ar­ti­keln 34-37 zu er­mit­teln­den Voll­ren­te.

2Bei der Be­rech­nung des Bruch­teils wer­den das Ver­hält­nis zwi­schen den vol­len Bei­trags­jah­ren des Ver­si­cher­ten zu den­je­ni­gen sei­nes Jahr­gan­ges so­wie die ein­ge­tre­te­nen Ver­än­de­run­gen der Bei­trags­an­sät­ze be­rück­sich­tigt.2

3Der Bun­des­rat er­lässt nä­he­re Vor­schrif­ten über die Ab­stu­fung der Ren­ten.3


1 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 19. Ju­ni 1959, in Kraft seit 1. Jan. 1960 (AS 1959 854; BBl 1958 II 1137).
2 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 30. Ju­ni 1972, in Kraft seit 1. Jan. 1973 (AS 1972 2483; BBl 1971 II 1057).
3 Ein­ge­fügt durch Ziff. I des BG vom 30. Ju­ni 1972 (AS 1972 2483; BBl 1971 II 1057). Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 7. Okt. 1994 (10. AHV-Re­vi­si­on), in Kraft seit 1. Jan. 1997 (AS 1996 2466; BBl 1990 II 1).

IV. Das flexible Rentenalter

Art. 39 Möglichkeit und Wirkung des Aufschubs

1Per­so­nen, die An­spruch auf ei­ne or­dent­li­che Al­ters­ren­te ha­ben, kön­nen den Be­ginn des Ren­ten­be­zu­ges min­des­tens ein Jahr und höchs­tens fünf Jah­re auf­schie­ben und in­ner­halb die­ser Frist die Ren­te von ei­nem be­stimm­ten Mo­nat an ab­ru­fen.2

2Die auf­ge­scho­be­ne Al­ters­ren­te und die sie al­len­falls ab­lö­sen­de Hin­ter­las­se­nen­ren­te wird um den ver­si­che­rungs­tech­ni­schen Ge­gen­wert der nicht be­zo­ge­nen Leis­tung er­höht.3

3Der Bun­des­rat setzt die Er­hö­hungs­fak­to­ren für Män­ner und Frau­en ein­heit­lich fest und ord­net das Ver­fah­ren. Er kann ein­zel­ne Ren­te­nar­ten vom Auf­schub aus­sch­lies­sen.


1 Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I des BG vom 21. Dez. 1956 (AS 1957 262; BBl 1956 I 1429). Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 4. Okt. 1968, in Kraft seit Jan. 1969 (AS 1969 111; BBl 1968 I 602).
2 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 7. Okt. 1994 (10. AHV-Re­vi­si­on), in Kraft seit 1. Jan. 1997 (AS 1996 2466; BBl 1990 II 1).
3 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 7. Okt. 1994 (10. AHV-Re­vi­si­on), in Kraft seit 1. Jan. 1997 (AS 1996 2466; BBl 1990 II 1).

Art. 40 Möglichkeit und Wirkung des Vorbezuges

1Män­ner und Frau­en, wel­che die Vor­aus­set­zun­gen für den An­spruch auf ei­ne or­dent­li­che Al­ters­ren­te er­fül­len, kön­nen die Ren­te ein oder zwei Jah­re vor­be­zie­hen. Der Ren­ten­an­spruch ent­steht in die­sen Fäl­len für Män­ner am ers­ten Tag des Mo­nats nach Vollen­dung des 64. oder 63. Al­ters­jah­res, für Frau­en am ers­ten Tag des Mo­nats nach Vollen­dung des 63. oder 62. Al­ters­jah­res. Wäh­rend der Dau­er des Ren­ten­vor­be­zu­ges wer­den kei­ne Kin­der­ren­ten aus­ge­rich­tet.

2Die vor­be­zo­ge­ne Al­ters­ren­te so­wie die Wit­wen-, Wit­wer- und Wai­sen­ren­te wer­den ge­kürzt.

3Der Bun­des­rat legt den Kür­zungs­satz nach ver­si­che­rungs­tech­ni­schen Grund­sät­zen fest.2


1 Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I des BG vom 30. Ju­ni 1972 (AS 1972 2483; BBl 1971 II 1057). Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 7. Okt. 1994 (10. AHV-Re­vi­si­on), in Kraft seit 1. Jan. 1997 (AS 1996 2466; BBl 1990 II 1).
2 Sie­he auch die SchlB Änd. 7. Okt. 1994 am En­de die­ses Tex­tes.

V. Die Kürzung der ordentlichen Renten

Art. 41 Kürzung wegen Überversicherung

1In Ab­wei­chung von Ar­ti­kel 69 Ab­sät­ze 2 und 3 ATSG2 wer­den Kin­der- und Wai­sen­ren­ten ge­kürzt, so­weit sie zu­sam­men mit der Ren­te des Va­ters oder der­je­ni­gen der Mut­ter 90 Pro­zent des für die­se Ren­te je­weils mass­ge­ben­den durch­schnitt­li­chen Jah­res­ein­kom­mens über­stei­gen.3

2Der Bun­des­rat setzt je­doch einen Min­dest­be­trag fest.4

3Der Bun­des­rat ist be­fugt, die Ein­zel­hei­ten zu re­geln und für die Teil­ren­ten be­son­de­re Vor­schrif­ten zu er­las­sen.


1 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 30. Ju­ni 1972, in Kraft seit 1. Jan. 1973 (AS 1972 2483; BBl 1971 II 1057).
2 SR 830.1
3 Fas­sung ge­mä­ss An­hang Ziff. 3 des BG vom 6. Okt. 2006 (5. IV-Re­vi­si­on), in Kraft seit 1. Jan. 2008 (AS 2007 5129; BBl 2005 4459).
4 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 24. Ju­ni 1977 (9. AHV-Re­vi­si­on), in Kraft seit 1. Jan. 1980 (AS 1978 391, 1979 1365 Art. 1; BBl 1976 III 1).

C. Die ausserordentlichen Renten

Art. 42 Bezügerkreis

1An­spruch auf ei­ne aus­ser­or­dent­li­che Ren­te ha­ben Schwei­zer Bür­ger mit Wohn­sitz und ge­wöhn­li­chem Auf­ent­halt (Art. 13 ATSG2) in der Schweiz, die wäh­rend der glei­chen Zahl von Jah­ren ver­si­chert wa­ren wie ihr Jahr­gang, de­nen aber kei­ne or­dent­li­che Ren­te zu­steht, weil sie bis zur Ent­ste­hung des Ren­ten­an­spruchs nicht wäh­rend ei­nes vol­len Jah­res der Bei­trags­pflicht un­ter­stellt ge­we­sen sind.3 Der An­spruch steht auch ih­ren Hin­ter­las­se­nen zu.

2Das Er­for­der­nis des Wohn­sit­zes und des ge­wöhn­li­chen Auf­ent­halts ist von je­dem Ver­si­cher­ten, für den ei­ne Ren­te aus­ge­rich­tet wird, ein­zeln zu er­fül­len.

3Der Ehe­gat­te, der mit ei­nem ob­li­ga­to­risch ver­si­cher­ten Schwei­zer Bür­ger ver­hei­ra­tet ist und im Aus­land lebt, aber ge­mä­ss zwi­schen­staat­li­cher Ver­ein­ba­rung oder völ­ker­recht­li­cher Übung der Al­ters-, Hin­ter­las­se­nen- und In­va­li­den­ver­si­che­rung sei­nes Wohn­sitz­staa­tes nicht an­ge­hört, ist dem in der Schweiz wohn­haf­ten Ehe­gat­ten von Schwei­zer Bür­gern gleich­ge­stellt.


1 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 7. Okt. 1994 (10. AHV-Re­vi­si­on), in Kraft seit 1. Jan. 1997 (AS 1996 2466; BBl 1990 II 1).
2 SR 830.1
3 Fas­sung ge­mä­ss An­hang Ziff. 7 des BG vom 6. Okt. 2000 über den All­ge­mei­nen Teil des So­zi­al­ver­si­che­rungs­rechts, in Kraft seit 1. Jan. 2003 (AS 2002 3371; BBl 1991 II 185 910, 1994 V 921, 1999 4523).

Art. 43 Höhe der ausserordentlichen Renten

1Die aus­ser­or­dent­li­chen Ren­ten ent­spre­chen dem Min­dest­be­trag der zu­tref­fen­den or­dent­li­chen Voll­ren­ten. Vor­be­hal­ten bleibt Ab­satz 3.1

22

3In Ab­wei­chung von Ar­ti­kel 69 Ab­sät­ze 2 und 3 ATSG3 wer­den die aus­ser­or­dent­li­chen Kin­der- und Wai­sen­ren­ten ge­kürzt, so­weit sie zu­sam­men mit den Ren­ten des Va­ters und der Mut­ter einen vom Bun­des­rat fest­zu­set­zen­den Höchst­be­trag über­stei­gen.4


1 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 7. Okt. 1994 (10. AHV-Re­vi­si­on), in Kraft seit 1. Jan. 1997 (AS 1996 2466; BBl 1990 II 1).
2 Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I des BG vom 7. Okt. 1994 (10. AHV-Re­vi­si­on) (AS 1996 2466; BBl 1990 II 1).
3 SR 830.1
4 Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I des BG vom 21. Dez. 1956 (AS 1957 262; BBl 1956 I 1429). Fas­sung ge­mä­ss An­hang Ziff. 7 des BG vom 6. Okt. 2000 über den All­ge­mei­nen Teil des So­zi­al­ver­si­che­rungs­rechts, in Kraft seit 1. Jan. 2003 (AS 2002 3371; BBl 1991 II 185 910, 1994 V 921, 1999 4523).

D. Die Hilflosenentschädigung, der Assistenzbeitrag und die Hilfsmittel

Art. 43bis Hilflosenentschädigung

1An­spruch auf ei­ne Hilflo­sen­ent­schä­di­gung ha­ben Be­zü­ger von Al­ters­ren­ten oder Er­gän­zungs­leis­tun­gen mit Wohn­sitz und ge­wöhn­li­chem Auf­ent­halt (Art. 13 ATSG3) in der Schweiz, die in schwe­rem, mitt­le­rem oder leich­tem Grad hilf­los (Art. 9 ATSG) sind.4 Dem Be­zug ei­ner Al­ters­ren­te ist der Ren­ten­vor­be­zug gleich­ge­stellt.5

1bisDer An­spruch auf die Ent­schä­di­gung für ei­ne Hilf­lo­sig­keit leich­ten Gra­des ent­fällt bei ei­nem Auf­ent­halt im Heim.6

2Der An­spruch auf ei­ne Hilflo­sen­ent­schä­di­gung ent­steht am ers­ten Tag des Mo­nats, in dem sämt­li­che Vor­aus­set­zun­gen er­füllt sind und die Hilf­lo­sig­keit schwe­ren, mitt­le­ren oder leich­ten Gra­des un­un­ter­bro­chen wäh­rend min­des­tens ei­nes Jah­res be­stan­den hat. Er er­lischt am En­de des Mo­nats, in dem die Vor­aus­set­zun­gen nach Ab­satz 1 nicht mehr ge­ge­ben sind.7

3Die mo­nat­li­che Ent­schä­di­gung für ei­ne Hilf­lo­sig­keit schwe­ren Gra­des be­trägt 80 Pro­zent, für ei­ne Hilf­lo­sig­keit mitt­le­ren Gra­des 50 Pro­zent und für ei­ne Hilf­lo­sig­keit leich­ten Gra­des 20 Pro­zent des Min­dest­be­tra­ges der Al­ters­ren­te nach Ar­ti­kel 34 Ab­satz 5.8

4Hat ei­ne hilflo­se Per­son bis zum Er­rei­chen des Ren­ten­al­ters oder dem Ren­ten­vor­be­zug ei­ne Hilflo­sen­ent­schä­di­gung der In­va­li­den­ver­si­che­rung be­zo­gen, so wird ihr die Ent­schä­di­gung min­des­tens im bis­he­ri­gen Be­trag wei­ter­ge­währt.9

4bisDer Bun­des­rat kann ei­ne an­teil­mäs­si­ge Leis­tung an die Hilflo­sen­ent­schä­di­gung der Un­fall­ver­si­che­rung vor­se­hen, falls die Hilf­lo­sig­keit nur zum Teil auf einen Un­fall zu­rück­zu­füh­ren ist.10

5Für die Be­mes­sung der Hilf­lo­sig­keit sind die Be­stim­mun­gen des IVG11 sinn­ge­mä­ss an­wend­bar.12 Die Be­mes­sung der Hilf­lo­sig­keit zu­han­den der Aus­gleichs­kas­sen ob­liegt den In­va­li­den­ver­si­che­rungs-Stel­len13. Der Bun­des­rat kann er­gän­zen­de Vor­schrif­ten er­las­sen.


1 Ein­ge­fügt durch Ziff. I des BG vom 22. Dez. 1955 (AS 1956 651; BBl 1955 II 1088). Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 4. Okt. 1968, in Kraft seit 1. Jan. 1969 (AS 1969 111; BBl 1968 I 602).
2 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 24. Ju­ni 1977 (9. AHV-Re­vi­si­on), in Kraft seit 1. Jan. 1979 (AS 1978 391; BBl 1976 III 1).
3 SR 830.1
4 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I 1 des BG vom 13. Ju­ni 2008 über die Neu­ord­nung der Pfle­ge­fi­nan­zie­rung, in Kraft seit 1. Jan. 2011 (AS 2009 3517 6847 Ziff. I; BBl 2005 2033).
5 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 7. Okt. 1994 (10. AHV-Re­vi­si­on), in Kraft seit 1. Jan. 1997 (AS 1996 2466; BBl 1990 II 1).
6 Ein­ge­fügt durch Ziff. I 1 des BG vom 13. Ju­ni 2008 über die Neu­ord­nung der Pfle­ge­fi­nan­zie­rung, in Kraft seit 1. Jan. 2011 (AS 2009 3517 6847 Ziff. I; BBl 2005 2033).
7 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I 1 des BG vom 13. Ju­ni 2008 über die Neu­ord­nung der Pfle­ge­fi­nan­zie­rung, in Kraft seit 1. Jan. 2011 (AS 2009 3517 6847 Ziff. I; BBl 2005 2033).
8 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I 1 des BG vom 13. Ju­ni 2008 über die Neu­ord­nung der Pfle­ge­fi­nan­zie­rung, in Kraft seit 1. Jan. 2011 (AS 2009 3517 6847 Ziff. I; BBl 2005 2033).
9 Fas­sung ge­mä­ss An­hang Ziff. 3 des BG vom 21. März 2003 (4. IV-Re­vi­si­on), in Kraft seit 1. Jan. 2004 (AS 2003 3837; BBl 2001 3205).
10 Ein­ge­fügt durch Ziff. 2 des An­hangs zum BG vom 20. März 1981 über die Un­fall­ver­si­che­rung, in Kraft seit 1. Jan. 1984 (AS 1982 1676 1724 Art. 1 Abs. 1; BBl 1976 III 141).
11 SR 831.20
12 Fas­sung ge­mä­ss An­hang Ziff. 7 des BG vom 6. Okt. 2000 über den All­ge­mei­nen Teil des So­zi­al­ver­si­che­rungs­rechts, in Kraft seit 1. Jan. 2003 (AS 2002 3371; BBl 1991 II 185 910, 1994 V 921, 1999 4523).
13 Aus­druck ge­mä­ss Ziff. II des BG vom 22. März 1991 (3. IV-Re­vi­si­on), in Kraft seit 1. Jan. 1992 (AS 1991 2377; BBl 1988 II 1333).

Art. 43ter Assistenzbeitrag

Hat ei­ne Per­son bis zum Er­rei­chen des Ren­ten­al­ters oder bis zum Ren­ten­vor­be­zug einen As­sis­tenz­bei­trag der In­va­li­den­ver­si­che­rung be­zo­gen, so wird ihr der As­sis­tenz­bei­trag höchs­tens im bis­he­ri­gen Um­fang wei­ter­ge­währt. Für den An­spruch und den Um­fang gel­ten die Ar­ti­kel 42qua­ter-42oc­ties IVG2 sinn­ge­mä­ss.


1 Ein­ge­fügt durch An­hang Ziff. 4 des BG vom 18. März 2011 (6. IV-Re­vi­si­on, ers­tes Mass­nah­me­pa­ket), in Kraft seit 1. Jan. 2012 (AS 2011 5659; BBl 2010 1817).
2 SR 831.20

Art. 43quater Hilfsmittel

1Der Bun­des­rat be­stimmt, un­ter wel­chen Vor­aus­set­zun­gen Be­zü­ge­rin­nen und Be­zü­ger von Al­ters­ren­ten oder Er­gän­zungs­leis­tun­gen mit Wohn­sitz und ge­wöhn­li­chem Auf­ent­halt (Art. 13 ATSG2) in der Schweiz, die für die Fort­be­we­gung, für die Her­stel­lung des Kon­tak­tes mit der Um­welt oder für die Selbst­sor­ge kost­spie­li­ger Ge­rä­te be­dür­fen, An­spruch auf Hilfs­mit­tel ha­ben.3

2Er be­stimmt, in wel­chen Fäl­len Be­zü­ge­rin­nen und Be­zü­ger von Al­ters­ren­ten oder Er­gän­zungs­leis­tun­gen mit Wohn­sitz und ge­wöhn­li­chem Auf­ent­halt in der Schweiz An­spruch auf Hilfs­mit­tel für die Aus­übung ei­ner Er­werbs­tä­tig­keit oder der Tä­tig­keit in ih­rem Auf­ga­ben­be­reich ha­ben.4

3Er be­zeich­net die Hilfs­mit­tel, wel­che die Ver­si­che­rung ab­gibt oder an wel­che sie einen Kos­ten­bei­trag ge­währt; er re­gelt die Ab­ga­be so­wie das Ver­fah­ren und be­stimmt, wel­che Vor­schrif­ten des IVG5 an­wend­bar sind.


1 Ur­sprüng­lich Art. 43ter. Ein­ge­fügt durch Ziff. I des BG vom 4. Okt. 1968 (AS 1969 111; BBl 1968 I 602). Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 24. Ju­ni 1977 (9. AHV-Re­vi­si­on), in Kraft seit 1. Jan. 1979 (AS 1978 391; BBl 1976 III 1).
2 SR 830.1
3 Fas­sung ge­mä­ss An­hang Ziff. 3 des BG vom 21. März 2003 (4. IV-Re­vi­si­on), in Kraft seit 1. Jan. 2004 (AS 2003 3837; BBl 2001 3205).
4 Fas­sung ge­mä­ss An­hang Ziff. 3 des BG vom 21. März 2003 (4. IV-Re­vi­si­on), in Kraft seit 1. Jan. 2004 (AS 2003 3837; BBl 2001 3205).
5 SR 831.20

E. Verschiedene Bestimmungen

Art. 43quinquies Überwachung des finanziellen Gleichgewichtes

Der Bun­des­rat lässt pe­ri­odisch prü­fen und durch die Eid­ge­nös­si­sche Kom­mis­si­on für die Al­ters-, Hin­ter­las­se­nen- und In­va­li­den­ver­si­che­rung be­gut­ach­ten, ob sich die fi­nan­zi­el­le Ent­wick­lung der Ver­si­che­rung im Gleich­ge­wicht be­fin­det. Er stellt nö­ti­gen­falls An­trag auf Än­de­rung des Ge­set­zes.


1 Ur­spüng­lich Art. 43qua­ter. Ein­ge­fügt durch Ziff. I des BG vom 24. Ju­ni 1977 (9. AHV-Re­vi­si­on), in Kraft seit 1. Jan. 1979 (AS 1978 391; BBl 1976 III 1).

Art. 44 Auszahlung von Renten und Hilflosenentschädigungen

1Die Ren­ten und Hilflo­sen­ent­schä­di­gun­gen wer­den in der Re­gel auf ein Bank- oder Post­kon­to über­wie­sen. Auf An­trag des Be­zü­gers kön­nen sie ihm di­rekt aus­be­zahlt wer­den. Der Bun­des­rat re­gelt das Ver­fah­ren.

2Teil­ren­ten, de­ren Be­trag 10 Pro­zent der mi­ni­ma­len Voll­ren­te nicht über­stei­gen, wer­den in Ab­wei­chung von Ar­ti­kel 19 Ab­sät­ze 1 und 3 ATSG2 ein­mal jähr­lich nach­schüs­sig im De­zem­ber aus­be­zahlt. Der Be­rech­tig­te kann die mo­nat­li­che Aus­zah­lung ver­lan­gen.


1 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 17. Ju­ni 2011 (Ver­bes­se­rung der Durch­füh­rung), in Kraft seit 1. Jan. 2012 (AS 2011 4745; BBl 2011 543).
2 SR 830.1

Art. 45


1 Auf­ge­ho­ben durch An­hang Ziff. 7 des BG vom 6. Okt. 2000 über den All­ge­mei­nen Teil des So­zi­al­ver­si­che­rungs­rechts, mit Wir­kung seit 1. Jan. 2003 (AS 2002 3371; BBl 1991 II 185 910, 1994 V 921, 1999 4523).

Art. 46 Nachzahlung nicht bezogener Renten und Hilflosenentschädigungen

1Der An­spruch auf Nach­zah­lung rich­tet sich nach Ar­ti­kel 24 Ab­satz 1 ATSG2.

2Macht ein Ver­si­cher­ter den An­spruch auf ei­ne Hilflo­sen­ent­schä­di­gung mehr als zwölf Mo­na­te nach des­sen Ent­ste­hung gel­tend, so wird die Ent­schä­di­gung in Ab­wei­chung von Ar­ti­kel 24 Ab­satz 1 ATSG le­dig­lich für die zwölf Mo­na­te aus­ge­rich­tet, die der Gel­tend­ma­chung vor­an­ge­hen. Wei­ter ge­hen­de Nach­zah­lun­gen wer­den er­bracht, wenn der Ver­si­cher­te den an­spruchs­be­grün­den­den Sach­ver­halt nicht ken­nen konn­te und die An­mel­dung in­nert zwölf Mo­na­ten nach Kennt­nis­nah­me vor­nimmt.

3Der Bun­des­rat kann die Nach­zah­lung or­dent­li­cher Al­ters­ren­ten, für die der Auf­schub in Be­tracht kommt, in Ab­wei­chung von Ar­ti­kel 24 Ab­satz 1 ATSG ein­schrän­ken oder aus­sch­lies­sen.


1 Fas­sung ge­mä­ss An­hang Ziff. 7 des BG vom 6. Okt. 2000 über den All­ge­mei­nen Teil des So­zi­al­ver­si­che­rungs­rechts, in Kraft seit 1. Jan. 2003 (AS 2002 3371; BBl 1991 II 185 910, 1994 V 921, 1999 4523).
2 SR 830.1

Art. 47


1 Auf­ge­ho­ben durch An­hang Ziff. 7 des BG vom 6. Okt. 2000 über den All­ge­mei­nen Teil des So­zi­al­ver­si­che­rungs­rechts, mit Wir­kung seit 1. Jan. 2003 (AS 2002 3371; BBl 1991 II 185 910, 1994 V 921, 1999 4523).

Art. 48


1 Auf­ge­ho­ben durch Ziff. 2 des An­hangs zum BG vom 20. März 1981 über die Un­fall­ver­si­che­rung, mit Wir­kung seit 1. Jan. 1984 (AS 1982 1676 1724 Art. 1 Abs. 1; BBl 1976 III 141).

Art. 48bis-48sexies


1 Ein­ge­fügt durch Ziff. I des BG vom 24. Ju­ni 1977 (9. AHV-Re­vi­si­on) (AS 1978 391; BBl 1976 III 1). Auf­ge­ho­ben durch An­hang Ziff. 7 des BG vom 6. Okt. 2000 über den All­ge­mei­nen Teil des So­zi­al­ver­si­che­rungs­rechts (AS 2002 3371; BBl 1991 II 185 910, 1994 V 921, 1999 4523).

Vierter Abschnitt: Die Organisation

A. Allgemeines

Art. 49 Grundsatz

Die Durch­füh­rung der Al­ters- und Hin­ter­las­se­nen­ver­si­che­rung er­folgt un­ter der Auf­sicht des Bun­des (Art. 76 ATSG2) durch die Ar­beit­ge­ber und Ar­beit­neh­mer, Ver­bands­aus­gleichs­kas­sen, kan­to­na­le Aus­gleichs­kas­sen, Aus­gleichs­kas­sen des Bun­des und ei­ne zen­tra­le Aus­gleichs­stel­le.


1 Fas­sung ge­mä­ss An­hang Ziff. 7 des BG vom 6. Okt. 2000 über den All­ge­mei­nen Teil des So­zi­al­ver­si­che­rungs­rechts, in Kraft seit 1. Jan. 2003 (AS 2002 3371; BBl 1991 II 185 910, 1994 V 921, 1999 4523).
2 SR 830.1

Art. 49a Bearbeiten von Personendaten

Die mit der Durch­füh­rung, der Kon­trol­le oder der Be­auf­sich­ti­gung der Durch­füh­rung die­ses Ge­set­zes be­trau­ten Or­ga­ne sind be­fugt, die Per­so­nen­da­ten, ein­sch­liess­lich be­son­ders schüt­zens­wer­ter Da­ten und Per­sön­lich­keitspro­fi­le, zu be­ar­bei­ten oder be­ar­bei­ten zu las­sen, die sie be­nö­ti­gen, um die ih­nen nach die­sem Ge­setz über­tra­ge­nen Auf­ga­ben zu er­fül­len, na­ment­lich um:2

a.
die Ver­si­che­rungs­bei­trä­ge zu be­rech­nen und zu er­he­ben;
b.
Leis­tungs­an­sprü­che zu be­ur­tei­len so­wie Leis­tun­gen zu be­rech­nen, zu ge­wäh­ren und mit Leis­tun­gen an­de­rer So­zi­al­ver­si­che­run­gen zu ko­or­di­nie­ren;
c.
Bei­trags­an­sprü­che zu be­ur­tei­len so­wie Bei­trä­ge zu be­rech­nen, zu ge­wäh­ren und de­ren Ver­wen­dung zu über­wa­chen;
d.
ein Rück­griffs­recht ge­gen­über ei­nem haft­pflich­ti­gen Drit­ten gel­tend zu ma­chen;
e.
die Auf­sicht über die Durch­füh­rung die­ses Ge­set­zes aus­zuü­ben;
f.
Sta­tis­ti­ken zu füh­ren;
g.3
die Ver­si­cher­ten­num­mer zu­zu­wei­sen oder zu ve­ri­fi­zie­ren.

1 Ein­ge­fügt durch Ziff. I des BG vom 23. Ju­ni 2000, in Kraft seit 1. Jan. 2001 (AS 2000 2749; BBl 2000 255).
2 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 23. Ju­ni 2006 (Neue AHV-Ver­si­cher­ten­num­mer), in Kraft seit 1. Dez. 2007 (AS 2007 5259; BBl 2006 501).
3 Ein­ge­fügt durch Ziff. I des BG vom 23. Ju­ni 2006 (Neue AHV-Ver­si­cher­ten­num­mer), in Kraft seit 1. Dez. 2007 (AS 2007 5259; BBl 2006 501).

Art. 49b


1 Ein­ge­fügt durch Ziff. I des BG vom 23. Ju­ni 2000 (AS 2000 2749; BBl 2000 255). Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I der V der BVers vom 21. Ju­ni 2002, mit Wir­kung seit 1. Jan. 2003 (AS 2002 3453; BBl 2002 803).

Art. 50


1 Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I der V der BVers vom 21. Ju­ni 2002, mit Wir­kung seit 1. Jan. 2003 (AS 2002 3453; BBl 2002 803).

Art. 50a Datenbekanntgabe

1So­fern kein über­wie­gen­des Pri­vat­in­ter­es­se ent­ge­gen­steht, dür­fen Or­ga­ne, die mit der Durch­füh­rung, der Kon­trol­le oder der Be­auf­sich­ti­gung der Durch­füh­rung die­ses Ge­set­zes be­traut sind, Da­ten in Ab­wei­chung von Ar­ti­kel 33 ATSG2 be­kannt ge­ben:3

a.
an­de­ren mit der Durch­füh­rung so­wie der Kon­trol­le oder der Be­auf­sich­ti­gung der Durch­füh­rung die­ses Ge­set­zes be­trau­ten Or­ga­nen, wenn die Da­ten für die Er­fül­lung der ih­nen nach die­sem Ge­setz über­tra­ge­nen Auf­ga­ben er­for­der­lich sind;
b.
Or­ga­nen ei­ner an­de­ren So­zi­al­ver­si­che­rung, wenn sich in Ab­wei­chung von Ar­ti­kel 32 Ab­satz 2 ATSG ei­ne Pflicht zur Be­kannt­ga­be aus ei­nem Bun­des­ge­setz er­gibt;
bbis.4 Or­ga­nen ei­ner an­de­ren So­zi­al­ver­si­che­rung und wei­te­ren Stel­len oder In­sti­tu­tio­nen, die zur Ver­wen­dung der Ver­si­cher­ten­num­mer be­rech­tigt sind, wenn die Da­ten für die Zu­wei­sung oder Ve­ri­fi­zie­rung die­ser Num­mer er­for­der­lich sind;
bter.5
den für den Be­trieb der zen­tra­len Da­ten­bank zur Be­ur­kun­dung des Per­so­nen­stan­des oder für die Füh­rung des In­for­ma­ti­ons­sys­tems für den Aus­län­der- und den Asyl­be­reich zu­stän­di­gen Stel­len, wenn die Da­ten für die Zu­wei­sung oder Ve­ri­fi­zie­rung die­ser Num­mer er­for­der­lich sind;
c.
den Or­ga­nen der Bun­des­sta­tis­tik, nach dem Bun­des­sta­tis­tik­ge­setz vom 9. Ok­to­ber 19926;
d.
den Stra­fun­ter­su­chungs­be­hör­den, wenn die An­zei­ge oder die Ab­wen­dung ei­nes Ver­bre­chens die Da­ten­be­kannt­ga­be er­for­dert;
dbis.7 dem Nach­rich­ten­dienst des Bun­des (NDB) oder den Si­cher­heits­or­ga­nen der Kan­to­ne zu­han­den des NDB, wenn ei­ne kon­kre­te Be­dro­hung der in­ne­ren oder äus­se­ren Si­cher­heit nach Ar­ti­kel 19 Ab­satz 2 des Nach­rich­ten­dienst­ge­set­zes vom 25. Sep­tem­ber 20158 ge­ge­ben ist;
e.
im Ein­zel­fall und auf schrift­lich be­grün­de­tes Ge­such hin:
1.
So­zi­al­hil­fe­be­hör­den, wenn die Da­ten für die Fest­set­zung, Än­de­rung oder Rück­for­de­rung von Leis­tun­gen be­zie­hungs­wei­se für die Ver­hin­de­rung un­ge­recht­fer­tig­ter Be­zü­ge er­for­der­lich sind,
2.
Zi­vil­ge­rich­ten, wenn die Da­ten für die Be­ur­tei­lung ei­nes fa­mi­li­en- oder erbrecht­li­chen Streit­fal­les er­for­der­lich sind,
3.
Straf­ge­rich­ten und Stra­fun­ter­su­chungs­be­hör­den, wenn die Da­ten für die Ab­klä­rung ei­nes Ver­bre­chens oder ei­nes Ver­ge­hens er­for­der­lich sind,
4.
Be­trei­bungs­äm­tern, nach den Ar­ti­keln 91, 163 und 222 des Bun­des­ge­set­zes vom 11. April 18899 über Schuld­be­trei­bung und Kon­kurs,
5.
Steu­er­be­hör­den, wenn die Da­ten für die An­wen­dung der Steu­er­ge­set­ze er­for­der­lich sind,
6.10
den Kin­des- und Er­wach­se­nen­schutz­be­hör­den nach Ar­ti­kel 448 Ab­satz 4 ZGB11,
7.12
13

2Die zur Be­kämp­fung der Schwarz­ar­beit er­for­der­li­chen Da­ten dür­fen von den be­trof­fe­nen Be­hör­den des Bun­des, der Kan­to­ne und der Ge­mein­den nach den Ar­ti­keln 11 und 12 des Bun­des­ge­set­zes vom 17. Ju­ni 200514 ge­gen die Schwarz­ar­beit be­kannt ge­ge­ben wer­den.15

3Da­ten, die von all­ge­mei­nem In­ter­es­se sind und sich auf die An­wen­dung die­ses Ge­set­zes be­zie­hen, dür­fen in Ab­wei­chung von Ar­ti­kel 33 ATSG ver­öf­fent­licht wer­den. Die An­ony­mi­tät der Ver­si­cher­ten muss ge­wahrt blei­ben.16

4In den üb­ri­gen Fäl­len dür­fen Da­ten in Ab­wei­chung von Ar­ti­kel 33 ATSG an Drit­te wie folgt be­kannt ge­ge­ben wer­den:17

a.
nicht per­so­nen­be­zo­ge­ne Da­ten, so­fern die Be­kannt­ga­be ei­nem über­wie­gen­den In­ter­es­se ent­spricht;
b.
Per­so­nen­da­ten, so­fern die be­trof­fe­ne Per­son im Ein­zel­fall schrift­lich ein­ge­wil­ligt hat oder, wenn das Ein­ho­len der Ein­wil­li­gung nicht mög­lich ist, die­se nach den Um­stän­den als im In­ter­es­se des Ver­si­cher­ten vor­aus­ge­setzt wer­den darf.

5Es dür­fen nur die Da­ten be­kannt ge­ge­ben wer­den, wel­che für den in Fra­ge ste­hen­den Zweck er­for­der­lich sind.

6Der Bun­des­rat re­gelt die Mo­da­li­tä­ten der Be­kannt­ga­be und die In­for­ma­ti­on der be­trof­fe­nen Per­son.

7Die Da­ten wer­den in der Re­gel schrift­lich und kos­ten­los be­kannt ge­ge­ben. Der Bun­des­rat kann die Er­he­bung ei­ner Ge­bühr vor­se­hen, wenn be­son­ders auf­wen­di­ge Ar­bei­ten er­for­der­lich sind.


1 Ein­ge­fügt durch Ziff. I des BG vom 23. Ju­ni 2000, in Kraft seit 1. Jan. 2001 (AS 2000 2749; BBl 2000 255).
2 SR 830.1
3 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 23. Ju­ni 2006 (Neue AHV-Ver­si­cher­ten­num­mer), in Kraft seit 1. Dez. 2007 (AS 2007 5259; BBl 2006 501).
4 Ein­ge­fügt durch Ziff. I des BG vom 23. Ju­ni 2006 (Neue AHV-Ver­si­cher­ten­num­mer), in Kraft seit 1. Dez. 2007 (AS 2007 5259; BBl 2006 501).
5 Ein­ge­fügt durch Ziff. I des BG vom 23. Ju­ni 2006 (Neue AHV-Ver­si­cher­ten­num­mer), in Kraft seit 1. Dez. 2007 (AS 2007 5259; BBl 2006 501).
6 SR 431.01
7 Ein­ge­fügt durch An­hang Ziff. 8 des BG vom 23. Dez. 2011 (AS 2012 3745; BBl 2007 5037, 2010 7841). Fas­sung ge­mä­ss An­hang Ziff. II 14 des Nach­rich­ten­dienst­ge­set­zes vom 25. Sept. 2015, in Kraft seit 1. Sept. 2017 (AS 2017 4095; BBl 2014 2105).
8 SR 121
9 SR 281.1
10 Ein­ge­fügt durch An­hang Ziff. 26 des BG vom 19. Dez. 2008 (Er­wach­se­nen­schutz, Per­so­nen­recht und Kin­des­recht), in Kraft seit 1. Jan. 2013 (AS 2011 725; BBl 2006 7001).
11 SR 210
12 Ein­ge­fügt durch An­hang Ziff. 8 des BG vom 23. Dez. 2011 (AS 2012 3745; BBl 2007 5037, 2010 7841). Auf­ge­ho­ben durch An­hang Ziff. II 14 des Nach­rich­ten­dienst­ge­set­zes vom 25. Sept. 2015, mit Wir­kung seit 1. Sept. 2017 (AS 2017 4095; BBl 2014 2105).
13 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V der BVers vom 21. Ju­ni 2002, in Kraft seit 1. Jan. 2003 (AS 2002 3453; BBl 2002 803).
14 SR 822.41
15 Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I der V der BVers vom 21. Ju­ni 2002 (AS 2002 3453; BBl 2002 803). Fas­sung ge­mä­ss An­hang Ziff. 6 des BG vom 17. Ju­ni 2005 ge­gen die Schwarz­ar­beit, in Kraft seit 1. Jan. 2008 (AS 2007 359; BBl 2002 3605).
16 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V der BVers vom 21. Ju­ni 2002, in Kraft seit 1. Jan. 2003 (AS 2002 3453; BBl 2002 803).
17 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V der BVers vom 21. Ju­ni 2002, in Kraft seit 1. Jan. 2003 (AS 2002 3453; BBl 2002 803).

Art. 50b Abrufverfahren

1Das zen­tra­le Re­gis­ter der Ver­si­cher­ten so­wie das zen­tra­le Re­gis­ter der lau­fen­den Leis­tun­gen (Art. 71 Abs. 4) sind fol­gen­den Stel­len durch Ab­ruf­ver­fah­ren zu­gäng­lich:

a.
der Zen­tral­stel­le 2. Säu­le, im Rah­men von Ar­ti­kel 24d des Frei­zü­gig­keits­ge­set­zes vom 17. De­zem­ber 19932;
b.
den Aus­gleichs­kas­sen, den IV-Stel­len und dem zu­stän­di­gen Bun­des­amt für die­je­ni­gen Da­ten, die sie be­nö­ti­gen, um die ih­nen nach die­sem Ge­setz und dem IVG3 über­tra­ge­nen Auf­ga­ben zu er­fül­len;
c.4
den Un­fall­ver­si­che­rern nach dem Bun­des­ge­setz vom 20. März 19815 über die Un­fall­ver­si­che­rung zur Über­prü­fung der Be­zugs­be­rech­ti­gun­gen für lau­fen­de Ren­ten;
d.6
der Mi­li­tär­ver­si­che­rung zur Über­prü­fung der Be­zugs­be­rech­ti­gun­gen für lau­fen­de Ren­ten.

2Der Bun­des­rat re­gelt die Ver­ant­wor­tung für den Da­ten­schutz, die zu er­fas­sen­den Da­ten und de­ren Auf­be­wah­rungs­fris­ten, den Zu­griff auf die Da­ten, die Zu­sam­men­ar­beit zwi­schen den Be­nüt­zern, die Da­ten­si­cher­heit so­wie die Kos­ten­be­tei­li­gung der Un­fall­ver­si­che­rer und der Mi­li­tär­ver­si­che­rung.7


1 Ein­ge­fügt durch Ziff. I des BG vom 23. Ju­ni 2000, in Kraft seit 1. Jan. 2001 (AS 2000 2749; BBl 2000 255).
2 SR 831.42
3 SR 831.20
4 Ein­ge­fügt durch An­hang Ziff. 1 des BG vom 25. Sept. 2015 (Un­fall­ver­si­che­rung und Un­fall­ver­hü­tung), in Kraft seit seit 1. Jan. 2017 (AS 2016 4375; BBl 2008 5395, 2014 7911).
5 SR832.20
6 Ein­ge­fügt durch An­hang Ziff. 1 des BG vom 25. Sept. 2015 (Un­fall­ver­si­che­rung und Un­fall­ver­hü­tung), in Kraft seit seit 1. Jan. 2017 (AS 2016 4375; BBl 2008 5395, 2014 7911).
7 Fas­sung ge­mä­ss An­hang Ziff. 1 des BG vom 25. Sept. 2015 (Un­fall­ver­si­che­rung und Un­fall­ver­hü­tung), in Kraft seit seit 1. Jan. 2017 (AS 2016 4375; BBl 2008 5395, 2014 7911).

Art. 50c Versichertennummer

1Ei­ne Ver­si­cher­ten­num­mer wird je­der Per­son zu­ge­wie­sen, die:

a.
in der Schweiz Wohn­sitz oder ge­wöhn­li­chen Auf­ent­halt hat (Art. 13 ATSG2);
b.
im Aus­land wohnt und Bei­trä­ge ent­rich­tet oder Leis­tun­gen be­zieht oder be­an­tragt.

2Ei­ne Ver­si­cher­ten­num­mer wird ei­ner Per­son über­dies zu­ge­wie­sen, wenn dies not­wen­dig ist:

a.
für die Durch­füh­rung der AHV; oder
b.
im Ver­kehr mit ei­ner Stel­le oder In­sti­tu­ti­on, die zur sys­te­ma­ti­schen Ver­wen­dung der Num­mer be­rech­tigt ist.

3Die Zu­sam­men­set­zung der Ver­si­cher­ten­num­mer darf kei­ne Rück­schlüs­se auf die Per­son zu­las­sen, der die Num­mer zu­ge­wie­sen wird.


1 Ein­ge­fügt durch Ziff. I des BG vom 23. Ju­ni 2006 (Neue AHV-Ver­si­cher­ten­num­mer), in Kraft seit 1. Dez. 2007 (AS 2007 5259; BBl 2006 501).
2 SR 830.1

Art. 50d Systematische Verwendung der Versichertennummer als Sozialversicherungsnummer

1Stel­len und In­sti­tu­tio­nen, die mit Auf­ga­ben der So­zi­al­ver­si­che­rung aus­ser­halb der AHV be­traut sind, kön­nen die Ver­si­cher­ten­num­mer sys­te­ma­tisch ver­wen­den, wenn ein Bun­des­ge­setz dies vor­sieht und der Ver­wen­dungs­zweck so­wie die Nut­zungs­be­rech­tig­ten be­stimmt sind.

2Stel­len und In­sti­tu­tio­nen, die mit Auf­ga­ben der kan­to­na­len So­zi­al­ver­si­che­rung be­traut sind, kön­nen die Ver­si­cher­ten­num­mer für die Er­fül­lung ih­rer ge­setz­li­chen Auf­ga­ben sys­te­ma­tisch ver­wen­den.


1 Ein­ge­fügt durch Ziff. I des BG vom 23. Ju­ni 2006 (Neue AHV-Ver­si­cher­ten­num­mer), in Kraft seit 1. Dez. 2007 (AS 2007 5259; BBl 2006 501).

Art. 50e Systematische Verwendung der Versichertennummer in weiteren Bereichen

1Die Ver­si­cher­ten­num­mer kann aus­ser­halb der So­zi­al­ver­si­che­rung des Bun­des nur dann sys­te­ma­tisch ver­wen­det wer­den, wenn ein Bun­des­ge­setz dies vor­sieht und der Ver­wen­dungs­zweck so­wie die Nut­zungs­be­rech­tig­ten be­stimmt sind.

2Fol­gen­de Stel­len und In­sti­tu­tio­nen, die mit dem Voll­zug von kan­to­na­lem Recht be­traut sind, kön­nen die Ver­si­cher­ten­num­mer für die Er­fül­lung ih­rer ge­setz­li­chen Auf­ga­ben sys­te­ma­tisch ver­wen­den:

a.
die mit dem Voll­zug der Prä­mi­en­ver­bil­li­gung in der Kran­ken­ver­si­che­rung be­trau­ten Stel­len;
b.
die mit dem Voll­zug der So­zi­al­hil­fe be­trau­ten Stel­len;
c.
die mit dem Voll­zug der Steu­er­ge­setz­ge­bung be­trau­ten Stel­len;
d.
die Bil­dungs­in­sti­tu­tio­nen.

3An­de­re Stel­len und In­sti­tu­tio­nen, die mit dem Voll­zug von kan­to­na­lem Recht be­traut sind, kön­nen die Ver­si­cher­ten­num­mer zur Er­fül­lung ih­rer Auf­ga­ben sys­te­ma­tisch ver­wen­den, wenn ein kan­to­na­les Ge­setz dies vor­sieht.


1 Ein­ge­fügt durch Ziff. I des BG vom 23. Ju­ni 2006 (Neue AHV-Ver­si­cher­ten­num­mer), in Kraft seit 1. Dez. 2007 (AS 2007 5259; BBl 2006 501).

Art. 50f Bekanntgabe der Versichertennummer beim Vollzug kantonalen Rechts

Stel­len und In­sti­tu­tio­nen, wel­che die Ver­si­cher­ten­num­mer nach Ar­ti­kel 50d Ab­satz 2 oder Ar­ti­kel 50e Ab­sät­ze 2 und 3 sys­te­ma­tisch ver­wen­den, kön­nen die­se be­kannt ge­ben, wenn kei­ne of­fen­sicht­lich schutz­wür­di­gen In­ter­es­sen der be­trof­fe­nen Per­son ent­ge­gen­ste­hen und:

a.
die Da­ten­be­kannt­ga­be für die Er­fül­lung der Auf­ga­ben, ins­be­son­de­re zur Ve­ri­fi­zie­rung der Num­mer er­for­der­lich ist;
b.
die Da­ten­be­kannt­ga­be für den Emp­fän­ger oder die Emp­fän­ge­rin im Ein­zel­fall für die Er­fül­lung der ge­setz­li­chen Auf­ga­ben un­ent­behr­lich ist; oder
c.
die be­trof­fe­ne Per­son im Ein­zel­fall ein­ge­wil­ligt hat oder die Ein­wil­li­gung nach den Um­stän­den vor­aus­ge­setzt wer­den darf.

1 Ein­ge­fügt durch Ziff. I des BG vom 23. Ju­ni 2006 (Neue AHV-Ver­si­cher­ten­num­mer), in Kraft seit 1. Dez. 2007 (AS 2007 5259; BBl 2006 501).

Art. 50g Sichernde Massnahmen

1Stel­len und In­sti­tu­tio­nen, wel­che die Ver­si­cher­ten­num­mer nach Ar­ti­kel 50d oder 50e sys­te­ma­tisch ver­wen­den, er­stat­ten der für die Zu­wei­sung der Ver­si­cher­ten­num­mer zu­stän­di­gen Stel­le Mel­dung. Die­se führt ei­ne Lis­te der Stel­len und In­sti­tu­tio­nen, wel­che die Ver­si­cher­ten­num­mer sys­te­ma­tisch ver­wen­den. Die Lis­te wird jähr­lich ver­öf­fent­licht.

2Die ge­mel­de­ten Stel­len und In­sti­tu­tio­nen müs­sen:

a.
tech­ni­sche und or­ga­ni­sa­to­ri­sche Mass­nah­men tref­fen für die Ver­wen­dung der rich­ti­gen Ver­si­cher­ten­num­mer und den Schutz vor de­ren miss­bräuch­li­cher Ver­wen­dung;
b.
der für die Zu­wei­sung der Ver­si­cher­ten­num­mer zu­stän­di­gen Stel­le die not­wen­di­gen Da­ten für die Ve­ri­fi­zie­rung der Ver­si­cher­ten­num­mer zur Ver­fü­gung stel­len;
c.
Kor­rek­tu­ren bei der Ver­si­cher­ten­num­mer vor­neh­men, die von der für die Zu­wei­sung der Ver­si­cher­ten­num­mer zu­stän­di­gen Stel­le an­ge­ord­net wer­den.

3Das Eid­ge­nös­si­sche De­par­te­ment des In­nern legt in Ab­spra­che mit dem Eid­ge­nös­si­schen Fi­nanz­de­par­te­ment die Min­dest­stan­dards für die Mass­nah­men nach Ab­satz 2 Buch­sta­be a fest.

4Die für die Zu­wei­sung der Ver­si­cher­ten­num­mer zu­stän­di­ge Stel­le kann für den Auf­wand, der ihr im Zu­sam­men­hang mit der Ver­wen­dung der Ver­si­cher­ten­num­mer aus­ser­halb der AHV ent­steht, Ge­büh­ren er­he­ben.


1 Ein­ge­fügt durch Ziff. I des BG vom 23. Ju­ni 2006 (Neue AHV-Ver­si­cher­ten­num­mer), in Kraft seit 1. Dez. 2007 (AS 2007 5259; BBl 2006 501).

B. Die Arbeitgeber

Art. 51 Aufgaben

1Die Ar­beit­ge­ber ha­ben von je­dem Lohn im Sin­ne von Ar­ti­kel 5 Ab­satz 2 den Bei­trag des Ar­beit­neh­mers ab­zu­zie­hen.1

223

3Die Ar­beit­ge­ber ha­ben die von den Ar­beit­neh­mern in der An­mel­dung zum Be­zug ei­nes Ver­si­che­rungs­aus­wei­ses ge­mach­ten An­ga­ben auf Grund amt­li­cher Aus­weis­pa­pie­re zu über­prü­fen. Sie rech­nen mit der Aus­gleichs­kas­se über die ab­ge­zo­ge­nen und die selbst ge­schul­de­ten Bei­trä­ge so­wie über die aus­be­zahl­ten Ren­ten und Hilflo­sen­ent­schä­di­gun­gen pe­ri­odisch ab und ma­chen die er­for­der­li­chen An­ga­ben für die Füh­rung der in­di­vi­du­el­len Kon­ten der Ar­beit­neh­mer.4

4Der Bun­des­rat kann den Ar­beit­ge­bern wei­te­re Auf­ga­ben, die mit dem Bei­trags­be­zug oder der Ren­ten­aus­zah­lung in Zu­sam­men­hang ste­hen, über­tra­gen.


1 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 4. Okt. 1968, in Kraft seit 1. Jan. 1969 (AS 1969 111; BBl 1968 I 602).
2 Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I des BG vom 7. Okt. 1994 (10. AHV-Re­vi­si­on), mit Wir­kung seit 1. Jan. 1997 (AS 1996 2466; BBl 1990 II 1).
3 Sie­he auch die SchlB Änd. 7. Okt. 1994 am En­de die­ses Tex­tes.
4 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 30. Ju­ni 1972, in Kraft seit 1. Jan. 1973 (AS 1972 2483; BBl 1971 II 1057).

Art. 52 Haftung

1Fügt ein Ar­beit­ge­ber durch ab­sicht­li­che oder grob­fahr­läs­si­ge Miss­ach­tung von Vor­schrif­ten der Ver­si­che­rung einen Scha­den zu, so hat er die­sen zu er­set­zen.

2Han­delt es sich beim Ar­beit­ge­ber um ei­ne ju­ris­ti­sche Per­son, so haf­ten sub­si­di­är die Mit­glie­der der Ver­wal­tung und al­le mit der Ge­schäfts­füh­rung oder Li­qui­da­ti­on be­fass­ten Per­so­nen. Sind meh­re­re Per­so­nen für den glei­chen Scha­den ver­ant­wort­lich, so haf­ten sie für den gan­zen Scha­den so­li­da­risch.2

3Der Scha­den­er­satz­an­spruch ver­jährt zwei Jah­re, nach­dem die zu­stän­di­ge Aus­gleichs­kas­se vom Scha­den Kennt­nis er­hal­ten hat, spä­tes­tens aber fünf Jah­re nach Ein­tritt des Scha­dens. Die­se Fris­ten kön­nen un­ter­bro­chen wer­den. Der Ar­beit­ge­ber kann auf die Ein­re­de der Ver­jäh­rung ver­zich­ten. Sieht das Straf­recht ei­ne län­ge­re Frist vor, so gilt die­se.3

4Die zu­stän­di­ge Aus­gleichs­kas­se macht den Scha­den­er­satz durch Er­lass ei­ner Ver­fü­gung gel­tend.4

5In Ab­wei­chung von Ar­ti­kel 58 Ab­satz 1 ATSG5 ist für die Be­schwer­de das Ver­si­che­rungs­ge­richt des Kan­tons zu­stän­dig, in wel­chem der Ar­beit­ge­ber sei­nen Wohn­sitz hat.

6Die Haf­tung nach Ar­ti­kel 78 ATSG ist aus­ge­schlos­sen.


1 Fas­sung ge­mä­ss An­hang Ziff. 7 des BG vom 6. Okt. 2000 über den All­ge­mei­nen Teil des So­zi­al­ver­si­che­rungs­rechts, in Kraft seit 1. Jan. 2003 (AS 2002 3371; BBl 1991 II 185 910, 1994 V 921, 1999 4523).
2 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 17. Ju­ni 2011 (Ver­bes­se­rung der Durch­füh­rung), in Kraft seit 1. Jan. 2012 (AS 2011 4745; BBl 2011 543).
3 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 17. Ju­ni 2011 (Ver­bes­se­rung der Durch­füh­rung), in Kraft seit 1. Jan. 2012 (AS 2011 4745; BBl 2011 543).
4 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 17. Ju­ni 2011 (Ver­bes­se­rung der Durch­füh­rung), in Kraft seit 1. Jan. 2012 (AS 2011 4745; BBl 2011 543).
5 SR 830.1

C. Die Ausgleichskassen

I. Die Verbandsausgleichskassen

Art. 53 1. Voraussetzungen
a.Errichtung von Ausgleichskassen der Arbeitgeber

1Be­fugt zur Er­rich­tung von Ver­bands­aus­gleichs­kas­sen sind ein oder meh­re­re schwei­ze­ri­sche Be­rufs­ver­bän­de so­wie ein oder meh­re­re schwei­ze­ri­sche oder re­gio­na­le zwi­schen­be­ruf­li­che Ver­bän­de von Ar­beit­ge­bern oder von Selb­stän­di­g­er­wer­ben­den, wenn:3

a.4
auf­grund der Zahl und Zu­sam­men­set­zung der Ver­bands­mit­glie­der an­zu­neh­men ist, dass die zu er­rich­ten­de Aus­gleichs­kas­se min­des­tens 2000 Ar­beit­ge­ber be­zie­hungs­wei­se Selb­stän­di­g­er­wer­ben­de um­fas­sen oder Bei­trä­ge von min­des­tens 50 Mil­lio­nen Fran­ken im Jahr ein­neh­men wird;
b.
der Be­schluss über die Er­rich­tung ei­ner Aus­gleichs­kas­se von dem zur Sta­tu­ten­än­de­rung zu­stän­di­gen Ver­bands­or­gan mit ei­ner Mehr­heit von drei Vier­teln der ab­ge­ge­be­nen Stim­men ge­fasst und öf­fent­lich be­ur­kun­det wor­den ist.

2Er­rich­ten meh­re­re der in Ab­satz 1 ge­nann­ten Ver­bän­de ge­mein­sam ei­ne Aus­gleichs­kas­se oder will sich ein sol­cher Ver­band an der Füh­rung ei­ner be­ste­hen­den Aus­gleichs­kas­se be­tei­li­gen, so ist über die ge­mein­sa­me Kas­sen­füh­rung von je­dem Ver­band ge­mä­ss Ab­satz 1 Buch­sta­be b Be­schluss zu fas­sen.


1 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 30. Sept. 1953, in Kraft seit 1. Jan. 1954 (AS 1954 211; BBl 1953 II 81).
2 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 7. Okt. 1994 (10. AHV-Re­vi­si­on), in Kraft seit 1. Jan. 1997 (AS 1996 2466; BBl 1990 II 1).
3 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 7. Okt. 1994 (10. AHV-Re­vi­si­on), in Kraft seit 1. Jan. 1997 (AS 1996 2466; BBl 1990 II 1).
4 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 7. Okt. 1994 (10. AHV-Re­vi­si­on), in Kraft seit 1. Jan. 1997 (AS 1996 2466; BBl 1990 II 1).

Art. 54 b. Errichtung von paritätischen Ausgleichskassen

1Ein­zel­ne oder meh­re­re Ar­beit­neh­mer­ver­bän­de ge­mein­sam, de­nen min­des­tens die Hälf­te der von ei­ner zu er­rich­ten­den oder be­reits be­ste­hen­den Ver­bands­aus­gleichs­kas­se er­fass­ten Ar­beit­neh­mer an­ge­hört, ha­ben das Recht, die pa­ri­tä­ti­sche Mit­wir­kung an der Ver­wal­tung die­ser Aus­gleichs­kas­se zu ver­lan­gen. Die­ses Recht steht auch Ar­beit­neh­mer­ver­bän­den zu, die min­des­tens ein Drit­tel der von der Aus­gleichs­kas­se er­fass­ten Ar­beit­neh­mer um­fas­sen, so­fern al­le an­dern Ar­beit­neh­mer­ver­bän­de, de­nen ein­zeln oder zu­sam­men min­des­tens 10 Pro­zent der von der Kas­se er­fass­ten Ar­beit­neh­mer an­ge­hö­ren, der pa­ri­tä­ti­schen Kas­sen­ver­wal­tung aus­drück­lich zu­stim­men.

2Ma­chen Ar­beit­neh­mer­ver­bän­de von dem ih­nen ge­mä­ss Ab­satz 1 zu­ste­hen­den Recht Ge­brauch, so ha­ben die be­tei­lig­ten Ar­beit­ge­ber- und Ar­beit­neh­mer­ver­bän­de ge­mein­sam ein Kas­sen­re­gle­ment auf­zu­stel­len, in wel­chem al­le für die Kas­sen­füh­rung be­deut­sa­men Fra­gen ab­sch­lies­send ge­re­gelt sind.

3Für die Be­ur­tei­lung von Strei­tig­kei­ten, die bei der Auf­stel­lung des Kas­sen­re­gle­men­tes ent­ste­hen, ist ein von der Eid­ge­nös­si­schen Kom­mis­si­on für die Al­ters-, Hin­ter­las­se­nen- und In­va­li­den­ver­si­che­rung2 aus ih­rer Mit­te zu be­stel­len­des Schieds­ge­richt, in wel­chem Ar­beit­ge­ber und Ar­beit­neh­mer in glei­cher Zahl ver­tre­ten sein müs­sen, zu­stän­dig. Die­ses Schieds­ge­richt hat in sei­nem Ent­scheid al­le aus der Kas­sen­füh­rung er­wach­sen­den Rech­te und Pflich­ten zu glei­chen Tei­len auf die Ar­beit­ge­ber- und auf die Ar­beit­neh­mer­ver­bän­de zu ver­tei­len.3 Ge­gen den Ent­scheid des Schieds­ge­richts kann beim Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt Be­schwer­de ge­führt wer­den.4 Der Bun­des­rat ord­net das Schieds­ver­fah­ren.5

4Ar­beit­neh­mer­ver­bän­de, wel­che dem Ent­scheid des Schieds­ge­rich­tes nicht zu­stim­men, ver­wir­ken das Recht auf pa­ri­tä­ti­sche Mit­wir­kung an der Kas­sen­ver­wal­tung; Ar­beit­ge­ber­ver­bän­de, wel­che dem Ent­scheid des Schieds­ge­rich­tes nicht zu­stim­men, ver­wir­ken das Recht auf Er­rich­tung ei­ner Ver­bands­aus­gleichs­kas­se.


1 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 7. Okt. 1994 (10. AHV-Re­vi­si­on), in Kraft seit 1. Jan. 1997 (AS 1996 2466; BBl 1990 II 1).
2 Be­zeich­nung ge­mä­ss Ziff. II Bst. a des BG vom 4. Okt. 1968, in Kraft seit 1. Jan. 1969 (AS 1969 111; BBl 1968 I 602).
3 Fas­sung des Sat­zes ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 7. Okt. 1994 (10. AHV-Re­vi­si­on), in Kraft seit 1. Jan. 1997 (AS 1996 2466; BBl 1990 II 1).
4 Satz ein­ge­fügt durch Ziff. I des BG vom 7. Okt. 1994 (10. AHV-Re­vi­si­on) (AS 1996 2466; BBl 1990 II 1). Fas­sung ge­mä­ss An­hang Ziff. 107 des Ver­wal­tungs­ge­richts­ge­set­zes vom 17. Ju­ni 2005, in Kraft seit 1. Jan. 2007 (AS 2006 2197 1069; BBl 2001 4202).
5 Fas­sung des Sat­zes ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 7. Okt. 1994 (10. AHV-Re­vi­si­on), in Kraft seit 1. Jan. 1997 (AS 1996 2466; BBl 1990 II 1).

Art. 55 2. Sicherheitsleistung

1Ver­bän­de, wel­che ei­ne Aus­gleichs­kas­se er­rich­ten wol­len, ha­ben zur De­ckung all­fäl­li­ger Schä­den, für die sie ge­mä­ss Ar­ti­kel 78 ATSG1 und Ar­ti­kel 70 die­ses Ge­set­zes haf­ten, Si­cher­heit zu leis­ten.2

2Die Si­cher­heit ist nach Wahl der Ver­bän­de zu leis­ten:

a.
durch Hin­ter­le­gung ei­nes Geld­be­tra­ges in schwei­ze­ri­scher Wäh­rung;
b.
durch Ver­pfän­dung schwei­ze­ri­scher Wert­pa­pie­re;
c.
durch Bei­brin­gung ei­ner Bürg­schafts­ver­pflich­tung.

3Die Si­cher­heit ist zu leis­ten in der Hö­he ei­nes Zwölf­tels der Sum­me der Bei­trä­ge, wel­che die Aus­gleichs­kas­se vor­aus­sicht­lich im Jah­re ver­ein­nah­men wird; sie muss je­doch min­des­tens 200 000 Fran­ken be­tra­gen und darf 500 000 Fran­ken nicht über­stei­gen. Weicht die tat­säch­li­che Bei­trags­s­um­me um mehr als 10 Pro­zent von der Schät­zung ab, so ist die Si­cher­heit ent­spre­chend an­zu­pas­sen.3

4Der Bun­des­rat er­lässt die nä­he­ren Vor­schrif­ten über die Si­cher­heits­leis­tung.


1 SR 830.1
2 Fas­sung ge­mä­ss An­hang Ziff. 7 des BG vom 6. Okt. 2000 über den All­ge­mei­nen Teil des So­zi­al­ver­si­che­rungs­rechts, in Kraft seit 1. Jan. 2003 (AS 2002 3371; BBl 1991 II 185 910, 1994 V 921, 1999 4523).
3 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 4. Okt. 1968, in Kraft seit 1. Jan. 1969 (AS 1969 111; BBl 1968 I 602).

Art. 56 3. Verfahren

1Ver­bän­de, die ei­ne Aus­gleichs­kas­se er­rich­ten wol­len, ha­ben dem Bun­des­rat ein schrift­li­ches Ge­such ein­zu­rei­chen un­ter Bei­la­ge des Ent­wur­fes zu ei­nem Kas­sen­re­gle­ment. Gleich­zei­tig ha­ben sie den Nach­weis zu er­brin­gen, dass die Vor­aus­set­zun­gen des Ar­ti­kels 53 und ge­ge­be­nen­falls des Ar­ti­kels 54 er­füllt sind.

2Der Bun­des­rat er­teilt die Be­wil­li­gung zur Er­rich­tung ei­ner Ver­bands­aus­gleichs­kas­se, so­fern die Vor­aus­set­zun­gen des Ar­ti­kels 53 und ge­ge­be­nen­falls des Ar­ti­kels 54 er­füllt sind und Si­cher­heit ge­mä­ss Ar­ti­kel 55 ge­leis­tet ist.

3Die Ver­bands­aus­gleichs­kas­se gilt als er­rich­tet und er­langt das Recht der Per­sön­lich­keit mit der Ge­neh­mi­gung des Kas­sen­re­gle­men­tes durch den Bun­des­rat.

Art. 57 4. Kassenreglement

1Das Kas­sen­re­gle­ment wird von den Grün­der­ver­bän­den auf­ge­stellt. Die­se sind auch aus­sch­liess­lich zu des­sen Ab­än­de­rung zu­stän­dig. Das Kas­sen­re­gle­ment und all­fäl­li­ge Ab­än­de­run­gen des­sel­ben be­dür­fen der Ge­neh­mi­gung des Bun­des­ra­tes.

2Das Re­gle­ment muss Be­stim­mun­gen ent­hal­ten über:

a.
den Sitz der Aus­gleichs­kas­se;
b.
die Zu­sam­men­set­zung und die Wahl­art des Kas­sen­vor­stan­des;
c.
die Auf­ga­ben und Be­fug­nis­se des Kas­sen­vor­stan­des und des Kas­sen­lei­ters;
d.
die in­ter­ne Kas­sen­or­ga­ni­sa­ti­on;
e.
die Er­rich­tung von Zweig­stel­len so­wie de­ren Auf­ga­ben und Be­fug­nis­se;
f.
die Grund­sät­ze, nach wel­chen die Ver­wal­tungs­kos­ten­bei­trä­ge er­ho­ben wer­den;
g.
die Kas­sen­re­vi­si­on und die Ar­beit­ge­ber­kon­trol­le;
h.1
falls meh­re­re Grün­der­ver­bän­de be­ste­hen, de­ren Be­tei­li­gung an der Si­cher­heits­leis­tung ge­mä­ss Ar­ti­kel 55 und die Re­ge­lung des Rück­grif­fes für den Fall der In­an­spruch­nah­me ge­mä­ss Ar­ti­kel 78 ATSG2 und Ar­ti­kel 70 die­ses Ge­set­zes.

1 Fas­sung ge­mä­ss An­hang Ziff. 7 des BG vom 6. Okt. 2000 über den All­ge­mei­nen Teil des So­zi­al­ver­si­che­rungs­rechts, in Kraft seit 1. Jan. 2003 (AS 2002 3371; BBl 1991 II 185 910, 1994 V 921, 1999 4523).
2 SR 830.1

Art. 58 Organisation
1.Der Kassenvorstand

1Obers­tes Or­gan ei­ner Ver­bands­aus­gleichs­kas­se ist der Kas­sen­vor­stand.

2Der Kas­sen­vor­stand setzt sich zu­sam­men aus Ver­tre­tern der Grün­der­ver­bän­de und ge­ge­be­nen­falls aus Ver­tre­tern von Ar­beit­neh­mer­or­ga­ni­sa­tio­nen, so­fern die­sen ins­ge­samt min­des­tens 10 Pro­zent der von der Aus­gleichs­kas­se er­fass­ten Ar­beit­neh­mer an­ge­hö­ren. Der Prä­si­dent so­wie die Mehr­zahl der Vor­stands­mit­glie­der wer­den von den Grün­der­ver­bän­den, die üb­ri­gen Mit­glie­der, je­doch min­des­tens ein Drit­tel, von den be­tei­lig­ten Ar­beit­neh­mer­or­ga­ni­sa­tio­nen nach Mass­ga­be der Zahl der durch sie ver­tre­te­nen, von der Aus­gleichs­kas­se er­fass­ten Ar­beit­neh­mer ge­wählt. Zu Vor­stands­mit­glie­dern dür­fen nur Schwei­zer Bür­ger ge­wählt wer­den, wel­che der be­tref­fen­den Aus­gleichs­kas­se als Ver­si­cher­te oder Ar­beit­ge­ber an­ge­schlos­sen sind.

3Der Vor­stand pa­ri­tä­ti­scher Ver­bands­aus­gleichs­kas­sen setzt sich nach de­ren Re­gle­ment zu­sam­men.

4Dem Kas­sen­vor­stand ob­lie­gen

a.
die in­ter­ne Or­ga­ni­sa­ti­on der Kas­se;
b.
die Er­nen­nung des Kas­sen­lei­ters;
c.
die Fest­set­zung der Ver­wal­tungs­kos­ten­bei­trä­ge;
d.
die An­ord­nung der Kas­sen­re­vi­sio­nen und der Ar­beit­ge­ber­kon­trol­len;
e.
die Ge­neh­mi­gung von Jah­res­rech­nung und Jah­res­be­richt.

Dem Kas­sen­vor­stand kön­nen durch das Re­gle­ment wei­te­re Auf­ga­ben und Be­fug­nis­se über­tra­gen wer­den.

Art. 59 2. Der Kassenleiter

1Der Kas­sen­lei­ter führt die Ge­schäf­te der Aus­gleichs­kas­se, so­weit da­für nicht der Kas­sen­vor­stand zu­stän­dig ist.

2Der Kas­sen­lei­ter hat dem Kas­sen­vor­stand jähr­lich über die Ab­wick­lung der Ge­schäf­te Be­richt zu er­stat­ten und ihm ei­ne Jah­res­ab­rech­nung vor­zu­le­gen.

Art. 60 Auflösung

1Der Be­schluss über die Auf­lö­sung ei­ner Ver­bands­aus­gleichs­kas­se ist von dem zur Sta­tu­ten­än­de­rung zu­stän­di­gen Ver­bands­or­gan mit ei­ner Mehr­heit von drei Vier­teln der ab­ge­ge­be­nen Stim­men zu fas­sen, öf­fent­lich be­ur­kun­den zu las­sen und dem Bun­des­rat un­ver­züg­lich zur Kennt­nis zu brin­gen. Der Bun­des­rat be­stimmt dar­auf den Zeit­punkt der Auf­lö­sung.

2Ist ei­ne der in den Ar­ti­keln 53 und 55 ge­nann­ten Vor­aus­set­zun­gen wäh­rend län­ge­rer Zeit nicht er­füllt oder ha­ben sich die Or­ga­ne ei­ner Aus­gleichs­kas­se wie­der­holt schwe­rer Pflicht­ver­let­zun­gen schul­dig ge­macht, so wird die Aus­gleichs­kas­se vom Bun­des­rat auf­ge­löst. Vor dem 1. Ja­nu­ar 1973 er­rich­te­te Aus­gleichs­kas­sen wer­den we­gen Nich­ter­rei­chens der Min­dest­bei­trags­s­um­me nur auf­ge­löst, wenn sie Bei­trä­ge von we­ni­ger als 1 Mil­li­on Fran­ken im Jahr ein­neh­men. Für die seit dem 1. Ja­nu­ar 1973 bis zum In­kraft­tre­ten die­ser Be­stim­mung er­rich­te­ten Aus­gleichs­kas­sen gilt ein Grenz­be­trag von 10 Mil­lio­nen Fran­ken.1

3Der Bun­des­rat er­lässt die nä­he­ren Vor­schrif­ten über die Li­qui­da­ti­on von Ver­bands­aus­gleichs­kas­sen.


1 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 7. Okt. 1994 (10. AHV-Re­vi­si­on), in Kraft seit 1. Jan. 1997 (AS 1996 2466; BBl 1990 II 1).

II. Die kantonalen Ausgleichskassen

Art. 61 Kantonale Erlasse

1Je­der Kan­ton er­rich­tet durch be­son­de­ren Er­lass ei­ne kan­to­na­le Aus­gleichs­kas­se als selb­stän­di­ge öf­fent­li­che An­stalt.

2Der kan­to­na­le Er­lass be­darf der Ge­neh­mi­gung des Bun­des1 und muss Be­stim­mun­gen ent­hal­ten über:

a.
die Auf­ga­ben und Be­fug­nis­se des Kas­sen­lei­ters;
b.
die in­ter­ne Kas­sen­or­ga­ni­sa­ti­on;
c.
die Er­rich­tung von Zweig­stel­len so­wie de­ren Auf­ga­ben und Be­fug­nis­se;
d.
die Grund­sät­ze, nach wel­chen die Ver­wal­tungs­kos­ten­bei­trä­ge er­ho­ben wer­den;
e.
die Kas­sen­re­vi­si­on und die Ar­beit­ge­ber­kon­trol­le.

1 Aus­druck ge­mä­ss Ziff. III des BG vom 15. Dez. 1989 über die Ge­neh­mi­gung kan­to­na­ler Er­las­se durch den Bund, in Kraft seit 1. Fe­br. 1991 (AS 1991 362; BBl 1988 II 1333).

III. Die Ausgleichskassen des Bundes

Art. 62 Errichtung und Aufgaben

1Der Bun­des­rat er­rich­tet ei­ne Aus­gleichs­kas­se für das Per­so­nal der Bun­des­ver­wal­tung und der Bun­des­an­stal­ten.

2Er er­rich­tet ei­ne Aus­gleichs­kas­se, wel­che die frei­wil­li­ge Ver­si­che­rung durch­führt, die Auf­ga­ben wahr­nimmt, die ihr durch zwi­schen­staat­li­che Ver­ein­ba­run­gen zu­ge­wie­sen wer­den, und die Leis­tun­gen an Per­so­nen im Aus­land aus­rich­tet. Die Aus­gleichs­kas­se er­fasst fer­ner die nach Ar­ti­kel 1a Ab­satz 3 Buch­sta­be b ver­si­cher­ten Stu­den­ten.23


1 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 30. Sept. 1953, in Kraft seit 1. Jan. 1954 (AS 1954 211; BBl 1953 II 81).
2 Fas­sung des zwei­ten Sat­zes ge­mä­ss Ziff. I der V der BVers vom 21. Ju­ni 2002, in Kraft seit 1. Jan. 2003 (AS 2002 3453; BBl 2002 803).
3 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 23. Ju­ni 2000, in Kraft seit 1. Jan. 2001 (AS 2000 2677; BBl 1999 4983).

IV. Gemeinsame Vorschriften

Art. 63 Aufgaben der Ausgleichskassen

1Den Aus­gleichs­kas­sen ob­lie­gen nach Mass­ga­be der ge­setz­li­chen Be­stim­mun­gen:

a.
die Fest­set­zung, die Her­ab­set­zung und der Er­lass der Bei­trä­ge;
b.
die Fest­set­zung der Ren­ten und Hilflo­sen­ent­schä­di­gun­gen1;
c.2
der Be­zug der Bei­trä­ge so­wie die Aus­zah­lung der Ren­ten und Hilflo­sen­ent­schä­di­gun­gen;
d.
die Ab­rech­nung über die be­zo­ge­nen Bei­trä­ge und die aus­be­zahl­ten Ren­ten und Hilflo­sen­ent­schä­di­gun­gen3 mit den ih­nen an­ge­schlos­se­nen Ar­beit­ge­bern, Selb­stän­di­g­er­wer­ben­den und Nich­t­er­werbs­tä­ti­gen ei­ner­seits und mit der Zen­tra­len Aus­gleichs­stel­le an­der­seits;
e.
der Er­lass von Ver­an­la­gungs­ver­fü­gun­gen und die Durch­füh­rung des Mahn- und Voll­stre­ckungs­ver­fah­rens;
f.
die Füh­rung der in­di­vi­du­el­len Kon­ten4;
g.
der Be­zug von Ver­wal­tungs­kos­ten­bei­trä­gen.

2Den kan­to­na­len Aus­gleichs­kas­sen ob­liegt über­dies die Kon­trol­le über die Er­fas­sung al­ler Bei­trags­pflich­ti­gen.

3Der Bun­des­rat kann den Aus­gleichs­kas­sen im Rah­men die­ses Ge­set­zes wei­te­re Auf­ga­ben über­tra­gen. Er ord­net die Zu­sam­men­ar­beit zwi­schen den Aus­gleichs­kas­sen und der Zen­tra­len Aus­gleichs­stel­le und sorgt für einen zweck­mäs­si­gen Ein­satz tech­ni­scher Ein­rich­tun­gen.5

4Den Aus­gleichs­kas­sen kön­nen durch den Bund und, mit Ge­neh­mi­gung des Bun­des­ra­tes, durch die Kan­to­ne und die Grün­der­ver­bän­de wei­te­re Auf­ga­ben, ins­be­son­de­re sol­che auf dem Ge­bie­te des Wehr­manns- und des Fa­mi­li­en­schut­zes, über­tra­gen wer­den.

5Die Aus­gleichs­kas­sen kön­nen Drit­te mit be­stimm­ten Auf­ga­ben be­auf­tra­gen. Sie brau­chen da­zu ei­ne Be­wil­li­gung des Bun­des­ra­tes. Die Be­wil­li­gung kann an Be­din­gun­gen ge­knüpft und mit Auf­la­gen ver­bun­den wer­den. Die Be­auf­trag­ten und ihr Per­so­nal un­ter­ste­hen für von ih­nen aus­ge­führ­te Kas­sen­auf­ga­ben der Schwei­ge­pflicht nach Ar­ti­kel 33 ATSG6. Sie ha­ben zu­dem die Vor­schrif­ten die­ses Ge­set­zes zur Da­ten­be­ar­bei­tung und -be­kannt­ga­be zu be­ach­ten. Die Haf­tung nach Ar­ti­kel 78 ATSG und Ar­ti­kel 70 die­ses Ge­set­zes für von die­sen be­auf­trag­ten Drit­ten aus­ge­führ­te Kas­sen­auf­ga­ben bleibt bei den Grün­der­ver­bän­den oder den Kan­to­nen.7


1 Aus­druck ge­mä­ss Ziff. II Bst. b des BG vom 4. Okt. 1968, in Kraft seit 1. Jan. 1969 (AS 1969 111; BBl 1968 I 602).
2 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 7. Okt. 1994 (10. AHV-Re­vi­si­on), in Kraft seit 1. Jan. 1997 (AS 1996 2466; BBl 1990 II 1).
3 Aus­druck ge­mä­ss Ziff. II Bst. b des BG vom 4. Okt. 1968, in Kraft seit 1. Jan. 1969 (AS 1969 111; BBl 1968 I 602).
4 Aus­druck ge­mä­ss Ziff. II Bst. a des BG vom 4. Okt. 1968, in Kraft seit 1. Jan. 1969 (AS 1969 111; BBl 1968 I 602).
5 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 19. Dez. 1963 (AS 1964 285; BBl 1963 II 517).
6 SR 830.1
7 Ein­ge­fügt durch Ziff. I des BG vom 24. Ju­ni 1977 (9. AHV- Re­vi­si­on) (AS 1978 391; BBl 1976 III 1). Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V der BVers vom 21. Ju­ni 2002, in Kraft seit 1. Jan. 2003 (AS 2002 3453; BBl 2002 803).

Art. 64 Kassenzugehörigkeit und Meldepflicht

1Den Ver­bands­aus­gleichs­kas­sen wer­den al­le Ar­beit­ge­ber und Selb­stän­di­g­er­wer­ben­den an­ge­schlos­sen, die ei­nem Grün­der­ver­band an­ge­hö­ren. Ar­beit­ge­ber oder Selb­stän­di­g­er­wer­ben­de, die so­wohl ei­nem Be­rufs­ver­band wie ei­nem zwi­schen­be­ruf­li­chen Ver­band an­ge­hö­ren, wer­den nach frei­er Wahl der Aus­gleichs­kas­se ei­nes der bei­den Ver­bän­de an­ge­schlos­sen.

2Den kan­to­na­len Aus­gleichs­kas­sen wer­den al­le Ar­beit­ge­ber und Selb­stän­di­g­er­wer­ben­den an­ge­schlos­sen, die kei­nem Grün­der­ver­band ei­ner Ver­bands­aus­gleichs­kas­se an­ge­hö­ren, fer­ner die Nich­t­er­werbs­tä­ti­gen und die ver­si­cher­ten Ar­beit­neh­mer nicht bei­trags­pflich­ti­ger Ar­beit­ge­ber.

2bisVer­si­cher­te, wel­che ih­re Er­werbs­tä­tig­keit vor Er­rei­chen des or­dent­li­chen Ren­ten­al­ters auf­ge­ben, blei­ben als Nich­t­er­werbs­tä­ti­ge der bis­her zu­stän­di­gen Aus­gleichs­kas­se an­ge­schlos­sen, so­fern sie zu die­sem Zeit­punkt ei­ne vom Bun­des­rat fest­ge­setz­te Al­ters­gren­ze er­reicht ha­ben. Der Bun­des­rat kann be­stim­men, dass nich­t­er­werbs­tä­ti­ge bei­trags­pflich­ti­ge Ehe­gat­ten die­ser Ver­si­cher­ten der­sel­ben Aus­gleichs­kas­se an­ge­hö­ren.2

3Die Kas­sen­zu­ge­hö­rig­keit ei­nes Ar­beit­ge­bers er­streckt sich auf al­le Ar­beit­neh­mer, für die er den Ar­beit­ge­ber­bei­trag zu leis­ten hat.

3bisDie nach Ar­ti­kel 1a Ab­satz 4 Buch­sta­be c ver­si­cher­ten Per­so­nen ge­hö­ren der glei­chen Aus­gleichs­kas­se an wie ihr Ehe­gat­te.3

4Der Bun­des­rat er­lässt die Vor­schrif­ten über die Kas­sen­zu­ge­hö­rig­keit von Ar­beit­ge­bern und Selbst­stän­di­g­er­wer­ben­den, die mehr als ei­nem Be­rufs­ver­band an­ge­hö­ren oder de­ren Tä­tig­keit sich auf mehr als einen Kan­ton er­streckt.4

5Ar­beit­ge­ber, Selb­stän­di­g­er­wer­ben­de, Nich­t­er­werbs­tä­ti­ge und ver­si­cher­te Ar­beit­neh­mer nicht bei­trags­pflich­ti­ger Ar­beit­ge­ber, die von kei­ner Aus­gleichs­kas­se er­fasst wur­den, ha­ben sich bei der kan­to­na­len Aus­gleichs­kas­se zu mel­den.5

6In Ab­wei­chung von Ar­ti­kel 35 ATSG6 ent­schei­det bei Strei­tig­kei­ten über die Kas­sen­zu­ge­hö­rig­keit das zu­stän­di­ge Bun­des­amt. Sein Ent­scheid kann von den be­tei­lig­ten Aus­gleichs­kas­sen und vom Be­trof­fe­nen in­nert 30 Ta­gen nach Er­halt der Mit­tei­lung über die Kas­sen­zu­ge­hö­rig­keit an­ge­ru­fen wer­den.7


1 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 30. Ju­ni 1972, in Kraft seit 1. Jan. 1973 (AS 1972 2483; BBl 1971 II 1057).
2 Ein­ge­fügt durch Ziff. I des BG vom 17. Ju­ni 2011 (Ver­bes­se­rung der Durch­füh­rung), in Kraft seit 1. Jan. 2012 (AS 2011 4745; BBl 2011 543).
3 Ein­ge­fügt durch Ziff. I des BG vom 23. Ju­ni 2000 (AS 2000 2677; BBl 1999 4983). Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V der BVers vom 21. Ju­ni 2002, in Kraft seit 1. Jan. 2003 (AS 2002 3453; BBl 2002 803).
4 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 17. Ju­ni 2011 (Ver­bes­se­rung der Durch­füh­rung), in Kraft seit 1. Jan. 2012 (AS 2011 4745; BBl 2011 543).
5 Ein­ge­fügt durch Ziff. I des BG vom 30. Ju­ni 1972, in Kraft seit 1. Jan. 1973 (AS 1972 2483; BBl 1971 II 1057).
6 SR 830.1
7 Ein­ge­fügt durch An­hang Ziff. 7 des BG vom 6. Okt. 2000 über den All­ge­mei­nen Teil des So­zi­al­ver­si­che­rungs­rechts, in Kraft seit 1. Jan. 2003 (AS 2002 3371; BBl 1991 II 185 910, 1994 V 921, 1999 4523).

Art. 64a Zuständigkeit zur Festsetzung und Auszahlung der Renten von Ehepaaren

Zu­stän­dig zur Fest­set­zung und Aus­zah­lung der Ren­ten von Ehe­paa­ren ist die Aus­gleichs­kas­se, wel­cher die Aus­zah­lung der Ren­te des Ehe­gat­ten ob­liegt, der das Ren­ten­al­ter zu­erst er­reicht hat; Ar­ti­kel 62 Ab­satz 2 bleibt vor­be­hal­ten. Der Bun­des­rat re­gelt das Ver­fah­ren.


1 Ein­ge­fügt durch Ziff. I des BG vom 7. Okt. 1994 (10. AHV-Re­vi­si­on), in Kraft seit 1. Jan. 1997 (AS 1996 2466; BBl 1990 II 1).

Art. 65 Zweigstellen

1Die Ver­bands­aus­gleichs­kas­sen kön­nen in ein­zel­nen Sprach­ge­bie­ten oder in Kan­to­nen, in de­nen sich ei­ne grös­se­re Zahl ih­nen an­ge­schlos­se­ner Ar­beit­ge­ber und Selb­stän­di­g­er­wer­ben­der be­fin­det, Zweig­stel­len er­rich­ten. So­fern in ei­nem Sprach­ge­biet oder ei­nem Kan­ton ei­ne grös­se­re An­zahl der Aus­gleichs­kas­se an­ge­schlos­se­ner Ar­beit­ge­ber und Selb­stän­di­g­er­wer­ben­der dies ver­langt, ist da­selbst ei­ne Zweig­stel­le zu er­rich­ten.

2Die kan­to­na­len Aus­gleichs­kas­sen un­ter­hal­ten in der Re­gel für je­de Ge­mein­de ei­ne Zweig­stel­le. Wo die Ver­hält­nis­se es recht­fer­ti­gen, kann für meh­re­re Ge­mein­den ei­ne ge­mein­sa­me Zweig­stel­le er­rich­tet wer­den.

3Die Kan­tons­re­gie­run­gen sind be­fugt, für das Per­so­nal der kan­to­na­len Ver­wal­tun­gen und Be­trie­be so­wie für die An­ge­stell­ten und Ar­bei­ter der Ge­mein­den Zweig­stel­len der kan­to­na­len Aus­gleichs­kas­se zu er­rich­ten.

Art. 66 Stellung der Kassen-, Revisions- und Kontrollorgane

11

2Der Kas­sen­lei­ter ei­ner Ver­bands­aus­gleichs­kas­se so­wie sein Stell­ver­tre­ter dür­fen in kei­nem Dienst­ver­hält­nis zu den Grün­der­ver­bän­den ste­hen.


1 Auf­ge­ho­ben durch An­hang Ziff. 7 des BG vom 6. Okt. 2000 über den All­ge­mei­nen Teil des So­zi­al­ver­si­che­rungs­rechts, mit Wir­kung seit 1. Jan. 2003 (AS 2002 3371; BBl 1991 II 185 910, 1994 V 921, 1999 4523).

Art. 67 Abrechnungs- und Zahlungsverkehr; Buchführung

Über den Ab­rech­nungs- und Zah­lungs­ver­kehr der Aus­gleichs­kas­sen mit den an­ge­schlos­se­nen Ar­beit­ge­bern, Selb­stän­di­g­er­wer­ben­den, Nich­t­er­werbs­tä­ti­gen und Ren­ten­be­zü­gern ei­ner­seits und mit der Zen­tra­len Aus­gleichs­stel­le an­der­seits so­wie über die Buch­füh­rung der Aus­gleichs­kas­sen er­lässt der Bun­des­rat die er­for­der­li­chen Vor­schrif­ten.

Art. 68 Kassenrevisionen und Arbeitgeberkontrollen

1Je­de Aus­gleichs­kas­se ein­sch­liess­lich ih­rer Zweig­stel­le ist pe­ri­odisch zu re­vi­die­ren. Die Re­vi­si­on hat sich auf die Buch­hal­tung und die Ge­schäfts­füh­rung zu er­stre­cken. Sie hat durch ei­ne den An­for­de­run­gen des Ab­sat­zes 3 ent­spre­chen­de Re­vi­si­ons­stel­le zu er­fol­gen. Die Kan­to­ne kön­nen die Re­vi­si­on ih­rer Aus­gleichs­kas­se ei­ner ge­eig­ne­ten kan­to­na­len Kon­troll­stel­le über­tra­gen. Der Bun­des­rat ist be­fugt, nö­ti­gen­falls er­gän­zen­de Re­vi­sio­nen vor­neh­men zu las­sen.

2Die der Aus­gleichs­kas­se an­ge­schlos­se­nen Ar­beit­ge­ber sind pe­ri­odisch auf die Ein­hal­tung der ge­setz­li­chen Be­stim­mun­gen hin zu kon­trol­lie­ren. Die Kon­trol­le hat durch ei­ne den An­for­de­run­gen des Ab­sat­zes 3 ent­spre­chen­de Re­vi­si­ons­stel­le oder durch ei­ne be­son­de­re Ab­tei­lung der Aus­gleichs­kas­se zu er­fol­gen. Wer­den die vor­ge­schrie­be­nen Ar­beit­ge­ber­kon­trol­len nicht oder nicht ord­nungs­ge­mä­ss durch­ge­führt, so ord­net der Bun­des­rat ih­re Vor­nah­me auf Kos­ten der be­tref­fen­den Aus­gleichs­kas­se an.

3Die ge­mä­ss den Ab­sät­zen 1 und 2 für die Durch­füh­rung der Kas­sen­re­vi­sio­nen und Ar­beit­ge­ber­kon­trol­len vor­ge­se­he­nen Re­vi­si­ons­stel­len dür­fen an der Kas­sen­füh­rung nicht be­tei­ligt sein und für die Grün­der­ver­bän­de kei­ne aus­ser­halb der Kas­sen­re­vi­sio­nen und der Ar­beit­ge­ber­kon­trol­len ste­hen­den Auf­trä­ge aus­füh­ren; sie müs­sen aus­sch­liess­lich der Re­vi­si­ons­tä­tig­keit ob­lie­gen und in je­der Be­zie­hung für ei­ne ein­wand­freie und sach­ge­mäs­se Durch­füh­rung der Re­vi­sio­nen und Kon­trol­len Ge­währ bie­ten.

4Der Bun­des­rat er­lässt die nä­he­ren Vor­schrif­ten über die Zu­las­sung von Re­vi­si­ons­stel­len so­wie über die Durch­füh­rung der Kas­sen­re­vi­sio­nen und Ar­beit­ge­ber­kon­trol­len.

Art. 69 Deckung der Verwaltungskosten

1Zur De­ckung ih­rer Ver­wal­tungs­kos­ten er­he­ben die Aus­gleichs­kas­sen von ih­ren Mit­glie­dern (Ar­beit­ge­bern, Selbst­stän­di­g­er­wer­ben­den, Ar­beit­neh­mern nicht bei­trags­pflich­ti­ger Ar­beit­ge­ber, Nich­t­er­werbs­tä­ti­gen und frei­wil­lig Ver­si­cher­ten nach Art. 2) be­son­de­re Bei­trä­ge, die nach der Leis­tungs­fä­hig­keit der Pflich­ti­gen ab­zu­stu­fen sind.1 Ar­ti­kel 15 fin­det An­wen­dung. Der Bun­des­rat ist be­fugt, die nö­ti­gen Mass­nah­men zu tref­fen, um zu ver­hin­dern, dass die An­sät­ze für die Ver­wal­tungs­kos­ten­bei­trä­ge bei den ein­zel­nen Aus­gleichs­kas­sen all­zu sehr von­ein­an­der ab­wei­chen.

2Den Aus­gleichs­kas­sen kön­nen an ih­re Ver­wal­tungs­kos­ten Zu­schüs­se aus dem AHV-Aus­gleichs­fonds ge­währt wer­den, de­ren Hö­he un­ter an­ge­mes­se­ner Be­rück­sich­ti­gung der Struk­tur und des Auf­ga­ben­be­rei­ches der ein­zel­nen Kas­se vom Bun­des­rat zu be­stim­men ist.

2bisFür die Durch­füh­rung des ver­ein­fach­ten Ab­rech­nungs­ver­fah­rens nach den Ar­ti­keln 2 und 3 des Bun­des­ge­set­zes vom 17. Ju­ni 20052 ge­gen die Schwarz­ar­beit wer­den den Aus­gleichs­kas­sen Ent­schä­di­gun­gen aus dem AHV-Aus­gleichs­fonds ge­währt, de­ren Hö­he vom Bun­des­rat fest­ge­setzt wird.3

3Die Ver­wal­tungs­kos­ten­bei­trä­ge ge­mä­ss Ab­satz 1 und die Zu­schüs­se ge­mä­ss Ab­satz 2 sind aus­sch­liess­lich zur De­ckung der Ver­wal­tungs­kos­ten der Aus­gleichs­kas­sen und ih­rer Zweig­stel­len so­wie zur De­ckung der Re­vi­si­ons- und Kon­troll­kos­ten zu ver­wen­den. Die Aus­gleichs­kas­sen ha­ben dar­über be­son­ders Buch zu füh­ren.

4Über die De­ckung der Ver­wal­tungs­kos­ten pa­ri­tä­ti­scher Ver­bands­aus­gleichs­kas­sen kön­nen die Grün­der­ver­bän­de be­son­de­re Ver­ein­ba­run­gen tref­fen, die im Kas­sen­re­gle­ment nie­der­zu­le­gen sind.


1 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 17. Ju­ni 2011 (Ver­bes­se­rung der Durch­füh­rung), in Kraft seit 1. Jan. 2012 (AS 2011 4745; BBl 2011 543).
2 SR 822.41
3 Ein­ge­fügt durch An­hang Ziff. 6 des BG vom 17. Ju­ni 2005 ge­gen die Schwarz­ar­beit, in Kraft seit 1. Jan. 2008 (AS 2007 359; BBl 2002 3605).

Art. 70 Haftung für Schäden

1Die Grün­der­ver­bän­de, der Bund und die Kan­to­ne haf­ten der Al­ters- und Hin­ter­las­se­nen­ver­si­che­rung für Schä­den, die von ih­ren Kas­sen­or­ga­nen oder ein­zel­nen Kas­sen­funk­tio­nären durch straf­ba­re Hand­lun­gen oder durch ab­sicht­li­che oder grob fahr­läs­si­ge Miss­ach­tung von Vor­schrif­ten zu­ge­fügt wur­den. Er­satz­for­de­run­gen wer­den vom zu­stän­di­gen Bun­des­amt durch Ver­fü­gung gel­tend ge­macht. Das Ver­fah­ren wird durch das Ver­wal­tungs­ver­fah­rens­ge­setz vom 20. De­zem­ber 19682 ge­re­gelt.

2Er­satz­for­de­run­gen von Ver­si­cher­ten und Drit­ten nach Ar­ti­kel 78 ATSG3 sind bei der zu­stän­di­gen Aus­gleichs­kas­se gel­tend zu ma­chen; die­se ent­schei­det dar­über durch Ver­fü­gung.

3Die Scha­den­er­satz­for­de­rung er­lischt:

a.
im Fal­le von Ab­satz 1, wenn das zu­stän­di­ge Bun­des­amt nicht in­nert ei­nes Jah­res nach Kennt­nis des Scha­dens ei­ne Ver­fü­gung er­lässt, auf al­le Fäl­le zehn Jah­re nach der schä­di­gen­den Hand­lung;
b.
im Fal­le von Ab­satz 2, wenn der Ge­schä­dig­te sein Be­geh­ren nicht in­nert ei­nes Jah­res nach Kennt­nis des Scha­dens ein­reicht, auf al­le Fäl­le zehn Jah­re nach der schä­di­gen­den Hand­lung.

4Schä­den, für wel­che die Grün­der­ver­bän­de ei­ner Ver­bands­aus­gleichs­kas­se haf­ten, sind aus der ge­leis­te­ten Si­cher­heit zu de­cken. Die Si­cher­heit ist nö­ti­gen­falls in­ner­halb von drei Mo­na­ten auf den vor­ge­schrie­be­nen Be­trag zu er­gän­zen. So­weit der Scha­den die ge­leis­te­te Si­cher­heit über­steigt, haf­ten die Grün­der­ver­bän­de der Aus­gleichs­kas­se so­li­da­risch.

5Schä­den, für wel­che die Kan­to­ne haf­ten, kön­nen mit Bun­des­bei­trä­gen ver­rech­net wer­den.


1 Fas­sung ge­mä­ss An­hang Ziff. 7 des BG vom 6. Okt. 2000 über den All­ge­mei­nen Teil des So­zi­al­ver­si­che­rungs­rechts, in Kraft seit 1. Jan. 2003 (AS 2002 3371; BBl 1991 II 185 910, 1994 V 921, 1999 4523).
2 SR 172.021
3 SR 830.1

D. Die Zentrale Ausgleichsstelle

Art. 71 Errichtung und Aufgaben

1Der Bun­des­rat er­rich­tet im Rah­men der Bun­des­ver­wal­tung ei­ne Zen­tra­le Aus­gleichs­stel­le.

1bisDie Zen­tra­le Aus­gleichs­stel­le ist für die Rech­nungs­füh­rung der So­zi­al­ver­si­che­run­gen Al­ters- und Hin­ter­las­se­nen­ver­si­che­rung, In­va­li­den­ver­si­che­rung und Er­w­erb­ser­satz­ord­nung ver­ant­wort­lich. Sie führt die Rech­nun­gen der drei So­zi­al­ver­si­che­run­gen ge­trennt und er­stellt jähr­li­che so­wie mo­nat­li­che Bi­lan­zen und Er­folgs­rech­nun­gen.1

2Die Zen­tra­le Aus­gleichs­stel­le rech­net pe­ri­odisch mit den Aus­gleichs­kas­sen über die ver­ein­nahm­ten Bei­trä­ge und die aus­be­zahl­ten Ren­ten und Hilflo­sen­ent­schä­di­gun­gen2 ab. Sie über­wacht den Ab­rech­nungs­ver­kehr und kann zu die­sem Zweck bei den Aus­gleichs­kas­sen die Ab­rech­nun­gen an Ort und Stel­le prü­fen oder Be­le­ge ein­ver­lan­gen.

3Die Zen­tra­le Aus­gleichs­stel­le sorgt da­für, dass die sich aus den Ab­rech­nun­gen er­ge­ben­den Sal­di von den Aus­gleichs­kas­sen dem AHV-Aus­gleichs­fonds über­wie­sen bzw. aus die­sem den Aus­gleichs­kas­sen ver­gü­tet wer­den. Zu die­sem Zweck so­wie zur Ge­wäh­rung von Vor­schüs­sen an die Aus­gleichs­kas­sen ist sie be­fugt, di­rekt An­wei­sun­gen auf den AHV-Aus­gleichs­fonds aus­zu­stel­len.

4Die Zen­tra­le Aus­gleichs­stel­le führt:

a.3
ein zen­tra­les Ver­si­cher­ten­re­gis­ter, worin die den Ver­si­cher­ten zu­ge­wie­se­nen Ver­si­cher­ten­num­mern und die Aus­gleichs­kas­sen, die für ei­ne ver­si­cher­te Per­son ein in­di­vi­du­el­les Kon­to füh­ren, er­fasst sind;
b.
ein zen­tra­les Re­gis­ter der lau­fen­den Leis­tun­gen, worin die Geld­leis­tun­gen er­fasst sind und das da­zu dient, un­ge­recht­fer­tig­te Zah­lun­gen zu ver­mei­den, die An­pas­sung der Leis­tun­gen zu er­leich­tern und den Aus­gleichs­kas­sen To­des­fäl­le zu mel­den.4

5Die Zen­tra­le Aus­gleichs­stel­le sorgt da­für, dass bei Ein­tritt ei­nes Ren­ten­fal­les al­le in­di­vi­du­el­len Kon­ten der ver­si­cher­ten Per­son be­rück­sich­tigt wer­den.5


1 Ein­ge­fügt durch An­hang Ziff. II 4 des Aus­gleichs­fonds­ge­set­zes vom 16. Ju­ni 2017, in Kraft seit 1. Jan. 2019 (AS 2017 7563; BBl 2016 311).
2 Aus­druck ge­mä­ss Ziff. II Bst. b des BG vom 4. Okt. 1968, in Kraft seit 1. Jan. 1969 (AS 1969 111; BBl 1968 I 602).
3 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 23. Ju­ni 2006 (Neue AHV-Ver­si­cher­ten­num­mer), in Kraft seit 1. Dez. 2007 (AS 2007 5259; BBl 2006 501).
4 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 23. Ju­ni 2000, in Kraft seit 1. Jan. 2001 (AS 2000 2749; BBl 2000 255).
5 Ein­ge­fügt durch Ziff. I des BG vom 23. Ju­ni 2000, in Kraft seit 1. Jan. 2001 (AS 2000 2749; BBl 2000 255).

Art. 71a Haftung

Für die Haf­tung gilt Ar­ti­kel 70 Ab­sät­ze 1-3 sinn­ge­mä­ss.


1 Ein­ge­fügt durch An­hang Ziff. 7 des BG vom 6. Okt. 2000 über den All­ge­mei­nen Teil des So­zi­al­ver­si­che­rungs­rechts, in Kraft seit 1. Jan. 2003 (AS 2002 3371; BBl 1991 II 185 910, 1994 V 921, 1999 4523).

E. Die Aufsicht des Bundes

Art. 72 Aufsichtsbehörde

1Zwecks Wahr­neh­mung sei­ner Auf­sichts­funk­ti­on nach Ar­ti­kel 76 ATSG1 kann der Bun­des­rat das zu­stän­di­ge Bun­des­amt be­auf­tra­gen, den mit der Durch­füh­rung der Ver­si­che­rung be­trau­ten Stel­len für den ein­heit­li­chen Voll­zug Wei­sun­gen zu er­tei­len. Fer­ner kann er das Bun­des­amt er­mäch­ti­gen, ver­bind­li­che Ta­bel­len zur Be­rech­nung von Bei­trä­gen und Leis­tun­gen auf­zu­stel­len.2

2Kas­sen­funk­tio­näre, die ih­re Ob­lie­gen­hei­ten nicht ord­nungs­ge­mä­ss er­fül­len, sind in Fäl­len schwe­rer Pflicht­ver­let­zung auf Ver­lan­gen des Bun­des­ra­tes von den Kan­to­nen bzw. vom Kas­sen­vor­stand ih­rer Stel­lung zu ent­he­ben.

3In Fäl­len wie­der­hol­ter schwe­rer Miss­ach­tung der ge­setz­li­chen Vor­schrif­ten durch ei­ne Aus­gleichs­kas­se kann der Bun­des­rat de­ren kom­missa­ri­sche Ver­wal­tung an­ord­nen. Vor­be­hal­ten bleibt die Auf­lö­sung ei­ner Ver­bands­aus­gleichs­kas­se ge­mä­ss Ar­ti­kel 60.

4Die Aus­gleichs­kas­sen ha­ben dem Bun­des­rat pe­ri­odisch in ein­heit­li­cher, von ihm vor­ge­schrie­be­ner Form über ih­re Ge­schäfts­füh­rung Be­richt zu er­stat­ten. Die Re­vi­si­ons- und Kon­troll­stel­len ha­ben dem Bun­des­rat nach des­sen Wei­sun­gen über die von ih­nen ge­mä­ss Ar­ti­kel 68 vor­ge­nom­me­nen Kas­sen­re­vi­sio­nen und Ar­beit­ge­ber­kon­trol­len Be­richt zu er­stat­ten. Der Bun­des­rat ver­an­lasst die Be­he­bung fest­ge­stell­ter Män­gel.

5Die Durch­füh­rungs­or­ga­ne stel­len dem Bun­des­rat jähr­lich die er­for­der­li­chen sta­tis­ti­schen An­ga­ben zur Ver­fü­gung.3


1 SR 830.1
2 Fas­sung ge­mä­ss An­hang Ziff. 7 des BG vom 6. Okt. 2000 über den All­ge­mei­nen Teil des So­zi­al­ver­si­che­rungs­rechts, in Kraft seit 1. Jan. 2003 (AS 2002 3371; BBl 1991 II 185 910, 1994 V 921, 1999 4523).
3 Ein­ge­fügt durch Ziff. I des BG vom 24. Ju­ni 1977 (9. AHV-Re­vi­si­on), in Kraft seit 1. Jan. 1979 (AS 1978 391; BBl 1976 III 1).

Art. 73 Eidgenössische Kommission für die Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung

1Der Bun­des­rat er­nennt ei­ne Eid­ge­nös­si­sche Kom­mis­si­on für die Al­ters-, Hin­ter­las­se­nen- und In­va­li­den­ver­si­che­rung2, in wel­cher die Ver­si­cher­ten, die schwei­ze­ri­schen Wirt­schafts­ver­bän­de, die …3 Ver­si­che­rungs­ein­rich­tun­gen, der Bund und die Kan­to­ne an­ge­mes­sen ver­tre­ten sein müs­sen. Die Kom­mis­si­on kann zur Be­hand­lung be­son­de­rer Ge­schäf­te Aus­schüs­se bil­den.

2Der Kom­mis­si­on ob­liegt aus­ser den in die­sem Ge­setz aus­drück­lich ge­nann­ten Auf­ga­ben die Be­gut­ach­tung von Fra­gen über die Durch­füh­rung und Wei­ter­ent­wick­lung der Al­ters- und Hin­ter­las­se­nen­ver­si­che­rung zu­han­den des Bun­des­ra­tes. Der Bun­des­rat kann ihr wei­te­re Auf­ga­ben über­tra­gen. Sie hat das Recht, dem Bun­des­rat von sich aus An­re­gun­gen zu un­ter­brei­ten.4


1 Be­zeich­nung ge­mä­ss Ziff. II Bst. a des BG vom 4. Okt. 1968, in Kraft seit 1. Jan. 1969 (AS 1969 111; BBl 1968 I 602).
2 Be­zeich­nung ge­mä­ss Ziff. II Bst. a des BG vom 4. Okt. 1968, in Kraft seit 1. Jan. 1969 (AS 1969 111; BBl 1968 I 602).
3 Wort ge­stri­chen durch An­hang Ziff. 5 des BG vom 25. Ju­ni 1982 über die be­ruf­li­che Al­ters-, Hin­ter­las­se­nen- und In­va­li­den­vor­sor­ge, mit Wir­kung seit 1. Jan. 1985 (AS 1983 797 827; BBl 1976 I 149).
4 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 4. Okt. 1968, in Kraft seit 1. Jan. 1969 (AS 1969 111; BBl 1968 I 602).

Fünfter Abschnitt: …

Art. 74-83


1 Auf­ge­ho­ben durch An­hang Ziff. 5 des BG vom 25. Ju­ni 1982 über die be­ruf­li­che Al­ters-, Hin­ter­las­se­nen- und In­va­li­den­vor­sor­ge, mit Wir­kung seit 1. Jan. 1985 (AS 1983 797 827; BBl 1976 I 149).

Sechster Abschnitt: Die Rechtspflege

Art. 84 Besondere Zuständigkeit

Über Be­schwer­den ge­gen Ver­fü­gun­gen und Ein­spra­cheent­schei­de kan­to­na­ler Aus­gleichs­kas­sen ent­schei­det in Ab­wei­chung von Ar­ti­kel 58 Ab­satz 1 ATSG2 das Ver­si­che­rungs­ge­richt am Ort der Aus­gleichs­kas­se.


1 Fas­sung ge­mä­ss An­hang Ziff. 7 des BG vom 6. Okt. 2000 über den All­ge­mei­nen Teil des So­zi­al­ver­si­che­rungs­rechts, in Kraft seit 1. Jan. 2003 (AS 2002 3371; BBl 1991 II 185 910, 1994 V 921, 1999 4523).
2 SR 830.1

Art. 85


1 Auf­ge­ho­ben durch An­hang Ziff. 7 des BG vom 6. Okt. 2000 über den All­ge­mei­nen Teil des So­zi­al­ver­si­che­rungs­rechts, mit Wir­kung seit 1. Jan. 2003 (AS 2002 3371; BBl 1991 II 185 910, 1994 V 921, 1999 4523).

Art. 85bis Eidgenössische Rekursbehörde

1Über Be­schwer­den von Per­so­nen im Aus­land ent­schei­det in Ab­wei­chung von Ar­ti­kel 58 Ab­satz 2 ATSG2 das Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt. Der Bun­des­rat kann vor­se­hen, dass die­se Zu­stän­dig­keit dem Ver­si­che­rungs­ge­richt des Kan­tons zu­ge­wie­sen wird, in wel­chem der Ar­beit­ge­ber des Ver­si­cher­ten sei­nen Wohn­sitz oder Sitz hat.3

2Das Ver­fah­ren ist für die Par­tei­en kos­ten­los. Ei­ner Par­tei, die sich mut­wil­lig oder leicht­sin­nig ver­hält, kön­nen je­doch Kos­ten auf­er­legt wer­den.4

3Er­gibt die Vor­prü­fung vor oder nach ei­nem Schrif­ten­wech­sel, dass die Be­schwer­de an das Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt un­zu­läs­sig oder of­fen­sicht­lich un­be­grün­det ist, so kann ein Ein­zel­rich­ter mit sum­ma­ri­scher Be­grün­dung auf Nicht­ein­tre­ten oder Ab­wei­sung er­ken­nen.5


1 Ein­ge­fügt durch Ziff. I des BG vom 24. Ju­ni 1977 (9. AHV-Re­vi­si­on), in Kraft seit 1. Mai 1978 (AS 1978 391; BBl 1976 III 1).
2 SR 830.1
3 Fas­sung ge­mä­ss An­hang Ziff. 107 des Ver­wal­tungs­ge­richts­ge­set­zes vom 17. Ju­ni 2005, in Kraft seit 1. Jan. 2007 (AS 2006 2197 1069; BBl 2001 4202).
4 Auf­ge­ho­ben durch An­hang Ziff. 7 des BG vom 6. Okt. 2000 über den All­ge­mei­nen Teil des So­zi­al­ver­si­che­rungs­rechts (AS 2002 3371; BBl 1991 II 185 910, 1994 V 921, 1999 4523). Fas­sung ge­mä­ss An­hang Ziff. 107 des Ver­wal­tungs­ge­richts­ge­set­zes vom 17. Ju­ni 2005, in Kraft seit 1. Jan. 2007 (AS 2006 2197 1069; BBl 2001 4202).
5 Fas­sung ge­mä­ss An­hang Ziff. 107 des Ver­wal­tungs­ge­richts­ge­set­zes vom 17. Ju­ni 2005, in Kraft seit 1. Jan. 2007 (AS 2006 2197 1069; BBl 2001 4202).

Art. 86


1 Auf­ge­ho­ben durch An­hang Ziff. 107 des Ver­wal­tungs­ge­richts­ge­set­zes vom 17. Ju­ni 2005, mit Wir­kung seit 1. Jan. 2007 (AS 2006 2197 1069; BBl 2001 4202).

Siebenter Abschnitt: Strafbestimmungen des ersten Teiles

Art. 87 Vergehen

Wer durch un­wah­re oder un­voll­stän­di­ge An­ga­ben oder in an­de­rer Wei­se für sich oder einen an­de­ren ei­ne Leis­tung auf Grund die­ses Ge­set­zes er­wirkt, die ihm nicht zu­kommt,

wer sich durch un­wah­re oder un­voll­stän­di­ge An­ga­ben oder in an­de­rer Wei­se der Bei­trags­pflicht ganz oder teil­wei­se ent­zieht,

wer es als Ar­beit­ge­ber un­ter­lässt, sich ei­ner Aus­gleichs­kas­se an­zu­sch­lies­sen und die bei­trags­pflich­ti­gen Löh­ne sei­ner Ar­beit­neh­mer in­nert der Frist ab­zu­rech­nen, die der Bun­des­rat ge­stützt auf Ar­ti­kel 14 be­stimmt,1

wer als Ar­beit­ge­ber ei­nem Ar­beit­neh­mer um die Bei­trä­ge ge­kürz­te Löh­ne aus­rich­tet und, an­statt die der Aus­gleichs­kas­se ge­schul­de­ten Ar­beit­neh­mer­bei­trä­ge zu be­zah­len, die Bei­trä­ge sel­ber ver­braucht oder da­mit an­de­re For­de­run­gen be­gleicht,2

wer die Schwei­ge­pflicht ver­letzt oder bei der Durch­füh­rung die­ses Ge­set­zes sei­ne Stel­lung als Or­gan oder Funk­tio­när zum Nach­teil Drit­ter oder zum ei­ge­nen Vor­teil miss­braucht,

wer die ihm ob­lie­gen­de Mel­de­pflicht (Art. 31 Abs. 1 ATSG3) ver­letzt,4

wer als Re­vi­sor oder Re­vi­si­ons­ge­hil­fe die ihm bei der Durch­füh­rung ei­ner Re­vi­si­on bzw. Kon­trol­le oder bei Ab­fas­sung oder Er­stat­tung des Re­vi­si­ons- bzw. Kon­troll­be­rich­tes ob­lie­gen­den Pflich­ten in gro­ber Wei­se ver­letzt,

wer die Ver­si­cher­ten­num­mer sys­te­ma­tisch ver­wen­det, oh­ne hie­für be­rech­tigt zu sein,5

wird, so­fern nicht ein mit ei­ner hö­he­ren Stra­fe be­droh­tes Ver­bre­chen oder Ver­ge­hen des Straf­ge­setz­bu­ches6 vor­liegt, mit Geld­stra­fe bis zu 180 Ta­ges­sät­zen be­straft.7


1 Ein­ge­fügt durch Ziff. II 1 des BG vom 17. März 2017, in Kraft seit 1. Jan. 2018 (AS 2017 5521; BBl 2016 157).
2 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 17. Ju­ni 2011 (Ver­bes­se­rung der Durch­füh­rung), in Kraft seit 1. Jan. 2012 (AS 2011 4745; BBl 2011 543).
3 SR 830.1
4 Ein­ge­fügt durch An­hang Ziff. 3 des BG vom 6. Okt. 2006 (5. IV-Re­vi­si­on), in Kraft seit 1. Jan. 2008 (AS 2007 5129; BBl 2005 4459).
5 Ein­ge­fügt durch Ziff. I des BG vom 23. Ju­ni 2006 (Neue AHV-Ver­si­cher­ten­num­mer), in Kraft seit 1. Dez. 2007 (AS 2007 5259; BBl 2006 501).
6 SR 311.0
7 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 23. Ju­ni 2006 (Neue AHV-Ver­si­cher­ten­num­mer), in Kraft seit 1. Dez. 2007 (AS 2007 5259; BBl 2006 501).

Art. 88 Übertretungen

Wer die Aus­kunfts­pflicht ver­letzt, in­dem er wis­sent­lich un­wah­re Aus­kunft er­teilt oder die Aus­kunft ver­wei­gert,

wer sich ei­ner von der zu­stän­di­gen Stel­le an­ge­ord­ne­ten Kon­trol­le wi­der­setzt oder die­se auf an­de­re Wei­se ver­un­mög­licht,

wer die vor­ge­schrie­be­nen For­mu­la­re nicht oder nicht wahr­heits­ge­treu aus­füllt,

wer bei der sys­te­ma­ti­schen Ver­wen­dung der Ver­si­cher­ten­num­mer kei­ne Mass­nah­men im Sin­ne von Ar­ti­kel 50g Ab­satz 2 Buch­sta­be a trifft,2

wird, so­fern nicht ein Tat­be­stand von Ar­ti­kel 87 er­füllt ist, mit Bus­se be­straft.3


1 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 7. Okt. 1994 (10. AHV-Re­vi­si­on), in Kraft seit 1. Jan. 1997 (AS 1996 2466; BBl 1990 II 1).
2 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 23. Ju­ni 2006 (Neue AHV-Ver­si­cher­ten­num­mer), in Kraft seit 1. Dez. 2007 (AS 2007 5259; BBl 2006 501).
3 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 23. Ju­ni 2006 (Neue AHV-Ver­si­cher­ten­num­mer), in Kraft seit 1. Dez. 2007 (AS 2007 5259; BBl 2006 501).

Art. 89 Widerhandlungen in Geschäftsbetrieben

1Wird die Wi­der­hand­lung im Ge­schäfts­be­trieb ei­ner ju­ris­ti­schen Per­son, ei­ner Per­so­nen­ge­sell­schaft oder ei­ner Ein­zel­fir­ma be­gan­gen, so fin­den die Straf­be­stim­mun­gen ge­mä­ss den Ar­ti­keln 87 und 88 auf die Per­so­nen An­wen­dung, wel­che für sie ge­han­delt ha­ben oder hät­ten han­deln sol­len, je­doch in der Re­gel un­ter so­li­da­ri­scher Haf­tung der ju­ris­ti­schen Per­son, der Per­so­nen­ge­sell­schaft oder des In­ha­bers der Ein­zel­fir­ma für Bus­se und Kos­ten.

2Ab­satz 1 fin­det auch An­wen­dung auf Wi­der­hand­lun­gen, die im Be­trie­be ei­ner Kör­per­schaft oder An­stalt des öf­fent­li­chen Rechts be­gan­gen wer­den.

Art. 90 Zustellung von Urteilen und Einstellungsverfügungen

Die Ur­tei­le so­wie die Ein­stel­lungs­ver­fü­gun­gen sind in voll­stän­di­ger Aus­füh­rung un­ver­züg­lich der Aus­gleichs­kas­se zu­zu­stel­len, wel­che die straf­ba­re Hand­lung an­ge­zeigt hat.


1 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 17. Ju­ni 2011 (Ver­bes­se­rung der Durch­füh­rung), in Kraft seit 1. Jan. 2012 (AS 2011 4745; BBl 2011 543).

Art. 91 Ordnungsbussen

1Wer Ord­nungs- und Kon­troll­vor­schrif­ten ver­letzt, oh­ne dass die Ver­let­zung ge­mä­ss Ar­ti­kel 87 oder 88 un­ter Stra­fe ge­stellt ist, wird von der Aus­gleichs­kas­se nach vor­aus­ge­gan­ge­ner Mah­nung mit ei­ner Ord­nungs­bus­se bis zu 1000 Fran­ken be­legt. Im Wie­der­ho­lungs­fall in­nert zwei­er Jah­re kann ei­ne Ord­nungs­bus­se bis zu 5000 Fran­ken aus­ge­spro­chen wer­den.2

2Die Bus­sen­ver­fü­gung ist zu be­grün­den. Sie kann mit Be­schwer­de an­ge­foch­ten wer­den.


1 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 30. Ju­ni 1972, in Kraft seit 1. Jan. 1973 (AS 1972 2483; BBl 1971 II 1057).
2 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 7. Okt. 1994 (10. AHV-Re­vi­si­on), in Kraft seit 1. Jan. 1997 (AS 1996 2466; BBl 1990 II 1).

Achter Abschnitt: Verschiedene Bestimmungen

Art. 92


1 Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I des BG vom 23. Ju­ni 2000, mit Wir­kung seit 1. Jan. 2001 (AS 2000 2677; BBl 1999 4983).

Art. 92a


1 Ein­ge­fügt durch Ziff. I des BG vom 7. Okt. 1994 (10. AHV-Re­vi­si­on) (AS 1996 2466; BBl 1990 II 1). Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I des BG vom 23. Ju­ni 2006 (Neue AHV-Ver­si­cher­ten­num­mer), mit Wir­kung seit 1. Dez. 2007 (AS 2007 5259; BBl 2006 501).

Art. 93 Meldungen an die Arbeitslosenversicherung

Die Zen­tra­le Aus­gleich­stel­le gleicht die ihr ge­mel­de­ten Tag­geld­be­zü­ge der Ar­beits­lo­sen­ver­si­che­rung mit den ihr von den Aus­gleichs­kas­sen ge­mel­de­ten Ein­trä­gen in den in­di­vi­du­el­len Kon­ten ab. Stellt sie da­bei fest, dass ei­ne Per­son, die ein Tag­geld der Ar­beits­lo­sen­ver­si­che­rung be­zo­gen hat, für die glei­che Pe­ri­ode ein Ein­kom­men aus Er­werbs­tä­tig­keit er­zielt hat, so mel­det sie dies von Am­tes we­gen der zu­stän­di­gen Stel­le der Ar­beits­lo­sen­ver­si­che­rung zur wei­te­ren Ab­klä­rung.


1 Auf­ge­ho­ben durch An­hang Ziff. 7 des BG vom 6. Okt. 2000 über den All­ge­mei­nen Teil des So­zi­al­ver­si­che­rungs­rechts (AS 2002 3371; BBl 1991 II 185 910, 1994 V 921, 1999 4523). Fas­sung ge­mä­ss An­hang Ziff. 6 des BG vom 17. Ju­ni 2005 ge­gen die Schwarz­ar­beit, in Kraft seit 1. Jan. 2008 (AS 2007 359; BBl 2002 3605).

Art. 93bis Meldungen an das Staatssekretariat für Migration

1Die Zen­tra­le Aus­gleich­stel­le gleicht die ihr vom Staats­se­kre­ta­ri­at für Mi­gra­ti­on (SEM) über­mit­tel­ten Ver­si­cher­ten­num­mern von Per­so­nen aus dem Asyl- und Aus­län­der­be­reich, für wel­che die Kan­to­ne Pau­scha­l­ab­gel­tun­gen er­hal­ten, pe­ri­odisch mit den ihr von den Aus­gleichs­kas­sen ge­mel­de­ten Ein­trä­gen in den in­di­vi­du­el­len Kon­ten ab.

2Stellt sie da­bei fest, dass ei­ne ge­mel­de­te Per­son ein Ein­kom­men aus ei­ner Er­werbs­tä­tig­keit er­zielt hat, so mel­det sie dies von Am­tes we­gen dem SEM zur Über­prü­fung der aus­ge­rich­te­ten Pau­scha­l­ab­gel­tun­gen und der kor­rek­ten Ab­rech­nung der Son­der­ab­ga­be.

3Der Bund zahlt einen Pau­schal­bei­trag zur an­teils­mäs­si­gen Ab­gel­tung der Auf­wen­dun­gen, die der Zen­tra­len Aus­gleich­stel­le und den Aus­gleichs­kas­sen aus dem Da­ten­ab­gleich, der Da­ten­über­mitt­lung und der Da­ten­pfle­ge ent­stan­den sind.


1 Ein­ge­fügt durch An­hang Ziff. 3 des BG vom 25. Sept. 2015, in Kraft seit 1. Okt. 2016 (AS 2016 3101; BBl 2014 7991).

Art. 94


1 Auf­ge­ho­ben durch An­hang Ziff. 7 des BG vom 6. Okt. 2000 über den All­ge­mei­nen Teil des So­zi­al­ver­si­che­rungs­rechts, mit Wir­kung seit 1. Jan. 2003 (AS 2002 3371; BBl 1991 II 185 910, 1994 V 921, 1999 4523).

Art. 95 Kostenübernahme und Posttaxen

1Der AHV-Aus­gleichs­fonds ver­gü­tet dem Bund die Kos­ten:

a.
der Ver­wal­tung des AHV-Aus­gleichs­fonds;
b.
der Zen­tra­len Aus­gleichs­stel­le; so­wie
c.
der in Ar­ti­kel 62 Ab­satz 2 ge­nann­ten Aus­gleichs­kas­se für die Durch­füh­rung der Al­ters- und Hin­ter­las­se­nen­ver­si­che­rung. Die Kos­ten für die Durch­füh­rung der frei­wil­li­gen Ver­si­che­rung wer­den nur bis zu demje­ni­gen Be­trag ver­gü­tet, wel­cher durch die Ver­wal­tungs­kos­ten­bei­trä­ge nicht ge­deckt ist.23

1bisDer AHV-Aus­gleichs­fonds ver­gü­tet dem Bund über­dies die wei­te­ren Kos­ten, die ihm aus der Wahr­neh­mung der Auf­sicht, der Durch­füh­rung der Al­ters- und Hin­ter­las­se­nen­ver­si­che­rung und ei­ner all­ge­mei­nen In­for­ma­ti­on der Ver­si­cher­ten über die Bei­trä­ge und Leis­tun­gen der Ver­si­che­rung er­wach­sen.4 Der Bun­des­rat legt nach An­hö­rung des Ver­wal­tungs­ra­tes des AHV-Aus­gleichs­fonds den Be­trag fest, der für die In­for­ma­ti­on der Ver­si­cher­ten ver­wen­det wer­den darf.56

1terDer AHV-Aus­gleichs­fonds über­nimmt zu­dem die Kos­ten des Bun­des für wis­sen­schaft­li­che Aus­wer­tun­gen, die die­ser im Zu­sam­men­hang mit der Um­set­zung und der Über­prü­fung der Wirk­sam­keit die­ses Ge­set­zes er­stellt oder er­stel­len lässt, um die Durch­füh­rung der Ver­si­che­rung zu ver­bes­sern.7

1qua­terDer AHV-Aus­gleichs­fonds über­nimmt auf Er­su­chen des zu­stän­di­gen Bun­des­am­tes die Kos­ten für die Ent­wick­lung von kas­sen­über­grei­fen­den In­for­ma­ti­kan­wen­dun­gen, die so­wohl für die Aus­gleichs­kas­sen als auch für die Ver­si­cher­ten und die Ar­beit­ge­ber Er­leich­te­run­gen brin­gen.8

2Der AHV-Aus­gleichs­fonds über­nimmt die Post­ta­xen, die sich aus der Durch­füh­rung der Al­ters- und Hin­ter­las­se­nen­ver­si­che­rung er­ge­ben.9 Sie wer­den der Post pau­schal ver­gü­tet. Der Bun­des­rat er­lässt Vor­schrif­ten über den Um­fang der Pau­schal­fran­ka­tur.

3Die Kos­ten, die der Zen­tra­len Aus­gleichs­stel­le bei der Durch­füh­rung des Bun­des­ge­set­zes vom 20. Ju­ni 195210 über die Fa­mi­li­en­zu­la­gen in der Land­wirt­schaft er­wach­sen, so­wie die Auf­wen­dun­gen für die Pau­schal­fran­ka­tur wer­den nach Mass­ga­be der Ar­ti­kel 18 Ab­satz 4 und 19 des ge­nann­ten Ge­set­zes ge­deckt.11


1 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 30. Sept. 1953, in Kraft seit 1. Jan. 1954 (AS 1954 211; BBl 1953 II 81).
2 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 7. Okt. 1994 (10. AHV-Re­vi­si­on), in Kraft seit 1. Jan. 1997 (AS 1996 2466; BBl 1990 II 1).
3 Satz ein­ge­fügt durch Ziff. I des BG vom 23. Ju­ni 2000, in Kraft seit 1. Jan. 2001 (AS 2000 2677; BBl 1999 4983).
4 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I 11 des BG vom 17. März 2017 über das Sta­bi­li­sie­rungs­pro­gramm 2017-2019, in Kraft seit 1. Jan. 2018 (AS 2017 5205; BBl 2016 4691).
5 Deut­sche Fas­sung von der Re­dak­ti­ons­kom­mis­si­on der BVers be­rich­tigt (Art. 58 Abs. 1 ParlG - SR 171.10).
6 Ein­ge­fügt durch Ziff. I des BG vom 7. Okt. 1994 (10. AHV-Re­vi­si­on), in Kraft seit 1. Jan. 1997 (AS 1996 2466; BBl 1990 II 1).
7 Ein­ge­fügt durch Ziff. I des BG vom 17. Ju­ni 2011 (Ver­bes­se­rung der Durch­füh­rung), in Kraft seit 1. Jan. 2012 (AS 2011 4745; BBl 2011 543).
8 Ein­ge­fügt durch Ziff. I des BG vom 17. Ju­ni 2011 (Ver­bes­se­rung der Durch­füh­rung), in Kraft seit 1. Jan. 2012 (AS 2011 4745; BBl 2011 543).
9 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 17. Ju­ni 2011 (Ver­bes­se­rung der Durch­füh­rung), in Kraft seit 1. Jan. 2012 (AS 2011 4745; BBl 2011 543).
10 SR 836.1
11 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 7. Okt. 1994 (10. AHV-Re­vi­si­on), in Kraft seit 1. Jan. 1997 (AS 1996 2466; BBl 1990 II 1).

Art. 95a


1 Ein­ge­fügt durch Ziff. I des BG vom 7. Okt. 1994 (10. AHV-Re­vi­si­on) (AS 1996 2466; BBl 1990 II 1). Auf­ge­ho­ben durch An­hang Ziff. 7 des BG vom 6. Okt. 2000 über den All­ge­mei­nen Teil des So­zi­al­ver­si­che­rungs­rechts (AS 2002 3371; BBl 1991 II 185 910, 1994 V 921, 1999 4523).

Art. 96


1 Auf­ge­ho­ben durch An­hang Ziff. 7 des BG vom 6. Okt. 2000 über den All­ge­mei­nen Teil des So­zi­al­ver­si­che­rungs­rechts (AS 2002 3371; BBl 1991 II 185 910, 1994 V 921, 1999 4523).

Art. 97 Entzug der aufschiebenden Wirkung

Die Aus­gleichs­kas­se kann in ih­rer Ver­fü­gung ei­ner all­fäl­li­gen Be­schwer­de die auf­schie­ben­de Wir­kung ent­zie­hen, auch wenn die Ver­fü­gung auf ei­ne Geld­leis­tung ge­rich­tet ist; im Üb­ri­gen gilt Ar­ti­kel 55 Ab­sät­ze 2-4 des Ver­wal­tungs­ver­fah­rens­ge­set­zes vom 20. De­zem­ber 19682.


1 Fas­sung ge­mä­ss An­hang Ziff. 7 des BG vom 6. Okt. 2000 über den All­ge­mei­nen Teil des So­zi­al­ver­si­che­rungs­rechts, in Kraft seit 1. Jan. 2003 (AS 2002 3371; BBl 1991 II 185 910, 1994 V 921, 1999 4523).
2 SR 172.021

Art. 98


1 Auf­ge­ho­ben durch Art. 18 des BG vom 19. März 1965 über Er­gän­zungs­leis­tun­gen zur Al­ters-, Hin­ter­las­se­nen- und In­va­li­den­ver­si­che­rung, mit Wir­kung seit 1. Jan. 1966 (AS 1965 537; BBl 1964 II 681).

Art. 99


1 Auf­ge­ho­ben durch An­hang Ziff. 13 des BG vom 16. Dez. 1994, mit Wir­kung seit 1. Jan. 1997 (AS 1995 1227; BBl 1991 III 1).

Art. 100


1 Auf­ge­ho­ben durch Ziff. II 409 des BG vom 15. Dez. 1989 über die Ge­neh­mi­gung kan­to­na­ler Er­las­se durch den Bund, mit Wir­kung seit 1. Fe­br. 1991 (AS 1991 362; BBl 1988 II 1333).

Art. 101


1 Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I 1 des BG vom 5. Okt. 1984, mit Wir­kung seit 1. Jan. 1986 (AS 1985 2002; BBl 1981 III 737).

Art. 101bis Beiträge zur Förderung der Altershilfe

1Die Ver­si­che­rung kann ge­samtschwei­ze­risch tä­ti­gen ge­mein­nüt­zi­gen pri­va­ten In­sti­tu­tio­nen Bei­trä­ge an die Per­so­nal- und Or­ga­ni­sa­ti­ons­kos­ten für die Durch­füh­rung fol­gen­der Auf­ga­ben zu­guns­ten Be­tag­ter ge­wäh­ren:2

a.
Be­ra­tung, Be­treu­ung und Be­schäf­ti­gung;
b.
Kur­se, die der Er­hal­tung oder Ver­bes­se­rung der geis­ti­gen oder kör­per­li­chen Fä­hig­kei­ten, der Selbst­sor­ge so­wie der Her­stel­lung des Kon­tak­tes mit der Um­welt die­nen;
c.3
Ko­or­di­na­ti­ons- und Ent­wick­lungs­auf­ga­ben;
d.4
Wei­ter­bil­dung von Hilfs­per­so­nal.

2Die Bei­trags­ge­wäh­rung er­folgt mit­tels Leis­tungs­ver­trä­gen. Der Bun­des­rat be­stimmt die Sub­ven­ti­ons­kri­te­ri­en und setzt die Höchst­gren­zen der Bei­trä­ge fest. Er kann de­ren Aus­rich­tung von wei­te­ren Vor­aus­set­zun­gen ab­hän­gig ma­chen oder mit Auf­la­gen ver­bin­den. Das zu­stän­di­ge Bun­des­amt schliesst die Leis­tungs­ver­trä­ge ab und re­gelt die Be­rech­nung der Bei­trä­ge so­wie die Ein­zel­hei­ten der An­spruchs­vor­aus­set­zun­gen.5

36

4So­weit auf Grund an­de­rer Bun­des­ge­set­ze Bei­trä­ge an Auf­wen­dun­gen im Sin­ne von Ab­satz 1 ge­währt wer­den, rich­tet die Ver­si­che­rung kei­ne Bei­trä­ge aus.


1 Ein­ge­fügt durch Ziff. I des BG vom 24. Ju­ni 1977 (9. AHV-Re­vi­si­on), in Kraft seit 1. Jan. 1979 (AS 1978 391; BBl 1976 III 1).
2 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. II 24 des BG vom 6. Okt. 2006 zur Neu­ge­stal­tung des Fi­nanz­aus­gleichs und der Auf­ga­ben­tei­lung zwi­schen Bund und Kan­to­nen (NFA), in Kraft seit 1. Jan. 2008 (AS 2007 5779; BBl 2005 6029). Sie­he auch die UeB die­ser Änd. am En­de die­ses Tex­tes.
3 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. II 24 des BG vom 6. Okt. 2006 zur Neu­ge­stal­tung des Fi­nanz­aus­gleichs und der Auf­ga­ben­tei­lung zwi­schen Bund und Kan­to­nen (NFA), in Kraft seit 1. Jan. 2008 (AS 2007 5779; BBl 2005 6029).
4 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. II 24 des BG vom 6. Okt. 2006 zur Neu­ge­stal­tung des Fi­nanz­aus­gleichs und der Auf­ga­ben­tei­lung zwi­schen Bund und Kan­to­nen (NFA), in Kraft seit 1. Jan. 2008 (AS 2007 5779; BBl 2005 6029). Die Änd. ge­mä­ss BG vom 20. Ju­ni 2014 über die Wei­ter­bil­dung, in Kraft seit 1. Jan. 2017, be­trifft nur den fran­zö­si­schen und den ita­lie­ni­schen Text (AS 2016 689; BBl 2013 3729).
5 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. II 24 des BG vom 6. Okt. 2006 zur Neu­ge­stal­tung des Fi­nanz­aus­gleichs und der Auf­ga­ben­tei­lung zwi­schen Bund und Kan­to­nen (NFA), in Kraft seit 1. Jan. 2008 (AS 2007 5779; BBl 2005 6029).
6 Auf­ge­ho­ben durch Ziff. II 24 des BG vom 6. Okt. 2006 zur Neu­ge­stal­tung des Fi­nanz­aus­gleichs und der Auf­ga­ben­tei­lung zwi­schen Bund und Kan­to­nen (NFA), mit Wir­kung seit 1. Jan. 2008 (AS 2007 5779; BBl 2005 6029).

Art. 101ter


1 Ein­ge­fügt durch Ziff. I des BG vom 21. Ju­ni 2002 (AS 2002 3475; BBl 2002 803). Auf­ge­ho­ben durch An­hang Ziff. 107 des Ver­wal­tungs­ge­richts­ge­set­zes vom 17. Ju­ni 2005, mit Wir­kung seit 1. Jan. 2007 (AS 2006 2197 1069; BBl 2001 4202).

Zweiter Teil: Die Finanzierung

Erster Abschnitt: Die Aufbringung der Mittel

Art. 102 Grundsatz

1Die Leis­tun­gen der Al­ters- und Hin­ter­las­se­nen­ver­si­che­rung wer­den fi­nan­ziert durch:

a.
die Bei­trä­ge der Ver­si­cher­ten und der Ar­beit­ge­ber;
b.3
Bei­trag des Bun­des;
c.
die Zin­sen des AHV-Aus­gleichs­fonds;
d.4
die Ein­nah­men aus dem Rück­griff auf haft­pflich­ti­ge Drit­te.

2Die Hilflo­sen­ent­schä­di­gung wird aus­sch­liess­lich durch den Bund fi­nan­ziert.5


1 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 19. Dez. 1963 (AS 1964 285; BBl 1963 II 517).
2 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. II Bst. c des BG vom 4. Okt. 1968, in Kraft seit 1. Jan. 1969 (AS 1969 111; BBl 1968 I 602).
3 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I 1 des BG vom 5. Okt. 1984, in Kraft seit 1. Jan. 1986 (AS 1985 2002; BBl 1981 III 737).
4 Ein­ge­fügt durch Ziff. I 1 des BG vom 5. Okt. 1984, in Kraft seit 1. Jan. 1986 (AS 1985 2002; BBl 1981 III 737).
5 Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I des BG vom 4. Okt. 1968 (AS 1969 111; BBl 1968 I 602). Fas­sung ge­mä­ss Ziff. II 24 des BG vom 6. Okt. 2006 zur Neu­ge­stal­tung des Fi­nanz­aus­gleichs und der Auf­ga­ben­tei­lung zwi­schen Bund und Kan­to­nen (NFA), in Kraft seit 1. Jan. 2008 (AS 2007 5779; BBl 2005 6029).

Art. 103 Bundesbeitrag

1Der Bun­des­bei­trag be­läuft sich auf 19,55 Pro­zent der jähr­li­chen Aus­ga­ben der Ver­si­che­rung; da­von wird der Bei­trag an die Hilflo­sen­ent­schä­di­gung nach Ar­ti­kel 102 Ab­satz 2 ab­ge­zo­gen.2

2Zu­sätz­lich über­weist der Bund der Ver­si­che­rung den Er­trag aus der Spiel­ban­ken­ab­ga­be.


1 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. II 24 des BG vom 6. Okt. 2006 zur Neu­ge­stal­tung des Fi­nanz­aus­gleichs und der Auf­ga­ben­tei­lung zwi­schen Bund und Kan­to­nen (NFA), in Kraft seit 1. Jan. 2008 (AS 2007 5779; BBl 2005 6029). Sie­he auch die UeB die­ser Änd. am En­de die­ses Tex­tes.
2 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I 4 des BG vom 22. Ju­ni 2007 über den Über­gang zur Neu­ge­stal­tung des Fi­nanz­aus­gleichs und der Auf­ga­ben­tei­lung zwi­schen Bund und Kan­to­nen (NFA), in Kraft seit 1. Jan. 2008 (AS 2007 5953; BBl 2007 645).

Art. 104 Deckung des Bundesbeitrages

1Der Bund leis­tet sei­nen Bei­trag vor­ab aus dem Er­trag der Ab­ga­ben auf Ta­bak und ge­brann­ten Was­sern. Er ent­nimmt ihn der Rück­stel­lung nach Ar­ti­kel 111.

2Der Rest wird aus all­ge­mei­nen Mit­teln ge­deckt.


1 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I 1 des BG vom 5. Okt. 1984, in Kraft seit 1. Jan. 1986 (AS 1985 2002; BBl 1981 III 737).

Art. 105 und 106


1 Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I 1 des BG vom 5. Okt. 1984, mit Wir­kung seit 1. Jan. 1986 (AS 1985 2002; BBl 1981 III 737).

Zweiter Abschnitt: Der Ausgleichsfonds der Alters- und Hinterlassenenversicherung

Art. 107 Bildung

1Un­ter der Be­zeich­nung «Aus­gleichs­fonds der Al­ters- und Hin­ter­las­se­nen­ver­si­che­rung» (AHV-Aus­gleichs­fonds) wird ein Fonds ge­bil­det, dem al­le Ein­nah­men ge­mä­ss Ar­ti­kel 102 gut­ge­schrie­ben und al­le Leis­tun­gen ge­mä­ss dem drit­ten Ab­schnitt des ers­ten Teils, die Zu­schüs­se ge­mä­ss Ar­ti­kel 69 Ab­satz 2 die­ses Ge­set­zes so­wie die Aus­ga­ben auf­grund des Re­gres­ses nach den Ar­ti­keln 72-75 ATSG1 be­las­tet wer­den.2

2Der Bund leis­tet sei­nen Bei­trag mo­nat­lich an den AHV-Aus­gleichs­fonds.3

3Der AHV-Aus­gleichs­fonds darf in der Re­gel nicht un­ter den Be­trag ei­ner Jah­res­aus­ga­be sin­ken.4


1 SR 830.1
2 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. II 4 des Aus­gleichs­fonds­ge­set­zes vom 16. Ju­ni 2017, in Kraft seit 1. Jan. 2019 (AS 2017 7563; BBl 2016 311).
3 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. II 24 des BG vom 6. Okt. 2006 zur Neu­ge­stal­tung des Fi­nanz­aus­gleichs und der Auf­ga­ben­tei­lung zwi­schen Bund und Kan­to­nen (NFA), in Kraft seit 1. Jan. 2008 (AS 2007 5779; BBl 2005 6029).
4 Ein­ge­fügt durch Ziff. I des BG vom 4. Okt. 1968 (AS 1969 111; BBl 1968 I 602). Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 30. Ju­ni 1972, in Kraft seit 1. Jan. 1973 (AS 1972 2483; BBl 1971 II 1057).

Art. 108


1 Auf­ge­ho­ben durch An­hang Ziff. II 4 des Aus­gleichs­fonds­ge­set­zes vom 16. Ju­ni 2017, mit Wir­kung seit 1. Jan. 2019 (AS 2017 7563; BBl 2016 311).

Art. 109 Verwaltung

Die Ver­wal­tung des AHV-Aus­gleichs­fonds rich­tet sich nach dem Aus­gleichs­fonds­ge­setz vom 16. Ju­ni 20172.


1 Fas­sung ge­mä­ss An­hang Ziff. II 4 des Aus­gleichs­fonds­ge­set­zes vom 16. Ju­ni 2017, in Kraft seit 1. Jan. 2019 (AS 2017 7563; BBl 2016 311).
2 SR 830.2

Art. 110


1 Auf­ge­ho­ben durch An­hang Ziff. II 4 des Aus­gleichs­fonds­ge­set­zes vom 16. Ju­ni 2017, mit Wir­kung seit 1. Jan. 2019 (AS 2017 7563; BBl 2016 311).

Dritter Abschnitt: Die Rückstellung des Bundes

Art. 111

Die Er­trä­ge aus der Be­las­tung des Ta­baks und der ge­brann­ten Was­ser wer­den lau­fend der Rück­stel­lung des Bun­des für die Al­ters-, Hin­ter­las­se­nen- und In­va­li­den­ver­si­che­rung gut­ge­schrie­ben. Die Rück­stel­lung wird nicht ver­zinst.


1 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 24. Ju­ni 1977 (9. AHV-Re­vi­si­on), in Kraft seit 1. Jan. 1979 (AS 1978 391; BBl 1976 III 1).

Art. 112


1 Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I des BG vom 19. Dez. 1963, mit Wir­kung seit 1. Jan. 1964 (AS 1964 285; BBl 1963 II 517).

Vierter Abschnitt: …

Art. 113-153


1 Auf­ge­ho­ben durch Art. 46 Bst. a des BG vom 21. März 1969 über die Ta­bak­be­steue­rung, mit Wir­kung seit 1. Jan. 1970 (AS 1969 645; BBl 1968 II 345).

Dritter Teil: Verhältnis zum europäischen Recht

Art. 153a

1In Be­zug auf Per­so­nen, für die die Rechts­vor­schrif­ten der so­zia­len Si­cher­heit der Schweiz oder ei­nes oder meh­re­rer EU-Mit­glied­staa­ten gel­ten oder gal­ten und die Staats­an­ge­hö­ri­ge der Schweiz oder ei­nes EU-Mit­glied­staa­tes sind, auf Flücht­lin­ge oder Staa­ten­lo­se mit Wohn­ort in der Schweiz oder ei­nem EU-Mit­glied­staat so­wie auf die Fa­mi­li­en­an­ge­hö­ri­gen und Hin­ter­las­se­nen die­ser Per­so­nen sind auf die Leis­tun­gen im Gel­tungs­be­reich des vor­lie­gen­den Ge­set­zes fol­gen­de Er­las­se in der für die Schweiz ver­bind­li­chen Fas­sung von An­hang II, Ab­schnitt A, des Ab­kom­mens vom 21. Ju­ni 19992 zwi­schen der Schwei­ze­ri­schen Eid­ge­nos­sen­schaft ei­ner­seits und der Eu­ro­päi­schen Ge­mein­schaft und ih­ren Mit­glied­staa­ten an­de­rer­seits über die Frei­zü­gig­keit (Frei­zü­gig­keits­ab­kom­men) an­wend­bar:

a.
Ver­ord­nung (EG) Nr. 883/20043;
b.
Ver­ord­nung (EG) Nr. 987/20094;
c.
Ver­ord­nung (EWG) Nr. 1408/715;
d.
Ver­ord­nung (EWG) Nr. 574/726.

2In Be­zug auf Per­so­nen, für die die Rechts­vor­schrif­ten der so­zia­len Si­cher­heit der Schweiz, Is­lands, Nor­we­gens oder Liech­ten­steins gel­ten oder gal­ten und die Staats­an­ge­hö­ri­ge der Schweiz, Is­lands, Nor­we­gens oder Liech­ten­steins sind oder die als Flücht­lin­ge oder Staa­ten­lo­se Wohn­ort in der Schweiz oder auf dem Ge­biet Is­lands, Nor­we­gens oder Liech­ten­steins ha­ben, so­wie auf die Fa­mi­li­en­an­ge­hö­ri­gen und Hin­ter­las­se­nen die­ser Per­so­nen sind auf die Leis­tun­gen im Gel­tungs­be­reich des vor­lie­gen­den Ge­set­zes fol­gen­de Er­las­se in der für die Schweiz ver­bind­li­chen Fas­sung von An­la­ge 2 zu An­hang K des Über­ein­kom­mens vom 4. Ja­nu­ar 19607 zur Er­rich­tung der Eu­ro­päi­schen Frei­han­delsas­so­zia­ti­on (EFTA-Über­ein­kom­men) an­wend­bar:

a.
Ver­ord­nung (EG) Nr. 883/2004;
b.
Ver­ord­nung (EG) Nr. 987/2009;
c.
Ver­ord­nung (EWG) Nr. 1408/71;
d.
Ver­ord­nung (EWG) Nr. 574/72.

3Der Bun­des­rat passt die Ver­wei­se auf die in den Ab­sät­zen 1 und 2 auf­ge­führ­ten Rechts­ak­te der Eu­ro­päi­schen Uni­on je­weils an, wenn ei­ne An­pas­sung des An­hangs II des Frei­zü­gig­keits­ab­kom­mens und der An­la­ge 2 zu An­hang K des EFTA-Über­ein­kom­mens be­schlos­sen wur­de.

4Die Aus­drücke «Mit­glied­staa­ten der Eu­ro­päi­schen Uni­on», «Mit­glied­staa­ten der Eu­ro­päi­schen Ge­mein­schaft», «Staa­ten der Eu­ro­päi­schen Uni­on» und «Staa­ten der Eu­ro­päi­schen Ge­mein­schaft» im vor­lie­gen­den Ge­setz be­zeich­nen die Staa­ten, für die das Frei­zü­gig­keits­ab­kom­men gilt.


1 Fas­sung ge­mä­ss An­hang Ziff. 1 des BB vom 17. Ju­ni 2016 (Aus­deh­nung des Frei­zü­gig­keits­ab­kom­mens auf die Re­pu­blik Kroa­ti­en), in Kraft seit 1. Jan. 2017 (AS 2016 5233; BBl 2016 2223). Sie­he auch die UeB am Schluss die­ses Tex­tes.
2 SR 0.142.112.681
3 Ver­ord­nung (EG) Nr. 883/2004 des Eu­ro­päi­schen Par­la­ments und des Ra­tes vom 29. April 2004 zur Ko­or­di­nie­rung der Sys­te­me der so­zia­len Si­cher­heit (SR0.831.109.268.1).
4 Ver­ord­nung (EG) Nr. 987/2009 des Eu­ro­päi­schen Par­la­ments und des Ra­tes vom 16. Sep­tem­ber 2009 zur Fest­le­gung der Mo­da­li­tä­ten für die Durch­füh­rung der Ver­ord­nung (EG) Nr. 883/2004 über die Ko­or­di­nie­rung der Sys­te­me der so­zia­len Si­cher­heit (SR0.831.109.268.11).
5 Ver­ord­nung (EWG) Nr. 1408/71 des Ra­tes vom 14. Ju­ni 1971 zur An­wen­dung der Sys­te­me der so­zia­len Si­cher­heit auf Ar­beit­neh­mer und Selbst­stän­di­ge so­wie de­ren Fa­mi­li­en­an­ge­hö­ri­ge, die in­ner­halb der Ge­mein­schaft zu- und ab­wan­dern; in der je­weils gül­ti­gen Fas­sung des Frei­zü­gig­keits­ab­kom­mens (AS 2004 121, 2008 4219 4273, 2009 4831) bzw. des re­vi­dier­ten EFTA-Über­ein­kom­mens.
6 Ver­ord­nung (EWG) Nr. 574/72 des Ra­tes vom 21. März 1972 über die Durch­füh­rung der Ver­ord­nung (EWG) Nr. 1408/71 zur An­wen­dung der Sys­te­me der so­zia­len Si­cher­heit auf Ar­beit­neh­mer und Selbst­stän­di­ge so­wie de­ren Fa­mi­li­en­an­ge­hö­ri­ge, die in­ner­halb der Ge­mein­schaft zu- und ab­wan­dern; in der je­weils gül­ti­gen Fas­sung des Frei­zü­gig­keits­ab­kom­mens (AS 2005 3909, 2008 4273, 2009 621 4845) bzw. des re­vi­dier­ten EFTA-Über­ein­kom­mens.
7 SR 0.632.31

Vierter Teil: Schlussbestimmungen

Art. 154 Inkrafttreten und Vollzug

1Die­ses Ge­setz tritt am 1. Ja­nu­ar 1948 in Kraft. Der Bun­des­rat ist be­fugt, nach Auf­nah­me des Ge­set­zes in die eid­ge­nös­si­sche Ge­set­zes­samm­lung ein­zel­ne Be­stim­mun­gen or­ga­ni­sa­to­ri­scher Na­tur schon vor dem 1. Ja­nu­ar 1948 in Kraft zu set­zen.

2Der Bun­des­rat ist mit dem Voll­zug be­auf­tragt und er­lässt die hie­zu er­for­der­li­chen Ver­ord­nun­gen.

Art. 155


1 Ein­ge­fügt durch Ziff. I 1 des BG vom 5. Okt. 1984 (AS 1985 2002; BBl 1981 III 737). Auf­ge­ho­ben durch Ziff. II 39 des BG vom 20. März 2008 zur for­mel­len Be­rei­ni­gung des Bun­des­rechts, mit Wir­kung seit 1. Aug. 2008 (AS 2008 3437; BBl 2007 6121).

Schlussbestimmungen der Änderung vom 28. Juni 1974

A:
AHVG Bundesgesetz über die Alters- und Hinterlassenenversicherung
AHVV Verordnung über die Alters- und Hinterlassenenversicherung
AIG Bundesgesetz über die Ausländerinnen und Ausländer und über die Integration
AVIG Bundesgesetz über die obligatorische Arbeitslosenversicherung und die Insolvenzentschädigung
AVO Verordnung über die Beaufsichtigung von privaten Versicherungsunternehmen
AVO-FINMA Verordnung der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht über die Beaufsichtigung von privaten Versicherungsunternehmen
AdoV Verordnung über die Adoption
ArG Bundesgesetz über die Arbeit in Industrie, Gewerbe und Handel
ArGV 1 Verordnung 1 zum Arbeitsgesetz
AsylG Asylgesetz
B:
BBG Bundesgesetzüber die Berufsbildung
BEG Bundesgesetz über Bucheffekten
BEHG Bundesgesetz über die Börsen und den Effektenhandel
BEHV Verordnung über die Börsen und den Effektenhandel
BG-HAÜ Bundesgesetz zum Haager Adoptionsübereinkommen und über Massnahmen zum Schutz des Kindes bei internationalen Adoptionen
BG-KKE Bundesgesetz über internationale Kindesentführung und die Haager Übereinkommen zum Schutz von Kindern und Erwachsenen
BGBB Bundesgesetz über das bäuerliche Bodenrecht
BGFA Bundesgesetz über die Freizügigkeit der Anwältinnen und Anwälte
BGG Bundesgesetz über das Bundesgericht
BIV-FINMA Verordnung der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht über die Insolvenz von Banken und Effektenhändlern
BPG Bundespersonalgesetz
BPR Bundesgesetz über die politischen Rechte
BV Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft
BVG Bundesgesetz über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge
BZG Bundesgesetz über den Bevölkerungsschutz und den Zivilschutz
BankG Bundesgesetz über die Banken und Sparkassen
BankV Verordnung über die Banken und Sparkassen
BetmG Bundesgesetz über die Betäubungsmittel und die psychotropen Stoffe
BewG Bundesgesetz über den Erwerb von Grundstücken durch Personen im Ausland
BewV Verordnung über den Erwerb von Grundstücken durch Personen im Ausland
BöB Bundesgesetz über das öffentliche Beschaffungswesen
BüG Bundesgesetz über Erwerb und Verlust des Schweizer Bürgerrechts
D:
DBG Bundesgesetz über die direkte Bundessteuer
DSG Bundesgesetz über den Datenschutz
E:
EBG Eisenbahngesetz
EMRK Konvention zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten
EOG Bundesgesetz über den Erwerbsersatz für Dienstleistende und bei Mutterschaft
EOV Verordnung zum Erwerbsersatzgesetz
EÖBV Verordnung über die elektronische öffentliche Beurkundung
F:
FHG Bundesgesetz über den eidgenössischen Finanzhaushalt
FINMAG Bundesgesetz über die Eidgenössische Finanzmarktaufsicht
FKG Bundesgesetz über die Eidgenössische Finanzkontrolle
FMedG Bundesgesetz über die medizinisch unterstützte Fortpflanzung
FZG Bundesgesetz über die Freizügigkeit in der beruflichen Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge
FinfraG Bundesgesetz über die Finanzmarktinfrastrukturen und das Marktverhalten im Effekten- und Derivatehandel
FinfraV Verordnung über die Finanzmarktinfrastrukturen und das Marktverhalten im Effekten- und Derivatehandel
FinfraV-FINMA Verordnung der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht über die Finanzmarktinfrastrukturen und das Marktverhalten im Effekten- und Derivatehandel
FusG Bundesgesetz über Fusion, Spaltung, Umwandlung und Vermögensübertragung
G:
GBV Grundbuchverordnung
GSG Bundesgesetz über die von der Schweiz als Gaststaat gewährten Vorrechte, Immunitäten und Erleichterungen sowie finanziellen Beiträge
GUMG Bundesgesetz über genetische Untersuchungen beim Menschen
GeBüV Verordnung über die Führung und Aufbewahrung der Geschäftsbücher
GebV SchKG Gebührenverordnung zum Bundesgesetz über Schuldbetreibung und Konkurs
GlG Bundesgesetz über die Gleichstellung von Frau und Mann
H:
HEsÜ Übereinkommen über den internationalen Schutz von Erwachsenen
HKsÜ Übereinkommen
HRegV Handelsregisterverordnung
I:
IPRG Bundesgesetz über das Internationale Privatrecht
J:
JStG Bundesgesetz über das Jugendstrafrecht
JStPO Schweizerische Jugendstrafprozessordnung
K:
KAG Bundesgesetz über die kollektiven Kapitalanlagen
KAKV-FINMA Verordnung der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht über den Konkurs von kollektiven Kapitalanlagen
KG Bundesgesetz über Kartelle und andere Wettbewerbsbeschränkungen
KKV Verordnung über die kollektiven Kapitalanlagen
KKV-FINMA Verordnung der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht über die kollektiven Kapitalanlagen
KOV Verordnung über die Geschäftsführung der Konkursämter (KOV)
KVG Bundesgesetz über die Krankenversicherung
L:
LVG Bundesgesetz über die wirtschaftliche Landesversorgung
LugÜ Übereinkommen über die gerichtliche Zuständigkeit und die Anerkennung und Vollstreckung von Entscheidungen in Zivil- und Handelssachen
M:
MSchG Bundesgesetz über den Schutz von Marken und Herkunftsangaben
MStG Militärstrafgesetz
MWSTG Bundesgesetz über die Mehrwertsteuer
MWSTV Mehrwertsteuerverordnung
O:
OAV-SchKG Verordnung betreffend die Oberaufsicht über Schuldbetreibung und Konkurs
OHG Bundesgesetz über die Hilfe an Opfer von Straftaten
OR Bundesgesetz betreffend die Ergänzung des Schweizerischen Zivilgesetzbuches (Fünfter Teil: Obligationenrecht)
P:
PAVO Verordnung über die Aufnahme von Pflegekindern
PBV Verordnung über die Bekanntgabe von Preisen
ParlG Bundesgesetz über die Bundesversammlung
PartG Bundesgesetz über die eingetragene Partnerschaft gleichgeschlechtlicher Paare
PatGG Bundesgesetz über das Bundespatentgericht
PfG Pfandbriefgesetz
PrHG Bundesgesetz über die Produktehaftpflicht
PüG Preisüberwachungsgesetz
R:
RAG Bundesgesetz über die Zulassung und Beaufsichtigung der Revisorinnen und Revisoren
S:
SVG Strassenverkehrsgesetz
SVKG Verordnung über die Sanktionen bei unzulässigen Wettbewerbsbeschränkungen
SchKG Bundesgesetz über Schuldbetreibung und Konkurs
StBOG Bundesgesetz über die Organisation der Strafbehörden des Bundes
StG Bundesgesetz über die Stempelabgaben
StGB Schweizerisches Strafgesetzbuch
StHG Bundesgesetz über die Harmonisierung der direkten Steuern der Kantone und Gemeinden
StPO Schweizerische Strafprozessordnung
StV Verordnung über die Stempelabgaben
SuG Bundesgesetz über Finanzhilfen und Abgeltungen
U:
URG Bundesgesetz über das Urheberrecht und verwandte Schutzrechte
URV Verordnung über das Urheberrecht und verwandte Schutzrechte
UVG Bundesgesetz über die Unfallversicherung
UVV Verordnung über die Unfallversicherung
UWG Bundesgesetz gegen den unlauteren Wettbewerb
V:
VAG Bundesgesetz betreffend die Aufsicht über Versicherungsunternehmen
VASR Verordnung über die anerkannten Standards zur Rechnungslegung
VBB Verordnung über das bäuerliche Bodenrecht
VBVV Verordnung über die Vermögensverwaltung im Rahmen einer Beistandschaft oder Vormundschaft
VDSG Verordnung zum Bundesgesetz über den Datenschutz
VG Bundesgesetz über die Verantwortlichkeit des Bundes sowie seiner Behördemitglieder und Beamten
VGG Bundesgesetz über das Bundesverwaltungsgericht
VKA Verordnung über die Katastrophenhilfe im Ausland
VKV-FINMA Verordnung der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht über den Konkurs von Versicherungsunternehmen
VPAV Verordnung betreffend die Pfändung, Arrestierung und Verwertung von Versicherungsansprüchen nach dem Bundesgesetz vom 2. April 1908 über den Versicherungsvertrag
VStG Bundesgesetz über die Verrechnungssteuer
VStV Verordnung über die Verrechnungssteuer
VStrR Bundesgesetz über das Verwaltungsstrafrecht
VVAG Verordnung über die Pfändung und Verwertung von Anteilen an Gemeinschaftsvermögen
VVG Bundesgesetz über den Versicherungsvertrag
VZG Verordnung des Bundesgerichts über die Zwangsverwertung von Grundstücken
VegüV Verordnung gegen übermässige Vergütungen bei börsenkotierten Aktiengesellschaften
VeÜ-ZSSV Verordnung über die elektronische Übermittlung im Rahmen von Zivil- und Strafprozessen sowie von Schuldbetreibungs- und Konkursverfahren
VwVG Bundesgesetz über das Verwaltungsverfahren
VüKU Verordnung über die Kontrolle von Unternehmenszusammenschlüssen
VüS Verordnung über das Strafregister
W:
WG Bundesgesetz über Waffen, Waffenzubehör und Munition
Z:
ZG Zollgesetz
ZGB Schweizerisches Zivilgesetzbuch
ZPO Schweizerische Zivilprozessordnung
ZStV Zivilstandsverordnung
ZTG Zolltarifgesetz
Ü:
ÜbZ Übereinkunft betreffend Zivilprozessrecht
ÜüAVaS Übereinkommen über die Anerkennung und Vollstreckung ausländischer Schiedssprüche
ÜüRK Übereinkommen über die Rechte des Kindes
ÜüSKZGIA Übereinkommen über den Schutz von Kindern und die Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Internationalen Adoption
ÜüiZR Übereinkommen über den internationalen Zugang zur Rechtspflege
ÜüzAiK Übereinkommen über die zivilrechtlichen Aspekte internationaler Kindesentführung
C:
CC Code civil suisse
CEDH Convention de sauvegarde des droits de l'homme et des libertés fondamentales
CL Convention concernant la compétence judiciaire, la reconnaissance et l'exécution des décisions en matière civile et commerciale
CLaH 2000 Convention sur la protection internationale des adultes
CLaH 96 Convention
CO Loi fédérale complétant le Code civil suisse
CP Code pénal suisse
CPC Code de procédure civile
CPM Code pénal militaire
CPP Code de procédure pénale suisse
Caclid Convention sur les aspects civils de l'enlèvement international d'enfants
Cpecmdi Convention sur la protection des enfants et la coopération en matière d'adoption internationale
Cprlsaé Convention pour la reconnaissance et l'exécution des sentences arbitrales étrangères
Crdl Convention relative aux droits de l'enfant
Crpc Convention relative à la procédure civile
Cst. Constitution fédérale de la Confédération suisse
Ctflij Convention tendant à faciliter l'accès international à la justice
D:
DPA Loi fédérale sur le droit pénal administratif
DPMin Loi fédérale régissant la condition pénale des mineurs
L:
LAA Loi fédérale sur l'assurance-accidents
LACI Loi fédérale sur l'assurance-chômage obligatoire et l'indemnité en cas d'insolvabilité
LAGH Loi fédérale sur l'analyse génétique humaine
LAMal Loi fédérale sur l'assurance-maladie
LAP Loi fédérale sur l'approvisionnement économique du pays
LAPG Loi fédérale sur les allocations pour perte de gain en cas de service et de maternité
LAVI Loi fédérale sur l'aide aux victimes d'infractions
LAVS Loi fédérale sur l'assurance-vieillesse et survivants
LArm Loi fédérale sur les armes, les accessoires d'armes et les munitions
LAsi Loi sur l'asile
LB Loi fédérale sur les banques et les caisses d'épargne
LBVM Loi fédérale sur les bourses et le commerce des valeurs mobilières
LCA Loi fédérale sur le contrat d'assurance
LCD Loi fédérale contre la concurrence déloyale
LCF Loi fédérale sur le Contrôle fédéral des finances
LCR Loi fédérale sur la circulation routière
LCart Loi fédérale sur les cartels et autres restrictions à la concurrence
LCdF Loi fédérale sur les chemins de fer
LD Loi sur les douanes
LDA Loi fédérale sur le droit d'auteur et les droits voisins
LDFR Loi fédérale sur le droit foncier rural
LDIP Loi fédérale sur le droit international privé
LDP Loi fédérale sur les droits politiques
LEH Loi fédérale sur les privilèges, les immunités et les facilités, ainsi que sur les aides financières accordés par la Suisse en tant qu'Etat hôte
LEI Loi fédérale sur les étrangers et l'intégration
LEg Loi fédérale sur l'égalité entre femmes et hommes
LF-CLaH Loi fédérale relative à la Convention de La Haye sur l'adoption et aux mesures de protection de l'enfant en cas d'adoption internationale
LF-EEA Loi fédérale sur l'enlèvement international d'enfants et les Conventions de La Haye sur la protection des enfants et des adultes
LFAIE Loi fédérale sur l'acquisition d'immeubles par des personnes à l'étranger
LFC Loi sur les finances de la Confédération
LFINMA Loi sur l'Autorité fédérale de surveillance des marchés financiers
LFLP Loi fédérale sur le libre passage dans la prévoyance professionnelle vieillesse, survivants et invalidité
LFPr Loi fédérale sur la formation professionnelle
LFus Loi fédérale sur la fusion, la scission, la transformation et le transfert de patrimoine
LHID Loi fédérale sur l'harmonisation des impôts directs des cantons et des communes
LIA Loi fédérale sur l'impôt anticipé (LIA)
LIFD Loi fédérale sur l'impôt fédéral direct
LIMF Loi fédérale sur les infrastructures des marchés financiers et le comportement sur le marché en matière de négociation de valeurs mobilières et de dérivés*
LLCA Loi fédérale sur la libre circulation des avocats
LLG Loi sur l'émission de lettres de gage
LMP Loi fédérale sur les marchés publics
LN Loi fédérale sur l'acquisition et la perte de la nationalité suisse
LOAP Loi fédérale sur l'organisation des autorités pénales de la Confédération
LP Loi fédérale sur la poursuite pour dettes et la faillite
LPCC Loi fédérale sur les placements collectifs de capitaux*
LPD Loi fédérale sur la protection des données
LPM Loi fédérale sur la protection des marques et des indications de provenance
LPMA Loi fédérale sur la procréation médicalement assistée*
LPP Loi fédérale sur la prévoyance professionnelle vieillesse, survivants et invalidité
LPPCi Loi fédérale sur la protection de la population et sur la protection civile
LParl Loisur l'Assemblée fédérale
LPart Loi fédérale sur le partenariat enregistré entre personnes du même sexe
LPers Loi sur le personnel de la Confédération
LRCF Loi fédérale sur la responsabilité de la Confédération, des membres de ses autorités et de ses fonctionnaires
LRFP Loi fédérale sur la responsabilité du fait des produits
LSA Loi fédérale sur la surveillance des entreprises d'assurance
LSPr Loi fédérale concernant la surveillance des prix
LSR Loi fédérale sur l'agrément et la surveillance des réviseurs
LStup Loi fédérale sur les stupéfiants et les substances psychotropes
LSu Loi fédérale sur les aides financières et les indemnités