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Bundesgesetz über Fusion, Spaltung, Umwandlung und Vermögensübertragung

vom 3. Oktober 2003 (Stand am 1. Januar 2014)

Die Bundesversammlung der Schweizerischen Eidgenossenschaft,

gestützt auf Artikel 122 Absatz 1 der Bundesverfassung1, nach Einsicht in die Botschaft des Bundesrates vom 13. Juni 20002,

beschliesst:

1. Kapitel: Gegenstand und Begriffe

Art. 1 Gegenstand

1Die­ses Ge­setz re­gelt die An­pas­sung der recht­li­chen Struk­tu­ren von Ka­pi­tal­ge­sell­schaf­ten, Kol­lek­tiv- und Kom­man­dit­ge­sell­schaf­ten, Ge­nos­sen­schaf­ten, Ver­ei­nen, Stif­tun­gen und Ein­zel­un­ter­neh­men im Zu­sam­men­hang mit Fu­si­on, Spal­tung, Um­wand­lung und Ver­mö­gens­über­tra­gung.1

2Es ge­währ­leis­tet da­bei die Rechts­si­cher­heit und Trans­pa­renz und schützt Gläu­bi­ge­rin­nen und Gläu­bi­ger, Ar­beit­neh­me­rin­nen und Ar­beit­neh­mer so­wie Per­so­nen mit Min­der­heits­be­tei­li­gun­gen.

3Fer­ner legt es die pri­vat­recht­li­chen Vor­aus­set­zun­gen fest, un­ter wel­chen In­sti­tu­te des öf­fent­li­chen Rechts mit pri­vat­recht­li­chen Rechts­trä­gern fu­sio­nie­ren, sich in pri­vat­recht­li­che Rechts­trä­ger um­wan­deln oder sich an Ver­mö­gens­über­tra­gun­gen be­tei­li­gen kön­nen.

4Die Vor­schrif­ten des Kar­tell­ge­set­zes vom 6. Ok­to­ber 19952 be­tref­fend die Be­ur­tei­lung von Un­ter­neh­mens­zu­sam­menschlüs­sen blei­ben vor­be­hal­ten.


1 Fas­sung ge­mä­ss An­hang Ziff. 2 des BG vom 16. Dez. 2005 (GmbH-Recht so­wie An­pas­sun­gen im Ak­ti­en-, Ge­nos­sen­schafts-, Han­dels­re­gis­ter- und Fir­men­recht), in Kraft seit 1. Jan. 2008 (AS 2007 4791; BBl 2002 3148, 2004 3969).
2 SR 251

Art. 2 Begriffe

In die­sem Ge­setz gel­ten als:

a.1
Rechts­trä­ger: Ge­sell­schaf­ten, Stif­tun­gen, im Han­dels­re­gis­ter ein­ge­tra­ge­ne Ein­zel­un­ter­neh­men, Kom­man­dit­ge­sell­schaf­ten für kol­lek­ti­ve Ka­pi­tal­an­la­gen, In­vest­ment­ge­sell­schaf­ten mit va­ria­blem Ka­pi­tal und In­sti­tu­te des öf­fent­li­chen Rechts;
b.
Ge­sell­schaf­ten: Ka­pi­tal­ge­sell­schaf­ten, Kol­lek­tiv- und Kom­man­dit­ge­sell­schaf­ten, Ver­ei­ne und Ge­nos­sen­schaf­ten, so­fern es sich nicht um Vor­sor­ge­ein­rich­tun­gen ge­mä­ss Buch­sta­be i han­delt;
c.
Ka­pi­tal­ge­sell­schaf­ten: Ak­ti­en­ge­sell­schaf­ten, Kom­man­di­tak­ti­en­ge­sell­schaf­ten und Ge­sell­schaf­ten mit be­schränk­ter Haf­tung;
d.
In­sti­tu­te des öf­fent­li­chen Rechts: im Han­dels­re­gis­ter ein­ge­tra­ge­ne, or­ga­ni­sa­to­risch ver­selb­stän­dig­te Ein­rich­tun­gen des öf­fent­li­chen Rechts des Bun­des, der Kan­to­ne und der Ge­mein­den, un­ab­hän­gig da­von, ob sie als ju­ris­ti­sche Per­son aus­ge­stal­tet sind oder nicht;
e.
klei­ne und mitt­le­re Un­ter­neh­men: Ge­sell­schaf­ten, die kei­ne An­lei­hen­sob­li­ga­tio­nen aus­ste­hend ha­ben, de­ren An­tei­le nicht an der Bör­se ko­tiert sind und die über­dies zwei der nach­fol­gen­den Grös­sen nicht in den zwei letz­ten dem Fu­si­ons-, dem Spal­tungs- oder dem Um­wand­lungs­be­schluss vor­an­ge­gan­ge­nen Ge­schäfts­jah­ren über­schrei­ten:
1.
Bi­lanz­sum­me von 20 Mil­lio­nen Fran­ken,
2.
Um­sat­z­er­lös von 40 Mil­lio­nen Fran­ken,
3.2
250 Voll­zeit­stel­len im Jah­res­durch­schnitt;
f.
Ge­sell­schaf­te­rin­nen und Ge­sell­schaf­ter: An­teils­in­ha­be­rin­nen und -in­ha­ber, Ge­sell­schaf­te­rin­nen und Ge­sell­schaf­ter in der Kol­lek­tiv- und der Kom­man­dit­ge­sell­schaft, Ge­nos­sen­schaf­te­rin­nen und Ge­nos­sen­schaf­ter oh­ne An­teil­schei­ne, Mit­glie­der im Ver­ein;
g.
An­teils­in­ha­be­rin­nen und -in­ha­ber: In­ha­be­rin­nen und In­ha­ber von Ak­ti­en, Par­ti­zi­pa­ti­ons­schei­nen oder Ge­nuss­schei­nen, Ge­sell­schaf­te­rin­nen und Ge­sell­schaf­ter von Ge­sell­schaf­ten mit be­schränk­ter Haf­tung, Ge­nos­sen­schaf­te­rin­nen und Ge­nos­sen­schaf­ter mit An­teil­schei­nen;
h.
Ge­ne­ral­ver­samm­lung: die Ge­ne­ral­ver­samm­lung in der Ak­ti­en­ge­sell­schaft, der Kom­man­di­tak­ti­en­ge­sell­schaft und in der Ge­nos­sen­schaft; die Ge­sell­schaf­ter­ver­samm­lung in der Ge­sell­schaft mit be­schränk­ter Haf­tung; die Ver­samm­lung der Mit­glie­der im Ver­ein; die De­le­gier­ten­ver­samm­lung, so­weit die­se in der Ge­nos­sen­schaft oder im Ver­ein nach den Sta­tu­ten zu­stän­dig ist;
i.
Vor­sor­ge­ein­rich­tun­gen: Ein­rich­tun­gen, die der Auf­sicht ge­mä­ss Ar­ti­kel 61 ff. des Bun­des­ge­set­zes vom 25. Ju­ni 19823 über die be­ruf­li­che Al­ters-, Hin­ter­blie­be­nen- und In­va­li­den­vor­sor­ge (BVG) un­ter­stellt sind und die als ju­ris­ti­sche Per­son aus­ge­stal­tet sind.

1 Fas­sung ge­mä­ss An­hang Ziff. II 1 des Kol­lek­ti­v­an­la­gen­ge­set­zes vom 23. Ju­ni 2006, in Kraft seit 1. Jan. 2007 (AS 2006 5379; BBl 2005 6395).
2 Fas­sung ge­mä­ss An­hang Ziff. 2 des BG vom 23. Dez. 2011 (Rech­nungs­le­gungs­recht), in Kraft seit 1. Jan. 2013 (AS 2012 6679; BBl 2008 1589).
3 SR 831.40

2. Kapitel: Fusion von Gesellschaften

1. Abschnitt: Allgemeine Bestimmungen

Art. 3 Grundsatz

1Ge­sell­schaf­ten kön­nen fu­sio­nie­ren, in­dem:

a.
die ei­ne die an­de­re über­nimmt (Ab­sorp­ti­ons­fu­si­on);
b.
sie sich zu ei­ner neu­en Ge­sell­schaft zu­sam­mensch­lies­sen (Kom­bi­na­ti­ons­fu­si­on).

2Mit der Fu­si­on wird die über­tra­gen­de Ge­sell­schaft auf­ge­löst und im Han­dels­re­gis­ter ge­löscht.

Art. 4 Zulässige Fusionen

1Ka­pi­tal­ge­sell­schaf­ten kön­nen fu­sio­nie­ren:

a.
mit Ka­pi­tal­ge­sell­schaf­ten;
b.
mit Ge­nos­sen­schaf­ten;
c.
als über­neh­men­de Ge­sell­schaf­ten mit Kol­lek­tiv- und Kom­man­dit­ge­sell­schaf­ten;
d.
als über­neh­men­de Ge­sell­schaf­ten mit Ver­ei­nen, die im Han­dels­re­gis­ter ein­ge­tra­gen sind.

2Kol­lek­tiv- und Kom­man­dit­ge­sell­schaf­ten kön­nen fu­sio­nie­ren:

a.
mit Kol­lek­tiv- und Kom­man­dit­ge­sell­schaf­ten;
b.
als über­tra­gen­de Ge­sell­schaf­ten mit Ka­pi­tal­ge­sell­schaf­ten;
c.
als über­tra­gen­de Ge­sell­schaf­ten mit Ge­nos­sen­schaf­ten.

3Ge­nos­sen­schaf­ten kön­nen fu­sio­nie­ren:

a.
mit Ge­nos­sen­schaf­ten;
b.
mit Ka­pi­tal­ge­sell­schaf­ten;
c.
als über­neh­men­de Ge­sell­schaf­ten mit Kol­lek­tiv- und Kom­man­dit­ge­sell­schaf­ten;
d.
als über­neh­men­de Ge­sell­schaf­ten mit Ver­ei­nen, die im Han­dels­re­gis­ter ein­ge­tra­gen sind;
e.
falls kei­ne An­teil­schei­ne be­ste­hen, als über­tra­gen­de Ge­sell­schaf­ten mit Ver­ei­nen, die im Han­dels­re­gis­ter ein­ge­tra­gen sind.

4Ver­ei­ne kön­nen mit Ver­ei­nen fu­sio­nie­ren. Im Han­dels­re­gis­ter ein­ge­tra­ge­ne Ver­ei­ne kön­nen über­dies fu­sio­nie­ren:

a.
als über­tra­gen­de Ge­sell­schaf­ten mit Ka­pi­tal­ge­sell­schaf­ten;
b.
als über­tra­gen­de Ge­sell­schaf­ten mit Ge­nos­sen­schaf­ten;
c.
als über­neh­men­de Ge­sell­schaf­ten mit Ge­nos­sen­schaf­ten oh­ne An­teil­schei­ne.

Art. 5 Fusion einer Gesellschaft in Liquidation

1Ei­ne Ge­sell­schaft in Li­qui­da­ti­on kann sich als über­tra­gen­de Ge­sell­schaft an ei­ner Fu­si­on be­tei­li­gen, wenn mit der Ver­mö­gens­ver­tei­lung noch nicht be­gon­nen wur­de.

2Das obers­te Lei­tungs- oder Ver­wal­tungs­or­gan muss ge­gen­über dem Han­dels­re­gis­ter­amt be­stä­ti­gen, dass die Vor­aus­set­zung nach Ab­satz 1 er­füllt ist.

Art. 6 Fusion von Gesellschaften im Fall von Kapitalverlust oder Überschuldung

1Ei­ne Ge­sell­schaft, de­ren Ak­ti­en-, Stamm- oder Ge­nos­sen­schafts­ka­pi­tal und de­ren ge­setz­li­che Re­ser­ven zur Hälf­te nicht mehr ge­deckt sind oder die über­schul­det ist, kann mit ei­ner an­de­ren Ge­sell­schaft nur fu­sio­nie­ren, wenn die­se über frei ver­wend­ba­res Ei­gen­ka­pi­tal im Um­fang der Un­ter­de­ckung und ge­ge­be­nen­falls der Über­schul­dung ver­fügt. Die­se Vor­aus­set­zung ent­fällt, so­weit Gläu­bi­ge­rin­nen und Gläu­bi­ger der an der Fu­si­on be­tei­lig­ten Ge­sell­schaf­ten im Rang hin­ter al­le an­de­ren Gläu­bi­ge­rin­nen und Gläu­bi­ger zu­rück­tre­ten.

2Das obers­te Lei­tungs- oder Ver­wal­tungs­or­gan muss dem Han­dels­re­gis­ter­amt ei­ne Be­stä­ti­gung ei­ner zu­ge­las­se­nen Re­vi­si­ons­ex­per­tin oder ei­nes zu­ge­las­se­nen Re­vi­si­ons­ex­per­ten ein­rei­chen, wo­nach die Vor­aus­set­zun­gen nach Ab­satz 1 er­füllt sind.1


1 Fas­sung ge­mä­ss An­hang Ziff. 2 des BG vom 16. Dez. 2005 (GmbH-Recht so­wie An­pas­sun­gen im Ak­ti­en-, Ge­nos­sen­schafts-, Han­dels­re­gis­ter- und Fir­men­recht), in Kraft seit 1. Jan. 2008 (AS 2007 4791; BBl 2002 3148, 2004 3969).

2. Abschnitt: Anteils- und Mitgliedschaftsrechte

Art. 7 Wahrung der Anteils- und Mitgliedschaftsrechte

1Ge­sell­schaf­te­rin­nen und Ge­sell­schaf­ter der über­tra­gen­den Ge­sell­schaft ha­ben An­spruch auf An­teils- oder Mit­glied­schafts­rech­te an der über­neh­men­den Ge­sell­schaft, die un­ter Be­rück­sich­ti­gung des Ver­mö­gens der be­tei­lig­ten Ge­sell­schaf­ten, der Ver­tei­lung der Stimm­rech­te so­wie al­ler an­de­ren re­le­van­ten Um­stän­de ih­ren bis­he­ri­gen An­teils- oder Mit­glied­schafts­rech­ten ent­spre­chen.

2Bei der Fest­le­gung des Um­tausch­ver­hält­nis­ses für An­tei­le kann ei­ne Aus­gleichs­zah­lung vor­ge­se­hen wer­den, die den zehn­ten Teil des wirk­li­chen Werts der ge­währ­ten An­tei­le nicht über­stei­gen darf.

3Ge­sell­schaf­te­rin­nen und Ge­sell­schaf­ter oh­ne An­teil­schei­ne ha­ben bei der Über­nah­me ih­rer Ge­sell­schaft durch ei­ne Ka­pi­tal­ge­sell­schaft An­spruch auf min­des­tens einen An­teil.

4Für An­tei­le oh­ne Stimm­recht an der über­tra­gen­den Ge­sell­schaft muss die über­neh­men­de Ge­sell­schaft gleich­wer­ti­ge An­tei­le oder An­tei­le mit Stimm­recht ge­wäh­ren.

5Für Son­der­rech­te an der über­tra­gen­den Ge­sell­schaft, die mit An­teils- oder Mit­glied­schafts­rech­ten ver­bun­den sind, muss die über­neh­men­de Ge­sell­schaft gleich­wer­ti­ge Rech­te oder ei­ne an­ge­mes­se­ne Ab­gel­tung ge­wäh­ren.

6Die über­neh­men­de Ge­sell­schaft muss den In­ha­be­rin­nen und In­ha­bern von Ge­nuss­schei­nen der über­tra­gen­den Ge­sell­schaft gleich­wer­ti­ge Rech­te ge­wäh­ren oder ih­re Ge­nuss­schei­ne zum wirk­li­chen Wert im Zeit­punkt des Ab­schlus­ses des Fu­si­ons­ver­trags zu­rück­kau­fen.

Art. 8 Abfindung

1Die an der Fu­si­on be­tei­lig­ten Ge­sell­schaf­ten kön­nen im Fu­si­ons­ver­trag vor­se­hen, dass die Ge­sell­schaf­te­rin­nen und Ge­sell­schaf­ter zwi­schen An­teils- oder Mit­glied­schafts­rech­ten und ei­ner Ab­fin­dung wäh­len kön­nen.

2Die an der Fu­si­on be­tei­lig­ten Ge­sell­schaf­ten kön­nen im Fu­si­ons­ver­trag auch vor­se­hen, dass nur ei­ne Ab­fin­dung aus­ge­rich­tet wird.

3. Abschnitt: Kapitalerhöhung, Neugründung und Zwischenbilanz

Art. 9 Kapitalerhöhung bei der Absorptionsfusion

1Bei der Ab­sorp­ti­ons­fu­si­on muss die über­neh­men­de Ge­sell­schaft das Ka­pi­tal er­hö­hen, so­weit es zur Wah­rung der Rech­te der Ge­sell­schaf­te­rin­nen und Ge­sell­schaf­ter der über­tra­gen­den Ge­sell­schaft er­for­der­lich ist.

2Die Vor­schrif­ten des Ob­li­ga­tio­nen­rechts1 (OR) über die Sachein­la­gen so­wie Ar­ti­kel 651 Ab­satz 2 des OR fin­den bei der Fu­si­on kei­ne An­wen­dung.


1 SR 220

Art. 10 Neugründung bei der Kombinationsfusion

Für die Neu­grün­dung ei­ner Ge­sell­schaft im Rah­men ei­ner Kom­bi­na­ti­ons­fu­si­on gel­ten die Be­stim­mun­gen des Zi­vil­ge­setz­bu­ches1 (ZGB) und des OR2 über die Grün­dung ei­ner Ge­sell­schaft. Kei­ne An­wen­dung fin­den die Vor­schrif­ten über die An­zahl der Grün­de­rin­nen und Grün­der bei Ka­pi­tal­ge­sell­schaf­ten so­wie die Vor­schrif­ten über die Sachein­la­gen.


1 SR 210
2 SR 220

Art. 11 Zwischenbilanz

1Liegt der Bi­lanz­stich­tag bei Ab­schluss des Fu­si­ons­ver­trags mehr als sechs Mo­na­te zu­rück oder sind seit Ab­schluss der letz­ten Bi­lanz wich­ti­ge Än­de­run­gen in der Ver­mö­gens­la­ge der an der Fu­si­on be­tei­lig­ten Ge­sell­schaf­ten ein­ge­tre­ten, so müs­sen die­se ei­ne Zwi­schen­bi­lanz er­stel­len.

2Die Er­stel­lung der Zwi­schen­bi­lanz er­folgt ge­mä­ss den Vor­schrif­ten und Grund­sät­zen für den Jah­res­ab­schluss un­ter Vor­be­halt fol­gen­der Vor­schrif­ten:

a.
Ei­ne kör­per­li­che Be­stan­des­auf­nah­me ist nicht not­wen­dig.
b.
Die in der letz­ten Bi­lanz vor­ge­nom­me­nen Be­wer­tun­gen brau­chen nur nach Mass­ga­be der Be­we­gun­gen in den Ge­schäfts­bü­chern ver­än­dert zu wer­den; Ab­schrei­bun­gen, Wert­be­rich­ti­gun­gen und Rück­stel­lun­gen für die Zwi­schen­zeit so­wie we­sent­li­che, aus den Bü­chern nicht er­sicht­li­che Ver­än­de­run­gen der Wer­te müs­sen je­doch be­rück­sich­tigt wer­den.

4. Abschnitt: Fusionsvertrag, Fusionsbericht und Prüfung

Art. 12 Abschluss des Fusionsvertrags

1Der Fu­si­ons­ver­trag muss von den obers­ten Lei­tungs- oder Ver­wal­tungs­or­ga­nen der an der Fu­si­on be­tei­lig­ten Ge­sell­schaf­ten ab­ge­schlos­sen wer­den.

2Er be­darf der schrift­li­chen Form und der Zu­stim­mung der Ge­ne­ral­ver­samm­lung be­zie­hungs­wei­se der Ge­sell­schaf­te­rin­nen und Ge­sell­schaf­ter der be­tei­lig­ten Ge­sell­schaf­ten (Art. 18).

Art. 13 Inhalt des Fusionsvertrags

1 Der Fu­si­ons­ver­trag ent­hält:

a.
den Na­men oder die Fir­ma, den Sitz und die Rechts­form der be­tei­lig­ten Ge­sell­schaf­ten, im Fall der Kom­bi­na­ti­ons­fu­si­on auch den Na­men oder die Fir­ma, den Sitz und die Rechts­form der neu­en Ge­sell­schaft;
b.
das Um­tausch­ver­hält­nis für An­tei­le und ge­ge­be­nen­falls die Hö­he der Aus­gleichs­zah­lung be­zie­hungs­wei­se An­ga­ben über die Mit­glied­schaft der Ge­sell­schaf­te­rin­nen und Ge­sell­schaf­ter der über­tra­gen­den Ge­sell­schaft bei der über­neh­men­den Ge­sell­schaft;
c.
die Rech­te, wel­che die über­neh­men­de Ge­sell­schaft den In­ha­be­rin­nen und In­ha­bern von Son­der­rech­ten, von An­tei­len oh­ne Stimm­recht oder von Ge­nuss­schei­nen ge­währt;
d.
die Mo­da­li­tä­ten für den Um­tausch der An­tei­le;
e.
den Zeit­punkt, von dem an die An­teils- oder Mit­glied­schafts­rech­te An­spruch auf einen An­teil am Bi­lanz­ge­winn ge­wäh­ren, so­wie al­le Be­son­der­hei­ten die­ses An­spruchs;
f.
ge­ge­be­nen­falls die Hö­he der Ab­fin­dung nach Ar­ti­kel 8;
g.
den Zeit­punkt, von dem an die Hand­lun­gen der über­tra­gen­den Ge­sell­schaft als für Rech­nung der über­neh­men­den Ge­sell­schaft vor­ge­nom­men gel­ten;
h.
je­den be­son­de­ren Vor­teil, der Mit­glie­dern ei­nes Lei­tungs- oder Ver­wal­tungs­or­gans oder ge­schäfts­füh­ren­den Ge­sell­schaf­te­rin­nen und Ge­sell­schaf­tern ge­währt wird;
i.
ge­ge­be­nen­falls die Be­zeich­nung der Ge­sell­schaf­te­rin­nen und Ge­sell­schaf­ter mit un­be­schränk­ter Haf­tung.

2Bei der Fu­si­on zwi­schen Ver­ei­nen fin­den Ab­satz 1 Buch­sta­ben c-f kei­ne An­wen­dung.

Art. 14 Fusionsbericht

1Die obers­ten Lei­tungs- oder Ver­wal­tungs­or­ga­ne der be­tei­lig­ten Ge­sell­schaf­ten müs­sen einen schrift­li­chen Be­richt über die Fu­si­on er­stel­len. Sie kön­nen den Be­richt auch ge­mein­sam ver­fas­sen.

2Klei­ne und mitt­le­re Un­ter­neh­men kön­nen auf die Er­stel­lung ei­nes Fu­si­ons­be­richts ver­zich­ten, so­fern al­le Ge­sell­schaf­te­rin­nen und Ge­sell­schaf­ter zu­stim­men.

3Im Be­richt sind recht­lich und wirt­schaft­lich zu er­läu­tern und zu be­grün­den:

a.
der Zweck und die Fol­gen der Fu­si­on;
b.
der Fu­si­ons­ver­trag;
c.
das Um­tausch­ver­hält­nis für An­tei­le und ge­ge­be­nen­falls die Hö­he der Aus­gleichs­zah­lung be­zie­hungs­wei­se die Mit­glied­schaft der Ge­sell­schaf­te­rin­nen und Ge­sell­schaf­ter der über­tra­gen­den Ge­sell­schaft bei der über­neh­men­den Ge­sell­schaft;
d.
ge­ge­be­nen­falls die Hö­he der Ab­fin­dung und die Grün­de, wes­halb an Stel­le von An­teils- oder Mit­glied­schafts­rech­ten nur ei­ne Ab­fin­dung ge­währt wer­den soll;
e.
Be­son­der­hei­ten bei der Be­wer­tung der An­tei­le im Hin­blick auf die Fest­set­zung des Um­tausch­ver­hält­nis­ses;
f.
ge­ge­be­nen­falls der Um­fang der Ka­pi­tal­er­hö­hung der über­neh­men­den Ge­sell­schaft;
g.
ge­ge­be­nen­falls die Nach­schuss­pflicht, an­de­re per­sön­li­che Leis­tungs­pflich­ten und die per­sön­li­che Haf­tung, die sich für die Ge­sell­schaf­te­rin­nen und Ge­sell­schaf­ter der über­tra­gen­den Ge­sell­schaft aus der Fu­si­on er­ge­ben;
h.
bei der Fu­si­on von Ge­sell­schaf­ten mit un­ter­schied­li­chen Rechts­for­men die Pflich­ten, die den Ge­sell­schaf­te­rin­nen und Ge­sell­schaf­tern in der neu­en Rechts­form auf­er­legt wer­den kön­nen;
i.
die Aus­wir­kun­gen der Fu­si­on auf die Ar­beit­neh­me­rin­nen und Ar­beit­neh­mer der an der Fu­si­on be­tei­lig­ten Ge­sell­schaf­ten so­wie Hin­wei­se auf den In­halt ei­nes all­fäl­li­gen So­zi­al­plans;
j.
die Aus­wir­kun­gen der Fu­si­on auf die Gläu­bi­ge­rin­nen und Gläu­bi­ger der an der Fu­si­on be­tei­lig­ten Ge­sell­schaf­ten;
k.
ge­ge­be­nen­falls Hin­wei­se auf er­teil­te und aus­ste­hen­de be­hörd­li­che Be­wil­li­gun­gen.

4Bei der Kom­bi­na­ti­ons­fu­si­on ist dem Fu­si­ons­be­richt der Ent­wurf der Sta­tu­ten der neu­en Ge­sell­schaft bei­zu­fü­gen.

5Bei der Fu­si­on zwi­schen Ver­ei­nen fin­det die­se Be­stim­mung kei­ne An­wen­dung.

Art. 15 Prüfung des Fusionsvertrags und des Fusionsberichts

1Die an der Fu­si­on be­tei­lig­ten Ge­sell­schaf­ten müs­sen den Fu­si­ons­ver­trag, den Fu­si­ons­be­richt und die der Fu­si­on zu Grun­de lie­gen­de Bi­lanz von ei­ner zu­ge­las­se­nen Re­vi­si­ons­ex­per­tin oder ei­nem zu­ge­las­se­nen Re­vi­si­ons­ex­per­ten prü­fen las­sen, falls die über­neh­men­de Ge­sell­schaft ei­ne Ka­pi­tal­ge­sell­schaft oder ei­ne Ge­nos­sen­schaft mit An­teil­schei­nen ist. Sie kön­nen ei­ne ge­mein­sa­me Re­vi­si­ons­ex­per­tin oder einen ge­mein­sa­men Re­vi­si­ons­ex­per­ten be­stim­men.1

2Klei­ne und mitt­le­re Un­ter­neh­men kön­nen auf die Prü­fung ver­zich­ten, so­fern al­le Ge­sell­schaf­te­rin­nen und Ge­sell­schaf­ter zu­stim­men.

3Die be­tei­lig­ten Ge­sell­schaf­ten müs­sen der Re­vi­si­ons­ex­per­tin oder dem Re­vi­si­ons­ex­per­ten al­le zweck­dien­li­chen Aus­künf­te und Un­ter­la­gen ge­ben.2

4Die Re­vi­si­ons­ex­per­tin oder der Re­vi­si­ons­ex­per­te legt in ei­nem schrift­li­chen Prü­fungs­be­richt dar:3

a.
ob die vor­ge­se­he­ne Ka­pi­tal­er­hö­hung der über­neh­men­den Ge­sell­schaft zur Wah­rung der Rech­te der Ge­sell­schaf­te­rin­nen und Ge­sell­schaf­ter der über­tra­gen­den Ge­sell­schaft ge­nügt;
b.
ob das Um­tausch­ver­hält­nis für An­tei­le be­zie­hungs­wei­se die Ab­fin­dung ver­tret­bar ist;
c.
nach wel­cher Me­tho­de das Um­tausch­ver­hält­nis be­stimmt wor­den ist und aus wel­chen Grün­den die an­ge­wand­te Me­tho­de an­ge­mes­sen ist;
d.
wel­che re­la­ti­ve Be­deu­tung ge­ge­be­nen­falls ver­schie­de­nen an­ge­wen­de­ten Me­tho­den für die Be­stim­mung des Um­tausch­ver­hält­nis­ses bei­ge­mes­sen wur­de;
e.
wel­che Be­son­der­hei­ten bei der Be­wer­tung der An­tei­le im Hin­blick auf die Fest­set­zung des Um­tausch­ver­hält­nis­ses zu be­ach­ten wa­ren.

1 Fas­sung ge­mä­ss An­hang Ziff. 2 des BG vom 16. Dez. 2005 (GmbH-Recht so­wie An­pas­sun­gen im Ak­ti­en-, Ge­nos­sen­schafts-, Han­dels­re­gis­ter- und Fir­men­recht), in Kraft seit 1. Jan. 2008 (AS 2007 4791; BBl 2002 3148, 2004 3969).
2 Fas­sung ge­mä­ss An­hang Ziff. 2 des BG vom 16. Dez. 2005 (GmbH-Recht so­wie An­pas­sun­gen im Ak­ti­en-, Ge­nos­sen­schafts-, Han­dels­re­gis­ter- und Fir­men­recht), in Kraft seit 1. Jan. 2008 (AS 2007 4791; BBl 2002 3148, 2004 3969).
3 Fas­sung ge­mä­ss An­hang Ziff. 2 des BG vom 16. Dez. 2005 (GmbH-Recht so­wie An­pas­sun­gen im Ak­ti­en-, Ge­nos­sen­schafts-, Han­dels­re­gis­ter- und Fir­men­recht), in Kraft seit 1. Jan. 2008 (AS 2007 4791; BBl 2002 3148, 2004 3969).

Art. 16 Einsichtsrecht

1Je­de der an der Fu­si­on be­tei­lig­ten Ge­sell­schaf­ten muss an ih­rem Sitz den Ge­sell­schaf­te­rin­nen und Ge­sell­schaf­tern wäh­rend der 30 Ta­ge vor der Be­schluss­fas­sung Ein­sicht in fol­gen­de Un­ter­la­gen al­ler an der Fu­si­on be­tei­lig­ten Ge­sell­schaf­ten ge­wäh­ren:

a.
den Fu­si­ons­ver­trag;
b.
den Fu­si­ons­be­richt;
c.
den Prü­fungs­be­richt;
d.
die Jah­res­rech­nun­gen und Jah­res­be­rich­te der letz­ten drei Ge­schäfts­jah­re so­wie ge­ge­be­nen­falls die Zwi­schen­bi­lanz.

2Klei­ne und mitt­le­re Un­ter­neh­men kön­nen auf das Ein­sichts­ver­fah­ren nach Ab­satz 1 ver­zich­ten, so­fern al­le Ge­sell­schaf­te­rin­nen und Ge­sell­schaf­ter zu­stim­men.

3Die Ge­sell­schaf­te­rin­nen und Ge­sell­schaf­ter kön­nen von den be­tei­lig­ten Ge­sell­schaf­ten Ko­pi­en der Un­ter­la­gen nach Ab­satz 1 ver­lan­gen. Die­se müs­sen ih­nen un­ent­gelt­lich zur Ver­fü­gung ge­stellt wer­den.

4Je­de der an der Fu­si­on be­tei­lig­ten Ge­sell­schaf­ten muss die Ge­sell­schaf­te­rin­nen und Ge­sell­schaf­ter in ge­eig­ne­ter Form auf die Mög­lich­keit zur Ein­sicht­nah­me hin­wei­sen.

Art. 17 Veränderungen im Vermögen

1Tre­ten bei ei­ner der an der Fu­si­on be­tei­lig­ten Ge­sell­schaf­ten zwi­schen dem Ab­schluss des Fu­si­ons­ver­trags und der Be­schluss­fas­sung durch die Ge­ne­ral­ver­samm­lung we­sent­li­che Än­de­run­gen im Ak­tiv- oder im Pas­siv­ver­mö­gen ein, so muss de­ren obers­tes Lei­tungs- oder Ver­wal­tungs­or­gan die obers­ten Lei­tungs- oder Ver­wal­tungs­or­ga­ne der an­de­ren be­tei­lig­ten Ge­sell­schaf­ten dar­über in­for­mie­ren.

2Die obers­ten Lei­tungs- oder Ver­wal­tungs­or­ga­ne al­ler be­tei­lig­ten Ge­sell­schaf­ten prü­fen, ob der Fu­si­ons­ver­trag ab­ge­än­dert wer­den muss oder ob auf die Fu­si­on zu ver­zich­ten ist; trifft dies zu, so müs­sen sie den An­trag auf Ge­neh­mi­gung zu­rück­zie­hen. An­dern­falls müs­sen sie in der Ge­ne­ral­ver­samm­lung be­grün­den, warum der Fu­si­ons­ver­trag kei­ner An­pas­sung be­darf.

5. Abschnitt: Fusionsbeschluss und Eintragung ins Handelsregister

Art. 18 Fusionsbeschluss

1Bei den Ka­pi­tal­ge­sell­schaf­ten, den Ge­nos­sen­schaf­ten und den Ver­ei­nen muss das obers­te Lei­tungs- oder Ver­wal­tungs­or­gan den Fu­si­ons­ver­trag der Ge­ne­ral­ver­samm­lung zur Be­schluss­fas­sung un­ter­brei­ten. Fol­gen­de Mehr­hei­ten sind er­for­der­lich:

a.
bei Ak­ti­en­ge­sell­schaf­ten und Kom­man­di­tak­ti­en­ge­sell­schaf­ten min­des­tens zwei Drit­tel der an der Ge­ne­ral­ver­samm­lung ver­tre­te­nen Ak­ti­en­stim­men und die ab­so­lu­te Mehr­heit des von ih­nen ver­tre­te­nen Ak­ti­en­nenn­werts;
b.
bei ei­ner Ka­pi­tal­ge­sell­schaft, die von ei­ner Ge­nos­sen­schaft über­nom­men wird, die Zu­stim­mung al­ler Ak­tio­nä­rin­nen und Ak­tio­näre oder, im Fall der Ge­sell­schaft mit be­schränk­ter Haf­tung, al­ler Ge­sell­schaf­te­rin­nen und Ge­sell­schaf­ter;
c.1
bei Ge­sell­schaf­ten mit be­schränk­ter Haf­tung min­des­tens zwei Drit­tel der an der Ge­ne­ral­ver­samm­lung ver­tre­te­nen Stim­men so­wie die ab­so­lu­te Mehr­heit des ge­sam­ten Stamm­ka­pi­tals, mit dem ein aus­üb­ba­res Stimm­recht ver­bun­den ist;
d.
bei Ge­nos­sen­schaf­ten min­des­tens zwei Drit­tel der ab­ge­ge­be­nen Stim­men oder, wenn ei­ne Nach­schuss­pflicht, an­de­re per­sön­li­che Leis­tungs­pflich­ten oder die per­sön­li­che Haf­tung ein­ge­führt oder er­wei­tert wer­den, min­des­tens drei Vier­tel al­ler Ge­nos­sen­schaf­te­rin­nen und Ge­nos­sen­schaf­ter;
e.
bei Ver­ei­nen min­des­tens drei Vier­tel der an der Ge­ne­ral­ver­samm­lung an­we­sen­den Mit­glie­der.

2Bei Kol­lek­tiv- und bei Kom­man­dit­ge­sell­schaf­ten be­darf der Fu­si­ons­ver­trag der Zu­stim­mung al­ler Ge­sell­schaf­te­rin­nen und Ge­sell­schaf­ter. Der Ge­sell­schafts­ver­trag kann je­doch vor­se­hen, dass die Zu­stim­mung von min­des­tens drei Vier­teln der Ge­sell­schaf­te­rin­nen und Ge­sell­schaf­ter ge­nügt.

3Über­nimmt ei­ne Kom­man­di­tak­ti­en­ge­sell­schaft ei­ne an­de­re Ge­sell­schaft, so be­darf es zu­sätz­lich zu den Mehr­hei­ten nach Ab­satz 1 Buch­sta­be a der schrift­li­chen Zu­stim­mung al­ler Ge­sell­schaf­te­rin­nen und Ge­sell­schaf­ter, die un­be­schränkt haf­ten.

4Bei Ak­ti­en­ge­sell­schaf­ten oder Kom­man­di­tak­ti­en­ge­sell­schaf­ten, die von ei­ner Ge­sell­schaft mit be­schränk­ter Haf­tung über­nom­men wer­den und bei de­nen durch die­se Über­nah­me ei­ne Nach­schuss­pflicht oder ei­ne an­de­re per­sön­li­che Leis­tungs­pflicht ein­ge­führt wird, be­darf es der Zu­stim­mung al­ler Ak­tio­nä­rin­nen und Ak­tio­näre, die da­von be­trof­fen wer­den.

5Sieht der Fu­si­ons­ver­trag nur ei­ne Ab­fin­dung vor, so be­darf der Fu­si­ons­be­schluss der Zu­stim­mung von min­des­tens 90 Pro­zent der stimm­be­rech­tig­ten Ge­sell­schaf­te­rin­nen und Ge­sell­schaf­ter der über­tra­gen­den Ge­sell­schaft.

6Er­gibt sich für die Ge­sell­schaf­te­rin­nen und Ge­sell­schaf­ter der über­tra­gen­den Ge­sell­schaft aus der Fu­si­on ei­ne än­de­rung des Zwecks der Ge­sell­schaft und ist da­für auf Grund ge­setz­li­cher oder sta­tu­ta­ri­scher Vor­schrif­ten ei­ne an­de­re Mehr­heit er­for­der­lich als für den Fu­si­ons­be­schluss, so gel­ten für die­sen bei­de Mehr­heits­er­for­der­nis­se.


1 Fas­sung ge­mä­ss An­hang Ziff. 2 des BG vom 16. Dez. 2005 (GmbH-Recht so­wie An­pas­sun­gen im Ak­ti­en-, Ge­nos­sen­schafts-, Han­dels­re­gis­ter- und Fir­men­recht), in Kraft seit 1. Jan. 2008 (AS 2007 4791; BBl 2002 3148, 2004 3969).

Art. 19 Austrittsrecht bei der Fusion von Vereinen

1Ver­eins­mit­glie­der kön­nen in­ner­halb von zwei Mo­na­ten nach dem Fu­si­ons­be­schluss frei aus dem Ver­ein aus­tre­ten.

2Der Aus­tritt gilt rück­wir­kend auf das Da­tum des Fu­si­ons­be­schlus­ses.

Art. 20 Öffentliche Beurkundung

1Der Fu­si­ons­be­schluss be­darf der öf­fent­li­chen Be­ur­kun­dung.

2Bei der Fu­si­on zwi­schen Ver­ei­nen fin­det die­se Be­stim­mung kei­ne An­wen­dung.

Art. 21 Eintragung ins Handelsregister

1So­bald der Fu­si­ons­be­schluss al­ler an der Fu­si­on be­tei­lig­ten Ge­sell­schaf­ten vor­liegt, müs­sen de­ren obers­te Lei­tungs- oder Ver­wal­tungs­or­ga­ne dem Han­dels­re­gis­ter­amt die Fu­si­on zur Ein­tra­gung an­mel­den.

2Muss die über­neh­men­de Ge­sell­schaft in­fol­ge der Fu­si­on ihr Ka­pi­tal er­hö­hen, so sind dem Han­dels­re­gis­ter­amt zu­sätz­lich die ge­än­der­ten Sta­tu­ten und die er­for­der­li­chen Fest­stel­lun­gen über die Ka­pi­tal­er­hö­hung (Art. 652g OR1) zu un­ter­brei­ten.

3Die über­tra­gen­de Ge­sell­schaft wird mit der Ein­tra­gung der Fu­si­on im Han­dels­re­gis­ter ge­löscht.

4Die­se Be­stim­mung fin­det kei­ne An­wen­dung auf Ver­ei­ne, die im Han­dels­re­gis­ter nicht ein­ge­tra­gen sind.


1 SR 220

Art. 22 Rechtswirksamkeit

1Die Fu­si­on wird mit der Ein­tra­gung ins Han­dels­re­gis­ter rechts­wirk­sam. In die­sem Zeit­punkt ge­hen al­le Ak­ti­ven und Pas­si­ven der über­tra­gen­den Ge­sell­schaft von Ge­set­zes we­gen auf die über­neh­men­de Ge­sell­schaft über. Ar­ti­kel 34 des Kar­tell­ge­set­zes vom 6. Ok­to­ber 19951 bleibt vor­be­hal­ten.

2Die Fu­si­on von Ver­ei­nen, die im Han­dels­re­gis­ter nicht ein­ge­tra­gen sind, wird mit dem Vor­lie­gen des Fu­si­ons­be­schlus­ses al­ler be­tei­lig­ten Ver­ei­ne rechts­wirk­sam.


1 SR 251

6. Abschnitt: Erleichterte Fusion von Kapitalgesellschaften

Art. 23 Voraussetzungen

1Ka­pi­tal­ge­sell­schaf­ten kön­nen un­ter er­leich­ter­ten Vor­aus­set­zun­gen fu­sio­nie­ren, wenn:

a.
die über­neh­men­de Ka­pi­tal­ge­sell­schaft al­le An­tei­le der über­tra­gen­den Ka­pi­tal­ge­sell­schaft be­sitzt, die ein Stimm­recht ge­wäh­ren; oder
b.
ein Rechts­trä­ger, ei­ne na­tür­li­che Per­son oder ei­ne ge­setz­lich oder ver­trag­lich ver­bun­de­ne Per­so­nen­grup­pe, al­le An­tei­le der an der Fu­si­on be­tei­lig­ten Ka­pi­tal­ge­sell­schaf­ten be­sitzt, die ein Stimm­recht ge­wäh­ren.

2Be­sitzt die über­neh­men­de Ka­pi­tal­ge­sell­schaft nicht al­le, je­doch min­des­tens 90 Pro­zent der An­tei­le der über­tra­gen­den Ka­pi­tal­ge­sell­schaft, die ein Stimm­recht ge­wäh­ren, so kann die Fu­si­on un­ter er­leich­ter­ten Vor­aus­set­zun­gen er­fol­gen, wenn den In­ha­be­rin­nen und In­ha­bern von Min­der­heits­an­tei­len:

a.
ne­ben An­teils­rech­ten an der über­neh­men­den Ka­pi­tal­ge­sell­schaft ei­ne Ab­fin­dung nach Ar­ti­kel 8 an­ge­bo­ten wird, die dem wirk­li­chen Wert der An­tei­le ent­spricht; und
b.
aus der Fu­si­on we­der ei­ne Nach­schuss­pflicht, ei­ne an­de­re per­sön­li­che Leis­tungs­pflicht noch ei­ne per­sön­li­che Haf­tung er­wächst.

Art. 24 Erleichterungen

1Die an der Fu­si­on be­tei­lig­ten Ka­pi­tal­ge­sell­schaf­ten, wel­che die Vor­aus­set­zun­gen nach Ar­ti­kel 23 Ab­satz 1 er­fül­len, müs­sen im Fu­si­ons­ver­trag nur die An­ga­ben nach Ar­ti­kel 13 Ab­satz 1 Buch­sta­ben a und f-i ma­chen. Sie müs­sen we­der einen Fu­si­ons­be­richt (Art. 14) er­stel­len noch den Fu­si­ons­ver­trag prü­fen las­sen (Art. 15) noch das Ein­sichts­recht ge­wäh­ren (Art. 16) noch den Ver­trag der Ge­ne­ral­ver­samm­lung zur Be­schluss­fas­sung un­ter­brei­ten (Art. 18).

2Die an der Fu­si­on be­tei­lig­ten Ka­pi­tal­ge­sell­schaf­ten, die die Vor­aus­set­zun­gen nach Ar­ti­kel 23 Ab­satz 2 er­fül­len, müs­sen im Fu­si­ons­ver­trag nur die An­ga­ben nach Ar­ti­kel 13 Ab­satz 1 Buch­sta­ben a, b und f-i ma­chen. Sie müs­sen we­der einen Fu­si­ons­be­richt (Art. 14) er­stel­len noch den Fu­si­ons­ver­trag der Ge­ne­ral­ver­samm­lung zur Be­schluss­fas­sung un­ter­brei­ten (Art. 18). Das Ein­sichts­recht nach Ar­ti­kel 16 muss min­des­tens 30 Ta­ge vor der An­mel­dung der Fu­si­on zur Ein­tra­gung ins Han­dels­re­gis­ter ge­währt wer­den.

7. Abschnitt: Gläubiger- und Arbeitnehmerschutz

Art. 25 Sicherstellung der Forderungen

1Die über­neh­men­de Ge­sell­schaft muss die For­de­run­gen der Gläu­bi­ge­rin­nen und Gläu­bi­ger der an der Fu­si­on be­tei­lig­ten Ge­sell­schaf­ten si­cher­stel­len, wenn die­se es in­ner­halb von drei Mo­na­ten nach der Rechts­wirk­sam­keit der Fu­si­on ver­lan­gen.

2Die an der Fu­si­on be­tei­lig­ten Ge­sell­schaf­ten müs­sen ih­re Gläu­bi­ge­rin­nen und Gläu­bi­ger im Schwei­ze­ri­schen Han­delsamts­blatt drei­mal auf ih­re Rech­te hin­wei­sen. Sie kön­nen von ei­ner Pu­bli­ka­ti­on ab­se­hen, wenn ei­ne zu­ge­las­se­ne Re­vi­si­ons­ex­per­tin oder ein zu­ge­las­se­ner Re­vi­si­ons­ex­per­te be­stä­tigt, dass kei­ne For­de­run­gen be­kannt oder zu er­war­ten sind, zu de­ren Be­frie­di­gung das freie Ver­mö­gen der be­tei­lig­ten Ge­sell­schaf­ten nicht aus­reicht.1

3Die Pflicht zur Si­cher­stel­lung ent­fällt, wenn die Ge­sell­schaft nach­weist, dass die Er­fül­lung der For­de­rung durch die Fu­si­on nicht ge­fähr­det wird.

4An­statt ei­ne Si­cher­heit zu leis­ten, kann die Ge­sell­schaft die For­de­rung er­fül­len, so­fern die an­de­ren Gläu­bi­ge­rin­nen und Gläu­bi­ger nicht ge­schä­digt wer­den.


1 Fas­sung des zwei­ten Sat­zes ge­mä­ss An­hang Ziff. 2 des BG vom 16. Dez. 2005 (GmbH-Recht so­wie An­pas­sun­gen im Ak­ti­en-, Ge­nos­sen­schafts-, Han­dels­re­gis­ter- und Fir­men­recht), in Kraft seit 1. Jan. 2008 (AS 2007 4791; BBl 2002 3148, 2004 3969).

Art. 26 Persönliche Haftung der Gesellschafterinnen und Gesellschafter

1Ge­sell­schaf­te­rin­nen und Ge­sell­schaf­ter der über­tra­gen­den Ge­sell­schaft, die vor der Fu­si­on für de­ren Ver­bind­lich­kei­ten haf­te­ten, blei­ben da­für haft­bar, so­weit die Ver­bind­lich­kei­ten vor der Ver­öf­fent­li­chung des Fu­si­ons­be­schlus­ses be­grün­det wur­den oder de­ren Ent­ste­hungs­grund vor die­sem Zeit­punkt liegt.

2Die An­sprü­che aus per­sön­li­cher Haf­tung der Ge­sell­schaf­te­rin­nen und Ge­sell­schaf­ter für die Ver­bind­lich­kei­ten der über­tra­gen­den Ge­sell­schaft ver­jäh­ren spä­tes­tens drei Jah­re nach Ein­tritt der Rechts­wirk­sam­keit der Fu­si­on. Wird die For­de­rung erst nach der Ver­öf­fent­li­chung des Fu­si­ons­be­schlus­ses fäl­lig, so be­ginnt die Ver­jäh­rung mit der Fäl­lig­keit. Die Be­gren­zung der per­sön­li­chen Haf­tung gilt nicht für Ge­sell­schaf­te­rin­nen und Ge­sell­schaf­ter, die auch für die Ver­bind­lich­kei­ten der über­neh­men­den Ge­sell­schaft per­sön­lich haf­ten.

3Bei An­lei­hen­sob­li­ga­tio­nen und an­de­ren Schuld­ver­schrei­bun­gen, die öf­fent­lich aus­ge­ge­ben wur­den, be­steht die Haf­tung bis zur Rück­zah­lung, es sei denn, der Pro­spekt se­he et­was an­de­res vor. Vor­be­hal­ten blei­ben die Be­stim­mun­gen über die Gläu­bi­ger­ge­mein­schaft bei An­lei­hen­sob­li­ga­tio­nen nach den Ar­ti­keln 1157 ff. des OR1.


1 SR 220

Art. 27 Übergang der Arbeitsverhältnisse, Sicherstellung und persönliche Haftung

1Für den Über­gang der Ar­beits­ver­hält­nis­se auf die über­neh­men­de Ge­sell­schaft fin­det Ar­ti­kel 333 des OR1 An­wen­dung.

2Die Ar­beit­neh­me­rin­nen und Ar­beit­neh­mer der an der Fu­si­on be­tei­lig­ten Ge­sell­schaf­ten kön­nen ge­mä­ss Ar­ti­kel 25 die Si­cher­stel­lung ih­rer For­de­run­gen aus Ar­beits­ver­trag ver­lan­gen, die bis zum Zeit­punkt fäl­lig wer­den, auf den das Ar­beits­ver­hält­nis or­dent­li­cher­wei­se be­en­digt wer­den könn­te oder, bei Ab­leh­nung des Über­gangs, von der Ar­beit­neh­me­rin oder dem Ar­beit­neh­mer be­en­digt wird.

3Ge­sell­schaf­te­rin­nen und Ge­sell­schaf­ter der über­tra­gen­den Ge­sell­schaft, die vor der Fu­si­on für de­ren Ver­bind­lich­kei­ten haf­te­ten, blei­ben für al­le Ver­bind­lich­kei­ten aus Ar­beits­ver­trag haft­bar, die bis zum Zeit­punkt fäl­lig wer­den, auf den das Ar­beits­ver­hält­nis or­dent­li­cher­wei­se be­en­digt wer­den könn­te oder, bei Ab­leh­nung des Über­gangs, von der Ar­beit­neh­me­rin oder dem Ar­beit­neh­mer be­en­digt wird.


1 SR 220

Art. 28 Konsultation der Arbeitnehmervertretung

1Für die Kon­sul­ta­ti­on der Ar­beit­neh­mer­ver­tre­tung fin­det für die über­tra­gen­de wie auch für die über­neh­men­de Ge­sell­schaft Ar­ti­kel 333a des OR1 An­wen­dung.

2Die Kon­sul­ta­ti­on muss vor der Be­schluss­fas­sung ge­mä­ss Ar­ti­kel 18 er­fol­gen. Das obers­te Lei­tungs- oder Ver­wal­tungs­or­gan muss die Ge­ne­ral­ver­samm­lung an­läss­lich der Be­schluss­fas­sung über das Er­geb­nis der Kon­sul­ta­ti­on in­for­mie­ren.

3Wer­den die Vor­schrif­ten der Ab­sät­ze 1 und 2 nicht ein­ge­hal­ten, so kann die Ar­beit­neh­mer­ver­tre­tung vom Ge­richt ver­lan­gen, dass es die Ein­tra­gung der Fu­si­on ins Han­dels­re­gis­ter un­ter­sagt.

4Die­se Be­stim­mung fin­det auch An­wen­dung auf über­neh­men­de Ge­sell­schaf­ten mit Sitz im Aus­land.


1 SR 220

3. Kapitel: Spaltung von Gesellschaften

1. Abschnitt: Allgemeine Bestimmungen

Art. 29 Grundsatz

Ei­ne Ge­sell­schaft kann sich spal­ten, in­dem sie:

a.
ihr gan­zes Ver­mö­gen auf­teilt und auf an­de­re Ge­sell­schaf­ten über­trägt. Ih­re Ge­sell­schaf­te­rin­nen und Ge­sell­schaf­ter er­hal­ten An­teils- oder Mit­glied­schafts­rech­te der über­neh­men­den Ge­sell­schaf­ten. Die über­tra­gen­de Ge­sell­schaft wird auf­ge­löst und im Han­dels­re­gis­ter ge­löscht (Auf­spal­tung); oder
b.
einen oder meh­re­re Tei­le ih­res Ver­mö­gens auf an­de­re Ge­sell­schaf­ten über­trägt. Ih­re Ge­sell­schaf­te­rin­nen und Ge­sell­schaf­ter er­hal­ten da­für An­teils- oder Mit­glied­schafts­rech­te der über­neh­men­den Ge­sell­schaf­ten (Ab­spal­tung).

Art. 30 Zulässige Spaltungen

Ka­pi­tal­ge­sell­schaf­ten und Ge­nos­sen­schaf­ten kön­nen sich in Ka­pi­tal­ge­sell­schaf­ten und in Ge­nos­sen­schaf­ten spal­ten.

2. Abschnitt: Anteils- und Mitgliedschaftsrechte

Art. 31

1Bei der Spal­tung müs­sen die An­teils- und Mit­glied­schafts­rech­te ge­mä­ss Ar­ti­kel 7 ge­wahrt wer­den.

2Den Ge­sell­schaf­te­rin­nen und Ge­sell­schaf­tern der über­tra­gen­den Ge­sell­schaft kön­nen:

a.
An­teils- oder Mit­glied­schafts­rech­te an al­len an der Spal­tung be­tei­lig­ten Ge­sell­schaf­ten im Ver­hält­nis ih­rer bis­he­ri­gen Be­tei­li­gung zu­ge­wie­sen wer­den (sym­me­tri­sche Spal­tung);
b.
An­teils- oder Mit­glied­schafts­rech­te an ein­zel­nen oder al­len an der Spal­tung be­tei­lig­ten Ge­sell­schaf­ten un­ter Ab­än­de­rung der Be­tei­li­gungs­ver­hält­nis­se zu­ge­wie­sen wer­den (asym­me­tri­sche Spal­tung).

3. Abschnitt: Kapitalherabsetzung, Kapitalerhöhung, Neugründung und Zwischenbilanz

Art. 32 Herabsetzung des Kapitals bei der Abspaltung

Wird im Zu­sam­men­hang mit der Ab­spal­tung das Ka­pi­tal der über­tra­gen­den Ge­sell­schaft her­ab­ge­setzt, so fin­den die Ar­ti­kel 733, 734, 788 Ab­satz 2 und 874 Ab­satz 2 des OR1 kei­ne An­wen­dung.


1 SR 220

Art. 33 Kapitalerhöhung

1Die über­neh­men­de Ge­sell­schaft muss das Ka­pi­tal er­hö­hen, so­weit es zur Wah­rung der Rech­te der Ge­sell­schaf­te­rin­nen und Ge­sell­schaf­ter der über­tra­gen­den Ge­sell­schaft er­for­der­lich ist.

2Die Vor­schrif­ten des OR1 über die Sachein­la­gen so­wie Ar­ti­kel 651 Ab­satz 2 des OR fin­den bei der Spal­tung kei­ne An­wen­dung.


1 SR 220

Art. 34 Neugründung

Für die Neu­grün­dung ei­ner Ge­sell­schaft im Rah­men ei­ner Spal­tung gel­ten die Be­stim­mun­gen des OR1 über die Grün­dung ei­ner Ge­sell­schaft. Kei­ne An­wen­dung fin­den die Vor­schrif­ten über die An­zahl der Grün­de­rin­nen und Grün­der bei Ka­pi­tal­ge­sell­schaf­ten so­wie die Vor­schrif­ten über die Sachein­la­gen.


1 SR 220

Art. 35 Zwischenbilanz

1Liegt der Bi­lanz­stich­tag beim Ab­schluss des Spal­tungs­ver­trags oder bei der Er­stel­lung des Spal­tungs­plans mehr als sechs Mo­na­te zu­rück oder sind seit Ab­schluss der letz­ten Bi­lanz wich­ti­ge Än­de­run­gen in der Ver­mö­gens­la­ge der an der Spal­tung be­tei­lig­ten Ge­sell­schaf­ten ein­ge­tre­ten, so müs­sen die­se ei­ne Zwi­schen­bi­lanz er­stel­len.

2Die Er­stel­lung der Zwi­schen­bi­lanz er­folgt ge­mä­ss den Vor­schrif­ten und Grund­sät­zen für den Jah­res­ab­schluss un­ter Vor­be­halt fol­gen­der Vor­schrif­ten:

a.
Ei­ne kör­per­li­che Be­stan­des­auf­nah­me ist nicht not­wen­dig.
b.
Die in der letz­ten Bi­lanz vor­ge­nom­me­nen Be­wer­tun­gen brau­chen nur nach Mass­ga­be der Be­we­gun­gen in den Ge­schäfts­bü­chern ver­än­dert zu wer­den; Ab­schrei­bun­gen, Wert­be­rich­ti­gun­gen und Rück­stel­lun­gen für die Zwi­schen­zeit so­wie we­sent­li­che, aus den Bü­chern nicht er­sicht­li­che Ver­än­de­run­gen der Wer­te müs­sen je­doch be­rück­sich­tigt wer­den.

4. Abschnitt: Spaltungsvertrag, Spaltungsplan, Spaltungsbericht und Prüfung

Art. 36 Spaltungsvertrag und Spaltungsplan

1Über­trägt ei­ne Ge­sell­schaft durch Spal­tung Ver­mö­gens­tei­le auf be­ste­hen­de Ge­sell­schaf­ten, so schlies­sen die obers­ten Lei­tungs- oder Ver­wal­tungs­or­ga­ne der be­tei­lig­ten Ge­sell­schaf­ten einen Spal­tungs­ver­trag ab.

2Will ei­ne Ge­sell­schaft durch Spal­tung Ver­mö­gens­tei­le auf neu zu grün­den­de Ge­sell­schaf­ten über­tra­gen, so er­stellt ihr obers­tes Lei­tungs- oder Ver­wal­tungs­or­gan einen Spal­tungs­plan.

3Der Spal­tungs­ver­trag und der Spal­tungs­plan be­dür­fen der schrift­li­chen Form und der Zu­stim­mung der Ge­ne­ral­ver­samm­lung (Art. 43).

Art. 37 Inhalt des Spaltungsvertrags oder des Spaltungsplans

Der Spal­tungs­ver­trag oder der Spal­tungs­plan ent­hält:

a.
die Fir­ma, den Sitz und die Rechts­form der be­tei­lig­ten Ge­sell­schaf­ten;
b.
ein In­ven­tar mit der ein­deu­ti­gen Be­zeich­nung, der Auf­tei­lung und der Zu­ord­nung der Ge­gen­stän­de des Ak­tiv- und des Pas­siv­ver­mö­gens so­wie der Zu­ord­nung der Be­triebs­tei­le; Grund­stücke, Wert­pa­pie­re und im­ma­te­ri­el­le Wer­te sind ein­zeln auf­zu­füh­ren;
c.
das Um­tausch­ver­hält­nis für An­tei­le und ge­ge­be­nen­falls die Hö­he der Aus­gleichs­zah­lung be­zie­hungs­wei­se An­ga­ben über die Mit­glied­schaft der Ge­sell­schaf­te­rin­nen und Ge­sell­schaf­ter der über­tra­gen­den Ge­sell­schaft bei der über­neh­men­den Ge­sell­schaft;
d.
die Rech­te, wel­che die über­neh­men­de Ge­sell­schaft den In­ha­be­rin­nen und In­ha­bern von Son­der­rech­ten, von An­tei­len oh­ne Stimm­recht oder von Ge­nuss­schei­nen ge­währt;
e.
die Mo­da­li­tä­ten für den Um­tausch der An­tei­le;
f.
den Zeit­punkt, von dem an die An­teils- oder Mit­glied­schafts­rech­te An­spruch auf einen An­teil am Bi­lanz­ge­winn ge­wäh­ren, so­wie al­le Be­son­der­hei­ten die­ses An­spruchs;
g.
den Zeit­punkt, von dem an die Hand­lun­gen der über­tra­gen­den Ge­sell­schaft als für Rech­nung der über­neh­men­den Ge­sell­schaft vor­ge­nom­men gel­ten;
h.
je­den be­son­de­ren Vor­teil, der Mit­glie­dern ei­nes Lei­tungs- oder Ver­wal­tungs­or­gans oder ge­schäfts­füh­ren­den Ge­sell­schaf­te­rin­nen und Ge­sell­schaf­tern ge­währt wird;
i.
ei­ne Lis­te der Ar­beits­ver­hält­nis­se, die mit der Spal­tung über­ge­hen.

Art. 38 Nicht zugeordnete Vermögenswerte

1Ein Ge­gen­stand des Ak­tiv­ver­mö­gens, der sich auf Grund des Spal­tungs­ver­trags oder des Spal­tungs­plans nicht zu­ord­nen lässt:

a.
ge­hört bei der Auf­spal­tung al­len über­neh­men­den Ge­sell­schaf­ten zu Mit­ei­gen­tum, und zwar im Ver­hält­nis, in dem das Rein­ver­mö­gen nach Spal­tungs­ver­trag oder Spal­tungs­plan auf sie über­geht;
b.
ver­bleibt bei der Ab­spal­tung bei der über­tra­gen­den Ge­sell­schaft.

2Ab­satz 1 gilt sinn­ge­mä­ss für For­de­run­gen und im­ma­te­ri­el­le Rech­te.

3Die an ei­ner Auf­spal­tung be­tei­lig­ten Ge­sell­schaf­ten haf­ten so­li­da­risch für Ver­bind­lich­kei­ten, die sich auf Grund des Spal­tungs­ver­trags oder des Spal­tungs­plans nicht zu­ord­nen las­sen.

Art. 39 Spaltungsbericht

1Die obers­ten Lei­tungs- oder Ver­wal­tungs­or­ga­ne der be­tei­lig­ten Ge­sell­schaf­ten müs­sen einen schrift­li­chen Be­richt über die Spal­tung er­stel­len. Sie kön­nen den Be­richt auch ge­mein­sam ver­fas­sen.

2Klei­ne und mitt­le­re Un­ter­neh­men kön­nen auf die Er­stel­lung ei­nes Spal­tungs­be­richts ver­zich­ten, so­fern al­le Ge­sell­schaf­te­rin­nen und Ge­sell­schaf­ter zu­stim­men.

3Im Be­richt sind recht­lich und wirt­schaft­lich zu er­läu­tern und zu be­grün­den:

a.
der Zweck und die Fol­gen der Spal­tung;
b.
der Spal­tungs­ver­trag oder der Spal­tungs­plan;
c.
das Um­tausch­ver­hält­nis für An­tei­le und ge­ge­be­nen­falls die Hö­he der Aus­gleichs­zah­lung be­zie­hungs­wei­se die Mit­glied­schaft der Ge­sell­schaf­te­rin­nen und Ge­sell­schaf­ter der über­tra­gen­den Ge­sell­schaft bei der über­neh­men­den Ge­sell­schaft;
d.
Be­son­der­hei­ten bei der Be­wer­tung der An­tei­le im Hin­blick auf die Fest­set­zung des Um­tausch­ver­hält­nis­ses;
e.
ge­ge­be­nen­falls die Nach­schuss­pflicht, an­de­re per­sön­li­che Leis­tungs­pflich­ten und die per­sön­li­che Haf­tung, die sich für die Ge­sell­schaf­te­rin­nen und Ge­sell­schaf­ter aus der Spal­tung er­ge­ben;
f.
die Pflich­ten, die den Ge­sell­schaf­te­rin­nen und Ge­sell­schaf­tern in der neu­en Rechts­form auf­er­legt wer­den kön­nen, so­fern Ge­sell­schaf­ten ver­schie­de­ner Rechts­for­men an der Spal­tung be­tei­ligt sind;
g.
die Aus­wir­kun­gen der Spal­tung auf die Ar­beit­neh­me­rin­nen und Ar­beit­neh­mer der an der Spal­tung be­tei­lig­ten Ge­sell­schaf­ten so­wie Hin­wei­se auf den In­halt ei­nes all­fäl­li­gen So­zi­al­plans;
h.
die Aus­wir­kun­gen der Spal­tung auf die Gläu­bi­ge­rin­nen und Gläu­bi­ger der an der Spal­tung be­tei­lig­ten Ge­sell­schaf­ten.

4Bei der Neu­grün­dung ei­ner Ge­sell­schaft im Rah­men ei­ner Spal­tung ist dem Spal­tungs­be­richt der Ent­wurf der Sta­tu­ten der neu­en Ge­sell­schaft bei­zu­fü­gen.

Art. 40 Prüfung des Spaltungsvertrags oder des Spaltungsplans und des Spaltungsberichts

Für die Prü­fung des Spal­tungs­ver­trags oder des Spal­tungs­plans und des Spal­tungs­be­richts gilt Ar­ti­kel 15 sinn­ge­mä­ss.

Art. 41 Einsichtsrecht

1Je­de der an der Spal­tung be­tei­lig­ten Ge­sell­schaf­ten muss an ih­rem Sitz den Ge­sell­schaf­te­rin­nen und Ge­sell­schaf­tern wäh­rend zwei­er Mo­na­te vor der Be­schluss­fas­sung Ein­sicht in fol­gen­de Un­ter­la­gen al­ler an der Spal­tung be­tei­lig­ten Ge­sell­schaf­ten ge­wäh­ren:

a.
den Spal­tungs­ver­trag oder den Spal­tungs­plan;
b.
den Spal­tungs­be­richt;
c.
den Prü­fungs­be­richt;
d.
die Jah­res­rech­nun­gen und die Jah­res­be­rich­te der letz­ten drei Ge­schäfts­jah­re so­wie ge­ge­be­nen­falls die Zwi­schen­bi­lanz.

2Klei­ne und mitt­le­re Un­ter­neh­men kön­nen auf das Ein­sichts­ver­fah­ren nach Ab­satz 1 ver­zich­ten, so­fern al­le Ge­sell­schaf­te­rin­nen und Ge­sell­schaf­ter zu­stim­men.

3Die Ge­sell­schaf­te­rin­nen und Ge­sell­schaf­ter kön­nen von den be­tei­lig­ten Ge­sell­schaf­ten Ko­pi­en der Un­ter­la­gen nach Ab­satz 1 ver­lan­gen. Die­se müs­sen ih­nen un­ent­gelt­lich zur Ver­fü­gung ge­stellt wer­den.

4Je­de der an der Spal­tung be­tei­lig­ten Ge­sell­schaf­ten muss im Schwei­ze­ri­schen Han­delsamts­blatt auf die Mög­lich­keit zur Ein­sicht­nah­me hin­wei­sen.

Art. 42 Information über Veränderungen im Vermögen

Für die In­for­ma­ti­on über Ver­än­de­run­gen im Ver­mö­gen gilt Ar­ti­kel 17 sinn­ge­mä­ss.

5. Abschnitt: Spaltungsbeschluss und öffentliche Beurkundung

Art. 43 Spaltungsbeschluss

1Die obers­ten Lei­tungs- oder Ver­wal­tungs­or­ga­ne der be­tei­lig­ten Ge­sell­schaf­ten dür­fen den Spal­tungs­ver­trag oder den Spal­tungs­plan erst der Ge­ne­ral­ver­samm­lung zur Be­schluss­fas­sung un­ter­brei­ten, wenn die Si­cher­stel­lung nach Ar­ti­kel 46 er­folgt ist.

2Für die Be­schluss­fas­sung gel­ten die er­for­der­li­chen Mehr­hei­ten nach Ar­ti­kel 18 Ab­sät­ze 1, 3, 4 und 6.

3Bei der asym­me­tri­schen Spal­tung müs­sen min­des­tens 90 Pro­zent al­ler Ge­sell­schaf­te­rin­nen und Ge­sell­schaf­ter der über­tra­gen­den Ge­sell­schaft, die über ein Stimm­recht ver­fü­gen, zu­stim­men.

Art. 44 Öffentliche Beurkundung

Der Spal­tungs­be­schluss be­darf der öf­fent­li­chen Be­ur­kun­dung.

6. Abschnitt: Gläubiger- und Arbeitnehmerschutz

Art. 45 Aufforderung an die Gläubigerinnen und Gläubiger

Die Gläu­bi­ge­rin­nen und Gläu­bi­ger al­ler an der Spal­tung be­tei­lig­ten Ge­sell­schaf­ten müs­sen im Schwei­ze­ri­schen Han­delsamts­blatt drei­mal dar­auf hin­ge­wie­sen wer­den, dass sie un­ter An­mel­dung ih­rer For­de­run­gen Si­cher­stel­lung ver­lan­gen kön­nen.

Art. 46 Sicherstellung der Forderungen

1Die an der Spal­tung be­tei­lig­ten Ge­sell­schaf­ten müs­sen die For­de­run­gen der Gläu­bi­ge­rin­nen und Gläu­bi­ger si­cher­stel­len, wenn die­se es in­ner­halb von zwei Mo­na­ten nach der Auf­for­de­rung an die Gläu­bi­ge­rin­nen und Gläu­bi­ger ver­lan­gen.

2Die Pflicht zur Si­cher­stel­lung ent­fällt, wenn die Ge­sell­schaft nach­weist, dass die Er­fül­lung der For­de­rung durch die Spal­tung nicht ge­fähr­det wird.

3An­statt ei­ne Si­cher­heit zu leis­ten, kann die Ge­sell­schaft die For­de­rung er­fül­len, so­fern die an­de­ren Gläu­bi­ge­rin­nen und Gläu­bi­ger nicht ge­schä­digt wer­den.

Art. 47 Subsidiäre Haftung der an der Spaltung beteiligten Gesellschaften

1Wer­den die For­de­run­gen ei­ner Gläu­bi­ge­rin oder ei­nes Gläu­bi­gers von der Ge­sell­schaft, der die Ver­bind­lich­kei­ten durch den Spal­tungs­ver­trag oder den Spal­tungs­plan zu­ge­ord­net wur­den (pri­mär haf­ten­de Ge­sell­schaft), nicht be­frie­digt, so haf­ten die üb­ri­gen an der Spal­tung be­tei­lig­ten Ge­sell­schaf­ten (sub­si­di­är haf­ten­de Ge­sell­schaf­ten) so­li­da­risch.

2Sub­si­di­är haf­ten­de Ge­sell­schaf­ten kön­nen nur be­langt wer­den, wenn ei­ne For­de­rung nicht si­cher­ge­stellt ist und die pri­mär haf­ten­de Ge­sell­schaft:

a.
in Kon­kurs ge­ra­ten ist;
b.
Nach­lass­stun­dung oder Kon­kursauf­schub er­hal­ten hat;
c.
bis zur Aus­stel­lung ei­nes de­fi­ni­ti­ven Ver­lust­scheins be­trie­ben wor­den ist;
d.
den Sitz ins Aus­land ver­legt hat und in der Schweiz nicht mehr be­langt wer­den kann;
e.
den Sitz im Aus­land ver­legt hat und da­durch ei­ne er­heb­li­che Er­schwe­rung der Rechts­ver­fol­gung ein­ge­tre­ten ist.

Art. 48 Persönliche Haftung der Gesellschafterinnen und Gesellschafter

Für die per­sön­li­che Haf­tung von Ge­sell­schaf­te­rin­nen und Ge­sell­schaf­tern gilt Ar­ti­kel 26 sinn­ge­mä­ss.

Art. 49 Übergang der Arbeitsverhältnisse, Sicherstellung und persönliche Haftung

1Für den Über­gang der Ar­beits­ver­hält­nis­se fin­det Ar­ti­kel 333 des OR1 An­wen­dung.

2Die Ar­beit­neh­me­rin­nen und Ar­beit­neh­mer der an der Spal­tung be­tei­lig­ten Ge­sell­schaf­ten kön­nen ge­mä­ss Ar­ti­kel 46 die Si­cher­stel­lung ih­rer For­de­run­gen aus Ar­beits­ver­trag ver­lan­gen, die bis zum Zeit­punkt fäl­lig wer­den, auf den das Ar­beits­ver­hält­nis or­dent­li­cher­wei­se be­en­digt wer­den könn­te oder, bei Ab­leh­nung des Über­gangs, durch die Ar­beit­neh­me­rin oder den Ar­beit­neh­mer be­en­digt wird.

3Ar­ti­kel 27 Ab­satz 3 fin­det ent­spre­chen­de An­wen­dung.


1 SR 220

Art. 50 Konsultation der Arbeitnehmervertretung

Die Kon­sul­ta­ti­on der Ar­beit­neh­mer­ver­tre­tung rich­tet sich nach Ar­ti­kel 28.

7. Abschnitt: Eintragung ins Handelsregister und Rechtswirksamkeit

Art. 51 Eintragung ins Handelsregister

1So­bald der Spal­tungs­be­schluss vor­liegt, muss das obers­te Lei­tungs- oder Ver­wal­tungs­or­gan dem Han­dels­re­gis­ter­amt die Spal­tung zur Ein­tra­gung an­mel­den.

2Muss die über­tra­gen­de Ge­sell­schaft in­fol­ge der Ab­spal­tung ihr Ka­pi­tal her­ab­set­zen, so sind dem Han­dels­re­gis­ter­amt zu­sätz­lich die ge­än­der­ten Sta­tu­ten zu un­ter­brei­ten.

3Im Fal­le der Auf­spal­tung wird die über­tra­gen­de Ge­sell­schaft mit der Ein­tra­gung der Spal­tung im Han­dels­re­gis­ter ge­löscht.

Art. 52 Rechtswirksamkeit

Die Spal­tung wird mit der Ein­tra­gung ins Han­dels­re­gis­ter rechts­wirk­sam. In die­sem Zeit­punkt ge­hen al­le im In­ven­tar auf­ge­führ­ten Ak­ti­ven und Pas­si­ven von Ge­set­zes we­gen auf die über­neh­men­den Ge­sell­schaf­ten über. Ar­ti­kel 34 des Kar­tell­ge­set­zes vom 6. Ok­to­ber 19951 bleibt vor­be­hal­ten.


1 SR 251

4. Kapitel: Umwandlung von Gesellschaften

1. Abschnitt: Allgemeine Bestimmungen

Art. 53 Grundsatz

Ei­ne Ge­sell­schaft kann ih­re Rechts­form än­dern (Um­wand­lung). Ih­re Rechts­ver­hält­nis­se wer­den da­durch nicht ver­än­dert.

Art. 54 Zulässige Umwandlungen

1Ei­ne Ka­pi­tal­ge­sell­schaft kann sich um­wan­deln:

a.
in ei­ne Ka­pi­tal­ge­sell­schaft mit ei­ner an­de­ren Rechts­form;
b.
in ei­ne Ge­nos­sen­schaft.

2Ei­ne Kol­lek­tiv­ge­sell­schaft kann sich um­wan­deln:

a.
in ei­ne Ka­pi­tal­ge­sell­schaft;
b.
in ei­ne Ge­nos­sen­schaft;
c.
in ei­ne Kom­man­dit­ge­sell­schaft.

3Ei­ne Kom­man­dit­ge­sell­schaft kann sich um­wan­deln:

a.
in ei­ne Ka­pi­tal­ge­sell­schaft;
b.
in ei­ne Ge­nos­sen­schaft;
c.
in ei­ne Kol­lek­tiv­ge­sell­schaft.

4Ei­ne Ge­nos­sen­schaft kann sich um­wan­deln:

a.
in ei­ne Ka­pi­tal­ge­sell­schaft;
b.
in einen Ver­ein, falls sie über kei­ne An­teil­schei­ne ver­fügt und der Ver­ein ins Han­dels­re­gis­ter ein­ge­tra­gen wird.

5Ein Ver­ein kann sich in ei­ne Ka­pi­tal­ge­sell­schaft oder in ei­ne Ge­nos­sen­schaft um­wan­deln, falls er im Han­dels­re­gis­ter ein­ge­tra­gen ist.

Art. 55 Sonderregelung für die Umwandlung von Kollektiv- und Kommanditgesellschaften

1Ei­ne Kol­lek­tiv­ge­sell­schaft kann sich in ei­ne Kom­man­dit­ge­sell­schaft um­wan­deln, in­dem:

a.
ei­ne Kom­man­di­tä­rin oder ein Kom­man­di­tär in die Kol­lek­tiv­ge­sell­schaft ein­tritt;
b.
ei­ne Ge­sell­schaf­te­rin oder ein Ge­sell­schaf­ter zur Kom­man­di­tä­rin oder zum Kom­man­di­tär wird.

2Ei­ne Kom­man­dit­ge­sell­schaft kann sich in ei­ne Kol­lek­tiv­ge­sell­schaft um­wan­deln, in­dem:

a.
al­le Kom­man­di­tä­rin­nen und Kom­man­di­täre aus­tre­ten;
b.
al­le Kom­man­di­tä­rin­nen und Kom­man­di­täre zu un­be­schränkt haf­ten­den Ge­sell­schaf­te­rin­nen und Ge­sell­schaf­tern wer­den.

3Die Fort­füh­rung ei­ner Kol­lek­tiv- oder Kom­man­dit­ge­sell­schaft als Ein­zel­un­ter­neh­men nach Ar­ti­kel 579 des Ob­li­ga­tio­nen­rechts 1 bleibt vor­be­hal­ten.2

4Auf die Um­wand­lung ge­mä­ss die­sem Ar­ti­kel fin­den die Be­stim­mun­gen die­ses Ka­pi­tels kei­ne An­wen­dung.


1 SR 220
2 Fas­sung ge­mä­ss An­hang Ziff. 2 des BG vom 16. Dez. 2005 (GmbH-Recht so­wie An­pas­sun­gen im Ak­ti­en-, Ge­nos­sen­schafts-, Han­dels­re­gis­ter- und Fir­men­recht), in Kraft seit 1. Jan. 2008 (AS 2007 4791; BBl 2002 3148, 2004 3969).

2. Abschnitt: Anteils- und Mitgliedschaftsrechte

Art. 56 Wahrung der Anteils- und Mitgliedschaftsrechte

1Die An­teils- und Mit­glied­schafts­rech­te der Ge­sell­schaf­te­rin­nen und Ge­sell­schaf­ter sind bei der Um­wand­lung zu wah­ren.

2Ge­sell­schaf­te­rin­nen und Ge­sell­schaf­ter oh­ne An­teil­schei­ne ha­ben bei der Um­wand­lung ih­rer Ge­sell­schaft in ei­ne Ka­pi­tal­ge­sell­schaft An­spruch auf min­des­tens einen An­teil.

3Für An­tei­le oh­ne Stimm­recht müs­sen gleich­wer­ti­ge An­tei­le oder An­tei­le mit Stimm­recht ge­währt wer­den.

4Für Son­der­rech­te, die mit An­teils- oder Mit­glied­schafts­rech­ten ver­bun­den sind, müs­sen gleich­wer­ti­ge Rech­te oder ei­ne an­ge­mes­se­ne Ab­gel­tung ge­währt wer­den.

5Für Ge­nuss­schei­ne sind gleich­wer­ti­ge Rech­te zu ge­wäh­ren, oder sie sind zum wirk­li­chen Wert im Zeit­punkt der Er­stel­lung des Um­wand­lungs­plans zu­rück­zu­kau­fen.

3. Abschnitt: Gründung und Zwischenbilanz

Art. 57 Gründungsvorschriften

Bei der Um­wand­lung fin­den die Be­stim­mun­gen des ZGB1 und des OR2 über die Grün­dung ei­ner ent­spre­chen­den Ge­sell­schaft An­wen­dung. Kei­ne An­wen­dung fin­den die Vor­schrif­ten über die An­zahl der Grün­de­rin­nen und Grün­der bei Ka­pi­tal­ge­sell­schaf­ten und die Vor­schrif­ten über die Sachein­la­gen.


1 SR 210
2 SR 220

Art. 58 Zwischenbilanz

1Liegt der Bi­lanz­stich­tag zum Zeit­punkt der Er­stat­tung des Um­wand­lungs­be­richts mehr als sechs Mo­na­te zu­rück oder sind seit Ab­schluss der letz­ten Bi­lanz wich­ti­ge Än­de­run­gen in der Ver­mö­gens­la­ge der Ge­sell­schaft ein­ge­tre­ten, so muss die­se ei­ne Zwi­schen­bi­lanz er­stel­len.

2Die Er­stel­lung der Zwi­schen­bi­lanz er­folgt ge­mä­ss den Vor­schrif­ten und Grund­sät­zen für den Jah­res­ab­schluss un­ter Vor­be­halt fol­gen­der Vor­schrif­ten:

a.
Ei­ne kör­per­li­che Be­stan­des­auf­nah­me ist nicht not­wen­dig.
b.
Die in der letz­ten Bi­lanz vor­ge­nom­me­nen Be­wer­tun­gen brau­chen nur nach Mass­ga­be der Be­we­gun­gen in den Ge­schäfts­bü­chern ver­än­dert zu wer­den; Ab­schrei­bun­gen, Wert­be­rich­ti­gun­gen und Rück­stel­lun­gen für die Zwi­schen­zeit so­wie we­sent­li­che, aus den Bü­chern nicht er­sicht­li­che Ver­än­de­run­gen der Wer­te müs­sen je­doch be­rück­sich­tigt wer­den.

4. Abschnitt: Umwandlungsplan, Umwandlungsbericht und Prüfung

Art. 59 Erstellung des Umwandlungsplans

1Das obers­te Lei­tungs- oder Ver­wal­tungs­or­gan er­stellt einen Um­wand­lungs­plan.

2Der Um­wand­lungs­plan be­darf der schrift­li­chen Form und der Zu­stim­mung der Ge­ne­ral­ver­samm­lung be­zie­hungs­wei­se der Ge­sell­schaf­te­rin­nen und Ge­sell­schaf­ter ge­mä­ss Ar­ti­kel 64.

Art. 60 Inhalt des Umwandlungsplans

Der Um­wand­lungs­plan ent­hält:

a.
den Na­men oder die Fir­ma, den Sitz und die Rechts­form vor und nach der Um­wand­lung;
b.
die neu­en Sta­tu­ten;
c.
die Zahl, die Art und die Hö­he der An­tei­le, wel­che die An­teils­in­ha­be­rin­nen und -in­ha­ber nach der Um­wand­lung er­hal­ten, oder An­ga­ben über die Mit­glied­schaft der Ge­sell­schaf­te­rin­nen und Ge­sell­schaf­ter nach der Um­wand­lung.

Art. 61 Umwandlungsbericht

1Das obers­te Lei­tungs- oder Ver­wal­tungs­or­gan muss einen schrift­li­chen Be­richt über die Um­wand­lung er­stel­len.

2Klei­ne und mitt­le­re Un­ter­neh­men kön­nen auf die Er­stel­lung ei­nes Um­wand­lungs­be­richts ver­zich­ten, so­fern al­le Ge­sell­schaf­te­rin­nen und Ge­sell­schaf­ter zu­stim­men.

3Im Be­richt sind recht­lich und wirt­schaft­lich zu er­läu­tern und zu be­grün­den:

a.
der Zweck und die Fol­gen der Um­wand­lung;
b.
die Er­fül­lung der Grün­dungs­vor­schrif­ten für die neue Rechts­form;
c.
die neu­en Sta­tu­ten;
d.
das Um­tausch­ver­hält­nis für An­tei­le be­zie­hungs­wei­se die Mit­glied­schaft der Ge­sell­schaf­te­rin­nen und Ge­sell­schaf­ter nach der Um­wand­lung;
e.
ge­ge­be­nen­falls die Nach­schuss­pflicht, an­de­re per­sön­li­che Leis­tungs­pflich­ten und die per­sön­li­che Haf­tung, die sich für die Ge­sell­schaf­te­rin­nen und Ge­sell­schaf­ter aus der Um­wand­lung er­ge­ben;
f.
die Pflich­ten, die den Ge­sell­schaf­te­rin­nen und Ge­sell­schaf­tern in der neu­en Rechts­form auf­er­legt wer­den kön­nen.

Art. 62 Prüfung des Umwandlungsplans und des Umwandlungsberichts

1Die Ge­sell­schaft muss den Um­wand­lungs­plan, den Um­wand­lungs­be­richt und die der Um­wand­lung zu Grun­de lie­gen­de Bi­lanz von ei­ner zu­ge­las­se­nen Re­vi­si­ons­ex­per­tin oder ei­nem zu­ge­las­se­nen Re­vi­si­ons­ex­per­ten prü­fen las­sen.1

2Klei­ne und mitt­le­re Un­ter­neh­men kön­nen auf die Prü­fung ver­zich­ten, so­fern al­le Ge­sell­schaf­te­rin­nen und Ge­sell­schaf­ter zu­stim­men.

3Die Ge­sell­schaft muss der Re­vi­si­ons­ex­per­tin oder dem Re­vi­si­ons­ex­per­ten al­le zweck­dien­li­chen Aus­künf­te und Un­ter­la­gen ge­ben.2

4Die Re­vi­si­ons­ex­per­tin oder der Re­vi­si­ons­ex­per­te muss prü­fen, ob die Vor­aus­set­zun­gen für die Um­wand­lung er­füllt sind, ins­be­son­de­re, ob die Rechts­stel­lung der Ge­sell­schaf­te­rin­nen und Ge­sell­schaf­ter nach der Um­wand­lung ge­wahrt bleibt.3


1 Fas­sung ge­mä­ss An­hang Ziff. 2 des BG vom 16. Dez. 2005 (GmbH-Recht so­wie An­pas­sun­gen im Ak­ti­en-, Ge­nos­sen­schafts-, Han­dels­re­gis­ter- und Fir­men­recht), in Kraft seit 1. Jan. 2008 (AS 2007 4791; BBl 2002 3148, 2004 3969).
2 Fas­sung ge­mä­ss An­hang Ziff. 2 des BG vom 16. Dez. 2005 (GmbH-Recht so­wie An­pas­sun­gen im Ak­ti­en-, Ge­nos­sen­schafts-, Han­dels­re­gis­ter- und Fir­men­recht), in Kraft seit 1. Jan. 2008 (AS 2007 4791; BBl 2002 3148, 2004 3969).
3 Fas­sung ge­mä­ss An­hang Ziff. 2 des BG vom 16. Dez. 2005 (GmbH-Recht so­wie An­pas­sun­gen im Ak­ti­en-, Ge­nos­sen­schafts-, Han­dels­re­gis­ter- und Fir­men­recht), in Kraft seit 1. Jan. 2008 (AS 2007 4791; BBl 2002 3148, 2004 3969).

Art. 63 Einsichtsrecht

1Die Ge­sell­schaft muss an ih­rem Sitz den Ge­sell­schaf­te­rin­nen und Ge­sell­schaf­tern wäh­rend der 30 Ta­ge vor der Be­schluss­fas­sung Ein­sicht in fol­gen­de Un­ter­la­gen ge­wäh­ren:

a.
den Um­wand­lungs­plan;
b.
den Um­wand­lungs­be­richt;
c.
den Prü­fungs­be­richt;
d.
die Jah­res­rech­nun­gen und Jah­res­be­rich­te der letz­ten drei Ge­schäfts­jah­re so­wie ge­ge­be­nen­falls die Zwi­schen­bi­lanz.

2Klei­ne und mitt­le­re Un­ter­neh­men kön­nen auf das Ein­sichts­ver­fah­ren nach Ab­satz 1 ver­zich­ten, so­fern al­le Ge­sell­schaf­te­rin­nen und Ge­sell­schaf­ter zu­stim­men.

3Die Ge­sell­schaf­te­rin­nen und Ge­sell­schaf­ter kön­nen von der Ge­sell­schaft Ko­pi­en der Un­ter­la­gen nach Ab­satz 1 ver­lan­gen. Die­se müs­sen ih­nen un­ent­gelt­lich zur Ver­fü­gung ge­stellt wer­den.

4Die Ge­sell­schaft muss die Ge­sell­schaf­te­rin­nen und Ge­sell­schaf­ter in ge­eig­ne­ter Form auf die Mög­lich­keit zur Ein­sicht­nah­me hin­wei­sen.

5. Abschnitt: Umwandlungsbeschluss und Eintragung ins Handelsregister

Art. 64 Umwandlungsbeschluss

1Bei den Ka­pi­tal­ge­sell­schaf­ten, den Ge­nos­sen­schaf­ten und den Ver­ei­nen muss das obers­te Lei­tungs- oder Ver­wal­tungs­or­gan den Um­wand­lungs­plan der Ge­ne­ral­ver­samm­lung zur Be­schluss­fas­sung un­ter­brei­ten. Fol­gen­de Mehr­hei­ten sind er­for­der­lich:

a.
bei Ak­ti­en­ge­sell­schaf­ten und Kom­man­di­tak­ti­en­ge­sell­schaf­ten min­des­tens zwei Drit­tel der an der Ge­ne­ral­ver­samm­lung ver­tre­te­nen Ak­ti­en­stim­men und die ab­so­lu­te Mehr­heit des von ih­nen ver­tre­te­nen Ak­ti­en­nenn­werts; wer­den bei der Um­wand­lung in ei­ne Ge­sell­schaft mit be­schränk­ter Haf­tung ei­ne Nach­schuss­pflicht oder an­de­re per­sön­li­che Leis­tungs­pflich­ten ein­ge­führt, die Zu­stim­mung al­ler Ak­tio­nä­rin­nen und Ak­tio­näre, die da­von be­trof­fen wer­den;
b.
bei der Um­wand­lung ei­ner Ka­pi­tal­ge­sell­schaft in ei­ne Ge­nos­sen­schaft die Zu­stim­mung al­ler Ge­sell­schaf­te­rin­nen und Ge­sell­schaf­ter;
c.1
bei Ge­sell­schaf­ten mit be­schränk­ter Haf­tung min­des­tens zwei Drit­tel der an der Ge­ne­ral­ver­samm­lung ver­tre­te­nen Stim­men so­wie die ab­so­lu­te Mehr­heit des ge­sam­ten Ka­pi­tals, mit dem ein aus­üb­ba­res Stimm­recht ver­bun­den ist;
d.
bei Ge­nos­sen­schaf­ten min­des­tens zwei Drit­tel der ab­ge­ge­be­nen Stim­men oder, wenn ei­ne Nach­schuss­pflicht, an­de­re per­sön­li­che Leis­tungs­pflich­ten oder die per­sön­li­che Haf­tung ein­ge­führt oder er­wei­tert wer­den, min­des­tens drei Vier­tel al­ler Ge­nos­sen­schaf­te­rin­nen und Ge­nos­sen­schaf­ter;
e.
bei Ver­ei­nen min­des­tens drei Vier­tel der an der Ge­ne­ral­ver­samm­lung an­we­sen­den Mit­glie­der.

2Bei Kol­lek­tiv- und bei Kom­man­dit­ge­sell­schaf­ten be­darf der Um­wand­lungs­plan der Zu­stim­mung al­ler Ge­sell­schaf­te­rin­nen und Ge­sell­schaf­ter. Der Ge­sell­schafts­ver­trag kann je­doch vor­se­hen, dass die Zu­stim­mung von drei Vier­teln der Ge­sell­schaf­te­rin­nen und Ge­sell­schaf­ter ge­nügt.


1 Fas­sung ge­mä­ss An­hang Ziff. 2 des BG vom 16. Dez. 2005 (GmbH-Recht so­wie An­pas­sun­gen im Ak­ti­en-, Ge­nos­sen­schafts-, Han­dels­re­gis­ter- und Fir­men­recht), in Kraft seit 1. Jan. 2008 (AS 2007 4791; BBl 2002 3148, 2004 3969).

Art. 65 Öffentliche Beurkundung

Der Um­wand­lungs­be­schluss be­darf der öf­fent­li­chen Be­ur­kun­dung.

Art. 66 Eintragung ins Handelsregister

Das obers­te Lei­tungs- oder Ver­wal­tungs­or­gan muss dem Han­dels­re­gis­ter­amt die Um­wand­lung zur Ein­tra­gung an­mel­den.

Art. 67 Rechtswirksamkeit

Die Um­wand­lung wird mit der Ein­tra­gung ins Han­dels­re­gis­ter rechts­wirk­sam.

6. Abschnitt: Gläubiger- und Arbeitnehmerschutz

Art. 68

1Für die per­sön­li­che Haf­tung der Ge­sell­schaf­te­rin­nen und Ge­sell­schaf­ter fin­det Ar­ti­kel 26 ent­spre­chen­de An­wen­dung.

2Für die Haf­tung für Ver­bind­lich­kei­ten aus Ar­beits­ver­trag fin­det Ar­ti­kel 27 Ab­satz 3 ent­spre­chen­de An­wen­dung.

5. Kapitel: Vermögensübertragung

1. Abschnitt: Allgemeine Bestimmungen

Art. 69

1Im Han­dels­re­gis­ter ein­ge­tra­ge­ne Ge­sell­schaf­ten, Kom­man­dit­ge­sell­schaf­ten für kol­lek­ti­ve Ka­pi­tal­an­la­gen, In­vest­ment­ge­sell­schaf­ten mit va­ria­blem Ka­pi­tal und im Han­dels­re­gis­ter ein­ge­tra­ge­ne Ein­zel­un­ter­neh­men kön­nen ihr Ver­mö­gen oder Tei­le da­von mit Ak­ti­ven und Pas­si­ven auf an­de­re Rechts­trä­ger des Pri­vat­rechts über­tra­gen.1 Wenn die Ge­sell­schaf­te­rin­nen und Ge­sell­schaf­ter der über­tra­gen­den Ge­sell­schaft An­teils- oder Mit­glied­schafts­rech­te der über­neh­men­den Ge­sell­schaft er­hal­ten, gilt Ka­pi­tel 3.

2Vor­be­hal­ten blei­ben die ge­setz­li­chen und sta­tu­ta­ri­schen Be­stim­mun­gen über den Ka­pi­tal­schutz und die Li­qui­da­ti­on.


1 Fas­sung ge­mä­ss An­hang Ziff. II 1 des Kol­lek­ti­v­an­la­gen­ge­set­zes vom 23. Ju­ni 2006, in Kraft seit 1. Jan. 2007 (AS 2006 5379; BBl 2005 6395).

2. Abschnitt: Übertragungsvertrag

Art. 70 Abschluss des Übertragungsvertrags

1Der Über­tra­gungs­ver­trag muss von den obers­ten Lei­tungs- oder Ver­wal­tungs­or­ga­nen der an der Ver­mö­gens­über­tra­gung be­tei­lig­ten Rechts­trä­ger ab­ge­schlos­sen wer­den.

2Der Über­tra­gungs­ver­trag be­darf der schrift­li­chen Form. Wer­den Grund­stücke über­tra­gen, so be­dür­fen die ent­spre­chen­den Tei­le des Ver­tra­ges der öf­fent­li­chen Be­ur­kun­dung. Ei­ne ein­zi­ge öf­fent­li­che Ur­kun­de ge­nügt auch dann, wenn Grund­stücke in ver­schie­de­nen Kan­to­nen lie­gen. Die Ur­kun­de muss durch ei­ne Ur­kunds­per­son am Sitz des über­tra­gen­den Rechts­trä­gers er­rich­tet wer­den.

Art. 71 Inhalt des Übertragungsvertrags

1Der Über­tra­gungs­ver­trag ent­hält:

a.
die Fir­ma oder den Na­men, den Sitz und die Rechts­form der be­tei­lig­ten Rechts­trä­ger;
b.
ein In­ven­tar mit der ein­deu­ti­gen Be­zeich­nung der zu über­tra­gen­den Ge­gen­stän­de des Ak­tiv- und des Pas­siv­ver­mö­gens; Grund­stücke, Wert­pa­pie­re und im­ma­te­ri­el­le Wer­te sind ein­zeln auf­zu­füh­ren;
c.
den ge­sam­ten Wert der zu über­tra­gen­den Ak­ti­ven und Pas­si­ven;
d.
die all­fäl­li­ge Ge­gen­leis­tung;
e.
ei­ne Lis­te der Ar­beits­ver­hält­nis­se, die mit der Ver­mö­gens­über­tra­gung über­ge­hen.

2Die Ver­mö­gens­über­tra­gung ist nur zu­läs­sig, wenn das In­ven­tar einen Ak­ti­ven­über­schuss aus­weist.

Art. 72 Nicht zugeordnete Gegenstände des Aktivvermögens

Ge­gen­stän­de des Ak­tiv­ver­mö­gens so­wie For­de­run­gen und im­ma­te­ri­el­le Rech­te, die sich auf Grund des In­ven­tars nicht zu­ord­nen las­sen, ver­blei­ben beim über­tra­gen­den Rechts­trä­ger.

3. Abschnitt: Eintragung ins Handelsregister und Rechtswirksamkeit

Art. 73

1Das obers­te Lei­tungs- oder Ver­wal­tungs­or­gan des über­tra­gen­den Rechts­trä­gers muss dem Han­dels­re­gis­ter­amt die Ver­mö­gens­über­tra­gung zur Ein­tra­gung an­mel­den.

2Die Ver­mö­gens­über­tra­gung wird mit der Ein­tra­gung ins Han­dels­re­gis­ter rechts­wirk­sam. In die­sem Zeit­punkt ge­hen al­le im In­ven­tar auf­ge­führ­ten Ak­ti­ven und Pas­si­ven von Ge­set­zes we­gen auf den über­neh­men­den Rechts­trä­ger über. Ar­ti­kel 34 des Kar­tell­ge­set­zes vom 6. Ok­to­ber 19951 bleibt vor­be­hal­ten.


1 SR 251

4. Abschnitt: Information der Gesellschafterinnen und Gesellschafter

Art. 74

1Das obers­te Lei­tungs- oder Ver­wal­tungs­or­gan der über­tra­gen­den Ge­sell­schaft muss die Ge­sell­schaf­te­rin­nen und Ge­sell­schaf­ter über die Ver­mö­gens­über­tra­gung im An­hang zur Jah­res­rech­nung in­for­mie­ren. Ist kei­ne Jah­res­rech­nung zu er­stel­len, so muss über die Ver­mö­gens­über­tra­gung an der nächs­ten Ge­ne­ral­ver­samm­lung in­for­miert wer­den.

2Im An­hang be­zie­hungs­wei­se an der Ge­ne­ral­ver­samm­lung sind recht­lich und wirt­schaft­lich zu er­läu­tern und zu be­grün­den:

a.
der Zweck und die Fol­gen der Ver­mö­gens­über­tra­gung;
b.
der Über­tra­gungs­ver­trag;
c.
die Ge­gen­leis­tung für die Über­tra­gung;
d.
die Fol­gen für die Ar­beit­neh­me­rin­nen und Ar­beit­neh­mer und Hin­wei­se auf den In­halt ei­nes all­fäl­li­gen So­zi­al­plans.

3Die In­for­ma­ti­ons­pflicht ent­fällt, falls die über­tra­ge­nen Ak­ti­ven we­ni­ger als 5 Pro­zent der Bi­lanz­sum­me der über­tra­gen­den Ge­sell­schaft aus­ma­chen.

5. Abschnitt: Gläubiger- und Arbeitnehmerschutz

Art. 75 Solidarische Haftung

1Die bis­he­ri­gen Schuld­ner haf­ten für die vor der Ver­mö­gens­über­tra­gung be­grün­de­ten Schul­den wäh­rend drei­er Jah­re so­li­da­risch mit dem neu­en Schuld­ner.

2Die An­sprü­che ge­gen den über­tra­gen­den Rechts­trä­ger ver­jäh­ren spä­tes­tens drei Jah­re nach der Ver­öf­fent­li­chung der Ver­mö­gens­über­tra­gung. Wird die For­de­rung erst nach der Ver­öf­fent­li­chung fäl­lig, so be­ginnt die Ver­jäh­rung mit der Fäl­lig­keit.

3Die an der Ver­mö­gens­über­tra­gung be­tei­lig­ten Rechts­trä­ger müs­sen die For­de­run­gen si­cher­stel­len, wenn:

a.
die so­li­da­ri­sche Haf­tung vor Ab­lauf der Frist von drei Jah­ren ent­fällt; oder
b.
die Gläu­bi­ge­rin­nen und Gläu­bi­ger glaub­haft ma­chen, dass die so­li­da­ri­sche Haf­tung kei­nen aus­rei­chen­den Schutz bie­tet.

4An­statt ei­ne Si­cher­heit zu leis­ten, kön­nen an der Ver­mö­gens­über­tra­gung be­tei­lig­te Rechts­trä­ger die For­de­rung er­fül­len, so­fern die an­de­ren Gläu­bi­ge­rin­nen und Gläu­bi­ger nicht ge­schä­digt wer­den.

Art. 76 Übergang der Arbeitsverhältnisse und solidarische Haftung

1Für den Über­gang der Ar­beits­ver­hält­nis­se auf den über­neh­men­den Rechts­trä­ger fin­det Ar­ti­kel 333 des OR1 An­wen­dung.

2Ar­ti­kel 75 fin­det An­wen­dung auf al­le Ver­bind­lich­kei­ten aus Ar­beits­ver­trag, die bis zum Zeit­punkt fäl­lig wer­den, auf den das Ar­beits­ver­hält­nis or­dent­li­cher­wei­se be­en­digt wer­den könn­te oder, bei Ab­leh­nung des Über­gangs, von der Ar­beit­neh­me­rin oder dem Ar­beit­neh­mer be­en­digt wird.


1 SR 220

Art. 77 Konsultation der Arbeitnehmervertretung

1Für die Kon­sul­ta­ti­on der Ar­beit­neh­mer­ver­tre­tung fin­det für den über­tra­gen­den wie auch für den über­neh­men­den Rechts­trä­ger Ar­ti­kel 333a des OR1 An­wen­dung.

2Wer­den die Vor­schrif­ten von Ab­satz 1 nicht ein­ge­hal­ten, so kann die Ar­beit­neh­mer­ver­tre­tung vom Ge­richt ver­lan­gen, dass es die Ein­tra­gung der Ver­mö­gens­über­tra­gung im Han­dels­re­gis­ter un­ter­sagt.

3Die­se Be­stim­mung fin­det auch An­wen­dung auf über­neh­men­de Rechts­trä­ger mit Sitz im Aus­land.


1 SR 220

6. Kapitel: Fusion und Vermögensübertragung von Stiftungen

1. Abschnitt: Fusion

Art. 78 Grundsatz

1Stif­tun­gen kön­nen mit­ein­an­der fu­sio­nie­ren.

2Die Fu­si­on ist nur zu­läs­sig, wenn sie sach­lich ge­recht­fer­tigt ist und ins­be­son­de­re der Wah­rung und Durch­füh­rung des Stif­tungs­zwecks dient. All­fäl­li­ge Rechts­an­sprü­che der Des­ti­na­tä­re der be­tei­lig­ten Stif­tun­gen müs­sen ge­wahrt wer­den. Ist im Hin­blick auf ei­ne Fu­si­on ei­ne Zweck­än­de­rung er­for­der­lich, so fin­det Ar­ti­kel 86 des ZGB1 An­wen­dung.


1 SR 210

Art. 79 Fusionsvertrag

1Der Fu­si­ons­ver­trag muss von den obers­ten Or­ga­nen der Stif­tun­gen ab­ge­schlos­sen wer­den.

2Der Ver­trag ent­hält:

a.
den Na­men, den Sitz und den Zweck der be­tei­lig­ten Stif­tun­gen, im Fall der Kom­bi­na­ti­ons­fu­si­on auch den Na­men, den Sitz und den Zweck der neu­en Stif­tung;
b.
An­ga­ben über die Stel­lung der Des­ti­na­tä­re mit Rechts­an­sprü­chen in der über­neh­men­den Stif­tung;
c.
den Zeit­punkt, ab dem die Hand­lun­gen der über­tra­gen­den Stif­tung als für Rech­nung der über­neh­men­den Stif­tung vor­ge­nom­men gel­ten.

3Der Fu­si­ons­ver­trag be­darf der schrift­li­chen Form. Bei Fa­mi­li­en­stif­tun­gen und kirch­li­chen Stif­tun­gen be­darf der Fu­si­ons­ver­trag der öf­fent­li­chen Be­ur­kun­dung.

Art. 80 Bilanz

Die Stif­tun­gen müs­sen ei­ne Bi­lanz und un­ter den Vor­aus­set­zun­gen von Ar­ti­kel 11 ei­ne Zwi­schen­bi­lanz er­stel­len.

Art. 81 Prüfung des Fusionsvertrags

1Die Stif­tun­gen müs­sen den Fu­si­ons­ver­trag so­wie die Bi­lan­zen von ei­ner zu­ge­las­se­nen Re­vi­so­rin oder ei­nem zu­ge­las­se­nen Re­vi­sor prü­fen las­sen.1

2Sie müs­sen der Re­vi­so­rin oder dem Re­vi­sor al­le zweck­dien­li­chen Aus­künf­te und Un­ter­la­gen ge­ben.

3Die Re­vi­so­rin oder der Re­vi­sor er­stellt einen Be­richt, in dem ins­be­son­de­re dar­zu­le­gen ist, ob die all­fäl­li­gen Rechts­an­sprü­che der Des­ti­na­tä­re ge­wahrt sind und ob For­de­run­gen von Gläu­bi­ge­rin­nen und Gläu­bi­gern be­kannt oder zu er­war­ten sind, zu de­ren Be­frie­di­gung das Ver­mö­gen der be­tei­lig­ten Stif­tun­gen nicht aus­reicht.


1 Fas­sung ge­mä­ss An­hang Ziff. 2 des BG vom 16. Dez. 2005 (GmbH-Recht so­wie An­pas­sun­gen im Ak­ti­en-, Ge­nos­sen­schafts-, Han­dels­re­gis­ter- und Fir­men­recht), in Kraft seit 1. Jan. 2008 (AS 2007 4791; BBl 2002 3148, 2004 3969).

Art. 82 Informationspflicht

Das obers­te Or­gan der über­tra­gen­den Stif­tung in­for­miert die Des­ti­na­tä­re mit Rechts­an­sprü­chen vor dem An­trag an die Auf­sichts­be­hör­de über die ge­plan­te Fu­si­on und de­ren Aus­wir­kun­gen auf ih­re Rechts­stel­lung. Bei Fa­mi­li­en­stif­tun­gen und kirch­li­chen Stif­tun­gen er­folgt die In­for­ma­ti­on vor dem Fu­si­ons­be­schluss.

Art. 83 Genehmigung und Vollzug der Fusion

1Bei Stif­tun­gen, die der Auf­sicht des Ge­mein­we­sens un­ter­ste­hen, be­an­tra­gen die obers­ten Stif­tungs­or­ga­ne bei der zu­stän­di­gen Auf­sichts­be­hör­de die Ge­neh­mi­gung der Fu­si­on. Im An­trag ist schrift­lich dar­zu­le­gen, dass die Vor­aus­set­zun­gen für die Fu­si­on er­füllt sind. Mit dem An­trag sind der Auf­sichts­be­hör­de die von der zu­ge­las­se­nen Re­vi­so­rin oder dem zu­ge­las­se­nen Re­vi­sor ge­prüf­ten Bi­lan­zen der be­tei­lig­ten Stif­tun­gen so­wie der Re­vi­si­ons­be­richt ein­zu­rei­chen.1

2Zu­stän­dig ist die Auf­sichts­be­hör­de der über­tra­gen­den Stif­tung. Bei meh­re­ren über­tra­gen­den Stif­tun­gen muss je­de Auf­sichts­be­hör­de der Fu­si­on zu­stim­men.

3Die Auf­sichts­be­hör­de er­lässt nach Prü­fung des Be­geh­rens die ent­spre­chen­de Ver­fü­gung und mel­det im Fall der Zu­stim­mung die Fu­si­on zur Ein­tra­gung in das Han­dels­re­gis­ter an.

4Für die Rechts­wirk­sam­keit der Fu­si­on gilt Ar­ti­kel 22 Ab­satz 1.


1 Fas­sung des drit­ten Sat­zes ge­mä­ss An­hang Ziff. 2 des BG vom 16. Dez. 2005 (GmbH-Recht so­wie An­pas­sun­gen im Ak­ti­en-, Ge­nos­sen­schafts-, Han­dels­re­gis­ter- und Fir­men­recht), in Kraft seit 1. Jan. 2008 (AS 2007 4791; BBl 2002 3148, 2004 3969).

Art. 84 Beschluss und Vollzug der Fusion bei Familienstiftungen und kirchlichen Stiftungen

1Bei Fa­mi­li­en­stif­tun­gen und kirch­li­chen Stif­tun­gen wird die Fu­si­on mit der Zu­stim­mung der obers­ten Stif­tungs­or­ga­ne der be­tei­lig­ten Stif­tun­gen zum Fu­si­ons­ver­trag rechts­wirk­sam. Bei kirch­li­chen Stif­tun­gen, die nach öf­fent­li­chem Recht der Auf­sicht ei­nes Ge­mein­we­sens un­ter­ste­hen, gilt Ar­ti­kel 83 sinn­ge­mä­ss.

2Je­der Des­ti­na­tär mit Rechts­an­spruch und je­des Mit­glied des obers­ten Stif­tungs­or­gans, das dem Be­schluss nicht zu­ge­stimmt hat, kann den Fu­si­ons­be­schluss we­gen Feh­lens der Vor­aus­set­zun­gen in­nert drei­er Mo­na­te nach Be­schluss ge­richt­lich an­fech­ten.

Art. 85 Gläubiger- und Arbeitnehmerschutz

1Die Auf­sichts­be­hör­de oder, bei Fa­mi­li­en­stif­tun­gen und kirch­li­chen Stif­tun­gen, das obers­te Stif­tungs­or­gan der über­tra­gen­den Stif­tung hat vor Er­lass der Ver­fü­gung be­zie­hungs­wei­se vor dem Be­schluss die Gläu­bi­ge­rin­nen und Gläu­bi­ger der an der Fu­si­on be­tei­lig­ten Stif­tun­gen im Schwei­ze­ri­schen Han­delsamts­blatt drei­mal dar­auf hin­zu­wei­sen, dass sie un­ter An­mel­dung ih­rer For­de­run­gen Si­cher­stel­lung ver­lan­gen kön­nen. Die Des­ti­na­tä­re mit Rechts­an­sprü­chen ha­ben kei­nen An­spruch auf Si­cher­stel­lung.

2Die Auf­sichts­be­hör­de oder, bei Fa­mi­li­en­stif­tun­gen und kirch­li­chen Stif­tun­gen, das obers­te Stif­tungs­or­gan kann von ei­ner Auf­for­de­rung an die Gläu­bi­ge­rin­nen und Gläu­bi­ger ab­se­hen, wenn auf Grund des Be­richts der zu­ge­las­se­nen Re­vi­so­rin oder des zu­ge­las­se­nen Re­vi­sors kei­ne For­de­run­gen be­kannt oder zu er­war­ten sind, zu de­ren Be­frie­di­gung das Stif­tungs­ver­mö­gen der be­tei­lig­ten Stif­tun­gen nicht aus­reicht.1

3Im Fal­le ei­ner Auf­for­de­rung an die Gläu­bi­ge­rin­nen und Gläu­bi­ger fin­det Ar­ti­kel 25 An­wen­dung.

4Der Ar­beit­neh­mer­schutz rich­tet sich nach den Ar­ti­keln 27 und 28.


1 Fas­sung ge­mä­ss An­hang Ziff. 2 des BG vom 16. Dez. 2005 (GmbH-Recht so­wie An­pas­sun­gen im Ak­ti­en-, Ge­nos­sen­schafts-, Han­dels­re­gis­ter- und Fir­men­recht), in Kraft seit 1. Jan. 2008 (AS 2007 4791; BBl 2002 3148, 2004 3969).

2. Abschnitt: Vermögensübertragung

Art. 86 Grundsatz

1Die im Han­dels­re­gis­ter ein­ge­tra­ge­nen Stif­tun­gen kön­nen ihr Ver­mö­gen oder Tei­le da­von mit Ak­ti­ven und Pas­si­ven auf an­de­re Rechts­trä­ger über­tra­gen.

2Ar­ti­kel 78 Ab­satz 2 fin­det sinn­ge­mä­ss An­wen­dung. Der Über­gangs­ver­trag rich­tet sich nach den Ar­ti­keln 70-72, der Gläu­bi­ger- und Ar­beit­neh­mer­schutz nach den Ar­ti­keln 75-77.

Art. 87 Genehmigung und Vollzug der Vermögensübertragung

1Bei Stif­tun­gen, die der Auf­sicht des Ge­mein­we­sens un­ter­ste­hen, be­an­tra­gen die obers­ten Stif­tungs­or­ga­ne bei der zu­stän­di­gen Auf­sichts­be­hör­de die Ge­neh­mi­gung der Ver­mö­gens­über­tra­gung. Im An­trag ist schrift­lich dar­zu­le­gen, dass die Vor­aus­set­zun­gen für die Ver­mö­gens­über­tra­gung er­füllt sind.

2Zu­stän­dig ist die Auf­sichts­be­hör­de der über­tra­gen­den Stif­tung.

3Die Auf­sichts­be­hör­de er­lässt nach Prü­fung des Be­geh­rens die ent­spre­chen­de Ver­fü­gung. Nach Ein­tritt der Rechts­kraft der zu­stim­men­den Ver­fü­gung mel­det sie die Ver­mö­gens­über­tra­gung zur Ein­tra­gung in das Han­dels­re­gis­ter an.

4Die Ein­tra­gung ins Han­dels­re­gis­ter und die Rechts­wirk­sam­keit rich­ten sich nach Ar­ti­kel 73.

7. Kapitel: Fusion, Umwandlung und Vermögensübertragung von Vorsorgeeinrichtungen

1. Abschnitt: Fusion

Art. 88 Grundsatz

1Vor­sor­ge­ein­rich­tun­gen kön­nen mit­ein­an­der fu­sio­nie­ren.

2Die Fu­si­on von Vor­sor­ge­ein­rich­tun­gen ist nur zu­läs­sig, wenn der Vor­sor­ge­zweck und die Rech­te und An­sprü­che der Ver­si­cher­ten ge­wahrt blei­ben.

3Die Be­stim­mun­gen des Stif­tungs­rechts (Art. 80 ff. ZGB1) und des BVG2 blei­ben vor­be­hal­ten.


1 SR 210
2 SR 831.40

Art. 89 Bilanz

Die be­tei­lig­ten Vor­sor­ge­ein­rich­tun­gen müs­sen ei­ne Bi­lanz und un­ter den Vor­aus­set­zun­gen von Ar­ti­kel 11 ei­ne Zwi­schen­bi­lanz er­stel­len.

Art. 90 Fusionsvertrag

1Der Fu­si­ons­ver­trag muss von den obers­ten Lei­tungs­or­ga­nen der be­tei­lig­ten Vor­sor­ge­ein­rich­tun­gen ab­ge­schlos­sen wer­den.

2Der Fu­si­ons­ver­trag ent­hält:

a.
den Na­men oder die Fir­ma, den Sitz und die Rechts­form der be­tei­lig­ten Vor­sor­ge­ein­rich­tun­gen, im Fall der Kom­bi­na­ti­ons­fu­si­on auch den Na­men oder die Fir­ma, den Sitz und die Rechts­form der neu­en Vor­sor­ge­ein­rich­tung;
b.
An­ga­ben über die Rech­te und An­sprü­che der Ver­si­cher­ten bei der über­neh­men­den Vor­sor­ge­ein­rich­tung;
c.
den Zeit­punkt, von dem an die Hand­lun­gen der über­tra­gen­den Vor­sor­ge­ein­rich­tung als für Rech­nung der über­neh­men­den Vor­sor­ge­ein­rich­tung vor­ge­nom­men gel­ten.

3Der Fu­si­ons­ver­trag be­darf der schrift­li­chen Form.

Art. 91 Fusionsbericht

1Die obers­ten Lei­tungs­or­ga­ne der Vor­sor­ge­ein­rich­tun­gen müs­sen einen schrift­li­chen Be­richt über die Fu­si­on er­stel­len. Sie kön­nen den Be­richt auch ge­mein­sam ver­fas­sen.

2Im Be­richt sind zu er­läu­tern und zu be­grün­den:

a.
der Zweck und die Fol­gen der Fu­si­on;
b.
der Fu­si­ons­ver­trag;
c.
die Aus­wir­kun­gen der Fu­si­on auf die Rech­te und An­sprü­che der Ver­si­cher­ten.

Art. 92 Prüfung des Fusionsvertrags

1Die be­tei­lig­ten Vor­sor­ge­ein­rich­tun­gen müs­sen den Fu­si­ons­ver­trag, den Fu­si­ons­be­richt und die Bi­lanz von ih­ren Kon­troll­stel­len so­wie von ei­ner an­er­kann­ten Ex­per­tin oder ei­nem an­er­kann­ten Ex­per­ten für die be­ruf­li­che Vor­sor­ge prü­fen las­sen. Sie kön­nen ei­ne ge­mein­sa­me Ex­per­tin oder einen ge­mein­sa­men Ex­per­ten be­stim­men.

2Die be­tei­lig­ten Vor­sor­ge­ein­rich­tun­gen müs­sen den mit der Prü­fung be­trau­ten Per­so­nen al­le zweck­dien­li­chen Aus­künf­te und Un­ter­la­gen ge­ben.

3Die Re­vi­si­ons­stel­le und die Ex­per­tin oder der Ex­per­te für die be­ruf­li­che Vor­sor­ge er­stel­len einen Be­richt, in dem dar­zu­le­gen ist, ob die Rech­te und An­sprü­che der Ver­si­cher­ten ge­wahrt sind.

Art. 93 Informationspflicht und Einsichtsrecht

1Die zu­stän­di­gen Or­ga­ne der Vor­sor­ge­ein­rich­tung ha­ben spä­tes­tens bis zum Zeit­punkt der Ge­wäh­rung des Ein­sichts­rechts ge­mä­ss Ab­satz 2 die Ver­si­cher­ten über die ge­plan­te Fu­si­on und de­ren Aus­wir­kun­gen zu in­for­mie­ren. Sie ha­ben die Ver­si­cher­ten in ge­eig­ne­ter Form auf die Mög­lich­keit der Ein­sicht­nah­me hin­zu­wei­sen.

2Die be­tei­lig­ten Vor­sor­ge­ein­rich­tun­gen müs­sen an ih­rem Sitz wäh­rend der 30 Ta­ge vor dem An­trag an die Auf­sichts­be­hör­de den Ver­si­cher­ten Ein­sicht in den Fu­si­ons­ver­trag und in den Fu­si­ons­be­richt ge­wäh­ren.

Art. 94 Fusionsbeschluss

1Die Fu­si­on be­darf der Zu­stim­mung des obers­ten Lei­tungs­or­gans und, bei ei­ner Ge­nos­sen­schaft, über­dies der Ge­ne­ral­ver­samm­lung. Für die er­for­der­li­chen Mehr­hei­ten gilt Ar­ti­kel 18 Ab­satz 1 Buch­sta­be d.

2Bei Vor­sor­ge­ein­rich­tun­gen des öf­fent­li­chen Rechts bleibt Ar­ti­kel 100 Ab­satz 3 vor­be­hal­ten.

Art. 95 Genehmigung und Vollzug der Fusion

1Die obers­ten Lei­tungs­or­ga­ne der Vor­sor­ge­ein­rich­tun­gen be­an­tra­gen bei der zu­stän­di­gen Auf­sichts­be­hör­de die Ge­neh­mi­gung der Fu­si­on.

2Zu­stän­dig ist die Auf­sichts­be­hör­de der über­tra­gen­den Vor­sor­ge­ein­rich­tung.

3Die Auf­sichts­be­hör­de prüft, ob die Vor­aus­set­zun­gen ei­ner Fu­si­on ge­ge­ben sind, und er­lässt ei­ne Ver­fü­gung. Die Auf­sichts­be­hör­de kann wei­te­re für die Prü­fung der Vor­aus­set­zun­gen er­for­der­li­che Be­le­ge ver­lan­gen.

4Nach Ein­tritt der Rechts­kraft der zu­stim­men­den Ver­fü­gung mel­det die Auf­sichts­be­hör­de die Fu­si­on zur Ein­tra­gung in das Han­dels­re­gis­ter an.

5Für die Rechts­wirk­sam­keit der Fu­si­on gilt Ar­ti­kel 22 Ab­satz 1.

Art. 96 Gläubiger- und Arbeitnehmerschutz

1Die Auf­sichts­be­hör­de hat vor Er­lass der Ver­fü­gung die Gläu­bi­ge­rin­nen und Gläu­bi­ger der an der Fu­si­on be­tei­lig­ten Vor­sor­ge­ein­rich­tun­gen im Schwei­ze­ri­schen Han­delsamts­blatt drei­mal dar­auf hin­zu­wei­sen, dass sie un­ter An­mel­dung ih­rer For­de­run­gen Si­cher­stel­lung ver­lan­gen kön­nen.

2Die Auf­sichts­be­hör­de kann von ei­ner Auf­for­de­rung an die Gläu­bi­ge­rin­nen und Gläu­bi­ger ab­se­hen, wenn kei­ne For­de­run­gen be­kannt oder zu er­war­ten sind, zu de­ren Be­frie­di­gung das freie Ver­mö­gen der be­tei­lig­ten Vor­sor­ge­ein­rich­tun­gen nicht aus­reicht.

3Im Fal­le ei­ner Auf­for­de­rung an die Gläu­bi­ge­rin­nen und Gläu­bi­ger kön­nen die­se in­ner­halb von zwei Mo­na­ten nach der Ver­öf­fent­li­chung im Schwei­ze­ri­schen Han­delsamts­blatt von der über­neh­men­den Vor­sor­ge­ein­rich­tung die Si­cher­stel­lung ih­rer For­de­run­gen ver­lan­gen. Die Ver­si­cher­ten ha­ben kei­nen An­spruch auf Si­cher­stel­lung.

4Die Pflicht zur Si­cher­stel­lung ent­fällt, wenn die Vor­sor­ge­ein­rich­tung nach­weist, dass die Er­fül­lung der an­ge­mel­de­ten For­de­rung durch die Fu­si­on nicht ge­fähr­det ist. Ar­ti­kel 25 Ab­satz 4 fin­det An­wen­dung. Im Streit­fall ent­schei­det die Auf­sichts­be­hör­de.

5Der Ar­beit­neh­mer­schutz rich­tet sich nach den Ar­ti­keln 27 und 28.

2. Abschnitt: Umwandlung

Art. 97

1Vor­sor­ge­ein­rich­tun­gen kön­nen sich in ei­ne Stif­tung um­wan­deln.1

2Die Um­wand­lung von Vor­sor­ge­ein­rich­tun­gen ist nur zu­läs­sig, wenn der Vor­sor­ge­zweck und die Rech­te und An­sprü­che der Ver­si­cher­ten ge­wahrt blei­ben.

3Die Ar­ti­kel 89-95 fin­den sinn­ge­mä­ss An­wen­dung.


1 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. II 2 des BG vom 17. Dez. 2010 (Fi­nan­zie­rung von Vor­sor­ge­ein­rich­tun­gen öf­fent­lich-recht­li­cher Kör­per­schaf­ten), in Kraft seit 1. Jan. 2014 (AS 2011 3385; BBl 2008 8411).

3. Abschnitt: Vermögensübertragung

Art. 98

1Vor­sor­ge­ein­rich­tun­gen kön­nen ihr Ver­mö­gen oder Tei­le da­von mit Ak­ti­ven und Pas­si­ven auf an­de­re Vor­sor­ge­ein­rich­tun­gen oder Rechts­trä­ger über­tra­gen.

2Ar­ti­kel 88 Ab­satz 2 fin­det sinn­ge­mä­ss An­wen­dung. Die Ar­ti­kel 70-77 fin­den An­wen­dung.

3Ver­mö­gens­über­tra­gun­gen im Rah­men ei­ner Teil- oder Ge­samt­li­qui­da­ti­on be­dür­fen der Ge­neh­mi­gung der Auf­sichts­be­hör­de, wenn dies im Recht der be­ruf­li­chen Vor­sor­ge vor­ge­se­hen ist.

8. Kapitel: Fusion, Umwandlung und Vermögensübertragung unter Beteiligung von Instituten des öffentlichen Rechts

Art. 99 Zulässige Fusionen, Umwandlungen und Vermögensübertragungen

1In­sti­tu­te des öf­fent­li­chen Rechts kön­nen:

a.
ihr Ver­mö­gen durch Fu­si­on auf Ka­pi­tal­ge­sell­schaf­ten, Ge­nos­sen­schaf­ten, Ver­ei­ne oder Stif­tun­gen über­tra­gen;
b.
sich in Ka­pi­tal­ge­sell­schaf­ten, Ge­nos­sen­schaf­ten, Ver­ei­ne oder Stif­tun­gen um­wan­deln.

2In­sti­tu­te des öf­fent­li­chen Rechts kön­nen durch Ver­mö­gens­über­tra­gung ihr Ver­mö­gen oder Tei­le da­von auf an­de­re Rechts­trä­ger über­tra­gen oder das Ver­mö­gen oder Tei­le da­von von an­de­ren Rechts­trä­gern über­neh­men.

Art. 100 Anwendbares Recht

1Auf die Fu­si­on von pri­vat­recht­li­chen Rechts­trä­gern mit In­sti­tu­ten des öf­fent­li­chen Rechts, auf die Um­wand­lung sol­cher In­sti­tu­te in Rechts­trä­ger des Pri­vat­rechts und auf die Ver­mö­gens­über­tra­gung un­ter Be­tei­li­gung ei­nes Rechts­trä­gers des öf­fent­li­chen Rechts fin­den die Vor­schrif­ten die­ses Ge­set­zes sinn­ge­mä­ss An­wen­dung. Bei der Fu­si­on und der Um­wand­lung nach Ar­ti­kel 99 Ab­satz 1 kann das öf­fent­li­che Recht für den be­tei­lig­ten Rechts­trä­ger des öf­fent­li­chen Rechts ab­wei­chen­de Vor­schrif­ten vor­se­hen. Die Ar­ti­kel 99-101 fin­den je­doch in je­dem Fall An­wen­dung, aus­ge­nom­men für kon­zes­sio­nier­te Ver­kehrs- und In­fra­struk­tur­un­ter­neh­men, so­weit das öf­fent­li­che Recht ei­ne ab­wei­chen­de Re­ge­lung vor­sieht.1

2In­sti­tu­te des öf­fent­li­chen Rechts müs­sen in ei­nem In­ven­tar die Ge­gen­stän­de des Ak­tiv- und des Pas­siv­ver­mö­gens, die von der Fu­si­on, der Um­wand­lung oder der Ver­mö­gens­über­tra­gung er­fasst wer­den, ein­deu­tig be­zeich­nen und be­wer­ten. Grund­stücke, Wert­pa­pie­re und im­ma­te­ri­el­le Wer­te sind ein­zeln auf­zu­füh­ren. Das In­ven­tar muss von ei­ner zu­ge­las­se­nen Re­vi­si­ons­ex­per­tin oder ei­nem zu­ge­las­se­nen Re­vi­si­ons­ex­per­ten ge­prüft wer­den, so­fern nicht in an­de­rer Wei­se si­cher­ge­stellt ist, dass die Er­stel­lung und die Be­wer­tung des In­ven­tars den an­er­kann­ten Rech­nungs­le­gungs­grund­sät­zen ent­spre­chen.2

3Die Be­schluss­fas­sung des Rechts­trä­gers des öf­fent­li­chen Rechts zur Fu­si­on, Um­wand­lung oder Ver­mö­gens­über­tra­gung rich­tet sich nach den öf­fent­lich-recht­li­chen Vor­schrif­ten und Grund­sät­zen des Bun­des, der Kan­to­ne und der Ge­mein­den.


1 Fas­sung des Sat­zes ge­mä­ss Ziff. II 4 des BG über die Bahn­re­form 2 vom 20. März 2009, in Kraft seit 1. Jan. 2010 (AS 2009 5597; BBl 2005 2415, 2007 2681).
2 Fas­sung des Sat­zes ge­mä­ss An­hang Ziff. 2 des BG vom 16. Dez. 2005 (GmbH-Recht so­wie An­pas­sun­gen im Ak­ti­en-, Ge­nos­sen­schafts-, Han­dels­re­gis­ter- und Fir­men­recht), in Kraft seit 1. Jan. 2008 (AS 2007 4791; BBl 2002 3148, 2004 3969).

Art. 101 Verantwortlichkeit von Bund, Kantonen und Gemeinden

1Durch Fu­sio­nen, Um­wand­lun­gen und Ver­mö­gens­über­tra­gun­gen von In­sti­tu­ten des öf­fent­li­chen Rechts dür­fen kei­ne Gläu­bi­ge­rin­nen und Gläu­bi­ger ge­schä­digt wer­den. Der Bund, die Kan­to­ne und die Ge­mein­den müs­sen Vor­keh­run­gen tref­fen, da­mit An­sprü­che im Sin­ne der Ar­ti­kel 26, 68 Ab­satz 1 und 75 er­füllt wer­den kön­nen.

2Für Schä­den, wel­che auf man­gel­haf­te Vor­keh­run­gen zu­rück­zu­füh­ren sind, haf­ten Bund, Kan­to­ne und Ge­mein­den nach den für sie mass­ge­ben­den Vor­schrif­ten.

9. Kapitel: Gemeinsame Vorschriften

1. Abschnitt: Ausführungsbestimmungen

Art. 102

Der Bun­des­rat er­lässt Vor­schrif­ten über:

a.
die Ein­zel­hei­ten der Ein­tra­gung ins Han­dels­re­gis­ter und die ein­zu­rei­chen­den Be­le­ge;
b.
die Ein­zel­hei­ten der Ein­tra­gung ins Grund­buch und die ein­zu­rei­chen­den Be­le­ge.

2. Abschnitt: Handänderungsabgaben

Art. 103

Die Er­he­bung von kan­to­na­len und kom­mu­na­len Hand­än­de­rungs­ab­ga­ben ist bei Um­struk­tu­rie­run­gen im Sin­ne von Ar­ti­kel 8 Ab­satz 3 und Ar­ti­kel 24 Ab­sät­ze 3 und 3qua­ter des Bun­des­ge­set­zes vom 14. De­zem­ber 19901 über die Har­mo­ni­sie­rung der di­rek­ten Steu­ern der Kan­to­ne und Ge­mein­den aus­ge­schlos­sen. Kos­ten­de­cken­de Ge­büh­ren blei­ben vor­be­hal­ten.


3. Abschnitt: Anmeldung beim Grundbuchamt

Art. 104

1Der über­neh­men­de Rechts­trä­ger oder, im Fal­le der Um­wand­lung, der Rechts­trä­ger, der sei­ne Rechts­form än­dert, muss al­le Än­de­run­gen, die sich für das Grund­buch aus der Fu­si­on, der Spal­tung oder der Um­wand­lung er­ge­ben, in­nert drei­er Mo­na­te vom Ein­tritt der Rechts­wirk­sam­keit an beim Grund­buchamt an­mel­den, so­fern nicht die kür­ze­re Frist nach Ab­satz 2 gilt.

2Der über­neh­men­de Rechts­trä­ger muss den Über­gang des Ei­gen­tums an ei­nem Grund­stück um­ge­hend nach Ein­tritt der Rechts­wirk­sam­keit beim Grund­buchamt an­mel­den, wenn:

a.
bei ei­ner Fu­si­on von Ver­ei­nen oder von Stif­tun­gen der über­tra­gen­de Rechts­trä­ger nicht im Han­dels­re­gis­ter ein­ge­tra­gen ist;
b.
das Grund­stück durch Ab­spal­tung auf ihn über­ge­gan­gen ist;
c.
das Grund­stück durch Ver­mö­gens­über­tra­gung auf ihn über­ge­gan­gen ist.

3In den Fäl­len nach Ab­satz 2 Buch­sta­ben a und b be­darf es als Aus­weis für die Ei­gen­tums­über­tra­gung für das Grund­buch ei­ner öf­fent­li­chen Ur­kun­de über die Tat­sa­che, dass das Ei­gen­tum an den Grund­stücken auf den über­neh­men­den Rechts­trä­ger über­ge­gan­gen ist.

4Die Ur­kunds­per­son, wel­che ei­ne Fest­stel­lungs­ur­kun­de nach Ab­satz 3 oder ei­ne öf­fent­li­che Ur­kun­de nach Ar­ti­kel 70 Ab­satz 2 er­rich­tet, ist na­mens des über­neh­men­den Rechts­trä­gers zur An­mel­dung bei den Grund­buchäm­tern be­fugt.

4. Abschnitt: Überprüfung der Anteils- und Mitgliedschaftsrechte

Art. 105

1Wenn bei ei­ner Fu­si­on, ei­ner Spal­tung oder ei­ner Um­wand­lung die An­teils- oder Mit­glied­schafts­rech­te nicht an­ge­mes­sen ge­wahrt sind oder die Ab­fin­dung nicht an­ge­mes­sen ist, kann je­de Ge­sell­schaf­te­rin und je­der Ge­sell­schaf­ter in­ner­halb von zwei Mo­na­ten nach der Ver­öf­fent­li­chung des Fu­si­ons-, des Spal­tungs- oder des Um­wand­lungs­be­schlus­ses ver­lan­gen, dass das Ge­richt ei­ne an­ge­mes­se­ne Aus­gleichs­zah­lung fest­setzt. Für die Fest­set­zung der Aus­gleichs­zah­lung gilt Ar­ti­kel 7 Ab­satz 2 nicht.

2Das Ur­teil hat Wir­kung für al­le Ge­sell­schaf­te­rin­nen und Ge­sell­schaf­ter des be­tei­lig­ten Rechts­trä­gers, so­fern sie sich in der glei­chen Rechts­stel­lung wie die Klä­ge­rin oder der Klä­ger be­fin­den.

3Die Kos­ten des Ver­fah­rens trägt der über­neh­men­de Rechts­trä­ger. Wenn be­son­de­re Um­stän­de es recht­fer­ti­gen, kann das Ge­richt die Kos­ten ganz oder teil­wei­se den Klä­ge­rin­nen und Klä­gern auf­er­le­gen.

4Die Kla­ge auf Über­prü­fung der Wah­rung der An­teils- oder Mit­glied­schafts­rech­te hin­dert die Rechts­wirk­sam­keit des Fu­si­ons-, des Spal­tungs- oder des Um­wand­lungs­be­schlus­ses nicht.

5. Abschnitt: Anfechtung von Fusionen, Spaltungen, Umwandlungen und Vermögensübertragungen durch Gesellschafterinnen und Gesellschafter

Art. 106 Grundsatz

1Sind die Vor­schrif­ten die­ses Ge­set­zes ver­letzt, so kön­nen Ge­sell­schaf­te­rin­nen und Ge­sell­schaf­ter der be­tei­lig­ten Rechts­trä­ger, die dem Be­schluss über die Fu­si­on, die Spal­tung oder die Um­wand­lung nicht zu­ge­stimmt ha­ben, den Be­schluss in­ner­halb von zwei Mo­na­ten nach der Ver­öf­fent­li­chung im Schwei­ze­ri­schen Han­delsamts­blatt an­fech­ten. Wenn kei­ne Ver­öf­fent­li­chung er­for­der­lich ist, be­ginnt die Frist mit der Be­schluss­fas­sung.

2Ge­sell­schaf­te­rin­nen und Ge­sell­schaf­ter kön­nen den Be­schluss auch an­fech­ten, wenn er vom obers­ten Lei­tungs- oder Ver­wal­tungs­or­gan ge­fasst wur­de.

Art. 107 Folgen eines Mangels

1Kann ein Man­gel be­ho­ben wer­den, so räumt das Ge­richt den be­trof­fe­nen Rechts­trä­gern da­zu ei­ne Frist ein.

2Wird ein Man­gel in­ner­halb der an­ge­setz­ten Frist nicht be­ho­ben oder kann er nicht be­ho­ben wer­den, so hebt das Ge­richt den Be­schluss auf und ord­net die er­for­der­li­chen Mass­nah­men an.

6. Abschnitt: Verantwortlichkeit

Art. 108

1Al­le mit der Fu­si­on, der Spal­tung, der Um­wand­lung oder der Ver­mö­gens­über­tra­gung be­fass­ten Per­so­nen sind so­wohl den Rechts­trä­gern als auch den ein­zel­nen Ge­sell­schaf­te­rin­nen und Ge­sell­schaf­tern so­wie den Gläu­bi­ge­rin­nen und Gläu­bi­gern für den Scha­den ver­ant­wort­lich, den sie durch ab­sicht­li­che oder fahr­läs­si­ge Ver­let­zung ih­rer Pflich­ten ver­ur­sa­chen. Die Ver­ant­wor­tung der Grün­de­rin­nen und Grün­der bleibt vor­be­hal­ten.

2Al­le mit der Prü­fung der Fu­si­on, der Spal­tung oder der Um­wand­lung be­fass­ten Per­so­nen sind so­wohl den Rechts­trä­gern als auch den ein­zel­nen Ge­sell­schaf­te­rin­nen und Ge­sell­schaf­tern so­wie Gläu­bi­ge­rin­nen und Gläu­bi­gern für den Scha­den ver­ant­wort­lich, den sie durch ab­sicht­li­che oder fahr­läs­si­ge Ver­let­zung ih­rer Pflich­ten ver­ur­sa­chen.

3Die Ar­ti­kel 756, 759 und 760 des OR1 fin­den An­wen­dung. Im Fall des Kon­kur­ses ei­ner Ka­pi­tal­ge­sell­schaft oder ei­ner Ge­nos­sen­schaft gel­ten die Ar­ti­kel 757, 764 Ab­satz 2, 827 und 920 des OR sinn­ge­mä­ss.

4Die Ver­ant­wort­lich­keit der Per­so­nen, die für ein In­sti­tut des öf­fent­li­chen Rechts tä­tig sind, rich­tet sich nach dem öf­fent­li­chen Recht.


1 SR 220

10. Kapitel: Schlussbestimmungen

Art. 109 Änderung bisherigen Rechts

Die Än­de­rung bis­he­ri­gen Rechts wird im An­hang ge­re­gelt.

Art. 110 Übergangsbestimmung

Die­ses Ge­setz fin­det An­wen­dung auf Fu­sio­nen, Spal­tun­gen, Um­wand­lun­gen und Ver­mö­gens­über­tra­gun­gen, die nach sei­nem In­kraft­tre­ten beim Han­dels­re­gis­ter zur Ein­tra­gung an­ge­mel­det wer­den.

Art. 111 Referendum und Inkrafttreten

1Die­ses Ge­setz un­ter­steht dem fa­kul­ta­ti­ven Re­fe­ren­dum.

2Der Bun­des­rat be­stimmt das In­kraft­tre­ten.

3Ar­ti­kel 103 tritt fünf Jah­re nach den üb­ri­gen Be­stim­mun­gen die­ses Ge­set­zes in Kraft.

Anhang

Änderung bisherigen Rechts

A:
AHVG Bundesgesetz über die Alters- und Hinterlassenenversicherung
AHVV Verordnung über die Alters- und Hinterlassenenversicherung
AIG Bundesgesetz über die Ausländerinnen und Ausländer und über die Integration
AVIG Bundesgesetz über die obligatorische Arbeitslosenversicherung und die Insolvenzentschädigung
AVO Verordnung über die Beaufsichtigung von privaten Versicherungsunternehmen
AVO-FINMA Verordnung der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht über die Beaufsichtigung von privaten Versicherungsunternehmen
AdoV Verordnung über die Adoption
ArG Bundesgesetz über die Arbeit in Industrie, Gewerbe und Handel
ArGV 1 Verordnung 1 zum Arbeitsgesetz
AsylG Asylgesetz
B:
BBG Bundesgesetzüber die Berufsbildung
BEG Bundesgesetz über Bucheffekten
BEHG Bundesgesetz über die Börsen und den Effektenhandel
BEHV Verordnung über die Börsen und den Effektenhandel
BG-HAÜ Bundesgesetz zum Haager Adoptionsübereinkommen und über Massnahmen zum Schutz des Kindes bei internationalen Adoptionen
BG-KKE Bundesgesetz über internationale Kindesentführung und die Haager Übereinkommen zum Schutz von Kindern und Erwachsenen
BGBB Bundesgesetz über das bäuerliche Bodenrecht
BGFA Bundesgesetz über die Freizügigkeit der Anwältinnen und Anwälte
BGG Bundesgesetz über das Bundesgericht
BIV-FINMA Verordnung der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht über die Insolvenz von Banken und Effektenhändlern
BPG Bundespersonalgesetz
BPR Bundesgesetz über die politischen Rechte
BV Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft
BVG Bundesgesetz über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge
BZG Bundesgesetz über den Bevölkerungsschutz und den Zivilschutz
BankG Bundesgesetz über die Banken und Sparkassen
BankV Verordnung über die Banken und Sparkassen
BetmG Bundesgesetz über die Betäubungsmittel und die psychotropen Stoffe
BewG Bundesgesetz über den Erwerb von Grundstücken durch Personen im Ausland
BewV Verordnung über den Erwerb von Grundstücken durch Personen im Ausland
BöB Bundesgesetz über das öffentliche Beschaffungswesen
BüG Bundesgesetz über Erwerb und Verlust des Schweizer Bürgerrechts
D:
DBG Bundesgesetz über die direkte Bundessteuer
DSG Bundesgesetz über den Datenschutz
E:
EBG Eisenbahngesetz
EMRK Konvention zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten
EOG Bundesgesetz über den Erwerbsersatz für Dienstleistende und bei Mutterschaft
EOV Verordnung zum Erwerbsersatzgesetz
EÖBV Verordnung über die elektronische öffentliche Beurkundung
F:
FHG Bundesgesetz über den eidgenössischen Finanzhaushalt
FINMAG Bundesgesetz über die Eidgenössische Finanzmarktaufsicht
FKG Bundesgesetz über die Eidgenössische Finanzkontrolle
FMedG Bundesgesetz über die medizinisch unterstützte Fortpflanzung
FZG Bundesgesetz über die Freizügigkeit in der beruflichen Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge
FinfraG Bundesgesetz über die Finanzmarktinfrastrukturen und das Marktverhalten im Effekten- und Derivatehandel
FinfraV Verordnung über die Finanzmarktinfrastrukturen und das Marktverhalten im Effekten- und Derivatehandel
FinfraV-FINMA Verordnung der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht über die Finanzmarktinfrastrukturen und das Marktverhalten im Effekten- und Derivatehandel
FusG Bundesgesetz über Fusion, Spaltung, Umwandlung und Vermögensübertragung
G:
GBV Grundbuchverordnung
GSG Bundesgesetz über die von der Schweiz als Gaststaat gewährten Vorrechte, Immunitäten und Erleichterungen sowie finanziellen Beiträge
GUMG Bundesgesetz über genetische Untersuchungen beim Menschen
GeBüV Verordnung über die Führung und Aufbewahrung der Geschäftsbücher
GebV SchKG Gebührenverordnung zum Bundesgesetz über Schuldbetreibung und Konkurs
GlG Bundesgesetz über die Gleichstellung von Frau und Mann
H:
HEsÜ Übereinkommen über den internationalen Schutz von Erwachsenen
HKsÜ Übereinkommen
HRegV Handelsregisterverordnung
I:
IPRG Bundesgesetz über das Internationale Privatrecht
J:
JStG Bundesgesetz über das Jugendstrafrecht
JStPO Schweizerische Jugendstrafprozessordnung
K:
KAG Bundesgesetz über die kollektiven Kapitalanlagen
KAKV-FINMA Verordnung der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht über den Konkurs von kollektiven Kapitalanlagen
KG Bundesgesetz über Kartelle und andere Wettbewerbsbeschränkungen
KKV Verordnung über die kollektiven Kapitalanlagen
KKV-FINMA Verordnung der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht über die kollektiven Kapitalanlagen
KOV Verordnung über die Geschäftsführung der Konkursämter (KOV)
KVG Bundesgesetz über die Krankenversicherung
L:
LVG Bundesgesetz über die wirtschaftliche Landesversorgung
LugÜ Übereinkommen über die gerichtliche Zuständigkeit und die Anerkennung und Vollstreckung von Entscheidungen in Zivil- und Handelssachen
M:
MSchG Bundesgesetz über den Schutz von Marken und Herkunftsangaben
MStG Militärstrafgesetz
MWSTG Bundesgesetz über die Mehrwertsteuer
MWSTV Mehrwertsteuerverordnung
O:
OAV-SchKG Verordnung betreffend die Oberaufsicht über Schuldbetreibung und Konkurs
OHG Bundesgesetz über die Hilfe an Opfer von Straftaten
OR Bundesgesetz betreffend die Ergänzung des Schweizerischen Zivilgesetzbuches (Fünfter Teil: Obligationenrecht)
P:
PAVO Verordnung über die Aufnahme von Pflegekindern
PBV Verordnung über die Bekanntgabe von Preisen
ParlG Bundesgesetz über die Bundesversammlung
PartG Bundesgesetz über die eingetragene Partnerschaft gleichgeschlechtlicher Paare
PatGG Bundesgesetz über das Bundespatentgericht
PfG Pfandbriefgesetz
PrHG Bundesgesetz über die Produktehaftpflicht
PüG Preisüberwachungsgesetz
R:
RAG Bundesgesetz über die Zulassung und Beaufsichtigung der Revisorinnen und Revisoren
S:
SVG Strassenverkehrsgesetz
SVKG Verordnung über die Sanktionen bei unzulässigen Wettbewerbsbeschränkungen
SchKG Bundesgesetz über Schuldbetreibung und Konkurs
StBOG Bundesgesetz über die Organisation der Strafbehörden des Bundes
StG Bundesgesetz über die Stempelabgaben
StGB Schweizerisches Strafgesetzbuch
StHG Bundesgesetz über die Harmonisierung der direkten Steuern der Kantone und Gemeinden
StPO Schweizerische Strafprozessordnung
StV Verordnung über die Stempelabgaben
SuG Bundesgesetz über Finanzhilfen und Abgeltungen
U:
URG Bundesgesetz über das Urheberrecht und verwandte Schutzrechte
URV Verordnung über das Urheberrecht und verwandte Schutzrechte
UVG Bundesgesetz über die Unfallversicherung
UVV Verordnung über die Unfallversicherung
UWG Bundesgesetz gegen den unlauteren Wettbewerb
V:
VAG Bundesgesetz betreffend die Aufsicht über Versicherungsunternehmen
VASR Verordnung über die anerkannten Standards zur Rechnungslegung
VBB Verordnung über das bäuerliche Bodenrecht
VBVV Verordnung über die Vermögensverwaltung im Rahmen einer Beistandschaft oder Vormundschaft
VDSG Verordnung zum Bundesgesetz über den Datenschutz
VG Bundesgesetz über die Verantwortlichkeit des Bundes sowie seiner Behördemitglieder und Beamten
VGG Bundesgesetz über das Bundesverwaltungsgericht
VKA Verordnung über die Katastrophenhilfe im Ausland
VKV-FINMA Verordnung der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht über den Konkurs von Versicherungsunternehmen
VPAV Verordnung betreffend die Pfändung, Arrestierung und Verwertung von Versicherungsansprüchen nach dem Bundesgesetz vom 2. April 1908 über den Versicherungsvertrag
VStG Bundesgesetz über die Verrechnungssteuer
VStV Verordnung über die Verrechnungssteuer
VStrR Bundesgesetz über das Verwaltungsstrafrecht
VVAG Verordnung über die Pfändung und Verwertung von Anteilen an Gemeinschaftsvermögen
VVG Bundesgesetz über den Versicherungsvertrag
VZG Verordnung des Bundesgerichts über die Zwangsverwertung von Grundstücken
VegüV Verordnung gegen übermässige Vergütungen bei börsenkotierten Aktiengesellschaften
VeÜ-ZSSV Verordnung über die elektronische Übermittlung im Rahmen von Zivil- und Strafprozessen sowie von Schuldbetreibungs- und Konkursverfahren
VwVG Bundesgesetz über das Verwaltungsverfahren
VüKU Verordnung über die Kontrolle von Unternehmenszusammenschlüssen
VüS Verordnung über das Strafregister
W:
WG Bundesgesetz über Waffen, Waffenzubehör und Munition
Z:
ZG Zollgesetz
ZGB Schweizerisches Zivilgesetzbuch
ZPO Schweizerische Zivilprozessordnung
ZStV Zivilstandsverordnung
ZTG Zolltarifgesetz
Ü:
ÜbZ Übereinkunft betreffend Zivilprozessrecht
ÜüAVaS Übereinkommen über die Anerkennung und Vollstreckung ausländischer Schiedssprüche
ÜüRK Übereinkommen über die Rechte des Kindes
ÜüSKZGIA Übereinkommen über den Schutz von Kindern und die Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Internationalen Adoption
ÜüiZR Übereinkommen über den internationalen Zugang zur Rechtspflege
ÜüzAiK Übereinkommen über die zivilrechtlichen Aspekte internationaler Kindesentführung
C:
CC Code civil suisse
CEDH Convention de sauvegarde des droits de l'homme et des libertés fondamentales
CL Convention concernant la compétence judiciaire, la reconnaissance et l'exécution des décisions en matière civile et commerciale
CLaH 2000 Convention sur la protection internationale des adultes
CLaH 96 Convention
CO Loi fédérale complétant le Code civil suisse
CP Code pénal suisse
CPC Code de procédure civile
CPM Code pénal militaire
CPP Code de procédure pénale suisse
Caclid Convention sur les aspects civils de l'enlèvement international d'enfants
Cpecmdi Convention sur la protection des enfants et la coopération en matière d'adoption internationale
Cprlsaé Convention pour la reconnaissance et l'exécution des sentences arbitrales étrangères
Crdl Convention relative aux droits de l'enfant
Crpc Convention relative à la procédure civile
Cst. Constitution fédérale de la Confédération suisse
Ctflij Convention tendant à faciliter l'accès international à la justice
D:
DPA Loi fédérale sur le droit pénal administratif
DPMin Loi fédérale régissant la condition pénale des mineurs
L:
LAA Loi fédérale sur l'assurance-accidents
LACI Loi fédérale sur l'assurance-chômage obligatoire et l'indemnité en cas d'insolvabilité
LAGH Loi fédérale sur l'analyse génétique humaine
LAMal Loi fédérale sur l'assurance-maladie
LAP Loi fédérale sur l'approvisionnement économique du pays
LAPG Loi fédérale sur les allocations pour perte de gain en cas de service et de maternité
LAVI Loi fédérale sur l'aide aux victimes d'infractions
LAVS Loi fédérale sur l'assurance-vieillesse et survivants
LArm Loi fédérale sur les armes, les accessoires d'armes et les munitions
LAsi Loi sur l'asile
LB Loi fédérale sur les banques et les caisses d'épargne
LBVM Loi fédérale sur les bourses et le commerce des valeurs mobilières
LCA Loi fédérale sur le contrat d'assurance
LCD Loi fédérale contre la concurrence déloyale
LCF Loi fédérale sur le Contrôle fédéral des finances
LCR Loi fédérale sur la circulation routière
LCart Loi fédérale sur les cartels et autres restrictions à la concurrence
LCdF Loi fédérale sur les chemins de fer
LD Loi sur les douanes
LDA Loi fédérale sur le droit d'auteur et les droits voisins
LDFR Loi fédérale sur le droit foncier rural
LDIP Loi fédérale sur le droit international privé
LDP Loi fédérale sur les droits politiques
LEH Loi fédérale sur les privilèges, les immunités et les facilités, ainsi que sur les aides financières accordés par la Suisse en tant qu'Etat hôte
LEI Loi fédérale sur les étrangers et l'intégration
LEg Loi fédérale sur l'égalité entre femmes et hommes
LF-CLaH Loi fédérale relative à la Convention de La Haye sur l'adoption et aux mesures de protection de l'enfant en cas d'adoption internationale
LF-EEA Loi fédérale sur l'enlèvement international d'enfants et les Conventions de La Haye sur la protection des enfants et des adultes
LFAIE Loi fédérale sur l'acquisition d'immeubles par des personnes à l'étranger
LFC Loi sur les finances de la Confédération
LFINMA Loi sur l'Autorité fédérale de surveillance des marchés financiers
LFLP Loi fédérale sur le libre passage dans la prévoyance professionnelle vieillesse, survivants et invalidité
LFPr Loi fédérale sur la formation professionnelle
LFus Loi fédérale sur la fusion, la scission, la transformation et le transfert de patrimoine
LHID Loi fédérale sur l'harmonisation des impôts directs des cantons et des communes
LIA Loi fédérale sur l'impôt anticipé (LIA)
LIFD Loi fédérale sur l'impôt fédéral direct
LIMF Loi fédérale sur les infrastructures des marchés financiers et le comportement sur le marché en matière de négociation de valeurs mobilières et de dérivés*
LLCA Loi fédérale sur la libre circulation des avocats
LLG Loi sur l'émission de lettres de gage
LMP Loi fédérale sur les marchés publics
LN Loi fédérale sur l'acquisition et la perte de la nationalité suisse
LOAP Loi fédérale sur l'organisation des autorités pénales de la Confédération
LP Loi fédérale sur la poursuite pour dettes et la faillite
LPCC Loi fédérale sur les placements collectifs de capitaux*
LPD Loi fédérale sur la protection des données
LPM Loi fédérale sur la protection des marques et des indications de provenance
LPMA Loi fédérale sur la procréation médicalement assistée*
LPP Loi fédérale sur la prévoyance professionnelle vieillesse, survivants et invalidité
LPPCi Loi fédérale sur la protection de la population et sur la protection civile
LParl Loisur l'Assemblée fédérale
LPart Loi fédérale sur le partenariat enregistré entre personnes du même sexe
LPers Loi sur le personnel de la Confédération
LRCF Loi fédérale sur la responsabilité de la Confédération, des membres de ses autorités et de ses fonctionnaires
LRFP Loi fédérale sur la responsabilité du fait des produits
LSA Loi fédérale sur la surveillance des entreprises d'assurance
LSPr Loi fédérale concernant la surveillance des prix
LSR Loi fédérale sur l'agrément et la surveillance des réviseurs
LStup Loi fédérale sur les stupéfiants et les substances psychotropes
LSu Loi fédérale sur les aides financières et les indemnités
LT Loi fédérale sur les droits de timbre
LTAF Loi sur le Tribunal administratif fédéral
LTF Loi sur le Tribunal fédéral
LTFB Loi<em></em>sur le Tribunal fédéral des brevets
LTI Loi fédérale sur les titres intermédiés
LTVA Loi fédérale régissant la taxe sur la valeur ajoutée
LTaD Loi sur le tarif des douanes
LTr Loi fédérale sur le travail dans l'industrie, l'artisanat et le commerce
O:
OAAE Ordonnance sur l'acte authentique électronique
OACata Ordonnance sur l'aide en cas de catastrophe à l'étranger
OAIE Ordonnance sur l'acquisition d'immeubles par des personnes à l'étranger
OAOF Ordonnance sur l'administration des offices de faillite
OAdo Ordonnance sur l'adoption
OB Ordonnance sur les banques et les caisses d'épargne
OBVM Ordonnance sur les bourses et le commerce des valeurs mobilières
OCEl-PCPP Ordonnance sur la communication électronique dans le cadre de procédures civiles et pénales et de procédures en matière de poursuite pour dettes et de faillite
ODAu Ordonnance sur le droit d'auteur et les droits voisins
ODFR Ordonnance sur le droit foncier rural
OEC Ordonnance sur l'état civil
OELP Ordonnance sur les émoluments perçus en application de la loi fédérale sur la poursuite pour dettes et la faillite
OFA-FINMA Ordonnance de l'Autorité fédérale de surveillance des marchés financiers sur la faillite des entreprises d'assurance
OFPC-FINMA Ordonnance de l'Autorité fédérale de surveillance des marchés financiers sur la faillite de placements collectifs de capitaux
OGPCT Ordonnance sur la gestion du patrimoine dans le cadre d'une curatelle ou d'une tutelle
OHS-LP Ordonnance relative à la haute surveillance en matière de poursuite et de faillite
OIA Ordonnance sur l'impôt anticipé
OIB-FINMA Ordonnance de l'Autorité fédérale de surveillance des marchés financiers sur l'insolvabilité des banques et des négociants en valeurs mobilières
OIMF Ordonnance sur les infrastructures des marchés financiers et le comportement sur le marché en matière de négociation de valeurs mobilières et de dérivés
OIMF-FINMA Ordonnance
OIP Ordonnance sur l'indication des prix
OLAA Ordonnance sur l'assurance-accidents
OLPD Ordonnance relative à la loi fédérale sur la protection des données
OLT 1 Ordonnance 1 relative à la loi sur le travail
ONCR Ordonnance sur les normes comptables reconnues
OPC Ordonnance concernant la saisie et la réalisation de parts de communautés
OPC-FINMA Ordonnance de l'Autorité fédérale de surveillance des marchés financiers sur les placements collectifs de capitaux
OPCC Ordonnance sur les placements collectifs de capitaux
OPE Ordonnance sur le placement d'enfants
ORAb Ordonnance contre les rémunérations abusives dans les sociétés anonymes cotées en bourse
ORC Ordonnance sur le registre du commerce
ORF Ordonnance sur le registre foncier
ORFI Ordonnance du Tribunal fédéral sur la réalisation forcée des immeubles
OS Ordonnance sur la surveillance des entreprises d'assurance privées
OS LCart Ordonnance sur les sanctions en cas de restrictions illicites à la concurrence
OS-FINMA Ordonnance de l'Autorité fédérale de surveillance des marchés financiers sur la surveillance des entreprises d'assurance privées
OSAss Ordonnance concernant la saisie, le séquestre et la réalisation des droits découlant d'assurances d'après la loi fédérale du 2 avril 1908 sur le contrat d'assurance
OT Ordonnance sur les droits de timbre
OTVA Ordonnance régissant la taxe sur la valeur ajoutée
Occd Ordonnance sur le contrôle des concentrations d'entreprises
Ocj Ordonnance sur le casier judiciaire
Olico Ordonnance concernant la tenue et la conservation des livres de comptes
P:
PA Loi fédérale sur la procédure administrative
PPMin Loi fédérale sur la procédure pénale applicable aux mineurs
R:
RAPG Règlement sur les allocations pour perte de gain
RAVS Règlement sur l'assurance-vieillesse et survivants
C:
C Convenzione
CC Codice civile svizzero
CEDU Convenzione per la salvaguardia dei diritti dell'uomo e delle libertà fondamentali
CLug Convenzione concernente la competenza giurisdizionale, il riconoscimento e l'esecuzione delle decisioni in materia civile e commerciale
CO Legge federale di complemento del Codice civile svizzero
CP Codice penale svizzero
CPC Codice di diritto processuale civile svizzero
CPM Codice penale militare
CPP Codice di diritto processuale penale svizzero
Ccrldsae Convenzione concernente il riconoscimento e l'esecuzione delle sentenze arbitrali estere
Cdf Convenzione sui diritti del fanciullo
Cost. Costituzione federale della Confederazione Svizzera
Crapc Convenzione relativa alla procedura civile
Csacrim Convenzione sugli aspetti civili del rapimento internazionale di minori
Cspida Convenzione sulla protezione internazionale degli adulti
Cspmscmai Convenzione sulla protezione dei minori e sulla cooperazione in materia di adozione internazionale
Cvfliag Convenzione volta a facilitare l'accesso internazionale alla giustizia
D:
DPA Legge federale sul diritto penale amministrativo
DPMin Legge federale sul diritto penale minorile
L:
LADI Legge federale sull'assicurazione obbligatoria contro la disoccupazione e l'indennità per insolvenza
LAFE Legge federale sull'acquisto di fondi da parte di persone all'estero
LAID Legge federale sull'armonizzazione delle imposte dirette dei Cantoni e dei Comuni
LAINF Legge federale sull'assicurazione contro gli infortuni
LAMal Legge federale sull'assicurazione malattie
LAP Legge federale sull'approvvigionamento economico del Paese
LAPub Legge federale sugli acquisti pubblici
LAV Legge federale concernente l'aiuto alle vittime di reati
LAVS Legge federale su l'assicurazione per la vecchiaia e per i superstiti
LArm Legge federale sulle armi, gli accessori di armi e le munizioni
LAsi Legge sull'asilo
LBCR Legge federale sulle banche e le casse di risparmio
LBVM Legge federale sulle borse e il commercio di valori mobiliari
LCA Legge federale sul contratto d'assicurazione
LCF Legge federale sul controllo federale delle finanze
LCSl Legge federale contro la concorrenza sleale
LCStr Legge federale sulla circolazione stradale
LCart Legge federale sui cartelli e altre limitazioni della concorrenza
LCit Legge federale su l'acquisto e la perdita della cittadinanza svizzera
LD Legge sulle dogane
LDA Legge federale sul diritto d'autore e sui diritti di protezione affini
LDFR Legge federale sul diritto fondiario rurale
LDIP Legge federale sul diritto internazionale privato
LDP Legge federale sui diritti politici
LEF Legge federale sulla esecuzione e sul fallimento
LEGU Legge federale sugli esami genetici sull'essere umano
LF-CAA Legge federale relativa alla Convenzione dell'Aia sull'adozione e a provvedimenti per la protezione del minore nelle adozioni internazionali
LF-RMA Legge federale sul rapimento internazionale dei minori e sulle Convenzioni dell'Aia sulla protezione dei minori e degli adulti
LFC Legge federale sulle finanze della Confederazione
LFINMA Legge federale concernente l'Autorità federale di vigilanza sui mercati finanziari
LFLP Legge federale sul libero passaggio nella previdenza professionale per la vecchiaia, i superstiti e l'invalidità
LFPr Legge federale sulla formazione professionale
LFus Legge federale sulla fusione, la scissione, la trasformazione e il trasferimento di patrimonio
LICol Legge federale sugli investimenti collettivi di capitale
LIFD Legge federale sull'imposta federale diretta
LIP Legge federale sull'imposta preventiva
LIPG Legge federale sulle indennità di perdita di guadagno per chi presta servizio e in caso di maternità
LIVA Legge federale concernente l'imposta sul valore aggiunto
LInFi Legge federale sulle infrastrutture del mercato finanziario e il comportamento sul mercato nel commercio di valori mobiliari e derivati
LL Legge federale sul lavoro nell'industria, nell'artigianato e nel commercio
LLCA Legge federale sulla libera circolazione degli avvocati
LOAP Legge federale sull'organizzazione delle autorità penali della Confederazione
LOF Legge sulle obbligazioni fondiarie
LPAM Legge federale concernente la procreazione con assistenza medica
LPD Legge federale sulla protezione dei dati
LPM Legge federale sulla protezione dei marchi e delle indicazioni di provenienza
LPP Legge federale sulla previdenza professionale per la vecchiaia, i superstiti e l'invalidità
LPPC Legge federale sulla protezione della popolazione e sulla protezione civile
LPar Legge federale sulla parità dei sessi
LParl Legge federale sull'Assemblea federale
LPers Legge sul personale federale
LRDP Legge federale sulla responsabilità per danno da prodotti
LResp Legge federale su la responsabilità della Confederazione, dei membri delle autorità federali e dei funzionari federali
LSA Legge federale sulla sorveglianza delle imprese di assicurazione
LSO Legge federale sui privilegi, le immunità e le facilitazioni, nonché sugli aiuti finanziari accordati dalla Svizzera quale Stato ospite
LSPr Legge federale sulla sorveglianza dei prezzi
LSR Legge federalesull'abilitazione e la sorveglianza dei revisori
LStrI Legge federale sugli stranieri e la loro integrazione
LStup Legge federale sugli stupefacenti e sulle sostanze psicotrope
LSu Legge federale sugli aiuti finanziari e le indennità
LTAF Legge sul Tribunale amministrativo federale
LTB Legge federale sulle tasse di bollo
LTCo Legge federale sui titoli contabili
LTD Legge sulla tariffa delle dogane
LTF Legge sul Tribunale federale
LTFB Legge sul Tribunale federale dei brevetti
LUD Legge federale sull'unione domestica registrata di coppie omosessuali
Lferr Legge federale sulle ferrovie
O:
OABCT Ordinanza sull'amministrazione di beni nell'ambito di una curatela o di una tutela
OACata Ordinanza sull'aiuto in caso di catastrofe all'estero
OAFE Ordinanza sull'acquisto di fondi da parte di persone all'estero
OAINF Ordinanza sull'assicurazione contro gli infortuni
OAMin Ordinanza sull'accoglimento di minori a scopo di affiliazione
OAPuE Ordinanza sugli atti pubblici in forma elettronica
OAV-LEF Ordinanza concernente l'alta vigilanza sulla esecuzione e sul fallimento
OAVS Ordinanza sull'assicurazione per la vecchiaia e per i superstiti
OAdoz Ordinanza sull'adozione
OBCR Ordinanza sulle banche e le casse di risparmio
OBVM Ordinanza sulle borse e il commercio di valori mobiliari
OCE-PCPE Ordinanza sulla comunicazione per via elettronica nell'ambito di procedimenti civili e penali nonché di procedure d'esecuzione e fallimento
ODAu Ordinanza sul diritto d'autore e sui diritti di protezione affini
ODFR Ordinanza sul diritto fondiario rurale
ODiC Ordinanza concernente il pignoramento e la realizzazione di diritti in comunione
OFA-FINMA Ordinanza dell'Autorità federale di vigilanza sui mercati finanziari sul fallimento delle imprese di assicurazione
OFICol-FINMA Ordinanza dell'Autorità federale di vigilanza sui mercati finanziari sul fallimento degli investimenti collettivi di capitale
OIB-FINMA Ordinanza dell'Autorità federale di vigilanza sui mercati finanziari sull'insolvenza di banche e commercianti di valori mobiliari
OICol Ordinanza sugli investimenti collettivi di capitale
OICol-FINMA Ordinanza dell'Autorità federale di vigilanza sui mercati finanziari sugli investimenti collettivi di capitale
OIP Ordinanza sull'indicazione dei prezzi
OIPG Ordinanza sulle indennità di perdita di guadagno
OIPrev Ordinanza sull'imposta preventiva
OIVA Ordinanza concernente l'imposta sul valore aggiunto
OInFi Ordinanza sulle infrastrutture del mercato finanziario e il comportamento sul mercato nel commercio di valori mobiliari e derivati
OInFi-FINMA Ordinanza
OLL 1 Ordinanza 1 concernente la legge sul lavoro
OLPD Ordinanza relativa alla legge federale sulla protezione dei dati
ONCR Ordinanza sulle norme contabili riconosciute
ORC Ordinanza sul registro di commercio
ORF Ordinanza sul registro fondiario
OReSA Ordinanza contro le retribuzioni abusive nelle società anonime quotate in borsa
OS Ordinanza sulla sorveglianza delle imprese di assicurazione private
OS LCart Ordinanza sulle sanzioni in caso di limitazioni illecite della concorrenza
OS-FINMA Ordinanza dell'Autorità federale di vigilanza sui mercati finanziari sulla sorveglianza delle imprese di assicurazione private
OSC Ordinanza sullo stato civile
OTB Ordinanza concernente le tasse di bollo
OTLEF Ordinanza sulle tasse riscosse in applicazione della legge federale sulla esecuzione e sul fallimento
Occdci Ordinanza concernente il controllo delle concentrazioni di imprese
Ocg Ordinanza sul casellario giudiziale
Olc Ordinanza sulla tenuta e la conservazione dei libri di commercio
P:
PA Legge federale sulla procedura amministrativa
PPMin Legge federale di diritto processuale penale minorile
R:
RFF Regolamento del Tribunale federale concernente la realizzazione forzata di fondi
RPAss Regolamento
RUF Regolamento concernente l'amministrazione degli uffici dei fallimenti
A:
AIG Federal Act on Foreign Nationals and Integration
AdoV Ordinance on Adoption
AsylG Asylum Act
B:
BBG Federal Acton Vocational and Professional Education and Training
BEG Federal Act on Intermediated Securities
BG-KKE Federal Act on International Child Abduction and the Hague Conventions on the Protection of Children and Adults
BIV-FINMA Ordinance of the Swiss Financial Market Supervisory Authority on the Insolvency of Banks and Securities Dealers
BPR Federal Act on Political Rights
BV Federal Constitution of the Swiss Confederation
BetmG Federal Act on Narcotics and Psychotropic Substances
D:
DSG Federal Act on Data Protection
F:
FINMAG Federal Act on the Swiss Financial Market Supervisory Authority
FMedG Federal Act on Medically Assisted Reproduction
FinfraG Federal Act on Financial Market Infrastructures and Market Conduct in Securities and Derivatives Trading
FinfraV Ordinance on Financial Market Infrastructures and Market Conduct in Securities and Derivatives Trading
FinfraV-FINMA Ordinance of the Swiss Financial Market Supervisory Authority on Financial Market Infrastructures and Market Conduct in Securities and Derivatives Trading
G:
GSG Federal Act on the Privileges, Immunities and Facilities and the Financial Subsidies granted by Switzerland as a Host State
GUMG Federal Act on Human Genetic Testing
GlG Federal Act on Gender Equality
K:
KAG Federal Act on Collective Investment Schemes
KG Federal Act on Cartels and other Restraints of Competition
KKV Ordinance on Collective Investment Schemes
KKV-FINMA Ordinance of the Swiss Financial Market Supervisory Authority on Collective Investment Schemes
M:
MSchG Federal Act on the Protection of Trade Marks and Indications of Source
MWSTG Federal Act on Value Added Tax
MWSTV Ordinance on Value Added Tax
O:
OR Federal Act on the Amendment of the Swiss Civil Code
P:
ParlG Federal Act on the Federal Assembly
PatGG Federal Act on the Federal Patent Court
S:
SVKG Ordinance on Sanctions imposed for Unlawful Restraints of Competition
StGB Swiss Criminal Code
StPO Swiss Criminal Procedure Code
U:
URG Federal Act on Copyright and Related Rights
V:
VDSG 235.11
VwVG Federal Act on Administrative Procedure
VüKU Ordinance on the Control of Concentrations of Undertakings
Z:
ZGB Swiss Civil Code
ZPO Swiss Civil Procedure Code
ZTG Customs Tariff Act
A:
AHVG Bundesgesetz über die Alters- und Hinterlassenenversicherung
AHVV Verordnung über die Alters- und Hinterlassenenversicherung
AIG Bundesgesetz über die Ausländerinnen und Ausländer und über die Integration
AVIG Bundesgesetz über die obligatorische Arbeitslosenversicherung und die Insolvenzentschädigung
AVO Verordnung über die Beaufsichtigung von privaten Versicherungsunternehmen
AVO-FINMA Verordnung der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht über die Beaufsichtigung von privaten Versicherungsunternehmen
AdoV Verordnung über die Adoption
ArG Bundesgesetz über die Arbeit in Industrie, Gewerbe und Handel
ArGV 1 Verordnung 1 zum Arbeitsgesetz
AsylG Asylgesetz
B:
BBG Bundesgesetzüber die Berufsbildung
BEG Bundesgesetz über Bucheffekten
BEHG Bundesgesetz über die Börsen und den Effektenhandel
BEHV Verordnung über die Börsen und den Effektenhandel
BG-HAÜ Bundesgesetz zum Haager Adoptionsübereinkommen und über Massnahmen zum Schutz des Kindes bei internationalen Adoptionen
BG-KKE Bundesgesetz über internationale Kindesentführung und die Haager Übereinkommen zum Schutz von Kindern und Erwachsenen
BGBB Bundesgesetz über das bäuerliche Bodenrecht
BGFA Bundesgesetz über die Freizügigkeit der Anwältinnen und Anwälte
BGG Bundesgesetz über das Bundesgericht
BIV-FINMA Verordnung der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht über die Insolvenz von Banken und Effektenhändlern
BPG Bundespersonalgesetz
BPR Bundesgesetz über die politischen Rechte
BV Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft
BVG Bundesgesetz über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge
BZG Bundesgesetz über den Bevölkerungsschutz und den Zivilschutz
BankG Bundesgesetz über die Banken und Sparkassen
BankV Verordnung über die Banken und Sparkassen
BetmG Bundesgesetz über die Betäubungsmittel und die psychotropen Stoffe
BewG Bundesgesetz über den Erwerb von Grundstücken durch Personen im Ausland
BewV Verordnung über den Erwerb von Grundstücken durch Personen im Ausland
BöB Bundesgesetz über das öffentliche Beschaffungswesen
BüG Bundesgesetz über Erwerb und Verlust des Schweizer Bürgerrechts
D:
DBG Bundesgesetz über die direkte Bundessteuer
DSG Bundesgesetz über den Datenschutz
E:
EBG Eisenbahngesetz
EMRK Konvention zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten
EOG Bundesgesetz über den Erwerbsersatz für Dienstleistende und bei Mutterschaft
EOV Verordnung zum Erwerbsersatzgesetz
EÖBV Verordnung über die elektronische öffentliche Beurkundung
F:
FHG Bundesgesetz über den eidgenössischen Finanzhaushalt
FINMAG Bundesgesetz über die Eidgenössische Finanzmarktaufsicht
FKG Bundesgesetz über die Eidgenössische Finanzkontrolle
FMedG Bundesgesetz über die medizinisch unterstützte Fortpflanzung
FZG Bundesgesetz über die Freizügigkeit in der beruflichen Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge
FinfraG Bundesgesetz über die Finanzmarktinfrastrukturen und das Marktverhalten im Effekten- und Derivatehandel
FinfraV Verordnung über die Finanzmarktinfrastrukturen und das Marktverhalten im Effekten- und Derivatehandel
FinfraV-FINMA Verordnung der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht über die Finanzmarktinfrastrukturen und das Marktverhalten im Effekten- und Derivatehandel
FusG Bundesgesetz über Fusion, Spaltung, Umwandlung und Vermögensübertragung
G:
GBV Grundbuchverordnung
GSG Bundesgesetz über die von der Schweiz als Gaststaat gewährten Vorrechte, Immunitäten und Erleichterungen sowie finanziellen Beiträge
GUMG Bundesgesetz über genetische Untersuchungen beim Menschen
GeBüV Verordnung über die Führung und Aufbewahrung der Geschäftsbücher
GebV SchKG Gebührenverordnung zum Bundesgesetz über Schuldbetreibung und Konkurs
GlG Bundesgesetz über die Gleichstellung von Frau und Mann
H:
HEsÜ Übereinkommen über den internationalen Schutz von Erwachsenen
HKsÜ Übereinkommen
HRegV Handelsregisterverordnung
I:
IPRG Bundesgesetz über das Internationale Privatrecht
J:
JStG Bundesgesetz über das Jugendstrafrecht
JStPO Schweizerische Jugendstrafprozessordnung
K:
KAG Bundesgesetz über die kollektiven Kapitalanlagen
KAKV-FINMA Verordnung der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht über den Konkurs von kollektiven Kapitalanlagen
KG Bundesgesetz über Kartelle und andere Wettbewerbsbeschränkungen
KKV Verordnung über die kollektiven Kapitalanlagen
KKV-FINMA Verordnung der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht über die kollektiven Kapitalanlagen
KOV Verordnung über die Geschäftsführung der Konkursämter (KOV)
KVG Bundesgesetz über die Krankenversicherung
L:
LVG Bundesgesetz über die wirtschaftliche Landesversorgung
LugÜ Übereinkommen über die gerichtliche Zuständigkeit und die Anerkennung und Vollstreckung von Entscheidungen in Zivil- und Handelssachen
M:
MSchG Bundesgesetz über den Schutz von Marken und Herkunftsangaben
MStG Militärstrafgesetz
MWSTG Bundesgesetz über die Mehrwertsteuer
MWSTV Mehrwertsteuerverordnung
O:
OAV-SchKG Verordnung betreffend die Oberaufsicht über Schuldbetreibung und Konkurs
OHG Bundesgesetz über die Hilfe an Opfer von Straftaten
OR Bundesgesetz betreffend die Ergänzung des Schweizerischen Zivilgesetzbuches (Fünfter Teil: Obligationenrecht)
P:
PAVO Verordnung über die Aufnahme von Pflegekindern
PBV Verordnung über die Bekanntgabe von Preisen
ParlG Bundesgesetz über die Bundesversammlung
PartG Bundesgesetz über die eingetragene Partnerschaft gleichgeschlechtlicher Paare
PatGG Bundesgesetz über das Bundespatentgericht
PfG Pfandbriefgesetz
PrHG Bundesgesetz über die Produktehaftpflicht
PüG Preisüberwachungsgesetz
R:
RAG Bundesgesetz über die Zulassung und Beaufsichtigung der Revisorinnen und Revisoren
S:
SVG Strassenverkehrsgesetz
SVKG Verordnung über die Sanktionen bei unzulässigen Wettbewerbsbeschränkungen
SchKG Bundesgesetz über Schuldbetreibung und Konkurs
StBOG Bundesgesetz über die Organisation der Strafbehörden des Bundes
StG Bundesgesetz über die Stempelabgaben
StGB Schweizerisches Strafgesetzbuch
StHG Bundesgesetz über die Harmonisierung der direkten Steuern der Kantone und Gemeinden
StPO Schweizerische Strafprozessordnung
StV Verordnung über die Stempelabgaben
SuG Bundesgesetz über Finanzhilfen und Abgeltungen
U:
URG Bundesgesetz über das Urheberrecht und verwandte Schutzrechte
URV Verordnung über das Urheberrecht und verwandte Schutzrechte
UVG Bundesgesetz über die Unfallversicherung
UVV Verordnung über die Unfallversicherung
UWG Bundesgesetz gegen den unlauteren Wettbewerb
V:
VAG Bundesgesetz betreffend die Aufsicht über Versicherungsunternehmen
VASR Verordnung über die anerkannten Standards zur Rechnungslegung
VBB Verordnung über das bäuerliche Bodenrecht
VBVV Verordnung über die Vermögensverwaltung im Rahmen einer Beistandschaft oder Vormundschaft
VDSG Verordnung zum Bundesgesetz über den Datenschutz
VG Bundesgesetz über die Verantwortlichkeit des Bundes sowie seiner Behördemitglieder und Beamten
VGG Bundesgesetz über das Bundesverwaltungsgericht
VKA Verordnung über die Katastrophenhilfe im Ausland
VKV-FINMA Verordnung der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht über den Konkurs von Versicherungsunternehmen
VPAV Verordnung betreffend die Pfändung, Arrestierung und Verwertung von Versicherungsansprüchen nach dem Bundesgesetz vom 2. April 1908 über den Versicherungsvertrag
VStG Bundesgesetz über die Verrechnungssteuer
VStV Verordnung über die Verrechnungssteuer
VStrR Bundesgesetz über das Verwaltungsstrafrecht
VVAG Verordnung über die Pfändung und Verwertung von Anteilen an Gemeinschaftsvermögen
VVG Bundesgesetz über den Versicherungsvertrag
VZG Verordnung des Bundesgerichts über die Zwangsverwertung von Grundstücken
VegüV Verordnung gegen übermässige Vergütungen bei börsenkotierten Aktiengesellschaften
VeÜ-ZSSV Verordnung über die elektronische Übermittlung im Rahmen von Zivil- und Strafprozessen sowie von Schuldbetreibungs- und Konkursverfahren
VwVG Bundesgesetz über das Verwaltungsverfahren
VüKU Verordnung über die Kontrolle von Unternehmenszusammenschlüssen
VüS Verordnung über das Strafregister
W:
WG Bundesgesetz über Waffen, Waffenzubehör und Munition
Z:
ZG Zollgesetz
ZGB Schweizerisches Zivilgesetzbuch
ZPO Schweizerische Zivilprozessordnung
ZStV Zivilstandsverordnung
ZTG Zolltarifgesetz
Ü:
ÜbZ Übereinkunft betreffend Zivilprozessrecht
ÜüAVaS Übereinkommen über die Anerkennung und Vollstreckung ausländischer Schiedssprüche
ÜüRK Übereinkommen über die Rechte des Kindes
ÜüSKZGIA Übereinkommen über den Schutz von Kindern und die Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Internationalen Adoption
ÜüiZR Übereinkommen über den internationalen Zugang zur Rechtspflege
ÜüzAiK Übereinkommen über die zivilrechtlichen Aspekte internationaler Kindesentführung
C:
CC Code civil suisse
CEDH Convention de sauvegarde des droits de l'homme et des libertés fondamentales
CL Convention concernant la compétence judiciaire, la reconnaissance et l'exécution des décisions en matière civile et commerciale
CLaH 2000 Convention sur la protection internationale des adultes
CLaH 96 Convention
CO Loi fédérale complétant le Code civil suisse
CP Code pénal suisse
CPC Code de procédure civile
CPM Code pénal militaire
CPP Code de procédure pénale suisse
Caclid Convention sur les aspects civils de l'enlèvement international d'enfants
Cpecmdi Convention sur la protection des enfants et la coopération en matière d'adoption internationale
Cprlsaé Convention pour la reconnaissance et l'exécution des sentences arbitrales étrangères
Crdl Convention relative aux droits de l'enfant
Crpc Convention relative à la procédure civile
Cst. Constitution fédérale de la Confédération suisse
Ctflij Convention tendant à faciliter l'accès international à la justice
D:
DPA Loi fédérale sur le droit pénal administratif
DPMin Loi fédérale régissant la condition pénale des mineurs
L:
LAA Loi fédérale sur l'assurance-accidents
LACI Loi fédérale sur l'assurance-chômage obligatoire et l'indemnité en cas d'insolvabilité
LAGH Loi fédérale sur l'analyse génétique humaine
LAMal Loi fédérale sur l'assurance-maladie
LAP Loi fédérale sur l'approvisionnement économique du pays
LAPG Loi fédérale sur les allocations pour perte de gain en cas de service et de maternité
LAVI Loi fédérale sur l'aide aux victimes d'infractions
LAVS Loi fédérale sur l'assurance-vieillesse et survivants
LArm Loi fédérale sur les armes, les accessoires d'armes et les munitions
LAsi Loi sur l'asile
LB Loi fédérale sur les banques et les caisses d'épargne
LBVM Loi fédérale sur les bourses et le commerce des valeurs mobilières
LCA Loi fédérale sur le contrat d'assurance
LCD Loi fédérale contre la concurrence déloyale
LCF Loi fédérale sur le Contrôle fédéral des finances
LCR Loi fédérale sur la circulation routière
LCart Loi fédérale sur les cartels et autres restrictions à la concurrence
LCdF Loi fédérale sur les chemins de fer
LD Loi sur les douanes
LDA Loi fédérale sur le droit d'auteur et les droits voisins
LDFR Loi fédérale sur le droit foncier rural
LDIP Loi fédérale sur le droit international privé
LDP Loi fédérale sur les droits politiques
LEH Loi fédérale sur les privilèges, les immunités et les facilités, ainsi que sur les aides financières accordés par la Suisse en tant qu'Etat hôte
LEI Loi fédérale sur les étrangers et l'intégration
LEg Loi fédérale sur l'égalité entre femmes et hommes
LF-CLaH Loi fédérale relative à la Convention de La Haye sur l'adoption et aux mesures de protection de l'enfant en cas d'adoption internationale
LF-EEA Loi fédérale sur l'enlèvement international d'enfants et les Conventions de La Haye sur la protection des enfants et des adultes
LFAIE Loi fédérale sur l'acquisition d'immeubles par des personnes à l'étranger
LFC Loi sur les finances de la Confédération
LFINMA Loi sur l'Autorité fédérale de surveillance des marchés financiers
LFLP Loi fédérale sur le libre passage dans la prévoyance professionnelle vieillesse, survivants et invalidité
LFPr Loi fédérale sur la formation professionnelle
LFus Loi fédérale sur la fusion, la scission, la transformation et le transfert de patrimoine
LHID Loi fédérale sur l'harmonisation des impôts directs des cantons et des communes
LIA Loi fédérale sur l'impôt anticipé (LIA)
LIFD Loi fédérale sur l'impôt fédéral direct
LIMF Loi fédérale sur les infrastructures des marchés financiers et le comportement sur le marché en matière de négociation de valeurs mobilières et de dérivés*
LLCA Loi fédérale sur la libre circulation des avocats
LLG Loi sur l'émission de lettres de gage
LMP Loi fédérale sur les marchés publics
LN Loi fédérale sur l'acquisition et la perte de la nationalité suisse
LOAP Loi fédérale sur l'organisation des autorités pénales de la Confédération
LP Loi fédérale sur la poursuite pour dettes et la faillite
LPCC Loi fédérale sur les placements collectifs de capitaux*
LPD Loi fédérale sur la protection des données
LPM Loi fédérale sur la protection des marques et des indications de provenance
LPMA Loi fédérale sur la procréation médicalement assistée*
LPP Loi fédérale sur la prévoyance professionnelle vieillesse, survivants et invalidité
LPPCi Loi fédérale sur la protection de la population et sur la protection civile
LParl Loisur l'Assemblée fédérale
LPart Loi fédérale sur le partenariat enregistré entre personnes du même sexe
LPers Loi sur le personnel de la Confédération
LRCF Loi fédérale sur la responsabilité de la Confédération, des membres de ses autorités et de ses fonctionnaires
LRFP Loi fédérale sur la responsabilité du fait des produits
LSA Loi fédérale sur la surveillance des entreprises d'assurance
LSPr Loi fédérale concernant la surveillance des prix
LSR Loi fédérale sur l'agrément et la surveillance des réviseurs
LStup Loi fédérale sur les stupéfiants et les substances psychotropes
LSu Loi fédérale sur les aides financières et les indemnités
LT Loi fédérale sur les droits de timbre
LTAF Loi sur le Tribunal administratif fédéral
LTF Loi sur le Tribunal fédéral
LTFB Loi<em></em>sur le Tribunal fédéral des brevets
LTI Loi fédérale sur les titres intermédiés
LTVA Loi fédérale régissant la taxe sur la valeur ajoutée
LTaD Loi sur le tarif des douanes
LTr Loi fédérale sur le travail dans l'industrie, l'artisanat et le commerce
O:
OAAE Ordonnance sur l'acte authentique électronique
OACata Ordonnance sur l'aide en cas de catastrophe à l'étranger
OAIE Ordonnance sur l'acquisition d'immeubles par des personnes à l'étranger
OAOF Ordonnance sur l'administration des offices de faillite
OAdo Ordonnance sur l'adoption
OB Ordonnance sur les banques et les caisses d'épargne
OBVM Ordonnance sur les bourses et le commerce des valeurs mobilières
OCEl-PCPP Ordonnance sur la communication électronique dans le cadre de procédures civiles et pénales et de procédures en matière de poursuite pour dettes et de faillite
ODAu Ordonnance sur le droit d'auteur et les droits voisins
ODFR Ordonnance sur le droit foncier rural
OEC Ordonnance sur l'état civil
OELP Ordonnance sur les émoluments perçus en application de la loi fédérale sur la poursuite pour dettes et la faillite
OFA-FINMA Ordonnance de l'Autorité fédérale de surveillance des marchés financiers sur la faillite des entreprises d'assurance
OFPC-FINMA Ordonnance de l'Autorité fédérale de surveillance des marchés financiers sur la faillite de placements collectifs de capitaux
OGPCT Ordonnance sur la gestion du patrimoine dans le cadre d'une curatelle ou d'une tutelle
OHS-LP Ordonnance relative à la haute surveillance en matière de poursuite et de faillite
OIA Ordonnance sur l'impôt anticipé
OIB-FINMA Ordonnance de l'Autorité fédérale de surveillance des marchés financiers sur l'insolvabilité des banques et des négociants en valeurs mobilières
OIMF Ordonnance sur les infrastructures des marchés financiers et le comportement sur le marché en matière de négociation de valeurs mobilières et de dérivés
OIMF-FINMA Ordonnance
OIP Ordonnance sur l'indication des prix
OLAA Ordonnance sur l'assurance-accidents
OLPD Ordonnance relative à la loi fédérale sur la protection des données
OLT 1 Ordonnance 1 relative à la loi sur le travail
ONCR Ordonnance sur les normes comptables reconnues
OPC Ordonnance concernant la saisie et la réalisation de parts de communautés
OPC-FINMA Ordonnance de l'Autorité fédérale de surveillance des marchés financiers sur les placements collectifs de capitaux
OPCC Ordonnance sur les placements collectifs de capitaux
OPE Ordonnance sur le placement d'enfants
ORAb Ordonnance contre les rémunérations abusives dans les sociétés anonymes cotées en bourse
ORC Ordonnance sur le registre du commerce
ORF Ordonnance sur le registre foncier
ORFI Ordonnance du Tribunal fédéral sur la réalisation forcée des immeubles
OS Ordonnance sur la surveillance des entreprises d'assurance privées
OS LCart Ordonnance sur les sanctions en cas de restrictions illicites à la concurrence
OS-FINMA Ordonnance de l'Autorité fédérale de surveillance des marchés financiers sur la surveillance des entreprises d'assurance privées
OSAss Ordonnance concernant la saisie, le séquestre et la réalisation des droits découlant d'assurances d'après la loi fédérale du 2 avril 1908 sur le contrat d'assurance
OT Ordonnance sur les droits de timbre
OTVA Ordonnance régissant la taxe sur la valeur ajoutée
Occd Ordonnance sur le contrôle des concentrations d'entreprises
Ocj Ordonnance sur le casier judiciaire
Olico Ordonnance concernant la tenue et la conservation des livres de comptes
P:
PA Loi fédérale sur la procédure administrative
PPMin Loi fédérale sur la procédure pénale applicable aux mineurs
R:
RAPG Règlement sur les allocations pour perte de gain
RAVS Règlement sur l'assurance-vieillesse et survivants
C:
C Convenzione
CC Codice civile svizzero
CEDU Convenzione per la salvaguardia dei diritti dell'uomo e delle libertà fondamentali
CLug Convenzione concernente la competenza giurisdizionale, il riconoscimento e l'esecuzione delle decisioni in materia civile e commerciale
CO Legge federale di complemento del Codice civile svizzero
CP Codice penale svizzero
CPC Codice di diritto processuale civile svizzero
CPM Codice penale militare
CPP Codice di diritto processuale penale svizzero
Ccrldsae Convenzione concernente il riconoscimento e l'esecuzione delle sentenze arbitrali estere
Cdf Convenzione sui diritti del fanciullo
Cost. Costituzione federale della Confederazione Svizzera
Crapc Convenzione relativa alla procedura civile
Csacrim Convenzione sugli aspetti civili del rapimento internazionale di minori
Cspida Convenzione sulla protezione internazionale degli adulti
Cspmscmai Convenzione sulla protezione dei minori e sulla cooperazione in materia di adozione internazionale
Cvfliag Convenzione volta a facilitare l'accesso internazionale alla giustizia
D:
DPA Legge federale sul diritto penale amministrativo
DPMin Legge federale sul diritto penale minorile
L:
LADI Legge federale sull'assicurazione obbligatoria contro la disoccupazione e l'indennità per insolvenza
LAFE Legge federale sull'acquisto di fondi da parte di persone all'estero
LAID Legge federale sull'armonizzazione delle imposte dirette dei Cantoni e dei Comuni
LAINF Legge federale sull'assicurazione contro gli infortuni
LAMal Legge federale sull'assicurazione malattie
LAP Legge federale sull'approvvigionamento economico del Paese
LAPub Legge federale sugli acquisti pubblici
LAV Legge federale concernente l'aiuto alle vittime di reati
LAVS Legge federale su l'assicurazione per la vecchiaia e per i superstiti
LArm Legge federale sulle armi, gli accessori di armi e le munizioni
LAsi Legge sull'asilo
LBCR Legge federale sulle banche e le casse di risparmio
LBVM Legge federale sulle borse e il commercio di valori mobiliari
LCA Legge federale sul contratto d'assicurazione
LCF Legge federale sul controllo federale delle finanze
LCSl Legge federale contro la concorrenza sleale
LCStr Legge federale sulla circolazione stradale
LCart Legge federale sui cartelli e altre limitazioni della concorrenza
LCit Legge federale su l'acquisto e la perdita della cittadinanza svizzera
LD Legge sulle dogane
LDA Legge federale sul diritto d'autore e sui diritti di protezione affini
LDFR Legge federale sul diritto fondiario rurale
LDIP Legge federale sul diritto internazionale privato
LDP Legge federale sui diritti politici
LEF Legge federale sulla esecuzione e sul fallimento
LEGU Legge federale sugli esami genetici sull'essere umano
LF-CAA Legge federale relativa alla Convenzione dell'Aia sull'adozione e a provvedimenti per la protezione del minore nelle adozioni internazionali
LF-RMA Legge federale sul rapimento internazionale dei minori e sulle Convenzioni dell'Aia sulla protezione dei minori e degli adulti
LFC Legge federale sulle finanze della Confederazione
LFINMA Legge federale concernente l'Autorità federale di vigilanza sui mercati finanziari
LFLP Legge federale sul libero passaggio nella previdenza professionale per la vecchiaia, i superstiti e l'invalidità
LFPr Legge federale sulla formazione professionale
LFus Legge federale sulla fusione, la scissione, la trasformazione e il trasferimento di patrimonio
LICol Legge federale sugli investimenti collettivi di capitale
LIFD Legge federale sull'imposta federale diretta
LIP Legge federale sull'imposta preventiva
LIPG Legge federale sulle indennità di perdita di guadagno per chi presta servizio e in caso di maternità
LIVA Legge federale concernente l'imposta sul valore aggiunto
LInFi Legge federale sulle infrastrutture del mercato finanziario e il comportamento sul mercato nel commercio di valori mobiliari e derivati
LL Legge federale sul lavoro nell'industria, nell'artigianato e nel commercio
LLCA Legge federale sulla libera circolazione degli avvocati
LOAP Legge federale sull'organizzazione delle autorità penali della Confederazione
LOF Legge sulle obbligazioni fondiarie
LPAM Legge federale concernente la procreazione con assistenza medica
LPD Legge federale sulla protezione dei dati
LPM Legge federale sulla protezione dei marchi e delle indicazioni di provenienza
LPP Legge federale sulla previdenza professionale per la vecchiaia, i superstiti e l'invalidità
LPPC Legge federale sulla protezione della popolazione e sulla protezione civile
LPar Legge federale sulla parità dei sessi
LParl Legge federale sull'Assemblea federale
LPers Legge sul personale federale
LRDP Legge federale sulla responsabilità per danno da prodotti
LResp Legge federale su la responsabilità della Confederazione, dei membri delle autorità federali e dei funzionari federali
LSA Legge federale sulla sorveglianza delle imprese di assicurazione
LSO Legge federale sui privilegi, le immunità e le facilitazioni, nonché sugli aiuti finanziari accordati dalla Svizzera quale Stato ospite
LSPr Legge federale sulla sorveglianza dei prezzi
LSR Legge federalesull'abilitazione e la sorveglianza dei revisori
LStrI Legge federale sugli stranieri e la loro integrazione
LStup Legge federale sugli stupefacenti e sulle sostanze psicotrope
LSu Legge federale sugli aiuti finanziari e le indennità
LTAF Legge sul Tribunale amministrativo federale
LTB Legge federale sulle tasse di bollo
LTCo Legge federale sui titoli contabili
LTD Legge sulla tariffa delle dogane
LTF Legge sul Tribunale federale
LTFB Legge sul Tribunale federale dei brevetti
LUD Legge federale sull'unione domestica registrata di coppie omosessuali
Lferr Legge federale sulle ferrovie
O:
OABCT Ordinanza sull'amministrazione di beni nell'ambito di una curatela o di una tutela
OACata Ordinanza sull'aiuto in caso di catastrofe all'estero
OAFE Ordinanza sull'acquisto di fondi da parte di persone all'estero
OAINF Ordinanza sull'assicurazione contro gli infortuni
OAMin Ordinanza sull'accoglimento di minori a scopo di affiliazione
OAPuE Ordinanza sugli atti pubblici in forma elettronica
OAV-LEF Ordinanza concernente l'alta vigilanza sulla esecuzione e sul fallimento
OAVS Ordinanza sull'assicurazione per la vecchiaia e per i superstiti
OAdoz Ordinanza sull'adozione
OBCR Ordinanza sulle banche e le casse di risparmio
OBVM Ordinanza sulle borse e il commercio di valori mobiliari
OCE-PCPE Ordinanza sulla comunicazione per via elettronica nell'ambito di procedimenti civili e penali nonché di procedure d'esecuzione e fallimento
ODAu Ordinanza sul diritto d'autore e sui diritti di protezione affini
ODFR Ordinanza sul diritto fondiario rurale
ODiC Ordinanza concernente il pignoramento e la realizzazione di diritti in comunione
OFA-FINMA Ordinanza dell'Autorità federale di vigilanza sui mercati finanziari sul fallimento delle imprese di assicurazione
OFICol-FINMA Ordinanza dell'Autorità federale di vigilanza sui mercati finanziari sul fallimento degli investimenti collettivi di capitale
OIB-FINMA Ordinanza dell'Autorità federale di vigilanza sui mercati finanziari sull'insolvenza di banche e commercianti di valori mobiliari
OICol Ordinanza sugli investimenti collettivi di capitale
OICol-FINMA Ordinanza dell'Autorità federale di vigilanza sui mercati finanziari sugli investimenti collettivi di capitale
OIP Ordinanza sull'indicazione dei prezzi
OIPG Ordinanza sulle indennità di perdita di guadagno
OIPrev Ordinanza sull'imposta preventiva
OIVA Ordinanza concernente l'imposta sul valore aggiunto
OInFi Ordinanza sulle infrastrutture del mercato finanziario e il comportamento sul mercato nel commercio di valori mobiliari e derivati
OInFi-FINMA Ordinanza
OLL 1 Ordinanza 1 concernente la legge sul lavoro
OLPD Ordinanza relativa alla legge federale sulla protezione dei dati
ONCR Ordinanza sulle norme contabili riconosciute
ORC Ordinanza sul registro di commercio
ORF Ordinanza sul registro fondiario
OReSA Ordinanza contro le retribuzioni abusive nelle società anonime quotate in borsa
OS Ordinanza sulla sorveglianza delle imprese di assicurazione private
OS LCart Ordinanza sulle sanzioni in caso di limitazioni illecite della concorrenza
OS-FINMA Ordinanza dell'Autorità federale di vigilanza sui mercati finanziari sulla sorveglianza delle imprese di assicurazione private
OSC Ordinanza sullo stato civile
OTB Ordinanza concernente le tasse di bollo
OTLEF Ordinanza sulle tasse riscosse in applicazione della legge federale sulla esecuzione e sul fallimento
Occdci Ordinanza concernente il controllo delle concentrazioni di imprese
Ocg Ordinanza sul casellario giudiziale
Olc Ordinanza sulla tenuta e la conservazione dei libri di commercio
P:
PA Legge federale sulla procedura amministrativa
PPMin Legge federale di diritto processuale penale minorile
R:
RFF Regolamento del Tribunale federale concernente la realizzazione forzata di fondi
RPAss Regolamento
RUF Regolamento concernente l'amministrazione degli uffici dei fallimenti
A:
AIG Federal Act on Foreign Nationals and Integration
AdoV Ordinance on Adoption
AsylG Asylum Act
B:
BBG Federal Acton Vocational and Professional Education and Training
BEG Federal Act on Intermediated Securities
BG-KKE Federal Act on International Child Abduction and the Hague Conventions on the Protection of Children and Adults
BIV-FINMA Ordinance of the Swiss Financial Market Supervisory Authority on the Insolvency of Banks and Securities Dealers
BPR Federal Act on Political Rights
BV Federal Constitution of the Swiss Confederation
BetmG Federal Act on Narcotics and Psychotropic Substances
D:
DSG Federal Act on Data Protection
F:
FINMAG Federal Act on the Swiss Financial Market Supervisory Authority
FMedG Federal Act on Medically Assisted Reproduction
FinfraG Federal Act on Financial Market Infrastructures and Market Conduct in Securities and Derivatives Trading
FinfraV Ordinance on Financial Market Infrastructures and Market Conduct in Securities and Derivatives Trading
FinfraV-FINMA Ordinance of the Swiss Financial Market Supervisory Authority on Financial Market Infrastructures and Market Conduct in Securities and Derivatives Trading
G:
GSG Federal Act on the Privileges, Immunities and Facilities and the Financial Subsidies granted by Switzerland as a Host State
GUMG Federal Act on Human Genetic Testing
GlG Federal Act on Gender Equality
K:
KAG Federal Act on Collective Investment Schemes
KG Federal Act on Cartels and other Restraints of Competition
KKV Ordinance on Collective Investment Schemes
KKV-FINMA Ordinance of the Swiss Financial Market Supervisory Authority on Collective Investment Schemes
M:
MSchG Federal Act on the Protection of Trade Marks and Indications of Source
MWSTG Federal Act on Value Added Tax
MWSTV Ordinance on Value Added Tax
O:
OR Federal Act on the Amendment of the Swiss Civil Code
P:
ParlG Federal Act on the Federal Assembly
PatGG Federal Act on the Federal Patent Court
S:
SVKG Ordinance on Sanctions imposed for Unlawful Restraints of Competition
StGB Swiss Criminal Code
StPO Swiss Criminal Procedure Code
U:
URG Federal Act on Copyright and Related Rights
V:
VDSG 235.11
VwVG Federal Act on Administrative Procedure
VüKU Ordinance on the Control of Concentrations of Undertakings
Z:
ZGB Swiss Civil Code
ZPO Swiss Civil Procedure Code
ZTG Customs Tariff Act
A:
AHVG Bundesgesetz über die Alters- und Hinterlassenenversicherung
AHVV Verordnung über die Alters- und Hinterlassenenversicherung
AIG Bundesgesetz über die Ausländerinnen und Ausländer und über die Integration
AVIG Bundesgesetz über die obligatorische Arbeitslosenversicherung und die Insolvenzentschädigung
AVO Verordnung über die Beaufsichtigung von privaten Versicherungsunternehmen
AVO-FINMA Verordnung der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht über die Beaufsichtigung von privaten Versicherungsunternehmen
AdoV Verordnung über die Adoption
ArG Bundesgesetz über die Arbeit in Industrie, Gewerbe und Handel
ArGV 1 Verordnung 1 zum Arbeitsgesetz
AsylG Asylgesetz
B:
BBG Bundesgesetzüber die Berufsbildung
BEG Bundesgesetz über Bucheffekten
BEHG Bundesgesetz über die Börsen und den Effektenhandel
BEHV Verordnung über die Börsen und den Effektenhandel
BG-HAÜ Bundesgesetz zum Haager Adoptionsübereinkommen und über Massnahmen zum Schutz des Kindes bei internationalen Adoptionen
BG-KKE Bundesgesetz über internationale Kindesentführung und die Haager Übereinkommen zum Schutz von Kindern und Erwachsenen
BGBB Bundesgesetz über das bäuerliche Bodenrecht
BGFA Bundesgesetz über die Freizügigkeit der Anwältinnen und Anwälte
BGG Bundesgesetz über das Bundesgericht
BIV-FINMA Verordnung der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht über die Insolvenz von Banken und Effektenhändlern
BPG Bundespersonalgesetz
BPR Bundesgesetz über die politischen Rechte
BV Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft
BVG Bundesgesetz über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge
BZG Bundesgesetz über den Bevölkerungsschutz und den Zivilschutz
BankG Bundesgesetz über die Banken und Sparkassen
BankV Verordnung über die Banken und Sparkassen
BetmG Bundesgesetz über die Betäubungsmittel und die psychotropen Stoffe
BewG Bundesgesetz über den Erwerb von Grundstücken durch Personen im Ausland
BewV Verordnung über den Erwerb von Grundstücken durch Personen im Ausland
BöB Bundesgesetz über das öffentliche Beschaffungswesen
BüG Bundesgesetz über Erwerb und Verlust des Schweizer Bürgerrechts
D:
DBG Bundesgesetz über die direkte Bundessteuer
DSG Bundesgesetz über den Datenschutz
E:
EBG Eisenbahngesetz
EMRK Konvention zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten
EOG Bundesgesetz über den Erwerbsersatz für Dienstleistende und bei Mutterschaft
EOV Verordnung zum Erwerbsersatzgesetz
EÖBV Verordnung über die elektronische öffentliche Beurkundung
F:
FHG Bundesgesetz über den eidgenössischen Finanzhaushalt
FINMAG Bundesgesetz über die Eidgenössische Finanzmarktaufsicht
FKG Bundesgesetz über die Eidgenössische Finanzkontrolle
FMedG Bundesgesetz über die medizinisch unterstützte Fortpflanzung
FZG Bundesgesetz über die Freizügigkeit in der beruflichen Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge
FinfraG Bundesgesetz über die Finanzmarktinfrastrukturen und das Marktverhalten im Effekten- und Derivatehandel
FinfraV Verordnung über die Finanzmarktinfrastrukturen und das Marktverhalten im Effekten- und Derivatehandel
FinfraV-FINMA Verordnung der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht über die Finanzmarktinfrastrukturen und das Marktverhalten im Effekten- und Derivatehandel
FusG Bundesgesetz über Fusion, Spaltung, Umwandlung und Vermögensübertragung
G:
GBV Grundbuchverordnung
GSG Bundesgesetz über die von der Schweiz als Gaststaat gewährten Vorrechte, Immunitäten und Erleichterungen sowie finanziellen Beiträge
GUMG Bundesgesetz über genetische Untersuchungen beim Menschen
GeBüV Verordnung über die Führung und Aufbewahrung der Geschäftsbücher
GebV SchKG Gebührenverordnung zum Bundesgesetz über Schuldbetreibung und Konkurs
GlG Bundesgesetz über die Gleichstellung von Frau und Mann
H:
HEsÜ Übereinkommen über den internationalen Schutz von Erwachsenen
HKsÜ Übereinkommen
HRegV Handelsregisterverordnung
I:
IPRG Bundesgesetz über das Internationale Privatrecht
J:
JStG Bundesgesetz über das Jugendstrafrecht
JStPO Schweizerische Jugendstrafprozessordnung
K:
KAG Bundesgesetz über die kollektiven Kapitalanlagen
KAKV-FINMA Verordnung der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht über den Konkurs von kollektiven Kapitalanlagen
KG Bundesgesetz über Kartelle und andere Wettbewerbsbeschränkungen
KKV Verordnung über die kollektiven Kapitalanlagen
KKV-FINMA Verordnung der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht über die kollektiven Kapitalanlagen
KOV Verordnung über die Geschäftsführung der Konkursämter (KOV)
KVG Bundesgesetz über die Krankenversicherung
L:
LVG Bundesgesetz über die wirtschaftliche Landesversorgung
LugÜ Übereinkommen über die gerichtliche Zuständigkeit und die Anerkennung und Vollstreckung von Entscheidungen in Zivil- und Handelssachen
M:
MSchG Bundesgesetz über den Schutz von Marken und Herkunftsangaben
MStG Militärstrafgesetz
MWSTG Bundesgesetz über die Mehrwertsteuer
MWSTV Mehrwertsteuerverordnung
O:
OAV-SchKG Verordnung betreffend die Oberaufsicht über Schuldbetreibung und Konkurs
OHG Bundesgesetz über die Hilfe an Opfer von Straftaten
OR Bundesgesetz betreffend die Ergänzung des Schweizerischen Zivilgesetzbuches (Fünfter Teil: Obligationenrecht)
P:
PAVO Verordnung über die Aufnahme von Pflegekindern
PBV Verordnung über die Bekanntgabe von Preisen
ParlG Bundesgesetz über die Bundesversammlung
PartG Bundesgesetz über die eingetragene Partnerschaft gleichgeschlechtlicher Paare
PatGG Bundesgesetz über das Bundespatentgericht
PfG Pfandbriefgesetz
PrHG Bundesgesetz über die Produktehaftpflicht
PüG Preisüberwachungsgesetz
R:
RAG Bundesgesetz über die Zulassung und Beaufsichtigung der Revisorinnen und Revisoren
S:
SVG Strassenverkehrsgesetz
SVKG Verordnung über die Sanktionen bei unzulässigen Wettbewerbsbeschränkungen
SchKG Bundesgesetz über Schuldbetreibung und Konkurs
StBOG Bundesgesetz über die Organisation der Strafbehörden des Bundes
StG Bundesgesetz über die Stempelabgaben
StGB Schweizerisches Strafgesetzbuch
StHG Bundesgesetz über die Harmonisierung der direkten Steuern der Kantone und Gemeinden
StPO Schweizerische Strafprozessordnung
StV Verordnung über die Stempelabgaben
SuG Bundesgesetz über Finanzhilfen und Abgeltungen
U:
URG Bundesgesetz über das Urheberrecht und verwandte Schutzrechte
URV Verordnung über das Urheberrecht und verwandte Schutzrechte
UVG Bundesgesetz über die Unfallversicherung
UVV Verordnung über die Unfallversicherung
UWG Bundesgesetz gegen den unlauteren Wettbewerb
V:
VAG Bundesgesetz betreffend die Aufsicht über Versicherungsunternehmen
VASR Verordnung über die anerkannten Standards zur Rechnungslegung
VBB Verordnung über das bäuerliche Bodenrecht
VBVV Verordnung über die Vermögensverwaltung im Rahmen einer Beistandschaft oder Vormundschaft
VDSG Verordnung zum Bundesgesetz über den Datenschutz