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Verordnung 1 zum Arbeitsgesetz

vom 10. Mai 2000 (Stand am 1. Januar 2016)

Der Schweizerische Bundesrat,

gestützt auf Artikel 40 des Arbeitsgesetzes vom 13. März 1964 (Gesetz, ArG)1, Artikel 83 Absatz 2 des Bundesgesetzes vom 20. März 19812 über die Unfallversicherung (UVG) und Artikel 16 Absatz 2 des Bundesgesetzes vom 19. Juni 19923 über den Datenschutz (DSG),

verordnet:

1. Kapitel: Geltungsbereich

1. Abschnitt: Begriffe

Art. 1 Arbeitnehmer

(Art. 1 ArG)

1Ar­beit­neh­mer oder Ar­beit­neh­me­rin ist je­de Per­son, die in ei­nem un­ter das Ge­setz fal­len­den Be­trieb dau­ernd oder vor­über­ge­hend wäh­rend der gan­zen Ar­beits­zeit oder ei­nes Teils da­von be­schäf­tigt wird.

2Ar­beit­neh­mer oder Ar­beit­neh­me­rin­nen sind auch Lehr­lin­ge, Prak­ti­kan­ten, Prak­ti­kan­tin­nen, Vo­lon­tä­re, Vo­lon­tä­rin­nen und an­de­re Per­so­nen, die haupt­säch­lich zur Aus­bil­dung oder zur Vor­be­rei­tung der Be­rufs­wahl im Be­trieb tä­tig sind.

Art. 2 Grossbetriebe des Detailhandels

(Art. 9 Abs. 1 Bst. a ArG)

Gross­be­trie­be des De­tail­han­dels sind Be­trie­be, die im glei­chen Ge­bäu­de oder in be­nach­bar­ten Ge­bäu­den ins­ge­samt mehr als 50 Ar­beit­neh­mer oder Ar­beit­neh­me­rin­nen, ein­sch­liess­lich das Kas­sen­per­so­nal, im De­tail­ver­kauf be­schäf­ti­gen.

2. Abschnitt: Betrieblicher Geltungsbereich

Art. 3


1 Auf­ge­ho­ben durch Art. 22 der Ju­gend­ar­beits­schutz­ver­ord­nung vom 28. Sept. 2007, mit Wir­kung seit 1. Jan. 2008 (AS 2007 4959).

Art. 4 Betriebe des Bundes, der Kantone und der Gemeinden

(Art. 2 Abs. 2 ArG)

Das Ge­setz ist ins­be­son­de­re an­wend­bar auf Be­trie­be des Bun­des, der Kan­to­ne und der Ge­mein­den:

a.
zur Her­stel­lung, Ver­ar­bei­tung oder Be­hand­lung von Gü­tern so­wie zur Er­zeu­gung, Um­wand­lung oder Über­tra­gung von Ener­gie, un­ter Vor­be­halt von Ar­ti­kel 2 Ab­satz 1 Buch­sta­be b des Ge­set­zes;
b.
zur Be­för­de­rung von Per­so­nen oder Gü­tern, un­ter Vor­be­halt von Ar­ti­kel 2 Ab­satz 1 Buch­sta­be b des Ge­set­zes;
c.
für die Ab­fuhr, für die Ver­bren­nung oder Ver­ar­bei­tung von Keh­richt, Be­trie­be der Was­ser­ver­sor­gung und der Ab­was­ser­rei­ni­gung.

Art. 4a Öffentliche Krankenanstalten und Kliniken

1Das Ge­setz ist an­wend­bar auf öf­fent­li­che Kran­ken­an­stal­ten und Kli­ni­ken im Rah­men von Ar­beits­ver­hält­nis­sen mit As­sis­ten­zärz­tin­nen und As­sis­ten­zärz­ten.

2Öf­fent­li­che Kran­ken­an­stal­ten und Kli­ni­ken sind Kran­ken­an­stal­ten und Kli­ni­ken der Kan­to­ne und der Ge­mein­den, die Be­stand­teil ei­ner öf­fent­li­chen Ver­wal­tung sind oder als öf­fent­lich-recht­li­che An­stal­ten oh­ne Rechts­per­sön­lich­keit oder als öf­fent­lich-recht­li­che Kör­per­schaf­ten or­ga­ni­siert sind.

3As­sis­ten­zärz­tin­nen und As­sis­ten­zärz­te sind Ärz­tin­nen und Ärz­te der Hu­man-, Zahn- oder Tier­me­di­zin, die nach er­wor­be­nem Staats­ex­amen ei­ne Wei­ter­bil­dung ab­sol­vie­ren:

a.
zur Er­lan­gung des ers­ten Fach­arzt­ti­tels; oder
b.
für die Zu­las­sung zur Er­öff­nung ei­ner ei­ge­nen Pra­xis.

1 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 7. April 2004, in Kraft seit 1. Jan. 2005 (AS 2004 2411).

3. Abschnitt: Ausnahmen vom betrieblichen Geltungsbereich

Art. 5 Landwirtschaftsbetriebe

(Art. 2 Abs. 1 Bst. d ArG)

1Als Be­trie­be der land­wirt­schaft­li­chen Ur­pro­duk­ti­on gel­ten Be­trie­be des Acker-, Wie­sen-, Obst-, Wein- und Ge­mü­se­bau­es, der Bee­ren­kul­tur, der Zucht- und Nutz­tier­hal­tung so­wie die zu ei­nem Land­wirt­schafts­be­trieb ge­hö­ren­den pri­va­ten Wal­dun­gen.

2Als ört­li­che Milch­sam­mel­stel­len gel­ten Be­trie­be, die Ver­kehrs­milch aus ei­nem ört­lich be­schränk­ten Ein­zugs­ge­biet un­mit­tel­bar von land­wirt­schaft­li­chen Be­trie­ben über­neh­men und sie ganz oder teil­wei­se in da­mit ver­bun­de­nen Räum­lich­kei­ten ver­ar­bei­ten oder an an­de­re Be­trie­be zur Ver­ar­bei­tung oder zum Ver­kauf wei­ter­ge­ben.

3Ein Ne­ben­be­trieb liegt vor, wenn die dar­in ver­ar­bei­te­ten oder ver­wer­te­ten Er­zeug­nis­se des Haupt­be­trie­bes für den Ei­gen­ge­brauch oder den lo­ka­len Markt be­stimmt sind.

Art. 6 Gartenbaubetriebe

(Art. 2 Abs. 1 Bst. e und Abs. 3 ArG)

1Als Be­trie­be mit über­wie­gend gärt­ne­ri­scher Pflan­zen­pro­duk­ti­on gel­ten Gar­ten­bau­be­trie­be, in de­nen die Mehr­zahl der Ar­beit­neh­mer und Ar­beit­neh­me­rin­nen in ei­ner oder meh­re­ren der fol­gen­den Be­triebs­ar­ten be­schäf­tigt wer­den:

a.
Ge­mü­se­bau;
b.
Topf­pflan­zen- und Schnitt­blu­men­kul­tur;
c.
Baum­schu­len und Obst­bau, ein­sch­liess­lich Stau­den und Klein­ge­höl­ze.

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1 Auf­ge­ho­ben durch Art. 22 der Ju­gend­ar­beits­schutz­ver­ord­nung vom 28. Sept. 2007, mit Wir­kung seit 1. Jan. 2008 (AS 2007 4959).

Art. 7 Öffentliche Anstalten und Körperschaften

(Art. 2 Abs. 2 und 71 Bst. b ArG)

1Die Ar­beits- und Ru­he­zeit­be­stim­mun­gen sind nicht an­wend­bar auf öf­fent­lich-recht­li­che An­stal­ten oh­ne Rechts­per­sön­lich­keit so­wie Kör­per­schaf­ten des öf­fent­li­chen Rechts, so­fern die Mehr­zahl der in ih­nen be­schäf­tig­ten Ar­beit­neh­mer und Ar­beit­neh­me­rin­nen in ei­nem öf­fent­lich-recht­li­chen Ar­beits­ver­hält­nis ste­hen.

2Be­schäf­tigt ein Be­trieb nach Ab­satz 1 Ar­beit­neh­mer oder Ar­beit­neh­me­rin­nen, die in ei­nem pri­vat­recht­li­chen Ar­beits­ver­hält­nis ste­hen, dann ist auf die­se Ar­beit­neh­mer und Ar­beit­neh­me­rin­nen das Ge­setz auch be­züg­lich der Ar­beits- und Ru­he­zei­ten an­wend­bar, so­weit das öf­fent­li­che Dienst­recht für den Ar­beit­neh­mer oder die Ar­beit­neh­me­rin nicht güns­ti­ge­re Be­stim­mun­gen vor­sieht.

3Die Ar­ti­kel 4 und 4a blei­ben vor­be­hal­ten.1


1 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 7. April 2004, in Kraft seit 1. Jan. 2005 (AS 2004 2411).

4. Abschnitt: Ausnahmen vom persönlichen Geltungsbereich

Art. 8 Personal internationaler Organisationen und öffentlicher Verwaltungen ausländischer Staaten

(Art. 3 Bst. b ArG)

1Zum Per­so­nal in­ter­na­tio­na­ler Or­ga­ni­sa­tio­nen und öf­fent­li­cher Ver­wal­tun­gen aus­län­di­scher Staa­ten ge­hö­ren:

a.
das Per­so­nal der di­plo­ma­ti­schen Missio­nen und der kon­su­la­ri­schen Pos­ten aus­län­di­scher Staa­ten in der Schweiz, so­fern die­ses ho­heit­li­che Funk­tio­nen aus­übt oder in ei­nem öf­fent­lich-recht­li­chen An­stel­lungs­ver­hält­nis zum Ent­sen­de­staat steht;
b.
das Per­so­nal der stän­di­gen Missio­nen bei in­ter­na­tio­na­len Or­ga­ni­sa­tio­nen, mit de­nen die Schweiz ein Sitz­ab­kom­men ab­ge­schlos­sen hat, so­fern die­ses ho­heit­li­che Funk­tio­nen aus­übt oder in ei­nem öf­fent­lich-recht­li­chen An­stel­lungs­ver­hält­nis zum Ent­sen­de­staat steht;
c.
das Per­so­nal in­ter­na­tio­na­ler Or­ga­ni­sa­tio­nen, mit de­nen die Schweiz ein Sitz­ab­kom­men ab­ge­schlos­sen hat;
d.
das Per­so­nal der aus­län­di­schen öf­fent­li­chen Ver­wal­tun­gen und der aus­län­di­schen Be­trie­be des kon­zes­sio­nier­ten Ei­sen­bahn-, Schiff­fahrts- und Luft­ver­kehrs, un­ter Vor­be­halt ab­wei­chen­der zwi­schen­staat­li­cher Ver­ein­ba­run­gen.

2Das Staats­se­kre­ta­ri­at für Wirt­schaft (SE­CO)1 stellt im Ein­ver­neh­men mit der Di­rek­ti­on für Völ­ker­recht des Eid­ge­nös­si­schen De­par­te­men­tes für aus­wär­ti­ge An­ge­le­gen­hei­ten fest, wel­che Or­ga­ni­sa­tio­nen die Vor­aus­set­zun­gen nach Ab­satz 1 Buch­sta­ben b und c er­fül­len.


1 Die Be­zeich­nung der Ver­wal­tungs­ein­heit wur­de in An­wen­dung von Art. 16 Abs. 3 der Pu­bli­ka­ti­ons­ver­ord­nung vom 17. Nov. 2004 (SR 170.512.1) an­ge­passt. Die An­pas­sung wur­de im gan­zen Text vor­ge­nom­men.

Art. 9 Höhere leitende Tätigkeit

(Art. 3 Bst. d ArG)

Ei­ne hö­he­re lei­ten­de Tä­tig­keit übt aus, wer auf Grund sei­ner Stel­lung und Ver­ant­wor­tung so­wie in Ab­hän­gig­keit von der Grös­se des Be­trie­bes über weit­rei­chen­de Ent­schei­dungs­be­fug­nis­se ver­fügt oder Ent­schei­de von gros­ser Trag­wei­te mass­ge­blich be­ein­flus­sen und da­durch auf die Struk­tur, den Ge­schäfts­gang und die Ent­wick­lung ei­nes Be­trie­bes oder Be­triebs­teils einen nach­hal­ti­gen Ein­fluss neh­men kann.

Art. 10 Wissenschaftliche Tätigkeit

(Art. 3 Bst. d ArG)

1Zur wis­sen­schaft­li­chen Tä­tig­keit ge­hö­ren For­schung und Leh­re. Ei­ne wis­sen­schaft­li­che Tä­tig­keit liegt vor, wenn dem Ar­beit­neh­mer oder der Ar­beit­neh­me­rin in Be­zug auf die Ziel­set­zung der Ar­beit, de­ren Aus­füh­rung und Ein­tei­lung ei­ne gros­se Frei­heit zu­kommt.

2Die For­schung um­fasst ne­ben der Grund­la­gen­for­schung auch die an­ge­wand­te For­schung, nicht aber de­ren Um­set­zung in die Pra­xis wie die Ent­wick­lung und die Pro­duk­ti­on.

3Auf das tech­ni­sche und das ad­mi­nis­tra­ti­ve Per­so­nal in der For­schung sind die Ar­beits- und Ru­he­zeit­be­stim­mun­gen des Ge­set­zes und sei­ner Ver­ord­nun­gen an­wend­bar.

Art. 11 Selbstständige künstlerische Tätigkeit

(Art. 3 Bst. d ArG)

Ei­ne selbst­stän­di­ge künst­le­ri­sche Tä­tig­keit liegt vor, wenn dem künst­le­risch tä­ti­gen Ar­beit­neh­mer oder der Ar­beit­neh­me­rin in Be­zug auf die Ge­stal­tung der Ar­beit, bei de­ren Aus­füh­rung und Ein­tei­lung ei­ne gros­se Frei­heit zu­kommt.

Art. 12 Assistenzärzte, Erzieher und Fürsorger

(Art. 3 Bst. e ArG)

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2Er­zie­her und Er­zie­he­rin­nen sind Per­so­nen mit ei­ner an­er­kann­ten päd­ago­gi­schen Fach­aus­bil­dung oder ei­ner gleich­wer­ti­gen Aus- und Wei­ter­bil­dung.

3Für­sor­ger und Für­sor­ge­rin­nen sind Per­so­nen mit ei­ner an­er­kann­ten Fach­aus­bil­dung so­zi­al-päd­ago­gi­scher oder so­zi­al-psy­cho­lo­gi­scher Rich­tung oder ei­ner gleich­wer­ti­gen Aus- und Wei­ter­bil­dung.


1 Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I der V vom 7. April 2004, mit Wir­kung seit 1. Jan. 2005 (AS 2004 2411).

2. Kapitel: Arbeits- und Ruhezeiten

1. Abschnitt: Allgemeine Bestimmungen

Art. 13 Begriff der Arbeitszeit

(Art. 6 Abs. 2, 9-31 ArG)

1Als Ar­beits­zeit im Sin­ne des Ge­set­zes gilt die Zeit, wäh­rend der sich der Ar­beit­neh­mer oder die Ar­beit­neh­me­rin zur Ver­fü­gung des Ar­beit­ge­bers zu hal­ten hat; der Weg zu und von der Ar­beit gilt nicht als Ar­beits­zeit. Vor­be­hal­ten blei­ben die Be­stim­mun­gen über die Be­schäf­ti­gung von schwan­ge­ren Frau­en und stil­len­den Müt­tern so­wie Ar­ti­kel 15 Ab­satz 2.

2Ist die Ar­beit aus­ser­halb des Ar­beit­sor­tes zu leis­ten, an dem der Ar­beit­neh­mer nor­ma­ler­wei­se sei­ne Ar­beit ver­rich­tet, und fällt da­durch die Weg­zeit län­ger als üb­lich aus, so stellt die zeit­li­che Dif­fe­renz zur nor­ma­len Weg­zeit Ar­beits­zeit dar.

3Durch die Rück­rei­se von ei­nem aus­wär­ti­gen Ar­beit­s­ort im Sinn von Ab­satz 2 darf der Zeit­raum der täg­li­chen Ar­beits­zeit oder die wö­chent­li­che Höchst­ar­beits­zeit über­schrit­ten wer­den; da­bei be­ginnt die täg­li­che Ru­he­zeit von 11 Stun­den erst nach dem Ein­tref­fen des Ar­beit­neh­mers oder der Ar­beit­neh­me­rin an sei­nem bzw. ih­rem Wohn­ort zu lau­fen.

4Muss sich ein Ar­beit­neh­mer oder ei­ne Ar­beit­neh­me­rin auf An­ord­nung des Ar­beit­ge­bers oder auf Grund sei­ner bzw. ih­rer be­ruf­li­chen Tä­tig­keit von Ge­set­zes we­gen wei­ter- oder fort­bil­den, dann stellt die da­für auf­ge­wende­te Aus­bil­dungs­zeit Ar­beits­zeit dar.

Art. 14 Pikettdienst
a.Grundsatz

(Art. 6, 9-31 und 36 ArG)

1Beim Pi­kett­dienst hält sich der Ar­beit­neh­mer oder die Ar­beit­neh­me­rin ne­ben der nor­ma­len Ar­beit für all­fäl­li­ge Ar­beitse­insät­ze be­reit für die Be­he­bung von Stö­run­gen, die Hil­fe­leis­tung in Not­si­tua­tio­nen, für Kon­troll­gän­ge oder für ähn­li­che Son­de­rer­eig­nis­se.

2Der ein­zel­ne Ar­beit­neh­mer oder die ein­zel­ne Ar­beit­neh­me­rin darf im Zeit­raum von vier Wo­chen an höchs­tens sie­ben Ta­gen auf Pi­kett sein oder Pi­kette­in­sät­ze leis­ten. Nach Be­en­di­gung des letz­ten Pi­kett­diens­tes darf der Ar­beit­neh­mer oder die Ar­beit­neh­me­rin wäh­rend den zwei dar­auf fol­gen­den Wo­chen nicht mehr zum Pi­kett­dienst auf­ge­bo­ten wer­den.

3Aus­nahms­wei­se kann ein Ar­beit­neh­mer oder ei­ne Ar­beit­neh­me­rin im Zeit­raum von vier Wo­chen an höchs­tens 14 Ta­gen auf Pi­kett sein, so­fern:

a.
auf Grund der be­trieb­li­chen Grös­se und Struk­tur kei­ne ge­nü­gen­den Per­so­nalres­sour­cen für einen Pi­kett­dienst nach Ab­satz 2 zur Ver­fü­gung ste­hen; und
b.
die An­zahl der tat­säch­li­chen Pi­kette­in­sät­ze im Durch­schnitt ei­nes Ka­len­der­jah­res nicht mehr als fünf Ein­sät­ze pro Mo­nat aus­macht.

4Kurz­fris­ti­ge Än­de­run­gen in der Pi­kett­pla­nung und -ein­tei­lung und sich dar­aus er­ge­ben­de Ein­sät­ze dür­fen für Ar­beit­neh­mer und Ar­beit­neh­me­rin­nen mit Fa­mi­li­en­pflich­ten nur mit de­ren Ein­ver­ständ­nis vor­ge­nom­men wer­den und so­weit ei­ne an­de­re Lö­sung für den Be­trieb nicht zu­mut­bar ist.

Art. 15 b. Anrechnung an die Arbeitszeit

(Art. 6 und 9-31 ArG)

1Wird der Pi­kett­dienst im Be­trieb ge­leis­tet, stellt die ge­sam­te zur Ver­fü­gung ge­stell­te Zeit Ar­beits­zeit dar.

2Wird der Pi­kett­dienst aus­ser­halb des Be­trie­bes ge­leis­tet, so ist die zur Ver­fü­gung ge­stell­te Zeit so­weit an die Ar­beits­zeit an­zu­rech­nen, als der Ar­beit­neh­mer oder die Ar­beit­neh­me­rin tat­säch­lich zur Ar­beit her­an­ge­zo­gen wird. Die Weg­zeit zu und von der Ar­beit ist in die­sem Fall an die Ar­beits­zeit an­zu­rech­nen.

Art. 16 Verteilung der Arbeitszeit

(Art. 9-15a, 18-21, 25 Abs. 2, 31 ArG)

1Die Wo­che im Sin­ne des Ge­set­zes (Ar­beits­wo­che) be­ginnt mit dem Mon­tag oder bei mehr­schich­ti­gen Sys­te­men in der Sonn­tag-/Mon­tag­nacht und en­det mit dem Sonn­tag. Vor­be­hal­ten blei­ben die Be­stim­mun­gen über den un­un­ter­bro­che­nen Be­trieb.

2Für den ein­zel­nen Ar­beit­neh­mer oder die ein­zel­ne Ar­beit­neh­me­rin darf die Ar­beits­wo­che höchs­tens 5½ Ar­beits­ta­ge um­fas­sen. Sie kann auf sechs Ar­beits­ta­ge aus­ge­dehnt wer­den, so­fern die wö­chent­li­chen frei­en Halb­ta­ge im Ein­ver­ständ­nis mit dem Ar­beit­neh­mer oder der Ar­beit­neh­me­rin für längs­tens vier Wo­chen zu­sam­men­ge­legt wer­den.

3Die wö­chent­li­che Ar­beits­zeit kann auf die ein­zel­nen Ar­beits­ta­ge und die ein­zel­nen Ar­beit­neh­mer oder Ar­beit­neh­me­rin­nen oder Grup­pen von Ar­beit­neh­mern und Ar­beit­neh­me­rin­nen gleich­mäs­sig oder zeit­lich ver­schie­den ver­teilt wer­den.

Art. 17 Entschädigung für Ruhe- und Ausgleichsruhezeiten

(Art. 22 ArG)

Wer­den bei Be­en­di­gung des Ar­beits­ver­hält­nis­ses die ge­setz­li­chen Ru­he- und Aus­gleichs­ru­he­zei­ten durch ei­ne Geld­leis­tung ab­ge­gol­ten, so ist für de­ren Be­mes­sung Ar­ti­kel 33 an­wend­bar.

2. Abschnitt: Pausen und Ruhezeit

Art. 18 Pausen

(Art. 15 und 6 Abs. 2 ArG)

1Die Pau­sen kön­nen für ein­zel­ne Ar­beit­neh­mer oder Ar­beit­neh­me­rin­nen oder Grup­pen von Ar­beit­neh­mern und Ar­beit­neh­me­rin­nen gleich­mäs­sig oder zeit­lich ver­schie­den an­ge­setzt wer­den.

2Die Pau­sen sind um die Mit­te der Ar­beits­zeit an­zu­set­zen. Ent­steht vor oder nach ei­ner Pau­se ei­ne Teil­ar­beits­zeit von mehr als 5½ Stun­den, so ist für die­se ei­ne zu­sätz­li­che Pau­se ge­mä­ss Ar­ti­kel 15 des Ge­set­zes zu ge­wäh­ren.

3Pau­sen von mehr als ei­ner hal­b­en Stun­de dür­fen auf­ge­teilt wer­den.

4Bei fle­xiblen Ar­beits­zei­ten, wie et­wa bei der glei­ten­den Ar­beits­zeit, ist für die Be­mes­sung der Pau­sen die durch­schnitt­li­che täg­li­che Ar­beits­zeit mass­ge­bend.

5Ar­beits­platz im Sin­ne von Ar­ti­kel 15 Ab­satz 2 des Ge­set­zes ist je­der Ort im Be­trieb oder aus­ser­halb des Be­trie­bes, an dem sich der Ar­beit­neh­mer oder die Ar­beit­neh­me­rin zur Aus­füh­rung der ihm bzw. ihr zu­ge­wie­se­nen Ar­beit auf­zu­hal­ten hat.

Art. 19 Tägliche Ruhezeit

(Art. 15a, 20 und 6 Abs. 2 ArG)

1Fal­len zwei oder meh­re­re Ru­he­tage oder ge­setz­li­che Fei­er­ta­ge in ei­ne Wo­che, so kann die zu­sam­men­hän­gen­de Ru­he­zeit von 35 Stun­den nach Ar­ti­kel 21 Ab­satz 2 ein­mal auf 24 Stun­den ver­kürzt wer­den.

2Wird die täg­li­che Ru­he­zeit nach Ar­ti­kel 15a Ab­satz 2 des Ge­set­zes ver­kürzt, so darf der Ar­beit­neh­mer beim dar­auf fol­gen­den Ar­beitseinsatz nicht zu Über­zei­te­in­sät­zen nach Ar­ti­kel 25 her­an­ge­zo­gen wer­den.

3Durch Pi­kette­in­sät­ze nach Ar­ti­kel 14 darf die täg­li­che Ru­he­zeit un­ter­bro­chen wer­den, sie muss je­doch im An­schluss an den Pi­kettein­satz im rest­li­chen Um­fang nach­ge­währt wer­den. Kann durch die Pi­kette­in­sät­ze ei­ne mi­ni­ma­le Ru­he­zeit von vier auf­ein­an­der fol­gen­den Stun­den nicht er­reicht wer­den, so muss im An­schluss an den letz­ten Ein­satz die täg­li­che Ru­he­zeit von 11 Stun­den nach­ge­währt wer­den.

Art. 20 Wöchentlicher freier Halbtag

(Art. 21 ArG)

1Der wö­chent­li­che freie Halb­tag um­fasst 8 Stun­den, die un­mit­tel­bar vor oder nach der täg­li­chen Ru­he­zeit an ei­nem Werk­tag zu ge­wäh­ren sind.

2Der wö­chent­li­che freie Halb­tag gilt als ge­währt, wenn:

a.
der gan­ze Vor­mit­tag von 6 Uhr bis 14 Uhr ar­beits­frei bleibt;
b.
der gan­ze Nach­mit­tag von 12 Uhr bis 20 Uhr ar­beits­frei bleibt;
c.
bei zwei­schich­ti­ger Ar­beit der Schicht­wech­sel zwi­schen 12 Uhr und 14 Uhr er­folgt; oder
d.
bei Nacht­ar­beit die al­ter­nie­ren­de Fünf-Ta­ge-Wo­che oder im Zeit­raum von vier Wo­chen zwei Kom­pen­sa­ti­ons­ta­ge ein­ge­räumt wer­den.

3An wö­chent­li­chen frei­en Halb­ta­gen darf der Ar­beit­neh­mer oder die Ar­beit­neh­me­rin nicht zur Leis­tung von Ar­beit her­an­ge­zo­gen wer­den; vor­be­hal­ten bleibt die Leis­tung von Ar­beit in Son­der­fäl­len nach Ar­ti­kel 26. In die­sen Fäl­len ist der wö­chent­li­che freie Halb­tag in­nert vier Wo­chen nach­zu­ge­wäh­ren.

4Vom Ge­setz vor­ge­schrie­be­ne Ru­he­zei­ten kön­nen nicht an den wö­chent­li­chen frei­en Halb­tag an­ge­rech­net wer­den. Der wö­chent­li­che freie Halb­tag gilt je­doch als be­zo­gen, wenn der Werk­tag, an dem er üb­li­cher­wei­se ge­währt wird, mit ei­nem ar­beits­frei­en Fei­er­tag im Sin­ne von Ar­ti­kel 20a Ab­satz 1 des Ge­set­zes zu­sam­men­fällt.

Art. 21 Wöchentlicher Ruhetag sowie Ersatzruhetag für Sonn- und Feiertagsarbeit

(Art. 18-20 ArG)

1Wö­chent­li­cher Ru­he­tag ist grund­sätz­lich der Sonn­tag.

2Der wö­chent­li­che Ru­he­tag und die täg­li­che Ru­he­zeit müs­sen zu­sam­men min­des­tens 35 auf­ein­an­der­fol­gen­de Stun­den er­ge­ben.

3Muss am Sonn­tag ge­ar­bei­tet wer­den, darf der Ar­beit­neh­mer oder die Ar­beit­neh­me­rin nicht mehr als an sechs auf­ein­an­der­fol­gen­den Ta­gen be­schäf­tigt wer­den. Vor­be­hal­ten blei­ben die Be­stim­mun­gen über den un­un­ter­bro­che­nen Be­trieb.

4Ar­beit­neh­mern und Ar­beit­neh­me­rin­nen, die sonn­tags ar­bei­ten, dür­fen Sonn­ta­ge, die in ih­re Fe­ri­en­zeit fal­len, nicht an die ge­setz­lich vor­ge­schrie­be­nen frei­en Sonn­ta­ge an­ge­rech­net wer­den.

5Der Er­satz­ru­he­tag im Sinn des Ar­ti­kels 20 Ab­satz 2 des Ge­set­zes weist zu­sam­men mit der täg­li­chen Ru­he­zeit 35 auf­ein­an­der­fol­gen­de Stun­den auf; er hat in je­dem Fall den Zeit­raum von 6 Uhr bis 20 Uhr zu um­fas­sen.

6Der Er­satz­ru­he­tag darf nicht auf einen Tag fal­len, an dem der Ar­beit­neh­mer oder die Ar­beit­neh­me­rin üb­li­cher­wei­se sei­nen bzw. ih­ren Ru­he­tag oder frei­en Tag be­zieht.

7Der Frei­zeit­aus­gleich für ge­leis­te­te Sonn­tags­ar­beit von bis zu 5 Stun­den ist in­nert vier Wo­chen vor­zu­neh­men.

3. Abschnitt: Wöchentliche Höchstarbeitszeit

Art. 22 Verlängerung mit Ausgleich

(Art. 9 Abs. 3 ArG)

1Die wö­chent­li­che Höchst­ar­beits­zeit von 45 bzw. 50 Stun­den kann, so­fern sie im Durch­schnitt ei­nes hal­b­en Jah­res nicht über­schrit­ten wird, um höchs­tens 4 Stun­den ver­län­gert wer­den:

a.
bei Tä­tig­kei­ten mit wit­te­rungs­be­ding­tem Ar­beits­aus­fall; oder
b.
in Be­trie­ben mit er­heb­li­chen sai­sona­len Schwan­kun­gen des Ar­beits­an­fal­les.

2Die wö­chent­li­che Höchst­ar­beits­zeit von 45 Stun­den kann für Ar­beit­neh­mer und Ar­beit­neh­me­rin­nen mit ei­ner im Durch­schnitt des Ka­len­der­jah­res ge­währ­ten Fünf-Ta­ge-Wo­che ver­län­gert wer­den:

a.
um 2 Stun­den, so­fern sie im Durch­schnitt von acht Wo­chen nicht über­schrit­ten wird; oder
b.
um 4 Stun­den, so­fern sie im Durch­schnitt von vier Wo­chen nicht über­schrit­ten wird.

3Der Ar­beit­ge­ber darf die Ver­län­ge­rung der wö­chent­li­chen Höchst­ar­beits­zeit nach Ab­satz 1 oder 2 oh­ne Be­wil­li­gung an­ord­nen, wenn nicht nach ei­nem be­wil­li­gungs­pflich­ti­gen Stun­den­plan ge­ar­bei­tet wird.

4Ist ein Ar­beits­ver­hält­nis be­fris­tet, so ist die durch­schnitt­li­che wö­chent­li­che Höchst­ar­beits­zeit nach Ab­satz 1 oder 2 wäh­rend der Dau­er des Ar­beits­ver­hält­nis­ses ein­zu­hal­ten, so­fern die­ses we­ni­ger lang als die in den Ab­sät­zen 1 und 2 ge­nann­ten Aus­gleichs­zeiträu­me dau­ert.

Art. 23 Verkürzung der wöchentlichen Höchstarbeitszeit

(Art. 9 und 11 i.V.m. Art. 20 und 20a ArG)

1In Wo­chen, in de­nen ein oder meh­re­re den Sonn­ta­gen gleich­ge­stell­te ge­setz­li­che Fei­er­ta­ge auf einen Werk­tag fal­len, an dem der Ar­beit­neh­mer oder die Ar­beit­neh­me­rin üb­li­cher­wei­se zu ar­bei­ten hat, wird die wö­chent­li­che Höchst­ar­beits­zeit an­teils­mäs­sig ver­kürzt.

2Ar­beit­neh­mern und Ar­beit­neh­me­rin­nen, die an ei­nem den Sonn­ta­gen gleich­ge­stell­ten ge­setz­li­chen Fei­er­tag ar­bei­ten, ist die an­teils­mäs­si­ge Ver­kür­zung der wö­chent­li­chen Höchst­ar­beits­zeit in der Wo­che an­zu­rech­nen, in wel­cher der Er­satz­ru­he­tag für den Fei­er­tag ge­währt wird.

Art. 24 Ausgleich ausfallender Arbeitszeit

(Art. 11 i.V.m. 15, 15a, 18, 20 und 20a ArG)

1Der Aus­gleich aus­fal­len­der Ar­beits­zeit nach Ar­ti­kel 11 des Ge­set­zes ist un­mit­tel­bar vor oder nach dem Ar­beits­aus­fall in­ner­halb von höchs­tens 14 Wo­chen vor­zu­neh­men, so­fern Ar­beit­ge­ber und Ar­beit­neh­mer nicht ei­ne län­ge­re Frist ver­ein­ba­ren, die aber zwölf Mo­na­te nicht über­schrei­ten darf. Die Ar­beits­aus­fäl­le über Weih­nach­ten und Neu­jahr gel­ten als ei­ne Aus­fall­pe­ri­ode.

2Aus­fal­len­de Ar­beits­zeit darf nur so­weit aus­ge­gli­chen wer­den, als da­durch die zu­läs­si­ge täg­li­che Ar­beits­dau­er nicht über­schrit­ten wird.

3Ge­setz­li­che Ru­he­zei­ten und Aus­gleichs­ru­he­zei­ten stel­len kei­ne aus­fal­len­de Ar­beits­zeit dar; die­se dür­fen we­der vor- noch nach­ge­holt wer­den.

4. Abschnitt: Überzeitarbeit

Art. 25 Grundsatz

(Art. 12 und 26 ArG)

1Un­ter Vor­be­halt von Ar­ti­kel 26 ist Über­zeit­ar­beit nach Ar­ti­kel 12 Ab­satz 1 Buch­sta­ben a und b des Ge­set­zes nur als Ta­ges- und Abend­ar­beit nach Ar­ti­kel 10 des Ge­set­zes und nur an Werk­ta­gen zu­läs­sig.

2Der Aus­gleich von Über­zeit­ar­beit durch Frei­zeit nach Ar­ti­kel 13 Ab­satz 2 des Ge­set­zes ist in­nert 14 Wo­chen vor­zu­neh­men, so­fern Ar­beit­ge­ber und Ar­beit­neh­mer oder Ar­beit­neh­me­rin nicht ei­ne län­ge­re Frist ver­ein­ba­ren, die aber zwölf Mo­na­te nicht über­schrei­ten darf.

Art. 26 Sonderfälle

(Art. 12 Abs. 2 und 26 Abs. 1 ArG)

1Über­zeit­ar­beit darf auch in der Nacht und an Sonn­ta­gen so­wie in Über­schrei­tung der zu­läs­si­gen täg­li­chen Ar­beits­dau­er ge­leis­tet wer­den, wenn es sich um vor­über­ge­hen­de Ar­bei­ten in Not­fäl­len han­delt, die un­ab­hän­gig vom Wil­len der Be­trof­fe­nen ein­tre­ten und de­ren Fol­gen nicht auf an­de­re zu­mut­ba­re Wei­se be­sei­tigt wer­den kön­nen, be­son­ders wenn:

a.
Ar­beits­er­geb­nis­se ge­fähr­det sind und da­durch un­ver­hält­nis­mäs­si­ger Scha­den droht;
b.
Pi­kette­in­sät­ze für die Scha­dens­vor­beu­gung oder -be­he­bung not­wen­dig sind;
c.
Ar­beits­ma­schi­nen, Ge­rä­te, Trans­por­tein­rich­tun­gen und Fahr­zeu­ge, die für die Auf­recht­er­hal­tung des Be­trie­bes un­ab­ding­bar sind, we­gen schwer­wie­gen­der Stö­run­gen oder er­lit­te­ner Schä­den in Stand ge­stellt wer­den müs­sen;
d.
Be­triebs­stö­run­gen in­fol­ge un­mit­tel­ba­rer Ein­wir­kung hö­he­rer Ge­walt ver­mie­den oder be­ho­ben wer­den müs­sen;
e.
Stö­run­gen bei der Ver­sor­gung mit Ener­gie und Was­ser so­wie Stö­run­gen des öf­fent­li­chen oder pri­va­ten Ver­kehrs ver­mie­den oder be­ho­ben wer­den müs­sen;
f.
dem un­ver­meid­li­chen Ver­derb von Gü­tern, na­ment­lich Roh­stof­fen oder Le­bens­mit­teln, vor­ge­beugt wer­den muss, und da­mit kei­ne Stei­ge­rung der Pro­duk­ti­on ver­bun­den ist;
g.
un­auf­schieb­ba­re Ver­rich­tun­gen zur Er­hal­tung des Le­bens und der Ge­sund­heit von Mensch und Tier so­wie zur Ver­mei­dung von Um­welt­schä­den vor­ge­nom­men wer­den müs­sen.

2Über­zeit­ar­beit, die in Über­schrei­tung der zu­läs­si­gen täg­li­chen Ar­beits­dau­er ge­leis­tet wird, ist in­ner­halb von sechs Wo­chen durch Frei­zeit von glei­cher Dau­er aus­zu­glei­chen. Vor­be­hal­ten bleibt Ar­ti­kel 20 Ab­satz 3 des Ge­set­zes.

5. Abschnitt: Voraussetzungen für Nacht- und Sonntagsarbeit und den ununterbrochenen Betrieb

Art. 27 Dringendes Bedürfnis

(Art. 17, 19 und 24 ArG)

1Ein drin­gen­des Be­dürf­nis liegt vor, wenn:

a.
zu­sätz­li­che Ar­bei­ten kurz­fris­tig an­fal­len, de­ren Er­le­di­gung zeit­lich nicht auf­schieb­bar sind und die am Tag und wäh­rend den Werk­ta­gen we­der mit pla­ne­ri­schen Mit­teln noch mit or­ga­ni­sa­to­ri­schen Mass­nah­men be­wäl­tigt wer­den kön­nen;
b.
Ar­bei­ten aus Grün­den der öf­fent­li­chen Si­cher­heit oder aus si­cher­heits­tech­ni­schen Grün­den nur in der Nacht oder am Sonn­tag er­le­digt wer­den kön­nen; oder
c.
Er­eig­nis­se kul­tu­rel­ler, ge­sell­schaft­li­cher oder sport­li­cher Art in Ab­hän­gig­keit von den ört­li­chen Ver­hält­nis­sen und Ge­bräu­chen oder den spe­zi­fi­schen Be­dürf­nis­sen von Kun­den die Er­brin­gung von zeit­lich be­grenz­ten Ar­beitse­insät­zen in der Nacht oder am Sonn­tag er­for­dern.

2Ein drin­gen­des Be­dürf­nis für Nacht­ar­beit im Sinn von Ar­ti­kel 17 Ab­satz 4 des Ge­set­zes liegt vor, wenn Be­trie­be mit ei­nem zwei­schich­ti­gen Ar­beits­zeit­sys­tem:

a.
aus Grün­den der täg­li­chen Aus­las­tung re­gel­mäs­sig auf ei­ne Be­triebs­zeit von 18 Stun­den an­ge­wie­sen sind;
b.
da­bei nicht mehr als ei­ne Rand­stun­de in An­spruch neh­men; und
c.
da­durch die Leis­tung von wei­te­rer Nacht­ar­beit zwi­schen 24 Uhr und 5 Uhr ver­mie­den wer­den kann.

Art. 28 Unentbehrlichkeit von Nacht- und Sonntagsarbeit

(Art. 17, 19 und 24 ArG)

1Tech­ni­sche Un­ent­behr­lich­keit liegt ins­be­son­de­re vor, wenn ein Ar­beits­ver­fah­ren oder Ar­bei­ten nicht un­ter­bro­chen oder auf­ge­scho­ben wer­den kön­nen, weil:

a.
mit der Un­ter­bre­chung oder dem Auf­schub er­heb­li­che und un­zu­mut­ba­re Nach­tei­le für die Pro­duk­ti­on und das Ar­beits­er­geb­nis oder die Be­trieb­sein­rich­tun­gen ver­bun­den sind;
b.
an­dern­falls die Ge­sund­heit der Ar­beit­neh­mer und Ar­beit­neh­me­rin­nen oder die Um­ge­bung des Be­trie­bes ge­fähr­det wer­den.

2Wirt­schaft­li­che Un­ent­behr­lich­keit liegt vor, wenn:

a.
die Un­ter­bre­chung ei­nes Ar­beits­ver­fah­rens und des­sen Wie­der­ingangset­zung ho­he Zu­satz­kos­ten ver­ur­sa­chen, die oh­ne die Leis­tung von Nacht- oder Sonn­tags­ar­beit ei­ne merk­li­che Schwä­chung der Wett­be­werbs­fä­hig­keit des Be­trie­bes ge­gen­über sei­nen Kon­kur­ren­ten zur Fol­ge hat oder ha­ben könn­te;
b.
das an­ge­wand­te Ar­beits­ver­fah­ren mit un­ver­meid­lich ho­hen In­ves­ti­ti­ons­kos­ten ver­bun­den ist, die oh­ne Nacht- oder Sonn­tags­ar­beit nicht amor­ti­siert wer­den kön­nen; oder
c.
die Kon­kur­renz­fä­hig­keit ge­gen­über Län­dern mit ver­gleich­ba­rem so­zia­lem Stan­dard we­gen län­ge­rer Ar­beits­zei­ten oder an­de­rer Ar­beits­be­din­gun­gen im Aus­land er­heb­lich be­ein­träch­tigt ist und durch die Be­wil­li­gung die Be­schäf­ti­gung mit gros­ser Wahr­schein­lich­keit ge­si­chert wird.

3Der wirt­schaft­li­chen Un­ent­behr­lich­keit gleich­ge­stellt sind die be­son­de­ren Kon­sum­be­dürf­nis­se, de­ren Be­frie­di­gung im öf­fent­li­chen In­ter­es­se liegt und nicht oh­ne Nacht- oder Sonn­tags­ar­beit mög­lich ist. Sol­che Kon­sum­be­dürf­nis­se sind:

a.
täg­lich not­wen­di­ge und un­ent­behr­li­che Wa­ren oder Dienst­leis­tun­gen, de­ren Feh­len von ei­nem Gross­teil der Be­völ­ke­rung als we­sent­li­cher Man­gel emp­fun­den wür­de; und
b.
bei de­nen das Be­dürf­nis dau­ernd oder in der Nacht oder am Sonn­tag be­son­ders her­vor­tritt.

4Un­ent­behr­lich­keit wird für die im An­hang auf­ge­führ­ten Pro­duk­ti­ons- und Ar­beits­ver­fah­ren ver­mu­tet.

6. Abschnitt: Besondere Formen der Nachtarbeit

Art. 29 Verlängerte Dauer der Nachtarbeit

(Art. 17a Abs. 2 ArG)

1Bei dau­ernd und re­gel­mäs­sig wie­der­keh­ren­der Nacht­ar­beit ist ei­ne Ar­beits­zeit von 10 Stun­den im Zeit­raum von 12 Stun­den zu­läs­sig, so­fern:

a.
für den Ar­beit­neh­mer oder die Ar­beit­neh­me­rin kei­ne er­höh­ten Ri­si­ken be­züg­lich che­mi­scher, bio­lo­gi­scher und phy­si­ka­li­scher Ein­wir­kun­gen be­ste­hen;
b.
der Ar­beit­neh­mer oder die Ar­beit­neh­me­rin kei­nen aus­ser­or­dent­li­chen phy­si­schen, psy­chi­schen und men­ta­len Be­las­tun­gen aus­ge­setzt ist;
c.
der Ar­beitseinsatz so or­ga­ni­siert ist, dass die Leis­tungs­fä­hig­keit des Ar­beit­neh­mers oder der Ar­beit­neh­me­rin er­hal­ten bleibt und da­durch die Ent­ste­hung von Ge­fah­rensi­tua­tio­nen ver­mie­den wer­den kann;
d.
in ei­ner me­di­zi­ni­schen Un­ter­su­chung die Eig­nung des Ar­beit­neh­mers oder der Ar­beit­neh­me­rin fest­ge­stellt wor­den ist; und
e.
die ef­fek­tiv zu leis­ten­de Ar­beits­zeit in­nert 24 Stun­den 10 Stun­den nicht über­schrei­tet.

2Bei vor­über­ge­hen­der Nacht­ar­beit ist ei­ne Ar­beits­zeit von 10 Stun­den im Zeit­raum von 12 Stun­den ge­mä­ss Ar­ti­kel 17a Ab­satz 2 des Ge­set­zes zu­läs­sig, so­fern:

a.
der Ar­beitseinsatz so or­ga­ni­siert ist, dass die Leis­tungs­fä­hig­keit des Ar­beit­neh­mers oder der Ar­beit­neh­me­rin er­hal­ten bleibt und da­durch die Ent­ste­hung von Ge­fah­rensi­tua­tio­nen ver­mie­den wer­den kann;
b.
die ef­fek­tiv zu leis­ten­de Ar­beits­zeit in­nert 24 Stun­den 10 Stun­den nicht über­schrei­tet; und
c.
der Ar­beit­neh­mer oder die Ar­beit­neh­me­rin ein­ver­stan­den ist.

Art. 30 Nachtarbeit ohne Wechsel mit Tagesarbeit

(Art. 25 und 26 ArG)

1Nacht­ar­beit von mehr als sechs Wo­chen bis höchs­tens zwölf Wo­chen oh­ne Wech­sel mit Ta­ges­ar­beit nach Ar­ti­kel 25 Ab­satz 3 des Ge­set­zes ist zu­läs­sig, so­fern:1

a.2
sie aus be­trieb­li­chen Grün­den un­ent­behr­lich ist oder die Mehr­heit der be­trof­fe­nen Ar­beit­neh­mer und Ar­beit­neh­me­rin­nen schrift­lich um einen Ver­zicht auf den Wech­sel zwi­schen Ta­ges- und Nacht­ar­beit er­sucht, weil ih­nen der Wech­sel ins­be­son­de­re aus per­sön­li­chen oder fa­mi­li­ären Grün­den nicht zu­mut­bar ist;
b.
der Ar­beit­neh­mer oder die Ar­beit­neh­me­rin schrift­lich sein bzw. ihr Ein­ver­ständ­nis er­klärt hat; und
c.
in­nert 24 Wo­chen die Ta­ges­ar­beits-Pe­ri­oden ins­ge­samt min­des­tens gleich lang sind wie die Nacht­ar­beits-Pe­ri­oden.

2Nacht­ar­beit von mehr als zwölf Wo­chen oh­ne Wech­sel mit Ta­ges­ar­beit nach Ar­ti­kel 25 Ab­satz 3 des Ge­set­zes ist zu­läs­sig, so­fern:

a.
sie aus be­trieb­li­chen Grün­den un­ent­behr­lich ist oder die Mehr­heit der be­trof­fe­nen Ar­beit­neh­mer und Ar­beit­neh­me­rin­nen schrift­lich um einen Ver­zicht auf den Wech­sel zwi­schen Ta­ges- und Nacht­ar­beit er­sucht, weil ih­nen der Wech­sel ins­be­son­de­re aus per­sön­li­chen oder fa­mi­li­ären Grün­den nicht zu­mut­bar ist;
b.
der Ar­beit­neh­mer oder die Ar­beit­neh­me­rin schrift­lich sein bzw. ihr Ein­ver­ständ­nis er­klärt hat; und
c.
die Vor­aus­set­zun­gen nach Ar­ti­kel 29 Ab­satz 1 Buch­sta­ben a-d er­füllt sind.3

2bisBe­trieb­li­che Un­ent­behr­lich­keit nach den Ab­sät­zen 1 Buch­sta­be a und 2 Buch­sta­be a liegt vor, wenn:

a.
es sich um Nacht­ar­beit han­delt, für die es kei­ne ent­spre­chen­de Ar­beit im Ta­ges- und Abend­zeit­raum gibt; oder
b.
auf dem üb­li­chen Ar­beits­markt nicht ge­nü­gend qua­li­fi­zier­tes Per­so­nal für Wech­sel­schich­ten re­kru­tiert wer­den kann.4

3Ar­beit­neh­mer und Ar­beit­neh­me­rin­nen in Nacht­ar­beit nach Ab­satz 2 dür­fen:

a.
höchs­tens ein­ge­setzt wer­den:
1. in fünf von sie­ben auf­ein­an­der fol­gen­den Näch­ten; oder
2. in sechs von neun auf­ein­an­der fol­gen­den Näch­ten; und
b.
an ih­ren frei­en Ta­gen kei­ne Über­zeit­ar­beit nach Ar­ti­kel 25 leis­ten.

4Auf Ar­beit­neh­mer und Ar­beit­neh­me­rin­nen, die höchs­tens für ei­ne Rand­stun­de zwi­schen 5 Uhr und 6 Uhr oder 23 Uhr und 24 Uhr dau­ernd Nacht­ar­beit leis­ten, sind die Vor­aus­set­zun­gen und die Be­din­gun­gen nach den Ab­sät­zen 1-3 nicht an­wend­bar.


1 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 30. Ju­ni 2010, in Kraft seit 1. Aug. 2010 (AS 2010 3111).
2 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I derV vom 30. Ju­ni 2010, in Kraft seit 1. Aug. 2010 (AS 2010 3111).
3 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 30. Ju­ni 2010, in Kraft seit 1. Aug. 2010 (AS 2010 3111).
4 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 30. Ju­ni 2010, in Kraft seit 1. Aug. 2010 (AS 2010 3111).

7. Abschnitt: Lohn- und Zeitzuschlag

Art. 31 Lohn- und Zeitzuschlag bei Nachtarbeit

(Art. 17b Abs. 2 ArG)

1Dau­ern­de oder re­gel­mäs­sig wie­der­keh­ren­de Nacht­ar­beit leis­tet ein Ar­beit­neh­mer, der in 25 und mehr Näch­ten pro Ka­len­der­jahr zum Ein­satz ge­langt.

2Der Zeit­zu­schlag ist ab dem ers­ten Nacht­ein­satz zu ge­wäh­ren. Er be­rech­net sich auf Grund der tat­säch­lich ge­leis­te­ten Ar­beits­zeit.

3Stellt sich erst im Ver­lau­fe ei­nes Ka­len­der­jah­res her­aus, dass ein Ar­beit­neh­mer wi­der Er­war­ten Nacht­ar­beit in mehr als 25 Näch­ten pro Ka­len­der­jahr zu leis­ten hat, so muss der Lohn­zu­schlag von 25 Pro­zent für die ers­ten 25 Näch­te nicht in den Zeit­zu­schlag um­ge­wan­delt wer­den.

Art. 32 Ausnahmen vom Zeitzuschlag

(Art. 17b Abs. 3 und 4, Art. 26 ArG)

1Der Zeit­zu­schlag nach Ar­ti­kel 17b Ab­satz 3 Buch­sta­ben a und b des Ge­set­zes ist nicht ge­schul­det, wenn ein Be­trieb ein be­trieb­li­ches Ar­beits­zeit­sys­tem auf­weist, des­sen wö­chent­li­che Ar­beits­zeit für einen voll­zeit­lich be­schäf­tig­ten Ar­beit­neh­mer fol­gen­de Dau­er nicht über­steigt:

a.
35 Stun­den, Pau­sen ein­ge­schlos­sen, bei der auf 7 Stun­den im Durch­schnitt ver­kürz­ten Schicht­dau­er;
b.
36 Stun­den, Pau­sen ab­ge­zo­gen, im Fall der Vier-Ta­ge-Wo­che.

2Be­trieb­lich ist ein Ar­beits­zeit­sys­tem, wenn die­ses für den gan­zen Be­trieb oder einen klar da­von ab­grenz­ba­ren Be­triebs­teil in­te­gral An­wen­dung fin­det.

3Die Gleich­wer­tig­keit an­de­rer Aus­gleichs­ru­he­zei­ten im Rah­men von Ge­samt­ar­beits­ver­trä­gen oder öf­fent­lich-recht­li­cher Vor­schrif­ten nach Ar­ti­kel 17b Ab­satz 3 Buch­sta­be c des Ge­set­zes liegt vor, wenn der ent­spre­chen­de Ge­samt­ar­beits­ver­trag oder der zur An­wen­dung ge­lan­gen­de öf­fent­lich-recht­li­che Er­lass Aus­gleichs­re­geln auf­weist:

a.
die spe­zi­ell den Nacht­ar­beit leis­ten­den Ar­beit­neh­mern für die da­für ge­leis­te­te Ar­beit zu­sätz­li­che Frei­zeit ein­räu­men; und
b.
die in ih­rem Um­fang ins­ge­samt mit dem Zeit­zu­schlag von 10 Pro­zent gleich­wer­tig ist.

Art. 33 Berechnung des Lohnzuschlages

(Art. 13 Abs. 1, 17b Abs. 1 und 2, 19 Abs. 3 und 24 Abs. 6 ArG)

1Der Lohn­zu­schlag für Über­zeit­ar­beit, Nacht­ar­beit und Sonn­tags­ar­beit ist bei Zeit­lohn nach dem auf die Stun­de be­rech­ne­ten Lohn, oh­ne Orts-, Haus­hal­tungs- und Kin­der­zu­la­gen, zu be­mes­sen.

2Bei Ak­kord­ar­beit ist der Lohn­zu­schlag in der Re­gel nach dem in der Zahl­tags­pe­ri­ode durch­schnitt­lich er­ziel­ten Lohn, oh­ne Orts-, Haus­hal­tungs- und Kin­der­zu­la­gen, zu be­mes­sen.

3Für die Be­wer­tung des Na­tu­ral­loh­nes so­wie der Be­die­nungs- und Trink­gel­der sind die Vor­schrif­ten der Bun­des­ge­setz­ge­bung über die Al­ters- und Hin­ter­las­se­nen­ver­si­che­rung sinn­ge­mä­ss an­wend­bar.

4Sind für die glei­che Zeit­span­ne ver­schie­de­ne Vor­schrif­ten des Ge­set­zes über die Aus­rich­tung von Lohn­zu­schlä­gen an­wend­bar, so ist der für den Ar­beit­neh­mer oder die Ar­beit­neh­me­rin güns­tigs­te Zu­schlag aus­zu­rich­ten.

8. Abschnitt: Schichtarbeit

Art. 34 Schichtarbeit und Schichtwechsel

(Art. 25, 6 Abs. 2 und 26 ArG)

1Schicht­ar­beit liegt vor, wenn zwei oder meh­re­re Grup­pen von Ar­beit­neh­mern und Ar­beit­neh­me­rin­nen nach ei­nem be­stimm­ten Zeit­plan gestaf­felt und wech­sel­wei­se am glei­chen Ar­beits­platz zum Ein­satz ge­lan­gen.

2Bei der Ge­stal­tung von Schicht­ar­beit sind die ar­beits­me­di­zi­ni­schen und ar­beits­wis­sen­schaft­li­chen Er­kennt­nis­se zu be­ach­ten.

3Bei zwei­schich­ti­ger Ta­ges­ar­beit, die nicht in den Nacht­zeit­raum fällt, darf die ein­zel­ne Schicht­dau­er, Pau­sen in­be­grif­fen, 11 Stun­den nicht über­schrei­ten. Die Leis­tung von Über­zeit­ar­beit nach Ar­ti­kel 25 ist nur an sonst ar­beits­frei­en Werk­ta­gen zu­läs­sig und so­weit, als an die­sen Ta­gen nicht ge­setz­li­che Ru­he- oder Aus­gleichs­ru­he­zei­ten be­zo­gen wer­den.

4Bei drei- und mehr­schich­ti­gen Ar­beits­zeit­sys­te­men, bei de­nen der Ar­beit­neh­mer oder die Ar­beit­neh­me­rin al­le Schich­ten durch­läuft, gilt Fol­gen­des:

a.
die ein­zel­ne Schicht­dau­er darf 10 Stun­den, Pau­sen in­be­grif­fen, nicht über­schrei­ten;
b.1
der Schicht­wech­sel hat von der Früh- zur Spät- und von die­ser zur Nacht­schicht (Vor­wärts­ro­ta­ti­on) zu er­fol­gen; ei­ne Rück­wärts­ro­ta­ti­on ist aus­nahms­wei­se zu­läs­sig, wenn die Mehr­heit der be­trof­fe­nen Ar­beit­neh­mer oder Ar­beit­neh­me­rin­nen schrift­lich dar­um er­sucht;
c.
die Leis­tung von Über­zeit­ar­beit nach Ar­ti­kel 25 ist nur an sonst ar­beits­frei­en Werk­ta­gen zu­läs­sig und so­weit, als an die­sen Ta­gen nicht ge­setz­li­che Ru­he- oder Aus­gleichs­ru­he­zei­ten be­zo­gen wer­den.

1 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 29. Okt. 2008, in Kraft seit 1. Dez. 2008 (AS 2008 5181).

Art. 35 Verzicht auf den Schichtwechsel bei Tages- und Abendarbeit

(Art. 25 Abs. 3 ArG)

Auf den Schicht­wech­sel kann ver­zich­tet wer­den, so­fern:

a.
Ar­beit­neh­mer aus be­son­de­ren per­sön­li­chen Grün­den nur am Mor­gen oder am Abend ar­bei­ten kön­nen; oder
b.
ei­ne der bei­den Schich­ten we­sent­lich kür­zer ist und nicht mehr als 5 Stun­den be­trägt.

9. Abschnitt: Ununterbrochener Betrieb

Art. 36 Begriff

(Art. 24 ArG)

Als un­un­ter­bro­che­ner Be­trieb gilt ein Ar­beits­zeit­sys­tem:

a.
bei dem wäh­rend 24 Stun­den und an sie­ben Ta­ge der Wo­che Schicht­ar­beit ge­leis­tet wird; und
b.
das aus meh­re­ren Schich­ten be­steht, wo­bei der ein­zel­ne Ar­beit­neh­mer oder die ein­zel­ne Ar­beit­neh­me­rin grund­sätz­lich al­le Schich­ten durch­läuft.

Art. 37 Ruhetage

(Art. 24 Abs. 5 ArG)

1Bei un­un­ter­bro­che­nem Be­trieb sind den Ar­beit­neh­mern und Ar­beit­neh­me­rin­nen im Ka­len­der­jahr we­nigs­tens 61 wö­chent­li­che Ru­he­tage zu ge­wäh­ren, die zu­sam­men mit der täg­li­chen Ru­he­zeit min­des­tens 35 auf­ein­an­der fol­gen­de Stun­den um­fas­sen. Da­von müs­sen we­nigs­tens 26 Ru­he­tage auf einen Sonn­tag fal­len und min­des­tens die Zeit von 6-16 Uhr um­fas­sen.

2Un­ter der Vor­aus­set­zung, dass der Sonn­tag die Zeit von Sams­tag 23 Uhr bis Sonn­tag 23 Uhr um­fasst, kann die Zahl der auf einen Sonn­tag fal­len­den Ru­he­tage wie folgt her­ab­ge­setzt wer­den:

a.
auf 17, wenn die täg­li­che Ar­beits­zeit des ein­zel­nen Ar­beit­neh­mers oder der ein­zel­nen Ar­beit­neh­me­rin 8 Stun­den nicht über­steigt;
b.
auf 13, wenn zu­sätz­lich zu der in Buch­sta­be a ge­nann­ten Vor­aus­set­zung die durch­schnitt­li­che wö­chent­li­che Ar­beits­zeit ein­sch­liess­lich der Pau­sen nicht mehr als 42 Stun­den be­trägt.

3Kann aus be­trieb­li­chen oder or­ga­ni­sa­to­ri­schen Grün­den nicht in je­der Wo­che ein wö­chent­li­cher Ru­he­tag ge­währt wer­den, so ist die­ser spä­tes­tens in der drit­ten Fol­ge­wo­che zu ge­wäh­ren. Die­ser Ru­he­tag kann mit an­de­ren wö­chent­li­chen Ru­he­tagen zu­sam­men­ge­legt wer­den.

4Nach spä­tes­tens sie­ben Ta­gen ist dem Ar­beit­neh­mer oder der Ar­beit­neh­me­rin ei­ne täg­li­che Ru­he­zeit von 24 Stun­den zu ge­wäh­ren.

Art. 38 Arbeitszeit

(Art. 24 Abs. 5 ArG)

1Die wö­chent­li­che Höchst­ar­beits­zeit nach Ar­ti­kel 9 des Ge­set­zes ist beim un­un­ter­bro­che­nen Be­trieb im Durch­schnitt von 16 Wo­chen ein­zu­hal­ten. Die­se Zeit­span­ne kann aus­nahms­wei­se bis auf 20 Wo­chen ver­län­gert wer­den.

2Die wö­chent­li­che Höchst­ar­beits­zeit kann für ein­zel­ne Zeiträu­me von sie­ben auf­ein­an­der fol­gen­den Ta­gen auf 52 Stun­den ver­län­gert wer­den. Aus­nahms­wei­se kann sie auf 60 Stun­den ver­län­gert wer­den, wenn ein gros­ser Teil der Ar­beits­zeit aus rei­ner Prä­senz­zeit be­steht und der Ar­beit­neh­mer oder die Ar­beit­neh­me­rin kei­nen phy­sisch, psy­chisch und men­tal be­las­ten­den Tä­tig­kei­ten aus­ge­setzt ist. Die wö­chent­li­che Höchst­ar­beits­zeit ist dann im Durch­schnitt von 16 Wo­chen ein­zu­hal­ten.

3Für den ein­zel­nen Ar­beit­neh­mer oder die ein­zel­ne Ar­beit­neh­me­rin darf die Ar­beits­zeit in­nert 24 Stun­den nicht mehr als 9 Stun­den be­tra­gen und muss, mit Ein­schluss der Pau­sen, in­nert ei­nes Zeit­rau­mes von 10 Stun­den lie­gen. Wird zwi­schen Frei­tag­abend und Mon­tag­mor­gen in zwei Schich­ten ge­ar­bei­tet, so kann die Ar­beits­zeit bis auf 12 Stun­den ver­län­gert wer­den, doch ist in die­sem Fal­le ei­ne Pau­se von 2 Stun­den zu ge­wäh­ren, die in­ner­halb der Schicht hälf­tig ge­teilt und gestaf­felt an­ge­ord­net wer­den kann.

4Auf den un­un­ter­bro­che­nen Be­trieb sind im Üb­ri­gen die Vor­schrif­ten die­ser Ver­ord­nung über die Nacht- und Sonn­tags­ar­beit so­wie über die Schicht­ar­beit an­wend­bar, so­fern die Ar­ti­kel 37 und 38 nichts an­de­res be­stim­men.

Art. 39 Zusammengesetzter ununterbrochener Betrieb

(Art. 10, 17, 19, 25 und 24 Abs. 5 i.V.m. 26 ArG)

1Auf Ar­beit­neh­mer oder Ar­beit­neh­me­rin­nen, die im Rah­men ei­nes un­un­ter­bro­che­nen Be­triebs­sys­tems nur in ein­zel­nen Schich­ten oder an be­stimm­ten Ta­gen ein­ge­setzt wer­den, sind die Ar­ti­kel 37 und 38 nicht an­wend­bar.

2Die Be­schäf­ti­gung von Ar­beit­neh­mern oder Ar­beit­neh­me­rin­nen in Wo­chen­end­schich­ten zwi­schen Don­ners­tag­abend (20 Uhr) und Mon­tag­mor­gen (5 Uhr bis 7 Uhr) ist zu­läs­sig, so­fern:

a.
die Ar­beit­neh­mer oder die Ar­beit­neh­me­rin­nen - ab­ge­se­hen von Aus­nah­me­fäl­len wie Fe­ri­en­ab­lö­sun­gen - in der üb­ri­gen Zeit der Wo­che kei­ner wei­te­ren Er­werbs­tä­tig­keit als Ar­beit­neh­mer oder Ar­beit­neh­me­rin nach­ge­hen;
b.
die Ar­beit­neh­mer oder die Ar­beit­neh­me­rin­nen in kei­ner Schicht mehr als 10 Stun­den Ar­beits­zeit in­ner­halb von 12 Stun­den leis­ten müs­sen;
c.
die täg­li­che Ru­he­zeit von 11 Stun­den nicht ver­kürzt wird;
d.
die Ar­beit­neh­mer oder die Ar­beit­neh­me­rin­nen nicht zu Über­zeit­ar­beit nach Ar­ti­kel 25 her­an­ge­zo­gen wer­den; und
e.
die Ar­beit­neh­mer oder Ar­beit­neh­me­rin­nen min­des­tens fünf auf einen Sonn­tag fal­len­de Ru­he­tage pro Ka­len­der­jahr ha­ben.

10. Abschnitt: Arbeitszeitbewilligungen

Art. 40 Abgrenzungskriterien für die Bewilligungszuständigkeit

(Art. 17, 19 und 24 ArG)

1Vor­über­ge­hend ist Nacht­ar­beit im Sin­ne von Ar­ti­kel 17 des Ge­set­zes, wenn sie:

a.
bei spo­ra­disch oder pe­ri­odisch wie­der­keh­ren­den Ein­sät­zen nicht mehr als drei Mo­na­te pro Be­trieb und Ka­len­der­jahr um­fasst; oder
b.
bei zeit­lich be­fris­te­ten Ein­sät­zen von bis zu sechs Mo­na­ten einen ein­ma­li­gen Cha­rak­ter auf­weist. Ei­ne ein­ma­li­ge Ver­län­ge­rung um sechs Mo­na­te ist mög­lich.

2Dau­ernd oder re­gel­mäs­sig wie­der­keh­rend ist Nacht­ar­beit, wenn die­se die in Ab­satz 1 ge­nann­ten Be­din­gun­gen vom zeit­li­chen Um­fang her über­schrei­tet.

3Vor­über­ge­hend ist Sonn­tags­ar­beit im Sin­ne von Ar­ti­kel 19 des Ge­set­zes, wenn sie:

a.
bei spo­ra­disch vor­kom­men­den Ein­sät­zen nicht mehr als sechs Sonn­ta­ge, ge­setz­li­che Fei­er­ta­ge in­be­grif­fen, pro Be­trieb und Ka­len­der­jahr um­fasst; oder
b.
bei zeit­lich be­fris­te­ten Ein­sät­zen von bis zu drei Mo­na­ten einen ein­ma­li­gen Cha­rak­ter auf­weist.

4Dau­ernd und re­gel­mäs­sig wie­der­keh­rend ist Sonn­tags­ar­beit, wenn die­se die in Ab­satz 3 ge­nann­ten Be­din­gun­gen vom zeit­li­chen Um­fang her über­schrei­tet.

Art. 41 Gesuch

(Art. 49 ArG)

Das Ge­such um ei­ne Ar­beits­zeit­be­wil­li­gung ist schrift­lich ein­zu­rei­chen und hat fol­gen­de An­ga­ben zu ent­hal­ten:

a.
die Be­zeich­nung des Be­trie­bes oder der Be­triebs­tei­le, für wel­che um die Be­wil­li­gung nach­ge­sucht wird;
b.
die Zahl der be­tei­lig­ten Ar­beit­neh­mer und Ar­beit­neh­me­rin­nen, ge­trennt nach Män­nern, Frau­en und Ju­gend­li­chen;
c.
den vor­ge­se­he­nen Stun­den­plan, mit Ein­schluss der Ru­he­zeit und Pau­sen so­wie den Schicht­wech­sel oder all­fäl­li­ge Ab­wei­chun­gen; für die Nacht­ar­beit, für die drei- und mehr­schich­ti­ge Ar­beit so­wie für den un­un­ter­bro­che­nen Be­trieb kann auf gra­fi­sche Dar­stel­lun­gen von Stun­den- und Schich­ten­plä­nen ver­wie­sen wer­den;
d.
die vor­ge­se­he­ne Dau­er der Be­wil­li­gung;
e.
die Be­stä­ti­gung, dass das Ein­ver­ständ­nis des Ar­beit­neh­mers oder der Ar­beit­neh­me­rin ein­ge­holt wor­den ist;
f.
das Er­geb­nis der me­di­zi­ni­schen Un­ter­su­chung hin­sicht­lich der Eig­nung der be­trof­fe­nen Ar­beit­neh­mer und Ar­beit­neh­me­rin­nen, so­weit von Ge­setz oder Ver­ord­nung vor­ge­se­hen;
g.
den Nach­weis des drin­gen­den Be­dürf­nis­ses oder der Un­ent­behr­lich­keit;
h.
die Zu­stim­mung Drit­ter, so­weit von Ge­setz oder Ver­ord­nung vor­ge­se­hen.

Art. 42 Bewilligungserteilung

(Art. 49 ArG)

1In den Ar­beits­zeit­be­wil­li­gun­gen sind an­zu­füh­ren:

a.
die Rechts­grund­la­ge;
b.
der Be­trieb oder der Be­triebs­teil oder die Art der Tä­tig­keit;
c.
die Be­grün­dung der Be­wil­li­gung;
d.
die Zahl der im Gan­zen und, bei Schicht­ar­beit und un­un­ter­bro­che­nem Be­trieb, der an den ein­zel­nen Schich­ten be­tei­lig­ten Ar­beit­neh­mer und Ar­beit­neh­me­rin­nen, ge­trennt nach Män­nern, Frau­en und Ju­gend­li­chen;
e.
die be­wil­lig­ten Ta­ge, Näch­te oder Stun­den, der be­wil­lig­te Stun­den­plan, die ein­zu­hal­ten­den Ru­he­zei­ten und Pau­sen, der Schicht­wech­sel so­wie all­fäl­li­ge Ab­wei­chun­gen;
f.
all­fäl­li­ge Auf­la­gen und Be­din­gun­gen zum Schut­ze der Ar­beit­neh­mer;
g.
der räum­li­che Gel­tungs­be­reich, wenn meh­re­re Kan­to­ne von der Be­wil­li­gung be­trof­fen sind.

2Die Ar­beits­zeit­be­wil­li­gun­gen sind nach ih­rem Zweck zeit­lich zu be­fris­ten.

3Für vor­über­ge­hen­de Ar­beits­zeit­be­wil­li­gun­gen, die kan­tons­über­grei­fen­de Tat­be­stän­de re­geln, ist der Kan­ton zu­stän­dig, in dem der Be­trieb sei­nen Sitz hat.

4Die Be­wil­li­gung darf nur von den im Ge­setz oder in ei­ner Ver­ord­nung vor­ge­se­he­nen Vor­aus­set­zun­gen ab­hän­gig ge­macht wer­den. Sie darf auch kei­ne an­de­ren Auf­la­gen ent­hal­ten, als im Ge­setz oder in ei­ner Ver­ord­nung vor­ge­se­hen sind.

5Das SE­CO stellt sei­ne Be­wil­li­gun­gen den Stand­ort­kan­to­nen der Be­trie­be zu; gleich ver­fah­ren die Kan­to­ne bei Be­wil­li­gun­gen, die kan­tons­über­grei­fen­de Tat­be­stän­de re­geln.

3. Kapitel: Massnahmen bei Nachtarbeit

1. Abschnitt: Medizinische Untersuchung und Beratung

Art. 43 Begriff der medizinischen Untersuchung und Beratung

(Art. 17c und 42 Abs. 4 ArG)

1Die me­di­zi­ni­sche Un­ter­su­chung bein­hal­tet ei­ne Ba­sis­kon­trol­le des Ge­sund­heits­zu­stan­des des be­trof­fe­nen Ar­beit­neh­mers oder der Ar­beit­neh­me­rin. Der Um­fang rich­tet sich nach der Art der aus­zuü­ben­den Tä­tig­keit und den Ge­fähr­dun­gen am Ar­beits­platz. Das SE­CO gibt für die me­di­zi­ni­sche Un­ter­su­chung und Be­ra­tung einen Leit­fa­den her­aus.

2Die me­di­zi­ni­sche Un­ter­su­chung nach den Ar­ti­keln 29, 30 und 45 ist von ei­nem Arzt oder ei­ner Ärz­tin vor­zu­neh­men, der oder die sich mit dem Ar­beitspro­zess, den Ar­beits­ver­hält­nis­sen und den ar­beits­me­di­zi­ni­schen Grund­la­gen ver­traut ge­macht hat. Frau­en ha­ben An­spruch auf me­di­zi­ni­sche Un­ter­su­chung und Be­ra­tung bei ei­ner Ärz­tin.

3Die Be­ra­tung nach Ar­ti­kel 17c des Ge­set­zes um­fasst spe­zi­fi­sche Ge­sichts­punk­te, die im Zu­sam­men­hang mit der Nacht­ar­beit ste­hen. Das kön­nen Fra­gen fa­mi­li­ärer und so­zia­ler Art oder Er­näh­rungs­pro­ble­me sein, so­weit die­se einen Ein­fluss auf die Ge­sund­heit des in der Nacht be­schäf­tig­ten Ar­beit­neh­mers oder der Ar­beit­neh­me­rin ha­ben kön­nen.

4Die im Rah­men des Ob­li­ga­to­ri­ums bei­ge­zo­ge­nen Ärz­te oder Ärz­tin­nen und an­de­ren bei­ge­zo­ge­nen me­di­zi­ni­schen Fach­kräf­te sind Sach­ver­stän­di­ge nach Ar­ti­kel 42 Ab­satz 4 des Ge­set­zes.

Art. 44 Anspruch auf medizinische Untersuchung und Beratung

(Art. 17c ArG)

1Ar­beit­neh­mer und Ar­beit­neh­me­rin­nen, die 25 und mehr Nacht­e­in­sät­ze pro Jahr leis­ten, ha­ben auf Ver­lan­gen An­spruch auf me­di­zi­ni­sche Un­ter­su­chung und Be­ra­tung.

2Der An­spruch auf me­di­zi­ni­sche Un­ter­su­chung und Be­ra­tung kann in re­gel­mäs­si­gen Ab­stän­den von zwei Jah­ren gel­tend ge­macht wer­den. Nach Vollen­dung des 45. Le­bens­jah­res steht den Ar­beit­neh­mern und Ar­beit­neh­me­rin­nen die­ses Recht in Zeitab­stän­den von ei­nem Jahr zu.

Art. 45 Obligatorische medizinische Untersuchung und Beratung

(Art. 17c Abs. 2 und 3, Art. 6 Abs. 2 ArG)

1Die me­di­zi­ni­sche Un­ter­su­chung und Be­ra­tung ist ob­li­ga­to­risch für Ju­gend­li­che, die dau­ernd oder re­gel­mäs­sig wie­der­keh­rend zwi­schen 1 Uhr und 6 Uhr Nacht­ar­beit leis­ten, und für Ar­beit­neh­mer oder Ar­beit­neh­me­rin­nen, die dau­ernd oder re­gel­mäs­sig wie­der­keh­ren­de Nacht­ar­beit leis­ten und da­bei in er­höh­tem Aus­mass be­las­ten­de oder ge­fähr­li­che Tä­tig­kei­ten ver­rich­ten oder be­las­ten­den oder ge­fähr­li­chen Si­tua­tio­nen aus­ge­setzt sind. Be­las­ten­de und ge­fähr­li­che Tä­tig­kei­ten oder Si­tua­tio­nen sind:

a.
ge­hör­schä­di­gen­der Lärm, star­ke Er­schüt­te­run­gen und Ar­beit in Hit­ze oder in Käl­te;
b.
Luft­schad­stof­fe, so­fern sie den Be­reich von 50 Pro­zent der ma­xi­mal zu­läs­si­gen Ar­beits­platz­kon­zen­tra­ti­on für ge­sund­heits­ge­fähr­den­de Stof­fe nach dem Bun­des­ge­setz über die Un­fall­ver­si­che­rung über­stei­gen;
c.
aus­ser­or­dent­li­che phy­si­sche, psy­chi­sche und men­ta­le Be­las­tun­gen;
d.
Ar­beit als al­lein ar­bei­ten­de Per­son in ei­nem Be­trieb oder Be­triebs­teil;
e.
ver­län­ger­te Dau­er der Nacht­ar­beit und Nacht­ar­beit oh­ne Wech­sel mit Ta­ges­ar­beit.

2Die me­di­zi­ni­sche Un­ter­su­chung und Be­ra­tung er­folgt erst­mals vor An­tritt zu ei­ner in Ab­satz 1 ge­nann­ten Tä­tig­keit und da­nach al­le zwei Jah­re.

3Der un­ter­su­chen­de Arzt oder die un­ter­su­chen­de Ärz­tin teilt dem be­trof­fe­nen Ar­beit­neh­mer oder der Ar­beit­neh­me­rin, dem Ar­beit­ge­ber und der zu­stän­di­gen Be­hör­de die Schluss­fol­ge­run­gen hin­sicht­lich der Eig­nung oder Nicht­eig­nung mit.

4Ar­beit­neh­mer und Ar­beit­neh­me­rin­nen, die nach Fest­stel­lung des Arz­tes nicht ge­eig­net sind oder sich nicht un­ter­su­chen las­sen, dür­fen für Ar­bei­ten nach Ab­satz 1 nicht in der Nacht ein­ge­setzt wer­den. Eig­net sich ein Ar­beit­neh­mer oder ei­ne Ar­beit­neh­me­rin nur be­dingt, kann die zu­stän­di­ge Be­hör­de nach Rück­spra­che mit dem un­ter­su­chen­den Arzt oder der Ärz­tin die Be­schäf­ti­gung des be­trof­fe­nen Ar­beit­neh­mers oder der Ar­beit­neh­me­rin in der Nacht ganz oder teil­wei­se auf Ge­such hin zu­las­sen, so­fern der Be­trieb die als not­wen­dig er­ach­te­ten Mass­nah­men für die Er­hal­tung der Ge­sund­heit er­greift.

5Bei be­ding­ter Eig­nung wer­den die un­ter­su­chen­den Ärz­te von ih­rem ärzt­li­chen Be­rufs­ge­heim­nis ge­gen­über dem Ar­beit­ge­ber so­weit ent­bun­den, als es für das Tref­fen von Mass­nah­men im Be­trieb not­wen­dig ist und der be­trof­fe­ne Ar­beit­neh­mer oder die be­trof­fe­ne Ar­beit­neh­me­rin ein­wil­ligt.

2. Abschnitt: Weitere Massnahmen

Art. 46

(Art. 17e ArG)

Der Ar­beit­ge­ber hat als wei­te­re Mass­nah­men bei Nacht­ar­beit ins­be­son­de­re:

a.
ein si­che­res Trans­port­mit­tel zur Ver­fü­gung zu stel­len, wenn die per­sön­li­che Si­cher­heit ei­nes Ar­beit­neh­mers oder ei­ner Ar­beit­neh­me­rin auf dem Weg zum und vom Ar­beits­platz ge­fähr­det sein könn­te;
b.
Trans­port­mög­lich­kei­ten beim Feh­len öf­fent­li­cher Ver­kehrs­mit­tel be­reit­zu­stel­len;
c.
Koch­ge­le­gen­hei­ten für die Zu­be­rei­tung war­mer Mahl­zei­ten in ei­nem ge­eig­ne­ten Raum be­reit­zu­stel­len oder war­me Mahl­zei­ten ab­zu­ge­ben;
d.
Ar­beit­neh­mer und Ar­beit­neh­me­rin­nen mit Er­zie­hungs- oder Be­treu­ungs­pflich­ten nach Ar­ti­kel 36 des Ge­set­zes zu un­ter­stüt­zen, da­mit sie die­se Auf­ga­ben sel­ber oder durch Drit­te wahr­neh­men kön­nen.

4. Kapitel: …

Art. 47-59


1 Auf­ge­ho­ben durch Art. 22 der Ju­gend­ar­beits­schutz­ver­ord­nung vom 28. Sept. 2007, mit Wir­kung seit 1. Jan. 2008 (AS 2007 4959).

5. Kapitel: Sonderschutz von Frauen

1. Abschnitt: Beschäftigung bei Mutterschaft

Art. 60 Arbeitszeit und Stillzeit bei Schwangerschaft und Mutterschaft

(Art. 35 und 35a ArG)

1Schwan­ge­re Frau­en und stil­len­de Müt­ter dür­fen nicht über die ver­ein­bar­te or­dent­li­che Dau­er der täg­li­chen Ar­beit hin­aus be­schäf­tigt wer­den, je­doch kei­nes­falls über 9 Stun­den hin­aus.

2Stil­len­den Müt­tern sind die für das Stil­len oder für das Ab­pum­pen von Milch er­for­der­li­chen Zei­ten frei­zu­ge­ben. Da­von wird im ers­ten Le­bens­jahr des Kin­des als be­zahl­te Ar­beits­zeit an­ge­rech­net:

a.
bei ei­ner täg­li­chen Ar­beits­zeit von bis zu 4 Stun­den: min­des­tens 30 Mi­nu­ten;
b.
bei ei­ner täg­li­chen Ar­beits­zeit von mehr als 4 Stun­den: min­des­tens 60 Mi­nu­ten;
c.
bei ei­ner täg­li­chen Ar­beits­zeit von mehr als 7 Stun­den: min­des­tens 90 Mi­nu­ten.1

1 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 30. April 2014, in Kraft seit 1. Ju­ni 2014 (AS 2014 999).

Art. 61 Beschäftigungserleichterung

(Art. 35 ArG)

1Bei haupt­säch­lich ste­hend zu ver­rich­ten­der Tä­tig­keit sind schwan­ge­ren Frau­en ab dem vier­ten Schwan­ger­schafts­mo­nat ei­ne täg­li­che Ru­he­zeit von 12 Stun­den und nach je­der zwei­ten Stun­de zu­sätz­lich zu den Pau­sen nach Ar­ti­kel 15 des Ge­set­zes ei­ne Kurz­pau­se von 10 Mi­nu­ten zu ge­wäh­ren.

2Ab dem sechs­ten Schwan­ger­schafts­mo­nat sind ste­hen­de Tä­tig­kei­ten auf ins­ge­samt 4 Stun­den pro Tag zu be­schrän­ken.

2. Abschnitt: Gesundheitsschutz bei Mutterschaft

Art. 62 Gefährliche und beschwerliche Arbeiten bei Schwangerschaft und Mutterschaft

(Art. 35 ArG)

1Der Ar­beit­ge­ber darf schwan­ge­re Frau­en und stil­len­de Müt­ter zu ge­fähr­li­chen und be­schwer­li­chen Ar­bei­ten nur be­schäf­ti­gen, wenn auf Grund ei­ner Ri­si­ko­be­ur­tei­lung fest­steht, dass da­bei kei­ne kon­kre­te ge­sund­heit­li­che Be­las­tung für Mut­ter und Kind vor­liegt, oder wenn ei­ne sol­che durch ge­eig­ne­te Schutz­mass­nah­men aus­ge­schal­tet wer­den kann. Vor­be­hal­ten blei­ben wei­te­re Aus­schluss­grün­de nach Ab­satz 4.

2Kann ei­ne ge­fähr­li­che ge­sund­heit­li­che Be­las­tung für Mut­ter und Kind nur durch das Er­grei­fen ge­eig­ne­ter Schutz­mass­nah­men aus­ge­schal­tet wer­den, ist de­ren Wirk­sam­keit pe­ri­odisch, min­des­tens vier­tel­jähr­lich zu über­prü­fen. Stellt sich da­bei her­aus, dass das Schutz­ziel nicht er­reicht wird, ist nach Ar­ti­kel 64 Ab­satz 3 be­zie­hungs­wei­se nach Ar­ti­kel 65 zu ver­fah­ren.1

3Als ge­fähr­li­che und be­schwer­li­che Ar­bei­ten für schwan­ge­re Frau­en und stil­len­de Müt­ter gel­ten al­le Ar­bei­ten, die sich er­fah­rungs­ge­mä­ss nach­tei­lig auf die Ge­sund­heit die­ser Frau­en und ih­rer Kin­der aus­wir­ken. Da­zu ge­hö­ren na­ment­lich:

a.
das Be­we­gen schwe­rer Las­ten von Hand;
b.
Be­we­gun­gen und Kör­per­hal­tun­gen, die zu vor­zei­ti­ger Er­mü­dung füh­ren;
c.
Ar­bei­ten, die mit Ein­wir­kun­gen wie Stös­sen, Er­schüt­te­run­gen oder Vi­bra­tio­nen ver­bun­den sind;
d.
Ar­bei­ten bei Über­druck, z.B. in Druck­kam­mern, beim Tau­chen usw.;
e.
Ar­bei­ten bei Käl­te oder Hit­ze oder bei Näs­se;
f.
Ar­bei­ten un­ter Ein­wir­kung schäd­li­cher Strah­len oder Lärm;
g.
Ar­bei­ten un­ter Ein­wir­kung schäd­li­cher Stof­fe oder Mi­kro­or­ga­nis­men;
h.
Ar­bei­ten in Ar­beits­zeit­sys­te­men, die er­fah­rungs­ge­mä­ss zu ei­ner star­ken Be­las­tung füh­ren.

4Das Eid­ge­nös­si­sche De­par­te­ment für Wirt­schaft, Bil­dung und For­schung (WBF)2 legt in ei­ner Ver­ord­nung fest, wie die in Ab­satz 3 auf­ge­führ­ten ge­fähr­li­chen und be­schwer­li­chen Ar­bei­ten zu be­ur­tei­len sind. Über­dies de­fi­niert es Stof­fe, Mi­kro­or­ga­nis­men und Ar­bei­ten, die auf Grund der Er­fah­rung und dem Stand der Wis­sen­schaft mit ei­nem be­son­de­ren ho­hen Ge­fah­ren­po­ten­zi­al für Mut­ter und Kind ver­bun­den sind und die bei je­der Be­schäf­ti­gung von schwan­ge­ren Frau­en und stil­len­den Müt­tern ver­bo­ten sind.


1 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 30. April 2014, in Kraft seit 1. Ju­ni 2014 (AS 2014 999).
2 Die Be­zeich­nung der Ver­wal­tungs­ein­heit wur­de in An­wen­dung von Art. 16 Abs. 3 der Pu­bli­ka­ti­ons­ver­ord­nung vom 17. Nov. 2004 (SR 170.512.1) auf den 1. Jan. 2013 an­ge­passt. Die An­pas­sung wur­de im gan­zen Text vor­ge­nom­men.

Art. 63 Risikobeurteilung und Unterrichtung

(Art. 35 und 48 ArG)

1Ein Be­trieb mit ge­fähr­li­chen und be­schwer­li­chen Ar­bei­ten für Mut­ter und Kind nach Ar­ti­kel 62 hat die Ri­si­ko­be­ur­tei­lung durch ei­ne fach­lich kom­pe­tente Per­son nach den Grund­sät­zen der Ar­ti­kel 11a ff. der Ver­ord­nung vom 19. De­zem­ber 19831 über die Ver­hü­tung von Un­fäl­len und Be­rufs­krank­hei­ten und den spe­zi­fi­schen Vor­schrif­ten über den Bei­zug von fach­lich kom­pe­tenten Per­so­nen bei Mut­ter­schaft vor­zu­neh­men.

2Die Ri­si­ko­be­ur­tei­lung er­folgt erst­mals vor Be­ginn der Be­schäf­ti­gung von Frau­en in ei­nem Be­trieb oder Be­triebs­teil nach Ar­ti­kel 62 und bei je­der be­deu­ten­den Än­de­rung der Ar­beits­be­din­gun­gen.

3Das Er­geb­nis der Ri­si­ko­be­ur­tei­lung ist schrift­lich fest­zu­hal­ten, eben­so die vom Spe­zia­lis­ten der Ar­beits­si­cher­heit vor­ge­schla­ge­nen Schutz­mass­nah­men. Bei der Ri­si­ko­be­ur­tei­lung sind zu be­ach­ten:

a.
die Vor­schrif­ten nach Ar­ti­kel 62 Ab­satz 4;
b.
die Vor­schrif­ten der Ver­ord­nung 3 vom 18. Au­gust 19932 zum Ar­beits­ge­setz; und
c.
die Ver­ord­nung vom 19. De­zem­ber 1983 über die Ver­hü­tung von Un­fäl­len und Be­rufs­krank­hei­ten.

4Der Ar­beit­ge­ber hat da­für zu sor­gen, dass Frau­en mit be­schwer­li­chen und ge­fähr­li­chen Ar­bei­ten über die mit der Schwan­ger­schaft und der Mut­ter­schaft in Zu­sam­men­hang ste­hen­den Ge­fah­ren und Mass­nah­men recht­zei­tig, um­fas­send und an­ge­mes­sen in­for­miert so­wie an­ge­lei­tet wer­den.


3. Abschnitt: Beschäftigungseinschränkungen und -verbote

Art. 64 Arbeitsbefreiung und Versetzung

(Art. 35 und 35a ArG)

1Schwan­ge­re Frau­en und stil­len­de Müt­ter sind auf ihr Ver­lan­gen von Ar­bei­ten zu be­frei­en, die für sie be­schwer­lich sind.

2Frau­en, die ge­mä­ss ärzt­li­chem Zeug­nis in den ers­ten Mo­na­ten nach der Ent­bin­dung nicht voll leis­tungs­fä­hig sind, dür­fen nicht zu Ar­bei­ten her­an­ge­zo­gen wer­den, die ih­re Leis­tungs­fä­hig­keit über­stei­gen.

3Der Ar­beit­ge­ber hat ei­ne schwan­ge­re Frau oder ei­ne stil­len­de Mut­ter an einen für sie un­ge­fähr­li­chen und gleich­wer­ti­gen Ar­beits­platz zu ver­set­zen, wenn:

a.
die Ri­si­ko­be­ur­tei­lung ei­ne Ge­fahr für die Si­cher­heit und Ge­sund­heit von Mut­ter oder Kind er­gibt und kei­ne ge­eig­ne­te Schutz­mass­nah­me ge­trof­fen wer­den kann; oder
b.
fest­steht, dass die be­trof­fe­ne Frau Um­gang hat mit Stof­fen, Mi­kro­or­ga­nis­men oder Ar­bei­ten aus­führt, die mit ei­nem ho­hen Ge­fah­ren­po­ten­zi­al nach Ar­ti­kel 62 Ab­satz 4 ver­bun­den sind.

Art. 65 Verbotene Arbeiten während der Mutterschaft

(Art. 35 ArG)

Ist ei­ne Ver­set­zung nach Ar­ti­kel 64 Ab­satz 3 nicht mög­lich, darf die be­trof­fe­ne Frau im von der Ge­fahr be­trof­fe­nen Be­trieb oder Be­triebs­teil nicht mehr be­schäf­tigt wer­den.


1 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 30. April 2014, in Kraft seit 1. Ju­ni 2014 (AS 2014 999).

Art. 66 Untertagearbeiten in Bergwerken

(Art. 36a ArG)

Frau­en dür­fen nicht für Un­ter­ta­ge­ar­bei­ten in Berg­wer­ken be­schäf­tigt wer­den, aus­ser für:2

a.
wis­sen­schaft­li­che Tä­tig­kei­ten;
b.
Dienst­leis­tun­gen der ers­ten Hil­fe und der me­di­zi­ni­schen Erst­ver­sor­gung;
c.
kurz­fris­ti­ge Tä­tig­kei­ten im Rah­men ei­ner ge­re­gel­ten Be­rufs­aus­bil­dung; oder
d.
kurz­fris­ti­ge Tä­tig­kei­ten nicht hand­werk­li­cher Art.

1 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 30. April 2014, in Kraft seit 1. Ju­ni 2014 (AS 2014 999).
2 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 30. April 2014, in Kraft seit 1. Ju­ni 2014 (AS 2014 999).

6. Kapitel: Besondere Pflichten der Arbeitgeber und Arbeitnehmer

1. Abschnitt: Betriebsordnung

Art. 67 Vereinbarte oder erlassene Betriebsordnung

(Art. 37 ArG)

1Als frei ge­wählt gilt die Ar­beit­neh­mer­ver­tre­tung, wenn die Wahl nach den Grund­sät­zen der Ar­ti­kel 5-7 des Mit­wir­kungs­ge­set­zes vom 17. De­zem­ber 19931 er­folgt ist.

2Wird die Be­triebs­ord­nung vom Ar­beit­ge­ber er­las­sen, so ist der Ent­wurf im Be­trieb gut sicht­bar an­zu­schla­gen oder den Ar­beit­neh­mern und Ar­beit­neh­me­rin­nen aus­zu­hän­di­gen. In­nert vier Wo­chen kön­nen die Ar­beit­neh­mer oder Ar­beit­neh­me­rin­nen schrift­lich da­zu Stel­lung neh­men oder sie sind vom Ar­beit­ge­ber münd­lich an­zu­hö­ren.


Art. 68 Bekanntmachung der Betriebsordnung

(Art. 39 ArG)

1Die Be­triebs­ord­nung ist im Be­trieb gut sicht­bar an­zu­schla­gen oder den Ar­beit­neh­mern oder Ar­beit­neh­me­rin­nen aus­zu­hän­di­gen.

2Die Be­triebs­ord­nung ist der kan­to­na­len Be­hör­de zu­zu­stel­len.1


1 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 24. April 2002, in Kraft seit 1. Ju­ni 2002 (AS 2002 1347).

2. Abschnitt: Weitere Pflichten gegenüber Arbeitnehmern und Arbeitnehmerinnen

Art. 69 Bekanntgabe der Arbeitszeiten und der Schutzvorschriften

(Art. 47 Abs. 1 ArG)

1Bei der Pla­nung für die im Be­trieb mass­ge­bli­chen Ar­beits­zei­ten, wie Rah­men­ein­satz­zei­ten, Pi­kett­dienst, Ein­satz­plä­ne, be­wil­lig­te Stun­den­plä­ne und de­ren Än­de­run­gen sind die Ar­beit­neh­mer und Ar­beit­neh­me­rin­nen bei­zu­zie­hen. Über den Zeit­punkt der kon­kre­ten Ein­füh­rung der mass­ge­bli­chen Ar­beits­zei­ten sind die Ar­beit-neh­mer und Ar­beit­neh­me­rin­nen mög­lichst früh­zei­tig zu in­for­mie­ren, in der Re­gel zwei Wo­chen vor ei­nem ge­plan­ten Ein­satz mit neu­en Ar­beits­zei­ten.

2Be­son­de­re Schutz­vor­schrif­ten nach Ar­ti­kel 47 Ab­satz 1 Buch­sta­be b des Ge­set­zes sind die Vor­schrif­ten des Ge­set­zes und die­ser Ver­ord­nung über den Ju­gend­schutz, die Mut­ter­schaft und die zu ge­wäh­ren­den Aus­gleichs­ru­he­zei­ten für ge­leis­te­te Nacht­ar­beit.

Art. 70 Information und Anleitung der Arbeitnehmer

(Art. 48 ArG)

1Der Ar­beit­ge­ber muss da­für sor­gen, dass al­le in sei­nem Be­trieb be­schäf­tig­ten Ar­beit­neh­mer und Ar­beit­neh­me­rin­nen, ein­sch­liess­lich der dort tä­ti­gen Ar­beit­neh­mer und Ar­beit­neh­me­rin­nen ei­nes an­dern Be­trie­bes, aus­rei­chend und an­ge­mes­sen in­for­miert und an­ge­lei­tet wer­den über die Or­ga­ni­sa­ti­on der Ar­beits­zeit, die Ge­stal­tung der Stun­den­plä­ne und die bei Nacht­ar­beit vor­ge­se­he­nen Mass­nah­men im Sin­ne von Ar­ti­kel 17e des Ge­set­zes. Die­se An­lei­tung hat im Zeit­punkt des Stel­len­an­tritts und bei je­der Än­de­rung der Ar­beits­be­din­gun­gen zu er­fol­gen und ist nö­ti­gen­falls zu wie­der­ho­len.

2Die In­for­ma­ti­on und die An­lei­tung müs­sen wäh­rend der Ar­beits­zeit er­fol­gen und dür­fen nicht zu Las­ten der Ar­beit­neh­mer und Ar­beit­neh­me­rin­nen ge­hen.

Art. 71 Beizug der Arbeitnehmer

(Art. 48 und 6 Abs. 3 ArG)

1Die Ar­beit­neh­mer und Ar­beit­neh­me­rin­nen oder ih­re Ver­tre­tung im Be­trieb sind vor­gän­gig über Be­su­che der Voll­zugs­be­hör­de zu in­for­mie­ren und auf ih­ren Wunsch in ge­eig­ne­ter Form zu Ab­klä­run­gen und Be­triebs­be­su­chen der­sel­ben bei­zu­zie­hen. Bei un­an­ge­mel­de­ten Be­triebs­be­su­chen sind die Ar­beit­neh­mer und Ar­beit­neh­me­rin­nen eben­falls bei­zu­zie­hen.

2Der Ar­beit­ge­ber hat den Ar­beit­neh­mern und Ar­beit­neh­me­rin­nen oder de­ren Ver­tre­tung im Be­trieb von An­ord­nun­gen der Voll­zugs­be­hör­de Kennt­nis zu ge­ben.

3. Abschnitt: Pflichten gegenüber Vollzugs- und Aufsichtsorganen

Art. 72 Zutritt zum Betrieb

(Art. 45 ArG)

1Der Ar­beit­ge­ber hat den Voll­zugs- und Auf­sichts­or­ga­nen Zu­tritt zu al­len Räu­men des Be­trie­bes, mit Ein­schluss der Ess-, Auf­ent­halts- und Un­ter­kunfts­räu­me, zu ge­wäh­ren.

2Die Voll­zugs- und Auf­sichts­or­ga­ne sind be­fugt, im Rah­men ih­rer Auf­ga­ben den Ar­beit­ge­ber und, oh­ne An­we­sen­heit von Dritt­per­so­nen, die im Be­trieb be­schäf­tig­ten Ar­beit­neh­mer und Ar­beit­neh­me­rin­nen über die Durch­füh­rung des Ge­set­zes, der Ver­ord­nun­gen und der Ver­fü­gun­gen zu be­fra­gen.

Art. 73 Verzeichnisse und andere Unterlagen

(Art. 46 ArG)

1Die Ver­zeich­nis­se und Un­ter­la­gen ha­ben al­le An­ga­ben zu ent­hal­ten, die für den Voll­zug des Ge­set­zes not­wen­dig sind, na­ment­lich müs­sen dar­aus er­sicht­lich sein:

a.
die Per­so­na­li­en der Ar­beit­neh­mer und der Ar­beit­neh­me­rin­nen;
b.
die Art der Be­schäf­ti­gung so­wie Ein- und Aus­tritt der Ar­beit­neh­mer oder der Ar­beit­neh­me­rin­nen;
c.
die ge­leis­te­te (täg­li­che und wö­chent­li­che) Ar­beits­zeit in­kl. Aus­gleichs- und Über­zeit­ar­beit so­wie ih­re La­ge;
d.
die ge­währ­ten wö­chent­li­chen Ru­he- oder Er­satz­ru­he­tage, so­weit die­se nicht re­gel­mäs­sig auf einen Sonn­tag fal­len;
e.
die La­ge und Dau­er der Pau­sen von ei­ner hal­b­en Stun­de und mehr;
f.
die be­trieb­li­chen Ab­wei­chun­gen von der Tag-, Nacht- und Sonn­tags­de­fi­ni­ti­on nach den Ar­ti­keln 10, 16 und 18 des Ge­set­zes;
g.
Re­ge­lun­gen über den Zeit­zu­schlag nach Ar­ti­kel 17b Ab­sät­ze 2 und 3 des Ge­set­zes;
h.
die nach Ge­setz ge­schul­de­ten Lohn- und/oder Zeit­zu­schlä­ge;
i.
die Er­geb­nis­se der me­di­zi­ni­schen Ab­klä­run­gen hin­sicht­lich der Eig­nung oder Nicht­eig­nung bei Nacht­ar­beit oder Mut­ter­schaft;.
j.
das Vor­lie­gen von Aus­schluss­grün­den oder die Er­geb­nis­se der Ri­si­ko­be­ur­tei­lung bei Mut­ter­schaft und ge­stützt dar­auf ge­trof­fe­ne be­trieb­li­che Mass­nah­men.

2Ver­zeich­nis­se und an­de­re Un­ter­la­gen sind nach Ab­lauf ih­rer Gül­tig­keit für min­des­tens fünf Jah­re auf­zu­be­wah­ren.

3Die Voll­zugs- und Auf­sichts­or­ga­ne kön­nen Ein­sicht neh­men in wei­te­re Ver­zeich­nis­se und Un­ter­la­gen, so­weit das für die Er­fül­lung ih­rer Auf­ga­ben not­wen­dig ist. So­fern es für die Er­mitt­lung not­wen­dig ist, kann die zu­stän­di­ge Be­hör­de die­se Un­ter­la­gen und Ver­zeich­nis­se mit­neh­men. Nach Ab­schluss der Er­mitt­lun­gen sind die­se dem Ar­beit­ge­ber zu­rück­zu­ge­ben.

Art. 73a Verzicht auf die Arbeitszeiterfassung

(Art. 46 ArG)

1Die So­zi­al­part­ner kön­nen in ei­nem Ge­samt­ar­beits­ver­trag vor­se­hen, dass in den Ver­zeich­nis­sen und Un­ter­la­gen die An­ga­ben nach Ar­ti­kel 73 Ab­satz 1 Buch­sta­ben c-e und h nicht ent­hal­ten sein müs­sen, so­fern die be­trof­fe­nen Ar­beit­neh­mer und Ar­beit­neh­me­rin­nen:

a.
bei ih­rer Ar­beit über ei­ne gros­se Au­to­no­mie ver­fü­gen und ih­re Ar­beits­zei­ten mehr­heit­lich sel­ber fest­set­zen kön­nen;
b.
über ein Brut­to­jah­res­ein­kom­men, ein­sch­liess­lich Bo­ni, von mehr als 120 000 Fran­ken ver­fü­gen, wo­bei sich die­ser Be­trag bei Teil­zeit­an­stel­lung an­teils­mäs­sig re­du­ziert; und
c.
schrift­lich in­di­vi­du­ell ver­ein­bart ha­ben, dass sie auf die Ar­beits­zei­ter­fas­sung ver­zich­ten.

2Die Hö­he des Be­trags nach Ab­satz 1 Buch­sta­be b wird an die Ent­wick­lung des Höchst­be­trags des ver­si­cher­ten Ver­diensts nach dem UVG an­ge­passt.

3Der Ar­beit­neh­mer oder die Ar­beit­neh­me­rin oder der Ar­beit­ge­ber kann die Ver­ein­ba­rung nach Ab­satz 1 Buch­sta­be c jähr­lich wi­der­ru­fen.

4Der Ge­samt­ar­beits­ver­trag muss von der Mehr­heit der re­prä­sen­ta­ti­ven Ar­beit­neh­mer­or­ga­ni­sa­tio­nen, ins­be­son­de­re der Bran­che oder des Be­triebs, un­ter­zeich­net sein und muss Fol­gen­des vor­se­hen:

a.
be­son­de­re Mass­nah­men für den Ge­sund­heits­schutz und die Ein­hal­tung der ge­setz­lich fest­ge­schrie­be­nen Ru­he­zei­ten;
b.
die Ver­pflich­tung des Ar­beit­ge­bers zur Be­zeich­nung ei­ner in­ter­nen An­lauf­stel­le für Fra­gen zu den Ar­beits­zei­ten.

5Der Ar­beit­ge­ber hat den Ge­samt­ar­beits­ver­trag und die in­di­vi­du­el­len Ver­zichts­ver­ein­ba­run­gen so­wie ein Ver­zeich­nis der Ar­beit­neh­mer und Ar­beit­neh­me­rin­nen, die auf die Ar­beits­zei­ter­fas­sung ver­zich­tet ha­ben, mit der An­ga­be ih­rer Brut­to­jah­res­ein­kom­men den Voll­zugs- und Auf­sichts­or­ga­nen zur Ver­fü­gung zu hal­ten.


1 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 4. Nov. 2015, in Kraft seit 1. Jan. 2016 (AS 2015 4809).

Art. 73b Vereinfachte Arbeitszeiterfassung

(Art. 46 ArG)

1Die Ar­beit­neh­mer­ver­tre­tung ei­ner Bran­che oder ei­nes Be­triebs oder, wo ei­ne sol­che nicht be­steht, die Mehr­heit der Ar­beit­neh­mer und Ar­beit­neh­me­rin­nen ei­nes Be­triebs kann mit dem Ar­beit­ge­ber ver­ein­ba­ren, dass für Ar­beit­neh­mer und Ar­beit­neh­me­rin­nen, die ih­re Ar­beits­zei­ten zu ei­nem nam­haf­ten Teil sel­ber fest­set­zen kön­nen, ein­zig die ge­leis­te­te täg­li­che Ar­beits­zeit er­fasst wer­den muss. Bei Nacht- und Sonn­tags­ar­beit sind zu­sätz­lich An­fang und En­de die­ser Ar­beitse­insät­ze zu do­ku­men­tie­ren.

2Die Ver­ein­ba­rung muss Fol­gen­des fest­le­gen:

a.
die Ar­beit­neh­mer­ka­te­go­ri­en, für wel­che die ver­ein­fach­te Ar­beits­zei­ter­fas­sung gilt;
b.
be­son­de­re Be­stim­mun­gen zur Ein­hal­tung der Ar­beits­zeit- und Ru­he­zeit­be­stim­mun­gen;
c.
ein pa­ri­tä­ti­sches Ver­fah­ren, mit dem die Ein­hal­tung der Ver­ein­ba­rung über­prüft wird.

3In Be­trie­ben mit we­ni­ger als 50 Ar­beit­neh­mern und Ar­beit­neh­me­rin­nen kann die ver­ein­fach­te Ar­beits­zei­ter­fas­sung nach Ab­satz 1 auch in­di­vi­du­ell zwi­schen dem Ar­beit­ge­ber und dem Ar­beit­neh­mer oder der Ar­beit­neh­me­rin schrift­lich ver­ein­bart wer­den. In der Ver­ein­ba­rung ist auf die gel­ten­den Ar­beits- und Ru­he­zeit­be­stim­mun­gen hin­zu­wei­sen. Zu­sätz­lich muss jähr­lich ein End­jah­res­ge­spräch zur Ar­beits­be­las­tung ge­führt und do­ku­men­tiert wer­den.

4Den be­trof­fe­nen Ar­beit­neh­mern und Ar­beit­neh­me­rin­nen steht es frei, trotz Vor­lie­gens ei­ner Ver­ein­ba­rung die An­ga­ben nach Ar­ti­kel 73 Ab­satz 1 Buch­sta­ben c-e auf­zu­zeich­nen. Der Ar­beit­ge­ber hat da­für ein ge­eig­ne­tes In­stru­ment zur Ver­fü­gung zu stel­len.


1 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 4. Nov. 2015, in Kraft seit 1. Jan. 2016 (AS 2015 4809).

Art. 74 Altersausweis

(Art. 29 Abs. 4 ArG)

1Für al­le Ju­gend­li­chen hat der Ar­beit­ge­ber einen Al­ters­aus­weis zur Ver­fü­gung der Voll­zugs- und Auf­sichts­be­hör­den zu hal­ten.

2Der Al­ters­aus­weis wird vom Zi­vil­stands­be­am­ten des Ge­burts- oder Hei­mator­tes, für nicht in der Schweiz ge­bo­re­ne Aus­län­der und Aus­län­de­rin­nen von der zu­stän­di­gen Po­li­zei­be­hör­de un­ent­gelt­lich aus­ge­stellt.

7. Kapitel: Aufgaben und Organisation der Behörden

1. Abschnitt: Bund

Art. 75 SECO

(Art. 42 Abs. 3 ArG)

1Das SE­CO ist die Fach­stel­le des Bun­des für den Ar­beit­neh­mer­schutz. Es hat na­ment­lich fol­gen­de Auf­ga­ben:1

a.
Es be­auf­sich­tigt und ko­or­di­niert die Durch­füh­rung des Ge­set­zes durch die Kan­to­ne und sorgt für ei­ne ein­heit­li­che Rechts­an­wen­dung.
b.
Es stellt die Wei­ter- und Fort­bil­dung der Voll­zugs­be­hör­den si­cher.
c.
Es berät und in­for­miert die kan­to­na­len Voll­zugs­be­hör­den so­wie die Ar­beit­ge­ber- und Ar­beit­neh­mer­ver­bän­de bei der An­wen­dung des Ge­set­zes und der Ver­ord­nun­gen so­wie in all­ge­mei­nen Be­lan­gen des Ar­beit­neh­mer­schut­zes auch an­de­re in­ter­es­sier­te oder be­trof­fe­ne Or­ga­ni­sa­tio­nen.
d.
Es be­schafft In­for­ma­tio­nen auf dem Ge­biet des Ar­beit­neh­mer­schut­zes.
e.
Es stellt Fach­leu­te und nö­ti­ge In­fra­struk­tu­ren für die Be­ur­tei­lung und Lö­sung kom­ple­xer Fra­gen, Pro­ble­me und Vor­fäl­le be­reit.
f.
Es un­ter­sucht Grund­satz- und Spe­zi­al­fra­gen aus dem Be­reich des Ar­beit­neh­mer­schut­zes und klärt Fäl­le ab, die von all­ge­mei­ner Be­deu­tung sind.
g.
Es un­ter­stützt die Be­mü­hun­gen zur För­de­rung des Ge­sund­heits­schut­zes am Ar­beits­platz und es in­iti­iert und för­dert For­schungs­vor­ha­ben zum The­ma Ar­beit und Ge­sund­heit.
h.
Es nimmt im Be­reich des Ar­beit­neh­mer­schut­zes die Auf­ga­ben der Öf­fent­lich­keits­ar­beit so­wie die in­ter­na­tio­na­len Kon­tak­te wahr.
i.
Es voll­zieht das Ge­setz und sei­ne Ver­ord­nun­gen in den Be­trie­ben und Ver­wal­tun­gen des Bun­des.
j.
Es führt das Plan­ge­neh­mi­gungs­ver­fah­ren nach den Ar­ti­keln 7 und 8 des Ge­set­zes im ko­or­di­nier­ten Bun­des­ver­fah­ren nach Ar­ti­kel 62a-62c des Re­gie­rungs- und Ver­wal­tungs­or­ga­ni­sa­ti­ons­ge­set­zes vom 21. März 19972 durch.

2So­weit es die Auf­ga­ben nach Ab­satz 1 er­for­dern, hat das SE­CO Zu­tritt zu al­len Be­trie­ben.

3Das SE­CO kann auf Ge­such hin ge­gen Er­satz der Kos­ten ganz oder teil­wei­se Auf­ga­ben ei­nes Kan­tons über­neh­men, wenn die­ser man­gels per­so­nel­ler, fach­li­cher oder sach­li­cher Mit­tel sei­ne Auf­ga­ben nicht er­fül­len kann.

4Für Ge­su­che, Be­wil­li­gun­gen und Ge­neh­mi­gun­gen kann das SE­CO ein­heit­li­che For­mu­la­re vor­schrei­ben.


1 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 24. April 2002, in Kraft seit 1. Ju­ni 2002 (AS 2002 1347).
2 SR 172.010

Art. 76


1 Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I der V vom 6. Ju­li 2011, mit Wir­kung seit 1. Aug. 2011 (AS 2011 3381).

Art. 77 Verfügungen des SECO und Ersatzmassnahmen

(Art. 42, 50, 51 und 53 ArG)

1Das SE­CO kann in sei­nem Auf­ga­ben­be­reich ge­gen­über dem Ar­beit­ge­ber Ver­fü­gun­gen er­las­sen und ihn auf­for­dern, die not­wen­di­gen Mass­nah­men zur Her­bei­füh­rung des ge­setz­mäs­si­gen Zu­stan­des zu tref­fen. Ist Ge­fahr im Ver­zug, kön­nen Ver­fü­gun­gen im Sin­ne vor­sorg­li­cher Mass­nah­men ge­trof­fen wer­den.

2Die in Ab­satz 1 ge­nann­ten Ver­fü­gun­gen sind schrift­lich zu er­öff­nen; vor­sorg­li­che Mass­nah­men sind nach­träg­lich zu be­stä­ti­gen und zu be­grün­den. Dem Ar­beit­ge­ber ist ei­ne Frist an­zu­set­zen, in­nert der er den ge­setz­mäs­si­gen Zu­stand her­bei­zu­füh­ren und dar­über Be­richt zu er­stat­ten hat.

3Kommt der Ar­beit­ge­ber nicht in­nert der ge­setz­ten Frist den Ver­fü­gun­gen und an­ge­ord­ne­ten Mass­nah­men nach, so er­greift das SE­CO die zur Durch­set­zung not­wen­di­gen Mass­nah­men un­ter Kos­ten- und Straf­fol­ge für den Ar­beit­ge­ber.

4...1


1 Auf­ge­ho­ben durch Ziff. IV 37 der V vom 22. Aug. 2007 zur for­mel­len Be­rei­ni­gung des Bun­des­rechts, mit Wir­kung seit 1. Jan. 2008 (AS 2007 4477).

Art. 78 Massnahmen der Oberaufsicht

(Art. 42 ArG)

Un­ter­lässt die kan­to­na­le Voll­zugs­be­hör­de ei­ne not­wen­di­ge Amts­hand­lung oder wi­der­spre­chen Ver­fü­gun­gen ganz oder teil­wei­se dem Ge­setz, so er­teilt das SE­CO die nö­ti­gen Wei­sun­gen. Ist Ge­fahr im Ver­zug oder lie­gen er­heb­li­che Rechts­gü­ter­ver­let­zun­gen vor, trifft das SE­CO von sich aus die nö­ti­gen Mass­nah­men zur Her­bei­füh­rung des ge­setz­mäs­si­gen Zu­stan­des.

2. Abschnitt: Kantone

Art. 79 Aufgaben

(Art. 41 ArG)

1So­weit der Voll­zug des Ge­set­zes und der Ver­ord­nun­gen nicht dem Bun­de vor­be­hal­ten ist, neh­men die kan­to­na­len Be­hör­den die­sen wahr; ins­be­son­de­re ha­ben sie:

a.
Kon­trol­len in den Be­trie­ben über die Ein­hal­tung der Vor­schrif­ten des Ge­set­zes und der Ver­ord­nun­gen durch­zu­füh­ren;
b.
Ar­beit­ge­ber und Ar­beit­neh­mer, Bau­her­ren, Pla­ner und an­de­re mit Auf­ga­ben des Ar­beits­ge­set­zes be­trau­te Per­so­nen in Fra­gen der An­wen­dung des Ge­set­zes und der Ver­ord­nun­gen zu be­ra­ten;
c.
Ar­beit­ge­ber, Ar­beit­neh­mer, de­ren Or­ga­ni­sa­tio­nen so­wie wei­te­re Fa­ch­or­ga­ni­sa­tio­nen und an­de­re in­ter­es­sier­te Stel­len über ak­tu­el­le Fra­gen und Ent­wick­lun­gen zu in­for­mie­ren.

2Die Kan­to­ne sor­gen da­für, dass:

a.
gut aus­ge­bil­de­te Auf­sichts­per­so­nen in ei­ner für die Er­fül­lung der ge­setz­li­chen Auf­ga­ben ge­nü­gen­den Zahl ein­ge­setzt wer­den;
b.
weib­li­ches Auf­sichts­per­so­nal für spe­zi­fi­sche Frau­en­an­lie­gen ein­ge­setzt wird oder bei­ge­zo­gen wer­den kann;
c.
den Auf­sichts­per­so­nen die nö­ti­gen Kom­pe­ten­zen und Sach­mit­tel ein­ge­räumt wer­den; und
d.
das An­stel­lungs­ver­hält­nis der Auf­sichts­per­so­nen die­sen die nö­ti­ge Ste­tig­keit bei ih­rer Be­schäf­ti­gung er­laubt und die Wah­rung ih­rer Un­ab­hän­gig­keit ge­währ­leis­tet.

3Das SE­CO er­lässt Richt­li­ni­en hin­sicht­lich des Aus- und Wei­ter­bil­dungs­stan­dards und der An­zahl der zu be­schäf­ti­gen­den Auf­sichts­per­so­nen pro Kan­ton in Ab­hän­gig­keit der An­zahl Be­trie­be und der zu er­fül­len­den ge­setz­li­chen Auf­ga­ben so­wie ih­rer Kom­ple­xi­tät.

Art. 80 Mitteilungen und Berichterstattung

(Art. 41 ArG)

1Die Kan­to­ne ha­ben dem SE­CO mit­zu­tei­len:

a.
die nach Ar­ti­kel 41 Ab­satz 1 des Ge­set­zes be­zeich­ne­ten Voll­zugs­be­hör­den so­wie die kan­to­na­len Re­kurs­be­hör­den;
b.
die nach Ar­ti­kel 20a Ab­satz 1 des Ge­set­zes den Sonn­ta­gen gleich­ge­stell­ten Fei­er­ta­ge;
c.
die ge­stützt auf das Ge­setz er­las­se­nen kan­to­na­len Voll­zugs­er­las­se wie je­de Än­de­rung der­sel­ben;
d.
Ent­schei­de über Ver­wal­tungs­mass­nah­men, Stra­f­ur­tei­le und Ein­stel­lungs­be­schlüs­se in voll­stän­di­ger und be­grün­de­ter Aus­fer­ti­gung.

2Die Kan­to­ne lie­fern dem SE­CO jähr­lich die für die Be­richt­er­stat­tung an das in­ter­na­tio­na­le Ar­beitsamt so­wie die zur Wahr­neh­mung der Ober­auf­sicht nö­ti­gen An­ga­ben.

3Die vom SE­CO ver­lang­ten An­ga­ben sind die­sem in­nert drei Mo­na­ten nach Ab­lauf des Be­richts­jah­res ein­zu­rei­chen.

4Die kan­to­na­le Be­hör­de hat dem SE­CO ei­ne Aus­fer­ti­gung der er­teil­ten Ar­beits­zeit­be­wil­li­gun­gen zu­zu­stel­len und ihm Kennt­nis zu ge­ben von ih­ren Ver­fü­gun­gen und Mass­nah­men, die sie nach den Ar­ti­keln 51 Ab­sät­ze 2 und 3 so­wie 52 und 53 des Ge­set­zes ge­trof­fen hat.1


1 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 24. April 2002, in Kraft seit 1. Ju­ni 2002 (AS 2002 1347).

3. Abschnitt: Eidgenössische Arbeitskommission

Art. 81

(Art. 43 ArG)

1Die Eid­ge­nös­si­sche Ar­beits­kom­mis­si­on be­steht aus 19 Mit­glie­dern. In der Kom­mis­si­on sind ver­tre­ten:

a.
die Kan­to­ne mit zwei Mit­glie­dern;
b.
die Wis­sen­schaft mit zwei Mit­glie­dern;
c.
die Ar­beit­ge­ber­ver­bän­de und die Ar­beit­neh­mer­ver­bän­de mit je sie­ben Mit­glie­dern;
d.
die Frau­en­or­ga­ni­sa­tio­nen mit ei­nem Mit­glied.1

2Den Vor­sitz führt der Di­rek­tor oder die Di­rek­to­rin für Ar­beit im Staats­se­kre­ta­ri­at für Wirt­schaft oder der Stell­ver­tre­ter oder die Stell­ver­tre­te­rin.

3Die Mit­glie­der wer­den für die je­wei­li­ge Dau­er der für die Bun­des­be­hör­den gel­ten­den Amts­pe­ri­ode ge­wählt.

4Die Kom­mis­si­on kann für die Be­hand­lung be­stimm­ter Fra­gen Aus­schüs­se be­stel­len und Sach­ver­stän­di­ge bei­zie­hen.

5Das Ge­schäfts­re­gle­ment der Kom­mis­si­on wird in ih­rem Ein­ver­neh­men vom WBF er­las­sen.


1 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 6. Ju­li 2011, in Kraft seit 1. Aug. 2011 (AS 2011 3381).

8. Kapitel: Datenschutz und Datenverwaltung

1. Abschnitt: Schweigepflicht, Datenbekanntgabe und Auskunftsrecht

Art. 82 Schweigepflicht

(Art. 44 ArG)

1Die Schwei­ge­pflicht nach Ar­ti­kel 44 des Ge­set­zes er­streckt sich auf die Auf­sichts- und Voll­zugs­be­hör­den des Ge­set­zes, die Mit­glie­der der Eid­ge­nös­si­schen Ar­beits­kom­mis­si­on, bei­ge­zo­ge­ne Sach­ver­stän­di­ge und Fach­in­spek­to­ren.

2Wer­den Sach­ver­stän­di­ge und Fach­in­spek­to­ren bei­ge­zo­gen, sind die­se auf die Schwei­ge­pflicht ge­gen­über Drit­ten schrift­lich auf­merk­sam zu ma­chen.

Art. 83 Bekanntgabe von besonders schützenswerten Personendaten

(Art. 44a ArG)

1So­weit die Da­ten­be­kannt­ga­be der be­trof­fe­nen Per­son nicht aus­drück­lich mit­ge­teilt wur­de oder ihr nicht aus den Um­stän­den er­sicht­lich ist, muss die be­trof­fe­ne Per­son über die Be­kannt­ga­be und den tat­säch­li­chen Um­fang der Per­so­nen­da­ten in­for­miert wer­den und es ist ihr Ge­le­gen­heit ein­zuräu­men, sich da­zu zu äus­sern.

2Auf die Ein­räu­mung des recht­li­chen Ge­hörs vor der Da­ten­be­kannt­ga­be kann ver­zich­tet wer­den, wenn die Ge­fahr be­steht, dass Rechts­an­sprü­che oder wich­ti­ge In­ter­es­sen Drit­ter be­ein­träch­tigt oder die Er­fül­lung ge­setz­li­cher Auf­ga­ben ver­ei­telt wer­den, oder wenn der Be­trof­fe­ne in­nert Frist nicht rea­giert oder un­auf­find­bar ist.

3Ei­ne ge­ne­rel­le Da­ten­be­kannt­ga­be be­son­ders schüt­zens­wer­ter Per­so­nen­da­ten er­folgt al­lein zu sta­tis­ti­schen Zwe­cken des Bun­des­am­tes für Sta­tis­tik, so­fern sich die­ses für die nach­ge­frag­ten In­for­ma­tio­nen auf ei­ne ge­setz­li­che Grund­la­ge mit klar um­schrie­be­nem Auf­ga­ben­pro­fil be­ru­fen kann, und die Da­ten­wei­ter­ga­be an Drit­te nicht oder nur in an­ony­mi­sier­ter Form mög­lich ist.

4Die Ein­wil­li­gung der be­trof­fe­nen Per­son nach Ar­ti­kel 44a Ab­satz 2 des Ge­set­zes wird vor­aus­ge­setzt, wenn die Da­ten­be­kannt­ga­be von gros­ser Dring­lich­keit für den Adres­sa­ten ist, die­se im In­ter­es­se der be­trof­fe­nen Per­son er­folgt und ei­ne Stel­lung­nah­me der be­trof­fe­nen Per­son nicht in­nert nütz­li­cher Frist er­fol­gen kann.

Art. 84 Bekanntgabe bei nicht besonders schützenswerten Personendaten

(Art. 44a ArG)

1Die ge­ne­rel­le Be­kannt­ga­be von nicht be­son­ders schüt­zens­wer­ten Per­so­nen­da­ten er­folgt an die Voll­zugs- und Auf­sichts­be­hör­den des Ar­beits- und Un­fall­ver­si­che­rungs­ge­set­zes.

2Im Ein­zel­fall kön­nen auf be­grün­de­tes Ge­such hin auch an Drit­te nicht be­son­ders schüt­zens­wer­te Per­so­nen­da­ten be­kannt ge­ge­ben wer­den, wenn ein öf­fent­li­ches oder ein er­heb­li­ches pri­va­tes In­ter­es­se gel­tend ge­macht wer­den kann.

2. Abschnitt: Informations- und Dokumentationssysteme

Art. 85 Informations- und Dokumentationssystem des Bundes

(Art. 44b ArG, Art. 96 UVG)

1Das SE­CO führt im Rah­men sei­ner Auf­sichts- und Voll­zug­stä­tig­kei­ten ein au­to­ma­ti­sier­tes In­for­ma­ti­ons- und Do­ku­men­ta­ti­ons­sys­tem für:

a.
die Ar­beits­zeit­be­wil­li­gun­gen;
b.
die Plan­ge­neh­mi­gungs­ver­fah­ren nach Ar­ti­kel 7 Ab­satz 4 des Ge­set­zes;
c.
die ar­beits­recht­li­che Da­ten­bank, die all­ge­mei­ne In­for­ma­tio­nen zum öf­fent­li­chen und pri­va­ten Ar­beits­recht ent­hält;
d.
die Voll­zugs­da­ten­bank der Eid­ge­nös­si­schen Ko­or­di­na­ti­ons­kom­mis­si­on für Ar­beits­si­cher­heit (EKAS), die Da­ten aus der In­spek­ti­ons­tä­tig­keit der Durch­füh­rungs­or­ga­ne des Ge­set­zes und des UVG ent­hält;
e.
die Be­triebs­be­su­che;
f.
die Adress­ver­wal­tung.

2Das Sys­tem ent­hält zu je­dem Be­trieb:

a.
den Na­men, die Adres­se und die Iden­ti­fi­ka­ti­ons­num­mer;
b.
den Sta­tus (in­dus­tri­ell oder nicht in­dus­tri­ell);
c.
die Art der wirt­schaft­li­chen Tä­tig­keit;
d.
das Da­tum der Auf­nah­me in das Sys­tem so­wie das Da­tum der Lö­schung.

3Das Sys­tem kann au­ßer­dem ent­hal­ten:

a.
Plä­ne, Plan­be­schrei­bun­gen, Plan­ge­neh­mi­gun­gen und Be­triebs­be­wil­li­gun­gen im Rah­men der Ver­fah­ren nach Ar­ti­kel 7 Ab­satz 4 des Ge­set­zes;
b.
Pro­to­kol­le über Be­triebs­be­su­che;
c.
den Grund des Ein­trags;
d.
Ver­fü­gun­gen, Ri­si­ko­be­ur­tei­lun­gen, Gut­ach­ten, An­zei­gen und Stra­f­ur­tei­le.

1 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 6. Mai 2009, in Kraft seit 1. Ju­ni 2009 (AS 2009 2399).

Art. 86 Informations- und Dokumentationssysteme der Kantone

(Art. 44b ArG)

1Die kan­to­na­le Be­hör­de führt im Rah­men ih­rer Auf­sichts- und Voll­zug­stä­tig­kei­ten ein In­for­ma­ti­ons- und Do­ku­men­ta­ti­ons­sys­tem für in­dus­tri­el­le Be­trie­be.

2Das Sys­tem ent­hält zu je­dem in­dus­tri­el­len Be­trieb:
a.
die Da­ten nach Ar­ti­kel 85 Ab­satz 2;
b.
die An­ga­be, nach wel­chem Buch­sta­ben von Ar­ti­kel 5 Ab­satz 2 des Ge­set­zes der Be­trieb un­ter­stellt wur­de;
c.
Plä­ne, Plan­be­schrei­bun­gen, Plan­ge­neh­mi­gun­gen und Be­triebs­be­wil­li­gun­gen.

1 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 6. Mai 2009, in Kraft seit 1. Ju­ni 2009 (AS 2009 2399)

Art. 87 Datenaustausch und -sicherheit

(Art. 44 Abs. 2, 44a und 44b ArG)

1Die Be­hör­den des Bun­des und der Kan­to­ne, die für den Voll­zug des Ge­set­zes oder des UVG zu­stän­dig sind, tau­schen ih­re Da­ten ge­gen­sei­tig aus, so­weit es für die Er­fül­lung ih­rer Auf­ga­ben nö­tig ist. Die kan­to­na­le Be­hör­de teilt dem SE­CO ins­be­son­de­re die Da­ten nach Ar­ti­kel 86 Ab­satz 2 Buch­sta­ben a und b um­ge­hend mit.

2Die Be­hör­den des Bun­des und der Kan­to­ne kön­nen ih­re au­to­ma­ti­sier­ten In­for­ma­ti­ons- und Do­ku­men­ta­ti­ons­sys­te­me ver­knüp­fen.

3Sie ge­wäh­ren ein­an­der, wo ei­ne sol­che Ver­knüp­fung be­steht, den Zu­griff im Ab­ruf­ver­fah­ren auf al­le nicht be­son­ders schüt­zens­wer­ten Per­so­nen­da­ten.

4Das SE­CO und die Kan­to­ne er­grei­fen die er­for­der­li­chen Mass­nah­men, da­mit un­be­fug­te Drit­te nicht auf die Da­ten zu­grei­fen kön­nen.


1 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 6. Mai 2009, in Kraft seit 1. Ju­ni 2009 (AS 2009 2399).

Art. 88 Eingabe, Mutation und Archivierung von Daten

(Art. 44b ArG)

1Die Da­ten wer­den für den Bund vom SE­CO zen­tral ver­wal­tet; für den Kan­ton er­folgt die Ver­wal­tung durch die zu­stän­di­ge Be­hör­de.

2Da­ten, die Per­so­nen be­tref­fen, sind fünf Jah­re nach Ab­lauf ih­rer Gül­tig­keit zu ver­nich­ten, so­fern sie nicht dem Bun­de­sar­chiv über­ge­ben wer­den müs­sen. Für an­ony­mi­sier­te Da­ten, die zu Zwe­cken der Pla­nung, For­schung oder Sta­tis­tik er­ar­bei­tet wor­den sind, gilt die­se Frist nicht.

Art. 89 Datenschutz

(Art. 16 Abs. 2 DSG, Art. 44-46 ArG)

Die Rech­te der Be­trof­fe­nen, ins­be­son­de­re das Aus­kunfts-, Be­rich­ti­gungs- und Lö­schungs­recht, rich­ten sich nach den Be­stim­mun­gen des Bun­des­ge­set­zes vom 19. Ju­ni 1992 über den Da­ten­schutz, so­weit das Ge­setz (ArG) kei­ne ab­wei­chen­den Be­stim­mun­gen kennt.

Art. 90 Strafbestimmung

Die Straf­ver­fol­gung für Ver­let­zun­gen des Da­ten­schut­zes und der Aus­kunfts­pflicht rich­tet sich nach dem Bun­des­ge­setz vom 19. Ju­ni 1992 über den Da­ten­schutz.

9. Kapitel: Schlussbestimmungen

1. Abschnitt: Aufhebung bisherigen Rechts

Art. 91

Die Ver­ord­nung 1 vom 14. Ja­nu­ar 19661 zum Ar­beits­ge­setz wird auf­ge­ho­ben.


1 [AS 1966 86, 1969 77 Ziff. II Bst. E Ziff. 1 368, 1972 868, 1974 1817, 1977 2367, 1978 1707, 1979 643, 1989 2483, 2000 187 Art. 22 Abs. 1 Ziff. 8]

2. Abschnitt: Übergangsbestimmungen

Art. 92 Unter altem Recht erlassene Arbeitszeitbewilligungen

Ar­beits­zeit­be­wil­li­gun­gen, die ge­stützt auf das bis­he­ri­ge Ge­setz er­las­sen wor­den sind, blei­ben bis zu ih­rem Ab­lauf in Kraft, je­doch längs­tens bis am 31. März 2003.

Art. 93


1 Auf­ge­ho­ben durch Ziff. IV 37 der V vom 22. Aug. 2007 zur for­mel­len Be­rei­ni­gung des Bun­des­rechts, mit Wir­kung seit 1. Jan. 2008 (AS 2007 4477).

3. Abschnitt: Inkrafttreten

Art. 94

1Die­se Ver­ord­nung tritt un­ter Vor­be­halt von Ab­satz 2 am 1. Au­gust 2000 in Kraft.

2Die Be­stim­mun­gen des 8. Ka­pi­tels über den Da­ten­schutz und die Da­ten­ver­wal­tung (Art. 83-91) tre­ten gleich­zei­tig mit dem Bun­des­ge­setz vom 24. März 20001 über die Schaf­fung und die An­pas­sung ge­setz­li­cher Grund­la­gen für die Be­ar­bei­tung von Per­so­nen­da­ten in Kraft.


1AS 2000 1891. Die­ses BG ist am 1. Sept. 2000 in Kraft ge­tre­ten.

Anhang

Nachweis der technischen oder wirtschaftlichen Unentbehrlichkeit von Nacht- oder Sonntagsarbeit für einzelne Arbeitsverfahren

1. Milchverarbeitung

2. Müllereien

3. Teigwarenherstellung

4. Herstellung von Bäckerei- und Konditoreiwaren

5. Bierbrauereien

6. Herstellung von Papier, beschichteten und behandelten Papieren, Karton und Zellulose

7. Druckereien

8. Kunststoffverarbeitung und Folienherstellung durch Spritzgiessen, Blasen, Extrudieren, inkl. direkt damit verbundene Veredelungsverfahren

9. Chemische, chemisch-physikalische und biologische Arbeitsverfahren

10. Textilindustrie

11. Kalk- und Zementindustrie

12. Keramische Industrie (Ziegeleien, Keramik- und Porzellanfabrikation)

13. Metallindustrie

14. Tunnel- und Stollenbau

15. Uhrenindustrie

16. Elektronikindustrie

17. Glasindustrie

A:
AHVG Bundesgesetz über die Alters- und Hinterlassenenversicherung
AHVV Verordnung über die Alters- und Hinterlassenenversicherung
AIG Bundesgesetz über die Ausländerinnen und Ausländer und über die Integration
AVIG Bundesgesetz über die obligatorische Arbeitslosenversicherung und die Insolvenzentschädigung
AVO Verordnung über die Beaufsichtigung von privaten Versicherungsunternehmen
AVO-FINMA Verordnung der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht über die Beaufsichtigung von privaten Versicherungsunternehmen
AdoV Verordnung über die Adoption
ArG Bundesgesetz über die Arbeit in Industrie, Gewerbe und Handel
ArGV 1 Verordnung 1 zum Arbeitsgesetz
AsylG Asylgesetz
B:
BBG Bundesgesetzüber die Berufsbildung
BEG Bundesgesetz über Bucheffekten
BEHG Bundesgesetz über die Börsen und den Effektenhandel
BEHV Verordnung über die Börsen und den Effektenhandel
BG-HAÜ Bundesgesetz zum Haager Adoptionsübereinkommen und über Massnahmen zum Schutz des Kindes bei internationalen Adoptionen
BG-KKE Bundesgesetz über internationale Kindesentführung und die Haager Übereinkommen zum Schutz von Kindern und Erwachsenen
BGBB Bundesgesetz über das bäuerliche Bodenrecht
BGFA Bundesgesetz über die Freizügigkeit der Anwältinnen und Anwälte
BGG Bundesgesetz über das Bundesgericht
BIV-FINMA Verordnung der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht über die Insolvenz von Banken und Effektenhändlern
BPG Bundespersonalgesetz
BPR Bundesgesetz über die politischen Rechte
BV Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft
BVG Bundesgesetz über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge
BZG Bundesgesetz über den Bevölkerungsschutz und den Zivilschutz
BankG Bundesgesetz über die Banken und Sparkassen
BankV Verordnung über die Banken und Sparkassen
BetmG Bundesgesetz über die Betäubungsmittel und die psychotropen Stoffe
BewG Bundesgesetz über den Erwerb von Grundstücken durch Personen im Ausland
BewV Verordnung über den Erwerb von Grundstücken durch Personen im Ausland
BöB Bundesgesetz über das öffentliche Beschaffungswesen
BüG Bundesgesetz über Erwerb und Verlust des Schweizer Bürgerrechts
D:
DBG Bundesgesetz über die direkte Bundessteuer
DSG Bundesgesetz über den Datenschutz
E:
EBG Eisenbahngesetz
EMRK Konvention zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten
EOG Bundesgesetz über den Erwerbsersatz für Dienstleistende und bei Mutterschaft
EOV Verordnung zum Erwerbsersatzgesetz
EÖBV Verordnung über die elektronische öffentliche Beurkundung
F:
FHG Bundesgesetz über den eidgenössischen Finanzhaushalt
FINMAG Bundesgesetz über die Eidgenössische Finanzmarktaufsicht
FKG Bundesgesetz über die Eidgenössische Finanzkontrolle
FMedG Bundesgesetz über die medizinisch unterstützte Fortpflanzung
FZG Bundesgesetz über die Freizügigkeit in der beruflichen Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge
FinfraG Bundesgesetz über die Finanzmarktinfrastrukturen und das Marktverhalten im Effekten- und Derivatehandel
FinfraV Verordnung über die Finanzmarktinfrastrukturen und das Marktverhalten im Effekten- und Derivatehandel
FinfraV-FINMA Verordnung der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht über die Finanzmarktinfrastrukturen und das Marktverhalten im Effekten- und Derivatehandel
FusG Bundesgesetz über Fusion, Spaltung, Umwandlung und Vermögensübertragung
G:
GBV Grundbuchverordnung
GSG Bundesgesetz über die von der Schweiz als Gaststaat gewährten Vorrechte, Immunitäten und Erleichterungen sowie finanziellen Beiträge
GUMG Bundesgesetz über genetische Untersuchungen beim Menschen
GeBüV Verordnung über die Führung und Aufbewahrung der Geschäftsbücher
GebV SchKG Gebührenverordnung zum Bundesgesetz über Schuldbetreibung und Konkurs
GlG Bundesgesetz über die Gleichstellung von Frau und Mann
H:
HEsÜ Übereinkommen über den internationalen Schutz von Erwachsenen
HKsÜ Übereinkommen
HRegV Handelsregisterverordnung
I:
IPRG Bundesgesetz über das Internationale Privatrecht
J:
JStG Bundesgesetz über das Jugendstrafrecht
JStPO Schweizerische Jugendstrafprozessordnung
K:
KAG Bundesgesetz über die kollektiven Kapitalanlagen
KAKV-FINMA Verordnung der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht über den Konkurs von kollektiven Kapitalanlagen
KG Bundesgesetz über Kartelle und andere Wettbewerbsbeschränkungen
KKV Verordnung über die kollektiven Kapitalanlagen
KKV-FINMA Verordnung der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht über die kollektiven Kapitalanlagen
KOV Verordnung über die Geschäftsführung der Konkursämter (KOV)
KVG Bundesgesetz über die Krankenversicherung
L:
LVG Bundesgesetz über die wirtschaftliche Landesversorgung
LugÜ Übereinkommen über die gerichtliche Zuständigkeit und die Anerkennung und Vollstreckung von Entscheidungen in Zivil- und Handelssachen
M:
MSchG Bundesgesetz über den Schutz von Marken und Herkunftsangaben
MStG Militärstrafgesetz
MWSTG Bundesgesetz über die Mehrwertsteuer
MWSTV Mehrwertsteuerverordnung
O:
OAV-SchKG Verordnung betreffend die Oberaufsicht über Schuldbetreibung und Konkurs
OHG Bundesgesetz über die Hilfe an Opfer von Straftaten
OR Bundesgesetz betreffend die Ergänzung des Schweizerischen Zivilgesetzbuches (Fünfter Teil: Obligationenrecht)
P:
PAVO Verordnung über die Aufnahme von Pflegekindern
PBV Verordnung über die Bekanntgabe von Preisen
ParlG Bundesgesetz über die Bundesversammlung
PartG Bundesgesetz über die eingetragene Partnerschaft gleichgeschlechtlicher Paare
PatGG Bundesgesetz über das Bundespatentgericht
PfG Pfandbriefgesetz
PrHG Bundesgesetz über die Produktehaftpflicht
PüG Preisüberwachungsgesetz
R:
RAG Bundesgesetz über die Zulassung und Beaufsichtigung der Revisorinnen und Revisoren
S:
SVG Strassenverkehrsgesetz
SVKG Verordnung über die Sanktionen bei unzulässigen Wettbewerbsbeschränkungen
SchKG Bundesgesetz über Schuldbetreibung und Konkurs
StBOG Bundesgesetz über die Organisation der Strafbehörden des Bundes
StG Bundesgesetz über die Stempelabgaben
StGB Schweizerisches Strafgesetzbuch
StHG Bundesgesetz über die Harmonisierung der direkten Steuern der Kantone und Gemeinden
StPO Schweizerische Strafprozessordnung
StV Verordnung über die Stempelabgaben
SuG Bundesgesetz über Finanzhilfen und Abgeltungen
U:
URG Bundesgesetz über das Urheberrecht und verwandte Schutzrechte
URV Verordnung über das Urheberrecht und verwandte Schutzrechte
UVG Bundesgesetz über die Unfallversicherung
UVV Verordnung über die Unfallversicherung
UWG Bundesgesetz gegen den unlauteren Wettbewerb
V:
VAG Bundesgesetz betreffend die Aufsicht über Versicherungsunternehmen
VASR Verordnung über die anerkannten Standards zur Rechnungslegung
VBB Verordnung über das bäuerliche Bodenrecht
VBVV Verordnung über die Vermögensverwaltung im Rahmen einer Beistandschaft oder Vormundschaft
VDSG Verordnung zum Bundesgesetz über den Datenschutz
VG Bundesgesetz über die Verantwortlichkeit des Bundes sowie seiner Behördemitglieder und Beamten
VGG Bundesgesetz über das Bundesverwaltungsgericht
VKA Verordnung über die Katastrophenhilfe im Ausland
VKV-FINMA Verordnung der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht über den Konkurs von Versicherungsunternehmen
VPAV Verordnung betreffend die Pfändung, Arrestierung und Verwertung von Versicherungsansprüchen nach dem Bundesgesetz vom 2. April 1908 über den Versicherungsvertrag
VStG Bundesgesetz über die Verrechnungssteuer
VStV Verordnung über die Verrechnungssteuer
VStrR Bundesgesetz über das Verwaltungsstrafrecht
VVAG Verordnung über die Pfändung und Verwertung von Anteilen an Gemeinschaftsvermögen
VVG Bundesgesetz über den Versicherungsvertrag
VZG Verordnung des Bundesgerichts über die Zwangsverwertung von Grundstücken
VegüV Verordnung gegen übermässige Vergütungen bei börsenkotierten Aktiengesellschaften
VeÜ-ZSSV Verordnung über die elektronische Übermittlung im Rahmen von Zivil- und Strafprozessen sowie von Schuldbetreibungs- und Konkursverfahren
VwVG Bundesgesetz über das Verwaltungsverfahren
VüKU Verordnung über die Kontrolle von Unternehmenszusammenschlüssen
VüS Verordnung über das Strafregister
W:
WG Bundesgesetz über Waffen, Waffenzubehör und Munition
Z:
ZG Zollgesetz
ZGB Schweizerisches Zivilgesetzbuch
ZPO Schweizerische Zivilprozessordnung
ZStV Zivilstandsverordnung
ZTG Zolltarifgesetz
Ü:
ÜbZ Übereinkunft betreffend Zivilprozessrecht
ÜüAVaS Übereinkommen über die Anerkennung und Vollstreckung ausländischer Schiedssprüche
ÜüRK Übereinkommen über die Rechte des Kindes
ÜüSKZGIA Übereinkommen über den Schutz von Kindern und die Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Internationalen Adoption
ÜüiZR Übereinkommen über den internationalen Zugang zur Rechtspflege
ÜüzAiK Übereinkommen über die zivilrechtlichen Aspekte internationaler Kindesentführung
C:
CC Code civil suisse
CEDH Convention de sauvegarde des droits de l'homme et des libertés fondamentales
CL Convention concernant la compétence judiciaire, la reconnaissance et l'exécution des décisions en matière civile et commerciale
CLaH 2000 Convention sur la protection internationale des adultes
CLaH 96 Convention
CO Loi fédérale complétant le Code civil suisse
CP Code pénal suisse
CPC Code de procédure civile
CPM Code pénal militaire
CPP Code de procédure pénale suisse
Caclid Convention sur les aspects civils de l'enlèvement international d'enfants
Cpecmdi Convention sur la protection des enfants et la coopération en matière d'adoption internationale
Cprlsaé Convention pour la reconnaissance et l'exécution des sentences arbitrales étrangères
Crdl Convention relative aux droits de l'enfant
Crpc Convention relative à la procédure civile
Cst. Constitution fédérale de la Confédération suisse
Ctflij Convention tendant à faciliter l'accès international à la justice
D:
DPA Loi fédérale sur le droit pénal administratif
DPMin Loi fédérale régissant la condition pénale des mineurs
L:
LAA Loi fédérale sur l'assurance-accidents
LACI Loi fédérale sur l'assurance-chômage obligatoire et l'indemnité en cas d'insolvabilité
LAGH Loi fédérale sur l'analyse génétique humaine
LAMal Loi fédérale sur l'assurance-maladie
LAP Loi fédérale sur l'approvisionnement économique du pays
LAPG Loi fédérale sur les allocations pour perte de gain en cas de service et de maternité
LAVI Loi fédérale sur l'aide aux victimes d'infractions
LAVS Loi fédérale sur l'assurance-vieillesse et survivants
LArm Loi fédérale sur les armes, les accessoires d'armes et les munitions
LAsi Loi sur l'asile
LB Loi fédérale sur les banques et les caisses d'épargne
LBVM Loi fédérale sur les bourses et le commerce des valeurs mobilières
LCA Loi fédérale sur le contrat d'assurance
LCD Loi fédérale contre la concurrence déloyale
LCF Loi fédérale sur le Contrôle fédéral des finances
LCR Loi fédérale sur la circulation routière
LCart Loi fédérale sur les cartels et autres restrictions à la concurrence
LCdF Loi fédérale sur les chemins de fer
LD Loi sur les douanes
LDA Loi fédérale sur le droit d'auteur et les droits voisins
LDFR Loi fédérale sur le droit foncier rural
LDIP Loi fédérale sur le droit international privé
LDP Loi fédérale sur les droits politiques
LEH Loi fédérale sur les privilèges, les immunités et les facilités, ainsi que sur les aides financières accordés par la Suisse en tant qu'Etat hôte
LEI Loi fédérale sur les étrangers et l'intégration
LEg Loi fédérale sur l'égalité entre femmes et hommes
LF-CLaH Loi fédérale relative à la Convention de La Haye sur l'adoption et aux mesures de protection de l'enfant en cas d'adoption internationale
LF-EEA Loi fédérale sur l'enlèvement international d'enfants et les Conventions de La Haye sur la protection des enfants et des adultes
LFAIE Loi fédérale sur l'acquisition d'immeubles par des personnes à l'étranger
LFC Loi sur les finances de la Confédération
LFINMA Loi sur l'Autorité fédérale de surveillance des marchés financiers
LFLP Loi fédérale sur le libre passage dans la prévoyance professionnelle vieillesse, survivants et invalidité
LFPr Loi fédérale sur la formation professionnelle
LFus Loi fédérale sur la fusion, la scission, la transformation et le transfert de patrimoine
LHID Loi fédérale sur l'harmonisation des impôts directs des cantons et des communes
LIA Loi fédérale sur l'impôt anticipé (LIA)
LIFD Loi fédérale sur l'impôt fédéral direct
LIMF Loi fédérale sur les infrastructures des marchés financiers et le comportement sur le marché en matière de négociation de valeurs mobilières et de dérivés*
LLCA Loi fédérale sur la libre circulation des avocats
LLG Loi sur l'émission de lettres de gage
LMP Loi fédérale sur les marchés publics
LN Loi fédérale sur l'acquisition et la perte de la nationalité suisse
LOAP Loi fédérale sur l'organisation des autorités pénales de la Confédération
LP Loi fédérale sur la poursuite pour dettes et la faillite
LPCC Loi fédérale sur les placements collectifs de capitaux*
LPD Loi fédérale sur la protection des données
LPM Loi fédérale sur la protection des marques et des indications de provenance
LPMA Loi fédérale sur la procréation médicalement assistée*
LPP Loi fédérale sur la prévoyance professionnelle vieillesse, survivants et invalidité
LPPCi Loi fédérale sur la protection de la population et sur la protection civile
LParl Loisur l'Assemblée fédérale
LPart Loi fédérale sur le partenariat enregistré entre personnes du même sexe
LPers Loi sur le personnel de la Confédération
LRCF Loi fédérale sur la responsabilité de la Confédération, des membres de ses autorités et de ses fonctionnaires
LRFP Loi fédérale sur la responsabilité du fait des produits
LSA Loi fédérale sur la surveillance des entreprises d'assurance
LSPr Loi fédérale concernant la surveillance des prix
LSR Loi fédérale sur l'agrément et la surveillance des réviseurs
LStup Loi fédérale sur les stupéfiants et les substances psychotropes
LSu Loi fédérale sur les aides financières et les indemnités
LT Loi fédérale sur les droits de timbre
LTAF Loi sur le Tribunal administratif fédéral
LTF Loi sur le Tribunal fédéral
LTFB Loi<em></em>sur le Tribunal fédéral des brevets
LTI Loi fédérale sur les titres intermédiés
LTVA Loi fédérale régissant la taxe sur la valeur ajoutée
LTaD Loi sur le tarif des douanes
LTr Loi fédérale sur le travail dans l'industrie, l'artisanat et le commerce
O:
OAAE Ordonnance sur l'acte authentique électronique
OACata Ordonnance sur l'aide en cas de catastrophe à l'étranger
OAIE Ordonnance sur l'acquisition d'immeubles par des personnes à l'étranger
OAOF Ordonnance sur l'administration des offices de faillite
OAdo Ordonnance sur l'adoption
OB Ordonnance sur les banques et les caisses d'épargne
OBVM Ordonnance sur les bourses et le commerce des valeurs mobilières
OCEl-PCPP Ordonnance sur la communication électronique dans le cadre de procédures civiles et pénales et de procédures en matière de poursuite pour dettes et de faillite
ODAu Ordonnance sur le droit d'auteur et les droits voisins
ODFR Ordonnance sur le droit foncier rural
OEC Ordonnance sur l'état civil
OELP Ordonnance sur les émoluments perçus en application de la loi fédérale sur la poursuite pour dettes et la faillite
OFA-FINMA Ordonnance de l'Autorité fédérale de surveillance des marchés financiers sur la faillite des entreprises d'assurance
OFPC-FINMA Ordonnance de l'Autorité fédérale de surveillance des marchés financiers sur la faillite de placements collectifs de capitaux
OGPCT Ordonnance sur la gestion du patrimoine dans le cadre d'une curatelle ou d'une tutelle
OHS-LP Ordonnance relative à la haute surveillance en matière de poursuite et de faillite
OIA Ordonnance sur l'impôt anticipé
OIB-FINMA Ordonnance de l'Autorité fédérale de surveillance des marchés financiers sur l'insolvabilité des banques et des négociants en valeurs mobilières
OIMF Ordonnance sur les infrastructures des marchés financiers et le comportement sur le marché en matière de négociation de valeurs mobilières et de dérivés
OIMF-FINMA Ordonnance
OIP Ordonnance sur l'indication des prix
OLAA Ordonnance sur l'assurance-accidents
OLPD Ordonnance relative à la loi fédérale sur la protection des données
OLT 1 Ordonnance 1 relative à la loi sur le travail
ONCR Ordonnance sur les normes comptables reconnues
OPC Ordonnance concernant la saisie et la réalisation de parts de communautés
OPC-FINMA Ordonnance de l'Autorité fédérale de surveillance des marchés financiers sur les placements collectifs de capitaux
OPCC Ordonnance sur les placements collectifs de capitaux
OPE Ordonnance sur le placement d'enfants
ORAb Ordonnance contre les rémunérations abusives dans les sociétés anonymes cotées en bourse
ORC Ordonnance sur le registre du commerce
ORF Ordonnance sur le registre foncier
ORFI Ordonnance du Tribunal fédéral sur la réalisation forcée des immeubles
OS Ordonnance sur la surveillance des entreprises d'assurance privées
OS LCart Ordonnance sur les sanctions en cas de restrictions illicites à la concurrence
OS-FINMA Ordonnance de l'Autorité fédérale de surveillance des marchés financiers sur la surveillance des entreprises d'assurance privées
OSAss Ordonnance concernant la saisie, le séquestre et la réalisation des droits découlant d'assurances d'après la loi fédérale du 2 avril 1908 sur le contrat d'assurance
OT Ordonnance sur les droits de timbre
OTVA Ordonnance régissant la taxe sur la valeur ajoutée
Occd Ordonnance sur le contrôle des concentrations d'entreprises
Ocj Ordonnance sur le casier judiciaire
Olico Ordonnance concernant la tenue et la conservation des livres de comptes
P:
PA Loi fédérale sur la procédure administrative
PPMin Loi fédérale sur la procédure pénale applicable aux mineurs
R:
RAPG Règlement sur les allocations pour perte de gain
RAVS Règlement sur l'assurance-vieillesse et survivants
C:
C Convenzione
CC Codice civile svizzero
CEDU Convenzione per la salvaguardia dei diritti dell'uomo e delle libertà fondamentali
CLug Convenzione concernente la competenza giurisdizionale, il riconoscimento e l'esecuzione delle decisioni in materia civile e commerciale
CO Legge federale di complemento del Codice civile svizzero
CP Codice penale svizzero
CPC Codice di diritto processuale civile svizzero
CPM Codice penale militare
CPP Codice di diritto processuale penale svizzero
Ccrldsae Convenzione concernente il riconoscimento e l'esecuzione delle sentenze arbitrali estere
Cdf Convenzione sui diritti del fanciullo
Cost. Costituzione federale della Confederazione Svizzera
Crapc Convenzione relativa alla procedura civile
Csacrim Convenzione sugli aspetti civili del rapimento internazionale di minori
Cspida Convenzione sulla protezione internazionale degli adulti
Cspmscmai Convenzione sulla protezione dei minori e sulla cooperazione in materia di adozione internazionale
Cvfliag Convenzione volta a facilitare l'accesso internazionale alla giustizia
D:
DPA Legge federale sul diritto penale amministrativo
DPMin Legge federale sul diritto penale minorile
L:
LADI Legge federale sull'assicurazione obbligatoria contro la disoccupazione e l'indennità per insolvenza
LAFE Legge federale sull'acquisto di fondi da parte di persone all'estero
LAID Legge federale sull'armonizzazione delle imposte dirette dei Cantoni e dei Comuni
LAINF Legge federale sull'assicurazione contro gli infortuni
LAMal Legge federale sull'assicurazione malattie
LAP Legge federale sull'approvvigionamento economico del Paese
LAPub Legge federale sugli acquisti pubblici
LAV Legge federale concernente l'aiuto alle vittime di reati
LAVS Legge federale su l'assicurazione per la vecchiaia e per i superstiti
LArm Legge federale sulle armi, gli accessori di armi e le munizioni
LAsi Legge sull'asilo
LBCR Legge federale sulle banche e le casse di risparmio
LBVM Legge federale sulle borse e il commercio di valori mobiliari
LCA Legge federale sul contratto d'assicurazione
LCF Legge federale sul controllo federale delle finanze
LCSl Legge federale contro la concorrenza sleale
LCStr Legge federale sulla circolazione stradale
LCart Legge federale sui cartelli e altre limitazioni della concorrenza
LCit Legge federale su l'acquisto e la perdita della cittadinanza svizzera
LD Legge sulle dogane
LDA Legge federale sul diritto d'autore e sui diritti di protezione affini
LDFR Legge federale sul diritto fondiario rurale
LDIP Legge federale sul diritto internazionale privato
LDP Legge federale sui diritti politici
LEF Legge federale sulla esecuzione e sul fallimento
LEGU Legge federale sugli esami genetici sull'essere umano
LF-CAA Legge federale relativa alla Convenzione dell'Aia sull'adozione e a provvedimenti per la protezione del minore nelle adozioni internazionali
LF-RMA Legge federale sul rapimento internazionale dei minori e sulle Convenzioni dell'Aia sulla protezione dei minori e degli adulti
LFC Legge federale sulle finanze della Confederazione
LFINMA Legge federale concernente l'Autorità federale di vigilanza sui mercati finanziari
LFLP Legge federale sul libero passaggio nella previdenza professionale per la vecchiaia, i superstiti e l'invalidità
LFPr Legge federale sulla formazione professionale
LFus Legge federale sulla fusione, la scissione, la trasformazione e il trasferimento di patrimonio
LICol Legge federale sugli investimenti collettivi di capitale
LIFD Legge federale sull'imposta federale diretta
LIP Legge federale sull'imposta preventiva
LIPG Legge federale sulle indennità di perdita di guadagno per chi presta servizio e in caso di maternità
LIVA Legge federale concernente l'imposta sul valore aggiunto
LInFi Legge federale sulle infrastrutture del mercato finanziario e il comportamento sul mercato nel commercio di valori mobiliari e derivati
LL Legge federale sul lavoro nell'industria, nell'artigianato e nel commercio
LLCA Legge federale sulla libera circolazione degli avvocati
LOAP Legge federale sull'organizzazione delle autorità penali della Confederazione
LOF Legge sulle obbligazioni fondiarie
LPAM Legge federale concernente la procreazione con assistenza medica
LPD Legge federale sulla protezione dei dati
LPM Legge federale sulla protezione dei marchi e delle indicazioni di provenienza
LPP Legge federale sulla previdenza professionale per la vecchiaia, i superstiti e l'invalidità
LPPC Legge federale sulla protezione della popolazione e sulla protezione civile
LPar Legge federale sulla parità dei sessi
LParl Legge federale sull'Assemblea federale
LPers Legge sul personale federale
LRDP Legge federale sulla responsabilità per danno da prodotti
LResp Legge federale su la responsabilità della Confederazione, dei membri delle autorità federali e dei funzionari federali
LSA Legge federale sulla sorveglianza delle imprese di assicurazione
LSO Legge federale sui privilegi, le immunità e le facilitazioni, nonché sugli aiuti finanziari accordati dalla Svizzera quale Stato ospite
LSPr Legge federale sulla sorveglianza dei prezzi
LSR Legge federalesull'abilitazione e la sorveglianza dei revisori
LStrI Legge federale sugli stranieri e la loro integrazione
LStup Legge federale sugli stupefacenti e sulle sostanze psicotrope
LSu Legge federale sugli aiuti finanziari e le indennità
LTAF Legge sul Tribunale amministrativo federale
LTB Legge federale sulle tasse di bollo
LTCo Legge federale sui titoli contabili
LTD Legge sulla tariffa delle dogane
LTF Legge sul Tribunale federale
LTFB Legge sul Tribunale federale dei brevetti
LUD Legge federale sull'unione domestica registrata di coppie omosessuali
Lferr Legge federale sulle ferrovie
O:
OABCT Ordinanza sull'amministrazione di beni nell'ambito di una curatela o di una tutela
OACata Ordinanza sull'aiuto in caso di catastrofe all'estero
OAFE Ordinanza sull'acquisto di fondi da parte di persone all'estero
OAINF Ordinanza sull'assicurazione contro gli infortuni
OAMin Ordinanza sull'accoglimento di minori a scopo di affiliazione
OAPuE Ordinanza sugli atti pubblici in forma elettronica
OAV-LEF Ordinanza concernente l'alta vigilanza sulla esecuzione e sul fallimento
OAVS Ordinanza sull'assicurazione per la vecchiaia e per i superstiti
OAdoz Ordinanza sull'adozione
OBCR Ordinanza sulle banche e le casse di risparmio
OBVM Ordinanza sulle borse e il commercio di valori mobiliari
OCE-PCPE Ordinanza sulla comunicazione per via elettronica nell'ambito di procedimenti civili e penali nonché di procedure d'esecuzione e fallimento
ODAu Ordinanza sul diritto d'autore e sui diritti di protezione affini
ODFR Ordinanza sul diritto fondiario rurale
ODiC Ordinanza concernente il pignoramento e la realizzazione di diritti in comunione
OFA-FINMA Ordinanza dell'Autorità federale di vigilanza sui mercati finanziari sul fallimento delle imprese di assicurazione
OFICol-FINMA Ordinanza dell'Autorità federale di vigilanza sui mercati finanziari sul fallimento degli investimenti collettivi di capitale
OIB-FINMA Ordinanza dell'Autorità federale di vigilanza sui mercati finanziari sull'insolvenza di banche e commercianti di valori mobiliari
OICol Ordinanza sugli investimenti collettivi di capitale
OICol-FINMA Ordinanza dell'Autorità federale di vigilanza sui mercati finanziari sugli investimenti collettivi di capitale
OIP Ordinanza sull'indicazione dei prezzi
OIPG Ordinanza sulle indennità di perdita di guadagno
OIPrev Ordinanza sull'imposta preventiva
OIVA Ordinanza concernente l'imposta sul valore aggiunto
OInFi Ordinanza sulle infrastrutture del mercato finanziario e il comportamento sul mercato nel commercio di valori mobiliari e derivati
OInFi-FINMA Ordinanza
OLL 1 Ordinanza 1 concernente la legge sul lavoro
OLPD Ordinanza relativa alla legge federale sulla protezione dei dati
ONCR Ordinanza sulle norme contabili riconosciute
ORC Ordinanza sul registro di commercio
ORF Ordinanza sul registro fondiario
OReSA Ordinanza contro le retribuzioni abusive nelle società anonime quotate in borsa
OS Ordinanza sulla sorveglianza delle imprese di assicurazione private
OS LCart Ordinanza sulle sanzioni in caso di limitazioni illecite della concorrenza
OS-FINMA Ordinanza dell'Autorità federale di vigilanza sui mercati finanziari sulla sorveglianza delle imprese di assicurazione private
OSC Ordinanza sullo stato civile
OTB Ordinanza concernente le tasse di bollo
OTLEF Ordinanza sulle tasse riscosse in applicazione della legge federale sulla esecuzione e sul fallimento
Occdci Ordinanza concernente il controllo delle concentrazioni di imprese
Ocg Ordinanza sul casellario giudiziale
Olc Ordinanza sulla tenuta e la conservazione dei libri di commercio
P:
PA Legge federale sulla procedura amministrativa
PPMin Legge federale di diritto processuale penale minorile
R:
RFF Regolamento del Tribunale federale concernente la realizzazione forzata di fondi
RPAss Regolamento
RUF Regolamento concernente l'amministrazione degli uffici dei fallimenti
A:
AIG Federal Act on Foreign Nationals and Integration
AdoV Ordinance on Adoption
AsylG Asylum Act
B:
BBG Federal Acton Vocational and Professional Education and Training
BEG Federal Act on Intermediated Securities
BG-KKE Federal Act on International Child Abduction and the Hague Conventions on the Protection of Children and Adults
BIV-FINMA Ordinance of the Swiss Financial Market Supervisory Authority on the Insolvency of Banks and Securities Dealers
BPR Federal Act on Political Rights
BV Federal Constitution of the Swiss Confederation
BetmG Federal Act on Narcotics and Psychotropic Substances
D:
DSG Federal Act on Data Protection
F:
FINMAG Federal Act on the Swiss Financial Market Supervisory Authority
FMedG Federal Act on Medically Assisted Reproduction
FinfraG Federal Act on Financial Market Infrastructures and Market Conduct in Securities and Derivatives Trading
FinfraV Ordinance on Financial Market Infrastructures and Market Conduct in Securities and Derivatives Trading
FinfraV-FINMA Ordinance of the Swiss Financial Market Supervisory Authority on Financial Market Infrastructures and Market Conduct in Securities and Derivatives Trading
G:
GSG Federal Act on the Privileges, Immunities and Facilities and the Financial Subsidies granted by Switzerland as a Host State
GUMG Federal Act on Human Genetic Testing
GlG Federal Act on Gender Equality
K:
KAG Federal Act on Collective Investment Schemes
KG Federal Act on Cartels and other Restraints of Competition
KKV Ordinance on Collective Investment Schemes
KKV-FINMA Ordinance of the Swiss Financial Market Supervisory Authority on Collective Investment Schemes
M:
MSchG Federal Act on the Protection of Trade Marks and Indications of Source
MWSTG Federal Act on Value Added Tax
MWSTV Ordinance on Value Added Tax
O:
OR Federal Act on the Amendment of the Swiss Civil Code
P:
ParlG Federal Act on the Federal Assembly
PatGG Federal Act on the Federal Patent Court
S:
SVKG Ordinance on Sanctions imposed for Unlawful Restraints of Competition
StGB Swiss Criminal Code
StPO Swiss Criminal Procedure Code
U:
URG Federal Act on Copyright and Related Rights
V:
VDSG 235.11
VwVG Federal Act on Administrative Procedure
VüKU Ordinance on the Control of Concentrations of Undertakings
Z:
ZGB Swiss Civil Code
ZPO Swiss Civil Procedure Code
ZTG Customs Tariff Act
A:
AHVG Bundesgesetz über die Alters- und Hinterlassenenversicherung
AHVV Verordnung über die Alters- und Hinterlassenenversicherung
AIG Bundesgesetz über die Ausländerinnen und Ausländer und über die Integration
AVIG Bundesgesetz über die obligatorische Arbeitslosenversicherung und die Insolvenzentschädigung
AVO Verordnung über die Beaufsichtigung von privaten Versicherungsunternehmen
AVO-FINMA Verordnung der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht über die Beaufsichtigung von privaten Versicherungsunternehmen
AdoV Verordnung über die Adoption
ArG Bundesgesetz über die Arbeit in Industrie, Gewerbe und Handel
ArGV 1 Verordnung 1 zum Arbeitsgesetz
AsylG Asylgesetz
B:
BBG Bundesgesetzüber die Berufsbildung
BEG Bundesgesetz über Bucheffekten
BEHG Bundesgesetz über die Börsen und den Effektenhandel
BEHV Verordnung über die Börsen und den Effektenhandel
BG-HAÜ Bundesgesetz zum Haager Adoptionsübereinkommen und über Massnahmen zum Schutz des Kindes bei internationalen Adoptionen
BG-KKE Bundesgesetz über internationale Kindesentführung und die Haager Übereinkommen zum Schutz von Kindern und Erwachsenen
BGBB Bundesgesetz über das bäuerliche Bodenrecht
BGFA Bundesgesetz über die Freizügigkeit der Anwältinnen und Anwälte
BGG Bundesgesetz über das Bundesgericht
BIV-FINMA Verordnung der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht über die Insolvenz von Banken und Effektenhändlern
BPG Bundespersonalgesetz
BPR Bundesgesetz über die politischen Rechte
BV Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft
BVG Bundesgesetz über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge
BZG Bundesgesetz über den Bevölkerungsschutz und den Zivilschutz
BankG Bundesgesetz über die Banken und Sparkassen
BankV Verordnung über die Banken und Sparkassen
BetmG Bundesgesetz über die Betäubungsmittel und die psychotropen Stoffe
BewG Bundesgesetz über den Erwerb von Grundstücken durch Personen im Ausland
BewV Verordnung über den Erwerb von Grundstücken durch Personen im Ausland
BöB Bundesgesetz über das öffentliche Beschaffungswesen
BüG Bundesgesetz über Erwerb und Verlust des Schweizer Bürgerrechts
D:
DBG Bundesgesetz über die direkte Bundessteuer
DSG Bundesgesetz über den Datenschutz
E:
EBG Eisenbahngesetz
EMRK Konvention zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten
EOG Bundesgesetz über den Erwerbsersatz für Dienstleistende und bei Mutterschaft
EOV Verordnung zum Erwerbsersatzgesetz
EÖBV Verordnung über die elektronische öffentliche Beurkundung
F:
FHG Bundesgesetz über den eidgenössischen Finanzhaushalt
FINMAG Bundesgesetz über die Eidgenössische Finanzmarktaufsicht
FKG Bundesgesetz über die Eidgenössische Finanzkontrolle
FMedG Bundesgesetz über die medizinisch unterstützte Fortpflanzung
FZG Bundesgesetz über die Freizügigkeit in der beruflichen Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge
FinfraG Bundesgesetz über die Finanzmarktinfrastrukturen und das Marktverhalten im Effekten- und Derivatehandel
FinfraV Verordnung über die Finanzmarktinfrastrukturen und das Marktverhalten im Effekten- und Derivatehandel
FinfraV-FINMA Verordnung der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht über die Finanzmarktinfrastrukturen und das Marktverhalten im Effekten- und Derivatehandel
FusG Bundesgesetz über Fusion, Spaltung, Umwandlung und Vermögensübertragung
G:
GBV Grundbuchverordnung
GSG Bundesgesetz über die von der Schweiz als Gaststaat gewährten Vorrechte, Immunitäten und Erleichterungen sowie finanziellen Beiträge
GUMG Bundesgesetz über genetische Untersuchungen beim Menschen
GeBüV Verordnung über die Führung und Aufbewahrung der Geschäftsbücher
GebV SchKG Gebührenverordnung zum Bundesgesetz über Schuldbetreibung und Konkurs
GlG Bundesgesetz über die Gleichstellung von Frau und Mann
H:
HEsÜ Übereinkommen über den internationalen Schutz von Erwachsenen
HKsÜ Übereinkommen
HRegV Handelsregisterverordnung
I:
IPRG Bundesgesetz über das Internationale Privatrecht
J:
JStG Bundesgesetz über das Jugendstrafrecht
JStPO Schweizerische Jugendstrafprozessordnung
K:
KAG Bundesgesetz über die kollektiven Kapitalanlagen
KAKV-FINMA Verordnung der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht über den Konkurs von kollektiven Kapitalanlagen
KG Bundesgesetz über Kartelle und andere Wettbewerbsbeschränkungen
KKV Verordnung über die kollektiven Kapitalanlagen
KKV-FINMA Verordnung der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht über die kollektiven Kapitalanlagen
KOV Verordnung über die Geschäftsführung der Konkursämter (KOV)
KVG Bundesgesetz über die Krankenversicherung
L:
LVG Bundesgesetz über die wirtschaftliche Landesversorgung
LugÜ Übereinkommen über die gerichtliche Zuständigkeit und die Anerkennung und Vollstreckung von Entscheidungen in Zivil- und Handelssachen
M:
MSchG Bundesgesetz über den Schutz von Marken und Herkunftsangaben
MStG Militärstrafgesetz
MWSTG Bundesgesetz über die Mehrwertsteuer
MWSTV Mehrwertsteuerverordnung
O:
OAV-SchKG Verordnung betreffend die Oberaufsicht über Schuldbetreibung und Konkurs
OHG Bundesgesetz über die Hilfe an Opfer von Straftaten
OR Bundesgesetz betreffend die Ergänzung des Schweizerischen Zivilgesetzbuches (Fünfter Teil: Obligationenrecht)
P:
PAVO Verordnung über die Aufnahme von Pflegekindern
PBV Verordnung über die Bekanntgabe von Preisen
ParlG Bundesgesetz über die Bundesversammlung
PartG Bundesgesetz über die eingetragene Partnerschaft gleichgeschlechtlicher Paare
PatGG Bundesgesetz über das Bundespatentgericht
PfG Pfandbriefgesetz
PrHG Bundesgesetz über die Produktehaftpflicht
PüG Preisüberwachungsgesetz
R:
RAG Bundesgesetz über die Zulassung und Beaufsichtigung der Revisorinnen und Revisoren
S:
SVG Strassenverkehrsgesetz
SVKG Verordnung über die Sanktionen bei unzulässigen Wettbewerbsbeschränkungen
SchKG Bundesgesetz über Schuldbetreibung und Konkurs
StBOG Bundesgesetz über die Organisation der Strafbehörden des Bundes
StG Bundesgesetz über die Stempelabgaben
StGB Schweizerisches Strafgesetzbuch
StHG Bundesgesetz über die Harmonisierung der direkten Steuern der Kantone und Gemeinden
StPO Schweizerische Strafprozessordnung
StV Verordnung über die Stempelabgaben
SuG Bundesgesetz über Finanzhilfen und Abgeltungen
U:
URG Bundesgesetz über das Urheberrecht und verwandte Schutzrechte
URV Verordnung über das Urheberrecht und verwandte Schutzrechte
UVG Bundesgesetz über die Unfallversicherung
UVV Verordnung über die Unfallversicherung
UWG Bundesgesetz gegen den unlauteren Wettbewerb
V:
VAG Bundesgesetz betreffend die Aufsicht über Versicherungsunternehmen
VASR Verordnung über die anerkannten Standards zur Rechnungslegung
VBB Verordnung über das bäuerliche Bodenrecht
VBVV Verordnung über die Vermögensverwaltung im Rahmen einer Beistandschaft oder Vormundschaft
VDSG Verordnung zum Bundesgesetz über den Datenschutz
VG Bundesgesetz über die Verantwortlichkeit des Bundes sowie seiner Behördemitglieder und Beamten
VGG Bundesgesetz über das Bundesverwaltungsgericht
VKA Verordnung über die Katastrophenhilfe im Ausland
VKV-FINMA Verordnung der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht über den Konkurs von Versicherungsunternehmen
VPAV Verordnung betreffend die Pfändung, Arrestierung und Verwertung von Versicherungsansprüchen nach dem Bundesgesetz vom 2. April 1908 über den Versicherungsvertrag
VStG Bundesgesetz über die Verrechnungssteuer
VStV Verordnung über die Verrechnungssteuer
VStrR Bundesgesetz über das Verwaltungsstrafrecht
VVAG Verordnung über die Pfändung und Verwertung von Anteilen an Gemeinschaftsvermögen
VVG Bundesgesetz über den Versicherungsvertrag
VZG Verordnung des Bundesgerichts über die Zwangsverwertung von Grundstücken
VegüV Verordnung gegen übermässige Vergütungen bei börsenkotierten Aktiengesellschaften
VeÜ-ZSSV Verordnung über die elektronische Übermittlung im Rahmen von Zivil- und Strafprozessen sowie von Schuldbetreibungs- und Konkursverfahren
VwVG Bundesgesetz über das Verwaltungsverfahren
VüKU Verordnung über die Kontrolle von Unternehmenszusammenschlüssen
VüS Verordnung über das Strafregister
W:
WG Bundesgesetz über Waffen, Waffenzubehör und Munition
Z:
ZG Zollgesetz
ZGB Schweizerisches Zivilgesetzbuch
ZPO Schweizerische Zivilprozessordnung
ZStV Zivilstandsverordnung
ZTG Zolltarifgesetz
Ü:
ÜbZ Übereinkunft betreffend Zivilprozessrecht
ÜüAVaS Übereinkommen über die Anerkennung und Vollstreckung ausländischer Schiedssprüche
ÜüRK Übereinkommen über die Rechte des Kindes
ÜüSKZGIA Übereinkommen über den Schutz von Kindern und die Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Internationalen Adoption
ÜüiZR Übereinkommen über den internationalen Zugang zur Rechtspflege
ÜüzAiK Übereinkommen über die zivilrechtlichen Aspekte internationaler Kindesentführung
C:
CC Code civil suisse
CEDH Convention de sauvegarde des droits de l'homme et des libertés fondamentales
CL Convention concernant la compétence judiciaire, la reconnaissance et l'exécution des décisions en matière civile et commerciale
CLaH 2000 Convention sur la protection internationale des adultes
CLaH 96 Convention
CO Loi fédérale complétant le Code civil suisse
CP Code pénal suisse
CPC Code de procédure civile
CPM Code pénal militaire
CPP Code de procédure pénale suisse
Caclid Convention sur les aspects civils de l'enlèvement international d'enfants
Cpecmdi Convention sur la protection des enfants et la coopération en matière d'adoption internationale
Cprlsaé Convention pour la reconnaissance et l'exécution des sentences arbitrales étrangères
Crdl Convention relative aux droits de l'enfant
Crpc Convention relative à la procédure civile
Cst. Constitution fédérale de la Confédération suisse
Ctflij Convention tendant à faciliter l'accès international à la justice
D:
DPA Loi fédérale sur le droit pénal administratif
DPMin Loi fédérale régissant la condition pénale des mineurs
L:
LAA Loi fédérale sur l'assurance-accidents
LACI Loi fédérale sur l'assurance-chômage obligatoire et l'indemnité en cas d'insolvabilité
LAGH Loi fédérale sur l'analyse génétique humaine
LAMal Loi fédérale sur l'assurance-maladie
LAP Loi fédérale sur l'approvisionnement économique du pays
LAPG Loi fédérale sur les allocations pour perte de gain en cas de service et de maternité
LAVI Loi fédérale sur l'aide aux victimes d'infractions
LAVS Loi fédérale sur l'assurance-vieillesse et survivants
LArm Loi fédérale sur les armes, les accessoires d'armes et les munitions
LAsi Loi sur l'asile
LB Loi fédérale sur les banques et les caisses d'épargne
LBVM Loi fédérale sur les bourses et le commerce des valeurs mobilières
LCA Loi fédérale sur le contrat d'assurance
LCD Loi fédérale contre la concurrence déloyale
LCF Loi fédérale sur le Contrôle fédéral des finances
LCR Loi fédérale sur la circulation routière
LCart Loi fédérale sur les cartels et autres restrictions à la concurrence
LCdF Loi fédérale sur les chemins de fer
LD Loi sur les douanes
LDA Loi fédérale sur le droit d'auteur et les droits voisins
LDFR Loi fédérale sur le droit foncier rural
LDIP Loi fédérale sur le droit international privé
LDP Loi fédérale sur les droits politiques
LEH Loi fédérale sur les privilèges, les immunités et les facilités, ainsi que sur les aides financières accordés par la Suisse en tant qu'Etat hôte
LEI Loi fédérale sur les étrangers et l'intégration
LEg Loi fédérale sur l'égalité entre femmes et hommes
LF-CLaH Loi fédérale relative à la Convention de La Haye sur l'adoption et aux mesures de protection de l'enfant en cas d'adoption internationale
LF-EEA Loi fédérale sur l'enlèvement international d'enfants et les Conventions de La Haye sur la protection des enfants et des adultes
LFAIE Loi fédérale sur l'acquisition d'immeubles par des personnes à l'étranger
LFC Loi sur les finances de la Confédération
LFINMA Loi sur l'Autorité fédérale de surveillance des marchés financiers
LFLP Loi fédérale sur le libre passage dans la prévoyance professionnelle vieillesse, survivants et invalidité
LFPr Loi fédérale sur la formation professionnelle
LFus Loi fédérale sur la fusion, la scission, la transformation et le transfert de patrimoine
LHID Loi fédérale sur l'harmonisation des impôts directs des cantons et des communes
LIA Loi fédérale sur l'impôt anticipé (LIA)
LIFD Loi fédérale sur l'impôt fédéral direct
LIMF Loi fédérale sur les infrastructures des marchés financiers et le comportement sur le marché en matière de négociation de valeurs mobilières et de dérivés*
LLCA Loi fédérale sur la libre circulation des avocats
LLG Loi sur l'émission de lettres de gage
LMP Loi fédérale sur les marchés publics
LN Loi fédérale sur l'acquisition et la perte de la nationalité suisse
LOAP Loi fédérale sur l'organisation des autorités pénales de la Confédération
LP Loi fédérale sur la poursuite pour dettes et la faillite
LPCC Loi fédérale sur les placements collectifs de capitaux*
LPD Loi fédérale sur la protection des données
LPM Loi fédérale sur la protection des marques et des indications de provenance
LPMA Loi fédérale sur la procréation médicalement assistée*
LPP Loi fédérale sur la prévoyance professionnelle vieillesse, survivants et invalidité
LPPCi Loi fédérale sur la protection de la population et sur la protection civile
LParl Loisur l'Assemblée fédérale
LPart Loi fédérale sur le partenariat enregistré entre personnes du même sexe
LPers Loi sur le personnel de la Confédération
LRCF Loi fédérale sur la responsabilité de la Confédération, des membres de ses autorités et de ses fonctionnaires
LRFP Loi fédérale sur la responsabilité du fait des produits
LSA Loi fédérale sur la surveillance des entreprises d'assurance
LSPr Loi fédérale concernant la surveillance des prix
LSR Loi fédérale sur l'agrément et la surveillance des réviseurs
LStup Loi fédérale sur les stupéfiants et les substances psychotropes
LSu Loi fédérale sur les aides financières et les indemnités
LT Loi fédérale sur les droits de timbre
LTAF Loi sur le Tribunal administratif fédéral
LTF Loi sur le Tribunal fédéral
LTFB Loi<em></em>sur le Tribunal fédéral des brevets
LTI Loi fédérale sur les titres intermédiés
LTVA Loi fédérale régissant la taxe sur la valeur ajoutée
LTaD Loi sur le tarif des douanes
LTr Loi fédérale sur le travail dans l'industrie, l'artisanat et le commerce
O:
OAAE Ordonnance sur l'acte authentique électronique
OACata Ordonnance sur l'aide en cas de catastrophe à l'étranger
OAIE Ordonnance sur l'acquisition d'immeubles par des personnes à l'étranger
OAOF Ordonnance sur l'administration des offices de faillite
OAdo Ordonnance sur l'adoption
OB Ordonnance sur les banques et les caisses d'épargne
OBVM Ordonnance sur les bourses et le commerce des valeurs mobilières
OCEl-PCPP Ordonnance sur la communication électronique dans le cadre de procédures civiles et pénales et de procédures en matière de poursuite pour dettes et de faillite
ODAu Ordonnance sur le droit d'auteur et les droits voisins
ODFR Ordonnance sur le droit foncier rural
OEC Ordonnance sur l'état civil
OELP Ordonnance sur les émoluments perçus en application de la loi fédérale sur la poursuite pour dettes et la faillite
OFA-FINMA Ordonnance de l'Autorité fédérale de surveillance des marchés financiers sur la faillite des entreprises d'assurance
OFPC-FINMA Ordonnance de l'Autorité fédérale de surveillance des marchés financiers sur la faillite de placements collectifs de capitaux
OGPCT Ordonnance sur la gestion du patrimoine dans le cadre d'une curatelle ou d'une tutelle
OHS-LP Ordonnance relative à la haute surveillance en matière de poursuite et de faillite
OIA Ordonnance sur l'impôt anticipé
OIB-FINMA Ordonnance de l'Autorité fédérale de surveillance des marchés financiers sur l'insolvabilité des banques et des négociants en valeurs mobilières
OIMF Ordonnance sur les infrastructures des marchés financiers et le comportement sur le marché en matière de négociation de valeurs mobilières et de dérivés
OIMF-FINMA Ordonnance
OIP Ordonnance sur l'indication des prix
OLAA Ordonnance sur l'assurance-accidents
OLPD Ordonnance relative à la loi fédérale sur la protection des données
OLT 1 Ordonnance 1 relative à la loi sur le travail
ONCR Ordonnance sur les normes comptables reconnues
OPC Ordonnance concernant la saisie et la réalisation de parts de communautés
OPC-FINMA Ordonnance de l'Autorité fédérale de surveillance des marchés financiers sur les placements collectifs de capitaux
OPCC Ordonnance sur les placements collectifs de capitaux
OPE Ordonnance sur le placement d'enfants
ORAb Ordonnance contre les rémunérations abusives dans les sociétés anonymes cotées en bourse
ORC Ordonnance sur le registre du commerce
ORF Ordonnance sur le registre foncier
ORFI Ordonnance du Tribunal fédéral sur la réalisation forcée des immeubles
OS Ordonnance sur la surveillance des entreprises d'assurance privées
OS LCart Ordonnance sur les sanctions en cas de restrictions illicites à la concurrence
OS-FINMA Ordonnance de l'Autorité fédérale de surveillance des marchés financiers sur la surveillance des entreprises d'assurance privées
OSAss Ordonnance concernant la saisie, le séquestre et la réalisation des droits découlant d'assurances d'après la loi fédérale du 2 avril 1908 sur le contrat d'assurance
OT Ordonnance sur les droits de timbre
OTVA Ordonnance régissant la taxe sur la valeur ajoutée
Occd Ordonnance sur le contrôle des concentrations d'entreprises
Ocj Ordonnance sur le casier judiciaire
Olico Ordonnance concernant la tenue et la conservation des livres de comptes
P:
PA Loi fédérale sur la procédure administrative
PPMin Loi fédérale sur la procédure pénale applicable aux mineurs
R:
RAPG Règlement sur les allocations pour perte de gain
RAVS Règlement sur l'assurance-vieillesse et survivants
C:
C Convenzione
CC Codice civile svizzero
CEDU Convenzione per la salvaguardia dei diritti dell'uomo e delle libertà fondamentali
CLug Convenzione concernente la competenza giurisdizionale, il riconoscimento e l'esecuzione delle decisioni in materia civile e commerciale
CO Legge federale di complemento del Codice civile svizzero
CP Codice penale svizzero
CPC Codice di diritto processuale civile svizzero
CPM Codice penale militare
CPP Codice di diritto processuale penale svizzero
Ccrldsae Convenzione concernente il riconoscimento e l'esecuzione delle sentenze arbitrali estere
Cdf Convenzione sui diritti del fanciullo
Cost. Costituzione federale della Confederazione Svizzera
Crapc Convenzione relativa alla procedura civile
Csacrim Convenzione sugli aspetti civili del rapimento internazionale di minori
Cspida Convenzione sulla protezione internazionale degli adulti
Cspmscmai Convenzione sulla protezione dei minori e sulla cooperazione in materia di adozione internazionale
Cvfliag Convenzione volta a facilitare l'accesso internazionale alla giustizia
D:
DPA Legge federale sul diritto penale amministrativo
DPMin Legge federale sul diritto penale minorile
L:
LADI Legge federale sull'assicurazione obbligatoria contro la disoccupazione e l'indennità per insolvenza
LAFE Legge federale sull'acquisto di fondi da parte di persone all'estero
LAID Legge federale sull'armonizzazione delle imposte dirette dei Cantoni e dei Comuni
LAINF Legge federale sull'assicurazione contro gli infortuni
LAMal Legge federale sull'assicurazione malattie
LAP Legge federale sull'approvvigionamento economico del Paese
LAPub Legge federale sugli acquisti pubblici
LAV Legge federale concernente l'aiuto alle vittime di reati
LAVS Legge federale su l'assicurazione per la vecchiaia e per i superstiti
LArm Legge federale sulle armi, gli accessori di armi e le munizioni
LAsi Legge sull'asilo
LBCR Legge federale sulle banche e le casse di risparmio
LBVM Legge federale sulle borse e il commercio di valori mobiliari
LCA Legge federale sul contratto d'assicurazione
LCF Legge federale sul controllo federale delle finanze
LCSl Legge federale contro la concorrenza sleale
LCStr Legge federale sulla circolazione stradale
LCart Legge federale sui cartelli e altre limitazioni della concorrenza
LCit Legge federale su l'acquisto e la perdita della cittadinanza svizzera
LD Legge sulle dogane
LDA Legge federale sul diritto d'autore e sui diritti di protezione affini
LDFR Legge federale sul diritto fondiario rurale
LDIP Legge federale sul diritto internazionale privato
LDP Legge federale sui diritti politici
LEF Legge federale sulla esecuzione e sul fallimento
LEGU Legge federale sugli esami genetici sull'essere umano
LF-CAA Legge federale relativa alla Convenzione dell'Aia sull'adozione e a provvedimenti per la protezione del minore nelle adozioni internazionali
LF-RMA Legge federale sul rapimento internazionale dei minori e sulle Convenzioni dell'Aia sulla protezione dei minori e degli adulti
LFC Legge federale sulle finanze della Confederazione
LFINMA Legge federale concernente l'Autorità federale di vigilanza sui mercati finanziari
LFLP Legge federale sul libero passaggio nella previdenza professionale per la vecchiaia, i superstiti e l'invalidità
LFPr Legge federale sulla formazione professionale
LFus Legge federale sulla fusione, la scissione, la trasformazione e il trasferimento di patrimonio
LICol Legge federale sugli investimenti collettivi di capitale
LIFD Legge federale sull'imposta federale diretta
LIP Legge federale sull'imposta preventiva
LIPG Legge federale sulle indennità di perdita di guadagno per chi presta servizio e in caso di maternità
LIVA Legge federale concernente l'imposta sul valore aggiunto
LInFi Legge federale sulle infrastrutture del mercato finanziario e il comportamento sul mercato nel commercio di valori mobiliari e derivati
LL Legge federale sul lavoro nell'industria, nell'artigianato e nel commercio
LLCA Legge federale sulla libera circolazione degli avvocati
LOAP Legge federale sull'organizzazione delle autorità penali della Confederazione
LOF Legge sulle obbligazioni fondiarie
LPAM Legge federale concernente la procreazione con assistenza medica
LPD Legge federale sulla protezione dei dati
LPM Legge federale sulla protezione dei marchi e delle indicazioni di provenienza
LPP Legge federale sulla previdenza professionale per la vecchiaia, i superstiti e l'invalidità
LPPC Legge federale sulla protezione della popolazione e sulla protezione civile
LPar Legge federale sulla parità dei sessi
LParl Legge federale sull'Assemblea federale
LPers Legge sul personale federale
LRDP Legge federale sulla responsabilità per danno da prodotti
LResp Legge federale su la responsabilità della Confederazione, dei membri delle autorità federali e dei funzionari federali
LSA Legge federale sulla sorveglianza delle imprese di assicurazione
LSO Legge federale sui privilegi, le immunità e le facilitazioni, nonché sugli aiuti finanziari accordati dalla Svizzera quale Stato ospite
LSPr Legge federale sulla sorveglianza dei prezzi
LSR Legge federalesull'abilitazione e la sorveglianza dei revisori
LStrI Legge federale sugli stranieri e la loro integrazione
LStup Legge federale sugli stupefacenti e sulle sostanze psicotrope
LSu Legge federale sugli aiuti finanziari e le indennità
LTAF Legge sul Tribunale amministrativo federale
LTB Legge federale sulle tasse di bollo
LTCo Legge federale sui titoli contabili
LTD Legge sulla tariffa delle dogane
LTF Legge sul Tribunale federale
LTFB Legge sul Tribunale federale dei brevetti
LUD Legge federale sull'unione domestica registrata di coppie omosessuali
Lferr Legge federale sulle ferrovie
O:
OABCT Ordinanza sull'amministrazione di beni nell'ambito di una curatela o di una tutela
OACata Ordinanza sull'aiuto in caso di catastrofe all'estero
OAFE Ordinanza sull'acquisto di fondi da parte di persone all'estero
OAINF Ordinanza sull'assicurazione contro gli infortuni
OAMin Ordinanza sull'accoglimento di minori a scopo di affiliazione
OAPuE Ordinanza sugli atti pubblici in forma elettronica
OAV-LEF Ordinanza concernente l'alta vigilanza sulla esecuzione e sul fallimento
OAVS Ordinanza sull'assicurazione per la vecchiaia e per i superstiti
OAdoz Ordinanza sull'adozione
OBCR Ordinanza sulle banche e le casse di risparmio
OBVM Ordinanza sulle borse e il commercio di valori mobiliari
OCE-PCPE Ordinanza sulla comunicazione per via elettronica nell'ambito di procedimenti civili e penali nonché di procedure d'esecuzione e fallimento
ODAu Ordinanza sul diritto d'autore e sui diritti di protezione affini
ODFR Ordinanza sul diritto fondiario rurale
ODiC Ordinanza concernente il pignoramento e la realizzazione di diritti in comunione
OFA-FINMA Ordinanza dell'Autorità federale di vigilanza sui mercati finanziari sul fallimento delle imprese di assicurazione
OFICol-FINMA Ordinanza dell'Autorità federale di vigilanza sui mercati finanziari sul fallimento degli investimenti collettivi di capitale
OIB-FINMA Ordinanza dell'Autorità federale di vigilanza sui mercati finanziari sull'insolvenza di banche e commercianti di valori mobiliari
OICol Ordinanza sugli investimenti collettivi di capitale
OICol-FINMA Ordinanza dell'Autorità federale di vigilanza sui mercati finanziari sugli investimenti collettivi di capitale
OIP Ordinanza sull'indicazione dei prezzi
OIPG Ordinanza sulle indennità di perdita di guadagno
OIPrev Ordinanza sull'imposta preventiva
OIVA Ordinanza concernente l'imposta sul valore aggiunto
OInFi Ordinanza sulle infrastrutture del mercato finanziario e il comportamento sul mercato nel commercio di valori mobiliari e derivati
OInFi-FINMA Ordinanza
OLL 1 Ordinanza 1 concernente la legge sul lavoro
OLPD Ordinanza relativa alla legge federale sulla protezione dei dati
ONCR Ordinanza sulle norme contabili riconosciute
ORC Ordinanza sul registro di commercio
ORF Ordinanza sul registro fondiario
OReSA Ordinanza contro le retribuzioni abusive nelle società anonime quotate in borsa
OS Ordinanza sulla sorveglianza delle imprese di assicurazione private
OS LCart Ordinanza sulle sanzioni in caso di limitazioni illecite della concorrenza
OS-FINMA Ordinanza dell'Autorità federale di vigilanza sui mercati finanziari sulla sorveglianza delle imprese di assicurazione private
OSC Ordinanza sullo stato civile
OTB Ordinanza concernente le tasse di bollo
OTLEF Ordinanza sulle tasse riscosse in applicazione della legge federale sulla esecuzione e sul fallimento
Occdci Ordinanza concernente il controllo delle concentrazioni di imprese
Ocg Ordinanza sul casellario giudiziale
Olc Ordinanza sulla tenuta e la conservazione dei libri di commercio
P:
PA Legge federale sulla procedura amministrativa
PPMin Legge federale di diritto processuale penale minorile
R:
RFF Regolamento del Tribunale federale concernente la realizzazione forzata di fondi
RPAss Regolamento
RUF Regolamento concernente l'amministrazione degli uffici dei fallimenti
A:
AIG Federal Act on Foreign Nationals and Integration
AdoV Ordinance on Adoption
AsylG Asylum Act
B:
BBG Federal Acton Vocational and Professional Education and Training
BEG Federal Act on Intermediated Securities
BG-KKE Federal Act on International Child Abduction and the Hague Conventions on the Protection of Children and Adults
BIV-FINMA Ordinance of the Swiss Financial Market Supervisory Authority on the Insolvency of Banks and Securities Dealers
BPR Federal Act on Political Rights
BV Federal Constitution of the Swiss Confederation
BetmG Federal Act on Narcotics and Psychotropic Substances
D:
DSG Federal Act on Data Protection
F:
FINMAG Federal Act on the Swiss Financial Market Supervisory Authority
FMedG Federal Act on Medically Assisted Reproduction
FinfraG Federal Act on Financial Market Infrastructures and Market Conduct in Securities and Derivatives Trading
FinfraV Ordinance on Financial Market Infrastructures and Market Conduct in Securities and Derivatives Trading
FinfraV-FINMA Ordinance of the Swiss Financial Market Supervisory Authority on Financial Market Infrastructures and Market Conduct in Securities and Derivatives Trading
G:
GSG Federal Act on the Privileges, Immunities and Facilities and the Financial Subsidies granted by Switzerland as a Host State
GUMG Federal Act on Human Genetic Testing
GlG Federal Act on Gender Equality
K:
KAG Federal Act on Collective Investment Schemes
KG Federal Act on Cartels and other Restraints of Competition
KKV Ordinance on Collective Investment Schemes
KKV-FINMA Ordinance of the Swiss Financial Market Supervisory Authority on Collective Investment Schemes
M:
MSchG Federal Act on the Protection of Trade Marks and Indications of Source
MWSTG Federal Act on Value Added Tax
MWSTV Ordinance on Value Added Tax
O:
OR Federal Act on the Amendment of the Swiss Civil Code
P:
ParlG Federal Act on the Federal Assembly
PatGG Federal Act on the Federal Patent Court
S:
SVKG Ordinance on Sanctions imposed for Unlawful Restraints of Competition
StGB Swiss Criminal Code
StPO Swiss Criminal Procedure Code
U:
URG Federal Act on Copyright and Related Rights
V:
VDSG 235.11
VwVG Federal Act on Administrative Procedure
VüKU Ordinance on the Control of Concentrations of Undertakings
Z:
ZGB Swiss Civil Code
ZPO Swiss Civil Procedure Code
ZTG Customs Tariff Act
A:
AHVG Bundesgesetz über die Alters- und Hinterlassenenversicherung
AHVV Verordnung über die Alters- und Hinterlassenenversicherung
AIG Bundesgesetz über die Ausländerinnen und Ausländer und über die Integration
AVIG Bundesgesetz über die obligatorische Arbeitslosenversicherung und die Insolvenzentschädigung
AVO Verordnung über die Beaufsichtigung von privaten Versicherungsunternehmen
AVO-FINMA Verordnung der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht über die Beaufsichtigung von privaten Versicherungsunternehmen
AdoV Verordnung über die Adoption
ArG Bundesgesetz über die Arbeit in Industrie, Gewerbe und Handel
ArGV 1 Verordnung 1 zum Arbeitsgesetz
AsylG Asylgesetz
B:
BBG Bundesgesetzüber die Berufsbildung
BEG Bundesgesetz über Bucheffekten
BEHG Bundesgesetz über die Börsen und den Effektenhandel
BEHV Verordnung über die Börsen und den Effektenhandel
BG-HAÜ Bundesgesetz zum Haager Adoptionsübereinkommen und über Massnahmen zum Schutz des Kindes bei internationalen Adoptionen
BG-KKE Bundesgesetz über internationale Kindesentführung und die Haager Übereinkommen zum Schutz von Kindern und Erwachsenen
BGBB Bundesgesetz über das bäuerliche Bodenrecht
BGFA Bundesgesetz über die Freizügigkeit der Anwältinnen und Anwälte
BGG Bundesgesetz über das Bundesgericht
BIV-FINMA Verordnung der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht über die Insolvenz von Banken und Effektenhändlern
BPG Bundespersonalgesetz
BPR Bundesgesetz über die politischen Rechte
BV Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft
BVG Bundesgesetz über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge
BZG Bundesgesetz über den Bevölkerungsschutz und den Zivilschutz
BankG Bundesgesetz über die Banken und Sparkassen
BankV Verordnung über die Banken und Sparkassen
BetmG Bundesgesetz über die Betäubungsmittel und die psychotropen Stoffe
BewG Bundesgesetz über den Erwerb von Grundstücken durch Personen im Ausland
BewV Verordnung über den Erwerb von Grundstücken durch Personen im Ausland
BöB Bundesgesetz über das öffentliche Beschaffungswesen
BüG Bundesgesetz über Erwerb und Verlust des Schweizer Bürgerrechts
D:
DBG Bundesgesetz über die direkte Bundessteuer
DSG Bundesgesetz über den Datenschutz
E:
EBG Eisenbahngesetz
EMRK Konvention zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten
EOG Bundesgesetz über den Erwerbsersatz für Dienstleistende und bei Mutterschaft
EOV Verordnung zum Erwerbsersatzgesetz
EÖBV Verordnung über die elektronische öffentliche Beurkundung
F:
FHG Bundesgesetz über den eidgenössischen Finanzhaushalt
FINMAG Bundesgesetz über die Eidgenössische Finanzmarktaufsicht
FKG Bundesgesetz über die Eidgenössische Finanzkontrolle
FMedG Bundesgesetz über die medizinisch unterstützte Fortpflanzung
FZG Bundesgesetz über die Freizügigkeit in der beruflichen Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge
FinfraG Bundesgesetz über die Finanzmarktinfrastrukturen und das Marktverhalten im Effekten- und Derivatehandel
FinfraV Verordnung über die Finanzmarktinfrastrukturen und das Marktverhalten im Effekten- und Derivatehandel
FinfraV-FINMA Verordnung der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht über die Finanzmarktinfrastrukturen und das Marktverhalten im Effekten- und Derivatehandel
FusG Bundesgesetz über Fusion, Spaltung, Umwandlung und Vermögensübertragung
G:
GBV Grundbuchverordnung
GSG Bundesgesetz über die von der Schweiz als Gaststaat gewährten Vorrechte, Immunitäten und Erleichterungen sowie finanziellen Beiträge
GUMG Bundesgesetz über genetische Untersuchungen beim Menschen
GeBüV Verordnung über die Führung und Aufbewahrung der Geschäftsbücher
GebV SchKG Gebührenverordnung zum Bundesgesetz über Schuldbetreibung und Konkurs
GlG Bundesgesetz über die Gleichstellung von Frau und Mann
H:
HEsÜ Übereinkommen über den internationalen Schutz von Erwachsenen
HKsÜ Übereinkommen
HRegV Handelsregisterverordnung
I:
IPRG Bundesgesetz über das Internationale Privatrecht
J:
JStG Bundesgesetz über das Jugendstrafrecht
JStPO Schweizerische Jugendstrafprozessordnung
K:
KAG Bundesgesetz über die kollektiven Kapitalanlagen
KAKV-FINMA Verordnung der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht über den Konkurs von kollektiven Kapitalanlagen
KG Bundesgesetz über Kartelle und andere Wettbewerbsbeschränkungen
KKV Verordnung über die kollektiven Kapitalanlagen
KKV-FINMA Verordnung der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht über die kollektiven Kapitalanlagen
KOV Verordnung über die Geschäftsführung der Konkursämter (KOV)
KVG Bundesgesetz über die Krankenversicherung
L:
LVG Bundesgesetz über die wirtschaftliche Landesversorgung
LugÜ Übereinkommen über die gerichtliche Zuständigkeit und die Anerkennung und Vollstreckung von Entscheidungen in Zivil- und Handelssachen
M:
MSchG Bundesgesetz über den Schutz von Marken und Herkunftsangaben
MStG Militärstrafgesetz
MWSTG Bundesgesetz über die Mehrwertsteuer
MWSTV Mehrwertsteuerverordnung
O:
OAV-SchKG Verordnung betreffend die Oberaufsicht über Schuldbetreibung und Konkurs
OHG Bundesgesetz über die Hilfe an Opfer von Straftaten
OR Bundesgesetz betreffend die Ergänzung des Schweizerischen Zivilgesetzbuches (Fünfter Teil: Obligationenrecht)
P:
PAVO Verordnung über die Aufnahme von Pflegekindern
PBV Verordnung über die Bekanntgabe von Preisen
ParlG Bundesgesetz über die Bundesversammlung
PartG Bundesgesetz über die eingetragene Partnerschaft gleichgeschlechtlicher Paare
PatGG Bundesgesetz über das Bundespatentgericht
PfG Pfandbriefgesetz
PrHG Bundesgesetz über die Produktehaftpflicht
PüG Preisüberwachungsgesetz
R:
RAG Bundesgesetz über die Zulassung und Beaufsichtigung der Revisorinnen und Revisoren
S:
SVG Strassenverkehrsgesetz
SVKG Verordnung über die Sanktionen bei unzulässigen Wettbewerbsbeschränkungen
SchKG Bundesgesetz über Schuldbetreibung und Konkurs
StBOG Bundesgesetz über die Organisation der Strafbehörden des Bundes
StG Bundesgesetz über die Stempelabgaben
StGB Schweizerisches Strafgesetzbuch
StHG Bundesgesetz über die Harmonisierung der direkten Steuern der Kantone und Gemeinden
StPO Schweizerische Strafprozessordnung
StV Verordnung über die Stempelabgaben
SuG Bundesgesetz über Finanzhilfen und Abgeltungen
U:
URG Bundesgesetz über das Urheberrecht und verwandte Schutzrechte
URV Verordnung über das Urheberrecht und verwandte Schutzrechte
UVG Bundesgesetz über die Unfallversicherung
UVV Verordnung über die Unfallversicherung
UWG Bundesgesetz gegen den unlauteren Wettbewerb
V:
VAG Bundesgesetz betreffend die Aufsicht über Versicherungsunternehmen
VASR Verordnung über die anerkannten Standards zur Rechnungslegung
VBB Verordnung über das bäuerliche Bodenrecht
VBVV Verordnung über die Vermögensverwaltung im Rahmen einer Beistandschaft oder Vormundschaft
VDSG Verordnung zum Bundesgesetz über den Datenschutz
VG Bundesgesetz über die Verantwortlichkeit des Bundes sowie seiner Behördemitglieder und Beamten
VGG Bundesgesetz über das Bundesverwaltungsgericht
VKA Verordnung über die Katastrophenhilfe im Ausland
VKV-FINMA Verordnung der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht über den Konkurs von Versicherungsunternehmen
VPAV Verordnung betreffend die Pfändung, Arrestierung und Verwertung von Versicherungsansprüchen nach dem Bundesgesetz vom 2. April 1908 über den Versicherungsvertrag
VStG Bundesgesetz über die Verrechnungssteuer
VStV Verordnung über die Verrechnungssteuer
VStrR Bundesgesetz über das Verwaltungsstrafrecht
VVAG Verordnung über die Pfändung und Verwertung von Anteilen an Gemeinschaftsvermögen
VVG Bundesgesetz über den Versicherungsvertrag
VZG Verordnung des Bundesgerichts über die Zwangsverwertung von Grundstücken
VegüV Verordnung gegen übermässige Vergütungen bei börsenkotierten Aktiengesellschaften
VeÜ-ZSSV Verordnung über die elektronische Übermittlung im Rahmen von Zivil- und Strafprozessen sowie von Schuldbetreibungs- und Konkursverfahren
VwVG Bundesgesetz über das Verwaltungsverfahren
VüKU Verordnung über die Kontrolle von Unternehmenszusammenschlüssen
VüS Verordnung über das Strafregister
W:
WG Bundesgesetz über Waffen, Waffenzubehör und Munition
Z:
ZG Zollgesetz
ZGB Schweizerisches Zivilgesetzbuch
ZPO Schweizerische Zivilprozessordnung
ZStV Zivilstandsverordnung
ZTG Zolltarifgesetz
Ü:
ÜbZ Übereinkunft betreffend Zivilprozessrecht
ÜüAVaS Übereinkommen über die Anerkennung und Vollstreckung ausländischer Schiedssprüche
ÜüRK Übereinkommen über die Rechte des Kindes
ÜüSKZGIA Übereinkommen über den Schutz von Kindern und die Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Internationalen Adoption
ÜüiZR Übereinkommen über den internationalen Zugang zur Rechtspflege
ÜüzAiK Übereinkommen über die zivilrechtlichen Aspekte internationaler Kindesentführung
C:
CC Code civil suisse
CEDH Convention de sauvegarde des droits de l'homme et des libertés fondamentales
CL Convention concernant la compétence judiciaire, la reconnaissance et l'exécution des décisions en matière civile et commerciale
CLaH 2000 Convention sur la protection internationale des adultes
CLaH 96 Convention
CO Loi fédérale complétant le Code civil suisse
CP Code pénal suisse
CPC Code de procédure civile
CPM Code pénal militaire
CPP Code de procédure pénale suisse
Caclid Convention sur les aspects civils de l'enlèvement international d'enfants
Cpecmdi Convention sur la protection des enfants et la coopération en matière d'adoption internationale
Cprlsaé Convention pour la reconnaissance et l'exécution des sentences arbitrales étrangères
Crdl Convention relative aux droits de l'enfant
Crpc Convention relative à la procédure civile
Cst. Constitution fédérale de la Confédération suisse
Ctflij Convention tendant à faciliter l'accès international à la justice
D:
DPA Loi fédérale sur le droit pénal administratif
DPMin Loi fédérale régissant la condition pénale des mineurs
L:
LAA Loi fédérale sur l'assurance-accidents
LACI Loi fédérale sur l'assurance-chômage obligatoire et l'indemnité en cas d'insolvabilité
LAGH Loi fédérale sur l'analyse génétique humaine
LAMal Loi fédérale sur l'assurance-maladie
LAP Loi fédérale sur l'approvisionnement économique du pays
LAPG Loi fédérale sur les allocations pour perte de gain en cas de service et de maternité
LAVI Loi fédérale sur l'aide aux victimes d'infractions
LAVS Loi fédérale sur l'assurance-vieillesse et survivants
LArm Loi fédérale sur les armes, les accessoires d'armes et les munitions
LAsi Loi sur l'asile
LB Loi fédérale sur les banques et les caisses d'épargne
LBVM Loi fédérale sur les bourses et le commerce des valeurs mobilières
LCA Loi fédérale sur le contrat d'assurance
LCD Loi fédérale contre la concurrence déloyale
LCF Loi fédérale sur le Contrôle fédéral des finances
LCR Loi fédérale sur la circulation routière
LCart Loi fédérale sur les cartels et autres restrictions à la concurrence
LCdF Loi fédérale sur les chemins de fer
LD Loi sur les douanes
LDA Loi fédérale sur le droit d'auteur et les droits voisins
LDFR Loi fédérale sur le droit foncier rural
LDIP Loi fédérale sur le droit international privé
LDP Loi fédérale sur les droits politiques
LEH Loi fédérale sur les privilèges, les immunités et les facilités, ainsi que sur les aides financières accordés par la Suisse en tant qu'Etat hôte
LEI Loi fédérale sur les étrangers et l'intégration
LEg Loi fédérale sur l'égalité entre femmes et hommes
LF-CLaH Loi fédérale relative à la Convention de La Haye sur l'adoption et aux mesures de protection de l'enfant en cas d'adoption internationale
LF-EEA Loi fédérale sur l'enlèvement international d'enfants et les Conventions de La Haye sur la protection des enfants et des adultes
LFAIE Loi fédérale sur l'acquisition d'immeubles par des personnes à l'étranger
LFC Loi sur les finances de la Confédération
LFINMA Loi sur l'Autorité fédérale de surveillance des marchés financiers
LFLP Loi fédérale sur le libre passage dans la prévoyance professionnelle vieillesse, survivants et invalidité
LFPr Loi fédérale sur la formation professionnelle
LFus Loi fédérale sur la fusion, la scission, la transformation et le transfert de patrimoine
LHID Loi fédérale sur l'harmonisation des impôts directs des cantons et des communes
LIA Loi fédérale sur l'impôt anticipé (LIA)
LIFD Loi fédérale sur l'impôt fédéral direct
LIMF Loi fédérale sur les infrastructures des marchés financiers et le comportement sur le marché en matière de négociation de valeurs mobilières et de dérivés*
LLCA Loi fédérale sur la libre circulation des avocats
LLG Loi sur l'émission de lettres de gage
LMP Loi fédérale sur les marchés publics
LN Loi fédérale sur l'acquisition et la perte de la nationalité suisse
LOAP Loi fédérale sur l'organisation des autorités pénales de la Confédération
LP Loi fédérale sur la poursuite pour dettes et la faillite
LPCC Loi fédérale sur les placements collectifs de capitaux*
LPD Loi fédérale sur la protection des données
LPM Loi fédérale sur la protection des marques et des indications de provenance
LPMA Loi fédérale sur la procréation médicalement assistée*
LPP Loi fédérale sur la prévoyance professionnelle vieillesse, survivants et invalidité
LPPCi Loi fédérale sur la protection de la population et sur la protection civile
LParl Loisur l'Assemblée fédérale
LPart Loi fédérale sur le partenariat enregistré entre personnes du même sexe
LPers Loi sur le personnel de la Confédération
LRCF Loi fédérale sur la responsabilité de la Confédération, des membres de ses autorités et de ses fonctionnaires
LRFP Loi fédérale sur la responsabilité du fait des produits
LSA Loi fédérale sur la surveillance des entreprises d'assurance
LSPr Loi fédérale concernant la surveillance des prix
LSR Loi fédérale sur l'agrément et la surveillance des réviseurs
LStup Loi fédérale sur les stupéfiants et les substances psychotropes
LSu Loi fédérale sur les aides financières et les indemnités
LT Loi fédérale sur les droits de timbre
LTAF Loi sur le Tribunal administratif fédéral
LTF Loi sur le Tribunal fédéral
LTFB Loi<em></em>sur le Tribunal fédéral des brevets
LTI Loi fédérale sur les titres intermédiés
LTVA Loi fédérale régissant la taxe sur la valeur ajoutée
LTaD Loi sur le tarif des douanes
LTr Loi fédérale sur le travail dans l'industrie, l'artisanat et le commerce
O:
OAAE Ordonnance sur l'acte authentique électronique
OACata Ordonnance sur l'aide en cas de catastrophe à l'étranger
OAIE Ordonnance sur l'acquisition d'immeubles par des personnes à l'étranger
OAOF Ordonnance sur l'administration des offices de faillite
OAdo Ordonnance sur l'adoption
OB Ordonnance sur les banques et les caisses d'épargne
OBVM Ordonnance sur les bourses et le commerce des valeurs mobilières
OCEl-PCPP Ordonnance sur la communication électronique dans le cadre de procédures civiles et pénales et de procédures en matière de poursuite pour dettes et de faillite
ODAu Ordonnance sur le droit d'auteur et les droits voisins
ODFR Ordonnance sur le droit foncier rural
OEC Ordonnance sur l'état civil
OELP Ordonnance sur les émoluments perçus en application de la loi fédérale sur la poursuite pour dettes et la faillite
OFA-FINMA Ordonnance de l'Autorité fédérale de surveillance des marchés financiers sur la faillite des entreprises d'assurance
OFPC-FINMA Ordonnance de l'Autorité fédérale de surveillance des marchés financiers sur la faillite de placements collectifs de capitaux
OGPCT Ordonnance sur la gestion du patrimoine dans le cadre d'une curatelle ou d'une tutelle
OHS-LP Ordonnance relative à la haute surveillance en matière de poursuite et de faillite
OIA Ordonnance sur l'impôt anticipé
OIB-FINMA Ordonnance de l'Autorité fédérale de surveillance des marchés financiers sur l'insolvabilité des banques et des négociants en valeurs mobilières
OIMF Ordonnance sur les infrastructures des marchés financiers et le comportement sur le marché en matière de négociation de valeurs mobilières et de dérivés
OIMF-FINMA Ordonnance
OIP Ordonnance sur l'indication des prix
OLAA Ordonnance sur l'assurance-accidents
OLPD Ordonnance relative à la loi fédérale sur la protection des données
OLT 1 Ordonnance 1 relative à la loi sur le travail
ONCR Ordonnance sur les normes comptables reconnues
OPC Ordonnance concernant la saisie et la réalisation de parts de communautés
OPC-FINMA Ordonnance de l'Autorité fédérale de surveillance des marchés financiers sur les placements collectifs de capitaux
OPCC Ordonnance sur les placements collectifs de capitaux
OPE Ordonnance sur le placement d'enfants
ORAb Ordonnance contre les rémunérations abusives dans les sociétés anonymes cotées en bourse
ORC Ordonnance sur le registre du commerce
ORF Ordonnance sur le registre foncier
ORFI Ordonnance du Tribunal fédéral sur la réalisation forcée des immeubles
OS Ordonnance sur la surveillance des entreprises d'assurance privées
OS LCart Ordonnance sur les sanctions en cas de restrictions illicites à la concurrence
OS-FINMA Ordonnance de l'Autorité fédérale de surveillance des marchés financiers sur la surveillance des entreprises d'assurance privées
OSAss Ordonnance concernant la saisie, le séquestre et la réalisation des droits découlant d'assurances d'après la loi fédérale du 2 avril 1908 sur le contrat d'assurance
OT Ordonnance sur les droits de timbre
OTVA Ordonnance régissant la taxe sur la valeur ajoutée
Occd Ordonnance sur le contrôle des concentrations d'entreprises
Ocj Ordonnance sur le casier judiciaire
Olico Ordonnance concernant la tenue et la conservation des livres de comptes
P:
PA Loi fédérale sur la procédure administrative
PPMin Loi fédérale sur la procédure pénale applicable aux mineurs
R:
RAPG Règlement sur les allocations pour perte de gain
RAVS Règlement sur l'assurance-vieillesse et survivants
C:
C Convenzione
CC Codice civile svizzero
CEDU Convenzione per la salvaguardia dei diritti dell'uomo e delle libertà fondamentali
CLug Convenzione concernente la competenza giurisdizionale, il riconoscimento e l'esecuzione delle decisioni in materia civile e commerciale
CO Legge federale di complemento del Codice civile svizzero
CP Codice penale svizzero
CPC Codice di diritto processuale civile svizzero
CPM Codice penale militare
CPP Codice di diritto processuale penale svizzero
Ccrldsae Convenzione concernente il riconoscimento e l'esecuzione delle sentenze arbitrali estere
Cdf Convenzione sui diritti del fanciullo
Cost. Costituzione federale della Confederazione Svizzera
Crapc Convenzione relativa alla procedura civile
Csacrim Convenzione sugli aspetti civili del rapimento internazionale di minori
Cspida Convenzione sulla protezione internazionale degli adulti
Cspmscmai Convenzione sulla protezione dei minori e sulla cooperazione in materia di adozione internazionale
Cvfliag Convenzione volta a facilitare l'accesso internazionale alla giustizia
D:
DPA Legge federale sul diritto penale amministrativo
DPMin Legge federale sul diritto penale minorile
L:
LADI Legge federale sull'assicurazione obbligatoria contro la disoccupazione e l'indennità per insolvenza
LAFE Legge federale sull'acquisto di fondi da parte di persone all'estero
LAID Legge federale sull'armonizzazione delle imposte dirette dei Cantoni e dei Comuni
LAINF Legge federale sull'assicurazione contro gli infortuni
LAMal Legge federale sull'assicurazione malattie
LAP Legge federale sull'approvvigionamento economico del Paese
LAPub Legge federale sugli acquisti pubblici
LAV Legge federale concernente l'aiuto alle vittime di reati
LAVS Legge federale su l'assicurazione per la vecchiaia e per i superstiti
LArm Legge federale sulle armi, gli accessori di armi e le munizioni
LAsi Legge sull'asilo
LBCR Legge federale sulle banche e le casse di risparmio
LBVM Legge federale sulle borse e il commercio di valori mobiliari
LCA Legge federale sul contratto d'assicurazione
LCF Legge federale sul controllo federale delle finanze
LCSl Legge federale contro la concorrenza sleale