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Bundesgesetz über die Arbeit in Industrie, Gewerbe und Handel

vom 13. März 1964 (Stand am 9. Dezember 2018)

Die Bundesversammlung der Schweizerischen Eidgenossenschaft,

gestützt auf die Artikel 26, 31bis Absatz 2, 34bis, 34ter, 36, 64, 64bis, 85, 103 und 114bis der Bundesverfassung2,3 nach Einsicht in eine Botschaft des Bundesrates vom 30. September 19604,

beschliesst:

I. Geltungsbereich

Art. 1

Be­trieb­li­cher und per­sön­li­cher Gel­tungs­be­reich

 

1Das Ge­setz ist, un­ter Vor­be­halt der Ar­ti­kel 2-4, an­wend­bar auf al­le öf­fent­li­chen und pri­va­ten Be­trie­be.1

2Ein Be­trieb im Sin­ne des Ge­set­zes liegt vor, wenn ein Ar­beit­ge­ber dau­ernd oder vor­über­ge­hend einen oder meh­re­re Ar­beit­neh­mer be­schäf­tigt, un­ab­hän­gig da­von, ob be­stimm­te Ein­rich­tun­gen oder An­la­gen vor­han­den sind. Wenn die Vor­aus­set­zun­gen für die An­wend­bar­keit des Ge­set­zes nur für ein­zel­ne Tei­le ei­nes Be­trie­bes ge­ge­ben sind, ist das Ge­setz nur auf die­se an­wend­bar.

3Auf Ar­beit­neh­mer, wel­che ein im Aus­lan­de ge­le­ge­ner Be­trieb in der Schweiz be­schäf­tigt, ist das Ge­setz an­wend­bar, so­weit dies nach den Um­stän­den mög­lich ist.


1 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 20. März 1998, in Kraft seit 1. Aug. 2000 (AS 2000 1569; BBl 1998 1394).

Art. 2

Aus­nah­men vom be­trieb­li­chen Gel­tungs­be­reich

 

1Das Ge­setz ist, un­ter Vor­be­halt von Ar­ti­kel 3a, nicht an­wend­bar:1

a.
auf Ver­wal­tun­gen des Bun­des, der Kan­to­ne und Ge­mein­den, un­ter Vor­be­halt von Ab­satz 2;
b.2
auf Be­trie­be oder Tei­le von Be­trie­ben, die der Bun­des­ge­setz­ge­bung über die Ar­beit in Un­ter­neh­men des öf­fent­li­chen Ver­kehrs un­ter­ste­hen;
c.
auf Be­trie­be, die der Bun­des­ge­setz­ge­bung über die See­schiff­fahrt un­ter der Schwei­zer­flag­ge un­ter­ste­hen;
d.
auf Be­trie­be der land­wirt­schaft­li­chen Ur­pro­duk­ti­on, mit Ein­schluss von Ne­ben­be­trie­ben, in de­nen über­wie­gend die Er­zeug­nis­se des Haupt­be­trie­bes ver­ar­bei­tet oder ver­wer­tet wer­den, so­wie auf ört­li­che Milch­sam­mel­stel­len und die da­mit ver­bun­de­nen Milch­ver­ar­bei­tungs­be­trie­be;
e.
auf Be­trie­be mit über­wie­gend gärt­ne­ri­scher Pflan­zen­pro­duk­ti­on, un­ter Vor­be­halt von Ab­satz 3;
f.
auf Fi­sche­rei­be­trie­be;
g.
auf pri­va­te Haus­hal­tun­gen.

2Die öf­fent­li­chen An­stal­ten, die den Ver­wal­tun­gen des Bun­des, der Kan­to­ne und der Ge­mein­den gleich­zu­stel­len sind, so­wie die Be­trie­be des Bun­des, der Kan­to­ne und der Ge­mein­den, auf die das Ge­setz an­wend­bar ist, wer­den durch Ver­ord­nung be­zeich­net.

3Auf Be­trie­be mit über­wie­gend gärt­ne­ri­scher Pflan­zen­pro­duk­ti­on, die Lehr­lin­ge aus­bil­den, kön­nen ein­zel­ne Be­stim­mun­gen des Ge­set­zes durch Ver­ord­nung an­wend­bar er­klärt wer­den, so­weit dies zum Schut­ze der Lehr­lin­ge er­for­der­lich ist.

4Die Be­stim­mun­gen des Ge­set­zes und sei­ner Ver­ord­nun­gen über das Min­destal­ter sind an­wend­bar auf Be­trie­be im Sin­ne von Ab­satz 1 Buch­sta­ben d-g.3


1 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 8. Okt. 1993, in Kraft seit 1. Mai 1994 (AS 1994 1035; BBl 1993 I 805).
2 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. II des BG vom 17. Ju­ni 2016, in Kraft seit 9. Dez. 2018 (AS 2017 3595, 2018 3285 ; BBl 2015 3999).
3 Ein­ge­fügt durch Ziff. I des BG vom 19. März 1999, in Kraft seit 1. Aug. 2000 (AS 2000 1568; BBl 1999 513).

Art. 3

Aus­nah­men vom per­sön­li­chen Gel­tungs­be­reich

 

Das Ge­setz ist, un­ter Vor­be­halt von Ar­ti­kel 3a, fer­ner nicht an­wend­bar:1

a.
auf Per­so­nen geist­li­chen Stan­des und an­de­re Per­so­nen, die im Diens­te von Kir­chen ste­hen, so­wie auf An­ge­hö­ri­ge von Or­dens- und Mut­ter­häu­sern oder an­de­rer re­li­gi­öser Ge­mein­schaf­ten;
b.
auf das in der Schweiz wohn­haf­te Per­so­nal öf­fent­li­cher Ver­wal­tun­gen aus­län­di­scher Staa­ten oder in­ter­na­tio­na­ler Or­ga­ni­sa­tio­nen;
c.2
auf die Be­sat­zun­gen von schwei­ze­ri­schen Flug­be­triebs­un­ter­neh­men;
d.
auf Ar­beit­neh­mer, die ei­ne hö­he­re lei­ten­de Tä­tig­keit oder ei­ne wis­sen­schaft­li­che oder selb­stän­di­ge künst­le­ri­sche Tä­tig­keit aus­üben;
e.3
auf Leh­rer an Pri­vat­schu­len so­wie auf Leh­rer, Für­sor­ger, Er­zie­her und Auf­se­her in An­stal­ten;
f.4
auf Heim­ar­beit­neh­mer;
g.
auf Han­dels­rei­sen­de im Sin­ne der Bun­des­ge­setz­ge­bung;
h.5
auf Ar­beit­neh­mer, die dem Ab­kom­men vom 21. Mai 19546 über die Ar­beits­be­din­gun­gen der Rhein­schif­fer un­ter­ste­hen.

1 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 8. Okt. 1993, in Kraft seit 1. Mai 1994 (AS 1994 1035; BBl 1993 I 805).
2 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. II 2 des BG vom 18. Ju­ni 1993, in Kraft seit 1. Jan. 1995 (AS 1994 3010; BBl 1992 I 607).
3 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 22. März 2002, in Kraft seit 1. Jan. 2005 (AS 2002 2547; BBl 2001 3181 6098).
4 Fas­sung ge­mä­ss Art. 21 Ziff. 2 des Heim­ar­beits­ge­set­zes vom 20. März 1981, in Kraft seit 1. April 1983 (AS 1983 108; BBl 1980 II 282).
5 Ein­ge­fügt durch Ziff. II 2 des BG vom 18. Ju­ni 1993, in Kraft seit 1. Jan. 1995 (AS 1994 3010; BBl 1992 I 607).
6 SR 0.747.224.022

Art. 3a

Vor­schrif­ten über den Ge­sund­heits­schutz2

 

Die Vor­schrif­ten die­ses Ge­set­zes über den Ge­sund­heits­schutz (Art. 6, 35 und 36a) sind je­doch an­wend­bar:3

a.4
auf die Ver­wal­tun­gen des Bun­des, der Kan­to­ne und Ge­mein­den;
b.
auf Ar­beit­neh­mer, die ei­ne hö­he­re lei­ten­de Tä­tig­keit oder ei­ne wis­sen­schaft­li­che oder selbst­stän­di­ge künst­le­ri­sche Tä­tig­keit aus­üben;
c.5
auf Leh­rer an Pri­vat­schu­len so­wie Leh­rer, Für­sor­ger, Er­zie­her und Auf­se­her in An­stal­ten.

1 Ein­ge­fügt durch Ziff. I des BG vom 8. Okt. 1993, in Kraft seit 1. Mai 1994 (AS 1994 1035; BBl 1993 I 805).
2 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 20. März 1998, in Kraft seit 1. Aug. 2000 (AS 2000 1569; BBl 1998 1394).
3 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 20. März 1998, in Kraft seit 1. Aug. 2000 (AS 2000 1569; BBl 1998 1394).
4 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 20. März 1998, in Kraft seit 1. Aug. 2000 (AS 2000 1569; BBl 1998 1394).
5 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 22. März 2002, in Kraft seit 1. Jan. 2005 (AS 2002 2547; BBl 2001 3181 6098).

Art. 4

Fa­mi­li­en­be­trie­be

 

1Das Ge­setz ist nicht an­wend­bar auf Be­trie­be, in de­nen le­dig­lich der Ehe­gat­te, die ein­ge­tra­ge­ne Part­ne­rin oder der ein­ge­tra­ge­ne Part­ner des Be­triebs­in­ha­bers, sei­ne Ver­wand­ten in auf- und ab­stei­gen­der Li­nie und de­ren Ehe­gat­ten, ein­ge­tra­ge­ne Part­ne­rin­nen oder Part­ner so­wie sei­ne Stief­kin­der tä­tig sind.1

2Sind im Be­trieb auch an­de­re als die in Ab­satz 1 er­wähn­ten Per­so­nen tä­tig, so ist das Ge­setz nur auf die­se an­wend­bar.

3Auf ju­gend­li­che Fa­mi­li­en­glie­der im Sin­ne von Ab­satz 1 kön­nen ein­zel­ne Vor­schrif­ten des Ge­set­zes durch Ver­ord­nung an­wend­bar er­klärt wer­den, so­weit dies zum Schut­ze von Le­ben und Ge­sund­heit der Ju­gend­li­chen oder zur Wah­rung der Sitt­lich­keit er­for­der­lich ist.


1 Fas­sung ge­mä­ss An­hang Ziff. 27 des Part­ner­schafts­ge­set­zes vom 18. Ju­ni 2004, in Kraft seit 1. Jan. 2007 (AS 2005 5685; BBl 2003 1288).

Art. 5

Son­der­vor­schrif­ten für in­dus­tri­el­le Be­trie­be

 

1Die be­son­de­ren Vor­schrif­ten des Ge­set­zes für in­dus­tri­el­le Be­trie­be sind auf den ein­zel­nen Be­trieb oder auf ein­zel­ne Be­triebs­tei­le nur an­wend­bar auf­grund ei­ner Un­ter­stel­lungs­ver­fü­gung der kan­to­na­len Be­hör­de.1

2Als in­dus­tri­el­le Be­trie­be im Sin­ne des Ge­set­zes gel­ten Be­trie­be mit fes­ter An­la­ge von dau­ern­dem Cha­rak­ter für die Her­stel­lung, Ver­ar­bei­tung oder Be­hand­lung von Gü­tern oder für die Er­zeu­gung, Um­wand­lung oder Über­tra­gung von Ener­gie, so­fern

a.
die Ar­beits­wei­se oder die Ar­beits­or­ga­ni­sa­ti­on durch Ma­schi­nen oder an­de­re tech­ni­sche Ein­rich­tun­gen oder durch se­ri­en­mäs­si­ge Ver­rich­tun­gen be­stimmt wer­den und für die Her­stel­lung, Ver­ar­bei­tung oder Be­hand­lung von Gü­tern oder für die Er­zeu­gung, Um­wand­lung oder Über­tra­gung von Ener­gie we­nigs­tens sechs Ar­beit­neh­mer be­schäf­tigt wer­den, oder
b.
die Ar­beits­wei­se oder die Ar­beits­or­ga­ni­sa­ti­on we­sent­lich durch au­to­ma­ti­sier­te Ver­fah­ren be­stimmt wer­den, oder
c.
Le­ben oder Ge­sund­heit der Ar­beit­neh­mer be­son­de­ren Ge­fah­ren aus­ge­setzt sind.

1 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I 4 des BG vom 21. Dez. 2007 über die Auf­he­bung und die Ver­ein-fa­chung von Be­wil­li­gungs­ver­fah­ren, in Kraft seit 1. Ju­ni 2008 (AS 2008 2265; BBl 2007 315).

II. Gesundheitsschutz und Plangenehmigung

Art. 6

Pflich­ten der Ar­beit­ge­ber und Ar­beit­neh­mer

 

1Der Ar­beit­ge­ber ist ver­pflich­tet, zum Schut­ze der Ge­sund­heit der Ar­beit­neh­mer al­le Mass­nah­men zu tref­fen, die nach der Er­fah­rung not­wen­dig, nach dem Stand der Tech­nik an­wend­bar und den Ver­hält­nis­sen des Be­trie­bes an­ge­mes­sen sind. Er hat im Wei­te­ren die er­for­der­li­chen Mass­nah­men zum Schut­ze der per­sön­li­chen In­te­gri­tät der Ar­beit­neh­mer vor­zu­se­hen.2

2Der Ar­beit­ge­ber hat ins­be­son­de­re die be­trieb­li­chen Ein­rich­tun­gen und den Ar­beits­ab­lauf so zu ge­stal­ten, dass Ge­sund­heits­ge­fähr­dun­gen und Über­be­an­spru­chun­gen der Ar­beit­neh­mer nach Mög­lich­keit ver­mie­den wer­den.

2bisDer Ar­beit­ge­ber hat da­für zu sor­gen, dass der Ar­beit­neh­mer in Aus­übung sei­ner be­ruf­li­chen Tä­tig­keit kei­nen Al­ko­hol oder an­de­re be­rau­schen­de Mit­tel kon­su­mie­ren muss. Der Bun­des­rat re­gelt die Aus­nah­men.3

3Für den Ge­sund­heits­schutz hat der Ar­beit­ge­ber die Ar­beit­neh­mer zur Mit­wir­kung her­an­zu­zie­hen. Die­se sind ver­pflich­tet, den Ar­beit­ge­ber in der Durch­füh­rung der Vor­schrif­ten über den Ge­sund­heits­schutz zu un­ter­stüt­zen.

4Durch Ver­ord­nung wird be­stimmt, wel­che Mass­nah­men für den Ge­sund­heits­schutz in den Be­trie­ben zu tref­fen sind.


1 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. 9 des An­hangs zum Un­fall­ver­si­che­rungs­ge­setz, in Kraft seit 1. Jan. 1984 (AS 1982 1676 1724 Art. 1 Abs. 1; BBl 1976 III 141).
2 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 20. März 1998, in Kraft seit 1. Aug. 2000 (AS 2000 1569; BBl 1998 1394).
3 Ein­ge­fügt durch Ziff. I des BG vom 20. März 1998, in Kraft seit 1. Aug. 2000 (AS 2000 1569; BBl 1998 1394).

Art. 7

Plan­ge­neh­mi­gung und Be­triebs­be­wil­li­gung

 

1Wer einen in­dus­tri­el­len Be­trieb er­rich­ten oder um­ge­stal­ten will, muss bei der kan­to­na­len Be­hör­de um die Ge­neh­mi­gung der ge­plan­ten An­la­ge nach­su­chen. Die­se holt den Be­richt der Schwei­ze­ri­schen Un­fall­ver­si­che­rungs­an­stalt ein. Die im Be­richt aus­drück­lich als Wei­sun­gen be­zeich­ne­ten An­trä­ge wer­den von der kan­to­na­len Be­hör­de als Auf­la­gen in die Plan­ge­neh­mi­gung auf­ge­nom­men.2

2Ent­spricht die ge­plan­te An­la­ge den Vor­schrif­ten, so ge­neh­migt die kan­to­na­le Be­hör­de die Plä­ne, nö­ti­gen­falls mit der Auf­la­ge, dass be­son­de­re Schutz­mass­nah­men zu tref­fen sind.

3Vor der Auf­nah­me der be­trieb­li­chen Tä­tig­keit muss der Ar­beit­ge­ber bei der kan­to­na­len Be­hör­de um die Be­triebs­be­wil­li­gung nach­su­chen. Die kan­to­na­le Be­hör­de er­teilt die Be­triebs­be­wil­li­gung, wenn Bau und Ein­rich­tun­gen des Be­trie­bes der Plan­ge­neh­mi­gung ent­spre­chen.3

4Ist für die Er­rich­tung oder Um­ge­stal­tung ei­nes Be­triebs die Ge­neh­mi­gung ei­ner Bun­des­be­hör­de er­for­der­lich, so er­teilt die­se auch die Plan­ge­neh­mi­gung im Ver­fah­ren nach Ab­satz 1. Auf Be­rich­te und Mit­be­rich­te sind die Ar­ti­kel 62a und 62b des Re­gie­rungs- und Ver­wal­tungs­or­ga­ni­sa­ti­ons­ge­set­zes vom 21. März 19974 an­wend­bar.5


1 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. 9 des An­hangs zum Un­fall­ver­si­che­rungs­ge­setz, in Kraft seit 1. Jan. 1984 (AS 1982 1676 1724 Art. 1 Abs. 1; BBl 1976 III 141).
2 Fas­sung des zwei­ten und drit­ten Sat­zes ge­mä­ss Ziff. I 4 des BG vom 21. Dez. 2007 über die Auf­he­bung und die Ver­ein­fa­chung von Be­wil­li­gungs­ver­fah­ren, in Kraft seit 1. Ju­ni 2008 (AS 2008 2265; BBl 2007 315).
3 Fas­sung des zwei­ten Sat­zes ge­mä­ss Ziff. I 4 des BG vom 21. Dez. 2007 über die Auf­he­bung und die Ver­ein­fa­chung von Be­wil­li­gungs­ver­fah­ren, in Kraft seit 1. Ju­ni 2008 (AS 2008 2265; BBl 2007 315).
4 SR 172.010
5 Ein­ge­fügt durch Ziff. I 16 des BG vom 18. Ju­ni 1999 über die Ko­or­di­na­ti­on und Ver­ein­fa- chung von Ent­scheid­ver­fah­ren, in Kraft seit 1. Jan. 2000 (AS 1999 3071; BBl 1998 2591).

Art. 8

Nicht­in­dus­tri­el­le Be­trie­be

 

Der Bun­des­rat kann Ar­ti­kel 7 auf nicht­in­dus­tri­el­le Be­trie­be mit er­heb­li­chen Be­triebs­ge­fah­ren an­wend­bar er­klä­ren. Die ein­zel­nen Be­triebs­ar­ten wer­den durch Ver­ord­nung be­stimmt.


1 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. 9 des An­hangs zum Un­fall­ver­si­che­rungs­ge­setz, in Kraft seit 1. Jan. 1984 (AS 1982 1676 1724 Art. 1 Abs. 1; BBl 1976 III 141).

III. Arbeits- und Ruhezeit

1. Arbeitszeit

Art. 9

Wö­chent­li­che Höchst­ar­beits­zeit

 

1Die wö­chent­li­che Höchst­ar­beits­zeit be­trägt:

a.1
45 Stun­den für Ar­beit­neh­mer in in­dus­tri­el­len Be­trie­ben so­wie für Bü­ro­per­so­nal, tech­ni­sche und an­de­re An­ge­stell­te, mit Ein­schluss des Ver­kaufs­per­so­nals in Gross­be­trie­ben des De­tail­han­dels;
b.
50 Stun­den für al­le üb­ri­gen Ar­beit­neh­mer.

22

3Für be­stimm­te Grup­pen von Be­trie­ben oder Ar­beit­neh­mern kann die wö­chent­li­che Höchst­ar­beits­zeit durch Ver­ord­nung zeit­wei­se um höchs­tens vier Stun­den ver­län­gert wer­den, so­fern sie im Jah­res­durch­schnitt nicht über­schrit­ten wird.

4Ei­ne Ver­län­ge­rung der wö­chent­li­chen Höchst­ar­beits­zeit um höchs­tens vier Stun­den kann vom Staats­se­kre­ta­ri­at für Wirt­schaft (SE­CO)3 für be­stimm­te Grup­pen von Be­trie­ben oder Ar­beit­neh­mern oder für be­stimm­te Be­trie­be be­wil­ligt wer­den, so­fern und so­lan­ge zwin­gen­de Grün­de dies recht­fer­ti­gen.

5Auf Bü­ro­per­so­nal, tech­ni­sche und an­de­re An­ge­stell­te, mit Ein­schluss des Ver­kaufs­per­so­nals in Gross­be­trie­ben des De­tail­han­dels, die im glei­chen Be­trieb oder Be­triebs­teil zu­sam­men mit Ar­beit­neh­mern be­schäf­tigt wer­den, für die ei­ne län­ge­re wö­chent­li­che Höchst­ar­beits­zeit gilt, ist die­se eben­falls an­wend­bar.


1 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 20. März 1998, in Kraft seit 1. Aug. 2000 (AS 2000 1569; BBl 1998 1394).
2 Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I des BG vom 20. März 1998, mit Wir­kung seit 1. Aug. 2000 (AS 2000 1569; BBl 1998 1394).
3 Die Be­zeich­nung der Ver­wal­tungs­ein­heit wur­de in An­wen­dung von Art. 16 Abs. 3 der Pu­bli­ka­ti­ons­ver­ord­nung vom 17. Nov. 2004 (AS 2004 4937) an­ge­passt. Die­se An­pas­sung wur­de im gan­zen Text vor­ge­nom­men.

Art. 10

Ta­ges- und Abend­ar­beit

 

1Die Ar­beit von 6 Uhr bis 20 Uhr gilt als Ta­ges­ar­beit, die Ar­beit von 20 Uhr bis 23 Uhr ist Abend­ar­beit. Ta­ges- und Abend­ar­beit sind be­wil­li­gungs­frei. Abend­ar­beit kann vom Ar­beit­ge­ber nach An­hö­rung der Ar­beit­neh­mer­ver­tre­tung im Be­trieb oder, wo ei­ne sol­che nicht be­steht, der be­trof­fe­nen Ar­beit­neh­mer ein­ge­führt wer­den.

2Be­ginn und En­de der be­trieb­li­chen Ta­ges- und Abend­ar­beit kön­nen zwi­schen 5 Uhr und 24 Uhr an­ders fest­ge­legt wer­den, wenn die Ar­beit­neh­mer­ver­tre­tung im Be­trieb oder, wo ei­ne sol­che nicht be­steht, die Mehr­heit der be­trof­fe­nen Ar­beit­neh­mer dem zu­stimmt. Die be­trieb­li­che Ta­ges- und Abend­ar­beit be­trägt auch in die­sem Fal­le höchs­tens 17 Stun­den.

3Die Ta­ges- und Abend­ar­beit des ein­zel­nen Ar­beit­neh­mers muss mit Ein­schluss der Pau­sen und der Über­zeit in­ner­halb von 14 Stun­den lie­gen.


1 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 20. März 1998, in Kraft seit 1. Aug. 2000 (AS 2000 1569; BBl 1998 1394).

Art. 11

Aus­gleich aus­fal­len­der Ar­beits­zeit

 

Wird die Ar­beit we­gen Be­triebs­stö­run­gen, we­gen Be­triebs­fe­ri­en, zwi­schen ar­beits­frei­en Ta­gen oder un­ter ähn­li­chen Um­stän­den für ver­hält­nis­mäs­sig kur­ze Zeit aus­ge­setzt oder wer­den ei­nem Ar­beit­neh­mer auf sei­nen Wunsch ar­beits­freie Ta­ge ein­ge­räumt, so darf der Ar­beit­ge­ber in­nert ei­nes an­ge­mes­se­nen Zeit­rau­mes einen ent­spre­chen­den Aus­gleich in Ab­wei­chung von der wö­chent­li­chen Höchst­ar­beits­zeit an­ord­nen. Der Aus­gleich für den ein­zel­nen Ar­beit­neh­mer darf, mit Ein­schluss von Über­zeit­ar­beit, zwei Stun­den im Tag nicht über­schrei­ten, aus­ser an ar­beits­frei­en Ta­gen oder Halb­ta­gen.

Art. 12

Vor­aus­set­zun­gen und Dau­er der Über­zeit­ar­beit

 

1Die wö­chent­li­che Höchst­ar­beits­zeit darf aus­nahms­wei­se über­schrit­ten wer­den

a.
we­gen Dring­lich­keit der Ar­beit oder aus­ser­or­dent­li­chen Ar­beit­s­an­dran­ges;
b.
für In­ven­tar­auf­nah­men, Rech­nungs­ab­schlüs­se und Li­qui­da­ti­ons­ar­bei­ten;
c.
zur Ver­mei­dung oder Be­sei­ti­gung von Be­triebs­stö­run­gen, so­weit dem Ar­beit­ge­ber nicht an­de­re Vor­keh­ren zu­ge­mu­tet wer­den kön­nen.

2Die Über­zeit darf für den ein­zel­nen Ar­beit­neh­mer zwei Stun­den im Tag nicht über­schrei­ten, aus­ser an ar­beits­frei­en Werk­ta­gen oder in Not­fäl­len, und im Ka­len­der­jahr ins­ge­samt nicht mehr be­tra­gen als:

a.
170 Stun­den für Ar­beit­neh­mer mit ei­ner wö­chent­li­chen Höchst­ar­beits­zeit von 45 Stun­den;
b.
140 Stun­den für Ar­beit­neh­mer mit ei­ner wö­chent­li­chen Höchst­ar­beits­zeit von 50 Stun­den.1

3-42


1 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 20. März 1998, in Kraft seit 1. Aug. 2000 (AS 2000 1569; BBl 1998 1394).
2 Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I des BG vom 20. März 1998, mit Wir­kung seit 1. Aug. 2000 (AS 2000 1569; BBl 1998 1394).

Art. 13

Lohn­zu­schlag für Über­zeit­ar­beit

 

1Der Ar­beit­ge­ber hat den Ar­beit­neh­mern für die Über­zeit­ar­beit einen Lohn­zu­schlag von we­nigs­tens 25 Pro­zent aus­zu­rich­ten, dem Bü­ro­per­so­nal so­wie den tech­ni­schen und an­dern An­ge­stell­ten, mit Ein­schluss des Ver­kaufs­per­so­nals in Gross­be­trie­ben des De­tail­han­dels, je­doch nur für Über­zeit­ar­beit, die 60 Stun­den im Ka­len­der­jahr über­steigt.

2Wird Über­zeit­ar­beit im Ein­ver­ständ­nis mit dem ein­zel­nen Ar­beit­neh­mer in­nert ei­nes an­ge­mes­se­nen Zeit­raums durch Frei­zeit von glei­cher Dau­er aus­ge­gli­chen, so ist kein Zu­schlag aus­zu­rich­ten.

Art. 14


1 Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I des BG vom 20. März 1998, mit Wir­kung seit 1. Aug. 2000 (AS 2000 1569; BBl 1998 1394).

 

2. Ruhezeit

Art. 15

Pau­sen

 

1Die Ar­beit ist durch Pau­sen von fol­gen­der Min­dest­dau­er zu un­ter­bre­chen:

a.
ei­ne Vier­tel­stun­de bei ei­ner täg­li­chen Ar­beits­zeit von mehr als fünfein­halb Stun­den;
b.
ei­ne hal­be Stun­de bei ei­ner täg­li­chen Ar­beits­zeit von mehr als sie­ben Stun­den;
c.
ei­ne Stun­de bei ei­ner täg­li­chen Ar­beits­zeit von mehr als neun Stun­den.

2Die Pau­sen gel­ten als Ar­beits­zeit, wenn die Ar­beit­neh­mer ih­ren Ar­beits­platz nicht ver­las­sen dür­fen.

Art. 15a

Täg­li­che Ru­he­zeit

 

1Den Ar­beit­neh­mern ist ei­ne täg­li­che Ru­he­zeit von min­des­tens elf auf­ein­an­der fol­gen­den Stun­den zu ge­wäh­ren.

2Die Ru­he­zeit kann für er­wach­se­ne Ar­beit­neh­mer ein­mal in der Wo­che bis auf acht Stun­den her­ab­ge­setzt wer­den, so­fern die Dau­er von elf Stun­den im Durch­schnitt von zwei Wo­chen ein­ge­hal­ten wird.


1 Ein­ge­fügt durch Ziff. I des BG vom 20. März 1998, in Kraft seit 1. Aug. 2000 (AS 2000 1569; BBl 1998 1394).

Art. 16

Ver­bot der Nacht­ar­beit

 

Die Be­schäf­ti­gung von Ar­beit­neh­mern aus­ser­halb der be­trieb­li­chen Ta­ges- und Abend­ar­beit nach Ar­ti­kel 10 (Nacht­ar­beit) ist un­ter­sagt. Vor­be­hal­ten bleibt Ar­ti­kel 17.


1 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 20. März 1998, in Kraft seit 1. Aug. 2000 (AS 2000 1569; BBl 1998 1394).

Art. 17

Aus­nah­men vom Ver­bot der Nacht­ar­beit

 

1Aus­nah­men vom Ver­bot der Nacht­ar­beit be­dür­fen der Be­wil­li­gung.

2Dau­ern­de oder re­gel­mäs­sig wie­der­keh­ren­de Nacht­ar­beit wird be­wil­ligt, so­fern sie aus tech­ni­schen oder wirt­schaft­li­chen Grün­den un­ent­behr­lich ist.

3Vor­über­ge­hen­de Nacht­ar­beit wird be­wil­ligt, so­fern ein drin­gen­des Be­dürf­nis nach­ge­wie­sen wird.

4Nacht­ar­beit zwi­schen 5 Uhr und 6 Uhr so­wie zwi­schen 23 Uhr und 24 Uhr wird be­wil­ligt, so­fern ein drin­gen­des Be­dürf­nis nach­ge­wie­sen wird.

5Dau­ern­de oder re­gel­mäs­sig wie­der­keh­ren­de Nacht­ar­beit wird vom SE­CO, vor­über­ge­hen­de Nacht­ar­beit von der kan­to­na­len Be­hör­de be­wil­ligt.

6Der Ar­beit­ge­ber darf den Ar­beit­neh­mer oh­ne des­sen Ein­ver­ständ­nis nicht zu Nacht­ar­beit her­an­zie­hen.


1 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 20. März 1998, in Kraft seit 1. Aug. 2000 (AS 2000 1569; BBl 1998 1394).

Art. 17a

Dau­er der Nacht­ar­beit

 

1Bei Nacht­ar­beit darf die täg­li­che Ar­beits­zeit für den ein­zel­nen Ar­beit­neh­mer neun Stun­den nicht über­schrei­ten; sie muss, mit Ein­schluss der Pau­sen, in­ner­halb ei­nes Zeit­rau­mes von zehn Stun­den lie­gen.

2Wird der Ar­beit­neh­mer in höchs­tens drei von sie­ben auf­ein­an­der fol­gen­den Näch­ten be­schäf­tigt, so darf die täg­li­che Ar­beits­zeit un­ter den Vor­aus­set­zun­gen, wel­che durch Ver­ord­nung fest­zu­le­gen sind, zehn Stun­den be­tra­gen; sie muss aber, mit Ein­schluss der Pau­sen, in­ner­halb ei­nes Zeit­rau­mes von zwölf Stun­den lie­gen.


1 Ein­ge­fügt durch Ziff. I des BG vom 20. März 1998, in Kraft seit 1. Aug. 2000 (AS 2000 1569; BBl 1998 1394).

Art. 17b

Lohn- und Zeit­zu­schlag

 

1Dem Ar­beit­neh­mer, der nur vor­über­ge­hend Nacht­ar­beit ver­rich­tet, hat der Ar­beit­ge­ber einen Lohn­zu­schlag von min­des­tens 25 Pro­zent zu be­zah­len.

2Ar­beit­neh­mer, die dau­ernd oder re­gel­mäs­sig wie­der­keh­rend Nacht­ar­beit leis­ten, ha­ben An­spruch auf ei­ne Kom­pen­sa­ti­on von 10 Pro­zent der Zeit, wäh­rend der sie Nacht­ar­beit ge­leis­tet ha­ben. Die Aus­gleichs­ru­he­zeit ist in­ner­halb ei­nes Jah­res zu ge­wäh­ren. Für Ar­beit­neh­mer, die re­gel­mäs­sig abends oder mor­gens höchs­tens ei­ne Rand­stun­de in der Nacht­zeit ar­bei­ten, kann der Aus­gleich auch als Lohn­zu­schlag ge­währt wer­den.

3Die Aus­gleichs­ru­he­zeit ge­mä­ss Ab­satz 2 ist nicht zu ge­wäh­ren, wenn:

a.
die durch­schnitt­li­che be­trieb­li­che Schicht­dau­er ein­sch­liess­lich der Pau­sen sie­ben Stun­den nicht über­schrei­tet, oder
b.
die Per­son, die Nacht­ar­beit leis­tet, nur in vier Näch­ten pro Wo­che (Vier-Ta­ge-Wo­che) be­schäf­tigt wird, oder
c.
den Ar­beit­neh­mern durch Ge­samt­ar­beits­ver­trag oder die ana­lo­ge An­wen­dung öf­fent­lich-recht­li­cher Vor­schrif­ten an­de­re gleich­wer­ti­ge Aus­gleichs­ru­he­zei­ten in­ner­halb ei­nes Jah­res ge­währt wer­den.

4 Aus­gleichs­re­ge­lun­gen nach Ab­satz 3 Buch­sta­be c sind dem SE­CO zur Be­ur­tei­lung vor­zu­le­gen; die­ses stellt die Gleich­wer­tig­keit mit der ge­setz­li­chen Aus­gleichs­ru­he­zeit nach Ab­satz 2 fest.


1 Ein­ge­fügt durch Ziff. I des BG vom 20. März 1998, in Kraft seit 1. Aug. 2000 (AS 2000 1569; BBl 1998 1394).

Art. 17c

Me­di­zi­ni­sche Un­ter­su­chung und Be­ra­tung

 

1Der Ar­beit­neh­mer, der über län­ge­re Zeit Nacht­ar­beit ver­rich­tet, hat An­spruch auf ei­ne Un­ter­su­chung sei­nes Ge­sund­heits­zu­stan­des so­wie dar­auf, sich be­ra­ten zu las­sen, wie die mit sei­ner Ar­beit ver­bun­de­nen Ge­sund­heits­pro­ble­me ver­min­dert oder ver­mie­den wer­den kön­nen.

2Die Ein­zel­hei­ten wer­den durch Ver­ord­nung ge­re­gelt. Für be­stimm­te Grup­pen von Ar­beit­neh­mern kann die me­di­zi­ni­sche Un­ter­su­chung ob­li­ga­to­risch er­klärt wer­den.

3Die Kos­ten der me­di­zi­ni­schen Un­ter­su­chung und der Be­ra­tung trägt der Ar­beit­ge­ber, so­weit nicht die Kran­ken­kas­se oder ein an­de­rer Ver­si­che­rer des Ar­beit­neh­mers da­für auf­kommt.


1 Ein­ge­fügt durch Ziff. I des BG vom 20. März 1998, in Kraft seit 1. Aug. 2000 (AS 2000 1569; BBl 1998 1394).

Art. 17d

Un­taug­lich­keit zur Nacht­ar­beit

 

Der Ar­beit­ge­ber hat den Ar­beit­neh­mer, der aus ge­sund­heit­li­chen Grün­den zur Nacht­ar­beit un­taug­lich er­klärt wird, nach Mög­lich­keit zu ei­ner ähn­li­chen Ta­ges­ar­beit zu ver­set­zen, zu der er taug­lich ist.


1 Ein­ge­fügt durch Ziff. I des BG vom 20. März 1998, in Kraft seit 1. Aug. 2000 (AS 2000 1569; BBl 1998 1394).

Art. 17e

Wei­te­re Mass­nah­men bei Nacht­ar­beit

 

1So­weit nach den Um­stän­den er­for­der­lich ist der Ar­beit­ge­ber, der re­gel­mäs­sig Ar­beit­neh­mer in der Nacht be­schäf­tigt, ver­pflich­tet, wei­te­re ge­eig­ne­te Mass­nah­men zum Schutz der Ar­beit­neh­mer vor­zu­se­hen, na­ment­lich im Hin­blick auf die Si­cher­heit des Ar­beits­we­ges, die Or­ga­ni­sa­ti­on des Trans­por­tes, die Ru­he­ge­le­gen­hei­ten und Ver­pfle­gungs­mög­lich­kei­ten so­wie die Kin­der­be­treu­ung.

2Die Be­wil­li­gungs­be­hör­den kön­nen die Ar­beits­zeit­be­wil­li­gun­gen mit ent­spre­chen­den Auf­la­gen ver­bin­den.


1 Ein­ge­fügt durch Ziff. I des BG vom 20. März 1998, in Kraft seit 1. Aug. 2000 (AS 2000 1569; BBl 1998 1394).

Art. 18

Ver­bot der Sonn­tags­ar­beit

 

1In der Zeit zwi­schen Sams­tag 23 Uhr und Sonn­tag 23 Uhr ist die Be­schäf­ti­gung von Ar­beit­neh­mern un­ter­sagt. Vor­be­hal­ten bleibt Ar­ti­kel 19.

2Der in Ab­satz 1 fest­ge­leg­te Zeit­raum von 24 Stun­den kann um höchs­tens ei­ne Stun­de vor­ge­zo­gen oder ver­scho­ben wer­den, wenn die Ar­beit­neh­mer­ver­tre­tung im Be­trieb oder, wo ei­ne sol­che nicht be­steht, die Mehr­heit der be­trof­fe­nen Ar­beit­neh­mer dem zu­stimmt.


1 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 20. März 1998, in Kraft seit 1. Aug. 2000 (AS 2000 1569; BBl 1998 1394).

Art. 19

Aus­nah­men vom Ver­bot der Sonn­tags­ar­beit

 

1Aus­nah­men vom Ver­bot der Sonn­tags­ar­beit be­dür­fen der Be­wil­li­gung.

2Dau­ern­de oder re­gel­mäs­sig wie­der­keh­ren­de Sonn­tags­ar­beit wird be­wil­ligt, so­fern sie aus tech­ni­schen oder wirt­schaft­li­chen Grün­den un­ent­behr­lich ist.

3Vor­über­ge­hen­de Sonn­tags­ar­beit wird be­wil­ligt, so­fern ein drin­gen­des Be­dürf­nis nach­ge­wie­sen wird. Dem Ar­beit­neh­mer ist ein Lohn­zu­schlag von 50 Pro­zent zu be­zah­len.

4Dau­ern­de oder re­gel­mäs­sig wie­der­keh­ren­de Sonn­tags­ar­beit wird vom SE­CO, vor­über­ge­hen­de Sonn­tags­ar­beit von der kan­to­na­len Be­hör­de be­wil­ligt.

5Der Ar­beit­ge­ber darf den Ar­beit­neh­mer oh­ne des­sen Ein­ver­ständ­nis nicht zu Sonn­tags­ar­beit her­an­zie­hen.

6Die Kan­to­ne kön­nen höchs­tens vier Sonn­ta­ge pro Jahr be­zeich­nen, an de­nen Ar­beit­neh­mer in Ver­kaufs­ge­schäf­ten oh­ne Be­wil­li­gung be­schäf­tigt wer­den dür­fen.2


1 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 20. März 1998, in Kraft seit 1. Aug. 2000 (AS 2000 1569; BBl 1998 1394).
2 Ein­ge­fügt durch Ziff. I des BG vom 21. Dez. 2007, in Kraft seit 1. Ju­li 2008 (AS 2008 2903; BBl 2007 4261 4269).

Art. 20

Frei­er Sonn­tag und Er­satz­ru­he

 

1In­nert zwei­er Wo­chen muss we­nigs­tens ein­mal ein gan­zer Sonn­tag als wö­chent­li­cher Ru­he­tag un­mit­tel­bar vor oder nach der täg­li­chen Ru­he­zeit frei­ge­ge­ben wer­den. Vor­be­hal­ten bleibt Ar­ti­kel 24.

2Sonn­tags­ar­beit von ei­ner Dau­er bis zu fünf Stun­den ist durch Frei­zeit aus­zu­glei­chen. Dau­ert sie län­ger als fünf Stun­den, so ist wäh­rend der vor­her­ge­hen­den oder der nach­fol­gen­den Wo­che im An­schluss an die täg­li­che Ru­he­zeit ein auf einen Ar­beits­tag fal­len­der Er­satz­ru­he­tag von min­des­tens 24 auf­ein­an­der fol­gen­den Stun­den zu ge­wäh­ren.

3Der Ar­beit­ge­ber darf die Ar­beit­neh­mer wäh­rend der Er­satz­ru­he vor­über­ge­hend zur Ar­beit her­an­zie­hen, so­weit dies not­wen­dig ist, um dem Ver­derb von Gü­tern vor­zu­beu­gen oder um Be­triebs­stö­run­gen zu ver­mei­den oder zu be­sei­ti­gen; doch ist die Er­satz­ru­he spä­tes­tens in der fol­gen­den Wo­che zu ge­wäh­ren.


1 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 20. März 1998, in Kraft seit 1. Aug. 2000 (AS 2000 1569; BBl 1998 1394).

Art. 20a

Fei­er­ta­ge und re­li­gi­öse Fei­ern

 

1Der Bun­des­fei­er­tag ist den Sonn­ta­gen gleich­ge­stellt. Die Kan­to­ne kön­nen höchs­tens acht wei­te­re Fei­er­ta­ge im Jahr den Sonn­ta­gen gleich­stel­len und sie nach Kan­tons­tei­len ver­schie­den an­set­zen.

2Der Ar­beit­neh­mer ist be­rech­tigt, an an­dern als den von den Kan­to­nen an­er­kann­ten re­li­gi­ösen Fei­er­ta­gen die Ar­beit aus­zu­set­zen. Er hat je­doch sein Vor­ha­ben dem Ar­beit­ge­ber spä­tes­tens drei Ta­ge im Vor­aus an­zu­zei­gen. Ar­ti­kel 11 ist an­wend­bar.

3Für den Be­such von re­li­gi­ösen Fei­ern muss der Ar­beit­ge­ber dem Ar­beit­neh­mer auf des­sen Wunsch die er­for­der­li­che Zeit nach Mög­lich­keit frei­ge­ben.


1 Ein­ge­fügt durch Ziff. I des BG vom 20. März 1998, in Kraft seit 1. Aug. 2000 (AS 2000 1569; BBl 1998 1394).

Art. 21

Wö­chent­li­cher frei­er Halb­tag

 

1Wird die wö­chent­li­che Ar­beits­zeit auf mehr als fünf Ta­ge ver­teilt, so ist den Ar­beit­neh­mern je­de Wo­che ein frei­er Halb­tag zu ge­wäh­ren, mit Aus­nah­me der Wo­chen, in die ein ar­beits­frei­er Tag fällt.

2Der Ar­beit­ge­ber darf im Ein­ver­ständ­nis mit dem Ar­beit­neh­mer die wö­chent­li­chen frei­en Halb­ta­ge für höchs­tens vier Wo­chen zu­sam­men­hän­gend ge­wäh­ren; die wö­chent­li­che Höchst­ar­beits­zeit ist im Durch­schnitt ein­zu­hal­ten.

3Ar­ti­kel 20 Ab­satz 3 ist sinn­ge­mä­ss an­wend­bar.1


1 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 20. März 1998, in Kraft seit 1. Aug. 2000 (AS 2000 1569; BBl 1998 1394).

Art. 22

Ver­bot der Ab­gel­tung der Ru­he­zeit

 

So­weit das Ge­setz Ru­he­zei­ten vor­schreibt, dür­fen die­se nicht durch Geld­leis­tun­gen oder an­de­re Ver­güns­ti­gun­gen ab­ge­gol­ten wer­den, aus­ser bei Be­en­di­gung des Ar­beits­ver­hält­nis­ses.


1 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 20. März 1998, in Kraft seit 1. Aug. 2000 (AS 2000 1569; BBl 1998 1394).

3. Ununterbrochener Betrieb

Art. 23


1 Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I des BG vom 20. März 1998, mit Wir­kung seit 1. Aug. 2000 (AS 2000 1569; BBl 1998 1394).

 

Art. 24

Un­un­ter­bro­che­ner Be­trieb

 

1Der un­un­ter­bro­che­ne Be­trieb be­darf der Be­wil­li­gung.

2Dau­ern­der oder wie­der­keh­ren­der un­un­ter­bro­che­ner Be­trieb wird be­wil­ligt, so­fern er aus tech­ni­schen oder wirt­schaft­li­chen Grün­den un­ent­behr­lich ist.

3Vor­über­ge­hen­der un­un­ter­bro­che­ner Be­trieb wird be­wil­ligt, so­fern ein drin­gen­des Be­dürf­nis nach­ge­wie­sen wird.

4Dau­ern­der oder wie­der­keh­ren­der un­un­ter­bro­che­ner Be­trieb wird vom SE­CO, vor­über­ge­hen­der un­un­ter­bro­che­ner Be­trieb von der kan­to­na­len Be­hör­de be­wil­ligt.

5Durch Ver­ord­nung wird be­stimmt, un­ter wel­chen zu­sätz­li­chen Vor­aus­set­zun­gen und wie weit bei un­un­ter­bro­che­nem Be­trieb die täg­li­che und wö­chent­li­che Höchst­ar­beits­zeit ver­län­gert und die Ru­he­zeit an­ders ver­teilt wer­den kann. Da­bei darf in der Re­gel die wö­chent­li­che Höchst­ar­beits­zeit im Durch­schnitt von 16 Wo­chen nicht über­schrit­ten wer­den.

6Im Üb­ri­gen sind auf den un­un­ter­bro­che­nen Be­trieb die Vor­schrif­ten über die Nacht- und Sonn­tags­ar­beit an­wend­bar.


1 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 20. März 1998, in Kraft seit 1. Aug. 2000 (AS 2000 1569; BBl 1998 1394).

4. Weitere Vorschriften

Art. 25

Schich­ten­wech­sel

 

1Die Ar­beits­zeit ist so ein­zu­tei­len, dass der ein­zel­ne Ar­beit­neh­mer nicht län­ger als wäh­rend sechs auf­ein­an­der fol­gen­den Wo­chen die glei­che Schicht zu leis­ten hat.

2Bei zwei­schich­ti­ger Ar­beit am Tag und am Abend muss der Ar­beit­neh­mer an bei­den Schich­ten und bei Nacht­ar­beit an der Ta­ges- und Nacht­ar­beit gleich­mäs­sig An­teil ha­ben.

3Wenn die be­trof­fe­nen Ar­beit­neh­mer ein­ver­stan­den sind und die durch Ver­ord­nung fest­zu­le­gen­den Be­din­gun­gen und Auf­la­gen ein­ge­hal­ten wer­den, kann die Dau­er von sechs Wo­chen ver­län­gert, oder aber es kann auf den Wech­sel ganz ver­zich­tet wer­den.


1 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 20. März 1998, in Kraft seit 1. Aug. 2000 (AS 2000 1569; BBl 1998 1394).

Art. 26

Wei­te­re Schutz­be­stim­mun­gen

 

1Über die Über­zeit-, Nacht- und Sonn­tags­ar­beit so­wie über die Schicht­ar­beit und den un­un­ter­bro­che­nen Be­trieb kön­nen zum Schut­ze der Ar­beit­neh­mer durch Ver­ord­nung im Rah­men der wö­chent­li­chen Höchst­ar­beits­zeit wei­te­re Be­stim­mun­gen auf­ge­stellt wer­den.1

2Die wö­chent­li­che Höchst­ar­beits­zeit kann für be­stimm­te Grup­pen von Be­trie­ben oder Ar­beit­neh­mern durch Ver­ord­nung ver­kürzt wer­den, so­weit dies zum Schut­ze der Ge­sund­heit der Ar­beit­neh­mer er­for­der­lich ist.


1 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 20. März 1998, in Kraft seit 1. Aug. 2000 (AS 2000 1569; BBl 1998 1394).

Art. 27

Son­der­be­stim­mun­gen für be­stimm­te Grup­pen von Be­trie­ben oder Ar­beit­neh­mern

 

1Be­stimm­te Grup­pen von Be­trie­ben oder Ar­beit­neh­mern kön­nen durch Ver­ord­nung ganz oder teil­wei­se von den Vor­schrif­ten der Ar­ti­kel 9-17a, 17b Ab­satz 1, 18-20, 21, 24, 25, 31 und 36 aus­ge­nom­men und ent­spre­chen­den Son­der­be­stim­mun­gen un­ter­stellt wer­den, so­weit dies mit Rück­sicht auf ih­re be­son­de­ren Ver­hält­nis­se not­wen­dig ist.1

1bisIns­be­son­de­re wer­den klein­ge­werb­li­che Be­trie­be, für die Nacht- und Sonn­tags­ar­beit be­triebs­not­wen­dig ist, von der Be­wil­li­gungs­pflicht aus­ge­nom­men.2

1terIn Ver­kaufs­stel­len und Dienst­leis­tungs­be­trie­ben in Bahn­hö­fen, wel­che auf Grund des gros­sen Rei­se­ver­kehrs Zen­tren des öf­fent­li­chen Ver­kehrs sind, so­wie in Flug­hä­fen dür­fen Ar­beit­neh­me­rin­nen und Ar­beit­neh­mer sonn­tags be­schäf­tigt wer­den.3

1qua­terAuf Au­to­bahn­rast­stät­ten und an Haupt­ver­kehrs­we­gen mit star­kem Rei­se­ver­kehr dür­fen in Tank­stel­len­shops, de­ren Wa­ren- und Dienst­leis­tungs­an­ge­bot in ers­ter Li­nie auf die Be­dürf­nis­se der Rei­sen­den aus­ge­rich­tet ist, Ar­beit­neh­me­rin­nen und Ar­beit­neh­mer sonn­tags und in der Nacht be­schäf­tigt wer­den.4

2Sol­che Son­der­be­stim­mun­gen kön­nen ins­be­son­de­re er­las­sen wer­den

a.
für Be­trie­be der Er­zie­hung, des Un­ter­richts, der Für­sor­ge, der Kran­ken­pfle­ge, der ärzt­li­chen Be­hand­lung so­wie für Apo­the­ken;
b.
für Be­trie­be der Be­her­ber­gung, der Be­wir­tung und der Un­ter­hal­tung so­wie für Be­trie­be, die der Ver­sor­gung des Gast­ge­wer­bes bei be­son­de­ren An­läs­sen die­nen;
c.
für Be­trie­be, die den Be­dürf­nis­sen des Frem­den­ver­kehrs oder der land­wirt­schaft­li­chen Be­völ­ke­rung die­nen;
d.
für Be­trie­be, die der Ver­sor­gung mit leicht ver­derb­li­chen Gü­tern die­nen;
e.
für Be­trie­be, die der Ver­ar­bei­tung land­wirt­schaft­li­cher Er­zeug­nis­se die­nen, so­wie für Gar­ten­bau­be­trie­be, die nicht un­ter Ar­ti­kel 2 Ab­satz 1 Buch­sta­be e fal­len;
f.
für Forst­be­trie­be;
g.
für Be­trie­be, die der Ver­sor­gung mit Elek­tri­zi­tät, Gas oder Was­ser die­nen;
h.
für Be­trie­be, die der Ver­sor­gung von Fahr­zeu­gen mit Be­triebss­tof­fen oder ih­rer In­stand­hal­tung und In­stand­stel­lung die­nen;
i.
für Re­dak­tio­nen von Zei­tun­gen und Zeit­schrif­ten;
k.
für das Bo­den­per­so­nal der Luft­fahrt;
l.
für Ar­beit­neh­mer auf Bau­plät­zen und in Stein­brü­chen, für wel­che we­gen ih­rer geo­gra­phi­schen La­ge oder we­gen be­son­de­rer kli­ma­ti­scher oder tech­ni­scher Ver­hält­nis­se ei­ne be­son­de­re Ord­nung der Ar­beits­zeit er­for­der­lich ist;
m.
für Ar­beit­neh­mer, de­ren Ar­beits­zeit in er­heb­li­chem Mas­se blos­se Prä­senz­zeit ist oder de­ren Tä­tig­keit in er­heb­li­chem Mas­se Rei­sen oder ei­ne häu­fi­ge Ver­le­gung des Ar­beits­plat­zes er­for­dert.

1 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 20. März 1998, in Kraft seit 1. Aug. 2000 (AS 2000 1569; BBl 1998 1394).
2 Ein­ge­fügt durch Ziff. I des BG vom 20. März 1998, in Kraft seit 1. Aug. 2000 (AS 2000 1569; BBl 1998 1394).
3 Ein­ge­fügt durch Ziff. I des BG vom 8. Okt. 2004, in Kraft seit 1. April 2006 (AS 2006 961; BBl 2004 1621 1629).
4 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der BG vom 14. Dez 2012, in Kraft seit 1. Dez. 2013 (AS 2013 4081; BBl 2011 8981, 2012 437).

Art. 28

Ge­ring­fü­gi­ge Ab­wei­chun­gen

 

Die zu­stän­di­ge Be­hör­de ist er­mäch­tigt, in ih­ren Ar­beits­zeit­be­wil­li­gun­gen aus­nahms­wei­se ge­ring­fü­gi­ge Ab­wei­chun­gen von den Vor­schrif­ten des Ge­set­zes oder ei­ner Ver­ord­nung vor­zu­se­hen, so­weit der Be­fol­gung die­ser Vor­schrif­ten aus­ser­or­dent­li­che Schwie­rig­kei­ten ent­ge­gen­ste­hen und das Ein­ver­ständ­nis der Mehr­heit der be­tei­lig­ten Ar­beit­neh­mer oder de­ren Ver­tre­tung im Be­trie­be vor­liegt.

IV. Sonderschutzvorschriften

1. Jugendliche Arbeitnehmer

Art. 29

All­ge­mei­ne Vor­schrif­ten

 

1Als Ju­gend­li­che gel­ten Ar­beit­neh­mer bei­der Ge­schlech­ter bis zum vollen­de­ten 18. Al­ters­jahr.1

2Der Ar­beit­ge­ber hat auf die Ge­sund­heit der Ju­gend­li­chen ge­büh­rend Rück­sicht zu neh­men und für die Wah­rung der Sitt­lich­keit zu sor­gen. Er hat na­ment­lich dar­auf zu ach­ten, dass die Ju­gend­li­chen nicht über­an­strengt wer­den und vor schlech­ten Ein­flüs­sen im Be­trie­be be­wahrt blei­ben.

3Die Ver­wen­dung Ju­gend­li­cher für be­stimm­te Ar­bei­ten kann zum Schut­ze von Le­ben und Ge­sund­heit oder zur Wah­rung der Sitt­lich­keit durch Ver­ord­nung un­ter­sagt oder von be­son­de­ren Vor­aus­set­zun­gen ab­hän­gig ge­macht wer­den.

4Bei der Ein­stel­lung ei­nes Ju­gend­li­chen hat der Ar­beit­ge­ber einen Al­ters­aus­weis zu ver­lan­gen. Durch Ver­ord­nung kann be­stimmt wer­den, dass aus­ser­dem ein ärzt­li­ches Zeug­nis bei­zu­brin­gen ist.


1 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 23. Ju­ni 2006, in Kraft seit 1. Jan. 2008 (AS 2007 4957; BBl 2004 6773).

Art. 30

Min­destal­ter

 

1Vor dem vollen­de­ten 15. Al­ters­jahr dür­fen Ju­gend­li­che nicht be­schäf­tigt wer­den. Vor­be­hal­ten blei­ben die Ab­sät­ze 2 und 3.

2Durch Ver­ord­nung wird be­stimmt, für wel­che Grup­pen von Be­trie­ben oder Ar­beit­neh­mern so­wie un­ter wel­chen Vor­aus­set­zun­gen:

a.
Ju­gend­li­che im Al­ter von über 13 Jah­ren zu Bo­ten­gän­gen und leich­ten Ar­bei­ten her­an­ge­zo­gen wer­den dür­fen;
b.
Ju­gend­li­che im Al­ter von un­ter 15 Jah­ren bei kul­tu­rel­len, künst­le­ri­schen und sport­li­chen Dar­bie­tun­gen so­wie in der Wer­bung be­schäf­tigt wer­den dür­fen.1

3Die Kan­to­ne, in de­nen die Schul­pflicht vor dem vollen­de­ten 15. Al­ters­jahr en­digt, kön­nen durch Ver­ord­nung er­mäch­tigt wer­den, für schul­ent­las­se­ne Ju­gend­li­che im Al­ter von mehr als 14 Jah­ren un­ter be­son­de­ren Vor­aus­set­zun­gen Aus­nah­men zu be­wil­li­gen.


1 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 20. März 1998, in Kraft seit 1. Aug. 2000 (AS 2000 1569; BBl 1998 1394).

Art. 31

Ar­beits- und Ru­he­zeit

 

1Die täg­li­che Ar­beits­zeit der Ju­gend­li­chen darf die­je­ni­ge der an­dern im Be­trie­be be­schäf­tig­ten Ar­beit­neh­mer und, falls kei­ne an­de­ren Ar­beit­neh­mer vor­han­den sind, die orts­üb­li­che Ar­beits­zeit nicht über­schrei­ten und nicht mehr als neun Stun­den be­tra­gen. Auf die Ar­beits­zeit sind all­fäl­li­ge Über­zeit­ar­beit so­wie ob­li­ga­to­ri­scher Un­ter­richt, so­weit er in die Ar­beits­zeit fällt, an­zu­rech­nen.1

2Die Ta­ges­ar­beit der Ju­gend­li­chen muss, mit Ein­schluss der Pau­sen, in­ner­halb ei­nes Zeit­rau­mes von zwölf Stun­den lie­gen. Ju­gend­li­che bis zum vollen­de­ten 16. Al­ters­jahr dür­fen höchs­tens bis 20 Uhr und Ju­gend­li­che von mehr als 16 Jah­ren höchs­tens bis 22 Uhr be­schäf­tigt wer­den. Vor­be­hal­ten blei­ben ab­wei­chen­de Be­stim­mun­gen über die Be­schäf­ti­gung Ju­gend­li­cher im Sin­ne von Ar­ti­kel 30 Ab­satz 2.2

3Ju­gend­li­che dür­fen bis zum vollen­de­ten 16. Al­ters­jahr zu Über­zeit­ar­beit nicht ein­ge­setzt wer­den.3

4Der Ar­beit­ge­ber darf Ju­gend­li­che wäh­rend der Nacht und an Sonn­ta­gen nicht be­schäf­ti­gen. Aus­nah­men kön­nen, ins­be­son­de­re im In­ter­es­se der be­ruf­li­chen Aus­bil­dung so­wie für die Be­schäf­ti­gung Ju­gend­li­cher im Sin­ne von Ar­ti­kel 30 Ab­satz 2, durch Ver­ord­nung vor­ge­se­hen wer­den.4


1 Fas­sung des Sat­zes ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 20. März 1998, in Kraft seit 1. Aug. 2000 (AS 2000 1569; BBl 1998 1394).
2 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 20. März 1998, in Kraft seit 1. Aug. 2000 (AS 2000 1569; BBl 1998 1394).
3 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 20. März 1998, in Kraft seit 1. Aug. 2000 (AS 2000 1569; BBl 1998 1394).
4 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 20. März 1998, in Kraft seit 1. Aug. 2000 (AS 2000 1569; BBl 1998 1394).

Art. 32

Be­son­de­re Für­sor­ge­pflich­ten des Ar­beit­ge­bers

 

1Er­krankt der Ju­gend­li­che, er­lei­det er einen Un­fall oder er­weist er sich als ge­sund­heit­lich oder sitt­lich ge­fähr­det, so ist der In­ha­ber der el­ter­li­chen Sor­ge oder der Vor­mund zu be­nach­rich­ti­gen.1 Bis zum Ein­tref­fen ih­rer Wei­sun­gen hat der Ar­beit­ge­ber die ge­bo­te­nen Mass­nah­men zu tref­fen.

2Lebt der Ju­gend­li­che in der Haus­ge­mein­schaft des Ar­beit­ge­bers, so hat die­ser für ei­ne aus­rei­chen­de und dem Al­ter ent­spre­chen­de Ver­pfle­gung so­wie für ge­sund­heit­lich und sitt­lich ein­wand­freie Un­ter­kunft zu sor­gen.


1 Fas­sung ge­mä­ss An­hang Ziff. 24 des BG vom 19. Dez. 2008 (Er­wach­se­nen­schutz, Per­so­nen­recht und Kin­des­recht), in Kraft seit 1. Jan. 2013 (AS 2011 725; BBl 2006 7001).

Art. 33 und 34


1 Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I des BG vom 20. März 1998, mit Wir­kung seit 1. Aug. 2000 (AS 2000 1569; BBl 1998 1394).

 

2. Schwangere Frauen und stillende Mütter

Art. 35

Ge­sund­heits­schutz bei Mut­ter­schaft

 

1Der Ar­beit­ge­ber hat schwan­ge­re Frau­en und stil­len­de Müt­ter so zu be­schäf­ti­gen und ih­re Ar­beits­be­din­gun­gen so zu ge­stal­ten, dass ih­re Ge­sund­heit und die Ge­sund­heit des Kin­des nicht be­ein­träch­tigt wer­den.

2Durch Ver­ord­nung kann die Be­schäf­ti­gung schwan­ge­rer Frau­en und stil­len­der Müt­ter für be­schwer­li­che und ge­fähr­li­che Ar­bei­ten aus ge­sund­heit­li­chen Grün­den un­ter­sagt oder von be­son­de­ren Vor­aus­set­zun­gen ab­hän­gig ge­macht wer­den.

3Schwan­ge­re Frau­en und stil­len­de Müt­ter, die auf­grund der Vor­schrif­ten von Ab­satz 2 be­stimm­te Ar­bei­ten nicht ver­rich­ten kön­nen, ha­ben An­spruch auf 80 Pro­zent des Loh­nes, samt ei­ner an­ge­mes­se­nen Ver­gü­tung für aus­fal­len­den Na­tu­ral­lohn, so­weit ih­nen der Ar­beit­ge­ber kei­ne gleich­wer­ti­ge Er­satz­ar­beit zu­wei­sen kann.

Art. 35a

Be­schäf­ti­gung bei Mut­ter­schaft

 

1Schwan­ge­re und stil­len­de Frau­en dür­fen nur mit ih­rem Ein­ver­ständ­nis be­schäf­tigt wer­den.

2Schwan­ge­re dür­fen auf blos­se An­zei­ge hin von der Ar­beit fern­blei­ben oder die Ar­beit ver­las­sen. Stil­len­den Müt­tern ist die er­for­der­li­che Zeit zum Stil­len frei­zu­ge­ben.

3Wöch­ne­rin­nen dür­fen wäh­rend acht Wo­chen nach der Nie­der­kunft nicht und da­nach bis zur 16. Wo­che nur mit ih­rem Ein­ver­ständ­nis be­schäf­tigt wer­den.

4Schwan­ge­re Frau­en dür­fen ab der 8. Wo­che vor der Nie­der­kunft zwi­schen 20 Uhr und 6 Uhr nicht be­schäf­tigt wer­den.

Art. 35b

Er­satz­ar­beit und Lohn­fort­zah­lung bei Mut­ter­schaft

 

1Der Ar­beit­ge­ber hat schwan­ge­ren Frau­en, die zwi­schen 20 Uhr und 6 Uhr be­schäf­tigt wer­den, nach Mög­lich­keit ei­ne gleich­wer­ti­ge Ar­beit zwi­schen 6 Uhr und 20 Uhr an­zu­bie­ten. Die­se Ver­pflich­tung gilt auch für die Zeit zwi­schen der 8. und der 16. Wo­che nach der Nie­der­kunft.

2Frau­en, die zwi­schen 20 Uhr und 6 Uhr be­schäf­tigt wer­den, ha­ben wäh­rend der in Ab­satz 1 fest­ge­leg­ten Zeiträu­me An­spruch auf 80 Pro­zent des Loh­nes, oh­ne all­fäl­li­ge Zu­schlä­ge für Nacht­ar­beit, samt ei­ner an­ge­mes­se­nen Ver­gü­tung für aus­fal­len­den Na­tu­ral­lohn, so­weit ih­nen kei­ne an­de­re gleich­wer­ti­ge Ar­beit an­ge­bo­ten wer­den kann.

3. Arbeitnehmer mit Familienpflichten

Art. 36


1 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 20. März 1998, in Kraft seit 1. Aug. 2000 (AS 2000 1569; BBl 1998 1394).

 

1Bei der Fest­set­zung der Ar­beits- und Ru­he­zeit ist auf Ar­beit­neh­mer mit Fa­mi­li­en­pflich­ten be­son­ders Rück­sicht zu neh­men. Als Fa­mi­li­en­pflich­ten gel­ten die Er­zie­hung von Kin­dern bis 15 Jah­ren so­wie die Be­treu­ung pfle­ge­be­dürf­ti­ger An­ge­hö­ri­ger oder na­he ste­hen­der Per­so­nen.

2Die­se Ar­beit­neh­mer dür­fen nur mit ih­rem Ein­ver­ständ­nis zu Über­zeit­ar­beit her­an­ge­zo­gen wer­den. Auf ihr Ver­lan­gen ist ih­nen ei­ne Mit­tags­pau­se von we­nigs­tens an­dert­halb Stun­den zu ge­wäh­ren.

3Der Ar­beit­ge­ber hat Ar­beit­neh­mern mit Fa­mi­li­en­pflich­ten ge­gen Vor­la­ge ei­nes ärzt­li­chen Zeug­nis­ses die zur Be­treu­ung kran­ker Kin­der er­for­der­li­che Zeit im Um­fang bis zu drei Ta­gen frei­zu­ge­ben.

4. Andere Gruppen von Arbeitnehmern

Art. 36a

 

Durch Ver­ord­nung kann die Be­schäf­ti­gung an­de­rer Grup­pen von Ar­beit­neh­mern für be­schwer­li­che und ge­fähr­li­che Ar­bei­ten aus ge­sund­heit­li­chen Grün­den un­ter­sagt oder von be­son­de­ren Vor­aus­set­zun­gen ab­hän­gig ge­macht wer­den.

V. Betriebsordnung

Art. 37

Auf­stel­lung

 

1Für in­dus­tri­el­le Be­trie­be ist ei­ne Be­triebs­ord­nung auf­zu­stel­len.

2Durch Ver­ord­nung kann die Auf­stel­lung ei­ner Be­triebs­ord­nung auch für nicht-in­dus­tri­el­le Be­trie­be vor­ge­schrie­ben wer­den, so­weit die Art des Be­trie­bes oder die Zahl der Ar­beit­neh­mer dies recht­fer­ti­gen.

3An­de­re nicht-in­dus­tri­el­le Be­trie­be kön­nen nach Mass­ga­be der Vor­schrif­ten die­ses Ab­schnit­tes frei­wil­lig ei­ne Be­triebs­ord­nung auf­stel­len.

4Die Be­triebs­ord­nung wird zwi­schen dem Ar­beit­ge­ber und ei­ner von den Ar­beit­neh­mern frei ge­wähl­ten Ver­tre­tung schrift­lich ver­ein­bart oder vom Ar­beit­ge­ber nach An­hö­ren der Ar­beit­neh­mer er­las­sen.

Art. 38

In­halt

 

1Die Be­triebs­ord­nung hat Be­stim­mun­gen über den Ge­sund­heits­schutz und die Un­fall­ver­hü­tung und, so­weit not­wen­dig, über die Ord­nung im Be­trieb und das Ver­hal­ten der Ar­beit­neh­mer im Be­trieb auf­zu­stel­len; Ord­nungs­stra­fen sind nur zu­läs­sig, wenn sie in der Be­triebs­ord­nung an­ge­mes­sen ge­re­gelt sind.

2Die ver­ein­bar­te Be­triebs­ord­nung kann auch an­de­re Be­stim­mun­gen ent­hal­ten, die das Ver­hält­nis zwi­schen dem Ar­beit­ge­ber und den Ar­beit­neh­mern be­tref­fen, je­doch nur so­weit, als ihr Ge­gen­stand in dem Be­reich, dem der Be­trieb an­ge­hört, nicht üb­li­cher­wei­se durch Ge­samt­ar­beits­ver­trag oder durch an­de­re kol­lek­ti­ve Ver­ein­ba­rung ge­re­gelt wird.

3Der In­halt der Be­triebs­ord­nung darf dem zwin­gen­den Recht und den für den Ar­beit­ge­ber ver­bind­li­chen Ge­samt­ar­beits­ver­trä­gen nicht wi­der­spre­chen.


1 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. II Art. 5 des BG vom 25. Ju­ni 1971 über die Re­vi­si­on des Zehn­ten Ti­tels und des Zehn­ten Ti­telsbis des Ob­li­ga­tio­nen­rechts (Der Ar­beits­ver­trag), in Kraft seit 1. Jan. 1972 (AS 1971 1465; BBl 1967 II 241).

Art. 39

Kon­trol­le, Wir­kun­gen1

 

1Die Be­triebs­ord­nung ist der kan­to­na­len Be­hör­de zu­zu­stel­len; stellt die­se fest, dass Be­stim­mun­gen der Be­triebs­ord­nung mit den Vor­schrif­ten die­ses Ge­set­zes nicht über­ein­stim­men, so ist das Ver­fah­ren ge­mä­ss Ar­ti­kel 51 durch­zu­füh­ren.2

2Nach der Be­kannt­ga­be im Be­trieb ist die Be­triebs­ord­nung für den Ar­beit­ge­ber und für die Ar­beit­neh­mer ver­bind­lich.


1 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. II Art. 5 des BG vom 25. Ju­ni 1971 über die Re­vi­si­on des Zehn­ten Ti­tels und des Zehn­ten Ti­telsbis des Ob­li­ga­tio­nen­rechts (Der Ar­beits­ver­trag), in Kraft seit 1. Jan. 1972 (AS 1971 1465; BBl 1967 II 241).
2 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. II Art. 5 des BG vom 25. Ju­ni 1971 über die Re­vi­si­on des Zehn­ten Ti­tels und des Zehn­ten Ti­telsbis des Ob­li­ga­tio­nen­rechts (Der Ar­beits­ver­trag), in Kraft seit 1. Jan. 1972 (AS 1971 1465; BBl 1967 II 241).

VI. Durchführung des Gesetzes

1. Durchführungsbestimmungen

Art. 40

 

1Der Bun­des­rat ist zu­stän­dig zum Er­las­se

a.
von Ver­ord­nungs­be­stim­mun­gen in den vom Ge­setz aus­drück­lich vor­ge­se­he­nen Fäl­len;
b.
von Aus­füh­rungs­be­stim­mun­gen zur nä­hern Um­schrei­bung ein­zel­ner Vor­schrif­ten des Ge­set­zes;
c.
von Ver­wal­tungs­be­stim­mun­gen für die Voll­zugs- und Auf­sichts­be­hör­den.

2Vor dem Er­las­se von Be­stim­mun­gen ge­mä­ss Ab­satz 1 Buch­sta­ben a und b sind die Kan­to­ne, die Eid­ge­nös­si­sche Ar­beits­kom­mis­si­on und die zu­stän­di­gen Or­ga­ni­sa­tio­nen der Wirt­schaft an­zu­hö­ren.

2. Aufgaben und Organisation der Behörden

Art. 41

Kan­to­ne

 

1Der Voll­zug des Ge­set­zes und der Ver­ord­nun­gen ob­liegt, un­ter Vor­be­halt von Ar­ti­kel 42, den Kan­to­nen. Die­se be­zeich­nen die zu­stän­di­gen Voll­zugs­be­hör­den und ei­ne kan­to­na­le Re­kurs­be­hör­de.

2Die Kan­to­ne er­stat­ten dem Bun­des­rat nach Ab­lauf je­des zwei­ten Jah­res Be­richt über den Voll­zug.

3Be­ste­hen Zwei­fel über die An­wend­bar­keit des Ge­set­zes auf ein­zel­ne nicht-in­dus­tri­el­le Be­trie­be oder ein­zel­ne Ar­beit­neh­mer in in­dus­tri­el­len oder nicht-in­dus­tri­el­len Be­trie­ben, so ent­schei­det die kan­to­na­le Be­hör­de.

Art. 42

Bund

 

1Der Bund übt die Ober­auf­sicht über den Voll­zug des Ge­set­zes und der Ver­ord­nun­gen durch die Kan­to­ne aus. Er kann den kan­to­na­len Voll­zugs­be­hör­den Wei­sun­gen er­tei­len.

2Dem Bund ob­lie­gen fer­ner die Voll­zugs­mass­nah­men, für die ihn das Ge­setz aus­drück­lich als zu­stän­dig er­klärt, so­wie der Voll­zug des Ge­set­zes und der Ver­ord­nun­gen in den Be­trie­ben des Bun­des im Sin­ne von Ar­ti­kel 2 Ab­satz 2.

3Die Auf­ga­ben des Bun­des im Sin­ne der Ab­sät­ze 1 und 2 ob­lie­gen dem SE­CO, so­weit sie nicht dem Bun­des­rat oder dem Eid­ge­nös­si­schen De­par­te­ment für Wirt­schaft, Bil­dung und For­schung1 vor­be­hal­ten blei­ben.

4Für die Durch­füh­rung sei­ner Auf­ga­ben ste­hen dem SE­CO die Eid­ge­nös­si­schen Ar­beits­in­spek­to­ra­te und der Ar­beit­s­ärzt­li­che Dienst zur Ver­fü­gung. Es kann fer­ner be­son­de­re Fach­in­spek­to­ra­te oder Sach­ver­stän­di­ge her­an­zie­hen.


1 Aus­druck ge­mä­ss Ziff. I 18 der V vom 15. Ju­ni 2012 (Neu­glie­de­rung der De­par­te­men­te), in Kraft seit 1. Jan. 2013 (AS 2012 3655).

Art. 43

Ar­beits­kom­mis­si­on

 

1Der Bun­des­rat be­stellt ei­ne Eid­ge­nös­si­sche Ar­beits­kom­mis­si­on aus Ver­tre­tern der Kan­to­ne und wis­sen­schaft­li­chen Sach­ver­stän­di­gen, aus Ver­tre­tern der Ar­beit­ge­ber- und Ar­beit­neh­mer­ver­bän­de in glei­cher Zahl so­wie aus Ver­tre­tern wei­te­rer Or­ga­ni­sa­tio­nen.

2Die Ar­beits­kom­mis­si­on be­gut­ach­tet zu­han­den der Bun­des­be­hör­den Fra­gen der Ge­setz­ge­bung und des Voll­zugs. Sie ist be­fugt, von sich aus An­re­gun­gen zu ma­chen.

Art. 44

Schwei­ge­pflicht

 

1Per­so­nen, die mit Auf­ga­ben nach die­sem Ge­setz be­traut sind oder da­bei mit­wir­ken, sind ver­pflich­tet, über Tat­sa­chen, die ih­nen bei ih­rer Tä­tig­keit zur Kennt­nis ge­lan­gen, ge­gen­über Drit­ten Still­schwei­gen zu be­wah­ren.

2Die mit der Auf­sicht und dem Voll­zug die­ses Ge­set­zes be­trau­ten kan­to­na­len Be­hör­den und das SE­CO un­ter­stüt­zen sich ge­gen­sei­tig in der Er­fül­lung ih­rer Auf­ga­ben; sie er­tei­len ein­an­der die be­nö­tig­ten Aus­künf­te kos­ten­los und ge­wäh­ren auf Ver­lan­gen Ein­sicht in amt­li­che Ak­ten. Die in An­wen­dung die­ser Vor­schrift ge­mel­de­ten oder fest­ge­stell­ten Tat­sa­chen un­ter­lie­gen der Schwei­ge­pflicht nach Ab­satz 1.


1 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. VII 3 des BG vom 24. März 2000 über die Schaf­fung und die An­pas­sung ge­setz­li­cher Grund­la­gen für die Be­ar­bei­tung von Per­so­nen­da­ten, in Kraft seit 1. Sept. 2000 (AS 2000 1891; BBl 1999 9005).

Art. 44a

Da­ten­be­kannt­ga­be

 

1Das SE­CO oder die zu­stän­di­ge kan­to­na­le Be­hör­de kann auf be­grün­de­tes schrift­li­ches Ge­such hin Da­ten be­kannt ge­ben an:

a.
die Auf­sichts- und Voll­zugs­be­hör­de über die Ar­beits­si­cher­heit nach dem Bun­des­ge­setz vom 20. März 19812 über die Un­fall­ver­si­che­rung, so­fern die­se die Da­ten zur Er­fül­lung ih­rer Auf­ga­ben be­nö­tigt;
b.
Ge­rich­te und Stra­fun­ter­su­chungs­be­hör­den, so­fern es die Er­mitt­lung ei­nes recht­lich re­le­van­ten Sach­ver­hal­tes er­for­dert;
c.
Ver­si­che­rer, so­fern es die Ab­klä­rung ei­nes ver­si­cher­ten Ri­si­kos er­for­dert;
d.
den Ar­beit­ge­ber, so­fern die An­ord­nung per­so­nen­be­zo­ge­ner Mass­nah­men nö­tig wird;
e.
die Or­ga­ne des Bun­des­am­tes für Sta­tis­tik, so­fern die­se die Da­ten zur Er­fül­lung ih­rer Auf­ga­ben be­nö­ti­gen.

2An an­de­re Be­hör­den von Bund, Kan­to­nen und Ge­mein­den oder an Drit­te dür­fen Da­ten auf be­grün­de­tes schrift­li­ches Ge­such hin be­kannt ge­ge­ben wer­den, wenn die be­trof­fe­ne Per­son schrift­lich ein­ge­wil­ligt hat oder die Ein­wil­li­gung nach den Um­stän­den vor­aus­ge­setzt wer­den darf.

3Zur Ab­wen­dung ei­ner Ge­fahr für Le­ben oder Ge­sund­heit der Ar­beit­neh­mer oder von Drit­ten kön­nen Da­ten aus­nahms­wei­se be­kannt ge­ge­ben wer­den.

4Die Wei­ter­ga­be von an­ony­mi­sier­ten Da­ten, die na­ment­lich der Pla­nung, Sta­tis­tik oder For­schung die­nen, kann oh­ne Zu­stim­mung der be­trof­fe­nen Per­so­nen er­fol­gen.

5Der Bun­des­rat kann ei­ne ge­ne­rel­le Be­kannt­ga­be von nicht be­son­ders schüt­zens­wer­ten Da­ten an Be­hör­den oder In­sti­tu­tio­nen vor­se­hen, so­fern die­se Da­ten für den Emp­fän­ger zur Er­fül­lung ei­ner ge­setz­li­chen Auf­ga­be not­wen­dig sind. Er kann zu die­sem Zweck ein Ab­ruf­ver­fah­ren vor­se­hen.


1 Ein­ge­fügt durch Ziff. VII 3 des BG vom 24. März 2000 über die Schaf­fung und die An-pas­sung ge­setz­li­cher Grund­la­gen für die Be­ar­bei­tung von Per­so­nen­da­ten, in Kraft seit 1. Sept. 2000 (AS 2000 1891; BBl 1999 9005).
2 SR 832.20

Art. 44b

In­for­ma­ti­ons- und Do­ku­men­ta­ti­ons­sys­te­me

 

1Die Kan­to­ne und das SE­CO füh­ren zur Er­fül­lung der Auf­ga­ben nach die­sem Ge­setz In­for­ma­ti­ons- oder Do­ku­men­ta­ti­ons­sys­te­me.

2Die In­for­ma­ti­ons- und Do­ku­men­ta­ti­ons­sys­te­me kön­nen be­son­ders schüt­zens­wer­te Da­ten ent­hal­ten über:

a.
den Ge­sund­heits­zu­stand ein­zel­ner Ar­beit­neh­mer im Zu­sam­men­hang mit den von die­sem Ge­setz und sei­nen Ver­ord­nun­gen vor­ge­se­he­nen me­di­zi­ni­schen Ab­klä­run­gen, Ri­si­ko­ana­ly­sen und Gut­ach­ten;
b.
Ver­wal­tungs- und Straf­ver­fah­ren nach die­sem Ge­setz.

3Der Bun­des­rat be­stimmt die Ka­te­go­ri­en der zu er­fas­sen­den Da­ten und de­ren Auf­be­wah­rungs­dau­er so­wie die Zu­griffs- und Be­ar­bei­tungs­be­rech­ti­gung. Er re­gelt die Zu­sam­men­ar­beit mit den be­tei­lig­ten Or­ga­nen, den Da­ten­aus­tausch und die Da­ten­si­cher­heit.


1 Ein­ge­fügt durch Ziff. VII 3 des BG vom 24. März 2000 über die Schaf­fung und die An­pas­sung ge­setz­li­cher Grund­la­gen für die Be­ar­bei­tung von Per­so­nen­da­ten, in Kraft seit 1. Sept. 2000 (AS 2000 1891; BBl 1999 9005).

3. Pflichten der Arbeitgeber und Arbeitnehmer

Art. 45

Aus­kunfts­pflicht

 

1Der Ar­beit­ge­ber und sei­ne Ar­beit­neh­mer so­wie Per­so­nen, die im Auf­trag des Ar­beit­ge­bers Auf­ga­ben nach die­sem Ge­setz wahr­neh­men, ha­ben den Voll­zugs- und Auf­sichts­be­hör­den al­le Aus­künf­te zu er­tei­len, die die­se zur Er­fül­lung ih­rer Auf­ga­ben be­nö­ti­gen.1

2Der Ar­beit­ge­ber hat den Voll­zugs- und Auf­sichts­or­ga­nen den Zu­tritt zum Be­trie­be, die Vor­nah­me von Fest­stel­lun­gen und die Ent­nah­me von Pro­ben zu ge­stat­ten.


1 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. VII 3 des BG vom 24. März 2000 über die Schaf­fung und die An­pas­sung ge­setz­li­cher Grund­la­gen für die Be­ar­bei­tung von Per­so­nen­da­ten, in Kraft seit 1. Sept. 2000 (AS 2000 1891; BBl 1999 9005).

Art. 46

Ver­zeich­nis­se und an­de­re Un­ter­la­gen

 

Der Ar­beit­ge­ber hat die Ver­zeich­nis­se oder an­de­re Un­ter­la­gen, aus de­nen die für den Voll­zug die­ses Ge­set­zes und sei­ner Ver­ord­nun­gen er­for­der­li­chen An­ga­ben er­sicht­lich sind, den Voll­zugs- und Auf­sichts­or­ga­nen zur Ver­fü­gung zu hal­ten. Im Üb­ri­gen gel­ten die Be­stim­mun­gen des Bun­des­ge­set­zes vom 19. Ju­ni 19922 über den Da­ten­schutz.


1 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. VII 3 des BG vom 24. März 2000 über die Schaf­fung und die An­pas­sung ge­setz­li­cher Grund­la­gen für die Be­ar­bei­tung von Per­so­nen­da­ten, in Kraft seit 1. Sept. 2000 (AS 2000 1891; BBl 1999 9005).
2 SR 235.1

Art. 47

Be­kannt­ga­be des Stun­den-plans und der Ar­beits­zeit­be­wil­li­gun­gen

 

1Der Ar­beit­ge­ber hat den Ar­beit­neh­mern durch An­schlag oder auf an­de­re ge­eig­ne­te Wei­se be­kannt zu ge­ben:

a.
den Stun­den­plan und die Ar­beits­zeit­be­wil­li­gun­gen so­wie
b.
die da­mit zu­sam­men­hän­gen­den be­son­de­ren Schutz­vor­schrif­ten.

2Durch Ver­ord­nung wird be­stimmt, wel­che Stun­den­plä­ne der kan­to­na­len Be­hör­de mit­zu­tei­len sind.


1 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 20. März 1998, in Kraft seit 1. Aug. 2000 (AS 2000 1569; BBl 1998 1394).

Art. 48

Mit­wir­kungs- rech­te

 

1Den Ar­beit­neh­mern oder de­ren Ver­tre­tung im Be­trieb ste­hen in fol­gen­den An­ge­le­gen­hei­ten Mit­spra­che­rech­te zu:

a.
in al­len Fra­gen des Ge­sund­heits­schut­zes;
b.
bei der Or­ga­ni­sa­ti­on der Ar­beits­zeit und der Ge­stal­tung der Stun­den­plä­ne;
c.
hin­sicht­lich der bei Nacht­ar­beit vor­ge­se­he­nen Mass­nah­men im Sin­ne von Ar­ti­kel 17e.

2Das Mit­spra­che­recht um­fasst den An­spruch auf An­hö­rung und Be­ra­tung, be­vor der Ar­beit­ge­ber einen Ent­scheid trifft, so­wie auf Be­grün­dung des Ent­scheids, wenn die­ser den Ein­wän­den der Ar­beit­neh­mer oder de­ren Ver­tre­tung im Be­trieb nicht oder nur teil­wei­se Rech­nung trägt.


1 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 20. März 1998, in Kraft seit 1. Aug. 2000 (AS 2000 1569; BBl 1998 1394).

Art. 49

Be­wil­li­gungs­ge­su­che

 

1Der Ar­beit­ge­ber hat Ge­su­che für die im Ge­set­ze vor­ge­se­he­nen Be­wil­li­gun­gen recht­zei­tig ein­zu­rei­chen und zu be­grün­den so­wie die er­for­der­li­chen Un­ter­la­gen bei­zu­fü­gen.

2Kann in dring­li­chen Fäl­len das Ge­such für ei­ne Ar­beits­zeit­be­wil­li­gung nicht recht­zei­tig ge­stellt wer­den, so hat der Ar­beit­ge­ber dies so rasch als mög­lich nach­zu­ho­len und die Ver­spä­tung zu be­grün­den. In nicht vor­aus­seh­ba­ren Fäl­len von ge­ring­fü­gi­ger Trag­wei­te kann auf die nach­träg­li­che Ein­rei­chung ei­nes Ge­su­ches ver­zich­tet wer­den.

3Für Ar­beits­zeit­be­wil­li­gun­gen dür­fen le­dig­lich mäs­si­ge Kanz­lei­ge­büh­ren er­ho­ben wer­den.1


1 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. II Art. 5 des BG vom 25. Ju­ni 1971 über die Re­vi­si­on des Zehn­ten Ti­tels und des Zehn­ten Ti­telsbis des Ob­li­ga­tio­nen­rechts (Der Ar­beits­ver­trag), in Kraft seit 1. Jan. 1972 (AS 1971 1465; BBl 1967 II 241).

4. Verwaltungsverfügungen und Verwaltungsmassnahmen

Art. 50

Ver­wal­tungs­ver­fü­gun­gen

 

1Die auf Grund des Ge­set­zes oder ei­ner Ver­ord­nung ge­trof­fe­nen Ver­fü­gun­gen sind schrift­lich zu er­öff­nen. Ver­fü­gun­gen, durch wel­che ein Ge­such ganz oder teil­wei­se ab­ge­lehnt wird, sind zu be­grün­den, un­ter Hin­weis auf Be­schwer­de­recht, Be­schwer­de­frist und Be­schwer­de­in­stanz.

2Die Ver­fü­gun­gen kön­nen je­der­zeit ge­än­dert oder auf­ge­ho­ben wer­den, wenn sich die zu­grun­de lie­gen­den Tat­sa­chen än­dern.

Art. 51

Vor­keh­ren bei Nicht­be­fol­gung von Vor­schrif­ten oder Ver­fü­gun­gen

 

1Wer­den Vor­schrif­ten des Ge­set­zes oder ei­ner Ver­ord­nung oder wird ei­ne Ver­fü­gung nicht be­folgt, so macht die kan­to­na­le Be­hör­de, das Eid­ge­nös­si­sche Ar­beits­in­spek­to­rat oder der Ar­beit­s­ärzt­li­che Dienst den Fehl­ba­ren dar­auf auf­merk­sam und ver­langt die Ein­hal­tung der nicht be­folg­ten Vor­schrift oder Ver­fü­gung.

2Leis­tet der Fehl­ba­re dem Ver­lan­gen kei­ne Fol­ge, so er­lässt die kan­to­na­le Be­hör­de ei­ne ent­spre­chen­de Ver­fü­gung, ver­bun­den mit der Straf­an­dro­hung des Ar­ti­kels 292 des Straf­ge­setz­bu­ches1.

3Wird durch einen Ver­sto­ss im Sin­ne von Ab­satz 1 zu­gleich ein Ge­samt­ar­beits­ver­trag ver­letzt, so kann die kan­to­na­le Be­hör­de in ge­eig­ne­ter Wei­se auf die Mass­nah­men der Ver­trags­par­tei­en zur Durch­set­zung des Ge­samt­ar­beits­ver­tra­ges Rück­sicht neh­men.


1 SR 311.0

Art. 52

Mass­nah­men des Ver­wal­tungs­zwangs

 

1Wird ei­ne Ver­fü­gung im Sin­ne von Ar­ti­kel 51 Ab­satz 2 miss­ach­tet, so er­greift die kan­to­na­le Be­hör­de die zur Her­bei­füh­rung des recht­mäs­si­gen Zu­stan­des er­for­der­li­chen Mass­nah­men.

2Wer­den Le­ben oder Ge­sund­heit von Ar­beit­neh­mern oder die Um­ge­bung des Be­trie­bes durch die Miss­ach­tung ei­ner Ver­fü­gung im Sin­ne von Ar­ti­kel 51 Ab­satz 2 er­heb­lich ge­fähr­det, so kann die kan­to­na­le Be­hör­de nach vor­he­ri­ger schrift­li­cher An­dro­hung die Be­nüt­zung von Räu­men oder Ein­rich­tun­gen ver­hin­dern und in be­son­ders schwe­ren Fäl­len den Be­trieb für ei­ne be­stimm­te Zeit schlies­sen.

Art. 53

Ent­zug und Sper­re von Ar­beits­zeit­be­wil­li­gun­gen

 

1Wird ei­ne Ar­beits­zeit­be­wil­li­gung nicht ein­ge­hal­ten, so kann die Be­wil­li­gungs­be­hör­de, un­ab­hän­gig vom Ver­fah­ren ge­mä­ss den Ar­ti­keln 51 und 52, die Be­wil­li­gung nach vor­he­ri­ger schrift­li­cher An­dro­hung auf­he­ben und, wenn die Ver­hält­nis­se dies recht­fer­ti­gen, die Er­tei­lung neu­er Be­wil­li­gun­gen für ei­ne be­stimm­te Zeit sper­ren.

2Miss­braucht ein Ar­beit­ge­ber die Be­fug­nis zur An­ord­nung von Über­zeit­ar­beit oh­ne Be­wil­li­gung, so kann ihm die kan­to­na­le Be­hör­de die­se Be­fug­nis für ei­ne be­stimm­te Zeit ent­zie­hen.

Art. 54

An­zei­gen

 

1Die zu­stän­di­gen Be­hör­den sind ver­pflich­tet, An­zei­gen we­gen Nicht­be­fol­gung des Ge­set­zes, ei­ner Ver­ord­nung oder ei­ner Ver­fü­gung zu prü­fen und, falls sie be­grün­det sind, ge­mä­ss den Ar­ti­keln 51-53 zu ver­fah­ren.

2Trifft die Be­hör­de auf An­zei­ge hin kei­ne oder un­ge­nü­gen­de Vor­keh­ren, so kann die über­ge­ord­ne­te Be­hör­de an­ge­ru­fen wer­den.

5. Verwaltungsrechtspflege

Art. 55


1 Auf­ge­ho­ben durch An­hang Ziff. 98 des Ver­wal­tungs­ge­richts­ge­set­zes vom 17. Ju­ni 2005, mit Wir­kung seit 1. Jan. 2007 (AS 2006 2197 1069; BBl 2001 4202).

 

Art. 56

Be­schwer­de ge­gen Ver­fü­gun­gen der kan­to­na­len Be­hör­de

 

1Ge­gen Ver­fü­gun­gen der kan­to­na­len Be­hör­de kann in­nert 30 Ta­gen, von der Er­öff­nung der Ver­fü­gung an ge­rech­net, Be­schwer­de bei der kan­to­na­len Re­kurs­be­hör­de er­ho­ben wer­den.

2Der Ent­scheid ist dem Be­schwer­de­füh­rer und der Be­hör­de, de­ren Ver­fü­gung an­ge­foch­ten wur­de, schrift­lich mit An­ga­be der Grün­de und mit Rechts­mit­tel­be­leh­rung zu er­öff­nen. Im Üb­ri­gen rich­tet sich das Ver­fah­ren nach kan­to­na­lem Recht.

Art. 57


1 Auf­ge­ho­ben durch An­hang Ziff. 98 des Ver­wal­tungs­ge­richts­ge­set­zes vom 17. Ju­ni 2005, mit Wir­kung seit 1. Jan. 2007 (AS 2006 2197 1069; BBl 2001 4202).

 

Art. 58

Be­schwer­de­recht

 

Zur Be­schwer­de ge­gen Ver­fü­gun­gen der kan­to­na­len Be­hör­den und der Bun­des­be­hör­den sind auch die Ver­bän­de der be­tei­lig­ten Ar­beit­ge­ber und Ar­beit­neh­mer be­rech­tigt.


1 Fas­sung ge­mä­ss An­hang Ziff. 98 des Ver­wal­tungs­ge­richts­ge­set­zes vom 17. Ju­ni 2005, in Kraft seit 1. Jan. 2007 (AS 2006 2197 1069; BBl 2001 4202).

6. Strafbestimmungen

Art. 59

Straf­recht­li­che Ver­ant­wort­lich­keit des Ar­beit­ge­bers

 

1Der Ar­beit­ge­ber ist straf­bar, wenn er den Vor­schrif­ten über

a.
den Ge­sund­heits­schutz und die Plan­ge­neh­mi­gung vor­sätz­lich oder fahr­läs­sig zu­wi­der­han­delt;
b.
die Ar­beits- und Ru­he­zeit vor­sätz­lich zu­wi­der­han­delt;
c.
den Son­der­schutz der ju­gend­li­chen oder weib­li­chen Ar­beit­neh­mer vor­sätz­lich oder fahr­läs­sig zu­wi­der­han­delt.

2Ar­ti­kel 6 des Ver­wal­tungs­straf­rechts­ge­set­zes vom 22. März 19742 ist an­wend­bar.


1 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. 9 des An­hangs zum Un­fall­ver­si­che­rungs­ge­setz, in Kraft seit 1. Jan. 1984 (AS 1982 1676 1724 Art. 1 Abs. 1; BBl 1976 III 141).
2 SR 313.0

Art. 60

Straf­recht­li­che Ver­ant­wort­lich­keit des Ar­beit­neh­mers

 

1Der Ar­beit­neh­mer ist straf­bar, wenn er den Vor­schrif­ten über den Ge­sund­heits­schutz vor­sätz­lich zu­wi­der­han­delt.

2Ge­fähr­det er da­durch an­de­re Per­so­nen ernst­lich, so ist auch die fahr­läs­si­ge Wi­der­hand­lung straf­bar.


1 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. 9 des An­hangs zum Un­fall­ver­si­che­rungs­ge­setz, in Kraft seit 1. Jan. 1984 (AS 1982 1676 1724 Art. 1 Abs. 1; BBl 1976 III 141).

Art. 61

Stra­fen

 

1Der Ar­beit­ge­ber wird mit Geld­stra­fe bis zu 180 Ta­ges­sät­zen be­straft.2

2Der Ar­beit­neh­mer wird mit Bus­se be­straft.3


1 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. 9 des An­hangs zum Un­fall­ver­si­che­rungs­ge­setz, in Kraft seit 1. Jan. 1984 (AS 1982 1676 1724 Art. 1 Abs. 1; BBl 1976 III 141).
2 Fas­sung ge­mä­ss Art. 333 des Straf­ge­setz­bu­ches (SR 311.0) in der Fas­sung des BG vom 13. Dez. 2002, in Kraft seit 1. Jan. 2007 (AS 2006 3459; BBl 1999 1979).
3 Fas­sung ge­mä­ss Art. 333 des Straf­ge­setz­bu­ches (SR 311.0) in der Fas­sung des BG vom 13. Dez. 2002, in Kraft seit 1. Jan. 2007 (AS 2006 3459; BBl 1999 1979).

Art. 62

Vor­be­halt des Straf­ge­setz­bu­ches und Straf­ver­fol­gung

 

1Die be­son­de­ren Be­stim­mun­gen des Straf­ge­setz­bu­ches1 blei­ben vor­be­hal­ten.

2Die Straf­ver­fol­gung ist Sa­che der Kan­to­ne.


1 SR 311.0

VII. Änderung von Bundesgesetzen

Art. 63


1 Auf­ge­ho­ben durch Ziff. II 35 des BG vom 20. März 2008 zur for­mel­len Be­rei­ni­gung des Bun­des­rechts, mit Wir­kung seit 1. Aug. 2008 (AS 2008 3437; BBl 2007 6121).

 

Art. 64


1 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 20. März 1998, in Kraft seit 1. Aug. 2000 (AS 2000 1569; BBl 1998 1394).

 

Art. 65


1 Auf­ge­ho­ben durch Ziff. II 35 des BG vom 20. März 2008 zur for­mel­len Be­rei­ni­gung des Bun­des­rechts, mit Wir­kung seit 1. Aug. 2008 (AS 2008 3437; BBl 2007 6121).

 

Art. 66


1 Auf­ge­ho­ben durch Art. 28 Abs. 1 des Ar­beits­zeit­ge­set­zes vom 8. Ok­to­ber 1971, mit Wir­kung seit 18. Mai 1972 (AS 1972 604; BBl 1971 I 440).

 

Art. 67-70


1 Auf­ge­ho­ben durch Ziff. II 35 des BG vom 20. März 2008 zur for­mel­len Be­rei­ni­gung des Bun­des­rechts, mit Wir­kung seit 1. Aug. 2008 (AS 2008 3437; BBl 2007 6121).

 

VIII. Schluss- und Übergangsbestimmungen

Art. 71

Vor­be­halt von Vor­schrif­ten des Bun­des, der Kan­to­ne und der Ge­mein­den

 

Vor­be­hal­ten blei­ben ins­be­son­de­re

a.
die Bun­des­ge­setz­ge­bung über die be­ruf­li­che Aus­bil­dung, über die Ver­hü­tung von Un­fäl­len und Be­rufs­krank­hei­ten so­wie über die Ar­beits- und Ru­he­zeit der be­rufs­mäs­si­gen Mo­tor­fahr­zeug­füh­rer;
b.1
Vor­schrif­ten des Bun­des, der Kan­to­ne und der Ge­mein­den über das öf­fent­lich-recht­li­che Dienst­ver­hält­nis; von den Vor­schrif­ten über den Ge­sund­heits­schutz und über die Ar­beits- und Ru­he­zeit darf da­bei je­doch nur zu Guns­ten der Ar­beit­neh­mer ab­ge­wi­chen wer­den;
c.
Po­li­zei­vor­schrif­ten des Bun­des, der Kan­to­ne und der Ge­mein­den, wie na­ment­lich sol­che über die Bau-, Feu­er-, Ge­sund­heits- und Was­ser­po­li­zei so­wie über die Sonn­tags­ru­he und über die Öff­nungs­zei­ten von Be­trie­ben, die dem De­tail­ver­kauf, der Be­wir­tung oder der Un­ter­hal­tung die­nen.

1 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 22. März 2002, in Kraft seit 1. Jan. 2005 (AS 2002 2547; BBl 2001 3181 6098).

Art. 72

Auf­he­bung eid­ge­nös­si­scher Vor­schrif­ten

 

1Mit dem In­kraft­tre­ten des Ge­set­zes sind fol­gen­de Bun­des­ge­set­ze auf­ge­ho­ben:

a.
das Bun­des­ge­setz vom 2. No­vem­ber 18981 be­tref­fend die Fa­bri­ka­ti­on und den Ver­trieb von Zünd­höl­zern;
b.
das Bun­des­ge­setz vom 18. Ju­ni 19142 be­tref­fend die Ar­beit in den Fa­bri­ken, un­ter Vor­be­halt von Ab­satz 2;
c.
das Bun­des­ge­setz vom 31. März 19223 über die Be­schäf­ti­gung der ju­gend­li­chen und weib­li­chen Per­so­nen in den Ge­wer­ben;
d.
das Bun­des­ge­setz vom 26. Sep­tem­ber 19314 über die wö­chent­li­che Ru­he­zeit;
e.
das Bun­des­ge­setz vom 24. Ju­ni 19385 über das Min­destal­ter der Ar­beit­neh­mer.

2Auf in­dus­tri­el­le Be­trie­be blei­ben die fol­gen­den Vor­schrif­ten des Bun­des­ge­set­zes vom 18. Ju­ni 19146 be­tref­fend die Ar­beit in den Fa­bri­ken wei­ter­hin an­wend­bar:

a.
7
b.
die Vor­schrif­ten der Ar­ti­kel 30, 31 und 33-35 über das Ei­ni­gungs­we­sen.

1 [BS 8 117]
2 SR 821.41
3 [BS 8 206]
4 [BS 8 125]
5 [BS 8 217 221]
6 SR 821.41
7 Auf­ge­ho­ben durch Ziff. II Art. 6 Ziff. 12 des BG vom 25. Ju­ni 1971 über die Re­vi­si­on des Zehn­ten Ti­tels und des Zehn­ten Ti­telsbis des Ob­li­ga­tio­nen­rechts (Der Ar­beits­ver­trag), mit Wir­kung seit 1. Jan. 1972 (AS 1971 1465; BBl 1967 II 241).

Art. 73

Auf­he­bung kan­to­na­ler Vor­schrif­ten

 

1Mit dem In­kraft­tre­ten des Ge­set­zes sind fer­ner auf­ge­ho­ben:

a.
die kan­to­na­len Vor­schrif­ten, die vom Ge­set­ze ge­re­gel­te Sach­ge­bie­te be­tref­fen;
b.
die kan­to­na­len Vor­schrif­ten über die Fe­ri­en, un­ter Vor­be­halt von Ab­satz 2.

2Kan­to­na­le Vor­schrif­ten über die Fe­ri­en­dau­er, die län­ge­re Fe­ri­en als Ar­ti­kel 341bis Ab­satz 1 des Ob­li­ga­tio­nen­rechts1 vor­se­hen, blei­ben als zi­vil­recht­li­che Be­stim­mun­gen im Rah­men von Ar­ti­kel 341bis Ab­satz 2 des Ob­li­ga­tio­nen­rechts wei­ter­hin in Kraft.

3Vor­be­hal­ten blei­ben kan­to­na­le Vor­schrif­ten über die ärzt­li­che Un­ter­su­chung der Ju­gend­li­chen, so­weit der Bund von sei­ner Be­fug­nis ge­mä­ss Ar­ti­kel 29 Ab­satz 4 kei­nen Ge­brauch macht.

42


1 SR 220. Dem Art. 341bis Abs. 1 und 2 in der Fas­sung des vor­lie­gen­den BG (AS 1966 57 Art. 64) ent­spricht heu­te Art. 329a Abs. 1 in der Fas­sung vom 16. Dez. 1983.
2 Auf­ge­ho­ben durch Ziff. II 408 des BG vom 15. Dez. 1989 über die Ge­neh­mi­gung kan­to­na­ler Er­las­se durch den Bund, mit Wir­kung seit 1. Fe­br. 1991 (AS 1991 362; BBl 1988 II 1333).

Art. 74

In­kraft­tre­ten

 

1Der Bun­des­rat be­stimmt den Zeit­punkt des In­kraft­tre­tens des Ge­set­zes. Er kann ein­zel­ne Tei­le oder Vor­schrif­ten des Ge­set­zes in ei­nem spä­te­ren Zeit­punkt in Kraft set­zen.

2Setzt der Bun­des­rat nicht al­le Vor­schrif­ten des Ge­set­zes auf den glei­chen Zeit­punkt in Kraft, so be­stimmt er mit der In­kraft­set­zung der ein­zel­nen Vor­schrif­ten, ob und in­wie­weit die in Ar­ti­kel 72 Ab­satz 1 ge­nann­ten Bun­des­ge­set­ze auf­ge­ho­ben sind.

Schlussbestimmungen der Änderung vom 20. März 1998

A:
AHVG Bundesgesetz über die Alters- und Hinterlassenenversicherung
AHVV Verordnung über die Alters- und Hinterlassenenversicherung
AIG Bundesgesetz über die Ausländerinnen und Ausländer und über die Integration
AVIG Bundesgesetz über die obligatorische Arbeitslosenversicherung und die Insolvenzentschädigung
AVO Verordnung über die Beaufsichtigung von privaten Versicherungsunternehmen
AVO-FINMA Verordnung der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht über die Beaufsichtigung von privaten Versicherungsunternehmen
AdoV Verordnung über die Adoption
ArG Bundesgesetz über die Arbeit in Industrie, Gewerbe und Handel
ArGV 1 Verordnung 1 zum Arbeitsgesetz
AsylG Asylgesetz
B:
BBG Bundesgesetzüber die Berufsbildung
BEG Bundesgesetz über Bucheffekten
BEHG Bundesgesetz über die Börsen und den Effektenhandel
BEHV Verordnung über die Börsen und den Effektenhandel
BG-HAÜ Bundesgesetz zum Haager Adoptionsübereinkommen und über Massnahmen zum Schutz des Kindes bei internationalen Adoptionen
BG-KKE Bundesgesetz über internationale Kindesentführung und die Haager Übereinkommen zum Schutz von Kindern und Erwachsenen
BGBB Bundesgesetz über das bäuerliche Bodenrecht
BGFA Bundesgesetz über die Freizügigkeit der Anwältinnen und Anwälte
BGG Bundesgesetz über das Bundesgericht
BIV-FINMA Verordnung der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht über die Insolvenz von Banken und Effektenhändlern
BPG Bundespersonalgesetz
BPR Bundesgesetz über die politischen Rechte
BV Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft
BVG Bundesgesetz über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge
BZG Bundesgesetz über den Bevölkerungsschutz und den Zivilschutz
BankG Bundesgesetz über die Banken und Sparkassen
BankV Verordnung über die Banken und Sparkassen
BetmG Bundesgesetz über die Betäubungsmittel und die psychotropen Stoffe
BewG Bundesgesetz über den Erwerb von Grundstücken durch Personen im Ausland
BewV Verordnung über den Erwerb von Grundstücken durch Personen im Ausland
BöB Bundesgesetz über das öffentliche Beschaffungswesen
BüG Bundesgesetz über Erwerb und Verlust des Schweizer Bürgerrechts
D:
DBG Bundesgesetz über die direkte Bundessteuer
DSG Bundesgesetz über den Datenschutz
E:
EBG Eisenbahngesetz
EMRK Konvention zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten
EOG Bundesgesetz über den Erwerbsersatz für Dienstleistende und bei Mutterschaft
EOV Verordnung zum Erwerbsersatzgesetz
EÖBV Verordnung über die elektronische öffentliche Beurkundung
F:
FHG Bundesgesetz über den eidgenössischen Finanzhaushalt
FINMAG Bundesgesetz über die Eidgenössische Finanzmarktaufsicht
FKG Bundesgesetz über die Eidgenössische Finanzkontrolle
FMedG Bundesgesetz über die medizinisch unterstützte Fortpflanzung
FZG Bundesgesetz über die Freizügigkeit in der beruflichen Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge
FinfraG Bundesgesetz über die Finanzmarktinfrastrukturen und das Marktverhalten im Effekten- und Derivatehandel
FinfraV Verordnung über die Finanzmarktinfrastrukturen und das Marktverhalten im Effekten- und Derivatehandel
FinfraV-FINMA Verordnung der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht über die Finanzmarktinfrastrukturen und das Marktverhalten im Effekten- und Derivatehandel
FusG Bundesgesetz über Fusion, Spaltung, Umwandlung und Vermögensübertragung
G:
GBV Grundbuchverordnung
GSG Bundesgesetz über die von der Schweiz als Gaststaat gewährten Vorrechte, Immunitäten und Erleichterungen sowie finanziellen Beiträge
GUMG Bundesgesetz über genetische Untersuchungen beim Menschen
GeBüV Verordnung über die Führung und Aufbewahrung der Geschäftsbücher
GebV SchKG Gebührenverordnung zum Bundesgesetz über Schuldbetreibung und Konkurs
GlG Bundesgesetz über die Gleichstellung von Frau und Mann
H:
HEsÜ Übereinkommen über den internationalen Schutz von Erwachsenen
HKsÜ Übereinkommen
HRegV Handelsregisterverordnung
I:
IPRG Bundesgesetz über das Internationale Privatrecht
J:
JStG Bundesgesetz über das Jugendstrafrecht
JStPO Schweizerische Jugendstrafprozessordnung
K:
KAG Bundesgesetz über die kollektiven Kapitalanlagen
KAKV-FINMA Verordnung der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht über den Konkurs von kollektiven Kapitalanlagen
KG Bundesgesetz über Kartelle und andere Wettbewerbsbeschränkungen
KKV Verordnung über die kollektiven Kapitalanlagen
KKV-FINMA Verordnung der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht über die kollektiven Kapitalanlagen
KOV Verordnung über die Geschäftsführung der Konkursämter (KOV)
KVG Bundesgesetz über die Krankenversicherung
L:
LVG Bundesgesetz über die wirtschaftliche Landesversorgung
LugÜ Übereinkommen über die gerichtliche Zuständigkeit und die Anerkennung und Vollstreckung von Entscheidungen in Zivil- und Handelssachen
M:
MSchG Bundesgesetz über den Schutz von Marken und Herkunftsangaben
MStG Militärstrafgesetz
MWSTG Bundesgesetz über die Mehrwertsteuer
MWSTV Mehrwertsteuerverordnung
O:
OAV-SchKG Verordnung betreffend die Oberaufsicht über Schuldbetreibung und Konkurs
OHG Bundesgesetz über die Hilfe an Opfer von Straftaten
OR Bundesgesetz betreffend die Ergänzung des Schweizerischen Zivilgesetzbuches (Fünfter Teil: Obligationenrecht)
P:
PAVO Verordnung über die Aufnahme von Pflegekindern
PBV Verordnung über die Bekanntgabe von Preisen
ParlG Bundesgesetz über die Bundesversammlung
PartG Bundesgesetz über die eingetragene Partnerschaft gleichgeschlechtlicher Paare
PatGG Bundesgesetz über das Bundespatentgericht
PfG Pfandbriefgesetz
PrHG Bundesgesetz über die Produktehaftpflicht
PüG Preisüberwachungsgesetz
R:
RAG Bundesgesetz über die Zulassung und Beaufsichtigung der Revisorinnen und Revisoren
S:
SVG Strassenverkehrsgesetz
SVKG Verordnung über die Sanktionen bei unzulässigen Wettbewerbsbeschränkungen
SchKG Bundesgesetz über Schuldbetreibung und Konkurs
StBOG Bundesgesetz über die Organisation der Strafbehörden des Bundes
StG Bundesgesetz über die Stempelabgaben
StGB Schweizerisches Strafgesetzbuch
StHG Bundesgesetz über die Harmonisierung der direkten Steuern der Kantone und Gemeinden
StPO Schweizerische Strafprozessordnung
StV Verordnung über die Stempelabgaben
SuG Bundesgesetz über Finanzhilfen und Abgeltungen
U:
URG Bundesgesetz über das Urheberrecht und verwandte Schutzrechte
URV Verordnung über das Urheberrecht und verwandte Schutzrechte
UVG Bundesgesetz über die Unfallversicherung
UVV Verordnung über die Unfallversicherung
UWG Bundesgesetz gegen den unlauteren Wettbewerb
V:
VAG Bundesgesetz betreffend die Aufsicht über Versicherungsunternehmen
VASR Verordnung über die anerkannten Standards zur Rechnungslegung
VBB Verordnung über das bäuerliche Bodenrecht
VBVV Verordnung über die Vermögensverwaltung im Rahmen einer Beistandschaft oder Vormundschaft
VDSG Verordnung zum Bundesgesetz über den Datenschutz
VG Bundesgesetz über die Verantwortlichkeit des Bundes sowie seiner Behördemitglieder und Beamten
VGG Bundesgesetz über das Bundesverwaltungsgericht
VKA Verordnung über die Katastrophenhilfe im Ausland
VKV-FINMA Verordnung der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht über den Konkurs von Versicherungsunternehmen
VPAV Verordnung betreffend die Pfändung, Arrestierung und Verwertung von Versicherungsansprüchen nach dem Bundesgesetz vom 2. April 1908 über den Versicherungsvertrag
VStG Bundesgesetz über die Verrechnungssteuer
VStV Verordnung über die Verrechnungssteuer
VStrR Bundesgesetz über das Verwaltungsstrafrecht
VVAG Verordnung über die Pfändung und Verwertung von Anteilen an Gemeinschaftsvermögen
VVG Bundesgesetz über den Versicherungsvertrag
VZG Verordnung des Bundesgerichts über die Zwangsverwertung von Grundstücken
VegüV Verordnung gegen übermässige Vergütungen bei börsenkotierten Aktiengesellschaften
VeÜ-ZSSV Verordnung über die elektronische Übermittlung im Rahmen von Zivil- und Strafprozessen sowie von Schuldbetreibungs- und Konkursverfahren
VwVG Bundesgesetz über das Verwaltungsverfahren
VüKU Verordnung über die Kontrolle von Unternehmenszusammenschlüssen
VüS Verordnung über das Strafregister
W:
WG Bundesgesetz über Waffen, Waffenzubehör und Munition
Z:
ZG Zollgesetz
ZGB Schweizerisches Zivilgesetzbuch
ZPO Schweizerische Zivilprozessordnung
ZStV Zivilstandsverordnung
ZTG Zolltarifgesetz
Ü:
ÜbZ Übereinkunft betreffend Zivilprozessrecht
ÜüAVaS Übereinkommen über die Anerkennung und Vollstreckung ausländischer Schiedssprüche
ÜüRK Übereinkommen über die Rechte des Kindes
ÜüSKZGIA Übereinkommen über den Schutz von Kindern und die Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Internationalen Adoption
ÜüiZR Übereinkommen über den internationalen Zugang zur Rechtspflege
ÜüzAiK Übereinkommen über die zivilrechtlichen Aspekte internationaler Kindesentführung
C:
CC Code civil suisse
CEDH Convention de sauvegarde des droits de l'homme et des libertés fondamentales
CL Convention concernant la compétence judiciaire, la reconnaissance et l'exécution des décisions en matière civile et commerciale
CLaH 2000 Convention sur la protection internationale des adultes
CLaH 96 Convention
CO Loi fédérale complétant le Code civil suisse
CP Code pénal suisse
CPC Code de procédure civile
CPM Code pénal militaire
CPP Code de procédure pénale suisse
Caclid Convention sur les aspects civils de l'enlèvement international d'enfants
Cpecmdi Convention sur la protection des enfants et la coopération en matière d'adoption internationale
Cprlsaé Convention pour la reconnaissance et l'exécution des sentences arbitrales étrangères
Crdl Convention relative aux droits de l'enfant
Crpc Convention relative à la procédure civile
Cst. Constitution fédérale de la Confédération suisse
Ctflij Convention tendant à faciliter l'accès international à la justice
D:
DPA Loi fédérale sur le droit pénal administratif
DPMin Loi fédérale régissant la condition pénale des mineurs
L:
LAA Loi fédérale sur l'assurance-accidents
LACI Loi fédérale sur l'assurance-chômage obligatoire et l'indemnité en cas d'insolvabilité
LAGH Loi fédérale sur l'analyse génétique humaine
LAMal Loi fédérale sur l'assurance-maladie
LAP Loi fédérale sur l'approvisionnement économique du pays
LAPG Loi fédérale sur les allocations pour perte de gain en cas de service et de maternité
LAVI Loi fédérale sur l'aide aux victimes d'infractions
LAVS Loi fédérale sur l'assurance-vieillesse et survivants
LArm Loi fédérale sur les armes, les accessoires d'armes et les munitions
LAsi Loi sur l'asile
LB Loi fédérale sur les banques et les caisses d'épargne
LBVM Loi fédérale sur les bourses et le commerce des valeurs mobilières
LCA Loi fédérale sur le contrat d'assurance
LCD Loi fédérale contre la concurrence déloyale
LCF Loi fédérale sur le Contrôle fédéral des finances
LCR Loi fédérale sur la circulation routière
LCart Loi fédérale sur les cartels et autres restrictions à la concurrence
LCdF Loi fédérale sur les chemins de fer
LD Loi sur les douanes
LDA Loi fédérale sur le droit d'auteur et les droits voisins
LDFR Loi fédérale sur le droit foncier rural
LDIP Loi fédérale sur le droit international privé
LDP Loi fédérale sur les droits politiques
LEH Loi fédérale sur les privilèges, les immunités et les facilités, ainsi que sur les aides financières accordés par la Suisse en tant qu'Etat hôte
LEI Loi fédérale sur les étrangers et l'intégration
LEg Loi fédérale sur l'égalité entre femmes et hommes
LF-CLaH Loi fédérale relative à la Convention de La Haye sur l'adoption et aux mesures de protection de l'enfant en cas d'adoption internationale
LF-EEA Loi fédérale sur l'enlèvement international d'enfants et les Conventions de La Haye sur la protection des enfants et des adultes
LFAIE Loi fédérale sur l'acquisition d'immeubles par des personnes à l'étranger
LFC Loi sur les finances de la Confédération
LFINMA Loi sur l'Autorité fédérale de surveillance des marchés financiers
LFLP Loi fédérale sur le libre passage dans la prévoyance professionnelle vieillesse, survivants et invalidité
LFPr Loi fédérale sur la formation professionnelle
LFus Loi fédérale sur la fusion, la scission, la transformation et le transfert de patrimoine
LHID Loi fédérale sur l'harmonisation des impôts directs des cantons et des communes
LIA Loi fédérale sur l'impôt anticipé (LIA)
LIFD Loi fédérale sur l'impôt fédéral direct
LIMF Loi fédérale sur les infrastructures des marchés financiers et le comportement sur le marché en matière de négociation de valeurs mobilières et de dérivés*
LLCA Loi fédérale sur la libre circulation des avocats
LLG Loi sur l'émission de lettres de gage
LMP Loi fédérale sur les marchés publics
LN Loi fédérale sur l'acquisition et la perte de la nationalité suisse
LOAP Loi fédérale sur l'organisation des autorités pénales de la Confédération
LP Loi fédérale sur la poursuite pour dettes et la faillite
LPCC Loi fédérale sur les placements collectifs de capitaux*
LPD Loi fédérale sur la protection des données
LPM Loi fédérale sur la protection des marques et des indications de provenance
LPMA Loi fédérale sur la procréation médicalement assistée*
LPP Loi fédérale sur la prévoyance professionnelle vieillesse, survivants et invalidité
LPPCi Loi fédérale sur la protection de la population et sur la protection civile
LParl Loisur l'Assemblée fédérale
LPart Loi fédérale sur le partenariat enregistré entre personnes du même sexe
LPers Loi sur le personnel de la Confédération
LRCF Loi fédérale sur la responsabilité de la Confédération, des membres de ses autorités et de ses fonctionnaires
LRFP Loi fédérale sur la responsabilité du fait des produits
LSA Loi fédérale sur la surveillance des entreprises d'assurance
LSPr Loi fédérale concernant la surveillance des prix
LSR Loi fédérale sur l'agrément et la surveillance des réviseurs
LStup Loi fédérale sur les stupéfiants et les substances psychotropes
LSu Loi fédérale sur les aides financières et les indemnités
LT Loi fédérale sur les droits de timbre
LTAF Loi sur le Tribunal administratif fédéral
LTF Loi sur le Tribunal fédéral
LTFB Loi<em></em>sur le Tribunal fédéral des brevets
LTI Loi fédérale sur les titres intermédiés
LTVA Loi fédérale régissant la taxe sur la valeur ajoutée
LTaD Loi sur le tarif des douanes
LTr Loi fédérale sur le travail dans l'industrie, l'artisanat et le commerce
O:
OAAE Ordonnance sur l'acte authentique électronique
OACata Ordonnance sur l'aide en cas de catastrophe à l'étranger
OAIE Ordonnance sur l'acquisition d'immeubles par des personnes à l'étranger
OAOF Ordonnance sur l'administration des offices de faillite
OAdo Ordonnance sur l'adoption
OB Ordonnance sur les banques et les caisses d'épargne
OBVM Ordonnance sur les bourses et le commerce des valeurs mobilières
OCEl-PCPP Ordonnance sur la communication électronique dans le cadre de procédures civiles et pénales et de procédures en matière de poursuite pour dettes et de faillite
ODAu Ordonnance sur le droit d'auteur et les droits voisins
ODFR Ordonnance sur le droit foncier rural
OEC Ordonnance sur l'état civil
OELP Ordonnance sur les émoluments perçus en application de la loi fédérale sur la poursuite pour dettes et la faillite
OFA-FINMA Ordonnance de l'Autorité fédérale de surveillance des marchés financiers sur la faillite des entreprises d'assurance
OFPC-FINMA Ordonnance de l'Autorité fédérale de surveillance des marchés financiers sur la faillite de placements collectifs de capitaux
OGPCT Ordonnance sur la gestion du patrimoine dans le cadre d'une curatelle ou d'une tutelle
OHS-LP Ordonnance relative à la haute surveillance en matière de poursuite et de faillite
OIA Ordonnance sur l'impôt anticipé
OIB-FINMA Ordonnance de l'Autorité fédérale de surveillance des marchés financiers sur l'insolvabilité des banques et des négociants en valeurs mobilières
OIMF Ordonnance sur les infrastructures des marchés financiers et le comportement sur le marché en matière de négociation de valeurs mobilières et de dérivés
OIMF-FINMA Ordonnance
OIP Ordonnance sur l'indication des prix
OLAA Ordonnance sur l'assurance-accidents
OLPD Ordonnance relative à la loi fédérale sur la protection des données
OLT 1 Ordonnance 1 relative à la loi sur le travail
ONCR Ordonnance sur les normes comptables reconnues
OPC Ordonnance concernant la saisie et la réalisation de parts de communautés
OPC-FINMA Ordonnance de l'Autorité fédérale de surveillance des marchés financiers sur les placements collectifs de capitaux
OPCC Ordonnance sur les placements collectifs de capitaux
OPE Ordonnance sur le placement d'enfants
ORAb Ordonnance contre les rémunérations abusives dans les sociétés anonymes cotées en bourse
ORC Ordonnance sur le registre du commerce
ORF Ordonnance sur le registre foncier
ORFI Ordonnance du Tribunal fédéral sur la réalisation forcée des immeubles
OS Ordonnance sur la surveillance des entreprises d'assurance privées
OS LCart Ordonnance sur les sanctions en cas de restrictions illicites à la concurrence
OS-FINMA Ordonnance de l'Autorité fédérale de surveillance des marchés financiers sur la surveillance des entreprises d'assurance privées
OSAss Ordonnance concernant la saisie, le séquestre et la réalisation des droits découlant d'assurances d'après la loi fédérale du 2 avril 1908 sur le contrat d'assurance
OT Ordonnance sur les droits de timbre
OTVA Ordonnance régissant la taxe sur la valeur ajoutée
Occd Ordonnance sur le contrôle des concentrations d'entreprises
Ocj Ordonnance sur le casier judiciaire
Olico Ordonnance concernant la tenue et la conservation des livres de comptes
P:
PA Loi fédérale sur la procédure administrative
PPMin Loi fédérale sur la procédure pénale applicable aux mineurs
R:
RAPG Règlement sur les allocations pour perte de gain
RAVS Règlement sur l'assurance-vieillesse et survivants
C:
C Convenzione
CC Codice civile svizzero
CEDU Convenzione per la salvaguardia dei diritti dell'uomo e delle libertà fondamentali
CLug Convenzione concernente la competenza giurisdizionale, il riconoscimento e l'esecuzione delle decisioni in materia civile e commerciale
CO Legge federale di complemento del Codice civile svizzero
CP Codice penale svizzero
CPC Codice di diritto processuale civile svizzero
CPM Codice penale militare
CPP Codice di diritto processuale penale svizzero
Ccrldsae Convenzione concernente il riconoscimento e l'esecuzione delle sentenze arbitrali estere
Cdf Convenzione sui diritti del fanciullo
Cost. Costituzione federale della Confederazione Svizzera
Crapc Convenzione relativa alla procedura civile
Csacrim Convenzione sugli aspetti civili del rapimento internazionale di minori
Cspida Convenzione sulla protezione internazionale degli adulti
Cspmscmai Convenzione sulla protezione dei minori e sulla cooperazione in materia di adozione internazionale
Cvfliag Convenzione volta a facilitare l'accesso internazionale alla giustizia
D:
DPA Legge federale sul diritto penale amministrativo
DPMin Legge federale sul diritto penale minorile
L:
LADI Legge federale sull'assicurazione obbligatoria contro la disoccupazione e l'indennità per insolvenza
LAFE Legge federale sull'acquisto di fondi da parte di persone all'estero
LAID Legge federale sull'armonizzazione delle imposte dirette dei Cantoni e dei Comuni
LAINF Legge federale sull'assicurazione contro gli infortuni
LAMal Legge federale sull'assicurazione malattie
LAP Legge federale sull'approvvigionamento economico del Paese
LAPub Legge federale sugli acquisti pubblici
LAV Legge federale concernente l'aiuto alle vittime di reati
LAVS Legge federale su l'assicurazione per la vecchiaia e per i superstiti
LArm Legge federale sulle armi, gli accessori di armi e le munizioni
LAsi Legge sull'asilo
LBCR Legge federale sulle banche e le casse di risparmio
LBVM Legge federale sulle borse e il commercio di valori mobiliari
LCA Legge federale sul contratto d'assicurazione
LCF Legge federale sul controllo federale delle finanze
LCSl Legge federale contro la concorrenza sleale
LCStr Legge federale sulla circolazione stradale
LCart Legge federale sui cartelli e altre limitazioni della concorrenza
LCit Legge federale su l'acquisto e la perdita della cittadinanza svizzera
LD Legge sulle dogane
LDA Legge federale sul diritto d'autore e sui diritti di protezione affini
LDFR Legge federale sul diritto fondiario rurale
LDIP Legge federale sul diritto internazionale privato
LDP Legge federale sui diritti politici
LEF Legge federale sulla esecuzione e sul fallimento
LEGU Legge federale sugli esami genetici sull'essere umano
LF-CAA Legge federale relativa alla Convenzione dell'Aia sull'adozione e a provvedimenti per la protezione del minore nelle adozioni internazionali
LF-RMA Legge federale sul rapimento internazionale dei minori e sulle Convenzioni dell'Aia sulla protezione dei minori e degli adulti
LFC Legge federale sulle finanze della Confederazione
LFINMA Legge federale concernente l'Autorità federale di vigilanza sui mercati finanziari
LFLP Legge federale sul libero passaggio nella previdenza professionale per la vecchiaia, i superstiti e l'invalidità
LFPr Legge federale sulla formazione professionale
LFus Legge federale sulla fusione, la scissione, la trasformazione e il trasferimento di patrimonio
LICol Legge federale sugli investimenti collettivi di capitale
LIFD Legge federale sull'imposta federale diretta
LIP Legge federale sull'imposta preventiva
LIPG Legge federale sulle indennità di perdita di guadagno per chi presta servizio e in caso di maternità
LIVA Legge federale concernente l'imposta sul valore aggiunto
LInFi Legge federale sulle infrastrutture del mercato finanziario e il comportamento sul mercato nel commercio di valori mobiliari e derivati
LL Legge federale sul lavoro nell'industria, nell'artigianato e nel commercio
LLCA Legge federale sulla libera circolazione degli avvocati
LOAP Legge federale sull'organizzazione delle autorità penali della Confederazione
LOF Legge sulle obbligazioni fondiarie
LPAM Legge federale concernente la procreazione con assistenza medica
LPD Legge federale sulla protezione dei dati
LPM Legge federale sulla protezione dei marchi e delle indicazioni di provenienza
LPP Legge federale sulla previdenza professionale per la vecchiaia, i superstiti e l'invalidità
LPPC Legge federale sulla protezione della popolazione e sulla protezione civile
LPar Legge federale sulla parità dei sessi
LParl Legge federale sull'Assemblea federale
LPers Legge sul personale federale
LRDP Legge federale sulla responsabilità per danno da prodotti
LResp Legge federale su la responsabilità della Confederazione, dei membri delle autorità federali e dei funzionari federali
LSA Legge federale sulla sorveglianza delle imprese di assicurazione
LSO Legge federale sui privilegi, le immunità e le facilitazioni, nonché sugli aiuti finanziari accordati dalla Svizzera quale Stato ospite
LSPr Legge federale sulla sorveglianza dei prezzi
LSR Legge federalesull'abilitazione e la sorveglianza dei revisori
LStrI Legge federale sugli stranieri e la loro integrazione
LStup Legge federale sugli stupefacenti e sulle sostanze psicotrope
LSu Legge federale sugli aiuti finanziari e le indennità
LTAF Legge sul Tribunale amministrativo federale
LTB Legge federale sulle tasse di bollo
LTCo Legge federale sui titoli contabili
LTD Legge sulla tariffa delle dogane
LTF Legge sul Tribunale federale
LTFB Legge sul Tribunale federale dei brevetti
LUD Legge federale sull'unione domestica registrata di coppie omosessuali
Lferr Legge federale sulle ferrovie
O:
OABCT Ordinanza sull'amministrazione di beni nell'ambito di una curatela o di una tutela
OACata Ordinanza sull'aiuto in caso di catastrofe all'estero
OAFE Ordinanza sull'acquisto di fondi da parte di persone all'estero
OAINF Ordinanza sull'assicurazione contro gli infortuni
OAMin Ordinanza sull'accoglimento di minori a scopo di affiliazione
OAPuE Ordinanza sugli atti pubblici in forma elettronica
OAV-LEF Ordinanza concernente l'alta vigilanza sulla esecuzione e sul fallimento
OAVS Ordinanza sull'assicurazione per la vecchiaia e per i superstiti
OAdoz Ordinanza sull'adozione
OBCR Ordinanza sulle banche e le casse di risparmio
OBVM Ordinanza sulle borse e il commercio di valori mobiliari
OCE-PCPE Ordinanza sulla comunicazione per via elettronica nell'ambito di procedimenti civili e penali nonché di procedure d'esecuzione e fallimento
ODAu Ordinanza sul diritto d'autore e sui diritti di protezione affini
ODFR Ordinanza sul diritto fondiario rurale
ODiC Ordinanza concernente il pignoramento e la realizzazione di diritti in comunione
OFA-FINMA Ordinanza dell'Autorità federale di vigilanza sui mercati finanziari sul fallimento delle imprese di assicurazione
OFICol-FINMA Ordinanza dell'Autorità federale di vigilanza sui mercati finanziari sul fallimento degli investimenti collettivi di capitale
OIB-FINMA Ordinanza dell'Autorità federale di vigilanza sui mercati finanziari sull'insolvenza di banche e commercianti di valori mobiliari
OICol Ordinanza sugli investimenti collettivi di capitale
OICol-FINMA Ordinanza dell'Autorità federale di vigilanza sui mercati finanziari sugli investimenti collettivi di capitale
OIP Ordinanza sull'indicazione dei prezzi
OIPG Ordinanza sulle indennità di perdita di guadagno
OIPrev Ordinanza sull'imposta preventiva
OIVA Ordinanza concernente l'imposta sul valore aggiunto
OInFi Ordinanza sulle infrastrutture del mercato finanziario e il comportamento sul mercato nel commercio di valori mobiliari e derivati
OInFi-FINMA Ordinanza
OLL 1 Ordinanza 1 concernente la legge sul lavoro
OLPD Ordinanza relativa alla legge federale sulla protezione dei dati
ONCR Ordinanza sulle norme contabili riconosciute
ORC Ordinanza sul registro di commercio
ORF Ordinanza sul registro fondiario
OReSA Ordinanza contro le retribuzioni abusive nelle società anonime quotate in borsa
OS Ordinanza sulla sorveglianza delle imprese di assicurazione private
OS LCart Ordinanza sulle sanzioni in caso di limitazioni illecite della concorrenza
OS-FINMA Ordinanza dell'Autorità federale di vigilanza sui mercati finanziari sulla sorveglianza delle imprese di assicurazione private
OSC Ordinanza sullo stato civile
OTB Ordinanza concernente le tasse di bollo
OTLEF Ordinanza sulle tasse riscosse in applicazione della legge federale sulla esecuzione e sul fallimento
Occdci Ordinanza concernente il controllo delle concentrazioni di imprese
Ocg Ordinanza sul casellario giudiziale
Olc Ordinanza sulla tenuta e la conservazione dei libri di commercio
P:
PA Legge federale sulla procedura amministrativa
PPMin Legge federale di diritto processuale penale minorile
R:
RFF Regolamento del Tribunale federale concernente la realizzazione forzata di fondi
RPAss Regolamento
RUF Regolamento concernente l'amministrazione degli uffici dei fallimenti
A:
AIG Federal Act on Foreign Nationals and Integration
AdoV Ordinance on Adoption
AsylG Asylum Act
B:
BBG Federal Acton Vocational and Professional Education and Training
BEG Federal Act on Intermediated Securities
BG-KKE Federal Act on International Child Abduction and the Hague Conventions on the Protection of Children and Adults
BIV-FINMA Ordinance of the Swiss Financial Market Supervisory Authority on the Insolvency of Banks and Securities Dealers
BPR Federal Act on Political Rights
BV Federal Constitution of the Swiss Confederation
BetmG Federal Act on Narcotics and Psychotropic Substances
D:
DSG Federal Act on Data Protection
F:
FINMAG Federal Act on the Swiss Financial Market Supervisory Authority
FMedG Federal Act on Medically Assisted Reproduction
FinfraG Federal Act on Financial Market Infrastructures and Market Conduct in Securities and Derivatives Trading
FinfraV Ordinance on Financial Market Infrastructures and Market Conduct in Securities and Derivatives Trading
FinfraV-FINMA Ordinance of the Swiss Financial Market Supervisory Authority on Financial Market Infrastructures and Market Conduct in Securities and Derivatives Trading
G:
GSG Federal Act on the Privileges, Immunities and Facilities and the Financial Subsidies granted by Switzerland as a Host State
GUMG Federal Act on Human Genetic Testing
GlG Federal Act on Gender Equality
K:
KAG Federal Act on Collective Investment Schemes
KG Federal Act on Cartels and other Restraints of Competition
KKV Ordinance on Collective Investment Schemes
KKV-FINMA Ordinance of the Swiss Financial Market Supervisory Authority on Collective Investment Schemes
M:
MSchG Federal Act on the Protection of Trade Marks and Indications of Source
MWSTG Federal Act on Value Added Tax
MWSTV Ordinance on Value Added Tax
O:
OR Federal Act on the Amendment of the Swiss Civil Code
P:
ParlG Federal Act on the Federal Assembly
PatGG Federal Act on the Federal Patent Court
S:
SVKG Ordinance on Sanctions imposed for Unlawful Restraints of Competition
StGB Swiss Criminal Code
StPO Swiss Criminal Procedure Code
U:
URG Federal Act on Copyright and Related Rights
V:
VDSG 235.11
VwVG Federal Act on Administrative Procedure
VüKU Ordinance on the Control of Concentrations of Undertakings
Z:
ZGB Swiss Civil Code
ZPO Swiss Civil Procedure Code
ZTG Customs Tariff Act
A:
AHVG Bundesgesetz über die Alters- und Hinterlassenenversicherung
AHVV Verordnung über die Alters- und Hinterlassenenversicherung
AIG Bundesgesetz über die Ausländerinnen und Ausländer und über die Integration
AVIG Bundesgesetz über die obligatorische Arbeitslosenversicherung und die Insolvenzentschädigung
AVO Verordnung über die Beaufsichtigung von privaten Versicherungsunternehmen
AVO-FINMA Verordnung der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht über die Beaufsichtigung von privaten Versicherungsunternehmen
AdoV Verordnung über die Adoption
ArG Bundesgesetz über die Arbeit in Industrie, Gewerbe und Handel
ArGV 1 Verordnung 1 zum Arbeitsgesetz
AsylG Asylgesetz
B:
BBG Bundesgesetzüber die Berufsbildung
BEG Bundesgesetz über Bucheffekten
BEHG Bundesgesetz über die Börsen und den Effektenhandel
BEHV Verordnung über die Börsen und den Effektenhandel
BG-HAÜ Bundesgesetz zum Haager Adoptionsübereinkommen und über Massnahmen zum Schutz des Kindes bei internationalen Adoptionen
BG-KKE Bundesgesetz über internationale Kindesentführung und die Haager Übereinkommen zum Schutz von Kindern und Erwachsenen
BGBB Bundesgesetz über das bäuerliche Bodenrecht
BGFA Bundesgesetz über die Freizügigkeit der Anwältinnen und Anwälte
BGG Bundesgesetz über das Bundesgericht
BIV-FINMA Verordnung der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht über die Insolvenz von Banken und Effektenhändlern
BPG Bundespersonalgesetz
BPR Bundesgesetz über die politischen Rechte
BV Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft
BVG Bundesgesetz über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge
BZG Bundesgesetz über den Bevölkerungsschutz und den Zivilschutz
BankG Bundesgesetz über die Banken und Sparkassen
BankV Verordnung über die Banken und Sparkassen
BetmG Bundesgesetz über die Betäubungsmittel und die psychotropen Stoffe
BewG Bundesgesetz über den Erwerb von Grundstücken durch Personen im Ausland
BewV Verordnung über den Erwerb von Grundstücken durch Personen im Ausland
BöB Bundesgesetz über das öffentliche Beschaffungswesen
BüG Bundesgesetz über Erwerb und Verlust des Schweizer Bürgerrechts
D:
DBG Bundesgesetz über die direkte Bundessteuer
DSG Bundesgesetz über den Datenschutz
E:
EBG Eisenbahngesetz
EMRK Konvention zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten
EOG Bundesgesetz über den Erwerbsersatz für Dienstleistende und bei Mutterschaft
EOV Verordnung zum Erwerbsersatzgesetz
EÖBV Verordnung über die elektronische öffentliche Beurkundung
F:
FHG Bundesgesetz über den eidgenössischen Finanzhaushalt
FINMAG Bundesgesetz über die Eidgenössische Finanzmarktaufsicht
FKG Bundesgesetz über die Eidgenössische Finanzkontrolle
FMedG Bundesgesetz über die medizinisch unterstützte Fortpflanzung
FZG Bundesgesetz über die Freizügigkeit in der beruflichen Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge
FinfraG Bundesgesetz über die Finanzmarktinfrastrukturen und das Marktverhalten im Effekten- und Derivatehandel
FinfraV Verordnung über die Finanzmarktinfrastrukturen und das Marktverhalten im Effekten- und Derivatehandel
FinfraV-FINMA Verordnung der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht über die Finanzmarktinfrastrukturen und das Marktverhalten im Effekten- und Derivatehandel
FusG Bundesgesetz über Fusion, Spaltung, Umwandlung und Vermögensübertragung
G:
GBV Grundbuchverordnung
GSG Bundesgesetz über die von der Schweiz als Gaststaat gewährten Vorrechte, Immunitäten und Erleichterungen sowie finanziellen Beiträge
GUMG Bundesgesetz über genetische Untersuchungen beim Menschen
GeBüV Verordnung über die Führung und Aufbewahrung der Geschäftsbücher
GebV SchKG Gebührenverordnung zum Bundesgesetz über Schuldbetreibung und Konkurs
GlG Bundesgesetz über die Gleichstellung von Frau und Mann
H:
HEsÜ Übereinkommen über den internationalen Schutz von Erwachsenen
HKsÜ Übereinkommen
HRegV Handelsregisterverordnung
I:
IPRG Bundesgesetz über das Internationale Privatrecht
J:
JStG Bundesgesetz über das Jugendstrafrecht
JStPO Schweizerische Jugendstrafprozessordnung
K:
KAG Bundesgesetz über die kollektiven Kapitalanlagen
KAKV-FINMA Verordnung der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht über den Konkurs von kollektiven Kapitalanlagen
KG Bundesgesetz über Kartelle und andere Wettbewerbsbeschränkungen
KKV Verordnung über die kollektiven Kapitalanlagen
KKV-FINMA Verordnung der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht über die kollektiven Kapitalanlagen
KOV Verordnung über die Geschäftsführung der Konkursämter (KOV)
KVG Bundesgesetz über die Krankenversicherung
L:
LVG Bundesgesetz über die wirtschaftliche Landesversorgung
LugÜ Übereinkommen über die gerichtliche Zuständigkeit und die Anerkennung und Vollstreckung von Entscheidungen in Zivil- und Handelssachen
M:
MSchG Bundesgesetz über den Schutz von Marken und Herkunftsangaben
MStG Militärstrafgesetz
MWSTG Bundesgesetz über die Mehrwertsteuer
MWSTV Mehrwertsteuerverordnung
O:
OAV-SchKG Verordnung betreffend die Oberaufsicht über Schuldbetreibung und Konkurs
OHG Bundesgesetz über die Hilfe an Opfer von Straftaten
OR Bundesgesetz betreffend die Ergänzung des Schweizerischen Zivilgesetzbuches (Fünfter Teil: Obligationenrecht)
P:
PAVO Verordnung über die Aufnahme von Pflegekindern
PBV Verordnung über die Bekanntgabe von Preisen
ParlG Bundesgesetz über die Bundesversammlung
PartG Bundesgesetz über die eingetragene Partnerschaft gleichgeschlechtlicher Paare
PatGG Bundesgesetz über das Bundespatentgericht
PfG Pfandbriefgesetz
PrHG Bundesgesetz über die Produktehaftpflicht
PüG Preisüberwachungsgesetz
R:
RAG Bundesgesetz über die Zulassung und Beaufsichtigung der Revisorinnen und Revisoren
S:
SVG Strassenverkehrsgesetz
SVKG Verordnung über die Sanktionen bei unzulässigen Wettbewerbsbeschränkungen
SchKG Bundesgesetz über Schuldbetreibung und Konkurs
StBOG Bundesgesetz über die Organisation der Strafbehörden des Bundes
StG Bundesgesetz über die Stempelabgaben
StGB Schweizerisches Strafgesetzbuch
StHG Bundesgesetz über die Harmonisierung der direkten Steuern der Kantone und Gemeinden
StPO Schweizerische Strafprozessordnung
StV Verordnung über die Stempelabgaben
SuG Bundesgesetz über Finanzhilfen und Abgeltungen
U:
URG Bundesgesetz über das Urheberrecht und verwandte Schutzrechte
URV Verordnung über das Urheberrecht und verwandte Schutzrechte
UVG Bundesgesetz über die Unfallversicherung
UVV Verordnung über die Unfallversicherung
UWG Bundesgesetz gegen den unlauteren Wettbewerb
V:
VAG Bundesgesetz betreffend die Aufsicht über Versicherungsunternehmen
VASR Verordnung über die anerkannten Standards zur Rechnungslegung
VBB Verordnung über das bäuerliche Bodenrecht
VBVV Verordnung über die Vermögensverwaltung im Rahmen einer Beistandschaft oder Vormundschaft
VDSG Verordnung zum Bundesgesetz über den Datenschutz
VG Bundesgesetz über die Verantwortlichkeit des Bundes sowie seiner Behördemitglieder und Beamten
VGG Bundesgesetz über das Bundesverwaltungsgericht
VKA Verordnung über die Katastrophenhilfe im Ausland
VKV-FINMA Verordnung der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht über den Konkurs von Versicherungsunternehmen
VPAV Verordnung betreffend die Pfändung, Arrestierung und Verwertung von Versicherungsansprüchen nach dem Bundesgesetz vom 2. April 1908 über den Versicherungsvertrag
VStG Bundesgesetz über die Verrechnungssteuer
VStV Verordnung über die Verrechnungssteuer
VStrR Bundesgesetz über das Verwaltungsstrafrecht
VVAG Verordnung über die Pfändung und Verwertung von Anteilen an Gemeinschaftsvermögen
VVG Bundesgesetz über den Versicherungsvertrag
VZG Verordnung des Bundesgerichts über die Zwangsverwertung von Grundstücken
VegüV Verordnung gegen übermässige Vergütungen bei börsenkotierten Aktiengesellschaften
VeÜ-ZSSV Verordnung über die elektronische Übermittlung im Rahmen von Zivil- und Strafprozessen sowie von Schuldbetreibungs- und Konkursverfahren
VwVG Bundesgesetz über das Verwaltungsverfahren
VüKU Verordnung über die Kontrolle von Unternehmenszusammenschlüssen
VüS Verordnung über das Strafregister
W:
WG Bundesgesetz über Waffen, Waffenzubehör und Munition
Z:
ZG Zollgesetz
ZGB Schweizerisches Zivilgesetzbuch
ZPO Schweizerische Zivilprozessordnung
ZStV Zivilstandsverordnung
ZTG Zolltarifgesetz
Ü:
ÜbZ Übereinkunft betreffend Zivilprozessrecht
ÜüAVaS Übereinkommen über die Anerkennung und Vollstreckung ausländischer Schiedssprüche
ÜüRK Übereinkommen über die Rechte des Kindes
ÜüSKZGIA Übereinkommen über den Schutz von Kindern und die Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Internationalen Adoption
ÜüiZR Übereinkommen über den internationalen Zugang zur Rechtspflege
ÜüzAiK Übereinkommen über die zivilrechtlichen Aspekte internationaler Kindesentführung
C:
CC Code civil suisse
CEDH Convention de sauvegarde des droits de l'homme et des libertés fondamentales
CL Convention concernant la compétence judiciaire, la reconnaissance et l'exécution des décisions en matière civile et commerciale
CLaH 2000 Convention sur la protection internationale des adultes
CLaH 96 Convention
CO Loi fédérale complétant le Code civil suisse
CP Code pénal suisse
CPC Code de procédure civile
CPM Code pénal militaire
CPP Code de procédure pénale suisse
Caclid Convention sur les aspects civils de l'enlèvement international d'enfants
Cpecmdi Convention sur la protection des enfants et la coopération en matière d'adoption internationale
Cprlsaé Convention pour la reconnaissance et l'exécution des sentences arbitrales étrangères
Crdl Convention relative aux droits de l'enfant
Crpc Convention relative à la procédure civile
Cst. Constitution fédérale de la Confédération suisse
Ctflij Convention tendant à faciliter l'accès international à la justice
D:
DPA Loi fédérale sur le droit pénal administratif
DPMin Loi fédérale régissant la condition pénale des mineurs
L:
LAA Loi fédérale sur l'assurance-accidents
LACI Loi fédérale sur l'assurance-chômage obligatoire et l'indemnité en cas d'insolvabilité
LAGH Loi fédérale sur l'analyse génétique humaine
LAMal Loi fédérale sur l'assurance-maladie
LAP Loi fédérale sur l'approvisionnement économique du pays
LAPG Loi fédérale sur les allocations pour perte de gain en cas de service et de maternité
LAVI Loi fédérale sur l'aide aux victimes d'infractions
LAVS Loi fédérale sur l'assurance-vieillesse et survivants
LArm Loi fédérale sur les armes, les accessoires d'armes et les munitions
LAsi Loi sur l'asile
LB Loi fédérale sur les banques et les caisses d'épargne
LBVM Loi fédérale sur les bourses et le commerce des valeurs mobilières
LCA Loi fédérale sur le contrat d'assurance
LCD Loi fédérale contre la concurrence déloyale
LCF Loi fédérale sur le Contrôle fédéral des finances
LCR Loi fédérale sur la circulation routière
LCart Loi fédérale sur les cartels et autres restrictions à la concurrence
LCdF Loi fédérale sur les chemins de fer
LD Loi sur les douanes
LDA Loi fédérale sur le droit d'auteur et les droits voisins
LDFR Loi fédérale sur le droit foncier rural
LDIP Loi fédérale sur le droit international privé
LDP Loi fédérale sur les droits politiques
LEH Loi fédérale sur les privilèges, les immunités et les facilités, ainsi que sur les aides financières accordés par la Suisse en tant qu'Etat hôte
LEI Loi fédérale sur les étrangers et l'intégration
LEg Loi fédérale sur l'égalité entre femmes et hommes
LF-CLaH Loi fédérale relative à la Convention de La Haye sur l'adoption et aux mesures de protection de l'enfant en cas d'adoption internationale
LF-EEA Loi fédérale sur l'enlèvement international d'enfants et les Conventions de La Haye sur la protection des enfants et des adultes
LFAIE Loi fédérale sur l'acquisition d'immeubles par des personnes à l'étranger
LFC Loi sur les finances de la Confédération
LFINMA Loi sur l'Autorité fédérale de surveillance des marchés financiers
LFLP Loi fédérale sur le libre passage dans la prévoyance professionnelle vieillesse, survivants et invalidité
LFPr Loi fédérale sur la formation professionnelle
LFus Loi fédérale sur la fusion, la scission, la transformation et le transfert de patrimoine
LHID Loi fédérale sur l'harmonisation des impôts directs des cantons et des communes
LIA Loi fédérale sur l'impôt anticipé (LIA)
LIFD Loi fédérale sur l'impôt fédéral direct
LIMF Loi fédérale sur les infrastructures des marchés financiers et le comportement sur le marché en matière de négociation de valeurs mobilières et de dérivés*
LLCA Loi fédérale sur la libre circulation des avocats
LLG Loi sur l'émission de lettres de gage
LMP Loi fédérale sur les marchés publics
LN Loi fédérale sur l'acquisition et la perte de la nationalité suisse
LOAP Loi fédérale sur l'organisation des autorités pénales de la Confédération
LP Loi fédérale sur la poursuite pour dettes et la faillite
LPCC Loi fédérale sur les placements collectifs de capitaux*
LPD Loi fédérale sur la protection des données
LPM Loi fédérale sur la protection des marques et des indications de provenance
LPMA Loi fédérale sur la procréation médicalement assistée*
LPP Loi fédérale sur la prévoyance professionnelle vieillesse, survivants et invalidité
LPPCi Loi fédérale sur la protection de la population et sur la protection civile
LParl Loisur l'Assemblée fédérale
LPart Loi fédérale sur le partenariat enregistré entre personnes du même sexe
LPers Loi sur le personnel de la Confédération
LRCF Loi fédérale sur la responsabilité de la Confédération, des membres de ses autorités et de ses fonctionnaires
LRFP Loi fédérale sur la responsabilité du fait des produits
LSA Loi fédérale sur la surveillance des entreprises d'assurance
LSPr Loi fédérale concernant la surveillance des prix
LSR Loi fédérale sur l'agrément et la surveillance des réviseurs
LStup Loi fédérale sur les stupéfiants et les substances psychotropes
LSu Loi fédérale sur les aides financières et les indemnités
LT Loi fédérale sur les droits de timbre
LTAF Loi sur le Tribunal administratif fédéral
LTF Loi sur le Tribunal fédéral
LTFB Loi<em></em>sur le Tribunal fédéral des brevets
LTI Loi fédérale sur les titres intermédiés
LTVA Loi fédérale régissant la taxe sur la valeur ajoutée
LTaD Loi sur le tarif des douanes
LTr Loi fédérale sur le travail dans l'industrie, l'artisanat et le commerce
O:
OAAE Ordonnance sur l'acte authentique électronique
OACata Ordonnance sur l'aide en cas de catastrophe à l'étranger
OAIE Ordonnance sur l'acquisition d'immeubles par des personnes à l'étranger
OAOF Ordonnance sur l'administration des offices de faillite
OAdo Ordonnance sur l'adoption
OB Ordonnance sur les banques et les caisses d'épargne
OBVM Ordonnance sur les bourses et le commerce des valeurs mobilières
OCEl-PCPP Ordonnance sur la communication électronique dans le cadre de procédures civiles et pénales et de procédures en matière de poursuite pour dettes et de faillite
ODAu Ordonnance sur le droit d'auteur et les droits voisins
ODFR Ordonnance sur le droit foncier rural
OEC Ordonnance sur l'état civil
OELP Ordonnance sur les émoluments perçus en application de la loi fédérale sur la poursuite pour dettes et la faillite
OFA-FINMA Ordonnance de l'Autorité fédérale de surveillance des marchés financiers sur la faillite des entreprises d'assurance
OFPC-FINMA Ordonnance de l'Autorité fédérale de surveillance des marchés financiers sur la faillite de placements collectifs de capitaux
OGPCT Ordonnance sur la gestion du patrimoine dans le cadre d'une curatelle ou d'une tutelle
OHS-LP Ordonnance relative à la haute surveillance en matière de poursuite et de faillite
OIA Ordonnance sur l'impôt anticipé
OIB-FINMA Ordonnance de l'Autorité fédérale de surveillance des marchés financiers sur l'insolvabilité des banques et des négociants en valeurs mobilières
OIMF Ordonnance sur les infrastructures des marchés financiers et le comportement sur le marché en matière de négociation de valeurs mobilières et de dérivés
OIMF-FINMA Ordonnance
OIP Ordonnance sur l'indication des prix
OLAA Ordonnance sur l'assurance-accidents
OLPD Ordonnance relative à la loi fédérale sur la protection des données
OLT 1 Ordonnance 1 relative à la loi sur le travail
ONCR Ordonnance sur les normes comptables reconnues
OPC Ordonnance concernant la saisie et la réalisation de parts de communautés
OPC-FINMA Ordonnance de l'Autorité fédérale de surveillance des marchés financiers sur les placements collectifs de capitaux
OPCC Ordonnance sur les placements collectifs de capitaux
OPE Ordonnance sur le placement d'enfants
ORAb Ordonnance contre les rémunérations abusives dans les sociétés anonymes cotées en bourse
ORC Ordonnance sur le registre du commerce
ORF Ordonnance sur le registre foncier
ORFI Ordonnance du Tribunal fédéral sur la réalisation forcée des immeubles
OS Ordonnance sur la surveillance des entreprises d'assurance privées
OS LCart Ordonnance sur les sanctions en cas de restrictions illicites à la concurrence
OS-FINMA Ordonnance de l'Autorité fédérale de surveillance des marchés financiers sur la surveillance des entreprises d'assurance privées
OSAss Ordonnance concernant la saisie, le séquestre et la réalisation des droits découlant d'assurances d'après la loi fédérale du 2 avril 1908 sur le contrat d'assurance
OT Ordonnance sur les droits de timbre
OTVA Ordonnance régissant la taxe sur la valeur ajoutée
Occd Ordonnance sur le contrôle des concentrations d'entreprises
Ocj Ordonnance sur le casier judiciaire
Olico Ordonnance concernant la tenue et la conservation des livres de comptes
P:
PA Loi fédérale sur la procédure administrative
PPMin Loi fédérale sur la procédure pénale applicable aux mineurs
R:
RAPG Règlement sur les allocations pour perte de gain
RAVS Règlement sur l'assurance-vieillesse et survivants
C:
C Convenzione
CC Codice civile svizzero
CEDU Convenzione per la salvaguardia dei diritti dell'uomo e delle libertà fondamentali
CLug Convenzione concernente la competenza giurisdizionale, il riconoscimento e l'esecuzione delle decisioni in materia civile e commerciale
CO Legge federale di complemento del Codice civile svizzero
CP Codice penale svizzero
CPC Codice di diritto processuale civile svizzero
CPM Codice penale militare
CPP Codice di diritto processuale penale svizzero
Ccrldsae Convenzione concernente il riconoscimento e l'esecuzione delle sentenze arbitrali estere
Cdf Convenzione sui diritti del fanciullo
Cost. Costituzione federale della Confederazione Svizzera
Crapc Convenzione relativa alla procedura civile
Csacrim Convenzione sugli aspetti civili del rapimento internazionale di minori
Cspida Convenzione sulla protezione internazionale degli adulti
Cspmscmai Convenzione sulla protezione dei minori e sulla cooperazione in materia di adozione internazionale
Cvfliag Convenzione volta a facilitare l'accesso internazionale alla giustizia
D:
DPA Legge federale sul diritto penale amministrativo
DPMin Legge federale sul diritto penale minorile
L:
LADI Legge federale sull'assicurazione obbligatoria contro la disoccupazione e l'indennità per insolvenza
LAFE Legge federale sull'acquisto di fondi da parte di persone all'estero
LAID Legge federale sull'armonizzazione delle imposte dirette dei Cantoni e dei Comuni
LAINF Legge federale sull'assicurazione contro gli infortuni
LAMal Legge federale sull'assicurazione malattie
LAP Legge federale sull'approvvigionamento economico del Paese
LAPub Legge federale sugli acquisti pubblici
LAV Legge federale concernente l'aiuto alle vittime di reati
LAVS Legge federale su l'assicurazione per la vecchiaia e per i superstiti
LArm Legge federale sulle armi, gli accessori di armi e le munizioni
LAsi Legge sull'asilo
LBCR Legge federale sulle banche e le casse di risparmio
LBVM Legge federale sulle borse e il commercio di valori mobiliari
LCA Legge federale sul contratto d'assicurazione
LCF Legge federale sul controllo federale delle finanze
LCSl Legge federale contro la concorrenza sleale
LCStr Legge federale sulla circolazione stradale
LCart Legge federale sui cartelli e altre limitazioni della concorrenza
LCit Legge federale su l'acquisto e la perdita della cittadinanza svizzera
LD Legge sulle dogane
LDA Legge federale sul diritto d'autore e sui diritti di protezione affini
LDFR Legge federale sul diritto fondiario rurale
LDIP Legge federale sul diritto internazionale privato
LDP Legge federale sui diritti politici
LEF Legge federale sulla esecuzione e sul fallimento
LEGU Legge federale sugli esami genetici sull'essere umano
LF-CAA Legge federale relativa alla Convenzione dell'Aia sull'adozione e a provvedimenti per la protezione del minore nelle adozioni internazionali
LF-RMA Legge federale sul rapimento internazionale dei minori e sulle Convenzioni dell'Aia sulla protezione dei minori e degli adulti
LFC Legge federale sulle finanze della Confederazione
LFINMA Legge federale concernente l'Autorità federale di vigilanza sui mercati finanziari
LFLP Legge federale sul libero passaggio nella previdenza professionale per la vecchiaia, i superstiti e l'invalidità
LFPr Legge federale sulla formazione professionale
LFus Legge federale sulla fusione, la scissione, la trasformazione e il trasferimento di patrimonio
LICol Legge federale sugli investimenti collettivi di capitale
LIFD Legge federale sull'imposta federale diretta
LIP Legge federale sull'imposta preventiva
LIPG Legge federale sulle indennità di perdita di guadagno per chi presta servizio e in caso di maternità
LIVA Legge federale concernente l'imposta sul valore aggiunto
LInFi Legge federale sulle infrastrutture del mercato finanziario e il comportamento sul mercato nel commercio di valori mobiliari e derivati
LL Legge federale sul lavoro nell'industria, nell'artigianato e nel commercio
LLCA Legge federale sulla libera circolazione degli avvocati
LOAP Legge federale sull'organizzazione delle autorità penali della Confederazione
LOF Legge sulle obbligazioni fondiarie
LPAM Legge federale concernente la procreazione con assistenza medica
LPD Legge federale sulla protezione dei dati
LPM Legge federale sulla protezione dei marchi e delle indicazioni di provenienza
LPP Legge federale sulla previdenza professionale per la vecchiaia, i superstiti e l'invalidità
LPPC Legge federale sulla protezione della popolazione e sulla protezione civile
LPar Legge federale sulla parità dei sessi
LParl Legge federale sull'Assemblea federale
LPers Legge sul personale federale
LRDP Legge federale sulla responsabilità per danno da prodotti
LResp Legge federale su la responsabilità della Confederazione, dei membri delle autorità federali e dei funzionari federali
LSA Legge federale sulla sorveglianza delle imprese di assicurazione
LSO Legge federale sui privilegi, le immunità e le facilitazioni, nonché sugli aiuti finanziari accordati dalla Svizzera quale Stato ospite
LSPr Legge federale sulla sorveglianza dei prezzi
LSR Legge federalesull'abilitazione e la sorveglianza dei revisori
LStrI Legge federale sugli stranieri e la loro integrazione
LStup Legge federale sugli stupefacenti e sulle sostanze psicotrope
LSu Legge federale sugli aiuti finanziari e le indennità
LTAF Legge sul Tribunale amministrativo federale
LTB Legge federale sulle tasse di bollo
LTCo Legge federale sui titoli contabili
LTD Legge sulla tariffa delle dogane
LTF Legge sul Tribunale federale
LTFB Legge sul Tribunale federale dei brevetti
LUD Legge federale sull'unione domestica registrata di coppie omosessuali
Lferr Legge federale sulle ferrovie
O:
OABCT Ordinanza sull'amministrazione di beni nell'ambito di una curatela o di una tutela
OACata Ordinanza sull'aiuto in caso di catastrofe all'estero
OAFE Ordinanza sull'acquisto di fondi da parte di persone all'estero
OAINF Ordinanza sull'assicurazione contro gli infortuni
OAMin Ordinanza sull'accoglimento di minori a scopo di affiliazione
OAPuE Ordinanza sugli atti pubblici in forma elettronica
OAV-LEF Ordinanza concernente l'alta vigilanza sulla esecuzione e sul fallimento
OAVS Ordinanza sull'assicurazione per la vecchiaia e per i superstiti
OAdoz Ordinanza sull'adozione
OBCR Ordinanza sulle banche e le casse di risparmio
OBVM Ordinanza sulle borse e il commercio di valori mobiliari
OCE-PCPE Ordinanza sulla comunicazione per via elettronica nell'ambito di procedimenti civili e penali nonché di procedure d'esecuzione e fallimento
ODAu Ordinanza sul diritto d'autore e sui diritti di protezione affini
ODFR Ordinanza sul diritto fondiario rurale
ODiC Ordinanza concernente il pignoramento e la realizzazione di diritti in comunione
OFA-FINMA Ordinanza dell'Autorità federale di vigilanza sui mercati finanziari sul fallimento delle imprese di assicurazione
OFICol-FINMA Ordinanza dell'Autorità federale di vigilanza sui mercati finanziari sul fallimento degli investimenti collettivi di capitale
OIB-FINMA Ordinanza dell'Autorità federale di vigilanza sui mercati finanziari sull'insolvenza di banche e commercianti di valori mobiliari
OICol Ordinanza sugli investimenti collettivi di capitale
OICol-FINMA Ordinanza dell'Autorità federale di vigilanza sui mercati finanziari sugli investimenti collettivi di capitale
OIP Ordinanza sull'indicazione dei prezzi
OIPG Ordinanza sulle indennità di perdita di guadagno
OIPrev Ordinanza sull'imposta preventiva
OIVA Ordinanza concernente l'imposta sul valore aggiunto
OInFi Ordinanza sulle infrastrutture del mercato finanziario e il comportamento sul mercato nel commercio di valori mobiliari e derivati
OInFi-FINMA Ordinanza
OLL 1 Ordinanza 1 concernente la legge sul lavoro
OLPD Ordinanza relativa alla legge federale sulla protezione dei dati
ONCR Ordinanza sulle norme contabili riconosciute
ORC Ordinanza sul registro di commercio
ORF Ordinanza sul registro fondiario
OReSA Ordinanza contro le retribuzioni abusive nelle società anonime quotate in borsa
OS Ordinanza sulla sorveglianza delle imprese di assicurazione private
OS LCart Ordinanza sulle sanzioni in caso di limitazioni illecite della concorrenza
OS-FINMA Ordinanza dell'Autorità federale di vigilanza sui mercati finanziari sulla sorveglianza delle imprese di assicurazione private
OSC Ordinanza sullo stato civile
OTB Ordinanza concernente le tasse di bollo
OTLEF Ordinanza sulle tasse riscosse in applicazione della legge federale sulla esecuzione e sul fallimento
Occdci Ordinanza concernente il controllo delle concentrazioni di imprese
Ocg Ordinanza sul casellario giudiziale
Olc Ordinanza sulla tenuta e la conservazione dei libri di commercio
P:
PA Legge federale sulla procedura amministrativa
PPMin Legge federale di diritto processuale penale minorile
R:
RFF Regolamento del Tribunale federale concernente la realizzazione forzata di fondi
RPAss Regolamento
RUF Regolamento concernente l'amministrazione degli uffici dei fallimenti
A:
AIG Federal Act on Foreign Nationals and Integration
AdoV Ordinance on Adoption
AsylG Asylum Act
B:
BBG Federal Acton Vocational and Professional Education and Training
BEG Federal Act on Intermediated Securities
BG-KKE Federal Act on International Child Abduction and the Hague Conventions on the Protection of Children and Adults
BIV-FINMA Ordinance of the Swiss Financial Market Supervisory Authority on the Insolvency of Banks and Securities Dealers
BPR Federal Act on Political Rights
BV Federal Constitution of the Swiss Confederation
BetmG Federal Act on Narcotics and Psychotropic Substances
D:
DSG Federal Act on Data Protection
F:
FINMAG Federal Act on the Swiss Financial Market Supervisory Authority
FMedG Federal Act on Medically Assisted Reproduction
FinfraG Federal Act on Financial Market Infrastructures and Market Conduct in Securities and Derivatives Trading
FinfraV Ordinance on Financial Market Infrastructures and Market Conduct in Securities and Derivatives Trading
FinfraV-FINMA Ordinance of the Swiss Financial Market Supervisory Authority on Financial Market Infrastructures and Market Conduct in Securities and Derivatives Trading
G:
GSG Federal Act on the Privileges, Immunities and Facilities and the Financial Subsidies granted by Switzerland as a Host State
GUMG Federal Act on Human Genetic Testing
GlG Federal Act on Gender Equality
K:
KAG Federal Act on Collective Investment Schemes
KG Federal Act on Cartels and other Restraints of Competition
KKV Ordinance on Collective Investment Schemes
KKV-FINMA Ordinance of the Swiss Financial Market Supervisory Authority on Collective Investment Schemes
M:
MSchG Federal Act on the Protection of Trade Marks and Indications of Source
MWSTG Federal Act on Value Added Tax
MWSTV Ordinance on Value Added Tax
O:
OR Federal Act on the Amendment of the Swiss Civil Code
P:
ParlG Federal Act on the Federal Assembly
PatGG Federal Act on the Federal Patent Court
S:
SVKG Ordinance on Sanctions imposed for Unlawful Restraints of Competition
StGB Swiss Criminal Code
StPO Swiss Criminal Procedure Code
U:
URG Federal Act on Copyright and Related Rights
V:
VDSG 235.11
VwVG Federal Act on Administrative Procedure
VüKU Ordinance on the Control of Concentrations of Undertakings
Z:
ZGB Swiss Civil Code
ZPO Swiss Civil Procedure Code
ZTG Customs Tariff Act
A:
AHVG Bundesgesetz über die Alters- und Hinterlassenenversicherung
AHVV Verordnung über die Alters- und Hinterlassenenversicherung
AIG Bundesgesetz über die Ausländerinnen und Ausländer und über die Integration
AVIG Bundesgesetz über die obligatorische Arbeitslosenversicherung und die Insolvenzentschädigung
AVO Verordnung über die Beaufsichtigung von privaten Versicherungsunternehmen
AVO-FINMA Verordnung der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht über die Beaufsichtigung von privaten Versicherungsunternehmen
AdoV Verordnung über die Adoption
ArG Bundesgesetz über die Arbeit in Industrie, Gewerbe und Handel
ArGV 1 Verordnung 1 zum Arbeitsgesetz
AsylG Asylgesetz
B:
BBG Bundesgesetzüber die Berufsbildung
BEG Bundesgesetz über Bucheffekten
BEHG Bundesgesetz über die Börsen und den Effektenhandel
BEHV Verordnung über die Börsen und den Effektenhandel
BG-HAÜ Bundesgesetz zum Haager Adoptionsübereinkommen und über Massnahmen zum Schutz des Kindes bei internationalen Adoptionen
BG-KKE Bundesgesetz über internationale Kindesentführung und die Haager Übereinkommen zum Schutz von Kindern und Erwachsenen
BGBB Bundesgesetz über das bäuerliche Bodenrecht
BGFA Bundesgesetz über die Freizügigkeit der Anwältinnen und Anwälte
BGG Bundesgesetz über das Bundesgericht
BIV-FINMA Verordnung der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht über die Insolvenz von Banken und Effektenhändlern
BPG Bundespersonalgesetz
BPR Bundesgesetz über die politischen Rechte
BV Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft
BVG Bundesgesetz über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge
BZG Bundesgesetz über den Bevölkerungsschutz und den Zivilschutz
BankG Bundesgesetz über die Banken und Sparkassen
BankV Verordnung über die Banken und Sparkassen
BetmG Bundesgesetz über die Betäubungsmittel und die psychotropen Stoffe
BewG Bundesgesetz über den Erwerb von Grundstücken durch Personen im Ausland
BewV Verordnung über den Erwerb von Grundstücken durch Personen im Ausland
BöB Bundesgesetz über das öffentliche Beschaffungswesen
BüG Bundesgesetz über Erwerb und Verlust des Schweizer Bürgerrechts
D:
DBG Bundesgesetz über die direkte Bundessteuer
DSG Bundesgesetz über den Datenschutz
E:
EBG Eisenbahngesetz
EMRK Konvention zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten
EOG Bundesgesetz über den Erwerbsersatz für Dienstleistende und bei Mutterschaft
EOV Verordnung zum Erwerbsersatzgesetz
EÖBV Verordnung über die elektronische öffentliche Beurkundung
F:
FHG Bundesgesetz über den eidgenössischen Finanzhaushalt
FINMAG Bundesgesetz über die Eidgenössische Finanzmarktaufsicht
FKG Bundesgesetz über die Eidgenössische Finanzkontrolle
FMedG Bundesgesetz über die medizinisch unterstützte Fortpflanzung
FZG Bundesgesetz über die Freizügigkeit in der beruflichen Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge
FinfraG Bundesgesetz über die Finanzmarktinfrastrukturen und das Marktverhalten im Effekten- und Derivatehandel
FinfraV Verordnung über die Finanzmarktinfrastrukturen und das Marktverhalten im Effekten- und Derivatehandel
FinfraV-FINMA Verordnung der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht über die Finanzmarktinfrastrukturen und das Marktverhalten im Effekten- und Derivatehandel
FusG Bundesgesetz über Fusion, Spaltung, Umwandlung und Vermögensübertragung
G:
GBV Grundbuchverordnung
GSG Bundesgesetz über die von der Schweiz als Gaststaat gewährten Vorrechte, Immunitäten und Erleichterungen sowie finanziellen Beiträge
GUMG Bundesgesetz über genetische Untersuchungen beim Menschen
GeBüV Verordnung über die Führung und Aufbewahrung der Geschäftsbücher
GebV SchKG Gebührenverordnung zum Bundesgesetz über Schuldbetreibung und Konkurs
GlG Bundesgesetz über die Gleichstellung von Frau und Mann
H:
HEsÜ Übereinkommen über den internationalen Schutz von Erwachsenen
HKsÜ Übereinkommen
HRegV Handelsregisterverordnung
I:
IPRG Bundesgesetz über das Internationale Privatrecht
J:
JStG Bundesgesetz über das Jugendstrafrecht
JStPO Schweizerische Jugendstrafprozessordnung
K:
KAG Bundesgesetz über die kollektiven Kapitalanlagen
KAKV-FINMA Verordnung der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht über den Konkurs von kollektiven Kapitalanlagen
KG Bundesgesetz über Kartelle und andere Wettbewerbsbeschränkungen
KKV Verordnung über die kollektiven Kapitalanlagen
KKV-FINMA Verordnung der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht über die kollektiven Kapitalanlagen
KOV Verordnung über die Geschäftsführung der Konkursämter (KOV)
KVG Bundesgesetz über die Krankenversicherung
L:
LVG Bundesgesetz über die wirtschaftliche Landesversorgung
LugÜ Übereinkommen über die gerichtliche Zuständigkeit und die Anerkennung und Vollstreckung von Entscheidungen in Zivil- und Handelssachen
M:
MSchG Bundesgesetz über den Schutz von Marken und Herkunftsangaben
MStG Militärstrafgesetz
MWSTG Bundesgesetz über die Mehrwertsteuer
MWSTV Mehrwertsteuerverordnung
O:
OAV-SchKG Verordnung betreffend die Oberaufsicht über Schuldbetreibung und Konkurs
OHG Bundesgesetz über die Hilfe an Opfer von Straftaten
OR Bundesgesetz betreffend die Ergänzung des Schweizerischen Zivilgesetzbuches (Fünfter Teil: Obligationenrecht)
P:
PAVO Verordnung über die Aufnahme von Pflegekindern
PBV Verordnung über die Bekanntgabe von Preisen
ParlG Bundesgesetz über die Bundesversammlung
PartG Bundesgesetz über die eingetragene Partnerschaft gleichgeschlechtlicher Paare
PatGG Bundesgesetz über das Bundespatentgericht
PfG Pfandbriefgesetz
PrHG Bundesgesetz über die Produktehaftpflicht
PüG Preisüberwachungsgesetz
R:
RAG Bundesgesetz über die Zulassung und Beaufsichtigung der Revisorinnen und Revisoren
S:
SVG Strassenverkehrsgesetz
SVKG Verordnung über die Sanktionen bei unzulässigen Wettbewerbsbeschränkungen
SchKG Bundesgesetz über Schuldbetreibung und Konkurs
StBOG Bundesgesetz über die Organisation der Strafbehörden des Bundes
StG Bundesgesetz über die Stempelabgaben
StGB Schweizerisches Strafgesetzbuch
StHG Bundesgesetz über die Harmonisierung der direkten Steuern der Kantone und Gemeinden
StPO Schweizerische Strafprozessordnung
StV Verordnung über die Stempelabgaben
SuG Bundesgesetz über Finanzhilfen und Abgeltungen
U:
URG Bundesgesetz über das Urheberrecht und verwandte Schutzrechte
URV Verordnung über das Urheberrecht und verwandte Schutzrechte
UVG Bundesgesetz über die Unfallversicherung
UVV Verordnung über die Unfallversicherung
UWG Bundesgesetz gegen den unlauteren Wettbewerb
V:
VAG Bundesgesetz betreffend die Aufsicht über Versicherungsunternehmen
VASR Verordnung über die anerkannten Standards zur Rechnungslegung
VBB Verordnung über das bäuerliche Bodenrecht
VBVV Verordnung über die Vermögensverwaltung im Rahmen einer Beistandschaft oder Vormundschaft
VDSG Verordnung zum Bundesgesetz über den Datenschutz
VG Bundesgesetz über die Verantwortlichkeit des Bundes sowie seiner Behördemitglieder und Beamten
VGG Bundesgesetz über das Bundesverwaltungsgericht
VKA Verordnung über die Katastrophenhilfe im Ausland
VKV-FINMA Verordnung der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht über den Konkurs von Versicherungsunternehmen
VPAV Verordnung betreffend die Pfändung, Arrestierung und Verwertung von Versicherungsansprüchen nach dem Bundesgesetz vom 2. April 1908 über den Versicherungsvertrag
VStG Bundesgesetz über die Verrechnungssteuer
VStV Verordnung über die Verrechnungssteuer
VStrR Bundesgesetz über das Verwaltungsstrafrecht
VVAG Verordnung über die Pfändung und Verwertung von Anteilen an Gemeinschaftsvermögen
VVG Bundesgesetz über den Versicherungsvertrag
VZG Verordnung des Bundesgerichts über die Zwangsverwertung von Grundstücken
VegüV Verordnung gegen übermässige Vergütungen bei börsenkotierten Aktiengesellschaften
VeÜ-ZSSV Verordnung über die elektronische Übermittlung im Rahmen von Zivil- und Strafprozessen sowie von Schuldbetreibungs- und Konkursverfahren
VwVG Bundesgesetz über das Verwaltungsverfahren
VüKU Verordnung über die Kontrolle von Unternehmenszusammenschlüssen
VüS Verordnung über das Strafregister
W:
WG Bundesgesetz über Waffen, Waffenzubehör und Munition
Z:
ZG Zollgesetz
ZGB Schweizerisches Zivilgesetzbuch
ZPO Schweizerische Zivilprozessordnung
ZStV Zivilstandsverordnung
ZTG Zolltarifgesetz
Ü:
ÜbZ Übereinkunft betreffend Zivilprozessrecht
ÜüAVaS Übereinkommen über die Anerkennung und Vollstreckung ausländischer Schiedssprüche
ÜüRK Übereinkommen über die Rechte des Kindes
ÜüSKZGIA Übereinkommen über den Schutz von Kindern und die Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Internationalen Adoption
ÜüiZR Übereinkommen über den internationalen Zugang zur Rechtspflege
ÜüzAiK Übereinkommen über die zivilrechtlichen Aspekte internationaler Kindesentführung
C:
CC Code civil suisse
CEDH Convention de sauvegarde des droits de l'homme et des libertés fondamentales
CL Convention concernant la compétence judiciaire, la reconnaissance et l'exécution des décisions en matière civile et commerciale
CLaH 2000 Convention sur la protection internationale des adultes
CLaH 96 Convention
CO Loi fédérale complétant le Code civil suisse
CP Code pénal suisse
CPC Code de procédure civile
CPM Code pénal militaire
CPP Code de procédure pénale suisse
Caclid Convention sur les aspects civils de l'enlèvement international d'enfants
Cpecmdi Convention sur la protection des enfants et la coopération en matière d'adoption internationale
Cprlsaé Convention pour la reconnaissance et l'exécution des sentences arbitrales étrangères
Crdl Convention relative aux droits de l'enfant
Crpc Convention relative à la procédure civile
Cst. Constitution fédérale de la Confédération suisse
Ctflij Convention tendant à faciliter l'accès international à la justice
D:
DPA Loi fédérale sur le droit pénal administratif
DPMin Loi fédérale régissant la condition pénale des mineurs
L:
LAA Loi fédérale sur l'assurance-accidents
LACI Loi fédérale sur l'assurance-chômage obligatoire et l'indemnité en cas d'insolvabilité
LAGH Loi fédérale sur l'analyse génétique humaine
LAMal Loi fédérale sur l'assurance-maladie
LAP Loi fédérale sur l'approvisionnement économique du pays
LAPG Loi fédérale sur les allocations pour perte de gain en cas de service et de maternité
LAVI Loi fédérale sur l'aide aux victimes d'infractions
LAVS Loi fédérale sur l'assurance-vieillesse et survivants
LArm Loi fédérale sur les armes, les accessoires d'armes et les munitions
LAsi Loi sur l'asile
LB Loi fédérale sur les banques et les caisses d'épargne
LBVM Loi fédérale sur les bourses et le commerce des valeurs mobilières
LCA Loi fédérale sur le contrat d'assurance
LCD Loi fédérale contre la concurrence déloyale
LCF Loi fédérale sur le Contrôle fédéral des finances
LCR Loi fédérale sur la circulation routière
LCart Loi fédérale sur les cartels et autres restrictions à la concurrence
LCdF Loi fédérale sur les chemins de fer
LD Loi sur les douanes
LDA Loi fédérale sur le droit d'auteur et les droits voisins
LDFR Loi fédérale sur le droit foncier rural
LDIP Loi fédérale sur le droit international privé
LDP Loi fédérale sur les droits politiques
LEH Loi fédérale sur les privilèges, les immunités et les facilités, ainsi que sur les aides financières accordés par la Suisse en tant qu'Etat hôte
LEI Loi fédérale sur les étrangers et l'intégration
LEg Loi fédérale sur l'égalité entre femmes et hommes
LF-CLaH Loi fédérale relative à la Convention de La Haye sur l'adoption et aux mesures de protection de l'enfant en cas d'adoption internationale
LF-EEA Loi fédérale sur l'enlèvement international d'enfants et les Conventions de La Haye sur la protection des enfants et des adultes
LFAIE Loi fédérale sur l'acquisition d'immeubles par des personnes à l'étranger
LFC Loi sur les finances de la Confédération
LFINMA Loi sur l'Autorité fédérale de surveillance des marchés financiers
LFLP Loi fédérale sur le libre passage dans la prévoyance professionnelle vieillesse, survivants et invalidité
LFPr Loi fédérale sur la formation professionnelle
LFus Loi fédérale sur la fusion, la scission, la transformation et le transfert de patrimoine
LHID Loi fédérale sur l'harmonisation des impôts directs des cantons et des communes
LIA Loi fédérale sur l'impôt anticipé (LIA)
LIFD Loi fédérale sur l'impôt fédéral direct
LIMF Loi fédérale sur les infrastructures des marchés financiers et le comportement sur le marché en matière de négociation de valeurs mobilières et de dérivés*
LLCA Loi fédérale sur la libre circulation des avocats
LLG Loi sur l'émission de lettres de gage
LMP Loi fédérale sur les marchés publics
LN Loi fédérale sur l'acquisition et la perte de la nationalité suisse
LOAP Loi fédérale sur l'organisation des autorités pénales de la Confédération
LP Loi fédérale sur la poursuite pour dettes et la faillite
LPCC Loi fédérale sur les placements collectifs de capitaux*
LPD Loi fédérale sur la protection des données
LPM Loi fédérale sur la protection des marques et des indications de provenance
LPMA Loi fédérale sur la procréation médicalement assistée*
LPP Loi fédérale sur la prévoyance professionnelle vieillesse, survivants et invalidité
LPPCi Loi fédérale sur la protection de la population et sur la protection civile
LParl Loisur l'Assemblée fédérale
LPart Loi fédérale sur le partenariat enregistré entre personnes du même sexe
LPers Loi sur le personnel de la Confédération
LRCF Loi fédérale sur la responsabilité de la Confédération, des membres de ses autorités et de ses fonctionnaires
LRFP Loi fédérale sur la responsabilité du fait des produits
LSA Loi fédérale sur la surveillance des entreprises d'assurance
LSPr Loi fédérale concernant la surveillance des prix
LSR Loi fédérale sur l'agrément et la surveillance des réviseurs
LStup Loi fédérale sur les stupéfiants et les substances psychotropes
LSu Loi fédérale sur les aides financières et les indemnités
LT Loi fédérale sur les droits de timbre
LTAF Loi sur le Tribunal administratif fédéral
LTF Loi sur le Tribunal fédéral
LTFB Loi<em></em>sur le Tribunal fédéral des brevets
LTI Loi fédérale sur les titres intermédiés
LTVA Loi fédérale régissant la taxe sur la valeur ajoutée
LTaD Loi sur le tarif des douanes
LTr Loi fédérale sur le travail dans l'industrie, l'artisanat et le commerce
O:
OAAE Ordonnance sur l'acte authentique électronique
OACata Ordonnance sur l'aide en cas de catastrophe à l'étranger
OAIE Ordonnance sur l'acquisition d'immeubles par des personnes à l'étranger
OAOF Ordonnance sur l'administration des offices de faillite
OAdo Ordonnance sur l'adoption
OB Ordonnance sur les banques et les caisses d'épargne
OBVM Ordonnance sur les bourses et le commerce des valeurs mobilières
OCEl-PCPP Ordonnance sur la communication électronique dans le cadre de procédures civiles et pénales et de procédures en matière de poursuite pour dettes et de faillite
ODAu Ordonnance sur le droit d'auteur et les droits voisins
ODFR Ordonnance sur le droit foncier rural
OEC Ordonnance sur l'état civil
OELP Ordonnance sur les émoluments perçus en application de la loi fédérale sur la poursuite pour dettes et la faillite
OFA-FINMA Ordonnance de l'Autorité fédérale de surveillance des marchés financiers sur la faillite des entreprises d'assurance
OFPC-FINMA Ordonnance de l'Autorité fédérale de surveillance des marchés financiers sur la faillite de placements collectifs de capitaux
OGPCT Ordonnance sur la gestion du patrimoine dans le cadre d'une curatelle ou d'une tutelle
OHS-LP Ordonnance relative à la haute surveillance en matière de poursuite et de faillite
OIA Ordonnance sur l'impôt anticipé
OIB-FINMA Ordonnance de l'Autorité fédérale de surveillance des marchés financiers sur l'insolvabilité des banques et des négociants en valeurs mobilières
OIMF Ordonnance sur les infrastructures des marchés financiers et le comportement sur le marché en matière de négociation de valeurs mobilières et de dérivés
OIMF-FINMA Ordonnance
OIP Ordonnance sur l'indication des prix
OLAA Ordonnance sur l'assurance-accidents
OLPD Ordonnance relative à la loi fédérale sur la protection des données
OLT 1 Ordonnance 1 relative à la loi sur le travail
ONCR Ordonnance sur les normes comptables reconnues
OPC Ordonnance concernant la saisie et la réalisation de parts de communautés
OPC-FINMA Ordonnance de l'Autorité fédérale de surveillance des marchés financiers sur les placements collectifs de capitaux
OPCC Ordonnance sur les placements collectifs de capitaux
OPE Ordonnance sur le placement d'enfants
ORAb Ordonnance contre les rémunérations abusives dans les sociétés anonymes cotées en bourse
ORC Ordonnance sur le registre du commerce
ORF Ordonnance sur le registre foncier
ORFI Ordonnance du Tribunal fédéral sur la réalisation forcée des immeubles
OS Ordonnance sur la surveillance des entreprises d'assurance privées
OS LCart Ordonnance sur les sanctions en cas de restrictions illicites à la concurrence
OS-FINMA Ordonnance de l'Autorité fédérale de surveillance des marchés financiers sur la surveillance des entreprises d'assurance privées
OSAss Ordonnance concernant la saisie, le séquestre et la réalisation des droits découlant d'assurances d'après la loi fédérale du 2 avril 1908 sur le contrat d'assurance
OT Ordonnance sur les droits de timbre
OTVA Ordonnance régissant la taxe sur la valeur ajoutée
Occd Ordonnance sur le contrôle des concentrations d'entreprises
Ocj Ordonnance sur le casier judiciaire
Olico Ordonnance concernant la tenue et la conservation des livres de comptes
P:
PA Loi fédérale sur la procédure administrative
PPMin Loi fédérale sur la procédure pénale applicable aux mineurs
R:
RAPG Règlement sur les allocations pour perte de gain
RAVS Règlement sur l'assurance-vieillesse et survivants
C:
C Convenzione
CC Codice civile svizzero
CEDU Convenzione per la salvaguardia dei diritti dell'uomo e delle libertà fondamentali
CLug Convenzione concernente la competenza giurisdizionale, il riconoscimento e l'esecuzione delle decisioni in materia civile e commerciale
CO Legge federale di complemento del Codice civile svizzero
CP Codice penale svizzero
CPC Codice di diritto processuale civile svizzero
CPM Codice penale militare
CPP Codice di diritto processuale penale svizzero
Ccrldsae Convenzione concernente il riconoscimento e l'esecuzione delle sentenze arbitrali estere
Cdf Convenzione sui diritti del fanciullo
Cost. Costituzione federale della Confederazione Svizzera
Crapc Convenzione relativa alla procedura civile
Csacrim Convenzione sugli aspetti civili del rapimento internazionale di minori
Cspida Convenzione sulla protezione internazionale degli adulti
Cspmscmai Convenzione sulla protezione dei minori e sulla cooperazione in materia di adozione internazionale
Cvfliag Convenzione volta a facilitare l'accesso internazionale alla giustizia
D:
DPA Legge federale sul diritto penale amministrativo
DPMin Legge federale sul diritto penale minorile
L:
LADI Legge federale sull'assicurazione obbligatoria contro la disoccupazione e l'indennità per insolvenza
LAFE Legge federale sull'acquisto di fondi da parte di persone all'estero
LAID Legge federale sull'armonizzazione delle imposte dirette dei Cantoni e dei Comuni
LAINF Legge federale sull'assicurazione contro gli infortuni
LAMal Legge federale sull'assicurazione malattie
LAP Legge federale sull'approvvigionamento economico del Paese
LAPub Legge federale sugli acquisti pubblici
LAV Legge federale concernente l'aiuto alle vittime di reati
LAVS Legge federale su l'assicurazione per la vecchiaia e per i superstiti
LArm Legge federale sulle armi, gli accessori di armi e le munizioni
LAsi Legge sull'asilo
LBCR Legge federale sulle banche e le casse di risparmio
LBVM Legge federale sulle borse e il commercio di valori mobiliari
LCA Legge federale sul contratto d'assicurazione
LCF Legge federale sul controllo federale delle finanze
LCSl Legge federale contro la concorrenza sleale
LCStr Legge federale sulla circolazione stradale
LCart Legge federale sui cartelli e altre limitazioni della concorrenza
LCit Legge federale su l'acquisto e la perdita della cittadinanza svizzera
LD Legge sulle dogane
LDA Legge federale sul diritto d'autore e sui diritti di protezione affini
LDFR Legge federale sul diritto fondiario rurale
LDIP Legge federale sul diritto internazionale privato
LDP Legge federale sui diritti politici
LEF Legge federale sulla esecuzione e sul fallimento
LEGU Legge federale sugli esami genetici sull'essere umano
LF-CAA Legge federale relativa alla Convenzione dell'Aia sull'adozione e a provvedimenti per la protezione del minore nelle adozioni internazionali
LF-RMA Legge federale sul rapimento internazionale dei minori e sulle Convenzioni dell'Aia sulla protezione dei minori e degli adulti
LFC Legge federale sulle finanze della Confederazione
LFINMA Legge federale concernente l'Autorità federale di vigilanza sui mercati finanziari
LFLP Legge federale sul libero passaggio nella previdenza professionale per la vecchiaia, i superstiti e l'invalidità
LFPr Legge federale sulla formazione professionale
LFus Legge federale sulla fusione, la scissione, la trasformazione e il trasferimento di patrimonio
LICol Legge federale sugli investimenti collettivi di capitale
LIFD Legge federale sull'imposta federale diretta
LIP Legge federale sull'imposta preventiva
LIPG Legge federale sulle indennità di perdita di guadagno per chi presta servizio e in caso di maternità
LIVA Legge federale concernente l'imposta sul valore aggiunto
LInFi Legge federale sulle infrastrutture del mercato finanziario e il comportamento sul mercato nel commercio di valori mobiliari e derivati
LL Legge federale sul lavoro nell'industria, nell'artigianato e nel commercio
LLCA Legge federale sulla libera circolazione degli avvocati