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Bundesgesetz über die kollektiven Kapitalanlagen

vom 23. Juni 2006 (Stand am 1. Juli 2016)

Die Bundesversammlung der Schweizerischen Eidgenossenschaft,

gestützt auf die Artikel 98 Absätze 1 und 2 und 122 Absatz 1 der Bundesverfassung1, nach Einsicht in die Botschaft des Bundesrates vom 23. September 20052,

beschliesst:

1. Titel: Allgemeine Bestimmungen

1. Kapitel: Zweck und Geltungsbereich

Art. 1 Zweck

Die­ses Ge­setz bezweckt den Schutz der An­le­ge­rin­nen und An­le­ger so­wie die Trans­pa­renz und die Funk­ti­ons­fä­hig­keit des Mark­tes für kol­lek­ti­ve Ka­pi­tal­an­la­gen.

Art. 2 Geltungsbereich

1Die­sem Ge­setz un­ter­stellt sind, un­ab­hän­gig von der Rechts­form:

a.
schwei­ze­ri­sche kol­lek­ti­ve Ka­pi­tal­an­la­gen und Per­so­nen, die die­se ver­wal­ten, auf­be­wah­ren oder ver­trei­ben;
b.
aus­län­di­sche kol­lek­ti­ve Ka­pi­tal­an­la­gen, die in der Schweiz ver­trie­ben wer­den;
c.
Per­so­nen, die in der Schweiz oder von der Schweiz aus aus­län­di­sche kol­lek­ti­ve Ka­pi­tal­an­la­gen ver­wal­ten;
d.
Per­so­nen, die in der Schweiz aus­län­di­sche kol­lek­ti­ve Ka­pi­tal­an­la­gen ver­trei­ben;
e.
Per­so­nen, die von der Schweiz aus aus­län­di­sche kol­lek­ti­ve Ka­pi­tal­an­la­gen ver­trei­ben, die nicht aus­sch­liess­lich qua­li­fi­zier­ten An­le­ge­rin­nen und An­le­gern ge­mä­ss Ar­ti­kel 10 Ab­sät­ze 3, 3bis oder 3ter oder ent­spre­chen­dem aus­län­di­schem Recht vor­be­hal­ten sind;
f.
Per­so­nen, die in der Schweiz aus­län­di­sche kol­lek­ti­ve Ka­pi­tal­an­la­gen ver­tre­ten.1

2Die­sem Ge­setz nicht un­ter­stellt sind ins­be­son­de­re:

a.
Ein­rich­tun­gen und Hilf­sein­rich­tun­gen der be­ruf­li­chen Vor­sor­ge, ein­sch­liess­lich An­la­ge­stif­tun­gen;
b.
So­zi­al­ver­si­che­rungs­ein­rich­tun­gen und Aus­gleichs­kas­sen;
c.
öf­fent­lich-recht­li­che Kör­per­schaf­ten und An­stal­ten;
d.
ope­ra­ti­ve Ge­sell­schaf­ten, die ei­ne un­ter­neh­me­ri­sche Tä­tig­keit aus­üben;
e.
Ge­sell­schaf­ten, die durch Stim­men­mehr­heit oder auf an­de­re Wei­se ei­ne oder meh­re­re Ge­sell­schaf­ten in ei­nem Kon­zern un­ter ein­heit­li­cher Lei­tung zu­sam­men­fas­sen (Hol­ding­ge­sell­schaf­ten);
f.
In­vest­ment­clubs, so­fern de­ren Mit­glie­der in der La­ge sind, ih­re Ver­mö­gens­in­ter­es­sen sel­ber wahr­zu­neh­men;
g.
Ver­ei­ne und Stif­tun­gen im Sin­ne des Zi­vil­ge­setz­bu­ches2;
h.3
Ver­mö­gens­ver­wal­ter kol­lek­ti­ver Ka­pi­tal­an­la­gen, de­ren An­le­ger im Sin­ne von Ar­ti­kel 10 Ab­satz 3, 3bis oder 3ter qua­li­fi­ziert sind und die ei­ne der fol­gen­den Vor­aus­set­zun­gen er­fül­len:
1.
Die ver­wal­te­ten Ver­mö­gens­wer­te, ein­sch­liess­lich der durch Ein­satz von He­bel­fi­nan­zie­run­gen er­wor­be­nen Ver­mö­gens­wer­te, be­tra­gen ins­ge­samt höchs­tens 100 Mil­lio­nen Fran­ken.
2.
Die ver­wal­te­ten Ver­mö­gens­wer­te der kol­lek­ti­ven Ka­pi­tal­an­la­gen be­ste­hen aus nicht he­bel­fi­nan­zier­ten kol­lek­ti­ven Ka­pi­tal­an­la­gen, die für einen Zeit­raum von fünf Jah­ren nach der Tä­ti­gung der ers­ten An­la­ge in je­den die­ser kol­lek­ti­ven Ka­pi­tal­an­la­gen kei­ne Rück­nah­me­rech­te aus­üben dür­fen, und be­tra­gen höchs­tens 500 Mil­lio­nen Fran­ken.
3.
Die An­le­ger sind aus­sch­liess­lich Kon­zern­ge­sell­schaf­ten der Un­ter­neh­mens­grup­pe, zu wel­cher der Ver­mö­gens­ver­wal­ter ge­hört.

2bisVer­mö­gens­ver­wal­ter kol­lek­ti­ver Ka­pi­tal­an­la­gen nach Ab­satz 2 Buch­sta­be h kön­nen sich die­sem Ge­setz un­ter­stel­len, so­fern dies vom Land ge­for­dert wird, in dem die kol­lek­ti­ve Ka­pi­tal­an­la­ge auf­ge­setzt oder ver­trie­ben wird. Der Bun­des­rat re­gelt die Ein­zel­hei­ten. Er kann un­ab­hän­gig von ei­ner Un­ter­stel­lung ei­ne Re­gis­trie­rungs­pflicht zur Er­he­bung von volks­wirt­schaft­lich be­deut­sa­men Da­ten vor­schrei­ben.4

3In­vest­ment­ge­sell­schaf­ten in Form von schwei­ze­ri­schen Ak­ti­en­ge­sell­schaf­ten un­ter­ste­hen die­sem Ge­setz nicht, so­fern sie an ei­ner Schwei­zer Bör­se ko­tiert sind oder so­fern:

a.
aus­sch­liess­lich Ak­tio­nä­rin­nen und Ak­tio­näre im Sin­ne von Ar­ti­kel 10 Ab­sät­ze 3, 3bis und 3ter be­tei­ligt sein dür­fen; und
b.
die Ak­ti­en auf Na­men lau­ten.5

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1 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 28. Sept. 2012, in Kraft seit 1. März 2013 (AS 2013 585; BBl 2012 3639).
2 SR 210
3 Ein­ge­fügt durch Ziff. I des BG vom 28. Sept. 2012, in Kraft seit 1. März 2013 (AS 2013 585; BBl 2012 3639).
4 Ein­ge­fügt durch Ziff. I des BG vom 28. Sept. 2012, in Kraft seit 1. März 2013 (AS 2013 585; BBl 2012 3639).
5 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 28. Sept. 2012, in Kraft seit 1. März 2013 (AS 2013 585; BBl 2012 3639).
6 Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I des BG vom 28. Sept. 2012, mit Wir­kung seit 1. März 2013 (AS 2013 585; BBl 2012 3639).

Art. 3 Vertrieb

1Als Ver­trieb von kol­lek­ti­ven Ka­pi­tal­an­la­gen im Sin­ne die­ses Ge­set­zes gilt je­des An­bie­ten von kol­lek­ti­ven Ka­pi­tal­an­la­gen und je­des Wer­ben für kol­lek­ti­ve Ka­pi­tal­an­la­gen, das sich nicht aus­sch­liess­lich an An­le­ger ge­mä­ss Ar­ti­kel 10 Ab­satz 3 Buch­sta­ben a und b rich­tet.

2Nicht als Ver­trieb gel­ten:

a.
die Zur­ver­fü­gung­stel­lung von In­for­ma­tio­nen so­wie der Er­werb kol­lek­ti­ver Ka­pi­tal­an­la­gen, die auf Ver­an­las­sung oder auf Ei­genini­tia­ti­ve der An­le­ge­rin oder des An­le­gers er­fol­gen, ins­be­son­de­re im Rah­men von Be­ra­tungs­ver­trä­gen und bloss aus­füh­ren­den Trans­ak­tio­nen;
b.
die Zur­ver­fü­gung­stel­lung von In­for­ma­tio­nen so­wie der Er­werb kol­lek­ti­ver Ka­pi­tal­an­la­gen im Rah­men ei­nes schrift­li­chen Ver­mö­gens­ver­wal­tungs­ver­trags mit Fi­nan­zin­ter­me­di­ären ge­mä­ss Ar­ti­kel 10 Ab­satz 3 Buch­sta­be a;
c.
die Zur­ver­fü­gung­stel­lung von In­for­ma­tio­nen so­wie der Er­werb kol­lek­ti­ver Ka­pi­tal­an­la­gen im Rah­men ei­nes schrift­li­chen Ver­mö­gens­ver­wal­tungs­ver­trags mit ei­nem un­ab­hän­gi­gen Ver­mö­gens­ver­wal­ter, so­fern:
1.
die­ser als Fi­nan­zin­ter­me­di­är nach Ar­ti­kel 2 Ab­satz 3 Buch­sta­be e des Geld­wä­sche­rei­ge­set­zes vom 10. Ok­to­ber 19972 un­ter­stellt ist,
2.
die­ser den Ver­hal­tens­re­geln ei­ner Bran­chen­or­ga­ni­sa­ti­on un­ter­steht, die von der Eid­ge­nös­si­schen Fi­nanz­mark­tauf­sicht (FIN­MA) als Min­dest­stan­dards an­er­kannt sind,
3.
der Ver­mö­gens­ver­wal­tungs­ver­trag den Richt­li­ni­en ei­ner Bran­chen­or­ga­ni­sa­ti­on ent­spricht, die von der FIN­MA als Min­dest­stan­dard an­er­kannt sind;
d.
die Pu­bli­ka­ti­on von Prei­sen, Kur­sen, In­ven­tar­wer­ten und Steu­er­da­ten durch be­auf­sich­tig­te Fi­nan­zin­ter­me­di­äre;
e.
das An­bie­ten von Mit­ar­bei­ter­be­tei­li­gungs­plä­nen in der Form von kol­lek­ti­ven Ka­pi­tal­an­la­gen an Mit­ar­bei­ten­de.

1 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 28. Sept. 2012, in Kraft seit 1. März 2013 (AS 2013 585; BBl 2012 3639).
2 SR 955.0

Art. 4 Interne Sondervermögen

1Die­ses Ge­setz gilt nicht für in­ter­ne Son­der­ver­mö­gen ver­trag­li­cher Art, die Ban­ken und Ef­fek­ten­händ­ler zur kol­lek­ti­ven Ver­wal­tung von Ver­mö­gen be­ste­hen­der Kun­din­nen und Kun­den schaf­fen, wenn fol­gen­de Vor­aus­set­zun­gen er­füllt sind:

a.
Sie be­tei­li­gen Kun­din­nen und Kun­den aus­sch­liess­lich auf­grund ei­nes schrift­li­chen Ver­mö­gens­ver­wal­tungs­ver­tra­ges am in­ter­nen Son­der­ver­mö­gen.
b.
Sie ge­ben da­für kei­ne An­teil­schei­ne aus.
c.1
Sie ver­trei­ben die­se Son­der­ver­mö­gen nicht.

2Die Er­rich­tung und die Auf­lö­sung in­ter­ner Son­der­ver­mö­gen sind der ban­ken- be­zie­hungs­wei­se bör­sen­ge­setz­li­chen Prüf­ge­sell­schaft2 zu mel­den.

3Sa­chen und Rech­te, die zum Son­der­ver­mö­gen ge­hö­ren, wer­den im Kon­kurs der Bank oder des Ef­fek­ten­händ­lers zu­guns­ten der An­le­ge­rin­nen und An­le­ger ab­ge­son­dert.


1 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 28. Sept. 2012, in Kraft seit 1. März 2013 (AS 2013 585; BBl 2012 3639).
2 Aus­druck ge­mä­ss An­hang Ziff. 14 des Fi­nanz­mark­tauf­sichts­ge­set­zes vom 22. Ju­ni 2007, in Kraft seit 1. Jan. 2009 (AS 2008 5207 5205; BBl 2006 2829). Die An­pas­sung wur­de im gan­zen Text vor­ge­nom­men.

Art. 5 Strukturierte Produkte

1Struk­tu­rier­te Pro­duk­te wie ka­pi­tal­ge­schütz­te Pro­duk­te, Pro­duk­te mit Ma­xi­mal­ren­di­te und Zer­ti­fi­ka­te dür­fen in der Schweiz oder von der Schweiz aus an nicht qua­li­fi­zier­te An­le­ge­rin­nen und An­le­ger nur ver­trie­ben wer­den, wenn:1

a.
sie aus­ge­ge­ben, ga­ran­tiert oder gleich­wer­tig ge­si­chert wer­den von:2
1.
ei­ner Bank nach dem Ban­ken­ge­setz vom 8. No­vem­ber 19343 (BankG),
2.
ei­ner Ver­si­che­rung nach dem Ver­si­che­rungs­auf­sichts­ge­setz vom 17. De­zem­ber 20044,
3.
ei­nem Ef­fek­ten­händ­ler nach dem Bör­sen­ge­setz vom 24. März 19955 (BEHG),
4.
ei­nem aus­län­di­schen In­sti­tut, das ei­ner gleich­wer­ti­gen pru­den­ti­el­len Auf­sicht un­ter­steht;
b.
für sie ein ver­ein­fach­ter Pro­spekt vor­liegt.

1bisDie Aus­ga­be von struk­tu­rier­ten Pro­duk­ten an nicht qua­li­fi­zier­te An­le­ge­rin­nen und An­le­ger durch Son­der­zweck­ge­sell­schaf­ten ist zu­läs­sig, so­fern der Ver­trieb durch ein In­sti­tut nach Ab­satz 1 Buch­sta­be a er­folgt und ei­ne gleich­wer­ti­ge Si­che­rung ge­währ­leis­tet ist. Der Bun­des­rat re­gelt die An­for­de­run­gen an die gleich­wer­ti­ge Si­che­rung.6

2Der ver­ein­fach­te Pro­spekt muss fol­gen­de An­for­de­run­gen er­fül­len:

a.
Er be­schreibt ge­mä­ss ei­nem ge­norm­ten Sche­ma die we­sent­li­chen Merk­ma­le des struk­tu­rier­ten Pro­dukts (Eck­da­ten), des­sen Ge­winn- und Ver­lus­taus­sich­ten, so­wie die be­deu­ten­den Ri­si­ken für die An­le­ge­rin­nen und An­le­ger.
b.
Er ist für die Durch­schnitts­an­le­ge­rin und den Durch­schnitts­an­le­ger leicht ver­ständ­lich.
c.
Er weist dar­auf hin, dass das struk­tu­rier­te Pro­dukt we­der ei­ne kol­lek­ti­ve Ka­pi­tal­an­la­ge ist noch der Be­wil­li­gung der FIN­MA un­ter­steht.

3Je­der in­ter­es­sier­ten Per­son ist vor der Zeich­nung des Pro­dukts oder vor Ab­schluss des Ver­trags über den Er­werb des Pro­dukts ein vor­läu­fi­ger ver­ein­fach­ter Pro­spekt mit in­di­ka­ti­ven An­ga­ben kos­ten­los an­zu­bie­ten. Zu­dem ist bei Emis­si­on oder bei Ab­schluss des Ver­trags über den Er­werb des Pro­dukts je­der in­ter­es­sier­ten Per­son der de­fi­ni­ti­ve ver­ein­fach­te Pro­spekt kos­ten­los an­zu­bie­ten.7

4Das Pro­spek­ter­for­der­nis von Ar­ti­kel 1156 des Ob­li­ga­tio­nen­rechts8 gilt in die­sem Fall nicht.

5Im Üb­ri­gen un­ter­ste­hen die struk­tu­rier­ten Pro­duk­te nicht die­sem Ge­setz.


1 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 28. Sept. 2012, in Kraft seit 1. März 2013 (AS 2013 585; BBl 2012 3639).
2 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 28. Sept. 2012, in Kraft seit 1. März 2013 (AS 2013 585; BBl 2012 3639).
3 SR 952.0
4 SR 961.01
5 SR 954.1
6 Ein­ge­fügt durch Ziff. I des BG vom 28. Sept. 2012, in Kraft seit 1. März 2013 (AS 2013 585; BBl 2012 3639).
7 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 28. Sept. 2012, in Kraft seit 1. März 2013 (AS 2013 585; BBl 2012 3639).
8 SR 220

Art. 6 Delegation an den Bundesrat

1Der Bun­des­rat kann im Rah­men der Aus­füh­rungs­be­stim­mun­gen den kol­lek­ti­ven Ka­pi­tal­an­la­gen ähn­li­che Ver­mö­gen oder Ge­sell­schaf­ten die­sem Ge­setz ganz oder teil­wei­se un­ter­stel­len oder die­sem Ge­setz un­ter­stell­te Ver­mö­gen oder Ge­sell­schaf­ten von der Un­ter­stel­lung be­frei­en, so­weit der Schutz­zweck die­ses Ge­set­zes dies er­for­dert be­zie­hungs­wei­se da­durch nicht be­ein­träch­tigt wird.

2Er un­ter­brei­tet die ent­spre­chen­den Be­stim­mun­gen der zu­stän­di­gen Kom­mis­si­on nach Ar­ti­kel 151 Ab­satz 1 des Par­la­ments­ge­set­zes vom 13. De­zem­ber 20021 zur Kon­sul­ta­ti­on.


2. Kapitel: Kollektive Kapitalanlagen

Art. 7 Begriff

1Kol­lek­ti­ve Ka­pi­tal­an­la­gen sind Ver­mö­gen, die von An­le­ge­rin­nen und An­le­gern zur ge­mein­schaft­li­chen Ka­pi­tal­an­la­ge auf­ge­bracht und für de­ren Rech­nung ver­wal­tet wer­den. Die An­la­ge­be­dürf­nis­se der An­le­ge­rin­nen und An­le­ger wer­den in gleich­mäs­si­ger Wei­se be­frie­digt.

2Die kol­lek­ti­ven Ka­pi­tal­an­la­gen kön­nen of­fen oder ge­schlos­sen sein.

3Der Bun­des­rat kann die Min­de­stan­zahl der An­le­ge­rin­nen und An­le­ger je nach Rechts­form und Adres­sa­ten­kreis be­stim­men. Er kann kol­lek­ti­ve Ka­pi­tal­an­la­gen für einen ein­zi­gen qua­li­fi­zier­ten An­le­ger (Ein­an­le­ger­fonds) ge­mä­ss Ar­ti­kel 10 Ab­satz 3 Buch­sta­ben b und c zu­las­sen.1

4Bei Ein­an­le­ger­fonds kön­nen die Fonds­lei­tung und die In­vest­ment­ge­sell­schaft mit va­ria­blem Ka­pi­tal (SI­CAV) die An­la­ge­ent­schei­de an die ein­zi­ge An­le­ge­rin oder an den ein­zi­gen An­le­ger de­le­gie­ren. Die FIN­MA kann die­sen von der Pflicht be­frei­en, sich ei­ner an­er­kann­ten Auf­sicht nach Ar­ti­kel 31 Ab­satz 3 be­zie­hungs­wei­se Ar­ti­kel 36 Ab­satz 3 zu un­ter­stel­len.2


1 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 28. Sept. 2012, in Kraft seit 1. März 2013 (AS 2013 585; BBl 2012 3639).
2 Ein­ge­fügt durch Ziff. I des BG vom 28. Sept. 2012, in Kraft seit 1. März 2013 (AS 2013 585; BBl 2012 3639).

Art. 8 Offene kollektive Kapitalanlagen

1Of­fe­ne kol­lek­ti­ve Ka­pi­tal­an­la­gen wei­sen ent­we­der die Form des ver­trag­li­chen An­la­ge­fonds (Art. 25 ff.) oder die Form der SI­CAV (Art. 36 ff.) auf.

2Bei of­fe­nen kol­lek­ti­ven Ka­pi­tal­an­la­gen ha­ben die An­le­ge­rin­nen und An­le­ger zu­las­ten des Kol­lek­tiv­ver­mö­gens un­mit­tel­bar oder mit­tel­bar einen Rechts­an­spruch auf Rück­ga­be ih­rer An­tei­le zum Net­to­in­ven­tar­wert.

3Die of­fe­nen kol­lek­ti­ven Ka­pi­tal­an­la­gen ha­ben ein Fonds­re­gle­ment. Die­ses ent­spricht beim ver­trag­li­chen An­la­ge­fonds dem Kol­lek­ti­v­an­la­ge­ver­trag (Fonds­ver­trag) und bei der SI­CAV den Sta­tu­ten und dem An­la­ge­re­gle­ment.

Art. 9 Geschlossene kollektive Kapitalanlagen

1Ge­schlos­se­ne kol­lek­ti­ve Ka­pi­tal­an­la­gen wei­sen ent­we­der die Form der Kom­man­dit­ge­sell­schaft für kol­lek­ti­ve Ka­pi­tal­an­la­gen (Art. 98 ff.) oder die Form der In­vest­ment­ge­sell­schaft mit fes­tem Ka­pi­tal (SI­CAF, Art. 110 ff.) auf.

2Bei ge­schlos­se­nen kol­lek­ti­ven Ka­pi­tal­an­la­gen ha­ben die An­le­ge­rin­nen und An­le­ger zu­las­ten des Kol­lek­tiv­ver­mö­gens we­der un­mit­tel­bar noch mit­tel­bar einen Rechts­an­spruch auf Rück­ga­be ih­rer An­tei­le zum Net­to­in­ven­tar­wert.

3Die Kom­man­dit­ge­sell­schaft für kol­lek­ti­ve Ka­pi­tal­an­la­gen be­ruht auf ei­nem Ge­sell­schafts­ver­trag.

4Die SI­CAF be­ruht auf Sta­tu­ten und er­lässt ein An­la­ge­re­gle­ment.

Art. 10 Anlegerinnen und Anleger

1An­le­ge­rin­nen und An­le­ger sind na­tür­li­che und ju­ris­ti­sche Per­so­nen so­wie Kol­lek­tiv- und Kom­man­dit­ge­sell­schaf­ten, die An­tei­le an kol­lek­ti­ven Ka­pi­tal­an­la­gen hal­ten.

2Kol­lek­ti­ve Ka­pi­tal­an­la­gen ste­hen sämt­li­chen An­le­ge­rin­nen und An­le­gern of­fen, es sei denn, die­ses Ge­setz, das Fonds­re­gle­ment oder die Sta­tu­ten schrän­ken den An­le­ger­kreis auf qua­li­fi­zier­te An­le­ge­rin­nen und An­le­ger ein.

3Als qua­li­fi­zier­te An­le­ge­rin­nen und An­le­ger im Sin­ne die­ses Ge­set­zes gel­ten:1

a.2
be­auf­sich­tig­te Fi­nan­zin­ter­me­di­äre wie Ban­ken, Ef­fek­ten­händ­ler, Fonds­lei­tun­gen und Ver­mö­gens­ver­wal­ter kol­lek­ti­ver Ka­pi­tal­an­la­gen so­wie Zen­tral­ban­ken;
b.
be­auf­sich­tig­te Ver­si­che­rungs­ein­rich­tun­gen;
c.
öf­fent­lich-recht­li­che Kör­per­schaf­ten und Vor­sor­ge­ein­rich­tun­gen mit pro­fes­sio­nel­ler Tre­so­re­rie;
d.
Un­ter­neh­men mit pro­fes­sio­nel­ler Tre­so­re­rie;
e. und f.3

3bisVer­mö­gen­de Pri­vat­per­so­nen kön­nen schrift­lich er­klä­ren, dass sie als qua­li­fi­zier­te An­le­ge­rin­nen und An­le­ger gel­ten wol­len. Der Bun­des­rat kann die Eig­nung die­ser Per­so­nen als qua­li­fi­zier­te An­le­ge­rin­nen und An­le­ger zu­sätz­lich von Be­din­gun­gen, na­ment­lich von fach­li­chen Qua­li­fi­ka­tio­nen, ab­hän­gig ma­chen.4

3terAn­le­ge­rin­nen und An­le­ger, die einen schrift­li­chen Ver­mö­gens­ver­wal­tungs­ver­trag ge­mä­ss Ar­ti­kel 3 Ab­satz 2 Buch­sta­ben b und c ab­ge­schlos­sen ha­ben, gel­ten als qua­li­fi­zier­te An­le­ge­rin­nen und An­le­ger, so­fern sie nicht schrift­lich er­klärt ha­ben, dass sie nicht als sol­che gel­ten wol­len.5

4Der Bun­des­rat kann wei­te­re An­le­ger­ka­te­go­ri­en als qua­li­fi­ziert be­zeich­nen.

5Die FIN­MA kann kol­lek­ti­ve Ka­pi­tal­an­la­gen ganz oder teil­wei­se von be­stimm­ten Vor­schrif­ten die­ses Ge­set­zes be­frei­en, so­fern sie aus­sch­liess­lich qua­li­fi­zier­ten An­le­ge­rin­nen und An­le­gern of­fen­ste­hen und der Schutz­zweck des Ge­set­zes da­durch nicht be­ein­träch­tigt wird, na­ment­lich von den Vor­schrif­ten über:6

a.7
b.
die Pflicht zur Er­stel­lung ei­nes Pro­spek­tes;
c.
die Pflicht zur Er­stel­lung ei­nes Halb­jah­res­be­rich­tes;
d.
die Pflicht, den An­le­ge­rin­nen und An­le­gern das Recht auf je­der­zei­ti­ge Kün­di­gung ein­zuräu­men;
e.
die Pflicht zur Aus­ga­be und Rück­nah­me der An­tei­le in bar;
f.
die Ri­si­ko­ver­tei­lung.

1 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 28. Sept. 2012, in Kraft seit 1. Ju­ni 2013 (AS 2013 585; BBl 2012 3639).
2 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 28. Sept. 2012, in Kraft seit 1. Ju­ni 2013 (AS 2013 585; BBl 2012 3639).
3 Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I des BG vom 28. Sept. 2012, mit Wir­kung seit 1. Ju­ni 2013 (AS 2013 585; BBl 2012 3639).
4 Ein­ge­fügt durch Ziff. I des BG vom 28. Sept. 2012, in Kraft seit 1. Ju­ni 2013 (AS 2013 585; BBl 2012 3639).
5 Ein­ge­fügt durch Ziff. I des BG vom 28. Sept. 2012, in Kraft seit 1. Ju­ni 2013 (AS 2013 585; BBl 2012 3639).
6 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 28. Sept. 2012, in Kraft seit 1. Ju­ni 2013 (AS 2013 585; BBl 2012 3639).
7 Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I des BG vom 28. Sept. 2012, mit Wir­kung seit 1. Ju­ni 2013 (AS 2013 585; BBl 2012 3639).

Art. 11 Anteile

An­tei­le sind For­de­run­gen ge­gen die Fonds­lei­tung auf Be­tei­li­gung an Ver­mö­gen und Er­trag des An­la­ge­fonds oder Be­tei­li­gun­gen an der Ge­sell­schaft.

Art. 12 Schutz vor Verwechslung oder Täuschung

1Die Be­zeich­nung der kol­lek­ti­ven Ka­pi­tal­an­la­ge darf nicht zu Ver­wechs­lung oder Täu­schung An­lass ge­ben, ins­be­son­de­re nicht in Be­zug auf die An­la­gen.

2Be­zeich­nun­gen wie «An­la­ge­fonds», «In­vest­ment­fonds», «In­vest­ment­ge­sell­schaft mit va­ria­blem Ka­pi­tal», «SI­CAV», «Kom­man­dit­ge­sell­schaft für kol­lek­ti­ve Ka­pi­tal­an­la­gen», «KmGK», «In­vest­ment­ge­sell­schaft mit fes­tem Ka­pi­tal» und «SI­CAF» dür­fen nur für die ent­spre­chen­den, die­sem Ge­setz un­ter­stell­ten kol­lek­ti­ven Ka­pi­tal­an­la­gen ver­wen­det wer­den.1


1 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. III des BG vom 25. Sept. 2015 (Fir­men­recht), in Kraft seit 1. Ju­li 2016 (AS 2016 1507; BBl 2014 9305).

3. Kapitel: Bewilligung und Genehmigung

1. Abschnitt: Allgemein

Art. 13 Bewilligungspflicht

1Wer kol­lek­ti­ve Ka­pi­tal­an­la­gen ver­wal­tet, auf­be­wahrt oder an nicht qua­li­fi­zier­te An­le­ge­rin­nen und An­le­ger ver­treibt, braucht ei­ne Be­wil­li­gung der FIN­MA.1

2Ei­ne Be­wil­li­gung be­an­tra­gen müs­sen:

a.
die Fonds­lei­tung;
b.
die SI­CAV;
c.
die Kom­man­dit­ge­sell­schaft für kol­lek­ti­ve Ka­pi­tal­an­la­gen;
d.
die SI­CAF;
e.2
die De­pot­bank schwei­ze­ri­scher kol­lek­ti­ver Ka­pi­tal­an­la­gen;
f.3
der Ver­mö­gens­ver­wal­ter kol­lek­ti­ver Ka­pi­tal­an­la­gen;
g.
der Ver­triebs­trä­ger;
h.
der Ver­tre­ter aus­län­di­scher kol­lek­ti­ver Ka­pi­tal­an­la­gen.

3Der Bun­des­rat kann Ver­mö­gens­ver­wal­ter kol­lek­ti­ver Ka­pi­tal­an­la­gen, Ver­triebs­trä­ger so­wie Ver­tre­ter, die be­reits ei­ner an­de­ren gleich­wer­ti­gen staat­li­chen Auf­sicht un­ter­ste­hen, von der Be­wil­li­gungs­pflicht be­frei­en.4

45

5Die Per­so­nen nach Ab­satz 2 Buch­sta­ben a-d dür­fen erst nach Er­tei­lung der Be­wil­li­gung durch die FIN­MA in das Han­dels­re­gis­ter ein­ge­tra­gen wer­den.


1 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 28. Sept. 2012, in Kraft seit 1. März 2013 (AS 2013 585; BBl 2012 3639).
2 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 28. Sept. 2012, in Kraft seit 1. März 2013 (AS 2013 585; BBl 2012 3639).
3 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 28. Sept. 2012, in Kraft seit 1. März 2013 (AS 2013 585; BBl 2012 3639).
4 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 28. Sept. 2012, in Kraft seit 1. März 2013 (AS 2013 585; BBl 2012 3639).
5 Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I des BG vom 28. Sept. 2012, mit Wir­kung seit 1. März 2013 (AS 2013 585; BBl 2012 3639).

Art. 14 Bewilligungsvoraussetzungen

1Die Be­wil­li­gung wird er­teilt, wenn:

a.
die für die Ver­wal­tung und Ge­schäfts­füh­rung ver­ant­wort­li­chen Per­so­nen einen gu­ten Ruf ge­nies­sen, Ge­währ für ei­ne ein­wand­freie Ge­schäfts­füh­rung bie­ten und die er­for­der­li­chen fach­li­chen Qua­li­fi­ka­tio­nen auf­wei­sen;
b.
die qua­li­fi­ziert Be­tei­lig­ten einen gu­ten Ruf ge­nies­sen und sich ihr Ein­fluss nicht zum Scha­den ei­ner um­sich­ti­gen und so­li­den Ge­schäftstä­tig­keit aus­wirkt;
c.
durch in­ter­ne Vor­schrif­ten und ei­ne an­ge­mes­se­ne Be­triebs­or­ga­ni­sa­ti­on die Er­fül­lung der Pflich­ten aus die­sem Ge­setz si­cher­ge­stellt ist;
d.
aus­rei­chen­de fi­nan­zi­el­le Ga­ran­ti­en vor­lie­gen;
e.
die in den ent­spre­chen­den Be­stim­mun­gen des Ge­set­zes auf­ge­führ­ten zu­sätz­li­chen Be­wil­li­gungs­vor­aus­set­zun­gen er­füllt sind.

1bisSo­fern es sich bei fi­nan­zi­el­len Ga­ran­ti­en um Ka­pi­talan­for­de­run­gen han­delt, kann der Bun­des­rat hö­he­re Ka­pi­talan­for­de­run­gen als nach dem Ob­li­ga­tio­nen­recht1 vor­se­hen.2

1terDer Bun­des­rat kann, un­ter Be­rück­sich­ti­gung in­ter­na­tio­na­ler Ent­wick­lun­gen, zu­sätz­li­che Be­wil­li­gungs­vor­aus­set­zun­gen fest­le­gen. Er kann zu­dem die Er­tei­lung der Be­wil­li­gung vom Ab­schluss ei­ner Be­rufs­haft­pflicht­ver­si­che­rung oder vom Nach­weis fi­nan­zi­el­ler Ga­ran­ti­en ab­hän­gig ma­chen.3

2Die FIN­MA kann die Er­tei­lung der Be­wil­li­gung zu­dem da­von ab­hän­gig ma­chen, ob die Ein­hal­tung von Ver­hal­tens­re­geln ei­ner Bran­chen­or­ga­ni­sa­ti­on si­cher­ge­stellt ist.

3Als qua­li­fi­ziert be­tei­ligt gel­ten, so­fern sie an den Per­so­nen nach Ar­ti­kel 13 Ab­satz 2 di­rekt oder in­di­rekt mit min­des­tens 10 Pro­zent des Ka­pi­tals oder der Stim­men be­tei­ligt sind oder ih­re Ge­schäftstä­tig­keit auf an­de­re Wei­se mass­ge­bend be­ein­flus­sen kön­nen:

a.
na­tür­li­che und ju­ris­ti­sche Per­so­nen:
b.
Kol­lek­tiv- und Kom­man­dit­ge­sell­schaf­ten;
c.
wirt­schaft­lich mit­ein­an­der ver­bun­de­ne Per­so­nen, die die­ses Kri­te­ri­um ge­mein­sam er­fül­len.4

1 SR 220
2 Ein­ge­fügt durch An­hang Ziff. 14 des Fi­nanz­mark­tauf­sichts­ge­set­zes vom 22. Ju­ni 2007, in Kraft seit 1. Jan. 2009 (AS 2008 5207 5205; BBl 2006 2829).
3 Ein­ge­fügt durch Ziff. I des BG vom 28. Sept. 2012, in Kraft seit 1. März 2013 (AS 2013 585; BBl 2012 3639).
4 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 28. Sept. 2012, in Kraft seit 1. März 2013 (AS 2013 585; BBl 2012 3639).

Art. 15 Genehmigungspflicht

1Der Ge­neh­mi­gung der FIN­MA be­dür­fen fol­gen­de Do­ku­men­te:

a.
der Kol­lek­ti­v­an­la­ge­ver­trag des An­la­ge­fonds (Art. 25);
b.
die Sta­tu­ten und das An­la­ge­re­gle­ment der SI­CAV;
c.
der Ge­sell­schafts­ver­trag der Kom­man­dit­ge­sell­schaft für kol­lek­ti­ve Ka­pi­tal­an­la­gen;
d.
die Sta­tu­ten und das An­la­ge­re­gle­ment der SI­CAF;
e.1
die ent­spre­chen­den Do­ku­men­te aus­län­di­scher kol­lek­ti­ver Ka­pi­tal­an­la­gen, die an nicht qua­li­fi­zier­te An­le­ge­rin­nen und An­le­ger ver­trie­ben wer­den.

2Ist der An­la­ge­fonds oder die SI­CAV als of­fe­ne kol­lek­ti­ve Ka­pi­tal­an­la­ge mit Teil­ver­mö­gen (Art. 92 ff.) aus­ge­stal­tet, so be­darf je­des Teil­ver­mö­gen be­zie­hungs­wei­se je­de Ak­ti­en­ka­te­go­rie ei­ner ei­ge­nen Ge­neh­mi­gung.


1 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 28. Sept. 2012, in Kraft seit 1. März 2013 (AS 2013 585; BBl 2012 3639).

Art. 16 Änderung der Umstände

Än­dern sich die der Be­wil­li­gung be­zie­hungs­wei­se der Ge­neh­mi­gung zu­grun­de lie­gen­den Um­stän­de, so ist für die Wei­ter­füh­rung der Tä­tig­keit vor­gän­gig die Be­wil­li­gung be­zie­hungs­wei­se Ge­neh­mi­gung der FIN­MA ein­zu­ho­len.

Art. 17 Vereinfachtes Bewilligungs- und Genehmigungsverfahren

Der Bun­des­rat kann für kol­lek­ti­ve Ka­pi­tal­an­la­gen ein ver­ein­fach­tes Be­wil­li­gungs- und Ge­neh­mi­gungs­ver­fah­ren vor­se­hen.

2. Abschnitt: Vermögensverwalter kollektiver Kapitalanlagen

Art. 18 Organisation

1Ver­mö­gens­ver­wal­ter kol­lek­ti­ver Ka­pi­tal­an­la­gen mit Sitz in der Schweiz kann sein:

a.
ei­ne ju­ris­ti­sche Per­son in der Form ei­ner Ak­ti­en­ge­sell­schaft, ei­ner Kom­man­di­tak­ti­en­ge­sell­schaft oder ei­ner Ge­sell­schaft mit be­schränk­ter Haf­tung;
b.
ei­ne Kol­lek­tiv- und Kom­man­dit­ge­sell­schaft;
c.
ei­ne schwei­ze­ri­sche Zweignie­der­las­sung ei­nes aus­län­di­schen Ver­mö­gens­ver­wal­ters kol­lek­ti­ver Ka­pi­tal­an­la­gen, so­fern:
1.
die­ser, ein­sch­liess­lich der Zweignie­der­las­sung, an sei­nem Sitz ei­ner an­ge­mes­se­nen Auf­sicht un­ter­steht,
2.
die­ser aus­rei­chend or­ga­ni­siert ist und über ge­nü­gend fi­nan­zi­el­le Mit­tel und qua­li­fi­zier­tes Per­so­nal ver­fügt, um in der Schweiz ei­ne Zweignie­der­las­sung zu be­trei­ben, und
3.
ei­ne Ver­ein­ba­rung über Zu­sam­men­ar­beit und In­for­ma­ti­ons­aus­tausch zwi­schen der FIN­MA und den re­le­van­ten aus­län­di­schen Auf­sichts­be­hör­den be­steht.

2Die FIN­MA kann Ver­mö­gens­ver­wal­ter kol­lek­ti­ver Ka­pi­tal­an­la­gen, die ei­ner Fi­nanz­grup­pe oder ei­nem Fi­nanz­kon­glo­me­rat an­ge­hö­ren, ei­ner Grup­pen- oder Kon­glo­me­rat­s­auf­sicht un­ter­stel­len, so­fern in­ter­na­tio­na­le Stan­dards dies ver­lan­gen.

3Die FIN­MA kann Ver­mö­gens­ver­wal­ter kol­lek­ti­ver Ka­pi­tal­an­la­gen in be­grün­de­ten Fäl­len von Vor­schrif­ten die­ses Ge­set­zes ganz oder teil­wei­se be­frei­en, so­fern:

a.
der Schutz­zweck des Ge­set­zes nicht be­ein­träch­tigt wird; und
b.
ih­nen die Ver­mö­gens­ver­wal­tung von kol­lek­ti­ven Ka­pi­tal­an­la­gen ein­zig von fol­gen­den Per­so­nen über­tra­gen wor­den ist:
1.
Be­wil­li­gungs­trä­gern nach Ar­ti­kel 13 Ab­satz 2 Buch­sta­ben a-d und f, oder
2.
aus­län­di­schen Fonds­lei­tun­gen oder Ge­sell­schaf­ten, die hin­sicht­lich Or­ga­ni­sa­ti­on und An­le­ger­rech­te ei­ner Re­ge­lung un­ter­ste­hen, die mit den Be­stim­mun­gen die­ses Ge­set­zes gleich­wer­tig ist.

Art. 18a Aufgaben

1Der Ver­mö­gens­ver­wal­ter kol­lek­ti­ver Ka­pi­tal­an­la­gen stellt für ei­ne oder meh­re­re kol­lek­ti­ve Ka­pi­tal­an­la­gen die Port­fo­lio­ver­wal­tung und das Risk­ma­na­ge­ment si­cher.

2Er kann im Rah­men die­ser Auf­ga­ben zu­sätz­lich ad­mi­nis­tra­ti­ve Tä­tig­kei­ten aus­füh­ren. Vor­be­hal­ten bleibt Ar­ti­kel 31.

3Über­dies darf er ins­be­son­de­re fol­gen­de wei­te­re Dienst­leis­tun­gen er­brin­gen:

a.
Fonds­ge­schäft für aus­län­di­sche kol­lek­ti­ve Ka­pi­tal­an­la­gen, so­fern ei­ne Ver­ein­ba­rung über Zu­sam­men­ar­beit und In­for­ma­ti­ons­aus­tausch zwi­schen der FIN­MA und den für das Fonds­ge­schäft re­le­van­ten aus­län­di­schen Auf­sichts­be­hör­den be­steht und das aus­län­di­sche Recht ei­ne sol­che Ver­ein­ba­rung ver­langt;
b.
in­di­vi­du­el­le Ver­wal­tung ein­zel­ner Port­fo­li­os;
c.
An­la­ge­be­ra­tung;
d.
Ver­trieb kol­lek­ti­ver Ka­pi­tal­an­la­gen;
e.
Ver­tre­tung aus­län­di­scher kol­lek­ti­ver Ka­pi­tal­an­la­gen.

Art. 18b Delegation von Aufgaben

1Der Ver­mö­gens­ver­wal­ter kol­lek­ti­ver Ka­pi­tal­an­la­gen kann Auf­ga­ben de­le­gie­ren, so­weit dies im In­ter­es­se ei­ner sach­ge­rech­ten Ver­wal­tung liegt.

2Er be­auf­tragt aus­sch­liess­lich Per­so­nen, die für die ein­wand­freie Aus­füh­rung der Auf­ga­be qua­li­fi­ziert sind, und stellt de­ren In­struk­ti­on so­wie die Über­wa­chung und die Kon­trol­le der Durch­füh­rung des Auf­trags si­cher.

3An­la­ge­ent­schei­de darf er nur Ver­mö­gens­ver­wal­tern kol­lek­ti­ver Ka­pi­tal­an­la­gen de­le­gie­ren, die ei­ner an­er­kann­ten Auf­sicht un­ter­ste­hen.

4Ver­langt das aus­län­di­sche Recht ei­ne Ver­ein­ba­rung über Zu­sam­men­ar­beit und In­for­ma­ti­ons­aus­tausch mit den aus­län­di­schen Auf­sichts­be­hör­den, so darf er An­la­ge­ent­schei­de nur an einen Ver­mö­gens­ver­wal­ter im Aus­land de­le­gie­ren, wenn ei­ne sol­che Ver­ein­ba­rung zwi­schen der FIN­MA und den für die be­tref­fen­den An­la­ge­ent­schei­de re­le­van­ten aus­län­di­schen Auf­sichts­be­hör­den be­steht.

Art. 18c Wechsel

Der Wech­sel des Ver­mö­gens­ver­wal­ters kol­lek­ti­ver Ka­pi­tal­an­la­gen ist der FIN­MA vor­gän­gig zu mel­den.

3. Abschnitt: Vertriebsträger

Art. 19

11

1bisEin Fi­nan­zin­ter­me­di­är darf aus­län­di­sche kol­lek­ti­ve Ka­pi­tal­an­la­gen, die aus­sch­liess­lich an qua­li­fi­zier­te An­le­ge­rin­nen und An­le­ger ver­trie­ben wer­den sol­len, nur ver­trei­ben, wenn er in der Schweiz oder im Sitz­staat an­ge­mes­sen be­auf­sich­tigt ist.2

2Der Bun­des­rat legt die Be­wil­li­gungs­vor­aus­set­zun­gen fest.

3Er kann die Be­wil­li­gung ins­be­son­de­re von aus­rei­chen­den fi­nan­zi­el­len und be­ruf­li­chen Ga­ran­ti­en der Ver­triebs­trä­ger ab­hän­gig ma­chen.

43


1 Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I des BG vom 28. Sept. 2012, mit Wir­kung seit 1. März 2013 (AS 2013 585; BBl 2012 3639).
2 Ein­ge­fügt durch Ziff. I des BG vom 28. Sept. 2012, in Kraft seit 1. März 2013 (AS 2013 585; BBl 2012 3639).
3 Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I des BG vom 28. Sept. 2012, mit Wir­kung seit 1. März 2013 (AS 2013 585; BBl 2012 3639).

4. Kapitel: Verhaltensregeln

Art. 20 Grundsätze

1Die Be­wil­li­gungs­trä­ger und ih­re Be­auf­trag­ten er­fül­len ins­be­son­de­re die fol­gen­den Pflich­ten:1

a.
Treue­pflicht: Sie han­deln un­ab­hän­gig und wah­ren aus­sch­liess­lich die In­ter­es­sen der An­le­ge­rin­nen und An­le­ger;
b.
Sorg­falts­pflicht: Sie tref­fen die or­ga­ni­sa­to­ri­schen Mass­nah­men, die für ei­ne ein­wand­freie Ge­schäfts­füh­rung er­for­der­lich sind;
c.2
In­for­ma­ti­ons­pflicht: Sie ge­währ­leis­ten ei­ne trans­pa­ren­te Re­chen­schafts­ab­la­ge und in­for­mie­ren an­ge­mes­sen über die von ih­nen ver­wal­te­ten, ver­wahr­ten und ver­trie­be­nen kol­lek­ti­ven Ka­pi­tal­an­la­gen; sie le­gen sämt­li­che den An­le­ge­rin­nen und An­le­gern di­rekt oder in­di­rekt be­las­te­ten Ge­büh­ren und Kos­ten so­wie de­ren Ver­wen­dung of­fen; über Ent­schä­di­gun­gen für den Ver­trieb kol­lek­ti­ver Ka­pi­tal­an­la­gen in Form von Pro­vi­sio­nen, Cour­ta­gen und an­de­ren geld­wer­ten Vor­tei­len in­for­mie­ren sie die An­le­ge­rin­nen und An­le­ger voll­stän­dig, wahr­heits­ge­treu und ver­ständ­lich.

2Die FIN­MA kann Ver­hal­tens­re­geln von Bran­chen­or­ga­ni­sa­tio­nen als Min­dest­stan­dards fest­le­gen.

3Die Be­wil­li­gungs­trä­ger tref­fen für ih­re ge­sam­te Ge­schäftstä­tig­keit al­le zur Er­fül­lung die­ser Pflich­ten not­wen­di­gen Mass­nah­men.3


1 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 28. Sept. 2012, in Kraft seit 1. März 2013 (AS 2013 585; BBl 2012 3639).
2 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 28. Sept. 2012, in Kraft seit 1. März 2013 (AS 2013 585; BBl 2012 3639).
3 Ein­ge­fügt durch Ziff. I des BG vom 28. Sept. 2012, in Kraft seit 1. März 2013 (AS 2013 585; BBl 2012 3639).

Art. 21 Vermögensanlage

1Die Be­wil­li­gungs­trä­ger und ih­re Be­auf­trag­ten be­fol­gen ei­ne An­la­ge­po­li­tik, die dau­ernd mit dem in den ent­spre­chen­den Do­ku­men­ten fest­ge­leg­ten An­la­ge­cha­rak­ter der kol­lek­ti­ven Ka­pi­tal­an­la­ge über­ein­stimmt.

2Sie dür­fen im Zu­sam­men­hang mit dem Er­werb und der Ver­äus­se­rung von Sa­chen und Rech­ten für sich wie für Drit­te nur die Ver­gü­tun­gen ent­ge­gen­neh­men, die in den ent­spre­chen­den Do­ku­men­ten vor­ge­se­hen sind. Re­tro­zes­sio­nen und an­de­re Ver­mö­gens­vor­tei­le sind der kol­lek­ti­ven Ka­pi­tal­an­la­ge gut­zu­schrei­ben.

3Sie dür­fen An­la­gen auf ei­ge­ne Rech­nung nur zum Markt­preis über­neh­men und An­la­gen aus ei­ge­nen Be­stän­den nur zum Markt­preis ab­tre­ten.

Art. 22 Effektenhandelsgeschäfte

1Ge­gen­par­tei­en für Ef­fek­ten­han­dels­ge­schäf­te und sons­ti­ge Trans­ak­tio­nen sind sorg­fäl­tig aus­zu­wäh­len. Sie müs­sen Ge­währ für die best­mög­li­che Er­fül­lung der Trans­ak­tio­nen in preis­mäs­si­ger, zeit­li­cher und quan­ti­ta­ti­ver Hin­sicht bie­ten.

2Die Aus­wahl der Ge­gen­par­tei­en ist in re­gel­mäs­si­gen Ab­stän­den zu über­prü­fen.

3Ver­ein­ba­run­gen, wel­che die Ent­schei­dungs­frei­heit der Be­wil­li­gungs­trä­ger oder ih­rer Be­auf­trag­ten ein­schrän­ken, sind un­zu­läs­sig.

Art. 23 Ausübung von Mitgliedschafts- und Gläubigerrechten

1Die mit den An­la­gen ver­bun­de­nen Mit­glied­schafts- und Gläu­bi­ger­rech­te sind un­ab­hän­gig und aus­sch­liess­lich im In­ter­es­se der An­le­ge­rin­nen und An­le­ger aus­zuü­ben.

2Ar­ti­kel 685d Ab­satz 2 des Ob­li­ga­tio­nen­rechts1 fin­det auf An­la­ge­fonds kei­ne An­wen­dung.

3Ver­wal­tet ei­ne Fonds­lei­tung meh­re­re An­la­ge­fonds, so wird die Hö­he der Be­tei­li­gung im Hin­blick auf die pro­zent­mäs­si­ge Be­gren­zung nach Ar­ti­kel 685d Ab­satz 1 des Ob­li­ga­tio­nen­rechts für je­den An­la­ge­fonds ein­zeln be­rech­net.

4Ab­satz 3 gilt auch für je­des Teil­ver­mö­gen ei­ner of­fe­nen kol­lek­ti­ven Ka­pi­tal­an­la­ge im Sin­ne von Ar­ti­kel 92 ff.


1 SR 220

Art. 24 Weitere Verhaltensregeln

1Die Be­wil­li­gungs­trä­ger tref­fen die Vor­keh­run­gen, die not­wen­dig sind, um ei­ne se­ri­öse Ak­qui­si­ti­on und ob­jek­ti­ve Be­ra­tung der Kun­din­nen und Kun­den zu ge­währ­leis­ten.

2Zie­hen sie Drit­te zum Ver­trieb von An­tei­len an kol­lek­ti­ven Ka­pi­tal­an­la­gen bei, so schlies­sen sie mit die­sen Ver­triebs­ver­trä­ge ab.

3Die Be­wil­li­gungs­trä­ger und die zum Ver­trieb bei­ge­zo­ge­nen Drit­ten hal­ten die von ih­nen er­ho­be­nen Be­dürf­nis­se der Kun­din oder des Kun­den so­wie die Grün­de für je­de Emp­feh­lung für den Er­werb ei­ner be­stimm­ten kol­lek­ti­ven Ka­pi­tal­an­la­ge schrift­lich fest. Die­ses schrift­li­che Pro­to­koll wird der Kun­din oder dem Kun­den über­ge­ben.2


1 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 28. Sept. 2012, in Kraft seit 1. Jan. 2014 (AS 2013 585; BBl 2012 3639).
2 Ein­ge­fügt durch Ziff. I des BG vom 28. Sept. 2012, in Kraft seit 1. Jan. 2014 (AS 2013 585; BBl 2012 3639).

2. Titel: Offene kollektive Kapitalanlagen

1. Kapitel: Vertraglicher Anlagefonds

1. Abschnitt: Begriff

Art. 25

1Der ver­trag­li­che An­la­ge­fonds (An­la­ge­fonds) ba­siert auf ei­nem Kol­lek­ti­v­an­la­ge­ver­trag (Fonds­ver­trag), durch den sich die Fonds­lei­tung ver­pflich­tet:

a.
die An­le­ge­rin­nen und An­le­ger nach Mass­ga­be der von ih­nen er­wor­be­nen Fondsan­tei­le am An­la­ge­fonds zu be­tei­li­gen;
b.
das Fonds­ver­mö­gen ge­mä­ss den Be­stim­mun­gen des Fonds­ver­trags selb­stän­dig und im ei­ge­nen Na­men zu ver­wal­ten.

2Die De­pot­bank nimmt nach Mass­ga­be der ihr durch Ge­setz und Fonds­ver­trag über­tra­ge­nen Auf­ga­ben am Fonds­ver­trag teil.

3Der An­la­ge­fonds weist ein Min­dest­ver­mö­gen auf. Der Bun­des­rat legt des­sen Hö­he fest und die Frist, in­ner­halb der es ge­äuf­net wer­den muss.

2. Abschnitt: Fondsvertrag

Art. 26 Inhalt

1Die Fonds­lei­tung stellt den Fonds­ver­trag auf und un­ter­brei­tet die­sen mit Zu­stim­mung der De­pot­bank der FIN­MA zur Ge­neh­mi­gung.

2Der Fonds­ver­trag um­schreibt die Rech­te und Pflich­ten der An­le­ge­rin­nen und An­le­ger, der Fonds­lei­tung und der De­pot­bank.

3Der Bun­des­rat legt den Min­des­tin­halt fest.1


1 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 28. Sept. 2012, in Kraft seit 1. März 2013 (AS 2013 585; BBl 2012 3639).

Art. 27 Änderungen des Fondsvertrags

1Die Fonds­lei­tung hat Än­de­run­gen des Fonds­ver­trags mit Zu­stim­mung der De­pot­bank der FIN­MA zur Ge­neh­mi­gung ein­zu­rei­chen.

2Än­dert die Fonds­lei­tung den Fonds­ver­trag, so ver­öf­fent­licht sie ei­ne Zu­sam­men­fas­sung der we­sent­li­chen Än­de­run­gen im Vor­aus mit dem Hin­weis auf die Stel­len, wo die Ver­trags­än­de­run­gen im Wort­laut kos­ten­los be­zo­gen wer­den kön­nen.

3In den Pu­bli­ka­tio­nen sind die An­le­ge­rin­nen und An­le­ger auf die Mög­lich­keit hin­zu­wei­sen, bei der FIN­MA in­nert 30 Ta­gen nach der Pu­bli­ka­ti­on Ein­wen­dun­gen zu er­he­ben. Das Ver­fah­ren rich­tet sich nach dem Ver­wal­tungs­ver­fah­rens­ge­setz vom 20. De­zem­ber 19681 (VwVG). Die An­le­ge­rin­nen und An­le­ger sind fer­ner dar­auf hin­zu­wei­sen, dass sie un­ter Be­ach­tung der ver­trag­li­chen oder re­gle­men­ta­ri­schen Frist die Aus­zah­lung ih­rer An­tei­le in bar ver­lan­gen kön­nen.2

4Die FIN­MA ver­öf­fent­licht ih­ren Ent­scheid in den Pu­bli­ka­ti­ons­or­ga­nen.


1 SR 172.021
2 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 28. Sept. 2012, in Kraft seit 1. März 2013 (AS 2013 585; BBl 2012 3639).

3. Abschnitt: Fondsleitung

Art. 28 Organisation

1Die Fonds­lei­tung muss ei­ne Ak­ti­en­ge­sell­schaft mit Sitz und Haupt­ver­wal­tung in der Schweiz sein.

2Sie muss ein Min­dest­ka­pi­tal auf­wei­sen. Der Bun­des­rat legt des­sen Hö­he fest.

3Das Ak­ti­en­ka­pi­tal ist in Na­men­ak­ti­en auf­zu­tei­len.

4Die Fonds­lei­tung muss ei­ne für die Er­fül­lung ih­rer Auf­ga­ben ge­eig­ne­te Or­ga­ni­sa­ti­on ha­ben. Sie legt die Auf­ga­ben und Kom­pe­ten­zen in den Sta­tu­ten und im Or­ga­ni­sa­ti­ons­re­gle­ment fest.

5Die ge­schäfts­füh­ren­den Per­so­nen der Fonds­lei­tung und der De­pot­bank müs­sen von der je­weils an­de­ren Ge­sell­schaft un­ab­hän­gig sein.

Art. 29 Zweck

1Haupt­zweck der Fonds­lei­tung ist die Aus­übung des Fonds­ge­schäfts. Da­ne­ben darf sie na­ment­lich fol­gen­de wei­te­re Dienst­leis­tun­gen er­brin­gen:

a.
in­di­vi­du­el­le Ver­wal­tung ein­zel­ner Port­fo­li­os;
b.
An­la­ge­be­ra­tung;
c.
Auf­be­wah­rung und tech­ni­sche Ver­wal­tung kol­lek­ti­ver Ka­pi­tal­an­la­gen.
2Für die Aus­übung des Fonds­ge­schäfts für aus­län­di­sche kol­lek­ti­ve Ka­pi­tal­an­la­gen gilt Ar­ti­kel 18a Ab­satz 3 Buch­sta­be a.

1 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 28. Sept. 2012, in Kraft seit 1. März 2013 (AS 2013 585; BBl 2012 3639).

Art. 30 Aufgaben

Die Fonds­lei­tung ver­wal­tet den An­la­ge­fonds für Rech­nung der An­le­ge­rin­nen und An­le­ger selb­stän­dig und in ei­ge­nem Na­men. Ins­be­son­de­re:

a.
ent­schei­det sie über die Aus­ga­be von An­tei­len, die An­la­gen und de­ren Be­wer­tung;
b.
be­rech­net sie den Net­to­in­ven­tar­wert;
c.
setzt sie Aus­ga­be- und Rück­nah­me­prei­se so­wie Ge­win­naus­schüt­tun­gen fest;
d.
macht sie al­le zum An­la­ge­fonds ge­hö­ren­den Rech­te gel­tend.

Art. 31 Delegation von Aufgaben

1Die Fonds­lei­tung kann die An­la­ge­ent­schei­de so­wie Tei­lauf­ga­ben de­le­gie­ren, so­weit dies im In­ter­es­se ei­ner sach­ge­rech­ten Ver­wal­tung liegt.

2Sie be­auf­tragt aus­sch­liess­lich Per­so­nen, die für die ein­wand­freie Aus­füh­rung der Auf­ga­be qua­li­fi­ziert sind, und stellt die In­struk­ti­on so­wie Über­wa­chung und Kon­trol­le der Durch­füh­rung des Auf­tra­ges si­cher.

3An­la­ge­ent­schei­de darf sie nur an Ver­mö­gens­ver­wal­ter kol­lek­ti­ver Ka­pi­tal­an­la­gen de­le­gie­ren, die ei­ner an­er­kann­ten Auf­sicht un­ter­ste­hen.1

4Ver­langt das aus­län­di­sche Recht ei­ne Ver­ein­ba­rung über Zu­sam­men­ar­beit und In­for­ma­ti­ons­aus­tausch mit den aus­län­di­schen Auf­sichts­be­hör­den, so darf sie An­la­ge­ent­schei­de nur an einen Ver­mö­gens­ver­wal­ter im Aus­land de­le­gie­ren, wenn ei­ne sol­che Ver­ein­ba­rung zwi­schen der FIN­MA und den für die be­tref­fen­den An­la­ge­ent­schei­de re­le­van­ten aus­län­di­schen Auf­sichts­be­hör­den be­steht.2

5Für kol­lek­ti­ve Ka­pi­tal­an­la­gen, die in der Eu­ro­päi­schen Uni­on auf­grund ei­nes Ab­kom­mens er­leich­tert ver­trie­ben wer­den, dür­fen die An­la­ge­ent­schei­de we­der an die De­pot­bank noch an an­de­re Un­ter­neh­men de­le­giert wer­den, de­ren In­ter­es­sen mit de­nen der Fonds­lei­tung oder der An­le­ge­rin­nen und An­le­ger kol­li­die­ren kön­nen.3

6Für Hand­lun­gen der Be­auf­trag­ten haf­tet die Fonds­lei­tung wie für ei­ge­nes Han­deln.4


1 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 28. Sept. 2012, in Kraft seit 1. März 2013 (AS 2013 585; BBl 2012 3639).
2 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 28. Sept. 2012, in Kraft seit 1. März 2013 (AS 2013 585; BBl 2012 3639).
3 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 28. Sept. 2012, in Kraft seit 1. März 2013 (AS 2013 585; BBl 2012 3639).
4 Ein­ge­fügt durch Ziff. I des BG vom 28. Sept. 2012, in Kraft seit 1. März 2013 (AS 2013 585; BBl 2012 3639).

Art. 32 Eigene Mittel

1Zwi­schen den ei­ge­nen Mit­teln der Fonds­lei­tung und dem Ge­samt­ver­mö­gen der von ihr ver­wal­te­ten kol­lek­ti­ven Ka­pi­tal­an­la­gen muss ein an­ge­mes­se­nes Ver­hält­nis be­ste­hen. Der Bun­des­rat re­gelt die­ses Ver­hält­nis.

2Die FIN­MA kann in be­son­de­ren Fäl­len Er­leich­te­run­gen ge­wäh­ren oder Ver­schär­fun­gen an­ord­nen.

3Die Fonds­lei­tung darf die vor­ge­schrie­be­nen ei­ge­nen Mit­tel we­der in Fondsan­tei­len an­le­gen, die sie sel­ber aus­ge­ge­ben hat, noch ih­ren Ak­tio­nä­rin­nen und Ak­tio­nären oder die­sen na­he ste­hen­den na­tür­li­chen und ju­ris­ti­schen Per­so­nen aus­lei­hen. Das Hal­ten flüs­si­ger Mit­tel bei der De­pot­bank gilt nicht als Aus­lei­he.

Art. 33 Rechte

1Die Fonds­lei­tung hat An­spruch auf:

a.
die im Fonds­ver­trag vor­ge­se­he­nen Ver­gü­tun­gen;
b.
Be­frei­ung von den Ver­bind­lich­kei­ten, die sie in rich­ti­ger Er­fül­lung ih­rer Auf­ga­ben ein­ge­gan­gen ist;
c.
Er­satz der Auf­wen­dun­gen, die sie zur Er­fül­lung die­ser Ver­bind­lich­kei­ten ge­macht hat.

2Die­se An­sprü­che wer­den aus den Mit­teln des An­la­ge­fonds er­füllt. Die per­sön­li­che Haf­tung der An­le­ge­rin­nen und An­le­ger ist aus­ge­schlos­sen.

Art. 34 Wechsel

1Die Rech­te und Pflich­ten der Fonds­lei­tung kön­nen von ei­ner an­de­ren Fonds­lei­tung über­nom­men wer­den.

2Der Über­nah­me­ver­trag zwi­schen der bis­he­ri­gen und der neu­en Fonds­lei­tung be­darf zu sei­ner Gül­tig­keit der schrift­li­chen Form so­wie der Zu­stim­mung der De­pot­bank und der Ge­neh­mi­gung der FIN­MA.

3Die bis­he­ri­ge Fonds­lei­tung gibt den ge­plan­ten Wech­sel vor der Ge­neh­mi­gung durch die FIN­MA in den Pu­bli­ka­ti­ons­or­ga­nen be­kannt.1

4In den Pu­bli­ka­tio­nen sind die An­le­ge­rin­nen und An­le­ger auf die Mög­lich­keit hin­zu­wei­sen, bei der FIN­MA in­nert 30 Ta­gen nach der Pu­bli­ka­ti­on Ein­wen­dun­gen zu er­he­ben. Das Ver­fah­ren rich­tet sich nach dem VwVG2.3

5Die FIN­MA ge­neh­migt den Wech­sel der Fonds­lei­tung, wenn die ge­setz­li­chen Vor­schrif­ten ein­ge­hal­ten sind und die Fort­füh­rung des An­la­ge­fonds im In­ter­es­se der An­le­ge­rin­nen und An­le­ger liegt.

6Sie ver­öf­fent­licht den Ent­scheid in den Pu­bli­ka­ti­ons­or­ga­nen.


1 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 28. Sept. 2012, in Kraft seit 1. März 2013 (AS 2013 585; BBl 2012 3639).
2 SR 172.021
3 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 28. Sept. 2012, in Kraft seit 1. März 2013 (AS 2013 585; BBl 2012 3639).

Art. 35 Absonderung des Fondsvermögens

1Sa­chen und Rech­te, die zum An­la­ge­fonds ge­hö­ren, wer­den im Kon­kurs der Fonds­lei­tung zu­guns­ten der An­le­ge­rin­nen und An­le­ger ab­ge­son­dert. Vor­be­hal­ten blei­ben die An­sprü­che der Fonds­lei­tung nach Ar­ti­kel 33.1

2Schul­den der Fonds­lei­tung, die sich nicht aus dem Fonds­ver­trag er­ge­ben, kön­nen nicht mit For­de­run­gen, die zum An­la­ge­fonds ge­hö­ren, ver­rech­net wer­den.


1 Fas­sung ge­mä­ss An­hang Ziff. 3 des BG vom 18. März 2011 (Si­che­rung der Ein­la­gen), in Kraft seit 1. Sept. 2011 (AS 2011 3919; BBl 2010 3993).

2. Kapitel: Investmentgesellschaft mit variablem Kapital

1. Abschnitt: Allgemeine Bestimmungen

Art. 36 Begriff und Aufgaben

1Die SI­CAV ist ei­ne Ge­sell­schaft:

a.
de­ren Ka­pi­tal und An­zahl Ak­ti­en nicht im Vor­aus be­stimmt sind;
b.
de­ren Ka­pi­tal in Un­ter­neh­mer- und An­le­gerak­ti­en auf­ge­teilt ist;
c.
für de­ren Ver­bind­lich­kei­ten nur das Ge­sell­schafts­ver­mö­gen haf­tet;
d.
de­ren aus­sch­liess­li­cher Zweck die kol­lek­ti­ve Ka­pi­tal­an­la­ge ist.

2Die SI­CAV weist ein Min­dest­ver­mö­gen auf. Der Bun­des­rat legt des­sen Hö­he fest und die Frist, in­ner­halb der die­ses ge­äuf­net wer­den muss.

3An­la­ge­ent­schei­de darf die SI­CAV nur an Ver­mö­gens­ver­wal­ter kol­lek­ti­ver Ka­pi­tal­an­la­gen de­le­gie­ren, die ei­ner an­er­kann­ten Auf­sicht un­ter­ste­hen. Die Ar­ti­kel 30 und 31 Ab­sät­ze 1-5 gel­ten sinn­ge­mä­ss.2


1 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 28. Sept. 2012, in Kraft seit 1. März 2013 (AS 2013 585; BBl 2012 3639).
2 Ein­ge­fügt durch Ziff. I des BG vom 28. Sept. 2012, in Kraft seit 1. März 2013 (AS 2013 585; BBl 2012 3639).

Art. 37 Gründung

1Die Grün­dung der SI­CAV rich­tet sich nach den Be­stim­mun­gen des Ob­li­ga­tio­nen­rech­tes1 über die Grün­dung der Ak­ti­en­ge­sell­schaft; aus­ge­nom­men sind die Be­stim­mun­gen über die Sachein­la­gen, die Sach­über­nah­men und die be­son­de­ren Vor­tei­le.

2Der Bun­des­rat legt fest, wie hoch die Min­de­stein­la­ge im Zeit­punkt der Grün­dung ei­ner SI­CAV sein muss.2

33


1 SR 220
2 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 28. Sept. 2012, in Kraft seit 1. März 2013 (AS 2013 585; BBl 2012 3639).
3 Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I des BG vom 28. Sept. 2012, mit Wir­kung seit 1. März 2013 (AS 2013 585; BBl 2012 3639).

Art. 38 Firma

1Die Fir­ma muss die Be­zeich­nung der Rechts­form oder de­ren Ab­kür­zung (SI­CAV) ent­hal­ten.

2Im Üb­ri­gen kom­men die Be­stim­mun­gen des Ob­li­ga­tio­nen­rech­tes1 über die Fir­ma der Ak­ti­en­ge­sell­schaft zur An­wen­dung.


1 SR 220

Art. 39 Eigene Mittel

1Zwi­schen den Ein­la­gen der Un­ter­neh­me­rak­tio­nä­rin­nen und -ak­tio­näre und dem Ge­samt­ver­mö­gen der SI­CAV muss ein an­ge­mes­se­nes Ver­hält­nis be­ste­hen. Der Bun­des­rat re­gelt die­ses Ver­hält­nis.

2Die FIN­MA kann in be­son­de­ren Fäl­len Er­leich­te­run­gen ge­wäh­ren oder Ver­schär­fun­gen an­ord­nen.

Art. 40 Aktien

1Die Un­ter­neh­me­rak­ti­en lau­ten auf den Na­men.

2Die Un­ter­neh­mer- und die An­le­gerak­ti­en wei­sen kei­nen Nenn­wert auf und müs­sen voll­stän­dig in bar li­be­riert sein.

3Die Ak­ti­en sind frei über­trag­bar. Die Sta­tu­ten kön­nen den An­le­ger­kreis auf qua­li­fi­zier­te An­le­ge­rin­nen und An­le­ger ein­schrän­ken, wenn die Ak­ti­en der SI­CAV nicht an ei­ner Bör­se ko­tiert sind. Ver­wei­gert die SI­CAV ih­re Zu­stim­mung zur Über­tra­gung der Ak­ti­en, so kommt Ar­ti­kel 82 zur An­wen­dung.

4Die Sta­tu­ten kön­nen ver­schie­de­ne Ka­te­go­ri­en von Ak­ti­en vor­se­hen, de­nen un­ter­schied­li­che Rech­te zu­kom­men.

5Die Aus­ga­be von Par­ti­zi­pa­ti­ons­schei­nen, Ge­nuss­schei­nen und Vor­zugs­ak­ti­en ist un­ter­sagt.

Art. 41 Unternehmeraktionärinnen und -aktionäre

1Die Un­ter­neh­me­rak­tio­nä­rin­nen und -ak­tio­näre leis­ten die für die Grün­dung der SI­CAV er­for­der­li­che Min­de­stein­la­ge.

2Sie be­schlies­sen die Auf­lö­sung der SI­CAV und von de­ren Teil­ver­mö­gen nach Ar­ti­kel 96 Ab­sät­ze 2 und 3.1

3Im Üb­ri­gen fin­den die Be­stim­mun­gen über die Rech­te der Ak­tio­nä­rin­nen und Ak­tio­näre (Art. 46 ff.) An­wen­dung.

4Die Rech­te und Pflich­ten der Un­ter­neh­me­rak­tio­nä­rin­nen und -ak­tio­näre ge­hen mit der Über­tra­gung der Ak­ti­en auf den Er­wer­ber über.


1 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 28. Sept. 2012, in Kraft seit 1. März 2013 (AS 2013 585; BBl 2012 3639).

Art. 42 Ausgabe und Rücknahme von Aktien

1So­weit Ge­setz und Sta­tu­ten nichts an­de­res vor­se­hen, kann die SI­CAV je­der­zeit zum Net­to­in­ven­tar­wert neue Ak­ti­en aus­ge­ben und muss, auf Er­su­chen ei­ner Ak­tio­nä­rin oder ei­nes Ak­tio­närs, aus­ge­ge­be­ne Ak­ti­en je­der­zeit zum Net­to­in­ven­tar­wert zu­rück­neh­men. Da­zu be­darf es we­der ei­ner Sta­tu­ten­än­de­rung noch ei­nes Han­dels­re­gis­te­r­ein­trags.

2Die SI­CAV darf we­der di­rekt noch in­di­rekt ei­ge­ne Ak­ti­en hal­ten.

3Die Ak­tio­nä­rin­nen und Ak­tio­näre ha­ben kei­nen An­spruch auf den Teil der neu aus­ge­ge­be­nen Ak­ti­en, der ih­rer bis­he­ri­gen Be­tei­li­gung ent­spricht. Im Fal­le von Im­mo­bi­li­en­fonds bleibt Ar­ti­kel 66 Ab­satz 1 vor­be­hal­ten.

4Im Üb­ri­gen rich­ten sich die Aus­ga­be und die Rück­nah­me der Ak­ti­en nach den Ar­ti­keln 78-82.

Art. 43 Statuten

1Die Sta­tu­ten müs­sen Be­stim­mun­gen ent­hal­ten über:

a.
die Fir­ma und den Sitz;
b.
den Zweck;
c.
die Min­de­stein­la­ge;
d.
die Ein­be­ru­fung der Ge­ne­ral­ver­samm­lung;
e.
die Or­ga­ne;
f.
die Pu­bli­ka­ti­ons­or­ga­ne.

2Zu ih­rer Ver­bind­lich­keit be­dür­fen der Auf­nah­me in die Sta­tu­ten Be­stim­mun­gen über:

a.
die Dau­er;
b.
die Ein­schrän­kung des Ak­tio­när­s­krei­ses auf qua­li­fi­zier­te An­le­ge­rin­nen und An­le­ger und die da­mit ver­bun­de­ne Be­schrän­kung der Über­trag­bar­keit der Ak­ti­en (Art. 40 Abs. 3);
c.
die Ka­te­go­ri­en von Ak­ti­en und die da­mit ver­bun­de­nen Rech­te;
d.
die De­le­ga­ti­on der Ge­schäfts­füh­rung und der Ver­tre­tung so­wie de­ren Mo­da­li­tä­ten (Art. 51);
e.
die Ab­stim­mung auf dem Kor­re­spon­den­z­weg.

Art. 44 Anlagereglement

Die SI­CAV stellt ein An­la­ge­re­gle­ment auf. Sein In­halt rich­tet sich nach den Be­stim­mun­gen über den Fonds­ver­trag, so­weit die­ses Ge­setz und die Sta­tu­ten nichts an­de­res vor­se­hen.

Art. 44a Depotbank

1Die SI­CAV muss ei­ne De­pot­bank nach den Ar­ti­keln 72-74 bei­zie­hen.

2Die FIN­MA kann in be­grün­de­ten Fäl­len Aus­nah­men von die­ser Pflicht be­wil­li­gen, so­fern:

a.
die SI­CAV aus­sch­liess­lich qua­li­fi­zier­ten An­le­ge­rin­nen und An­le­gern of­fen­steht;
b.
ein oder meh­re­re In­sti­tu­te, wel­che ei­ner gleich­wer­ti­gen Auf­sicht un­ter­ste­hen, die mit der Ab­wick­lung ver­bun­de­nen Trans­ak­tio­nen vor­neh­men und für sol­che Trans­ak­tio­nen spe­zia­li­siert sind («Pri­me Bro­ker»); und
c.
si­cher­ge­stellt ist, dass die «Pri­me Bro­ker» oder die zu­stän­di­gen aus­län­di­schen Auf­sichts­be­hör­den der «Pri­me Bro­ker» der FIN­MA al­le Aus­künf­te und Un­ter­la­gen er­tei­len, die die­se zur Er­fül­lung ih­rer Auf­ga­be be­nö­tigt.

1 Ein­ge­fügt durch Ziff. I des BG vom 28. Sept. 2012, in Kraft seit 1. März 2013 (AS 2013 585; BBl 2012 3639).

Art. 45 Verhältnis zum Finanzmarktinfrastrukturgesetz

Die Be­stim­mun­gen über öf­fent­li­che Kau­f­an­ge­bo­te (Art. 125‒141 des Fi­nanz­marktin­fra­struk­tur­ge­set­zes vom 19. Ju­ni 20152) sind auf die SI­CAV nicht an­wend­bar.


1 Fas­sung ge­mä­ss An­hang Ziff. 9 des Fi­nanz­marktin­fra­struk­tur­ge­set­zes vom 19. Ju­ni 2015, in Kraft seit 1. Jan. 2016 (AS 2015 5339; BBl 2014 7483).
2 SR 958.1

2. Abschnitt: Rechte und Pflichten der Aktionärinnen und Aktionäre

Art. 46 Mitgliedschaftsrechte

1Die Mit­glied­schafts­rech­te aus­üben kann, wer von der SI­CAV als Ak­tio­nä­rin oder als Ak­tio­när an­er­kannt ist.

2Die Ak­tio­nä­rin­nen und Ak­tio­näre kön­nen ih­re Ak­ti­en in der Ge­ne­ral­ver­samm­lung selbst ver­tre­ten oder durch einen Drit­ten ver­tre­ten las­sen. So­fern die Sta­tu­ten nichts an­de­res vor­se­hen, brau­chen die­se nicht Ak­tio­nä­rin­nen oder Ak­tio­näre zu sein.

3Die SI­CAV führt ein Ak­ti­en­buch, in wel­ches die Un­ter­neh­me­rak­tio­nä­rin­nen und Un­ter­neh­me­rak­tio­näre mit Na­men und Adres­sen ein­ge­tra­gen wer­den. Sie führt zu­dem nach Ar­ti­kel 697l des Ob­li­ga­tio­nen­rechts1 ein Ver­zeich­nis der Per­so­nen, die an den Ak­ti­en der Un­ter­neh­me­rak­tio­nä­rin­nen und -ak­tio­nären wirt­schaft­lich be­rech­tigt sind.2

4Die Sta­tu­ten kön­nen vor­se­hen, dass die Un­ter­neh­me­rak­tio­nä­rin­nen und -ak­tio­näre so­wie die An­le­gerak­tio­nä­rin­nen und -ak­tio­näre so­wohl bei der selbst- als auch bei der fremd­ver­wal­te­ten SI­CAV einen An­spruch auf min­des­tens je einen Ver­wal­tungs­rats­sitz ha­ben.3


1 SR220
2 Zwei­ter Satz ein­ge­fügt durch Ziff. I 6 des BG vom 12. Dez. 2014 zur Um­set­zung der 2012 re­vi­dier­ten Emp­feh­lun­gen der Grou­pe d'ac­ti­on fi­nan­ciè­re, in Kraft seit 1. Ju­li 2015 (AS 2015 1389; BBl2014 605).
3 Ein­ge­fügt durch Ziff. I des BG vom 28. Sept. 2012, in Kraft seit 1. März 2013 (AS 2013 585; BBl 2012 3639).

Art. 46a Meldepflicht der Unternehmeraktionärinnen und -aktionäre

1Die Un­ter­neh­me­rak­tio­nä­rin­nen und -ak­tio­näre, de­ren Ak­ti­en nicht an ei­ner Bör­se ko­tiert sind, un­ter­ste­hen der Mel­de­pflicht nach Ar­ti­kel 697j des Ob­li­ga­tio­nen­rechts2.

2Die Fol­gen der Nicht­ein­hal­tung der Mel­de­pflicht be­stim­men sich nach Ar­ti­kel 697m des Ob­li­ga­tio­nen­rechts.


1 Ein­ge­fügt durch Ziff. I 6 des BG vom 12. Dez. 2014 zur Um­set­zung der 2012 re­vi­dier­ten Emp­feh­lun­gen der Grou­pe d'ac­ti­on fi­nan­ciè­re, in Kraft seit 1. Ju­li 2015 (AS 2015 1389; BBl2014 605).
2 SR220

Art. 47 Stimmrechte

1Je­de Ak­tie ent­spricht ei­ner Stim­me.

2Der Bun­des­rat kann die FIN­MA er­mäch­ti­gen, die Zer­le­gung oder die Zu­sam­men­le­gung von Ak­ti­en ei­ner Ak­ti­en­ka­te­go­rie an­zu­ord­nen.


1 Fas­sung ge­mä­ss An­hang Ziff. 14 des Fi­nanz­mark­tauf­sichts­ge­set­zes vom 22. Ju­ni 2007, in Kraft seit 1. Jan. 2009 (AS 2008 5207 5205; BBl 2006 2829).

Art. 48 Kontrollrechte

Die Kon­troll­rech­te rich­ten sich nach den Be­stim­mun­gen des Ob­li­ga­tio­nen­rech­tes1 über die Kon­troll­rech­te der Ak­tio­nä­rin­nen und Ak­tio­näre, so­weit die­ses Ge­setz nichts an­de­res vor­sieht.


1 SR 220

Art. 49 Weitere Rechte

Im Üb­ri­gen kom­men die Ar­ti­kel 78 ff. zur An­wen­dung.

3. Abschnitt: Organisation

Art. 50 Generalversammlung

1Obers­tes Or­gan der SI­CAV ist die Ge­ne­ral­ver­samm­lung der Ak­tio­nä­rin­nen und Ak­tio­näre.

2Die Ge­ne­ral­ver­samm­lung fin­det jähr­lich in­ner­halb von vier Mo­na­ten nach Ab­schluss des Ge­schäfts­jah­res statt.

3So­fern der Bun­des­rat nichts an­de­res vor­sieht, kom­men im Üb­ri­gen die Be­stim­mun­gen des Ob­li­ga­tio­nen­rechts1 über die Ge­ne­ral­ver­samm­lung der Ak­ti­en­ge­sell­schaft zur An­wen­dung.2


1 SR 220
2 Fas­sung ge­mä­ss An­hang Ziff. 14 des Fi­nanz­mark­tauf­sichts­ge­set­zes vom 22. Ju­ni 2007, in Kraft seit 1. Jan. 2009 (AS 2008 5207 5205; BBl 2006 2829).

Art. 51 Verwaltungsrat

1Der Ver­wal­tungs­rat be­steht aus min­des­tens drei und höchs­tens sie­ben Mit­glie­dern.

2Die Sta­tu­ten kön­nen den Ver­wal­tungs­rat er­mäch­ti­gen, die Ge­schäfts­füh­rung und die Ver­tre­tung nach Mass­ga­be des Or­ga­ni­sa­ti­ons­re­gle­ments ganz oder teil­wei­se an ein­zel­ne Mit­glie­der oder Drit­te zu über­tra­gen.

3Die ge­schäfts­füh­ren­den Per­so­nen der SI­CAV und der De­pot­bank müs­sen von der je­weils an­de­ren Ge­sell­schaft un­ab­hän­gig sein.

4Der Ver­wal­tungs­rat er­stellt den Pro­spekt so­wie die We­sent­li­chen In­for­ma­tio­nen für die An­le­ge­rin­nen und An­le­ger oder den ver­ein­fach­ten Pro­spekt.1

5Die Ad­mi­nis­tra­ti­on der SI­CAV darf nur an ei­ne be­wil­lig­te Fonds­lei­tung nach Ar­ti­kel 28 ff. de­le­giert wer­den.

6So­fern der Bun­des­rat nichts an­de­res vor­sieht, kom­men im Üb­ri­gen die Be­stim­mun­gen des Ob­li­ga­tio­nen­rechts2 über den Ver­wal­tungs­rat der Ak­ti­en­ge­sell­schaft zur An­wen­dung.3


1 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 28. Sept. 2012, in Kraft seit 1. März 2013 (AS 2013 585; BBl 2012 3639).
2 SR 220
3 Fas­sung ge­mä­ss An­hang Ziff. 14 des Fi­nanz­mark­tauf­sichts­ge­set­zes vom 22. Ju­ni 2007, in Kraft seit 1. Jan. 2009 (AS 2008 5207 5205; BBl 2006 2829).

Art. 52 Prüfgesellschaft

Die SI­CAV be­zeich­net ei­ne Prüf­ge­sell­schaft (Art. 126 ff.).

3. Kapitel: Arten der offenen kollektiven Kapitalanlagen und Anlagevorschriften

1. Abschnitt: Effektenfonds

Art. 53 Begriff

Ef­fek­ten­fonds sind of­fe­ne kol­lek­ti­ve Ka­pi­tal­an­la­gen, die ih­re Mit­tel in Ef­fek­ten an­le­gen und dem Recht der Eu­ro­päi­schen Ge­mein­schaf­ten ent­spre­chen.

Art. 54 Zulässige Anlagen

1Für Ef­fek­ten­fonds zu­läs­sig sind An­la­gen in mas­sen­wei­se aus­ge­ge­be­ne Wert­pa­pie­re und in nicht ver­ur­kun­de­te Rech­te mit glei­cher Funk­ti­on (Wert­rech­te), die an ei­ner Bör­se oder an ei­nem an­dern ge­re­gel­ten, dem Pu­bli­kum of­fen ste­hen­den Markt ge­han­delt wer­den, so­wie in an­de­re li­qui­de Fi­nanz­an­la­gen.

2In be­grenz­tem Um­fang sind auch an­de­re An­la­gen so­wie das Hal­ten an­ge­mes­se­ner flüs­si­ger Mit­tel zu­läs­sig.

Art. 55 Anlagetechniken

1Die Fonds­lei­tung und die SI­CAV dür­fen im Rah­men der ef­fi­zi­en­ten Ver­wal­tung fol­gen­de An­la­ge­tech­ni­ken ein­set­zen:

a.
Ef­fek­ten­lei­he;
b.
Pen­si­ons­ge­schäft;
c.
Kre­dit­auf­nah­me, je­doch nur vor­über­ge­hend und bis zu ei­nem be­stimm­ten Pro­zent­satz;
d.
Ver­pfän­dung oder Si­che­rungs­über­eig­nung, je­doch nur bis zu ei­nem be­stimm­ten Pro­zent­satz.

2Der Bun­des­rat kann wei­te­re An­la­ge­tech­ni­ken wie Leer­ver­käu­fe und Kre­dit­ge­wäh­rung zu­las­sen.

3Er legt die Pro­zent­sät­ze fest. Die FIN­MA re­gelt die Ein­zel­hei­ten.

Art. 56 Einsatz von Derivaten

1Die Fonds­lei­tung und die SI­CAV dür­fen Ge­schäf­te mit De­ri­va­ten tä­ti­gen, so­fern:

a.
die­se Ge­schäf­te nicht zu ei­ner Ver­än­de­rung des An­la­ge­cha­rak­ters des Ef­fek­ten­fonds füh­ren;
b.
sie über ei­ne ge­eig­ne­te Or­ga­ni­sa­ti­on und ein ad­äqua­tes Ri­si­ko­ma­na­ge­ment ver­fü­gen;
c.
die mit der Ab­wick­lung und der Über­wa­chung be­trau­ten Per­so­nen qua­li­fi­ziert sind und die Wir­kungs­wei­se der ein­ge­setz­ten De­ri­va­te je­der­zeit ver­ste­hen und nach­voll­zie­hen kön­nen.

2Das Ge­sam­ten­ga­ge­ment aus Ge­schäf­ten mit De­ri­va­ten darf einen be­stimm­ten Pro­zent­satz des Net­to­fonds­ver­mö­gens nicht über­stei­gen. En­ga­ge­ments aus Ge­schäf­ten mit De­ri­va­ten sind auf die ge­setz­li­chen und re­gle­men­ta­ri­schen Höchst­li­mi­ten, na­ment­lich auf die Ri­si­ko­ver­tei­lung, an­zu­rech­nen.

3Der Bun­des­rat legt den Pro­zent­satz fest. Die FIN­MA re­gelt die Ein­zel­hei­ten.

Art. 57 Risikoverteilung

1Die Fonds­lei­tung und die SI­CAV müs­sen bei ih­ren An­la­gen die Grund­sät­ze der Ri­si­ko­ver­tei­lung ein­hal­ten. Sie dür­fen in der Re­gel nur einen be­stimm­ten Pro­zent­satz des Fonds­ver­mö­gens beim glei­chen Schuld­ner oder Un­ter­neh­men an­le­gen.

2Die mit den Wert­pa­pie­ren oder Wert­rech­ten er­wor­be­nen Stimm­rech­te bei ei­nem Schuld­ner oder Un­ter­neh­men dür­fen einen be­stimm­ten Pro­zent­satz nicht über­schrei­ten.

3Der Bun­des­rat legt die Pro­zent­sät­ze fest. Die FIN­MA re­gelt die Ein­zel­hei­ten.

2. Abschnitt: Immobilienfonds

Art. 58 Begriff

Im­mo­bi­li­en­fonds sind of­fe­ne kol­lek­ti­ve Ka­pi­tal­an­la­gen, die ih­re Mit­tel in Im­mo­bi­li­en­wer­ten an­le­gen.

Art. 59 Zulässige Anlagen

1Für Im­mo­bi­li­en­fonds zu­läs­sig sind An­la­gen in:

a.
Grund­stücke ein­sch­liess­lich Zu­ge­hör;
b.
Be­tei­li­gun­gen an und For­de­run­gen ge­gen Im­mo­bi­li­en­ge­sell­schaf­ten, de­ren Zweck ein­zig der Er­werb und Ver­kauf oder die Ver­mie­tung und Ver­pach­tung ei­ge­ner Grund­stücke ist, so­fern min­des­tens zwei Drit­tel ih­res Ka­pi­tals und der Stim­men im Im­mo­bi­li­en­fonds ver­ei­nigt sind;
c.
An­tei­le an an­de­ren Im­mo­bi­li­en­fonds und bör­sen­ko­tier­ten Im­mo­bi­lie­nin­vest­ment­ge­sell­schaf­ten bis höchs­tens 25 Pro­zent des Ge­samt­fonds­ver­mö­gens;
d.
aus­län­di­sche Im­mo­bi­li­en­wer­te, de­ren Wert hin­rei­chend be­ur­teilt wer­den kann.

2Mit­ei­gen­tum an Grund­stücken ist nur zu­läs­sig, so­fern die Fonds­lei­tung oder die SI­CAV einen be­herr­schen­den Ein­fluss aus­üben kann.

Art. 60 Sicherstellung der Verbindlichkeiten

Die Fonds­lei­tung und die SI­CAV müs­sen zur Si­cher­stel­lung der Ver­bind­lich­kei­ten einen an­ge­mes­se­nen Teil des Fonds­ver­mö­gens in kurz­fris­ti­gen fest­ver­zins­li­chen Ef­fek­ten oder in an­de­ren kurz­fris­tig ver­füg­ba­ren Mit­teln hal­ten.

Art. 61 Einsatz von Derivaten

Die Fonds­lei­tung und die SI­CAV dür­fen Ge­schäf­te mit De­ri­va­ten tä­ti­gen, so­fern sie mit der An­la­ge­po­li­tik ver­ein­bar sind. Die Be­stim­mun­gen über den Ein­satz von De­ri­va­ten bei Ef­fek­ten­fonds (Art. 56) sind sinn­ge­mä­ss an­wend­bar.

Art. 62 Risikoverteilung

Die An­la­gen sind nach Ob­jek­ten, de­ren Nut­zungs­art, Al­ter, Bau­sub­stanz und La­ge zu ver­tei­len.

Art. 63 Besondere Pflichten

1Die Fonds­lei­tung haf­tet den An­le­ge­rin­nen und An­le­gern da­für, dass die Im­mo­bi­li­en­ge­sell­schaf­ten, die zum Im­mo­bi­li­en­fonds ge­hö­ren, die Vor­schrif­ten die­ses Ge­set­zes und des Fonds­re­gle­men­tes ein­hal­ten.

2Die Fonds­lei­tung, die De­pot­bank so­wie de­ren Be­auf­trag­te und die ih­nen na­he ste­hen­den na­tür­li­chen und ju­ris­ti­schen Per­so­nen dür­fen von Im­mo­bi­li­en­fonds kei­ne Im­mo­bi­li­en­wer­te über­neh­men oder ih­nen ab­tre­ten.

3Die SI­CAV darf von den Un­ter­neh­me­rak­tio­nä­rin­nen und -ak­tio­nären, von ih­ren Be­auf­trag­ten so­wie den ihr na­he ste­hen­den na­tür­li­chen oder ju­ris­ti­schen Per­so­nen kei­ne Im­mo­bi­li­en­wer­te über­neh­men oder ih­nen ab­tre­ten.

4Im In­ter­es­se der An­le­ge­rin­nen und An­le­ger kann die FIN­MA in be­grün­de­ten Ein­zel­fäl­len Aus­nah­men vom Ver­bot von Ge­schäf­ten mit na­he ste­hen­den Per­so­nen im Sin­ne der Ab­sät­ze 2 und 3 ge­wäh­ren. Der Bun­des­rat re­gelt die Aus­nah­me­kri­te­ri­en.1


1 Ein­ge­fügt durch Ziff. I des BG vom 28. Sept. 2012, in Kraft seit 1. März 2013 (AS 2013 585; BBl 2012 3639).

Art. 64 Schätzungsexpertinnen und Schätzungsexperten

1Die Fonds­lei­tung und die SI­CAV be­auf­tra­gen min­des­tens zwei na­tür­li­che Per­so­nen oder ei­ne ju­ris­ti­sche Per­son als Schät­zungs­ex­per­tin­nen oder Schät­zungs­ex­per­ten. Der Auf­trag be­darf der Ge­neh­mi­gung der FIN­MA.2

2Die Ge­neh­mi­gung wird er­teilt, wenn die Schät­zungs­ex­per­tin­nen und Schät­zungs­ex­per­ten:3

a.
die er­for­der­li­chen Qua­li­fi­ka­tio­nen auf­wei­sen;
b.
un­ab­hän­gig sind;
c.4

3Die Schät­zungs­ex­per­tin­nen und Schät­zungs­ex­per­ten ha­ben die Schät­zun­gen mit der Sorg­falt ei­ner or­dent­li­chen und sach­kun­di­gen Schät­zungs­ex­per­tin oder ei­nes or­dent­li­chen und sach­kun­di­gen Schät­zungs­ex­per­ten durch­zu­füh­ren.5

4Die FIN­MA kann die Ge­neh­mi­gung vom Ab­schluss ei­ner Be­rufs­haft­pflicht­ver­si­che­rung oder vom Nach­weis fi­nan­zi­el­ler Ga­ran­ti­en ab­hän­gig ma­chen.6

5Sie kann wei­te­re An­for­de­run­gen an die Schät­zungs­ex­per­tin­nen und Schät­zungs­ex­per­ten fest­le­gen und die Schät­zungs­me­tho­den um­schrei­ben.7


1 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 28. Sept. 2012, in Kraft seit 1. März 2013 (AS 2013 585; BBl 2012 3639).
2 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 28. Sept. 2012, in Kraft seit 1. März 2013 (AS 2013 585; BBl 2012 3639).
3 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 28. Sept. 2012, in Kraft seit 1. März 2013 (AS 2013 585; BBl 2012 3639).
4 Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I des BG vom 28. Sept. 2012, mit Wir­kung seit 1. März 2013 (AS 2013 585; BBl 2012 3639).
5 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 28. Sept. 2012, in Kraft seit 1. März 2013 (AS 2013 585; BBl 2012 3639).
6 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 28. Sept. 2012, in Kraft seit 1. März 2013 (AS 2013 585; BBl 2012 3639).
7 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 28. Sept. 2012, in Kraft seit 1. März 2013 (AS 2013 585; BBl 2012 3639).

Art. 65 Sonderbefugnisse

1Die Fonds­lei­tung und die SI­CAV dür­fen Bau­ten er­stel­len las­sen, so­fern das Fonds­re­gle­ment aus­drück­lich den Er­werb von Bau­land und die Durch­füh­rung von Bau­vor­ha­ben vor­sieht.

2Sie dür­fen Grund­stücke ver­pfän­den und die Pfand­rech­te zur Si­che­rung über­eig­nen; die Be­las­tung darf je­doch im Durch­schnitt al­ler Grund­stücke einen be­stimm­ten Pro­zent­satz des Ver­kehrs­wer­tes nicht über­stei­gen.

3Der Bun­des­rat be­stimmt den Pro­zent­satz. Die FIN­MA re­gelt die Ein­zel­hei­ten.

Art. 66 Ausgabe und Rücknahme von Anteilen

1Die Fonds­lei­tung und die SI­CAV müs­sen neue An­tei­le zu­erst den bis­he­ri­gen An­le­ge­rin­nen und An­le­gern an­bie­ten.

2Die An­le­ge­rin­nen und An­le­ger kön­nen je­weils auf das En­de ei­nes Rech­nungs­jah­res un­ter Ein­hal­tung ei­ner Frist von zwölf Mo­na­ten die Rück­nah­me ih­rer An­tei­le ver­lan­gen.

Art. 67 Handel

Die Fonds­lei­tung und die SI­CAV stel­len über ei­ne Bank oder einen Ef­fek­ten­händ­ler einen re­gel­mäs­si­gen börs­li­chen oder aus­ser­börs­li­chen Han­del von Im­mo­bi­li­en­fondsan­tei­len si­cher.

3. Abschnitt: Übrige Fonds für traditionelle und für alternative Anlagen

Art. 68 Begriff

Üb­ri­ge Fonds für tra­di­tio­nel­le und für al­ter­na­ti­ve An­la­gen sind of­fe­ne kol­lek­ti­ve Ka­pi­tal­an­la­gen, die we­der Ef­fek­ten­fonds noch Im­mo­bi­li­en­fonds sind.

Art. 69 Zulässige Anlagen

1Für üb­ri­ge Fonds für tra­di­tio­nel­le und al­ter­na­ti­ve An­la­gen zu­läs­sig sind ins­be­son­de­re An­la­gen in Ef­fek­ten, Edel­me­tal­len, Im­mo­bi­li­en, Mas­sen­wa­ren (Com­mo­di­ties), De­ri­va­ten, An­tei­len an­de­rer kol­lek­ti­ver Ka­pi­tal­an­la­gen so­wie in an­de­ren Sa­chen und Rech­ten.

2Für die­se Fonds kön­nen ins­be­son­de­re An­la­gen ge­tä­tigt wer­den:

a.
die nur be­schränkt markt­gän­gig sind;
b.
die ho­hen Kurs­schwan­kun­gen un­ter­lie­gen;
c.
die ei­ne be­grenz­te Ri­si­ko­ver­tei­lung auf­wei­sen;
d.
de­ren Be­wer­tung er­schwert ist.

Art. 70 Übrige Fonds für traditionelle Anlagen

1Als üb­ri­ge Fonds für tra­di­tio­nel­le An­la­gen gel­ten of­fe­ne kol­lek­ti­ve Ka­pi­tal­an­la­gen, die bei ih­ren An­la­gen, An­la­ge­tech­ni­ken und -be­schrän­kun­gen ein für tra­di­tio­nel­le An­la­gen ty­pi­sches Ri­si­ko­pro­fil auf­wei­sen.

2Auf üb­ri­ge Fonds für tra­di­tio­nel­le An­la­gen sind die Be­stim­mun­gen über den Ein­satz von An­la­ge­tech­ni­ken und De­ri­va­ten für Ef­fek­ten­fonds sinn­ge­mä­ss an­wend­bar.

Art. 71 Übrige Fonds für alternative Anlagen

1Als üb­ri­ge Fonds für al­ter­na­ti­ve An­la­gen gel­ten of­fe­ne kol­lek­ti­ve Ka­pi­tal­an­la­gen, de­ren An­la­gen, Struk­tur, An­la­ge­tech­ni­ken (Leer­ver­käu­fe, Kre­dit­auf­nah­me etc.) und -be­schrän­kun­gen ein für al­ter­na­ti­ve An­la­gen ty­pi­sches Ri­si­ko­pro­fil auf­wei­sen.

2Die He­bel­wir­kung ist nur bis zu ei­nem be­stimm­ten Pro­zent­satz des Net­to­fonds­ver­mö­gens er­laubt. Der Bun­des­rat legt den Pro­zent­satz fest. Die FIN­MA re­gelt die Ein­zel­hei­ten.

3Auf die be­son­de­ren Ri­si­ken, die mit al­ter­na­ti­ven An­la­gen ver­bun­den sind, ist in Ver­bin­dung mit der Be­zeich­nung, im Pro­spekt und in der Wer­bung hin­zu­wei­sen.

4Der Pro­spekt muss in­ter­es­sier­ten Per­so­nen vor Ver­trags­ab­schluss be­zie­hungs­wei­se vor der Zeich­nung kos­ten­los an­ge­bo­ten wer­den.

5Die FIN­MA kann ge­stat­ten, dass die mit der Ab­wick­lung der Trans­ak­tio­nen ver­bun­de­nen Dienst­leis­tun­gen ei­nes di­rekt an­le­gen­den üb­ri­gen Fonds für al­ter­na­ti­ve An­la­gen durch ein be­auf­sich­tig­tes In­sti­tut, das für sol­che Trans­ak­tio­nen spe­zia­li­siert ist («Pri­me Bro­ker»), er­bracht wer­den. Sie kann fest­le­gen, wel­che Kon­trol­l­auf­ga­ben die Fonds­lei­tung und die SI­CAV wahr­neh­men müs­sen.

4. Kapitel: Gemeinsame Bestimmungen

1. Abschnitt: Depotbank

Art. 72 Organisation

1Die De­pot­bank muss ei­ne Bank im Sin­ne des BankG1 sein und über ei­ne für ih­re Tä­tig­keit als De­pot­bank von kol­lek­ti­ven Ka­pi­tal­an­la­gen an­ge­mes­se­ne Or­ga­ni­sa­ti­on ver­fü­gen.2

2Ne­ben den mit der Ge­schäfts­füh­rung be­trau­ten Per­so­nen müs­sen auch die mit den Auf­ga­ben der De­pot­bank­tä­tig­keit be­trau­ten Per­so­nen die An­for­de­run­gen nach Ar­ti­kel 14 Ab­satz 1 Buch­sta­be a er­fül­len.


1 SR 952.0
2 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 28. Sept. 2012, in Kraft seit 1. März 2013 (AS 2013 585; BBl 2012 3639).

Art. 73 Aufgaben

1Die De­pot­bank be­wahrt das Fonds­ver­mö­gen auf, be­sorgt die Aus­ga­be und Rück­nah­me der An­tei­le und den Zah­lungs­ver­kehr.

2Sie kann die Auf­be­wah­rung des Fonds­ver­mö­gens Dritt- und Sam­mel­ver­wah­rern im In- oder Aus­land über­tra­gen, so­weit dies im In­ter­es­se ei­ner sach­ge­rech­ten Ver­wah­rung liegt. Die An­le­ge­rin­nen und An­le­ger sind über die Ri­si­ken, die mit ei­ner sol­chen Über­tra­gung ver­bun­den sind, im Pro­spekt zu in­for­mie­ren.1

2bisFür Fi­nan­z­in­stru­men­te darf die Über­tra­gung nach Ab­satz 2 nur an be­auf­sich­tig­te Dritt- oder Sam­mel­ver­wah­rer er­fol­gen. Da­von aus­ge­nom­men ist die zwin­gen­de Ver­wah­rung an ei­nem Ort, an dem die Über­tra­gung an be­auf­sich­tig­te Dritt- oder Sam­mel­ver­wah­rer nicht mög­lich ist, wie ins­be­son­de­re auf­grund zwin­gen­der Rechts­vor­schrif­ten oder der Mo­da­li­tä­ten des An­la­ge­pro­dukts. Die An­le­ge­rin­nen und An­le­ger sind in der Pro­duk­te­do­ku­men­ta­ti­on über die Auf­be­wah­rung durch nicht be­auf­sich­tig­te Dritt- oder Sam­mel­ver­wah­rer zu in­for­mie­ren.2

3Die De­pot­bank sorgt da­für, dass die Fonds­lei­tung oder die SI­CAV das Ge­setz und das Fonds­re­gle­ment be­ach­ten. Sie prüft ob:3

a.
die Be­rech­nung des Net­to­in­ven­tar­wer­tes und der Aus­ga­be- und Rück­nah­me­prei­se der An­tei­le Ge­setz und Fonds­re­gle­ment ent­spre­chen;
b.
die An­la­ge­ent­schei­de Ge­setz und Fonds­re­gle­ment ent­spre­chen;
c.
der Er­folg nach Mass­ga­be des Fonds­re­gle­ments ver­wen­det wird.

4Der Bun­des­rat re­gelt die An­for­de­run­gen für die Tä­tig­kei­ten der De­pot­bank und kann Vor­ga­ben zum Schutz der Wert­pa­pier­an­la­gen ein­füh­ren.4


1 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 28. Sept. 2012, in Kraft seit 1. März 2013 (AS 2013 585; BBl 2012 3639).
2 Ein­ge­fügt durch Ziff. I des BG vom 28. Sept. 2012, in Kraft seit 1. März 2013 (AS 2013 585; BBl 2012 3639).
3 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 28. Sept. 2012, in Kraft seit 1. März 2013 (AS 2013 585; BBl 2012 3639).
4 Ein­ge­fügt durch Ziff. I des BG vom 28. Sept. 2012, in Kraft seit 1. März 2013 (AS 2013 585; BBl 2012 3639).

Art. 74 Wechsel

1Für den Wech­sel der De­pot­bank gel­ten bei An­la­ge­fonds die Be­stim­mun­gen über den Wech­sel der Fonds­lei­tung (Art. 34) sinn­ge­mä­ss.

2Der Wech­sel der De­pot­bank bei der SI­CAV be­darf ei­nes schrift­li­chen Ver­tra­ges und der vor­gän­gi­gen Ge­neh­mi­gung der FIN­MA.

3Die FIN­MA ver­öf­fent­licht den Ent­scheid in den Pu­bli­ka­ti­ons­or­ga­nen.

2. Abschnitt: Prospekt, Wesentliche Informationen für die Anlegerinnen und Anleger und vereinfachter Prospekt

Art. 75 Prospekt

1Die Fonds­lei­tung und die SI­CAV ver­öf­fent­li­chen für je­de of­fe­ne kol­lek­ti­ve Ka­pi­tal­an­la­ge einen Pro­spekt.

2Der Pro­spekt ent­hält das Fonds­re­gle­ment, so­fern den in­ter­es­sier­ten Per­so­nen nicht mit­ge­teilt wird, wo die­ses vor Ver­trags­ab­schluss be­zie­hungs­wei­se vor der Zeich­nung se­pa­rat be­zo­gen wer­den kann. Der Bun­des­rat legt fest, wel­che wei­te­ren An­ga­ben im Pro­spekt auf­ge­führt wer­den müs­sen.

3Der Pro­spekt muss in­ter­es­sier­ten Per­so­nen auf Ver­lan­gen vor Ver­trags­ab­schluss be­zie­hungs­wei­se vor der Zeich­nung kos­ten­los zur Ver­fü­gung ge­stellt wer­den.

Art. 76 Wesentliche Informationen für die Anlegerinnen und Anleger und vereinfachter Prospekt

1Für Ef­fek­ten­fonds und üb­ri­ge Fonds für tra­di­tio­nel­le An­la­gen ist ein Do­ku­ment mit den We­sent­li­chen In­for­ma­tio­nen für die An­le­ge­rin­nen und An­le­ger, für Im­mo­bi­li­en­fonds ist ein ver­ein­fach­ter Pro­spekt zu ver­öf­fent­li­chen.

2Die We­sent­li­chen In­for­ma­tio­nen für die An­le­ge­rin­nen und An­le­ger ent­hal­ten sach­ge­rech­te An­ga­ben zu den we­sent­li­chen Merk­ma­len der be­tref­fen­den kol­lek­ti­ven Ka­pi­tal­an­la­ge. Sie sind so dar­zu­stel­len, dass An­le­ge­rin­nen und An­le­ger Art und Ri­si­ken der kol­lek­ti­ven Ka­pi­tal­an­la­ge ver­ste­hen und auf de­ren Grund­la­ge fun­dier­te An­la­ge­ent­schei­de tref­fen kön­nen.

3Der ver­ein­fach­te Pro­spekt ent­hält ei­ne Zu­sam­men­fas­sung der we­sent­li­chen An­ga­ben des Pro­spekts. Er muss leicht ver­ständ­lich sein.

4Der Bun­des­rat legt die we­sent­li­chen Merk­ma­le und An­ga­ben fest. Die FIN­MA kann die we­sent­li­chen An­ga­ben un­ter Be­rück­sich­ti­gung der in­ter­na­tio­na­len Ent­wick­lun­gen kon­kre­ti­sie­ren.

5Die We­sent­li­chen In­for­ma­tio­nen für die An­le­ge­rin­nen und An­le­ger und der ver­ein­fach­te Pro­spekt sind je­der in­ter­es­sier­ten Per­son vor der Zeich­nung des Pro­dukts und vor Ab­schluss des Ver­trags über den Er­werb des Pro­dukts kos­ten­los zur Ver­fü­gung zu stel­len.


1 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 28. Sept. 2012, in Kraft seit 1. Ju­ni 2013 (AS 2013 585; BBl 2012 3639).

Art. 77 Gemeinsame Bestimmungen

1In je­der Wer­bung ist auf den Pro­spekt und die We­sent­li­chen In­for­ma­tio­nen für die An­le­ge­rin­nen und An­le­ger oder den ver­ein­fach­ten Pro­spekt zu ver­wei­sen und an­zu­ge­ben, wo die­se er­hält­lich sind.

2Der Pro­spekt, die We­sent­li­chen In­for­ma­tio­nen für die An­le­ge­rin­nen und An­le­ger oder der ver­ein­fach­te Pro­spekt und je­de Än­de­rung die­ser Do­ku­men­te sind un­ver­züg­lich der FIN­MA ein­zu­rei­chen.


1 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 28. Sept. 2012, in Kraft seit 1. Ju­ni 2013 (AS 2013 585; BBl 2012 3639).

3. Abschnitt: Stellung der Anlegerinnen und Anleger

Art. 78 Erwerb und Rückgabe

1Die An­le­ge­rin­nen und An­le­ger er­wer­ben mit Ver­trags­ab­schluss be­zie­hungs­wei­se mit der Zeich­nung und der Ein­zah­lung in bar:

a.
beim An­la­ge­fonds nach Mass­ga­be der von ih­nen er­wor­be­nen Fondsan­tei­le ei­ne For­de­rung ge­gen die Fonds­lei­tung auf Be­tei­li­gung am Ver­mö­gen und am Er­trag des An­la­ge­fonds;
b.
bei der SI­CAV nach Mass­ga­be der von ih­nen er­wor­be­nen Ak­ti­en ei­ne Be­tei­li­gung an der Ge­sell­schaft und an de­ren Bi­lanz­ge­winn.

2Sie sind grund­sätz­lich je­der­zeit be­rech­tigt, die Rück­nah­me ih­rer An­tei­le und de­ren Aus­zah­lung in bar zu ver­lan­gen. An­teil­schei­ne sind zur Ver­nich­tung zu­rück­zu­ge­ben.

3Bei kol­lek­ti­ven Ka­pi­tal­an­la­gen mit ver­schie­de­nen An­teils­klas­sen re­gelt der Bun­des­rat die Ein­zel­hei­ten.

4Die FIN­MA kann Ab­wei­chun­gen von der Pflicht zur Ein- und Aus­zah­lung in bar ge­stat­ten.

5Bei kol­lek­ti­ven Ka­pi­tal­an­la­gen mit Teil­ver­mö­gen rich­ten sich die Ver­mö­gens­rech­te nach den Ar­ti­keln 93 Ab­satz 2 und 94 Ab­satz 2.

Art. 79 Ausnahmen vom Recht auf jederzeitige Rückgabe

1Der Bun­des­rat kann nach Mass­ga­be der An­la­ge­vor­schrif­ten (Art. 54 ff., 59 ff. und Art. 69 ff.) bei kol­lek­ti­ven Ka­pi­tal­an­la­gen mit er­schwer­ter Be­wer­tung oder be­schränk­ter Markt­gän­gig­keit Aus­nah­men vom Recht auf je­der­zei­ti­ge Rück­ga­be vor­se­hen.

2Er darf das Recht auf je­der­zei­ti­ge Rück­ga­be je­doch höchs­tens fünf Jah­re aus­set­zen.

Art. 80 Ausgabe- und Rücknahmepreis

Der Aus­ga­be- und der Rück­nah­me­preis der An­tei­le be­stim­men sich nach dem Net­to­in­ven­tar­wert pro An­teil am Be­wer­tungs­tag, zu­züg­lich be­zie­hungs­wei­se ab­züg­lich all­fäl­li­ger Kom­mis­sio­nen und Kos­ten.

Art. 81 Aufschub der Rückzahlung

1Der Bun­des­rat be­stimmt, in wel­chen Fäl­len das Fonds­re­gle­ment im In­ter­es­se der Ge­samt­heit der An­le­ge­rin­nen und An­le­ger einen be­fris­te­ten Auf­schub für die Rück­zah­lung der An­tei­le vor­se­hen kann.

2Die FIN­MA kann in aus­ser­or­dent­li­chen Fäl­len im In­ter­es­se der Ge­samt­heit der An­le­ge­rin­nen und An­le­ger einen be­fris­te­ten Auf­schub für die Rück­zah­lung der An­tei­le ge­wäh­ren.

Art. 82 Zwangsrückkauf

Der Bun­des­rat schreibt den Zwangs­rück­kauf vor, wenn:

a.
dies zur Wah­rung des Ru­fes des Fi­nanz­plat­zes, na­ment­lich zur Be­kämp­fung der Geld­wä­sche­rei, er­for­der­lich ist;
b.
die An­le­ge­rin oder der An­le­ger die ge­setz­li­chen, re­gle­men­ta­ri­schen, ver­trag­li­chen oder sta­tu­ta­ri­schen Vor­aus­set­zun­gen zur Teil­nah­me an ei­ner kol­lek­ti­ven Ka­pi­tal­an­la­ge nicht mehr er­fül­len.

Art. 83 Berechnung und Publikation des Nettoinventarwertes

1Der Net­to­in­ven­tar­wert der of­fe­nen kol­lek­ti­ven Ka­pi­tal­an­la­ge wird zum Ver­kehrs­wert am En­de des Rech­nungs­jah­res so­wie für je­den Tag be­rech­net, an dem An­tei­le aus­ge­ge­ben oder zu­rück­ge­nom­men wer­den.

2Der Net­to­in­ven­tar­wert pro An­teil er­gibt sich aus dem Ver­kehrs­wert der An­la­gen, ver­min­dert um all­fäl­li­ge Ver­bind­lich­kei­ten, di­vi­diert durch die An­zahl der im Um­lauf be­find­li­chen An­tei­le.

3Die FIN­MA kann ei­ne von Ab­satz 2 ab­wei­chen­de Me­tho­de zur Be­rech­nung des Net­to­in­ven­tar­wer­tes oder der Net­to­in­ven­tar­wer­te zu­las­sen, so­weit die­se in­ter­na­tio­na­len Stan­dards ent­spricht und der Schutz­zweck des Ge­set­zes da­durch nicht ge­fähr­det wird.

4Die Fonds­lei­tung und die SI­CAV ver­öf­fent­li­chen die Net­to­in­ven­tar­wer­te in re­gel­mäs­si­gen Ab­stän­den.

Art. 84 Recht auf Auskunft

1Die Fonds­lei­tung und die SI­CAV er­tei­len An­le­ge­rin­nen und An­le­gern auf Ver­lan­gen Aus­kunft über die Grund­la­gen für die Be­rech­nung des Net­to­in­ven­tar­wer­tes pro An­teil.

2Ma­chen An­le­ge­rin­nen und An­le­ger ein In­ter­es­se an nä­he­ren An­ga­ben über ein­zel­ne Ge­schäf­te der Fonds­lei­tung oder der SI­CAV wie die Aus­übung von Mit­glied­schafts- und Gläu­bi­ger­rech­ten oder über das Risk­ma­na­ge­ment gel­tend, so er­tei­len die­se ih­nen auch dar­über je­der­zeit Aus­kunft.1

3Die An­le­ge­rin­nen und An­le­ger kön­nen beim Ge­richt am Sitz der Fonds­lei­tung oder der SI­CAV ver­lan­gen, dass die Prüf­ge­sell­schaft oder ei­ne an­de­re sach­ver­stän­di­ge Per­son den ab­klä­rungs­be­dürf­ti­gen Sach­ver­halt un­ter­sucht und ih­nen dar­über Be­richt er­stat­tet.


1 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 28. Sept. 2012, in Kraft seit 1. März 2013 (AS 2013 585; BBl 2012 3639).

Art. 85 Klage auf Rückerstattung

Wer­den der of­fe­nen kol­lek­ti­ven Ka­pi­tal­an­la­ge wi­der­recht­lich Ver­mö­gens­rech­te ent­zo­gen oder Ver­mö­gens­vor­tei­le vor­ent­hal­ten, so kön­nen die An­le­ge­rin­nen und An­le­ger auf Leis­tung an die be­trof­fe­ne of­fe­ne kol­lek­ti­ve Ka­pi­tal­an­la­ge kla­gen.

Art. 86 Vertretung der Anlegergemeinschaft

1Die An­le­ge­rin­nen und An­le­ger kön­nen vom Ge­richt die Er­nen­nung ei­ner Ver­tre­tung ver­lan­gen, wenn sie An­sprü­che auf Leis­tung an die of­fe­ne kol­lek­ti­ve Ka­pi­tal­an­la­ge glaub­haft ma­chen.

2Das Ge­richt ver­öf­fent­licht die Er­nen­nung in den Pu­bli­ka­ti­ons­or­ga­nen der of­fe­nen kol­lek­ti­ven Ka­pi­tal­an­la­ge.

3Die Per­son, wel­che die An­le­ge­rin­nen und An­le­ger ver­tritt, hat die­sel­ben Rech­te wie die­se.

4Klagt sie auf Leis­tung an die of­fe­ne kol­lek­ti­ve Ka­pi­tal­an­la­ge, so kön­nen die ein­zel­nen An­le­ge­rin­nen und An­le­ger die­ses Kla­ge­recht nicht mehr aus­üben.

5Die Kos­ten der Ver­tre­tung ge­hen zu­las­ten des Fonds­ver­mö­gens, so­fern sie nicht durch das Ur­teil an­ders ver­teilt wer­den.

4. Abschnitt: Buchführung, Bewertung und Rechenschaftsablage

Art. 87 Buchführungspflicht

Für je­de of­fe­ne kol­lek­ti­ve Ka­pi­tal­an­la­ge muss ge­son­dert Buch ge­führt wer­den. So­weit die­ses Ge­setz oder die Aus­füh­rungs­be­stim­mun­gen nichts an­de­res vor­se­hen, kom­men die Ar­ti­kel 662 ff. des Ob­li­ga­tio­nen­rech­tes1 zur An­wen­dung.


1 SR 220. Heu­te: Art. 957 ff. OR.

Art. 88 Bewertung zum Verkehrswert

1An­la­gen, die an ei­ner Bör­se ko­tiert sind oder an ei­nem an­de­ren ge­re­gel­ten, dem Pu­bli­kum of­fen ste­hen­den Markt ge­han­delt wer­den, sind zu den Kur­sen zu be­wer­ten, die am Haupt­markt be­zahlt wer­den.

2An­de­re An­la­gen, für die kei­ne ak­tu­el­len Kur­se ver­füg­bar sind, sind zu dem Preis zu be­wer­ten, der bei sorg­fäl­ti­gem Ver­kauf im Zeit­punkt der Schät­zung wahr­schein­lich er­zielt wür­de.

Art. 89 Jahres- und Halbjahresbericht

1Für je­de of­fe­ne kol­lek­ti­ve Ka­pi­tal­an­la­ge wird in­ner­halb von vier Mo­na­ten nach Ab­schluss des Ge­schäfts­jah­res ein Jah­res­be­richt ver­öf­fent­licht; die­ser ent­hält na­ment­lich:

a.
die Jah­res­rech­nung, be­ste­hend aus der Ver­mö­gens­rech­nung be­zie­hungs­wei­se der Bi­lanz und der Er­folgs­rech­nung, so­wie die An­ga­ben über die Ver­wen­dung des Er­fol­ges und die Of­fen­le­gung der Kos­ten;
b.
die Zahl der im Be­richts­jahr zu­rück­ge­nom­me­nen und der neu aus­ge­ge­be­nen An­tei­le so­wie den Schluss­be­stand der aus­ge­ge­be­nen An­tei­le;
c.
das In­ven­tar des Fonds­ver­mö­gens zu Ver­kehrs­wer­ten und den dar­aus er­rech­ne­ten Wert (Net­to­in­ven­tar­wert) ei­nes An­teils auf den letz­ten Tag des Rech­nungs­jah­res;
d.
die Grund­sät­ze für die Be­wer­tung so­wie für die Be­rech­nung des Net­to­in­ven­tar­wer­tes;
e.
ei­ne Auf­stel­lung der Käu­fe und Ver­käu­fe;
f.
den Na­men oder die Fir­ma der Per­so­nen, an die Auf­ga­ben de­le­giert sind;
g.
An­ga­ben über An­ge­le­gen­hei­ten von be­son­de­rer wirt­schaft­li­cher oder recht­li­cher Be­deu­tung, ins­be­son­de­re über:
1.
Än­de­run­gen des Fonds­re­gle­ments,
2.
we­sent­li­che Fra­gen der Aus­le­gung von Ge­setz und Fonds­re­gle­ment,
3.
den Wech­sel von Fonds­lei­tung und De­pot­bank,
4.1
Än­de­run­gen der ge­schäfts­füh­ren­den Per­so­nen der Fonds­lei­tung, der SI­CAV oder des Ver­mö­gens­ver­wal­ters kol­lek­ti­ver Ka­pi­tal­an­la­gen,
5.
Rechtss­trei­tig­kei­ten;
h.
das Er­geb­nis der of­fe­nen kol­lek­ti­ven Ka­pi­tal­an­la­ge (Per­for­man­ce), al­len­falls im Ver­gleich zu ähn­li­chen An­la­gen (Bench­mark);
i.
einen Kurz­be­richt der Prüf­ge­sell­schaft zu den vor­ste­hen­den An­ga­ben, bei Im­mo­bi­li­en­fonds eben­falls zu den An­ga­ben nach Ar­ti­kel 90.

2Die Ver­mö­gens­rech­nung des An­la­ge­fonds und die Bi­lanz der SI­CAV sind zu Ver­kehrs­wer­ten zu er­stel­len.

3In­ner­halb von zwei Mo­na­ten nach Ab­lauf der ers­ten Hälf­te des Rech­nungs­jah­res ist ein Halb­jah­res­be­richt zu ver­öf­fent­li­chen. Die­ser ent­hält ei­ne un­ge­prüf­te Ver­mö­gens­rech­nung be­zie­hungs­wei­se ei­ne un­ge­prüf­te Bi­lanz und ei­ne Er­folgs­rech­nung so­wie An­ga­ben nach Ab­satz 1 Buch­sta­ben b, c und e.

4Die Jah­res- und Halb­jah­res­be­rich­te wer­den der FIN­MA spä­tes­tens gleich­zei­tig mit der Ver­öf­fent­li­chung ein­ge­reicht.

5Sie sind wäh­rend zehn Jah­ren in­ter­es­sier­ten Per­so­nen kos­ten­los zur Ein­sicht zur Ver­fü­gung zu hal­ten.


1 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 28. Sept. 2012, in Kraft seit 1. März 2013 (AS 2013 585; BBl 2012 3639).

Art. 90 Jahresrechnung und Jahresbericht für Immobilienfonds

1Die Jah­res­rech­nung für Im­mo­bi­li­en­fonds be­steht aus ei­ner kon­so­li­dier­ten Rech­nung von Ver­mö­gen be­zie­hungs­wei­se Bi­lanz und Er­folg des Im­mo­bi­li­en­fonds und des­sen Im­mo­bi­li­en­ge­sell­schaf­ten. Ar­ti­kel 89 kommt sinn­ge­mä­ss zur An­wen­dung.

2Die Grund­stücke sind in der Ver­mö­gens­rech­nung zu den Ver­kehrs­wer­ten ein­zu­stel­len.

3Im In­ven­tar des Fonds­ver­mö­gens sind die Ge­ste­hungs­kos­ten und die ge­schätz­ten Ver­kehrs­wer­te der ein­zel­nen Grund­stücke auf­zu­füh­ren.

4Der Jah­res­be­richt und die Jah­res­rech­nung ent­hal­ten ne­ben den An­ga­ben nach Ar­ti­kel 89 An­ga­ben über die Schät­zungs­ex­per­ten, die Schät­zungs­me­tho­den und über die an­ge­wand­ten Ka­pi­ta­li­sie­rungs- und Dis­kon­tie­rungs­sät­ze.

Art. 91 Vorschriften der FINMA

Die FIN­MA er­lässt die wei­te­ren Vor­schrif­ten über die Buch­füh­rungs­pflicht, die Be­wer­tung, die Re­chen­schafts­ab­la­ge und die Pu­bli­ka­ti­ons­pflicht.

5. Abschnitt: Offene kollektive Kapitalanlagen mit Teilvermögen

Art. 92 Begriff

Bei ei­ner of­fe­nen kol­lek­ti­ven Ka­pi­tal­an­la­ge mit Teil­ver­mö­gen (Um­brel­la-Fonds) stellt je­des Teil­ver­mö­gen ei­ne ei­ge­ne kol­lek­ti­ve Ka­pi­tal­an­la­ge dar und weist einen ei­ge­nen Net­to­in­ven­tar­wert auf.

Art. 93 Anlagefonds mit Teilvermögen

1Beim An­la­ge­fonds mit Teil­ver­mö­gen sind die An­le­ge­rin­nen und An­le­ger nur am Ver­mö­gen und am Er­trag des­je­ni­gen Teil­ver­mö­gens be­rech­tigt, an dem sie be­tei­ligt sind.

2Je­des Teil­ver­mö­gen haf­tet nur für ei­ge­ne Ver­bind­lich­kei­ten.

Art. 94 SICAV mit Teilvermögen

1Die An­le­ge­rin­nen und An­le­ger sind nur am Ver­mö­gen und am Er­trag des­je­ni­gen Teil­ver­mö­gens be­tei­ligt, des­sen Ak­ti­en sie hal­ten.

2Je­des Teil­ver­mö­gen haf­tet nur für ei­ge­ne Ver­bind­lich­kei­ten. In Ver­trä­gen mit Drit­ten muss die SI­CAV die Be­schrän­kung der Haf­tung auf ein Teil­ver­mö­gen of­fen le­gen. Wird die Be­schrän­kung nicht of­fen ge­legt, so haf­tet die SI­CAV mit ih­rem ge­sam­ten Ver­mö­gen. Vor­be­hal­ten blei­ben die Ar­ti­kel 55 und 100 Ab­satz 1 des Ob­li­ga­tio­nen­rech­tes1.


1 SR 220

6. Abschnitt: Umstrukturierung und Auflösung

Art. 95 Umstrukturierung

1Fol­gen­de Um­struk­tu­rie­run­gen von of­fe­nen kol­lek­ti­ven Ka­pi­tal­an­la­gen sind zu­läs­sig:

a.
die Ver­ei­ni­gung durch Über­tra­gung der Ver­mö­gens­wer­te und Ver­bind­lich­kei­ten;
b.
die Um­wand­lung in ei­ne an­de­re Rechts­form ei­ner kol­lek­ti­ven Ka­pi­tal­an­la­ge;
c.
für die SI­CAV: die Ver­mö­gens­über­tra­gung nach den Ar­ti­keln 69-77 des Fu­si­ons­ge­set­zes vom 3. Ok­to­ber 20032.

2Ei­ne Um­struk­tu­rie­rung nach Ab­satz 1 Buch­sta­ben b und c darf erst ins Han­dels­re­gis­ter ein­ge­tra­gen wer­den, nach­dem sie von der FIN­MA nach Ar­ti­kel 15 ge­neh­migt wor­den ist.


1 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 28. Sept. 2012, in Kraft seit 1. März 2013 (AS 2013 585; BBl 2012 3639).
2 SR 221.301

Art. 96 Auflösung

1Der An­la­ge­fonds wird auf­ge­löst:

a.
bei un­be­stimm­ter Lauf­zeit durch Kün­di­gung der Fonds­lei­tung oder der De­pot­bank;
b.
bei be­stimm­ter Lauf­zeit durch Zeita­blauf;
c.
durch Ver­fü­gung der FIN­MA:
1.
bei be­stimm­ter Lauf­zeit vor­zei­tig aus wich­ti­gem Grund und auf An­trag der Fonds­lei­tung und der De­pot­bank,
2.
bei Un­ter­schrei­ten des Min­dest­ver­mö­gens,
3.
in den Fäl­len nach Ar­ti­kel 133 ff.

2Die SI­CAV wird auf­ge­löst:

a.
bei un­be­stimm­ter Lauf­zeit durch Be­schluss der Un­ter­neh­me­rak­tio­nä­rin­nen und -ak­tio­näre, so­fern er min­des­tens zwei Drit­tel der aus­ge­ge­be­nen Un­ter­neh­me­rak­ti­en auf sich ver­ei­nigt;
b.
bei be­stimm­ter Lauf­zeit durch Zeita­blauf;
c.
durch Ver­fü­gung der FIN­MA:
1.
bei be­stimm­ter Lauf­zeit vor­zei­tig aus wich­ti­gem Grund und auf An­trag der Un­ter­neh­me­rak­tio­nä­rin­nen und -ak­tio­näre, so­fern er min­des­tens zwei Drit­tel der aus­ge­ge­be­nen Un­ter­neh­me­rak­ti­en auf sich ver­ei­nigt,
2.
bei Un­ter­schrei­ten des Min­dest­ver­mö­gens,
3.
in den Fäl­len nach Ar­ti­kel 133 ff.;
d.
in den üb­ri­gen vom Ge­setz vor­ge­se­he­nen Fäl­len.

3Für die Auf­lö­sung von Teil­ver­mö­gen kom­men die Ab­sät­ze 1 und 2 sinn­ge­mä­ss zur An­wen­dung.

4Die Fonds­lei­tung und die SI­CAV ge­ben der FIN­MA die Auf­lö­sung un­ver­züg­lich be­kannt und ver­öf­fent­li­chen sie in den Pu­bli­ka­ti­ons­or­ga­nen.

Art. 97 Folgen der Auflösung

1Nach der Auf­lö­sung des An­la­ge­fonds be­zie­hungs­wei­se der SI­CAV dür­fen An­tei­le we­der neu aus­ge­ge­ben noch zu­rück­ge­nom­men wer­den.

2Die An­le­ge­rin­nen und An­le­ger ha­ben beim An­la­ge­fonds An­spruch auf einen ver­hält­nis­mäs­si­gen An­teil des Li­qui­da­ti­ons­er­lö­ses.

3Bei der SI­CAV ha­ben die An­le­gerak­tio­nä­rin­nen und -ak­tio­näre ein Recht auf einen ver­hält­nis­mäs­si­gen An­teil am Er­geb­nis der Li­qui­da­ti­on. Die Un­ter­neh­me­rak­tio­nä­rin­nen und -ak­tio­näre wer­den nach­ran­gig be­frie­digt. Im Üb­ri­gen kom­men die Ar­ti­kel 737 ff. des Ob­li­ga­tio­nen­rech­tes1 zur An­wen­dung.


1 SR 220

3. Titel: Geschlossene kollektive Kapitalanlagen

1. Kapitel: Kommanditgesellschaft für kollektive Kapitalanlagen

Art. 98 Begriff

1Die Kom­man­dit­ge­sell­schaft für kol­lek­ti­ve Ka­pi­tal­an­la­gen ist ei­ne Ge­sell­schaft, de­ren aus­sch­liess­li­cher Zweck die kol­lek­ti­ve Ka­pi­tal­an­la­ge ist. We­nigs­tens ein Mit­glied haf­tet un­be­schränkt (Kom­ple­men­tär), die an­de­ren Mit­glie­der (Kom­man­di­tä­rin­nen und Kom­man­di­täre) haf­ten nur bis zu ei­ner be­stimm­ten Ver­mö­gen­sein­la­ge (der Kom­man­dit­sum­me).

2Kom­ple­men­tä­re müs­sen Ak­ti­en­ge­sell­schaf­ten mit Sitz in der Schweiz sein. Sie dür­fen nur in ei­ner ein­zi­gen Kom­man­dit­ge­sell­schaft für kol­lek­ti­ve Ka­pi­tal­an­la­gen als Kom­ple­men­tär tä­tig sein.

2bisFür die Kom­ple­men­tä­re gel­ten die Be­wil­li­gungs­vor­aus­set­zun­gen nach Ar­ti­kel 14 sinn­ge­mä­ss.1

3Kom­man­di­tä­rin­nen und Kom­man­di­täre müs­sen qua­li­fi­zier­te An­le­ge­rin­nen und An­le­ger nach Ar­ti­kel 10 Ab­satz 3 sein.


1 Ein­ge­fügt durch Ziff. I des BG vom 28. Sept. 2012, in Kraft seit 1. März 2013 (AS 2013 585; BBl 2012 3639).

Art. 99 Verhältnis zum Obligationenrecht

So­fern die­ses Ge­setz nichts an­de­res vor­sieht, kom­men die Be­stim­mun­gen des Ob­li­ga­tio­nen­rech­tes1 über die Kom­man­dit­ge­sell­schaft zur An­wen­dung.


1 SR 220

Art. 100 Handelsregister

1Die Ge­sell­schaft ent­steht durch die Ein­tra­gung in das Han­dels­re­gis­ter.

2Die An­mel­dung der ein­zu­tra­gen­den Tat­sa­chen oder ih­re Än­de­rung müs­sen von al­len Kom­ple­men­tä­ren beim Han­dels­re­gis­ter un­ter­zeich­net oder schrift­lich mit be­glau­big­ten Un­ter­schrif­ten ein­ge­reicht wer­den.

Art. 101 Firma

Die Fir­ma der Ge­sell­schaft muss die Be­zeich­nung der Rechts­form oder de­ren Ab­kür­zung KmGK ent­hal­ten.


1 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. III des BG vom 25. Sept. 2015 (Fir­men­recht), in Kraft seit 1. Ju­li 2016 (AS 2016 1507; BBl 2014 9305).

Art. 102 Gesellschaftsvertrag und Prospekt

1Der Ge­sell­schafts­ver­trag muss Be­stim­mun­gen ent­hal­ten über:

a.
die Fir­ma und den Sitz;
b.
den Zweck;
c.
die Fir­ma und den Sitz der Kom­ple­men­tä­re;
d.
den Be­trag der ge­sam­ten Kom­man­dit­sum­me;
e.
die Dau­er;
f.
die Be­din­gun­gen über den Ein- und Aus­tritt der Kom­man­di­tä­rin­nen und Kom­man­di­täre;
g.
die Füh­rung ei­nes Re­gis­ters der Kom­man­di­tä­rin­nen und Kom­man­di­täre;
h.
die An­la­gen, die An­la­ge­po­li­tik, die An­la­ge­be­schrän­kun­gen, die Ri­si­ko­ver­tei­lung, die mit der An­la­ge ver­bun­de­nen Ri­si­ken so­wie die An­la­ge­tech­ni­ken;
i.
die De­le­ga­ti­on der Ge­schäfts­füh­rung so­wie der Ver­tre­tung;
j.
den Bei­zug ei­ner De­pot- und ei­ner Zahl­stel­le.

2Der Ge­sell­schafts­ver­trag be­darf der Schrift­form.

3Der Pro­spekt kon­kre­ti­siert na­ment­lich die im Ge­sell­schafts­ver­trag ent­hal­te­nen An­ga­ben ge­mä­ss Ab­satz 1 Buch­sta­be h.

Art. 103 Anlagen

1Die Ge­sell­schaft tä­tigt An­la­gen in Ri­si­ko­ka­pi­tal.

2Der Bun­des­rat kann auch an­de­re An­la­gen zu­las­sen.

Art. 104 Konkurrenzverbot

1Die Kom­man­di­tä­rin­nen und Kom­man­di­täre sind oh­ne Zu­stim­mung der Kom­ple­men­tä­re be­rech­tigt, für ei­ge­ne und für frem­de Rech­nung an­de­re Ge­schäf­te zu be­trei­ben und sich an an­de­ren Un­ter­neh­men zu be­tei­li­gen.

2So­fern der Ge­sell­schafts­ver­trag nichts an­de­res vor­sieht, dür­fen die Kom­ple­men­tä­re oh­ne Zu­stim­mung der Kom­man­di­tä­rin­nen und Kom­man­di­täre für ei­ge­ne und für frem­de Rech­nung an­de­re Ge­schäf­te be­trei­ben und sich an an­de­ren Un­ter­neh­men be­tei­li­gen, so­fern dies of­fen ge­legt wird und die In­ter­es­sen der Kom­man­dit­ge­sell­schaft für kol­lek­ti­ve Ka­pi­tal­an­la­gen da­durch nicht be­ein­träch­tigt wer­den.

Art. 105 Ein- und Austritt von Kommanditärinnen und Kommanditären

1So­fern dies der Ge­sell­schafts­ver­trag vor­sieht, kann der Kom­ple­men­tär über den Ein- und Aus­tritt von Kom­man­di­tä­rin­nen und Kom­man­di­tär­en be­schlies­sen.

2Die Be­stim­mun­gen des Ob­li­ga­tio­nen­rech­tes1 über den Aus­schluss von Ge­sell­schaf­tern der Kom­man­dit­ge­sell­schaft blei­ben vor­be­hal­ten.

3Der Bun­des­rat kann den Zwangs­aus­schluss vor­schrei­ben. Die­ser rich­tet sich nach Ar­ti­kel 82.


1 SR 220

Art. 106 Einsicht und Auskunft

1Die Kom­man­di­tä­rin­nen und Kom­man­di­täre sind be­rech­tigt, je­der­zeit Ein­sicht in die Ge­schäfts­bü­cher der Ge­sell­schaft zu neh­men. Ge­schäfts­ge­heim­nis­se der Ge­sell­schaf­ten, in die die Kom­man­dit­ge­sell­schaft in­ves­tiert, blei­ben ge­wahrt.

2Die Kom­man­di­tä­rin­nen und Kom­man­di­täre ha­ben min­des­tens ein­mal vier­tel­jähr­lich An­spruch auf Aus­kunft über den Ge­schäfts­gang der Ge­sell­schaft.

Art. 107 Prüfgesellschaft

Die Ge­sell­schaft be­zeich­net ei­ne Prüf­ge­sell­schaft (Art. 126 ff.).

Art. 108 Rechenschaftsablage

1Für die Re­chen­schafts­ab­la­ge der Ge­sell­schaft und die Be­wer­tung des Ver­mö­gens gel­ten die Ar­ti­kel 88 ff. sinn­ge­mä­ss.

2In­ter­na­tio­nal an­er­kann­te Stan­dards sind zu be­rück­sich­ti­gen.

Art. 109 Auflösung

Die Ge­sell­schaft wird auf­ge­löst:

a.
durch Ge­sell­schaf­ter­be­schluss;
b.
aus den in Ge­setz und Ge­sell­schafts­ver­trag vor­ge­se­he­nen Grün­den;
c.
durch Ver­fü­gung der FIN­MA in den Fäl­len nach Ar­ti­kel 133 ff.

2. Kapitel: Investmentgesellschaft mit festem Kapital

Art. 110 Begriff

1 Die SI­CAF ist ei­ne Ak­ti­en­ge­sell­schaft im Sin­ne des Ob­li­ga­tio­nen­rechts1 (Art. 620 ff. OR):

a.
de­ren aus­sch­liess­li­cher Zweck die kol­lek­ti­ve Ka­pi­tal­an­la­ge ist;
b.
de­ren Ak­tio­nä­rin­nen und Ak­tio­näre nicht qua­li­fi­ziert im Sin­ne von Ar­ti­kel 10 Ab­satz 3 sein müs­sen; und
c.
die nicht an ei­ner Schwei­zer Bör­se ko­tiert ist.

2Zwi­schen den ei­ge­nen Mit­teln der SI­CAF und de­ren Ge­samt­ver­mö­gen muss ein an­ge­mes­se­nes Ver­hält­nis be­ste­hen. Der Bun­des­rat re­gelt die­ses Ver­hält­nis.2


1 SR 220
2 Ein­ge­fügt durch Ziff. I des BG vom 28. Sept. 2012, in Kraft seit 1. März 2013 (AS 2013 585; BBl 2012 3639).

Art. 111 Firma

1Die Fir­ma der Ge­sell­schaft muss die Be­zeich­nung der Rechts­form oder de­ren Ab­kür­zung (SI­CAF) ent­hal­ten.

2Im Üb­ri­gen kom­men die Be­stim­mun­gen des Ob­li­ga­tio­nen­rech­tes1 über die Fir­ma der Ak­ti­en­ge­sell­schaft zur An­wen­dung.


1 SR 220

Art. 112 Verhältnis zum Obligationenrecht

So­fern die­ses Ge­setz nichts an­de­res vor­sieht, kom­men die Be­stim­mun­gen des Ob­li­ga­tio­nen­rech­tes1 über die Ak­ti­en­ge­sell­schaft zur An­wen­dung.


1 SR 220

Art. 113 Aktien

1Die Ak­ti­en sind voll­stän­dig li­be­riert.

2Die Aus­ga­be von Stimm­rechts­ak­ti­en, Par­ti­zi­pa­ti­ons­schei­nen, Ge­nuss­schei­nen und Vor­zugs­ak­ti­en ist un­ter­sagt.

3Der Bun­des­rat kann den Zwangs­rück­kauf vor­schrei­ben. Die­ser rich­tet sich nach Ar­ti­kel 82.

Art. 114 Depotbank

Die SI­CAF muss ei­ne De­pot­bank nach den Ar­ti­keln 72-74 bei­zie­hen.


1 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 28. Sept. 2012, in Kraft seit 1. März 2013 (AS 2013 585; BBl 2012 3639).

Art. 115 Anlagepolitik und Anlagebeschränkungen

1Die SI­CAF re­gelt die An­la­gen, die An­la­ge­po­li­tik, die An­la­ge­be­schrän­kun­gen, die Ri­si­ko­ver­tei­lung so­wie die mit den An­la­gen ver­bun­de­nen Ri­si­ken in den Sta­tu­ten und im An­la­ge­re­gle­ment.

2Für die An­la­gen gel­ten Ar­ti­kel 69 und sinn­ge­mä­ss die Ar­ti­kel 64, 70 und 71.

3Über Än­de­run­gen des An­la­ge­re­gle­ments ent­schei­det die Ge­ne­ral­ver­samm­lung mit der Mehr­heit der ver­tre­te­nen Ak­ti­en­stim­men.

Art. 116 Prospekt

Die SI­CAF er­stellt einen Pro­spekt. Für die­sen gel­ten die Ar­ti­kel 75 und 77 sinn­ge­mä­ss.

Art. 117 Rechenschaftsablage

Für die Re­chen­schafts­ab­la­ge kom­men ne­ben den ak­ti­en­recht­li­chen Be­stim­mun­gen über die Rech­nungs­le­gung die Ar­ti­kel 89 Ab­satz 1 Buch­sta­ben a und c-i, Ab­sät­ze 2-4 so­wie Ar­ti­kel 90 sinn­ge­mä­ss zur An­wen­dung.

Art. 118 Prüfgesellschaft

Die SI­CAF be­zeich­net ei­ne Prüf­ge­sell­schaft (Art. 126 ff.).

4. Titel: Ausländische kollektive Kapitalanlagen

1. Kapitel: Begriff und Genehmigung

Art. 119 Begriff

1Als aus­län­di­sche of­fe­ne kol­lek­ti­ve Ka­pi­tal­an­la­gen gel­ten:

a.
Ver­mö­gen, die auf­grund ei­nes Fonds­ver­trags oder ei­nes an­dern Ver­trags mit ähn­li­cher Wir­kung zum Zweck der kol­lek­ti­ven Ka­pi­tal­an­la­ge ge­äuf­net wur­den und von ei­ner Fonds­lei­tung mit Sitz und Haupt­ver­wal­tung im Aus­land ver­wal­tet wer­den;
b.
Ge­sell­schaf­ten und ähn­li­che Ver­mö­gen mit Sitz und Haupt­ver­wal­tung im Aus­land, de­ren Zweck die kol­lek­ti­ve Ka­pi­tal­an­la­ge ist und bei de­nen die An­le­ge­rin­nen und An­le­ger ge­gen­über der Ge­sell­schaft selbst oder ei­ner ihr na­he ste­hen­den Ge­sell­schaft einen Rechts­an­spruch auf Rück­zah­lung ih­rer An­tei­le zum Net­to­in­ven­tar­wert ha­ben.

2Als aus­län­di­sche ge­schlos­se­ne kol­lek­ti­ve Ka­pi­tal­an­la­gen gel­ten Ge­sell­schaf­ten und ähn­li­che Ver­mö­gen mit Sitz und Haupt­ver­wal­tung im Aus­land, de­ren Zweck die kol­lek­ti­ve Ka­pi­tal­an­la­ge ist und bei de­nen die An­le­ge­rin­nen und An­le­ger ge­gen­über der Ge­sell­schaft selbst oder ei­ner ihr na­he ste­hen­den Ge­sell­schaft kei­nen Rechts­an­spruch auf Rück­zah­lung ih­rer An­tei­le zum Net­to­in­ven­tar­wert ha­ben.

Art. 120 Genehmigungspflicht

1Der Ver­trieb aus­län­di­scher kol­lek­ti­ver Ka­pi­tal­an­la­gen in der Schweiz oder von der Schweiz aus an nicht qua­li­fi­zier­te An­le­ge­rin­nen und An­le­ger be­darf vor des­sen Auf­nah­me ei­ner Ge­neh­mi­gung der FIN­MA. Der Ver­tre­ter legt der FIN­MA die ent­spre­chen­den mass­ge­ben­den Do­ku­men­te wie Ver­kaufspro­spekt, Sta­tu­ten oder Fonds­ver­trag vor.1

2Die Ge­neh­mi­gung wird er­teilt, wenn:

a.2
die kol­lek­ti­ve Ka­pi­tal­an­la­ge, die Fonds­lei­tung oder die Ge­sell­schaft, der Ver­mö­gens­ver­wal­ter der kol­lek­ti­ven Ka­pi­tal­an­la­ge und die Ver­wahr­stel­le ei­ner dem An­le­ger­schutz die­nen­den öf­fent­li­chen Auf­sicht un­ter­ste­hen;
b.3
die Fonds­lei­tung oder die Ge­sell­schaft so­wie die Ver­wahr­stel­le hin­sicht­lich Or­ga­ni­sa­ti­on, An­le­ger­rech­te und An­la­ge­po­li­tik ei­ner Re­ge­lung un­ter­ste­hen, die den Be­stim­mun­gen die­ses Ge­set­zes gleich­wer­tig ist;
c.
die Be­zeich­nung der kol­lek­ti­ven Ka­pi­tal­an­la­ge nicht zu Täu­schung oder Ver­wechs­lung An­lass gibt;
d.
für die in der Schweiz ver­trie­be­nen An­tei­le ein Ver­tre­ter und ei­ne Zahl­stel­le be­zeich­net sind;
e.4
ei­ne Ver­ein­ba­rung über Zu­sam­men­ar­beit und In­for­ma­ti­ons­aus­tausch zwi­schen der FIN­MA und den für den Ver­trieb re­le­van­ten aus­län­di­schen Auf­sichts­be­hör­den be­steht.

2bisDer Ver­tre­ter und die Zahl­stel­le dür­fen nur mit vor­gän­gi­ger Ge­neh­mi­gung der FIN­MA ihr Man­dat be­en­den.5

3Der Bun­des­rat kann für aus­län­di­sche kol­lek­ti­ve An­la­gen ein ver­ein­fach­tes und be­schleu­nig­tes Ge­neh­mi­gungs­ver­fah­ren vor­se­hen, so­fern sol­che An­la­gen be­reits von ei­ner aus­län­di­schen Auf­sichts­be­hör­de ge­neh­migt wur­den und das Ge­gen­recht ge­währ­leis­tet ist.

4Aus­län­di­sche kol­lek­ti­ve Ka­pi­tal­an­la­gen, die ein­zig an qua­li­fi­zier­te An­le­ge­rin­nen und An­le­ger ver­trie­ben wer­den, be­dür­fen kei­ner Ge­neh­mi­gung, ha­ben aber die Vor­aus­set­zun­gen nach Ab­satz 2 Buch­sta­ben c und d je­der­zeit zu er­fül­len.6


1 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 28. Sept. 2012, in Kraft seit 1. März 2013 (AS 2013 585; BBl 2012 3639).
2 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 28. Sept. 2012, in Kraft seit 1. März 2013 (AS 2013 585; BBl 2012 3639).
3 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 28. Sept. 2012, in Kraft seit 1. März 2013 (AS 2013 585; BBl 2012 3639).
4 Ein­ge­fügt durch Ziff. I des BG vom 28. Sept. 2012, in Kraft seit 1. März 2013 (AS 2013 585; BBl 2012 3639).
5 Ein­ge­fügt durch Ziff. I des BG vom 28. Sept. 2012, in Kraft seit 1. März 2013 (AS 2013 585; BBl 2012 3639).
6 Ein­ge­fügt durch Ziff. I des BG vom 28. Sept. 2012, in Kraft seit 1. März 2013 (AS 2013 585; BBl 2012 3639).

Art. 121 Zahlstelle

1Als Zahl­stel­le ist ei­ne Bank im Sin­ne des BankG1 vor­zu­se­hen.

2Die An­le­ge­rin­nen und An­le­ger kön­nen die Aus­ga­be und Rück­nah­me der An­tei­le bei der Zahl­stel­le ver­lan­gen.


1 SR 952.0

Art. 122 Staatsverträge

Der Bun­des­rat ist be­fugt, auf der Grund­la­ge ge­gen­sei­ti­ger An­er­ken­nung gleich­wer­ti­ger Re­ge­lun­gen und Mass­nah­men Staats­ver­trä­ge ab­zu­sch­lies­sen, die für kol­lek­ti­ve Ka­pi­tal­an­la­gen aus den Ver­trags­staa­ten an­stel­le der Ge­neh­mi­gungs­pflicht ei­ne blos­se Mel­de­pflicht vor­se­hen.

2. Kapitel: Vertreter ausländischer kollektiver Kapitalanlagen

Art. 123 Auftrag

1Aus­län­di­sche kol­lek­ti­ve Ka­pi­tal­an­la­gen dür­fen in der Schweiz oder von der Schweiz aus nur ver­trie­ben wer­den, so­fern die Fonds­lei­tung oder die Ge­sell­schaft vor­gän­gig einen Ver­tre­ter mit der Wahr­neh­mung der Pflich­ten nach Ar­ti­kel 124 be­auf­tragt hat. Vor­be­hal­ten bleibt Ar­ti­kel 122.1

2Die Fonds­lei­tung und die Ge­sell­schaft ver­pflich­ten sich, dem Ver­tre­ter al­le In­for­ma­tio­nen zur Ver­fü­gung zu stel­len, die er zur Wahr­neh­mung sei­ner Auf­ga­ben braucht.


1 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 28. Sept. 2012, in Kraft seit 1. März 2013 (AS 2013 585; BBl 2012 3639).

Art. 124 Pflichten

1Der Ver­tre­ter ver­tritt die aus­län­di­sche kol­lek­ti­ve Ka­pi­tal­an­la­ge ge­gen­über An­le­ge­rin­nen und An­le­gern und der FIN­MA. Sei­ne Ver­tre­tungs­be­fug­nis darf nicht be­schränkt wer­den.

2Er hält die ge­setz­li­chen Mel­de-, Pu­bli­ka­ti­ons- und In­for­ma­ti­ons­pflich­ten so­wie die Ver­hal­tens­re­geln von Bran­chen­or­ga­ni­sa­tio­nen ein, die von der FIN­MA zum Min­dest­stan­dard er­klärt wor­den sind. Sei­ne Iden­ti­tät ist in je­der Pu­bli­ka­ti­on zu nen­nen.

Art. 125 Erfüllungsort

1Der Er­fül­lungs­ort für die in der Schweiz ver­trie­be­nen An­tei­le der aus­län­di­schen kol­lek­ti­ven Ka­pi­tal­an­la­ge liegt am Sitz des Ver­tre­ters.

2Er be­steht nach ei­nem Be­wil­li­gungs­ent­zug oder nach der Auf­lö­sung der aus­län­di­schen kol­lek­ti­ven Ka­pi­tal­an­la­ge am Sitz des Ver­tre­ters wei­ter.

5. Titel: Prüfung und Aufsicht

1. Kapitel: Prüfung

Art. 126 Auftrag

1Fol­gen­de Per­so­nen müs­sen ei­ne von der Eid­ge­nös­si­schen Re­vi­si­ons­auf­sichts­be­hör­de nach Ar­ti­kel 9a Ab­satz 1 des Re­vi­si­ons­auf­sichts­ge­set­zes vom 16. De­zem­ber 20051 zu­ge­las­se­ne Prüf­ge­sell­schaft mit ei­ner Prü­fung nach Ar­ti­kel 24 des Fi­nanz­mark­tauf­sichts­ge­set­zes vom 22. Ju­ni 20072 (FIN­MAG) be­auf­tra­gen:3

a.
die Fonds­lei­tung für sich selbst und für die von ihr ver­wal­te­ten An­la­ge­fonds;
b.
die SI­CAV;
c.
die Kom­man­dit­ge­sell­schaft für kol­lek­ti­ve Ka­pi­tal­an­la­gen;
d.
die SI­CAF;
e.4
der Ver­mö­gens­ver­wal­ter kol­lek­ti­ver Ka­pi­tal­an­la­gen;
f.
der Ver­tre­ter aus­län­di­scher kol­lek­ti­ver Ka­pi­tal­an­la­gen.

25

3Von der glei­chen Prüf­ge­sell­schaft zu prü­fen sind:

a.
die Fonds­lei­tung und die von ihr ver­wal­te­ten An­la­ge­fonds;
b.
die SI­CAV und die ge­ge­be­nen­falls von ihr nach Ar­ti­kel 51 Ab­satz 5 be­auf­trag­te Fonds­lei­tung.

4Die FIN­MA kann in den Fäl­len von Ab­satz 3 Buch­sta­be b Aus­nah­men ge­stat­ten.

5Die in Ab­satz 1 ge­nann­ten Per­so­nen, ver­wal­te­te An­la­ge­fonds so­wie je­de zu den Im­mo­bi­li­en­fonds oder zu den Im­mo­bi­lie­nin­vest­ment­ge­sell­schaf­ten ge­hö­ren­den Im­mo­bi­li­en­ge­sell­schaf­ten müs­sen ih­re Jah­res­rech­nung und ge­ge­be­nen­falls Kon­zern­rech­nung von ei­nem staat­lich be­auf­sich­tig­ten Re­vi­si­ons­un­ter­neh­men nach den Grund­sät­zen der or­dent­li­chen Re­vi­si­on des Ob­li­ga­tio­nen­rechts6 prü­fen las­sen.7

6Der Bun­des­rat re­gelt die Ein­zel­hei­ten. Er kann die FIN­MA er­mäch­ti­gen, in Be­lan­gen von be­schränk­ter Trag­wei­te, na­ment­lich in vor­wie­gend tech­ni­schen An­ge­le­gen­hei­ten, Aus­füh­rungs­be­stim­mun­gen zu er­las­sen.8


1 SR 221.302
2 SR 956.1
3 Fas­sung ge­mä­ss An­hang Ziff. 4 des BG vom 20. Ju­ni 2014 (Bün­de­lung der Auf­sicht über Re­vi­si­ons­un­ter­neh­men und Prüf­ge­sell­schaf­ten), in Kraft seit 1. Jan. 2015 (AS 2014 4073; BBl 2013 6857).
4 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 28. Sept. 2012, in Kraft seit 1. März 2013 (AS 2013 585; BBl 2012 3639).
5 Auf­ge­ho­ben durch An­hang Ziff. 14 des Fi­nanz­mark­tauf­sichts­ge­set­zes vom 22. Ju­ni 2007, mit Wir­kung seit 1. Jan. 2009 (AS 2008 5207 5205; BBl 2006 2829).
6 SR 220
7 Ein­ge­fügt durch An­hang Ziff. 4 des BG vom 20. Ju­ni 2014 (Bün­de­lung der Auf­sicht über Re­vi­si­ons­un­ter­neh­men und Prüf­ge­sell­schaf­ten), in Kraft seit 1. Jan. 2015 (AS 2014 4073; BBl 2013 6857).
8 Ein­ge­fügt durch An­hang Ziff. 4 des BG vom 20. Ju­ni 2014 (Bün­de­lung der Auf­sicht über Re­vi­si­ons­un­ter­neh­men und Prüf­ge­sell­schaf­ten), in Kraft seit 1. Jan. 2015 (AS 2014 4073; BBl 2013 6857).

Art. 127-129


1 Auf­ge­ho­ben durch An­hang Ziff. 4 des BG vom 20. Ju­ni 2014 (Bün­de­lung der Auf­sicht über Re­vi­si­ons­un­ter­neh­men und Prüf­ge­sell­schaf­ten), mit Wir­kung seit 1. Jan. 2015 (AS 2014 4073; BBl 2013 6857).

Art. 130 Auskunftspflichten

1Die Schät­zungs­ex­per­ten so­wie die Im­mo­bi­li­en­ge­sell­schaf­ten, die zur kol­lek­ti­ven Ka­pi­tal­an­la­ge ge­hö­ren, ge­wäh­ren der Prüf­ge­sell­schaft Ein­sicht in die Bü­cher, die Be­le­ge und in die Schät­zungs­be­rich­te; sie er­tei­len ihr zu­dem al­le Aus­künf­te, die sie zur Er­fül­lung der Prü­fungs­pflicht be­nö­tigt.

2Die Prüf­ge­sell­schaft der De­pot­bank und die Prüf­ge­sell­schaft der üb­ri­gen Be­wil­li­gungs­trä­ger ar­bei­ten zu­sam­men.


1 Fas­sung ge­mä­ss An­hang Ziff. 14 des Fi­nanz­mark­tauf­sichts­ge­set­zes vom 22. Ju­ni 2007, in Kraft seit 1. Jan. 2009 (AS 2008 5207 5205; BBl 2006 2829).

Art. 131


1 Auf­ge­ho­ben durch An­hang Ziff. 14 des Fi­nanz­mark­tauf­sichts­ge­set­zes vom 22. Ju­ni 2007, mit Wir­kung seit 1. Jan. 2009 (AS 2008 5207 5205; BBl 2006 2829).

2. Kapitel: Aufsicht

Art. 132 Aufsicht

1Die FIN­MA er­teilt die nach die­sem Ge­setz er­for­der­li­chen Be­wil­li­gun­gen und Ge­neh­mi­gun­gen und über­wacht die Ein­hal­tung der ge­setz­li­chen, ver­trag­li­chen, sta­tu­ta­ri­schen und re­gle­men­ta­ri­schen Be­stim­mun­gen.

2Sie über­prüft die ge­schäfts­po­li­ti­sche Zweck­mäs­sig­keit der Ent­schei­de der Be­wil­li­gungs­trä­ger nicht.


1 Fas­sung ge­mä­ss An­hang Ziff. 14 des Fi­nanz­mark­tauf­sichts­ge­set­zes vom 22. Ju­ni 2007, in Kraft seit 1. Jan. 2009 (AS 2008 5207 5205; BBl 2006 2829).

Art. 133 Aufsichtsinstrumente

1Für Ver­let­zun­gen der ver­trag­li­chen, sta­tu­ta­ri­schen und re­gle­men­ta­ri­schen Be­stim­mun­gen sind die Auf­sichts­in­stru­men­te nach den Ar­ti­keln 30-37 des FIN­MAG2 sinn­ge­mä­ss an­wend­bar.3

2Ar­ti­kel 37 des FIN­MAG gilt sinn­ge­mä­ss auch für die Ge­neh­mi­gung nach die­sem Ge­setz.

3Er­schei­nen die Rech­te der An­le­ge­rin­nen und An­le­ger ge­fähr­det, so kann die FIN­MA die Be­wil­li­gungs­trä­ger zu Si­cher­heits­leis­tun­gen ver­pflich­ten.

4Wird ei­ne voll­streck­ba­re Ver­fü­gung der FIN­MA nach vor­gän­gi­ger Mah­nung in­nert der an­ge­setz­ten Frist nicht be­folgt, so kann die FIN­MA auf Kos­ten der säu­mi­gen Par­tei die an­ge­ord­ne­te Hand­lung sel­ber vor­neh­men.


1 Fas­sung ge­mä­ss An­hang Ziff. 14 des Fi­nanz­mark­tauf­sichts­ge­set­zes vom 22. Ju­ni 2007, in Kraft seit 1. Jan. 2009 (AS 2008 5207 5205; BBl 2006 2829).
2 SR 956.1
3 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 28. Sept. 2012, in Kraft seit 1. März 2013 (AS 2013 585; BBl 2012 3639).

Art. 134 Liquidation

Be­wil­li­gungs­trä­ger, de­nen die Be­wil­li­gung ent­zo­gen wur­de, oder kol­lek­ti­ve Ka­pi­tal­an­la­gen, de­nen die Ge­neh­mi­gung ent­zo­gen wur­de, kön­nen von der FIN­MA li­qui­diert wer­den. Der Bun­des­rat re­gelt die Ein­zel­hei­ten.


1 Fas­sung ge­mä­ss An­hang Ziff. 14 des Fi­nanz­mark­tauf­sichts­ge­set­zes vom 22. Ju­ni 2007, in Kraft seit 1. Jan. 2009 (AS 2008 5207 5205; BBl 2006 2829).

Art. 135 Massnahmen bei nicht bewilligter beziehungsweise genehmigter Tätigkeit

1Ge­gen Per­so­nen, die oh­ne Be­wil­li­gung be­zie­hungs­wei­se Ge­neh­mi­gung der FIN­MA tä­tig wer­den, kann die FIN­MA die Auf­lö­sung ver­fü­gen.

2Zur Wah­rung der In­ter­es­sen der An­le­ge­rin­nen und An­le­ger kann die FIN­MA die Über­füh­rung der kol­lek­ti­ven Ka­pi­tal­an­la­ge in ei­ne ge­setz­mäs­si­ge Form vor­schrei­ben.

Art. 136 Andere Massnahmen

1In be­grün­de­ten Fäl­len kann die FIN­MA für die Schät­zung der An­la­gen von Im­mo­bi­li­en­fonds oder Im­mo­bi­lie­nin­vest­ment­ge­sell­schaf­ten Schät­zungs­ex­per­ten nach Ar­ti­kel 64 ein­set­zen.

2Sie kann die vom Im­mo­bi­li­en­fonds oder von der Im­mo­bi­lie­nin­vest­ment­ge­sell­schaft ein­ge­setz­ten Schät­zungs­ex­per­ten ab­be­ru­fen.

Art. 137 Konkurseröffnung

1Be­steht be­grün­de­te Be­sorg­nis, dass ein Be­wil­li­gungs­trä­ger nach Ar­ti­kel 13 Ab­satz 2 Buch­sta­ben a-d oder f über­schul­det ist oder ernst­haf­te Li­qui­di­täts­pro­ble­me hat, und be­steht kei­ne Aus­sicht auf Sa­nie­rung oder ist die­se ge­schei­tert, so ent­zieht die FIN­MA dem Be­wil­li­gungs­trä­ger die Be­wil­li­gung, er­öff­net den Kon­kurs und macht die­sen öf­fent­lich be­kannt.2

2Die Be­stim­mun­gen über das Nach­lass­ver­fah­ren (Art. 293-336 des BG vom 11. April 18893 über Schuld­be­trei­bung und Kon­kurs, SchKG), über das ak­ti­en­recht­li­che Mo­ra­to­ri­um (Art. 725 und 725a des Ob­li­ga­tio­nen­rechts4) und über die Be­nach­rich­ti­gung des Ge­richts (Art. 728c Abs. 3 des Ob­li­ga­tio­nen­rechts) sind auf die von Ab­satz 1 er­fass­ten Be­wil­li­gungs­trä­ger nicht an­wend­bar.

3Die FIN­MA er­nennt ei­ne oder meh­re­re Kon­kurs­li­qui­da­to­rin­nen oder einen oder meh­re­re Kon­kurs­li­qui­da­to­ren. Die­se un­ter­ste­hen der Auf­sicht der FIN­MA und er­stat­ten ihr auf Ver­lan­gen Be­richt.5


1 Fas­sung ge­mä­ss An­hang Ziff. 3 des BG vom 18. März 2011 (Si­che­rung der Ein­la­gen), in Kraft seit 1. Sept. 2011 (AS 2011 3919; BBl 2010 3993).
2 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 28. Sept. 2012, in Kraft seit 1. März 2013 (AS 2013 585; BBl 2012 3639).
3 SR 281.1
4 SR 220
5 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 28. Sept. 2012, in Kraft seit 1. März 2013 (AS 2013 585; BBl 2012 3639).

Art. 138 Durchführung des Konkurses

1Die An­ord­nung des Kon­kur­ses hat die Wir­kun­gen ei­ner Kon­kurser­öff­nung nach den Ar­ti­keln 197-220 SchKG2.

2Der Kon­kurs ist un­ter Vor­be­halt der Ar­ti­kel 138a-138c nach den Ar­ti­keln 221-270 SchKG durch­zu­füh­ren.

3Die FIN­MA kann ab­wei­chen­de Ver­fü­gun­gen und An­ord­nun­gen tref­fen.


1 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 28. Sept. 2012, in Kraft seit 1. März 2013 (AS 2013 585; BBl 2012 3639).
2 SR 281.1

Art. 138a Gläubigerversammlung und Gläubigerausschuss

1Die Kon­kurs­li­qui­da­to­rin oder der Kon­kurs­li­qui­da­tor kann der FIN­MA be­an­tra­gen:

a.
ei­ne Gläu­bi­ger­ver­samm­lung ein­zu­set­zen und de­ren Kom­pe­ten­zen so­wie die für die Be­schluss­fas­sung not­wen­di­gen Prä­senz- und Stimm­quo­ren fest­zu­le­gen;
b.
einen Gläu­bi­ge­raus­schuss ein­zu­rich­ten so­wie des­sen Zu­sam­men­set­zung und Kom­pe­ten­zen fest­zu­le­gen.

2Bei ei­ner SI­CAV mit Teil­ver­mö­gen nach Ar­ti­kel 94 kann für je­des Teil­ver­mö­gen ei­ne Gläu­bi­ger­ver­samm­lung oder ein Gläu­bi­ge­raus­schuss ein­ge­setzt wer­den.

3Die FIN­MA ist nicht an die An­trä­ge der Kon­kurs­li­qui­da­to­rin oder des Kon­kurs­li­qui­da­tors ge­bun­den.


1 Ein­ge­fügt durch Ziff. I des BG vom 28. Sept. 2012, in Kraft seit 1. März 2013 (AS 2013 585; BBl 2012 3639).

Art. 138b Verteilung und Schluss des Verfahrens

1Die Ver­tei­lungs­lis­te wird nicht auf­ge­legt.

2Nach der Ver­tei­lung le­gen die Kon­kurs­li­qui­da­to­rin­nen oder Kon­kurs­li­qui­da­to­ren der FIN­MA einen Schluss­be­richt vor.

3Die FIN­MA trifft die nö­ti­gen An­ord­nun­gen zur Schlies­sung des Ver­fah­rens. Sie macht die Schlies­sung öf­fent­lich be­kannt.


1 Ein­ge­fügt durch Ziff. I des BG vom 28. Sept. 2012, in Kraft seit 1. März 2013 (AS 2013 585; BBl 2012 3639).

Art. 138c Ausländische Insolvenzverfahren

Für die An­er­ken­nung aus­län­di­scher Kon­kurs­de­kre­te und In­sol­venz­mass­nah­men so­wie für die Ko­or­di­na­ti­on mit aus­län­di­schen In­sol­venz­ver­fah­ren gel­ten die Ar­ti­kel 37f und 37g des BankG2 sinn­ge­mä­ss.


1 Ein­ge­fügt durch Ziff. I des BG vom 28. Sept. 2012, in Kraft seit 1. März 2013 (AS 2013 585; BBl 2012 3639).
2 SR 952.0

Art. 138d Beschwerde

1Im Kon­kurs­ver­fah­ren kön­nen die Gläu­bi­ger und Eig­ner ei­nes von Ar­ti­kel 137 Ab­satz 1 er­fass­ten Be­wil­li­gungs­trä­gers le­dig­lich ge­gen Ver­wer­tungs­hand­lun­gen Be­schwer­de füh­ren. Die Be­schwer­de nach Ar­ti­kel 17 SchKG2 ist aus­ge­schlos­sen.

2Be­schwer­den im Kon­kurs­ver­fah­ren ha­ben kei­ne auf­schie­ben­de Wir­kung. Die In­struk­ti­ons­rich­te­rin oder der In­struk­ti­ons­rich­ter kann die auf­schie­ben­de Wir­kung auf Ge­such hin er­tei­len.


1 Ein­ge­fügt durch An­hang Ziff. 9 des Fi­nanz­marktin­fra­struk­tur­ge­set­zes vom 19. Ju­ni 2015, in Kraft seit 1. Jan. 2016 (AS 2015 5339; BBl 2014 7483).
2 SR 281.1

Art. 139 Auskunftspflicht

1 Per­so­nen, die ei­ne Funk­ti­on im Rah­men die­ses Ge­set­zes aus­üben, müs­sen der FIN­MA al­le Aus­künf­te und Un­ter­la­gen er­tei­len, die die­se zur Er­fül­lung ih­rer Auf­ga­be be­nö­tigt.

2Die FIN­MA kann Be­wil­li­gungs­trä­ger ver­pflich­ten, ihr die In­for­ma­tio­nen zu lie­fern, die sie zur Er­fül­lung ih­rer Auf­ga­be be­nö­tigt.2


1 Fas­sung ge­mä­ss An­hang Ziff. 14 des Fi­nanz­mark­tauf­sichts­ge­set­zes vom 22. Ju­ni 2007, in Kraft seit 1. Jan. 2009 (AS 2008 5207 5205; BBl 2006 2829).
2 Ein­ge­fügt durch Ziff. I des BG vom 28. Sept. 2012, in Kraft seit 1. März 2013 (AS 2013 585; BBl 2012 3639).

Art. 140 Zustellung von Urteilen

Die kan­to­na­len Zi­vil­ge­rich­te und das Bun­des­ge­richt stel­len der FIN­MA die Ur­tei­le, die sie in Strei­tig­kei­ten zwi­schen ei­ner dem Ge­setz un­ter­stell­ten Per­son oder Ge­sell­schaft und An­le­ge­rin­nen und An­le­gern fäl­len, in voll­stän­di­ger Aus­fer­ti­gung kos­ten­los zu.

Art. 141


1 Auf­ge­ho­ben durch An­hang Ziff. 9 des Fi­nanz­marktin­fra­struk­tur­ge­set­zes vom 19. Ju­ni 2015, mit Wir­kung seit 1. Jan. 2016 (AS 2015 5339; BBl 2014 7483).

Art. 142


1 Auf­ge­ho­ben durch An­hang Ziff. 14 des Fi­nanz­mark­tauf­sichts­ge­set­zes vom 22. Ju­ni 2007, mit Wir­kung seit 1. Jan. 2009 (AS 2008 5207 5205; BBl 2006 2829).

Art. 143


1 Auf­ge­ho­ben durch An­hang Ziff. 9 des Fi­nanz­marktin­fra­struk­tur­ge­set­zes vom 19. Ju­ni 2015, mit Wir­kung seit 1. Jan. 2016 (AS 2015 5339; BBl 2014 7483).

Art. 144 Erhebung und Meldung von Daten

1Die FIN­MA ist be­fugt, von den Be­wil­li­gungs­trä­gern die Da­ten über ih­re Ge­schäftstä­tig­keit und über die Ent­wick­lung der von ih­nen ver­wal­te­ten oder ver­tre­te­nen kol­lek­ti­ven Ka­pi­tal­an­la­gen zu er­he­ben, die sie be­nö­tigt, um die Trans­pa­renz im Markt der kol­lek­ti­ven Ka­pi­tal­an­la­gen zu ge­währ­leis­ten oder ih­re Auf­sichtstä­tig­keit aus­zuü­ben. Sie kann die­se Da­ten durch Drit­te er­he­ben las­sen oder die Be­wil­li­gungs­trä­ger ver­pflich­ten, ihr die­se zu mel­den.2

2Be­auf­trag­te Drit­te ha­ben über die er­ho­be­nen Da­ten das Ge­heim­nis zu be­wah­ren.

3Die sta­tis­ti­schen Mel­de­pflich­ten ge­gen­über der Schwei­ze­ri­schen Na­tio­nal­bank, die das Na­tio­nal­bank­ge­setz vom 3. Ok­to­ber 20033 vor­schreibt, so­wie die Be­fug­nis der FIN­MA und der Schwei­ze­ri­schen Na­tio­nal­bank, Da­ten aus­zut­au­schen, blei­ben vor­be­hal­ten.


1 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 28. Sept. 2012, in Kraft seit 1. März 2013 (AS 2013 585; BBl 2012 3639).
2 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 28. Sept. 2012, in Kraft seit 1. März 2013 (AS 2013 585; BBl 2012 3639).
3 SR 951.11

6. Titel: Verantwortlichkeit und Strafbestimmungen

A:
AHVG Bundesgesetz über die Alters- und Hinterlassenenversicherung
AHVV Verordnung über die Alters- und Hinterlassenenversicherung
AIG Bundesgesetz über die Ausländerinnen und Ausländer und über die Integration
AVIG Bundesgesetz über die obligatorische Arbeitslosenversicherung und die Insolvenzentschädigung
AVO Verordnung über die Beaufsichtigung von privaten Versicherungsunternehmen
AVO-FINMA Verordnung der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht über die Beaufsichtigung von privaten Versicherungsunternehmen
AdoV Verordnung über die Adoption
ArG Bundesgesetz über die Arbeit in Industrie, Gewerbe und Handel
ArGV 1 Verordnung 1 zum Arbeitsgesetz
AsylG Asylgesetz
B:
BBG Bundesgesetzüber die Berufsbildung
BEG Bundesgesetz über Bucheffekten
BEHG Bundesgesetz über die Börsen und den Effektenhandel
BEHV Verordnung über die Börsen und den Effektenhandel
BG-HAÜ Bundesgesetz zum Haager Adoptionsübereinkommen und über Massnahmen zum Schutz des Kindes bei internationalen Adoptionen
BG-KKE Bundesgesetz über internationale Kindesentführung und die Haager Übereinkommen zum Schutz von Kindern und Erwachsenen
BGBB Bundesgesetz über das bäuerliche Bodenrecht
BGFA Bundesgesetz über die Freizügigkeit der Anwältinnen und Anwälte
BGG Bundesgesetz über das Bundesgericht
BIV-FINMA Verordnung der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht über die Insolvenz von Banken und Effektenhändlern
BPG Bundespersonalgesetz
BPR Bundesgesetz über die politischen Rechte
BV Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft
BVG Bundesgesetz über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge
BZG Bundesgesetz über den Bevölkerungsschutz und den Zivilschutz
BankG Bundesgesetz über die Banken und Sparkassen
BankV Verordnung über die Banken und Sparkassen
BetmG Bundesgesetz über die Betäubungsmittel und die psychotropen Stoffe
BewG Bundesgesetz über den Erwerb von Grundstücken durch Personen im Ausland
BewV Verordnung über den Erwerb von Grundstücken durch Personen im Ausland
BöB Bundesgesetz über das öffentliche Beschaffungswesen
BüG Bundesgesetz über Erwerb und Verlust des Schweizer Bürgerrechts
D:
DBG Bundesgesetz über die direkte Bundessteuer
DSG Bundesgesetz über den Datenschutz
E:
EBG Eisenbahngesetz
EMRK Konvention zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten
EOG Bundesgesetz über den Erwerbsersatz für Dienstleistende und bei Mutterschaft
EOV Verordnung zum Erwerbsersatzgesetz
EÖBV Verordnung über die elektronische öffentliche Beurkundung
F:
FHG Bundesgesetz über den eidgenössischen Finanzhaushalt
FINMAG Bundesgesetz über die Eidgenössische Finanzmarktaufsicht
FKG Bundesgesetz über die Eidgenössische Finanzkontrolle
FMedG Bundesgesetz über die medizinisch unterstützte Fortpflanzung
FZG Bundesgesetz über die Freizügigkeit in der beruflichen Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge
FinfraG Bundesgesetz über die Finanzmarktinfrastrukturen und das Marktverhalten im Effekten- und Derivatehandel
FinfraV Verordnung über die Finanzmarktinfrastrukturen und das Marktverhalten im Effekten- und Derivatehandel
FinfraV-FINMA Verordnung der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht über die Finanzmarktinfrastrukturen und das Marktverhalten im Effekten- und Derivatehandel
FusG Bundesgesetz über Fusion, Spaltung, Umwandlung und Vermögensübertragung
G:
GBV Grundbuchverordnung
GSG Bundesgesetz über die von der Schweiz als Gaststaat gewährten Vorrechte, Immunitäten und Erleichterungen sowie finanziellen Beiträge
GUMG Bundesgesetz über genetische Untersuchungen beim Menschen
GeBüV Verordnung über die Führung und Aufbewahrung der Geschäftsbücher
GebV SchKG Gebührenverordnung zum Bundesgesetz über Schuldbetreibung und Konkurs
GlG Bundesgesetz über die Gleichstellung von Frau und Mann
H:
HEsÜ Übereinkommen über den internationalen Schutz von Erwachsenen
HKsÜ Übereinkommen
HRegV Handelsregisterverordnung
I:
IPRG Bundesgesetz über das Internationale Privatrecht
J:
JStG Bundesgesetz über das Jugendstrafrecht
JStPO Schweizerische Jugendstrafprozessordnung
K:
KAG Bundesgesetz über die kollektiven Kapitalanlagen
KAKV-FINMA Verordnung der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht über den Konkurs von kollektiven Kapitalanlagen
KG Bundesgesetz über Kartelle und andere Wettbewerbsbeschränkungen
KKV Verordnung über die kollektiven Kapitalanlagen
KKV-FINMA Verordnung der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht über die kollektiven Kapitalanlagen
KOV Verordnung über die Geschäftsführung der Konkursämter (KOV)
KVG Bundesgesetz über die Krankenversicherung
L:
LVG Bundesgesetz über die wirtschaftliche Landesversorgung
LugÜ Übereinkommen über die gerichtliche Zuständigkeit und die Anerkennung und Vollstreckung von Entscheidungen in Zivil- und Handelssachen
M:
MSchG Bundesgesetz über den Schutz von Marken und Herkunftsangaben
MStG Militärstrafgesetz
MWSTG Bundesgesetz über die Mehrwertsteuer
MWSTV Mehrwertsteuerverordnung
O:
OAV-SchKG Verordnung betreffend die Oberaufsicht über Schuldbetreibung und Konkurs
OHG Bundesgesetz über die Hilfe an Opfer von Straftaten
OR Bundesgesetz betreffend die Ergänzung des Schweizerischen Zivilgesetzbuches (Fünfter Teil: Obligationenrecht)
P:
PAVO Verordnung über die Aufnahme von Pflegekindern
PBV Verordnung über die Bekanntgabe von Preisen
ParlG Bundesgesetz über die Bundesversammlung
PartG Bundesgesetz über die eingetragene Partnerschaft gleichgeschlechtlicher Paare
PatGG Bundesgesetz über das Bundespatentgericht
PfG Pfandbriefgesetz
PrHG Bundesgesetz über die Produktehaftpflicht
PüG Preisüberwachungsgesetz
R:
RAG Bundesgesetz über die Zulassung und Beaufsichtigung der Revisorinnen und Revisoren
S:
SVG Strassenverkehrsgesetz
SVKG Verordnung über die Sanktionen bei unzulässigen Wettbewerbsbeschränkungen
SchKG Bundesgesetz über Schuldbetreibung und Konkurs
StBOG Bundesgesetz über die Organisation der Strafbehörden des Bundes
StG Bundesgesetz über die Stempelabgaben
StGB Schweizerisches Strafgesetzbuch
StHG Bundesgesetz über die Harmonisierung der direkten Steuern der Kantone und Gemeinden
StPO Schweizerische Strafprozessordnung
StV Verordnung über die Stempelabgaben
SuG Bundesgesetz über Finanzhilfen und Abgeltungen
U:
URG Bundesgesetz über das Urheberrecht und verwandte Schutzrechte
URV Verordnung über das Urheberrecht und verwandte Schutzrechte
UVG Bundesgesetz über die Unfallversicherung
UVV Verordnung über die Unfallversicherung
UWG Bundesgesetz gegen den unlauteren Wettbewerb
V:
VAG Bundesgesetz betreffend die Aufsicht über Versicherungsunternehmen
VASR Verordnung über die anerkannten Standards zur Rechnungslegung
VBB Verordnung über das bäuerliche Bodenrecht
VBVV Verordnung über die Vermögensverwaltung im Rahmen einer Beistandschaft oder Vormundschaft
VDSG Verordnung zum Bundesgesetz über den Datenschutz
VG Bundesgesetz über die Verantwortlichkeit des Bundes sowie seiner Behördemitglieder und Beamten
VGG Bundesgesetz über das Bundesverwaltungsgericht
VKA Verordnung über die Katastrophenhilfe im Ausland
VKV-FINMA Verordnung der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht über den Konkurs von Versicherungsunternehmen
VPAV Verordnung betreffend die Pfändung, Arrestierung und Verwertung von Versicherungsansprüchen nach dem Bundesgesetz vom 2. April 1908 über den Versicherungsvertrag
VStG Bundesgesetz über die Verrechnungssteuer
VStV Verordnung über die Verrechnungssteuer
VStrR Bundesgesetz über das Verwaltungsstrafrecht
VVAG Verordnung über die Pfändung und Verwertung von Anteilen an Gemeinschaftsvermögen
VVG Bundesgesetz über den Versicherungsvertrag
VZG Verordnung des Bundesgerichts über die Zwangsverwertung von Grundstücken
VegüV Verordnung gegen übermässige Vergütungen bei börsenkotierten Aktiengesellschaften
VeÜ-ZSSV Verordnung über die elektronische Übermittlung im Rahmen von Zivil- und Strafprozessen sowie von Schuldbetreibungs- und Konkursverfahren
VwVG Bundesgesetz über das Verwaltungsverfahren
VüKU Verordnung über die Kontrolle von Unternehmenszusammenschlüssen
VüS Verordnung über das Strafregister
W:
WG Bundesgesetz über Waffen, Waffenzubehör und Munition
Z:
ZG Zollgesetz
ZGB Schweizerisches Zivilgesetzbuch
ZPO Schweizerische Zivilprozessordnung
ZStV Zivilstandsverordnung
ZTG Zolltarifgesetz
Ü:
ÜbZ Übereinkunft betreffend Zivilprozessrecht
ÜüAVaS Übereinkommen über die Anerkennung und Vollstreckung ausländischer Schiedssprüche
ÜüRK Übereinkommen über die Rechte des Kindes
ÜüSKZGIA Übereinkommen über den Schutz von Kindern und die Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Internationalen Adoption
ÜüiZR Übereinkommen über den internationalen Zugang zur Rechtspflege
ÜüzAiK Übereinkommen über die zivilrechtlichen Aspekte internationaler Kindesentführung
C:
CC Code civil suisse
CEDH Convention de sauvegarde des droits de l'homme et des libertés fondamentales
CL Convention concernant la compétence judiciaire, la reconnaissance et l'exécution des décisions en matière civile et commerciale
CLaH 2000 Convention sur la protection internationale des adultes
CLaH 96 Convention
CO Loi fédérale complétant le Code civil suisse
CP Code pénal suisse
CPC Code de procédure civile
CPM Code pénal militaire
CPP Code de procédure pénale suisse
Caclid Convention sur les aspects civils de l'enlèvement international d'enfants
Cpecmdi Convention sur la protection des enfants et la coopération en matière d'adoption internationale
Cprlsaé Convention pour la reconnaissance et l'exécution des sentences arbitrales étrangères
Crdl Convention relative aux droits de l'enfant
Crpc Convention relative à la procédure civile
Cst. Constitution fédérale de la Confédération suisse
Ctflij Convention tendant à faciliter l'accès international à la justice
D:
DPA Loi fédérale sur le droit pénal administratif
DPMin Loi fédérale régissant la condition pénale des mineurs
L:
LAA Loi fédérale sur l'assurance-accidents
LACI Loi fédérale sur l'assurance-chômage obligatoire et l'indemnité en cas d'insolvabilité
LAGH Loi fédérale sur l'analyse génétique humaine
LAMal Loi fédérale sur l'assurance-maladie
LAP Loi fédérale sur l'approvisionnement économique du pays
LAPG Loi fédérale sur les allocations pour perte de gain en cas de service et de maternité
LAVI Loi fédérale sur l'aide aux victimes d'infractions
LAVS Loi fédérale sur l'assurance-vieillesse et survivants
LArm Loi fédérale sur les armes, les accessoires d'armes et les munitions
LAsi Loi sur l'asile
LB Loi fédérale sur les banques et les caisses d'épargne
LBVM Loi fédérale sur les bourses et le commerce des valeurs mobilières
LCA Loi fédérale sur le contrat d'assurance
LCD Loi fédérale contre la concurrence déloyale
LCF Loi fédérale sur le Contrôle fédéral des finances
LCR Loi fédérale sur la circulation routière
LCart Loi fédérale sur les cartels et autres restrictions à la concurrence
LCdF Loi fédérale sur les chemins de fer
LD Loi sur les douanes
LDA Loi fédérale sur le droit d'auteur et les droits voisins
LDFR Loi fédérale sur le droit foncier rural
LDIP Loi fédérale sur le droit international privé
LDP Loi fédérale sur les droits politiques
LEH Loi fédérale sur les privilèges, les immunités et les facilités, ainsi que sur les aides financières accordés par la Suisse en tant qu'Etat hôte
LEI Loi fédérale sur les étrangers et l'intégration
LEg Loi fédérale sur l'égalité entre femmes et hommes
LF-CLaH Loi fédérale relative à la Convention de La Haye sur l'adoption et aux mesures de protection de l'enfant en cas d'adoption internationale
LF-EEA Loi fédérale sur l'enlèvement international d'enfants et les Conventions de La Haye sur la protection des enfants et des adultes
LFAIE Loi fédérale sur l'acquisition d'immeubles par des personnes à l'étranger
LFC Loi sur les finances de la Confédération
LFINMA Loi sur l'Autorité fédérale de surveillance des marchés financiers
LFLP Loi fédérale sur le libre passage dans la prévoyance professionnelle vieillesse, survivants et invalidité
LFPr Loi fédérale sur la formation professionnelle
LFus Loi fédérale sur la fusion, la scission, la transformation et le transfert de patrimoine
LHID Loi fédérale sur l'harmonisation des impôts directs des cantons et des communes
LIA Loi fédérale sur l'impôt anticipé (LIA)
LIFD Loi fédérale sur l'impôt fédéral direct
LIMF Loi fédérale sur les infrastructures des marchés financiers et le comportement sur le marché en matière de négociation de valeurs mobilières et de dérivés*
LLCA Loi fédérale sur la libre circulation des avocats
LLG Loi sur l'émission de lettres de gage
LMP Loi fédérale sur les marchés publics
LN Loi fédérale sur l'acquisition et la perte de la nationalité suisse
LOAP Loi fédérale sur l'organisation des autorités pénales de la Confédération
LP Loi fédérale sur la poursuite pour dettes et la faillite
LPCC Loi fédérale sur les placements collectifs de capitaux*
LPD Loi fédérale sur la protection des données
LPM Loi fédérale sur la protection des marques et des indications de provenance
LPMA Loi fédérale sur la procréation médicalement assistée*
LPP Loi fédérale sur la prévoyance professionnelle vieillesse, survivants et invalidité
LPPCi Loi fédérale sur la protection de la population et sur la protection civile
LParl Loisur l'Assemblée fédérale
LPart Loi fédérale sur le partenariat enregistré entre personnes du même sexe
LPers Loi sur le personnel de la Confédération
LRCF Loi fédérale sur la responsabilité de la Confédération, des membres de ses autorités et de ses fonctionnaires
LRFP Loi fédérale sur la responsabilité du fait des produits
LSA Loi fédérale sur la surveillance des entreprises d'assurance
LSPr Loi fédérale concernant la surveillance des prix
LSR Loi fédérale sur l'agrément et la surveillance des réviseurs
LStup Loi fédérale sur les stupéfiants et les substances psychotropes
LSu Loi fédérale sur les aides financières et les indemnités
LT Loi fédérale sur les droits de timbre
LTAF Loi sur le Tribunal administratif fédéral
LTF Loi sur le Tribunal fédéral
LTFB Loi<em></em>sur le Tribunal fédéral des brevets
LTI Loi fédérale sur les titres intermédiés
LTVA Loi fédérale régissant la taxe sur la valeur ajoutée
LTaD Loi sur le tarif des douanes
LTr Loi fédérale sur le travail dans l'industrie, l'artisanat et le commerce
O:
OAAE Ordonnance sur l'acte authentique électronique
OACata Ordonnance sur l'aide en cas de catastrophe à l'étranger
OAIE Ordonnance sur l'acquisition d'immeubles par des personnes à l'étranger
OAOF Ordonnance sur l'administration des offices de faillite
OAdo Ordonnance sur l'adoption
OB Ordonnance sur les banques et les caisses d'épargne
OBVM Ordonnance sur les bourses et le commerce des valeurs mobilières
OCEl-PCPP Ordonnance sur la communication électronique dans le cadre de procédures civiles et pénales et de procédures en matière de poursuite pour dettes et de faillite
ODAu Ordonnance sur le droit d'auteur et les droits voisins
ODFR Ordonnance sur le droit foncier rural
OEC Ordonnance sur l'état civil
OELP Ordonnance sur les émoluments perçus en application de la loi fédérale sur la poursuite pour dettes et la faillite
OFA-FINMA Ordonnance de l'Autorité fédérale de surveillance des marchés financiers sur la faillite des entreprises d'assurance
OFPC-FINMA Ordonnance de l'Autorité fédérale de surveillance des marchés financiers sur la faillite de placements collectifs de capitaux
OGPCT Ordonnance sur la gestion du patrimoine dans le cadre d'une curatelle ou d'une tutelle
OHS-LP Ordonnance relative à la haute surveillance en matière de poursuite et de faillite
OIA Ordonnance sur l'impôt anticipé
OIB-FINMA Ordonnance de l'Autorité fédérale de surveillance des marchés financiers sur l'insolvabilité des banques et des négociants en valeurs mobilières
OIMF Ordonnance sur les infrastructures des marchés financiers et le comportement sur le marché en matière de négociation de valeurs mobilières et de dérivés
OIMF-FINMA Ordonnance
OIP Ordonnance sur l'indication des prix
OLAA Ordonnance sur l'assurance-accidents
OLPD Ordonnance relative à la loi fédérale sur la protection des données
OLT 1 Ordonnance 1 relative à la loi sur le travail
ONCR Ordonnance sur les normes comptables reconnues
OPC Ordonnance concernant la saisie et la réalisation de parts de communautés
OPC-FINMA Ordonnance de l'Autorité fédérale de surveillance des marchés financiers sur les placements collectifs de capitaux
OPCC Ordonnance sur les placements collectifs de capitaux
OPE Ordonnance sur le placement d'enfants
ORAb Ordonnance contre les rémunérations abusives dans les sociétés anonymes cotées en bourse
ORC Ordonnance sur le registre du commerce
ORF Ordonnance sur le registre foncier
ORFI Ordonnance du Tribunal fédéral sur la réalisation forcée des immeubles
OS Ordonnance sur la surveillance des entreprises d'assurance privées
OS LCart Ordonnance sur les sanctions en cas de restrictions illicites à la concurrence
OS-FINMA Ordonnance de l'Autorité fédérale de surveillance des marchés financiers sur la surveillance des entreprises d'assurance privées
OSAss Ordonnance concernant la saisie, le séquestre et la réalisation des droits découlant d'assurances d'après la loi fédérale du 2 avril 1908 sur le contrat d'assurance
OT Ordonnance sur les droits de timbre
OTVA Ordonnance régissant la taxe sur la valeur ajoutée
Occd Ordonnance sur le contrôle des concentrations d'entreprises
Ocj Ordonnance sur le casier judiciaire
Olico Ordonnance concernant la tenue et la conservation des livres de comptes
P:
PA Loi fédérale sur la procédure administrative
PPMin Loi fédérale sur la procédure pénale applicable aux mineurs
R:
RAPG Règlement sur les allocations pour perte de gain
RAVS Règlement sur l'assurance-vieillesse et survivants
C:
C Convenzione
CC Codice civile svizzero
CEDU Convenzione per la salvaguardia dei diritti dell'uomo e delle libertà fondamentali
CLug Convenzione concernente la competenza giurisdizionale, il riconoscimento e l'esecuzione delle decisioni in materia civile e commerciale
CO Legge federale di complemento del Codice civile svizzero
CP Codice penale svizzero
CPC Codice di diritto processuale civile svizzero
CPM Codice penale militare
CPP Codice di diritto processuale penale svizzero
Ccrldsae Convenzione concernente il riconoscimento e l'esecuzione delle sentenze arbitrali estere
Cdf Convenzione sui diritti del fanciullo
Cost. Costituzione federale della Confederazione Svizzera
Crapc Convenzione relativa alla procedura civile
Csacrim Convenzione sugli aspetti civili del rapimento internazionale di minori
Cspida Convenzione sulla protezione internazionale degli adulti
Cspmscmai Convenzione sulla protezione dei minori e sulla cooperazione in materia di adozione internazionale
Cvfliag Convenzione volta a facilitare l'accesso internazionale alla giustizia
D:
DPA Legge federale sul diritto penale amministrativo
DPMin Legge federale sul diritto penale minorile
L:
LADI Legge federale sull'assicurazione obbligatoria contro la disoccupazione e l'indennità per insolvenza
LAFE Legge federale sull'acquisto di fondi da parte di persone all'estero
LAID Legge federale sull'armonizzazione delle imposte dirette dei Cantoni e dei Comuni
LAINF Legge federale sull'assicurazione contro gli infortuni
LAMal Legge federale sull'assicurazione malattie
LAP Legge federale sull'approvvigionamento economico del Paese
LAPub Legge federale sugli acquisti pubblici
LAV Legge federale concernente l'aiuto alle vittime di reati
LAVS Legge federale su l'assicurazione per la vecchiaia e per i superstiti
LArm Legge federale sulle armi, gli accessori di armi e le munizioni
LAsi Legge sull'asilo
LBCR Legge federale sulle banche e le casse di risparmio
LBVM Legge federale sulle borse e il commercio di valori mobiliari
LCA Legge federale sul contratto d'assicurazione
LCF Legge federale sul controllo federale delle finanze
LCSl Legge federale contro la concorrenza sleale
LCStr Legge federale sulla circolazione stradale
LCart Legge federale sui cartelli e altre limitazioni della concorrenza
LCit Legge federale su l'acquisto e la perdita della cittadinanza svizzera
LD Legge sulle dogane
LDA Legge federale sul diritto d'autore e sui diritti di protezione affini
LDFR Legge federale sul diritto fondiario rurale
LDIP Legge federale sul diritto internazionale privato
LDP Legge federale sui diritti politici
LEF Legge federale sulla esecuzione e sul fallimento
LEGU Legge federale sugli esami genetici sull'essere umano
LF-CAA Legge federale relativa alla Convenzione dell'Aia sull'adozione e a provvedimenti per la protezione del minore nelle adozioni internazionali
LF-RMA Legge federale sul rapimento internazionale dei minori e sulle Convenzioni dell'Aia sulla protezione dei minori e degli adulti
LFC Legge federale sulle finanze della Confederazione
LFINMA Legge federale concernente l'Autorità federale di vigilanza sui mercati finanziari
LFLP Legge federale sul libero passaggio nella previdenza professionale per la vecchiaia, i superstiti e l'invalidità
LFPr Legge federale sulla formazione professionale
LFus Legge federale sulla fusione, la scissione, la trasformazione e il trasferimento di patrimonio
LICol Legge federale sugli investimenti collettivi di capitale
LIFD Legge federale sull'imposta federale diretta
LIP Legge federale sull'imposta preventiva
LIPG Legge federale sulle indennità di perdita di guadagno per chi presta servizio e in caso di maternità
LIVA Legge federale concernente l'imposta sul valore aggiunto
LInFi Legge federale sulle infrastrutture del mercato finanziario e il comportamento sul mercato nel commercio di valori mobiliari e derivati
LL Legge federale sul lavoro nell'industria, nell'artigianato e nel commercio
LLCA Legge federale sulla libera circolazione degli avvocati
LOAP Legge federale sull'organizzazione delle autorità penali della Confederazione
LOF Legge sulle obbligazioni fondiarie
LPAM Legge federale concernente la procreazione con assistenza medica
LPD Legge federale sulla protezione dei dati
LPM Legge federale sulla protezione dei marchi e delle indicazioni di provenienza
LPP Legge federale sulla previdenza professionale per la vecchiaia, i superstiti e l'invalidità
LPPC Legge federale sulla protezione della popolazione e sulla protezione civile
LPar Legge federale sulla parità dei sessi
LParl Legge federale sull'Assemblea federale
LPers Legge sul personale federale
LRDP Legge federale sulla responsabilità per danno da prodotti
LResp Legge federale su la responsabilità della Confederazione, dei membri delle autorità federali e dei funzionari federali
LSA Legge federale sulla sorveglianza delle imprese di assicurazione
LSO Legge federale sui privilegi, le immunità e le facilitazioni, nonché sugli aiuti finanziari accordati dalla Svizzera quale Stato ospite
LSPr Legge federale sulla sorveglianza dei prezzi
LSR Legge federalesull'abilitazione e la sorveglianza dei revisori
LStrI Legge federale sugli stranieri e la loro integrazione
LStup Legge federale sugli stupefacenti e sulle sostanze psicotrope
LSu Legge federale sugli aiuti finanziari e le indennità
LTAF Legge sul Tribunale amministrativo federale
LTB Legge federale sulle tasse di bollo
LTCo Legge federale sui titoli contabili
LTD Legge sulla tariffa delle dogane
LTF Legge sul Tribunale federale
LTFB Legge sul Tribunale federale dei brevetti
LUD Legge federale sull'unione domestica registrata di coppie omosessuali
Lferr Legge federale sulle ferrovie
O:
OABCT Ordinanza sull'amministrazione di beni nell'ambito di una curatela o di una tutela
OACata Ordinanza sull'aiuto in caso di catastrofe all'estero
OAFE Ordinanza sull'acquisto di fondi da parte di persone all'estero
OAINF Ordinanza sull'assicurazione contro gli infortuni
OAMin Ordinanza sull'accoglimento di minori a scopo di affiliazione
OAPuE Ordinanza sugli atti pubblici in forma elettronica
OAV-LEF Ordinanza concernente l'alta vigilanza sulla esecuzione e sul fallimento
OAVS Ordinanza sull'assicurazione per la vecchiaia e per i superstiti
OAdoz Ordinanza sull'adozione
OBCR Ordinanza sulle banche e le casse di risparmio
OBVM Ordinanza sulle borse e il commercio di valori mobiliari
OCE-PCPE Ordinanza sulla comunicazione per via elettronica nell'ambito di procedimenti civili e penali nonché di procedure d'esecuzione e fallimento
ODAu Ordinanza sul diritto d'autore e sui diritti di protezione affini
ODFR Ordinanza sul diritto fondiario rurale
ODiC Ordinanza concernente il pignoramento e la realizzazione di diritti in comunione
OFA-FINMA Ordinanza dell'Autorità federale di vigilanza sui mercati finanziari sul fallimento delle imprese di assicurazione
OFICol-FINMA Ordinanza dell'Autorità federale di vigilanza sui mercati finanziari sul fallimento degli investimenti collettivi di capitale
OIB-FINMA Ordinanza dell'Autorità federale di vigilanza sui mercati finanziari sull'insolvenza di banche e commercianti di valori mobiliari
OICol Ordinanza sugli investimenti collettivi di capitale
OICol-FINMA Ordinanza dell'Autorità federale di vigilanza sui mercati finanziari sugli investimenti collettivi di capitale
OIP Ordinanza sull'indicazione dei prezzi
OIPG Ordinanza sulle indennità di perdita di guadagno
OIPrev Ordinanza sull'imposta preventiva
OIVA Ordinanza concernente l'imposta sul valore aggiunto
OInFi Ordinanza sulle infrastrutture del mercato finanziario e il comportamento sul mercato nel commercio di valori mobiliari e derivati
OInFi-FINMA Ordinanza
OLL 1 Ordinanza 1 concernente la legge sul lavoro
OLPD Ordinanza relativa alla legge federale sulla protezione dei dati
ONCR Ordinanza sulle norme contabili riconosciute
ORC Ordinanza sul registro di commercio
ORF Ordinanza sul registro fondiario
OReSA Ordinanza contro le retribuzioni abusive nelle società anonime quotate in borsa
OS Ordinanza sulla sorveglianza delle imprese di assicurazione private
OS LCart Ordinanza sulle sanzioni in caso di limitazioni illecite della concorrenza
OS-FINMA Ordinanza dell'Autorità federale di vigilanza sui mercati finanziari sulla sorveglianza delle imprese di assicurazione private
OSC Ordinanza sullo stato civile
OTB Ordinanza concernente le tasse di bollo
OTLEF Ordinanza sulle tasse riscosse in applicazione della legge federale sulla esecuzione e sul fallimento
Occdci Ordinanza concernente il controllo delle concentrazioni di imprese
Ocg Ordinanza sul casellario giudiziale
Olc Ordinanza sulla tenuta e la conservazione dei libri di commercio
P:
PA Legge federale sulla procedura amministrativa
PPMin Legge federale di diritto processuale penale minorile
R:
RFF Regolamento del Tribunale federale concernente la realizzazione forzata di fondi
RPAss Regolamento
RUF Regolamento concernente l'amministrazione degli uffici dei fallimenti
A:
AIG Federal Act on Foreign Nationals and Integration
AdoV Ordinance on Adoption
AsylG Asylum Act
B:
BBG Federal Acton Vocational and Professional Education and Training
BEG Federal Act on Intermediated Securities
BG-KKE Federal Act on International Child Abduction and the Hague Conventions on the Protection of Children and Adults
BIV-FINMA Ordinance of the Swiss Financial Market Supervisory Authority on the Insolvency of Banks and Securities Dealers
BPR Federal Act on Political Rights
BV Federal Constitution of the Swiss Confederation
BetmG Federal Act on Narcotics and Psychotropic Substances
D:
DSG Federal Act on Data Protection
F:
FINMAG Federal Act on the Swiss Financial Market Supervisory Authority
FMedG Federal Act on Medically Assisted Reproduction
FinfraG Federal Act on Financial Market Infrastructures and Market Conduct in Securities and Derivatives Trading
FinfraV Ordinance on Financial Market Infrastructures and Market Conduct in Securities and Derivatives Trading
FinfraV-FINMA Ordinance of the Swiss Financial Market Supervisory Authority on Financial Market Infrastructures and Market Conduct in Securities and Derivatives Trading
G:
GSG Federal Act on the Privileges, Immunities and Facilities and the Financial Subsidies granted by Switzerland as a Host State
GUMG Federal Act on Human Genetic Testing
GlG Federal Act on Gender Equality
K:
KAG Federal Act on Collective Investment Schemes
KG Federal Act on Cartels and other Restraints of Competition
KKV Ordinance on Collective Investment Schemes
KKV-FINMA Ordinance of the Swiss Financial Market Supervisory Authority on Collective Investment Schemes
M:
MSchG Federal Act on the Protection of Trade Marks and Indications of Source
MWSTG Federal Act on Value Added Tax
MWSTV Ordinance on Value Added Tax
O:
OR Federal Act on the Amendment of the Swiss Civil Code
P:
ParlG Federal Act on the Federal Assembly
PatGG Federal Act on the Federal Patent Court
S:
SVKG Ordinance on Sanctions imposed for Unlawful Restraints of Competition
StGB Swiss Criminal Code
StPO Swiss Criminal Procedure Code
U:
URG Federal Act on Copyright and Related Rights
V:
VDSG 235.11
VwVG Federal Act on Administrative Procedure
VüKU Ordinance on the Control of Concentrations of Undertakings
Z:
ZGB Swiss Civil Code
ZPO Swiss Civil Procedure Code
ZTG Customs Tariff Act
A:
AHVG Bundesgesetz über die Alters- und Hinterlassenenversicherung
AHVV Verordnung über die Alters- und Hinterlassenenversicherung
AIG Bundesgesetz über die Ausländerinnen und Ausländer und über die Integration
AVIG Bundesgesetz über die obligatorische Arbeitslosenversicherung und die Insolvenzentschädigung
AVO Verordnung über die Beaufsichtigung von privaten Versicherungsunternehmen
AVO-FINMA Verordnung der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht über die Beaufsichtigung von privaten Versicherungsunternehmen
AdoV Verordnung über die Adoption
ArG Bundesgesetz über die Arbeit in Industrie, Gewerbe und Handel
ArGV 1 Verordnung 1 zum Arbeitsgesetz
AsylG Asylgesetz
B:
BBG Bundesgesetzüber die Berufsbildung
BEG Bundesgesetz über Bucheffekten
BEHG Bundesgesetz über die Börsen und den Effektenhandel
BEHV Verordnung über die Börsen und den Effektenhandel
BG-HAÜ Bundesgesetz zum Haager Adoptionsübereinkommen und über Massnahmen zum Schutz des Kindes bei internationalen Adoptionen
BG-KKE Bundesgesetz über internationale Kindesentführung und die Haager Übereinkommen zum Schutz von Kindern und Erwachsenen
BGBB Bundesgesetz über das bäuerliche Bodenrecht
BGFA Bundesgesetz über die Freizügigkeit der Anwältinnen und Anwälte
BGG Bundesgesetz über das Bundesgericht
BIV-FINMA Verordnung der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht über die Insolvenz von Banken und Effektenhändlern
BPG Bundespersonalgesetz
BPR Bundesgesetz über die politischen Rechte
BV Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft
BVG Bundesgesetz über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge
BZG Bundesgesetz über den Bevölkerungsschutz und den Zivilschutz
BankG Bundesgesetz über die Banken und Sparkassen
BankV Verordnung über die Banken und Sparkassen
BetmG Bundesgesetz über die Betäubungsmittel und die psychotropen Stoffe
BewG Bundesgesetz über den Erwerb von Grundstücken durch Personen im Ausland
BewV Verordnung über den Erwerb von Grundstücken durch Personen im Ausland
BöB Bundesgesetz über das öffentliche Beschaffungswesen
BüG Bundesgesetz über Erwerb und Verlust des Schweizer Bürgerrechts
D:
DBG Bundesgesetz über die direkte Bundessteuer
DSG Bundesgesetz über den Datenschutz
E:
EBG Eisenbahngesetz
EMRK Konvention zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten
EOG Bundesgesetz über den Erwerbsersatz für Dienstleistende und bei Mutterschaft
EOV Verordnung zum Erwerbsersatzgesetz
EÖBV Verordnung über die elektronische öffentliche Beurkundung
F:
FHG Bundesgesetz über den eidgenössischen Finanzhaushalt
FINMAG Bundesgesetz über die Eidgenössische Finanzmarktaufsicht
FKG Bundesgesetz über die Eidgenössische Finanzkontrolle
FMedG Bundesgesetz über die medizinisch unterstützte Fortpflanzung
FZG Bundesgesetz über die Freizügigkeit in der beruflichen Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge
FinfraG Bundesgesetz über die Finanzmarktinfrastrukturen und das Marktverhalten im Effekten- und Derivatehandel
FinfraV Verordnung über die Finanzmarktinfrastrukturen und das Marktverhalten im Effekten- und Derivatehandel
FinfraV-FINMA Verordnung der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht über die Finanzmarktinfrastrukturen und das Marktverhalten im Effekten- und Derivatehandel
FusG Bundesgesetz über Fusion, Spaltung, Umwandlung und Vermögensübertragung
G:
GBV Grundbuchverordnung
GSG Bundesgesetz über die von der Schweiz als Gaststaat gewährten Vorrechte, Immunitäten und Erleichterungen sowie finanziellen Beiträge
GUMG Bundesgesetz über genetische Untersuchungen beim Menschen
GeBüV Verordnung über die Führung und Aufbewahrung der Geschäftsbücher
GebV SchKG Gebührenverordnung zum Bundesgesetz über Schuldbetreibung und Konkurs
GlG Bundesgesetz über die Gleichstellung von Frau und Mann
H:
HEsÜ Übereinkommen über den internationalen Schutz von Erwachsenen
HKsÜ Übereinkommen
HRegV Handelsregisterverordnung
I:
IPRG Bundesgesetz über das Internationale Privatrecht
J:
JStG Bundesgesetz über das Jugendstrafrecht
JStPO Schweizerische Jugendstrafprozessordnung
K:
KAG Bundesgesetz über die kollektiven Kapitalanlagen
KAKV-FINMA Verordnung der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht über den Konkurs von kollektiven Kapitalanlagen
KG Bundesgesetz über Kartelle und andere Wettbewerbsbeschränkungen
KKV Verordnung über die kollektiven Kapitalanlagen
KKV-FINMA Verordnung der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht über die kollektiven Kapitalanlagen
KOV Verordnung über die Geschäftsführung der Konkursämter (KOV)
KVG Bundesgesetz über die Krankenversicherung
L:
LVG Bundesgesetz über die wirtschaftliche Landesversorgung
LugÜ Übereinkommen über die gerichtliche Zuständigkeit und die Anerkennung und Vollstreckung von Entscheidungen in Zivil- und Handelssachen
M:
MSchG Bundesgesetz über den Schutz von Marken und Herkunftsangaben
MStG Militärstrafgesetz
MWSTG Bundesgesetz über die Mehrwertsteuer
MWSTV Mehrwertsteuerverordnung
O:
OAV-SchKG Verordnung betreffend die Oberaufsicht über Schuldbetreibung und Konkurs