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Verordnung der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht über die kollektiven Kapitalanlagen

vom 27. August 2014 (Stand am 1. Januar 2015)

Die Eidgenössische Finanzmarktaufsicht (FINMA),

gestützt auf die Artikel 55 Absatz 3, 56 Absatz 3, 71 Absatz 2, 91 und 128 Absatz 2 des Kollektivanlagengesetzes vom 23. Juni 20061 (KAG),

verordnet:

1. Titel: Kollektive Kapitalanlagen

1. Kapitel: Effektenfonds

1. Abschnitt: Effektenleihe («Securities Lending»)

Art. 1 Begriff

Ef­fek­ten­lei­he be­deu­tet: Rechts­ge­schäft, durch das die Fonds­lei­tung oder die In­vest­ment­ge­sell­schaft mit va­ria­blem Ka­pi­tal (SI­CAV) als Dar­lei­her vor­über­ge­hend das Ei­gen­tum an Ef­fek­ten auf einen Bor­ger über­trägt, und bei dem:

a.
der Bor­ger sich ver­pflich­tet, dem Dar­lei­her bei Fäl­lig­keit Ef­fek­ten glei­cher Art, Men­ge und Gü­te so­wie die wäh­rend der Dau­er der Ef­fek­ten­lei­he an­fal­len­den Er­trä­ge zu­rück­zu­er­stat­ten und ei­ne Ent­schä­di­gung zu be­zah­len; und
b.
der Dar­lei­her das Kurs­ri­si­ko der Ef­fek­ten wäh­rend der Dau­er der Ef­fek­ten­lei­he trägt.

Art. 2 Grundsätze

1Die Fonds­lei­tung oder die SI­CAV kann Ef­fek­ten im ei­ge­nen Na­men und auf ei­ge­ne Rech­nung ei­nem Bor­ger aus­lei­hen («Prin­ci­pal»).

2Die Fonds­lei­tung oder die SI­CAV kann auch einen Ver­mitt­ler da­mit be­auf­tra­gen, die Ef­fek­ten ent­we­der treu­hän­de­risch in in­di­rek­ter Stell­ver­tre­tung («Agent») oder in di­rek­ter Stell­ver­tre­tung («Fin­der») un­ter Be­ach­tung der Vor­schrif­ten die­ses Ab­schnitts ei­nem Bor­ger zur Ver­fü­gung zu stel­len.

3Die Fonds­lei­tung oder die SI­CAV schliesst mit je­dem Bor­ger be­zie­hungs­wei­se mit je­dem Ver­mitt­ler einen stan­dar­di­sier­ten Rah­men­ver­trag ge­mä­ss Ar­ti­kel 7 über die Ef­fek­ten­lei­he ab.

Art. 3 Zulässige Borger und Vermittler

1Die Fonds­lei­tung oder die SI­CAV tä­tigt die Ef­fek­ten­lei­he nur mit auf die­se Ge­schäfts­art spe­zia­li­sier­ten, erst­klas­si­gen be­auf­sich­tig­ten Bor­gern und Ver­mitt­lern wie Ban­ken, Bro­kern und Ver­si­che­rungs­ge­sell­schaf­ten so­wie mit be­wil­lig­ten und an­er­kann­ten zen­tra­len Ge­gen­par­tei­en und Zen­tral­ver­wah­rern, die ei­ne ein­wand­freie Durch­füh­rung der Ef­fek­ten­lei­he ge­währ­leis­ten.

2Die Fonds­lei­tung oder die SI­CAV hat die schrift­li­che Zu­stim­mung der De­pot­bank ein­zu­ho­len, wenn die­se we­der als Bor­ger noch als Ver­mitt­ler an der Ef­fek­ten­lei­he be­tei­ligt wer­den soll.

3Die De­pot­bank kann ih­re Zu­stim­mung nur ver­wei­gern, wenn nicht si­cher­ge­stellt ist, dass sie ih­ren ge­setz­li­chen und ver­trag­li­chen Ab­wick­lungs-, Ver­wahr-, In­for­ma­ti­ons- und Kon­trol­l­auf­ga­ben nach­kom­men kann.

Art. 4 Ausleihfähige Effekten

1Die Fonds­lei­tung oder die SI­CAV darf sämt­li­che Ar­ten von Ef­fek­ten aus­lei­hen, die an ei­ner Bör­se oder an ei­nem an­de­ren ge­re­gel­ten, dem Pu­bli­kum of­fen ste­hen­den Markt ge­han­delt wer­den.

2Nicht aus­lei­hen darf sie die Ef­fek­ten, die sie im Rah­men von Re­ver­se Repos über­nom­men hat.

Art. 5 Kündigungstermine und -fristen

1Das Ein­zel­ge­schäft wie auch der stan­dar­di­sier­te Rah­men­ver­trag der Ef­fek­ten­lei­he müs­sen je­der­zeit ge­kün­digt wer­den kön­nen.

2Wird die Ein­hal­tung ei­ner Kün­di­gungs­frist ver­ein­bart, so darf de­ren Dau­er höchs­tens sie­ben Bank­werk­ta­ge be­tra­gen.

Art. 6 Umfang und Dauer

1Muss die Fonds­lei­tung oder die SI­CAV ei­ne Kün­di­gungs­frist ein­hal­ten, be­vor sie wie­der über die aus­ge­lie­he­nen Ef­fek­ten recht­lich ver­fü­gen kann, so darf sie vom aus­leih­fä­hi­gen Be­stand ei­ner Art nicht mehr als 50 Pro­zent aus­lei­hen.

2Si­chert hin­ge­gen der Bor­ger oder der Ver­mitt­ler der Fonds­lei­tung oder der SI­CAV ver­trag­lich zu, dass die­se noch am glei­chen oder am nächs­ten Bank­werk­tag wie­der recht­lich über die aus­ge­lie­he­nen Ef­fek­ten ver­fü­gen kann, so darf der ge­sam­te aus­leih­fä­hi­ge Be­stand ei­ner Art aus­ge­lie­hen wer­den.

Art. 7 Mindestinhalt des standardisierten Rahmenvertrags

1Der stan­dar­di­sier­te Rah­men­ver­trag muss ein­schlä­gi­gen in­ter­na­tio­na­len Stan­dards ent­spre­chen.

2Im stan­dar­di­sier­ten Rah­men­ver­trag sind so­wohl die Ef­fek­ten­fonds zu be­zeich­nen, de­ren Ef­fek­ten für die Ef­fek­ten­lei­he grund­sätz­lich zur Ver­fü­gung ste­hen, als auch die Ef­fek­ten, die von der Ef­fek­ten­lei­he aus­ge­schlos­sen sind.

3Die Fonds­lei­tung oder die SI­CAV ver­ein­bart im stan­dar­di­sier­ten Rah­men­ver­trag mit dem Bor­ger oder dem Ver­mitt­ler, dass die­ser:

a.
zwecks Si­cher­stel­lung des Rück­er­stat­tungs­an­spruchs zu­guns­ten der Fonds­lei­tung oder der SI­CAV Si­cher­hei­ten nach Ar­ti­kel 51 ver­pfän­det oder zu Ei­gen­tum über­trägt;
b.
der Fonds­lei­tung oder der SI­CAV haf­tet für:
1.
die pünkt­li­che und un­ein­ge­schränk­te Ver­gü­tung der wäh­rend der Ef­fek­ten­lei­he an­fal­len­den Er­trä­ge,
2.
die Gel­tend­ma­chung an­de­rer Ver­mö­gens­rech­te wie Wan­del- und Be­zugs­rech­te, und
3.
die ver­trags­kon­for­me Rück­er­stat­tung von Ef­fek­ten glei­cher Art, Men­ge und Gü­te;
c.
die Zu­tei­lung der ihm für die Ef­fek­ten­lei­he ins­ge­samt ver­füg­ba­ren Ef­fek­ten auf die ein­zel­nen Dar­lei­her nach ob­jek­ti­ven und nach­voll­zieh­ba­ren Kri­te­ri­en vor­nimmt.

4Eben­falls im Rah­men­ver­trag zu ver­ein­ba­ren ist, dass:

a.
der Wert der Si­cher­hei­ten an­ge­mes­sen ist, je­der­zeit je­doch min­des­tens 100 Pro­zent des Ver­kehrs­werts der aus­ge­lie­he­nen Ef­fek­ten be­trägt;
b.
die aus­ge­lie­he­nen Ef­fek­ten nicht mit For­de­run­gen des Bor­gers oder des Ver­mitt­lers ver­rech­net wer­den dür­fen.

Art. 8 Besondere Pflichten der Depotbank

Der De­pot­bank ob­lie­gen im Zu­sam­men­hang mit der Ab­wick­lung der Ef­fek­ten­lei­he fol­gen­de be­son­de­re Pflich­ten:

a.
Sie in­for­miert die Fonds­lei­tung oder die SI­CAV re­gel­mäs­sig über die ge­tä­tig­ten Leih­ge­schäf­te.
b.
Sie rech­net min­des­tens mo­nat­lich über die an­fal­len­den Er­trä­ge der Ef­fek­ten­lei­he ab.
c.
Sie sorgt für ei­ne si­che­re und ver­trags­kon­for­me Ab­wick­lung der Ef­fek­ten­lei­he und über­wacht na­ment­lich die Ein­hal­tung der An­for­de­run­gen an die Si­cher­hei­ten.
d.
Sie be­sorgt auch wäh­rend der Dau­er der Leih­ge­schäf­te die ihr ge­mä­ss De­pot­re­gle­ment ob­lie­gen­den Ver­wal­tungs­hand­lun­gen und die Gel­tend­ma­chung sämt­li­cher Rech­te auf den aus­ge­lie­he­nen Ef­fek­ten, so­weit die­se nicht ge­mä­ss dem stan­dar­di­sier­ten Rah­men­ver­trag ab­ge­tre­ten wur­den.

Art. 9 Inventar und Vermögensrechnung beziehungsweise Bilanz, Anrechnung an Anlagebeschränkungen

1Aus­ge­lie­he­ne Ef­fek­ten sind mit dem Ver­merk «aus­ge­lie­hen» im In­ven­tar des Ver­mö­gens des Ef­fek­ten­fonds zu be­las­sen und wei­ter­hin in die Ver­mö­gens­rech­nung be­zie­hungs­wei­se in die Bi­lanz ein­zu­be­zie­hen.

2Aus­ge­lie­he­ne Ef­fek­ten sind bei der Ein­hal­tung der ge­setz­li­chen und re­gle­men­ta­ri­schen An­la­ge­be­schrän­kun­gen wei­ter­hin zu be­rück­sich­ti­gen.

2. Abschnitt: Pensionsgeschäft («Repo, Reverse Repo»)

Art. 10 Begriffe

Die fol­gen­den Be­grif­fe be­deu­ten:

a.
Pen­si­ons­ge­schäft: Re­po oder Sa­le and Re­purcha­se Agree­ment und Re­ver­se Re­po oder Re­ver­se Sa­le and Re­purcha­se Agree­ment;
b.
Re­po: Rechts­ge­schäft, durch das ei­ne Par­tei (Pen­si­ons­ge­ber) das Ei­gen­tum an Ef­fek­ten ge­gen Be­zah­lung vor­über­ge­hend auf ei­ne an­de­re Par­tei (Pen­si­ons­neh­mer) über­trägt und bei dem:
1.
der Pen­si­ons­neh­mer sich ver­pflich­tet, dem Pen­si­ons­ge­ber bei Fäl­lig­keit Ef­fek­ten glei­cher Art, Men­ge und Gü­te so­wie die wäh­rend der Dau­er des Pen­si­ons­ge­schäf­tes an­fal­len­den Er­trä­ge zu­rück­zu­er­stat­ten,
2.
der Pen­si­ons­ge­ber das Kurs­ri­si­ko der Ef­fek­ten wäh­rend der Dau­er des Pen­si­ons­ge­schäf­tes trägt;
c.
Re­ver­se Re­po: Re­po aus der Sicht des Pen­si­ons­neh­mers;
d.
Re­po-Zins: Dif­fe­renz zwi­schen dem Ver­kaufs­preis und dem Kauf­preis der Ef­fek­ten.

Art. 11 Grundsätze

1Die Fonds­lei­tung oder die SI­CAV kann Pen­si­ons­ge­schäf­te im ei­ge­nen Na­men und auf ei­ge­ne Rech­nung mit ei­ner Ge­gen­par­tei ab­sch­lies­sen («Prin­ci­pal»).

2Sie kann auch einen Ver­mitt­ler da­mit be­auf­tra­gen, ent­we­der treu­hän­de­risch in in­di­rek­ter Stell­ver­tre­tung («Agent») oder in di­rek­ter Stell­ver­tre­tung («Fin­der») un­ter Be­ach­tung der Vor­schrif­ten die­ses Ab­schnitts Pen­si­ons­ge­schäf­te mit ei­ner Ge­gen­par­tei zu tä­ti­gen.

3Die Fonds­lei­tung oder die SI­CAV schliesst mit je­der Ge­gen­par­tei be­zie­hungs­wei­se mit je­dem Ver­mitt­ler einen stan­dar­di­sier­ten Rah­men­ver­trag ge­mä­ss Ar­ti­kel 17 über das Pen­si­ons­ge­schäft ab.

Art. 12 Zulässige Gegenparteien und Vermittler

1Die Fonds­lei­tung oder die SI­CAV tä­tigt Pen­si­ons­ge­schäf­te nur mit auf die­se Ge­schäfts­art spe­zia­li­sier­ten, erst­klas­si­gen be­auf­sich­tig­ten Ge­gen­par­tei­en und Ver­mitt­lern wie Ban­ken, Bro­kern und Ver­si­che­rungs­ge­sell­schaf­ten so­wie mit be­wil­lig­ten und an­er­kann­ten zen­tra­len Ge­gen­par­tei­en und Zen­tral­ver­wah­rern, die ei­ne ein­wand­freie Durch­füh­rung des Pen­si­ons­ge­schäfts ge­währ­leis­ten.

2Die Fonds­lei­tung oder die SI­CAV hat die schrift­li­che Zu­stim­mung der De­pot­bank ein­zu­ho­len, wenn die­se we­der als Ge­gen­par­tei noch als Ver­mitt­ler am Pen­si­ons­ge­schäft be­tei­ligt wer­den soll.

3Die De­pot­bank kann ih­re Zu­stim­mung nur ver­wei­gern, wenn nicht si­cher­ge­stellt ist, dass sie ih­ren ge­setz­li­chen und ver­trag­li­chen Ab­wick­lungs-, Ver­wahr-, In­for­ma­ti­ons- und Kon­trol­l­auf­ga­ben nach­kom­men kann.

Art. 13 Repofähige Effekten

1Die Fonds­lei­tung oder die SI­CAV darf für Repos sämt­li­che Ar­ten von Ef­fek­ten ver­wen­den, die an ei­ner Bör­se oder an ei­nem an­de­ren ge­re­gel­ten, dem Pu­bli­kum of­fen ste­hen­den Markt ge­han­delt wer­den.

2Wur­den die Ef­fek­ten im Rah­men von Re­ver­se Repos über­nom­men, so dür­fen sie nicht für Repos ver­wen­det wer­den.

Art. 14 Kündigungstermine und -fristen

1Das Ein­zel­ge­schäft wie auch der stan­dar­di­sier­te Rah­men­ver­trag des Pen­si­ons­ge­schäfts müs­sen je­der­zeit ge­kün­digt wer­den kön­nen.

2Wird die Ein­hal­tung ei­ner Kün­di­gungs­frist ver­ein­bart, so darf de­ren Dau­er höchs­tens sie­ben Bank­werk­ta­ge be­tra­gen.

Art. 15 Umfang und Dauer des Repos

1Wenn die Fonds­lei­tung oder die SI­CAV ei­ne Kün­di­gungs­frist ein­hal­ten muss, be­vor sie wie­der über die in Pen­si­on ge­ge­be­nen Ef­fek­ten recht­lich ver­fü­gen kann, so darf sie vom re­po­fä­hi­gen Be­stand ei­ner Art nicht mehr als 50 Pro­zent für Repos ver­wen­den.

2Si­chert hin­ge­gen die Ge­gen­par­tei be­zie­hungs­wei­se der Ver­mitt­ler der Fonds­lei­tung oder der SI­CAV ver­trag­lich zu, dass die­se noch am glei­chen oder am nächs­ten Bank­werk­tag wie­der recht­lich über die in Pen­si­on ge­ge­be­nen Ef­fek­ten ver­fü­gen kann, so darf der ge­sam­te re­po­fä­hi­ge Be­stand ei­ner Art für Repos ver­wen­det wer­den.

Art. 16 Sicherstellung der geld- und titelmässigen Forderungen

1Zur Si­cher­stel­lung der geld- und ti­tel­mäs­si­gen For­de­run­gen aus Pen­si­ons­ge­schäf­ten sind die For­de­run­gen und Ver­pflich­tun­gen un­ter Be­rück­sich­ti­gung der Mar­ch­zin­sen so­wie der an­fal­len­den, dem Pen­si­ons­ge­ber zu­ste­hen­den Er­trä­ge täg­lich zum ak­tu­el­len Markt­kurs zu be­wer­ten und die Dif­fe­renz täg­lich aus­zu­glei­chen (mark-to-mar­ket).

2Der Aus­gleich hat in Geld oder in Ef­fek­ten zu er­fol­gen. Letz­te­re müs­sen be­züg­lich Art und Gü­te mit den­je­ni­gen ver­gleich­bar sein, die im Pen­si­ons­ge­schäft ver­wen­det wer­den.

Art. 17 Mindestinhalt des standardisierten Rahmenvertrags

1Der stan­dar­di­sier­te Rah­men­ver­trag muss ein­schlä­gi­gen in­ter­na­tio­na­len Stan­dards ent­spre­chen.

2Im stan­dar­di­sier­ten Rah­men­ver­trag sind so­wohl die Ef­fek­ten­fonds zu be­zeich­nen, für die Pen­si­ons­ge­schäf­te grund­sätz­lich ab­ge­schlos­sen wer­den dür­fen, als auch die Ef­fek­ten, die vom Pen­si­ons­ge­schäft aus­ge­schlos­sen sind.

3Die Fonds­lei­tung oder die SI­CAV ver­ein­bart im stan­dar­di­sier­ten Rah­men­ver­trag mit der Ge­gen­par­tei oder dem Ver­mitt­ler, dass:

a.
der Pen­si­ons­neh­mer dem Pen­si­ons­ge­ber haf­tet für:
1.
die pünkt­li­che und un­ein­ge­schränk­te Ver­gü­tung der wäh­rend des Pen­si­ons­ge­schäfts an­fal­len­den Er­trä­ge und der nach Ar­ti­kel 16 zu er­brin­gen­den Aus­gleichs­leis­tun­gen,
2.
die Gel­tend­ma­chung an­de­rer Ver­mö­gens­rech­te wie Wan­del- und Be­zugs­rech­te, und
3.
die ver­trags­kon­for­me Rück­er­stat­tung von Ef­fek­ten glei­cher Art, Men­ge und Gü­te;
b.
der Pen­si­ons­ge­ber dem Pen­si­ons­neh­mer haf­tet für:
1.
die pünkt­li­che und un­ein­ge­schränk­te Ver­gü­tung der wäh­rend des Pen­si­ons­ge­schäfts nach Ar­ti­kel 16 zu er­brin­gen­den Aus­gleichs­leis­tun­gen, und
2.
den ver­trags­kon­for­men Rück­kauf der in Pen­si­on ge­ge­be­nen Ef­fek­ten;
c.
geld- und ti­tel­mäs­si­ge For­de­run­gen aus Pen­si­ons­ge­schäf­ten nicht mit For­de­run­gen der Ge­gen­par­tei be­zie­hungs­wei­se des Ver­mitt­lers ver­rech­net wer­den dür­fen.

Art. 18 Besondere Pflichten der Depotbank

Der De­pot­bank ob­lie­gen im Zu­sam­men­hang mit der Ab­wick­lung des Pen­si­ons­ge­schäfts fol­gen­de be­son­de­re Pflich­ten:

a.
Sie sorgt für ei­ne si­che­re und ver­trags­kon­for­me Ab­wick­lung des Pen­si­ons­ge­schäfts.
b.
Sie sorgt da­für, dass die Wert­ver­än­de­run­gen der im Pen­si­ons­ge­schäft ver­wen­de­ten Ef­fek­ten täg­lich in Geld oder Ef­fek­ten aus­ge­gli­chen wer­den (mark-to-mar­ket).
c.
Sie be­sorgt auch wäh­rend der Dau­er des Pen­si­ons­ge­schäfts die ihr ge­mä­ss De­pot­re­gle­ment ob­lie­gen­den Ver­wal­tungs­hand­lun­gen und sie macht sämt­li­che Rech­te auf den im Pen­si­ons­ge­schäft ver­wen­de­ten Ef­fek­ten gel­tend, so­weit die­se nicht ge­mä­ss dem stan­dar­di­sier­ten Rah­men­ver­trag ab­ge­tre­ten wur­den.

Art. 19 Repos als Kreditaufnahme

1Der Ab­schluss von Repos gilt für den Ef­fek­ten­fonds als Kre­dit­auf­nah­me im Sinn von Ar­ti­kel 77 Ab­satz 2 KKV1.

2Die geld­mäs­si­gen Ver­pflich­tun­gen aus Repos ha­ben zu­sam­men mit den all­fäl­li­gen an­de­ren auf­ge­nom­me­nen Kre­di­ten den ge­setz­li­chen und re­gle­men­ta­ri­schen Be­schrän­kun­gen der Kre­dit­auf­nah­me zu ent­spre­chen.

3Ver­wen­det die Fonds­lei­tung oder die SI­CAV die beim Ab­schluss ei­nes Repos er­hal­te­nen Mit­tel für die Über­nah­me von Ef­fek­ten glei­cher Art, Gü­te, Bo­ni­tät und Lauf­zeit in Ver­bin­dung mit dem Ab­schluss ei­nes Re­ver­se Repos, so gilt dies nicht als Kre­dit­auf­nah­me.


Art. 20 Abgrenzung von Reverse Repos zur Kreditgewährung

1Der Ab­schluss von Re­ver­se Repos gilt nicht als Kre­dit­ge­wäh­rung im Sinn von Ar­ti­kel 77 Ab­satz 1 Buch­sta­be a KKV1.

2Die geld­mäs­si­gen For­de­run­gen im Zu­sam­men­hang mit dem Ab­schluss von Re­ver­se Repos gel­ten als flüs­si­ge Mit­tel im Sinn von Ar­ti­kel 75 KKV.


Art. 21 Anrechnung an Anlagebeschränkungen

1Durch Repos ver­kauf­te Ef­fek­ten sind bei der Ein­hal­tung der ge­setz­li­chen und re­gle­men­ta­ri­schen An­la­ge­be­schrän­kun­gen wei­ter­hin zu be­rück­sich­ti­gen.

2Durch Re­ver­se Repos er­wor­be­ne geld­mäs­si­ge For­de­run­gen sind bei der Ein­hal­tung der ge­setz­li­chen und re­gle­men­ta­ri­schen An­la­ge­be­schrän­kun­gen zu be­rück­sich­ti­gen.

Art. 22 Inventar, Vermögensrechnung beziehungsweise Bilanz und Erfolgsrechnung

1Durch Repos ver­kauf­te Ef­fek­ten sind mit dem Ver­merk «pen­sio­niert» im In­ven­tar des Ver­mö­gens des Ef­fek­ten­fonds zu be­las­sen und wei­ter­hin in die Ver­mö­gens­rech­nung be­zie­hungs­wei­se Bi­lanz ein­zu­be­zie­hen.

2Geld­mäs­si­ge Ver­pflich­tun­gen aus Repos sind in der Ver­mö­gens­rech­nung be­zie­hungs­wei­se in der Bi­lanz un­ter «Ver­bind­lich­kei­ten aus Pen­si­ons­ge­schäf­ten» aus­zu­wei­sen zum Wert, der die­sen un­ter der An­nah­me ei­ner li­nea­ren Wert­ent­wick­lung im Be­rech­nungs­zeit­punkt zu­kommt.

3Bei Repos ist der Re­po-Zins in der Er­folgs­rech­nung un­ter «Pas­siv­zin­sen» aus­zu­wei­sen.

4Durch Re­ver­se Repos ge­kauf­te Ef­fek­ten sind we­der ins In­ven­tar des Ver­mö­gens des Ef­fek­ten­fonds noch in die Ver­mö­gens­rech­nung be­zie­hungs­wei­se Bi­lanz ein­zu­be­zie­hen.

5Geld­mäs­si­ge For­de­run­gen aus Re­ver­se Repos sind in der Ver­mö­gens­rech­nung be­zie­hungs­wei­se Bi­lanz un­ter «For­de­run­gen aus Pen­si­ons­ge­schäf­ten» aus­zu­wei­sen zum Wert, der die­sen un­ter der An­nah­me ei­ner li­nea­ren Wert­ent­wick­lung im Be­rech­nungs­zeit­punkt zu­kommt.

6Bei Re­ver­se Repos ist der Re­po-Zins in der Er­folgs­rech­nung un­ter «Er­trä­ge der Re­ver­se Repos» aus­zu­wei­sen.

3. Abschnitt: Derivative Finanzinstrumente

Art. 23 Begriffe

Die fol­gen­den Be­grif­fe be­deu­ten:

a.
De­ri­vat-Grund­form:
1.
Call- oder Put-Op­ti­on, de­ren Wert bei Ver­fall li­ne­ar von der po­si­ti­ven oder ne­ga­ti­ven Dif­fe­renz zwi­schen dem Ver­kehrs­wert des Ba­sis­werts und dem Aus­übungs­preis ab­hängt und null wird, wenn die Dif­fe­renz das an­de­re Vor­zei­chen hat,
2.
Cre­dit Default Swap (CDS),
3.
Swap, des­sen Zah­lun­gen li­ne­ar und pfa­du­n­ab­hän­gig vom Wert des Ba­sis­werts oder ei­nem ab­so­lu­ten Be­trag ab­hän­gen,
4.
Ter­min­ge­schäft (Fu­ture oder For­ward), des­sen Wert li­ne­ar vom Wert des Ba­sis­werts ab­hängt;
b.
en­ga­ge­menter­hö­hen­des De­ri­va­ten­ga­ge­ment: De­ri­va­ten­ga­ge­ment, das in sei­ner öko­no­mi­schen Wir­kung dem Kauf ei­nes Ba­sis­werts ähn­lich ist, ins­be­son­de­re der Kauf ei­ner Call-Op­ti­on, der Kauf ei­nes Fu­tu­res, der Ver­kauf ei­ner Put-Op­ti­on, der Tausch von va­ria­blen ge­gen fi­xe Zins­zah­lun­gen oder der Ab­schluss ei­nes Cre­dit-Default-Swaps als Si­che­rungs­ge­ber;
c.
en­ga­ge­ment­re­du­zie­ren­des De­ri­va­ten­ga­ge­ment: De­ri­va­ten­ga­ge­ment, das in sei­ner öko­no­mi­schen Wir­kung dem Ver­kauf ei­nes Ba­sis­werts ähn­lich ist, ins­be­son­de­re der Ver­kauf ei­ner Call-Op­ti­on, der Ver­kauf ei­nes Fu­tu­res, der Kauf ei­ner Put-Op­ti­on, der Tausch von fi­xen ge­gen va­ria­ble Zins­zah­lun­gen oder der Ab­schluss ei­nes Cre­dit-Default-Swaps als Si­che­rungs­neh­mer;
d.
exo­ti­sches De­ri­vat: De­ri­vat, des­sen Wir­kungs­wei­se we­der durch ei­ne De­ri­vat-Grund­form noch durch ei­ne Kom­bi­na­ti­on von De­ri­vat-Grund­for­men be­schrie­ben wer­den kann, bei­spiels­wei­se ei­ne pfa­d­ab­hän­gi­ge Op­ti­on, ei­ne Op­ti­on mit meh­re­ren Fak­to­ren oder ei­ne Op­ti­on mit Kon­trakt­mo­di­fi­ka­tio­nen;
e.
Kon­trakt­grös­se: An­zahl Ba­sis­wer­te oder No­mi­nal­wert ei­nes De­ri­vat-Kon­trak­tes;
f.
Kon­trakt­wert:
1.
bei ei­nem Swap: das Pro­dukt aus dem No­mi­nal­wert des Ba­sis­werts und der Kon­trakt­grös­se,
2.
bei al­len an­de­ren De­ri­va­ten: das Pro­dukt aus dem Ver­kehrs­wert des Ba­sis­werts und der Kon­trakt­grös­se;
g.
OTC (over-the-coun­ter): Ab­schluss von Ge­schäf­ten aus­ser­halb ei­ner Bör­se oder ei­nes an­de­ren ge­re­gel­ten, dem Pu­bli­kum of­fen ste­hen­den Mark­tes;
h.
syn­the­ti­sche Li­qui­di­tät: Ba­sis­wer­te, de­ren Mark­tri­si­ko und de­ren all­fäl­li­ges Kre­di­tri­si­ko mit De­ri­va­ten mit sym­me­tri­schem Aus­zah­lungs­pro­fil ab­ge­si­chert sind;
i.
Ge­sam­ten­ga­ge­ment: En­ga­ge­ment, das sich er­gibt aus dem Net­to­fonds­ver­mö­gen, dem Net­to-Ge­sam­ten­ga­ge­ment aus De­ri­va­ten so­wie aus An­la­ge­tech­ni­ken nach Ar­ti­kel 55 KAG, ein­sch­liess­lich Leer­ver­käu­fen;
j.
Brut­to-Ge­sam­ten­ga­ge­ment aus De­ri­va­ten: Sum­me der An­rech­nungs­be­trä­ge aus De­ri­va­ten ein­sch­liess­lich De­ri­vat-Kom­po­nen­ten;
k.
Net­to-Ge­sam­ten­ga­ge­ment aus De­ri­va­ten: Sum­me der An­rech­nungs­be­trä­ge aus De­ri­va­ten ein­sch­liess­lich De­ri­vat-Kom­po­nen­ten, nach Be­rück­sich­ti­gung der zu­läs­si­gen Ver­rech­nun­gen, der Ab­si­che­rungs­ge­schäf­te und der wei­te­ren Re­geln nach den Ar­ti­keln 35 und 36;
l.
He­bel­wir­kung: Wir­kung von De­ri­va­ten, De­ri­vat-Kom­po­nen­ten, An­la­ge­tech­ni­ken, ein­sch­liess­lich Leer­ver­käu­fen, auf das Net­to­fonds­ver­mö­gen durch den Auf­bau ei­ner im Ver­gleich zum Ka­pi­tal­ein­satz über­pro­por­tio­nal ho­hen Po­si­ti­on in ei­nem Ba­sis­wert.

Art. 24 Grundsätze

Der Ein­satz von De­ri­va­ten ist nur er­laubt, wenn er in sei­ner öko­no­mi­schen Wir­kung auch un­ter aus­ser­or­dent­li­chen Markt­ver­hält­nis­sen nicht zu ei­ner Ab­wei­chung von den im Fonds­re­gle­ment, im Pro­spekt und in den we­sent­li­chen In­for­ma­tio­nen für die An­le­ge­rin­nen und An­le­ger ge­nann­ten An­la­ge­zie­len oder zu ei­ner Ver­än­de­rung des An­la­ge­cha­rak­ters des Ef­fek­ten­fonds führt.

Art. 25 Umbrella-Fonds

Die Be­stim­mun­gen die­ses Ab­schnitts sind auf den ein­zel­nen Ef­fek­ten­fonds oder, im Fall ei­nes Um­brel­la-Fonds, auf das ein­zel­ne Teil­ver­mö­gen an­wend­bar.

Art. 26 Strukturierte Produkte, Derivat-Komponenten und Warrants

1Bei der Ein­hal­tung der ge­setz­li­chen und re­gle­men­ta­ri­schen Ri­si­ko­ver­tei­lungs­vor­schrif­ten sind bei ei­nem struk­tu­rier­ten Pro­dukt so­wohl des­sen Ba­sis­wer­te als auch des­sen Emit­tent zu be­rück­sich­ti­gen.

2Ent­hält ein struk­tu­rier­tes Pro­dukt ei­ne oder meh­re­re De­ri­vat-Kom­po­nen­ten, so sind die­se ge­mä­ss den Be­stim­mun­gen die­ses Ab­schnitts zu be­han­deln.

3Für die Er­mitt­lung des Be­trags, der an das Ge­sam­ten­ga­ge­ment und die Ri­si­ko­ver­tei­lungs­vor­schrif­ten an­ge­rech­net wer­den muss, ist das struk­tu­rier­te Pro­dukt in sei­ne Kom­po­nen­ten zu zer­le­gen, falls das struk­tu­rier­te Pro­dukt ei­ne He­bel­wir­kung auf­weist. Die Kom­po­nen­ten sind ein­zeln zu be­rück­sich­ti­gen. Die Zer­le­gung ist zu do­ku­men­tie­ren.

4Wer­den nicht zer­leg­ba­re struk­tu­rier­te Pro­duk­te zu ei­nem nicht ver­nach­läs­sig­ba­ren An­teil des Fonds­ver­mö­gens ein­ge­setzt, so ist der Mo­del­lan­satz als Ri­si­ko­mess­ver­fah­ren an­zu­wen­den.

5De­ri­vat-Kom­po­nen­ten ei­nes Fi­nan­z­in­stru­ments sind bei der Ein­hal­tung der ge­setz­li­chen und re­gle­men­ta­ri­schen Ri­si­ko­ver­tei­lungs­vor­schrif­ten zu be­rück­sich­ti­gen und an das Ge­sam­ten­ga­ge­ment aus De­ri­va­ten an­zu­rech­nen.

6War­rants sind als De­ri­va­te ge­mä­ss den Be­stim­mun­gen die­ses Ab­schnitts zu be­han­deln. Die zu ei­ner Op­ti­ons­an­lei­he ge­hö­ren­de Op­ti­on gilt als War­rant.

Art. 27 Kreditderivate

1Ein en­ga­ge­menter­hö­hen­des Kre­dit­de­ri­vat gilt nicht als Bürg­schaft im Sinn von Ar­ti­kel 77 Ab­satz 1 Buch­sta­be a KKV1.

2Der Re­fe­renz­schuld­ner ei­nes Kre­dit­de­ri­vats muss Be­tei­li­gungs- oder For­de­rungs­wert­pa­pie­re oder -wert­rech­te aus­ste­hend ha­ben, die an ei­ner Bör­se oder an ei­nem an­de­ren ge­re­gel­ten, dem Pu­bli­kum of­fen ste­hen­den Markt ge­han­delt wer­den.


Art. 28 Exotische Derivate

1Die Fonds­lei­tung oder die SI­CAV darf ein exo­ti­sches De­ri­vat nur ein­set­zen, wenn sie:

a.
das mi­ni­ma­le und das ma­xi­ma­le Del­ta über das ge­sam­te Preis-Spek­trum der Ba­sis­wer­te be­rech­nen kann; und
b.
sei­ne Wir­kungs­wei­se und die Fak­to­ren, die sei­ne Preis­bil­dung be­ein­flus­sen, kennt.

2Bei Ef­fek­ten­fonds, auf die der Com­mit­ment-An­satz II an­ge­wen­det wird, ist das exo­ti­sche De­ri­vat für die Um­rech­nung in sein Ba­sis­wer­t­ä­qui­va­lent nach Ar­ti­kel 35 Ab­satz 2 mit sei­nem ma­xi­mal mög­li­chen Del­ta (ab­so­lu­ter Wert) zu ge­wich­ten.

3Das je­wei­li­ge Ri­si­ko­mess-Mo­dell muss in der La­ge sein, das exo­ti­sche De­ri­vat sei­nem Ri­si­ko ent­spre­chend ab­zu­bil­den.

4Ist das ma­xi­ma­le Del­ta des exo­ti­schen De­ri­vats po­si­tiv, so muss es bei der Ein­hal­tung der ge­setz­li­chen und re­gle­men­ta­ri­schen Ma­xi­mal­li­mi­ten mit die­sem ma­xi­ma­len Del­ta ge­wich­tet wer­den. Ist das mi­ni­ma­le Del­ta ne­ga­tiv, so muss es bei der Ein­hal­tung der re­gle­men­ta­ri­schen Mi­ni­mal­li­mi­ten mit die­sem mi­ni­ma­len Del­ta ge­wich­tet wer­den.

Art. 29 Vertragsabschluss

1Die Fonds­lei­tung oder die SI­CAV schliesst Ge­schäf­te mit De­ri­va­ten an ei­ner Bör­se oder an ei­nem an­de­ren ge­re­gel­ten, dem Pu­bli­kum of­fen ste­hen­den Markt ab.

2Ge­schäf­te mit OTC-De­ri­va­ten (OTC-Ge­schäf­te) sind zu­läs­sig, wenn die Vor­aus­set­zun­gen nach den Ar­ti­keln 30 und 31 er­füllt sind.

Art. 30 OTC-Geschäft

1OTC-Ge­schäf­te dür­fen nur auf der Grund­la­ge ei­nes stan­dar­di­sier­ten Rah­men­ver­trags ab­ge­schlos­sen wer­den, der ein­schlä­gi­gen in­ter­na­tio­na­len Stan­dards ent­spricht.

2Die Ge­gen­par­tei muss:

a.
ein be­auf­sich­tig­ter und auf die­se Ge­schäfts­ar­ten spe­zia­li­sier­ter Fi­nan­zin­ter­me­di­är sein;
b.
ei­ne ein­wand­freie Durch­füh­rung des Ge­schäfts ge­währ­leis­ten; und
c.
die Bo­ni­täts­an­for­de­run­gen nach Ar­ti­kel 31 Ab­satz 1 er­fül­len.

3Ein OTC-De­ri­vat muss täg­lich zu­ver­läs­sig und nach­voll­zieh­bar be­wer­tet und je­der­zeit zum Ver­kehrs­wert ver­äus­sert, li­qui­diert oder durch ein Ge­gen­ge­schäft glatt­ge­stellt wer­den kön­nen.

4Ist für ein OTC-De­ri­vat kein Markt­preis er­hält­lich, so muss des­sen Preis an­hand ei­nes an­ge­mes­se­nen und in der Pra­xis an­er­kann­ten Be­wer­tungs­mo­dells ge­stützt auf den Ver­kehrs­wert der Ba­sis­wer­te, von de­nen das De­ri­vat ab­ge­lei­tet ist, je­der­zeit nach­voll­zieh­bar sein.

5Vor dem Ab­schluss ei­nes Ver­trags über ein De­ri­vat nach Ab­satz 4 sind grund­sätz­lich kon­kre­te Of­fer­ten von min­des­tens zwei Ge­gen­par­tei­en ein­zu­ho­len. Der Ver­trag ist mit der­je­ni­gen Ge­gen­par­tei ab­zu­sch­lies­sen, wel­che die preis­lich bes­te Of­fer­te un­ter­brei­tet. Von die­sem Grund­satz kann ab­ge­wi­chen wer­den aus Grün­den der Ri­si­ko­ver­tei­lung oder, wenn wei­te­re Ver­trags­be­stand­teil­te wie Bo­ni­tät oder Dienst­leis­tungs­an­ge­bot der Ge­gen­par­tei ei­ne an­de­re Of­fer­te als ins­ge­samt vor­teil­haf­ter für die An­le­ge­rin­nen und An­le­ger er­schei­nen las­sen.

6Auf die Ein­ho­lung von Of­fer­ten von min­des­tens zwei mög­li­chen Ge­gen­par­tei­en kann aus­nahms­wei­se ver­zich­tet wer­den, wenn dies im bes­ten In­ter­es­se der An­le­ge­rin­nen und An­le­ger ist. Die Grün­de hier­für sind nach­voll­zieh­bar zu do­ku­men­tie­ren.

7Der Ver­trags­ab­schluss und die Preis­be­stim­mung sind nach­voll­zieh­bar zu do­ku­men­tie­ren.

Art. 31 Bonität

1Bei OTC-Ge­schäf­ten muss die Ge­gen­par­tei oder de­ren Ga­rant ei­ne ho­he Bo­ni­tät auf­wei­sen.

2Die­se An­for­de­rung gilt nicht für die De­pot­bank des Ef­fek­ten­fonds.

Art. 32 Bewertung

1De­ri­va­te, für die ak­tu­el­le Markt­prei­se er­hält­lich sind, sind mit den am Haupt­markt zu­letzt be­zahl­ten Kur­sen zu be­wer­ten. Die Kur­se müs­sen von ei­ner ex­ter­nen, von der Fonds­lei­tung oder der SI­CAV und ih­ren Be­auf­trag­ten un­ab­hän­gi­gen und auf die­se Ge­schäfts­art spe­zia­li­sier­ten Quel­le be­zo­gen wer­den.

2Sind für De­ri­va­te kei­ne ak­tu­el­len Markt­prei­se er­hält­lich, so müs­sen sie an­hand von an­ge­mes­se­nen und in der Pra­xis an­er­kann­ten Be­wer­tungs­mo­del­len, ge­stützt auf den Ver­kehrs­wert der Ba­sis­wer­te, von de­nen die De­ri­va­te ab­ge­lei­tet sind, be­wer­tet wer­den. Die Be­wer­tun­gen müs­sen do­ku­men­tiert wer­den und nach­voll­zieh­bar sein.

Art. 33 Risikomessverfahren

1Die Fonds­lei­tung oder die SI­CAV wen­det ent­we­der den Com­mit­ment-An­satz I, den Com­mit­ment-An­satz II oder den Mo­dell-An­satz an.

2Die An­wen­dung des Mo­dell-An­sat­zes be­darf der Ge­neh­mi­gung der FIN­MA.

3Die Fonds­lei­tung oder die SI­CAV stimmt das ge­wähl­te Ri­si­ko­mess­ver­fah­ren auf die An­la­ge­zie­le und die An­la­ge­po­li­tik so­wie das Ri­si­ko­pro­fil des je­wei­li­gen Ef­fek­ten­fonds ab.

4Der Mo­dell-An­satz ist zwin­gend an­zu­wen­den, wenn:

a.
das Ge­sam­ten­ga­ge­ment des Ef­fek­ten­fonds mit dem Com­mit­ment-An­satz I oder dem Com­mit­ment-An­satz II nicht an­ge­mes­sen er­fasst und ge­mes­sen wer­den kann;
b.
zu ei­nem nicht ver­nach­läs­sig­ba­ren An­teil in exo­ti­sche De­ri­va­te in­ves­tiert wird; oder
c.
zu ei­nem nicht ver­nach­läs­sig­ba­ren An­teil kom­ple­xe An­la­ge­stra­te­gi­en ver­wen­det wer­den.

Art. 34 Commitment-Ansatz I

1Für Ef­fek­ten­fonds, auf die der Com­mit­ment-An­satz I an­ge­wen­det wird, ist nur der Ein­satz von De­ri­vat-Grund­for­men zu­läs­sig. Die­se dür­fen nur ein­ge­setzt wer­den, so­weit ihr Ein­satz un­ter Be­rück­sich­ti­gung der nach die­sem Ar­ti­kel not­wen­di­gen De­ckung we­der zu ei­ner He­bel­wir­kung auf das Fonds­ver­mö­gen führt noch ei­nem Leer­ver­kauf ent­spricht.

2En­ga­ge­ment­re­du­zie­ren­de De­ri­va­te müs­sen dau­ernd mit den ih­nen zu­grun­de lie­gen­den Ba­sis­wer­ten ge­deckt sein. Wird das Del­ta be­rech­net, so darf es bei der Be­rech­nung der not­wen­di­gen Ba­sis­wer­te be­rück­sich­tigt wer­den. Die Be­stim­mung nach Ar­ti­kel 44 Ab­satz 3 gilt ana­log.

3Ei­ne De­ckung mit an­de­ren An­la­gen ist zu­läs­sig, wenn das en­ga­ge­ment­re­du­zie­ren­de De­ri­vat auf einen In­dex lau­tet, wel­cher von ei­ner ex­ter­nen un­ab­hän­gi­gen Stel­le be­rech­net wird. Der In­dex muss für die als De­ckung die­nen­den An­la­gen re­prä­sen­ta­tiv sein, und zwi­schen dem In­dex und die­sen An­la­gen muss ei­ne ad­äqua­te Kor­re­la­ti­on be­ste­hen.

4Bei en­ga­ge­menter­hö­hen­den De­ri­va­ten muss das Ba­sis­wer­t­ä­qui­va­lent (Art. 35 Abs. 2) dau­ernd durch geld­na­he Mit­tel ge­deckt sein.

5Als geld­na­he Mit­tel gel­ten:

a.
flüs­si­ge Mit­tel im Sinn von Ar­ti­kel 75 KKV1;
b.
Geld­mark­t­in­stru­men­te im Sinn von Ar­ti­kel 74 KKV;
c.
kol­lek­ti­ve Ka­pi­tal­an­la­gen, wel­che aus­sch­liess­lich in flüs­si­gen Mit­teln oder Geld­mark­t­in­stru­men­ten an­le­gen;
d.
For­de­rungs­wert­pa­pie­re und -rech­te, de­ren Rest­lauf­zeit höchs­tens zwölf Mo­na­te be­trägt und de­ren Emit­tent oder Ga­rant ei­ne ho­he Bo­ni­tät auf­weist;
e.
syn­the­ti­sche Li­qui­di­tät;
f.
dem Ef­fek­ten­fonds ein­ge­räum­te, je­doch nicht be­an­spruch­te Kre­dit­li­mi­ten im Rah­men der ge­setz­li­chen und re­gle­men­ta­ri­schen Ma­xi­mal­li­mi­ten;
g.
Gut­ha­ben aus der Ver­rech­nungs­steu­er bei der Eid­ge­nös­si­schen Steu­er­ver­wal­tung.

6Zu­läs­si­ge Ver­rech­nungs­re­geln und Ab­si­che­rungs­ge­schäf­te nach Ar­ti­kel 36 Ab­sät­ze 1, 2 und 4 kön­nen be­rück­sich­tigt wer­den. Ge­deck­te Ab­si­che­rungs­ge­schäf­te durch Zins­de­ri­va­te sind zu­läs­sig. Wan­del­an­lei­hen dür­fen bei der Be­rech­nung des En­ga­ge­ments aus De­ri­va­ten un­be­rück­sich­tigt blei­ben.


Art. 35 Commitment-Ansatz II: Ermittlung des Gesamtengagements

1Zur Be­stim­mung des Ge­sam­ten­ga­ge­ments ei­nes Ef­fek­ten­fonds mit dem Com­mit­ment-An­satz II hat die Fonds­lei­tung die ein­zel­nen An­rech­nungs­be­trä­ge der je­wei­li­gen De­ri­va­te und De­ri­vat-Kom­po­nen­ten so­wie die An­rech­nungs­be­trä­ge aus An­la­ge­tech­ni­ken zu er­mit­teln.

2Der An­rech­nungs­be­trag für das Ge­sam­ten­ga­ge­ment aus De­ri­va­ten ist bei Grund­for­men von De­ri­va­ten re­gel­mäs­sig je­weils das Ba­sis­wer­t­ä­qui­va­lent un­ter Zu­grun­de­le­gung des Ver­kehrs­werts des Ba­sis­werts der De­ri­va­te. Die Be­rech­nung der Ba­sis­wer­t­ä­qui­va­len­te er­folgt nach An­hang 1. So­fern dies zu ei­ner kon­ser­va­ti­ver­en Er­mitt­lung führt, kann der No­mi­nal­wert oder der bör­sen­täg­lich er­mit­tel­te Ter­min­preis bei Fi­nanz­ter­min­kon­trak­ten zu­grun­de ge­legt wer­den.

3Der An­rech­nungs­be­trag für das Ge­sam­ten­ga­ge­ment er­gibt sich aus dem Grun­den­ga­ge­ment aus dem Net­to­fonds­ver­mö­gen und der Sum­me der fol­gen­den ab­so­lu­ten Wer­te:

a.
An­rech­nungs­be­trä­ge der ein­zel­nen De­ri­va­te so­wie De­ri­vat-Kom­po­nen­ten ge­mä­ss An­hang 1, wel­che nicht in Ver­rech­nun­gen nach Ar­ti­kel 36 ein­be­zo­gen sind;
b.
An­rech­nungs­be­trä­ge nach den zu­läs­si­gen Ver­rech­nun­gen nach Ar­ti­kel 36; und
c.
An­rech­nungs­be­trä­ge aus zu­läs­si­gen An­la­ge­tech­ni­ken.

4Bei der Er­mitt­lung des An­rech­nungs­be­tra­ges für das Ge­sam­ten­ga­ge­ment aus De­ri­va­ten nach Ab­satz 3 dür­fen fol­gen­de Ge­schäf­te un­be­rück­sich­tigt blei­ben:

a.
Swaps, mit de­nen die Ent­wick­lung der Ba­sis­wer­te, wel­che der Ef­fek­ten­fonds di­rekt hält, ge­gen die Ent­wick­lung von an­de­ren Ba­sis­wer­ten ge­tauscht wird (To­tal Re­turn Swaps), so­fern:
1.
das Mark­tri­si­ko der ge­tausch­ten Ba­sis­wer­te aus dem Ef­fek­ten­fonds voll­stän­dig eli­mi­niert wird, so dass die­se Ver­mö­gens­wer­te kei­nen Ein­fluss auf die Ver­än­de­rung des Wer­tes des Ef­fek­ten­fonds ha­ben, und
2.
der Swap we­der Op­ti­ons­rech­te ein­räumt noch ei­ne He­bel­wir­kung oder sons­ti­ge zu­sätz­li­che Mark­tri­si­ken, die über die di­rek­te In­ves­ti­ti­on der re­le­van­ten Ba­sis­wer­te hin­aus­ge­hen, ent­hält;
b.
De­ri­va­te, de­nen ent­spre­chen­de geld­na­he Mit­tel zu­ge­ord­net wer­den, so dass die Kom­bi­na­ti­on aus De­ri­vat und geld­na­hen Mit­teln äqui­va­lent zu ei­ner di­rek­ten In­ves­ti­ti­on in den zu­grun­de lie­gen­den Ba­sis­wert ist und da­durch kein zu­sätz­li­ches Mark­tri­si­ko und kei­ne He­bel­wir­kung ge­ne­riert wird. Die zur De­ckung der De­ri­vat­po­si­ti­on ver­wen­de­ten geld­na­hen Mit­tel dür­fen nicht gleich­zei­tig für meh­re­re Kom­bi­na­tio­nen ver­wen­det wer­den.

5Ef­fek­ten­lei­hen und Pen­si­ons­ge­schäf­te sind bei der Be­rech­nung des Ge­sam­ten­ga­ge­ments zu be­rück­sich­ti­gen, so­fern sie durch Wie­der­an­la­ge von Si­cher­hei­ten ei­ne He­bel­wir­kung auf das Fonds­ver­mö­gen zur Fol­ge ha­ben. Im Fal­le der Wie­der­an­la­ge von Si­cher­hei­ten in Fi­nanz­an­la­gen, die ei­ne hö­he­re Ren­di­te als den ri­si­ko­frei­en Zins­satz ge­ne­rie­ren, muss bei der Be­rech­nung des Ge­sam­ten­ga­ge­ments bei Bar­si­cher­hei­ten (cash col­la­te­ral) der er­hal­te­ne Be­trag an­ge­rech­net wer­den.

Art. 36 Commitment-Ansatz II: Verrechnungsregeln und Absicherungsgeschäfte

1Ge­gen­läu­fi­ge Po­si­tio­nen in De­ri­va­ten des glei­chen Ba­sis­werts so­wie ge­gen­läu­fi­ge Po­si­tio­nen in De­ri­va­ten und in An­la­gen des glei­chen Ba­sis­werts dür­fen mit­ein­an­der ver­rech­net wer­den, un­ge­ach­tet des Ver­falls der De­ri­va­te (Net­ting), wenn:

a.
das De­ri­vat-Ge­schäft ein­zig zum Zwe­cke ab­ge­schlos­sen wur­de, die mit den er­wor­be­nen De­ri­va­ten oder An­la­gen im Zu­sam­men­hang ste­hen­den Ri­si­ken zu eli­mi­nie­ren;
b.
da­bei we­sent­li­che Ri­si­ken nicht ver­nach­läs­sigt wer­den; und
c.
der An­rech­nungs­be­trag der De­ri­va­te nach Ar­ti­kel 35 er­mit­telt wird.

2Be­zie­hen sich die De­ri­va­te bei Ab­si­che­rungs­ge­schäf­ten nicht auf den glei­chen Ba­sis­wert wie der ab­zu­si­chern­de Ver­mö­gens­wert, so sind für ei­ne Ver­rech­nung zu­sätz­lich fol­gen­de Vor­aus­set­zun­gen zu er­fül­len (Hed­ging):

a.
Das De­ri­vat-Ge­schäft be­ruht nicht auf ei­ner An­la­ge­stra­te­gie, die der Ge­winn­er­zie­lung dient.
b
Das De­ri­vat führt zu ei­ner nach­weis­ba­ren Re­duk­ti­on des Ri­si­kos des Ef­fek­ten­fonds.
c.
Die all­ge­mei­nen und be­son­de­ren Ri­si­ken des De­ri­vats wer­den aus­ge­gli­chen.
d.
Die zu ver­rech­nen­den De­ri­va­te, Ba­sis­wer­te oder Ver­mö­gens­ge­gen­stän­de be­zie­hen sich auf die glei­che Klas­se von Fi­nan­z­in­stru­men­ten.
e.
Die Ab­si­che­rungs­stra­te­gie ist auch un­ter aus­ser­ge­wöhn­li­chen Markt­be­din­gun­gen ef­fek­tiv.

3Bei ei­nem über­wie­gen­den Ein­satz von Zins­de­ri­va­ten kann der Be­trag, der an das Ge­sam­ten­ga­ge­ment aus De­ri­va­ten an­zu­rech­nen ist, mit­tels in­ter­na­tio­nal an­er­kann­ten Du­ra­ti­on-Net­ting-Re­ge­lun­gen er­mit­telt wer­den, so­fern:

a.
die Re­ge­lun­gen zu ei­ner kor­rek­ten Er­mitt­lung des Ri­si­ko­pro­fils des Ef­fek­ten­fonds füh­ren;
b.
die we­sent­li­chen Ri­si­ken be­rück­sich­tigt wer­den;
c.
die An­wen­dung die­ser Re­ge­lun­gen nicht zu ei­ner un­ge­recht­fer­tig­ten He­bel­wir­kung führt;
d.
kei­ne Zins­ar­bi­tra­ge-Stra­te­gi­en ver­folgt wer­den; und
e.
die He­bel­wir­kung des Ef­fek­ten­fonds we­der durch An­wen­dung die­ser Re­ge­lun­gen noch durch In­ves­ti­tio­nen in kurz­fris­ti­ge Po­si­tio­nen ge­stei­gert wird.

4Un­ge­ach­tet des Ab­sat­zes 2 kön­nen De­ri­va­te, die zur rei­nen Ab­si­che­rung von Fremd­wäh­rungs­ri­si­ken ein­ge­setzt wer­den und nicht zu ei­ner He­bel­wir­kung füh­ren oder zu­sätz­li­che Mark­tri­si­ken bein­hal­ten, bei der Be­rech­nung des Ge­sam­ten­ga­ge­ments aus De­ri­va­ten ver­rech­net wer­den.

Art. 37 Commitment-Ansatz II: Dokumentationspflicht

Sämt­li­che Be­rech­nun­gen nach den Ar­ti­keln 35 und 36 sind nach­voll­zieh­bar zu do­ku­men­tie­ren.

Art. 38 Modell-Ansatz: Grundsätze des Value-at-Risk

1Nach dem Mo­dell-An­satz schätzt die Fonds­lei­tung oder die SI­CAV für einen Ef­fek­ten­fonds die Ri­si­ken als Va­lue-at-Risk (VaR).

2Das Mo­dell ist ein­ge­hend zu do­ku­men­tie­ren. Die Do­ku­men­ta­ti­on muss ins­be­son­de­re Aus­kunft ge­ben über die Spe­zi­fi­ka­ti­on des Ri­si­ko­mess-Mo­dells, das Back­tes­ting und die Stress­tests.

3Die Fonds­lei­tung oder die SI­CAV ve­ri­fi­ziert pe­ri­odisch die An­ge­mes­sen­heit des Mo­dells. Die Er­geb­nis­se sind nach­voll­zieh­bar zu do­ku­men­tie­ren.

4Der VaR ei­nes Ef­fek­ten­fonds darf das Dop­pel­te des VaR des zu die­sem Ef­fek­ten­fonds ge­hö­ren­den Ver­gleich­spor­te­feuil­les zu kei­ner Zeit über­schrei­ten (re­la­ti­ve VaR-Li­mi­te).

5Bei der Ver­wen­dung des Mo­dell-An­sat­zes ist durch die Fonds­lei­tung oder die SI­CAV ei­ne pe­ri­odi­sche Be­rech­nung des Brut­to-Ge­sam­ten­ga­ge­ments aus De­ri­va­ten des be­tref­fen­den Ef­fek­ten­fonds si­cher­zu­stel­len.

Art. 39 Modell-Ansatz: Berechnung des VaR

1Der VaR kann mit Va­ri­anz-Ko­va­ri­anz-Mo­del­len, his­to­ri­schen Si­mu­la­tio­nen oder Mon­te-Car­lo-Si­mu­la­tio­nen be­stimmt wer­den. Bei der Wahl des Mo­dells ist die je­wei­li­ge An­la­ge­stra­te­gie zu be­rück­sich­ti­gen.

2Der VaR ist täg­lich auf der Ba­sis der Po­si­tio­nen des Vor­tags zu be­rech­nen. Da­bei sind fol­gen­de Pa­ra­me­ter zu ver­wen­den:

a.
ein ein­sei­ti­ges Kon­fi­den­z­in­ter­vall von 99 Pro­zent;
b.
ei­ne Hal­te­pe­ri­ode von 20 Han­dels­ta­gen;
c.
ein ef­fek­ti­ver his­to­ri­scher Be­ob­ach­tungs­zeit­raum von min­des­tens ei­nem Jahr (250 Bank­werk­ta­ge).

3Der VaR be­rück­sich­tigt Zins­än­de­rungs-, Wäh­rungs-, Ak­ti­en­kurs- und Roh­stof­fri­si­ken. Zu­sätz­lich zu be­rück­sich­ti­gen sind:

a.
bei Op­ti­ons­po­si­tio­nen: die Gam­ma- und Ve­ga-Ri­si­ken;
b.
bei Ak­ti­en- und Zins­in­stru­men­ten: die spe­zi­fi­schen Ri­si­ken in der Form re­si­dua­ler Ri­si­ken;
c.
Er­eig­nis-, Aus­fall- und Li­qui­di­täts­ri­si­ken im Rah­men von Stress­tests.

4Die Be­rech­nun­gen sind nach­voll­zieh­bar zu do­ku­men­tie­ren.

5Ei­ne Ab­wei­chung vom Kon­fi­den­z­in­ter­vall, von der Hal­te­pe­ri­ode oder vom Be­ob­ach­tungs­zeit­raum ist auf­grund aus­ser­ge­wöhn­li­cher Mark­tum­stän­de und nach vor­gän­gi­ger Zu­stim­mung der FIN­MA mög­lich.

Art. 40 Modell-Ansatz: Vergleichsportefeuille

1Das zu ei­nem Ef­fek­ten­fonds ge­hö­ren­de Ver­gleich­spor­te­feuil­le ist ein Ver­mö­gen, wel­ches kei­ne He­bel­wir­kung auf­weist und grund­sätz­lich kei­ne De­ri­va­te ent­hält.

2Die Zu­sam­men­set­zung des Ver­gleich­spor­te­feuil­les ent­spricht den An­ga­ben im Fonds­re­gle­ment, im Pro­spekt und in den we­sent­li­chen In­for­ma­tio­nen für die An­le­ge­rin­nen und An­le­ger des Ef­fek­ten­fonds, na­ment­lich be­tref­fend An­la­ge­zie­le, An­la­ge­po­li­tik und Li­mi­ten.

3Sie ist pe­ri­odisch, je­doch min­des­tens quar­tals­wei­se zu über­prü­fen. Die je­wei­li­ge Zu­sam­men­set­zung so­wie de­ren Än­de­run­gen sind nach­voll­zieh­bar zu do­ku­men­tie­ren.

4Ist im Fonds­re­gle­ment oder im Pro­spekt und in den we­sent­li­chen In­for­ma­tio­nen für die An­le­ge­rin­nen und An­le­ger ein Ver­gleichs­mass­stab wie ein Ak­tien­in­dex als Ver­gleich­spor­te­feuil­le de­fi­niert, so darf die­ser zur Er­mitt­lung des VaR des Ver­gleich­spor­te­feuil­les her­an­ge­zo­gen wer­den. Der Ver­gleichs­mass­stab muss:

a.
de­ri­vat­frei sein und kei­ne He­bel­wir­kung auf­wei­sen;
b.
von ei­ner ex­ter­nen un­ab­hän­gi­gen Stel­le be­rech­net wer­den; und
c.
für die An­la­ge­zie­le, die An­la­ge­po­li­tik und die Li­mi­ten des Ef­fek­ten­fonds re­prä­sen­ta­tiv sein.

5Das Ver­gleich­spor­te­feuil­le darf De­ri­va­te ent­hal­ten, wenn:

a.
der Ef­fek­ten­fonds ge­mä­ss Fonds­re­gle­ment oder Pro­spekt ei­ne Long/Short-Stra­te­gie um­setzt und im Ver­gleich­spor­te­feuil­le das Short-Ex­pos­ure durch De­ri­va­te dar­ge­stellt wird;
b.
der Ef­fek­ten­fonds ge­mä­ss Fonds­re­gle­ment oder Pro­spekt ei­ne An­la­ge­po­li­tik mit Wäh­rungs­ab­si­che­rung um­setzt und als Ver­gleichs­mass­stab ein wäh­rungs­ab­ge­si­cher­tes Ver­gleich­spor­te­feuil­le her­an­ge­zo­gen wird.

6Ist es auf­grund der spe­zi­fi­schen An­la­ge­zie­le und der An­la­ge­po­li­tik ei­nes Ef­fek­ten­fonds nicht mög­lich, ein re­prä­sen­ta­ti­ves Ver­gleich­spor­te­feuil­le zu bil­den, so kann mit der FIN­MA ei­ne VaR-Li­mi­te ver­ein­bart wer­den (ab­so­lu­te VaR-Li­mi­te). Die­se ist im Pro­spekt fest­zu­hal­ten.

Art. 41 Modell-Ansatz: Überprüfung des Risikomess-Modells

1Das Ri­si­ko­mess-Mo­dell ist in Be­zug auf sei­ne Pro­gno­se­gü­te zu über­prü­fen. Da­zu sind für einen Ef­fek­ten­fonds täg­lich die im Ver­lauf ei­nes Han­dels­ta­ges tat­säch­lich ein­ge­tre­te­nen Wert­ver­än­de­run­gen sei­nes Net­to­ver­mö­gens mit dem je­weils er­mit­tel­ten 1-Ta­ges-VaR zu ver­glei­chen (Back­tes­ting).

2Der Ver­gleich ist nach­voll­zieh­bar zu do­ku­men­tie­ren.

3Die zu ver­wen­den­de Stich­pro­be setzt sich aus den 250 vor­an­ge­gan­ge­nen Be­ob­ach­tun­gen zu­sam­men.

4Er­weist sich im Back­tes­ting das Ri­si­ko­mess-Mo­dell als nicht pra­xi­staug­lich, so sind un­ver­züg­lich die Prüf­ge­sell­schaft und die FIN­MA zu in­for­mie­ren.

5Tre­ten im Back­tes­ting mehr als sechs Aus­reis­ser auf, so sind die Pra­xi­staug­lich­keit des Ri­si­ko­mess-Mo­dells ver­tieft ab­zu­klä­ren und die Prüf­ge­sell­schaft und die FIN­MA un­ver­züg­lich zu in­for­mie­ren.

6Die FIN­MA kann bei Pra­xis­un­taug­lich­keit ei­ne ra­sche Be­he­bung all­fäl­li­ger Mo­dell­män­gel ver­lan­gen und ei­ne wei­te­re Be­schrän­kung des Ri­si­kos an­ord­nen.

Art. 42 Modell-Ansatz: Stresstests

1Für Ef­fek­ten­fonds sind pe­ri­odisch, je­doch min­des­tens mo­nat­lich aus­ser­or­dent­li­che Markt­ver­hält­nis­se zu si­mu­lie­ren (Stress­test).

2Stress­tests sind zu­dem durch­zu­füh­ren, wenn ei­ne we­sent­li­che Än­de­rung der Er­geb­nis­se der Stress­tests durch ei­ne Än­de­rung des Werts oder der Zu­sam­men­set­zung des Ver­mö­gens des Ef­fek­ten­fonds oder durch ei­ne Än­de­rung in den Markt­ge­ge­ben­hei­ten nicht aus­ge­schlos­sen wer­den kann.

3In die Stress­tests sind sämt­li­che Ri­si­ko­fak­to­ren ein­zu­be­zie­hen, wel­che die Wert­hal­tig­keit des Ef­fek­ten­fonds mass­ge­blich be­ein­flus­sen kön­nen. Ri­si­ko­fak­to­ren, wel­chen das Ri­si­ko­mess-Mo­dell nicht oder nur un­voll­stän­dig Rech­nung trägt, ist be­son­de­re Be­ach­tung zu schen­ken.

4Die Re­sul­ta­te der durch­ge­führ­ten Stress­tests und die dar­aus re­sul­tie­ren­den not­wen­di­gen Mass­nah­men sind nach­voll­zieh­bar zu do­ku­men­tie­ren.

Art. 43 Modell-Ansatz: Änderungen unter dem Modell-Ansatz

1Die FIN­MA kann von den An­for­de­run­gen nach den Ar­ti­keln 38-42 Ab­wei­chun­gen zu­las­sen.

2Sie kann an­de­re Ri­si­ko­mess-Mo­del­le zu­las­sen, wenn da­mit ein an­ge­mes­se­ner Schutz ge­währ­leis­tet ist.

3Wer­den Än­de­run­gen am Ri­si­ko­mess-Mo­dell, am Back­tes­ting oder an den Stress­tests vor­ge­nom­men, so sind die­se von der FIN­MA vor­gän­gig ge­neh­mi­gen zu las­sen.

Art. 44 Deckung einer Verpflichtung zur physischen Lieferung eines Basiswerts

1Geht die Fonds­lei­tung oder die SI­CAV mit ei­nem De­ri­vat ei­ne Ver­pflich­tung zur phy­si­schen Lie­fe­rung ei­nes Ba­sis­werts ein, so muss das De­ri­vat mit den ent­spre­chen­den Ba­sis­wer­ten ge­deckt sein.

2Die De­ckung ei­ner sol­chen Ver­pflich­tung mit an­de­ren An­la­gen ist zu­läs­sig, wenn die An­la­gen und die Ba­sis­wer­te hoch li­qui­de sind und bei ei­ner ver­lang­ten Lie­fe­rung je­der­zeit er­wor­ben oder ver­kauft wer­den kön­nen.

3Die Fonds­lei­tung oder die SI­CAV muss je­der­zeit un­ein­ge­schränkt über die­se Ba­sis­wer­te oder An­la­gen ver­fü­gen kön­nen.

Art. 45 Deckung einer Zahlungsverpflichtung

1Geht die Fonds­lei­tung oder die SI­CAV mit ei­nem De­ri­vat ei­ne Zah­lungs­ver­pflich­tung ein, so muss die­se dau­ernd durch geld­na­he Mit­tel nach Ar­ti­kel 34 Ab­satz 5 ge­deckt sein.

2Bei Ef­fek­ten­fonds, auf die der Com­mit­ment-An­satz II oder der Mo­dell-An­satz an­ge­wen­det wird, wer­den zu­sätz­lich als De­ckung an­er­kannt:

a.
For­de­rungs­wert­pa­pie­re und -rech­te, de­ren Rest­lauf­zeit mehr als zwölf Mo­na­te be­trägt und de­ren Emit­tent oder Ga­rant ei­ne ho­he Bo­ni­tät auf­weist;
b.
Ak­ti­en, die an ei­ner Bör­se oder an ei­nem an­de­ren ge­re­gel­ten, dem Pu­bli­kum of­fen ste­hen­den Markt ge­han­delt wer­den.

3Die De­ckung nach Ab­satz 2 muss je­der­zeit in­ner­halb von sie­ben Bank­werk­ta­gen zu flüs­si­gen Mit­teln ge­macht wer­den kön­nen.

4Ak­ti­en dür­fen nur mit ei­nem um ei­ne Si­cher­heits­mar­ge re­du­zier­ten Ver­kehrs­wert an die De­ckung an­ge­rech­net wer­den. Die Si­cher­heits­mar­ge hat der Vo­la­ti­li­tät der ent­spre­chen­den Ak­tie Rech­nung zu tra­gen und muss min­des­tens 15 Pro­zent be­tra­gen.

5Kann bei ei­ner An­la­ge ei­ne Nach­schuss­zah­lung fäl­lig wer­den, so gilt die­se als Zah­lungs­ver­pflich­tung.

Art. 46 Allgemeine Vorschriften zur Anrechnung an die Anlagebeschränkungen

1Bei der Ein­hal­tung der in den ge­setz­li­chen und re­gle­men­ta­ri­schen An­la­ge­be­schrän­kun­gen fest­ge­hal­te­nen Ma­xi­mal- und Mi­ni­mal­li­mi­ten sind zu be­rück­sich­ti­gen:

a.
die An­la­gen, ein­sch­liess­lich De­ri­va­te, im Sinn von Ar­ti­kel 70 KKV1;
b.
die flüs­si­gen Mit­tel im Sinn von Ar­ti­kel 75 KKV;
c.
For­de­run­gen ge­gen Ge­gen­par­tei­en aus OTC-Ge­schäf­ten.

2Vor­be­hal­ten blei­ben all­fäl­li­ge Aus­nah­men für In­dex­fonds nach Ar­ti­kel 82 KKV.

3Wird ei­ne An­la­ge­be­schrän­kung durch die Ver­än­de­rung des Del­tas ver­letzt, so ist un­ter Wah­rung der In­ter­es­sen der An­le­ge­rin­nen und An­le­ger spä­tes­tens in­ner­halb von drei Bank­werk­ta­gen der ord­nungs­ge­mäs­se Zu­stand wie­der­her­zu­stel­len.


Art. 47 Anrechnung von Derivaten

1Bei der Ein­hal­tung der ge­setz­li­chen und re­gle­men­ta­ri­schen Ma­xi­mal- und Mi­ni­mal­li­mi­ten, na­ment­lich der Ri­si­ko­ver­tei­lungs­vor­schrif­ten, sind die Ba­sis­wer­t­ä­qui­va­len­te ge­mä­ss An­hang 1 mass­ge­bend.

2Ei­ne Mi­ni­mal­li­mi­te kann im Rah­men ei­ner Ab­si­che­rungs­stra­te­gie durch Po­si­tio­nen in en­ga­ge­ment­re­du­zie­ren­den De­ri­va­ten vor­über­ge­hend un­ter­schrit­ten wer­den, wenn die In­ter­es­sen der An­le­ge­rin­nen und An­le­ger ge­wahrt blei­ben.

3De­ri­vat-Kom­po­nen­ten sind mit dem An­rech­nungs­be­trag nach Ar­ti­kel 35 zu be­rück­sich­ti­gen.

Art. 48 Anrechnung von Forderungen gegen Gegenparteien an die Maximallimiten

1Die For­de­run­gen ge­gen Ge­gen­par­tei­en aus Ge­schäf­ten mit De­ri­va­ten sind auf der Ba­sis der ak­tu­el­len po­si­ti­ven Wie­der­be­schaf­fungs­wer­te zu be­rech­nen.

2Po­si­ti­ve und ne­ga­ti­ve Wie­der­be­schaf­fungs­wer­te aus Ge­schäf­ten mit De­ri­va­ten mit der­sel­ben Ge­gen­par­tei kön­nen auf­ge­rech­net wer­den, wenn mit die­ser Ge­gen­par­tei ei­ne Ver­ein­ba­rung (Net­ting­ver­trag) be­steht, die den gel­ten­den recht­li­chen An­for­de­run­gen ge­nügt und recht­lich durch­setz­bar ist.

3For­de­run­gen aus Ge­schäf­ten mit De­ri­va­ten ge­gen ei­ne zen­tra­le Ge­gen­par­tei ei­ner Bör­se oder ei­nes an­de­ren ge­re­gel­ten, dem Pu­bli­kum of­fen ste­hen­den Mark­tes sind nicht zu be­rück­sich­ti­gen, wenn:

a.
die­se ei­ner an­ge­mes­se­nen Auf­sicht un­ter­steht; und
b.
die De­ri­va­te so­wie die De­ckung ei­ner täg­li­chen Be­wer­tung zu Markt­kur­sen mit täg­li­chem Mar­ge­n­aus­gleich un­ter­lie­gen.

Art. 49 Offenlegung

1Ist bei der Ver­wal­tung ei­nes Ef­fek­ten­fonds der Ein­satz von De­ri­va­ten zu­läs­sig, so sind die­se im Fonds­re­gle­ment und im Pro­spekt zu um­schrei­ben.

2Im Pro­spekt ist an­zu­ge­ben, ob die De­ri­va­te als Teil der An­la­ge­stra­te­gie oder le­dig­lich zur Ab­si­che­rung von An­la­g­e­po­si­tio­nen ein­ge­setzt wer­den. Zu­dem ist im Pro­spekt zu er­läu­tern, wie sich de­ren Ein­satz auf das Ri­si­ko­pro­fil des Ef­fek­ten­fonds aus­wirkt.

3Im Fonds­re­gle­ment so­wie im Pro­spekt ist fest­zu­le­gen, wel­ches Ri­si­ko­mess­ver­fah­ren für den Ef­fek­ten­fonds an­ge­wen­det wird. Im Pro­spekt ist zu­dem das Ri­si­ko­mess­ver­fah­ren zu um­schrei­ben. Bei der Ver­wen­dung des Mo­dell-An­sat­zes ist das er­war­te­te Brut­to-Ge­sam­ten­ga­ge­ment aus De­ri­va­ten dar­zu­stel­len. Wird der re­la­ti­ve VaR-An­satz an­ge­wen­det, so ist zu­dem das Ver­gleich­spor­te­feuil­le im Pro­spekt of­fen­zu­le­gen.

4Kann ein Ef­fek­ten­fonds auf­grund des Ein­sat­zes von De­ri­va­ten ei­ne er­höh­te Vo­la­ti­li­tät oder He­bel­wir­kung auf­wei­sen, so ist auf die­se Ei­gen­schaft im Pro­spekt so­wie in den Wer­be­un­ter­la­gen be­son­ders hin­zu­wei­sen.

5Im Pro­spekt ist auf die Ge­gen­par­tei­ri­si­ken von De­ri­va­ten hin­zu­wei­sen.

4. Abschnitt: Verwaltung der Sicherheiten

Art. 50 Anwendungsbereich

Ver­mö­gens­wer­te, die im Rah­men von An­la­ge­tech­ni­ken oder bei OTC-Ge­schäf­ten als Si­cher­hei­ten ent­ge­gen­ge­nom­men wer­den, ha­ben die An­for­de­run­gen die­ses Ab­schnitts zu er­fül­len.

Art. 51 Anforderungen an die Sicherheiten

Es dür­fen nur Si­cher­hei­ten ent­ge­gen­ge­nom­men wer­den, die fol­gen­de An­for­de­run­gen er­fül­len:

a.
Sie sind hoch li­qui­de und wer­den zu ei­nem trans­pa­ren­ten Preis an ei­ner Bör­se oder ei­nem an­de­ren ge­re­gel­ten, dem Pu­bli­kum of­fen ste­hen­den Markt ge­han­delt. Sie kön­nen kurz­fris­tig zu ei­nem Preis ver­äus­sert wer­den, der na­he an der vor dem Ver­kauf vor­ge­nom­me­nen Be­wer­tung liegt.
b.
Sie wer­den min­des­tens bör­sen­täg­lich be­wer­tet. Bei ei­ner ho­hen Preis­vo­la­ti­li­tät wer­den ge­eig­ne­te kon­ser­va­ti­ve Si­cher­heits­mar­gen ver­wen­det.
c.
Sie sind nicht von der Ge­gen­par­tei oder von ei­ner dem Kon­zern der Ge­gen­par­tei an­ge­hö­ri­gen oder da­von ab­hän­gi­gen Ge­sell­schaft be­ge­ben.
d.
Der Emit­tent weist ei­ne ho­he Bo­ni­tät auf.

Art. 52 Verwaltung der Sicherheiten

Die Fonds­lei­tung, die SI­CAV oder de­ren Be­auf­trag­te ha­ben bei der Ver­wal­tung der Si­cher­hei­ten fol­gen­de Pflich­ten und An­for­de­run­gen zu er­fül­len:

a.
Sie müs­sen die Si­cher­hei­ten in Be­zug auf Län­der, Märk­te und Emit­ten­ten an­ge­mes­sen di­ver­si­fi­zie­ren. Ei­ne an­ge­mes­se­ne Di­ver­si­fi­ka­ti­on der Emit­ten­ten gilt als er­reicht, wenn die von ei­nem ein­zel­nen Emit­ten­ten ge­hal­te­nen Si­cher­hei­ten nicht mehr als 20 Pro­zent des Net­to­in­ven­tar­werts ent­spre­chen. Von die­ser Vor­ga­be darf ab­ge­wi­chen wer­den, wenn die Si­cher­hei­ten die An­for­de­run­gen von Ar­ti­kel 83 Ab­satz 1 KKV1 er­fül­len oder die Be­wil­li­gungs­vor­aus­set­zun­gen von Ar­ti­kel 83 Ab­satz 2 KKV vor­lie­gen. Stel­len meh­re­re Ge­gen­par­tei­en Si­cher­hei­ten, so ha­ben sie ei­ne ag­gre­gier­te Sicht­wei­se si­cher­zu­stel­len.
b.
Sie müs­sen die Ver­fü­gungs­macht und die Ver­fü­gungs­be­fug­nis an den er­hal­te­nen Si­cher­hei­ten bei Aus­fall der Ge­gen­par­tei je­der­zeit und oh­ne Ein­be­zug der Ge­gen­par­tei oder de­ren Zu­stim­mung er­lan­gen kön­nen.
c.
Sie dür­fen Si­cher­hei­ten, die ih­nen ver­pfän­det oder zu Ei­gen­tum über­tra­gen wur­den, we­der aus­lei­hen, wei­ter­ver­pfän­den, ver­kau­fen, neu an­le­gen noch im Rah­men ei­nes Pen­si­ons­ge­schäfts oder als De­ckung von Ver­pflich­tun­gen aus de­ri­va­ti­ven Fi­nan­z­in­stru­men­ten ver­wen­den. Er­hal­te­ne Bar­si­cher­hei­ten (cash col­la­te­ral) dür­fen sie nur in der ent­spre­chen­den Wäh­rung als flüs­si­ge Mit­tel, in Staats­an­lei­hen von ho­her Qua­li­tät so­wie di­rekt oder in­di­rekt in Geld­mark­t­in­stru­men­te mit kur­z­er Lauf­zeit an­le­gen oder als Re­ver­se Re­po ver­wen­den.
d.
Neh­men sie für mehr als 30 Pro­zent des Fonds­ver­mö­gens Si­cher­hei­ten ent­ge­gen, so müs­sen sie si­cher­stel­len, dass die Li­qui­di­täts­ri­si­ken an­ge­mes­sen er­fasst und über­wacht wer­den kön­nen. Hier­zu sind re­gel­mäs­si­ge Stress­tests durch­zu­füh­ren, die so­wohl nor­ma­le als auch aus­ser­ge­wöhn­li­che Li­qui­di­täts­be­din­gun­gen be­rück­sich­ti­gen. Die ent­spre­chen­den Kon­trol­len sind zu do­ku­men­tie­ren.
e.
Sie müs­sen die Ri­si­ken, die mit der Ver­wal­tung der Si­cher­hei­ten zu­sam­men­hän­gen, im Rah­men des Risk­ma­na­ge­ments be­rück­sich­ti­gen.
f.
Sie müs­sen in der La­ge sein, all­fäl­li­ge nach Ver­wer­tung von Si­cher­hei­ten un­ge­deck­te An­sprü­che den­je­ni­gen Ef­fek­ten­fonds zu­zu­ord­nen, de­ren Ver­mö­gens­wer­te Ge­gen­stand der zu­grun­de lie­gen­den Ge­schäf­te wa­ren.

Art. 53 Sicherheitenstrategie

1Die Fonds­lei­tung und die SI­CAV so­wie de­ren Be­auf­trag­te müs­sen über ei­ne Si­cher­hei­ten­stra­te­gie ver­fü­gen, die:

a.
an­ge­mes­se­ne Si­cher­heits­mar­gen vor­sieht;
b.
auf al­le als Si­cher­hei­ten ent­ge­gen­ge­nom­me­nen Ar­ten von Ver­mö­gens­wer­ten ab­ge­stimmt ist; und
c.
Ei­gen­schaf­ten der Si­cher­hei­ten wie Vo­la­ti­li­tät und Aus­fall­ri­si­ko des Emit­ten­ten be­rück­sich­tigt.

2Sie müs­sen die Si­cher­hei­ten­stra­te­gie do­ku­men­tie­ren.

Art. 54 Verwahrung der Sicherheiten

1Die er­hal­te­nen Si­cher­hei­ten sind bei der De­pot­bank zu ver­wah­ren.

2Die Ver­wah­rung durch ei­ne be­auf­sich­tig­te Dritt­ver­wahr­stel­le im Auf­trag der Fonds­lei­tung ist zu­läs­sig, wenn:

a.
das Ei­gen­tum an den Si­cher­hei­ten nicht über­tra­gen wird; und
b.
die Dritt­ver­wahr­stel­le von der Ge­gen­par­tei un­ab­hän­gig ist.

3Für Si­cher­hei­ten, die ei­ner Ge­gen­par­tei, ei­ner von die­ser be­auf­trag­ten Ver­wahr­stel­le oder ei­ner zen­tra­len Ge­gen­par­tei ge­lie­fert wer­den, sorgt die De­pot­bank für die si­che­re und ver­trags­kon­for­me Ab­wick­lung.

Art. 55 Prospekt

Der Pro­spekt des Ef­fek­ten­fonds muss an­ge­mes­se­ne In­for­ma­tio­nen zur Si­cher­hei­ten­stra­te­gie ent­hal­ten, ins­be­son­de­re An­ga­ben über:

a.
die zu­läs­si­gen Ar­ten von Si­cher­hei­ten;
b.
den er­for­der­li­chen Um­fang der Be­si­che­rung;
c.
die Fest­le­gung von Si­cher­heits­mar­gen;
d.
die An­la­ge­stra­te­gie und die Ri­si­ken für den Fall der Wie­der­an­la­ge von Bar­si­cher­hei­ten.

5. Abschnitt: Master-Feeder-Strukturen

Art. 56 Grundsatz

Die An­le­ger ei­nes Mas­ter-Fonds sind grund­sätz­lich sei­ne Fee­der-Fonds. Üb­ri­ge An­le­ge­rin­nen und An­le­ger kön­nen auf­ge­nom­men wer­den, so­fern die Fonds­lei­tung oder SI­CAV die­se über die Tat­sa­che, dass sie in einen Mas­ter-Fonds in­ves­tie­ren, vor­gän­gig in­for­miert und si­cher­stellt, dass die Gleich­be­hand­lung der üb­ri­gen An­le­ge­rin­nen und An­le­ger ge­gen­über den Fee­der-Fonds ge­währ­leis­tet ist.

Art. 57 Anforderungen an die Dokumente eines Feeder-Fonds

1Der Fonds­ver­trag oder das An­la­ge­re­gle­ment ei­nes Fee­der-Fonds oder ei­nes Fee­der-Teil­ver­mö­gens ent­hal­ten ne­ben den An­ga­ben nach den Ar­ti­keln 35a und 62b KKV1 ins­be­son­de­re fol­gen­de An­ga­ben:

a.
die An­ga­be, dass es sich um einen Fee­der-Fonds han­delt, der zu min­des­tens 85 Pro­zent in einen be­stimm­ten Mas­ter-Fonds an­legt;
b.
die Be­zeich­nung des Mas­ter-Fonds;
c.
das An­la­ge­ziel und die An­la­ge­po­li­tik des Mas­ter-Fonds;
d.
die Art, die Hö­he und die Be­rech­nung al­ler Ver­gü­tun­gen so­wie der Ne­ben­kos­ten, die aus der An­la­ge in den Mas­ter-Fonds ent­ste­hen und dem Fonds­ver­mö­gen oder den An­le­ge­rin­nen und An­le­gern be­las­tet wer­den dür­fen;
e.
die In­for­ma­ti­on, dass der Fonds­ver­trag oder das An­la­ge­re­gle­ment, der Pro­spekt, die we­sent­li­chen In­for­ma­tio­nen für die An­le­ge­rin­nen und An­le­ger so­wie der Jah­res- und Halb­jah­res­be­richt des Mas­ter-Fonds kos­ten­los be­zo­gen wer­den kön­nen;
f.
die In­for­ma­ti­on, dass der Fee­der-Fonds nach der Auf­lö­sung des Mas­ter-Fonds oder nach Ver­ei­ni­gung, Um­wand­lung oder Ver­mö­gens­über­tra­gung des Mas­ter-Fonds bis zur Ge­neh­mi­gung des Ge­suchs nach Ar­ti­kel 63 oder 64 wei­ter­be­ste­hen kann.

2Der Pro­spekt ei­nes Fee­der-Fonds ent­hält ne­ben den An­ga­ben ge­mä­ss Ar­ti­kel 106 KKV ins­be­son­de­re fol­gen­de An­ga­ben:

a.
die In­for­ma­ti­on, dass es sich um einen Fee­der-Fonds han­delt, der zu min­des­tens 85 Pro­zent in einen be­stimm­ten Mas­ter-Fonds an­legt;
b.
ei­ne Be­schrei­bung des Mas­ter-Fonds ein­sch­liess­lich der An­la­ge­stra­te­gie und des Ri­si­ko­pro­fils;
c.
ei­ne Zu­sam­men­fas­sung der wich­tigs­ten In­hal­te der ge­mä­ss den Ar­ti­keln 58, 61 und 62 ge­schlos­se­nen Ver­ein­ba­run­gen über die Zu­sam­men­ar­beit und die In­for­ma­ti­ons­pflich­ten;
d.
die Stel­le, bei der wei­te­re An­ga­ben zum Mas­ter-Fonds und zu den ab­ge­schlos­se­nen Ver­ein­ba­run­gen über die Zu­sam­men­ar­beit und die In­for­ma­ti­ons­pflich­ten kos­ten­los ein­ge­holt wer­den kön­nen.

3Der Jah­res­be­richt des Fee­der-Fonds be­zeich­net die Stel­le, bei wel­cher der Jah­res- und der Halb­jah­res­be­richt des Mas­ter-Fonds kos­ten­los be­zo­gen wer­den kann.

4Die Mar­ke­ting­do­ku­men­te und die we­sent­li­chen In­for­ma­tio­nen für die An­le­ge­rin­nen und An­le­ger des Fee­der-Fonds ent­hal­ten den Hin­weis, dass es sich um einen Fee­der-Fonds han­delt, der zu min­des­tens 85 Pro­zent sei­nes Ver­mö­gens in einen be­stimm­ten Mas­ter-Fonds an­legt.


Art. 58 Gemeinsame Pflichten des Master- und des Feeder-Fonds beziehungsweise von deren Fondsleitungen

1Der Mas­ter-Fonds stellt dem Fee­der-Fonds al­le Do­ku­men­te und In­for­ma­tio­nen zur Ver­fü­gung, die zur Er­fül­lung sei­ner Pflich­ten not­wen­dig sind. Da­zu schlies­sen sie ei­ne Ver­ein­ba­rung über die Zu­sam­men­ar­beit und über die In­for­ma­ti­ons­pflich­ten ab.

2Die Ver­ein­ba­rung über die Zu­sam­men­ar­beit und die In­for­ma­ti­ons­pflich­ten re­gelt min­des­tens fol­gen­de Punk­te:

a.
die Grund­sät­ze zur Über­mitt­lung der mass­ge­ben­den Do­ku­men­te und wei­te­rer In­for­ma­tio­nen durch den Mas­ter-Fonds an den Fee­der-Fonds;
b.
die In­for­ma­ti­ons­pflicht des Mas­ter-Fonds ge­gen­über dem Fee­der-Fonds über die De­le­ga­ti­on von Auf­ga­ben an Drit­te;
c.
die zu mel­den­den Ver­stös­se ge­gen ge­setz­li­che und ver­trag­li­che Vor­schrif­ten des Mas­ter-Fonds an den Fee­der-Fonds so­wie Form und Zeit­punkt die­ser Mel­dun­gen;
d.
die Pflicht zur Mel­dung des Ge­sam­ten­ga­ge­ments aus de­ri­va­ti­ven Fi­nan­z­in­stru­men­ten des Mas­ter-Fonds an den Fee­der-Fonds;
e.
die In­for­ma­ti­ons­pflicht des Mas­ter-Fonds ge­gen­über dem Fee­der-Fonds, falls er wei­te­re Ver­ein­ba­run­gen über den In­for­ma­ti­ons­aus­tausch mit Drit­ten ab­sch­liesst;
f.
die An­la­gemög­lich­kei­ten des Fee­der-Fonds in den Mas­ter-Fonds so­wie die An­ga­ben zu den Kos­ten und Auf­wen­dun­gen, die vom Fee­der-Fonds zu tra­gen sind;
g.
die Grund­la­gen und Mo­da­li­tä­ten zur Um­set­zung der Mass­nah­men ge­mä­ss Ab­satz 4;
h.
die Mo­da­li­tä­ten zur Mel­dung des Auf­schubs der Aus­ga­ben und Rück­nah­men so­wie die Vor­keh­run­gen für die Mel­dung von Feh­lern bei der Preis­fest­set­zung des Mas­ter-Fonds;
i.
die Grund­sät­ze zur Ab­stim­mung der Prüf­be­rich­te des Mas­ter- und Fee­der-Fonds.

3Wer­den Mas­ter- und Fee­der-Fonds von der­sel­ben Fonds­lei­tung oder SI­CAV ver­wal­tet, so kann die Ver­ein­ba­rung über die Zu­sam­men­ar­beit und die In­for­ma­ti­ons­pflich­ten durch in­ter­ne Re­ge­lun­gen er­setzt wer­den. Die­se ha­ben Mass­nah­men zur Ver­hin­de­rung von In­ter­es­sen­kon­flik­ten zu ent­hal­ten. Im Üb­ri­gen ha­ben die in­ter­nen Re­ge­lun­gen die An­for­de­run­gen von Ab­satz 2 Buch­sta­ben f-i zu er­fül­len.

4Der Mas­ter- und der Fee­der-Fonds tref­fen Mass­nah­men zur Ab­stim­mung der Zeit­plä­ne für die Be­rech­nung und die Pu­bli­ka­ti­on des Net­to­in­ven­tar­werts, um Mar­ket­ti­ming und Ar­bi­tra­gemög­lich­kei­ten zu ver­hin­dern.

Art. 59 Pflichten des Master-Fonds beziehungsweise von dessen Fondsleitung

1Der Mas­ter-Fonds in­for­miert die FIN­MA un­ver­züg­lich über die Iden­ti­tät je­des Fee­der-Fonds, der An­la­gen in sei­ne An­tei­le tä­tigt.

2Er er­hebt beim Fee­der-Fonds für die An­la­ge in sei­ne An­tei­le kei­ne Aus­ga­be- und Rück­nah­me­kom­mis­si­on.

3Er stellt si­cher, dass al­le ge­setz­lich oder ver­trag­lich not­wen­di­gen In­for­ma­tio­nen dem Fee­der-Fonds, des­sen De­pot­bank und Prüf­ge­sell­schaft so­wie der FIN­MA recht­zei­tig zur Ver­fü­gung ge­stellt wer­den. Da­bei hält er sei­ne ge­setz­li­chen und ver­trag­li­chen Ver­pflich­tun­gen be­tref­fend die Of­fen­le­gung von Da­ten und den Da­ten­schutz ein.

Art. 60 Pflichten des Feeder-Fonds beziehungsweise von dessen Fondsleitung

1Der Fee­der-Fonds teilt sei­ner De­pot­bank al­le not­wen­di­gen In­for­ma­tio­nen be­tref­fend den Mas­ter-Fonds mit, wel­che die­se zur Er­fül­lung ih­rer Auf­ga­be be­nö­tigt.

2Er ver­folgt wirk­sam die Tä­tig­keit des Mas­ter-Fonds.

3Er be­rück­sich­tigt bei der Be­rech­nung sei­nes Ge­sam­ten­ga­ge­ments ge­mä­ss Ar­ti­kel 72 Ab­satz 3 KKV1 das Ge­sam­ten­ga­ge­ment des Mas­ter-Fonds im Ver­hält­nis zu den An­la­gen des Fee­der-Fonds in den Mas­ter-Fonds.

4Er­hält der Fee­der-Fonds, sei­ne Fonds­lei­tung oder ei­ne an­de­re Per­son, die im Na­men des Fee­der-Fonds oder von des­sen Fonds­lei­tung han­delt, im Zu­sam­men­hang mit der An­la­ge in An­tei­le des Mas­ter-Fonds einen geld­wer­ten Vor­teil, so ist die­ser dem Ver­mö­gen des Fee­der-Fonds gut­zu­schrei­ben.


Art. 61 Pflichten der Depotbank

1Stellt die De­pot­bank des Mas­ter-Fonds bei die­sem Un­re­gel­mäs­sig­kei­ten fest und kön­nen die­se ne­ga­ti­ve Aus­wir­kun­gen auf den Fee­der-Fonds ha­ben, so un­ter­rich­tet sie ih­re Prüf­ge­sell­schaft so­wie den Fee­der-Fonds be­zie­hungs­wei­se des­sen Fonds­lei­tung und des­sen De­pot­bank dar­über. Dar­un­ter fal­len un­ter an­de­rem fol­gen­de Er­eig­nis­se:

a.
Feh­ler bei der Be­rech­nung des Net­to­in­ven­tar­werts des Mas­ter-Fonds;
b.
Feh­ler bei Trans­ak­tio­nen, bei der Ab­wick­lung von Käu­fen und Ver­käu­fen oder von Auf­trä­gen zur Aus­ga­be oder Rück­nah­me von An­tei­len des Mas­ter-Fonds durch den Fee­der-Fonds;
c.
Feh­ler bei der Aus­schüt­tung oder The­sau­rie­rung von Er­trä­gen aus dem Mas­ter-Fonds;
d.
Ver­stös­se ge­gen ge­setz­li­che Be­stim­mun­gen so­wie in den Fonds­ver­trä­gen oder An­la­ge­re­gle­men­ten, dem Pro­spekt oder den we­sent­li­chen In­for­ma­tio­nen für die An­le­ge­rin­nen und An­le­ger be­schrie­be­ne An­la­ge­zie­le, -gren­zen, -po­li­tik oder -stra­te­gie des Mas­ter-Fonds.

2Ha­ben der Mas­ter-Fonds und der Fee­der-Fonds un­ter­schied­li­che De­pot­ban­ken, so schlies­sen die­se, mit Zu­stim­mung des Mas­ter- und des Fee­der-Fonds, zur Si­cher­stel­lung ih­rer Pflich­ten ei­ne Ver­ein­ba­rung über die Zu­sam­men­ar­beit und die In­for­ma­ti­ons­pflich­ten. Die­se ent­hält min­des­tens fol­gen­de Punk­te:

a.
die Be­schrei­bung der Un­ter­la­gen und Ka­te­go­ri­en von In­for­ma­tio­nen, die die bei­den De­pot­ban­ken re­gel­mäs­sig aus­tau­schen, ein­sch­liess­lich der Über­mitt­lungs­mo­da­li­tä­ten und -fris­ten;
b.
die Grund­sät­ze be­tref­fend die Ab­wick­lung ope­ra­tio­nel­ler Fra­gen, ein­sch­liess­lich der Be­rech­nung des Net­to­in­ven­tar­werts, Schutz vor Mar­ket­ti­ming so­wie die Be­ar­bei­tung der Auf­trä­ge des Fee­der-Fonds;
c.
Mo­da­li­tä­ten zur Mit­tei­lung von Ver­stös­sen des Mas­ter-Fonds ge­gen ge­setz­li­che und ver­trag­li­che Be­stim­mun­gen;
d.
wei­te­re Punk­te, die für die Zu­sam­men­ar­beit der De­pot­ban­ken not­wen­dig sind.

3Die De­pot­ban­ken hal­ten im Rah­men des Aus­tauschs von Da­ten ih­re ge­setz­li­chen und ver­trag­li­chen Ver­pflich­tun­gen be­tref­fend die Of­fen­le­gung von Da­ten und den Da­ten­schutz ein.

Art. 62 Pflichten der Prüfgesellschaft

1Die Prüf­ge­sell­schaft be­rück­sich­tigt in ih­rem Kurz­be­richt des Fee­der-Fonds den Kurz­be­richt des Mas­ter-Fonds. Ha­ben der Mas­ter- und der Fee­der-Fonds un­ter­schied­li­che Rech­nungs­jah­re, so er­stellt der Mas­ter-Fonds auf den Ab­schlus­s­ter­min des Fee­der-Fonds einen Zwi­schen­ab­schluss. Die Prüf­ge­sell­schaft er­stellt für den Mas­ter-Fonds ge­stützt dar­auf einen Ad-hoc-Kurz­be­richt auf den Ab­schlus­s­ter­min des Fee­der-Fonds.

2Sie nennt im Kurz­be­richt des Fee­der-Fonds jeg­li­che im Kurz­be­richt des Mas­ter-Fonds ent­hal­te­nen Ab­wei­chun­gen vom Stan­dard­wort­laut und an­de­ren we­sent­li­chen In­for­ma­tio­nen so­wie de­ren Ein­fluss auf den Fee­der-Fonds.

3Ha­ben Mas­ter- und Fee­der-Fonds un­ter­schied­li­che Prüf­ge­sell­schaf­ten, so schlies­sen die­se zur Si­cher­stel­lung ih­rer Pflich­ten ei­ne Ver­ein­ba­rung über die Zu­sam­men­ar­beit und die In­for­ma­ti­ons­pflich­ten ab. Die­se ent­hält min­des­tens:

a.
die Be­schrei­bung der Un­ter­la­gen und Ka­te­go­ri­en von In­for­ma­tio­nen, die die bei­den Prüf­ge­sell­schaf­ten re­gel­mäs­sig aus­tau­schen, ein­sch­liess­lich der Über­mitt­lungs­mo­da­li­tä­ten und -fris­ten;
b.
die Ko­or­di­nie­rung der Rol­le der Prüf­ge­sell­schaf­ten in den Ver­fah­ren zur Er­stel­lung der Jah­res­ab­schlüs­se des Mas­ter- und des Fee­der-Fonds;
c.
die An­ga­be der In­for­ma­tio­nen, die im Prüf­be­richt des Mas­ter-Fonds ge­mä­ss Ab­satz 2 ge­nannt wer­den müs­sen;
d.
wei­te­re Mo­da­li­tä­ten zur Re­ge­lung der Zu­sam­men­ar­beit der Prüf­ge­sell­schaf­ten und der Er­stel­lung und Über­mitt­lung der Kurz­be­rich­te und der Ad-hoc-Be­rich­te.

Art. 63 Auflösung des Master-Fonds

1Nach Be­kannt­ga­be der Auf­lö­sung des Mas­ter-Fonds schiebt der Fee­der-Fonds die Rück­zah­lun­gen un­ver­züg­lich auf. Er reicht in­ner­halb ei­nes Mo­nats nach der Be­kannt­ga­be der Auf­lö­sung des Mas­ter-Fonds der FIN­MA die Mel­dung be­zie­hungs­wei­se das Ge­such ein zur:

a.
Auf­lö­sung des Fee­der-Fonds;
b.
Än­de­rung des Fonds­ver­trags oder des An­la­ge­re­gle­ments auf­grund des Wech­sels des Mas­ter-Fonds; oder
c.
Än­de­rung des Fonds­ver­trags oder des An­la­ge­re­gle­ments auf­grund der Um­wand­lung in einen Nicht-Fee­der-Fonds.

2Der Li­qui­da­ti­ons­er­lös des Mas­ter-Fonds darf nur vor der Ge­neh­mi­gung der Ge­su­che ge­mä­ss Ab­satz 1 Buch­sta­ben b und c aus­be­zahlt wer­den, wenn die­ser bis zum Zeit­punkt der Ge­neh­mi­gung aus­sch­liess­lich zum Zweck ei­nes ef­fi­zi­en­ten Li­qui­di­täts­ma­na­ge­ments neu an­ge­legt wird.

Art. 64 Vereinigung, Umwandlung und Vermögensübertragung

1Be­schliesst der Mas­ter-Fonds die Ver­ei­ni­gung, die Um­wand­lung oder ei­ne Ver­mö­gens­über­tra­gung, so hat der Fee­der-Fonds in­ner­halb ei­nes Mo­nats nach der Be­kannt­ga­be durch den Mas­ter-Fonds der FIN­MA zu mel­den, ob er:

a.
sich auf­löst;
b.
den­sel­ben Mas­ter-Fonds bei­be­hal­ten will;
c.
zu ei­nem an­de­ren Mas­ter-Fonds wech­selt; oder
d.
sich in einen Nicht-Fee­der-Fonds um­wan­delt.

2Gleich­zei­tig mit der Mel­dung reicht der Fee­der-Fonds der FIN­MA ein all­fäl­lig not­wen­di­ges Ge­such um Ge­neh­mi­gung der Än­de­run­gen des Fonds­ver­trags oder des An­la­ge­re­gle­ments ein.

3Er­folgt die Ver­ei­ni­gung, die Um­wand­lung oder die Ver­mö­gens­über­tra­gung des Mas­ter-Fonds vor der Ge­neh­mi­gung des Ge­suchs nach Ab­satz 1 Buch­sta­ben c und d, so kann der Fee­der-Fonds die An­tei­le am Mas­ter-Fonds nur zu­rück­ge­ben, wenn der da­für er­hal­te­ne Er­lös bis zum In­kraft­tre­ten der Än­de­run­gen aus­sch­liess­lich zum Zwe­cke ei­nes ef­fi­zi­en­ten Li­qui­di­täts­ma­na­ge­ments neu an­ge­legt wird.

2. Kapitel: Übrige Fonds

Art. 65

1Die Vor­schrif­ten für Ef­fek­ten­fonds be­züg­lich Ef­fek­ten­lei­he (Art. 1-9), Pen­si­ons­ge­schäft (Art. 10-22), De­ri­va­te (Art. 23-49), Si­cher­hei­ten­ver­wal­tung (Art. 50-55) und Mas­ter-Fee­der-Struk­tu­ren (Art. 56-64) gel­ten für üb­ri­ge Fonds sinn­ge­mä­ss.

2Vor­be­hal­ten blei­ben die Ar­ti­kel 100 und 101 KKV1.

3Die FIN­MA kann Ab­wei­chun­gen von die­sen Vor­schrif­ten zu­las­sen (Art. 101 KKV).


2. Titel: Institute

1. Kapitel: Organisatorische Anforderungen bei der Delegation von Aufgaben

Art. 66

1Ei­ne De­le­ga­ti­on von Auf­ga­ben im Sin­ne die­ses Ar­ti­kels liegt vor, wenn ein Be­wil­li­gungs­trä­ger nach Ab­satz 2 we­sent­li­che Auf­ga­ben an einen Drit­ten über­trägt und sich da­durch die der Be­wil­li­gung zu­grun­de lie­gen­den Um­stän­de än­dern.

2Fonds­lei­tung, SI­CAV, Ver­mö­gens­ver­wal­ter kol­lek­ti­ver Ka­pi­tal­an­la­gen und Ver­tre­ter aus­län­di­scher kol­lek­ti­ver Ka­pi­tal­an­la­gen hal­ten die an Drit­te de­le­gier­ten Auf­ga­ben in schrift­li­chen Ver­trä­gen fest. Dar­in sind die de­le­gier­ten Auf­ga­ben ge­nau zu um­schrei­ben so­wie die Kom­pe­ten­zen und Ver­ant­wort­lich­kei­ten, all­fäl­li­ge Be­fug­nis­se zur Wei­ter­de­le­ga­ti­on, die Re­chen­schafts­pflicht des Be­auf­trag­ten und die Kon­troll­rech­te des Be­wil­li­gungs­trä­gers zu re­geln.

3Die Be­triebs­or­ga­ni­sa­ti­on gilt na­ment­lich nicht als an­ge­mes­sen im Sin­ne von Ar­ti­kel 14 KAG, wenn ein Be­wil­li­gungs­trä­ger nach Ab­satz 2:

a.
nicht über die Ent­schei­dungs­kom­pe­tenz im Be­reich der zen­tra­len Auf­ga­ben ver­fügt, wel­che dem Ver­wal­tungs­rat oder der Ge­schäfts­lei­tung zu­kommt;
b.
nicht über die not­wen­di­gen per­so­nel­len Res­sour­cen und Fach­kennt­nis­se zur Aus­wahl, In­struk­ti­on, Über­wa­chung und Ri­si­ko­steue­rung der Be­auf­trag­ten ver­fügt; oder
c.
nicht oder nur ein­ge­schränkt über die not­wen­di­gen Wei­sungs- und Kon­troll­rech­te ge­gen­über den Be­auf­trag­ten ver­fügt.

4Durch die De­le­ga­ti­on von Auf­ga­ben darf die Prü­fung durch die Prüf­ge­sell­schaft und die Auf­sicht durch die FIN­MA nicht be­ein­träch­tigt wer­den.

5Bei Auf­ga­ben, die ins Aus­land de­le­giert wer­den, muss der Be­wil­li­gungs­trä­ger nach­wei­sen kön­nen, dass er selbst, die auf­sichts­recht­li­che Prüf­ge­sell­schaft und die FIN­MA ih­re Prüfrech­te wahr­neh­men und recht­lich durch­set­zen kön­nen. Die auf­sichts­recht­li­che Prüf­ge­sell­schaft hat den Nach­weis vor der Aus­la­ge­rung zu prü­fen.

6Die Be­wil­li­gungs­trä­ger nach Ab­satz 1 hal­ten im Or­ga­ni­sa­ti­ons­re­gle­ment die de­le­gier­ten Auf­ga­ben so­wie An­ga­ben zur Mög­lich­keit der Wei­ter­de­le­ga­ti­on fest.

2. Kapitel: Riskmanagement und Risikokontrolle

Art. 67 Grundsätze des Riskmanagements

1Der Ver­wal­tungs­rat der Fonds­lei­tung, der SI­CAV oder des Ver­mö­gens­ver­wal­ters kol­lek­ti­ver Ka­pi­tal­an­la­gen stellt durch ein auf ei­ner sys­te­ma­ti­schen Ri­si­ko­ana­ly­se be­ru­hen­des in­ter­nes Kon­troll­sys­tem und des­sen Über­wa­chung si­cher, dass al­le we­sent­li­chen Ri­si­ken des Be­wil­li­gungs­trä­gers an­ge­mes­sen und wirk­sam fest­ge­stellt, be­wer­tet, ge­steu­ert und über­wacht wer­den.

2Die Ge­schäfts­füh­rung der Fonds­lei­tung, der SI­CAV oder des Ver­mö­gens­ver­wal­ters kol­lek­ti­ver Ka­pi­tal­an­la­gen setzt die Vor­ga­ben des Ver­wal­tungs­rats be­züg­lich Ein­rich­tung, Auf­recht­er­hal­tung und re­gel­mäs­si­ge Über­prü­fung des in­ter­nen Kon­troll­sys­tems um. Sie ent­wi­ckelt ge­eig­ne­te Ver­fah­ren zur Kon­kre­ti­sie­rung der in die Ar­beitspro­zes­se zu in­te­grie­ren­den Kon­trollak­ti­vi­tä­ten und zur Ri­si­ko­kon­trol­le.

Art. 68 Interne Richtlinien

1Fonds­lei­tung, SI­CAV und Ver­mö­gens­ver­wal­ter kol­lek­ti­ver Ka­pi­tal­an­la­gen le­gen an­ge­mes­se­ne Risk­ma­na­ge­ment- und Ri­si­ko­kon­troll-Grund­sät­ze so­wie die Or­ga­ni­sa­ti­on des Risk­ma­na­ge­ments und der Ri­si­ko­kon­trol­le in in­ter­nen Richt­li­ni­en fest.

2Sie be­zie­hen da­bei die Ri­si­ken mit ein, de­nen:

a.
sie durch ih­re ge­sam­te Ge­schäftstä­tig­keit aus­ge­setzt sind oder sein könn­ten;
b.
die von ih­nen ver­wal­te­ten kol­lek­ti­ven Ka­pi­tal­an­la­gen und die wei­te­ren im Rah­men von Man­da­ten ver­wal­te­ten Ver­mö­gen aus­ge­setzt sind oder sein könn­ten.

3Die in­ter­nen Richt­li­ni­en le­gen fest:

a.
die Or­ga­ni­sa­ti­on des Risk­ma­na­ge­ments und der Ri­si­ko­kon­trol­le, ein­sch­liess­lich der Zu­stän­dig­kei­ten in­ner­halb des Be­wil­li­gungs­trä­gers;
b.
die Ri­si­ko­ar­ten auf Ebe­ne der Tä­tig­kei­ten des Be­wil­li­gungs­trä­gers, der ver­wal­te­ten kol­lek­ti­ven Ka­pi­tal­an­la­gen so­wie der im Rah­men von Man­da­ten ver­wal­te­ten Ver­mö­gen;
c.
die Ver­fah­ren und Sys­te­me zur Be­wer­tung und Ver­wal­tung al­ler we­sent­li­chen Ri­si­ken des Be­wil­li­gungs­trä­gers so­wie der kol­lek­ti­ven Ka­pi­tal­an­la­gen, ins­be­son­de­re von de­ren Markt-, Li­qui­di­täts- und Ge­gen­par­tei­ri­si­ko;
d.
die Auf­ga­ben, die Ver­ant­wort­lich­kei­ten und die Häu­fig­keit der Be­richt­er­stat­tung an den Ver­wal­tungs­rat und an die Ge­schäfts­lei­tung.

4Bei der Aus­ge­stal­tung der in­ter­nen Richt­li­ni­en und der Or­ga­ni­sa­ti­on des Risk­ma­na­ge­ments ist der Art, dem Um­fang und der Kom­ple­xi­tät der Ge­schäf­te, der ver­wal­te­ten kol­lek­ti­ven Ka­pi­tal­an­la­gen so­wie der im Rah­men von Man­da­ten ver­wal­te­ten Ver­mö­gen Rech­nung zu tra­gen.

5Der Ein­satz von An­la­ge­tech­ni­ken und De­ri­va­ten ist in in­ter­nen Richt­li­ni­en zu re­geln und pe­ri­odisch zu über­prü­fen. Für den Ein­satz von De­ri­va­ten re­geln die in­ter­nen Richt­li­ni­en nach Mass­ga­be der Struk­tur und der Ri­si­ken des Be­wil­li­gungs­trä­gers zu­sätz­lich fol­gen­de Be­rei­che:

a.
Ri­si­ko­po­li­tik:
1.
De­ri­va­te, die ein­ge­setzt wer­den dür­fen,
2.
An­for­de­run­gen an die Ge­gen­par­tei­en,
3.
An­for­de­run­gen an die Li­qui­di­tät der Märk­te,
4.
beim Ein­satz von In­d­ex­pro­duk­ten: An­for­de­run­gen an die Re­prä­sen­ta­ti­vi­tät und an die Kor­re­la­ti­on;
b.
Ri­si­ko­kon­trol­le:
1.
Fest­stel­lung, Be­wer­tung und Über­wa­chung (Kon­trol­le) der Ri­si­ken,
2.
Kom­pe­ten­zen und Li­mi­ten,
3.
Ri­si­ko­mess­ver­fah­ren,
4.
Es­ka­la­ti­ons­ver­fah­ren bei Li­mi­ten­über­schrei­tun­gen,
5.
zu­sätz­lich beim Mo­dell-An­satz:
-
Me­tho­de zur Ve­ri­fi­zie­rung der Ri­si­ko­mess-Mo­del­le, ins­be­son­de­re VaR
-
Es­ka­la­ti­ons­ver­fah­ren und Mass­nah­men bei un­ge­nü­gen­den Re­sul­ta­ten von Ve­ri­fi­zie­rungs­tests
-
Zu­sam­men­set­zung der Ver­gleich­spor­te­feuil­les so­wie de­ren Än­de­run­gen und Über­wa­chung des Pro­zes­ses zur Be­stim­mung des Ver­gleich­spor­te­feuil­les
-
Stress­tests;
c.
Ab­wick­lung und Be­wer­tung:
1.
Do­ku­men­ta­ti­on der Ge­schäf­te,
2.
ein­zu­set­zen­de Be­wer­tungs­mo­del­le,
3.
zu ver­wen­den­de Da­ten und Da­ten­lie­fe­ran­ten.

Art. 69 Weitere Pflichten betreffend das Riskmanagement

1Fonds­lei­tung, SI­CAV und Ver­mö­gens­ver­wal­ter kol­lek­ti­ver Ka­pi­tal­an­la­gen über­prü­fen re­gel­mäs­sig die An­ge­mes­sen­heit und Wirk­sam­keit der Risk­ma­na­ge­ment-Grund­sät­ze und der de­fi­nier­ten Ver­fah­ren und Sys­te­me.

2Die Ein­hal­tung der Risk­ma­na­ge­ment-Grund­sät­ze und der de­fi­nier­ten Ver­fah­ren so­wie die An­ge­mes­sen­heit und Wirk­sam­keit der Mass­nah­men zur Be­he­bung et­wai­ger Schwä­chen des Risk­ma­na­ge­ment-Pro­zes­ses sind Teil der Be­richt­er­stat­tung an den Ver­wal­tungs­rat und die Ge­schäfts­lei­tung.

3Der Ein­satz von An­la­ge­tech­ni­ken und De­ri­va­ten so­wie die Si­cher­hei­ten­ver­wal­tung und die dar­aus re­sul­tie­ren­den Ri­si­ken sind an­ge­mes­sen in das Risk­ma­na­ge­ment der ver­wal­te­ten kol­lek­ti­ven Ka­pi­tal­an­la­gen ein­zu­be­zie­hen.

Art. 70 Risikokontrolle

1Fonds­lei­tung, SI­CAV und Ver­mö­gens­ver­wal­ter kol­lek­ti­ver Ka­pi­tal­an­la­gen ver­fü­gen zur Wahr­neh­mung der Ri­si­ko­kon­trol­le über aus­rei­chend fach­lich qua­li­fi­zier­tes Per­so­nal.

2Die Ri­si­ko­kon­trol­le stellt fest, be­wer­tet, und über­wacht:

a.
die ein­ge­gan­ge­nen Ri­si­ken des Be­wil­li­gungs­trä­gers;
b.
die Ri­si­ken je­der ein­zel­nen Po­si­ti­on der ver­wal­te­ten kol­lek­ti­ven Ka­pi­tal­an­la­gen und de­ren Ge­sam­tri­si­ko; und
c.
die Ri­si­ken all­fäl­li­ger üb­ri­ger Ver­wal­tungs­man­da­te.

3Die Ri­si­ko­kon­trol­le ist funk­tio­nal und hier­ar­chisch von den ope­ra­ti­ven Ge­schäfts­ein­hei­ten, ins­be­son­de­re der Funk­ti­on der An­la­ge­ent­schei­de (Port­fo­lio­ma­na­ge­ment), zu tren­nen. Sie muss un­ab­hän­gig han­deln kön­nen.

Art. 71 Voraussetzungen für den Einsatz von Derivaten

1Beim Ein­satz von De­ri­va­ten ist die Be­rech­nung der gel­ten­den Ge­sam­ten­ga­ge­ment-Li­mi­ten und de­ren dau­ern­de Ein­hal­tung je­der­zeit si­cher­zu­stel­len.

2Die Ri­si­ko­kon­trol­le über­prüft die Be­wer­tungs­mo­del­le und -ver­fah­ren.

3Bei Ver­pflich­tun­gen zur phy­si­schen Lie­fe­rung aus De­ri­va­ten hat die Ri­si­ko­kon­trol­le re­gel­mäs­sig zu über­prü­fen und si­cher­zu­stel­len, dass die De­ckung ge­mä­ss den Ar­ti­keln 44 und 45 in er­for­der­li­chem Um­fang zur Ver­fü­gung steht.

4Die Ge­schäfts­lei­tung ge­neh­migt für kol­lek­ti­ve Ka­pi­tal­an­la­gen, auf die der Mo­dell-An­satz an­ge­wen­det wird, in Über­ein­stim­mung mit de­ren Ri­si­ko­pro­fil ein do­ku­men­tier­tes Sys­tem von Ober­gren­zen von po­ten­zi­el­len Ri­si­ko­be­trä­gen (VaR-Li­mi­ten).

5Bei kol­lek­ti­ven Ka­pi­tal­an­la­gen, auf die der Mo­dell-An­satz an­ge­wen­det wird, ist die Ri­si­ko­kon­trol­le der Fonds­lei­tung oder der SI­CAV in Be­zug auf die Ri­si­ko­mess­ver­fah­ren zu­stän­dig und ver­ant­wort­lich für fol­gen­de Auf­ga­ben­ge­bie­te:

a.
Sie über­prüft und pflegt das Ri­si­ko­mess-Mo­dell und ent­wi­ckelt es wei­ter.
b.
Sie stellt si­cher, dass sich das Ri­si­ko­mess-Mo­dell für die je­wei­li­ge kol­lek­ti­ve Ka­pi­tal­an­la­ge eig­net.
c.
Sie va­li­diert und im­ple­men­tiert das Sys­tem von VaR-Li­mi­ten für je­de kol­lek­ti­ve Ka­pi­tal­an­la­ge in Über­ein­stim­mung mit de­ren Ri­si­ko­pro­fil.
d.
Sie er­mit­telt und ana­ly­siert lau­fend die po­ten­zi­el­len Ri­si­ko­be­trä­ge und über­wacht die Ober­gren­zen.
e.
Sie über­wacht re­gel­mäs­sig das Brut­to-Ge­sam­ten­ga­ge­ment der kol­lek­ti­ven Ka­pi­tal­an­la­ge, ins­be­son­de­re des­sen He­bel­wir­kung.
f.
Sie er­stat­tet an die zu­stän­di­ge in­ter­ne Stel­le re­gel­mäs­sig Be­richt über die ak­tu­el­len po­ten­zi­el­len Ri­si­ko­be­trä­ge, das Back­tes­ting und die Er­geb­nis­se der Stress­tests.

3. Kapitel: Fondsleitung und SICAV

Art. 72

1Die Fonds­lei­tung und die selbst­ver­wal­te­te SI­CAV stel­len si­cher, dass die Be­wer­tung der An­la­gen funk­tio­nal und per­so­nell von der Funk­ti­on der An­la­ge­ent­schei­de (Port­fo­lio­ma­na­ge­ment) ge­trennt ist.

2Sie ver­fü­gen zur Wahr­neh­mung der Be­wer­tung über aus­rei­chend fach­lich qua­li­fi­zier­tes Per­so­nal.

4. Kapitel: Vermögensverwalter kollektiver Kapitalanlagen

1. Abschnitt: De-minimis-Ansatz

Art. 73 Zu berücksichtigende Vermögenswerte

1Für die Be­rech­nung der Schwel­len­wer­te der vom Ver­mö­gens­ver­wal­ter kol­lek­ti­ver Ka­pi­tal­an­la­gen ver­wal­te­ten Ver­mö­gens­wer­te sind auch die­je­ni­gen Ver­mö­gens­wer­te zu be­rück­sich­ti­gen, de­ren Ver­wal­tung die­ser an Drit­te de­le­giert hat.

2Ver­wal­tet ein Ver­mö­gens­ver­wal­ter kol­lek­ti­ver Ka­pi­tal­an­la­gen ei­ne kol­lek­ti­ve Ka­pi­tal­an­la­ge, die An­tei­le an an­de­ren von ihm ver­wal­te­ten kol­lek­ti­ven Ka­pi­tal­an­la­gen hält, so muss er die be­tref­fen­den Ver­mö­gens­wer­te zur Be­rech­nung der Schwel­len­wer­te nur ein­mal be­rück­sich­ti­gen.

Art. 74 Bewertung der verwalteten Vermögen

1Für je­de ver­wal­te­te kol­lek­ti­ve Ka­pi­tal­an­la­ge ist an­hand der in den Rechts­vor­schrif­ten des Do­mi­zil­staa­tes der kol­lek­ti­ven Ka­pi­tal­an­la­ge so­wie ge­ge­be­nen­falls der in den mass­ge­ben­den Do­ku­men­ten der kol­lek­ti­ven Ka­pi­tal­an­la­ge fest­ge­leg­ten Be­wer­tungs­re­geln der Wert der ver­wal­te­ten Ver­mö­gens­wer­te zu be­stim­men.

2Der An­rech­nungs­be­trag für das Ge­sam­ten­ga­ge­ment aus He­bel­fi­nan­zie­run­gen wird nach dem Com­mit­ment-An­satz II be­rech­net.

3Die Ka­pi­tal­zu­sa­gen ge­mä­ss Ar­ti­kel 1b Ab­satz 1 Buch­sta­be d KKV1 er­ge­ben sich aus der Sum­me al­ler Be­trä­ge, die die kol­lek­ti­ve Ka­pi­tal­an­la­ge be­zie­hungs­wei­se de­ren Fonds­lei­tung bei An­le­ge­rin­nen und An­le­gern auf­grund ver­bind­li­cher Zu­sa­gen ab­ru­fen kann.

4Als No­mi­nal­wert ei­ner kol­lek­ti­ven Ka­pi­tal­an­la­ge ge­mä­ss Ar­ti­kel 1b Ab­satz 1 Buch­sta­be d KKV gilt die Sum­me der Ka­pi­tal­zu­sa­gen ab­züg­lich der be­reits ge­leis­te­ten Rück­zah­lun­gen an An­le­ge­rin­nen und An­le­ger.


2. Abschnitt: Berufshaftpflichtversicherung

Art. 75 Anforderungen

1Die Be­rufs­haft­pflicht­ver­si­che­rung von Ver­mö­gens­ver­wal­tern kol­lek­ti­ver Ka­pi­tal­an­la­gen ge­mä­ss Ar­ti­kel 21 Ab­satz 3 Buch­sta­be b KKV1 hat fol­gen­de An­for­de­run­gen zu er­fül­len:

a.
Sie wird bei ei­nem Ver­si­che­rungs­un­ter­neh­men im Sin­ne des Ver­si­che­rungs­auf­sichts­ge­set­zes vom 17. De­zem­ber 20042 ab­ge­schlos­sen.
b.
Die Lauf­zeit be­trägt min­des­tens ein Jahr.
c.
Die Kün­di­gungs­frist be­trägt min­des­tens 90 Ta­ge.
d.
Es wer­den min­des­ten die Be­rufs­haf­tungs­ri­si­ken ge­mä­ss Ar­ti­kel 76 ab­ge­deckt.

2Der Ver­si­che­rungs­schutz für ei­ne Ein­zel­for­de­rung ent­spricht min­des­tens 0,7 Pro­zent des Ge­samt­ver­mö­gens der vom Ver­mö­gens­ver­wal­ter kol­lek­ti­ver Ka­pi­tal­an­la­gen ver­wal­te­ten kol­lek­ti­ven Ka­pi­tal­an­la­gen.

3Der Ver­si­che­rungs­schutz für sämt­li­che For­de­run­gen ei­nes Jah­res ent­spricht min­des­tens 0,9 Pro­zent des Ge­samt­ver­mö­gens der vom Ver­mö­gens­ver­wal­ter kol­lek­ti­ver Ka­pi­tal­an­la­gen ver­wal­te­ten kol­lek­ti­ven Ka­pi­tal­an­la­gen.

4Die An­for­de­run­gen an die Be­rufs­haft­pflicht­ver­si­che­rung sind dau­ernd ein­zu­hal­ten.


Art. 76 Berufshaftungsrisiken

1Die Be­rufs­haft­pflicht­ver­si­che­rung nach Ar­ti­kel 21 Ab­satz 3 Buch­sta­be b KKV1 hat das Ri­si­ko ei­nes Ver­lusts oder Scha­dens ab­zu­de­cken, der durch die Aus­übung von Tä­tig­kei­ten fahr­läs­sig ver­ur­sacht wird, für die der Ver­mö­gens­ver­wal­ter kol­lek­ti­ver Ka­pi­tal­an­la­gen recht­lich ver­ant­wort­lich ist.

2Als Be­rufs­haf­tungs­ri­si­ken nach Ab­satz 1 gel­ten un­ter an­de­rem:

a.
das Ri­si­ko des Ver­lusts von Do­ku­men­ten­nach­wei­sen, die das Ei­gen­tum der kol­lek­ti­ven Ka­pi­tal­an­la­ge an ver­wal­te­ten Ver­mö­gens­wer­ten nach­wei­sen;
b.
das Ri­si­ko von Fehldar­stel­lun­gen oder ir­re­füh­ren­den Aus­sa­gen ge­gen­über der ver­wal­te­ten kol­lek­ti­ven Ka­pi­tal­an­la­ge oder de­ren An­le­ge­rin­nen und An­le­gern;
c.
das Ri­si­ko von Ver­hal­tens­wei­sen, die ver­stos­sen ge­gen:
1.
ge­setz­li­che und ver­trag­li­che Pflich­ten,
2.
Treue-, Sorg­falts- und In­for­ma­ti­ons­pflich­ten ge­gen­über der ver­wal­te­ten kol­lek­ti­ven Ka­pi­tal­an­la­ge und de­ren An­le­ge­rin­nen und An­le­gern,
3.
Be­stim­mun­gen des Ver­mö­gens­ver­wal­tungs­ver­trags be­tref­fend die kol­lek­ti­ve Ka­pi­tal­an­la­ge, den Fonds­ver­trag oder die Sat­zung der kol­lek­ti­ven Ka­pi­tal­an­la­ge;
d.
das Ri­si­ko, dass an­ge­mes­se­ne Ver­fah­ren zur Prä­ven­ti­on un­red­li­cher, be­trü­ge­ri­scher oder bös­wil­li­ger Hand­lun­gen we­der ge­schaf­fen, um­ge­setzt noch bei­be­hal­ten wer­den;
e.
das Ri­si­ko ei­ner nicht vor­schrifts­mäs­si­gen Be­wer­tung von Ver­mö­gens­wer­ten;
f.
das Ri­si­ko von Ver­lus­ten, die durch ei­ne Be­triebs­un­ter­bre­chung, durch Sys­te­m­aus­fäl­le oder durch einen Aus­fall der Trans­ak­ti­ons­ver­ar­bei­tung oder des Pro­zess­ma­na­ge­ments ver­ur­sacht wer­den.

5. Kapitel: Depotbank

Art. 77 Organisation

1Die De­pot­bank stellt ei­ne räum­li­che, per­so­nel­le und funk­tio­na­le Un­ab­hän­gig­keit ge­gen­über der Fonds­lei­tung oder der SI­CAV si­cher.

2Bei der De­le­ga­ti­on von Auf­ga­ben durch die Fonds­lei­tung oder die SI­CAV an die De­pot­bank ist si­cher­zu­stel­len, dass kei­ne In­ter­es­sen­kon­flik­te ent­ste­hen. Da­bei ist die ge­gen­sei­ti­ge Wei­sungs­u­n­ab­hän­gig­keit zwi­schen der de­le­gie­ren­den Fonds­lei­tung oder SI­CAV be­zie­hungs­wei­se ih­ren Be­auf­trag­ten und den mit den Auf­ga­ben der De­pot­bank ge­mä­ss Ar­ti­kel 73 KAG be­trau­ten Per­so­nen si­cher­zu­stel­len. Las­sen sich In­ter­es­sen­kon­flik­te nicht ver­mei­den, so sind die­se den An­le­ge­rin­nen und An­le­gern ge­gen­über of­fen­zu­le­gen.

3Die mit den Auf­ga­ben der De­pot­bank ge­mä­ss Ar­ti­kel 73 KAG be­trau­ten Per­so­nen dür­fen nicht gleich­zei­tig von der Fonds­lei­tung oder SI­CAV de­le­gier­te Auf­ga­ben wahr­neh­men.

Art. 78 Kontrollfunktion

1Zur Wahr­neh­mung ih­rer Kon­trol­l­auf­ga­ben ge­mä­ss Ar­ti­kel 73 Ab­satz 3 Buch­sta­ben a und b KAG be­wer­tet die De­pot­bank die Ri­si­ken im Zu­sam­men­hang mit Art, Um­fang und Kom­ple­xi­tät der Stra­te­gie der kol­lek­ti­ven Ka­pi­tal­an­la­ge, um Kon­troll­ver­fah­ren zu ent­wi­ckeln, die der kol­lek­ti­ven Ka­pi­tal­an­la­ge und den Ver­mö­gens­wer­ten, in die sie an­legt, an­ge­mes­sen sind.

2Die De­pot­bank er­lässt ent­spre­chend an­ge­mes­se­ne in­ter­ne Richt­li­ni­en und legt dar­in min­des­tens fest:

a.
wie sie ih­re Kon­troll­funk­ti­on or­ga­ni­siert, ins­be­son­de­re wel­che Rol­len es gibt und wer wo­für zu­stän­dig ist;
b.
nach wel­chem Kon­troll­ver­fah­ren die Kon­trol­len, ein­sch­liess­lich der Kon­trol­len bei der Über­tra­gung der Ver­wah­rung an Dritt- und Sam­mel­ver­wah­rer im Sin­ne von Ar­ti­kel 105a KKV1, durch­ge­führt wer­den sol­len;
c.
den Kon­troll­plan und die Kon­troll­pro­zes­se, ins­be­son­de­re die Me­tho­den, die Da­ten­grund­la­gen und die Pe­ri­odi­zi­tät der Kon­trol­len;
d.
die Es­ka­la­ti­ons­pro­zes­se, die bei Fest­stel­lung von Un­re­gel­mäs­sig­kei­ten aus­ge­löst wer­den, ins­be­son­de­re Ver­fah­rens­schrit­te, Fris­ten, Kon­takt­auf­nah­me mit Fonds­lei­tung oder SI­CAV und wei­te­ren re­le­van­ten Par­tei­en, Vor­ge­hen zur De­fi­ni­ti­on von Mass­nah­men und In­for­ma­ti­ons­pflich­ten;
e.
die Be­richt­er­stat­tung der De­pot­bank über ih­re Kon­troll­tä­tig­keit an die Or­ga­ne, ins­be­son­de­re de­ren Häu­fig­keit, Form und In­halt so­wie al­len­falls wei­te­re Adres­sa­ten.

3Die De­pot­bank be­sitzt ge­gen­über der Fonds­lei­tung das Recht und die Pflicht zum Ein­schrei­ten ge­gen­über un­zu­läs­si­gen An­la­gen. Er­hält sie im Rah­men ih­rer Kon­troll­funk­ti­on Kennt­nis von sol­chen An­la­gen, stellt sie den recht­mäs­si­gen Zu­stand wie­der her, in­dem sie bei­spiels­wei­se die Rück­ab­wick­lung der An­la­gen ver­an­lasst.


3. Titel: Buchführung, Bewertung, Rechenschaftsablage und Publikationspflicht

1. Kapitel: Buchführung und Rechnungslegung

1. Abschnitt: Gemeinsame Bestimmungen

Art. 79 Grundsätze

(Art. 87 und 91 KAG)

1So­weit das KAG und die­se Ver­ord­nung nichts an­de­res vor­se­hen, gel­ten für die Buch­füh­rung und Rech­nungs­le­gung ge­mä­ss Ar­ti­kel 87 KAG die Be­stim­mun­gen des Ob­li­ga­tio­nen­rechts1 (OR).

2Die Buch­füh­rung ist auf die ge­setz­li­chen An­for­de­run­gen an die Jah­res- und Halb­jah­res­be­rich­te (Art. 89 ff. KAG) aus­zu­rich­ten und so vor­zu­neh­men, dass die Re­chen­schafts­ab­la­ge ein den tat­säch­li­chen Ver­hält­nis­sen ent­spre­chen­des Bild der Ver­mö­gens­la­ge und des Er­folgs ver­mit­telt.

3Die Trans­ak­tio­nen sind ein­sch­liess­lich der Aus­ser­bi­lanz­ge­schäf­te so­fort nach Ver­trags­ab­schluss zu er­fas­sen. Die Bi­lan­zie­rung für ab­ge­schlos­se­ne, aber noch nicht er­füll­te Trans­ak­tio­nen er­folgt nach dem Ab­schluss­tag­prin­zip.

4Die Buch­hal­tung hat den steu­er­recht­li­chen Er­for­der­nis­sen Rech­nung zu tra­gen.


1 SR 220

Art. 80 Rechnungseinheit

(Art. 26 Abs. 3 und 108 KAG so­wie 35a Abs. 1 Bst. o KKV1)

1Ei­ne frem­de Wäh­rung kann als Rech­nungs­ein­heit be­zeich­net wer­den für:

a.
den An­la­ge­fonds oder für des­sen Teil­ver­mö­gen: im Fonds­re­gle­ment;
b.
die Teil­ver­mö­gen der SI­CAV: im An­la­ge­re­gle­ment;
c.
die Kom­man­dit­ge­sell­schaft für kol­lek­ti­ve Ka­pi­tal­an­la­gen: im Ge­sell­schafts­ver­trag.

2Die SI­CAV legt zu­dem in ih­rem An­la­ge­re­gle­ment die für die Ge­samt­rech­nung (Art. 98) mass­ge­ben­de Wäh­rung als Rech­nungs­ein­heit und das Um­rech­nungs­ver­fah­ren fest.

3Wird für die Rech­nungs­le­gung ei­ne frem­de Wäh­rung ver­wen­det, so müs­sen die Wer­te nicht zu­sätz­lich in der Lan­des­wäh­rung an­ge­ge­ben wer­den.


2. Abschnitt: Offene kollektive Kapitalanlagen

Art. 81 Teilvermögen und Anteilsklassen

(Art. 92-94 KAG so­wie 112 und 113 KKV1)

1Bei kol­lek­ti­ven Ka­pi­tal­an­la­gen mit Teil­ver­mö­gen sind die Be­stim­mun­gen die­ses Ti­tels je Teil­ver­mö­gen ein­zu­hal­ten.

2Die Teil­ver­mö­gen sind in den Jah­res- und Halb­jah­res­be­rich­ten ein­zeln dar­zu­stel­len.

3Das Rech­nungs­jahr ist für Teil­ver­mö­gen auf das glei­che Da­tum ab­zu­sch­lies­sen.

4Bei An­teils­klas­sen ist der Net­to­in­ven­tar­wert je Klas­se aus­zu­wei­sen.


Art. 82 Anteil- und Anteilscheinkontrolle

(Art. 11 und 73 Abs. 1 KAG)

1Die De­pot­bank zeich­net die Aus­ga­be und die Rück­nah­me der An­tei­le in­klu­si­ve Frak­tio­nen fort­lau­fend auf. Da­bei er­fasst sie fol­gen­de An­ga­ben:

a.
das Da­tum der Aus­ga­be oder der Rück­nah­me;
b.
die An­zahl der aus­ge­ge­be­nen oder der zu­rück­ge­nom­me­nen An­tei­le;
c.
die Brut­to­ein­zah­lung der An­le­ge­rin oder des An­le­gers oder die Net­to­aus­zah­lung an die An­le­ge­rin oder den An­le­ger;
d.
die Ver­gü­tun­gen und Ne­ben­kos­ten bei der Aus­ga­be oder der Rück­nah­me;
e.
den der Ka­pi­tal­an­la­ge zu­flies­sen­den oder be­las­te­ten Be­trag;
f.
den Net­to­in­ven­tar­wert des An­teils.

2Lau­ten die An­tei­le auf den Na­men, so ist zu­sätz­lich die Iden­ti­tät der An­le­ge­rin oder des An­le­gers se­pa­rat auf­zu­zeich­nen.

3Die De­pot­bank zeich­net die Aus­ga­be und Rück­nah­me von An­teil­schei­nen se­pa­rat auf.

Art. 83 Immobilienfonds

(Art. 59 Abs. 1 Bst. b und 83 KAG so­wie 86 Abs. 3 Bst. b und 93 KKV1)

1Der Im­mo­bi­li­en­fonds und die zu ihm ge­hö­ren­den Im­mo­bi­li­en­ge­sell­schaf­ten ha­ben ih­re Rech­nung auf den glei­chen Tag ab­zu­sch­lies­sen. Die FIN­MA kann Aus­nah­men be­wil­li­gen, so­fern die Er­stel­lung ei­ner kon­so­li­dier­ten Rech­nung si­cher­ge­stellt ist.

2Für die Be­rech­nung des Net­to­in­ven­tar­werts sind die bei ei­ner all­fäl­li­gen Li­qui­da­ti­on des Im­mo­bi­li­en­fonds an­fal­len­den Steu­ern, na­ment­lich die Er­trags-, die Grund­stück­ge­winn- und ge­ge­be­nen­falls die Hand­än­de­rungs­steu­ern zu be­rück­sich­ti­gen.

3Ab­schrei­bun­gen auf Bau­ten und Zu­ge­hör zu­las­ten der Er­folgs­rech­nung sind im be­triebs­wirt­schaft­lich an­ge­mes­se­nen Rah­men zu­läs­sig.


2. Kapitel: Bewertung

1. Abschnitt: Gemeinsame Bestimmungen

Art. 84 Anlagen

(Art. 88 und 89 Abs. 2 KAG)

1Die Be­wer­tung der An­la­gen wird zu Ver­kehrs­wer­ten (Art. 88 KAG) vor­ge­nom­men.

2Im An­hang der Ver­mö­gens­rech­nung be­zie­hungs­wei­se der Bi­lanz und der Er­folgs­rech­nung (Art. 94 und 95) sind die An­la­gen sum­ma­risch in ei­ner Ta­bel­le nach fol­gen­den drei Be­wer­tungs­ka­te­go­ri­en auf­ge­teilt dar­zu­stel­len:

a.
An­la­gen, die an ei­ner Bör­se ko­tiert oder an ei­nem an­de­ren ge­re­gel­ten, dem Pu­bli­kum of­fen ste­hen­den Markt ge­han­delt wer­den: be­wer­tet zu den Kur­sen, die am Haupt­markt be­zahlt wer­den (Art. 88 Abs. 1 KAG);
b.
An­la­gen, für die kei­ne Kur­se ge­mä­ss Buch­sta­be a ver­füg­bar sind: be­wer­tet auf­grund von am Markt be­ob­acht­ba­ren Pa­ra­me­tern;
c.
An­la­gen, die auf­grund von am Markt nicht be­ob­acht­ba­ren Pa­ra­me­tern mit ge­eig­ne­ten Be­wer­tungs­mo­del­len un­ter Be­rück­sich­ti­gung der ak­tu­el­len Markt­ge­ge­ben­hei­ten be­wer­tet wer­den.

Art. 85 Private Equity

(Art. 88 Abs. 2 und 108 KAG)

1Die Be­wer­tung von Pri­va­te-Equi­ty-An­la­gen ist nach an­er­kann­ten in­ter­na­tio­na­len Stan­dards vor­zu­neh­men, so­weit sie in die­ser Ver­ord­nung nicht ge­re­gelt wird.

2Die an­ge­wen­de­ten Stan­dards sind im Pro­spekt oder im Re­gle­ment aus­führ­lich zu um­schrei­ben.

Art. 86 Immobilienfonds

(Art. 88 und 90 KAG)

An­ge­fan­ge­ne Bau­ten sind in der Ver­mö­gens­rech­nung zu Ver­kehrs­wer­ten auf­zu­füh­ren. Die Fonds­lei­tung oder die SI­CAV lässt die an­ge­fan­ge­nen Bau­ten, wel­che zu Ver­kehrs­wer­ten auf­ge­führt wer­den, auf den Ab­schluss des Rech­nungs­jah­res schät­zen.

2. Abschnitt: Offene kollektive Kapitalanlagen

Art. 87

1Das ma­te­ri­el­le und im­ma­te­ri­el­le An­la­ge­ver­mö­gen der Un­ter­neh­me­rak­tio­nä­rin­nen und -ak­tio­näre ei­ner SI­CAV ist zu An­schaf­fungs- be­zie­hungs­wei­se Her­stel­lungs­kos­ten un­ter Ab­zug der be­triebs­not­wen­di­gen Ab­schrei­bun­gen zu be­wer­ten.

2Die Be­wer­tungs­grund­sät­ze für das ma­te­ri­el­le und im­ma­te­ri­el­le An­la­ge­ver­mö­gen sind un­ter den wei­te­ren In­for­ma­tio­nen of­fen­zu­le­gen. Wer­den sie ge­än­dert, so sind zu­sätz­lich an­ge­pass­te Da­ten zu In­for­ma­ti­ons­zwe­cken für das Vor­jahr aus­zu­wei­sen.

3Das üb­ri­ge Ver­mö­gen der SI­CAV wird ge­mä­ss den Ar­ti­keln 84-86 be­wer­tet.

3. Abschnitt: Geschlossene kollektive Kapitalanlagen

Art. 88 Kommanditgesellschaft für kollektive Kapitalanlagen

(Art. 88 Abs. 2 und 108 KAG)

Für die Be­wer­tung gel­ten die Ar­ti­kel 84-87 sinn­ge­mä­ss.

Art. 89 Investmentgesellschaft mit festem Kapital (SICAF)

(Art. 117 KAG)

1Die Be­wer­tung im Ein­zel­ab­schluss (Art. 109 Abs. 1) er­folgt nach den Be­stim­mun­gen der kauf­män­ni­schen Buch­füh­rung und Rech­nungs­le­gung. Zu­sätz­lich sind die Ver­kehrs­wer­te der An­la­gen zu In­for­ma­ti­ons­zwe­cken an­zu­ge­ben.

2Die Be­wer­tung im kon­so­li­dier­ten Ab­schluss (Art. 109 Abs. 2) ist nach an­er­kann­ten Stan­dards ge­mä­ss Ver­ord­nung vom 21. No­vem­ber 20121 über die an­er­kann­ten Stan­dards zur Rech­nungs­le­gung (VASR) vor­zu­neh­men.


3. Kapitel: Gemeinsame Bestimmungen zur Rechenschaftsablage

Art. 90 Private Equity

(Art. 88 und 108 KAG)

1Die an­ge­wen­de­ten Be­wer­tungs­me­tho­den (Art. 85) sind im Jah­res- und Halb­jah­res­be­richt of­fen­zu­le­gen.

2Ist ei­ne An­la­ge un­ter ih­rem An­schaf­fungs­wert bi­lan­ziert, so ist die­ser of­fen­zu­le­gen.

3Bei kol­lek­ti­ven Ka­pi­tal­an­la­gen, die mehr als 10 Pro­zent ih­res Ver­mö­gens in Pri­va­te Equi­ty an­le­gen kön­nen, sind min­des­tens fol­gen­de An­ga­ben zu den ein­zel­nen nach Art und Ent­wick­lungs­pha­se zu glie­dern­den Pri­va­te-Equi­ty-An­la­gen zu ma­chen, so­fern de­ren An­teil 2 Pro­zent des Ver­mö­gens der kol­lek­ti­ven Ka­pi­tal­an­la­ge über­steigt:

a.
Be­schrieb der An­la­ge (Fir­ma, Sitz, Zweck, Ka­pi­tal und Be­tei­li­gungs­quo­te);
b.
Be­schrieb der Ge­schäftstä­tig­keit und al­len­falls der Ent­wick­lungs­fort­schrit­te;
c.
An­ga­ben über die Ver­wal­tung und die Ge­schäfts­lei­tung;
d.
Ty­pi­sie­rung nach Ent­wick­lungs­pha­se wie «Seed», «Ear­ly Sta­ge», «Buy­out»;
e.
Um­fang ein­ge­gan­ge­ner Ver­pflich­tun­gen.

Art. 91 Tochtergesellschaften

(Art. 90 Abs. 1 KAG und Art. 68 KKV1)

1Wer­den zur Um­set­zung der An­la­ge­po­li­tik Toch­ter­ge­sell­schaf­ten ein­ge­setzt, so ist bei der Re­chen­schafts­ab­la­ge, na­ment­lich in der Ver­mö­gens­rech­nung be­zie­hungs­wei­se der Bi­lanz und der Er­folgs­rech­nung, im In­ven­tar und in Be­zug auf Käu­fe und Ver­käu­fe ei­ne trans­pa­ren­te wirt­schaft­li­che Be­trach­tung an­zu­wen­den.

2Die Ge­sell­schaf­ten sind nach ei­nem an­er­kann­ten Stan­dard ge­mä­ss der VASR2 zu kon­so­li­die­ren. Zu die­sem Zweck ist de­ren Buch­füh­rung auf die Kon­so­li­die­rung aus­zu­rich­ten.


4. Kapitel: Rechenschaftsablage bei offenen kollektiven Kapitalanlagen

1. Abschnitt: Jahresrechnung

Art. 92 SICAV

(Art. 36 Abs. 1 Bst. b KAG so­wie 68, 70, 86 und 99 KKV1)

1Die Jah­res­rech­nung der SI­CAV be­steht aus der Jah­res­rech­nung der ein­zel­nen Teil­ver­mö­gen der An­le­gerak­tio­nä­rin­nen und -ak­tio­näre so­wie aus der Jah­res­rech­nung des Teil­ver­mö­gens der Un­ter­neh­me­rak­tio­nä­rin­nen und -ak­tio­näre und der Ge­samt­rech­nung der SI­CAV.

2Die Jah­res­rech­nung weist für die Teil­ver­mö­gen der An­le­gerak­tio­nä­rin­nen und -ak­tio­näre die zu­läs­si­gen An­la­gen im Sin­ne der Ar­ti­kel 70, 86 und 99 KKV aus.

3Für das Teil­ver­mö­gen der Un­ter­neh­me­rak­tio­nä­rin­nen und -ak­tio­näre weist die Jah­res­rech­nung Fol­gen­des aus:

a.
die zu­läs­si­gen An­la­gen im Sin­ne von Ab­satz 2 so­wie das be­weg­li­che, un­be­weg­li­che und im­ma­te­ri­el­le Ver­mö­gen, das für die un­mit­tel­ba­re Aus­übung der be­trieb­li­chen Tä­tig­keit der SI­CAV un­er­läss­lich ist;
b.
die zu­läs­si­gen Ver­bind­lich­kei­ten.

4Zu­läs­sig sind Ver­bind­lich­kei­ten, die kurz­fris­tig oder hy­po­the­ka­risch si­cher­ge­stellt sind und im Zu­sam­men­hang mit der un­mit­tel­ba­ren Aus­übung der be­trieb­li­chen Tä­tig­keit der SI­CAV ein­ge­gan­gen wer­den.

5Die Jah­res­rech­nun­gen ei­nes oder meh­re­rer aus­ge­wähl­ter Teil­ver­mö­gen für An­le­gerak­tio­nä­rin­nen und -ak­tio­näre dür­fen nur zu­sam­men mit der Ge­samt­rech­nung der SI­CAV ver­öf­fent­licht wer­den.

6Die Jah­res­rech­nung ist Teil des Jah­res­be­richts, der den Ge­schäfts­be­richt nach OR2 er­setzt. Ein La­ge­be­richt und ei­ne Geld­fluss­rech­nung sind nicht zu er­stel­len.


1 SR 951.311
2 SR 220

Art. 93 Mindestgliederung der Vermögensrechnung beziehungsweise der Bilanz und der Erfolgsrechnung für Anlagefonds und SICAV

(Art. 91 KAG)

Für den An­la­ge­fonds und die Teil­ver­mö­gen der An­le­gerak­tio­nä­rin­nen und -ak­tio­näre sind die Ver­mö­gens­rech­nung be­zie­hungs­wei­se die Bi­lanz und die Er­folgs­rech­nung im Jah­res- und im Halb­jah­res­be­richt in der Min­dest­glie­de­rung nach den Ar­ti­keln 94-98 zu ver­öf­fent­li­chen.

Art. 94 Effektenfonds

(Art. 53-57 und 89 KAG so­wie 70-85 KKV1)

Die Ver­mö­gens­rech­nung be­zie­hungs­wei­se die Bi­lanz und die Er­folgs­rech­nung von Ef­fek­ten­fonds wei­sen die Min­dest­glie­de­rung nach An­hang 2 auf.


Art. 95 Immobilienfonds

(Art. 58-67 und 89 KAG so­wie 86-98 KKV1)

Die Ver­mö­gens­rech­nung be­zie­hungs­wei­se die Bi­lanz und die Er­folgs­rech­nung ei­nes Im­mo­bi­li­en­fonds wei­sen die Min­dest­glie­de­rung nach An­hang 3 auf.


Art. 96 Übrige Fonds

(Art. 68-71 und 89 KAG so­wie 99-102 KKV1)

Die Min­dest­glie­de­rungs­vor­schrif­ten für Ef­fek­ten­fonds (Art. 94) gel­ten für üb­ri­ge Fonds sinn­ge­mä­ss. Sie be­zie­hen zu­sätz­lich die für üb­ri­ge Fonds zu­läs­si­gen An­la­gen ein.


Art. 97 Mindestgliederung der Bilanz und der Erfolgsrechnung des Teilvermögens der Unternehmeraktionärinnen und -aktionäre

(Art. 53 ff. KAG und 68 KKV1)

1Das Teil­ver­mö­gen der Un­ter­neh­me­rak­tio­nä­rin­nen und -ak­tio­näre ist zu glie­dern in:

a.
An­la­gen;
b.
Be­triebs­ver­mö­gen.

2Für die Glie­de­rung der An­la­gen gel­ten die Ar­ti­kel 94-96.

3Für die Glie­de­rung des Be­triebs­ver­mö­gens gel­ten die Ar­ti­kel 959 und 959a OR2 sinn­ge­mä­ss.

4Für den An­hang gilt Ar­ti­kel 959c OR sinn­ge­mä­ss. Zu­sätz­lich sind die Be­wer­tungs­grund­sät­ze für das ma­te­ri­el­le und im­ma­te­ri­el­le An­la­ge­ver­mö­gen der Un­ter­neh­me­rak­tio­nä­rin­nen und -ak­tio­näre of­fen­zu­le­gen. Im Wei­te­ren muss im An­hang Auf­schluss über die Durch­füh­rung der Ri­si­ko­be­ur­tei­lung ge­ge­ben wer­den.

5Un­ter­neh­me­rak­tio­nä­rin­nen und -ak­tio­näre und stimm­rechts­ver­bun­de­ne Ak­tio­närs­grup­pen, die 5 Pro­zent der Ak­ti­en oder mehr hal­ten, sind im Jah­res­be­richt wie folgt auf­zu­füh­ren:

a.
Na­me be­zie­hungs­wei­se Fir­ma;
b.
Wohn­sitz be­zie­hungs­wei­se Sitz;
c.
Hö­he der Be­tei­li­gung in Pro­zent.

1 SR 951.311
2 SR 220

Art. 98 Gesamtrechnung der SICAV

(Art. 91 KAG)

1Die Ge­samt­rech­nung der SI­CAV be­steht aus Bi­lanz, Er­folgs­rech­nung und An­hang ge­mä­ss OR1 und um­fasst die Teil­ver­mö­gen der An­le­gerak­tio­nä­rin­nen und -ak­tio­näre und das Teil­ver­mö­gen der Un­ter­neh­me­rak­tio­nä­rin­nen und -ak­tio­näre.

2Für die Er­stel­lung der Bi­lanz und der Er­folgs­rech­nung sind die Po­si­tio­nen der Teil­ver­mö­gen der An­le­gerak­tio­nä­rin­nen und -ak­tio­näre zu ad­die­ren. Die Glie­de­rung rich­tet sich da­bei nach den Ar­ti­keln 94-96.

3Das Teil­ver­mö­gen der Un­ter­neh­me­rak­tio­nä­rin­nen und -ak­tio­näre ist in der Bi­lanz und der Er­folgs­rech­nung se­pa­rat aus­zu­wei­sen. Die Glie­de­rung der Po­si­tio­nen rich­tet sich für die An­la­gen nach den Ar­ti­keln 94-96 und für das Be­triebs­ver­mö­gen nach den Ar­ti­keln 959, 959a und 959b OR sinn­ge­mä­ss.

4Die Ge­samt­rech­nung der SI­CAV ist nach Teil­ver­mö­gen der An­le­gerak­tio­nä­rin­nen und -ak­tio­näre, Teil­ver­mö­gen der Un­ter­neh­me­rak­tio­nä­rin­nen und -ak­tio­näre und Ge­samt­ver­mö­gen der SI­CAV zu glie­dern.

5Die An­ga­ben nach Ar­ti­kel 97 Ab­satz 5 sind zu­sätz­lich in der Ge­samt­rech­nung of­fen­zu­le­gen.


1 SR 220

2. Abschnitt: Weitere Angaben

Art. 99 Inventar der kollektiven Kapitalanlage

(Art. 89 Abs. 1 Bst. c KAG)

1Das In­ven­tar ist min­des­tens zu glie­dern nach An­la­ge­ar­ten wie Ef­fek­ten, Bank­gut­ha­ben, Geld­mark­t­in­stru­men­te, de­ri­va­ti­ve Fi­nan­z­in­stru­men­te, Edel­me­tal­le so­wie Com­mo­di­ties und in­ner­halb der An­la­ge­ar­ten un­ter Be­rück­sich­ti­gung der An­la­ge­po­li­tik nach Bran­chen, geo­gra­fi­schen Ge­sichts­punk­ten, Ef­fek­ten­ar­ten (An­hang 2 Ziff. 1.4) und Wäh­run­gen.

2Für je­de Grup­pe oder Un­ter­grup­pe sind de­ren Sum­me so­wie der pro­zen­tua­le An­teil am Ge­samt­ver­mö­gen der kol­lek­ti­ven Ka­pi­tal­an­la­ge an­zu­ge­ben.

3Für je­den ein­zel­nen im In­ven­tar aus­ge­wie­se­nen Wert ist der An­teil am Ge­samt­ver­mö­gen der kol­lek­ti­ven Ka­pi­tal­an­la­ge an­zu­ge­ben.

4Ef­fek­ten sind dar­über hin­aus zu glie­dern in sol­che:

a.
die an ei­ner Bör­se ge­han­delt wer­den;
b.
die an ei­nem an­dern ge­re­gel­ten, dem Pu­bli­kum of­fen ste­hen­den Markt ge­han­delt wer­den;
c.
nach Ar­ti­kel 70 Ab­satz 3 der KKV1;
d.
nach Ar­ti­kel 71 Ab­satz 2 KKV;
e.
die nicht un­ter die Buch­sta­ben a-d fal­len.

5Für je­den ein­zel­nen im In­ven­tar aus­ge­wie­se­nen Wert ist die Be­wer­tungs­ka­te­go­rie ge­mä­ss Ar­ti­kel 84 Ab­satz 2 an­zu­ge­ben.

6Bei den un­ter Ab­satz 3 auf­ge­führ­ten Ef­fek­ten ist nur das Sub­to­tal je Ka­te­go­rie an­zu­ge­ben und je­de Po­si­ti­on ent­spre­chend zu kenn­zeich­nen.


Art. 100 Inventar von Immobilienfonds

(Art. 89 Abs. 1 Bst. c und 90 KAG)

1Das In­ven­tar ist min­des­tens zu glie­dern in:

a.
Wohn­bau­ten;
b.
kom­mer­zi­ell ge­nutz­te Lie­gen­schaf­ten;
c.
ge­misch­te Bau­ten;
d.
Bau­land, ein­sch­liess­lich Ab­bruch­ob­jek­te, und an­ge­fan­ge­ne Bau­ten;
e.
An­tei­le an an­de­ren Im­mo­bi­li­en­fonds und Im­mo­bi­lie­nin­vest­ment­ge­sell­schaf­ten;
f.
Hy­po­the­ken und an­de­re hy­po­the­ka­risch si­cher­ge­stell­te Dar­le­hen.

2Bei im Bau­recht er­stell­ten Bau­ten und im Stock­werk­ei­gen­tum ste­hen­den Ob­jek­ten ist die­ser Um­stand für je­des Ob­jekt und im To­tal für je­de Po­si­ti­on in Ab­satz 1 Buch­sta­ben a-d im In­ven­tar an­zu­ge­ben.

3Das In­ven­tar ent­hält für je­des Grund­stück ge­trennt fol­gen­de An­ga­ben:

a.
die Adres­se;
b.
die Ge­ste­hungs­kos­ten;
c.
den ge­schätz­ten Ver­kehrs­wert;
d.
die er­ziel­ten Brut­to­er­trä­ge.

4So­weit in kurz­fris­ti­ge fest­ver­zins­li­che Ef­fek­ten, Im­mo­bi­li­en­zer­ti­fi­ka­te oder De­ri­va­te in­ves­tiert wird, sind die­se eben­falls aus­zu­wei­sen.

5Die En­de Jahr aus­ste­hen­den Hy­po­the­ken und an­de­ren hy­po­the­ka­risch si­cher­ge­stell­ten Ver­bind­lich­kei­ten so­wie die Dar­le­hen und Kre­di­te sind mit den Zins­kon­di­tio­nen und der Lauf­zeit auf­zu­füh­ren.

6Für je­den Im­mo­bi­li­en­fonds ist ein Ver­zeich­nis der zu die­sem ge­hö­ren­den Im­mo­bi­li­en­ge­sell­schaf­ten un­ter An­ga­be der je­wei­li­gen Be­tei­li­gungs­quo­te zu pu­bli­zie­ren.

7Die Po­si­tio­nen im In­ven­tar sind nach den drei Be­wer­tungs­ka­te­go­ri­en ge­mä­ss Ar­ti­kel 84 Ab­satz 2 dar­zu­stel­len. Ha­ben al­le An­la­ge­ob­jek­te die­sel­be Be­wer­tungs­ka­te­go­rie, so kön­nen die­se zu­sam­men­fas­send für das ge­sam­te Lie­gen­schaft­sport­fo­lio auf­ge­führt wer­den.

Art. 101 Aufstellung der Käufe, Verkäufe und anderer Geschäfte

(Art. 89 Abs. 1 Bst. e KAG)

1Sämt­li­che Ver­än­de­run­gen in der Zu­sam­men­set­zung der kol­lek­ti­ven Ka­pi­tal­an­la­ge, ins­be­son­de­re Käu­fe, Ver­käu­fe, Aus­ser­bi­lanz­ge­schäf­te, Gra­tis­ak­ti­en, Be­zugs­rech­te und Splits, sind im Jah­res­be­richt zu ver­öf­fent­li­chen. Da­bei sind die ein­zel­nen Ver­mö­gens­ge­gen­stän­de ge­nau zu be­zeich­nen.

2Bei Im­mo­bi­li­en­fonds ist je­der er­wor­be­ne oder ver­äus­ser­te Im­mo­bi­li­en­wert ein­zeln auf­zu­füh­ren. Auf Be­geh­ren ei­ner An­le­ge­rin oder ei­nes An­le­gers ist der ver­ein­bar­te Preis be­kannt zu ge­ben.

3Bei Im­mo­bi­li­en­fonds sind Ge­schäf­te zwi­schen kol­lek­ti­ven Ka­pi­tal­an­la­gen, die von der glei­chen oder von ver­bun­de­nen Fonds­lei­tun­gen oder SI­CAV ver­wal­tet wer­den, spe­zi­ell aus­zu­wei­sen.

4Die im Lau­fe des Ge­schäfts­jah­res ge­währ­ten Hy­po­the­ken und hy­po­the­ka­risch si­cher­ge­stell­ten Dar­le­hen, die vor Ab­schluss des Ge­schäfts­jah­res zu­rück­be­zahlt wur­den, sind mit den Zins­kon­di­tio­nen und der Lauf­zeit auf­zu­füh­ren.

5Die im Lau­fe des Ge­schäfts­jah­res auf­ge­nom­me­nen Hy­po­the­ken und an­de­ren hy­po­the­ka­risch si­cher­ge­stell­ten Ver­bind­lich­kei­ten so­wie Dar­le­hen und Kre­di­te, die vor Ab­schluss des Ge­schäfts­jah­res zu­rück­be­zahlt wur­den, sind mit den Zins­kon­di­tio­nen und der Lauf­zeit oder sum­ma­risch pro Ka­te­go­rie mit ei­ner durch­schnitt­li­chen Lauf­zeit und ei­nem Durch­schnitt­szins­satz auf­zu­füh­ren.

Art. 102 Veränderung des Nettofondsvermögens

(Art. 89 KAG)

1Für je­de kol­lek­ti­ve Ka­pi­tal­an­la­ge ist ei­ne Auf­stel­lung über die Ver­än­de­rung des Net­to­fonds­ver­mö­gens zu er­stel­len, die min­des­tens zu glie­dern ist in:

a.
Net­to­fonds­ver­mö­gen zu Be­ginn des Be­richts­jah­res;
b.
Aus­schüt­tun­gen;
c.
Sal­do aus dem An­teil­ver­kehr;
d.
Ge­sam­ter­folg;
e.
Net­to­fonds­ver­mö­gen am En­de des Be­richts­jah­res.

2Im Wei­te­ren ist die An­teil­sta­tis­tik des Be­richts­jah­res aus­zu­wei­sen (Art. 89 Abs. 1 Bst. b KAG).

Art. 103 Angaben früherer Jahre

(Art. 91 KAG)

1Im Jah­res­be­richt und im Halb­jah­res­be­richt sind in der Ver­mö­gens­rech­nung be­zie­hungs­wei­se der Bi­lanz und der Er­folgs­rech­nung auch die An­ga­ben des Vor­jah­res aus­zu­wei­sen.

2Der Jah­res­be­richt um­fasst zu­sätz­lich ei­ne Auf­stel­lung über das Net­to­fonds­ver­mö­gen so­wie den Net­to­in­ven­tar­wert pro An­teil der ver­gan­ge­nen drei Be­richts­jah­re. Stich­tag ist der letz­te Tag des Be­richts­jah­res.

3. Abschnitt: Verwendung des Erfolges und Ausschüttungen

Art. 104 Verwendung des Erfolges

(Art. 89 Abs. 1 Bst. a KAG)

1Die Auf­stel­lung über die Ver­wen­dung des Er­folgs ist min­des­tens zu glie­dern in:

a.
Net­to­er­trag des Rech­nungs­jah­res;
b.
zur Aus­schüt­tung be­stimm­te Ka­pi­tal­ge­win­ne des Rech­nungs­jah­res;
c.
zur Aus­schüt­tung be­stimm­te Ka­pi­tal­ge­win­ne frü­he­rer Rech­nungs­jah­re;
d.
Vor­trag des Vor­jah­res;
e.
zur Ver­tei­lung ver­füg­ba­rer Er­folg;
f.
zur Aus­schüt­tung an die An­le­ge­rin­nen und An­le­ger vor­ge­se­he­ner Er­folg;
g.
zur Wie­der­an­la­ge zu­rück­be­hal­te­ner Er­trag;
h.
Vor­trag auf neue Rech­nung.

2Es dür­fen kei­ne Re­ser­ven ge­bil­det wer­den.

Art. 105 Ausschüttungen

(Art. 91 KAG)

1Zwi­schen­aus­schüt­tun­gen aus Er­trä­gen sind nur er­laubt, wenn dies im Fonds­re­gle­ment vor­ge­se­hen ist.

2Ka­pi­tal­ge­win­ne dür­fen nur aus­ge­schüt­tet wer­den, wenn fol­gen­de Vor­aus­set­zun­gen er­füllt sind:

a.
Die Aus­schüt­tung muss im Fonds­re­gle­ment vor­ge­se­hen sein.
b.
Die Ka­pi­tal­ge­win­ne müs­sen rea­li­siert sein.
c.
Es darf sich um kei­ne Zwi­schen­aus­schüt­tun­gen han­deln.

3Die Aus­schüt­tung von Ka­pi­tal­ge­win­nen ist auch zu­läs­sig, wenn Ka­pi­tal­ver­lus­te frü­he­rer Rech­nungs­jah­re be­ste­hen.

4Es dür­fen kei­ne Tan­tie­men aus­ge­rich­tet wer­den.

4. Abschnitt: Publikationspflichten

Art. 106 Publikation des Ausgabe- und Rücknahmepreises beziehungsweise des Nettoinventarwerts

(Art. 26 Abs. 3, 79, 80, 83 Abs. 4 KAG so­wie 35a Abs. 1 Bst. l und 39 KKV1)

1Der Aus­ga­be- und Rück­nah­me­preis be­zie­hungs­wei­se der Net­to­in­ven­tar­wert ist in den im Pro­spekt ge­nann­ten Print­me­di­en oder elek­tro­ni­schen Platt­for­men bei je­der Aus­ga­be und Rück­nah­me von An­tei­len zu pu­bli­zie­ren.

2Die Prei­se für Ef­fek­ten­fonds und üb­ri­ge Fonds sind zu­dem min­des­tens zwei­mal pro Mo­nat zu ver­öf­fent­li­chen.

3Für fol­gen­de kol­lek­ti­ve Ka­pi­tal­an­la­gen sind die Prei­se min­des­tens ein­mal pro Mo­nat zu ver­öf­fent­li­chen:

a.
Im­mo­bi­li­en­fonds;
b.
kol­lek­ti­ve Ka­pi­tal­an­la­gen, bei de­nen das Recht auf je­der­zei­ti­ge Rück­ga­be im Sin­ne von Ar­ti­kel 109 Ab­satz 3 KKV ein­ge­schränkt wor­den ist.

4Die Wo­chen und Wo­chen­ta­ge, an de­nen die Pu­bli­ka­ti­on nach den Ab­sät­zen 2 und 3 statt­fin­det, sind im Pro­spekt fest­zu­le­gen.

5Wird der Net­to­in­ven­tar­wert pu­bli­ziert, so ist der Hin­weis «ex­klu­si­ve Kom­mis­sio­nen» an­zu­fü­gen.


Art. 107 Vereinfachter Prospekt für Immobilienfonds

(Art. 76 KAG und 107 KKV1)

1Kol­lek­ti­ve Ka­pi­tal­an­la­gen oder de­ren Teil­ver­mö­gen mit meh­re­ren An­teils­klas­sen müs­sen für je­de An­teils­klas­se die An­ga­ben nach An­hang 2 Zif­fer 3.3 KKV of­fen­le­gen.

2Kol­lek­ti­ve Ka­pi­tal­an­la­gen mit meh­re­ren Teil­ver­mö­gen dür­fen für je­des Teil­ver­mö­gen einen se­pa­ra­ten ver­ein­fach­ten Pro­spekt ver­öf­fent­li­chen. Wer­den al­le Teil­ver­mö­gen in ei­nem ver­ein­fach­ten Pro­spekt wie­der­ge­ge­ben, so sind die An­ga­ben nach An­hang 2 Zif­fer 3.3 KKV für je­des Teil­ver­mö­gen ein­zeln of­fen­zu­le­gen.

3Kol­lek­ti­ve Ka­pi­tal­an­la­gen oder Teil­ver­mö­gen mit meh­re­ren An­teils­klas­sen ver­öf­fent­li­chen im glei­chen ver­ein­fach­ten Pro­spekt die An­ga­ben sämt­li­cher An­teils­klas­sen.


5. Kapitel: Rechenschaftsablage bei geschlossenen kollektiven Kapitalanlagen

Art. 108 Kommanditgesellschaft für kollektive Kapitalanlagen

(Art. 108 KAG)

1Die Re­chen­schafts­ab­la­ge rich­tet sich sinn­ge­mä­ss nach den Be­stim­mun­gen über die of­fe­nen kol­lek­ti­ven Ka­pi­tal­an­la­gen.

2Be­tei­li­gun­gen, die zu rei­nen An­la­ge­zwe­cken ge­hal­ten wer­den, sind nicht zu kon­so­li­die­ren, un­ab­hän­gig vom pro­zen­tua­len An­teil der Stim­men und des Ka­pi­tals an der ge­hal­te­nen Un­ter­neh­mung.

Art. 109 SICAF

(Art. 117 KAG)

1Die Re­chen­schafts­ab­la­ge des Ein­zel­ab­schlus­ses rich­tet sich sinn­ge­mä­ss nach den Be­stim­mun­gen für die of­fe­nen kol­lek­ti­ven Ka­pi­tal­an­la­gen.

2Die Kon­so­li­die­rungs­pflicht nach OR1 kommt nicht zur An­wen­dung. Ei­ne all­fäl­li­ge Kon­so­li­die­rung hat nach ei­nem an­er­kann­ten Stan­dard ge­mä­ss VASR2 zu er­fol­gen.


1 SR 220
2 SR 221.432

4. Titel: Prüfung und Prüfberichte

1. Kapitel: Prüfung

Art. 110 Aufteilung in Rechnungsprüfung und Aufsichtsprüfung und Umfang der Prüfungen

(Art. 126 KAG und 24 FIN­MAG1)

1Die jähr­li­chen Prü­fun­gen wer­den un­ter­teilt in die Rech­nungs­prü­fung und die Auf­sichts­prü­fung.

2Die Prüf­ge­sell­schaft führt bei den Be­wil­li­gungs­trä­gern mit Aus­nah­me der Ver­tre­ter jähr­lich min­des­tens ei­ne Zwi­schen­prü­fung durch.


1 Fi­nanz­mark­tauf­sichts­ge­setz vom 22. Ju­ni 2007 (SR 956.1)

Art. 111 Rechnungsprüfung

(Art. 126 Abs. 5 und 6 KAG so­wie 137 KKV1)

1Bei der Rech­nungs­prü­fung kol­lek­ti­ver Ka­pi­tal­an­la­gen wer­den die An­ga­ben nach den Ar­ti­keln 89 Ab­satz 1 Buch­sta­ben a-h und 90 KAG ge­prüft.

2Die Rech­nungs­prü­fung der Fonds­lei­tung, des Ver­mö­gens­ver­wal­ters kol­lek­ti­ver Ka­pi­tal­an­la­gen, des Kom­ple­men­tärs ei­ner Kom­man­dit­ge­sell­schaft für kol­lek­ti­ve Ka­pi­tal­an­la­gen so­wie des Ver­tre­ters aus­län­di­scher kol­lek­ti­ver Ka­pi­tal­an­la­gen rich­tet sich nach Ar­ti­kel 728 ff. OR2.

3Für den Ver­tre­ter aus­län­di­scher kol­lek­ti­ver Ka­pi­tal­an­la­gen kann die FIN­MA Ab­wei­chun­gen vor­se­hen.


1 SR 951.311
2 SR 220

Art. 112 Aufsichtsprüfung

(Art. 126 Abs. 1-4 KAG, Art. 24 FIN­MAG1 und 2-8 FIN­MA-PV2)

1Die Auf­sichts­prü­fung um­fasst die Prü­fung der Ein­hal­tung der je­weils an­wend­ba­ren auf­sichts­recht­li­chen Vor­schrif­ten durch die Be­wil­li­gungs­trä­ger nach Ar­ti­kel 13 Ab­satz 2 Buch­sta­ben a-d, f und h KAG un­ter Ein­be­zug der kol­lek­ti­ven Ka­pi­tal­an­la­gen.

2Bei der Kom­man­dit­ge­sell­schaft für kol­lek­ti­ve Ka­pi­tal­an­la­gen ist der Kom­ple­men­tär in den Prü­f­um­fang mit ein­zu­be­zie­hen.

3Die Auf­sichts­prü­fung um­fasst auch die Prü­fung des Pro­spekts, der we­sent­li­chen In­for­ma­tio­nen für die An­le­ge­rin­nen und An­le­ger und des ver­ein­fach­ten Pro­spekts.

4Die Auf­sichts­prü­fung kann wei­te­re, von der FIN­MA fest­ge­leg­te An­ga­ben um­fas­sen.


1 SR 956.1
2 Fi­nanz­markt­prüf­ver­ord­nung vom 15. Okt. 2008 (SR 956.161)

2. Kapitel: Prüfberichte

Art. 113 Art der Berichte

(Art. 126 KAG, 24 FIN­MAG1, 137 KKV2 und Art. 9-12 FIN­MA-PV3)

Die Prüf­ge­sell­schaft er­stat­tet:

a.
Prüf­be­rich­te über die auf­sichts­recht­li­che Prü­fung der Be­wil­li­gungs­trä­ger und der kol­lek­ti­ven Ka­pi­tal­an­la­gen so­wie der nicht be­wil­li­gungs­pflich­ti­gen Ver­tre­ter aus­län­di­scher kol­lek­ti­ver Ka­pi­tal­an­la­gen (Auf­sichts­prü­fung);
b.
Prüf­be­rich­te über die Prü­fung der Jah­res­rech­nung nach Ar­ti­kel 126 Ab­satz 5 KAG (Rech­nungs­prü­fung);
c.
Kurz­be­rich­te über die Prü­fung der kol­lek­ti­ven Ka­pi­tal­an­la­gen (Rech­nungs­prü­fung).

Art. 114 Prüfbericht Aufsichtsprüfung

(Art. 126 Abs. 1-4 KAG, 24 FIN­MAG1 und 9-12 FIN­MA-PV2)

1Die Prüf­ge­sell­schaft er­stat­tet die Prüf­be­rich­te in­nert sechs Mo­na­ten nach Ab­schluss des Rech­nungs­jah­res. Die FIN­MA kann in ein­zel­nen Fäl­len Ab­wei­chun­gen von die­ser Frist vor­se­hen.

2Die Prüf­be­rich­te über die Fonds­lei­tung bein­hal­ten auch die von ihr ver­wal­te­ten An­la­ge­fonds. Stimmt das Rech­nungs­jahr der Fonds­lei­tung nicht mit demje­ni­gen der An­la­ge­fonds über­ein, so sind de­ren Prüf­be­rich­te un­ter Be­ach­tung der Fris­ten nach Ab­satz 1 als Er­gän­zung zum Prüf­be­richt über die Fonds­lei­tung quar­tals­wei­se zu er­stat­ten.

3Die Prüf­be­rich­te der Kom­man­dit­ge­sell­schaft für kol­lek­ti­ve Ka­pi­tal­an­la­gen bein­hal­ten auch den Kom­ple­men­tär.

4Die Prüf­be­rich­te über die Be­wil­li­gungs­trä­ger und die An­la­ge­fonds sind dem Or­gan für die Ober­lei­tung, Auf­sicht und Kon­trol­le zur Kennt­nis zu brin­gen. Die Prüf­be­rich­te sind in ei­ner Sit­zung die­ses Or­gans zu be­spre­chen und die Be­hand­lung ist zu pro­to­kol­lie­ren.


Art. 115 Prüfbericht Rechnungsprüfung

(Art. 126 Abs. 5 und 6 KAG so­wie 137 KKV1)

1Für die Prüf­be­rich­te zur Rech­nungs­prü­fung gel­ten die Be­stim­mun­gen für die or­dent­li­che Prü­fung nach OR2 sinn­ge­mä­ss.

2Die Prüf­ge­sell­schaft er­stat­tet die Kurz­be­rich­te recht­zei­tig vor Pu­bli­ka­ti­on der Jah­res­be­rich­te. Sie sind von der zu­stän­di­gen lei­ten­den Prü­fe­rin oder vom zu­stän­di­gen lei­ten­den Prü­fer und ei­ner oder ei­nem wei­te­ren zeich­nungs­be­rech­tig­ten Mit­ar­bei­ten­den der Prüf­ge­sell­schaft zu un­ter­zeich­nen.

3Bei kol­lek­ti­ven Ka­pi­tal­an­la­gen mit Teil­ver­mö­gen ist für je­des ein­zeln zu be­rich­ten.


1 SR 951.311
2 SR 220

Art. 116 Kurzbericht

(Art. 126 Abs. 5 und 6 KAG, 24 FIN­MAG1, 137 KKV2 und 9-12 FIN­MA-PV3)

1Der Kurz­be­richt äus­sert sich zur Ein­hal­tung der ge­setz­li­chen, ver­trag­li­chen, sta­tu­ta­ri­schen und re­gle­men­ta­ri­schen Vor­schrif­ten be­tref­fend die Jah­res­rech­nung und zu den Prü­fun­gen der An­ga­ben nach Ar­ti­kel 89 Ab­satz 1 Buch­sta­ben a-h KAG, bei den Im­mo­bi­li­en­fonds zu­sätz­lich zu den­je­ni­gen nach Ar­ti­kel 90 KAG.

2Bei der SI­CAV und der SI­CAF kann der Kurz­be­richt auch die Be­richt­er­stat­tung der ak­ti­en­recht­li­chen Prüf­ge­sell­schaft ge­mä­ss Ar­ti­kel 728 OR4 um­fas­sen.

3Die FIN­MA kann ei­ne Stan­dard-Be­stä­ti­gung der Bran­chen­or­ga­ni­sa­ti­on der Prüf­ge­sell­schaf­ten für all­ge­mein­ver­bind­lich er­klä­ren.


5. Titel: Schluss- und Übergangsbestimmungen

Art. 117 Aufhebung eines anderen Erlasses

Die Kol­lek­ti­v­an­la­gen­ver­ord­nung-FIN­MA vom 21. De­zem­ber 20061 wird auf­ge­ho­ben.


1 [AS 2007 301, 2008 5613 Ziff. I 1]

Art. 118 Übergangsbestimmungen

1Die Be­wil­li­gungs­trä­ger ha­ben der FIN­MA bis zum 1. Ja­nu­ar 2017 die an die­se Ver­ord­nung an­ge­pass­ten Fonds­ver­trä­ge und An­la­ge­re­gle­men­te zur Ge­neh­mi­gung ein­zu­rei­chen.

2Ab dem 1. Ja­nu­ar 2016 müs­sen Fonds­lei­tung und SI­CAV:

a.
die Be­stim­mun­gen zur Si­cher­hei­ten­ver­wal­tung nach den Ar­ti­keln 50-55 ein­hal­ten. Dies gilt für ih­re Be­auf­trag­ten sinn­ge­mä­ss.
b.
die An­for­de­run­gen an die Ri­si­ko­mes­sung von de­ri­va­ti­ven Fi­nan­z­in­stru­men­ten er­fül­len;
c.
in ih­ren Pro­spek­ten das Brut­to-Ge­sam­ten­ga­ge­ment aus De­ri­va­ten so­wie beim re­la­ti­ven VaR-An­satz das Ver­gleich­spor­te­feuil­le ge­mä­ss Ar­ti­kel 49 Ab­satz 3 aus­wei­sen.

3Die Be­wil­li­gungs­trä­ger ge­mä­ss Ar­ti­kel 13 Ab­satz 2 Buch­sta­ben a, b und f KAG müs­sen ab dem 1. Ja­nu­ar 2016 die Vor­schrif­ten zu Risk­ma­na­ge­ment und Ri­si­ko­kon­trol­le nach den Ar­ti­keln 67-71 so­wie die Vor­aus­set­zun­gen für den Ein­satz von De­ri­va­ten ge­mä­ss Ar­ti­kel 71 er­fül­len.

4Die Be­wil­li­gungs­trä­ger ge­mä­ss Ar­ti­kel 13 Ab­satz 2 Buch­sta­ben a, b, f und h KAG müs­sen ab dem 1. Ja­nu­ar 2017:

a.
die de­le­gier­ten Auf­ga­ben so­wie die Grund­sät­ze zur Mög­lich­keit der Wei­ter­de­le­ga­ti­on in ih­ren ent­spre­chen­den Or­ga­ni­sa­ti­ons­do­ku­men­ten auf­füh­ren;
b.
die An­for­de­run­gen von Ar­ti­kel 66 Ab­satz 5 be­tref­fend die De­le­ga­ti­on ins Aus­land ein­hal­ten.

5De­pot­ban­ken müs­sen am 1. Ja­nu­ar 2016 in­ter­ne Richt­li­ni­en ge­mä­ss Ar­ti­kel 78 im­ple­men­tiert ha­ben.

6Die Be­stim­mun­gen zur Kon­zern­rech­nung so­wie zu den An­ga­ben der Be­wer­tungs­ka­te­go­ri­en der An­la­gen (Art. 84 Abs. 2) sind erst­mals ein­zu­hal­ten im Ge­schäfts­jahr, das am 1. Ja­nu­ar 2016 oder in­ner­halb ei­nes Jah­res nach die­sem Da­tum be­ginnt.

7Die an­ge­fan­ge­nen Bau­ten müs­sen erst­mals ein Jahr nach In­kraft­tre­ten die­ser Ver­ord­nung ge­mä­ss Ar­ti­kel 86 zum Ver­kehrs­wert be­wer­tet wer­den.

8Die Of­fen­le­gungs­pflich­ten in der Jah­res­rech­nung ge­mä­ss den Än­de­run­gen der Vor­schrif­ten in den An­hän­gen 2 und 3 sind erst­mals zu er­fül­len im Ge­schäfts­jahr, das nach dem 1. Ja­nu­ar 2016 be­ginnt.

Art. 119 Inkrafttreten

Die­se Ver­ord­nung tritt am 1. Ja­nu­ar 2015 in Kraft.

Anhang 1

Anrechnung von Derivaten / Basiswertäquivalent

Anhang 2

Mindestgliederung der Vermögensrechnung beziehungsweise der Bilanz und der Erfolgsrechnung von Effektenfonds

Anhang 3

Mindestgliederung der Vermögensrechnung beziehungsweise der Bilanz und der Erfolgsrechnung von Immobilienfonds

A:
AHVG Bundesgesetz über die Alters- und Hinterlassenenversicherung
AHVV Verordnung über die Alters- und Hinterlassenenversicherung
AIG Bundesgesetz über die Ausländerinnen und Ausländer und über die Integration
AVIG Bundesgesetz über die obligatorische Arbeitslosenversicherung und die Insolvenzentschädigung
AVO Verordnung über die Beaufsichtigung von privaten Versicherungsunternehmen
AVO-FINMA Verordnung der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht über die Beaufsichtigung von privaten Versicherungsunternehmen
AdoV Verordnung über die Adoption
ArG Bundesgesetz über die Arbeit in Industrie, Gewerbe und Handel
ArGV 1 Verordnung 1 zum Arbeitsgesetz
AsylG Asylgesetz
B:
BBG Bundesgesetzüber die Berufsbildung
BEG Bundesgesetz über Bucheffekten
BEHG Bundesgesetz über die Börsen und den Effektenhandel
BEHV Verordnung über die Börsen und den Effektenhandel
BG-HAÜ Bundesgesetz zum Haager Adoptionsübereinkommen und über Massnahmen zum Schutz des Kindes bei internationalen Adoptionen
BG-KKE Bundesgesetz über internationale Kindesentführung und die Haager Übereinkommen zum Schutz von Kindern und Erwachsenen
BGBB Bundesgesetz über das bäuerliche Bodenrecht
BGFA Bundesgesetz über die Freizügigkeit der Anwältinnen und Anwälte
BGG Bundesgesetz über das Bundesgericht
BIV-FINMA Verordnung der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht über die Insolvenz von Banken und Effektenhändlern
BPG Bundespersonalgesetz
BPR Bundesgesetz über die politischen Rechte
BV Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft
BVG Bundesgesetz über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge
BZG Bundesgesetz über den Bevölkerungsschutz und den Zivilschutz
BankG Bundesgesetz über die Banken und Sparkassen
BankV Verordnung über die Banken und Sparkassen
BetmG Bundesgesetz über die Betäubungsmittel und die psychotropen Stoffe
BewG Bundesgesetz über den Erwerb von Grundstücken durch Personen im Ausland
BewV Verordnung über den Erwerb von Grundstücken durch Personen im Ausland
BöB Bundesgesetz über das öffentliche Beschaffungswesen
BüG Bundesgesetz über Erwerb und Verlust des Schweizer Bürgerrechts
D:
DBG Bundesgesetz über die direkte Bundessteuer
DSG Bundesgesetz über den Datenschutz
E:
EBG Eisenbahngesetz
EMRK Konvention zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten
EOG Bundesgesetz über den Erwerbsersatz für Dienstleistende und bei Mutterschaft
EOV Verordnung zum Erwerbsersatzgesetz
EÖBV Verordnung über die elektronische öffentliche Beurkundung
F:
FHG Bundesgesetz über den eidgenössischen Finanzhaushalt
FINMAG Bundesgesetz über die Eidgenössische Finanzmarktaufsicht
FKG Bundesgesetz über die Eidgenössische Finanzkontrolle
FMedG Bundesgesetz über die medizinisch unterstützte Fortpflanzung
FZG Bundesgesetz über die Freizügigkeit in der beruflichen Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge
FinfraG Bundesgesetz über die Finanzmarktinfrastrukturen und das Marktverhalten im Effekten- und Derivatehandel
FinfraV Verordnung über die Finanzmarktinfrastrukturen und das Marktverhalten im Effekten- und Derivatehandel
FinfraV-FINMA Verordnung der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht über die Finanzmarktinfrastrukturen und das Marktverhalten im Effekten- und Derivatehandel
FusG Bundesgesetz über Fusion, Spaltung, Umwandlung und Vermögensübertragung
G:
GBV Grundbuchverordnung
GSG Bundesgesetz über die von der Schweiz als Gaststaat gewährten Vorrechte, Immunitäten und Erleichterungen sowie finanziellen Beiträge
GUMG Bundesgesetz über genetische Untersuchungen beim Menschen
GeBüV Verordnung über die Führung und Aufbewahrung der Geschäftsbücher
GebV SchKG Gebührenverordnung zum Bundesgesetz über Schuldbetreibung und Konkurs
GlG Bundesgesetz über die Gleichstellung von Frau und Mann
H:
HEsÜ Übereinkommen über den internationalen Schutz von Erwachsenen
HKsÜ Übereinkommen
HRegV Handelsregisterverordnung
I:
IPRG Bundesgesetz über das Internationale Privatrecht
J:
JStG Bundesgesetz über das Jugendstrafrecht
JStPO Schweizerische Jugendstrafprozessordnung
K:
KAG Bundesgesetz über die kollektiven Kapitalanlagen
KAKV-FINMA Verordnung der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht über den Konkurs von kollektiven Kapitalanlagen
KG Bundesgesetz über Kartelle und andere Wettbewerbsbeschränkungen
KKV Verordnung über die kollektiven Kapitalanlagen
KKV-FINMA Verordnung der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht über die kollektiven Kapitalanlagen
KOV Verordnung über die Geschäftsführung der Konkursämter (KOV)
KVG Bundesgesetz über die Krankenversicherung
L:
LVG Bundesgesetz über die wirtschaftliche Landesversorgung
LugÜ Übereinkommen über die gerichtliche Zuständigkeit und die Anerkennung und Vollstreckung von Entscheidungen in Zivil- und Handelssachen
M:
MSchG Bundesgesetz über den Schutz von Marken und Herkunftsangaben
MStG Militärstrafgesetz
MWSTG Bundesgesetz über die Mehrwertsteuer
MWSTV Mehrwertsteuerverordnung
O:
OAV-SchKG Verordnung betreffend die Oberaufsicht über Schuldbetreibung und Konkurs
OHG Bundesgesetz über die Hilfe an Opfer von Straftaten
OR Bundesgesetz betreffend die Ergänzung des Schweizerischen Zivilgesetzbuches (Fünfter Teil: Obligationenrecht)
P:
PAVO Verordnung über die Aufnahme von Pflegekindern
PBV Verordnung über die Bekanntgabe von Preisen
ParlG Bundesgesetz über die Bundesversammlung
PartG Bundesgesetz über die eingetragene Partnerschaft gleichgeschlechtlicher Paare
PatGG Bundesgesetz über das Bundespatentgericht
PfG Pfandbriefgesetz
PrHG Bundesgesetz über die Produktehaftpflicht
PüG Preisüberwachungsgesetz
R:
RAG Bundesgesetz über die Zulassung und Beaufsichtigung der Revisorinnen und Revisoren
S:
SVG Strassenverkehrsgesetz
SVKG Verordnung über die Sanktionen bei unzulässigen Wettbewerbsbeschränkungen
SchKG Bundesgesetz über Schuldbetreibung und Konkurs
StBOG Bundesgesetz über die Organisation der Strafbehörden des Bundes
StG Bundesgesetz über die Stempelabgaben
StGB Schweizerisches Strafgesetzbuch
StHG Bundesgesetz über die Harmonisierung der direkten Steuern der Kantone und Gemeinden
StPO Schweizerische Strafprozessordnung
StV Verordnung über die Stempelabgaben
SuG Bundesgesetz über Finanzhilfen und Abgeltungen
U:
URG Bundesgesetz über das Urheberrecht und verwandte Schutzrechte
URV Verordnung über das Urheberrecht und verwandte Schutzrechte
UVG Bundesgesetz über die Unfallversicherung
UVV Verordnung über die Unfallversicherung
UWG Bundesgesetz gegen den unlauteren Wettbewerb
V:
VAG Bundesgesetz betreffend die Aufsicht über Versicherungsunternehmen
VASR Verordnung über die anerkannten Standards zur Rechnungslegung
VBB Verordnung über das bäuerliche Bodenrecht
VBVV Verordnung über die Vermögensverwaltung im Rahmen einer Beistandschaft oder Vormundschaft
VDSG Verordnung zum Bundesgesetz über den Datenschutz
VG Bundesgesetz über die Verantwortlichkeit des Bundes sowie seiner Behördemitglieder und Beamten
VGG Bundesgesetz über das Bundesverwaltungsgericht
VKA Verordnung über die Katastrophenhilfe im Ausland
VKV-FINMA Verordnung der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht über den Konkurs von Versicherungsunternehmen
VPAV Verordnung betreffend die Pfändung, Arrestierung und Verwertung von Versicherungsansprüchen nach dem Bundesgesetz vom 2. April 1908 über den Versicherungsvertrag
VStG Bundesgesetz über die Verrechnungssteuer
VStV Verordnung über die Verrechnungssteuer
VStrR Bundesgesetz über das Verwaltungsstrafrecht
VVAG Verordnung über die Pfändung und Verwertung von Anteilen an Gemeinschaftsvermögen
VVG Bundesgesetz über den Versicherungsvertrag
VZG Verordnung des Bundesgerichts über die Zwangsverwertung von Grundstücken
VegüV Verordnung gegen übermässige Vergütungen bei börsenkotierten Aktiengesellschaften
VeÜ-ZSSV Verordnung über die elektronische Übermittlung im Rahmen von Zivil- und Strafprozessen sowie von Schuldbetreibungs- und Konkursverfahren
VwVG Bundesgesetz über das Verwaltungsverfahren
VüKU Verordnung über die Kontrolle von Unternehmenszusammenschlüssen
VüS Verordnung über das Strafregister
W:
WG Bundesgesetz über Waffen, Waffenzubehör und Munition
Z:
ZG Zollgesetz
ZGB Schweizerisches Zivilgesetzbuch
ZPO Schweizerische Zivilprozessordnung
ZStV Zivilstandsverordnung
ZTG Zolltarifgesetz
Ü:
ÜbZ Übereinkunft betreffend Zivilprozessrecht
ÜüAVaS Übereinkommen über die Anerkennung und Vollstreckung ausländischer Schiedssprüche
ÜüRK Übereinkommen über die Rechte des Kindes
ÜüSKZGIA Übereinkommen über den Schutz von Kindern und die Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Internationalen Adoption
ÜüiZR Übereinkommen über den internationalen Zugang zur Rechtspflege
ÜüzAiK Übereinkommen über die zivilrechtlichen Aspekte internationaler Kindesentführung
C:
CC Code civil suisse
CEDH Convention de sauvegarde des droits de l'homme et des libertés fondamentales
CL Convention concernant la compétence judiciaire, la reconnaissance et l'exécution des décisions en matière civile et commerciale
CLaH 2000 Convention sur la protection internationale des adultes
CLaH 96 Convention
CO Loi fédérale complétant le Code civil suisse
CP Code pénal suisse
CPC Code de procédure civile
CPM Code pénal militaire
CPP Code de procédure pénale suisse
Caclid Convention sur les aspects civils de l'enlèvement international d'enfants
Cpecmdi Convention sur la protection des enfants et la coopération en matière d'adoption internationale
Cprlsaé Convention pour la reconnaissance et l'exécution des sentences arbitrales étrangères
Crdl Convention relative aux droits de l'enfant
Crpc Convention relative à la procédure civile
Cst. Constitution fédérale de la Confédération suisse
Ctflij Convention tendant à faciliter l'accès international à la justice
D:
DPA Loi fédérale sur le droit pénal administratif
DPMin Loi fédérale régissant la condition pénale des mineurs
L:
LAA Loi fédérale sur l'assurance-accidents
LACI Loi fédérale sur l'assurance-chômage obligatoire et l'indemnité en cas d'insolvabilité
LAGH Loi fédérale sur l'analyse génétique humaine
LAMal Loi fédérale sur l'assurance-maladie
LAP Loi fédérale sur l'approvisionnement économique du pays
LAPG Loi fédérale sur les allocations pour perte de gain en cas de service et de maternité
LAVI Loi fédérale sur l'aide aux victimes d'infractions
LAVS Loi fédérale sur l'assurance-vieillesse et survivants
LArm Loi fédérale sur les armes, les accessoires d'armes et les munitions
LAsi Loi sur l'asile
LB Loi fédérale sur les banques et les caisses d'épargne
LBVM Loi fédérale sur les bourses et le commerce des valeurs mobilières
LCA Loi fédérale sur le contrat d'assurance
LCD Loi fédérale contre la concurrence déloyale
LCF Loi fédérale sur le Contrôle fédéral des finances
LCR Loi fédérale sur la circulation routière
LCart Loi fédérale sur les cartels et autres restrictions à la concurrence
LCdF Loi fédérale sur les chemins de fer
LD Loi sur les douanes
LDA Loi fédérale sur le droit d'auteur et les droits voisins
LDFR Loi fédérale sur le droit foncier rural
LDIP Loi fédérale sur le droit international privé
LDP Loi fédérale sur les droits politiques
LEH Loi fédérale sur les privilèges, les immunités et les facilités, ainsi que sur les aides financières accordés par la Suisse en tant qu'Etat hôte
LEI Loi fédérale sur les étrangers et l'intégration
LEg Loi fédérale sur l'égalité entre femmes et hommes
LF-CLaH Loi fédérale relative à la Convention de La Haye sur l'adoption et aux mesures de protection de l'enfant en cas d'adoption internationale
LF-EEA Loi fédérale sur l'enlèvement international d'enfants et les Conventions de La Haye sur la protection des enfants et des adultes
LFAIE Loi fédérale sur l'acquisition d'immeubles par des personnes à l'étranger
LFC Loi sur les finances de la Confédération
LFINMA Loi sur l'Autorité fédérale de surveillance des marchés financiers
LFLP Loi fédérale sur le libre passage dans la prévoyance professionnelle vieillesse, survivants et invalidité
LFPr Loi fédérale sur la formation professionnelle
LFus Loi fédérale sur la fusion, la scission, la transformation et le transfert de patrimoine
LHID Loi fédérale sur l'harmonisation des impôts directs des cantons et des communes
LIA Loi fédérale sur l'impôt anticipé (LIA)
LIFD Loi fédérale sur l'impôt fédéral direct
LIMF Loi fédérale sur les infrastructures des marchés financiers et le comportement sur le marché en matière de négociation de valeurs mobilières et de dérivés*
LLCA Loi fédérale sur la libre circulation des avocats
LLG Loi sur l'émission de lettres de gage
LMP Loi fédérale sur les marchés publics
LN Loi fédérale sur l'acquisition et la perte de la nationalité suisse
LOAP Loi fédérale sur l'organisation des autorités pénales de la Confédération
LP Loi fédérale sur la poursuite pour dettes et la faillite
LPCC Loi fédérale sur les placements collectifs de capitaux*
LPD Loi fédérale sur la protection des données
LPM Loi fédérale sur la protection des marques et des indications de provenance
LPMA Loi fédérale sur la procréation médicalement assistée*
LPP Loi fédérale sur la prévoyance professionnelle vieillesse, survivants et invalidité
LPPCi Loi fédérale sur la protection de la population et sur la protection civile
LParl Loisur l'Assemblée fédérale
LPart Loi fédérale sur le partenariat enregistré entre personnes du même sexe
LPers Loi sur le personnel de la Confédération
LRCF Loi fédérale sur la responsabilité de la Confédération, des membres de ses autorités et de ses fonctionnaires
LRFP Loi fédérale sur la responsabilité du fait des produits
LSA Loi fédérale sur la surveillance des entreprises d'assurance
LSPr Loi fédérale concernant la surveillance des prix
LSR Loi fédérale sur l'agrément et la surveillance des réviseurs
LStup Loi fédérale sur les stupéfiants et les substances psychotropes
LSu Loi fédérale sur les aides financières et les indemnités
LT Loi fédérale sur les droits de timbre
LTAF Loi sur le Tribunal administratif fédéral
LTF Loi sur le Tribunal fédéral
LTFB Loi<em></em>sur le Tribunal fédéral des brevets
LTI Loi fédérale sur les titres intermédiés
LTVA Loi fédérale régissant la taxe sur la valeur ajoutée
LTaD Loi sur le tarif des douanes
LTr Loi fédérale sur le travail dans l'industrie, l'artisanat et le commerce
O:
OAAE Ordonnance sur l'acte authentique électronique
OACata Ordonnance sur l'aide en cas de catastrophe à l'étranger
OAIE Ordonnance sur l'acquisition d'immeubles par des personnes à l'étranger
OAOF Ordonnance sur l'administration des offices de faillite
OAdo Ordonnance sur l'adoption
OB Ordonnance sur les banques et les caisses d'épargne
OBVM Ordonnance sur les bourses et le commerce des valeurs mobilières
OCEl-PCPP Ordonnance sur la communication électronique dans le cadre de procédures civiles et pénales et de procédures en matière de poursuite pour dettes et de faillite
ODAu Ordonnance sur le droit d'auteur et les droits voisins
ODFR Ordonnance sur le droit foncier rural
OEC Ordonnance sur l'état civil
OELP Ordonnance sur les émoluments perçus en application de la loi fédérale sur la poursuite pour dettes et la faillite
OFA-FINMA Ordonnance de l'Autorité fédérale de surveillance des marchés financiers sur la faillite des entreprises d'assurance
OFPC-FINMA Ordonnance de l'Autorité fédérale de surveillance des marchés financiers sur la faillite de placements collectifs de capitaux
OGPCT Ordonnance sur la gestion du patrimoine dans le cadre d'une curatelle ou d'une tutelle
OHS-LP Ordonnance relative à la haute surveillance en matière de poursuite et de faillite
OIA Ordonnance sur l'impôt anticipé
OIB-FINMA Ordonnance de l'Autorité fédérale de surveillance des marchés financiers sur l'insolvabilité des banques et des négociants en valeurs mobilières
OIMF Ordonnance sur les infrastructures des marchés financiers et le comportement sur le marché en matière de négociation de valeurs mobilières et de dérivés
OIMF-FINMA Ordonnance
OIP Ordonnance sur l'indication des prix
OLAA Ordonnance sur l'assurance-accidents
OLPD Ordonnance relative à la loi fédérale sur la protection des données
OLT 1 Ordonnance 1 relative à la loi sur le travail
ONCR Ordonnance sur les normes comptables reconnues
OPC Ordonnance concernant la saisie et la réalisation de parts de communautés
OPC-FINMA Ordonnance de l'Autorité fédérale de surveillance des marchés financiers sur les placements collectifs de capitaux
OPCC Ordonnance sur les placements collectifs de capitaux
OPE Ordonnance sur le placement d'enfants
ORAb Ordonnance contre les rémunérations abusives dans les sociétés anonymes cotées en bourse
ORC Ordonnance sur le registre du commerce
ORF Ordonnance sur le registre foncier
ORFI Ordonnance du Tribunal fédéral sur la réalisation forcée des immeubles
OS Ordonnance sur la surveillance des entreprises d'assurance privées
OS LCart Ordonnance sur les sanctions en cas de restrictions illicites à la concurrence
OS-FINMA Ordonnance de l'Autorité fédérale de surveillance des marchés financiers sur la surveillance des entreprises d'assurance privées
OSAss Ordonnance concernant la saisie, le séquestre et la réalisation des droits découlant d'assurances d'après la loi fédérale du 2 avril 1908 sur le contrat d'assurance
OT Ordonnance sur les droits de timbre
OTVA Ordonnance régissant la taxe sur la valeur ajoutée
Occd Ordonnance sur le contrôle des concentrations d'entreprises
Ocj Ordonnance sur le casier judiciaire
Olico Ordonnance concernant la tenue et la conservation des livres de comptes
P:
PA Loi fédérale sur la procédure administrative
PPMin Loi fédérale sur la procédure pénale applicable aux mineurs
R:
RAPG Règlement sur les allocations pour perte de gain
RAVS Règlement sur l'assurance-vieillesse et survivants
C:
C Convenzione
CC Codice civile svizzero
CEDU Convenzione per la salvaguardia dei diritti dell'uomo e delle libertà fondamentali
CLug Convenzione concernente la competenza giurisdizionale, il riconoscimento e l'esecuzione delle decisioni in materia civile e commerciale
CO Legge federale di complemento del Codice civile svizzero
CP Codice penale svizzero
CPC Codice di diritto processuale civile svizzero
CPM Codice penale militare
CPP Codice di diritto processuale penale svizzero
Ccrldsae Convenzione concernente il riconoscimento e l'esecuzione delle sentenze arbitrali estere
Cdf Convenzione sui diritti del fanciullo
Cost. Costituzione federale della Confederazione Svizzera
Crapc Convenzione relativa alla procedura civile
Csacrim Convenzione sugli aspetti civili del rapimento internazionale di minori
Cspida Convenzione sulla protezione internazionale degli adulti
Cspmscmai Convenzione sulla protezione dei minori e sulla cooperazione in materia di adozione internazionale
Cvfliag Convenzione volta a facilitare l'accesso internazionale alla giustizia
D:
DPA Legge federale sul diritto penale amministrativo
DPMin Legge federale sul diritto penale minorile
L:
LADI Legge federale sull'assicurazione obbligatoria contro la disoccupazione e l'indennità per insolvenza
LAFE Legge federale sull'acquisto di fondi da parte di persone all'estero
LAID Legge federale sull'armonizzazione delle imposte dirette dei Cantoni e dei Comuni
LAINF Legge federale sull'assicurazione contro gli infortuni
LAMal Legge federale sull'assicurazione malattie
LAP Legge federale sull'approvvigionamento economico del Paese
LAPub Legge federale sugli acquisti pubblici
LAV Legge federale concernente l'aiuto alle vittime di reati
LAVS Legge federale su l'assicurazione per la vecchiaia e per i superstiti
LArm Legge federale sulle armi, gli accessori di armi e le munizioni
LAsi Legge sull'asilo
LBCR Legge federale sulle banche e le casse di risparmio
LBVM Legge federale sulle borse e il commercio di valori mobiliari
LCA Legge federale sul contratto d'assicurazione
LCF Legge federale sul controllo federale delle finanze
LCSl Legge federale contro la concorrenza sleale
LCStr Legge federale sulla circolazione stradale
LCart Legge federale sui cartelli e altre limitazioni della concorrenza
LCit Legge federale su l'acquisto e la perdita della cittadinanza svizzera
LD Legge sulle dogane
LDA Legge federale sul diritto d'autore e sui diritti di protezione affini
LDFR Legge federale sul diritto fondiario rurale
LDIP Legge federale sul diritto internazionale privato
LDP Legge federale sui diritti politici
LEF Legge federale sulla esecuzione e sul fallimento
LEGU Legge federale sugli esami genetici sull'essere umano
LF-CAA Legge federale relativa alla Convenzione dell'Aia sull'adozione e a provvedimenti per la protezione del minore nelle adozioni internazionali
LF-RMA Legge federale sul rapimento internazionale dei minori e sulle Convenzioni dell'Aia sulla protezione dei minori e degli adulti
LFC Legge federale sulle finanze della Confederazione
LFINMA Legge federale concernente l'Autorità federale di vigilanza sui mercati finanziari
LFLP Legge federale sul libero passaggio nella previdenza professionale per la vecchiaia, i superstiti e l'invalidità
LFPr Legge federale sulla formazione professionale
LFus Legge federale sulla fusione, la scissione, la trasformazione e il trasferimento di patrimonio
LICol Legge federale sugli investimenti collettivi di capitale
LIFD Legge federale sull'imposta federale diretta
LIP Legge federale sull'imposta preventiva
LIPG Legge federale sulle indennità di perdita di guadagno per chi presta servizio e in caso di maternità
LIVA Legge federale concernente l'imposta sul valore aggiunto
LInFi Legge federale sulle infrastrutture del mercato finanziario e il comportamento sul mercato nel commercio di valori mobiliari e derivati
LL Legge federale sul lavoro nell'industria, nell'artigianato e nel commercio
LLCA Legge federale sulla libera circolazione degli avvocati
LOAP Legge federale sull'organizzazione delle autorità penali della Confederazione
LOF Legge sulle obbligazioni fondiarie
LPAM Legge federale concernente la procreazione con assistenza medica
LPD Legge federale sulla protezione dei dati
LPM Legge federale sulla protezione dei marchi e delle indicazioni di provenienza
LPP Legge federale sulla previdenza professionale per la vecchiaia, i superstiti e l'invalidità
LPPC Legge federale sulla protezione della popolazione e sulla protezione civile
LPar Legge federale sulla parità dei sessi
LParl Legge federale sull'Assemblea federale
LPers Legge sul personale federale
LRDP Legge federale sulla responsabilità per danno da prodotti
LResp Legge federale su la responsabilità della Confederazione, dei membri delle autorità federali e dei funzionari federali
LSA Legge federale sulla sorveglianza delle imprese di assicurazione
LSO Legge federale sui privilegi, le immunità e le facilitazioni, nonché sugli aiuti finanziari accordati dalla Svizzera quale Stato ospite
LSPr Legge federale sulla sorveglianza dei prezzi
LSR Legge federalesull'abilitazione e la sorveglianza dei revisori
LStrI Legge federale sugli stranieri e la loro integrazione
LStup Legge federale sugli stupefacenti e sulle sostanze psicotrope
LSu Legge federale sugli aiuti finanziari e le indennità
LTAF Legge sul Tribunale amministrativo federale
LTB Legge federale sulle tasse di bollo
LTCo Legge federale sui titoli contabili
LTD Legge sulla tariffa delle dogane
LTF Legge sul Tribunale federale
LTFB Legge sul Tribunale federale dei brevetti
LUD Legge federale sull'unione domestica registrata di coppie omosessuali
Lferr Legge federale sulle ferrovie
O:
OABCT Ordinanza sull'amministrazione di beni nell'ambito di una curatela o di una tutela
OACata Ordinanza sull'aiuto in caso di catastrofe all'estero
OAFE Ordinanza sull'acquisto di fondi da parte di persone all'estero
OAINF Ordinanza sull'assicurazione contro gli infortuni
OAMin Ordinanza sull'accoglimento di minori a scopo di affiliazione
OAPuE Ordinanza sugli atti pubblici in forma elettronica
OAV-LEF Ordinanza concernente l'alta vigilanza sulla esecuzione e sul fallimento
OAVS Ordinanza sull'assicurazione per la vecchiaia e per i superstiti
OAdoz Ordinanza sull'adozione
OBCR Ordinanza sulle banche e le casse di risparmio
OBVM Ordinanza sulle borse e il commercio di valori mobiliari
OCE-PCPE Ordinanza sulla comunicazione per via elettronica nell'ambito di procedimenti civili e penali nonché di procedure d'esecuzione e fallimento
ODAu Ordinanza sul diritto d'autore e sui diritti di protezione affini
ODFR Ordinanza sul diritto fondiario rurale
ODiC Ordinanza concernente il pignoramento e la realizzazione di diritti in comunione
OFA-FINMA Ordinanza dell'Autorità federale di vigilanza sui mercati finanziari sul fallimento delle imprese di assicurazione
OFICol-FINMA Ordinanza dell'Autorità federale di vigilanza sui mercati finanziari sul fallimento degli investimenti collettivi di capitale
OIB-FINMA Ordinanza dell'Autorità federale di vigilanza sui mercati finanziari sull'insolvenza di banche e commercianti di valori mobiliari
OICol Ordinanza sugli investimenti collettivi di capitale
OICol-FINMA Ordinanza dell'Autorità federale di vigilanza sui mercati finanziari sugli investimenti collettivi di capitale
OIP Ordinanza sull'indicazione dei prezzi
OIPG Ordinanza sulle indennità di perdita di guadagno
OIPrev Ordinanza sull'imposta preventiva
OIVA Ordinanza concernente l'imposta sul valore aggiunto
OInFi Ordinanza sulle infrastrutture del mercato finanziario e il comportamento sul mercato nel commercio di valori mobiliari e derivati
OInFi-FINMA Ordinanza
OLL 1 Ordinanza 1 concernente la legge sul lavoro
OLPD Ordinanza relativa alla legge federale sulla protezione dei dati
ONCR Ordinanza sulle norme contabili riconosciute
ORC Ordinanza sul registro di commercio
ORF Ordinanza sul registro fondiario
OReSA Ordinanza contro le retribuzioni abusive nelle società anonime quotate in borsa
OS Ordinanza sulla sorveglianza delle imprese di assicurazione private
OS LCart Ordinanza sulle sanzioni in caso di limitazioni illecite della concorrenza
OS-FINMA Ordinanza dell'Autorità federale di vigilanza sui mercati finanziari sulla sorveglianza delle imprese di assicurazione private
OSC Ordinanza sullo stato civile
OTB Ordinanza concernente le tasse di bollo
OTLEF Ordinanza sulle tasse riscosse in applicazione della legge federale sulla esecuzione e sul fallimento
Occdci Ordinanza concernente il controllo delle concentrazioni di imprese
Ocg Ordinanza sul casellario giudiziale
Olc Ordinanza sulla tenuta e la conservazione dei libri di commercio
P:
PA Legge federale sulla procedura amministrativa
PPMin Legge federale di diritto processuale penale minorile
R:
RFF Regolamento del Tribunale federale concernente la realizzazione forzata di fondi
RPAss Regolamento
RUF Regolamento concernente l'amministrazione degli uffici dei fallimenti
A:
AIG Federal Act on Foreign Nationals and Integration
AdoV Ordinance on Adoption
AsylG Asylum Act
B:
BBG Federal Acton Vocational and Professional Education and Training
BEG Federal Act on Intermediated Securities
BG-KKE Federal Act on International Child Abduction and the Hague Conventions on the Protection of Children and Adults
BIV-FINMA Ordinance of the Swiss Financial Market Supervisory Authority on the Insolvency of Banks and Securities Dealers
BPR Federal Act on Political Rights
BV Federal Constitution of the Swiss Confederation
BetmG Federal Act on Narcotics and Psychotropic Substances
D:
DSG Federal Act on Data Protection
F:
FINMAG Federal Act on the Swiss Financial Market Supervisory Authority
FMedG Federal Act on Medically Assisted Reproduction
FinfraG Federal Act on Financial Market Infrastructures and Market Conduct in Securities and Derivatives Trading
FinfraV Ordinance on Financial Market Infrastructures and Market Conduct in Securities and Derivatives Trading
FinfraV-FINMA Ordinance of the Swiss Financial Market Supervisory Authority on Financial Market Infrastructures and Market Conduct in Securities and Derivatives Trading
G:
GSG Federal Act on the Privileges, Immunities and Facilities and the Financial Subsidies granted by Switzerland as a Host State
GUMG Federal Act on Human Genetic Testing
GlG Federal Act on Gender Equality
K:
KAG Federal Act on Collective Investment Schemes
KG Federal Act on Cartels and other Restraints of Competition
KKV Ordinance on Collective Investment Schemes
KKV-FINMA Ordinance of the Swiss Financial Market Supervisory Authority on Collective Investment Schemes
M:
MSchG Federal Act on the Protection of Trade Marks and Indications of Source
MWSTG Federal Act on Value Added Tax
MWSTV Ordinance on Value Added Tax
O:
OR Federal Act on the Amendment of the Swiss Civil Code
P:
ParlG Federal Act on the Federal Assembly
PatGG Federal Act on the Federal Patent Court
S:
SVKG Ordinance on Sanctions imposed for Unlawful Restraints of Competition
StGB Swiss Criminal Code
StPO Swiss Criminal Procedure Code
U:
URG Federal Act on Copyright and Related Rights
V:
VDSG 235.11
VwVG Federal Act on Administrative Procedure
VüKU Ordinance on the Control of Concentrations of Undertakings
Z:
ZGB Swiss Civil Code
ZPO Swiss Civil Procedure Code
ZTG Customs Tariff Act
A:
AHVG Bundesgesetz über die Alters- und Hinterlassenenversicherung
AHVV Verordnung über die Alters- und Hinterlassenenversicherung
AIG Bundesgesetz über die Ausländerinnen und Ausländer und über die Integration
AVIG Bundesgesetz über die obligatorische Arbeitslosenversicherung und die Insolvenzentschädigung
AVO Verordnung über die Beaufsichtigung von privaten Versicherungsunternehmen
AVO-FINMA Verordnung der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht über die Beaufsichtigung von privaten Versicherungsunternehmen
AdoV Verordnung über die Adoption
ArG Bundesgesetz über die Arbeit in Industrie, Gewerbe und Handel
ArGV 1 Verordnung 1 zum Arbeitsgesetz
AsylG Asylgesetz
B:
BBG Bundesgesetzüber die Berufsbildung
BEG Bundesgesetz über Bucheffekten
BEHG Bundesgesetz über die Börsen und den Effektenhandel
BEHV Verordnung über die Börsen und den Effektenhandel
BG-HAÜ Bundesgesetz zum Haager Adoptionsübereinkommen und über Massnahmen zum Schutz des Kindes bei internationalen Adoptionen
BG-KKE Bundesgesetz über internationale Kindesentführung und die Haager Übereinkommen zum Schutz von Kindern und Erwachsenen
BGBB Bundesgesetz über das bäuerliche Bodenrecht
BGFA Bundesgesetz über die Freizügigkeit der Anwältinnen und Anwälte
BGG Bundesgesetz über das Bundesgericht
BIV-FINMA Verordnung der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht über die Insolvenz von Banken und Effektenhändlern
BPG Bundespersonalgesetz
BPR Bundesgesetz über die politischen Rechte
BV Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft
BVG Bundesgesetz über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge
BZG Bundesgesetz über den Bevölkerungsschutz und den Zivilschutz
BankG Bundesgesetz über die Banken und Sparkassen
BankV Verordnung über die Banken und Sparkassen
BetmG Bundesgesetz über die Betäubungsmittel und die psychotropen Stoffe
BewG Bundesgesetz über den Erwerb von Grundstücken durch Personen im Ausland
BewV Verordnung über den Erwerb von Grundstücken durch Personen im Ausland
BöB Bundesgesetz über das öffentliche Beschaffungswesen
BüG Bundesgesetz über Erwerb und Verlust des Schweizer Bürgerrechts
D:
DBG Bundesgesetz über die direkte Bundessteuer
DSG Bundesgesetz über den Datenschutz
E:
EBG Eisenbahngesetz
EMRK Konvention zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten
EOG Bundesgesetz über den Erwerbsersatz für Dienstleistende und bei Mutterschaft
EOV Verordnung zum Erwerbsersatzgesetz
EÖBV Verordnung über die elektronische öffentliche Beurkundung
F:
FHG Bundesgesetz über den eidgenössischen Finanzhaushalt
FINMAG Bundesgesetz über die Eidgenössische Finanzmarktaufsicht
FKG Bundesgesetz über die Eidgenössische Finanzkontrolle
FMedG Bundesgesetz über die medizinisch unterstützte Fortpflanzung
FZG Bundesgesetz über die Freizügigkeit in der beruflichen Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge
FinfraG Bundesgesetz über die Finanzmarktinfrastrukturen und das Marktverhalten im Effekten- und Derivatehandel
FinfraV Verordnung über die Finanzmarktinfrastrukturen und das Marktverhalten im Effekten- und Derivatehandel
FinfraV-FINMA Verordnung der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht über die Finanzmarktinfrastrukturen und das Marktverhalten im Effekten- und Derivatehandel
FusG Bundesgesetz über Fusion, Spaltung, Umwandlung und Vermögensübertragung
G:
GBV Grundbuchverordnung
GSG Bundesgesetz über die von der Schweiz als Gaststaat gewährten Vorrechte, Immunitäten und Erleichterungen sowie finanziellen Beiträge
GUMG Bundesgesetz über genetische Untersuchungen beim Menschen
GeBüV Verordnung über die Führung und Aufbewahrung der Geschäftsbücher
GebV SchKG Gebührenverordnung zum Bundesgesetz über Schuldbetreibung und Konkurs
GlG Bundesgesetz über die Gleichstellung von Frau und Mann
H:
HEsÜ Übereinkommen über den internationalen Schutz von Erwachsenen
HKsÜ Übereinkommen
HRegV Handelsregisterverordnung
I:
IPRG Bundesgesetz über das Internationale Privatrecht
J:
JStG Bundesgesetz über das Jugendstrafrecht
JStPO Schweizerische Jugendstrafprozessordnung
K:
KAG Bundesgesetz über die kollektiven Kapitalanlagen
KAKV-FINMA Verordnung der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht über den Konkurs von kollektiven Kapitalanlagen
KG Bundesgesetz über Kartelle und andere Wettbewerbsbeschränkungen
KKV Verordnung über die kollektiven Kapitalanlagen
KKV-FINMA Verordnung der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht über die kollektiven Kapitalanlagen
KOV Verordnung über die Geschäftsführung der Konkursämter (KOV)
KVG Bundesgesetz über die Krankenversicherung
L:
LVG Bundesgesetz über die wirtschaftliche Landesversorgung
LugÜ Übereinkommen über die gerichtliche Zuständigkeit und die Anerkennung und Vollstreckung von Entscheidungen in Zivil- und Handelssachen
M:
MSchG Bundesgesetz über den Schutz von Marken und Herkunftsangaben
MStG Militärstrafgesetz
MWSTG Bundesgesetz über die Mehrwertsteuer
MWSTV Mehrwertsteuerverordnung
O:
OAV-SchKG Verordnung betreffend die Oberaufsicht über Schuldbetreibung und Konkurs
OHG Bundesgesetz über die Hilfe an Opfer von Straftaten
OR Bundesgesetz betreffend die Ergänzung des Schweizerischen Zivilgesetzbuches (Fünfter Teil: Obligationenrecht)
P:
PAVO Verordnung über die Aufnahme von Pflegekindern
PBV Verordnung über die Bekanntgabe von Preisen
ParlG Bundesgesetz über die Bundesversammlung
PartG Bundesgesetz über die eingetragene Partnerschaft gleichgeschlechtlicher Paare
PatGG Bundesgesetz über das Bundespatentgericht
PfG Pfandbriefgesetz
PrHG Bundesgesetz über die Produktehaftpflicht
PüG Preisüberwachungsgesetz
R:
RAG Bundesgesetz über die Zulassung und Beaufsichtigung der Revisorinnen und Revisoren
S:
SVG Strassenverkehrsgesetz
SVKG Verordnung über die Sanktionen bei unzulässigen Wettbewerbsbeschränkungen
SchKG Bundesgesetz über Schuldbetreibung und Konkurs
StBOG Bundesgesetz über die Organisation der Strafbehörden des Bundes
StG Bundesgesetz über die Stempelabgaben
StGB Schweizerisches Strafgesetzbuch
StHG Bundesgesetz über die Harmonisierung der direkten Steuern der Kantone und Gemeinden
StPO Schweizerische Strafprozessordnung
StV Verordnung über die Stempelabgaben
SuG Bundesgesetz über Finanzhilfen und Abgeltungen
U:
URG Bundesgesetz über das Urheberrecht und verwandte Schutzrechte
URV Verordnung über das Urheberrecht und verwandte Schutzrechte
UVG Bundesgesetz über die Unfallversicherung
UVV Verordnung über die Unfallversicherung
UWG Bundesgesetz gegen den unlauteren Wettbewerb
V:
VAG Bundesgesetz betreffend die Aufsicht über Versicherungsunternehmen
VASR Verordnung über die anerkannten Standards zur Rechnungslegung
VBB Verordnung über das bäuerliche Bodenrecht
VBVV Verordnung über die Vermögensverwaltung im Rahmen einer Beistandschaft oder Vormundschaft
VDSG Verordnung zum Bundesgesetz über den Datenschutz
VG Bundesgesetz über die Verantwortlichkeit des Bundes sowie seiner Behördemitglieder und Beamten
VGG Bundesgesetz über das Bundesverwaltungsgericht
VKA Verordnung über die Katastrophenhilfe im Ausland
VKV-FINMA Verordnung der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht über den Konkurs von Versicherungsunternehmen
VPAV Verordnung betreffend die Pfändung, Arrestierung und Verwertung von Versicherungsansprüchen nach dem Bundesgesetz vom 2. April 1908 über den Versicherungsvertrag
VStG Bundesgesetz über die Verrechnungssteuer
VStV Verordnung über die Verrechnungssteuer
VStrR Bundesgesetz über das Verwaltungsstrafrecht
VVAG Verordnung über die Pfändung und Verwertung von Anteilen an Gemeinschaftsvermögen
VVG Bundesgesetz über den Versicherungsvertrag
VZG Verordnung des Bundesgerichts über die Zwangsverwertung von Grundstücken
VegüV Verordnung gegen übermässige Vergütungen bei börsenkotierten Aktiengesellschaften
VeÜ-ZSSV Verordnung über die elektronische Übermittlung im Rahmen von Zivil- und Strafprozessen sowie von Schuldbetreibungs- und Konkursverfahren
VwVG Bundesgesetz über das Verwaltungsverfahren
VüKU Verordnung über die Kontrolle von Unternehmenszusammenschlüssen
VüS Verordnung über das Strafregister
W:
WG Bundesgesetz über Waffen, Waffenzubehör und Munition
Z:
ZG Zollgesetz
ZGB Schweizerisches Zivilgesetzbuch
ZPO Schweizerische Zivilprozessordnung
ZStV Zivilstandsverordnung
ZTG Zolltarifgesetz
Ü:
ÜbZ Übereinkunft betreffend Zivilprozessrecht
ÜüAVaS Übereinkommen über die Anerkennung und Vollstreckung ausländischer Schiedssprüche
ÜüRK Übereinkommen über die Rechte des Kindes
ÜüSKZGIA Übereinkommen über den Schutz von Kindern und die Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Internationalen Adoption
ÜüiZR Übereinkommen über den internationalen Zugang zur Rechtspflege
ÜüzAiK Übereinkommen über die zivilrechtlichen Aspekte internationaler Kindesentführung
C:
CC Code civil suisse
CEDH Convention de sauvegarde des droits de l'homme et des libertés fondamentales
CL Convention concernant la compétence judiciaire, la reconnaissance et l'exécution des décisions en matière civile et commerciale
CLaH 2000 Convention sur la protection internationale des adultes
CLaH 96 Convention
CO Loi fédérale complétant le Code civil suisse
CP Code pénal suisse
CPC Code de procédure civile
CPM Code pénal militaire
CPP Code de procédure pénale suisse
Caclid Convention sur les aspects civils de l'enlèvement international d'enfants
Cpecmdi Convention sur la protection des enfants et la coopération en matière d'adoption internationale
Cprlsaé Convention pour la reconnaissance et l'exécution des sentences arbitrales étrangères
Crdl Convention relative aux droits de l'enfant
Crpc Convention relative à la procédure civile
Cst. Constitution fédérale de la Confédération suisse
Ctflij Convention tendant à faciliter l'accès international à la justice
D:
DPA Loi fédérale sur le droit pénal administratif
DPMin Loi fédérale régissant la condition pénale des mineurs
L:
LAA Loi fédérale sur l'assurance-accidents
LACI Loi fédérale sur l'assurance-chômage obligatoire et l'indemnité en cas d'insolvabilité
LAGH Loi fédérale sur l'analyse génétique humaine
LAMal Loi fédérale sur l'assurance-maladie
LAP Loi fédérale sur l'approvisionnement économique du pays
LAPG Loi fédérale sur les allocations pour perte de gain en cas de service et de maternité
LAVI Loi fédérale sur l'aide aux victimes d'infractions
LAVS Loi fédérale sur l'assurance-vieillesse et survivants
LArm Loi fédérale sur les armes, les accessoires d'armes et les munitions
LAsi Loi sur l'asile
LB Loi fédérale sur les banques et les caisses d'épargne
LBVM Loi fédérale sur les bourses et le commerce des valeurs mobilières
LCA Loi fédérale sur le contrat d'assurance
LCD Loi fédérale contre la concurrence déloyale
LCF Loi fédérale sur le Contrôle fédéral des finances
LCR Loi fédérale sur la circulation routière
LCart Loi fédérale sur les cartels et autres restrictions à la concurrence
LCdF Loi fédérale sur les chemins de fer
LD Loi sur les douanes
LDA Loi fédérale sur le droit d'auteur et les droits voisins
LDFR Loi fédérale sur le droit foncier rural
LDIP Loi fédérale sur le droit international privé
LDP Loi fédérale sur les droits politiques
LEH Loi fédérale sur les privilèges, les immunités et les facilités, ainsi que sur les aides financières accordés par la Suisse en tant qu'Etat hôte
LEI Loi fédérale sur les étrangers et l'intégration
LEg Loi fédérale sur l'égalité entre femmes et hommes
LF-CLaH Loi fédérale relative à la Convention de La Haye sur l'adoption et aux mesures de protection de l'enfant en cas d'adoption internationale
LF-EEA Loi fédérale sur l'enlèvement international d'enfants et les Conventions de La Haye sur la protection des enfants et des adultes
LFAIE Loi fédérale sur l'acquisition d'immeubles par des personnes à l'étranger
LFC Loi sur les finances de la Confédération
LFINMA Loi sur l'Autorité fédérale de surveillance des marchés financiers
LFLP Loi fédérale sur le libre passage dans la prévoyance professionnelle vieillesse, survivants et invalidité
LFPr Loi fédérale sur la formation professionnelle
LFus Loi fédérale sur la fusion, la scission, la transformation et le transfert de patrimoine
LHID Loi fédérale sur l'harmonisation des impôts directs des cantons et des communes
LIA Loi fédérale sur l'impôt anticipé (LIA)
LIFD Loi fédérale sur l'impôt fédéral direct
LIMF Loi fédérale sur les infrastructures des marchés financiers et le comportement sur le marché en matière de négociation de valeurs mobilières et de dérivés*
LLCA Loi fédérale sur la libre circulation des avocats
LLG Loi sur l'émission de lettres de gage
LMP Loi fédérale sur les marchés publics
LN Loi fédérale sur l'acquisition et la perte de la nationalité suisse
LOAP Loi fédérale sur l'organisation des autorités pénales de la Confédération
LP Loi fédérale sur la poursuite pour dettes et la faillite
LPCC Loi fédérale sur les placements collectifs de capitaux*
LPD Loi fédérale sur la protection des données
LPM Loi fédérale sur la protection des marques et des indications de provenance
LPMA Loi fédérale sur la procréation médicalement assistée*
LPP Loi fédérale sur la prévoyance professionnelle vieillesse, survivants et invalidité
LPPCi Loi fédérale sur la protection de la population et sur la protection civile
LParl Loisur l'Assemblée fédérale
LPart Loi fédérale sur le partenariat enregistré entre personnes du même sexe
LPers Loi sur le personnel de la Confédération
LRCF Loi fédérale sur la responsabilité de la Confédération, des membres de ses autorités et de ses fonctionnaires
LRFP Loi fédérale sur la responsabilité du fait des produits
LSA Loi fédérale sur la surveillance des entreprises d'assurance
LSPr Loi fédérale concernant la surveillance des prix
LSR Loi fédérale sur l'agrément et la surveillance des réviseurs
LStup Loi fédérale sur les stupéfiants et les substances psychotropes
LSu Loi fédérale sur les aides financières et les indemnités
LT Loi fédérale sur les droits de timbre
LTAF Loi sur le Tribunal administratif fédéral
LTF Loi sur le Tribunal fédéral
LTFB Loi<em></em>sur le Tribunal fédéral des brevets
LTI Loi fédérale sur les titres intermédiés
LTVA Loi fédérale régissant la taxe sur la valeur ajoutée
LTaD Loi sur le tarif des douanes
LTr Loi fédérale sur le travail dans l'industrie, l'artisanat et le commerce
O:
OAAE Ordonnance sur l'acte authentique électronique
OACata Ordonnance sur l'aide en cas de catastrophe à l'étranger
OAIE Ordonnance sur l'acquisition d'immeubles par des personnes à l'étranger
OAOF Ordonnance sur l'administration des offices de faillite
OAdo Ordonnance sur l'adoption
OB Ordonnance sur les banques et les caisses d'épargne
OBVM Ordonnance sur les bourses et le commerce des valeurs mobilières
OCEl-PCPP Ordonnance sur la communication électronique dans le cadre de procédures civiles et pénales et de procédures en matière de poursuite pour dettes et de faillite
ODAu Ordonnance sur le droit d'auteur et les droits voisins
ODFR Ordonnance sur le droit foncier rural
OEC Ordonnance sur l'état civil
OELP Ordonnance sur les émoluments perçus en application de la loi fédérale sur la poursuite pour dettes et la faillite
OFA-FINMA Ordonnance de l'Autorité fédérale de surveillance des marchés financiers sur la faillite des entreprises d'assurance
OFPC-FINMA Ordonnance de l'Autorité fédérale de surveillance des marchés financiers sur la faillite de placements collectifs de capitaux
OGPCT Ordonnance sur la gestion du patrimoine dans le cadre d'une curatelle ou d'une tutelle
OHS-LP Ordonnance relative à la haute surveillance en matière de poursuite et de faillite
OIA Ordonnance sur l'impôt anticipé
OIB-FINMA Ordonnance de l'Autorité fédérale de surveillance des marchés financiers sur l'insolvabilité des banques et des négociants en valeurs mobilières
OIMF Ordonnance sur les infrastructures des marchés financiers et le comportement sur le marché en matière de négociation de valeurs mobilières et de dérivés
OIMF-FINMA Ordonnance
OIP Ordonnance sur l'indication des prix
OLAA Ordonnance sur l'assurance-accidents
OLPD Ordonnance relative à la loi fédérale sur la protection des données
OLT 1 Ordonnance 1 relative à la loi sur le travail
ONCR Ordonnance sur les normes comptables reconnues
OPC Ordonnance concernant la saisie et la réalisation de parts de communautés
OPC-FINMA Ordonnance de l'Autorité fédérale de surveillance des marchés financiers sur les placements collectifs de capitaux
OPCC Ordonnance sur les placements collectifs de capitaux
OPE Ordonnance sur le placement d'enfants
ORAb Ordonnance contre les rémunérations abusives dans les sociétés anonymes cotées en bourse
ORC Ordonnance sur le registre du commerce
ORF Ordonnance sur le registre foncier
ORFI Ordonnance du Tribunal fédéral sur la réalisation forcée des immeubles
OS Ordonnance sur la surveillance des entreprises d'assurance privées
OS LCart Ordonnance sur les sanctions en cas de restrictions illicites à la concurrence
OS-FINMA Ordonnance de l'Autorité fédérale de surveillance des marchés financiers sur la surveillance des entreprises d'assurance privées
OSAss Ordonnance concernant la saisie, le séquestre et la réalisation des droits découlant d'assurances d'après la loi fédérale du 2 avril 1908 sur le contrat d'assurance
OT Ordonnance sur les droits de timbre
OTVA Ordonnance régissant la taxe sur la valeur ajoutée
Occd Ordonnance sur le contrôle des concentrations d'entreprises
Ocj Ordonnance sur le casier judiciaire
Olico Ordonnance concernant la tenue et la conservation des livres de comptes
P:
PA Loi fédérale sur la procédure administrative
PPMin Loi fédérale sur la procédure pénale applicable aux mineurs
R:
RAPG Règlement sur les allocations pour perte de gain
RAVS Règlement sur l'assurance-vieillesse et survivants
C:
C Convenzione
CC Codice civile svizzero
CEDU Convenzione per la salvaguardia dei diritti dell'uomo e delle libertà fondamentali
CLug Convenzione concernente la competenza giurisdizionale, il riconoscimento e l'esecuzione delle decisioni in materia civile e commerciale
CO Legge federale di complemento del Codice civile svizzero
CP Codice penale svizzero
CPC Codice di diritto processuale civile svizzero
CPM Codice penale militare
CPP Codice di diritto processuale penale svizzero
Ccrldsae Convenzione concernente il riconoscimento e l'esecuzione delle sentenze arbitrali estere
Cdf Convenzione sui diritti del fanciullo
Cost. Costituzione federale della Confederazione Svizzera
Crapc Convenzione relativa alla procedura civile
Csacrim Convenzione sugli aspetti civili del rapimento internazionale di minori
Cspida Convenzione sulla protezione internazionale degli adulti
Cspmscmai Convenzione sulla protezione dei minori e sulla cooperazione in materia di adozione internazionale
Cvfliag Convenzione volta a facilitare l'accesso internazionale alla giustizia
D:
DPA Legge federale sul diritto penale amministrativo
DPMin Legge federale sul diritto penale minorile
L:
LADI Legge federale sull'assicurazione obbligatoria contro la disoccupazione e l'indennità per insolvenza
LAFE Legge federale sull'acquisto di fondi da parte di persone all'estero
LAID Legge federale sull'armonizzazione delle imposte dirette dei Cantoni e dei Comuni
LAINF Legge federale sull'assicurazione contro gli infortuni
LAMal Legge federale sull'assicurazione malattie
LAP Legge federale sull'approvvigionamento economico del Paese
LAPub Legge federale sugli acquisti pubblici
LAV Legge federale concernente l'aiuto alle vittime di reati
LAVS Legge federale su l'assicurazione per la vecchiaia e per i superstiti
LArm Legge federale sulle armi, gli accessori di armi e le munizioni
LAsi Legge sull'asilo
LBCR Legge federale sulle banche e le casse di risparmio
LBVM Legge federale sulle borse e il commercio di valori mobiliari
LCA Legge federale sul contratto d'assicurazione
LCF Legge federale sul controllo federale delle finanze
LCSl Legge federale contro la concorrenza sleale
LCStr Legge federale sulla circolazione stradale
LCart Legge federale sui cartelli e altre limitazioni della concorrenza
LCit Legge federale su l'acquisto e la perdita della cittadinanza svizzera
LD Legge sulle dogane
LDA Legge federale sul diritto d'autore e sui diritti di protezione affini
LDFR Legge federale sul diritto fondiario rurale
LDIP Legge federale sul diritto internazionale privato
LDP Legge federale sui diritti politici
LEF Legge federale sulla esecuzione e sul fallimento
LEGU Legge federale sugli esami genetici sull'essere umano
LF-CAA Legge federale relativa alla Convenzione dell'Aia sull'adozione e a provvedimenti per la protezione del minore nelle adozioni internazionali
LF-RMA Legge federale sul rapimento internazionale dei minori e sulle Convenzioni dell'Aia sulla protezione dei minori e degli adulti
LFC Legge federale sulle finanze della Confederazione
LFINMA Legge federale concernente l'Autorità federale di vigilanza sui mercati finanziari
LFLP Legge federale sul libero passaggio nella previdenza professionale per la vecchiaia, i superstiti e l'invalidità
LFPr Legge federale sulla formazione professionale
LFus Legge federale sulla fusione, la scissione, la trasformazione e il trasferimento di patrimonio
LICol Legge federale sugli investimenti collettivi di capitale
LIFD Legge federale sull'imposta federale diretta
LIP Legge federale sull'imposta preventiva
LIPG Legge federale sulle indennità di perdita di guadagno per chi presta servizio e in caso di maternità
LIVA Legge federale concernente l'imposta sul valore aggiunto
LInFi Legge federale sulle infrastrutture del mercato finanziario e il comportamento sul mercato nel commercio di valori mobiliari e derivati
LL Legge federale sul lavoro nell'industria, nell'artigianato e nel commercio
LLCA Legge federale sulla libera circolazione degli avvocati
LOAP Legge federale sull'organizzazione delle autorità penali della Confederazione
LOF Legge sulle obbligazioni fondiarie
LPAM Legge federale concernente la procreazione con assistenza medica
LPD Legge federale sulla protezione dei dati
LPM Legge federale sulla protezione dei marchi e delle indicazioni di provenienza
LPP Legge federale sulla previdenza professionale per la vecchiaia, i superstiti e l'invalidità
LPPC Legge federale sulla protezione della popolazione e sulla protezione civile
LPar Legge federale sulla parità dei sessi
LParl Legge federale sull'Assemblea federale
LPers Legge sul personale federale
LRDP Legge federale sulla responsabilità per danno da prodotti
LResp Legge federale su la responsabilità della Confederazione, dei membri delle autorità federali e dei funzionari federali
LSA Legge federale sulla sorveglianza delle imprese di assicurazione
LSO Legge federale sui privilegi, le immunità e le facilitazioni, nonché sugli aiuti finanziari accordati dalla Svizzera quale Stato ospite
LSPr Legge federale sulla sorveglianza dei prezzi
LSR Legge federalesull'abilitazione e la sorveglianza dei revisori
LStrI Legge federale sugli stranieri e la loro integrazione