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Handelsregisterverordnung

vom 17. Oktober 2007 (Stand am 1. Februar 2018)

Der Schweizerische Bundesrat,

gestützt auf die Artikel 929, 929a, 931 Absatz 2bis, 936, 936a Absatz 3, 938a Absatz 3 und 950 Absatz 2 des Obligationenrechts (OR)1 sowie auf Artikel 102 des Fusionsgesetzes vom 3. Oktober 20032 (FusG),3

verordnet:

1. Titel: Allgemeine Bestimmungen

1. Kapitel: Zweck und Begriffe

Art. 1 Zweck

Das Han­dels­re­gis­ter dient der Kon­sti­tu­ie­rung und der Iden­ti­fi­ka­ti­on von Rechts­ein­hei­ten. Es bezweckt die Er­fas­sung und Of­fen­le­gung recht­lich re­le­van­ter Tat­sa­chen und ge­währ­leis­tet die Rechts­si­cher­heit so­wie den Schutz Drit­ter im Rah­men zwin­gen­der Vor­schrif­ten des Zi­vil­rechts.

Art. 2 Begriffe

Im Sin­ne die­ser Ver­ord­nung gel­ten als:

a.
Rechts­ein­heit:
1.
Ein­zel­un­ter­neh­men (Art. 934 Abs. 1 und 2 OR),
2.
Kol­lek­tiv­ge­sell­schaf­ten (Art. 552 ff. OR),
3.
Kom­man­dit­ge­sell­schaf­ten (Art. 594 ff. OR),
4.
Ak­ti­en­ge­sell­schaf­ten (Art. 620 ff. OR),
5.
Kom­man­di­tak­ti­en­ge­sell­schaf­ten (Art. 764 ff. OR),
6.
Ge­sell­schaf­ten mit be­schränk­ter Haf­tung (Art. 772 ff. OR),
7.
Ge­nos­sen­schaf­ten (Art. 828 ff. OR),
8.
Ver­ei­ne (Art. 60 ff. des Zi­vil­ge­setz­bu­ches, ZGB1),
9.
Stif­tun­gen (Art. 80 ff. ZGB),
10.
Kom­man­dit­ge­sell­schaft für kol­lek­ti­ve Ka­pi­tal­an­la­gen (Art. 98 ff. des Kol­lek­ti­v­an­la­gen­ge­set­zes vom 23. Ju­ni 20062, KAG),
11.
In­vest­ment­ge­sell­schaft mit fes­tem Ka­pi­tal (SI­CAF; Art. 110 ff. KAG),
12.
In­vest­ment­ge­sell­schaft mit va­ria­blem Ka­pi­tal (SI­CAV; Art. 36 ff. KAG),
13.
In­sti­tu­te des öf­fent­li­chen Rechts (Art. 2 Bst. d FusG),
14.
Zweignie­der­las­sun­gen (Art. 935 OR);
b.
Ge­wer­be: ei­ne selbst­stän­di­ge, auf dau­ern­den Er­werb ge­rich­te­te wirt­schaft­li­che Tä­tig­keit;
c.
Rechts­do­mi­zil: die Adres­se, un­ter der die Rechts­ein­heit an ih­rem Sitz er­reicht wer­den kann, mit fol­gen­den An­ga­ben: Stras­se, Haus­num­mer, Post­leit­zahl und Orts­na­men.

1 SR 210
2 SR 951.31

2. Kapitel: Handelsregisterbehörden

Art. 3 Handelsregisterämter

Die Füh­rung der Han­dels­re­gis­teräm­ter ob­liegt den Kan­to­nen. Sie ge­währ­leis­ten ei­ne fach­lich qua­li­fi­zier­te Han­dels­re­gis­ter­füh­rung. Es steht ih­nen frei, das Han­dels­re­gis­ter kan­tons­über­grei­fend zu füh­ren.

Art. 4 Kantonale Aufsichtsbehörden

1Die Kan­to­ne be­stim­men die Auf­sichts­be­hör­de, die mit der ad­mi­nis­tra­ti­ven Auf­sicht über das Han­dels­re­gis­ter­amt be­traut ist.

2Er­fül­len Re­gis­ter­füh­re­rin­nen oder Re­gis­ter­füh­rer oder de­ren Mit­ar­bei­te­rin­nen oder Mit­ar­bei­ter ih­re Auf­ga­ben nicht ord­nungs­ge­mä­ss, so trifft die kan­to­na­le Auf­sichts­be­hör­de von Am­tes we­gen oder auf An­trag des Bun­des die er­for­der­li­chen Mass­nah­men. In schwe­ren oder wie­der­hol­ten Fäl­len sind die be­trof­fe­nen Per­so­nen ih­res Am­tes zu ent­he­ben.

3Die An­fech­tung von Ver­fü­gun­gen des Han­dels­re­gis­ter­am­tes rich­tet sich nach Ar­ti­kel 165.

Art. 5 Oberaufsicht durch den Bund

1Das Eid­ge­nös­si­sche Jus­tiz- und Po­li­zei­de­par­te­ment übt die Ober­auf­sicht über die Han­dels­re­gis­ter­füh­rung aus.

2Das Eid­ge­nös­si­sche Amt für das Han­dels­re­gis­ter (EHRA) im Bun­des­amt für Jus­tiz ist ins­be­son­de­re zur selbst­stän­di­gen Er­le­di­gung fol­gen­der Ge­schäf­te er­mäch­tigt:

a.
den Er­lass von Wei­sun­gen im Be­reich des Han­dels­re­gis­ters und des Fir­men­rechts, die sich an die kan­to­na­len Han­dels­re­gis­ter­be­hör­den rich­ten;
b.
die Prü­fung der Recht­mäs­sig­keit und die Ge­neh­mi­gung der kan­to­na­len Ein­tra­gun­gen in das Ta­ges­re­gis­ter;
c.
die Durch­füh­rung von In­spek­tio­nen;
d.
die Stel­lung von An­trä­gen ge­mä­ss Ar­ti­kel 4 Ab­satz 2;
e.
die Be­schwer­de­füh­rung an das Bun­des­ge­richt ge­gen Ent­schei­de des Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richts und der kan­to­na­len Ge­rich­te.

3. Kapitel: Aufbau und Inhalt des Handelsregisters

Art. 6 Aufbau des Handelsregisters

1Das Han­dels­re­gis­ter be­steht aus dem Ta­ges­re­gis­ter, dem Haupt­re­gis­ter, den An­mel­dun­gen und Be­le­gen.

2Das Ta­ges­re­gis­ter ist das elek­tro­ni­sche Ver­zeich­nis al­ler Ein­trä­ge in chro­no­lo­gi­scher Rei­hen­fol­ge.

3Das Haupt­re­gis­ter ist der elek­tro­ni­sche Zu­sam­men­zug al­ler rechts­wirk­sa­men Ein­trä­ge im Ta­ges­re­gis­ter ge­ord­net nach Rechts­ein­heit.

Art. 7 Inhalt des Handelsregisters

Das Ta­ges- und das Haupt­re­gis­ter ent­hal­ten Ein­trä­ge über:

a.
die Rechts­ein­hei­ten;
b.
nicht kauf­män­ni­sche Pro­ku­ren (Art. 458 Abs. 3 OR);
c.
das Haupt von Ge­mein­der­schaf­ten (Art. 341 Abs. 3 ZGB).

Art. 8 Tagesregister

1Al­le ins Han­dels­re­gis­ter ein­zu­tra­gen­den Tat­sa­chen wer­den in das Ta­ges­re­gis­ter auf­ge­nom­men.

2Das Han­dels­re­gis­ter­amt er­stellt die Ein­trä­ge auf­grund der An­mel­dung und der Be­le­ge oder auf­grund ei­nes Ur­teils oder ei­ner Ver­fü­gung oder nimmt die­se von Am­tes we­gen vor.

3Das Ta­ges­re­gis­ter ent­hält:

a.
die Ein­trä­ge;
b.
die Num­mer und das Da­tum des Ein­trags;
c.
das Iden­ti­fi­ka­ti­ons­zei­chen der Per­son, die die Ein­tra­gung vor­ge­nom­men oder an­ge­ord­net hat und die An­ga­be des Han­dels­re­gis­ter­am­tes;
d.
die Ge­büh­ren der Ein­tra­gung;
e.
die Lis­te der Be­le­ge, die der Ein­tra­gung zu­grun­de lie­gen.

4Die Ein­trä­ge im Ta­ges­re­gis­ter wer­den fort­lau­fend num­me­riert. Die Zäh­lung be­ginnt mit je­dem Ka­len­der­jahr neu zu lau­fen. Be­reits zu­ge­teil­te Num­mern nicht rechts­wirk­sam ge­wor­de­ner Ein­trä­ge dür­fen im sel­ben Ka­len­der­jahr nicht er­neut ver­wen­det wer­den.

5Die Ein­trä­ge im Ta­ges­re­gis­ter dür­fen nach­träg­lich nicht ver­än­dert wer­den und blei­ben zeit­lich un­be­schränkt be­ste­hen.

Art. 9 Hauptregister

1Ein­trä­ge im Ta­ges­re­gis­ter sind nach der Ge­neh­mi­gung durch das EHRA ins Haupt­re­gis­ter zu über­neh­men. Die Über­nah­me muss spä­tes­tens am Tag der Ver­öf­fent­li­chung im Schwei­ze­ri­schen Han­delsamts­blatt er­fol­gen.1

2Das Haupt­re­gis­ter ent­hält für je­de Rechts­ein­heit fol­gen­de An­ga­ben:

a.
al­le Ein­trä­ge ins Ta­ges­re­gis­ter ge­mä­ss Ar­ti­kel 8 Ab­satz 3 Buch­sta­ben a und b;
b.
das Da­tum der erst­ma­li­gen Ein­tra­gung der Rechts­ein­heit in das Han­dels­re­gis­ter;
c.
die Num­mer des Ein­trags im Ta­ges­re­gis­ter;
d.2
die Mel­dungs­num­mer so­wie das Da­tum und die Num­mer der Aus­ga­be des Schwei­ze­ri­schen Han­delsamts­blat­tes, in der die Ein­tra­gung pu­bli­ziert wur­de;
e.
der Ver­weis auf einen all­fäl­li­gen frü­he­ren Ein­trag auf ei­ner Kar­tei­kar­te oder im Fir­men­ver­zeich­nis;
f.
das Da­tum der Lö­schung im Han­dels­re­gis­ter.

3Die Lö­schung ei­ner Rechts­ein­heit ist im Haupt­re­gis­ter deut­lich sicht­bar zu ma­chen.

4Die Ein­trä­ge im Haupt­re­gis­ter dür­fen nach­träg­lich nicht ver­än­dert wer­den und blei­ben zeit­lich un­be­schränkt be­ste­hen. Vor­be­hal­ten bleibt die Vor­nah­me von rein ty­po­gra­fi­schen Kor­rek­tu­ren oh­ne Ein­fluss auf den ma­te­ri­el­len Ge­halt. Die Vor­nah­me ent­spre­chen­der Kor­rek­tu­ren ist zu pro­to­kol­lie­ren.

5Das Haupt­re­gis­ter muss durch elek­tro­ni­sche Wie­der­ga­be und auf ei­nem Pa­pier­aus­druck je­der­zeit sicht­bar ge­macht wer­den kön­nen.


1 Fas­sung ge­mä­ss An­hang Ziff. 3 der V vom 26. Jan. 2011 über die Un­ter­neh­mens-Iden­ti­fi­ka­ti­ons­num­mer, in Kraft seit 1. April 2011 (AS 2011 533).
2 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. III der V vom 22. Nov. 2017, in Kraft seit 1. Jan. 2018 (AS 2017 7319).

4. Kapitel: Öffentlichkeit des Handelsregisters

Art. 10 Öffentlichkeit des Hauptregisters

Die Ein­trä­ge im Haupt­re­gis­ter, die An­mel­dun­gen und die Be­le­ge sind öf­fent­lich. Die Ein­trä­ge im Ta­ges­re­gis­ter wer­den mit der Ge­neh­mi­gung durch das EHRA öf­fent­lich. Nicht öf­fent­lich ist die mit der Ein­tra­gung zu­sam­men­hän­gen­de Kor­re­spon­denz.

Art. 11 Einsichtnahme und Auszüge

1Auf Ver­lan­gen ge­wäh­ren die Han­dels­re­gis­teräm­ter Ein­sicht in das Haupt­re­gis­ter, in die An­mel­dung und in die Be­le­ge und er­stel­len:

a.
be­glau­big­te Aus­zü­ge über die Ein­trä­ge ei­ner Rechts­ein­heit im Haupt­re­gis­ter;
b.
Ko­pi­en von An­mel­dun­gen und von Be­le­gen.

2Vor der Ver­öf­fent­li­chung ei­ner Ein­tra­gung im Schwei­ze­ri­schen Han­delsamts­blatt dür­fen Aus­zü­ge nur aus­ge­stellt wer­den, wenn die Ein­tra­gung durch das EHRA ge­neh­migt ist.

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4Für die Ein­sicht­nah­me so­wie für die Aus­zü­ge, die Ko­pi­en von An­mel­dun­gen und Be­le­gen und die Be­schei­ni­gun­gen ist ei­ne Ge­bühr zu ent­rich­ten. Kei­ne Ge­bühr ist zu ent­rich­ten, wenn die Aus­zü­ge, Ko­pi­en und Be­schei­ni­gun­gen zu amt­li­chem Ge­brauch be­stimmt sind.

5Das EHRA sorgt durch ei­ne Wei­sung für ei­ne ein­heit­li­che Struk­tur und Dar­stel­lung der Aus­zü­ge. Da­bei er­mög­licht es den Kan­to­nen, kan­to­na­le Wap­pen und Sym­bo­le zu ver­wen­den. Es kann Vor­schrif­ten zur Si­cher­heit der Aus­zü­ge er­las­sen.

6Ist ei­ne Rechts­ein­heit nicht ein­ge­tra­gen, so be­schei­nigt dies das Han­dels­re­gis­ter­amt auf Ver­lan­gen.

7Für die Er­stel­lung der Aus­zü­ge, der Ko­pi­en von An­mel­dun­gen und Be­le­gen und Be­schei­ni­gun­gen in elek­tro­ni­scher Form so­wie für die Er­stel­lung be­glau­big­ter Pa­pier­aus­dru­cke elek­tro­ni­scher Do­ku­men­te ist die EÖBV2 an­wend­bar.3


1 Auf­ge­ho­ben durch An­hang Ziff. 1 der Grund­buch­ver­ord­nung vom 23. Sept. 2011, mit Wir­kung seit 1. Jan. 2012 (AS 2011 4659).
2 SR 211.435.1
3 Fas­sung ge­mä­ss An­hang Ziff. II 4 der V vom 8. Dez. 2017 über die Er­stel­lung elek­tro­ni­scher öf­fent­li­cher Ur­kun­den und elek­tro­ni­scher Be­glau­bi­gun­gen, in Kraft seit 1. Fe­br. 2018 (AS 2018 89).

Art. 12 Elektronisches Angebot

1Die Kan­to­ne stel­len die Ein­trä­ge im Haupt­re­gis­ter für Ein­zel­ab­fra­gen im In­ter­net un­ent­gelt­lich zur Ver­fü­gung.

2Bei Ab­wei­chun­gen ge­hen die im Haupt­re­gis­ter ein­ge­tra­ge­nen Tat­sa­chen den elek­tro­nisch ab­ge­ru­fe­nen Da­ten vor.

3Die Da­ten müs­sen nach be­stimm­ten Such­kri­te­ri­en ab­ruf­bar sein. Das EHRA er­lässt ei­ne Wei­sung da­zu.

5. Kapitel: Beglaubigungen durch das Handelsregisteramt

Art. 12a

1Das Han­dels­re­gis­ter­amt ist be­fugt, von An­mel­dun­gen, Be­le­gen oder sons­ti­gen Do­ku­men­ten so­wie von Un­ter­schrif­ten in Pa­pier­form oder in elek­tro­ni­scher Form be­glau­big­te Ko­pi­en auf Pa­pier oder be­glau­big­te elek­tro­ni­sche Ko­pi­en nach der EÖBV2 zu er­stel­len.

2Das Han­dels­re­gis­ter­amt bringt auf be­glau­big­ten Ko­pi­en auf Pa­pier den Hin­weis an:

a.
dass es sich um ei­ne mit dem Ori­gi­nal­do­ku­ment über­ein­stim­men­de Ko­pie han­delt; und
b.
dass das vor­ge­leg­te Do­ku­ment auf Pa­pier vor­lag.

3Für die Er­stel­lung elek­tro­ni­scher Be­glau­bi­gun­gen so­wie für die Er­stel­lung be­glau­big­ter Pa­pier­aus­dru­cke elek­tro­ni­scher Do­ku­men­te ist die EÖBV an­wend­bar.


1 Ein­ge­fügt durch An­hang Ziff. II 4 der V vom 8. Dez. 2017 über die Er­stel­lung elek­tro­ni­scher öf­fent­li­cher Ur­kun­den und elek­tro­ni­scher Be­glau­bi­gun­gen, in Kraft seit 1. Fe­br. 2018 (AS 2018 89).
2 SR 211.435.1

6. Kapitel: Elektronischer Geschäftsverkehr

Art. 12b Zulässigkeit von elektronischen Eingaben und anwendbares Recht

So­weit die­se Ver­ord­nung nichts Ab­wei­chen­des be­stimmt, rich­tet sich der elek­tro­ni­sche Ge­schäfts­ver­kehr im Han­dels­re­gis­ter nach den Ar­ti­keln 130 Ab­satz 2 und 143 Ab­satz 2 der Zi­vil­pro­zess­ord­nung1 (ZPO) und nach der Ver­ord­nung vom 18. Ju­ni 20102 über die elek­tro­ni­sche Über­mitt­lung im Rah­men von Zi­vil- und Straf­pro­zes­sen so­wie von Schuld­be­trei­bungs- und Kon­kurs­ver­fah­ren.


Art. 12c Übermittlung

1Elek­tro­ni­sche Ein­ga­ben an die Han­dels­re­gis­teräm­ter kön­nen ne­ben den Zu­stell­platt­for­men ge­mä­ss den Ar­ti­keln 2 und 4 der Ver­ord­nung vom 18. Ju­ni 20101 über die elek­tro­ni­sche Über­mitt­lung im Rah­men von Zi­vil- und Straf­pro­zes­sen so­wie von Schuld­be­trei­bungs- und Kon­kurs­ver­fah­ren auch über ent­spre­chen­de In­ter­netsei­ten des Bun­des oder der Kan­to­ne er­fol­gen, so­fern die­se:

a.
die Ver­trau­lich­keit (Ver­schlüs­se­lung) ge­währ­leis­ten; und
b.2
ei­ne mit ei­nem ge­re­gel­ten elek­tro­ni­schen Sie­gel und ei­nem elek­tro­ni­schen Zeit­stem­pel nach Ar­ti­kel 2 Buch­sta­ben d und i Zer­tES3 ver­se­he­ne Quit­tung über die Ein­ga­be aus­stel­len.

2Das EHRA kann die Ab­wick­lung und Au­to­ma­ti­sie­rung des elek­tro­ni­schen Ge­schäfts­ver­kehrs re­geln, na­ment­lich in Be­zug auf For­mu­la­re, Da­ten­for­ma­te, Da­ten­struk­tu­ren, Ge­schäftspro­zes­se und al­ter­na­ti­ve Über­mitt­lungs­ver­fah­ren.


1 SR272.1
2 Fas­sung ge­mä­ss An­hang Ziff. II 4 der V vom 23. Nov. 2016 über die elek­tro­ni­sche Si­gna­tur, in Kraft seit 1. Jan. 2017 (AS 2016 4667).
3 SR 943.03

Art. 12d


1 Auf­ge­ho­ben durch An­hang Ziff. II 4 der V vom 8. Dez. 2017 über die Er­stel­lung elek­tro­ni­scher öf­fent­li­cher Ur­kun­den und elek­tro­ni­scher Be­glau­bi­gun­gen, mit Wir­kung seit 1. Fe­br. 2018 (AS 2018 89).

Art. 12e Elektronische Auszüge

Die Be­stim­mun­gen die­ses Ka­pi­tels fin­den ent­spre­chend An­wen­dung auf die Zu­stel­lung von be­glau­big­ten elek­tro­ni­schen Aus­zü­gen aus dem Ta­ges- oder Haupt­re­gis­ter.

7. Kapitel: Zentralregister und Zefix

Art. 13 Zentralregister

1Das EHRA führt ein Zen­tral­re­gis­ter sämt­li­cher Rechts­ein­hei­ten, die in den Haupt­re­gis­tern der Kan­to­ne ein­ge­tra­gen sind. Das Zen­tral­re­gis­ter dient der Un­ter­schei­dung und dem Auf­fin­den der ein­ge­tra­ge­nen Rechts­ein­hei­ten.

2Das EHRA führt auf Ver­lan­gen schrift­li­che Re­cher­chen zu Fir­men und Na­men im Zen­tral­re­gis­ter durch. Es er­hebt für Aus­künf­te an Pri­va­te ei­ne Ge­bühr.

Art. 14 Zentraler Firmenindex (Zefix)

1Die öf­fent­li­chen Da­ten des Zen­tral­re­gis­ters sind im elek­tro­ni­schen Ab­ruf­ver­fah­ren über die In­ter­net­da­ten­bank Ze­fix für Ein­zel­ab­fra­gen un­ent­gelt­lich zu­gäng­lich. Elek­tro­nisch ab­ge­ru­fe­ne Da­ten ent­fal­ten kei­ne Rechts­wir­kun­gen.

2Das EHRA kann Da­ten, die im Zen­tral­re­gis­ter ent­hal­ten sind, in elek­tro­ni­scher Form Be­hör­den von Bund, Kan­to­nen und Ge­mein­den so­wie In­sti­tu­tio­nen, die mit dem Voll­zug der So­zi­al­ver­si­che­rungs­ge­setz­ge­bung be­traut sind, zu­gäng­lich ma­chen, wenn die­se Be­hör­den die­se Da­ten für die Er­fül­lung ih­rer öf­fent­li­chen Auf­ga­ben be­nö­ti­gen. Die­se Dienst­leis­tung ist un­ent­gelt­lich.

3Das Eid­ge­nös­si­sche Jus­tiz- und Po­li­zei­de­par­te­ment be­stimmt:

a.
die Da­ten, die ins Zen­tral­re­gis­ter auf­ge­nom­men wer­den;
b.
die Da­ten des Zen­tral­re­gis­ters, die öf­fent­lich sind;
c.
den In­halt der ge­sam­ten Da­ten­be­stän­de, die Be­hör­den zu­gäng­lich ge­macht wer­den kön­nen;
d.
die Be­din­gun­gen und die Mo­da­li­tä­ten für den Zu­gang zu den Da­ten­be­stän­den.

2. Titel: Eintragungsverfahren

1. Kapitel: Anmeldung und Belege

1. Abschnitt: Anmelde- und Belegprinzip

Art. 15

1Die Ein­tra­gung ins Han­dels­re­gis­ter be­ruht auf ei­ner An­mel­dung; vor­be­hal­ten bleibt die Ein­tra­gung auf­grund ei­nes Ur­teils oder ei­ner Ver­fü­gung ei­nes Ge­richts oder ei­ner Be­hör­de oder von Am­tes we­gen.

2Die ein­zu­tra­gen­den Tat­sa­chen sind zu be­le­gen. Dem Han­dels­re­gis­ter­amt müs­sen die da­zu er­for­der­li­chen Be­le­ge ein­ge­reicht wer­den.

3Ist für die Ein­tra­gung in das Han­dels­re­gis­ter ei­ne Frist vor­ge­se­hen, so gilt die­se als ge­wahrt, wenn die An­mel­dung und die er­for­der­li­chen Be­le­ge den recht­li­chen An­for­de­run­gen ge­nü­gen und:

a.
die An­mel­dung und die er­for­der­li­chen Be­le­ge am letz­ten Tag der Frist beim Han­dels­re­gis­ter­amt ein­ge­reicht oder zu des­sen Han­den der Schwei­ze­ri­schen Post über­ge­ben wer­den; oder
b.1
dem Ab­sen­der be­stä­tigt wur­de, dass die elek­tro­ni­sche An­mel­dung und die er­for­der­li­chen elek­tro­ni­schen Be­le­ge spä­tes­tens am letz­ten Tag der Frist ein­ge­gan­gen sind.

1 Fas­sung ge­mä­ss An­hang Ziff. 1 der Grund­buch­ver­ord­nung vom 23. Sept. 2011, in Kraft seit 1. Jan. 2012 (AS 2011 4659).

2. Abschnitt: Anmeldung

Art. 16 Inhalt, Form und Sprache

1Die An­mel­dung muss die Rechts­ein­heit klar iden­ti­fi­zie­ren und die ein­zu­tra­gen­den Tat­sa­chen an­ge­ben oder auf die ent­spre­chen­den Be­le­ge ein­zeln ver­wei­sen.

2Die An­mel­dung kann auf Pa­pier oder in elek­tro­ni­scher Form ein­ge­reicht wer­den.

3 Elek­tro­ni­sche An­mel­dun­gen müs­sen den Vor­ga­ben der Ar­ti­kel 12b-12d ge­nü­gen.1

4Die An­mel­dun­gen sind in ei­ner der Amtss­pra­chen des Kan­tons ab­zu­fas­sen, in dem die Ein­tra­gung er­folgt.


1 Fas­sung ge­mä­ss An­hang Ziff. 1 der Grund­buch­ver­ord­nung vom 23. Sept. 2011, in Kraft seit 1. Jan. 2012 (AS 2011 4659).

Art. 17 Anmeldende Personen

1Die An­mel­dung er­folgt durch die be­trof­fe­ne Rechts­ein­heit und muss von fol­gen­den Per­so­nen un­ter­zeich­net sein:

a.
bei Ein­zel­un­ter­neh­men: von der In­ha­be­rin oder vom In­ha­ber (Art. 934 OR);
b.
bei der Kol­lek­tiv- oder Kom­man­dit­ge­sell­schaft: von al­len Ge­sell­schaf­te­rin­nen und Ge­sell­schaf­tern (Art. 552 Abs. 2, 594 Abs. 3 OR);
c.
bei ju­ris­ti­schen Per­so­nen: von zwei Mit­glie­dern des obers­ten Lei­tungs- oder Ver­wal­tungs­or­gans oder von ei­nem Mit­glied mit Ein­zel­zeich­nungs­be­rech­ti­gung (Art. 931a OR);
d.
bei der Kom­man­dit­ge­sell­schaft für kol­lek­ti­ve Ka­pi­tal­an­la­gen: von ei­ner zur Ver­tre­tung be­rech­tig­ten na­tür­li­chen Per­son für je­de un­be­schränkt haf­ten­de Ge­sell­schaf­te­rin;
e.
bei In­sti­tu­ten des öf­fent­li­chen Rechts: von den Per­so­nen, die nach öf­fent­li­chem Recht zu­stän­dig sind (Art. 931a OR);
f.
bei der nicht kauf­män­ni­schen Pro­ku­ra: von der Ge­schäfts­frau oder vom Ge­schäfts­herrn (Art. 458 Abs. 3 OR);
g.
bei der Ge­mein­der­schaft: vom Haupt der Ge­mein­der­schaft (Art. 341 Abs. 3 ZGB).
h.
bei der Zweignie­der­las­sung von Rechts­ein­hei­ten mit Sitz im In- oder im Aus­land: von ei­ner zeich­nungs­be­rech­tig­ten Per­son, die am Sitz der Haupt­nie­der­las­sung oder der Zweignie­der­las­sung im Han­dels­re­gis­ter ein­ge­tra­gen ist;
i.
bei der Lö­schung ei­ner Rechts­ein­heit: von den Li­qui­da­to­rin­nen und Li­qui­da­to­ren (Art. 589, 619, 746, 764 Abs. 2, 826 Abs. 2, 913 OR; Art. 58 ZGB).

2Die An­mel­dung kann zu­dem durch die be­trof­fe­nen Per­so­nen selbst er­fol­gen:

a.
bei der Lö­schung von Mit­glie­dern der Or­ga­ne und der Lö­schung von Ver­tre­tungs­be­fug­nis­sen (Art. 938b OR);
b.1
bei der Än­de­rung von Per­so­nen­an­ga­ben ge­mä­ss Ar­ti­kel 119 Ab­satz 1 Buch­sta­ben a-f;
c.
bei der Lö­schung des Rechts­do­mi­zils ge­mä­ss Ar­ti­kel 117 Ab­satz 3.

3Ha­ben Er­bin­nen oder Er­ben ei­ne Ein­tra­gung an­zu­mel­den, so kön­nen an ih­rer Stel­le auch Wil­lens­voll­strecke­rin­nen, Wil­lens­voll­stre­cker, Erb­schafts­li­qui­da­to­rin­nen oder Erb­schafts­li­qui­da­to­ren die An­mel­dung vor­neh­men.


1 Fas­sung ge­mä­ss An­hang Ziff. 1 der Grund­buch­ver­ord­nung vom 23. Sept. 2011, in Kraft seit 1. Jan. 2012 (AS 2011 4659).

Art. 18 Unterzeichnung

1Die An­mel­dung muss von den Per­so­nen nach Ar­ti­kel 17 un­ter­zeich­net sein. Die Un­ter­zeich­nung durch ei­ne Ver­tre­te­rin oder einen Ver­tre­ter ist nicht zu­läs­sig.

2Die An­mel­dung auf Pa­pier ist beim Han­dels­re­gis­ter­amt zu un­ter­zeich­nen oder mit den be­glau­big­ten Un­ter­schrif­ten ein­zu­rei­chen. Ei­ne Be­glau­bi­gung ist nicht er­for­der­lich, wenn die Un­ter­schrif­ten schon frü­her in be­glau­big­ter Form für die glei­che Rechts­ein­heit ein­ge­reicht wur­den. Be­ste­hen be­grün­de­te Zwei­fel an der Echt­heit ei­ner Un­ter­schrift, so kann das Han­dels­re­gis­ter­amt ei­ne er­neu­te Be­glau­bi­gung ver­lan­gen.

3Un­ter­zeich­nen die an­mel­den­den Per­so­nen die An­mel­dung beim Han­dels­re­gis­ter­amt, so ha­ben sie ih­re Iden­ti­tät durch einen gül­ti­gen Pass oder ei­ne gül­ti­ge Iden­ti­täts­kar­te nach­zu­wei­sen.

4Elek­tro­ni­sche An­mel­dun­gen müs­sen mit ei­ner qua­li­fi­zier­ten elek­tro­ni­schen Si­gna­tur mit qua­li­fi­zier­tem elek­tro­ni­schem Zeit­stem­pel nach Ar­ti­kel 2 Buch­sta­ben e und j Zer­tES1 un­ter­zeich­net sein. Un­ter Vor­be­halt von Ar­ti­kel 21 müs­sen die ei­gen­hän­di­gen Un­ter­schrif­ten der Per­so­nen, wel­che die An­mel­dung un­ter­zeich­nen, nicht hin­ter­legt wer­den.2

5Ist ei­ne rechts­kon­for­me Un­ter­zeich­nung ei­ner An­mel­dung aus zwin­gen­den Grün­den nicht mög­lich und sind die Vor­aus­set­zun­gen für das Ver­fah­ren von Am­tes we­gen nach Ar­ti­kel 152 nicht er­füllt, so kann die kan­to­na­le Auf­sichts­be­hör­de auf An­trag der Rechts­ein­heit oder des Han­dels­re­gis­ter­amts die Vor­nah­me ei­ner Ein­tra­gung an­ord­nen.


1 SR 943.03
2 Fas­sung ge­mä­ss An­hang Ziff. II 4 der V über die elek­tro­ni­sche Si­gna­tur vom 23. Nov. 2016, in Kraft seit 1. Jan. 2017 (AS 2016 4667).

Art. 19 Eintragung aufgrund eines Urteils oder einer Verfügung

1Ord­net ein Ge­richt oder ei­ne Be­hör­de die Ein­tra­gung von Tat­sa­chen in das Han­dels­re­gis­ter an, so reicht die an­ord­nen­de Stel­le dem Han­dels­re­gis­ter­amt das Ur­teil oder die Ver­fü­gung ein. Das Ur­teil oder die Ver­fü­gung darf erst ein­ge­reicht wer­den, wenn es oder sie voll­streck­bar ge­wor­den ist. Ar­ti­kel 176 Ab­satz 1 des Bun­des­ge­set­zes vom 11. April 18891 über Schuld­be­trei­bung und Kon­kurs (SchKG) bleibt vor­be­hal­ten.

2Das Han­dels­re­gis­ter­amt nimmt die Ein­tra­gung un­ver­züg­lich vor.

3Ent­hält das Dis­po­si­tiv des Ur­teils oder der Ver­fü­gung un­kla­re oder un­voll­stän­di­ge An­ord­nun­gen über die ein­zu­tra­gen­den Tat­sa­chen, so muss das Han­dels­re­gis­ter­amt die an­ord­nen­de Stel­le um schrift­li­che Er­läu­te­rung er­su­chen.

4Die Ge­neh­mi­gung der Ein­tra­gun­gen durch das EHRA bleibt vor­be­hal­ten.


1 SR 281.1

3. Abschnitt: Belege

Art. 20 Inhalt, Form und Sprache

1Die Be­le­ge sind im Ori­gi­nal oder in be­glau­big­ter Ko­pie auf Pa­pier oder in elek­tro­ni­scher Form ein­zu­rei­chen.

2Die Be­le­ge müs­sen rechts­kon­form un­ter­zeich­net sein. Be­le­ge in elek­tro­ni­scher Form müs­sen mit ei­ner qua­li­fi­zier­ten elek­tro­ni­schen Si­gna­tur mit qua­li­fi­zier­tem elek­tro­ni­schem Zeit­stem­pel nach Ar­ti­kel 2 Buch­sta­ben e und j Zer­tES2 un­ter­zeich­net sein.

3Elek­tro­ni­sche öf­fent­li­che Ur­kun­den und elek­tro­ni­sche Be­glau­bi­gun­gen so­wie be­glau­big­te Pa­pier­aus­dru­cke elek­tro­ni­scher Do­ku­men­te müs­sen den An­for­de­run­gen der EÖBV3 ent­spre­chen.

4Wer­den Be­le­ge in ei­ner Spra­che ein­ge­reicht, die nicht als Amtss­pra­che des Kan­tons gilt, so kann das Han­dels­re­gis­ter­amt ei­ne Über­set­zung ver­lan­gen, so­fern dies für die Prü­fung oder für die Ein­sicht­nah­me durch Drit­te er­for­der­lich ist. So­weit nö­tig, kann es die Über­set­ze­rin oder den Über­set­zer be­zeich­nen. Die Über­set­zung gilt dies­falls eben­falls als Be­leg.


1 Fas­sung ge­mä­ss An­hang Ziff. II 4 der V vom 8. Dez. 2017 über die Er­stel­lung elek­tro­ni­scher öf­fent­li­cher Ur­kun­den und elek­tro­ni­scher Be­glau­bi­gun­gen, in Kraft seit 1. Fe­br. 2018 (AS 2018 89).
2 SR 943.03
3 SR 211.435.1

Art. 21 Unterschriften

1Wird ei­ne zeich­nungs­be­rech­tig­te Per­son zur Ein­tra­gung in das Han­dels­re­gis­ter an­ge­mel­det, so muss sie ih­re ei­gen­hän­di­ge Un­ter­schrift nach Mass­ga­be ei­ner der nach­fol­gen­den Mo­da­li­tä­ten beim Han­dels­re­gis­ter­amt hin­ter­le­gen:

a.
Sie zeich­net die Un­ter­schrift beim Han­dels­re­gis­ter­amt.
b.
Sie reicht dem Han­dels­re­gis­ter­amt die Un­ter­schrift als Be­leg ein:

1. auf Pa­pier von ei­ner Ur­kunds­per­son be­glau­bigt;

2. elek­tro­nisch ein­ge­le­sen und von ei­ner Ur­kunds­per­son be­glau­bigt; oder

3. elek­tro­nisch ein­ge­le­sen und von ihr selbst be­stä­tigt.1

2Zeich­net sie die Un­ter­schrift beim Han­dels­re­gis­ter­amt, so muss sie ih­re Iden­ti­tät durch einen gül­ti­gen Pass oder ei­ne gül­ti­ge Iden­ti­täts­kar­te nach­wei­sen. Das Han­dels­re­gis­ter­amt be­glau­bigt die Un­ter­schrift ge­gen Ge­bühr.

3Um die elek­tro­nisch ein­ge­le­se­ne Un­ter­schrift selbst zu be­stä­ti­gen, ver­sieht die zeich­nungs­be­rech­tig­te Per­son die­se mit ei­ner Er­klä­rung, dass sie die­se als ih­re ei­ge­ne an­er­kennt, und si­gniert sie mit ei­ner qua­li­fi­zier­ten elek­tro­ni­schen Si­gna­tur mit qua­li­fi­zier­tem elek­tro­ni­schem Zeit­stem­pel nach Ar­ti­kel 2 Buch­sta­ben e und j Zer­tES2.3


1 Fas­sung ge­mä­ss An­hang Ziff. 1 der Grund­buch­ver­ord­nung vom 23. Sept. 2011, in Kraft seit 1. Jan. 2012 (AS 2011 4659).
2 SR 943.03
3 Fas­sung ge­mä­ss An­hang Ziff. II 4 der V vom 23. Nov. 2016 über die elek­tro­ni­sche Si­gna­tur, in Kraft seit 1. Jan. 2017 (AS 2016 4667).

Art. 22 Statuten und Stiftungsurkunden

1Ins Han­dels­re­gis­ter wird als Da­tum der Sta­tu­ten der Tag ein­ge­tra­gen, an dem:

a.
die Grün­de­rin­nen und Grün­der die Sta­tu­ten an­ge­nom­men ha­ben; oder
b.
das zu­stän­di­ge Or­gan der Ge­sell­schaft die letz­te Än­de­rung der Sta­tu­ten be­schlos­sen hat.

2Ins Han­dels­re­gis­ter wird als Da­tum der Stif­tungs­ur­kun­de der Tag ein­ge­tra­gen, an dem:

a.
die öf­fent­li­che Ur­kun­de über die Er­rich­tung der Stif­tung er­stellt wur­de;
b.
die Ver­fü­gung von To­des we­gen er­rich­tet wur­de; oder
c.
die Stif­tungs­ur­kun­de durch das Ge­richt oder ei­ne Be­hör­de ge­än­dert wur­de.

3Wer­den die Sta­tu­ten oder die Stif­tungs­ur­kun­de ge­än­dert oder an­ge­passt, so muss dem Han­dels­re­gis­ter­amt ei­ne voll­stän­di­ge neue Fas­sung der Sta­tu­ten oder der Stif­tungs­ur­kun­de ein­ge­reicht wer­den.

4Die Sta­tu­ten von Ak­ti­en­ge­sell­schaf­ten, Kom­man­di­tak­ti­en­ge­sell­schaf­ten, Ge­sell­schaf­ten mit be­schränk­ter Haf­tung, In­vest­ment­ge­sell­schaf­ten mit fes­tem Ka­pi­tal und In­vest­ment­ge­sell­schaf­ten mit va­ria­blem Ka­pi­tal so­wie die Stif­tungs­ur­kun­de müs­sen von ei­ner Ur­kunds­per­son be­glau­bigt wer­den. Die Sta­tu­ten von Ge­nos­sen­schaf­ten und Ver­ei­nen müs­sen von ei­nem Mit­glied der Ver­wal­tung be­zie­hungs­wei­se des Vor­stan­des un­ter­zeich­net sein.

Art. 23 Protokolle über die Fassung von Beschlüssen

1Be­ru­hen ein­zu­tra­gen­de Tat­sa­chen auf Be­schlüs­sen oder Wahlen von Or­ga­nen ei­ner ju­ris­ti­schen Per­son und be­darf der Be­schluss nicht der öf­fent­li­chen Be­ur­kun­dung, so muss das Pro­to­koll be­zie­hungs­wei­se ein Pro­to­kol­l­aus­zug über die Be­schluss­fas­sung oder ein Zir­ku­l­ar­be­schluss als Be­leg ein­ge­reicht wer­den.

2Pro­to­kol­le oder Pro­to­kol­l­aus­zü­ge müs­sen von der Pro­to­koll­füh­re­rin oder vom Pro­to­koll­füh­rer so­wie von der Vor­sit­zen­den oder vom Vor­sit­zen­den des be­schlies­sen­den Or­gans un­ter­zeich­net wer­den, Zir­ku­l­ar­be­schlüs­se von al­len Per­so­nen, die dem Or­gan an­ge­hö­ren.

3Ein Pro­to­koll oder ein Pro­to­kol­l­aus­zug des obers­ten Lei­tungs- oder Ver­wal­tungs­or­gans ist nicht er­for­der­lich, so­fern die An­mel­dung an das Han­dels­re­gis­ter­amt von sämt­li­chen Mit­glie­dern die­ses Or­gans un­ter­zeich­net ist. Ein Pro­to­koll oder ein Pro­to­kol­l­aus­zug der Ge­sell­schaf­ter­ver­samm­lung von Ge­sell­schaf­ten mit be­schränk­ter Haf­tung ist eben­falls nicht er­for­der­lich, so­fern die An­mel­dung an das Han­dels­re­gis­ter­amt von sämt­li­chen im Han­dels­re­gis­ter ein­ge­tra­ge­nen Ge­sell­schaf­tern un­ter­zeich­net ist.

Art. 24 Bestehen von Rechtseinheiten

1Nimmt ei­ne ein­zu­tra­gen­de Tat­sa­che auf ei­ne im schwei­ze­ri­schen Han­dels­re­gis­ter ein­ge­tra­ge­ne Rechts­ein­heit Be­zug, so muss de­ren Be­ste­hen nicht be­legt wer­den. Das mit der Ein­tra­gung die­ser Tat­sa­che be­trau­te Han­dels­re­gis­ter­amt über­prüft das Be­ste­hen der Rechts­ein­heit durch Ein­sicht­nah­me in die kan­to­na­le Han­dels­re­gis­ter­da­ten­bank nach Ar­ti­kel 12.

2Das Be­ste­hen ei­ner Rechts­ein­heit, die nicht im schwei­ze­ri­schen Han­dels­re­gis­ter ein­ge­tra­gen ist, muss durch einen ak­tu­el­len be­glau­big­ten Aus­zug aus dem aus­län­di­schen Han­dels­re­gis­ter oder durch ei­ne gleich­wer­ti­ge Ur­kun­de be­legt wer­den.

Art. 24a Identifikation von natürlichen Personen

1Die Iden­ti­tät der im Han­dels­re­gis­ter ein­ge­tra­ge­nen na­tür­li­chen Per­so­nen muss auf der Grund­la­ge ei­nes gül­ti­gen Pas­ses oder ei­ner gül­ti­gen Iden­ti­täts­kar­te oder ei­ner Ko­pie ei­nes gül­ti­gen Pas­ses oder ei­ner gül­ti­gen Iden­ti­täts­kar­te ge­prüft wer­den. Das Han­dels­re­gis­ter­amt darf zur Er­fas­sung der für die Iden­ti­fi­ka­ti­on der Per­son er­for­der­li­chen An­ga­ben nach Ar­ti­kel 24b ei­ne Ko­pie des vor­ge­leg­ten Do­ku­ments er­stel­len.

2Der Nach­weis der Iden­ti­tät von na­tür­li­chen Per­so­nen kann auch in ei­ner öf­fent­li­chen Ur­kun­de oder in ei­ner Un­ter­schrifts­be­glau­bi­gung er­bracht wer­den, so­fern die­se die An­ga­ben nach Ar­ti­kel 24b ent­hält.

3Ver­fügt ei­ne na­tür­li­che Per­son mit ei­ner aus­län­di­schen Staats­an­ge­hö­rig­keit über kei­nen gül­ti­gen Pass oder kei­ne gül­ti­ge Iden­ti­täts­kar­te oder ist das ein­ge­reich­te Do­ku­ment nicht les­bar, so kann ih­re Iden­ti­tät auf der Grund­la­ge des gül­ti­gen schwei­ze­ri­schen Aus­län­der­aus­wei­ses ge­prüft wer­den.

4All­fäl­lig er­stell­te Ko­pi­en von Aus­weis­do­ku­men­ten un­ter­ste­hen nicht der Öf­fent­lich­keit des Han­dels­re­gis­ters nach den Ar­ti­keln 10-12 und wer­den bei den Kor­re­spon­denz­ak­ten auf­be­wahrt. Sie kön­nen ver­nich­tet wer­den, so­bald der Ta­ges­re­gis­te­r­ein­trag über die Ein­tra­gung der na­tür­li­chen Per­son rechts­wirk­sam ge­wor­den ist.


1 Ein­ge­fügt durch An­hang Ziff. 1 der Grund­buch­ver­ord­nung vom 23. Sept. 2011, in Kraft seit 1. Jan. 2012 (AS 2011 4659).

Art. 24b Angaben zur Identifikation

1Zur Iden­ti­fi­ka­ti­on der na­tür­li­chen Per­so­nen wer­den auf der Grund­la­ge des Aus­weis­do­ku­ments die fol­gen­den An­ga­ben im Han­dels­re­gis­ter er­fasst:

a.
der Fa­mi­li­enna­me;
b.
ge­ge­be­nen­falls der Le­di­gna­me;
c.
al­le Vor­na­men in der rich­ti­gen Rei­hen­fol­ge;
d.
das Ge­burts­da­tum;
e.
das Ge­schlecht;
f.
die po­li­ti­sche Ge­mein­de des Hei­mator­tes, oder bei aus­län­di­schen Staats­an­ge­hö­ri­gen, die Staats­an­ge­hö­rig­keit;
g.
die Art, die Num­mer und das Aus­ga­be­land des Aus­weis­do­ku­ments.

2Zu­sätz­lich wer­den fol­gen­de An­ga­ben im Han­dels­re­gis­ter er­fasst:

a.
all­fäl­li­ge Ruf-, Ko­se- oder Künst­ler­na­men;
b.
die po­li­ti­sche Ge­mein­de des Wohn­sit­zes, oder bei ei­nem aus­län­di­schen Wohn­sitz, der Ort und die Lan­des­be­zeich­nung.

3Die Pu­bli­zi­tät die­ser An­ga­ben rich­tet sich nach Ar­ti­kel 119 Ab­satz 1.


1 Ein­ge­fügt durch An­hang Ziff. 1 der Grund­buch­ver­ord­nung vom 23. Sept. 2011, in Kraft seit 1. Jan. 2012 (AS 2011 4659).

Art. 25 Ausländische öffentliche Urkunden und Beglaubigungen

1Im Aus­land er­rich­te­te öf­fent­li­che Ur­kun­den und Be­glau­bi­gun­gen müs­sen mit ei­ner Be­schei­ni­gung der am Er­rich­tungs­ort zu­stän­di­gen Be­hör­de ver­se­hen sein, die be­stä­tigt, dass sie von der zu­stän­di­gen Ur­kunds­per­son er­rich­tet wor­den sind. Un­ter Vor­be­halt ab­wei­chen­der Be­stim­mun­gen von Staats­ver­trä­gen ist zu­dem ei­ne Be­glau­bi­gung der aus­län­di­schen Re­gie­rung und der zu­stän­di­gen di­plo­ma­ti­schen oder kon­su­la­ri­schen Ver­tre­tung der Schweiz bei­zu­fü­gen.

2Muss nach schwei­ze­ri­schem Recht ei­ne öf­fent­li­che Ur­kun­de er­stellt und als Be­leg beim Han­dels­re­gis­ter­amt ein­ge­reicht wer­den, so kann das Han­dels­re­gis­ter­amt den Nach­weis ver­lan­gen, dass das aus­län­di­sche Be­ur­kun­dungs­ver­fah­ren dem öf­fent­li­chen Be­ur­kun­dungs­ver­fah­ren in der Schweiz gleich­wer­tig ist. Es kann da­zu ein Gut­ach­ten ver­lan­gen und den Gut­ach­ter be­zeich­nen.

2. Kapitel: Grundsätze für die Eintragung

Art. 26 Wahrheitsgebot, Täuschungsverbot und öffentliches Interesse

Die Ein­tra­gun­gen in das Han­dels­re­gis­ter müs­sen wahr sein und dür­fen we­der zu Täu­schun­gen An­lass ge­ben noch ei­nem öf­fent­li­chen In­ter­es­se wi­der­spre­chen.

Art. 27 Änderung von Tatsachen

Ist ei­ne Tat­sa­che im Han­dels­re­gis­ter ein­ge­tra­gen, so muss auch je­de Än­de­rung die­ser Tat­sa­che ein­ge­tra­gen wer­den (Art. 937 OR).

Art. 28 Prüfungspflicht des Handelsregisteramts

Be­vor das Han­dels­re­gis­ter­amt ei­ne Ein­tra­gung vor­nimmt, muss es prü­fen, ob die Vor­aus­set­zun­gen des Ge­set­zes und der Ver­ord­nung er­füllt sind. Ins­be­son­de­re muss es prü­fen, ob die An­mel­dung und die Be­le­ge den vom Ge­setz und der Ver­ord­nung ver­lang­ten In­halt auf­wei­sen und kei­nen zwin­gen­den Vor­schrif­ten wi­der­spre­chen.

Art. 29 Sprache

Die Ein­tra­gung in das Han­dels­re­gis­ter er­folgt in der Spra­che der An­mel­dung ge­mä­ss Ar­ti­kel 16 Ab­satz 4. Ist die An­mel­dung in rä­to­ro­ma­ni­scher Spra­che ab­ge­fasst, so er­folgt die Ein­tra­gung zu­dem in deut­scher oder ita­lie­ni­scher Spra­che.

Art. 30 Antrag auf Eintragung zusätzlicher Tatsachen

1Tat­sa­chen, de­ren Ein­tra­gung we­der im Ge­setz noch in der Ver­ord­nung vor­ge­se­hen ist, wer­den auf An­trag in das Han­dels­re­gis­ter auf­ge­nom­men, wenn:

a.
die Ein­tra­gung dem Zweck des Han­dels­re­gis­ters ent­spricht; und
b.
an der Be­kannt­ga­be ein öf­fent­li­ches In­ter­es­se be­steht.

2Die Vor­schrif­ten über die An­mel­dung und die Be­le­ge sind ent­spre­chend an­wend­bar.

3. Kapitel: Prüfung, Genehmigung und Publikation der Eintragung

Art. 31 Übermittlung ans EHRA

Die kan­to­na­len Han­dels­re­gis­teräm­ter über­mit­teln dem EHRA ih­re Ein­trä­ge elek­tro­nisch am Werk­tag, an dem die­se ins Ta­ges­re­gis­ter auf­ge­nom­men wur­den.

Art. 32 Prüfung und Genehmigung durch das EHRA

1Das EHRA prüft die Ein­trä­ge und ge­neh­migt sie, so­fern sie die Vor­aus­set­zun­gen des Ge­set­zes und der Ver­ord­nung er­fül­len. Es teilt sei­ne Ge­neh­mi­gung dem kan­to­na­len Han­dels­re­gis­ter­amt elek­tro­nisch mit.

2Ei­ne Ein­sicht­nah­me in die An­mel­dung und in die Be­le­ge er­folgt nur aus­nahms­wei­se, so­weit da­für ein be­son­de­rer An­lass be­steht.

3Die Prü­fungs­pflicht des EHRA ent­spricht der­je­ni­gen des Han­dels­re­gis­ter­amts.

4Das EHRA über­mit­telt die ge­neh­mig­ten Ein­trä­ge elek­tro­nisch dem Schwei­ze­ri­schen Han­delsamts­blatt.

Art. 33 Verweigerung der Genehmigung

1Ver­wei­gert das EHRA die Ge­neh­mi­gung, so be­grün­det es die­sen Ent­scheid sum­ma­risch und teilt ihn dem kan­to­na­len Han­dels­re­gis­ter­amt mit. Die­se Mit­tei­lung ist ei­ne nicht selbst­stän­dig an­fecht­ba­re Zwi­schen­ver­fü­gung.

2Wenn die Ver­wei­ge­rung der Ge­neh­mi­gung auf Män­geln be­ruht, die nicht durch das kan­to­na­le Han­dels­re­gis­ter­amt be­ho­ben wer­den kön­nen, so über­mit­telt die­ses den ab­leh­nen­den Ent­scheid den Per­so­nen, die die An­mel­dung ein­ge­reicht ha­ben. Es räumt ih­nen Ge­le­gen­heit zur schrift­li­chen Stel­lung­nah­me zu­han­den des EHRA ein.

3Ge­neh­migt das EHRA die Ein­tra­gung nach­träg­lich, so in­for­miert es das kan­to­na­le Han­dels­re­gis­ter­amt. Die­ses über­mit­telt die Ein­tra­gung er­neut elek­tro­nisch.

4Ver­wei­gert das EHRA die Ge­neh­mi­gung end­gül­tig, so er­lässt es ei­ne be­schwer­de­fä­hi­ge Ver­fü­gung.

Art. 34 Rechtswirksamkeit der Eintragungen

Die Ein­tra­gun­gen ins Ta­ges­re­gis­ter wer­den mit der Ge­neh­mi­gung durch das EHRA rück­wir­kend auf den Zeit­punkt der Ein­tra­gung in das Ta­ges­re­gis­ter rechts­wirk­sam.

Art. 35 Publikation

1Die Ein­tra­gun­gen wer­den im Schwei­ze­ri­schen Han­delsamts­blatt elek­tro­nisch pu­bli­ziert.

2Das EHRA teilt je­der Ein­tra­gung ei­ne Mel­dungs­num­mer zu und be­stimmt das Da­tum der Pu­bli­ka­ti­on.


1 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. III der V vom 22. Nov. 2017, in Kraft seit 1. Jan. 2018 (AS 2017 7319).

3. Titel: Rechtsformspezifische Bestimmungen für die Eintragung

1. Kapitel: Einzelunternehmen

Art. 36 Eintragungspflicht und freiwillige Eintragung

1Na­tür­li­che Per­so­nen, die ein nach kauf­män­ni­scher Art ge­führ­tes Ge­wer­be be­trei­ben und wäh­rend ei­nes Jah­res Rohein­nah­men von min­des­tens 100 000 Fran­ken (Jah­res­um­satz) er­zie­len, sind ver­pflich­tet, ihr Ein­zel­un­ter­neh­men ins Han­dels­re­gis­ter ein­tra­gen zu las­sen. Ge­hö­ren ei­ner Per­son meh­re­re Ein­zel­un­ter­neh­men, so ist de­ren Um­satz zu­sam­men­zu­rech­nen.

2Die Pflicht zur Ein­tra­gung ent­steht, so­bald ver­läss­li­che Zah­len über den Jah­res­um­satz vor­lie­gen.

3Ei­ne Pflicht zur Ein­tra­gung auf­grund an­de­rer Vor­schrif­ten bleibt vor­be­hal­ten.

4Na­tür­li­che Per­so­nen, die ein Ge­wer­be be­trei­ben und die nicht zur Ein­tra­gung ver­pflich­tet sind, ha­ben das Recht, ihr Ein­zel­un­ter­neh­men ein­tra­gen zu las­sen.

Art. 37 Anmeldung und Belege

Mit der An­mel­dung zur Ein­tra­gung ei­nes Ein­zel­un­ter­neh­mens müs­sen nur Be­le­ge ein­ge­reicht wer­den, wenn:

a.
die ein­zu­tra­gen­den Tat­sa­chen nicht aus der An­mel­dung her­vor­ge­hen;
b.
dies auf­grund an­de­rer Vor­schrif­ten er­for­der­lich ist.

Art. 38 Inhalt des Eintrags

Bei Ein­zel­un­ter­neh­men müs­sen im Han­dels­re­gis­ter ein­ge­tra­gen wer­den:

a.
die Fir­ma und die Un­ter­neh­mens-Iden­ti­fi­ka­ti­ons­num­mer1;
b.
der Sitz und das Rechts­do­mi­zil;
c.
die Rechts­form;
d.
der Zweck;
e.
die In­ha­be­rin oder der In­ha­ber des Ein­zel­un­ter­neh­mens;
f.
die zur Ver­tre­tung be­rech­tig­ten Per­so­nen.

1 Aus­druck ge­mä­ss An­hang Ziff. 3 der V vom 26. Jan. 2011 über die Un­ter­neh­mens-Iden­ti­fi­ka­ti­ons­num­mer, in Kraft seit 1. April 2011 (AS 2011 533). Die­se Änd. wur­de im gan­zen Er­lass be­rück­sich­tigt.

Art. 39 Löschung

1Gibt die In­ha­be­rin oder der In­ha­ber ei­nes Ein­zel­un­ter­neh­mens die Ge­schäftstä­tig­keit auf oder über­trägt sie oder er das Ge­schäft auf ei­ne an­de­re Per­son oder Rechts­ein­heit, so muss sie oder er die Lö­schung des Ein­zel­un­ter­neh­mens an­mel­den.

2Ist die In­ha­be­rin oder der In­ha­ber ei­nes Ein­zel­un­ter­neh­mens ver­stor­ben, so muss ei­ne Er­bin oder ein Er­be die Lö­schung zur Ein­tra­gung an­mel­den.1

3Zu­sam­men mit der Lö­schung muss der Lö­schungs­grund im Han­dels­re­gis­ter ein­ge­tra­gen wer­den.

4Wird in den Fäl­len nach den Ab­sät­zen 1 und 2 die Ge­schäftstä­tig­keit wei­ter­ge­führt und sind die Vor­aus­set­zun­gen nach Ar­ti­kel 36 Ab­satz 1 er­füllt, so ist die neue In­ha­be­rin oder der neue In­ha­ber zur An­mel­dung des Un­ter­neh­mens ver­pflich­tet. Die­ses er­hält ei­ne neue Un­ter­neh­mens-Iden­ti­fi­ka­ti­ons­num­mer.2


1 Fas­sung ge­mä­ss An­hang Ziff. 3 der V vom 26. Jan. 2011 über die Un­ter­neh­mens-Iden­ti­fi­ka­ti­ons­num­mer, in Kraft seit 1. April 2011 (AS 2011 533).
2 Ein­ge­fügt durch An­hang Ziff. 3 der V vom 26. Jan. 2011 über die Un­ter­neh­mens-Iden­ti­fi­ka­ti­ons­num­mer, in Kraft seit 1. April 2011 (AS 2011 533).

2. Kapitel: Kollektiv- und Kommanditgesellschaft

Art. 40 Anmeldung und Belege

Mit der An­mel­dung zur Ein­tra­gung ei­ner Kol­lek­tiv- oder Kom­man­dit­ge­sell­schaft müs­sen nur Be­le­ge ein­ge­reicht wer­den, wenn:

a.
die ein­zu­tra­gen­den Tat­sa­chen nicht aus der An­mel­dung her­vor­ge­hen;
b.
dies auf­grund an­de­rer Vor­schrif­ten er­for­der­lich ist.

Art. 41 Inhalt des Eintrags

1Bei Kol­lek­tiv­ge­sell­schaf­ten müs­sen ins Han­dels­re­gis­ter ein­ge­tra­gen wer­den:

a.
die Fir­ma und die Un­ter­neh­mens-Iden­ti­fi­ka­ti­ons­num­mer;
b.
der Sitz und das Rechts­do­mi­zil;
c.
die Rechts­form;
d.
der Zeit­punkt des Be­ginns der Ge­sell­schaft;
e.
der Zweck;
f.
die Ge­sell­schaf­te­rin­nen und Ge­sell­schaf­ter;
g.
die zur Ver­tre­tung be­rech­tig­ten Per­so­nen.

2Bei Kom­man­dit­ge­sell­schaf­ten müs­sen ins Han­dels­re­gis­ter ein­ge­tra­gen wer­den:

a.
die Fir­ma und die Un­ter­neh­mens-Iden­ti­fi­ka­ti­ons­num­mer;
b.
der Sitz und das Rechts­do­mi­zil;
c.
die Rechts­form;
d.
der Zeit­punkt des Be­ginns der Ge­sell­schaft;
e.
der Zweck;
f.
die un­be­schränkt haf­ten­den Ge­sell­schaf­te­rin­nen und Ge­sell­schaf­ter (Kom­ple­men­tä­rin­nen und Kom­ple­men­tä­re);
g.
die be­schränkt haf­ten­den Ge­sell­schaf­te­rin­nen und Ge­sell­schaf­ter (Kom­man­di­tä­rin­nen und Kom­man­di­täre) un­ter Hin­weis auf den je­wei­li­gen Be­trag ih­rer Kom­man­dit­sum­me;
h.
falls die Kom­man­dit­sum­me ganz oder teil­wei­se in Form ei­ner Sachein­la­ge ge­leis­tet wird: de­ren Ge­gen­stand und Wert;
i.
die zur Ver­tre­tung be­rech­tig­ten Per­so­nen.

3Für Kol­lek­tiv­ge­sell­schaf­ten oder Kom­man­dit­ge­sell­schaf­ten, die kein nach kauf­män­ni­scher Art ge­führ­tes Ge­wer­be be­trei­ben, ent­spricht der Zeit­punkt des Be­ginns der Ge­sell­schaft dem Zeit­punkt der Ein­tra­gung ins Ta­ges­re­gis­ter.

Art. 42 Auflösung und Löschung

1Wird ei­ne Kol­lek­tiv- oder Kom­man­dit­ge­sell­schaft zum Zweck der Li­qui­da­ti­on auf­ge­löst, so müs­sen die Ge­sell­schaf­te­rin­nen und Ge­sell­schaf­ter die Auf­lö­sung zur Ein­tra­gung ins Han­dels­re­gis­ter an­mel­den (Art. 574 Abs. 2 OR).

2Mit der An­mel­dung zur Auf­lö­sung müs­sen kei­ne wei­te­ren Be­le­ge ein­ge­reicht wer­den. Vor­be­hal­ten bleibt die Hin­ter­le­gung der Un­ter­schrif­ten von Li­qui­da­to­rin­nen oder Li­qui­da­to­ren, die nicht Ge­sell­schaf­ter sind.

3Bei der Auf­lö­sung der Ge­sell­schaft müs­sen ins Han­dels­re­gis­ter ein­ge­tra­gen wer­den:

a.
die Tat­sa­che, dass die Ge­sell­schaft auf­ge­löst wur­de;
b.
die Fir­ma mit dem Li­qui­da­ti­ons­zu­satz;
c.
die Li­qui­da­to­rin­nen und Li­qui­da­to­ren.

4Nach Be­en­di­gung der Li­qui­da­ti­on ha­ben die Li­qui­da­to­rin­nen und Li­qui­da­to­ren die Lö­schung der Ge­sell­schaft an­zu­mel­den (Art. 589 OR).

5Zu­sam­men mit der Lö­schung muss der Lö­schungs­grund im Han­dels­re­gis­ter ein­ge­tra­gen wer­den.

3. Kapitel: Aktiengesellschaft

1. Abschnitt: Gründung

Art. 43 Anmeldung und Belege

1Mit der An­mel­dung der Grün­dung ei­ner Ak­ti­en­ge­sell­schaft zur Ein­tra­gung müs­sen dem Han­dels­re­gis­ter­amt fol­gen­de Be­le­ge ein­ge­reicht wer­den:

a.
die öf­fent­li­che Ur­kun­de über den Er­rich­tungs­akt;
b.
die Sta­tu­ten;
c.
ein Nach­weis, dass die Mit­glie­der des Ver­wal­tungs­ra­tes ih­re Wahl an­ge­nom­men ha­ben;
d.
ge­ge­be­nen­falls ein Nach­weis, dass die ge­setz­lich vor­ge­schrie­be­ne Re­vi­si­ons­stel­le ih­re Wahl an­ge­nom­men hat;
e.
das Pro­to­koll des Ver­wal­tungs­ra­tes über sei­ne Kon­sti­tu­ie­rung, über die Re­ge­lung des Vor­sit­zes und über die Er­tei­lung der Zeich­nungs­be­fug­nis­se;
f.
bei Ba­r­ein­la­gen: ei­ne Be­schei­ni­gung, aus der er­sicht­lich ist, bei wel­chem Ban­k­in­sti­tut die Ein­la­gen hin­ter­legt sind, so­fern das Ban­k­in­sti­tut in der öf­fent­li­chen Ur­kun­de nicht ge­nannt wird;
g.
im Fall von Ar­ti­kel 117 Ab­satz 3: die Er­klä­rung der Do­mi­zil­hal­te­rin oder des Do­mi­zil­hal­ters, dass sie oder er der Ge­sell­schaft ein Rechts­do­mi­zil am Ort von de­ren Sitz ge­währt;
h.
die Er­klä­rung der Grün­de­rin­nen und Grün­der, dass kei­ne an­de­ren Sachein­la­gen, Sach­über­nah­men, Ver­rech­nungs­tat­be­stän­de oder be­son­de­ren Vor­tei­le be­ste­hen, als die in den Be­le­gen ge­nann­ten.

2Für An­ga­ben, die be­reits im Er­rich­tungs­akt fest­ge­hal­ten sind, ist kein zu­sätz­li­cher Be­leg er­for­der­lich.

3Be­ste­hen Sachein­la­gen, Sach­über­nah­men, be­ab­sich­tig­te Sach­über­nah­men, Ver­rech­nungs­tat­be­stän­de oder be­son­de­re Vor­tei­le, so müs­sen zu­sätz­lich fol­gen­de Be­le­ge ein­ge­reicht wer­den:

a.
die Sachein­la­ge­ver­trä­ge mit den er­for­der­li­chen Bei­la­gen;
b.
die Sach­über­nah­me­ver­trä­ge mit den er­for­der­li­chen Bei­la­gen;
c.
der von al­len Grün­de­rin­nen und Grün­dern un­ter­zeich­ne­te Grün­dungs­be­richt;
d.
die vor­be­halt­lo­se Prü­fungs­be­stä­ti­gung ei­nes staat­lich be­auf­sich­tig­ten Re­vi­si­ons­un­ter­neh­mens, ei­ner zu­ge­las­se­nen Re­vi­si­ons­ex­per­tin, ei­nes zu­ge­las­se­nen Re­vi­si­ons­ex­per­ten, ei­ner zu­ge­las­se­nen Re­vi­so­rin oder ei­nes zu­ge­las­se­nen Re­vi­sors.

Art. 44 Errichtungsakt

Die öf­fent­li­che Ur­kun­de über den Er­rich­tungs­akt muss ent­hal­ten:

a.
die Per­so­nen­an­ga­ben zu den Grün­de­rin­nen und Grün­dern so­wie ge­ge­be­nen­falls zu de­ren Ver­tre­te­rin­nen und Ver­tre­ter;
b.
die Er­klä­rung der Grün­de­rin­nen und Grün­der, ei­ne Ak­ti­en­ge­sell­schaft zu grün­den;
c.
die Be­stä­ti­gung der Grün­de­rin­nen und Grün­der, dass die Sta­tu­ten fest­ge­legt sind;
d.
die Er­klä­rung je­der Grün­de­rin und je­des Grün­ders über die Zeich­nung der Ak­ti­en un­ter An­ga­be von An­zahl, Nenn­wert, Art, Ka­te­go­rie und Aus­ga­be­be­trag so­wie die be­din­gungs­lo­se Ver­pflich­tung, ei­ne dem Aus­ga­be­be­trag ent­spre­chen­de Ein­la­ge zu leis­ten;
e.
die Tat­sa­che, dass die Mit­glie­der des Ver­wal­tungs­ra­tes ge­wählt wur­den und die ent­spre­chen­den Per­so­nen­an­ga­ben;
f.
die Tat­sa­che, dass die Re­vi­si­ons­stel­le ge­wählt wur­de, be­zie­hungs­wei­se den Ver­zicht auf ei­ne Re­vi­si­on;
g.
die Fest­stel­lung der Grün­de­rin­nen und Grün­der, dass:
1.
sämt­li­che Ak­ti­en gül­tig ge­zeich­net sind,
2.
die ver­spro­che­nen Ein­la­gen dem ge­sam­ten Aus­ga­be­be­trag ent­spre­chen,
3.
die ge­setz­li­chen und sta­tu­ta­ri­schen An­for­de­run­gen an die Leis­tung der Ein­la­gen er­füllt sind;
h.
die Nen­nung al­ler Be­le­ge so­wie die Be­stä­ti­gung der Ur­kunds­per­son, dass die Be­le­ge ihr und den Grün­de­rin­nen und Grün­dern vor­ge­le­gen ha­ben;
i.
die Un­ter­schrif­ten der Grün­de­rin­nen und Grün­der.

Art. 45 Inhalt des Eintrags

1Bei Ak­ti­en­ge­sell­schaf­ten müs­sen ins Han­dels­re­gis­ter ein­ge­tra­gen wer­den:

a.
die Tat­sa­che, dass es sich um die Grün­dung ei­ner neu­en Ak­ti­en­ge­sell­schaft han­delt;
b.
die Fir­ma und die Un­ter­neh­mens-Iden­ti­fi­ka­ti­ons­num­mer;
c.
der Sitz und das Rechts­do­mi­zil;
d.
die Rechts­form;
e.
das Da­tum der Sta­tu­ten;
f.
falls sie be­schränkt ist: die Dau­er der Ge­sell­schaft;
g.
der Zweck;
h.
die Hö­he des Ak­ti­en­ka­pi­tals und der dar­auf ge­leis­te­ten Ein­la­gen so­wie An­zahl, Nenn­wert und Art der Ak­ti­en;
i.
ge­ge­be­nen­falls die Stimm­rechts­ak­ti­en;
j.
falls ein Par­ti­zi­pa­ti­ons­ka­pi­tal aus­ge­ge­ben wird: des­sen Hö­he und die dar­auf ge­leis­te­ten Ein­la­gen so­wie An­zahl, Nenn­wert und Art der Par­ti­zi­pa­ti­ons­schei­ne;
k.
im Fall von Vor­zugs­ak­ti­en oder Vor­zugspar­ti­zi­pa­ti­ons­schei­nen: die da­mit ver­bun­de­nen Vor­rech­te;
l.
bei ei­ner Be­schrän­kung der Über­trag­bar­keit der Ak­ti­en oder der Par­ti­zi­pa­ti­ons­schei­ne: ein Ver­weis auf die nä­he­re Um­schrei­bung in den Sta­tu­ten;
m.
falls Ge­nuss­schei­ne aus­ge­ge­ben wer­den: de­ren An­zahl und die da­mit ver­bun­de­nen Rech­te;
n.
die Mit­glie­der des Ver­wal­tungs­ra­tes;
o.
die zur Ver­tre­tung be­rech­tig­ten Per­so­nen;
p.
falls die Ge­sell­schaft kei­ne or­dent­li­che oder ein­ge­schränk­te Re­vi­si­on durch­führt: ein Hin­weis dar­auf so­wie das Da­tum der Er­klä­rung des Ver­wal­tungs­ra­tes ge­mä­ss Ar­ti­kel 62 Ab­satz 2;
q.
falls die Ge­sell­schaft ei­ne or­dent­li­che oder ein­ge­schränk­te Re­vi­si­on durch­führt: die Re­vi­si­ons­stel­le;
r.
das ge­setz­li­che Pu­bli­ka­ti­ons­or­gan so­wie ge­ge­be­nen­falls wei­te­re Pu­bli­ka­ti­ons­or­ga­ne;
s.
die in den Sta­tu­ten vor­ge­se­he­ne Form der Mit­tei­lun­gen des Ver­wal­tungs­ra­tes an die Ak­tio­nä­rin­nen und Ak­tio­näre.

2Be­ste­hen Sachein­la­gen, Sach­über­nah­men, Ver­rech­nungs­tat­be­stän­de oder be­son­de­re Vor­tei­le, so sind zu­sätz­lich fol­gen­de Tat­sa­chen ein­zu­tra­gen:

a.
die Sachein­la­ge un­ter An­ga­be des Da­tums des Ver­trags, des Ge­gen­stands und der da­für aus­ge­ge­be­nen Ak­ti­en;
b.
die Sach­über­nah­me oder die be­ab­sich­tig­te Sach­über­nah­me un­ter An­ga­be des Da­tums des Ver­trags, des Ge­gen­stands und der Ge­gen­leis­tung der Ge­sell­schaft;
c.
die Ver­rech­nung un­ter An­ga­be des Be­tra­ges der zur Ver­rech­nung ge­brach­ten For­de­rung so­wie die da­für aus­ge­ge­be­nen Ak­ti­en;
d.
der In­halt und der Wert der be­son­de­ren Vor­tei­le ge­mä­ss nä­he­rer Um­schrei­bung in den Sta­tu­ten.

3Leis­tet ei­ne Ak­tio­nä­rin oder ein Ak­tio­när ei­ne Sachein­la­ge, de­ren an­zu­rech­nen­der Wert die Ein­la­ge­pflicht über­steigt und für die die Ge­sell­schaft ne­ben den aus­ge­ge­be­nen Ak­ti­en ei­ne Ge­gen­leis­tung ge­währt, so ist im Um­fang die­ser Ge­gen­leis­tung ei­ne Sach­über­nah­me im Han­dels­re­gis­ter ein­zu­tra­gen (ge­misch­te Sachein­la­ge und Sach­über­nah­me).

2. Abschnitt: Ordentliche Kapitalerhöhung

Art. 46 Anmeldung und Belege

1Ei­ne or­dent­li­che Er­hö­hung des Ak­ti­en­ka­pi­tals muss in­ner­halb von drei Mo­na­ten nach dem Be­schluss der Ge­ne­ral­ver­samm­lung beim Han­dels­re­gis­ter­amt zur Ein­tra­gung an­ge­mel­det wer­den. An­mel­dun­gen, die nach die­ser Frist ein­ge­reicht wer­den, wer­den ab­ge­wie­sen.

2Mit der An­mel­dung müs­sen dem Han­dels­re­gis­ter­amt fol­gen­de Be­le­ge ein­ge­reicht wer­den:

a.
die öf­fent­li­che Ur­kun­de über den Be­schluss der Ge­ne­ral­ver­samm­lung;
b.
die öf­fent­li­che Ur­kun­de über die Fest­stel­lun­gen des Ver­wal­tungs­ra­tes und über die Sta­tu­ten­än­de­rung;
c.
die an­ge­pass­ten Sta­tu­ten;
d.
der von ei­nem Mit­glied des Ver­wal­tungs­ra­tes un­ter­zeich­ne­te Ka­pi­tal­er­hö­hungs­be­richt;
e.
bei Ba­r­ein­la­gen ei­ne Be­schei­ni­gung, aus der er­sicht­lich ist, bei wel­chem Ban­k­in­sti­tut die Ein­la­gen hin­ter­legt sind, so­fern das Ban­k­in­sti­tut in der öf­fent­li­chen Ur­kun­de nicht ge­nannt wird;
f.
ge­ge­be­nen­falls der Pro­spekt;
g.
die Er­klä­rung der Per­so­nen, die die Ein­tra­gung an­mel­den, dass kei­ne an­de­ren Sachein­la­gen, Sach­über­nah­men, Ver­rech­nungs­tat­be­stän­de oder be­son­de­ren Vor­tei­le be­ste­hen, als die in den Be­le­gen ge­nann­ten.

3Be­ste­hen Sachein­la­gen, Sach­über­nah­men, Ver­rech­nungs­tat­be­stän­de oder be­son­de­re Vor­tei­le oder wird die Ka­pi­tal­er­hö­hung durch Um­wand­lung von Ei­gen­ka­pi­tal li­be­riert, so müs­sen zu­sätz­lich fol­gen­de Be­le­ge ein­ge­reicht wer­den:

a.
die Sachein­la­ge­ver­trä­ge mit den er­for­der­li­chen Bei­la­gen;
b.
so­weit sie be­reits vor­lie­gen: die Sach­über­nah­me­ver­trä­ge mit den er­for­der­li­chen Bei­la­gen;
c.
die vor­be­halts­lo­se Prü­fungs­be­stä­ti­gung ei­nes staat­lich be­auf­sich­tig­ten Re­vi­si­ons­un­ter­neh­mens, ei­ner zu­ge­las­se­nen Re­vi­si­ons­ex­per­tin, ei­nes zu­ge­las­se­nen Re­vi­si­ons­ex­per­ten, ei­ner zu­ge­las­se­nen Re­vi­so­rin oder ei­nes zu­ge­las­se­nen Re­vi­sors;
d.
bei ei­ner Li­be­rie­rung durch Um­wand­lung von frei ver­wend­ba­rem Ei­gen­ka­pi­tal: die ge­neh­mig­te Jah­res­rech­nung oder der Zwi­schen­ab­schluss so­wie der Re­vi­si­ons­be­richt ei­ner zu­ge­las­se­nen Re­vi­so­rin oder ei­nes zu­ge­las­se­nen Re­vi­sors.

4Wer­den die Be­zugs­rech­te ein­ge­schränkt oder auf­ge­ho­ben, so muss ei­ne vor­be­halts­lo­se Prü­fungs­be­stä­ti­gung ei­nes staat­lich be­auf­sich­tig­ten Re­vi­si­ons­un­ter­neh­mens, ei­ner zu­ge­las­se­nen Re­vi­si­ons­ex­per­tin, ei­nes zu­ge­las­se­nen Re­vi­si­ons­ex­per­ten, ei­ner zu­ge­las­se­nen Re­vi­so­rin oder ei­nes zu­ge­las­se­nen Re­vi­sors ein­ge­reicht wer­den.

Art. 47 Öffentliche Urkunden

1Die öf­fent­li­che Ur­kun­de über den Be­schluss der Ge­ne­ral­ver­samm­lung muss fol­gen­de An­ga­ben ent­hal­ten:

a.
den Nenn­be­trag oder ge­ge­be­nen­falls den ma­xi­ma­len Nenn­be­trag, um den das Ak­ti­en­ka­pi­tal er­höht wer­den soll, und den Be­trag der dar­auf zu leis­ten­den Ein­la­gen;
b.
die An­zahl oder ge­ge­be­nen­falls die ma­xi­ma­le An­zahl so­wie den Nenn­wert und die Art der Ak­ti­en, die neu aus­ge­ge­ben wer­den;
c.
den Aus­ga­be­be­trag oder ge­ge­be­nen­falls die Er­mäch­ti­gung des Ver­wal­tungs­ra­tes, die­sen fest­zu­set­zen;
d.
den Be­ginn der Di­vi­den­den­be­rech­ti­gung;
e.
die Art der Ein­la­gen;
f.
im Fall von Sachein­la­gen: de­ren Ge­gen­stand und Be­wer­tung, den Na­men der Ein­le­ge­rin oder des Ein­le­gers so­wie die ihr oder ihm zu­kom­men­den Ak­ti­en;
g.
im Fall von Sach­über­nah­men: de­ren Ge­gen­stand, den Na­men der Ver­äus­se­re­rin oder des Ver­äus­se­rers so­wie die Ge­gen­leis­tung der Ge­sell­schaft;
h.
im Fall von be­son­de­ren Vor­tei­len: de­ren In­halt und Wert so­wie die Na­men der be­güns­tig­ten Per­so­nen;
i.
ge­ge­be­nen­falls die Stimm­rechts­ak­ti­en;
j.
im Fall von Vor­zugs­ak­ti­en: die da­mit ver­bun­de­nen Vor­rech­te;
k.
ge­ge­be­nen­falls die Be­schrän­kung der Über­trag­bar­keit der Ak­ti­en;
l.
die Zu­wei­sung nicht aus­ge­üb­ter oder ent­zo­ge­ner Be­zugs­rech­te und ge­ge­be­nen­falls die Ein­schrän­kung oder Auf­he­bung des Be­zugs­rechts.

2Die öf­fent­li­che Ur­kun­de über die Fest­stel­lun­gen des Ver­wal­tungs­ra­tes und über die Sta­tu­ten­än­de­rung muss fest­hal­ten, dass:

a.
sämt­li­che Ak­ti­en gül­tig ge­zeich­net sind;
b.
die ver­spro­che­nen Ein­la­gen dem ge­sam­ten Aus­ga­be­be­trag ent­spre­chen;
c.
die Ein­la­gen ent­spre­chend den An­for­de­run­gen des Ge­set­zes, der Sta­tu­ten und des Ge­ne­ral­ver­samm­lungs­be­schlus­ses ge­leis­tet wur­den;
d.
die Be­le­ge der Ur­kunds­per­son und dem Ver­wal­tungs­rat vor­ge­le­gen ha­ben. Die­se Be­le­ge sind ein­zeln auf­zu­füh­ren.

Art. 48 Inhalt des Eintrags

1Bei ei­ner or­dent­li­chen Er­hö­hung des Ak­ti­en­ka­pi­tals müs­sen ins Han­dels­re­gis­ter ein­ge­tra­gen wer­den:

a.
die Be­zeich­nung als or­dent­li­che Ka­pi­tal­er­hö­hung;
b.
das Da­tum der Än­de­rung der Sta­tu­ten;
c.
der Be­trag des Ak­ti­en­ka­pi­tals nach der Ka­pi­tal­er­hö­hung;
d.
der Be­trag der auf das Ak­ti­en­ka­pi­tal ge­leis­te­ten Ein­la­gen nach der Ka­pi­tal­er­hö­hung;
e.
An­zahl, Nenn­wert und Art der Ak­ti­en nach der Ka­pi­tal­er­hö­hung;
f.
ge­ge­be­nen­falls die Stimm­rechts­ak­ti­en;
g.
im Fall von Vor­zugs­ak­ti­en: die da­mit ver­bun­de­nen Vor­rech­te;
h.
ge­ge­be­nen­falls die Be­schrän­kung der Über­trag­bar­keit der Ak­ti­en;
i.
falls die Er­hö­hung durch Um­wand­lung von frei ver­wend­ba­rem Ei­gen­ka­pi­tal er­folgt: ein Hin­weis dar­auf.

2Be­ste­hen Sachein­la­gen, Sach­über­nah­men, Ver­rech­nungs­tat­be­stän­de oder be­son­de­re Vor­tei­le, so gilt Ar­ti­kel 45 Ab­sät­ze 2 und 3 sinn­ge­mä­ss.

3. Abschnitt: Genehmigte Kapitalerhöhung

Art. 49 Ermächtigungsbeschluss der Generalversammlung

1Mit der An­mel­dung zur Ein­tra­gung des Ge­ne­ral­ver­samm­lungs­be­schlus­ses über ei­ne ge­neh­mig­te Ka­pi­tal­er­hö­hung müs­sen dem Han­dels­re­gis­ter­amt fol­gen­de Be­le­ge ein­ge­reicht wer­den:

a.
die öf­fent­li­che Ur­kun­de über den Be­schluss der Ge­ne­ral­ver­samm­lung be­tref­fend die Er­mäch­ti­gung des Ver­wal­tungs­ra­tes;
b.
die an­ge­pass­ten Sta­tu­ten.

2Die Sta­tu­ten müs­sen fol­gen­de An­ga­ben ent­hal­ten (Art. 650 Abs. 2, 651 Abs. 2 und 3 OR):

a.
den Nenn­be­trag des ge­neh­mig­ten Ka­pi­tals und den Be­trag der dar­auf zu leis­ten­den Ein­la­gen;
b.
die An­zahl, den Nenn­wert und die Art der Ak­ti­en;
c.
ge­ge­be­nen­falls die Stimm­rechts­ak­ti­en;
d.
im Fall von Vor­zugs­ak­ti­en: die da­mit ver­bun­de­nen Vor­rech­te;
e.
ge­ge­be­nen­falls die Be­schrän­kung der Über­trag­bar­keit der Ak­ti­en;
f.
im Fall von be­son­de­ren Vor­tei­len: de­ren In­halt und Wert so­wie die Na­men der be­güns­tig­ten Per­so­nen;
g.
die Zu­wei­sung nicht aus­ge­üb­ter oder ent­zo­ge­ner Be­zugs­rech­te und ge­ge­be­nen­falls die Ein­schrän­kung oder Auf­he­bung des Be­zugs­rechts.

3Im Han­dels­re­gis­ter müs­sen ein­ge­tra­gen wer­den:

a.
ein Hin­weis auf das ge­neh­mig­te Ka­pi­tal ge­mä­ss nä­he­rer Um­schrei­bung in den Sta­tu­ten;
b.
das Da­tum des Be­schlus­ses der Ge­ne­ral­ver­samm­lung über die Än­de­rung der Sta­tu­ten.

Art. 50 Erhöhungsbeschluss und Feststellungen des Verwaltungsrates

1Mit der An­mel­dung zur Ein­tra­gung des Be­schlus­ses des Ver­wal­tungs­ra­tes über ei­ne Er­hö­hung des Ak­ti­en­ka­pi­tals müs­sen dem Han­dels­re­gis­ter­amt die Be­le­ge nach Ar­ti­kel 46 ein­ge­reicht wer­den; an­stel­le der öf­fent­li­chen Ur­kun­de über den Be­schluss der Ge­ne­ral­ver­samm­lung ist der Be­schluss des Ver­wal­tungs­ra­tes be­tref­fend die Er­hö­hung des Ak­ti­en­ka­pi­tals ein­zu­rei­chen.

2Der Er­hö­hungs­be­schluss des Ver­wal­tungs­ra­tes muss dem Be­schluss der Ge­ne­ral­ver­samm­lung ent­spre­chen und fol­gen­den In­halt ha­ben:

a.
den Nenn­be­trag, um den das Ak­ti­en­ka­pi­tal er­höht wird;
b.
die An­zahl der neu­en Ak­ti­en;
c.
den Aus­ga­be­be­trag;
d.
die Art der Ein­la­gen;
e.
im Fall von Sachein­la­gen: de­ren Ge­gen­stand und Be­wer­tung, den Na­men der Ein­le­ge­rin oder des Ein­le­gers so­wie die ihr oder ihm zu­kom­men­den Ak­ti­en;
f.
im Fall von Sach­über­nah­men: de­ren Ge­gen­stand, den Na­men der Ver­äus­se­re­rin oder des Ver­äus­se­rers so­wie die Ge­gen­leis­tung der Ge­sell­schaft;
g.
im Fal­le ei­ner Ver­rech­nung: die An­ga­be des Be­tra­ges der zur Ver­rech­nung ge­brach­ten For­de­rung so­wie die da­für aus­ge­ge­be­nen Ak­ti­en;
h.
die An­pas­sung des Nenn­be­trags des ge­neh­mig­ten Ka­pi­tals be­zie­hungs­wei­se die Strei­chung der Be­stim­mung über die ge­neh­mig­te Ka­pi­tal­er­hö­hung in den Sta­tu­ten.

3Die öf­fent­li­che Ur­kun­de über die Sta­tu­ten­än­de­rung und über die Fest­stel­lun­gen des Ver­wal­tungs­ra­tes muss die An­ga­ben ge­mä­ss Ar­ti­kel 47 Ab­satz 2 ent­hal­ten.

4Wird die Ka­pi­tal­er­hö­hung beim Han­dels­re­gis­ter nach Ab­lauf der Dau­er der Er­mäch­ti­gung des Ver­wal­tungs­ra­tes an­ge­mel­det, so darf die Ka­pi­tal­er­hö­hung nicht ein­ge­tra­gen wer­den.

5Für den In­halt des Ein­trags gilt Ar­ti­kel 48 sinn­ge­mä­ss.

6Wird das Ak­ti­en­ka­pi­tal wäh­rend der Dau­er der Er­mäch­ti­gung des Ver­wal­tungs­ra­tes nicht bis zur Hö­he des Nenn­be­trags er­höht, so muss die Ge­sell­schaft die Strei­chung der Sta­tu­ten­be­stim­mung über die ge­neh­mig­te Ka­pi­tal­er­hö­hung beim Han­dels­re­gis­ter­amt zur Ein­tra­gung an­mel­den.

4. Abschnitt: Bedingte Kapitalerhöhung

Art. 51 Gewährungsbeschluss der Generalversammlung

1Mit der An­mel­dung zur Ein­tra­gung des Be­schlus­ses der Ge­ne­ral­ver­samm­lung über ei­ne be­ding­te Ka­pi­tal­er­hö­hung müs­sen dem Han­dels­re­gis­ter­amt fol­gen­de Be­le­ge ein­ge­reicht wer­den:

a.
die öf­fent­li­che Ur­kun­de über den Ge­wäh­rungs­be­schluss der Ge­ne­ral­ver­samm­lung;
b.
die an­ge­pass­ten Sta­tu­ten.

2Die Sta­tu­ten müs­sen fol­gen­de An­ga­ben ent­hal­ten (Art. 653b OR):

a.
den Nenn­be­trag des be­ding­ten Ka­pi­tals;
b.
die An­zahl, den Nenn­wert und die Art der Ak­ti­en;
c.
die ma­xi­ma­le An­zahl von Ak­ti­en, die bei der Aus­übung des Wan­dels- oder Op­ti­ons­rechts aus­ge­ge­ben wer­den;
d.
ge­ge­be­nen­falls die Stimm­rechts­ak­ti­en;
e.
im Fall von Vor­zugs­ak­ti­en: die da­mit ver­bun­de­nen Vor­rech­te;
f.
ge­ge­be­nen­falls die Be­schrän­kung der Über­trag­bar­keit der Ak­ti­en;
g.
den Kreis der Per­so­nen, de­nen ein Wan­dels- oder Op­ti­ons­recht zu­steht;
h.
die Auf­he­bung oder die Ein­schrän­kung der Be­zugs­rech­te der Ak­tio­nä­rin­nen und Ak­tio­näre.

3Ins Han­dels­re­gis­ter müs­sen ein­ge­tra­gen wer­den:

a.
ein Hin­weis auf das be­ding­te Ka­pi­tal ge­mä­ss nä­he­rer Um­schrei­bung in den Sta­tu­ten;
b.
das Da­tum des Be­schlus­ses der Ge­ne­ral­ver­samm­lung über die Än­de­rung der Sta­tu­ten.

Art. 52 Feststellungen und Statutenänderung durch den Verwaltungsrat

1Mit der An­mel­dung zur Ein­tra­gung der Be­schlüs­se des Ver­wal­tungs­ra­tes be­tref­fend die Fest­stel­lun­gen über die Aus­übung von Wan­del- und Op­ti­ons­rech­ten und be­tref­fend die An­pas­sung der Sta­tu­ten müs­sen dem Han­dels­re­gis­ter­amt fol­gen­de Be­le­ge ein­ge­reicht wer­den:

a.
die öf­fent­li­che Ur­kun­de über die Be­schlüs­se des Ver­wal­tungs­ra­tes;
b.
die an­ge­pass­ten Sta­tu­ten;
c.
die Prü­fungs­be­stä­ti­gung ei­nes staat­lich be­auf­sich­tig­ten Re­vi­si­ons­un­ter­neh­mens, ei­ner zu­ge­las­se­nen Re­vi­si­ons­ex­per­tin oder ei­nes zu­ge­las­se­nen Re­vi­si­ons­ex­per­ten.

2Die öf­fent­li­che Ur­kun­de über die Be­schlüs­se des Ver­wal­tungs­ra­tes muss dem Be­schluss der Ge­ne­ral­ver­samm­lung ent­spre­chen und fol­gen­de An­ga­ben ent­hal­ten:

a.
die Fest­stel­lun­gen des Ver­wal­tungs­ra­tes über:
1.
An­zahl, Nenn­wert und Art der neu aus­ge­ge­be­nen Ak­ti­en,
2.
ge­ge­be­nen­falls die Stimm­rechts­ak­ti­en,
3.
im Fall von Vor­zugs­ak­ti­en, die da­mit ver­bun­de­nen Vor­rech­te,
4.
ge­ge­be­nen­falls die Be­schrän­kung der Über­trag­bar­keit der Ak­ti­en,
5.
die Hö­he des Ak­ti­en­ka­pi­tals am Schluss des Ge­schäfts­jah­res oder zum Zeit­punkt der Prü­fung;
b.
die Be­schlüs­se des Ver­wal­tungs­ra­tes über die Än­de­rung der Sta­tu­ten be­tref­fend:
1.
die Hö­he des Ak­ti­en­ka­pi­tals und des­sen Li­be­rie­rung,
2.
den Be­trag des noch ver­blei­ben­den be­ding­ten Ka­pi­tals;
c.
die Fest­stel­lung der Ur­kunds­per­son, dass die Prü­fungs­be­stä­ti­gung die ver­lang­ten An­ga­ben ent­hält (Art. 653g OR).

3Für den In­halt des Ein­trags gilt Ar­ti­kel 48 sinn­ge­mä­ss.

Art. 53 Aufhebung der Statutenbestimmung über die bedingte Kapitalerhöhung

1Sind die Wan­del- oder Op­ti­ons­rech­te er­lo­schen, so muss die Ge­sell­schaft die An­pas­sung der Sta­tu­ten beim Han­dels­re­gis­ter­amt zur Ein­tra­gung an­mel­den.

2Mit der An­mel­dung müs­sen dem Han­dels­re­gis­ter­amt fol­gen­de Be­le­ge ein­ge­reicht wer­den:

a.
die öf­fent­li­che Ur­kun­de über den Be­schluss des Ver­wal­tungs­ra­tes be­tref­fend die Auf­he­bung der Sta­tu­ten­be­stim­mung;
b.
der Be­richt ei­nes staat­lich be­auf­sich­tig­ten Re­vi­si­ons­un­ter­neh­mens, ei­ner zu­ge­las­se­nen Re­vi­si­ons­ex­per­tin oder ei­nes zu­ge­las­se­nen Re­vi­si­ons­ex­per­ten;
c.
die an­ge­pass­ten Sta­tu­ten.

3Die öf­fent­li­che Ur­kun­de muss fol­gen­de An­ga­ben ent­hal­ten:

a.
den Be­schluss des Ver­wal­tungs­ra­tes über die Auf­he­bung der Sta­tu­ten­be­stim­mung be­tref­fend die be­ding­te Ka­pi­tal­er­hö­hung;
b.
die Fest­stel­lung der Ur­kunds­per­son, dass der Re­vi­si­ons­be­richt die er­for­der­li­chen An­ga­ben ent­hält.

4Ins Han­dels­re­gis­ter müs­sen ein­ge­tra­gen wer­den:

a.
das Da­tum der Än­de­rung der Sta­tu­ten;
b.
ein Hin­weis, dass die Be­stim­mung über die be­ding­te Ka­pi­tal­er­hö­hung in­fol­ge der Aus­übung oder des Er­lö­schens der Wan­del- oder Op­ti­ons­rech­te auf­ge­ho­ben wur­de.

5. Abschnitt: Nachträgliche Leistung von Einlagen

Art. 54

1Mit der An­mel­dung zur Ein­tra­gung ei­ner nach­träg­li­chen Leis­tung von Ein­la­gen auf das Ak­ti­en­ka­pi­tal müs­sen dem Han­dels­re­gis­ter­amt fol­gen­de Be­le­ge ein­ge­reicht wer­den:

a.
die öf­fent­li­che Ur­kun­de über die Be­schlüs­se des Ver­wal­tungs­ra­tes zur Än­de­rung der Sta­tu­ten und zu sei­nen Fest­stel­lun­gen;
b.
die an­ge­pass­ten Sta­tu­ten;
c.
bei Ba­r­ein­la­gen: ei­ne Be­schei­ni­gung, aus der er­sicht­lich ist, bei wel­chem Ban­k­in­sti­tut die Ein­la­gen hin­ter­legt sind, so­fern das Ban­k­in­sti­tut in der öf­fent­li­chen Ur­kun­de nicht ge­nannt wird;
d.
bei ei­ner Li­be­rie­rung durch Um­wand­lung von frei ver­wend­ba­rem Ei­gen­ka­pi­tal:
1.
die ge­neh­mig­te Jah­res­rech­nung oder der Zwi­schen­ab­schluss,
2.
der Re­vi­si­ons­be­richt ei­ner zu­ge­las­se­nen Re­vi­so­rin oder ei­nes zu­ge­las­se­nen Re­vi­sors,
3.
der öf­fent­lich be­ur­kun­de­te Be­schluss der Ge­ne­ral­ver­samm­lung, wo­nach die frei­en Re­ser­ven dem Ver­wal­tungs­rat zur Nach­li­be­rie­rung zur Ver­fü­gung ge­stellt wer­den,
4.
ein Be­richt des Ver­wal­tungs­ra­tes, der von ei­nem Mit­glied un­ter­zeich­net ist,
5.
ei­ne vor­be­halts­lo­se Prü­fungs­be­stä­ti­gung ei­nes staat­lich be­auf­sich­tig­ten Re­vi­si­ons­un­ter­neh­mens, ei­ner zu­ge­las­se­nen Re­vi­si­ons­ex­per­tin, ei­nes zu­ge­las­se­nen Re­vi­si­ons­ex­per­ten, ei­ner zu­ge­las­se­nen Re­vi­so­rin oder ei­nes zu­ge­las­se­nen Re­vi­sors;
e.
bei Sachein­la­gen, bei Sach­über­nah­men und bei Ver­rech­nung:
1.
ein Be­richt des Ver­wal­tungs­ra­tes, der von ei­nem Mit­glied un­ter­zeich­net ist,
2.
ei­ne vor­be­halts­lo­se Prü­fungs­be­stä­ti­gung ei­nes staat­lich be­auf­sich­tig­ten Re­vi­si­ons­un­ter­neh­mens, ei­ner zu­ge­las­se­nen Re­vi­si­ons­ex­per­tin, ei­nes zu­ge­las­se­nen Re­vi­si­ons­ex­per­ten, ei­ner zu­ge­las­se­nen Re­vi­so­rin oder ei­nes zu­ge­las­se­nen Re­vi­sors,
3.
ge­ge­be­nen­falls die Sachein­la­ge­ver­trä­ge mit den er­for­der­li­chen Bei­la­gen und die Sach­über­nah­me­ver­trä­ge mit den er­for­der­li­chen Bei­la­gen;
f.
die Er­klä­rung der Per­so­nen, die die Ein­tra­gung an­mel­den, dass kei­ne an­de­ren Sachein­la­gen, Sach­über­nah­men, Ver­rech­nungs­tat­be­stän­de oder be­son­de­re Vor­tei­le be­ste­hen als die in den Be­le­gen ge­nann­ten.

2Die öf­fent­li­che Ur­kun­de über die nach­träg­li­che Leis­tung von Ein­la­gen muss fol­gen­de An­ga­ben ent­hal­ten:

a.
die Fest­stel­lung, dass die nach­träg­li­chen Ein­la­gen ent­spre­chend den An­for­de­run­gen des Ge­set­zes, der Sta­tu­ten oder des Be­schlus­ses des Ver­wal­tungs­ra­tes ge­leis­tet wur­den;
b.
ge­ge­be­nen­falls den Be­schluss des Ver­wal­tungs­ra­tes über die Auf­nah­me der er­for­der­li­chen Be­stim­mun­gen zu Sachein­la­gen und Sach­über­nah­men in die Sta­tu­ten;
c.
den Be­schluss des Ver­wal­tungs­ra­tes über die Sta­tu­ten­än­de­rung be­tref­fend die Hö­he der ge­leis­te­ten Ein­la­gen;
d.
die Nen­nung al­ler Be­le­ge und die Be­stä­ti­gung der Ur­kunds­per­son, dass die Be­le­ge ihr und dem Ver­wal­tungs­rat vor­ge­le­gen ha­ben.

3Im Han­dels­re­gis­ter müs­sen ein­ge­tra­gen wer­den:

a.
das Da­tum der Än­de­rung der Sta­tu­ten;
b.
der neue Be­trag der ge­leis­te­ten Ein­la­gen.

4Be­ste­hen Sachein­la­gen, Sach­über­nah­men oder Ver­rech­nungs­tat­be­stän­de, so gel­ten die Ar­ti­kel 43 Ab­satz 3 und 45 Ab­sät­ze 2 und 3 sinn­ge­mä­ss. Wer­den die Ein­la­gen nach­träg­lich durch Um­wand­lung von frei ver­wend­ba­rem Ei­gen­ka­pi­tal ge­leis­tet, so be­darf es ei­nes Hin­wei­ses dar­auf.

6. Abschnitt: Herabsetzung des Aktienkapitals

Art. 55 Ordentliche Kapitalherabsetzung

1Mit der An­mel­dung zur Ein­tra­gung ei­ner Her­ab­set­zung des Ak­ti­en­ka­pi­tals müs­sen dem Han­dels­re­gis­ter­amt fol­gen­de Be­le­ge ein­ge­reicht wer­den:

a.
die öf­fent­li­che Ur­kun­de über den Be­schluss der Ge­ne­ral­ver­samm­lung be­tref­fend:
1.
die Fest­stel­lung über das Er­geb­nis des Prü­fungs­be­richts,
2.
die Art und Wei­se der Durch­füh­rung der Ka­pi­tal­her­ab­set­zung,
3.
die An­pas­sung der Sta­tu­ten;
b.
die öf­fent­li­che Ur­kun­de über die Ein­hal­tung der ge­setz­li­chen Be­stim­mun­gen be­tref­fend (Art. 734 OR):
1.
die Auf­for­de­run­gen an die Gläu­bi­ge­rin­nen und Gläu­bi­ger,
2.
die An­mel­de­frist,
3.
die Er­fül­lung oder Si­cher­stel­lung der For­de­run­gen;
c.
der Prü­fungs­be­richt ei­nes staat­lich be­auf­sich­tig­ten Re­vi­si­ons­un­ter­neh­mens, ei­ner zu­ge­las­se­nen Re­vi­si­ons­ex­per­tin oder ei­nes zu­ge­las­se­nen Re­vi­si­ons­ex­per­ten;
d.
die an­ge­pass­ten Sta­tu­ten.

2Der Prü­fungs­be­richt muss be­stä­ti­gen, dass die For­de­run­gen der Gläu­bi­ge­rin­nen und Gläu­bi­ger nach der Her­ab­set­zung des Ak­ti­en­ka­pi­tals noch voll ge­deckt sind.

3Im Han­dels­re­gis­ter müs­sen ein­ge­tra­gen wer­den:

a.
die Be­zeich­nung als Her­ab­set­zung des Ak­ti­en­ka­pi­tals;
b.
das Da­tum der Än­de­rung der Sta­tu­ten;
c.
die An­ga­be, ob die Her­ab­set­zung durch Re­duk­ti­on des Nenn­werts oder durch Ver­nich­tung von Ak­ti­en er­folgt;
d.
der Her­ab­set­zungs­be­trag;
e.
die Ver­wen­dung des Her­ab­set­zungs­be­tra­ges;
f.
der Be­trag des Ak­ti­en­ka­pi­tals nach der Her­ab­set­zung;
g.
der Be­trag der Ein­la­gen nach der Ka­pi­tal­her­ab­set­zung;
h.
An­zahl, Nenn­wert und Art der Ak­ti­en nach der Her­ab­set­zung.

4Hat die Ge­sell­schaft ei­ge­ne Ak­ti­en zu­rück­ge­kauft und ver­nich­tet, so fin­det das Ka­pi­tal­her­ab­set­zungs­ver­fah­ren An­wen­dung. Die Her­ab­set­zung des Ak­ti­en­ka­pi­tals und der Zahl der Ak­ti­en ist auch dann ins Han­dels­re­gis­ter ein­zu­tra­gen, wenn ein ent­spre­chen­der Be­trag in die Pas­si­ven der Bi­lanz ge­stellt wird.

Art. 56 Kapitalherabsetzung im Fall einer Unterbilanz

1Wird durch die Her­ab­set­zung des Ak­ti­en­ka­pi­tals ei­ne Un­ter­bi­lanz be­sei­tigt, so müs­sen dem Han­dels­re­gis­ter­amt mit der An­mel­dung zur Ein­tra­gung fol­gen­de Be­le­ge ein­ge­reicht wer­den:

a.
die öf­fent­li­che Ur­kun­de über den Be­schluss der Ge­ne­ral­ver­samm­lung be­tref­fend:
1.
die Fest­stel­lung über das Er­geb­nis des Prü­fungs­be­richts,
2.
die Art und Wei­se der Durch­füh­rung der Ka­pi­tal­her­ab­set­zung,
3.
die An­pas­sung der Sta­tu­ten;
b.
die an­ge­pass­ten Sta­tu­ten;
c.
der Prü­fungs­be­richt ei­nes staat­lich be­auf­sich­tig­ten Re­vi­si­ons­un­ter­neh­mens, ei­ner zu­ge­las­se­nen Re­vi­si­ons­ex­per­tin oder ei­nes zu­ge­las­se­nen Re­vi­si­ons­ex­per­ten.

2Der Prü­fungs­be­richt muss be­stä­ti­gen, dass:

a.
die For­de­run­gen der Gläu­bi­ge­rin­nen und Gläu­bi­ger nach der Her­ab­set­zung des Ak­ti­en­ka­pi­tals voll ge­deckt sind;
b.
der Be­trag der Ka­pi­tal­her­ab­set­zung den Be­trag der durch Ver­lus­te ent­stan­de­nen Un­ter­bi­lanz nicht über­steigt (Art. 735 OR).

3Ins Han­dels­re­gis­ter müs­sen ein­ge­tra­gen wer­den:

a.
die Tat­sa­che, dass das Ak­ti­en­ka­pi­tal zur Be­sei­ti­gung ei­ner Un­ter­bi­lanz her­ab­ge­setzt wur­de;
b.
das Da­tum der Än­de­rung der Sta­tu­ten;
c.
die An­ga­be, ob die Her­ab­set­zung durch Re­duk­ti­on des Nenn­werts oder durch Ver­nich­tung von Ak­ti­en er­folgt;
d.
der Her­ab­set­zungs­be­trag;
e.
der Be­trag des Ak­ti­en­ka­pi­tals nach der Her­ab­set­zung;
f.
der Be­trag der Ein­la­gen nach der Ka­pi­tal­her­ab­set­zung;
g.
An­zahl, Nenn­wert und Art der Ak­ti­en nach der Her­ab­set­zung.

Art. 57 Herabsetzung und gleichzeitige Wiedererhöhung des Kapitals auf den bisherigen oder einen höheren Betrag

1Wird zu­sam­men mit der Her­ab­set­zung des Ak­ti­en­ka­pi­tals ei­ne Wie­der­er­hö­hung auf den bis­he­ri­gen oder einen hö­he­ren Be­trag be­schlos­sen, so müs­sen dem Han­dels­re­gis­ter­amt mit der An­mel­dung zur Ein­tra­gung fol­gen­de Be­le­ge ein­ge­reicht wer­den:

a.
die öf­fent­li­che Ur­kun­de über den Be­schluss der Ge­ne­ral­ver­samm­lung;
b.
die für ei­ne or­dent­li­che Ka­pi­tal­er­hö­hung er­for­der­li­chen Be­le­ge;
c.
die Sta­tu­ten, falls sie ge­än­dert wer­den.

2Ins Han­dels­re­gis­ter müs­sen ein­ge­tra­gen wer­den:

a.
die Tat­sa­che, dass das Ak­ti­en­ka­pi­tal her­ab­ge­setzt und gleich­zei­tig wie­der er­höht wur­de;
b.
der Be­trag, auf den das Ak­ti­en­ka­pi­tal her­ab­ge­setzt wird;
c.
die An­ga­be, ob die Her­ab­set­zung durch Re­duk­ti­on des Nenn­werts oder durch Ver­nich­tung von Ak­ti­en er­folgt;
d.
falls das Ak­ti­en­ka­pi­tal über den bis­he­ri­gen Be­trag er­höht wur­de: der neue Be­trag;
e.
An­zahl, Nenn­wert und Art der Ak­ti­en nach der Ka­pi­tal­er­hö­hung;
f.
der neue Be­trag der ge­leis­te­ten Ein­la­gen;
g.
ge­ge­be­nen­falls die Stimm­rechts­ak­ti­en;
h.
im Fall von Vor­zugs­ak­ti­en: die da­mit ver­bun­de­nen Vor­rech­te;
i.
ge­ge­be­nen­falls die Be­schrän­kung der Über­trag­bar­keit der Ak­ti­en;
j.
falls die Sta­tu­ten ge­än­dert wur­den: de­ren neu­es Da­tum.

3Wird das Ak­ti­en­ka­pi­tal zum Zwe­cke der Sa­nie­rung auf null her­ab­ge­setzt und an­sch­lies­send wie­der er­höht, so muss im Han­dels­re­gis­ter die Ver­nich­tung der bis­her aus­ge­ge­be­nen Ak­ti­en ein­ge­tra­gen wer­den.

4Be­ste­hen an­läss­lich der Ka­pi­tal­er­hö­hung Sachein­la­gen, Sach­über­nah­men, Ver­rech­nungs­tat­be­stän­de oder be­son­de­re Vor­tei­le, so gel­ten die Ar­ti­kel 43 Ab­satz 3 und 45 Ab­sät­ze 2 und 3 sinn­ge­mä­ss. Er­folgt die Wie­der­er­hö­hung des Ak­ti­en­ka­pi­tals durch Um­wand­lung von frei ver­wend­ba­rem Ei­gen­ka­pi­tal, so fin­den die Ar­ti­kel 46 Ab­satz 3 Buch­sta­be d und 48 Ab­satz 1 Buch­sta­be i An­wen­dung.

Art. 58 Herabsetzung und gleichzeitige Wiedererhöhung des Kapitals auf einen tieferen als den bisherigen Betrag

Wird zu­sam­men mit der Her­ab­set­zung des Ak­ti­en­ka­pi­tals ei­ne Wie­der­er­hö­hung auf einen Be­trag be­schlos­sen, der un­ter dem Be­trag des bis­he­ri­gen Ak­ti­en­ka­pi­tals liegt, so rich­tet sich die Her­ab­set­zung nach den Ar­ti­keln 55 und 56. Ar­ti­kel 57 fin­det er­gän­zen­de An­wen­dung.

Art. 59 Herabsetzung der Einlagen

Wer­den die auf das Ak­ti­en­ka­pi­tal ge­leis­te­ten Ein­la­gen her­ab­ge­setzt, so gel­ten die Be­stim­mun­gen die­ser Ver­ord­nung über die Her­ab­set­zung des Ak­ti­en­ka­pi­tals sinn­ge­mä­ss.

7. Abschnitt: Partizipationskapital

Art. 60

Für die Er­hö­hung und Her­ab­set­zung des Par­ti­zi­pa­ti­ons­ka­pi­tals so­wie für die nach­träg­li­che Leis­tung von Ein­la­gen auf das Par­ti­zi­pa­ti­ons­ka­pi­tal gel­ten die Be­stim­mun­gen über das Ak­ti­en­ka­pi­tal sinn­ge­mä­ss.

8. Abschnitt: Besondere Bestimmungen zur Revision und zur Revisionsstelle

Art. 61 Eintragung der Revisionsstelle

1Ei­ne Re­vi­si­ons­stel­le darf nur in das Han­dels­re­gis­ter ein­ge­tra­gen wer­den, wenn sie ei­ne or­dent­li­che oder ei­ne ein­ge­schränk­te Re­vi­si­on durch­führt.

2Das Han­dels­re­gis­ter­amt klärt durch Ein­sicht­nah­me in das Re­gis­ter der Eid­ge­nös­si­schen Re­vi­si­ons­auf­sichts­be­hör­de ab, ob die Re­vi­si­ons­stel­le zu­ge­las­sen ist.

3Ei­ne Re­vi­si­ons­stel­le darf nicht ein­ge­tra­gen wer­den, wenn Um­stän­de vor­lie­gen, die den An­schein der Ab­hän­gig­keit er­we­cken.

Art. 62 Verzicht auf eine eingeschränkte Revision

1Ak­ti­en­ge­sell­schaf­ten, die we­der ei­ne or­dent­li­che noch ei­ne ein­ge­schränk­te Re­vi­si­on durch­füh­ren, müs­sen dem Han­dels­re­gis­ter­amt mit der An­mel­dung zur Ein­tra­gung des Ver­zichts ei­ne Er­klä­rung ein­rei­chen, dass:

a.
die Ge­sell­schaft die Vor­aus­set­zun­gen für die Pflicht zur or­dent­li­chen Re­vi­si­on nicht er­füllt;
b.
die Ge­sell­schaft nicht mehr als zehn Voll­zeit­stel­len im Jah­res­durch­schnitt hat;
c.
sämt­li­che Ak­tio­nä­rin­nen und Ak­tio­näre auf ei­ne ein­ge­schränk­te Re­vi­si­on ver­zich­tet ha­ben.

2Die­se Er­klä­rung muss von min­des­tens ei­nem Mit­glied des Ver­wal­tungs­rats un­ter­zeich­net sein. Ko­pi­en der mass­ge­bli­chen ak­tu­el­len Un­ter­la­gen wie Er­folgs­rech­nun­gen, Bi­lan­zen, Jah­res­be­rich­te, Ver­zichts­er­klä­run­gen der Ak­tio­nä­rin­nen und Ak­tio­näre oder das Pro­to­koll der Ge­ne­ral­ver­samm­lung müs­sen der Er­klä­rung bei­ge­legt wer­den. Die­se Un­ter­la­gen un­ter­ste­hen nicht der Öf­fent­lich­keit des Han­dels­re­gis­ters nach den Ar­ti­keln 10-12 und wer­den ge­son­dert auf­be­wahrt.

3Die Er­klä­rung kann be­reits bei der Grün­dung ab­ge­ge­ben wer­den.

4Das Han­dels­re­gis­ter­amt kann ei­ne Er­neue­rung der Er­klä­rung ver­lan­gen.

5So­weit er­for­der­lich, passt der Ver­wal­tungs­rat die Sta­tu­ten an und mel­det dem Han­dels­re­gis­ter­amt die Lö­schung oder die Ein­tra­gung der Re­vi­si­ons­stel­le an.

9. Abschnitt: Auflösung und Löschung

Art. 63 Auflösung

1Wird ei­ne Ak­ti­en­ge­sell­schaft durch Be­schluss der Ge­ne­ral­ver­samm­lung zum Zweck der Li­qui­da­ti­on auf­ge­löst, so muss die Auf­lö­sung zur Ein­tra­gung ins Han­dels­re­gis­ter an­ge­mel­det wer­den.

2Mit der An­mel­dung müs­sen dem Han­dels­re­gis­ter­amt fol­gen­de Be­le­ge ein­ge­reicht wer­den:

a.
die öf­fent­li­che Ur­kun­de über den Auf­lö­sungs­be­schluss der Ge­ne­ral­ver­samm­lung und ge­ge­be­nen­falls die Be­zeich­nung der Li­qui­da­to­rin­nen und Li­qui­da­to­ren und de­ren Zeich­nungs­be­rech­ti­gung;
b.
ein Nach­weis, dass die Li­qui­da­to­rin­nen und Li­qui­da­to­ren ih­re Wahl an­ge­nom­men ha­ben.

3Ins Han­dels­re­gis­ter müs­sen ein­ge­tra­gen wer­den:

a.
die Tat­sa­che der Auf­lö­sung;
b.
das Da­tum des Be­schlus­ses der Ge­ne­ral­ver­samm­lung;
c.
die Fir­ma mit dem Li­qui­da­ti­ons­zu­satz;
d.
die Li­qui­da­to­rin­nen und Li­qui­da­to­ren;
e.
ge­ge­be­nen­falls Än­de­run­gen be­tref­fend die ein­ge­tra­ge­nen Zeich­nungs­be­rech­ti­gun­gen;
f.
ge­ge­be­nen­falls ei­ne Li­qui­da­ti­ons­adres­se;
g.
ge­ge­be­nen­falls der Hin­weis, dass die sta­tu­ta­ri­sche Über­tra­gungs­be­schrän­kung der Ak­ti­en oder der Par­ti­zi­pa­ti­ons­schei­ne auf­ge­ho­ben und der ent­spre­chen­de Ein­trag im Han­dels­re­gis­ter ge­stri­chen wird.

4Die Be­stim­mun­gen über die Ein­tra­gun­gen von Am­tes we­gen blei­ben vor­be­hal­ten.

Art. 64 Widerruf der Auflösung

1Wi­der­ruft die Ge­ne­ral­ver­samm­lung ih­ren Auf­lö­sungs­be­schluss, so muss der Wi­der­ruf der Auf­lö­sung zur Ein­tra­gung ins Han­dels­re­gis­ter an­ge­mel­det wer­den.

2Mit der An­mel­dung müs­sen dem Han­dels­re­gis­ter­amt fol­gen­de Be­le­ge ein­ge­reicht wer­den:

a.
die öf­fent­li­che Ur­kun­de über den Be­schluss der Ge­ne­ral­ver­samm­lung;
b.
der Nach­weis der Li­qui­da­to­rin­nen und Li­qui­da­to­ren, dass mit der Ver­tei­lung des Ver­mö­gens noch nicht be­gon­nen wur­de;

3Im Han­dels­re­gis­ter müs­sen ein­ge­tra­gen wer­den:

a.
die Tat­sa­che des Wi­der­rufs der Auf­lö­sung;
b.
das Da­tum des Be­schlus­ses der Ge­ne­ral­ver­samm­lung;
c.
die Fir­ma oh­ne den Li­qui­da­ti­ons­zu­satz;
d.
die er­for­der­li­chen Än­de­run­gen bei den ein­ge­tra­ge­nen Per­so­nen;
e.
bei ei­ner Be­schrän­kung der Über­trag­bar­keit der Ak­ti­en oder der Par­ti­zi­pa­ti­ons­schei­ne: ein Ver­weis auf die nä­he­re Um­schrei­bung in den Sta­tu­ten.

Art. 65 Löschung

1Mit der An­mel­dung der Lö­schung der Ge­sell­schaft zur Ein­tra­gung müs­sen die Li­qui­da­to­rin­nen und Li­qui­da­to­ren den Nach­weis er­brin­gen, dass die Auf­for­de­run­gen an die Gläu­bi­ge­rin­nen und Gläu­bi­ger im Schwei­ze­ri­schen Han­delsamts­blatt nach Mass­ga­be des Ge­set­zes durch­ge­führt wur­den.

2Wird die Lö­schung ei­ner Ak­ti­en­ge­sell­schaft im Han­dels­re­gis­ter an­ge­mel­det, so macht das Han­dels­re­gis­ter­amt den Steu­er­be­hör­den des Bun­des und des Kan­tons Mit­tei­lung. Die Lö­schung darf erst vor­ge­nom­men wer­den, wenn ihr die­se Be­hör­den zu­ge­stimmt ha­ben.

3Im Han­dels­re­gis­ter müs­sen ein­ge­tra­gen wer­den:

a.
die Tat­sa­che der Lö­schung;
b.
der Lö­schungs­grund.

4. Kapitel: Kommanditaktiengesellschaft

Art. 66 Anmeldung und Belege

1Mit der An­mel­dung der Grün­dung ei­ner Kom­man­di­tak­ti­en­ge­sell­schaft zur Ein­tra­gung müs­sen dem Han­dels­re­gis­ter­amt fol­gen­de Be­le­ge ein­ge­reicht wer­den:

a.
die öf­fent­li­che Ur­kun­de über den Er­rich­tungs­akt;
b.
die Sta­tu­ten;
c.
das Pro­to­koll der Ver­wal­tung über ih­re Kon­sti­tu­ie­rung, über die Re­ge­lung des Vor­sit­zes und ge­ge­be­nen­falls über die Er­tei­lung der Zeich­nungs­be­fug­nis­se an Drit­te;
d.
ein Nach­weis, dass die Mit­glie­der der Auf­sichts­stel­le ih­re Wahl an­ge­nom­men ha­ben;
e.
bei Ba­r­ein­la­gen: ei­ne Be­schei­ni­gung, aus der er­sicht­lich ist, bei wel­chem Ban­k­in­sti­tut die Ein­la­gen hin­ter­legt sind, so­fern das Ban­k­in­sti­tut in der öf­fent­li­chen Ur­kun­de nicht ge­nannt wird;
f.
im Fall von Ar­ti­kel 117 Ab­satz 3: die Er­klä­rung der Do­mi­zil­hal­te­rin oder des Do­mi­zil­hal­ters, dass sie oder er der Ge­sell­schaft ein Rechts­do­mi­zil am Ort von de­ren Sitz ge­währt;
g.
die Er­klä­rung der Grün­de­rin­nen und Grün­der, dass kei­ne an­de­ren Sachein­la­gen, Sach­über­nah­men, Ver­rech­nungs­tat­be­stän­de oder be­son­de­ren Vor­tei­le be­ste­hen, als die in den Be­le­gen ge­nann­ten.

2Für An­ga­ben, die be­reits im Er­rich­tungs­akt fest­ge­hal­ten sind, ist kein zu­sätz­li­cher Be­leg er­for­der­lich.

3Be­ste­hen Sachein­la­gen, Sach­über­nah­men, Ver­rech­nungs­tat­be­stän­de oder be­son­de­re Vor­tei­le, so gilt Ar­ti­kel 43 Ab­satz 3 sinn­ge­mä­ss.

Art. 67 Errichtungsakt

Die öf­fent­li­che Ur­kun­de über den Er­rich­tungs­akt muss fol­gen­de An­ga­ben ent­hal­ten:

a.
die Per­so­nen­an­ga­ben zu den Grün­de­rin­nen und Grün­dern so­wie ge­ge­be­nen­falls zu de­ren Ver­tre­te­rin­nen und Ver­tre­tern;
b.
die Er­klä­rung der Grün­de­rin­nen und Grün­der, ei­ne Kom­man­di­tak­ti­en­ge­sell­schaft zu grün­den;
c.
die Fest­le­gung der Sta­tu­ten und die Nen­nung der Mit­glie­der der Ver­wal­tung in den Sta­tu­ten;
d.
die Er­klä­rung der be­schränkt haf­ten­den Grün­de­rin­nen und Grün­der über die Zeich­nung der Ak­ti­en un­ter An­ga­be von An­zahl, Nenn­wert, Art, Ka­te­go­ri­en und Aus­ga­be­be­trag der Ak­ti­en so­wie die be­din­gungs­lo­se Ver­pflich­tung, ei­ne dem Aus­ga­be­be­trag ent­spre­chen­de Ein­la­ge zu leis­ten;
e.
die Fest­stel­lung der Grün­de­rin­nen und Grün­der, dass:
1.
sämt­li­che Ak­ti­en gül­tig ge­zeich­net sind,
2.
die ver­spro­che­nen Ein­la­gen dem ge­sam­ten Aus­ga­be­be­trag ent­spre­chen,
3.
die ge­setz­li­chen und sta­tu­ta­ri­schen An­for­de­run­gen an die Leis­tung der Ein­la­ge er­füllt sind;
f.
die Wahl der Mit­glie­der der Auf­sichtstel­le;
g.
die Nen­nung al­ler Be­le­ge so­wie die Be­stä­ti­gung der Ur­kunds­per­son, dass die Be­le­ge ihr und den Grün­de­rin­nen und Grün­dern vor­ge­le­gen ha­ben;
h.
die Un­ter­schrif­ten der Grün­de­rin­nen und Grün­der.

Art. 68 Inhalt des Eintrags

1Bei Kom­man­di­tak­ti­en­ge­sell­schaf­ten müs­sen ins Han­dels­re­gis­ter ein­ge­tra­gen wer­den:

a.
die Tat­sa­che, dass es sich um die Grün­dung ei­ner neu­en Kom­man­di­tak­ti­en­ge­sell­schaft han­delt;
b.
die Fir­ma und die Un­ter­neh­mens-Iden­ti­fi­ka­ti­ons­num­mer;
c.
der Sitz und das Rechts­do­mi­zil;
d.
die Rechts­form;
e.
das Da­tum der Sta­tu­ten;
f.
die Dau­er der Ge­sell­schaft, so­fern sie be­schränkt ist;
g.
der Zweck;
h.
die Hö­he des Ak­ti­en­ka­pi­tals und der dar­auf ge­leis­te­ten Ein­la­gen so­wie An­zahl, Nenn­wert und Art der Ak­ti­en;
i.
ge­ge­be­nen­falls die Stimm­rechts­ak­ti­en;
j.
falls die Ge­sell­schaft ein Par­ti­zi­pa­ti­ons­ka­pi­tal hat: des­sen Hö­he, die Hö­he der dar­auf ge­leis­te­ten Ein­la­gen so­wie An­zahl, Nenn­wert und Art der Par­ti­zi­pa­ti­ons­schei­ne;
k.
im Fall von Vor­zugs­ak­ti­en oder Vor­zugspar­ti­zi­pa­ti­ons­schei­nen: die da­mit ver­bun­de­nen Vor­rech­te;
l.
bei ei­ner Be­schrän­kung der Über­trag­bar­keit der Ak­ti­en oder der Par­ti­zi­pa­ti­ons­schei­ne: ein Ver­weis auf die nä­he­re Um­schrei­bung in den Sta­tu­ten;
m.
falls Ge­nuss­schei­ne aus­ge­ge­ben wer­den: de­ren An­zahl und die da­mit ver­bun­de­nen Rech­te;
n.
die Mit­glie­der der Ver­wal­tung un­ter An­ga­be ih­rer Ei­gen­schaft als un­be­schränkt haf­ten­de Ge­sell­schaf­te­rin­nen oder Ge­sell­schaf­ter;
o.
die zur Ver­tre­tung be­rech­tig­ten Per­so­nen;
p.
die Mit­glie­der der Auf­sichtstel­le;
q.
falls die Ge­sell­schaft kei­ne or­dent­li­che oder ein­ge­schränk­te Re­vi­si­on durch­führt: ein Hin­weis dar­auf so­wie das Da­tum der Er­klä­rung der Ver­wal­tung ge­mä­ss Ar­ti­kel 62 Ab­satz 2;
r.
falls die Ge­sell­schaft ei­ne or­dent­li­che oder ein­ge­schränk­te Re­vi­si­on durch­führt: die Re­vi­si­ons­stel­le;
s.
das ge­setz­li­che Pu­bli­ka­ti­ons­or­gan so­wie ge­ge­be­nen­falls wei­te­re Pu­bli­ka­ti­ons­or­ga­ne;
t.
die in den Sta­tu­ten vor­ge­se­he­ne Form der Mit­tei­lun­gen der Ver­wal­tung an die Ge­sell­schaf­te­rin­nen und Ge­sell­schaf­ter.

2Be­ste­hen Sachein­la­gen, Sach­über­nah­men, Ver­rech­nungs­tat­be­stän­de oder be­son­de­re Vor­tei­le, so gilt Ar­ti­kel 45 Ab­sät­ze 2 und 3 sinn­ge­mä­ss.

Art. 69 Änderungen in der Zusammensetzung der Verwaltung

1Ver­än­dert sich die Zu­sam­men­set­zung der Ver­wal­tung, so müs­sen mit der An­mel­dung fol­gen­de Be­le­ge ein­ge­reicht wer­den:

a.
ei­ne öf­fent­li­che Ur­kun­de über den Be­schluss der Ge­ne­ral­ver­samm­lung zur Än­de­rung der Sta­tu­ten;
b.
die an­ge­pass­ten Sta­tu­ten;
c.
ge­ge­be­nen­falls die Zu­stim­mung al­ler bis­he­ri­gen un­be­schränkt haf­ten­den Ge­sell­schaf­te­rin­nen und Ge­sell­schaf­ter.

2Wird ei­nem Mit­glied der Ver­wal­tung die Ge­schäfts­füh­rungs- und Ver­tre­tungs­be­fug­nis ent­zo­gen, so müs­sen ins Han­dels­re­gis­ter ein­ge­tra­gen wer­den:

a.
das Da­tum des Ent­zugs;
b.
die be­trof­fe­ne Per­son;
c.
die Tat­sa­che, dass mit dem Ent­zug der Ge­schäfts­füh­rungs- und Ver­tre­tungs­be­fug­nis die un­be­schränk­te Haf­tung der be­trof­fe­nen Per­son für die künf­tig ent­ste­hen­den Ver­bind­lich­kei­ten der Ge­sell­schaft ent­fällt;
d.
falls die Sta­tu­ten ge­än­dert wur­den: de­ren neu­es Da­tum;
e.
die ge­än­der­te Fir­ma, so­fern die­se an­ge­passt wer­den muss (Art. 947 Abs. 4 OR1).

1 BS 2 199. Sie­he je­doch Art. 2 der Über­gangs­be­stim­mun­gen der Än­de­rung vom 25. Sep­tem­ber 2015 (Fir­men­recht) (AS 2016 1507; BBl 2014 9305).

Art. 70 Anwendung der Bestimmungen über die Aktiengesellschaft

So­weit sich aus Ge­setz und Ver­ord­nung nichts an­de­res er­gibt, gel­ten die Be­stim­mun­gen die­ser Ver­ord­nung über die Ak­ti­en­ge­sell­schaft.

5. Kapitel: Gesellschaft mit beschränkter Haftung

1. Abschnitt: Gründung

Art. 71 Anmeldung und Belege

1Mit der An­mel­dung der Grün­dung ei­ner Ge­sell­schaft mit be­schränk­ter Haf­tung zur Ein­tra­gung müs­sen dem Han­dels­re­gis­ter­amt fol­gen­de Be­le­ge ein­ge­reicht wer­den:

a.
die öf­fent­li­che Ur­kun­de über den Er­rich­tungs­akt;
b.
die Sta­tu­ten;
c.
falls die Funk­ti­on der Ge­schäfts­füh­re­rin­nen und Ge­schäfts­füh­rer auf ei­ner Wahl be­ruht: der Nach­weis, dass die be­trof­fe­nen Per­so­nen die Wahl an­ge­nom­men ha­ben;
d.
ge­ge­be­nen­falls ein Nach­weis, dass die ge­setz­lich vor­ge­schrie­be­ne Re­vi­si­ons­stel­le ih­re Wahl an­ge­nom­men hat;
e.
ge­ge­be­nen­falls der Be­schluss der Grün­de­rin­nen und Grün­der oder, so­weit die Sta­tu­ten dies vor­se­hen, der Be­schluss der Ge­schäfts­füh­re­rin­nen und Ge­schäfts­füh­rer über die Re­ge­lung des Vor­sit­zes der Ge­schäfts­füh­rung;
f.
ge­ge­be­nen­falls der Be­schluss der Grün­de­rin­nen und Grün­der oder, so­weit die Sta­tu­ten dies vor­se­hen, der Be­schluss der Ge­schäfts­füh­re­rin­nen und Ge­schäfts­füh­rer über die Er­nen­nung wei­te­rer zur Ver­tre­tung be­rech­tig­ter Per­so­nen;
g.
bei Ba­r­ein­la­gen: ei­ne Be­schei­ni­gung, aus der er­sicht­lich ist, bei wel­chem Ban­k­in­sti­tut die Ein­la­gen hin­ter­legt sind, so­fern das Ban­k­in­sti­tut in der öf­fent­li­chen Ur­kun­de nicht ge­nannt wird;
h.
im Fall von Ar­ti­kel 117 Ab­satz 3: die Er­klä­rung der Do­mi­zil­hal­te­rin oder des Do­mi­zil­hal­ters, dass sie oder er der Ge­sell­schaft ein Rechts­do­mi­zil am Ort von de­ren Sitz ge­währt;
i.
die Er­klä­rung der Grün­de­rin­nen und Grün­der, dass kei­ne an­de­ren Sachein­la­gen, Sach­über­nah­men, Ver­rech­nungs­tat­be­stän­de oder be­son­de­ren Vor­tei­le be­ste­hen, als die in den Be­le­gen ge­nann­ten.

2Für An­ga­ben, die be­reits in der öf­fent­li­chen Ur­kun­de über den Er­rich­tungs­akt fest­ge­hal­ten sind, ist kein zu­sätz­li­cher Be­leg er­for­der­lich.

3Be­ste­hen Sachein­la­gen, Sach­über­nah­men, Ver­rech­nungs­tat­be­stän­de oder be­son­de­re Vor­tei­le, so gilt Ar­ti­kel 43 Ab­satz 3 sinn­ge­mä­ss.

Art. 72 Errichtungsakt

Die öf­fent­li­che Ur­kun­de über den Er­rich­tungs­akt muss fol­gen­de An­ga­ben ent­hal­ten:

a.
die Per­so­nen­an­ga­ben zu den Grün­de­rin­nen und Grün­dern so­wie ge­ge­be­nen­falls zu de­ren Ver­tre­te­rin­nen und Ver­tre­tern;
b.
die Er­klä­rung der Grün­de­rin­nen und Grün­der, ei­ne Ge­sell­schaft mit be­schränk­ter Haf­tung zu grün­den;
c.
die Be­stä­ti­gung der Grün­de­rin­nen und Grün­der, dass die Sta­tu­ten fest­ge­legt sind;
d.
die Er­klä­rung je­der Grün­de­rin und je­des Grün­ders über die Zeich­nung der Stam­man­tei­le un­ter An­ga­be von An­zahl, Nenn­wert, Ka­te­go­ri­en und Aus­ga­be­be­trag;
e.
die Fest­stel­lung der Grün­de­rin­nen und Grün­der, dass:
1.
sämt­li­che Stam­man­tei­le gül­tig ge­zeich­net sind,
2.
die Ein­la­gen dem ge­sam­ten Aus­ga­be­be­trag ent­spre­chen,
3.
die ge­setz­li­chen und ge­ge­be­nen­falls die sta­tu­ta­ri­schen An­for­de­run­gen an die Leis­tung der Ein­la­ge er­füllt sind,
4.
sie die sta­tu­ta­ri­schen Nach­schuss- oder Ne­ben­leis­tungs­pflich­ten über­neh­men;
f.
falls die Ge­schäfts­füh­re­rin­nen und Ge­schäfts­füh­rer ge­wählt wur­den: einen Hin­weis dar­auf und die ent­spre­chen­den Per­so­nen­an­ga­ben;
g.
die Tat­sa­che, dass die Re­vi­si­ons­stel­le ge­wählt wur­de, be­zie­hungs­wei­se den Ver­zicht auf ei­ne Re­vi­si­on;
h.
die Nen­nung al­ler Be­le­ge so­wie die Be­stä­ti­gung der Ur­kunds­per­son, dass die Be­le­ge ihr und den Grün­de­rin­nen und Grün­dern vor­ge­le­gen ha­ben;
i.
die Un­ter­schrif­ten der Grün­de­rin­nen und Grün­der.

Art. 73 Inhalt des Eintrags

1Bei Ge­sell­schaf­ten mit be­schränk­ter Haf­tung müs­sen ins Han­dels­re­gis­ter ein­ge­tra­gen wer­den:

a.
die Tat­sa­che, dass es sich um die Grün­dung ei­ner neu­en Ge­sell­schaft mit be­schränk­ter Haf­tung han­delt;
b.
die Fir­ma und die Un­ter­neh­mens-Iden­ti­fi­ka­ti­ons­num­mer;
c.
der Sitz und das Rechts­do­mi­zil;
d.
die Rechts­form;
e.
das Da­tum der Sta­tu­ten;
f.
falls sie be­schränkt ist: die Dau­er der Ge­sell­schaft;
g.
der Zweck;
h.
die Hö­he des Stamm­ka­pi­tals;
i.
die Ge­sell­schaf­te­rin­nen und Ge­sell­schaf­ter un­ter An­ga­be der An­zahl und des Nenn­werts ih­rer Stam­man­tei­le;
j.
bei Nach­schuss­pflich­ten: ein Ver­weis auf die nä­he­re Um­schrei­bung in den Sta­tu­ten;
k.
bei sta­tu­ta­ri­schen Ne­ben­leis­tungs­pflich­ten un­ter Ein­schluss sta­tu­ta­ri­scher Vor­hand-, Vor­kaufs- und Kaufs­rech­te: ein Ver­weis auf die nä­he­re Um­schrei­bung in den Sta­tu­ten;
l.
ge­ge­be­nen­falls die Stimm­rechts­stam­man­tei­le;
m.
im Fall von Vor­zugs­stam­man­tei­len: die da­mit ver­bun­de­nen Vor­rech­te;
n.
falls die Re­ge­lung der Zu­stim­mungs­er­for­der­nis­se für die Über­tra­gung der Stam­man­tei­le vom Ge­setz ab­weicht: ein Ver­weis auf die nä­he­re Um­schrei­bung in den Sta­tu­ten;
o.
falls Ge­nuss­schei­ne aus­ge­ge­ben wer­den: de­ren An­zahl und die da­mit ver­bun­de­nen Rech­te;
p.
die Ge­schäfts­füh­re­rin­nen und Ge­schäfts­füh­rer;
q.
die zur Ver­tre­tung be­rech­tig­ten Per­so­nen;
r.
falls die Ge­sell­schaft kei­ne or­dent­li­che oder ein­ge­schränk­te Re­vi­si­on durch­führt: ein Hin­weis dar­auf so­wie das Da­tum der Er­klä­rung der Ge­schäfts­füh­rung ge­mä­ss Ar­ti­kel 62 Ab­satz 2;
s.
falls die Ge­sell­schaft ei­ne or­dent­li­che oder ein­ge­schränk­te Re­vi­si­on durch­führt: die Re­vi­si­ons­stel­le;
t.
das ge­setz­li­che Pu­bli­ka­ti­ons­or­gan so­wie ge­ge­be­nen­falls wei­te­re Pu­bli­ka­ti­ons­or­ga­ne;
u.
die in den Sta­tu­ten vor­ge­se­he­ne Form der Mit­tei­lun­gen der Ge­schäfts­füh­re­rin­nen und Ge­schäfts­füh­rer an die Ge­sell­schaf­te­rin­nen und Ge­sell­schaf­ter.

2Be­ste­hen Sachein­la­gen, Sach­über­nah­men, Ver­rech­nungs­tat­be­stän­de oder be­son­de­re Vor­tei­le, so gilt Ar­ti­kel 45 Ab­sät­ze 2 und 3 sinn­ge­mä­ss.

2. Abschnitt: Erhöhung des Stammkapitals

Art. 74 Anmeldung und Belege

1Ei­ne Er­hö­hung des Stamm­ka­pi­tals muss in­ner­halb von drei Mo­na­ten nach dem Be­schluss der Ge­sell­schaf­ter­ver­samm­lung beim Han­dels­re­gis­ter­amt zur Ein­tra­gung an­ge­mel­det wer­den. An­mel­dun­gen, die nach die­ser Frist ein­ge­reicht wer­den, wer­den ab­ge­wie­sen.

2Mit der An­mel­dung müs­sen dem Han­dels­re­gis­ter­amt fol­gen­de Be­le­ge ein­ge­reicht wer­den:

a.
die öf­fent­li­che Ur­kun­de über den Be­schluss der Ge­sell­schaf­ter­ver­samm­lung;
b.
die öf­fent­li­che Ur­kun­de über die Fest­stel­lun­gen der Ge­schäfts­füh­re­rin­nen und Ge­schäfts­füh­rer und über die Sta­tu­ten­än­de­rung;
c.
die an­ge­pass­ten Sta­tu­ten;

d.1 der von ei­ner Ge­schäfts­füh­re­rin oder ei­nem Ge­schäfts­füh­rer un­ter­zeich­ne­te Ka­pi­tal­er­hö­hungs­be­richt;

e.
bei Ba­r­ein­la­gen: ei­ne Be­schei­ni­gung, aus der er­sicht­lich ist, bei wel­chem Ban­k­in­sti­tut die Ein­la­gen hin­ter­legt sind, so­fern das Ban­k­in­sti­tut in der öf­fent­li­chen Ur­kun­de nicht ge­nannt wird;
f.
die Er­klä­rung der Per­so­nen, die die Ein­tra­gung an­mel­den, dass kei­ne an­de­ren Sachein­la­gen, Sach­über­nah­men, Ver­rech­nungs­tat­be­stän­de oder be­son­de­ren Vor­tei­le be­ste­hen, als die in den Be­le­gen ge­nann­ten.

3Be­ste­hen Sachein­la­gen, Sach­über­nah­men, Ver­rech­nungs­tat­be­stän­de oder be­son­de­re Vor­tei­le oder wird die Er­hö­hung des Stamm­ka­pi­tals durch Um­wand­lung von Ei­gen­ka­pi­tal li­be­riert, so gilt Ar­ti­kel 46 Ab­satz 3 sinn­ge­mä­ss.

4Wer­den die Be­zugs­rech­te ein­ge­schränkt oder auf­ge­ho­ben, so gilt Ar­ti­kel 46 Ab­satz 4 sinn­ge­mä­ss.


1 Fas­sung ge­mä­ss An­hang Ziff. 1 der Grund­buch­ver­ord­nung vom 23. Sept. 2011, in Kraft seit 1. Jan. 2012 (AS 2011 4659).

Art. 75 Öffentliche Urkunden

1Die öf­fent­li­che Ur­kun­de über den Be­schluss der Ge­sell­schaf­ter­ver­samm­lung muss fol­gen­de An­ga­ben ent­hal­ten:

a.
den Nenn­be­trag oder ge­ge­be­nen­falls den ma­xi­ma­len Nenn­be­trag, um den das Stamm­ka­pi­tal er­höht wer­den soll;
b.
die An­zahl oder ge­ge­be­nen­falls die ma­xi­ma­le An­zahl so­wie den Nenn­wert der Stam­man­tei­le, die neu aus­ge­ge­ben wer­den sol­len;
c.
den Aus­ga­be­be­trag oder die Er­mäch­ti­gung der Ge­schäfts­füh­re­rin­nen und Ge­schäfts­füh­rer, die­sen fest­zu­set­zen;
d.
den Be­ginn der Di­vi­den­den­be­rech­ti­gung;
e.
die Art der Ein­la­gen;
f.
im Fall von Sachein­la­gen: de­ren Ge­gen­stand und Be­wer­tung, den Na­men der Ein­le­ge­rin oder des Ein­le­gers so­wie die ihr oder ihm zu­kom­men­den Stam­man­tei­le;
g.
im Fall von Sach­über­nah­men: de­ren Ge­gen­stand, den Na­men der Ver­äus­se­re­rin oder des Ver­äus­se­rers so­wie die Ge­gen­leis­tung der Ge­sell­schaft;
h.
im Fall von be­son­de­ren Vor­tei­len: de­ren In­halt und Wert so­wie die Na­men der be­güns­tig­ten Per­so­nen;
i.
ge­ge­be­nen­falls die Stimm­rechts­stam­man­tei­le;
j.
im Fall von Vor­zugs­stam­man­tei­len: die da­mit ver­bun­de­nen Vor­rech­te;
k.
ei­ne vom Ge­setz ab­wei­chen­de Re­ge­lung der Zu­stim­mungs­er­for­der­nis­se für die Über­tra­gung der Stam­man­tei­le;
l.
mit den neu aus­zu­ge­ben­den Stam­man­tei­len ver­bun­de­ne Nach­schuss- oder Ne­ben­leis­tungs­pflich­ten un­ter Ein­schluss sta­tu­ta­ri­scher Vor­hand-, Vor­kaufs- oder Kaufs­rech­te;
m.
die Zu­wei­sung nicht aus­ge­üb­ter oder ent­zo­ge­ner Be­zugs­rech­te und ge­ge­be­nen­falls die Ein­schrän­kung oder Auf­he­bung des Be­zugs­rechts.

2Die öf­fent­li­che Ur­kun­de über die Fest­stel­lun­gen der Ge­schäfts­füh­re­rin­nen und Ge­schäfts­füh­rer und über die Sta­tu­ten­än­de­rung muss fest­hal­ten, dass:

a.
sämt­li­che Stam­man­tei­le gül­tig ge­zeich­net sind;
b.
die Ein­la­gen dem ge­sam­ten Aus­ga­be­be­trag ent­spre­chen;
c.
die Ein­la­gen ent­spre­chend den An­for­de­run­gen des Ge­set­zes, der Sta­tu­ten und des Ge­sell­schaf­ter­ver­samm­lungs­be­schlus­ses ge­leis­tet wur­den;
d.
die Zeich­ne­rin­nen und Zeich­ner all­fäl­li­ge sta­tu­ta­ri­sche Nach­schuss- oder Ne­ben­leis­tungs­pflich­ten, Kon­kur­renz­ver­bo­te, Vor­hand-, Vor­kaufs- und Kaufs­rech­te so­wie Kon­ven­tio­nal­stra­fen über­neh­men;
e.
die Be­le­ge der Ur­kunds­per­son und den Ge­schäfts­füh­re­rin­nen und den Ge­schäfts­füh­rern vor­ge­le­gen ha­ben. Die Be­le­ge sind ein­zeln auf­zu­füh­ren.

Art. 76 Inhalt des Eintrags

1Bei ei­ner Er­hö­hung des Stamm­ka­pi­tals müs­sen ins Han­dels­re­gis­ter ein­ge­tra­gen wer­den:

a.
das Da­tum der Än­de­rung der Sta­tu­ten;
b.
der Be­trag des Stamm­ka­pi­tals nach der Ka­pi­tal­er­hö­hung;
c.
An­zahl und Nenn­wert der Stam­man­tei­le nach der Ka­pi­tal­er­hö­hung;
d.
die Än­de­run­gen im Be­stand der Ge­sell­schaf­te­rin­nen und Ge­sell­schaf­ter;
e.
ge­ge­be­nen­falls die Stimm­rechts­stam­man­tei­le;
f.
im Fall von Vor­zugs­stam­man­tei­len: die da­mit ver­bun­de­nen Vor­rech­te;
g.
bei Nach­schuss­pflich­ten: ein Ver­weis auf die nä­he­re Um­schrei­bung in den Sta­tu­ten;
h.
bei sta­tu­ta­ri­schen Ne­ben­leis­tungs­pflich­ten un­ter Ein­schluss sta­tu­ta­ri­scher Vor­hand-, Vor­kaufs- und Kaufs­rech­te: ein Ver­weis auf die nä­he­re Um­schrei­bung in den Sta­tu­ten;
i.
bei ei­ner vom Ge­setz ab­wei­chen­de Re­ge­lung der Zu­stim­mungs­er­for­der­nis­se für die Über­tra­gung der Stam­man­tei­le: ein Ver­weis auf die nä­he­re Um­schrei­bung in den Sta­tu­ten;
j.
falls die Er­hö­hung durch Um­wand­lung von frei ver­wend­ba­rem Ei­gen­ka­pi­tal er­folgt ist: ein Hin­weis dar­auf.

2Be­ste­hen Sachein­la­gen, Sach­über­nah­men, Ver­rech­nungs­tat­be­stän­de oder be­son­de­re Vor­tei­le, so gilt Ar­ti­kel 45 Ab­sät­ze 2 und 3 sinn­ge­mä­ss.

3. Abschnitt: Herabsetzung des Stammkapitals

Art. 77 Ordentliche Herabsetzung des Stammkapitals

So­weit die­ser Ab­schnitt nichts an­de­res be­stimmt, gilt Ar­ti­kel 55 für die Her­ab­set­zung des Stamm­ka­pi­tals sinn­ge­mä­ss.

Art. 78 Herabsetzung des Stammkapitals im Fall einer Unterbilanz

1Wird durch die Her­ab­set­zung des Stamm­ka­pi­tals ei­ne Un­ter­bi­lanz be­sei­tigt, so müs­sen dem Han­dels­re­gis­ter­amt mit der An­mel­dung zur Ein­tra­gung fol­gen­de Be­le­ge ein­ge­reicht wer­den:

a.
die öf­fent­li­che Ur­kun­de über den Be­schluss der Ge­sell­schaf­ter­ver­samm­lung be­tref­fend:
1.
die Fest­stel­lung über das Er­geb­nis des Prü­fungs­be­richts,
2.
die Art und Wei­se der Durch­füh­rung der Ka­pi­tal­her­ab­set­zung,
3.
die An­pas­sung der Sta­tu­ten;
b.
die an­ge­pass­ten Sta­tu­ten;
c.
der Prü­fungs­be­richt ei­nes staat­lich be­auf­sich­tig­ten Re­vi­si­ons­un­ter­neh­mens, ei­ner zu­ge­las­se­nen Re­vi­si­ons­ex­per­tin oder ei­nes zu­ge­las­se­nen Re­vi­si­ons­ex­per­ten.

2Der Prü­fungs­be­richt muss be­stä­ti­gen, dass:

a.
die For­de­run­gen der Gläu­bi­ge­rin­nen und Gläu­bi­ger nach der Ka­pi­tal­her­ab­set­zung voll ge­deckt sind;
b.
der Be­trag der Her­ab­set­zung des Stamm­ka­pi­tals die durch Ver­lus­te ent­stan­de­ne Un­ter­bi­lanz nicht über­steigt;
c.
die Ge­sell­schaf­te­rin­nen und Ge­sell­schaf­ter die in den Sta­tu­ten vor­ge­se­he­nen Nach­schüs­se voll ge­leis­tet ha­ben.

3Ins Han­dels­re­gis­ter müs­sen ein­ge­tra­gen wer­den:

a.
die Tat­sa­che, dass das Stamm­ka­pi­tal zur Be­sei­ti­gung ei­ner Un­ter­bi­lanz her­ab­ge­setzt wur­de;
b.
das Da­tum der Än­de­rung der Sta­tu­ten;
c.
die An­ga­be, ob die Her­ab­set­zung durch Re­duk­ti­on des Nenn­werts oder durch Ver­nich­tung von Stam­man­tei­len er­folgt;
d.
der Her­ab­set­zungs­be­trag;
e.
der Be­trag des Stamm­ka­pi­tals nach der Her­ab­set­zung;
f.
An­zahl und Nenn­wert der Stam­man­tei­le nach der Her­ab­set­zung des Stamm­ka­pi­tals;
g.
die Än­de­run­gen im Be­stand der Ge­sell­schaf­te­rin­nen und Ge­sell­schaf­ter.

Art. 79 Herabsetzung und gleichzeitige Wiedererhöhung des Stammkapitals auf den bisherigen oder einen höheren Betrag

1Wird zu­sam­men mit der Her­ab­set­zung des Stamm­ka­pi­tals ei­ne Wie­der­er­hö­hung auf den bis­he­ri­gen oder einen hö­he­ren Be­trag be­schlos­sen, so müs­sen dem Han­dels­re­gis­ter­amt fol­gen­de Be­le­ge ein­ge­reicht wer­den:

a.
die öf­fent­li­che Ur­kun­de über den Be­schluss der Ge­sell­schaf­ter­ver­samm­lung;
b.
die für ei­ne Ka­pi­tal­er­hö­hung er­for­der­li­chen Be­le­ge;
c.
die Sta­tu­ten, falls sie ge­än­dert wer­den müs­sen.

2Falls die Sta­tu­ten Nach­schüs­se vor­se­hen, muss der Prü­fungs­be­richt be­stä­ti­gen, dass die Ge­sell­schaf­te­rin­nen und Ge­sell­schaf­ter die­se voll ge­leis­tet ha­ben.

3Ins Han­dels­re­gis­ter müs­sen ein­ge­tra­gen wer­den:

a.
die Tat­sa­che, dass das Stamm­ka­pi­tal her­ab­ge­setzt und gleich­zei­tig wie­der er­höht wird;
b.
der Be­trag, auf den das Stamm­ka­pi­tal her­ab­ge­setzt wird;
c.
die An­ga­be, ob die Her­ab­set­zung durch Re­duk­ti­on des Nenn­werts oder durch Ver­nich­tung von Stam­man­tei­len er­folgt;
d.
falls das Stamm­ka­pi­tal über den bis­he­ri­gen Be­trag er­höht wur­de: der neue Be­trag;
e.
An­zahl und Nenn­wert der Stam­man­tei­le nach der Ka­pi­tal­er­hö­hung;
f.
die Än­de­run­gen im Be­stand der Ge­sell­schaf­te­rin­nen und Ge­sell­schaf­ter;
g.
ge­ge­be­nen­falls die Stimm­rechts­stam­man­tei­le;
h.
im Fall von Vor­zugs­stam­man­tei­len: die da­mit ver­bun­de­nen Vor­rech­te;
i.
bei Nach­schuss­pflich­ten: ein Ver­weis auf die nä­he­re Um­schrei­bung in den Sta­tu­ten;
j.
bei sta­tu­ta­ri­schen Ne­ben­leis­tungs­pflich­ten un­ter Ein­schluss sta­tu­ta­ri­scher Vor­hand-, Vor­kaufs- und Kaufs­rech­te: ein Ver­weis auf die nä­he­re Um­schrei­bung in den Sta­tu­ten;
k.
bei ei­ner vom Ge­setz ab­wei­chen­den Re­ge­lung der Zu­stim­mungs­er­for­der­nis­se für die Über­tra­gung der Stam­man­tei­le: ein Ver­weis auf die nä­he­re Um­schrei­bung in den Sta­tu­ten;
l.
falls die Sta­tu­ten ge­än­dert wur­den: de­ren neu­es Da­tum.

4Wird das Stamm­ka­pi­tal zum Zwe­cke der Sa­nie­rung auf null her­ab­ge­setzt und an­sch­lies­send wie­der er­höht, so müs­sen die Ver­nich­tung der bis­her aus­ge­ge­be­nen Stam­man­tei­le und all­fäl­li­ge Än­de­run­gen im Be­stand der Ge­sell­schaf­te­rin­nen und Ge­sell­schaf­ter ins Han­dels­re­gis­ter ein­ge­tra­gen wer­den.

5Be­ste­hen an­läss­lich der Ka­pi­tal­er­hö­hung Sachein­la­gen, Sach­über­nah­men, Ver­rech­nungs­tat­be­stän­de oder be­son­de­re Vor­tei­le, so gel­ten die Ar­ti­kel 45 Ab­sät­ze 2 und 3 sinn­ge­mä­ss. Er­folgt die Wie­der­er­hö­hung des Stamm­ka­pi­tals durch Um­wand­lung von frei ver­wend­ba­rem Ei­gen­ka­pi­tal, so fin­den die Ar­ti­kel 74 Ab­satz 3 und 76 Ab­satz 1 Buch­sta­be j An­wen­dung.

Art. 80 Herabsetzung und gleichzeitige Wiedererhöhung des Stammkapitals auf einen tieferen als den bisherigen Betrag

Wird zu­sam­men mit der Her­ab­set­zung des Stamm­ka­pi­tals ei­ne Wie­der­er­hö­hung auf einen Be­trag be­schlos­sen, der un­ter dem Be­trag des bis­he­ri­gen Stamm­ka­pi­tals liegt, so rich­tet sich die Her­ab­set­zung nach den Ar­ti­keln 77 und 78. Ar­ti­kel 79 fin­det er­gän­zen­de An­wen­dung.

Art. 81 Herabsetzung oder Aufhebung der Nachschusspflicht

Für die Her­ab­set­zung oder die Auf­he­bung ei­ner sta­tu­ta­ri­schen Nach­schuss­pflicht gilt Ar­ti­kel 77 sinn­ge­mä­ss.

4. Abschnitt: Übertragung von Stammanteilen

Art. 82

1Die Ge­sell­schaft muss sämt­li­che Über­tra­gun­gen von Stam­man­tei­len zur Ein­tra­gung in das Han­dels­re­gis­ter an­mel­den, un­ab­hän­gig da­von, ob die Über­tra­gun­gen auf ver­trag­li­cher Grund­la­ge oder von Ge­set­zes we­gen er­fol­gen.

2Dem Han­dels­re­gis­ter­amt müs­sen ein­ge­reicht wer­den:

a.
ein Be­leg, dass der Stam­man­teil auf die neue Ge­sell­schaf­te­rin oder den neu­en Ge­sell­schaf­ter über­tra­gen wur­de;
b.
falls die Sta­tu­ten nicht auf die Zu­stim­mung der Ge­sell­schaf­ter­ver­samm­lung zur Über­tra­gung des Stam­man­teils ver­zich­ten: ein Be­leg für die­se Zu­stim­mung.

3Die Er­wer­be­rin oder der Er­wer­ber darf nur ins Han­dels­re­gis­ter ein­ge­tra­gen wer­den, wenn lücken­los nach­ge­wie­sen wird, dass der Stam­man­teil von der ein­ge­tra­ge­nen Ge­sell­schaf­te­rin oder vom ein­ge­tra­ge­nen Ge­sell­schaf­ter auf die Er­wer­be­rin oder den Er­wer­ber über­ge­gan­gen ist.

5. Abschnitt: Revision, Revisionsstelle, Auflösung und Löschung

Art. 83

Für die Re­vi­si­on, für die Re­vi­si­ons­stel­le, für die Auf­lö­sung, für den Wi­der­ruf der Auf­lö­sung und für die Lö­schung der Ge­sell­schaft mit be­schränk­ter Haf­tung gel­ten die Be­stim­mun­gen über die Ak­ti­en­ge­sell­schaft sinn­ge­mä­ss.

6. Kapitel: Genossenschaft

Art. 84 Anmeldung und Belege

1Mit der An­mel­dung der Grün­dung ei­ner Ge­nos­sen­schaft zur Ein­tra­gung müs­sen dem Han­dels­re­gis­ter­amt fol­gen­de Be­le­ge ein­ge­reicht wer­den:

a.
das Pro­to­koll der kon­sti­tu­ie­ren­den Ver­samm­lung;
b.
die von ei­nem Mit­glied der Ver­wal­tung un­ter­zeich­ne­ten Sta­tu­ten;
c.
ein Nach­weis, dass die Mit­glie­der der Ver­wal­tung ih­re Wahl an­ge­nom­men ha­ben;
d.
ge­ge­be­nen­falls ein Nach­weis, dass die ge­setz­lich vor­ge­schrie­be­ne Re­vi­si­ons­stel­le ih­re Wahl an­ge­nom­men hat;
e.
bei Be­stel­lung zur Ver­tre­tung be­rech­tig­ter Per­so­nen: der ent­spre­chen­de Be­schluss der kon­sti­tu­ie­ren­den Ver­samm­lung oder der Ver­wal­tung;
f.
im Fall von Ar­ti­kel 117 Ab­satz 3: die Er­klä­rung der Do­mi­zil­hal­te­rin oder des Do­mi­zil­hal­ters, dass sie oder er der Ge­sell­schaft ein Rechts­do­mi­zil am Ort von de­ren Sitz ge­währt;
g.
die Er­klä­rung der Grün­de­rin­nen und Grün­der, dass kei­ne an­de­ren Sachein­la­gen und Sach­über­nah­men be­ste­hen, als die in den Be­le­gen ge­nann­ten;
h.
falls die Sta­tu­ten ei­ne per­sön­li­che Haf­tung oder Nach­schuss­pflicht vor­se­hen: das von ei­nem Mit­glied der Ver­wal­tung un­ter­zeich­ne­te Ver­zeich­nis der Ge­nos­sen­schaf­te­rin­nen und Ge­nos­sen­schaf­ter.

2Für An­ga­ben, die be­reits im Pro­to­koll der kon­sti­tu­ie­ren­den Ver­samm­lung fest­ge­hal­ten sind, ist kein zu­sätz­li­cher Be­leg er­for­der­lich.

3Be­ste­hen Sachein­la­gen oder Sach­über­nah­men, so müs­sen zu­sätz­lich fol­gen­de Be­le­ge ein­ge­reicht wer­den:

a.
die Sachein­la­ge­ver­trä­ge mit den er­for­der­li­chen Bei­la­gen;
b.
Sach­über­nah­me­ver­trä­ge mit den er­for­der­li­chen Bei­la­gen;
c.
der von al­len Grün­de­rin­nen und Grün­dern un­ter­zeich­ne­te Grün­dungs­be­richt.

Art. 85 Protokoll der konstituierenden Versammlung

Das Pro­to­koll der kon­sti­tu­ie­ren­den Ver­samm­lung muss fol­gen­de An­ga­ben ent­hal­ten:

a.
die Per­so­nen­an­ga­ben zu den Grün­de­rin­nen und Grün­dern so­wie zu de­ren Ver­tre­te­rin­nen und Ver­tre­tern;
b.
die Er­klä­rung der Grün­de­rin­nen und Grün­der, ei­ne Ge­nos­sen­schaft zu grün­den;
c.
die Be­stä­ti­gung der Grün­de­rin­nen und Grün­der, dass die Sta­tu­ten fest­ge­legt sind;
d.
ge­ge­be­nen­falls die Tat­sa­che, dass der schrift­li­che Be­richt der Grün­de­rin­nen und Grün­der über Sachein­la­gen oder Sach­über­nah­men der Ver­samm­lung be­kannt ge­ge­ben und von die­ser be­ra­ten wur­de;
e.
die Wahl der Mit­glie­der der Ver­wal­tung so­wie die ent­spre­chen­den Per­so­nen­an­ga­ben;
f.
die Tat­sa­che, dass die Re­vi­si­ons­stel­le ge­wählt wur­de, be­zie­hungs­wei­se den Ver­zicht auf ei­ne Re­vi­si­on;
g.
die Un­ter­schrif­ten der Grün­de­rin­nen und Grün­der.

Art. 86 Besondere Voraussetzungen der Eintragung

Ei­ne Rechts­ein­heit wird nur als Ge­nos­sen­schaft ein­ge­tra­gen, wenn:

a.
min­des­tens sie­ben Ge­nos­sen­schaf­te­rin­nen und Ge­nos­sen­schaf­ter an der Grün­dung be­tei­ligt sind (Art. 831 Abs. 1 OR), be­zie­hungs­wei­se min­des­tens drei Ge­nos­sen­schaf­ten an der Grün­dung ei­nes Ge­nos­sen­schafts­ver­ban­des be­tei­ligt sind (Art. 921 OR);
b.
der sta­tu­ta­ri­sche Zweck:
1.
in der Haupt­sa­che in der För­de­rung oder Si­che­rung be­stimm­ter wirt­schaft­li­cher In­ter­es­sen der Mit­glie­der in ge­mein­sa­mer Selbst­hil­fe liegt (Art. 828 OR), oder
2.
ge­mein­nüt­zig aus­ge­rich­tet ist.

Art. 87 Inhalt des Eintrags

1Bei Ge­nos­sen­schaf­ten müs­sen ins Han­dels­re­gis­ter ein­ge­tra­gen wer­den:

a.
die Tat­sa­che, dass es sich um die Grün­dung ei­ner neu­en Ge­nos­sen­schaft han­delt;
b.
die Fir­ma und die Un­ter­neh­mens-Iden­ti­fi­ka­ti­ons­num­mer;
c.
der Sitz und das Rechts­do­mi­zil;
d.
die Rechts­form;
e.
das Da­tum der Sta­tu­ten;
f.
falls sie be­schränkt ist: die Dau­er der Ge­sell­schaft;
g.
der Zweck;
h.
der Nenn­wert all­fäl­li­ger An­teil­schei­ne;
i.
im Fall von Bei­trags- oder Leis­tungs­pflich­ten der Ge­nos­sen­schaf­te­rin­nen und Ge­nos­sen­schaf­ter: ein Ver­weis auf die nä­he­re Um­schrei­bung in den Sta­tu­ten;
j.
im Fall ei­ner per­sön­li­chen Haf­tung oder ei­ner Nach­schuss­pflicht der Ge­nos­sen­schaf­te­rin­nen und Ge­nos­sen­schaf­ter: ein Ver­weis auf die nä­he­re Um­schrei­bung in den Sta­tu­ten;
k.
die Mit­glie­der der Ver­wal­tung;
l.
die zur Ver­tre­tung be­rech­tig­ten Per­so­nen;
m.
falls die Ge­sell­schaft kei­ne or­dent­li­che oder ein­ge­schränk­te Re­vi­si­on durch­führt: ein Hin­weis dar­auf so­wie das Da­tum der Er­klä­rung der Ver­wal­tung ge­mä­ss Ar­ti­kel 62 Ab­satz 2;
n.
falls die Ge­sell­schaft ei­ne or­dent­li­che oder ein­ge­schränk­te Re­vi­si­on durch­führt: die Re­vi­si­ons­stel­le;
o.
das ge­setz­li­che Pu­bli­ka­ti­ons­or­gan so­wie ge­ge­be­nen­falls wei­te­re Pu­bli­ka­ti­ons­or­ga­ne;
p.
die in den Sta­tu­ten vor­ge­se­he­ne Form der Mit­tei­lun­gen der Ver­wal­tung an die Ge­nos­sen­schaf­te­rin­nen und Ge­nos­sen­schaf­ter.

2Be­ste­hen an­läss­lich der Grün­dung Sachein­la­gen oder Sach­über­nah­men, so gilt Ar­ti­kel 45 Ab­satz 2 Buch­sta­ben a und b und Ab­satz 3 sinn­ge­mä­ss.

Art. 88 Verzeichnis der Genossenschafterinnen und Genossenschafter

1Die Ver­wal­tung muss mit der Mit­tei­lung über den Ein­tritt oder den Aus­tritt ei­ner Ge­nos­sen­schaf­te­rin oder ei­nes Ge­nos­sen­schaf­ters nach Ar­ti­kel 877 Ab­satz 1 OR ein von ei­nem Mit­glied der Ver­wal­tung un­ter­zeich­ne­tes ak­tua­li­sier­tes Ver­zeich­nis der Ge­nos­sen­schaf­te­rin­nen und Ge­nos­sen­schaf­ter ein­rei­chen, dies vor­zugs­wei­se in elek­tro­ni­scher Form.

2Es er­folgt kei­ne Ein­tra­gung in das Han­dels­re­gis­ter; die Mit­tei­lun­gen und das Ver­zeich­nis ste­hen je­doch zur Ein­sicht­nah­me of­fen.

3Die Mit­tei­lung durch Ge­nos­sen­schaf­te­rin­nen und Ge­nos­sen­schaf­ter so­wie durch ih­re Er­bin­nen und Er­ben nach Ar­ti­kel 877 Ab­satz 2 OR bleibt vor­be­hal­ten.

Art. 89 Revision, Revisionsstelle, Auflösung und Löschung

Für die Re­vi­si­on, für die Re­vi­si­ons­stel­le, für die Auf­lö­sung, für den Wi­der­ruf der Auf­lö­sung und für die Lö­schung der Ge­nos­sen­schaft gel­ten die Be­stim­mun­gen über die Ak­ti­en­ge­sell­schaft sinn­ge­mä­ss.

7. Kapitel: Verein

Art. 90 Anmeldung und Belege

1Mit der An­mel­dung zur Ein­tra­gung ei­nes Ver­eins müs­sen dem Han­dels­re­gis­ter­amt fol­gen­de Be­le­ge ein­ge­reicht wer­den:

a.
ein Pro­to­koll der Ver­eins­ver­samm­lung über:
1.
die An­nah­me der Sta­tu­ten,
2.
die Wahl der Mit­glie­der des Vor­stan­des,
3.
die Wahl der Re­vi­si­ons­stel­le, so­fern der Ver­ein re­vi­si­ons­pflich­tig ist;
b.
die von ei­nem Mit­glied des Vor­stan­des un­ter­zeich­ne­ten Sta­tu­ten;
c.
die Er­klä­rung der Mit­glie­der des Vor­stan­des und ge­ge­be­nen­falls der Re­vi­si­ons­stel­le, dass sie die Wahl an­neh­men;
d.
bei Be­stel­lung zur Ver­tre­tung be­rech­tig­ter Per­so­nen: der ent­spre­chen­de Be­schluss der Ver­eins­ver­samm­lung oder des Vor­stan­des;
e.
im Fall von Ar­ti­kel 117 Ab­satz 3: die Er­klä­rung der Do­mi­zil­hal­te­rin oder des Do­mi­zil­hal­ters, dass sie oder er dem Ver­ein ein Rechts­do­mi­zil am Ort von des­sen Sitz ge­währt;
f.
falls die Sta­tu­ten ei­ne per­sön­li­che Haf­tung oder Nach­schuss­pflicht der Mit­glie­der vor­se­hen: das Ver­zeich­nis der Mit­glie­der.

2Für An­ga­ben, die be­reits im Pro­to­koll der Ver­eins­ver­samm­lung fest­ge­hal­ten sind, ist kein zu­sätz­li­cher Be­leg er­for­der­lich.

Art. 91 Besondere Voraussetzung der Eintragung

Ei­ne Rechts­ein­heit wird nur als Ver­ein ins Han­dels­re­gis­ter ein­ge­tra­gen, wenn sie nicht zu­gleich einen wirt­schaft­li­chen Zweck ver­folgt und ein nach kauf­män­ni­scher Art ge­führ­tes Ge­wer­be be­treibt.

Art. 92 Inhalt des Eintrags

Bei Ver­ei­nen müs­sen ins Han­dels­re­gis­ter ein­ge­tra­gen wer­den:

a.
der Na­me und die Un­ter­neh­mens-Iden­ti­fi­ka­ti­ons­num­mer;
b.
der Sitz und das Rechts­do­mi­zil;
c.
die Rechts­form;
d.
falls be­legt: das Da­tum der Grün­dung;
e.
das Da­tum der Sta­tu­ten;
f.
falls sie be­schränkt ist: die Dau­er des Ver­eins;
g.
der Zweck;
h.
die Mit­tel, wie Mit­glie­der­bei­trä­ge, Er­trä­ge aus dem Ver­eins­ver­mö­gen oder aus der Ver­ein­stä­tig­keit und Schen­kun­gen;
i.
im Fall ei­ner per­sön­li­chen Haf­tung oder ei­ner Nach­schuss­pflicht der Mit­glie­der des Ver­eins: ein Ver­weis auf die nä­he­re Um­schrei­bung in den Sta­tu­ten;
j.1
k.
die Mit­glie­der des Vor­stan­des;
l.
die zur Ver­tre­tung be­rech­tig­ten Per­so­nen;
m.
falls der Ver­ein ei­ne or­dent­li­che oder ein­ge­schränk­te Re­vi­si­on durch­führt: die Re­vi­si­ons­stel­le.

1 Auf­ge­ho­ben durch An­hang Ziff. 1 der Grund­buch­ver­ord­nung vom 23. Sept. 2011, mit Wir­kung seit 1. Jan. 2012 (AS 2011 4659).

Art. 93 Auflösung und Löschung

Für die Auf­lö­sung, den Wi­der­ruf der Auf­lö­sung und für die Lö­schung des Ver­eins gel­ten die Be­stim­mun­gen über die Ak­ti­en­ge­sell­schaft sinn­ge­mä­ss.

8. Kapitel: Stiftung

Art. 94 Anmeldung und Belege

1Mit der An­mel­dung der Er­rich­tung ei­ner Stif­tung müs­sen dem Han­dels­re­gis­ter­amt fol­gen­de Be­le­ge ein­ge­reicht wer­den:

a.
die Stif­tungs­ur­kun­de be­zie­hungs­wei­se ein be­glau­big­ter Aus­zug aus der Ver­fü­gung von To­des we­gen;
b.
ein Nach­weis über die Er­nen­nung der Mit­glie­der des obers­ten Stif­tungs­or­gans und der zur Ver­tre­tung be­rech­tig­ten Per­so­nen;
c.1
ge­ge­be­nen­falls das Pro­to­koll des obers­ten Stif­tungs­or­gans über die Be­zeich­nung der Re­vi­si­ons­stel­le oder die Ver­fü­gung der Auf­sichts­be­hör­de, wo­nach die Stif­tung von der Pflicht zur Be­zeich­nung ei­ner Re­vi­si­ons­stel­le be­freit ist;
d.
die Er­klä­rung der Mit­glie­der des obers­ten Stif­tungs­or­gans und ge­ge­be­nen­falls der Re­vi­si­ons­stel­le, dass sie die Wahl an­neh­men;
e.
im Fall von Ar­ti­kel 117 Ab­satz 3: die Er­klä­rung der Do­mi­zil­hal­te­rin oder des Do­mi­zil­hal­ters, dass sie oder er der Stif­tung ein Rechts­do­mi­zil am Ort von de­ren Sitz ge­währt;
f.2
falls die Stif­tung der Durch­füh­rung der be­ruf­li­chen Vor­sor­ge dient: die Ver­fü­gung der Auf­sichts­be­hör­de über die Auf­sichts­über­nah­me.

2Für An­ga­ben, die be­reits in der Stif­tungs­ur­kun­de oder in der Ver­fü­gung von To­des we­gen fest­ge­hal­ten sind, ist kein zu­sätz­li­cher Be­leg er­for­der­lich.


1 Fas­sung ge­mä­ss An­hang 2 Ziff. II 2 der Geld­wä­sche­rei­ver­ord­nung vom 11. Nov. 2015, in Kraft seit 1. Jan. 2016 (AS 2015 4819).
2 Ein­ge­fügt durch Art. 24 der V vom 10. und 22. Ju­ni 2011 über die Auf­sicht in der be­ruf­li­chen Vor­sor­ge, in Kraft seit 1. Jan. 2012 (AS 2011 3425).

Art. 95 Inhalt des Eintrags

1Bei Stif­tun­gen müs­sen ins Han­dels­re­gis­ter ein­ge­tra­gen wer­den:

a.
die Tat­sa­che, dass es sich um die Er­rich­tung ei­ner Stif­tung han­delt;
b.
der Na­me und die Un­ter­neh­mens-Iden­ti­fi­ka­ti­ons­num­mer;
c.
der Sitz und das Rechts­do­mi­zil;
d.
die Rechts­form;
e.1
ei­nes der fol­gen­den Da­ten:
1.
das Da­tum der Stif­tungs­ur­kun­de,
2.
das Da­tum der Ver­fü­gung von To­des we­gen,
3.
bei kirch­li­chen Stif­tun­gen, bei de­nen die Er­rich­tung nicht mehr be­legt wer­den kann: das im Pro­to­koll oder im Pro­to­kol­l­aus­zug nach Ar­ti­kel 181a er­klär­te Da­tum der Er­rich­tung der Stif­tung;
f.
der Zweck;
g.
bei ei­nem Vor­be­halt der Zweck­än­de­rung durch die Stif­te­rin oder den Stif­ter: ein Ver­weis auf die nä­he­re Um­schrei­bung in der Stif­tungs­ur­kun­de;
h.2
i.
die Mit­glie­der des obers­ten Stif­tungs­or­gans;
j.
die zur Ver­tre­tung be­rech­tig­ten Per­so­nen;
k.
die Stif­tungs­auf­sichts­be­hör­de, so­bald sie die Auf­sicht über­nom­men hat;
l.
falls die Stif­tung kei­ne or­dent­li­che oder ein­ge­schränk­te Re­vi­si­on durch­führt: ein Hin­weis dar­auf so­wie das Da­tum der Be­frei­ungs­ver­fü­gung der Auf­sichts­be­hör­de;
m.
falls die Stif­tung ei­ne or­dent­li­che oder ein­ge­schränk­te Re­vi­si­on durch­führt: die Re­vi­si­ons­stel­le;
n.3
falls die Stif­tung der Durch­füh­rung der be­ruf­li­chen Vor­sor­ge dient: die Auf­sichts­be­hör­de ge­mä­ss Ar­ti­kel 61 des Bun­des­ge­set­zes vom 25. Ju­ni 19824 über die be­ruf­li­che Al­ters-, Hin­ter­las­se­nen- und In­va­li­den­vor­sor­ge.

2Bei kirch­li­chen Stif­tun­gen und Fa­mi­li­en­stif­tun­gen wer­den nur die An­ga­ben nach Ab­satz 1 Buch­sta­ben b-j ins Han­dels­re­gis­ter ein­ge­tra­gen.


1 Fas­sung ge­mä­ss An­hang 2 Ziff. II 2 der Geld­wä­sche­rei­ver­ord­nung vom 11. Nov. 2015, in Kraft seit 1. Jan. 2016 (AS 2015 4819).
2 Auf­ge­ho­ben durch An­hang Ziff. 1 der Grund­buch­ver­ord­nung vom 23. Sept. 2011, mit Wir­kung seit 1. Jan. 2012 (AS 2011 4659).
3 Ein­ge­fügt durch Art. 24 der V vom 10. und 22. Ju­ni 2011 über die Auf­sicht in der be­ruf­li­chen Vor­sor­ge, in Kraft seit 1. Jan. 2012 (AS 2011 3425).
4 SR 831.40

Art. 96 Informationsaustausch zwischen Handelsregisteramt und Stiftungsaufsichtsbehörde

1Das Han­dels­re­gis­ter­amt teilt die Er­rich­tung der Stif­tung der Stif­tungs­auf­sichts­be­hör­de mit, die nach den Um­stän­den zu­stän­dig er­scheint. Es sen­det ihr ei­ne Ko­pie der Stif­tungs­ur­kun­de oder der Ver­fü­gung von To­des we­gen so­wie einen Aus­zug aus dem Han­dels­re­gis­ter.

2 Die Auf­sichts­be­hör­de mel­det die Über­nah­me der Auf­sicht dem Han­dels­re­gis­ter­amt zur Ein­tra­gung an oder über­weist die Mit­tei­lung über die Er­rich­tung der Stif­tung um­ge­hend der zu­stän­di­gen Be­hör­de.

Art. 97 Änderungen, Aufhebung und Löschung

1Be­trifft ei­ne Ver­fü­gung ei­ner Be­hör­de ei­ne Tat­sa­che, die im Han­dels­re­gis­ter ein­zu­tra­gen ist, so muss die­se Be­hör­de die Än­de­rung beim Han­dels­re­gis­ter­amt an­mel­den und die er­for­der­li­chen Be­le­ge ein­rei­chen. Dies be­trifft ins­be­son­de­re:

a.
die Be­frei­ung der Stif­tung von der Pflicht zur Be­zeich­nung ei­ner Re­vi­si­ons­stel­le;
b.
den Wi­der­ruf der Be­frei­ung nach Buch­sta­be a;
c.
die Än­de­rung des Zwecks und der Or­ga­ni­sa­ti­on der Stif­tung;
d.
Ver­fü­gun­gen ge­mä­ss dem FusG;
e.
die Auf­he­bung der Stif­tung zum Zwe­cke der Li­qui­da­ti­on;
f.
die Fest­stel­lung des Ab­schlus­ses der Li­qui­da­ti­on.

2Falls die zu­stän­di­ge Be­hör­de ei­ne Li­qui­da­ti­on an­ge­ord­net hat, gel­ten für die Auf­he­bung und die Lö­schung der Stif­tung die Be­stim­mun­gen über die Auf­lö­sung und Lö­schung der Ak­ti­en­ge­sell­schaft sinn­ge­mä­ss.

9. Kapitel: Kommanditgesellschaft für kollektive Kapitalanlagen

Art. 98 Anmeldung und Belege

Mit der An­mel­dung zur Ein­tra­gung ei­ner Kom­man­dit­ge­sell­schaft für kol­lek­ti­ve Ka­pi­tal­an­la­gen müs­sen dem Han­dels­re­gis­ter­amt fol­gen­de Be­le­ge ein­ge­reicht wer­den:

a.
der Ge­sell­schafts­ver­trag;
b.
ge­ge­be­nen­falls ein Nach­weis, dass die ge­setz­lich vor­ge­schrie­be­ne Re­vi­si­ons­stel­le ih­re Wahl an­ge­nom­men hat.

Art. 99 Inhalt des Eintrags

Bei Kom­man­dit­ge­sell­schaf­ten für kol­lek­ti­ve Ka­pi­tal­an­la­gen müs­sen ins Han­dels­re­gis­ter ein­ge­tra­gen wer­den:

a.
die Tat­sa­che, dass es sich um die Grün­dung ei­ner neu­en Kom­man­dit­ge­sell­schaft für kol­lek­ti­ve Ka­pi­tal­an­la­gen han­delt;
b.
die Fir­ma und die Un­ter­neh­mens-Iden­ti­fi­ka­ti­ons­num­mer;
c.
der Sitz und das Rechts­do­mi­zil;
d.
die Rechts­form;
e.
das Da­tum des Ge­sell­schafts­ver­trags;
f.
die Dau­er der Ge­sell­schaft;
g.
der Zweck;
h.
der Be­trag der ge­sam­ten Kom­man­dit­sum­me;
i.
falls die Kom­man­dit­sum­me ganz oder teil­wei­se in Form ei­ner Sachein­la­ge ge­leis­tet wird, de­ren Ge­gen­stand und Wert;
j.
die Fir­ma, der Sitz und die Un­ter­neh­mens-Iden­ti­fi­ka­ti­ons­num­mer der un­be­schränkt haf­ten­den Ge­sell­schaf­te­rin­nen und die für die­se han­deln­den na­tür­li­chen Per­so­nen;
k.
die zur Ver­tre­tung be­rech­tig­ten Per­so­nen;
l.1
die Tat­sa­che, dass die Prü­fung nach KAG2 durch­ge­führt wird;
m.3
die zu­ge­las­se­ne Prüf­ge­sell­schaft;

1 Fas­sung ge­mä­ss An­hang Ziff. 1 der Grund­buch­ver­ord­nung vom 23. Sept. 2011, in Kraft seit 1. Jan. 2012 (AS 2011 4659).
2 SR951.31
3 Fas­sung ge­mä­ss An­hang Ziff. 1 der Grund­buch­ver­ord­nung vom 23. Sept. 2011, in Kraft seit 1. Jan. 2012 (AS 2011 4659).

Art. 100 Auflösung und Löschung

Für die Auf­lö­sung und die Lö­schung gilt Ar­ti­kel 42 sinn­ge­mä­ss.

10. Kapitel: Investmentgesellschaft mit festem Kapital (SICAF)

Art. 101

1Bei In­vest­ment­ge­sell­schaf­ten mit fes­tem Ka­pi­tal müs­sen ins Han­dels­re­gis­ter ein­ge­tra­gen wer­den:

a.
die Tat­sa­che, dass es sich um die Grün­dung ei­ner neu­en In­vest­ment­ge­sell­schaft mit fes­tem Ka­pi­tal han­delt;
b.
die Fir­ma und die Un­ter­neh­mens-Iden­ti­fi­ka­ti­ons­num­mer;
c.
der Sitz und das Rechts­do­mi­zil;
d.
die Rechts­form;
e.
das Da­tum der Sta­tu­ten;
f.
falls sie be­schränkt ist: die Dau­er der Ge­sell­schaft;
g.
der Zweck;
h.
die Hö­he des Ak­ti­en­ka­pi­tals un­ter Hin­weis auf die Tat­sa­che, dass die Ein­la­gen voll­stän­dig ge­leis­tet sind;
i.
An­zahl, Nenn­wert und Art der Ak­ti­en;
j.
bei ei­ner Be­schrän­kung der Über­trag­bar­keit der Ak­ti­en: ein Ver­weis auf die nä­he­re Um­schrei­bung in den Sta­tu­ten;
k.
die Mit­glie­der des Ver­wal­tungs­ra­tes;
l.
die zur Ver­tre­tung be­rech­tig­ten Per­so­nen;
m.1
die Tat­sa­che, dass die Prü­fung nach KAG durch­ge­führt wird;
n.2
die zu­ge­las­se­ne Prüf­ge­sell­schaft;
o.
das ge­setz­li­che und die wei­te­ren Pu­bli­ka­ti­ons­or­ga­ne;
p.
die in den Sta­tu­ten vor­ge­se­he­ne Form der Mit­tei­lun­gen des Ver­wal­tungs­ra­tes an die Ak­tio­nä­rin­nen und Ak­tio­näre.

2Im Üb­ri­gen gel­ten die Be­stim­mun­gen über die Ak­ti­en­ge­sell­schaft sinn­ge­mä­ss.


1 Fas­sung ge­mä­ss An­hang Ziff. 1 der Grund­buch­ver­ord­nung vom 23. Sept. 2011, in Kraft seit 1. Jan. 2012 (AS 2011 4659).
2 Fas­sung ge­mä­ss An­hang Ziff. 1 der Grund­buch­ver­ord­nung vom 23. Sept. 2011, in Kraft seit 1. Jan. 2012 (AS 2011 4659).

11. Kapitel: Investmentgesellschaft mit variablem Kapital (SICAV)

Art. 102 Anmeldung und Belege

1Mit der An­mel­dung der Grün­dung ei­ner In­vest­ment­ge­sell­schaft mit va­ria­blem Ka­pi­tal zur Ein­tra­gung müs­sen dem Han­dels­re­gis­ter­amt fol­gen­de Be­le­ge ein­ge­reicht wer­den:

a.
die öf­fent­li­che Ur­kun­de über den Er­rich­tungs­akt;
b.
die Sta­tu­ten;
c.
ein Nach­weis, dass die Mit­glie­der des Ver­wal­tungs­ra­tes ih­re Wahl an­ge­nom­men ha­ben;
d.1
ein Nach­weis, dass die ge­setz­lich vor­ge­schrie­be­ne Prüf­ge­sell­schaft ih­re Wahl an­ge­nom­men hat;
e.
das Pro­to­koll des Ver­wal­tungs­ra­tes über sei­ne Kon­sti­tu­ie­rung, über die Re­ge­lung des Vor­sit­zes und über die Er­tei­lung der Zeich­nungs­be­fug­nis­se;
f.
im Fall von Ar­ti­kel 117 Ab­satz 3: die Er­klä­rung der Do­mi­zil­hal­te­rin oder des Do­mi­zil­hal­ters, dass sie oder er der In­vest­ment­ge­sell­schaft ein Rechts­do­mi­zil am Ort von de­ren Sitz ge­währt.

2Für An­ga­ben, die be­reits im Er­rich­tungs­akt fest­ge­hal­ten sind, ist kein zu­sätz­li­cher Be­leg er­for­der­lich.


1 Fas­sung ge­mä­ss An­hang Ziff. 1 der Grund­buch­ver­ord­nung vom 23. Sept. 2011, in Kraft seit 1. Jan. 2012 (AS 2011 4659).

Art. 103 Errichtungsakt

Die öf­fent­li­che Ur­kun­de über den Er­rich­tungs­akt muss fol­gen­de An­ga­ben ent­hal­ten:

a.
die Per­so­nen­an­ga­ben zu den Grün­de­rin­nen und Grün­dern so­wie zu de­ren Ver­tre­te­rin­nen und Ver­tre­tern;
b.
die Er­klä­rung der Grün­de­rin­nen und Grün­der, ei­ne In­vest­ment­ge­sell­schaft mit va­ria­blem Ka­pi­tal zu grün­den;
c.
die Be­stä­ti­gung der Grün­de­rin­nen und Grün­der, dass die Sta­tu­ten fest­ge­legt sind;
d.
die Tat­sa­che, dass die Mit­glie­der des Ver­wal­tungs­ra­tes ge­wählt wur­den, und die ent­spre­chen­den Per­so­nen­an­ga­ben;
e.1
die Tat­sa­che, dass die Prüf­ge­sell­schaft ge­wählt wur­de, und die ent­spre­chen­den Per­so­nen­an­ga­ben;
f.
die Nen­nung al­ler Be­le­ge und die Be­stä­ti­gung der Ur­kunds­per­son, dass die Be­le­ge ihr und den Grün­de­rin­nen und Grün­dern vor­ge­le­gen ha­ben;
g.
die Un­ter­schrif­ten der Grün­de­rin­nen und Grün­der.

1 Fas­sung ge­mä­ss An­hang Ziff. 1 der Grund­buch­ver­ord­nung vom 23. Sept. 2011, in Kraft seit 1. Jan. 2012 (AS 2011 4659).

Art. 104 Inhalt des Eintrags

Bei In­vest­ment­ge­sell­schaf­ten mit va­ria­blem Ka­pi­tal müs­sen ins Han­dels­re­gis­ter ein­ge­tra­gen wer­den:

a.
die Tat­sa­che, dass es sich um die Grün­dung ei­ner neu­en In­vest­ment­ge­sell­schaft mit va­ria­blem Ka­pi­tal han­delt;
b.
die Fir­ma und die Un­ter­neh­mens-Iden­ti­fi­ka­ti­ons­num­mer;
c.
der Sitz und das Rechts­do­mi­zil;
d.
die Rechts­form;
e.
das Da­tum der Sta­tu­ten;
f.
falls sie be­schränkt ist: die Dau­er der Ge­sell­schaft;
g.
der Zweck;
h.
die Art der Ak­ti­en;
i.
bei ei­ner Be­schrän­kung der Über­trag­bar­keit der Ak­ti­en, ins­be­son­de­re bei ei­ner Ein­schrän­kung des An­le­ger­krei­ses auf qua­li­fi­zier­te An­le­ge­rin­nen und An­le­ger: ein Ver­weis auf die nä­he­re Um­schrei­bung in den Sta­tu­ten;
j.
im Fall ver­schie­de­ner Ka­te­go­ri­en von An­le­gerak­ti­en: die da­mit ver­bun­de­nen Rech­te mit ei­nem Ver­weis auf die nä­he­re Um­schrei­bung in den Sta­tu­ten;
k.
die Mit­glie­der des Ver­wal­tungs­ra­tes;
l.
die zur Ver­tre­tung be­rech­tig­ten Per­so­nen;
m.1
die Tat­sa­che, dass die Prü­fung nach KAG durch­ge­führt wird;
n.2
die zu­ge­las­se­ne Prüf­ge­sell­schaft;
o.
das ge­setz­li­che so­wie die wei­te­ren Pu­bli­ka­ti­ons­or­ga­ne;
p.
die in den Sta­tu­ten vor­ge­se­he­ne Form der Mit­tei­lun­gen des Ver­wal­tungs­ra­tes an die Ak­tio­nä­rin­nen und Ak­tio­näre.

1 Fas­sung ge­mä­ss An­hang Ziff. 1 der Grund­buch­ver­ord­nung vom 23. Sept. 2011, in Kraft seit 1. Jan. 2012 (AS 2011 4659).
2 Fas­sung ge­mä­ss An­hang Ziff. 1 der Grund­buch­ver­ord­nung vom 23. Sept. 2011, in Kraft seit 1. Jan. 2012 (AS 2011 4659).

Art. 105 Auflösung und Löschung

Für die Auf­lö­sung und die Lö­schung gel­ten die Ar­ti­kel 63 und 65 sinn­ge­mä­ss.

12. Kapitel: Institut des öffentlichen Rechts

Art. 106 Anmeldung und Belege

1Mit der An­mel­dung zur Ein­tra­gung ei­nes In­sti­tuts des öf­fent­li­chen Rechts müs­sen dem Han­dels­re­gis­ter­amt fol­gen­de Be­le­ge ein­ge­reicht wer­den:

a.
Hin­wei­se auf die mass­ge­ben­den Rechts­grund­la­gen und auf die Be­schlüs­se des für die Er­rich­tung zu­stän­di­gen Or­gans nach dem öf­fent­li­chen Recht;
b.
ge­ge­be­nen­falls die Sta­tu­ten;
c.
die Ver­fü­gun­gen, Pro­to­kol­le oder Pro­to­kol­l­aus­zü­ge über die Er­nen­nung der Mit­glie­der des obers­ten Lei­tungs- oder Ver­wal­tungs­or­gans und der zur Ver­tre­tung be­rech­tig­ten Per­so­nen so­wie ge­ge­be­nen­falls über die Be­zeich­nung ei­ner Re­vi­si­ons­stel­le;
d.
die Er­klä­run­gen der Mit­glie­der des obers­ten Lei­tungs- oder Ver­wal­tungs­or­gans und ge­ge­be­nen­falls der Re­vi­si­ons­stel­le, dass sie ih­re Wahl an­neh­men;
e.
im Fall von Ar­ti­kel 117 Ab­satz 3: die Er­klä­rung der Do­mi­zil­hal­te­rin oder des Do­mi­zil­hal­ters, dass sie oder er dem In­sti­tut des öf­fent­li­chen Rechts ein Rechts­do­mi­zil am Ort von des­sen Sitz ge­währt.

2Für An­ga­ben, die be­reits in an­dern Un­ter­la­gen fest­ge­hal­ten sind, ist kein zu­sätz­li­cher Be­leg er­for­der­lich.

Art. 107 Inhalt des Eintrags

Bei In­sti­tu­ten des öf­fent­li­chen Rechts müs­sen ins Han­dels­re­gis­ter ein­ge­tra­gen wer­den:

a.
die Be­zeich­nung und die Un­ter­neh­mens-Iden­ti­fi­ka­ti­ons­num­mer;
b.
der Sitz und das Rechts­do­mi­zil;
c.
die Rechts­form;
d.
die Be­zeich­nung der mass­ge­bli­chen Rechts­grund­la­gen des öf­fent­li­chen Rechts so­wie das Da­tum der Be­schlüs­se des für die Er­rich­tung zu­stän­di­gen Or­gans ge­mä­ss öf­fent­li­chem Recht;
e.
falls be­kannt: das Da­tum der Er­rich­tung des In­sti­tuts des öf­fent­li­chen Rechts;
f.
falls Sta­tu­ten be­ste­hen: de­ren Da­tum;
g.
der Zweck;
h.
im Fall ei­nes Do­ta­ti­ons­ka­pi­tals: des­sen Hö­he;
i.
bei be­son­de­ren Haf­tungs­ver­hält­nis­sen: ein Ver­weis auf die nä­he­re Um­schrei­bung in den Be­le­gen, Rechts­grund­la­gen oder Be­schlüs­sen des für die Grün­dung zu­stän­di­gen Or­gans;
j.
die Or­ga­ni­sa­ti­on;
k.
die Mit­glie­der des obers­ten Lei­tungs- oder Ver­wal­tungs­or­gans;
l.
die zur Ver­tre­tung be­rech­tig­ten Per­so­nen;
m.
ge­ge­be­nen­falls die Re­vi­si­ons­stel­le.

Art. 108 Anwendbares Recht

Die Be­stim­mun­gen die­ser Ver­ord­nung über die Rechts­for­men des Pri­vat­rechts gel­ten auf die In­sti­tu­te des öf­fent­li­chen Rechts im Üb­ri­gen sinn­ge­mä­ss.

13. Kapitel: Zweigniederlassung

1. Abschnitt: Zweigniederlassung einer Rechtseinheit mit Sitz in der Schweiz

Art. 109 Anmeldung und Belege

Mit der An­mel­dung zur Ein­tra­gung ei­ner Zweignie­der­las­sung ei­ner Rechts­ein­heit mit Sitz in der Schweiz müs­sen dem Han­dels­re­gis­ter­amt fol­gen­de Be­le­ge ein­ge­reicht wer­den:

a.
das Pro­to­koll oder der Pro­to­kol­l­aus­zug über die Be­stel­lung der Per­so­nen, die nur für die Zweignie­der­las­sung ver­tre­tungs­be­rech­tigt sind;
b.
im Fall von Ar­ti­kel 117 Ab­satz 3: die Er­klä­rung der Do­mi­zil­hal­te­rin oder des Do­mi­zil­hal­ters, dass sie oder er der Zweignie­der­las­sung am Ort von de­ren Sitz ein Rechts­do­mi­zil ge­währt.

Art. 110 Inhalt des Eintrags

1Bei der Zweignie­der­las­sung müs­sen ins Han­dels­re­gis­ter ein­ge­tra­gen wer­den:

a.
die Fir­ma be­zie­hungs­wei­se der Na­me, die Un­ter­neh­mens-Iden­ti­fi­ka­ti­ons­num­mer, die Rechts­form und der Sitz der Haupt­nie­der­las­sung;
b.
die Fir­ma be­zie­hungs­wei­se der Na­me, die Un­ter­neh­mens-Iden­ti­fi­ka­ti­ons­num­mer, der Sitz und das Rechts­do­mi­zil der Zweignie­der­las­sung;
c.
die Tat­sa­che, dass es sich um ei­ne Zweignie­der­las­sung han­delt;
d.
der Zweck der Zweignie­der­las­sung, so­fern er en­ger ge­fasst ist als der Zweck der Haupt­nie­der­las­sung;
e.
die Per­so­nen, die zur Ver­tre­tung der Zweignie­der­las­sung be­rech­tigt sind, so­fern ih­re Zeich­nungs­be­rech­ti­gung nicht aus dem Ein­trag der Haupt­nie­der­las­sung her­vor­geht.

2Bei der Haupt­nie­der­las­sung müs­sen ins Han­dels­re­gis­ter ein­ge­tra­gen wer­den:

a.
die Un­ter­neh­mens-Iden­ti­fi­ka­ti­ons­num­mer der Zweignie­der­las­sung;
b.
der Sitz der Zweignie­der­las­sung.

Art. 111 Koordination der Einträge von Haupt- und Zweigniederlassung

1Das Han­dels­re­gis­ter­amt am Sitz der Zweignie­der­las­sung muss das Han­dels­re­gis­ter­amt am Sitz der Haupt­nie­der­las­sung über die Neu­ein­tra­gung, die Sitz­ver­le­gung oder die Lö­schung der Zweignie­der­las­sung in­for­mie­ren. Das Han­dels­re­gis­ter­amt am Sitz der Haupt­nie­der­las­sung nimmt die er­for­der­li­chen Ein­tra­gun­gen von Am­tes we­gen vor.

2Das Han­dels­re­gis­ter­amt am Sitz der Haupt­nie­der­las­sung muss das Han­dels­re­gis­ter­amt am Sitz der Zweignie­der­las­sung über Än­de­run­gen in­for­mie­ren, die ei­ne Än­de­rung der Ein­tra­gung der Zweignie­der­las­sung er­for­dern, ins­be­son­de­re über Än­de­run­gen der Rechts­form, der Fir­ma be­zie­hungs­wei­se des Na­mens, des Sit­zes, die Auf­lö­sung oder die Lö­schung. Das Han­dels­re­gis­ter­amt am Sitz der Zweignie­der­las­sung nimmt die er­for­der­li­chen Ein­tra­gun­gen von Am­tes we­gen vor.

Art. 112 Fusion, Spaltung, Umwandlung und Vermögensübertragung

1Im Fall ei­ner Fu­si­on, ei­ner Spal­tung, ei­ner Um­wand­lung oder ei­ner Ver­mö­gens­über­tra­gung blei­ben die Ein­trä­ge von Zweignie­der­las­sun­gen be­ste­hen, wenn nicht de­ren Lö­schung an­ge­mel­det wird.

2Er­ge­ben sich aus ei­ner Fu­si­on, ei­ner Spal­tung, ei­ner Um­wand­lung oder ei­ner Ver­mö­gens­über­tra­gung Än­de­run­gen, die in der Ein­tra­gung von Zweignie­der­las­sun­gen zu be­rück­sich­ti­gen sind, so müs­sen die ent­spre­chen­den Tat­sa­chen beim Han­dels­re­gis­ter­amt an­ge­mel­det wer­den. Die An­mel­dung hat im Fall ei­ner Fu­si­on oder ei­ner Spal­tung durch die über­neh­men­de Rechts­ein­heit zu er­fol­gen.

2. Abschnitt: Zweigniederlassung einer Rechtseinheit mit Sitz im Ausland

Art. 113 Anmeldung und Belege

1Mit der An­mel­dung zur Ein­tra­gung ei­ner Zweignie­der­las­sung ei­ner Rechts­ein­heit mit Sitz im Aus­land müs­sen dem Han­dels­re­gis­ter­amt fol­gen­de Be­le­ge ein­ge­reicht wer­den:

a.
ein be­glau­big­ter ak­tu­el­ler Aus­zug aus dem Han­dels­re­gis­ter am Sitz der Haupt­nie­der­las­sung oder, falls der Aus­zug kei­ne ge­nü­gen­den An­ga­ben ent­hält oder kei­ne dem Han­dels­re­gis­ter ver­gleich­ba­re In­sti­tu­ti­on be­steht, ein amt­li­cher Nach­weis dar­über, dass die Haupt­nie­der­las­sung nach den gel­ten­den Be­stim­mun­gen des mass­ge­bli­chen aus­län­di­schen Rechts recht­mäs­sig be­steht;
b.
bei ju­ris­ti­schen Per­so­nen ein be­glau­big­tes Ex­em­plar der gel­ten­den Sta­tu­ten oder des ent­spre­chen­den Do­ku­men­tes der Haupt­nie­der­las­sung;
c.
das Pro­to­koll oder der Pro­to­kol­l­aus­zug des Or­gans der Haupt­nie­der­las­sung, das die Er­rich­tung der Zweignie­der­las­sung be­schlos­sen hat;
d.
das Pro­to­koll oder der Pro­to­kol­l­aus­zug über die Be­stel­lung der für die Zweignie­der­las­sung ver­tre­tungs­be­rech­tig­ten Per­so­nen;
e.
im Fall von Ar­ti­kel 117 Ab­satz 3: die Er­klä­rung der Do­mi­zil­hal­te­rin oder des Do­mi­zil­hal­ters, dass sie oder er der Zweignie­der­las­sung ein Rechts­do­mi­zil am Ort von de­ren Sitz ge­währt.

2Ist in der Schweiz be­reits ei­ne Zweignie­der­las­sung der­sel­ben Rechts­ein­heit im Han­dels­re­gis­ter ein­ge­tra­gen, so fin­det Ab­satz 1 Buch­sta­ben a und b kei­ne An­wen­dung.

Art. 114 Inhalt des Eintrags

1Bei Zweignie­der­las­sun­gen von Rechts­ein­hei­ten mit Sitz im Aus­land müs­sen ins Han­dels­re­gis­ter ein­ge­tra­gen wer­den:

a.
die Fir­ma be­zie­hungs­wei­se der Na­me, die Rechts­form und der Sitz der Haupt­nie­der­las­sung so­wie ge­ge­be­nen­falls ein Hin­weis auf de­ren Re­gis­trie­rung und Un­ter­neh­mens-Iden­ti­fi­ka­ti­ons­num­mer;
b.
Hö­he und Wäh­rung ei­nes all­fäl­li­gen Ka­pi­tals der Haupt­nie­der­las­sung so­wie An­ga­ben zu den ge­leis­te­ten Ein­la­gen;
c.
die Fir­ma be­zie­hungs­wei­se der Na­me, die Un­ter­neh­mens-Iden­ti­fi­ka­ti­ons­num­mer, der Sitz und das Rechts­do­mi­zil der Zweignie­der­las­sung;
d.
die Tat­sa­che, dass es sich um ei­ne Zweignie­der­las­sung han­delt;
e.
der Zweck der Zweignie­der­las­sung;
f.
die Per­so­nen, die zur Ver­tre­tung der Zweignie­der­las­sung be­rech­tigt sind.

2Für die For­mu­lie­rung des Zwecks der Zweignie­der­las­sung gilt Ar­ti­kel 118 Ab­satz 1.

Art. 115 Löschung

1Hat der Ge­schäfts­be­trieb der Zweignie­der­las­sung auf­ge­hört, so muss die Lö­schung der Zweignie­der­las­sung zur Ein­tra­gung an­ge­mel­det wer­den.

2Wird die Lö­schung der Zweignie­der­las­sung zur Ein­tra­gung ins Han­dels­re­gis­ter an­ge­mel­det, so macht das Han­dels­re­gis­ter­amt den Steu­er­be­hör­den des Bun­des und des Kan­tons Mit­tei­lung. Die Lö­schung darf erst vor­ge­nom­men wer­den, wenn die­se Be­hör­den zu­ge­stimmt ha­ben.

3Zu­sam­men mit der Lö­schung muss der Lö­schungs­grund ins Han­dels­re­gis­ter ein­ge­tra­gen wer­den.

4. Titel: Rechtsformübergreifende Bestimmungen für die Eintragung

1. Kapitel: Unternehmens-Identifikationsnummer, Rechtsform-, Sitz-, Zweck- und Personenangaben sowie Hinweis auf die vorangehende Eintragung

Art. 116 Unternehmens-Identifikationsnummer

1Hat ei­ne Rechts­ein­heit kei­ne Un­ter­neh­mens-Iden­ti­fi­ka­ti­ons­num­mer, so wird ihr die­se spä­tes­tens an­läss­lich der Ein­tra­gung in das Ta­ges­re­gis­ter zu­ge­teilt.1

2Die Un­ter­neh­mens-Iden­ti­fi­ka­ti­ons­num­mer iden­ti­fi­ziert ei­ne Rechts­ein­heit dau­er­haft. Sie ist un­ver­än­der­lich.

3Die Un­ter­neh­mens-Iden­ti­fi­ka­ti­ons­num­mer ei­ner ge­lösch­ten Rechts­ein­heit darf nicht neu ver­ge­ben wer­den. Die frü­he­re Un­ter­neh­mens-Iden­ti­fi­ka­ti­ons­num­mer wird wie­der zu­ge­teilt, wenn:

a.
ei­ne ge­lösch­te Rechts­ein­heit auf An­ord­nung ei­nes Ge­richts wie­der ins Han­dels­re­gis­ter ein­ge­tra­gen wird (Art. 164);
b.
ein ge­lösch­tes Ein­zel­un­ter­neh­men auf An­trag der In­ha­be­rin oder des In­ha­bers er­neut zur Ein­tra­gung ins Han­dels­re­gis­ter an­ge­mel­det wird;
c.
ein ge­lösch­tes Ein­zel­un­ter­neh­men im Rah­men ei­nes Ver­fah­rens von Am­tes we­gen zur Ein­tra­gung ins Han­dels­re­gis­ter ver­pflich­tet wird (Art. 152).2

4Bei ei­ner Ab­sorp­ti­ons­fu­si­on be­hält die über­neh­men­de Rechts­ein­heit ih­re bis­he­ri­ge Un­ter­neh­mens-Iden­ti­fi­ka­ti­ons­num­mer. Bei der Kom­bi­na­ti­ons­fu­si­on er­hält die ent­ste­hen­de Rechts­ein­heit ei­ne neue Un­ter­neh­mens-Iden­ti­fi­ka­ti­ons­num­mer.

5Ent­steht bei der Spal­tung ei­ne neue Rechts­ein­heit, so er­hält sie ei­ne neue Un­ter­neh­mens-Iden­ti­fi­ka­ti­ons­num­mer. Die üb­ri­gen an ei­ner Spal­tung be­tei­lig­ten Rechts­ein­hei­ten be­hal­ten ih­re bis­he­ri­ge Un­ter­neh­mens-Iden­ti­fi­ka­ti­ons­num­mer.

6Bei der Fort­füh­rung des Ge­schäfts ei­ner Kol­lek­tiv- oder Kom­man­dit­ge­sell­schaft als Ein­zel­un­ter­neh­men ge­mä­ss Ar­ti­kel 579 OR bleibt die Un­ter­neh­mens-Iden­ti­fi­ka­ti­ons­num­mer un­ver­än­dert.


1 Fas­sung ge­mä­ss An­hang Ziff. 3 der V vom 26. Jan. 2011 über die Un­ter­neh­mens-Iden­ti­fi­ka­ti­ons­num­mer, in Kraft seit 1. April 2011 (AS 2011 533).
2 Fas­sung ge­mä­ss An­hang Ziff. 1 der Grund­buch­ver­ord­nung vom 23. Sept. 2011, in Kraft seit 1. Jan. 2012 (AS 2011 4659).

Art. 116a Angabe der Rechtsform in der Firma

1Die Rechts­form in der Fir­ma ei­ner Han­dels­ge­sell­schaft oder Ge­nos­sen­schaft (Art. 950 OR) ist mit der zu­tref­fen­den Be­zeich­nung oder de­ren Ab­kür­zung in ei­ner Lan­des­s­pra­che des Bun­des an­zu­ge­ben.

2Die Be­zeich­nun­gen und Ab­kür­zun­gen sind im An­hang auf­ge­führt.

3Für die Rechts­for­men nach dem Kol­lek­ti­v­an­la­gen­ge­setz vom 23. Ju­ni 20062 gel­ten die dar­in fest­ge­leg­ten Be­zeich­nun­gen und Ab­kür­zun­gen.


1 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 18. Mai 2016, in Kraft seit 1. Ju­li 2016 (AS 2016 1663).
2 SR951.31

Art. 117 Sitz, Rechtsdomizil sowie weitere Adressen

1Als Sitz wird der Na­me der po­li­ti­schen Ge­mein­de ein­ge­tra­gen.

2Zu­dem wird das Rechts­do­mi­zil ge­mä­ss Ar­ti­kel 2 Buch­sta­be c ein­ge­tra­gen.

3Ver­fügt ei­ne Rechts­ein­heit über kein Rechts­do­mi­zil an ih­rem Sitz, so muss im Ein­trag an­ge­ge­ben wer­den, bei wem sich das Rechts­do­mi­zil an die­sem Sitz be­fin­det (c/o-Adres­se). Mit der An­mel­dung zur Ein­tra­gung ist ei­ne Er­klä­rung der Do­mi­zil­hal­te­rin oder des Do­mi­zil­hal­ters ein­zu­rei­chen, dass sie oder er der Rechts­ein­heit ein Rechts­do­mi­zil an de­ren Sitz ge­währt.

4Ne­ben der An­ga­be von Sitz und Rechts­do­mi­zil kann je­de Rechts­ein­heit wei­te­re in der Schweiz ge­le­ge­ne Adres­sen im Han­dels­re­gis­ter ih­res Sit­zes ein­tra­gen las­sen.

Art. 118 Zweckangaben

1Die Rechts­ein­hei­ten müs­sen ih­ren Zweck so um­schrei­ben, dass ihr Tä­tig­keits­feld für Drit­te klar er­sicht­lich ist.

2Für die Ein­tra­gung kann das Han­dels­re­gis­ter­amt die Um­schrei­bung des Zwecks der Rechts­ein­heit:

a.
un­ver­än­dert aus den Sta­tu­ten oder der Stif­tungs­ur­kun­de über­neh­men; oder
b.
auf den we­sent­li­chen In­halt ver­kür­zen und in Be­zug auf die nicht ein­ge­tra­ge­nen An­ga­ben mit ei­nem Hin­weis auf die Sta­tu­ten oder die Stif­tungs­ur­kun­de er­gän­zen.

Art. 119 Personenangaben

1Ein­trä­ge zu na­tür­li­chen Per­so­nen müs­sen die fol­gen­den An­ga­ben ent­hal­ten:

a.
den Fa­mi­li­enna­men;
b.
min­des­tens ein aus­ge­schrie­be­ner Vor­na­me oder, so­fern dies für die Iden­ti­fi­ka­ti­on der Per­son er­for­der­lich ist, al­le Vor­na­men;
c.1
auf Ver­lan­gen, Ruf-, Ko­se- oder Künst­ler­na­men;
d.2
die po­li­ti­sche Ge­mein­de des Hei­mator­tes, oder bei aus­län­di­schen Staats­an­ge­hö­ri­gen, die Staats­an­ge­hö­rig­keit;
e.3
die po­li­ti­sche Ge­mein­de des Wohn­sit­zes, oder bei ei­nem aus­län­di­schen Wohn­sitz, der Ort und die Lan­des­be­zeich­nung;
f.4
falls be­legt, schwei­ze­ri­sche oder gleich­wer­ti­ge aus­län­di­sche aka­de­mi­sche Ti­tel;
g.5
die Funk­ti­on, die die Per­son in der Rechts­ein­heit wahr­nimmt;
h.6
die Art der Zeich­nungs­be­rech­ti­gung oder der Hin­weis, dass die Per­son nicht zeich­nungs­be­rech­tigt ist.

2Die Schreib­wei­se des Fa­mi­li­enna­mens, Le­di­gna­mens und der Vor­na­men rich­tet sich nach dem Aus­weis­do­ku­ment, auf des­sen Grund­la­ge die An­ga­ben zur Per­son er­ho­ben wur­den (Art. 24b). Es dür­fen nur la­tei­ni­sche Buch­sta­ben ver­wen­det wer­den.7

3Wer­den Rechts­ein­hei­ten als In­ha­be­rin­nen ei­ner Funk­ti­on bei ei­ner an­de­ren Rechts­ein­heit ein­ge­tra­gen, so muss die­ser Ein­trag die fol­gen­den An­ga­ben ent­hal­ten:

a.
die Fir­ma, der Na­me oder die Be­zeich­nung in der im Han­dels­re­gis­ter ein­ge­tra­ge­nen Fas­sung;
b.
die Un­ter­neh­mens-Iden­ti­fi­ka­ti­ons­num­mer;
c.
der Sitz;
d.
die Funk­ti­on.

1 Fas­sung ge­mä­ss An­hang Ziff. 1 der Grund­buch­ver­ord­nung vom 23. Sept. 2011, in Kraft seit 1. Jan. 2012 (AS 2011 4659).
2 Fas­sung ge­mä­ss An­hang Ziff. 1 der Grund­buch­ver­ord­nung vom 23. Sept. 2011, in Kraft seit 1. Jan. 2012 (AS 2011 4659).
3 Fas­sung ge­mä­ss An­hang Ziff. 1 der Grund­buch­ver­ord­nung vom 23. Sept. 2011, in Kraft seit 1. Jan. 2012 (AS 2011 4659).
4 Fas­sung ge­mä­ss An­hang Ziff. 1 der Grund­buch­ver­ord­nung vom 23. Sept. 2011, in Kraft seit 1. Jan. 2012 (AS 2011 4659).
5 Fas­sung ge­mä­ss An­hang Ziff. 1 der Grund­buch­ver­ord­nung vom 23. Sept. 2011, in Kraft seit 1. Jan. 2012 (AS 2011 4659).
6 Fas­sung ge­mä­ss An­hang Ziff. 1 der Grund­buch­ver­ord­nung vom 23. Sept. 2011, in Kraft seit 1. Jan. 2012 (AS 2011 4659).
7 Fas­sung ge­mä­ss An­hang Ziff. 1 der Grund­buch­ver­ord­nung vom 23. Sept. 2011, in Kraft seit 1. Jan. 2012 (AS 2011 4659).

Art. 120 Leitungs- oder Verwaltungsorgane

Ein­zel­un­ter­neh­men, Han­dels­ge­sell­schaf­ten, ju­ris­ti­sche Per­so­nen so­wie In­sti­tu­te des öf­fent­li­chen Rechts dür­fen als sol­che nicht als Mit­glied der Lei­tungs- oder Ver­wal­tungs­or­ga­ne oder als Zeich­nungs­be­rech­tig­te in das Han­dels­re­gis­ter ein­ge­tra­gen wer­den. Vor­be­hal­ten bleibt Ar­ti­kel 98 KAG1 so­wie die Ein­tra­gung von Li­qui­da­to­rin­nen, Li­qui­da­to­ren, Re­vi­so­rin­nen, Re­vi­so­ren, Kon­kurs­ver­wal­te­rin­nen, Kon­kurs­ver­wal­tern oder Sach­wal­te­rin­nen und Sach­wal­tern.


Art. 121 Revisionsstelle

Wo ei­ne Re­vi­si­ons­stel­le ein­ge­tra­gen wer­den muss, wird nicht ein­ge­tra­gen, ob es sich da­bei um ein staat­lich be­auf­sich­tig­tes Re­vi­si­ons­un­ter­neh­men, ei­ne zu­ge­las­se­ne Re­vi­si­ons­ex­per­tin, einen zu­ge­las­se­nen Re­vi­si­ons­ex­per­ten, ei­ne zu­ge­las­se­ne Re­vi­so­rin oder einen zu­ge­las­se­nen Re­vi­sor han­delt.

Art. 122 Hinweis auf die vorangehende Eintragung

Je­der Ein­trag im Ta­ges­re­gis­ter muss einen Hin­weis auf die Ver­öf­fent­li­chung des vor­an­ge­hen­den Ein­trags der be­tref­fen­den Rechts­ein­heit im Schwei­ze­ri­schen Han­delsamts­blatt ent­hal­ten; an­zu­ge­ben sind:

a.2
das Da­tum und die Num­mer der Aus­ga­be;
b.
die Mel­dungs­num­mer der elek­tro­ni­schen Ver­öf­fent­li­chung.

1 Fas­sung ge­mä­ss An­hang Ziff. 1 der Grund­buch­ver­ord­nung vom 23. Sept. 2011, in Kraft seit 1. Jan. 2012 (AS 2011 4659).
2 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. III der V vom 22. Nov. 2017, in Kraft seit 1. Jan. 2018 (AS 2017 7319).

2. Kapitel: Sitzverlegung

1. Abschnitt: In der Schweiz

Art. 123 Eintragung am neuen Sitz

1Ver­legt ei­ne Rechts­ein­heit ih­ren Sitz in einen an­de­ren Re­gis­ter­be­zirk, so muss sie sich am neu­en Sitz zur Ein­tra­gung an­mel­den.

2Mit der An­mel­dung zur Ein­tra­gung der Sitz­ver­le­gung müs­sen dem Han­dels­re­gis­ter­amt fol­gen­de Be­le­ge ein­ge­reicht wer­den:

a.
die be­glau­big­ten Sta­tu­ten des bis­he­ri­gen Sit­zes;
b.
falls bei ju­ris­ti­schen Per­so­nen die Sta­tu­ten ge­än­dert wer­den müs­sen: der Be­schluss über die Än­de­rung so­wie ein be­glau­big­tes Ex­em­plar der neu­en Sta­tu­ten;
c.
die be­glau­big­ten Un­ter­schrif­ten der an­mel­den­den Per­so­nen.

3Das Han­dels­re­gis­ter­amt am neu­en Sitz ist für die Prü­fung der Sitz­ver­le­gung und der Be­le­ge zu­stän­dig. Es in­for­miert das Han­dels­re­gis­ter­amt des bis­he­ri­gen Sit­zes über die vor­zu­neh­men­de Ein­tra­gung.

4Das Han­dels­re­gis­ter­amt am bis­he­ri­gen Sitz über­mit­telt dem Han­dels­re­gis­ter­amt am neu­en Sitz im Hin­blick auf die Ein­tra­gung der Sitz­ver­le­gung sämt­li­che im Haupt­re­gis­ter vor­han­de­nen elek­tro­ni­schen Da­ten. Sie wer­den ins Haupt­re­gis­ter auf­ge­nom­men, aber we­der im Ta­ges­re­gis­ter ein­ge­tra­gen noch im Schwei­ze­ri­schen Han­delsamts­blatt pu­bli­ziert.

5Am neu­en Sitz müs­sen fol­gen­de An­ga­ben ins Han­dels­re­gis­ter ein­ge­tra­gen wer­den:

a.
die Fir­ma oder der Na­me und die Un­ter­neh­mens-Iden­ti­fi­ka­ti­ons­num­mer;
b.
die Tat­sa­che der Sitz­ver­le­gung un­ter An­ga­be des Or­tes des bis­he­ri­gen und des neu­en Sit­zes;
c.
das Rechts­do­mi­zil am neu­en Sitz;
d.
falls die Sta­tu­ten ge­än­dert wur­den: de­ren neu­es Da­tum.

6Wer­den die Ein­trä­ge im Re­gis­ter des neu­en Sit­zes in ei­ner an­de­ren Spra­che als im Re­gis­ter des al­ten Sit­zes vor­ge­nom­men, so müs­sen al­le zu ver­öf­fent­li­chen­den Tat­sa­chen in der neu­en Spra­che ein­ge­tra­gen wer­den.

Art. 124 Eintragung am bisherigen Sitz

1Die Sitz­ver­le­gung und die Lö­schung am bis­he­ri­gen Sitz müs­sen am glei­chen Tag ins Ta­ges­re­gis­ter ein­ge­tra­gen wer­den. Die Han­dels­re­gis­teräm­ter müs­sen ih­re Ein­tra­gun­gen auf­ein­an­der ab­stim­men.

2Die Lö­schung am bis­he­ri­gen Sitz wird oh­ne wei­te­re Prü­fung ein­ge­tra­gen.

3Am bis­he­ri­gen Sitz müs­sen fol­gen­de An­ga­ben ins Han­dels­re­gis­ter ein­ge­tra­gen wer­den:

a.
die Tat­sa­che, dass die Rechts­ein­heit in­fol­ge Sitz­ver­le­gung im Han­dels­re­gis­ter am neu­en Sitz ein­ge­tra­gen wur­de un­ter An­ga­be des Or­tes des neu­en Sit­zes;
b.
die neue Fir­ma be­zie­hungs­wei­se der neue Na­me, falls die­se ge­än­dert wur­den;
c.
die Tat­sa­che, dass die Rechts­ein­heit im Han­dels­re­gis­ter des bis­he­ri­gen Sit­zes von Am­tes we­gen ge­löscht wird.

Art. 125 Übermittlung der Belege

Das Han­dels­re­gis­ter­amt des bis­he­ri­gen Sit­zes über­mit­telt dem Han­dels­re­gis­ter­amt am neu­en Sitz sämt­li­che Be­le­ge zu den Ein­tra­gun­gen, die am bis­he­ri­gen Sitz vor­ge­nom­men wur­den.

2. Abschnitt: Verlegung des Sitzes einer ausländischen Rechtseinheit in die Schweiz

Art. 126

1Un­ter­stellt sich ei­ne aus­län­di­sche Rechts­ein­heit ge­mä­ss den Vor­schrif­ten des Bun­des­ge­set­zes vom 18. De­zem­ber 19871 über das In­ter­na­tio­na­le Pri­vat­recht (IPRG) durch ei­ne Sitz­ver­le­gung schwei­ze­ri­schem Recht, so gel­ten für die Ein­tra­gung in das Han­dels­re­gis­ter die Be­stim­mun­gen über die Ein­tra­gung ei­ner neu ge­grün­de­ten Rechts­ein­heit.

2Zu­sätz­lich zu den für die Ein­tra­gung der Rechts­ein­heit er­for­der­li­chen Be­le­gen müs­sen die An­mel­den­den dem Han­dels­re­gis­ter­amt die fol­gen­den be­son­de­ren Be­le­ge ein­rei­chen:

a.
einen Nach­weis des recht­li­chen Be­ste­hens der Rechts­ein­heit im Aus­land;
b.2
einen Nach­weis über die Zu­läs­sig­keit der grenz­über­schrei­ten­den Sitz­ver­le­gung im aus­län­di­schen Recht oder ei­ne Be­wil­li­gung des Eid­ge­nös­si­schen Jus­tiz- und Po­li­zei­de­par­te­men­tes ge­mä­ss Ab­satz 4;
c.
einen Nach­weis, dass die An­pas­sung an ei­ne schwei­ze­ri­sche Rechts­form mög­lich ist;
d.
einen Nach­weis, dass die Rechts­ein­heit den Mit­tel­punkt ih­rer Ge­schäftstä­tig­keit in die Schweiz ver­legt hat;
e.
im Fal­le ei­ner Ka­pi­tal­ge­sell­schaft: den Be­richt ei­ner zu­ge­las­se­nen Re­vi­si­ons­ex­per­tin oder ei­nes zu­ge­las­se­nen Re­vi­si­ons­ex­per­ten, der be­legt, dass das Ka­pi­tal der Ge­sell­schaft nach schwei­ze­ri­schem Recht ge­deckt ist.

3Zu­sätz­lich zu den er­for­der­li­chen An­ga­ben bei der Ein­tra­gung ei­ner neu ge­grün­de­ten Rechts­ein­heit müs­sen ins Han­dels­re­gis­ter ein­ge­tra­gen wer­den:

a.
das Da­tum des Be­schlus­ses, mit dem sich die Rechts­ein­hei­ten nach den Vor­schrif­ten des IPRG schwei­ze­ri­schem Recht un­ter­stellt;
b.
die Fir­ma oder der Na­me, die Rechts­form und der Sitz vor der Sitz­ver­le­gung in die Schweiz;
c.
die aus­län­di­sche Be­hör­de, die für die Re­gis­trie­rung zu­stän­dig war, be­vor die Rechts­ein­heit ih­ren Sitz in die Schweiz ver­legt hat.

4Er­teilt das Eid­ge­nös­si­sche Jus­tiz- und Po­li­zei­de­par­te­ment ei­ne Be­wil­li­gung ge­mä­ss Ar­ti­kel 161 Ab­satz 2 IPRG, so muss die ent­spre­chen­de Ver­fü­gung dem Han­dels­re­gis­ter­amt als Be­leg ein­ge­reicht wer­den.


1 SR 291
2 Fas­sung ge­mä­ss An­hang Ziff. 1 der Grund­buch­ver­ord­nung vom 23. Sept. 2011, in Kraft seit 1. Jan. 2012 (AS 2011 4659).

3. Abschnitt: Verlegung des Sitzes einer schweizerischen Rechtseinheit ins Ausland

Art. 127

1Ver­legt ei­ne schwei­ze­ri­sche Rechts­ein­heit ge­mä­ss den Vor­schrif­ten des IPRG1 ih­ren Sitz ins Aus­land, so müs­sen die An­mel­den­den zu­sätz­lich zu den für die Lö­schung der Rechts­ein­heit er­for­der­li­chen Be­le­gen dem Han­dels­re­gis­ter­amt die fol­gen­den Be­le­ge ein­rei­chen:

a.
einen Nach­weis, dass die Rechts­ein­heit im Aus­land wei­ter be­steht;
b.
den Be­richt ei­ner zu­ge­las­se­nen Re­vi­si­ons­ex­per­tin oder ei­nes zu­ge­las­se­nen Re­vi­si­ons­ex­per­ten, wel­cher be­stä­tigt, dass die For­de­run­gen der Gläu­bi­ge­rin­nen und Gläu­bi­ger im Sin­ne von Ar­ti­kel 46 FusG si­cher­ge­stellt oder er­füllt wor­den sind oder dass die Gläu­bi­ge­rin­nen und Gläu­bi­ger mit der Lö­schung ein­ver­stan­den sind;
c.2
den Be­schluss des zu­stän­di­gen Or­gans, mit dem sich die Rechts­ein­heit nach den Vor­schrif­ten des IPRG aus­län­di­schem Recht un­ter­stellt.

2Wird die Ver­le­gung des Sit­zes ei­ner schwei­ze­ri­schen Rechts­ein­heit ins Aus­land im Han­dels­re­gis­ter an­ge­mel­det, so macht das Han­dels­re­gis­ter­amt den Steu­er­be­hör­den des Bun­des und des Kan­tons Mit­tei­lung. Die Lö­schung darf erst vor­ge­nom­men wer­den, wenn die­se Be­hör­den zu­ge­stimmt ha­ben.

3Ins Han­dels­re­gis­ter müs­sen ein­ge­tra­gen wer­den:

a.
das Da­tum des Be­schlus­ses des zu­stän­di­gen Or­gans, mit dem sich die Rechts­ein­heit nach den Vor­schrif­ten des IPRG aus­län­di­schem Recht un­ter­stellt;
b.
die Fir­ma oder der Na­me, die Rechts­form und der Sitz nach der Sitz­ver­le­gung ins Aus­land;
c.
die aus­län­di­sche Be­hör­de, die für die Re­gis­trie­rung zu­stän­dig ist, nach­dem die Rechts­ein­heit ih­ren Sitz ins Aus­land ver­legt hat;
d.
das Da­tum des Re­vi­si­ons­be­richts, der be­stä­tigt, dass die Vor­keh­run­gen zum Schutz der Gläu­bi­ge­rin­nen und Gläu­bi­ger er­füllt wor­den sind;
e.
die Tat­sa­che, dass die Rechts­ein­heit ge­löscht wird.

1 SR 291
2 Ein­ge­fügt durch An­hang Ziff. 1 der Grund­buch­ver­ord­nung vom 23. Sept. 2011, in Kraft seit 1. Jan. 2012 (AS 2011 4659).

3. Kapitel: Umstrukturierungen

1. Abschnitt: Zeitpunkt der Anmeldung und der Eintragung

Art. 128 Zeitpunkt der Anmeldung

Rechts­ein­hei­ten dür­fen Fu­sio­nen, Spal­tun­gen, Um­wand­lun­gen und Ver­mö­gens­über­tra­gun­gen erst zur Ein­tra­gung ins Han­dels­re­gis­ter an­mel­den, wenn die von Ge­set­zes we­gen er­for­der­li­chen Zu­stim­mun­gen an­de­rer Be­hör­den vor­lie­gen. Dies gilt ins­be­son­de­re für den Fall, dass die Um­struk­tu­rie­rung die An­for­de­run­gen ei­nes zu mel­den­den Zu­sam­menschlus­ses ge­mä­ss Ar­ti­kel 9 des Kar­tell­ge­set­zes vom 6. Ok­to­ber 19951 er­füllt oder ei­ner Be­wil­li­gung durch die Auf­sichts­be­hör­de ge­mä­ss den Ar­ti­keln 3 und 5 des Ver­si­che­rungs­auf­sichts­ge­set­zes vom 17. De­zem­ber 20042 be­darf.


1 SR 251
2 SR 961.01

Art. 129 Zeitpunkt der Eintragung

1Die Um­struk­tu­rie­run­gen müs­sen bei al­len be­tei­lig­ten Rechts­ein­hei­ten am glei­chen Tag ins Ta­ges­re­gis­ter ein­ge­tra­gen wer­den.

2Be­fin­den sich nicht al­le Rechts­ein­hei­ten im sel­ben Re­gis­ter­be­zirk, so müs­sen die Han­dels­re­gis­teräm­ter ih­re Ein­tra­gun­gen auf­ein­an­der ab­stim­men.

3Die­se Be­stim­mung gilt auch für die Ein­tra­gung ei­ner Sachein­la­ge oder Sach­über­nah­me, die mit­tels ei­ner Ver­mö­gens­über­tra­gung durch­ge­führt wird.

2. Abschnitt: Fusion von Rechtseinheiten

Art. 130 Anmeldung und zuständiges Handelsregisteramt

1Je­de an der Fu­si­on be­tei­lig­te Rechts­ein­heit muss die sie be­tref­fen­den Tat­sa­chen sel­ber zur Ein­tra­gung in das Han­dels­re­gis­ter an­mel­den (Art. 21 Abs. 1 FusG), und zwar in ei­ner der Amtss­pra­chen des be­trof­fe­nen Han­dels­re­gis­ter­amts.

2Be­fin­den sich nicht al­le an der Fu­si­on be­tei­lig­ten Rechts­ein­hei­ten im sel­ben Re­gis­ter­be­zirk, so ist das Han­dels­re­gis­ter­amt am Ort der über­neh­men­den Rechts­ein­heit für die Prü­fung der Fu­si­on und sämt­li­cher Be­le­ge zu­stän­dig. Es in­for­miert die Han­dels­re­gis­teräm­ter am Sitz der über­tra­gen­den Rechts­ein­hei­ten über die vor­zu­neh­men­de Ein­tra­gung und über­mit­telt ih­nen die sie be­tref­fen­den An­mel­dun­gen. Die Lö­schung der über­tra­gen­den Rechts­ein­hei­ten ist oh­ne wei­te­re Prü­fung ein­zu­tra­gen.

3Sämt­li­che Be­le­ge und elek­tro­ni­sche Da­ten zu den Ein­tra­gun­gen der über­tra­gen­den Rechts­ein­hei­ten sind nach de­ren Lö­schung an das Han­dels­re­gis­ter­amt am Sitz der über­neh­men­den Rechts­ein­heit zu über­mit­teln und zu den Ak­ten der über­neh­men­den Rechts­ein­heit zu neh­men.

Art. 131 Belege

1Mit der An­mel­dung zur Ein­tra­gung der Fu­si­on müs­sen die be­tei­lig­ten Rechts­ein­hei­ten die fol­gen­den Be­le­ge ein­rei­chen:

a.
den Fu­si­ons­ver­trag (Art. 12 und 13 FusG);
b.
die Fu­si­ons­bi­lan­zen der über­tra­gen­den Rechts­ein­hei­ten, ge­ge­be­nen­falls die Zwi­schen­bi­lan­zen (Art. 11 FusG);
c.
die Fu­si­ons­be­schlüs­se der be­tei­lig­ten Rechts­ein­hei­ten, so­weit er­for­der­lich, öf­fent­lich be­ur­kun­det (Art. 18 und 20 FusG);
d.
die Prü­fungs­be­rich­te der be­tei­lig­ten Rechts­ein­hei­ten (Art. 15 FusG);
e.
bei ei­ner Ab­sorp­ti­ons­fu­si­on: so­weit er­for­der­lich die Be­le­ge für ei­ne Ka­pi­tal­er­hö­hung (Art. 9 und 21 Abs. 2 FusG);
f.
bei der Fu­si­on ei­ner Rechts­ein­heit in Li­qui­da­ti­on: die von min­des­tens ei­nem Mit­glied des obers­ten Lei­tungs- oder Ver­wal­tungs­or­gans un­ter­zeich­ne­te Be­stä­ti­gung nach Ar­ti­kel 5 Ab­satz 2 FusG;
g.
bei der Fu­si­on von Rechts­ein­hei­ten mit Ka­pi­tal­ver­lust oder Über­schul­dung: die Be­stä­ti­gung nach Ar­ti­kel 6 Ab­satz 2 FusG;
h.
bei ei­ner Kom­bi­na­ti­ons­fu­si­on: die für die Neu­grün­dung ei­ner Rechts­ein­heit er­for­der­li­chen Be­le­ge (Art. 10 FusG).

2Bei Fu­sio­nen von klei­nen und mitt­le­ren Un­ter­neh­men kön­nen die fu­sio­nie­ren­den Rechts­ein­hei­ten an­stel­le des Be­legs nach Ab­satz 1 Buch­sta­be d ei­ne von min­des­tens ei­nem Mit­glied des obers­ten Lei­tungs- oder Ver­wal­tungs­or­gans un­ter­zeich­ne­te Er­klä­rung ein­rei­chen, wo­nach sämt­li­che Ge­sell­schaf­te­rin­nen und Ge­sell­schaf­ter auf die Er­stel­lung des Fu­si­ons­be­richts oder auf die Prü­fung ver­zich­ten und die Rechts­ein­heit die An­for­de­run­gen nach Ar­ti­kel 2 Buch­sta­be e FusG er­füllt. In der Er­klä­rung ist an­zu­ge­ben, auf wel­che Un­ter­la­gen wie Er­folgs­rech­nun­gen, Bi­lan­zen, Jah­res­be­rich­te, Ver­zichts­er­klä­run­gen oder das Pro­to­koll der Ge­ne­ral­ver­samm­lung sie sich stützt.

3Bei er­leich­ter­ten Fu­sio­nen von Ka­pi­tal­ge­sell­schaf­ten (Art. 23 FusG) müs­sen die be­tei­lig­ten Ge­sell­schaf­ten an­stel­le der Be­le­ge nach Ab­satz 1 Buch­sta­ben c und d die Aus­zü­ge aus den Pro­to­kol­len der obers­ten Lei­tungs- oder Ver­wal­tungs­or­ga­ne über die Ge­neh­mi­gung des Fu­si­ons­ver­tra­ges ein­rei­chen, so­fern der Fu­si­ons­ver­trag nicht von al­len Mit­glie­dern die­ser Or­ga­ne un­ter­zeich­net ist. So­weit dies nicht aus den an­de­ren Be­le­gen her­vor­geht, müs­sen sie zu­dem nach­wei­sen, dass die Ge­sell­schaf­ten die Vor­aus­set­zun­gen von Ar­ti­kel 23 FusG er­fül­len.

Art. 132 Inhalt des Eintrags

1Bei der über­neh­men­den Rechts­ein­heit müs­sen ins Han­dels­re­gis­ter ein­ge­tra­gen wer­den:

a.
die Fir­ma oder der Na­me, der Sitz so­wie die Un­ter­neh­mens-Iden­ti­fi­ka­ti­ons­num­mer der an der Fu­si­on be­tei­lig­ten Rechts­ein­hei­ten;
b.
das Da­tum des Fu­si­ons­ver­tra­ges und der Fu­si­ons­bi­lanz und ge­ge­be­nen­falls der Zwi­schen­bi­lanz;
c.
der ge­sam­te Wert der über­tra­ge­nen Ak­ti­ven und Pas­si­ven;
d.
ge­ge­be­nen­falls die den Ge­sell­schaf­te­rin­nen und Ge­sell­schaf­tern der über­tra­gen­den Ge­sell­schaft zu­ge­spro­che­nen An­teils- oder Mit­glied­schafts­rech­te so­wie ei­ne all­fäl­li­ge Aus­gleichs­zah­lung (Art. 7 FusG);
e.
ge­ge­be­nen­falls die Ab­fin­dung (Art. 8 FusG);
f.
ge­ge­be­nen­falls die durch die Fu­si­on be­ding­te Ka­pi­tal­er­hö­hung;
g.
im Fal­le von Ka­pi­tal­ver­lust oder von Über­schul­dung: der Hin­weis auf die Be­stä­ti­gung des zu­ge­las­se­nen Re­vi­si­ons­ex­per­ten (Art. 6 Abs. 2 FusG);
h.
bei der Kom­bi­na­ti­ons­fu­si­on: die für die Ein­tra­gung ei­ner neu­en Rechts­ein­heit er­for­der­li­chen An­ga­ben.

2Bei der über­tra­gen­den Rechts­ein­heit müs­sen ins Han­dels­re­gis­ter ein­ge­tra­gen wer­den:

a.
die Fir­ma oder der Na­me, der Sitz so­wie die Un­ter­neh­mens-Iden­ti­fi­ka­ti­ons­num­mer der an der Fu­si­on be­tei­lig­ten Rechts­ein­hei­ten;
b.
die Tat­sa­che, dass die Rechts­ein­heit in­fol­ge Fu­si­on ge­löscht wird (Art. 21 Abs. 3 FusG).

3. Abschnitt: Spaltung von Kapitalgesellschaften und Genossenschaften

Art. 133 Anmeldung und zuständiges Handelsregisteramt

1Je­de an der Spal­tung be­tei­lig­te Ge­sell­schaft muss die sie be­tref­fen­den Tat­sa­chen sel­ber zur Ein­tra­gung in das Han­dels­re­gis­ter an­mel­den (Art. 51 Abs. 1 FusG), und zwar in ei­ner der Amtss­pra­chen des be­trof­fe­nen Han­dels­re­gis­ter­amts.

2Be­fin­den sich nicht al­le an der Spal­tung be­tei­lig­ten Ge­sell­schaf­ten im sel­ben Re­gis­ter­be­zirk, so ist das Han­dels­re­gis­ter­amt am Ort der über­tra­gen­den Ge­sell­schaft für die Prü­fung der Spal­tung und sämt­li­cher Be­le­ge zu­stän­dig. Es in­for­miert die Han­dels­re­gis­teräm­ter am Sitz der über­neh­men­den Ge­sell­schaf­ten über die vor­zu­neh­men­den Ein­tra­gun­gen und über­mit­telt ih­nen die sie be­tref­fen­den An­mel­dun­gen so­wie be­glau­big­te Ko­pi­en der mass­ge­bli­chen Be­le­ge. Die Spal­tung wird bei den über­neh­men­den Ge­sell­schaf­ten oh­ne wei­te­re Prü­fung ein­ge­tra­gen.

Art. 134 Belege

1Mit der An­mel­dung zur Ein­tra­gung der Spal­tung müs­sen die be­tei­lig­ten Ge­sell­schaf­ten fol­gen­de Be­le­ge ein­rei­chen:

a.
den Spal­tungs­ver­trag (Art. 36 Abs. 1 und 37 FusG) oder den Spal­tungs­plan (Art. 36 Abs. 2 und 37 FusG);
b.
die öf­fent­lich be­ur­kun­de­ten Spal­tungs­be­schlüs­se der be­tei­lig­ten Ge­sell­schaf­ten (Art. 43 und 44 FusG);
c.
die Prü­fungs­be­rich­te der be­tei­lig­ten Ge­sell­schaf­ten (Art. 40 FusG);
d.
bei der über­tra­gen­den Ge­sell­schaft: so­weit er­for­der­lich, die Be­le­ge für ei­ne Ka­pi­tal­her­ab­set­zung (Art. 32 i.V.m. 51 Abs. 2 FusG);
e.
bei der über­neh­men­den Ge­sell­schaft: so­weit er­for­der­lich, die Be­le­ge für ei­ne Ka­pi­tal­er­hö­hung (Art. 33 FusG);
f.
bei der neu ein­ge­tra­ge­nen über­neh­men­den Ge­sell­schaft: die für die Neu­grün­dung er­for­der­li­chen Be­le­ge (Art. 34 FusG);
g.
falls dies nicht aus an­de­ren Be­le­gen her­vor­geht: den Nach­weis, dass die Gläu­bi­ger­schutz­be­stim­mun­gen nach Ar­ti­kel 45 FusG er­füllt sind.

2Bei Spal­tun­gen von klei­nen und mitt­le­ren Un­ter­neh­men kön­nen die be­tei­lig­ten Ge­sell­schaf­ten an­stel­le des Be­legs nach Ab­satz 1 Buch­sta­be c ei­ne von min­des­tens ei­nem Mit­glied des obers­ten Lei­tungs- oder Ver­wal­tungs­or­gans un­ter­zeich­ne­te Er­klä­rung ein­rei­chen, wo­nach sämt­li­che Ge­sell­schaf­te­rin­nen und Ge­sell­schaf­ter auf die Er­stel­lung des Spal­tungs­be­richts oder auf die Prü­fung ver­zich­ten und die Ge­sell­schaft die An­for­de­run­gen nach Ar­ti­kel 2 Buch­sta­be e FusG er­füllt. In der Er­klä­rung ist an­zu­ge­ben, auf wel­che Un­ter­la­gen wie Er­folgs­rech­nun­gen, Bi­lan­zen, Jah­res­be­rich­te, Ver­zichts­er­klä­run­gen oder das Pro­to­koll der Ge­ne­ral­ver­samm­lung sie sich stützt.

Art. 135 Inhalt des Eintrags

1Bei den über­neh­men­den Ge­sell­schaf­ten müs­sen ins Han­dels­re­gis­ter ein­ge­tra­gen wer­den:

a.
die Fir­ma, der Sitz so­wie die Un­ter­neh­mens-Iden­ti­fi­ka­ti­ons­num­mer der an der Spal­tung be­tei­lig­ten Ge­sell­schaf­ten;
b.
das Da­tum des Spal­tungs­ver­tra­ges be­zie­hungs­wei­se des Spal­tungs­plans;
c.
der ge­sam­te Wert der ge­mä­ss In­ven­tar über­tra­ge­nen Ak­ti­ven und Pas­si­ven;
d.
die den Ge­sell­schaf­te­rin­nen und Ge­sell­schaf­tern der über­tra­gen­den Ge­sell­schaft zu­ge­spro­che­nen An­teils- oder Mit­glied­schafts­rech­te so­wie ei­ne all­fäl­li­ge Aus­gleichs­zah­lung (Art. 37 Bst. c FusG);
e.
ge­ge­be­nen­falls die durch die Spal­tung be­ding­te Ka­pi­tal­er­hö­hung;
f.
ge­ge­be­nen­falls die für die Ein­tra­gung ei­ner neu­en Ge­sell­schaft er­for­der­li­chen An­ga­ben.

2Im Fall ei­ner Auf­spal­tung müs­sen bei der über­tra­gen­den Ge­sell­schaft ins Han­dels­re­gis­ter ein­ge­tra­gen wer­den:

a.
die Fir­ma, der Sitz so­wie die Un­ter­neh­mens-Iden­ti­fi­ka­ti­ons­num­mer al­ler an der Auf­spal­tung be­tei­lig­ten Ge­sell­schaf­ten;
b.
die Tat­sa­che, dass die Ge­sell­schaft in­fol­ge Auf­spal­tung ge­löscht wird (Art. 51 Abs. 3 FusG).

3Im Fal­le ei­ner Ab­spal­tung müs­sen bei der über­tra­gen­den Ge­sell­schaft ins Han­dels­re­gis­ter ein­ge­tra­gen wer­den:

a.
die Fir­ma, der Sitz so­wie die Un­ter­neh­mens-Iden­ti­fi­ka­ti­ons­num­mer al­ler an der Ab­spal­tung be­tei­lig­ten Ge­sell­schaf­ten;
b.
ge­ge­be­nen­falls die durch die Ab­spal­tung be­ding­te Ka­pi­tal­her­ab­set­zung.

4. Abschnitt: Umwandlung von Gesellschaften

Art. 136 Anmeldung und Belege

1Mit der An­mel­dung zur Ein­tra­gung der Um­wand­lung (Art. 66 FusG) müs­sen dem Han­dels­re­gis­ter­amt fol­gen­de Be­le­ge ein­ge­reicht wer­den:

a.
der Um­wand­lungs­plan (Art. 59 und 60 FusG);
b.
die Um­wand­lungs­bi­lanz, ge­ge­be­nen­falls die Zwi­schen­bi­lanz (Art. 58 FusG);
c.
der öf­fent­lich be­ur­kun­de­ten Um­wand­lungs­be­schluss (Art. 64 und 65 FusG);
d.
der Prü­fungs­be­richt (Art. 62 FusG);
e.
so­weit nach den Um­stän­den er­for­der­lich: die­sel­ben Be­le­ge wie bei der Neu­grün­dung der neu­en Rechts­form (Art. 57 FusG).

2Bei Um­wand­lun­gen von klei­nen und mitt­le­ren Un­ter­neh­men kann das obers­te Lei­tungs- oder Ver­wal­tungs­or­gan an­stel­le des Be­legs nach Ab­satz 1 Buch­sta­be d ei­ne von min­des­tens ei­nem Mit­glied un­ter­zeich­ne­te Er­klä­rung ein­rei­chen, wo­nach sämt­li­che Ge­sell­schaf­te­rin­nen und Ge­sell­schaf­ter auf die Er­stel­lung des Um­wand­lungs­be­richts oder auf die Prü­fung ver­zich­ten und die Ge­sell­schaft die An­for­de­run­gen nach Ar­ti­kel 2 Buch­sta­be e FusG er­füllt. In der Er­klä­rung ist an­zu­ge­ben, auf wel­che Un­ter­la­gen wie Er­folgs­rech­nun­gen, Bi­lan­zen, Jah­res­be­rich­te, Ver­zichts­er­klä­run­gen oder das Pro­to­koll der Ge­ne­ral­ver­samm­lung sie sich stützt.

Art. 137 Inhalt des Eintrags

Bei ei­ner Um­wand­lung müs­sen ins Han­dels­re­gis­ter ein­ge­tra­gen wer­den:

a.
die Fir­ma oder der Na­me so­wie die Rechts­form vor und nach der Um­wand­lung;
b.
bei ju­ris­ti­schen Per­so­nen, das Da­tum der neu­en Sta­tu­ten;
c.
das Da­tum des Um­wand­lungs­plans, der Um­wand­lungs­bi­lanz und ge­ge­be­nen­falls der Zwi­schen­bi­lanz;
d.
der ge­sam­te Wert der Ak­ti­ven und Pas­si­ven;
e.
die den Ge­sell­schaf­te­rin­nen und Ge­sell­schaf­tern zu­ge­spro­che­nen An­teils- oder Mit­glied­schafts­rech­te;
f.
die wei­te­ren An­ga­ben, die für die neue Rechts­form not­wen­dig sind.

5. Abschnitt: Vermögensübertragung

Art. 138 Anmeldung und Belege

Mit der An­mel­dung zur Ein­tra­gung der Ver­mö­gens­über­tra­gung muss die über­tra­gen­de Rechts­ein­heit fol­gen­de Be­le­ge ein­rei­chen:

a.
den Über­tra­gungs­ver­trag (Art. 71 FusG);
b.
die Aus­zü­ge aus den Pro­to­kol­len der obers­ten Lei­tungs- oder Ver­wal­tungs­or­ga­ne der be­tei­lig­ten Rechts­ein­hei­ten über den Ab­schluss des Über­tra­gungs­ver­tra­ges (Art. 70 Abs. 1 FusG), so­fern der Über­tra­gungs­ver­trag nicht von al­len Mit­glie­dern die­ser Or­ga­ne un­ter­zeich­net ist.

Art. 139 Inhalt des Eintrags

Bei der über­tra­gen­den Rechts­ein­heit müs­sen ins Han­dels­re­gis­ter ein­ge­tra­gen wer­den:

a.
die Fir­ma oder der Na­me, der Sitz so­wie die Un­ter­neh­mens-Iden­ti­fi­ka­ti­ons­num­mer der an der Ver­mö­gens­über­tra­gung be­tei­lig­ten Rechts­ein­hei­ten;
b.
das Da­tum des Über­tra­gungs­ver­tra­ges;
c.
der ge­sam­te Wert der ge­mä­ss In­ven­tar über­tra­ge­nen Ak­ti­ven und Pas­si­ven;
d.
die all­fäl­li­ge Ge­gen­leis­tung.

6. Abschnitt: Fusion und Vermögensübertragung von Stiftungen

Art. 140 Fusion

1Mit der An­mel­dung zur Ein­tra­gung der Fu­si­on (Art. 83 Abs. 3 FusG) muss die Auf­sichts­be­hör­de der über­tra­gen­den Stif­tung dem Han­dels­re­gis­ter­amt am Sitz der über­neh­men­den Stif­tung fol­gen­de Be­le­ge ein­rei­chen:

a.
die Ver­fü­gung über die Ge­neh­mi­gung der Fu­si­on (Art. 83 Abs. 3 FusG);
b.
den Fu­si­ons­ver­trag, so­weit er­for­der­lich, öf­fent­lich be­ur­kun­det (Art. 79 FusG);
c.
die Fu­si­ons­bi­lan­zen der über­tra­gen­den Stif­tun­gen, ge­ge­be­nen­falls die Zwi­schen­bi­lan­zen (Art. 80 FusG);
d.
den Prü­fungs­be­richt (Art. 81 FusG);
e.
die Be­le­ge für die Er­rich­tung ei­ner Stif­tung bei ei­ner Kom­bi­na­ti­ons­fu­si­on.

2Bei Fu­sio­nen von Fa­mi­li­en­stif­tun­gen und kirch­li­chen Stif­tun­gen muss die über­neh­men­de Stif­tung an­stel­le der Ver­fü­gung der Auf­sichts­be­hör­de die Fu­si­ons­be­schlüs­se der obers­ten Stif­tungs­or­ga­ne der be­tei­lig­ten Stif­tun­gen ein­rei­chen (Art. 84 Abs. 1 FusG).

3Für den In­halt des Ein­trags der Fu­si­on gilt Ar­ti­kel 132 sinn­ge­mä­ss. Zu­sätz­lich wird das Da­tum der Ver­fü­gung der Auf­sichts­be­hör­de über die Ge­neh­mi­gung der Fu­si­on ein­ge­tra­gen.

Art. 141 Vermögensübertragung

1Mit der An­mel­dung zur Ein­tra­gung der Ver­mö­gens­über­tra­gung (Art. 87 Abs. 3 FusG) muss die Auf­sichts­be­hör­de der über­tra­gen­den Stif­tung dem Han­dels­re­gis­ter­amt fol­gen­de Be­le­ge ein­rei­chen:

a.
die Ver­fü­gung über die Ge­neh­mi­gung der Ver­mö­gens­über­tra­gung;
b.
den Über­tra­gungs­ver­trag.

2Bei Ver­mö­gens­über­tra­gun­gen von Fa­mi­li­en­stif­tun­gen und kirch­li­chen Stif­tun­gen muss die über­tra­gen­de Stif­tung an­stel­le der Ver­fü­gung der Auf­sichts­be­hör­de die Aus­zü­ge aus den Pro­to­kol­len der obers­ten Lei­tungs- oder Ver­wal­tungs­or­ga­ne der be­tei­lig­ten Rechts­trä­ger über den Ab­schluss des Über­tra­gungs­ver­tra­ges ein­rei­chen.

3Für den In­halt des Ein­trags der Ver­mö­gens­über­tra­gung gilt Ar­ti­kel 139 sinn­ge­mä­ss. Zu­sätz­lich wird das Da­tum der Ver­fü­gung der Auf­sichts­be­hör­de über die Ge­neh­mi­gung der Ver­mö­gens­über­tra­gung ein­ge­tra­gen.

7. Abschnitt: Fusion, Umwandlung und Vermögensübertragung von Vorsorgeeinrichtungen

Art. 142 Fusion

1Mit der An­mel­dung zur Ein­tra­gung der Fu­si­on (Art. 95 Abs. 4 FusG) muss die Auf­sichts­be­hör­de der über­tra­gen­den Vor­sor­ge­ein­rich­tung dem Han­dels­re­gis­ter­amt am Sitz der über­neh­men­den Vor­sor­ge­ein­rich­tung fol­gen­de Be­le­ge ein­rei­chen:

a.
den Fu­si­ons­ver­trag (Art. 90 FusG);
b.
die Fu­si­ons­bi­lan­zen der über­tra­gen­den Vor­sor­ge­ein­rich­tun­gen, ge­ge­be­nen­falls die Zwi­schen­bi­lan­zen (Art. 89 FusG);
c.
die Prü­fungs­be­rich­te der be­tei­lig­ten Vor­sor­ge­ein­rich­tun­gen (Art. 92 FusG);
d.
die Fu­si­ons­be­schlüs­se der be­tei­lig­ten Vor­sor­ge­ein­rich­tun­gen (Art. 94 FusG);
e.
die Ver­fü­gung der Auf­sichts­be­hör­de über die Ge­neh­mi­gung der Fu­si­on (Art. 95 Abs. 3 FusG);
f.
die Be­le­ge für die Neu­grün­dung bei ei­ner Kom­bi­na­ti­ons­fu­si­on.

2Für den In­halt des Ein­trags der Fu­si­on gilt Ar­ti­kel 132 sinn­ge­mä­ss. Zu­sätz­lich wird das Da­tum der Ver­fü­gung der Auf­sichts­be­hör­de über die Ge­neh­mi­gung der Fu­si­on ein­ge­tra­gen.

Art. 143 Umwandlung

1Mit der An­mel­dung zur Ein­tra­gung der Um­wand­lung (Art. 97 Abs. 3 FusG) muss die Auf­sichts­be­hör­de dem Han­dels­re­gis­ter­amt die Be­le­ge nach Ar­ti­kel 136 so­wie die Ver­fü­gung über die Ge­neh­mi­gung der Um­wand­lung ein­rei­chen.

2Für den In­halt des Ein­trags der Um­wand­lung gilt Ar­ti­kel 137 sinn­ge­mä­ss. Zu­sätz­lich ist das Da­tum der Ver­fü­gung der Auf­sichts­be­hör­de ein­zu­tra­gen.

Art. 144 Vermögensübertragung

1Für die An­mel­dung und die Be­le­ge bei der Ver­mö­gens­über­tra­gung gilt Ar­ti­kel 138 sinn­ge­mä­ss.

2Für den In­halt des Ein­trags der Ver­mö­gens­über­tra­gung gilt Ar­ti­kel 139 sinn­ge­mä­ss.

8. Abschnitt: Fusion, Umwandlung und Vermögensübertragung von Instituten des öffentlichen Rechts

Art. 145

1Auf die Fu­si­on von pri­vat­recht­li­chen Rechts­ein­hei­ten mit In­sti­tu­ten des öf­fent­li­chen Rechts, auf die Um­wand­lung sol­cher In­sti­tu­te in Rechts­ein­hei­ten des Pri­vat­rechts und auf die Ver­mö­gens­über­tra­gung un­ter Be­tei­li­gung ei­nes In­sti­tuts des öf­fent­li­chen Rechts gel­ten die Vor­schrif­ten die­ser Ver­ord­nung sinn­ge­mä­ss.

2Mit der An­mel­dung zur Ein­tra­gung der Fu­si­on, der Um­wand­lung und der Ver­mö­gens­über­tra­gung muss das In­sti­tut des öf­fent­li­chen Rechts dem Han­dels­re­gis­ter­amt ein­rei­chen:

a.
die für ei­ne Fu­si­on, ei­ne Um­wand­lung oder ei­ne Ver­mö­gens­über­tra­gung vor­ge­schrie­be­nen Be­le­ge, so­fern sie auf­grund der sinn­ge­mäs­sen An­wen­dung des FusG (Art. 100 Abs. 1 FusG) er­for­der­lich sind;
b.
das In­ven­tar (Art. 100 Abs. 2 FusG);
c.
den Be­schluss oder an­de­re Rechts­grund­la­gen des öf­fent­li­chen Rechts, auf die sich die Fu­si­on, Um­wand­lung oder Ver­mö­gens­über­tra­gung stützt (Art. 100 Abs. 3 FusG).

3Die Han­dels­re­gis­te­r­ein­tra­gung muss einen Hin­weis auf das In­ven­tar so­wie auf den Be­schluss oder die an­de­ren Rechts­grund­la­gen ent­hal­ten.

A:
AHVG Bundesgesetz über die Alters- und Hinterlassenenversicherung
AHVV Verordnung über die Alters- und Hinterlassenenversicherung
AIG Bundesgesetz über die Ausländerinnen und Ausländer und über die Integration
AVIG Bundesgesetz über die obligatorische Arbeitslosenversicherung und die Insolvenzentschädigung
AVO Verordnung über die Beaufsichtigung von privaten Versicherungsunternehmen
AVO-FINMA Verordnung der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht über die Beaufsichtigung von privaten Versicherungsunternehmen
AdoV Verordnung über die Adoption
ArG Bundesgesetz über die Arbeit in Industrie, Gewerbe und Handel
ArGV 1 Verordnung 1 zum Arbeitsgesetz
AsylG Asylgesetz
B:
BBG Bundesgesetzüber die Berufsbildung
BEG Bundesgesetz über Bucheffekten
BEHG Bundesgesetz über die Börsen und den Effektenhandel
BEHV Verordnung über die Börsen und den Effektenhandel
BG-HAÜ Bundesgesetz zum Haager Adoptionsübereinkommen und über Massnahmen zum Schutz des Kindes bei internationalen Adoptionen
BG-KKE Bundesgesetz über internationale Kindesentführung und die Haager Übereinkommen zum Schutz von Kindern und Erwachsenen
BGBB Bundesgesetz über das bäuerliche Bodenrecht
BGFA Bundesgesetz über die Freizügigkeit der Anwältinnen und Anwälte
BGG Bundesgesetz über das Bundesgericht
BIV-FINMA Verordnung der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht über die Insolvenz von Banken und Effektenhändlern
BPG Bundespersonalgesetz
BPR Bundesgesetz über die politischen Rechte
BV Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft
BVG Bundesgesetz über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge
BZG Bundesgesetz über den Bevölkerungsschutz und den Zivilschutz
BankG Bundesgesetz über die Banken und Sparkassen
BankV Verordnung über die Banken und Sparkassen
BetmG Bundesgesetz über die Betäubungsmittel und die psychotropen Stoffe
BewG Bundesgesetz über den Erwerb von Grundstücken durch Personen im Ausland
BewV Verordnung über den Erwerb von Grundstücken durch Personen im Ausland
BöB Bundesgesetz über das öffentliche Beschaffungswesen
BüG Bundesgesetz über Erwerb und Verlust des Schweizer Bürgerrechts
D:
DBG Bundesgesetz über die direkte Bundessteuer
DSG Bundesgesetz über den Datenschutz
E:
EBG Eisenbahngesetz
EMRK Konvention zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten
EOG Bundesgesetz über den Erwerbsersatz für Dienstleistende und bei Mutterschaft
EOV Verordnung zum Erwerbsersatzgesetz
EÖBV Verordnung über die elektronische öffentliche Beurkundung
F:
FHG Bundesgesetz über den eidgenössischen Finanzhaushalt
FINMAG Bundesgesetz über die Eidgenössische Finanzmarktaufsicht
FKG Bundesgesetz über die Eidgenössische Finanzkontrolle
FMedG Bundesgesetz über die medizinisch unterstützte Fortpflanzung
FZG Bundesgesetz über die Freizügigkeit in der beruflichen Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge
FinfraG Bundesgesetz über die Finanzmarktinfrastrukturen und das Marktverhalten im Effekten- und Derivatehandel
FinfraV Verordnung über die Finanzmarktinfrastrukturen und das Marktverhalten im Effekten- und Derivatehandel
FinfraV-FINMA Verordnung der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht über die Finanzmarktinfrastrukturen und das Marktverhalten im Effekten- und Derivatehandel
FusG Bundesgesetz über Fusion, Spaltung, Umwandlung und Vermögensübertragung
G:
GBV Grundbuchverordnung
GSG Bundesgesetz über die von der Schweiz als Gaststaat gewährten Vorrechte, Immunitäten und Erleichterungen sowie finanziellen Beiträge
GUMG Bundesgesetz über genetische Untersuchungen beim Menschen
GeBüV Verordnung über die Führung und Aufbewahrung der Geschäftsbücher
GebV SchKG Gebührenverordnung zum Bundesgesetz über Schuldbetreibung und Konkurs
GlG Bundesgesetz über die Gleichstellung von Frau und Mann
H:
HEsÜ Übereinkommen über den internationalen Schutz von Erwachsenen
HKsÜ Übereinkommen
HRegV Handelsregisterverordnung
I:
IPRG Bundesgesetz über das Internationale Privatrecht
J:
JStG Bundesgesetz über das Jugendstrafrecht
JStPO Schweizerische Jugendstrafprozessordnung
K:
KAG Bundesgesetz über die kollektiven Kapitalanlagen
KAKV-FINMA Verordnung der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht über den Konkurs von kollektiven Kapitalanlagen
KG Bundesgesetz über Kartelle und andere Wettbewerbsbeschränkungen
KKV Verordnung über die kollektiven Kapitalanlagen
KKV-FINMA Verordnung der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht über die kollektiven Kapitalanlagen
KOV Verordnung über die Geschäftsführung der Konkursämter (KOV)
KVG Bundesgesetz über die Krankenversicherung
L:
LVG Bundesgesetz über die wirtschaftliche Landesversorgung
LugÜ Übereinkommen über die gerichtliche Zuständigkeit und die Anerkennung und Vollstreckung von Entscheidungen in Zivil- und Handelssachen
M:
MSchG Bundesgesetz über den Schutz von Marken und Herkunftsangaben
MStG Militärstrafgesetz
MWSTG Bundesgesetz über die Mehrwertsteuer
MWSTV Mehrwertsteuerverordnung
O:
OAV-SchKG Verordnung betreffend die Oberaufsicht über Schuldbetreibung und Konkurs
OHG Bundesgesetz über die Hilfe an Opfer von Straftaten
OR Bundesgesetz betreffend die Ergänzung des Schweizerischen Zivilgesetzbuches (Fünfter Teil: Obligationenrecht)
P:
PAVO Verordnung über die Aufnahme von Pflegekindern
PBV Verordnung über die Bekanntgabe von Preisen
ParlG Bundesgesetz über die Bundesversammlung
PartG Bundesgesetz über die eingetragene Partnerschaft gleichgeschlechtlicher Paare
PatGG Bundesgesetz über das Bundespatentgericht
PfG Pfandbriefgesetz
PrHG Bundesgesetz über die Produktehaftpflicht
PüG Preisüberwachungsgesetz
R:
RAG Bundesgesetz über die Zulassung und Beaufsichtigung der Revisorinnen und Revisoren
S:
SVG Strassenverkehrsgesetz
SVKG Verordnung über die Sanktionen bei unzulässigen Wettbewerbsbeschränkungen
SchKG Bundesgesetz über Schuldbetreibung und Konkurs
StBOG Bundesgesetz über die Organisation der Strafbehörden des Bundes
StG Bundesgesetz über die Stempelabgaben
StGB Schweizerisches Strafgesetzbuch
StHG Bundesgesetz über die Harmonisierung der direkten Steuern der Kantone und Gemeinden
StPO Schweizerische Strafprozessordnung
StV Verordnung über die Stempelabgaben
SuG Bundesgesetz über Finanzhilfen und Abgeltungen
U:
URG Bundesgesetz über das Urheberrecht und verwandte Schutzrechte
URV Verordnung über das Urheberrecht und verwandte Schutzrechte
UVG Bundesgesetz über die Unfallversicherung
UVV Verordnung über die Unfallversicherung
UWG Bundesgesetz gegen den unlauteren Wettbewerb
V:
VAG Bundesgesetz betreffend die Aufsicht über Versicherungsunternehmen
VASR Verordnung über die anerkannten Standards zur Rechnungslegung
VBB Verordnung über das bäuerliche Bodenrecht
VBVV Verordnung über die Vermögensverwaltung im Rahmen einer Beistandschaft oder Vormundschaft
VDSG Verordnung zum Bundesgesetz über den Datenschutz
VG Bundesgesetz über die Verantwortlichkeit des Bundes sowie seiner Behördemitglieder und Beamten
VGG Bundesgesetz über das Bundesverwaltungsgericht
VKA Verordnung über die Katastrophenhilfe im Ausland
VKV-FINMA Verordnung der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht über den Konkurs von Versicherungsunternehmen
VPAV Verordnung betreffend die Pfändung, Arrestierung und Verwertung von Versicherungsansprüchen nach dem Bundesgesetz vom 2. April 1908 über den Versicherungsvertrag
VStG Bundesgesetz über die Verrechnungssteuer
VStV Verordnung über die Verrechnungssteuer
VStrR Bundesgesetz über das Verwaltungsstrafrecht
VVAG Verordnung über die Pfändung und Verwertung von Anteilen an Gemeinschaftsvermögen
VVG Bundesgesetz über den Versicherungsvertrag
VZG Verordnung des Bundesgerichts über die Zwangsverwertung von Grundstücken
VegüV Verordnung gegen übermässige Vergütungen bei börsenkotierten Aktiengesellschaften
VeÜ-ZSSV Verordnung über die elektronische Übermittlung im Rahmen von Zivil- und Strafprozessen sowie von Schuldbetreibungs- und Konkursverfahren
VwVG Bundesgesetz über das Verwaltungsverfahren
VüKU Verordnung über die Kontrolle von Unternehmenszusammenschlüssen
VüS Verordnung über das Strafregister
W:
WG Bundesgesetz über Waffen, Waffenzubehör und Munition
Z:
ZG Zollgesetz
ZGB Schweizerisches Zivilgesetzbuch
ZPO Schweizerische Zivilprozessordnung
ZStV Zivilstandsverordnung
ZTG Zolltarifgesetz
Ü:
ÜbZ Übereinkunft betreffend Zivilprozessrecht
ÜüAVaS Übereinkommen über die Anerkennung und Vollstreckung ausländischer Schiedssprüche
ÜüRK Übereinkommen über die Rechte des Kindes
ÜüSKZGIA Übereinkommen über den Schutz von Kindern und die Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Internationalen Adoption
ÜüiZR Übereinkommen über den internationalen Zugang zur Rechtspflege
ÜüzAiK Übereinkommen über die zivilrechtlichen Aspekte internationaler Kindesentführung
C:
CC Code civil suisse
CEDH Convention de sauvegarde des droits de l'homme et des libertés fondamentales
CL Convention concernant la compétence judiciaire, la reconnaissance et l'exécution des décisions en matière civile et commerciale
CLaH 2000 Convention sur la protection internationale des adultes
CLaH 96 Convention
CO Loi fédérale complétant le Code civil suisse
CP Code pénal suisse
CPC Code de procédure civile
CPM Code pénal militaire
CPP Code de procédure pénale suisse
Caclid Convention sur les aspects civils de l'enlèvement international d'enfants
Cpecmdi Convention sur la protection des enfants et la coopération en matière d'adoption internationale
Cprlsaé Convention pour la reconnaissance et l'exécution des sentences arbitrales étrangères
Crdl Convention relative aux droits de l'enfant
Crpc Convention relative à la procédure civile
Cst. Constitution fédérale de la Confédération suisse
Ctflij Convention tendant à faciliter l'accès international à la justice
D:
DPA Loi fédérale sur le droit pénal administratif
DPMin Loi fédérale régissant la condition pénale des mineurs
L:
LAA Loi fédérale sur l'assurance-accidents
LACI Loi fédérale sur l'assurance-chômage obligatoire et l'indemnité en cas d'insolvabilité
LAGH Loi fédérale sur l'analyse génétique humaine
LAMal Loi fédérale sur l'assurance-maladie
LAP Loi fédérale sur l'approvisionnement économique du pays
LAPG Loi fédérale sur les allocations pour perte de gain en cas de service et de maternité
LAVI Loi fédérale sur l'aide aux victimes d'infractions
LAVS Loi fédérale sur l'assurance-vieillesse et survivants
LArm Loi fédérale sur les armes, les accessoires d'armes et les munitions
LAsi Loi sur l'asile
LB Loi fédérale sur les banques et les caisses d'épargne
LBVM Loi fédérale sur les bourses et le commerce des valeurs mobilières
LCA Loi fédérale sur le contrat d'assurance
LCD Loi fédérale contre la concurrence déloyale
LCF Loi fédérale sur le Contrôle fédéral des finances
LCR Loi fédérale sur la circulation routière
LCart Loi fédérale sur les cartels et autres restrictions à la concurrence
LCdF Loi fédérale sur les chemins de fer
LD Loi sur les douanes
LDA Loi fédérale sur le droit d'auteur et les droits voisins
LDFR Loi fédérale sur le droit foncier rural
LDIP Loi fédérale sur le droit international privé
LDP Loi fédérale sur les droits politiques
LEH Loi fédérale sur les privilèges, les immunités et les facilités, ainsi que sur les aides financières accordés par la Suisse en tant qu'Etat hôte
LEI Loi fédérale sur les étrangers et l'intégration
LEg Loi fédérale sur l'égalité entre femmes et hommes
LF-CLaH Loi fédérale relative à la Convention de La Haye sur l'adoption et aux mesures de protection de l'enfant en cas d'adoption internationale
LF-EEA Loi fédérale sur l'enlèvement international d'enfants et les Conventions de La Haye sur la protection des enfants et des adultes
LFAIE Loi fédérale sur l'acquisition d'immeubles par des personnes à l'étranger
LFC Loi sur les finances de la Confédération
LFINMA Loi sur l'Autorité fédérale de surveillance des marchés financiers
LFLP Loi fédérale sur le libre passage dans la prévoyance professionnelle vieillesse, survivants et invalidité
LFPr Loi fédérale sur la formation professionnelle
LFus Loi fédérale sur la fusion, la scission, la transformation et le transfert de patrimoine
LHID Loi fédérale sur l'harmonisation des impôts directs des cantons et des communes
LIA Loi fédérale sur l'impôt anticipé (LIA)
LIFD Loi fédérale sur l'impôt fédéral direct
LIMF Loi fédérale sur les infrastructures des marchés financiers et le comportement sur le marché en matière de négociation de valeurs mobilières et de dérivés*
LLCA Loi fédérale sur la libre circulation des avocats
LLG Loi sur l'émission de lettres de gage
LMP Loi fédérale sur les marchés publics
LN Loi fédérale sur l'acquisition et la perte de la nationalité suisse
LOAP Loi fédérale sur l'organisation des autorités pénales de la Confédération
LP Loi fédérale sur la poursuite pour dettes et la faillite
LPCC Loi fédérale sur les placements collectifs de capitaux*
LPD Loi fédérale sur la protection des données
LPM Loi fédérale sur la protection des marques et des indications de provenance
LPMA Loi fédérale sur la procréation médicalement assistée*
LPP Loi fédérale sur la prévoyance professionnelle vieillesse, survivants et invalidité
LPPCi Loi fédérale sur la protection de la population et sur la protection civile
LParl Loisur l'Assemblée fédérale
LPart Loi fédérale sur le partenariat enregistré entre personnes du même sexe
LPers Loi sur le personnel de la Confédération
LRCF Loi fédérale sur la responsabilité de la Confédération, des membres de ses autorités et de ses fonctionnaires
LRFP Loi fédérale sur la responsabilité du fait des produits
LSA Loi fédérale sur la surveillance des entreprises d'assurance
LSPr Loi fédérale concernant la surveillance des prix
LSR Loi fédérale sur l'agrément et la surveillance des réviseurs
LStup Loi fédérale sur les stupéfiants et les substances psychotropes
LSu Loi fédérale sur les aides financières et les indemnités
LT Loi fédérale sur les droits de timbre
LTAF Loi sur le Tribunal administratif fédéral
LTF Loi sur le Tribunal fédéral
LTFB Loi<em></em>sur le Tribunal fédéral des brevets
LTI Loi fédérale sur les titres intermédiés
LTVA Loi fédérale régissant la taxe sur la valeur ajoutée
LTaD Loi sur le tarif des douanes
LTr Loi fédérale sur le travail dans l'industrie, l'artisanat et le commerce
O:
OAAE Ordonnance sur l'acte authentique électronique
OACata Ordonnance sur l'aide en cas de catastrophe à l'étranger
OAIE Ordonnance sur l'acquisition d'immeubles par des personnes à l'étranger
OAOF Ordonnance sur l'administration des offices de faillite
OAdo Ordonnance sur l'adoption
OB Ordonnance sur les banques et les caisses d'épargne
OBVM Ordonnance sur les bourses et le commerce des valeurs mobilières
OCEl-PCPP Ordonnance sur la communication électronique dans le cadre de procédures civiles et pénales et de procédures en matière de poursuite pour dettes et de faillite
ODAu Ordonnance sur le droit d'auteur et les droits voisins
ODFR Ordonnance sur le droit foncier rural
OEC Ordonnance sur l'état civil
OELP Ordonnance sur les émoluments perçus en application de la loi fédérale sur la poursuite pour dettes et la faillite
OFA-FINMA Ordonnance de l'Autorité fédérale de surveillance des marchés financiers sur la faillite des entreprises d'assurance
OFPC-FINMA Ordonnance de l'Autorité fédérale de surveillance des marchés financiers sur la faillite de placements collectifs de capitaux
OGPCT Ordonnance sur la gestion du patrimoine dans le cadre d'une curatelle ou d'une tutelle
OHS-LP Ordonnance relative à la haute surveillance en matière de poursuite et de faillite
OIA Ordonnance sur l'impôt anticipé
OIB-FINMA Ordonnance de l'Autorité fédérale de surveillance des marchés financiers sur l'insolvabilité des banques et des négociants en valeurs mobilières
OIMF Ordonnance sur les infrastructures des marchés financiers et le comportement sur le marché en matière de négociation de valeurs mobilières et de dérivés
OIMF-FINMA Ordonnance
OIP Ordonnance sur l'indication des prix
OLAA Ordonnance sur l'assurance-accidents
OLPD Ordonnance relative à la loi fédérale sur la protection des données
OLT 1 Ordonnance 1 relative à la loi sur le travail
ONCR Ordonnance sur les normes comptables reconnues
OPC Ordonnance concernant la saisie et la réalisation de parts de communautés
OPC-FINMA Ordonnance de l'Autorité fédérale de surveillance des marchés financiers sur les placements collectifs de capitaux
OPCC Ordonnance sur les placements collectifs de capitaux
OPE Ordonnance sur le placement d'enfants
ORAb Ordonnance contre les rémunérations abusives dans les sociétés anonymes cotées en bourse
ORC Ordonnance sur le registre du commerce
ORF Ordonnance sur le registre foncier
ORFI Ordonnance du Tribunal fédéral sur la réalisation forcée des immeubles
OS Ordonnance sur la surveillance des entreprises d'assurance privées
OS LCart Ordonnance sur les sanctions en cas de restrictions illicites à la concurrence
OS-FINMA Ordonnance de l'Autorité fédérale de surveillance des marchés financiers sur la surveillance des entreprises d'assurance privées
OSAss Ordonnance concernant la saisie, le séquestre et la réalisation des droits découlant d'assurances d'après la loi fédérale du 2 avril 1908 sur le contrat d'assurance
OT Ordonnance sur les droits de timbre
OTVA Ordonnance régissant la taxe sur la valeur ajoutée
Occd Ordonnance sur le contrôle des concentrations d'entreprises
Ocj Ordonnance sur le casier judiciaire
Olico Ordonnance concernant la tenue et la conservation des livres de comptes
P:
PA Loi fédérale sur la procédure administrative
PPMin Loi fédérale sur la procédure pénale applicable aux mineurs
R:
RAPG Règlement sur les allocations pour perte de gain
RAVS Règlement sur l'assurance-vieillesse et