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413 Schiffskörper

Art. 115 Grundsatz  

Der Schiffs­kör­per muss so ge­baut sein, dass er den Be­an­spru­chun­gen ge­nügt, de­nen er un­ter nor­ma­len Be­din­gun­gen aus­ge­setzt sein kann. Ge­gen Er­schüt­te­run­gen sind ge­eig­ne­te Mass­nah­men zu tref­fen.

Art. 116 Bullaugen und Anschlüsse an die Schale  

1 Die Rah­men von Bullau­gen müs­sen dicht auf die Scha­le be­fes­tigt sein.

2 Un­ter der Tief­la­de­was­ser­li­nie an­ge­schlos­se­ne Lei­tun­gen müs­sen mit gut zu­gäng­­li­chen und mög­lichst di­rekt an der Scha­le an­ge­brach­ten Ab­schluss­hah­nen ver­se­hen sein. Da­von sind aus­ge­nom­men:

a.
be­son­ders star­ke Ab­gas­lei­tun­gen und Ab­lauf­lei­tun­gen von selbst­len­zen­den Plich­ten;
b.
Kühl­was­ser­lei­tun­gen über Z-An­trieb.269

269Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 11. Sept. 1991, in Kraft seit 1. Jan. 1992 (AS 1992 219).

Art. 117 Schotte  

Ist die Schwimm­fä­hig­keit im Leck­fall vor­ge­schrie­ben und soll sie durch Schot­ten ge­währ­leis­tet wer­den, so müs­sen die­se voll­kom­men was­ser­dicht sein.270 Mann­lö­cher und Durch­füh­run­gen von Steu­er­lei­tun­gen, Wel­len­lei­tun­gen, elek­tri­schen Ka­beln usw. sind dicht ab­zu­sch­lies­sen.

270Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 11. Sept. 1991, in Kraft seit 1. Jan. 1992 (AS 1992 219).

Art. 118 Notausgänge  

So­weit es die Si­cher­heit der Per­so­nen an Bord er­for­dert, sind Not­aus­gän­ge an­zu­brin­gen durch die ein un­be­hin­der­ter Aus­stieg ge­währ­leis­tet ist. Sie müs­sen ei­ne Min­dest­grös­se von 50 x 40 cm ha­ben.

Art. 119 Fussböden und Verkleidungen 271  

1 Fuss­bö­den, die nicht Teil von was­ser­dich­ten Kam­mern sind, müs­sen so be­schaf­fen sein, dass der Zu­tritt zu den we­sent­li­chen Scha­len­tei­len mög­lich ist.

2 Ver­klei­dun­gen müs­sen ab­nehm­bar sein.

271Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 11. Sept. 1991, in Kraft seit 1. Jan. 1992 (AS 1992 219).

Art. 120 Lenzanlagen und Lenzgeräte  

1 Die Schif­fe müs­sen mit aus­rei­chen­den Lenz­an­la­gen oder Lenz­ge­rä­ten aus­ge­rüs­tet sein. Pum­pen müs­sen selbst­an­sau­gend sein.

2 Auf Schif­fen mit was­ser­dich­ten Schot­ten müs­sen die ein­zel­nen Räu­me ge­lenzt wer­den kön­nen. Aus­ge­nom­men sind Räu­me von un­ter­ge­ord­ne­ter Be­deu­tung so­wie Luft­käs­ten und der­glei­chen.272

272Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 11. Sept. 1991, in Kraft seit 1. Jan. 1992 (AS 1992 219).

414 Maschinenanlagen

Art. 121 Allgemeines 273  

1 Die Leis­tung von An­triebs­mo­to­ren muss so be­mes­sen sein, dass die Ma­nö­vri­er­­fä­hig­keit der Schif­fe und Ver­bän­de un­ter nor­ma­len Ver­hält­nis­sen ge­währ­leis­tet ist. Zu­sätz­lich gel­ten fol­gen­de Be­stim­mun­gen:

a.
Schif­fe, die auf Flüs­sen ver­keh­ren und nicht auf­dre­hen kön­nen, müs­sen in der La­ge sein, Bug zu Tal an­zu­hal­ten;
b.
Schif­fe mit Mo­to­ren über 6 kW müs­sen rück­wärts fah­ren kön­nen;
c.
auf Ver­gnü­gungs­schif­fen mit Fern­steue­rung müs­sen die Mo­to­ren vom Steu­er­stand aus be­dien­bar sein; für Mo­to­ren bis 6 kW ge­nügt ei­ne Ab­stell­vor­rich­tung im Steu­er­stand.

2 In­nen­bord­mo­to­ren, wel­che nicht in ei­nem Ma­schi­nen­raum auf­ge­stellt sind, müs­sen zweck­mäs­sig ab­ge­deckt und gut be­lüf­tet sein. Für Mo­to­ren mit leicht­flüch­ti­gem Brenn­stoff, die sich un­ter Deck oder in ge­schlos­se­nen Mo­to­ren­kas­ten be­fin­den, ist ei­ne ex­plo­si­ons­ge­schütz­te Ven­ti­la­ti­ons­an­la­ge vor­zu­se­hen.

3274

4 Ver­bren­nungs­mo­to­ren, die für den Schiffs­an­trieb ver­wen­det wer­den, so­wie ih­re Aus­puff­an­la­gen müs­sen so ge­baut und un­ter­hal­ten sein, dass sie die Vor­schrif­ten der Ver­ord­nung vom 14. Ok­to­ber 2015275 über die An­for­de­run­gen an Schiffs­mo­to­ren auf schwei­ze­ri­schen Ge­wäs­sern er­fül­len.276

5 Schif­fe nach Ar­ti­kel 16 Ab­satz 2 Buch­sta­ben b, c und d so­wie Schlauch- und ähn­li­che Ver­gnü­gungs- und Ba­de­ge­rä­te dür­fen nicht mit ei­nem Mo­tor aus­ge­rüs­tet sein. Da­von sind Tauchs­coo­ter, die kür­zer als 2,50 m sind, aus­ge­nom­men.277

273Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 11. Sept. 1991, in Kraft seit 1. Jan. 1992 (AS 1992 219).

274 Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I der V vom 14. Okt. 2015, mit Wir­kung seit 15. Fe­br. 2016 (AS 2015 4351).

275 SR747.201.3

276 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 14. Okt. 2015, in Kraft seit 15. Fe­br. 2016 (AS 2015 4351).

277 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 8. April 1998 (AS 1998 1476). Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 14. Okt. 2015, in Kraft seit 15. Fe­br. 2016 (AS 2015 4351).

Art. 122 Abgasleitungen  

Die Ab­gas­lei­tun­gen müs­sen gas­dicht aus­ge­führt und so ver­legt, wenn nö­tig auch so iso­liert oder ge­kühlt sein, dass Brand­ge­fahr und Ge­sund­heits­schä­di­gun­gen aus­ge­schlos­sen sind.

Art. 123 Brennstoffanlagen 278  

1 Brenn­stoff­an­la­gen müs­sen aus ge­eig­ne­tem Ma­te­ri­al her­ge­stellt sein.

2 Brenn­stofftanks müs­sen frei­ste­hend, si­cher be­fes­tigt und, wenn nö­tig, mit Schwall­wän­den ver­se­hen sein. Die An­schlüs­se an Brenn­stofftanks müs­sen zu­gäng­lich sein.279

3 Ein­ge­bau­te Tanks müs­sen Ent­lüf­tungs­lei­tun­gen ha­ben.280 Die Durch­füh­run­gen durch den Schiffs­kör­per müs­sen was­ser­dicht sein.

3bis281

3ter282

3qua­ter Die Füll- und Ent­lüf­tungs­lei­tun­gen von Tank­an­la­gen müs­sen so aus­ge­führt und im Schiff ver­legt sein, dass es bei be­stim­mungs­ge­mäs­ser Ver­wen­dung des Schif­fes nicht zum Aus­tritt von Brenn­stoff kom­men kann.283

4 Zu den Mo­to­ren füh­ren­de Lei­tun­gen müs­sen an gut zu­gäng­li­cher Stel­le mit ei­nem Ab­sperr­ven­til oder Hah­nen ver­se­hen sein.

5 Räu­me und Käs­ten, in de­nen sich Brenn­stofftanks be­fin­den, sind wirk­sam zu be­lüf­ten.284

6 Bei An­la­gen für leicht­flüch­ti­ge Brenn­stof­fe gilt zu­sätz­lich:

a.
Brenn­stofftanks, die in der Nä­he von Mo­to­ren auf­ge­stellt sind, müs­sen durch Wän­de aus schwer ent­flamm­ba­rem Ma­te­ri­al ge­schützt wer­den;
b.
die Füll­lei­tun­gen müs­sen an Deck oder aus­ser­bord ge­führt wer­den;
c.
die Ent­lüf­tungs­lei­tun­gen an Deck oder aus­ser­bord sind so hoch wie mög­lich zu füh­ren und mit ei­nem Flam­men­schutz zu ver­se­hen;
d.
die Lei­tun­gen müs­sen oben an die Be­häl­ter an­ge­schlos­sen wer­den;
e.
Ab­sperr­ven­ti­le nach Ab­satz 4 müs­sen aus­ser­halb des Mo­to­ren­rau­mes an­ge­bracht sein oder von aus­ser­halb des Mo­to­ren­raums be­dient wer­den kön­nen. Zu­läs­sig sind die Be­tä­ti­gung von Hand oder über einen Schal­ter so­wie die au­to­ma­ti­sche Be­tä­ti­gung oder die elek­tro­ma­gne­ti­sche Be­tä­ti­gung über die Zün­dung.

7 Die Ver­wen­dung von Zapf­häh­nen, die mit ei­nem Gas­rück­führ­sys­tem aus­ge­rüs­tet sind, muss mög­lich sein.285

278Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 11. Sept. 1991, in Kraft seit 1. Jan. 1992 (AS 1992 219).

279 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 8. April 1998, in Kraft seit 15. Mai 1998 (AS 1998 1476).

280 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 8. April 1998, in Kraft seit 15. Mai 1998 (AS 1998 1476).

281Ein­ge­fügt durch Ziff. 16.2 der V vom 13. Dez. 1993 über die Ab­gas­e­mis­sio­nen von Schiffs­mo­to­ren auf schwei­ze­ri­schen Ge­wäs­sern (AS 1993 3333). Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I der V vom 9. März 2001, mit Wir­kung seit 1. Mai 2001 (AS 2001 1089).

282Ein­ge­fügt durch Ziff. 16.2 der V vom 13. Dez. 1993 über die Ab­gas­e­mis­sio­nen von Schiffs­mo­to­ren auf schwei­ze­ri­schen Ge­wäs­sern (AS 1993 3333). Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I der V vom 2. Mai 2007, mit Wir­kung seit 1. Dez. 2007 (AS 2007 2275).

283 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 8. April 1998, in Kraft seit 15. Mai 1998 (AS 1998 1476).

284 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 8. April 1998, in Kraft seit 15. Mai 1998 (AS 1998 1476).

285 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 8. April 1998, in Kraft seit 15. Mai 1998 (AS 1998 1476).

Art. 124 Druckluftanlagen  

Für Druck­luft­an­la­gen fin­den die eid­ge­nös­si­schen Vor­schrif­ten be­tref­fend Auf­s­tel­lung und Be­trieb von Druck­luft­be­häl­tern sinn­ge­mä­ss An­wen­dung.

415 Elektrische Anlagen

Art. 125 Anwendbare Vorschriften  

Er­stel­lung, Be­trieb und Un­ter­halt der elek­tri­schen An­la­gen rich­ten sich nach den eid­ge­nös­si­schen Vor­schrif­ten über die Schwach- und Stark­stro­man­la­gen.

Art. 126 Besondere Bestimmungen  

1 Für elek­tri­sche An­la­gen von Schif­fen darf nur für den Schiffs­be­trieb ge­eig­ne­tes Ma­te­ri­al ver­wen­det wer­den; es muss kli­ma-, wär­me- und feuch­tig­keits­be­stän­dig so­wie schwer ent­zünd­bar sein.

2 Die zu­läs­si­ge Span­nung be­trägt für:

a.
Be­leuch­tung und Hei­zung 250 V;
b.
Kraft­an­la­gen 500 V.

Für Son­der­an­la­gen sind un­ter Be­ach­tung der er­for­der­li­chen Schutz­mass­nah­men hö­he­re Span­nun­gen zu­läs­sig.

3 Kön­nen Strö­me auf­tre­ten, wel­che die Schalt­leis­tung ei­ner An­la­ge über­stei­gen, so ist durch ge­eig­ne­te Mass­nah­men si­cher­zu­stel­len, dass der Be­trieb der für den nau­ti­schen Dienst wich­ti­gen Strom­ver­brau­cher ge­währ­leis­tet ist.

4 Die Na­vi­ga­ti­ons­lich­ter müs­sen an einen ei­ge­nen Strom­kreis an­ge­schlos­sen sein und vom Steu­er­stand aus be­dient wer­den kön­nen.

5 Elek­tri­sche Lei­ter und Aus­rüs­tungs­tei­le müs­sen, aus­ge­nom­men auf Ver­gnü­gungs­schif­fen, so ver­legt sein, dass die ma­gne­ti­sche Be­ein­flus­sung des Kom­pas­ses we­ni­ger als 0,5° be­trägt.

6 Ak­ku­mu­la­to­ren müs­sen see­fest und ge­gen Be­schä­di­gun­gen ge­schützt so auf­ge­stellt sein, dass kei­ne Elek­tro­lyt­flüs­sig­keit in die Scha­le flies­sen kann. Ak­ku­mu­la­to­ren­räu­me und -kas­ten müs­sen wirk­sam durch­lüf­tet wer­den kön­nen.

7 Land­an­schluss­ka­bel müs­sen bieg­sam, lang ge­nug und gut iso­liert sein. Durch ge­eig­ne­te Mass­nah­men ist si­cher­zu­stel­len, dass ih­re An­schlüs­se nicht auf Zug be­an­sprucht wer­den. Der Schiffs­kör­per ist bei ei­ner An­schluss­s­pan­nung von über 50 V wirk­sam zu er­den. Auf der Haupt­schalt­ta­fel muss an­ge­zeigt sein, ob der Land­an­schluss un­ter Span­nung steht.

416 Ruder- und Steueranlagen

Art. 127 Steuereinrichtungen  

1 Je­des Schiff muss mit ei­ner zu­ver­läs­si­gen Steuer­ein­rich­tung ver­se­hen und ge­nü­gend ma­nö­vrier­fä­hig sein. Aus­ge­nom­men sind Schif­fe, die durch an­de­re Schif­fe ma­nö­vriert wer­den.

2 Die Ru­deraus­schlä­ge sind nach Mass­ga­be der Be­triebs­si­cher­heit zu be­gren­zen.

Art. 128 Steuerstände  

1 Steu­er­stän­de müs­sen so an­ge­ord­net sein, dass sie ein si­che­res Füh­ren des Schif­fes ge­währ­leis­ten und dass das Fahr­was­ser und die zum An- und Ab­le­gen nö­ti­gen Ein­rich­tun­gen aus­rei­chend über­blickt wer­den kön­nen.

2 Der Ei­gen­ge­räusch­pe­gel der Schif­fe, aus­ge­nom­men der Sport­boo­te und der Ver­gnü­gungs­schif­fe, darf am Steu­er­stand in Kopf­hö­he des Ru­der­gän­gers bei nor­ma­len Be­triebs­be­din­gun­gen 72 dB(A) nicht über­stei­gen.286

286 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 14. Okt. 2015, in Kraft seit 15. Fe­br. 2016 (AS 2015 4351).

417 Flüssiggasanlagen

Art. 129 Flüssiggasanlagen 287  

1 An­la­gen und Ein­rich­tun­gen zur La­ge­rung und zur Nut­zung von Flüs­sig­gas in Schif­fen (Flüs­sig­gas­an­la­gen) sind so zu er­stel­len, zu be­trei­ben und in Stand zu hal­ten, dass Brän­de, Ex­plo­sio­nen, Flam­men­rück­schlä­ge und Ver­gif­tun­gen ver­mie­den wer­den und dass Schä­den im Stö­rungs­fall be­grenzt blei­ben.

2 Sie sind vor me­cha­ni­schen Be­schä­di­gun­gen und vor Brand­ein­wir­kung zu schüt­zen.

3 Der Auf­stel­lungs­be­reich von Flüs­sig­gas­an­la­gen muss aus­rei­chend be­lüf­tet sein. Ab­gase und Ab­luft sind ge­fahr­los ab­zu­füh­ren. Die Gas­be­häl­ter müs­sen ober­halb der Was­ser­li­nie un­ter­ge­bracht und so er­stellt sein, dass aus­tre­ten­des Gas bei nor­ma­lem Trimm und nor­ma­ler Krän­gung ge­fahr­los ab­ge­führt wird.

4 Die Flüs­sig­gas­an­la­gen sind vor der In­be­trieb­nah­me, nach In­stand­hal­tun­gen und nach Än­de­run­gen so­wie pe­ri­odisch zu kon­trol­lie­ren, ins­be­son­de­re hin­sicht­lich der Dicht­heit.

5 Sie dür­fen nur von Per­so­nen er­stellt, ge­än­dert, in Stand ge­hal­ten und kon­trol­liert wer­den, die aus­rei­chen­de Kennt­nis­se nach­wei­sen kön­nen.

6 Der Er­lass von Richt­li­ni­en zu die­ser Be­stim­mung rich­tet sich nach Ar­ti­kel 32cAb­satz 6 der Ver­ord­nung vom 19. De­zem­ber 1983288 über die Un­fall­ver­hü­tung. So­weit er­for­der­lich, kann das Bun­des­amt für Ver­kehr er­gän­zend Wei­sun­gen er­las­sen.

287Fas­sung ge­mä­ss Ziff. II 2 der V vom 22. Fe­br. 2017, in Kraft seit 1. April 2017 (AS 2017 1657). Die Be­rich­ti­gung vom 4. April 2017 be­trifft nur den ita­lie­ni­schen Text (AS 2017 2291).

288 SR 832.30

Art. 130289  

289Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I der V vom 11. Sept. 1991, mit Wir­kung seit 1. Jan. 1992 (AS 1992 219).

418 Ausrüstung

Art. 131 Grundsatz  

1 Schif­fe müs­sen ih­rer Grös­se und ih­rem Ver­wen­dungs­zweck ent­spre­chend aus­ge­rüs­tet sein.

2 Die vor­ge­schrie­be­nen Aus­rüs­tungs­ge­gen­stän­de müs­sen stets in ge­brauchs­fä­hi­gem Zu­stand und an ge­eig­ne­ter Stel­le un­ter­ge­bracht sein.

Art. 132 Mindestausrüstung  

1 Kenn­zeich­nungs­pflich­ti­ge Schif­fe müs­sen min­des­tens mit den in An­hang 15 auf­ge­führ­ten Ge­gen­stän­den aus­ge­rüs­tet sein.290

2 Die in den Ar­ti­keln 24, 25, 27 und 30 vor­ge­schrie­be­nen Lich­ter müs­sen fest an­ge­bracht sein.

3 Die in Ar­ti­kel 33 ver­lang­ten me­cha­ni­schen oder elek­trisch be­trie­be­nen Schall­ge­rä­te müs­sen so an­ge­bracht sein, dass sich der Schall mög­lichst frei aus­brei­ten kann. Sie müs­sen in 1 m Ab­stand von der Mit­te der Schall­öff­nung einen ma­xi­ma­len A‑Fre­quenz-be­wer­te­ten Schall­druck­pe­gel (LpAS­max) er­zeu­gen, der zwi­schen 120 und 130 dB liegt. Die Mes­sung zur Be­stim­mung von LpAS­max er­folgt mit der Zeit­be­wer­tung «slow/lang­sam».291

3bis Aus der Auf­stel­lung der Schall­ge­rä­te nach Ab­satz 3 dür­fen sich beim Ge­ben der vor­ge­schrie­be­nen Schall­zei­chen kei­ne Ge­fah­ren für das Ge­hör von Per­so­nen er­ge­ben, die sich be­stim­mungs­ge­mä­ss auf dem Schiff be­fin­den.292

4 Das Tau­werk und das An­ker­ge­schirr müs­sen aus­rei­chen­de Hal­te­kraft auf­wei­sen.293

5294

290Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 2. Mai 2007, in Kraft seit 1. Dez. 2007 (AS 2007 2275).

291 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 14. Okt. 2015, in Kraft seit 15. Fe­br. 2016 (AS 2015 4351).

292 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 14. Okt. 2015, in Kraft seit 15. Fe­br. 2016 (AS 2015 4351).

293Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 11. Sept. 1991, in Kraft seit 1. Jan. 1992 (AS 1992 219).

294Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I der V vom 11. Sept. 1991, mit Wir­kung seit 1. Jan. 1992 (AS 1992 219).

Art. 133 Anforderungen an Wendeanzeiger, Radar- und Satnav-Geräte 295  

1 Auf Schif­fen, die Ra­dar­fahr­ten durch­füh­ren, müs­sen die Wen­de­an­zei­ger und die Ra­dar­ge­rä­te den An­for­de­run­gen der An­la­ge M der Rhein­schiffs­un­ter­su­chungs­ord­nung vom 18. Mai 1994296 ent­spre­chen (Ty­p­ge­neh­mi­gung).

2 Auf Schif­fen, die Ra­dar­fahr­ten auf Seen durch­füh­ren, kön­nen aus­ser­dem Ra­dar­ge­rä­te und Wen­de­an­zei­ger ver­wen­det wer­den, die über ei­ne EG-Bau­mus­ter­zu­las­sung so­wie ei­ne EG-Kon­for­mi­täts­er­klä­rung des Her­stel­lers nach der Richt­li­nie 2014/90/EU297 in ih­rer je­weils in der EU gel­ten­den Fas­sung ver­fü­gen.298

3 Ra­dar­ge­rä­te müs­sen den fern­mel­de­recht­li­chen Vor­schrif­ten ent­spre­chen und sind nach die­sen zu be­trei­ben.

4 Die An­for­de­run­gen an Sat­nav-Ge­rä­te und ih­re Auf­stel­lung an Bord von Schif­fen in Ra­dar­fahrt rich­ten sich nach An­hang 34.299

295 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 15. Jan. 2014, in Kraft seit 15. Fe­br. 2014 (AS 2014 261).

296 SR 747.224.131Die­ser Text wird we­der in der AS noch in der SR ver­öf­fent­licht. Se­pa­rat­dru­cke sind beim BBL, Ver­kauf Bun­de­spu­bli­ka­tio­nen, 3003 Bern er­hält­lich. Der Text kann auch im In­ter­net beim Bun­des­amt für Ver­kehr un­ter www.bav.ad­min.ch > Grund­la­gen > In­ter­na­tio­na­le Ver­ein­ba­run­gen > Rhein­schiffs­un­ter­su­chungs­ord­nung ab­ge­ru­fen wer­den.

297 Richt­li­nie 2014/90/EU des Eu­ro­päi­schen Par­la­men­tes und des Ra­tes vom 23. Ju­li 2014 über Schiffs­aus­rüs­tung und zur Auf­he­bung der Richt­li­nie 96/98/EG des Ra­tes, ABl. L 257 vom 28.8.2014, S. 146.

298 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 14. Okt. 2015, in Kraft seit 15. Fe­br. 2016 (AS 2015 4351).

299 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 14. Okt. 2015, in Kraft seit 15. Fe­br. 2016 (AS 2015 4351).

Art. 134 Rettungsgeräte  

1 Als Ret­tungs­ge­rä­te wer­den Ein­zel- und Sam­mel­ret­tungs­mit­tel an­er­kannt. Als Ein­zel­ret­tungs­mit­tel gel­ten Ret­tungs­wes­ten mit Kra­gen und Ret­tungs­rin­ge. Ret­tungs­in­seln für den Ein­stieg und Ret­tungs­boo­te gel­ten als Sam­mel­ret­tungs­mit­tel.300

2 Ein­zel­ge­rä­te müs­sen min­des­tens 75 N Auf­trieb ha­ben; aus­ge­nom­men sind Ein­zel­ge­rä­te auf Schif­fen nach Ar­ti­kel 134a.301

2bis Auf­blas­ba­re Ret­tungs­wes­ten wer­den an­er­kannt, wenn der Auf­blas­vor­gang au­to­ma­tisch oder von Hand aus­ge­löst wird.302

3 Die An­for­de­run­gen an Ret­tungs­in­seln für den Ein­stieg und an Ret­tungs­boo­te rich­ten sich nach der Schiff­bau­ver­ord­nung vom 14. März 1994303 und den da­zu ge­hö­ren­den Aus­füh­rungs­be­stim­mun­gen des De­par­te­men­tes. Bei­boo­te gel­ten nicht als Ret­tungs­boo­te.304

4 Auf Schif­fen muss für je­de an Bord be­find­li­che Per­son ein Ein­zel­ret­tungs­mit­tel oder ein Platz in ei­nem Sam­mel­ret­tungs­mit­tel vor­han­den sein.305

4bis Die Be­stim­mung von Ab­satz 4 gilt nicht:

a.306
für Ru­der­boo­te (Art. 2 Bst. a Ziff. 11), für Schif­fe, wel­che die An­for­de­run­gen in Ar­ti­kel 16 Ab­satz 2biser­fül­len, so­wie für wett­kampf­taug­li­che Was­ser­sport­ge­rä­te (Art. 134a Abs. 1), so­fern sie auf Seen in der in­ne­ren und äus­se­ren Ufer­zo­ne ver­keh­ren;
b.
für Fahr­gast­schif­fe. Der Be­stand und die Zu­sam­men­set­zung der Ret­tungs­mit­tel auf Fahr­gast­schif­fen rich­ten sich nach den Be­stim­mun­gen der Schiff­bau­ver­ord­nung vom 14. März 1994307.308

5 Ver­gnü­gungs­schif­fe und Sport­boo­te mit ei­ner An­triebs­leis­tung von mehr als 30 kW so­wie Se­gel­schif­fe mit mehr als 15 m2 Se­gel­flä­che be­nö­ti­gen zu­sätz­lich zu den in Ab­satz 4 ge­nann­ten Ret­tungs­ge­rä­ten ein ge­eig­ne­tes Ret­tungs­wurf­ge­rät mit min­des­tens 75 N Auf­trieb mit ei­ner schwimm­fä­hi­gen Wurf­lei­ne von min­des­tens 10 m Län­ge.309

6 Der Auf­trieb der Ret­tungs­wes­ten für Kin­der un­ter zwölf Jah­ren ist nicht vor­ge­schrie­ben. Es dür­fen je­doch nur pas­sen­de Ret­tungs­wes­ten mit Kra­gen ver­wen­det wer­den.310

7311

300Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 2. Mai 2007, in Kraft seit 1. Dez. 2007 (AS 2007 2275).

301 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 15. Jan. 2014, in Kraft seit 15. Fe­br. 2014 (AS 2014 261).

302Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 11. Sept. 1991 (AS 1992 219). Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 2. Mai 2007, in Kraft seit 1. Dez. 2007 (AS 2007 2275).

303 SR 747.201.7

304Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 2. Mai 2007, in Kraft seit 1. Dez. 2007 (AS 2007 2275).

305 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 18. Ju­ni 2008, in Kraft seit 1. Jan. 2009 (AS 2008 3221).

306 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 1. Mai 2019, in Kraft seit 1. Jan. 2020 (AS 2019 1759).

307 SR 747.201.7

308 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 18. Ju­ni 2008, in Kraft seit 1. Jan. 2009 (AS 2008 3221).

309 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 1. Mai 2019, in Kraft seit 1. Jan. 2020 (AS 2019 1759).

310 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 9. März 2001 (AS 2001 1089). Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 2. Mai 2007, in Kraft seit 1. Dez. 2007 (AS 2007 2275).

311 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 9. März 2001 (AS 2001 1089). Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I der V vom 2. Mai 2007, mit Wir­kung seit 1. Dez. 2007 (AS 2007 2275).

Art. 134a Rettungsmittel für wettkampftaugliche Wassersportgeräte 312  

1 Als wett­kampf­taug­li­che Was­ser­sport­ge­rä­te gel­ten Dra­chen­se­gel- und Se­gel­bret­ter, Renn­ru­der­boo­te, wett­kampf­taug­li­che Ka­jaks, Ka­nus, Rafts, Bret­ter zum Stand-up-Pad­deln und der­glei­chen so­wie Se­gel­schif­fe, die nicht über aus­rei­chen­den spritz­was­ser- oder wet­ter­dicht ver­schliess­ba­ren Stau­raum zur Mit­füh­rung von Ret­tungs­ge­rä­ten im Sin­ne von Ar­ti­kel 134 ver­fü­gen.313

2 Auf wett­kampf­taug­li­chen Was­ser­sport­ge­rä­ten, die auf Flüs­sen oder auf Seen aus­ser­halb der in­ne­ren und der äus­se­ren Ufer­zo­ne ver­keh­ren, ist an­stel­le der Ret­tungs­ge­rä­te nach Ar­ti­kel 134 das Mit­füh­ren von Schwimm­hil­fen zu­läs­sig.

3 Als Schwimm­hil­fen gel­ten Ret­tungs­wes­ten, die der Norm SN EN ISO 12402-5:2006 in der Fas­sung vom No­vem­ber 2006314 ent­spre­chen.

4 Die Schwimm­hil­fe hat der Grös­se der sie tra­gen­den Per­son zu ent­spre­chen.

312 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 2. Mai 2007 (AS 2007 2275). Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 15. Jan. 2014, in Kraft seit 15. Fe­br. 2014 (AS 2014 261).

313 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 14. Okt. 2015, in Kraft seit 15. Fe­br. 2016 (AS 2015 4351).

314 Die Norm kann kos­ten­los ein­ge­se­hen und ge­gen Be­zah­lung be­zo­gen wer­den bei der Schwei­ze­ri­schen Nor­men-Ver­ei­ni­gung (SNV), Sul­zer­al­lee 70, 8404Win­ter­thur; www.snv.ch.

42 Besondere Bestimmungen für Vergnügungsschiffe

Art. 135315  

315 Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I der V vom 9. März 2001, mit Wir­kung seit 1. Mai 2001 (AS 2001 1089).

Art. 136 Freibord 316  

1 Der Frei­bord (F) der Ver­gnü­gungs­schif­fe muss min­des­tens be­tra­gen:

a.
für Schif­fe mit Ma­schi­nen­an­trieb, aus­ge­nom­men Se­gel­schif­fe und Schlauch­boo­te, mit ei­ner An­triebs­leis­tung
– bis zu 6 kW
30 cm
– von über 6 kW bis zu 30 kW
35 cm
– von über 30 kW
40 cm
b.
für Ru­der­boo­te und Schlauch­boo­te 25 cm

2 Ab­wei­chend von Ar­ti­kel 113 Ab­satz 2 wird der Frei­bord nach Ab­satz 1 bei Schif­fen mit teil­wei­se fes­tem Deck auf dem Schan­deck oder Wasch­bord auf höchs­tens 20 cm Ab­stand von Aus­sen­kan­te der fes­ten Scheu­er­leis­te oder, falls ei­ne sol­che fehlt, von Aus­sen­kan­te Scha­le ge­mes­sen.

3 Der Frei­bord am Spie­gel (f) so­wie an Öff­nun­gen in der Scha­le im hin­te­ren Drit­tel des Schif­fes muss min­des­tens 80 Pro­zent der vor­ge­schrie­be­nen Frei­bord­hö­he nach Ab­satz 1 be­tra­gen.

4 Bei Schif­fen mit fes­tem, durch­ge­hen­dem Deck oder ge­schlos­se­nen und was­ser­dich­ten Schwimm­kör­pern, aus­ge­nom­men Schlauch­boo­te, wird ein ge­rin­ge­rer Frei­bord zu­ge­las­sen, wenn die Sta­bi­li­tät aus­rei­chend ist.

316 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 11. Sept. 1991, in Kraft seit 1. Jan. 1992 (AS 1992 219).

Art. 137 Stabilität 317  

1 Bei ein­sei­ti­ger Be­las­tung darf bei:

a.
Ver­gnü­gungs­schif­fen, aus­ge­nom­men Se­gel­schif­fen, die Krän­gung 30° nicht über­schrei­ten;
b.
of­fe­nen Ru­der­boo­ten und Schif­fen mit Ma­schi­nen­an­trieb kein Was­ser ins Schiff­sin­ne­re ge­lan­gen;
c.
Schif­fen nach Buch­sta­be b, die teil­wei­se ein fes­tes Deck ha­ben, die­ses höchs­tens über ei­ne Brei­te von 20 cm ein­tau­chen;
d.
Schif­fen nach Buch­sta­be b mit meh­re­ren dich­ten Schwimm­kör­pern die Ober­kan­te des oder der Schwimm­kör­per an de­ren tiefs­tem Punkt nicht ein­tau­chen;
e.
Ru­der­boo­ten mit fes­tem, durch­ge­hen­dem Deck die Deck­kan­te am tiefs­ten Punkt nicht ein­tau­chen.

2 Bei der Prü­fung ist an Deck oder auf dem Doll­bord ei­ne Last (P) so an­ge­bracht, dass ihr Ab­stand von der Mit­tel­längsebe­ne vier­zig Pro­zent der gröss­ten Brei­te be­trägt und sich das Schiff nicht ver­trimmt. Die Last be­trägt:

a.
18 kg je zu­läs­si­ge Per­son, höchs­tens aber 90 kg auf Schif­fen nach Ab­satz 1 Buch­sta­ben b und c, 90 kg auf sol­chen Schif­fen mit Ka­bi­ne und Zu­gang zum Vor­schiff über das Doll­bord;
b.
90 Pro­zent des Ge­samt­ge­wich­tes der zu­läs­si­gen Per­so­nen­zahl auf Schif­fen nach Ab­satz 1 Buch­sta­ben d und e.

3 Schif­fe nach Ab­satz 1 Buch­sta­ben d und e müs­sen so ge­baut sein, dass über­kom­men­des Was­ser frei ab­flies­sen kann.

317Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 11. Sept. 1991, in Kraft seit 1. Jan. 1992 (AS 1992 219).

Art. 138 Schwimmfähigkeit 318  

1 In voll aus­ge­rüs­te­tem, un­be­schä­dig­tem und voll­ge­lau­fe­nem Zu­stand müs­sen schwimm­fä­hig blei­ben:

a.
Se­gel­jol­len mit ei­ner Se­gel­flä­che bis zu 15 m2;
b.
Schif­fe, mit Ma­schi­nen­an­trieb mit ei­ner An­triebs­leis­tung bis zu 6 kW, die ver­mie­tet wer­den;
c.
Ru­der­boo­te, die ver­mie­tet wer­den;
d.319
Schif­fe, für den ge­werbs­mäs­si­gen Trans­port von höchs­tens zwölf Fahr­gäs­ten.

2 Der Re­st­auf­trieb muss je zu­ge­las­se­ne Per­son min­des­tens 15 kg be­tra­gen.

318Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 11. Sept. 1991, in Kraft seit 1. Jan. 1992 (AS 1992 219).

319 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 9. März 2001, in Kraft seit 1. Mai 2001 (AS 2001 1089).

Art. 138a Platzverhältnisse und Personenzahl 320  

Die zu­läs­si­ge Per­so­nen­zahl von Ver­gnü­gungs­schif­fen mit nur ei­nem Schiffs­rumpf wird nach An­hang 18 be­stimmt.

320Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 11. Sept. 1991, in Kraft seit 1. Jan. 1992 (AS 1992 219).

Art. 139 Antriebsleistung  

Die zu­läs­si­ge An­triebs­leis­tung von Ver­gnü­gungs­schif­fen mit ei­ner Län­ge bis zu 6,50 m rich­tet sich nach An­hang 11, darf je­doch kei­nes­falls die vom Her­stel­ler des Schif­fes an­ge­ge­be­ne Leis­tung über­stei­gen.

Art. 140 Steuereinrichtungen  

1 Ver­gnü­gungs­schif­fe mit Aus­sen­bord­mo­to­ren müs­sen mit ei­ner Fern­steue­rung aus­ge­rüs­tet sein, wenn die An­triebs­leis­tung 30 kW über­steigt oder wenn es die Be­triebs­si­cher­heit er­for­dert.

2321

321Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I der V vom 11. Sept. 1991, mit Wir­kung seit 1. Jan. 1992 (AS 1992 219).

Art. 140a Manövrierfähigkeit der Segelschiffe 322  

Die Ma­nö­vrier­fä­hig­keit ei­nes Se­gel­schif­fes ist ge­nü­gend, wenn für sei­ne Rück­kehr an den Aus­gangs­punkt ne­ben den Se­geln grund­sätz­lich kei­ne an­de­ren Fort­be­we­gungs­mit­tel be­nö­tigt wer­den.

322Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 11. Sept. 1991, in Kraft seit 1. Jan. 1992 (AS 1992 219).

Art. 140b323  

323 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 9. März 2001 (AS 2001 1089). Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I der V vom 15. Jan. 2014, mit Wir­kung seit 15. Fe­br. 2014 (AS 2014 261).

Art. 141324  

324 Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I der V vom 9. März 2001, mit Wir­kung seit 1. Mai 2001 (AS 2001 1089).

43 Besondere Bestimmungen für Güterschiffe und schwimmende Geräte

Art. 142 Begriffe 325  

Zur An­wen­dung der be­son­de­ren Be­stim­mun­gen die­ses Ab­schnit­tes wer­den die nach­fol­gen­den Be­grif­fe de­fi­niert:

a.
Ri­si­ko­ana­ly­se: ei­ne Ana­ly­se im Sin­ne von Ar­ti­kel 2 Buch­sta­be d der Schiff­bau­ver­ord­nung vom 14. März 1994326 (SBV);
b.
Si­cher­heits­be­richt: ein Be­richt im Sin­ne von Ar­ti­kel 2 Buch­sta­be e und 17 Ab­satz 3 SBV;
c.
Sach­ver­stän­di­ger: ei­ne Per­son im Sin­ne von Ar­ti­kel 5a Ab­satz 1 Buch-sta­be a SBV;
d.
Sach­ver­stän­di­gen­prüf­be­richt: ein Be­richt im Sin­ne von Ar­ti­kel 2 Buch-sta­be f SBV;
e.
Sorg­falts­re­geln: Re­geln im Sin­ne von Ar­ti­kel 5 SBV.

325 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 1. Mai 2019, in Kraft seit 1. Jan. 2020 (AS 2019 1759).

326 SR747.201.7

Art. 142a Aufgaben und Befugnisse der Aufsichtsbehörde 327  

1 Die zu­stän­di­ge Be­hör­de über­wacht den Bau, den Be­trieb und die In­stand­hal­tung der Gü­ter­schif­fe und der schwim­men­den Ge­rä­te ri­si­ko­ori­en­tiert.

2 Sie kann Si­cher­heits­be­rich­te, Ri­si­ko­ana­ly­sen so­wie an­de­re Nach­wei­se ver­lan­gen. Sie kann stich­pro­ben­wei­se selbst Prü­fun­gen vor­neh­men.

3 Stellt die zu­stän­di­ge Be­hör­de fest, dass ein Gü­ter­schiff oder ein schwim­men­des Ge­rät die Si­cher­heit von Per­so­nen oder von Gü­tern oder den Schutz der Um­welt ge­fähr­den kann, oder lie­gen hier­für kon­kre­te An­halts­punk­te vor, so ord­net sie an, dass der Ei­gen­tü­mer oder der Hal­ter die ge­eig­ne­ten Mass­nah­men trifft, um die Si­cher­heit von Per­so­nen und Gü­tern und den Schutz der Um­welt zu ge­währ­leis­ten.

4 Ge­nü­gen die vom Ei­gen­tü­mer oder vom Hal­ter ge­trof­fe­nen Mass­nah­men nicht, um die Si­cher­heit von Per­so­nen und Gü­tern und den Schutz der Um­welt zu ge­währ­leis­ten, so kann die zu­stän­di­ge Be­hör­de:

a.
an­ord­nen, dass der Ei­gen­tü­mer oder der Hal­ter wei­ter­ge­hen­de Mass­nah­men trifft; oder
b.
Drit­te be­auf­tra­gen, die ge­eig­ne­ten Mass­nah­men zu tref­fen.

5 Die Kos­ten für Mass­nah­men nach Ab­satz 4 Buch­sta­be b sind vom Ei­gen­tü­mer oder vom Hal­ter zu tra­gen.

6 Die zu­stän­di­ge Be­hör­de kann den Be­trieb mit so­for­ti­ger Wir­kung ein­schrän­ken oder un­ter­sa­gen so­wie den Schiffs­aus­weis ent­zie­hen, so­fern die Si­cher­heit von Per­so­nen und Gü­tern oder der Schutz der Um­welt dies ge­bie­tet.

327 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 1. Mai 2019, in Kraft seit 1. Jan. 2020 (AS 2019 1759).

Art. 142b Mitwirkung 328  

1 Der Ei­gen­tü­mer oder der Hal­ter hat den Ver­tre­tern der zu­stän­di­gen Be­hör­de je­der­zeit Aus­kunft zu er­tei­len und sämt­li­che re­le­van­ten Do­ku­men­te her­aus­zu­ge­ben so­wie freie Fahrt und Zu­tritt zu den Schif­fen und den schwim­men­den Ge­rä­ten zu ge­wäh­ren.

2 Der Ei­gen­tü­mer oder der Hal­ter hat die Ver­tre­ter der zu­stän­di­gen Be­hör­de so­wie die von ihr be­auf­trag­ten Sach­ver­stän­di­gen bei ih­rer Prüf- und Kon­troll­tä­tig­keit un­ent­gelt­lich zu un­ter­stüt­zen.

328 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 1. Mai 2019, in Kraft seit 1. Jan. 2020 (AS 2019 1759).

Art. 142c Verantwortlichkeit des Eigentümers oder des Halters 329  

Der Ei­gen­tü­mer oder der Hal­ter sorgt für den vor­schrifts­ge­mäs­sen Bau der Schif­fe und der schwim­men­den Ge­rä­te so­wie für de­ren si­che­ren Be­trieb und de­ren In­stand­hal­tung.

329 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 1. Mai 2019, in Kraft seit 1. Jan. 2020 (AS 2019 1759).

Art. 142d Betriebsorganisation 330  

Die Be­triebs­or­ga­ni­sa­ti­on muss den Ei­gen­hei­ten des Be­trie­bes so­wie dem tech­ni­schen Stand der Schif­fe und der schwim­men­den Ge­rä­te, der An­triebs­an­la­gen, der Hilf­s­ag­gre­ga­te und der ver­wen­de­ten Ener­gie­trä­ger ent­spre­chen und die In­stand­hal­tung ge­währ­leis­ten.

330 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 1. Mai 2019, in Kraft seit 1. Jan. 2020 (AS 2019 1759).

Art. 142e Betriebsvorschriften 331  

Der Ei­gen­tü­mer oder der Hal­ter er­lässt die not­wen­di­gen Be­triebs­vor­schrif­ten.

331 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 1. Mai 2019, in Kraft seit 1. Jan. 2020 (AS 2019 1759).

Art. 143 Einsenkungsmarken  

1 Gü­ter­schif­fe müs­sen auf bei­den Sei­ten je in ei­nem Ab­stand von et­wa ei­nem Sechs­tel der Län­ge vom Bug und vom Heck Ein­sen­kungs­mar­ken tra­gen.332

2 Die Ein­sen­kungs­mar­ken sind nach An­hang 13 zu ge­stal­ten. Sie sind un­au­stilg­bar hell auf dunklem Grund oder dun­kel auf hel­lem Grund so an­zu­brin­gen, dass ih­re Un­ter­kan­te der tiefs­ten Ein­sen­kung ent­spricht.

332Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 11. Sept. 1991, in Kraft seit 1. Jan. 1992 (AS 1992 219).

Art. 143a Stabilität von Güterschiffen 333  

1 Für Gü­ter­schif­fe, die ih­re La­dung über­wie­gend an Deck füh­ren so­wie für sol­che, bei de­nen auf Grund der Bau­wei­se oder der An­ord­nung der La­dung un­güns­ti­ge
Sta­bi­li­täts­ei­gen­schaf­ten zu er­war­ten sind, ist ein rech­ne­ri­scher Nach­weis der aus­rei­chen­den Sta­bi­li­tät zu er­brin­gen. In Zwei­fels­fäl­len ent­schei­det die zu­stän­di­ge Be­hör­de, ob ein Nach­weis vor­zu­le­gen ist.

2 Der Nach­weis gilt als er­bracht, wenn der Krän­gungs­win­kel des be­triebs­be­rei­ten, be­la­de­nen Schif­fes un­ter An­satz der nach­fol­gend auf­ge­führ­ten äus­se­ren Be­las­tun­gen 5 Grad nicht über­steigt und Sei­te Deck an der tiefs­ten Stel­le nicht ins Was­ser ein­taucht. Die Me­ta­zen­tri­sche Hö­he des be­triebs­be­rei­ten, be­la­de­nen Schif­fes darf 1,00 m nicht un­ter­schrei­ten.

3 Der Ein­fluss all­fäl­li­ger frei­er Flüs­sig­keit­so­ber­flä­chen auf die Sta­bi­li­tät ist zu be­rück­sich­ti­gen.

4 So­fern die La­ge des Ge­wichts­schwer­punk­tes des be­triebs­be­rei­ten, un­be­la­de­nen Schif­fes aus ei­ner Be­rech­nung mit hin­rei­chen­der Ge­nau­ig­keit be­stimmt wer­den kann, ist kein Krän­gungs­ver­such nö­tig.

5 Für die krän­gen­den Mo­men­te sind min­des­tens fol­gen­de Last­an­nah­men gleich­zei­tig zu tref­fen:

a.
seit­li­cher Wind­druck von 0,25 kN/m2;
b.
krän­gen­des Mo­ment aus Zen­tri­fu­gal­kräf­ten bei Dreh­kreis­fahrt

hier­in be­deu­ten:

LCWL Län­ge in der Kon­struk­ti­ons­was­ser­li­nie in m

c Bei­wert, von der Bau­werft oder dem Be­trei­ber des Schif­fes fest­zu­le­gen, je­doch nicht klei­ner als 0,4

v Ge­schwin­dig­keit des Schif­fes in ru­hi­gem, tie­fen Was­ser bei Nenn­leis­tung des/der Mo­to­ren in m/s

T Tief­gang des voll be­la­de­nen Schif­fes in m

D Ver­drän­gung des voll be­la­de­nen Schif­fes in t

KG Hö­he des Ge­wichts­schwer­punk­tes über Ober­kan­te Kiel in m

6 Ist aus dem prak­ti­schen Be­trieb des Schif­fes das Auf­tre­ten wei­te­rer krän­gen­der Mo­men­te zu er­war­ten, so sind die­se bei der Be­rech­nung des Krän­gungs­win­kels eben­falls zu be­rück­sich­ti­gen.

7 Las­sen die ört­li­chen Ein­satz­ver­hält­nis­se hö­he­re Wind­drücke er­war­ten, so kann die zu­stän­di­ge Be­hör­de ent­spre­chen­de Zu­schlä­ge für den Wind­druck vor­schrei­ben.

333 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 9. März 2001, in Kraft seit 1. Mai 2001 (AS 2001 1089).

Art. 144 Freibord  

1 Der Frei­bord der Gü­ter­schif­fe rich­tet sich nach dem Fahr­ge­biet, in dem sie ver­keh­ren.334 Der Gen­fer-, Neu­en­bur­ger- und Bo­den­see sind Fahr­ge­bie­te der Zo­ne 2, al­le üb­ri­gen Ge­wäs­ser Fahr­ge­bie­te der Zo­ne 3 (Ein­stu­fung ge­mä­ss Emp­feh­lung der Eu­ro­päi­schen Wirt­schafts­kom­mis­si­on).

2 Der Frei­bord, ge­mes­sen von der Tief­la­de­was­ser­li­nie bis zum tiefs­ten Punkt der Ober­kan­te Scha­le, be­trägt:

a.335
bei Schif­fen mit fes­tem, durch­ge­hen­dem Deck oh­ne Deck­sprung und oh­ne Auf­bau­ten:
30 cm für Zo­ne 2
15 cm für Zo­ne 3
b.336
bei of­fe­nen Schif­fen:
100 cm für Zo­ne 2
50 cm für Zo­ne 3

3 Bei Schif­fen mit Deck­sprung oder mit Auf­bau­ten kann der Frei­bord nach Ab­satz 2 Buch­sta­be a re­du­ziert wer­den, je­doch höchs­tens auf:

10 cm für Zo­ne 2
5 cm für Zo­ne 3

Die Be­rech­nung des Frei­bor­des er­folgt in die­sem Fall nach An­hang 14.

4 Auf­bau­ten dür­fen in der Frei­bordrech­nung nach Ab­satz 3 nur be­rück­sich­tigt wer­den, wenn:

a.
ih­re mitt­le­re Brei­te min­des­tens 60 Pro­zent der Schiffs­brei­te auf hal­ber Län­ge des be­tref­fen­den Auf­bau­es be­trägt;
b.
sie bis zur Hö­he des Si­cher­heits­ab­stan­des was­ser­dicht sind.

5 Der Frei­bord der schwim­men­den Ge­rä­te be­trägt:

a.
90 cm für Zo­ne 2;
b.
45 cm für Zo­ne 3.337

6 Der Frei­bord kann an­ge­mes­sen ver­rin­gert wer­den, wenn durch ei­ne Sta­bi­li­täts­be­rech­nung nach­ge­wie­sen wird, dass bei un­güns­tigs­ter Be­la­dung des schwim­men­den Ge­rä­tes und bei An­satz der krän­gen­den Mo­men­te nach Ab­satz 7 der kleins­te Rest­frei­bord im ge­kräng­ten Zu­stand 20 cm nicht un­ter­schrei­tet. Die Sta­bi­li­täts­be­rech­nung muss auf den Er­geb­nis­sen ei­nes Krän­gungs­ver­su­ches mit dem voll­stän­dig aus­ge­rüs­te­ten, be­triebs­be­rei­ten schwim­men­den Ge­rät ba­sie­ren. Der Ein­fluss all­fäl­li­ger frei­er Flüs­sig­keit­so­ber­flä­chen ist zu be­rück­sich­ti­gen.338

7 Für die krän­gen­den Mo­men­te sind min­des­tens fol­gen­de Last­an­nah­men gleich­zei­tig zu tref­fen:

a.
seit­li­cher Wind­druck von 0,25 kN/m2;
b.
ein­sei­ti­ge Last­ver­schie­bung ent­spre­chend den zu er­war­ten­den Be­las­tun­gen im prak­ti­schen Be­trieb;
c.
sons­ti­ge äus­se­re Be­las­tun­gen (z. B. Zen­tri­fu­gal­kräf­te, Quer­an­strö­mung, Seil­zug­kräf­te etc.).339

8 So­fern die ört­li­chen Ein­satz­ver­hält­nis­se hö­he­re Wind­drücke er­war­ten las­sen, kann die zu­stän­di­ge Be­hör­de ent­spre­chen­de Zu­schlä­ge vor­schrei­ben.340

334Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 11. Sept. 1991, in Kraft seit 1. Jan. 1992 (AS 1992 219).

335Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 11. Sept. 1991, in Kraft seit 1. Jan. 1992 (AS 1992 219).

336 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 14. Okt. 2015, in Kraft seit 15. Fe­br. 2016 (AS 2015 4351).

337Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 11. Sept. 1991, in Kraft seit 1. Jan. 1992 (AS 1992 219).

338 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 8. April 1998, in Kraft seit 15. Mai 1998 (AS 1998 1476).

339 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 8. April 1998, in Kraft seit 15. Mai 1998 (AS 1998 1476).

340 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 8. April 1998, in Kraft seit 15. Mai 1998 (AS 1998 1476).

Art. 145 Sicherheitsabstand  

1 Der Si­cher­heits­ab­stand der Gü­ter­schif­fe, ge­mes­sen von der Tief­la­de­was­ser­li­nie bis zum tiefs­ten Punkt von Öff­nun­gen wie Tü­ren, Fens­ter und Bullau­gen mit sprüh­was­ser- und wet­ter­dich­tem Ver­schluss, muss min­des­tens be­tra­gen:

60 cm für Zo­ne 2,
30 cm für Zo­ne 3.341

Die Öff­nun­gen müs­sen un­ge­ach­tet des vor­ge­schrie­be­nen Si­cher­heits­ab­stan­des ein Süll von min­des­tens 15 cm über Deck ha­ben.

2 Der Si­cher­heits­ab­stand, ge­mes­sen von der Tief­la­de­was­ser­li­nie bis zum tiefs­ten Punkt des La­de­raumsül­les, er­höht sich bei Schif­fen, die mit of­fe­nen La­deräu­men ver­keh­ren, ge­gen­über dem Si­cher­heits­ab­stand nach Ab­satz 1:

a.
bei La­deräu­men von Bord­wand zu Bord­wand um:
40 cm für Zo­ne 2,
20 cm für Zo­ne 3;
b.
bei La­deräu­men, die sich nicht von Bord­wand zu Bord­wand er­stre­cken und voll­kom­men was­ser­dicht vom Schiffs­rumpf ge­trennt sind, um das sich aus der Ta­bel­le un­ter Zif­fer 4 von An­hang 14 er­ge­ben­de Mass.

3 Öff­nun­gen an Deck von schwim­men­den Ge­rä­ten wie Tü­ren, Fens­ter, Bullau­gen mit sprüh­was­ser- und wet­ter­dich­tem Ver­schluss müs­sen ein Süll von min­des­tens 15 cm über Deck ha­ben.342

341Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 11. Sept. 1991, in Kraft seit 1. Jan. 1992 (AS 1992 219).

342Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 11. Sept. 1991, in Kraft seit 1. Jan. 1992 (AS 1992 219).

Art. 146 Schiffskörper  

1 Die Di­men­sio­nie­rung der Bau­tei­le der Schiffs­kör­per von Gü­ter­schif­fen und schwim­men­den Ge­rä­ten muss den Vor­schrif­ten ei­ner an­er­kann­ten Klas­si­fi­ka­ti­ons­ge­sell­schaft ent­spre­chen.343

2 Die Schif­fe müs­sen min­des­tens mit ei­nem Kol­li­si­ons­schott und zwei Ma­schi­nen­raum­schot­ten ver­se­hen sein. Be­fin­det sich der Ma­schi­nen­raum am hin­te­ren Schiffs­en­de, so kann das zwei­te Ma­schi­nen­raum­schott ent­fal­len.344

3 Das Kol­li­si­ons­schott muss vom Schnitt­punkt des Vors­te­vens mit der Tief­la­de­was­ser­li­nie einen Ab­stand von 1/12 bis 1/8 der Län­ge in die­ser Was­ser­li­nie auf­wei­sen. Ist die­ser Ab­stand klei­ner, so ist durch ei­ne Be­rech­nung nach­zu­wei­sen, dass das be­triebs­be­rei­te, voll­stän­dig be­la­de­ne Schiff schwimm­fä­hig bleibt, wenn die bei­den vor­ders­ten Räu­me über­flu­tet wer­den. Der Nach­weis kann ent­fal­len, wenn das Schiff im Be­reich bis 1/8 der Län­ge in die­ser Was­ser­li­nie, ge­mes­sen ab dem Schnitt­punkt der Tief­la­de­was­ser­li­nie mit dem Vors­te­ven, beid­sei­tig über was­ser­dich­te Ab­tei­lun­gen ver­fügt, de­ren Brei­te auf je­der Schiffs­sei­te an je­der Stel­le min­des­tens 1/5 der Brei­te des Rump­fes in der Tief­la­de­was­ser­li­nie auf­weist.345

4 Der Nach­weis der Schwimm­fä­hig­keit bei Über­flu­tung der bei­den vor­ders­ten Räu­me gilt als er­bracht, wenn das Schiff in al­len Zwi­schen­zu­stän­den der Über­flu­tung und im End­zu­stand nicht so tief ein­taucht, dass Sei­te Deck über­flu­tet wird. Bei der Be­rech­nung sind Krän­gun­gen durch all­fäl­li­ge ein­sei­ti­ge Über­flu­tun­gen zu be­rück­sich­ti­gen.346

5 Das Kol­li­si­ons­schott muss was­ser­dicht sein und von Bord­wand zu Bord­wand rei­chen. Es muss vom Schiffs­bo­den bis zum Deck ge­führt wer­den und darf kei­ne Tü­ren, Ein­stiegs­lu­ken, Mann­lö­cher oder sons­ti­ge Öff­nun­gen ent­hal­ten.347

343 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 8. April 1998, in Kraft seit 15. Mai 1998 (AS 1998 1476).

344 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 9. März 2001, in Kraft seit 1. Mai 2001 (AS 2001 1089).

345 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 9. März 2001, in Kraft seit 1. Mai 2001 (AS 2001 1089).

346 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 9. März 2001, in Kraft seit 1. Mai 2001 (AS 2001 1089).

347 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 9. März 2001, in Kraft seit 1. Mai 2001 (AS 2001 1089).

Art. 146a Anker, Ankerkette 348  

1 Die An­zahl und das Ge­wicht der An­ker so­wie der Durch­mes­ser der An­ker­ket­ten und de­ren Län­ge ha­ben den Vor­schrif­ten ei­ner vom Bun­des­amt für Ver­kehr an­er­kann­ten Klas­si­fi­ka­ti­ons­ge­sell­schaft zu ent­spre­chen.

2 Die zu­stän­di­ge Be­hör­de kann für Schif­fe, die auf Seen ver­keh­ren, ei­ne Re­duk­ti­on des Bu­gan­ker­ge­wich­tes um ma­xi­mal 50 Pro­zent zu­las­sen, wenn das er­for­der­li­che An­ker­ge­wicht nach ei­ner Vor­schrift be­stimmt wur­de, die strö­men­de Ge­wäs­ser vor­aus­setzt. Die zu­stän­di­ge Be­hör­de kann da­bei ei­ne Ver­län­ge­rung der An­ker­ket­te for­dern. Ei­ne Ku­mu­la­ti­on von Ge­wichts­re­duk­tio­nen durch Ver­wen­dung von An­kern mit ho­her Hal­te­kraft ist nicht zu­läs­sig.

3 Die An­ker­ket­te muss an ih­rem En­de fest mit dem Schiffs­kör­per ver­bun­den sein.

348 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 9. März 2001, in Kraft seit 1. Mai 2001 (AS 2001 1089).

Art. 147 Lenzanlagen 349  

1 Je­de was­ser­dich­te Ab­tei­lung ei­nes Gü­ter­schif­fes oder ei­nes schwim­men­den Ge­rä­tes muss lenz­bar sein. Dies gilt nicht für was­ser­dich­te Ab­tei­lun­gen, die ge­wöhn­lich luft­dicht ge­schlos­sen sind.

2 Es müs­sen zwei un­ab­hän­gi­ge selbst­an­sau­gen­de Lenz­pum­pen vor­han­den sein, die nicht in dem­sel­ben Raum auf­ge­stellt sein dür­fen und von de­nen min­des­tens ei­ne durch einen Ver­bren­nungs­mo­tor an­ge­trie­ben wer­den muss.

3 Je­de Lenz­pum­pe muss für je­de was­ser­dich­te Ab­tei­lung ver­wend­bar sein.

4 Die Min­dest­för­der­men­ge Q der Lenz­pum­pe ist nach fol­gen­der For­mel zu be­rech­nen:

d ist der In­nen­durch­mes­ser der Lenz­lei­tung. Er ist nach fol­gen­der For­mel zu be­rech­nen:

hier­in be­deu­ten:

L die gröss­te Län­ge des Schif­fes oder des schwim­men­den Ge­rä­tes oh­ne An­hän­ge in m

B die Brei­te des Schif­fes oder des schwim­men­den Ge­rä­tes auf Spant in m

H die kleins­te Sei­ten­hö­he des Schif­fes oder des schwim­men­den Ge­rä­tes in m

349 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 9. März 2001, in Kraft seit 1. Mai 2001 (AS 2001 1089).

Art. 147a Rettungsgeräte 350  

Auf schwim­men­den Ge­rä­ten muss für je­de an Bord ar­bei­ten­de Per­son ein Ein­zel­­ge­rät vor­han­den sein. Für Per­so­nen, die auf ei­nem aus­ser­halb des Ufers still­lie­gen­den Ge­rät ar­bei­ten, muss über­dies ein Ru­der- oder Mo­tor­boot zur Ver­fü­gung ste­hen, auf dem sie al­le Platz fin­den.

350Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 11. Sept. 1991, in Kraft seit 1. Jan. 1992 (AS 1992 219).

44 Besondere Bestimmungen für Schiffe des gewerbsmässigen Personentransportes 351

351Fassung gemäss Ziff. I der V vom 11. Sept. 1991, in Kraft seit 1. Jan. 1992 (AS 1992 219).

Art. 148352  

1 Für den Bau und die Aus­rüs­tung von Fahr­gast­schif­fen gel­ten die Be­stim­mun­gen der Schiff­bau­ver­ord­nung vom 14. März 1994353.

2 Für Schif­fe für den ge­werbs­mäs­si­gen Trans­port von höchs­tens zwölf Fahr­gäs­ten gel­ten die Ar­ti­kel 107–114, 124 und 131–140a. Dar­über hin­aus gel­ten die An­for­de­run­gen nach Ar­ti­kel 1 Ab­satz 3 der Schiff­bau­ver­ord­nung.354

3 Ab­wei­chend von Ab­satz 2 müs­sen Schif­fe für den ge­werbs­mäs­si­gen Trans­port von höchs­tens zwölf Fahr­gäs­ten die Be­stim­mun­gen des Ar­ti­kels 27 Ab­sät­ze 1 und 2 der Schiff­bau­ver­ord­nung und des Ar­ti­kels 138 nicht er­fül­len, so­fern für je­den zu­ge­las­se­nen Fahr­gast an Bord ein Ein­zel­ret­tungs­mit­tel mit­ge­führt so­wie ein Platz in ei­nem Sam­mel­ret­tungs­mit­tel für den Ein­stieg an Bord vor­ge­se­hen wird. Die An­for­de­run­gen an das Ret­tungs­ma­te­ri­al rich­ten sich nach der Schiff­bau­ver­ord­nung vom 14. März 1994 und den da­zu­ge­hö­ren­den Aus­füh­rungs­be­stim­mun­gen des De­par­te­men­tes.355

4 Gü­ter­schif­fe, wel­che über­wie­gend zum ge­werbs­mäs­si­gen Trans­port von mehr als zwölf Per­so­nen und nur ver­ein­zelt zum Trans­port von Gü­tern ver­wen­det wer­den, müs­sen den Be­stim­mun­gen der Schiff­bau­ver­ord­nung vom 14. März 1994 und den da­zu­ge­hö­ren­den Aus­füh­rungs­be­stim­mun­gen des De­par­te­men­tes ent­spre­chen. Im Schiffs­aus­weis sind sie als Fahr­gast­schif­fe zu kenn­zeich­nen.356

5 Un­ter­neh­men, die Schif­fe nach Ab­satz 4 be­trei­ben, müs­sen über ein Not­fall­kon­zept ver­fü­gen, das si­cher­stellt, dass die Per­so­nen an Bord bei ei­nem Er­eig­nis auf ei­nem Schiff recht­zei­tig in Si­cher­heit ge­bracht wer­den kön­nen. Sind zur Um­set­zung des Not­fall­kon­zep­tes Er­eig­nis­diens­te er­for­der­lich, so muss das Not­fall­kon­zept mit die­sen ver­ein­bart wer­den.357

352 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 9. März 2001, in Kraft seit 1. Mai 2001 (AS 2001 1089).

353SR 747.201.7

354 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. II der V vom 11. Dez. 2015, in Kraft seit 1. Fe­br. 2016 (AS 2016 159).

355 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 2. Mai 2007, in Kraft seit 1. Dez. 2007 (AS 2007 2275).

356 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 2. Mai 2007, in Kraft seit 1. Dez. 2007 (AS 2007 2275).

357 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 14. Okt. 2015, in Kraft seit 15. Fe­br. 2016 (AS 2015 4351).

45 Besondere Bestimmungen für Rafts358

358 Eingefügt durch Ziff. I der V vom 8. April 1998, in Kraft seit 15. Mai 1998 (AS 1998 1476).

Art. 148a–148e359  

359 Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I der V vom 1. Mai 2019, mit Wir­kung seit 1. Jan. 2020 (AS 2019 1759).

Art. 148f 360  

1 Die zu­läs­si­ge Per­so­nen­zahl ei­nes Rafts rich­tet sich nach den An­ga­ben des Hers­tel­lers. Sie darf die nach An­hang 18 Zif­fer 1 Buch­sta­be c be­rech­ne­te Zahl aber höch­s­tens um 1 über­stei­gen.

2 Die zu­läs­si­ge Per­so­nen­zahl muss an Bord deut­lich sicht­bar an­ge­schrie­ben sein.

360 Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I der V vom 1. Mai 2019, mit Wir­kung seit 1. Jan. 2020 (AS 2019 1759).

46 Besondere Bestimmungen für Sportboote361

361 Eingefügt durch Ziff. I der V vom 9. März 2001, in Kraft seit 1. Mai 2001 (AS 2001 1089).

Art. 148g Inverkehrbringen von Sportbooten, unvollständigen oder umgebauten Sportbooten und Bauteilen 362  

1 Sport­boo­te, un­voll­stän­di­ge Sport­boo­te, Sport­boo­te, bei de­nen ein grös­se­rer Um­bau vor­ge­nom­men wird, oder Bau­tei­le dür­fen nur in Ver­kehr ge­bracht, auf dem Markt be­reit­ge­stellt oder in Be­trieb ge­nom­men wer­den, wenn ei­ne Kon­for­mi­täts­be­wer­tung nach Ar­ti­kel 148h durch­ge­führt wur­de und die be­tei­lig­ten Wirt­schafts­ak­teu­re oder pri­va­ten Im­por­teu­re ih­re Pflich­ten nach den für sie gel­ten­den Be­stim­mun­gen der EU-Sport­boot-Richt­li­nie363 er­fül­len:

a.
Ar­ti­kel 4 und dem in die­ser Be­stim­mung ge­nann­ten An­hang I;
b.
Ar­ti­kel 7–12; so­wie
c.
Ar­ti­kel 25 und dem in die­ser Be­stim­mung ge­nann­ten An­hang IX.

2 Die Pflicht, die CE-Kenn­zeich­nung an­zu­brin­gen, gilt nicht. So­weit die CE-Kenn­zeich­nung in Über­ein­stim­mung mit den Vor­schrif­ten der EU be­reits an­ge­bracht ist, kann sie be­las­sen wer­den.

3 Das Bun­des­amt für Ver­kehr be­zeich­net im Ein­ver­neh­men mit dem Staats­se­kre­ta­ri­at für Wirt­schaft die tech­ni­schen Nor­men, die ge­eig­net sind, die grund­le­gen­den An­for­de­run­gen an Sport­boo­te, an un­voll­stän­di­ge Sport­boo­te, an Sport­boo­te, bei de­nen ein grös­se­rer Um­bau vor­ge­nom­men wird, oder an Bau­tei­le in Be­zug auf den Ent­wurf und den Bau von Sport­boo­ten so­wie in Be­zug auf Ge­räusche­mis­sio­nen zu kon­kre­ti­sie­ren. Es lässt die tech­ni­schen Nor­men mit Ti­tel und Fund­stel­le im Bun­des­blatt ver­öf­fent­li­chen.

4 Wer­den Sport­boo­te, un­voll­stän­di­ge Sport­boo­te, Sport­boo­te, bei de­nen ein grös­se­rer Um­bau vor­ge­nom­men wird, oder Bau­tei­le ge­mä­ss den tech­ni­schen Nor­men nach Ab­satz 3 her­ge­stellt, so wird ver­mu­tet, dass die grund­le­gen­den Si­cher­heits­an­for­de­run­gen er­füllt sind.364

5 Wer­den die­se Nor­men nicht oder nur teil­wei­se an­ge­wen­det, so muss der In­ver­kehr­brin­ger nach­wei­sen kön­nen, dass die grund­le­gen­den Si­cher­heits­an­for­de­run­gen auf an­de­re Wei­se ein­ge­hal­ten wer­den.

6 Die Un­ter­la­gen oder die zu ih­rer Be­ur­tei­lung er­for­der­li­chen Aus­künf­te sind den zu­stän­di­gen Be­hör­den in ei­ner schwei­ze­ri­schen Amtss­pra­che oder in Eng­lisch vor­zu­le­gen be­zie­hungs­wei­se zu er­tei­len. Bei Vor­la­ge in Eng­lisch kann die zu­stän­di­ge Be­hör­de die teil­wei­se oder voll­stän­di­ge Über­set­zung in ei­ne schwei­ze­ri­sche Amts­spra­che ver­lan­gen.

362 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 14. Okt. 2015, in Kraft seit 15. Fe­br. 2016 (AS 2015 4351).

363 Sie­he Fuss­no­te zu Art. 2 Abs. 1 Bst. a Ziff. 15.

364 Be­rich­ti­gung vom 12. Fe­br. 2019 (AS 2019 609).

Art. 148h Konformitätsbewertung 365  

1 Für die Kon­for­mi­täts­be­wer­tung gel­ten:

a.
die Ar­ti­kel 19–24 und die in die­sen Be­stim­mun­gen ge­nann­ten An­hän­ge V–VIII der EU-Sport­boot-Richt­li­nie366; und
b.
der in den Ar­ti­keln 20–24 der EU-Sport­boot-Richt­li­nie ge­nann­te An­hang II des Be­schlus­ses Nr. 768/2008/EG367.

2 Ist an der Kon­for­mi­täts­be­wer­tung ei­ne Kon­for­mi­täts­be­wer­tungs­stel­le be­tei­ligt, so ist de­ren Kenn­num­mer am Sport­boot oder am Bau­teil an­zu­brin­gen.

365 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 14. Okt. 2015, in Kraft seit 15. Fe­br. 2016 (AS 2015 4351).

366 Sie­he Fuss­no­te zu Art. 2 Abs. 1 Bst. a Ziff. 15.

367 Be­schluss Nr. 768/2008/EG des Eu­ro­päi­schen Par­la­ments und des Ra­tes vom 9. Ju­li 2008 über einen ge­mein­sa­men Rechts­rah­men für die Ver­mark­tung von Pro­duk­ten und zur Auf­he­bung des Be­schlus­ses 93/465/EWG des Ra­tes, Fas­sung ge­mä­ss ABl. L 218 vom 13.8.2008, S. 82.

Art. 148i Prüf- und Konformitätsbewertungsstellen 368  

1 Prüf- und Kon­for­mi­täts­be­wer­tungs­stel­len, die nach den mass­ge­bli­chen Vor­schrif­ten der EU-Sport­boot-Richt­li­nie369 für die Kon­for­mi­täts­be­wer­tung bei­zu­zie­hen sind, müs­sen für den be­tref­fen­den Fach­be­reich:

a.
nach der Ak­kre­di­tie­rungs- und Be­zeich­nungs­ver­ord­nung vom 17. Ju­ni 1996370 ak­kre­di­tiert sein;
b.
von der Schweiz im Rah­men ei­nes in­ter­na­tio­na­len Ab­kom­mens an­er­kannt sein; oder
c.
durch das Bun­des­recht an­der­wei­tig er­mäch­tigt sein.

2 Kon­for­mi­täts­be­wer­tun­gen von Stel­len, die nach Ar­ti­kel 26 der EU-Sport­boot-Richt­li­nie no­ti­fi­ziert sind, wer­den an­er­kannt.

368 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 14. Okt. 2015, in Kraft seit 15. Fe­br. 2016 (AS 2015 4351).

369 Sie­he Fuss­no­te zu Art. 2 Abs. 1 Bst. a Ziff. 15.

370 SR 946.512

Art. 148j Konformitätserklärung 371  

1 Wer ein Sport­boot oder ein Bau­teil in Ver­kehr bringt, auf dem Markt be­reit­stellt oder in Be­trieb nimmt, muss ei­ne Kon­for­mi­täts­er­klä­rung nach Ar­ti­kel 15 Ab­sät­ze 1–4 und dem in die­ser Be­stim­mung ge­nann­ten An­hang IV der EU-Sport­boot-Richt­li­nie372 vor­le­gen.

2 Wer ein un­voll­stän­di­ges Sport­boot in Ver­kehr bringt oder auf dem Markt be­reit­stellt muss le­dig­lich ei­ne Er­klä­rung nach Ar­ti­kel 15 Ab­satz 5 und den in die­ser Be­stim­mung ge­nann­ten An­hang III der EU-Sport­boot-Richt­li­nie bei­le­gen.

3 Die Er­klä­rung nach Ar­ti­kel 15 Ab­satz 5 und dem in die­ser Be­stim­mung ge­nann­ten An­hang III der EU-Sport­boot-Richt­li­nie so­wie die Kon­for­mi­täts­er­klä­rung nach Ar­ti­kel 15 Ab­sät­ze 1–4 und dem in die­ser Be­stim­mung ge­nann­ten An­hang der EU‑Sport­boot-Richt­li­nie müs­sen in ei­ner schwei­ze­ri­schen Amtss­pra­che oder in Eng­lisch ab­ge­fasst sein. Bei Vor­la­ge in Eng­lisch kann die zu­stän­di­ge Be­hör­de die teil­wei­se oder voll­stän­di­ge Über­set­zung in ei­ne schwei­ze­ri­sche Amtss­pra­che ver­lan­gen.

371 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 14. Okt. 2015, in Kraft seit 15. Fe­br. 2016 (AS 2015 4351).

372 Sie­he Fuss­no­te zu Art. 2 Abs. 1 Bst. a Ziff. 15.

Art. 148k Technische Unterlagen 373  

Die tech­ni­schen Un­ter­la­gen nach den Ar­ti­keln 7 Ab­satz 2 und 25 so­wie dem in die­ser Be­stim­mung ge­nann­ten An­hang IX der EU-Sport­boot-Richt­li­nie374 oder die zu ih­rer Be­ur­tei­lung er­for­der­li­chen Aus­künf­te sind den zu­stän­di­gen Be­hör­den in ei­ner schwei­ze­ri­schen Amtss­pra­che oder in Eng­lisch vor­zu­le­gen be­zie­hungs­wei­se zu er­tei­len. Bei Vor­la­ge in Eng­lisch kann die zu­stän­di­ge Be­hör­de die teil­wei­se oder voll­stän­di­ge Über­set­zung in ei­ne schwei­ze­ri­sche Amts­spra­che ver­lan­gen.

373 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 2. Mai 2007 (AS 2007 2275). Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 14. Okt. 2015, in Kraft seit 15. Fe­br. 2016 (AS 2015 4351).

374 Sie­he Fuss­no­te zu Art. 2 Abs. 1 Bst. a Ziff. 15.

Art. 148l Marktüberwachung 375  

1 An Sport­boo­ten, un­voll­stän­di­gen Sport­boo­ten, Sport­boo­ten, bei de­nen ein grös­se­rer Um­bau vor­ge­nom­men wur­de, oder Bau­tei­len, die in Ver­kehr ge­bracht, auf dem Markt be­reit­ge­stellt oder in Be­trieb ge­nom­men wur­den, kön­nen die zu­stän­di­gen Be­hör­den Kon­trol­len auch aus­ser­halb der in Ar­ti­kel 101 für pe­ri­odi­sche Prü­fun­gen vor­ge­schrie­be­nen Fris­ten durch­füh­ren. Die Kon­trol­len stel­len si­cher, dass die­se Pro­duk­te den Vor­schrif­ten die­ser Ver­ord­nung ent­spre­chen. Zu die­sem Zweck wer­den Stich­pro­ben durch­ge­führt und wird be­grün­de­ten Hin­wei­sen nach­ge­gan­gen, wo­nach Vor­schrif­ten die­ser Ver­ord­nung nicht ein­ge­hal­ten sind.

2 Im Rah­men der Markt­über­wa­chung sind die zu­stän­di­gen Be­hör­den be­fugt, zum Nach­weis der Kon­for­mi­tät von Sport­boo­ten, un­voll­stän­di­gen Sport­boo­ten, Sport­boo­ten, bei de­nen ein grös­se­rer Um­bau vor­ge­nom­men wur­de, oder Bau­tei­len:

a.
vom be­trof­fe­nen Wirt­schafts­ak­teur oder vom pri­va­ten Im­por­teur die für den Nach­weis der Kon­for­mi­tät er­for­der­li­chen Un­ter­la­gen und In­for­ma­tio­nen zu ver­lan­gen;
b.
Mus­ter zu er­he­ben;
c.
Prü­fun­gen an­zu­ord­nen;
d.
die Ge­schäfts­räu­me wäh­rend der üb­li­chen Ar­beits­zeit zu be­tre­ten.

3 Die zu­stän­di­gen Be­hör­den kön­nen auf Kos­ten des be­trof­fe­nen Wirt­schafts­ak­teurs oder des pri­va­ten Im­por­teurs ei­ne tech­ni­sche Über­prü­fung des Sport­boo­tes, des un­voll­stän­di­gen Sport­boo­tes, des Sport­boo­tes, bei dem ein grös­se­rer Um­bau vor­ge­nom­men wird, oder des Bau­teils an­ord­nen, wenn:

a.
der be­trof­fe­ne Wirt­schafts­ak­teur oder der pri­va­te Im­por­teur die ver­lang­ten Un­ter­la­gen in­ner­halb der von der zu­stän­di­gen Be­hör­de fest­ge­setz­ten Frist nicht oder nicht voll­stän­dig bei­bringt;
b.
Zwei­fel be­ste­hen, ob ein Sport­boot, ein un­voll­stän­di­ges Sport­boot oder ein Bau­teil mit den ein­ge­reich­ten Un­ter­la­gen über­ein­stimmt;
c.
ein Sport­boot, ein un­voll­stän­di­ges Sport­boot, ein Sport­boot, bei dem ein grös­se­rer Um­bau vor­ge­nom­men wird oder ein Bau­teil trotz ein­ge­reich­ter kor­rek­ter Un­ter­la­gen den gel­ten­den Vor­schrif­ten nicht ent­spricht.

4 Er­gibt die Kon­trol­le oder die Über­prü­fung, dass Vor­schrif­ten die­ser Ver­ord­nung ver­letzt sind, so ver­fü­gen die zu­stän­di­gen Be­hör­den Mass­nah­men nach Ar­ti­kel 10 Ab­sät­ze 2–5 des Bun­des­ge­set­zes vom 12. Ju­ni 2009376 über die Pro­duk­te­si­cher­heit.

5 Be­vor die zu­stän­di­gen Be­hör­den die Über­prü­fung nach Ab­satz 3 oder die Mass­nah­me nach Ab­satz 4 an­ord­nen, ge­ben sie dem be­trof­fe­nen Wirt­schafts­ak­teur oder dem pri­va­ten Im­por­teur Ge­le­gen­heit zur Stel­lung­nah­me.

375 Ur­sprüng­lich Art. 148k. Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 14. Okt. 2015, in Kraft seit 15. Fe­br. 2016 (AS 2015 4351).

376 SR 930.11

5 Besatzung

Art. 149 Allgemeines  

1 Schif­fe und schwim­men­de Ge­rä­te in Fahrt müs­sen aus­ser dem Schiffs­füh­rer ei­ne nach Zahl und Eig­nung aus­rei­chen­de Be­sat­zung ha­ben, um die Si­cher­heit der an Bord be­find­li­chen Per­so­nen und der Schiff­fahrt zu ge­währ­leis­ten.377

2 Die Be­sat­zungs­mit­glie­der müs­sen min­des­tens 16 Jah­re alt sein. Ein Mit­glied muss den Schiffs­füh­rer vor­über­ge­hend er­set­zen kön­nen und mit der Be­die­nung der Ma­schi­nen­an­la­ge ver­traut sein.

377Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 11. Sept. 1991, in Kraft seit 1. Jan. 1992 (AS 1992 219).

Art. 150 Güterschiffe  

1 Der Be­stand der Be­sat­zung auf Gü­ter­schif­fen wird durch die zu­stän­di­ge Be­hör­de fest­ge­setzt.

2 Er be­trägt in der Re­gel:

a.
auf Schif­fen mit Ma­schi­nen­an­trieb
– mit ei­ner Trag­fä­hig­keit bis 1000 t
1 Ma­tro­se
– mit ei­ner Trag­fä­hig­keit über 1000 t
2 Ma­tro­sen
b.
auf Schif­fen, die ge­schleppt wer­den 1 Ma­tro­se
c.
auf Schub­ver­bän­den
– mit ei­ner to­ta­len Trag­fä­hig­keit bis 1000 t
1 Ma­tro­se
– mit ei­ner to­ta­len Trag­fä­hig­keit über 1000 t
2 Ma­tro­sen

3 Er kann er­höht wer­den, wenn:

a.
es die Ver­hält­nis­se der Schiff­fahrt und die Bau­art der Schif­fe er­for­dern, ins­be­son­de­re bei aus­ser­ge­wöhn­li­cher An­ord­nung der Deckauf­bau­ten;
b.
der Schiffs­füh­rer nicht oh­ne Schwie­rig­keit gleich­zei­tig Ru­der und An­triebs­ma­schi­nen be­die­nen kann und die Steu­er­stän­de nicht für sämt­li­che Schiffs­ma­nö­ver ge­nü­gend Über­blick ge­wäh­ren;
c.
An­triebs­ma­schi­nen nicht durch den Schiffs­füh­rer fern­ge­steu­ert und die Ma­schi­nen­kon­trol­le nicht durch ein an­de­res aus­ge­bil­de­tes und zum Soll­be­stand ge­hö­ren­des Be­sat­zungs­mit­glied be­sorgt wer­den kann;
d.
die La­dung wäh­rend der Fahrt ei­ne be­son­de­re Über­wa­chung er­for­dert.

4 Er kann auf Schif­fen mit ei­ner Trag­fä­hig­keit von we­ni­ger als 350 t und bei gu­ten Sicht­ver­hält­nis­sen wäh­rend des Ta­ges um einen Ma­tro­sen ver­min­dert wer­den, so­fern fol­gen­de Be­din­gun­gen er­füllt sind:

a.
das be­tref­fen­de Schiff ver­kehrt zwi­schen Or­ten, von de­nen es je­der­zeit be­ob­ach­tet wer­den kann. Auf den Sicht­kon­takt kann ver­zich­tet wer­den, wenn die Fahrt zwi­schen Ab­gangs- und Zielort auf an­de­re ge­eig­ne­te Wei­se zu­ver­läs­sig über­wacht wer­den kann;
b.
die Fahr­zeit zwi­schen Ab­gangs- und Zielort be­trägt nicht mehr als 45 Mi­nu­ten;
c.
das Schiff muss im Steu­er­stand mit ei­nem be­triebs­be­rei­ten Funk­ge­rät aus­ge­rüs­tet sein, wel­ches un­un­ter­bro­chen den Kon­takt zu ei­ner Stel­le des Be­trie­bes an Land er­mög­licht, die wäh­rend der Fahrt des Schif­fes stän­dig be­setzt ist;
d.
am Zielort muss bei An­kunft des Schif­fes ei­ne Per­son zum Fest­ma­chen be­reit ste­hen.378

5 So­fern die ört­li­chen Ge­ge­ben­hei­ten es er­for­dern, kann die zu­stän­di­ge Be­hör­de wei­te­re Auf­la­gen ma­chen.379

378 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 2. Mai 2007, in Kraft seit 1. Dez. 2007 (AS 2007 2275).

379 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 2. Mai 2007, in Kraft seit 1. Dez. 2007 (AS 2007 2275).

Art. 151 Schwimmende Geräte, Schlepp- und Schubboote  

Der Be­stand der Be­sat­zung auf schwim­men­den Ge­rä­ten in Fahrt so­wie auf Schlep­pern und Schub­boo­ten wird durch die Zu­stän­di­ge Be­hör­de im Ein­zel­fall fest­ge­setzt.

Art. 152 Fahrgastschiffe  

Der Be­stand der Be­sat­zung auf Fahr­gast­schif­fen muss den eid­ge­nös­si­schen Vor­schrif­ten über die kon­zes­si­ons- und be­wil­li­gungs­pflich­ti­ge Schiff­fahrt ent­spre­chen.

6 Haftpflichtversicherung

Art. 153 Versicherungspflicht  

1 Ein Schiff darf auf öf­fent­li­chen Ge­wäs­sern we­der ein­ge­setzt noch sta­tio­niert wer­den, be­vor ei­ne Haft­pflicht­ver­si­che­rung ab­ge­schlos­sen ist.380

2 So­fern sie nicht ge­werbs­mäs­sig ein­ge­setzt wer­den, sind fol­gen­de Schif­fe von der Ver­si­che­rungs­pflicht aus­ge­nom­men:

a.
Schif­fe oh­ne Ma­schi­nen­an­trieb;
b.
Rafts un­ter 2,5 m Län­ge;
c.381
Se­gel­schif­fe oh­ne Mo­tor, de­ren Se­gel­flä­che 15 m2 oder we­ni­ger be­trägt.382

2bis Un­ge­ach­tet der Aus­nah­men von Ab­satz 2 un­ter­lie­gen Schif­fe, die als Dra­chen­se­gel­bret­ter ver­wen­det wer­den, der Ver­si­che­rungs­pflicht nach Ab­satz 1.383

3 Der Ab­schluss der vor­ge­schrie­be­nen Haft­pflicht­ver­si­che­rung ist durch einen Ver­si­che­rungs­nach­weis zu be­le­gen.

380 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 9. März 2001, in Kraft seit 1. Mai 2001 (AS 2001 1089).

381 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 14. Okt. 2015, in Kraft seit 15. Fe­br. 2016 (AS 2015 4351).

382 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 9. März 2001, in Kraft seit 1. Mai 2001 (AS 2001 1089).

383 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 9. März 2001, in Kraft seit 1. Mai 2001 (AS 2001 1089).

Art. 154 Versicherer 384  

Die Haft­pflicht­ver­si­che­rung ist bei ei­ner von der Eid­ge­nös­si­schen Fi­nanz­mark­tauf­sicht (FIN­MA) er­mäch­tig­ten Ver­si­che­rungs­ein­rich­tung ab­zu­sch­lies­sen.

384 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 1. Mai 2019, in Kraft seit 1. Jan. 2020 (AS 2019 1759).

Art. 155 Mindestversicherung für Nichtkonzessionierte 385  

1 Die Ver­si­che­rung muss für Schif­fe mit Ma­schi­nen­an­trieb und Se­gel­schif­fe mit ei­ner Se­gel­flä­che von über 15 m2, für de­ren Be­trieb kei­ne Kon­zes­si­on nö­tig ist, die Er­satz­rech­te der Ge­schä­dig­ten min­des­tens bis zum Be­trag von 2 Mil­lio­nen Fran­ken je Un­fal­ler­eig­nis für Per­so­nen- und Sach­scha­den zu­sam­men de­cken.

2 Bei Schif­fen, mit de­nen Per­so­nen ge­werbs­mäs­sig be­för­dert wer­den, be­trägt die Min­dest­ver­si­che­rungs­s­um­me pro Un­fal­ler­eig­nis 70 000 Fran­ken pro zu­ge­las­se­nem Pas­sa­gier, min­des­tens aber 5 Mil­lio­nen Fran­ken.386

3387

4 Bei Schif­fen für den ge­werbs­mäs­si­gen Gü­ter­ver­kehr er­höht sich die Min­dest­ver­si­che­rung für das Un­fal­ler­eig­nis auf 5 Mil­lio­nen Fran­ken.

5 Die Min­dest­ver­si­che­rung für das Un­fal­ler­eig­nis be­trägt 750 000 Fran­ken:

a.
bei Rafts mit ei­ner Län­ge von mehr als 2,5 m;
b.
bei ge­werbs­mäs­sig ein­ge­setz­ten Schif­fen oh­ne Ma­schi­nen­an­trieb;
c.388
bei ge­werbs­mäs­sig ein­ge­setz­ten Se­gel­schif­fen, die kei­nen Mo­tor be­sit­zen und de­ren Se­gel­flä­che 15 m2 oder we­ni­ger be­trägt;
d.
bei Dra­chen­se­gel­bret­tern.389

6 Bei nau­ti­schen Ver­an­stal­tun­gen ist ei­ne be­son­de­re Ver­si­che­rung ab­zu­sch­lies­sen. Sie hat die Haft­pflicht der Ver­an­stal­ter, Teil­neh­mer und Hilfs­per­so­nen für Schä­den von Schif­fen, an Zu­schau­ern und un­be­tei­lig­ten Drit­ten zu de­cken, so­weit sie nicht durch die Haft­pflicht­ver­si­che­rung der be­tei­lig­ten Schif­fe ge­deckt ist. Die Be­wil­li­gungs­be­hör­de setzt die Min­dest­ver­si­che­rung nach den Um­stän­den fest. Die Ver­si­che­rungs­s­um­men dür­fen nicht ge­rin­ger sein als bei der or­dent­li­chen Ver­si­che­rung.

385Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 11. Sept. 1991, in Kraft seit 1. Jan. 1992 (AS 1992 219).

386 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 8. April 1998, in Kraft seit 15. Mai 1998 (AS 1998 1476).

387 Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I der V vom 8. April 1998, mit Wir­kung seit 15. Mai 1998 (AS 1998 1476).

388 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 14. Okt. 2015, in Kraft seit 15. Fe­br. 2016 (AS 2015 4351).

389 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 9. März 2001, in Kraft seit 1. Mai 2001 (AS 2001 1089).

Art. 155a Versicherungsverträge der Konzessionierten 390  

1 Die Haft­pflicht­ver­si­che­rungs­ver­trä­ge und de­ren nach­träg­li­che Än­de­rung sind dem Bun­des­amt für Ver­kehr mit­zu­tei­len.

2 Das Bun­des­amt für Ver­kehr kann ei­ne Er­hö­hung der Ver­si­che­rung ver­lan­gen, wenn die­se of­fen­sicht­lich un­ge­nü­gend ist.

390Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 11. Sept. 1991, in Kraft seit 1. Jan. 1992 (AS 1992 219).

Art. 156 Versicherungsnachweis  

1 Der Ver­si­che­rungs­nach­weis und die Mel­dung des Ver­si­che­rers über Aus­set­zen oder Auf­hö­ren der Ver­si­che­rung sind nach den Mus­tern im An­hang 9 aus­zu­stel­len. Das De­par­te­ment legt in An­hang 9 Form und In­halt der Mel­de­for­mu­la­re fest.391

2 Ein neu­er Ver­si­che­rungs­nach­weis ist der Be­hör­de ab­zu­ge­ben, wenn ein Schiff im Ver­kehr be­las­sen oder er­neut zum Ver­kehr zu­ge­las­sen wer­den soll:

a.
nach der Über­nah­me durch einen an­de­ren Ei­gen­tü­mer oder Hal­ter;
b.
nach der Ver­le­gung des Stand­ortes in einen an­de­ren Kan­ton;
c.
nach der Mel­dung des Ver­si­che­rers über Aus­set­zen oder Auf­hö­ren der Ver­si­che­rung (Art. 36 Abs. 3 BSG);
d.
bei der Er­set­zung des Kenn­zei­chens durch ein sol­ches mit an­de­rer Num­mer.

3 Der Ver­si­che­rer kann den Ge­schä­dig­ten in den Fäl­len nach Ab­satz 2 Buch­sta­ben a, b und d das Feh­len des neu­en Ver­si­che­rungs­nach­wei­ses nicht ent­ge­gen­hal­ten, so­lan­ge das Schiff mit dem bis­he­ri­gen Schiffs­aus­weis ver­se­hen ist.

4 In den Fäl­len nach Ab­satz 2 so­wie bei der Aus­ser­ver­kehrs­et­zung ei­nes Schif­fes ist der Schiffs­aus­weis der Aus­ga­be­stel­le ab­zu­ge­ben.392 Die Ver­si­che­rung tritt an dem auf die Ab­ga­be fol­gen­den Tag aus­ser Kraft, wenn nicht ein neu­er Ver­si­che­rungs­nach­weis vor­ge­legt wird. Die Be­hör­de gibt dem Ver­si­che­rer von der Rück­ga­be des Schiffs­aus­wei­ses Kennt­nis. Sie führt ein Ver­zeich­nis der zu­rück­ge­ge­be­nen Schiffs­aus­wei­se, aus dem her­vor­geht, von wel­chem Tag an die Ver­si­che­rung ruht.

5 Das De­par­te­ment re­gelt in ei­ner Wei­sung, wie die Zu­las­sungs­be­hör­de den Ver­si­che­rern via ei­ne Clea­ring­stel­le elek­tro­ni­sche Da­ten über das In­ver­kehr- und Aus­ser­ver­kehrs­et­zen von Schif­fen so­wie wei­te­re Mel­dun­gen über­mit­telt.393

391 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 9. März 2001, in Kraft seit 1. Mai 2001 (AS 2001 1089).

392Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 11. Sept. 1991, in Kraft seit 1. Jan. 1992 (AS 1992 219).

393 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 2. Mai 2007, in Kraft seit 1. Dez. 2007 (AS 2007 2275).

7 Überlassen und Vermieten von Schiffen

Art. 157 Gebrauchsüberlassung  

1 Dem Hal­ter oder Ver­fü­gungs­be­rech­tig­ten ist es un­ter­sagt, den Ge­brauch sei­nes Schif­fes durch an­de­re zu dul­den, wenn er weiss oder bei pflicht­ge­mäs­ser Auf­merk­sam­keit wis­sen müss­te, dass das Schiff nicht ver­kehrs­be­rech­tigt oder der Schiffs­füh­rer nicht fahr­be­rech­tigt ist.

2 Die Ge­brauchs­über­las­sung von Schif­fen, für die kei­ne Zoll­ver­an­la­gung durch­ge­führt wur­de, ist nur mit Zu­stim­mung des BA­ZG ge­stat­tet.394

3 Ob ei­ne ge­werbs­mäs­si­ge Über­las­sung ei­nes Schif­fes mit Schiffs­füh­rer zum Trans­port von Per­so­nen oder Gü­tern vor­liegt, wird sinn­ge­mä­ss nach Ar­ti­kel 2 Ab­satz 1 Buch­sta­be b des Per­so­nen­be­för­de­rungs­ge­set­zes vom 20. März 2009395 und der zu­ge­hö­ri­gen Aus­füh­rungs­vor­schrif­ten be­ur­teilt.396

394 Fas­sung ge­mä­ss An­hang 4 Ziff. 37 der Zoll­ver­ord­nung vom 1. Nov. 2006, in Kraft seit 1. Mai 2007 (AS 2007 1469).

395 SR 745.1

396 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 2. Mai 2007 (AS 2007 2275). Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 15. Jan. 2014, in Kraft seit 15. Fe­br. 2014 (AS 2014 261).

Art. 158 Vermietung  

1 Schif­fe, de­ren Füh­rung einen Füh­rer­aus­weis er­for­dert, dür­fen nur an Per­so­nen ver­mie­tet wer­den, die dem Ver­mie­ter ih­ren Füh­rer­aus­weis vor­wei­sen kön­nen.

2 Schif­fe, für die kein Füh­rer­aus­weis er­for­der­lich ist, dür­fen nur an Per­so­nen ver­mie­tet wer­den, die das fol­gen­de Min­destal­ter er­reicht ha­ben:

a.
das 14. Al­ters­jahr für Schif­fe mit Ma­schi­nen­an­trieb und für Se­gel­schif­fe;
b.
das 10. Al­ters­jahr für an­de­re Schif­fe.397

3 Schif­fe dür­fen nicht an Per­so­nen ver­mie­tet wer­den, die zur si­che­ren Füh­rung un­ge­eig­net oder un­er­fah­ren er­schei­nen.

397Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 11. Sept. 1991, in Kraft seit 1. Jan. 1992 (AS 1992 219).

Art. 159 Pflichten des Vermieters  

1 Der Boots­ver­mie­ter hat die Mie­ter auf die für die Schiff­fahrt ge­fähr­li­chen Stel­len auf­merk­sam zu ma­chen, so­weit da­mit zu rech­nen ist, dass die­se be­fah­ren wer­den. Eben­so hat er auf lo­ka­le Be­son­der­hei­ten, Ver­kehrs­ver­hält­nis­se, Vor­schrif­ten usw. hin­zu­wei­sen, so­weit die­se für den Mie­ter von Be­deu­tung sind.

2 Der Boots­ver­mie­ter hat je­des ver­mie­te­te Schiff vor­schrifts­ge­mä­ss aus­zu­rüs­ten. Den Schif­fen sind auch die vor­ge­schrie­be­nen Lich­ter mit­zu­ge­ben, aus­ser wenn sie ver­ein­ba­rungs­ge­mä­ss nur bei Tag ver­mie­tet wer­den. Die zu­läs­si­ge Per­so­nen­zahl ist im Boot gut sicht­bar an­zu­schrei­ben.

8 Anlagen für die Schifffahrt

Art. 160 Allgemeines  

1 So­weit nicht der Bund zu­stän­dig ist, dür­fen An­la­gen für die Schiff­fahrt nur mit Zu­stim­mung des Kan­tons er­stellt wer­den, auf des­sen Ge­biet sich die An­la­ge be­fin­det.

2 Sie müs­sen so ge­baut, aus­ge­rüs­tet und un­ter­hal­ten sein, dass die Ver­pflich­tun­gen aus die­ser Ver­ord­nung er­füllt sind und die Si­cher­heit der Schiff­fahrt ge­währ­leis­tet wird.

3 Die Be­zeich­nun­gen von Lie­ge­plät­zen mit Bo­jen und der­glei­chen dür­fen nicht zu Ver­wechs­lun­gen mit den Schiff­fahrts­zei­chen füh­ren.

Art. 161 Abstände  

Ha­fen­ein­fahr­ten, Schiffs­ver­mie­tungs­stel­len, Schiffs­lie­ge­plät­ze so­wie an­de­re orts­­fes­te An­la­gen im Ge­wäs­ser ha­ben von den Lan­des­tel­len und Fahr­li­ni­en der Kurs­schif­fe einen an­ge­mes­se­nen Ab­stand auf­zu­wei­sen.

9 Sonderbestimmungen

Art. 162 Sonderrechte 398  

1 Schif­fe von Be­hör­den, wis­sen­schaft­li­chen In­sti­tu­tio­nen und Ret­tungs­diens­ten sind von den Be­stim­mun­gen der Ar­ti­kel 36 und 37 (Schiff­fahrts­zei­chen), 53 (Fah­ren in den Ufer­zo­nen) und 70 (Still­lie­gen) be­freit, so­weit es die Er­fül­lung ih­rer Auf­ga­ben un­be­dingt er­for­dert. Schif­fe der Po­li­zei und des BA­ZG sind aus­ser­dem bei Über­wa­chungs­ein­sät­zen von den Vor­schrif­ten be­tref­fend Lichter­füh­rung be­freit, so­fern die Si­cher­heit der Schiff­fahrt nicht be­ein­träch­tigt wird.

2 Mit Zu­stim­mung der zu­stän­di­gen Be­hör­de kön­nen Schif­fe nach Ab­satz 1 von ein­zel­nen Bau­vor­schrif­ten aus­ge­nom­men wer­den, wenn ih­re be­son­de­re Ver­wen­dung es er­for­dert.

398Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 11. Sept. 1991, in Kraft seit 1. Jan. 1992 (AS 1992 219).

Art. 163 Ausnahmen  

1 Die zu­stän­di­ge Be­hör­de kann Aus­nah­men zu­las­sen von den Be­stim­mun­gen in:399

a.
Ar­ti­kel 53 Ab­satz 1 Buch­sta­be a; sie kann Längs­fahr­ten ge­stat­ten, wenn kei­ne Be­ein­träch­ti­gun­gen und an­de­re Nach­tei­le zu er­war­ten sind, na­ment­lich längs steil ab­fal­len­dem Ufer;
b.
Ar­ti­kel 54 Ab­sät­ze 5 und 6; das Schlep­pen von mehr als zwei Was­serski­fah­rern so­wie von Flug­ge­rä­ten kann zu Trai­nings­zwe­cken auf be­stimm­ten Ge­wäs­se­r­ab­schnit­ten ge­stat­tet wer­den;
c.
Ar­ti­kel 70; sie kann das Still­lie­gen im Be­reich von Brücken ge­stat­ten, wenn die Si­cher­heit und Leich­tig­keit des Ver­kehrs nicht be­ein­träch­tigt wird;
d.
Ar­ti­kel 75, ins­be­son­de­re beim Feh­len ei­ner an­de­ren Trans­port­mög­lich­keit;
e.400
f.
Ar­ti­kel 91 Ab­satz 1 für Teil­neh­mer an nau­ti­schen Ver­an­stal­tun­gen;
g.
Ar­ti­kel 111 Ab­satz 1 Buch­sta­be a; nicht­ge­werbs­mäs­sig ge­bau­te Schif­fe benö­ti­gen kei­ne Bau­num­mer;
h.401
i.
Ar­ti­kel 139; ei­ne hö­he­re An­triebs­leis­tung ist zu­läs­sig, wenn da­durch un­ge­nü­gen­de Fahrei­gen­schaf­ten be­sei­tigt wer­den kön­nen;
k.402
l.403
m.404An­hang 15, Zif­fer 7 Ab­sät­ze 1 ers­ter Strich und 2 ers­ter Strich bei Wett­kampf­fahr­ten;
n.405
Ar­ti­kel 77 Ab­satz 3 Buch­sta­be e; sie kann den Um­kreis von 100 m an­ge­mes­sen ver­klei­nern, wenn da­durch die Si­cher­heit der Kurs­schiff­fahrt nicht in ge­fähr­li­chem Mas­se ein­ge­schränkt wird;
o.406
Ar­ti­kel 132, wenn vor­ge­schrie­be­ne Aus­rüs­tungs­ge­gen­stän­de nicht zweck­mäs­sig an Bord un­ter­ge­bracht wer­den kön­nen; da­von aus­ge­nom­men sind die Be­stim­mun­gen über das Mit­füh­ren von Ret­tungs­mit­teln.

2407

3 Wei­te­re Aus­nah­men kön­nen nur mit Zu­stim­mung des Bun­des­am­tes für Ver­kehr ge­stat­tet wer­den.408 Dies gilt nicht für Aus­nah­men nach Ar­ti­kel 72 Ab­satz 3 (nau­ti­sche Ver­an­stal­tun­gen) und Ar­ti­kel 73 (Son­der­trans­por­te).

4 Son­der­vor­schrif­ten für den mi­li­tä­ri­schen Schiffs­ver­kehr so­wie für Schiffs­füh­rer und Schif­fe der Ar­mee blei­ben vor­be­hal­ten.

399 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 1. Mai 2019, in Kraft seit 1. Jan. 2020 (AS 2019 1759).

400 Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I der V vom 2. Mai 2007, mit Wir­kung seit 1. Dez. 2007 (AS 2007 2275).

401Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I der V vom 11. Sept. 1991, mit Wir­kung seit 1. Jan. 1992 (AS 1992 219).

402 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 8. April 1998 (AS 1998 1476). Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I der V vom 2. Mai 2007, mit Wir­kung seit 1. Dez. 2007 (AS 2007 2275).

403 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 8. April 1998 (AS 1998 1476). Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I der V vom 1. Mai 2019, mit Wir­kung seit 1. Jan. 2020 (AS 2019 1759).

404 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 8. April 1998, in Kraft seit 15. Mai 1998 (AS 1998 1476).

405 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 2. Mai 2007, in Kraft seit 1. Dez. 2007 (AS 2007 2275).

406 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 1. Mai 2019, in Kraft seit 1. Jan. 2020 (AS 2019 1759).

407 Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I der V vom 1. Mai 2019, mit Wir­kung seit 1. Jan. 2020 (AS 2019 1759).

408Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 11. Sept. 1991, in Kraft seit 1. Jan. 1992 (AS 1992 219).

Art. 164 Kontrolle durch das BAZG 409  

1 Die Kan­to­ne und die zur Aus­stel­lung von Schiffs­aus­wei­sen zu­stän­di­gen Bun­des­stel­len mel­den der Ober­zoll­di­rek­ti­on die erst­ma­li­ge Zu­las­sung ei­nes Schif­fes.

2 Die Ober­zoll­di­rek­ti­on ist be­rech­tigt, die Rich­tig­keit und Voll­stän­dig­keit der Mel­dun­gen nach­zu­prü­fen.

409Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 11. Sept. 1991, in Kraft seit 1. Jan. 1992 (AS 1992 219).

10 Schlussbestimmungen

Art. 165 Vollzug  

1 Die Kan­to­ne voll­zie­hen die­se Ver­ord­nung.

1bis Sie do­ku­men­tie­ren raum­be­zo­gen die Ein­schrän­kun­gen und die Ver­bo­te, die sie in An­wen­dung von Ar­ti­kel 3 Ab­satz 2 BSG für die Schiff­fahrt er­las­sen ha­ben. Das Bun­des­amt für Ver­kehr gibt das mi­ni­ma­le Geo­da­ten­mo­dell und das mi­ni­ma­le Dar­stel­lungs­mo­dell vor.410

2 So­weit die­se Ver­ord­nung ihm Auf­ga­ben zu­weist und kei­ne be­son­de­re Re­ge­lung be­steht, han­delt für den Bund das Bun­des­amt für Ver­kehr.411

3 Das De­par­te­ment kann für die Durch­füh­rung die­ser Ver­ord­nung Wei­sun­gen er­las­sen. In der Re­gel hört es zu­vor die be­trof­fe­nen Fach­leu­te und Kan­to­ne an.412

410 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 1. Mai 2019, in Kraft seit 1. Jan. 2020 (AS 2019 1759).

411Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 11. Sept. 1991, in Kraft seit 1. Jan. 1992 (AS 1992 219).

412 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 8. April 1998, in Kraft seit 15. Mai 1998 (AS 1998 1476).

Art. 166 Übergangsbestimmungen  

1 Füh­rer­aus­wei­se, die vor dem 1. April 1979 er­teilt wa­ren, gel­ten wei­ter; sie müs­sen je­doch vor dem 1. April 1989 ge­gen einen Füh­rer­aus­weis nach An­hang 5 ein­ge­tauscht wer­den.

2413

3414

4 Die am 1. Ja­nu­ar 1992 ge­än­der­ten Ar­ti­kel 109 Ab­satz 1 und 121 Ab­satz 1 gel­ten für Schif­fe, die nach dem 1. Ja­nu­ar 1992 erst­mals in Be­trieb ge­setzt wur­den. Für Schif­fe, die am 31. De­zem­ber 1991 mit ei­nem gül­ti­gen Schiffs­aus­weis ver­se­hen wa­ren, gel­ten sie so­bald die Mo­to­ren er­setzt wer­den.415

5 Ar­ti­kel 144 Ab­satz 5 gilt nur für schwim­men­de Ge­rä­te, die nach dem 1. Ja­nu­ar 1992 be­stellt wur­den.416

6417

7418

8 Schiffs­aus­wei­se für Rafts, die vor In­kraft­tre­ten der Än­de­rung vom 8. April 1998 aus­ge­stellt wur­den, be­hal­ten für höchs­tens wei­te­re 15 Jah­re nach Aus­stel­lungs­da­tum ih­re Gül­tig­keit, so­fern die Be­triebs­si­cher­heit des Rafts ge­währ­leis­tet ist und die pe­ri­odi­schen Kon­trol­len durch­ge­führt wer­den.419

9 Ar­ti­kel 123 Ab­satz 3qua­ter und Ab­satz 7 gilt für Brenn­stoff­an­la­gen auf Schif­fen, die nach dem 1. Ja­nu­ar 1999 erst­ma­lig in Be­trieb ge­nom­men wer­den. Er gilt aus­ser­dem für Brenn­stoff­an­la­gen, die nach In­kraft­tre­ten der Än­de­rung vom 8. April 1998 um­ge­baut wer­den.420

10 Die An­triebs­leis­tung in Schiffs­aus­wei­sen, die vor dem In­kraft­tre­ten der Än­de­rung vom 8. April 1998 aus­ge­stellt wur­den, bleibt bis zum Wech­sel des Mo­tors/der Mo­to­ren un­ver­än­dert.421

11 Schiffs­aus­wei­se von Sport­boo­ten, die vor dem 1. Mai 2001 nach al­tem Recht für Ver­gnü­gungs­schif­fe er­teilt wur­den, blei­ben gül­tig, so­fern die Be­stim­mun­gen von Ar­ti­kel 153 be­tref­fend die Ver­si­che­rungs­pflicht er­füllt sind. Nach Um­bau­ten oder Er­neue­run­gen, wel­che die Si­cher­heit we­sent­lich be­tref­fen, ist ein neu­er Aus­weis aus­zu­stel­len. Da­bei un­ter­lie­gen Sport­boo­te hin­sicht­lich die­ser Um­bau­ten oder Er­neue­run­gen den Be­stim­mun­gen des Ab­schnit­tes 46.422

12 Sport­boo­te, wel­che vor dem 1. Mai 2001 erst­mals in der Schweiz in Ver­kehr ge­bracht wur­den, müs­sen den An­for­de­run­gen des Ab­schnit­tes 46 nicht ent­spre­chen, so­weit nicht Män­gel fest­ge­stellt wer­den, wel­che die Um­welt, die Ge­sund­heit der Be­nüt­zer oder an­de­rer Per­so­nen nach­tei­lig be­ein­flus­sen kön­nen.423

13 Sport­boo­te, wel­che am 1. Mai 2001 bei ei­nem in der Schweiz nie­der­ge­las­se­nen Her­stel­ler im Bau sind, sind von den Be­stim­mun­gen des Ab­schnitts 46 aus­ge­nom­men. Sie müs­sen aber vor dem 1. Ja­nu­ar 2002 beim Schwei­ze­ri­schen Boot­bau­er­ver­band424 un­ter An­ga­be des Her­stel­lers, des Boot­s­typs und der Bau­num­mer re­gis­triert sein. Bei der Ab­nah­me ist ei­ne Be­schei­ni­gung über die frist­ge­rech­te An­mel­dung des Sport­boo­tes durch den Schwei­ze­ri­schen Boot­bau­er­ver­band vor­zu­le­gen.425

14 Schif­fe, die dem Gel­tungs­be­reich der EG-Richt­li­nie un­ter­ste­hen und für wel­che die not­wen­di­ge Kon­for­mi­täts­er­klä­rung nach Ar­ti­kel 148j nicht vor­liegt, kön­nen bis zum 1. Ja­nu­ar 2002 nach al­tem Recht als Ver­gnü­gungs­schiff im­ma­tri­ku­liert wer­den.426

15 Schiffs­aus­wei­se von Schif­fen für den ge­werbs­mäs­si­gen Trans­port von höchs­tens zwölf Per­so­nen blei­ben bis zum 31. De­zem­ber 2007 gül­tig, so­fern die vor­ge­schrie­be­nen pe­ri­odi­schen Prü­fun­gen oh­ne Be­an­stan­dung er­fol­gen und die Be­stim­mun­gen von Ar­ti­kel 153 be­tref­fend die Ver­si­che­rungs­pflicht er­füllt sind. Ab dem 1. Ja­nu­ar 2008 sind neue Schiffs­aus­wei­se aus­zu­stel­len. Da­bei sind die Schif­fe ei­ner er­neu­ten Ab­nah­me zu un­ter­zie­hen. Es gel­ten die Be­stim­mun­gen des Ar­ti­kels 148 Ab­sät­ze 2 und 3.427

16 Ar­ti­kel 143a gilt für al­le Gü­ter­schif­fe. Bei Gü­ter­schif­fen, für die der Nach­weis aus­rei­chen­der Sta­bi­li­tät im Sin­ne von Ar­ti­kel 143a nicht vor­liegt, ist die­ser bis spä­tes­tens zum 31. De­zem­ber 2007 der zu­stän­di­gen Be­hör­de vor­zu­le­gen. Die zu­stän­di­ge Be­hör­de kann Mass­nah­men zur Ver­bes­se­rung der Sta­bi­li­tät vor­schrei­ben. Die Ar­ti­kel 146 Ab­sät­ze 2–5, Ar­ti­kel 146a und Ar­ti­kel 147 gel­ten für Gü­ter­schif­fe, wel­che nach dem 1. Mai 2001 erst­mals in der Schweiz im­ma­tri­ku­liert wer­den. Für be­ste­hen­de Gü­ter­schif­fe gel­ten sie nur dann, wenn im Rah­men vom Um­bau­ten oder Sa­nie­run­gen die be­trof­fe­nen Be­rei­che be­rührt wer­den.428

17429

18 In­ter­na­tio­na­le Fä­hig­keits­kar­ten und in­ter­na­tio­na­le Fä­hig­keits­aus­wei­se, die bis zum Zeit­punkt der In­kraft­set­zung der Än­de­rung vom 2. Mai 2007430 im Aus­land aus­ge­stellt wur­den, wer­den bis zum Ab­lauf der Gül­tig­keit an­er­kannt. In­ter­na­tio­na­le Fä­hig­keits­kar­ten und in­ter­na­tio­na­le Fä­hig­keits­aus­wei­se, die in der Schweiz aus­ge­stellt wur­den, wer­den auf An­trag des Aus­weis­in­ha­bers von der aus­stel­len­den Be­hör­de in ein in­ter­na­tio­na­les Zer­ti­fi­kat für die Füh­rer von Ver­gnü­gungs­schif­fen um­ge­tauscht, so­fern die Be­din­gun­gen des Ar­ti­kels 90 er­füllt sind.431

19 Gü­ter­schif­fe, mit de­nen bis zum Zeit­punkt der In­kraft­set­zung der Än­de­rung vom 2. Mai 2007 nach­weis­lich ge­werbs­mäs­sig Per­so­nen trans­por­tiert wur­den und die nur ver­ein­zelt zum Gü­ter­trans­port ein­ge­setzt wer­den, kön­nen noch bis zum 31. De­zem­ber 2014 für ge­werbs­mäs­si­ge Per­so­nen­trans­por­te ein­ge­setzt wer­den, so­fern die vor­ge­schrie­be­nen pe­ri­odi­schen Prü­fun­gen oh­ne Be­an­stan­dun­gen er­fol­gen und die Be­stim­mun­gen von Ar­ti­kel 153 be­tref­fend die Ver­si­che­rungs­pflicht er­füllt sind. Ab dem 1. Ja­nu­ar 2015 gel­ten die Be­stim­mun­gen des Ar­ti­kels 148 Ab­satz 4.432

20 Nach Ar­ti­kel 74 er­teil­te Be­wil­li­gun­gen für den Per­so­nen­trans­port auf Gü­ter­schif­fen blei­ben bis zu ih­rem Ab­lauf, je­doch längs­tens bis zum 31. De­zem­ber 2010 gül­tig. Da­nach dür­fen Sie nur dann ver­län­gert wer­den, wenn die Be­din­gun­gen des Ar­ti­kels 74 er­füllt sind. Hin­sicht­lich der er­for­der­li­chen Aus­weis­ka­te­go­rie für Schiffs­füh­rer kann die zu­stän­di­ge Be­hör­de über den 31. De­zem­ber 2010 hin­aus in be­grün­de­ten Aus­nah­me­fäl­len ei­ne wei­te­re Frist­stre­ckung, je­doch längs­tens bis zum 31. De­zem­ber 2011, er­tei­len.433

21 Ret­tungs­kra­gen, Ret­tungs­kis­sen und Ret­tungs­flos­se dür­fen nur durch Ret­tungs­ge­rä­te nach Ar­ti­kel 134 Ab­satz 1 er­setzt wer­den. Sie sind spä­tes­tens bis zum 31. De­zem­ber 2012 zu er­set­zen. In be­son­de­ren Fäl­len kann auf An­trag die­se Frist durch die zu­stän­di­ge Be­hör­de bis zum 31. De­zem­ber 2017 ver­län­gert wer­den.434

22 Schiffs­aus­wei­se von Schif­fen die mit 2-Takt-Fremd­zün­dungs­mo­to­ren an­ge­trie­ben wer­den und für die we­der ei­ne Ab­gas-Ty­pen­ge­neh­mi­gung noch ei­ne Kon­for­mi­täts­er­klä­rung nach der SAV435 vor­liegt, blei­ben bis zum 31. De­zem­ber 2017 gül­tig. Ab dem 1. Ja­nu­ar 2018 dür­fen Schif­fe, die mit 2‑Takt-Fremd­zün­dungs­mo­to­ren an­ge­trie­ben wer­den, nur noch dann ver­keh­ren, wenn die­se Mo­to­ren den Be­stim­mun­gen der SAV ent­spre­chen.436

23 Ab­wei­chend von Ar­ti­kel 96 Ab­satz 1 Buch­sta­be a und vor­be­hält­lich der Be­stim­mun­gen der SAV, kann der Schiffs­aus­weis für Ver­gnü­gungs­schif­fe oder Sport­boo­te, wel­che im Rah­men ei­nes Zu­zugs des Schiffs­eig­ners oder ‑hal­ters aus dem Aus­land in die Schweiz ein­ge­führt wer­den (Über­sied­lungs­gut), er­teilt wer­den, wenn nach­fol­gen­de Be­din­gun­gen er­füllt wer­den:

a.
Sport­boo­te, die vor dem 1. Mai 2001 her­ge­stellt wur­den, oder Ver­gnü­gungs­schif­fe ha­ben die Bau­be­stim­mun­gen nach den Ab­schnit­ten 41 und 42 für Ver­gnü­gungs­schif­fe zu er­fül­len. Wird für ein Sport­boot nach Satz 1 ei­ne gül­ti­ge Kon­for­mi­täts­er­klä­rung so­wie der Nach­weis über die Prü­fun­gen ge­mä­ss Ar­ti­kel 100 Ab­satz 2 vor­ge­legt, so gel­ten die Be­stim­mun­gen des Ab­schnitts 46;
b.
Sport­boo­te, die nach dem 30. April 2001 her­ge­stellt wur­den, ha­ben die Be­stim­mun­gen des Ab­schnitts 46 zu er­fül­len. Ins­be­son­de­re muss ei­ne gül­ti­ge Kon­for­mi­täts­er­klä­rung so­wie der Nach­weis über die Prü­fun­gen ge­mä­ss Ar­ti­kel 100 Ab­satz 2 vor­ge­legt wer­den.437

24 Schiffs­füh­rer­aus­wei­se der Ka­te­go­rie B, wel­che bis zum 30. No­vem­ber 2007 aus­ge­stellt wur­den, sind spä­tes­tens bis zum 31. De­zem­ber 2012 ge­gen neue Aus­wei­se ein­zut­au­schen. Ab­hän­gig vom bis­he­ri­gen Gül­tig­keits­be­reich der Aus­weis­ka­te­go­rie B wer­den fol­gen­de neu­en Ka­te­go­ri­en ein­ge­tra­gen:

a.
bis zu 60 Per­so­nen die neue Ka­te­go­rie B I;
b.
mehr als 60 und bis zu 300 Per­so­nen die neue Ka­te­go­rie B II/1;
c.
mehr als 300 Per­so­nen die neue Ka­te­go­rie B II/2.

Bis zum Um­tausch darf der Aus­weis­in­ha­ber Schif­fe der Grös­se füh­ren, die er bis zu zum 30. No­vem­ber 2007 be­reits ge­führt hat. Be­an­tragt der In­ha­ber ei­nes alt­recht­li­chen Schiffs­füh­rer­aus­wei­ses die neue Ka­te­go­rie B II/2, so hat er durch ei­ne schrift­li­che Be­schei­ni­gung ei­nes Schiff­fahrts­un­ter­neh­mens nach­zu­wei­sen, dass er Fahr­schif­fe die­ser Grös­se als ver­ant­wort­li­cher Schiffs­füh­rer ge­führt hat. Auf die Vor­la­ge der Be­schei­ni­gung kann ver­zich­tet wer­den, wenn der alt­recht­li­che Aus­weis zur Füh­rung von Fahr­gast­schif­fen mit mehr als 300 Per­so­nen be­rech­tigt (Ver­merk der zu­stän­di­gen Be­hör­de). Die Gül­tig­keit des neu­en Aus­wei­ses ist auf das Ge­wäs­ser zu be­schrän­ken, für das der alt­recht­li­che Aus­weis gül­tig war (Art. 81 Abs. 2).438

413Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I der V vom 11. Sept. 1991, mit Wir­kung seit 1. Jan. 1992 (AS 1992 219).

414 Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I der V vom 9. März 2001, mit Wir­kung seit 1. Mai 2001 (AS 2001 1089).

415Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 11. Sept. 1991, in Kraft seit 1. Jan. 1992 (AS 1992 219).

416Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 11. Sept. 1991, in Kraft seit 1. Jan. 1992 (AS 1992 219).

417 Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I der V vom 9. März 2001, mit Wir­kung seit 1. Mai 2001 (AS 2001 1089).

418Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 11. Sept. 1991 (AS 1992 219). Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I der V vom 9. März 2001, mit Wir­kung seit 1. Mai 2001 (AS 2001 1089).

419 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 8. April 1998, in Kraft seit 15. Mai 1998 (AS 1998 1476).

420 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 8. April 1998, in Kraft seit 15. Mai 1998 (AS 1998 1476).

421 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 8. April 1998, in Kraft seit 15. Mai 1998 (AS 1998 1476).

422 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 9. März 2001, in Kraft seit 1. Mai 2001 (AS 2001 1089).

423 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 9. März 2001, in Kraft seit 1. Mai 2001 (AS 2001 1089).

424 Schwei­ze­ri­scher Boot­bau­er­ver­band, Ge­schäfts­stel­le, Post­fach 74, 8117Fäl­lan­den

425 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 9. März 2001, in Kraft seit 1. Mai 2001 (AS 2001 1089).

426 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 9. März 2001, in Kraft seit 1. Mai 2001 (AS 2001 1089).

427 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 9. März 2001 (AS 2001 1089). Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 2. Mai 2007, in Kraft seit 1. Dez. 2007 (AS 2007 2275).

428 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 9. März 2001, in Kraft seit 1. Mai 2001 (AS 2001 1089).

429 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 9. März 2001 (AS 2001 1089). Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I der V vom 15. Jan. 2014, in Kraft seit 15. Fe­br. 2016 (AS 2014 261).

430 AS 2007 2275

431 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 2. Mai 2007, in Kraft seit 1. Dez. 2007 (AS 2007 2275).

432 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 2. Mai 2007, in Kraft seit 1. Dez. 2007 (AS 2007 2275).

433 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 2. Mai 2007, in Kraft seit 1. Dez. 2007 (AS 2007 2275).

434 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 2. Mai 2007, in Kraft seit 1. Dez. 2007 (AS 2007 2275).

435 [AS 1993 3333, 1997 558, 1999 754An­hang Ziff. 7, 2006 4705Ziff. II 71, 2007 2313, 2008 301. AS 2015 4401Art. 20]. Sie­he heu­te: die V vom 14. Okt. 2015 (SR 747.201.3).

436 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 2. Mai 2007, in Kraft seit 1. Dez. 2007 (AS 2007 2275).

437 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 2. Mai 2007, in Kraft seit 1. Dez. 2007 (AS 2007 2275).

438 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 2. Mai 2007, in Kraft seit 1. Dez. 2007 (AS 2007 2275).

Art. 166a Übergangsbestimmungen zur Änderung vom
18. Juni 2008
439  

1 Topp­lich­ter, wel­che nach den bis­he­ri­gen Be­stim­mun­gen des Ar­ti­kels 18a an­ge­bracht wur­den, kön­nen un­ver­än­dert be­las­sen wer­den.

2 Heck­lich­ter auf Sport­boo­ten und Ver­gnü­gungs­schif­fen, wel­che nach den bis­he­ri­gen Be­stim­mun­gen des Ar­ti­kels 18a an­ge­bracht wur­den, kön­nen un­ver­än­dert be­las­sen wer­den.

3 Die zu­läs­si­ge Leis­tung von Schif­fen, die auf der Grund­la­ge der Be­griffs­be­stim­mung von Ar­ti­kel 2 Buch­sta­be b Zif­fer 2 zwei­tes Lem­ma in der Fas­sung vom 1. De­zem­ber 2007440 er­mit­telt wur­de, kann un­ver­än­dert bei­be­hal­ten wer­den.

439 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 18. Ju­ni 2008, in Kraft seit 1. Jan. 2009 (AS 2008 3221).

440 AS 2007 2275

Art. 166b Übergangsbestimmungen zur Änderung vom
15. Januar 2014
441  

1 Schif­fe, die nicht über die er­for­der­li­che Aus­rüs­tung für die Durch­füh­rung von Ra­dar­fahr­ten ver­fü­gen, dür­fen bei un­sich­ti­gem Wet­ter bis zum 15. Fe­bru­ar 2019 nach bis­he­ri­gem Recht wei­ter ver­keh­ren.

2 Schiffs­füh­rer, die nicht über ein amt­li­ches Ra­dar­pa­tent oder ei­ne amt­li­che Ra­dar­fahr­be­rech­ti­gung ver­fü­gen, dür­fen Schif­fe bei un­sich­ti­gem Wet­ter bis zum 15. Fe­bru­ar 2019 nach bis­he­ri­gem Recht wei­ter füh­ren.

3 Schiffs­füh­rer, die vor dem In­kraft­tre­ten der Än­de­rung vom 15. Ja­nu­ar 2014 Ra­dar­fahr­ten durch­ge­führt ha­ben, kön­nen bis zum 15. Fe­bru­ar 2019 bei der zu­stän­di­gen Be­hör­de einen An­trag auf prü­fungs­freie Er­tei­lung ei­ner amt­li­chen Ra­dar­fahrt­be­rech­ti­gung stel­len. Dem An­trag ist ei­ne schrift­li­che Be­stä­ti­gung des Ar­beit­ge­bers bei­zu­le­gen. Der Be­stä­ti­gung muss zu ent­neh­men sein, dass der Schiffs­füh­rer min­des­tens 50 Ta­ge Fahr­zeit mir Ra­dar­ein­satz ab­sol­viert hat.

4 Schiffs­füh­rer, die vor dem In­kraft­set­zung der Än­de­rung vom 15. Ja­nu­ar 2014 einen Ra­dar­kurs be­sucht und ei­ne theo­re­ti­sche und prak­ti­sche Prü­fung er­folg­reich ab­ge­legt ha­ben, kön­nen bei der zu­stän­di­gen Be­hör­de in­ner­halb von zwei Jah­ren ab dem Zeit­punkt des In­kraft­tre­tens die­ser Än­de­run­gen die Aus­stel­lung ei­nes amt­li­chen Ra­dar­pa­ten­tes be­an­tra­gen. Dem An­trag ist ei­ne Be­schei­ni­gung über die Aus­bil­dung und die be­stan­de­nen Prü­fun­gen bei­zu­le­gen. Das Pa­tent kann er­teilt wer­den, so­fern der Ra­dar­kurs und die Prü­fun­gen An­for­de­run­gen er­füllt, die den An­for­de­run­gen ge­mä­ss der Richt­li­ne des BAV (Art. 88a Abs. 2) min­des­tens gleich­wer­tig sind.

5 Die Kan­to­ne über­prü­fen bis zum 15. Fe­bru­ar 2019, ob auf ih­rem Ge­biet Ge­wäs­ser oder Ge­wäs­ser­ab­schnit­te vor­han­den sind, die aus Si­cher­heits­grün­den mit Ra­dar­re­flek­to­ren nach An­hang 4 Zif­fer I Buch­sta­be G.4 zu kenn­zeich­nen sind (Art. 39 Abs. 2), und si­gna­li­sie­ren die­se.

6 Ret­tungs­wes­ten für Rafts, die nach bis­he­ri­gem Recht ver­wen­det wur­den, kön­nen recht­mäs­sig un­ver­än­dert wei­ter­ver­wen­det wer­den.

7 Schwimm­hil­fen, die nach bis­he­ri­gem Recht ver­wen­det wur­den (SN EN 393:1994), kön­nen recht­mäs­sig un­ver­än­dert wei­ter­ver­wen­det wer­den.

441 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 15. Jan. 2014, in Kraft seit 15. Fe­br. 2014 (AS 2014 261).

Art. 166c Übergangsbestimmungen zur Änderung vom
14. Oktober 2015
442  

1 Un­ter­neh­men, die Schif­fe nach Ar­ti­kel 148 Ab­satz 4 be­trei­ben, ha­ben das Not­fall­kon­zept nach Ar­ti­kel 148 Ab­satz 5 in­nert drei Jah­ren nach In­kraft­tre­ten der Än­de­run­gen vom 14. Ok­to­ber 2015 zu er­stel­len.

2 Zu­ge­las­se­ne Schif­fe, de­ren Lichter­füh­rung dem bis­he­ri­gen Recht ent­spricht, kön­nen wei­ter be­trie­ben wer­den.

3 Zu­ge­las­se­ne Schif­fe, de­ren Be­triebs­ge­räusch dem bis­he­ri­gen Recht ent­spricht, kön­nen wei­ter be­trie­ben wer­den.

4 Kon­for­mi­täts­er­klä­run­gen von zu­ge­las­se­nen Sport­boo­ten, die auf der Grund­la­ge der Richt­li­nie 94/25/EG443 aus­ge­stellt wur­den, be­hal­ten ih­re Gül­tig­keit, so­lan­ge an dem Sport­boot kein gros­ser Um­bau im Sin­ne von Ar­ti­kel 2 Ab­satz 1 Buch­sta­be d Zif­fer 5 vor­ge­nom­men wird.

5 Sport­boo­te, die vor dem 18. Ja­nu­ar 2017 nach den bis­he­ri­gen Vor­ga­ben die­ser Ver­ord­nung in der EU oder in der Schweiz in Ver­kehr ge­bracht oder in Be­trieb ge­nom­men wer­den, dür­fen in der Schweiz wei­ter­hin auf dem Markt be­reit­ge­stellt wer­den. Sie dür­fen aus­ser­dem in der Schweiz in Be­trieb ge­nom­men wer­den, so­fern die Vor­aus­set­zun­gen zur Er­tei­lung des Schiffs­aus­wei­ses nach Ar­ti­kel 96 er­füllt sind.

6 Ra­dar­ge­rä­te und Wen­de­an­zei­ger, die der Richt­li­nie 96/98/EG444 ent­spre­chen und die zum Zeit­punkt des In­kraft­tre­tens der Än­de­run­gen vom 14. Ok­to­ber 2015 be­reits an Bord ein­ge­baut sind, dür­fen bis zu ih­rem Er­satz wei­ter ver­wen­det wer­den.

7 Ra­dar­ge­rä­te und Wen­de­an­zei­ger, die der Richt­li­nie 96/98/EG ent­spre­chen, dür­fen noch bis zum 15. Fe­bru­ar 2017 an Bord ein­ge­baut wer­den.

8 Auf Mo­tor­schif­fen ist die Auf­stel­lung der Schall­ge­rä­te durch den Ei­gen­tü­mer oder den Hal­ter bis zum 15. Fe­bru­ar 2021 dar­auf­hin zu über­prü­fen, ob die Be­stim­mun­gen von Ar­ti­kel 132 Ab­satz 3bis ein­ge­hal­ten wer­den. Wer­den die Be­stim­mun­gen nicht ein­ge­hal­ten, so hat der Ei­gen­tü­mer oder der Hal­ter bis zu die­sem Da­tum ge­eig­ne­te Mass­nah­men zu er­grei­fen, da­mit die Be­stim­mun­gen ein­ge­hal­ten wer­den.

9 Aus­wei­se für Schiffs­füh­rer und Schif­fe, die nach bis­he­ri­gem Recht aus­ge­stellt wur­den, be­hal­ten ih­re Gül­tig­keit. Bei Än­de­run­gen, die ei­ne Mu­ta­ti­on im Aus­weis be­din­gen, sind sie ge­gen Aus­wei­se nach neu­em Recht um­zut­au­schen.

442 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 14. Okt. 2015, in Kraft seit 15. Fe­br. 2016 (AS 2015 4351).

443 Richt­li­nie 94/25/EG des Eu­ro­päi­schen Par­la­men­tes und des Ra­tes vom 16. Ju­ni 1994 zur An­glei­chung der Rechts- und Ver­wal­tungs­vor­schrif­ten der Mit­glied­staa­ten über Sport­boo­te, ABl. L 164 vom 30.6.1994, S. 15; zu­letzt ge­än­dert durch die Richt­li­nie 2003/44/EG, ABl. L 214 vom 26.8.2003, S. 18.

444 Richt­li­nie 96/98/EG des Ra­tes vom 20. De­zem­ber 1996 über Schiffs­aus­rüs­tung, ABl. L 46 vom 17.2.1997, S. 25.

Art. 166d Übergangsbestimmung zur Änderung vom
1. Mai 2019
445  

1 Zu­ge­las­se­ne Rafts kön­nen wei­ter be­trie­ben wer­den, so­fern die vor­ge­schrie­be­nen pe­ri­odi­schen Kon­trol­len kei­ne Be­an­stan­dun­gen er­ge­ben, die den Wi­der­ruf der Zu­las­sung er­for­der­lich ma­chen.

2 Rafts, die dem Gel­tungs­be­reich der EU-Sport­boot-Richt­li­nie446 un­ter­ste­hen und für wel­che die not­wen­di­ge Kon­for­mi­täts­er­klä­rung nach Ar­ti­kel 148j nicht vor­liegt, kön­nen bis zum 1. Ja­nu­ar 2025 nach al­tem Recht als Ver­gnü­gungs­schiff im­ma­tri­ku­liert wer­den.

3 Ret­tungs­wurf­ge­rä­te, de­ren Wurf­lei­ne nicht schwimm­fä­hig ist, sind bis zur nächs­ten pe­ri­odi­schen Kon­trol­le, spä­tes­tens aber bis zum 1. Ja­nu­ar 2022 mit ei­ner schwimm­fä­hi­gen Wurf­lei­ne nach Ar­ti­kel 134 Ab­satz 5 aus­zu­rüs­ten oder gänz­lich zu er­set­zen.

4 Die Be­triebs­vor­schrif­ten nach Ar­ti­kel 142e sind bis zum 1. Ja­nu­ar 2022 zu er­las­sen.

5 Be­reits in Be­trieb ste­hen­de Sport­boo­te und Ver­gnü­gungs­schif­fe mit Aus­sen­bord­mo­to­ren über 25 kW An­triebs­leis­tung sind bis zum 1. Ja­nu­ar 2025 mit ei­nem Feu­er­lö­scher ge­mä­ss der Norm SN EN ISO 9094, 2018, Klei­ne Was­ser­fahr­zeu­ge – Brand­schutz447 aus­zu­rüs­ten (An­hang 15). Ei­ne Nach­rüs­tung von fes­tin­stal­lier­ten Feu­er­lösch­an­la­gen auf Sport­boo­ten und Ver­gnü­gungs­schif­fen mit In­nen­bord­mo­to­ren wird nicht ver­langt.

445 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 1. Mai 2019, in Kraft seit 1. Jan. 2020 (AS 2019 1759).

446 Sie­he Fuss­no­te zu Art. 2 Abs. 1 Bst. a Ziff. 15

447 Die auf­ge­führ­te Norm kann kos­ten­los ein­ge­se­hen und ge­gen Be­zah­lung be­zo­gen wer­den bei der Schwei­ze­ri­schen Nor­men-Ver­ei­ni­gung (SNV), Sul­zer­al­lee 70, 8404Win­ter­thur; www.snv.ch.

Art. 167 Inkrafttreten  

Die­se Ver­ord­nung tritt am 1. April 1979 in Kraft.

Anhang 1 448

448 Eingefügt durch Ziff. II Abs. 1 der V vom 14. Okt. 2015, in Kraft seit 15. Febr. 2016 (AS 2015 4351).

(Art. 2 Abs. 2)

Entsprechungen von Ausdrücken

1. Für die korrekte Auslegung der EU-Sportboot-Richtlinie449 gelten die folgenden Entsprechungen:

EU-Ausdruck

schweizerischer Ausdruck

Inverkehrbringen in der Gemeinschaft/ auf dem Unionsmarkt

Inverkehrbringen in der Schweiz

Inbetriebnahme in der Gemeinschaft/Union

Inbetriebnahme in der Schweiz

in der Gemeinschaft/Union ansässige Person

in der Schweiz niedergelassene Person

Mitgliedstaat

Schweiz

einzelstaatlich

schweizerisch

benannte Stelle

Konformitätsbewertungsstelle

EG-/EU-Konformitätserklärung

Konformitätserklärung

EG-Baumusterprüfbescheinigung

Baumusterprüfbescheinigung

EU-Baumusterbescheinigung

Baumusterbescheinigung

EG-/EU-Baumusterprüfung

Baumusterprüfung

EG-/EU-Baumusterprüfverfahren

Baumusterprüfverfahren

449 Siehe Fussnote zu Art. 2 Abs. 1 Bst. a Ziff. 15.

Anhang 1a 450

450Ursprünglich Anhang 1. Bereinigt gemäss Ziff. II der V vom 11. Sept. 1991 (AS 1992 219), Anhang 4 Ziff. 37 der Zollverordnung vom 1. Nov. 2006 (AS 2007 1469) und gemäss Ziff. II Abs. 3 der V vom 14. Okt. 2015, in Kraft seit 15. Febr. 2016 (AS 2015 4351).

(Art. 16 Abs. 1 und 17 Abs. 3)

Kennzeichen der Schiffe

1. Kantonale Kennzeichen

Schiffe unter kantonaler Kontrolle werden mit zwei grossen Buchstaben und nach­folgenden Zahlen wie folgt gekennzeichnet:

Zürich

ZH

Schaffhausen

SH

Bern

BE

Appenzell A. Rh.

AR

Luzern

LU

Appenzell I. Rh.

AI

Uri

UR

St. Gallen

SG

Schwyz

SZ

Graubünden

GR

Obwalden

OW

Aargau

AG

Nidwalden

NW

Thurgau

TG

Glarus

GL

Tessin

TI

Zug

ZG

Waadt

VD

Freiburg

FR

Wallis

VS

Solothurn

SO

Neuenburg

NE

Basel-Stadt

BS

Genf

GE

Basel-Landschaft

BL

Jura

JU

2. Kennzeichen des Bundes

Schiffe des Bundes werden mit einem grossen Buchstaben und nachfolgenden Zah­len wie folgt gekennzeichnet:

Schiffe der Verwaltung

A

Schiffe der Armee

M

3. Besondere Kennzeichen

a.
Schiffe der Schiffsbetriebe des Bundes und eidgenössisch konzessionierter Schifffahrtsunternehmen tragen einen Schiffsnamen oder die Initialen des Unternehmens und nachfolgende Zahlen.
b.
Schiffe, für die keine Zollveranlagung durchgeführt worden ist, tragen:
die Kantons-Initialen und fortlaufende Nummern innerhalb der Serie 90 000 bis 99 999,
oder
besondere Zollschilder mit den Kantons-Initialen und nachfolgenden Zahlen, einen senkrechten roten Streifen von 4 cm Breite und den Buchstaben Z. Der rote Streifen enthält die beiden letzten Ziffern des Verfalljahres. Diese Ziffern sind weiss und 3 cm hoch.
Beispiel

– Streifen rot

– Ziffern im Streifen weiss

Schiffe mit ausländischem Standort tragen die Kantons-Initialen und nach­folgende Zahlen, einen senkrechten schwarzen Streifen von 4 cm Breite und den Buchstaben Z. Der schwarze Streifen enthält die Ziffern des Ver­fall­­monats und die beiden letzten Ziffern des Verfalljahres. Diese Ziffern sind weiss und 3 cm hoch.
Beispiel:

– Streifen schwarz

– Ziffern im Streifen weiss

Anhang 2 451

451Bereinigt gemäss Ziff. II der V vom 11. Sept. 1991 (AS 1992 219), vom 18. Juni 2008 (AS 2008 3221) und Ziff. II Abs. 3 vom 14. Okt. 2015, in Kraft seit 15. Febr. 2016 (AS 2015 4351), Berichtigung vom 4. Dez. 2018 (AS 2018 4561) und Ziff. II Abs. 1 der V vom 1. Mai 2019, in Kraft seit 1. Jan. 2020 (AS 2019 1759).

(Art. 18)

Sichtzeichen der Schiffe

Allgemeines

1.
Die nachstehenden Bilder dienen nur zur Erläuterung. Es ist stets vom Wort­laut der Verordnung auszugehen, der allein Geltung hat.
2.
Die verwendeten Symbole haben folgende Bedeutung:
a.
Lichter:

von allen Seiten sichtbares, ruhendes Licht

nur über einen beschränk­ten Horizontbogen sichtba­res,
ru­hendes Licht

nur über einen be­schränkten Horizont­bogen sichtbares,
ru­hendes Licht: für den Beschauer nicht sichtbar

Blinklicht

b.
Tafeln oder Flaggen und Bälle:

Tafel oder Flagge

Ball

1

Schiffe mit Maschinenantrieb

Artikel 24 Absatz 1

– einzeln fahrende oder schleppende
Schiffe

Topp- oder Buglicht:
weisses helles Licht

Seitenlichter:
grünes helles Licht
rotes helles Licht

Hecklicht:
weisses gewöhnliches Licht

1a

– Schubverbände

Topplicht:
weisses helles Licht auf dem
vordersten Schiff

Seitenlichter:
grünes helles Licht
rotes helles Licht

Hecklicht:
weisses gewöhnliches Licht

2

Sportboote und Vergnügungsschiffe

die Lichter nach Absatz 3 Buchstabe a

3

Absätze 2 Buchstabe a und 3 Buchstabe a

Schiffe der Berufsfischer, Sportboote und Vergnügungsschiffe mit Maschinenantrieb

die Lichter nach Absatz 1

4

Absätze 2 Buchstabe b und 3 Buchstabe d

Schiffe der Berufsfischer, Sportboote und Vergnügungsschiffe mit Maschinenantrieb sowie Segelschiffe, die unter Motor fahren

weisses Rundumlicht

Seitenlichter:

grünes Licht

rotes Licht

4a

Absatz 3 Buchstaben c und d

Sportboote und Vergnügungsschiffe mit Maschinenantrieb sowie Segelschiffe mit oder ohne gesetzte Se­gel unter Motor

weisses Rundumlicht

Seitenlichter:

grünes Licht

rotes Licht

Die Seitenlichter dürfen im vorderen Bereich nebeneinander oder als Kombinations-Seitenlicht ange­bracht sein.

4b

Absatz 3 Buchstaben a und b

Segelschiffe mit oder ohne gesetzte Segel unter Motor

Topplicht:

weisses Licht

Seitenlichter:

grünes Licht

rotes Licht

Hecklicht:

weisses Licht

Die Seitenlichter dürfen im vorderen Bereich nebeneinander oder als Kombinations-Seitenlicht ange­bracht sein.

4c

Absatz 4

Segelschiffe unter Motor

Topplicht:

weisses Licht

Seitenlichter und Hecklicht in einem Dreifarben-Topplicht an oder nahe der Mastspitze

5

Absatz 5

Auf Schiffen, deren Antriebsleistung nicht mehr als 6 kW beträgt, und auf Sport­booten oder Vergnügungsschiffen, deren Länge 7 m und deren Geschwindigkeit über Grund 7 Knoten nicht übersteigt: weisses gewöhnliches Licht

6

7

Schiffe ohne Maschinenantrieb

Artikel 25 Absatz 1

einzeln oder im Schleppverband fahrende Schiffe

weisses gewöhnliches Rundumlicht.

8

Absatz 2

Segelschiffe, die unter Segel fahren

weisses gewöhnliches Rundumlicht

9

Absatz 2 Buchstaben a und b

Seitenlichter:

grünes Licht

rotes Licht

Die Seitenlichter dürfen im vorderen Bereich nebeneinander oder als Kombinations-Seitenlicht ange­bracht sein

Hecklicht:

weisses Licht

9a

Buchstabe c

dreifarbige Laterne an der Mastspitze

9b

Absatz 3

zwei senkrecht übereinander angebrachte Rundumlichter, ein Hecklicht sowie ein Kombinations-Seitenlicht oder getrennte Seitenlichter; die Rundumlichter sind dort anzubringen, wo sie am besten sichtbar sind; das obere Licht ist rot, das untere grün.

10

Schiffe beim Stillliegen

Artikel 26 Absatz 1

weisses gewöhnliches Rundumlicht

11

Absatz 2

– schwimmende Geräte

wenn es die Sicherheit der Schifffahrt
erfor­dert:
Beleuchtung so, dass Umrisse erkennbar sind

12

Vorrangschiffe

Artikel 27 Buchstabe a

Topplicht:

weisses helles Licht

Seitenlichter:

grünes helles Licht

rotes helles Licht

Hecklicht:

weisses gewöhnliches Licht und zusätzl. mindestens 1 m höher als das Topplicht:

grünes helles Rundumlicht

13

Buchstabe b

grüner Ball

14

Schutz gegen Wellenschlag

Artikel 28 Buchstabe a

zusätzlich zu den vorgeschriebenen
Lichtern:
rotes gewöhnliches Rundumlicht über weissem gewöhnlichem Rundumlicht

15

Buchstabe b

Flagge, deren obere Hälfte rot, die untere Hälfte weiss ist

16

oder

zwei Flaggen, die obere rot,
die untere weiss

17

Gefährliche Verankerungen

Artikel 29 Absatz 1 Buchstabe a

weisses gewöhnliches Rundumlicht über dem weissen Rundumlicht nach Art. 26 Abs. 1

18

Buchstabe b

zwei weisse Flaggen übereinander

19

Absatz 2

wenn es die Sicherheit der Schifffahrt
erfor­dert:
weisse Rundumlichter als Bezeichnung
der einzelnen Verankerungen

20

gelbe Schwimmkörper als Bezeichnung der einzelnen Verankerungen

21

Schiffe der Polizei und anderer Dienste

Artikel 30 Absatz 1

22

blaues Blinklicht

23

Absatz 2

– Schiffe der Polizei der Grenz­bewa­chung oder der Fischereiaufsicht

wenn sie mit anderen Schiffen Verbindung aufnehmen wollen:
Flagge, Buchstabe «K»
(Flagge, deren Hälfte am Stock gelb, die andere Hälfte blau ist)

24

Fischereischiffe

Artikel 31 Absatz 1 Buchstabe a

– Schiffe der Berufsfischer

gelbes gewöhnliches Rundumlicht

25

Buchstabe b

gelber Ball

26

Absatz 2

– Schiffe, die mit der Schleppangel
fischen

weisser Ball

27

Zeichen beim Tauchen

Artikel 32 Absatz 1

– beim Tauchen vom Land aus

Tafel, Buchstabe «A»
(Doppelstander, dessen Hälfte am Stock weiss, die andere Hälfte blau ist)

28

Absatz 2

– beim Tauchen vom Gewässer aus

Tafel, Buchstabe «A»
(Doppelstander, dessen Hälfte am Stock weiss, die andere Hälfte blau ist) von allen Seiten sichtbar

29

Manövrierunfähige Schiffe

Artikel 51 Absatz 1

Schwenken eines Lichtes

30

Schwenken einer roten Flagge

31

Schiffe in Not

Artikel 58 Buchstabe a

kreisförmiges Schwenken eines Lichtes

32

kreisförmiges Schwenken einer roten Flagge oder eines sonstigen geeigneten Gegenstandes

33

Buchstabe f

langsames und wiederholtes Heben und Senken der ausgestreckten Arme

34

Schwimmende Geräte, Schiffe
bei der Arbeit und festgefahrene
oder gesun­kene Schiffe

Artikel 71 Absatz 1 Buchstabe a

– nach der Seite oder den Seiten,
wo vorbeigefahren werden kann:

rotes gewöhnliches Licht:
weisses gewöhnliches Licht

– nach der Seite oder den Seiten,
wo nicht vorbeigefahren werden kann:

rotes gewöhnliches Licht

35

Buchstabe b

– nach der Seite oder den Seiten,
wo vorbeigefahren werden kann:

Flagge, deren obere Hälfte rot, die untere Hälfte weiss ist

– nach der Seite oder den Seiten,
wo nicht vorbeigefahren werden kann:

rote Flagge

36

oder

– nach der Seite oder den Seiten,
wo vorbeigefahren werden kann:

zwei Flaggen übereinander, die obere rot, die untere weiss

– nach der Seite oder den Seiten,
wo nicht vorbeigefahren werden kann:

rote Flagge

Anhang 3 452

452Bereinigt gemäss Ziff. II der V vom 11. Sept. 1991 (AS 1992 219) und Ziff. II Abs. 3 vom 14. Okt. 2015, in Kraft seit 15. Febr. 2016 (AS 2015 4351).

(Art. 33 Abs. 1)

Schallzeichen der Schiffe

A. Allgemeine Zeichen

Zeichen

Bedeutung

Artikel

«Achtung» oder

34

ein langer Ton

«Ich halte meinen Kurs bei»

«Ich richte meinen Kurs nach

34

ein kurzer Ton

Steuerbord»

– –

«Ich richte meinen Kurs nach

34

zwei kurze Töne

Backbord»

– – –

«Meine Maschine geht rückwärts»

34

drei kurze Töne

– – – –

«Ich bin manövrierunfähig»

34 und 51

vier kurze Töne

…………

«Gefahr eines Zusammenstosses»

34

Folge sehr kurzer Töne

B. Begegnungszeichen

– –

«Die Vorbeifahrt soll Steuerbord an

45 Abs. 3

zwei kurze Töne

Steuerbord stattfinden»

«Brückendurchfahrtszeichen»

64 Abs. 1

ein langer Ton

C. Zeichen für die Einfahrt in und die Ausfahrt aus Häfen

«Hafenausfahrtszeichen»

ein langer Ton

— — —

drei lange Töne

«Hafeneinfahrtszeichen der Vorrangschiffe und von Schiffen in Not»

52 Abs. 1

D. Zeichen bei unsichtigem Wetter

Zeichen

Bedeutung

Artikel

ein langer Ton mindestens einmal in der Minute

«Zeichen der Schiffe, ausgenommen der Vorrangschiffe»

56

— —

zwei lange Töne mindestens einmal in der Minute

«Zeichen der Vorrangschiffe»

56

E. Notzeichen

— — — —

«Notzeichen»

58 Bst. c

Folge langer Töne

oder
– – – — — — – – –
drei kurze Töne,
drei lange Töne,
drei kurze Töne (SOS)

oder

Glockenschläge


«Notzeichen»



«Notzeichen»


58 Bst. d



58 Bst. e

Anhang 4 453

453Bereinigt gemäss Ziff. II der V vom 11. Sept. 1991 (AS 1992 219), Ziff. II Abs. 2 der V vom 2. Mai 2007 (AS 2007 2275), Ziff. II Abs. 1 der V vom 15. Jan. 2014 (AS 2014 261) und Ziff. II Abs. 3 der V vom 14. Okt. 2015, in Kraft seit 15. Febr. 2016 (AS 2015 4351).

(Art. 36 Abs. 1, 37, 38 Abs. 5 und 39)

Schifffahrtszeichen

Allgemeines

1.
Die Schifffahrtszeichen mit Ausnahme der als Schwimmkörper aus­ge­bil­de­ten Zeichen sind so zu gestalten, dass ihre projizierte Form derjenigen in diesem Anhang entspricht.
2.
Die Tafeln sind so zu bemessen, dass ihre kürzeste Seitenlänge mindesten 80 cm beträgt.
3.
Kugelförmige und zylindrische, als Schwimmkörper ausgebildete Zeichen müs­sen einen Durchmesser von mindestens 40 cm, kegelförmige einen Basis­­durchmesser von mindestens 45 cm haben.
4.
Ortsfest oder auf Schwimmkörpern aufgestellte zylindrische Zeichen müssen einen Durchmesser von mindestens 30 cm, kegelförmige einen Basisdurch­mes­ser von mindestens 45 cm haben.
5.
Die Schifffahrtszeichen können angeleuchtet werden.

I. Sichtzeichen

A. Verbotszeichen

A.1
Verbot der Durchfahrt
allgemeines Verbotszeichen

oder
zwei Lichter übereinander

A.2
Verbot der Durchfahrt für Schiffe mit Maschinenantrieb

A.3
Verbot des Wasserskifahrens

A.4
Verbot des Fahrens mit Segelschiffen

A.4bis
Verbot des Fahrens mit Segelbrettern

A.5
Überholverbot

A.6
Verbot des Begegnens und Überholens

A.7
Verbotenes Stillliegen

A.8
Ankerverbot

A.9
Festmacheverbot

A.10
Wendeverbot

A.11
Verbot, schädlichen Wellenschlag oder Sog zu erzeugen

A.12
Verbot, ausserhalb der angezeigten Begrenzungen zu fahren

A.13
Durchfahrt verboten, aber Weiterfahrt
vorbereiten

A.14
Badeverbot

B. Gebotszeichen

B.1
Gebot, die durch den Pfeil angegebene Richtung einzuschlagen

B.2
Gebot, unter bestimmten Bedingungen
anzuhalten

B.3
Gebot, die in Stundenkilometern (km/h) angegebene Geschwindigkeit nicht zu überschreiten

B.4
Gebot, ein Schallzeichen zu geben

B.5
Gebot, besondere Vorsicht walten zu lassen

C. Zeichen für Einschränkungen

C.1
Beschränkung der Durchfahrtshöhe (über dem Wasserspiegel)

C.2
Beschränkte Durchfahrtsbreite

C.3
Das Fahrwasser ist eingeengt; die Zahl auf dem Zeichen gibt den Abstand in Metern (m) an, in dem sich Schiffe vom Ufer entfernt halten sollen

C.4
Begrenzte Wassertiefe

D. Empfehlende Zeichen

D.1
Empfohlene Durchfahrt bei Brücken
a.
für Verkehr in beiden Richtungen

b.
für Verkehr nur in der Richtung, in der die Zeichen sichtbar sind

oder

D.2
Empfehlung, sich auf der mit «grün» bezeichneten Fahrwasserseite zu halten

E. Hinweiszeichen

E.1
Erlaubnis zur Durchfahrt

E.2
Erlaubnis zum Stillliegen

E.3
Erlaubnis zum Ankern

E.4
Erlaubnis zum Festmachen

E.5
Erlaubnis zum Wasserskifahren

E.5bis
Erlaubnis zum Fahren mit Segelbrettern

E.5ter
Erlaubnis zum Fahren mit Drachensegelbrettern

E.6
Empfohlene Fahrrichtung

E.7
Nicht freifahrende Fähre

E.8
Wehr

E.9
Stelle zum Einwassern von Schiffen

E.10
Stelle zum Auswassern von Schiffen

E.11
Ende eines Verbotes oder Gebotes

E.12
Hochspannungs-Freileitung

F. Zusätzliche Schilder und Anschriften

Die Schifffahrtszeichen A. 1 bis E. 12 können ergänzt werden, insbesondere durch:

1.
Schilder, welche die Entfernung von der Stelle angeben, bei der die an­ge­zeigte Vorschrift oder Besonderheit zu beachten ist. Die Schilder werden über dem Schifffahrtszeichen angebracht.

Beispiel:

Gebot, eine Geschwindigkeit von 12 km/h nach 1000 m nicht zu überschreiten

2.
Pfeile, die angeben, in welcher Richtung das Schifffahrtszeichen gilt.

Beispiel:

Erlaubnis zum Stillliegen

3.
Schilder, die ergänzende Erklärungen oder Hinweise geben. Die Schilder werden unter dem Schifffahrtszeichen angebracht.

Beispiel:

Anhalten zwecks Zollabfertigung

G. Kennzeichnung der Untiefen und anderer Hindernisse

G.1
Einzelne Hindernisse
Kegel mit Spitze nach unten rot be­malt oder unbemalt

G.2
Fahrwasserbezeichnung
Zylinder rot bemalt oder unbemalt
Kegel mit Spitze nach oben grün bemalt oder unbemalt

Beispiel:

Bezeichnung einer Untiefe in Ufer­nähe

seeseitig:
Zylinder
landseitig:
Kegel

Beispiel:

Bezeichnung eines Fahrwassers in untiefem Gebiet

auf der vom Gewässer aus gesehen rechten Seite:
grüne Kegel
auf der vom Gewässer aus gesehen linken Seite:
rote Zylinder

G.3
Ausgedehnte Hindernisse
– im nördlichen Quadrant: zwei übereinander ange­brachte Kegel, beide mit der Spitze nach oben
– im östlichen Quadrant: zwei übereinander ange­brachte Kegel, der untere mit der Spitze nach unten, der obere mit der Spitze nach oben
– im südlichen Quadrant: zwei übereinander ange­brachte Kegel, beide mit der Spitze nach unten
– im westlichen Quadrant: zwei übereinander ange­brachte Kegel, der untere mit der Spitze nach oben, der obere mit der Spitze nach unten.

Beispiel:

Ausgedehnte Untiefe

Die Zeichen zeigen an, dass sich im nördlichen und im westlichen Quadrant tiefes Wasser befindet.

G.4
Zusätzliche Zeichen für die Radarfahrt (falls erforderlich) entsprechend Anlage 8 Abschnitt V Buchstaben A und B der Rheinschifffahrtspolizeiverordnung vom 1. Dezember 1993454.

A. Bezeichnung von Radarzielen

1.
Gelbe Tonnen mit Radarreflektoren
(z.B. oberhalb und unterhalb der Brückenpfeiler ausgelegt)

2.
Stange mit Radarreflektor (oberhalb und unterhalb der Brückenpfeiler)

B. Bezeichnung von Freileitungen

1.
Radarreflektoren an Freileitung befestigt
(ergeben im Radarbild eine Punktreihe zur Identifizierung der Freileitung)

2.
Radarreflektoren auf gelben Tonnen an beiden Ufern paarweise ausgelegt
(ergeben im Radarbild je zwei nebeneinander liegende Punkte zur Identifizierung der Freileitung)

454 SR 747.224.111. Dieser Text wird weder in der AS noch in der SR veröffentlicht. Separatdrucke sind beim BBL, Verkauf Bundespublikationen, 3003 Bern, erhältlich (www.bundespublikationen.admin.ch). Der Text kann auch im Internet beim Bundesamt für Verkehr unter www.bav.admin.ch > Grundlagen > Internationale Vereinbarungen > Rheinschifffahrtspolizeiverordnung abgerufen werden.

H. Sturmwarnzeichen

H.1
Starkwindwarnung

H.2
Sturmwarnung

II. Schallzeichen

Ortungszeichen

Zeichen

Bedeutung

Artikel

– –
zwei kurze Töne
dreimal in der Minute

oder

anhaltendes Läuten mit einer Glocke

oder

heulen mit einer Sirene

«Zeichen ortsfester Anlagen bei
unsichtigem Wetter»



«Zeichen ortsfester Anlagen bei
unsichtigem Wetter»



«Zeichen ortsfester Anlagen bei
unsichtigem Wetter»

39




39




39

Anhang 5 455

455 Fassung gemäss Ziff. I der V des UVEK vom 29. Jan. 2002 (AS 2002545). Bereinigt gemäss Ziff. II Abs. 1 der V vom 15. Jan. 2014 (AS 2014 261) und Ziff. II Abs. 3 der V vom 14. Okt. 2015, in Kraft seit 15. Febr. 2016 (AS 2015 4351).

(Art. 84 Abs. 1)

Schiffsführerausweis

1. Ausweispapier, Farbe und Format

1.1
Schiffsführerausweise sind auf Sicherheitspapier auszustellen, das folgende Sicherheitselemente aufweist:
a.
durchgehendes doppelstufiges Wasserzeichen bestehend aus einer Kombination der Buchstaben CH und dem Schweizerkreuz;
b.
Doppelstreifen IRISAFE der Farben grün und lila mit sichtbaren Zeichen aus einer Kombination der Buchstaben CH und dem Schweizerkreuz;
c.
sichtbare Melierfasern der Farben rot und grün;
d.
unter UV-Licht sichtbare Melierfasern der Farben blau, gelb und rot;
e.
aufgetragene Sicherheitsfarbe der Firma SICPA mit Guilloche.
1.2
Schiffsführerausweise sind auf blauem Sicherheitspapier (SICPA-Nr. 144 860) im Format A5 (21×14,8 cm) auszustellen.

2. Inhalt der Schiffsführerausweise

2.1
Ausweise für Schiffsführer eidgenössisch konzessionierter Schifffahrts­unter­nehmen werden nach dem Muster 1 ausgestellt.
2.2
Schiffsführerausweise der Kantone werden nach dem Muster 2 ausgestellt.

3. Übergangsbestimmungen

3.1
Schiffsführerausweise, die bis 28. Februar 2002 ausgestellt wurden, behalten ihre Gültigkeit.
3.2
Für Änderungen bestehender Ausweise und die Ausstellung neuer Ausweise gelten ab dem 1. Januar 2003 die Bestimmungen dieses Anhanges. Neue Ausweise nach den Bestimmungen dieses Anhanges können ab dem 1. März 2002 ausgestellt werden.

Muster 1

Schiffsführerausweis für Schiffsführer eidgenössisch
konzessionierter Schifffahrtsunternehmen

Muster 2

Schiffsführerausweis der Kantone

Anhang 6 456

456 Fassung gemäss Ziff. II Abs. 3 der V vom 2. Mai 2007 (AS 2007 2275). Bereinigt gemäss Ziff. II der V vom 18. Juni 2008, in Kraft seit 1. Jan. 2009 (AS 2008 3221).

(Art. 90 und 91)

Internationale Dokumente

Die Ausweise gemäss Muster 1 und 2 dieses Anhangs haben die Abmessungen 105 × 75 mm. Sie werden ausgestellt gemäss Norm ISO/CEI 7810.

Der Ländercode hat dem Code ISO ALPHAn2 zu entsprechen.

Die Ausweise sind auf Sicherheitspapier auszustellen, das folgende Sicherheitselemente aufweist:

a.
durchgehendes doppelstufiges Wasserzeichen bestehend aus einer Kombination der Buchstaben CH und dem Schweizer Kreuz;
b.
Doppelstreifen IRISAFE® der Farben grün und lila mit sichtbaren Zeichen aus einer Kombination der Buchstaben CH und dem Schweizerkreuz;
c.
sichtbare Melierfasern der Farben rot und grün;
d.
unter UV-Licht sichtbare Melierfasern der Farben blau, gelb und rot;
e.
aufgetragene Sicherheitsfarben der Firma SICPA mit Guilloche.

Muster 1, Seiten 1 und 4

Bedingungen:

SCHWEIZERISCHE EIDGENOSSENSCHAFT



CH

INTERNATIONAL CERTIFICATE


FOR OPERATORS
OF PLEASURE CRAFT

in conformity with resolution No 40. of the Working
Party on Inland Water Transport
United Nations Economic Commission for Europe


INTERNATIONALES ZERTIFIKAT

FÜR FÜHRER
VON SPORT- UND FREIZEITSCHIFFEN

in Übereinstimmung mit der Resolution Nr. 40 der Arbeitsgruppe Transport auf Wasserstrassen Wirtschaftskommission der Vereinten Nationen für Europa

Muster 1, Seiten 2 und 3

Ausweis Nr.

Gültig für

Schiffbare
Wasserstrassen*)

Küstengewässer*)

Sport- und Freizeitschiff unter Motor/Segel*) mit folgenden Limiten

Unterschrift des Inhabers:

(Nur gültig mit Unterschrift des Ausweisinhabers)

Länge, Schiffsgewicht
beladen, Leistung*)

Länge, Schiffsgewicht
beladen, Leistung*)

Name:

Ort und Datum der Geburt:

Ausstellungsdatum

Nationalität:

Gültig bis

Adresse:

ausgestellt durch:

zugelassen durch:

*) nicht zutreffendes streichen

Muster 2, Vorderseite

INTERNATIONALES ZERTIFIKAT FÜR FÜHRER
VON SPORT- UND FREIZEITSCHIFFEN

SCHWEIZERISCHE EIDGENOSSENSCHAFT

CH

1.

2.

3.

4.

7.

8.

6.

9.

10. I

C

M

S

11.

12.

13.

14.

15.

5.

Muster 2, Rückseite

INTERNATIONAL CERTIFICATE FOR OPERATORS
OF PLEASURE CRAFT

(Resolution No. 40 of the UN/ECE Working Party on Inland Water Transport)

INTERNATIONALES ZERTIFIKAT FÜR FÜHRER VON
SPORT- UND FREIZEITSCHIFFEN

(Resolution Nr. 40 der Arbeitsgruppe Transport auf Wasserstrassen der
Wirtschaftskommission der Vereinten Nationen für Europa)

1.

Namen des Ausweisinhabers

2.

Weitere Namen des Ausweisinhabers

3.

Ort und Datum der Geburt

4.

Datum der Ausstellung

5.

Ausweis Nr.

6.

Foto des Ausweisinhabers

7.

Unterschrift des Ausweisinhabers

8.

Adresse des Ausweisinhabers

9.

Nationalität des Ausweisinhabers

10.

Gültig für I (schiffbare Binnenwasserstrassen), C (Küstengewässer), M (Motorboote) und S (Segelboote)

11.

Schiff, das folgende Limiten nicht übersteigt (Länge, beladenes Schiffsgewicht, Leistung)

12.

Gültig bis

13.

Ausgestellt durch

14.

15.

Zugelassen durch

Auflagen

Anhang 7 457

457 Fassung gemäss Ziff. I der V des UVEK vom 29. Jan. 2002 (AS 2002545). Bereinigt gemäss Anhang 4 Ziff. 37 der Zollverordnung vom 1. Nov. 2006 (AS 2007 1469), Ziff. II Abs. 2 der V vom 2. Mai 2007 (AS 2007 2275) und Ziff. II Abs. 3 der V vom 14. Okt. 2015, in Kraft seit 15. Febr. 2016 (AS 2015 4351).

(Art. 97 Abs. 1 und 106 Abs. 2)

Schiffsausweise

1. Ausweispapier, Farbe und Format

1.1
Schiffsausweise für Schiffe unter kantonaler Aufsicht sind auf Sicherheits­papier auszustellen, das folgende Sicherheitselemente aufweist:
a.
durchgehendes doppelstufiges Wasserzeichen bestehend aus einer Kombination der Buchstaben CH und dem Schweizerkreuz;
b.
Doppelstreifen IRISAFE der Farben grün und lila mit sichtbaren Zeichen aus einer Kombination der Buchstaben CH und dem Schweizer­kreuz;
c.
sichtbare Melierfasern der Farben rot und grün;
d.
unter UV-Licht sichtbare Melierfasern der Farben blau, gelb und rot;
e.
aufgetragene Sicherheitsfarbe der Firma SICPA mit Guilloche.
1.2
Schiffsausweise für Schiffe unter kantonaler Aufsicht sind auf grauem Sicher­heitspapier (SICPA-Nr. 170 449) im Format A5 (21×14,8 cm) auszustellen.
1.3
Schiffsausweise für Schiffe eidgenössisch konzessionierter Schifffahrts­unter­nehmen sind auf weissem, wasserfesten Papier (Neobond gestrichen, weiss) im Format A4 (29,7×21 cm) auszustellen.

2. Inhalt der Schiffsausweise

2.1
Schiffsausweise für die ordentliche Zulassung von Schiffen unter kantonaler Aufsicht sowie Bewilligungen für Schiffe mit ausländischem Standort wer­den nach dem Muster 1 ausgestellt. Bewilligungen für Schiffe mit ausländischem Standort werden als solche durch einen entsprechenden Vermerk im Ausweis gekennzeichnet.
2.2
Ausweise für Schiffe eidgenössisch konzessionierter Schifffahrtsunternehmen werden nach dem Muster 3 ausgestellt.
2.3
Schiffsausweise für unverzollte Schiffe und Kollektiv-Schiffsausweise wer­den nach dem Muster 1 ausgestellt; sie werden als solche durch einen entsprechenden Vermerk im Ausweis gekennzeichnet.

3. Übergangsbestimmungen

3.1
Schiffsausweise, die bis zum 15. Februar 2016 ausgestellt wurden, behalten ihre Gültigkeit.
3.2
Für Änderungen bestehender Ausweise und die Ausstellung neuer Ausweise gelten ab dem 15. Februar 2016 die Bestimmungen dieses Anhanges. Neue Ausweise nach den Bestimmungen dieses Anhanges können ab dem 14. Oktober 2015 ausgestellt werden.

Muster 1

Schiffsausweis für die ordentliche Zulassung von Schiffen unter kantonaler Aufsicht, Kollektivschiffsausweis und Schiffsausweis für Schiffe, für die keine Zollveranlagung durchgeführt wurde

Muster 2

Schiffsausweis für Schiffe eidgenössisch konzessionierter
Schifffahrtsunternehmen

Anhang 8 458

458Aufgehoben durch Ziff. II Abs. 1 der V vom 2. Mai 2007, mit Wirkung seit 1. Dez. 2007 (AS 2007 2275).

(Art. 105 und 106)

Anhang 9 459

459 Fassung gemäss Ziff. I der V des UVEK vom 24. Okt. 2003 (AS 20034211). Bereinigt gemäss Ziff. II Abs. 3 der V vom 14. Okt. 2015, in Kraft seit 15. Febr. 2016 (AS 2015 4351).

(Art. 156 Abs. 1)

Versicherungsdokumente

Versicherungsnachweis

1.
Der Versicherungsnachweis ist 14,8 cm breit und 21 cm hoch (Format A5). Das Papier muss kopier- und mikrofilmfähig sein.
2.
Der Versicherungsnachweis ist ausnahmslos maschinell, vorzugsweise mit einer Schrift > 11 Pt auszustellen.
3.
Der Versicherungsnachweis muss wie folgt gestaltet sein:

Muster 1

Versicherungsnachweis

Kennzeichen:

Art des Schiffes:

Marke/Typ:

Schale-Nr./HIN oder CIN:

Stamm-Nr.:

Besondere Verwendung:

Mietschiff

gewerbsmässiger Personentransport

Kollektiv-Ausweis

gewerbsmässiger Gütertransport

Bemerkungen:

Gültig ab:

IV-Grund:

Halter/in:

Geburtsdatum:

Heimatstaat:

Gesellschaftscode:

Gesellschaft:

Police-Nr.:

Unterschrift:

Kontroll-Nr.:

Nachweisaussteller:

Ausserverkehrsetzung (AV):

Datum:

Mutationsgrund:

Muster 2

Meldung des Versicherers über das Aussetzen oder das Aufhören der Versicherung

1.
Die Meldung kann im Format A6, A5 oder A4 erfolgen. Das Papier muss kopier- und mikrofilmfähig sein.
2.
Die Meldung ist ausnahmslos maschinell, vorzugsweise mit einer Schrift > 11 Pt auszustellen.
3.
Die Meldung hat die nachstehenden Mindestangaben zu enthalten. Bei Verwendung des Formats A4 sind diese auf der unteren Blatthälfte zu platzieren.
Meldung über das Aussetzen oder das Aufhören der Versicherung gemäss Artikel 36 Absatz 2 BSG (deutlich hervorgehoben)
Kennzeichen-Nummer
Art des Schiffes
Marke/Typ
Schale-Nummer/HIN oder CIN
Halter/Halterin
Unterschrift

Anhang 10 460

460Fassung gemäss Ziff. II Abs. 2 der V vom 1. Mai 2019, in Kraft seit 1. Jan. 2020 (AS 2019 1759)

(Art. 100 Abs. 5 sowie 109b Abs. 2 und 4)

Messung des Betriebsgeräusches an Schiffen mit Maschinenantrieb

1. Betriebsbedingungen des Schiffes

1.1
Das Betriebsgeräusch wird am fahrenden Schiff im Leerzustand gemessen. Es ist der maximale A-Frequenz-bewertete Schalldruckpegel, der während der Vorbeifahrt des Schiffes angezeigt wird, festzuhalten.
1.2
Alle Vergnügungsschiffe und Sportboote müssen bei der Messung mit einer äquivalenten Zwei-Personen-Last beladen sein. Eine Ausnahme bilden Boote, die nur für die Benutzung durch eine Person vorgesehene sind. Die äquivalente Ein-Personen-Last ist festgelegt als 75 kg ± 20 kg. Bei allen anderen Schiffen erfolgt die Messung im betriebsbereiten, unbeladenen Zustand.
1.3
Der Antriebsmotor des Schiffes muss auf Betriebstemperatur gebracht werden, bevor die Messungen beginnen. Alle anderen Betriebsbedingungen (verwendeter Kraftstoff, Vorlaufzeit usw.) müssen den Herstellervorgaben entsprechen.
1.4
Bei Antriebssystemen, die mit verstellbarer Trimmung versehen sind, muss der Trimmwinkel so eingestellt werden, dass die Schubkraft des Propellers beziehungsweise des Flügelrades auf ± 2 Grad parallel zur Bodenlinie beziehungsweise zur Kiellinie des Schiffes gerichtet ist. Dieser Zustand wird im Folgenden für alle Prüfbedingungen als Null-Trimmung bezeichnet.
1.5
Bei allen Messungen müssen die Antriebsmotoren mit Vollgas betrieben werden. Dies gilt als erfüllt, wenn der Motor die Motor-Nenndrehzahl erreicht. Vorbehalten bleibt die in Ziffer 1.6 gewährte Toleranz.
1.6
Der Propeller beziehungsweise das Flügelrad muss so gewählt werden, dass die Motordrehzahl bei der Messung auf ± 4 Prozent der Motor-Nenndrehzahl nach EN ISO 8665, 2006, Kleine Wasserfahrzeuge Schiffsantriebs-Hubkolben-Verbrennungsmotoren – Leistungsmessungen und Leistungsangaben461 bei Null-Trimmung entspricht. Die Motordrehzahl kann für die Durchführung der Messung am Gashebel eingestellt werden.
1.7
Bei Motoren mit Fremdzündung ohne Drehzahlregler muss die angegebene Motorendrehzahl für die Propellerauswahl die Hälfte des vom Hersteller empfohlenen Motordrehzahlbereichs bei Vollgas sein.
1.8
Bei Motoren mit Drehzahlregelung muss die angegebene Motorendrehzahl die vom Hersteller vorgeschriebene Abregeldrehzahl sein. Verstellpropeller müssen so eingestellt werden, dass die angegebene Vollgasdrehzahl oder eine Drehzahl, die so nah wie möglich an der Vollgasdrehzahl liegt, erreicht wird.

461 Die aufgeführte Norm kann kostenlos eingesehen und gegen Bezahlung bezogen werden bei der Schweizerischen Normen-Vereinigung (SNV), Sulzerallee 70, 8404Winterthur; www.snv.ch.

2. Messgeräte und Einheiten

2.1
Die Messungen werden mit der Zeitbewertung «fast/schnell» durchgeführt.
2.2
Für die Messgeräte, die zur Messung der Geräuschemissionen verwendet werden, gelten die Messmittelverordnung vom 15. Februar 2006462 und die entsprechenden Ausführungsvorschriften des Eidgenössischen Justiz- und Polizeidepartements.

3. Messort

Die Messungen des Betriebsgeräusches werden von einem möglichst weit in das Gewässer ragen­den Ort aus durchgeführt. Bis zu einem Abstand von 25 m darf sich kein Hin­dernis befinden, welches das Geräuschfeld stören könnte. Ausserdem dür­fen sich bis zu einem Abstand von 50 m vom Mikrofon keine Hindernisse befin­den, die das Messergebnis verfälschen.

4. Störgeräusche und Windeinfluss

4.1
Am Messort müssen die Umgebungsgeräusche und allfällige vom Windeinfluss her­vorgerufene Zeigerausschläge mindestens 10 dB (A) niedriger sein als das Be­triebs­geräusch des zu messenden Schiffes in Fahrt. Am Mikrofon muss ein Wind­schutz angebracht sein. Bei Windgeschwindigkeiten über 5 m/s darf nicht mehr ge­messen werden.
4.2
Während den Messungen darf sich niemand zwischen dem zu messenden Schiff und dem Mikrofon oder unmittelbar hinter diesem befinden.

5. Messstrecke, Aufstellung des Mikrofons

5.1
Die Messstrecke ist zu kennzeichnen, z. B. durch Bojen. Der Start muss in ge­nügend grosser Entfernung liegen, damit gewährleistet ist, dass die Antriebs­anlage gleich­mässig läuft, wenn das Schiff vor dem Mikrofon durchfährt.
5.2
Das Mikrofon ist so aufzustellen, dass es sich auf 2 bis 6 m Höhe über der Was­ser­oberfläche befindet; es muss senkrecht zur Messstrecke gerichtet sein. Die Höhe des Mikrofons über der festen reflektierenden Oberfläche, auf der es steht, muss 1,2 bis 1,5 m betragen. Der Messabstand zwischen der Aussenhaut des Schiffes und dem Mikrofon muss 25 m betragen.

6. Anzahl Messungen und massgebender Schallpegel

6.1
Die Messungen sind während mindestens zwei Durchfahrten in entgegenge­setzter Richtung durchzuführen. Als Messresultat gilt der höchste, während je­der Durch­fahrt gemessene und auf die nächste ganze Zahl auf- oder abge­run­dete Schallpegel. Massgebend ist das höchste Messresultat.
6.2
Um der Ungenauigkeit der Messgeräte Rechnung zu tragen, sind die während der Messung von den Geräten abgelesenen Werte um 1 dB(A) zu verringern.
6.3
Liegt dieser Wert höher als der zulässige Pegel, ist eine Messserie mit je zwei Durchfahrten in beiden Richtungen durchzuführen. In diesem Fall ist der zweit­höch­ste Messwert massgebend.

Anhang 11 463

463Bereinigt gemäss Ziff. II der V vom 11. Sept. 1991 (AS 1992 219), Ziff. II Abs. 2 der V vom 2. Mai 2007, in Kraft seit 1. Dez. 2007 (AS 2007 2275).

(Art. 139)

Zulässige Antriebsleistung der Vergnügungsschiffe

1.
Die zulässige Antriebsleistung der Vergnügungsschiffe, deren Länge min­des­tens 2,5, jedoch weniger als 3 m beträgt, ist auf 3 kW beschränkt.
2.
Die zulässige Antriebsleistung (N) der Vergnügungsschiffe mit einer Länge von 3 bis 6,5 m errechnet sich nach der Formel

In der Formel bedeutet:
N
die zulässige Antriebsleistung in kW;
L
die Länge des Schiffskörpers nach Artikel 2 Buchstabe b Ziffer 2 in dm;
B
die Breite des Schiffes, gemessen am Spiegel in der Tiefladewasserlinie in dm;
G
das Gewicht des Schiffes in kg, wobei für Schiffe mit eingebauten Motoren das Gewicht mit Motoren, für Schiffe mit Aussenbordmotoren das Gewicht ohne Motoren massgebend ist;
c
den Beiwert gemäss Tabelle.

Schiffsart

c

Schiffe mit einer Länge von 3–4 m

48

Schiffe mit einer Länge von mehr als 4 m bis 6,5 m

Gleitboote mit eingebauten Motoren

15

Gleitboote mit Aussenbordmotoren und Verdrängungsboote
mit eingebauten Motoren


27

Verdrängungsboote mit Aussenbordmotoren
48

3.
Die errechnete Antriebsleistung wird auf die erste Dezimale auf- oder abge­run­det.

Anhang 12 464

464 Bereinigt gemäss Ziff. II Abs. 1 der V vom 9. März 2001, in Kraft seit 1. Mai 2001 (AS 2001 1089).

(Art. 100)

Bestimmung der Segelfläche

1. Zusammensetzung der Segelfläche

Die Segelfläche ergibt sich bei Hochtakelung aus der Summe von Vorsegel- und Grossegeldreieck.

Beim Ketsch oder Yawl gilt das Besansegel als zweites Grossegel; beim Kutter wird das Vorsegeldreieck bis zum vordersten Stag gerechnet.

Spinnaker bleiben unberücksichtigt.

Bei der Bestimmung der gesamten Segelfläche in m2 wird das Resultat der Be­rech­nung auf ganze Quadratmeter abgerundet.

2. Vorsegeldreieck

Das Vorsegeldreieck errechnet sich nach der Formel:

In der Formel bedeutet:

11
die Länge des Vorsegeldreiecks von Vorderkante Mast bis zum Anschlag­punkt des Halshorns. Wenn der Mast in der Längsebene des Schiffes ver­schoben werden kann, ist von der mittleren Stellung auszugehen;
h1
die Höhe vom Anschlagpunkt des Halshorns bis zum Schäkel des bis zum Anschlag gehissten Fockfalls. Beim Kutter ist der Anschlagpunkt des vor­dersten Segels massgebend.

3. Grossegeldreieck

Das Grossegeldreieck errechnet sich nach der Formel:

In der Formel bedeutet:

12
die Länge des Grossbaumes vom Baumlümmel bis Mitte Vermessungs­marke. Fehlt eine solche Marke, wird bis zum Befestigungspunkt des Gross­segels am Baum gemessen;
h2
die Höhe, gemessen von der Mitte der unteren bis zur Mitte der oberen Vermessungsmarke. Fehlen solche Marken, wird die Höhe vom Baum­lüm­mel bis zum Schäkel des vollständig gehissten Grossfalls gemessen; ist der Baum der Höhe nach verstellbar, wird bei seiner mittleren Stellung gemes­sen.

4. Besondere Segelformen

Die Bestimmung der Segelfläche im Falle besonderer Takelungen wird im Ein­zelfall festgelegt.

5. Überrundung der Segel

Überrundung der Lieks wird nicht berücksichtigt.

Anhang 13 465

465Bereinigt gemäss Ziff. II der V vom 11. Sept. 1991, in Kraft seit 1. Jan. 1992 (AS 1992 219).

(Art. 143)

Einsenkungsmarken

Beispiele:

a. Schiffe, die in Zone 2 verkehren

b. Schiffe, die in Zone 3 verkehren

c. Anbringen der Einsenkungsmarken für Zone 2 oder 3

d. Schiffe, die sowohl in Zone 2 wie in Zone 3 verkehren

e. Anbringen der Einsenkungsmarken für Zone 2 oder 3

*) Höhe der Zahlen 8 cm

Anhang 14 466

466 Bereinigt gemäss Ziff. II Abs. 2 der V vom 2. Mai 2007, in Kraft seit 1. Dez. 2007 (AS 2007 2275).

(Art. 144 und 145)

Freibordrechnung für Güterschiffe mit Sprung und Aufbauten

1.
Der Freibord der Güterschiffe mit Sprung und Aufbauten errechnet sich nach der Formel:

wobei

In der Formel bedeutet:
Fo
den Freibord nach Artikel 144 Absatz 2 in cm;
c
den Korrekturfakor für die Aufbauten;
k1
den Korrekturfaktor für den Sprung vorn;
k2
den Korrekturfaktor für den Sprung hinten;
se1
den wirksamen Sprung vorn in cm;
se2
den Wirksamen Sprung hinten in cm;
le
die wirksame Länge der einzelnen Aufbauten in m;
le
die wirksame Länge aller Aufbauten in m;
le1
die wirksame Länge der vorderen Aufbauten, soweit diese zwischen dem vorderen Schiffsende und 0,35 L von diesem Ende liegen, in m;
le2
die wirksame Länge der hinteren Aufbauten, soweit diese zwischen dem hinteren Schiffsende und 0,25 L von diesem Ende liegen, in m;
L
die Länge des Schiffskörpers nach Artikel 2 Buchstabe b Ziffer 2.
2.
Der wirksame Sprung errechnet sich nach der Formel:
se = s × p
In der Formel bedeutet
s
den tatsächlich vorhandenen Sprung am betreffenden Schiffsende in cm;
p
den Beiwert als Funktion von x/L, wobei x der Abstand vom Schiffs­ende bis zum Punkt ist, wo der Sprung 0,25 s beträgt.

x/L

0,25 und mehr

0,20

0,15

0,10

0,05

0

p

1

0,8

0,6

0,4

0,2

0

Für Zwischenwerte x/L wird p durch lineare Interpolation bestimmt.
Der für s eingesetzte Wert darf jedoch
– vorn
für Zone 2 200 cm
für Zone 3 100 cm
– hinten
für Zone 2 100 cm
für Zone 3 50 cm
nicht überschreiten.
Ist k2 × se2 grösser als k1 × se1, so wird für k2 × se2 der Wert k1 × se1einge­setzt.
3.
Die wirksame Länge der einzelnen Aufbauten errechnet sich nach der For­mel:

In der Formel bedeutet:
l
die tatsächliche Länge des betreffenden Aufbaus in m;
b
die mittlere Breite des betreffenden Aufbaus in m;
B
die Breite des Schiffes auf halber Länge des betreffenden Aufbaus in m;
h
die mittlere Höhe des betreffenden Aufbaus über Deck in m; Für Luken ergibt sich h jedoch, indem die Höhe des Sülls um den hal­ben Sicherheitsabstand nach Art. 145 Abs. 1 reduziert wird. Der für h eingesetzte Wert darf für Zone 2 0,72 m und für Zone 3 0,36 m keinesfalls überschreiten.
H
die charakteristische Wellenhöhe. Sie beträgt
für Zone 2
1.20 m
für Zone 3
0.60 m

Wennkleiner ist als 0,6, wird die wirksame Länge le gleich Null.

4.
Die Erhöhung des Sicherheitsabstandes nach Artikel 145 Absatz 2 b richtet sich nach dem Verhältnis der Laderaumbreite an Deck (b) zur Schiffsbreite (B); sie wird in nachstehender Tabelle abgelesen.

b/B

0,5

0,6

0,7

0,8

0,9

1,0

Erhöhung (cm)

in Zone 2

in Zone 3

25

12,5

30

15

34

17

37

18,5

39

19,5

40

20

Für Zwischenwerte b/B wird die Erhöhung durch lineare Interpolation be­stimmt.
5.
Die Freibordrechnung ist nach folgenden Muster durchzuführen:467

467Die in dieser Ziff. enthaltenen Muster werden in der SR nicht mehr wiedergegeben. Siehe die Publikation in AS 1979 337.

Anhang 15 468

468Bereinigt gemäss Ziff. II der V vom 11. Sept. 1991 (AS 1992 219), Ziff. II Abs. 2 der V vom 8. April 1998 (AS 1998 1476), Ziff. II Abs. 1 vom 9. März 2001 (AS 2001 1089), Ziff. II Abs. 2 der V vom 2. Mai 2007 (AS 2007 2275), Ziff. II der V vom 18. Juni 2008 (AS 2008 3221), Ziff. II Abs. 1 der V vom 15. Jan. 2014 (AS 2014 261), Ziff. II Abs. 3 der V vom 14. Okt. 2015 (AS 2015 4351) und Ziff. II Abs. 1 der V vom 1. Mai 2019, in Kraft seit 1. Jan. 2020 (AS 2019 1759).

(Art. 132 Abs. 1, 163 Abs. 1 Bst. m und 166 Abs. 5)

Mindestausrüstung

Auf kennzeichnungspflichtigen Schiffen sind Rettungsmittel nach Artikel 134 oder 134a mitzuführen. Dazu kommen die nachfolgend aufgeführten Ausrüstungsgegen­stände.

1. Ruderboote

Schöpfer oder Eimer*
Horn oder Mundpfeife
Tauwerk

2. Segelschiffe bis 15 m Segelfläche2

Schöpfer oder Eimer*
Bootshaken
Ruder oder Paddel
Notflagge
Horn oder Mundpfeife
Tauwerk

3. Segelschiffe mit über 15 m Segelfläche2

Anker mit Trosse oder Kette
Tauwerk
Eimer*
Bootshaken
Ruder oder Paddel, sofern das Schiff damit fortbewegt oder gesteuert werden kann
Notflagge
Hupe oder Horn
Motor und Motorräume sind gemäss der Norm SN EN ISO 9094, 2018, Kleine Wasserfahrzeuge – Brandschutz469, gegen Feuer zu schützen**

469 Die aufgeführte Norm kann kostenlos eingesehen und gegen Bezahlung bezogen werden bei der Schweizerischen Normen-Vereinigung (SNV), Sulzerallee 70, 8404Winterthur; www.snv.ch.

4. Motorschiffe bis 30 kW Antriebsleistung

Anker mit Trosse oder Kette
Tauwerk
Schöpfer oder Eimer*
Bootshaken
Ruder oder Paddel
Notflagge
Hupe oder Horn
Motor und Motorräume sind gemäss der Norm SN EN ISO 9094, 2018, Kleine Wasserfahrzeuge – Brandschutz, gegen Feuer zu schützen**

5. Motorschiffe mit mehr als 30 kW Antriebsleistung

Anker mit Trosse oder Kette
Tauwerk
Lenzpumpe
Eimer*
Bootshaken
Ruder oder Paddel, sofern das Schiff damit fortbewegt oder gesteuert werden kann
Notflagge
Hupe oder Horn
Motor und Motorräume sind gemäss der Norm SN EN ISO 9094, 2018, Kleine Wasserfahrzeuge – Brandschutz, gegen Feuer zu schützen**

6. Güterschiffe und schwimmende Geräte mit Maschinenantrieb

Anker mit Trosse oder Kette
Tauwerk
Lenzpumpe nach Artikel 147
Bootshaken
Notflagge
Hupe oder Horn
Schallgerät nach den Artikeln 33 und 132
Feuerlöscher mit 6 kg Inhalt**
Kompass***
Verbandskasten
Geeignete Überbordleiter, die am unbeladenen Schiff mindestens 1,00 m tief ins Wasser eintaucht

7. Rafts

1 Auf Rafts oder zusammen fahrenden Konvois sind mitzuführen:

1 wasserdicht verpackter Verbandskasten (für maximal fünf Rafts);
1 Wurfsack mit mindestens 20 m langem schwimmfähigem Seil (minimaler Durchmesser 8 mm);
1 Kappmesser (jeder Bootsführer);
1 Bergeleine, ca. 3 m lang (jeder Bootsführer);
1 Typenschild mit Angaben über den Hersteller, das Herstellungsjahr, die Baunummer, den Bootstyp sowie den Nenndruck der Luftkammern.

2 Jede Person an Bord eines Rafts trägt folgende Ausrüstung:

1 gut passende Schwimmhilfe nach Artikel 134a;
1 gut passender Helm (in der Regel bei Einsatz auf Wildwasser der Stufe III**** oder höher);
1 Kälteschutzanzug (in der Regel bei Einsatz auf Wildwasser der Stufe III**** oder höher oder Wassertemperaturen unter 15° C);
1 Paddel (für jede Person, die aktiv raftet).

8. Schiffe für den gewerbsmässigen Transport von höchstens zwölf Personen

Anker mit Trosse oder Kette gemäss den Bestimmungen des Artikels 38 der Schiffbauverordnung vom 14. März 1994470 und der Ausführungsbestim­mun­gen
Tauwerk
Lenzpumpe gemäss den Bestimmungen des Artikel 31 der Schiffbauverord­nung vom 14. März 1994 und der Ausführungsbestimmungen
Bootshaken
Notflagge
Hupe oder Horn
Feuerlöscher gemäss den Bestimmungen des Artikels 39 der Schiffbauver­ord­nung vom 14. März 1994 und der Ausführungsbestimmungen
Verbandskasten
Schallgerät nach Artikel 33 und 132
Kompass
Ersatzlichter
*
Auf Schiffen, ohne Unterdeckräume, die über eine Selbstlenzeinrichtung verfügen, kann auf das Mitführen eines Schöpfers oder eines Eimers verzichtet werden.
**
Zusätzlicher Feuerlöscher mit gleichem Inhalt oder Löschdecke, sofern eine Gasan­lage, eine Koch- oder eine Heizeinrichtung vorhanden ist.
***
Auf Güterschiffen muss ein Kompass vorhanden sein, dessen Kursanzeige durch die veränderliche Ladung möglichst wenig beeinflusst wird. Die Aufstellungsbestimmungen des Herstellers sind zu beachten.
****
Die Wildwasser-Schwierigkeitsgrade sind dem Anhang 3 der Risikoaktivitätenverordnung vom 30. November 2012471 zu entnehmen.
Da die Einteilung der Gewässer von verschiedenen Faktoren abhängt, die u. a. tages- und jahreszeitlichen Veränderungen unterworfen sind, hat sich jeder Bootsführer vor Antritt der Fahrt über das Gewässer zu informieren und eine den Umständen angepasste, geeignete Ausrüstung für alle Boots­insassen zu wählen.

Anhang 16 472

472 Eingefügt durch Ziff. II der V vom 11. Sept. 1991 (AS 1992 219). Aufgehoben durch Ziff. II Abs. 1 der V vom 8. April 1998, mit Wirkung seit 15. Mai 1998 (AS 1998 1476).

Anhang 17 473

473Eingefügt durch Ziff. II der V vom 11. Sept. 1991 (AS 1992 219). Aufgehoben durch Ziff. II Abs. 4 der V vom 14. Okt. 2015, mit Wirkung seit 1. April 2017 (AS 2015 4351, 2017 791).

(Art. 129)

Anhang 18 474

474Eingefügt durch Ziff. II der V vom 11. Sept. 1991 (AS 1992 219). Bereinigt gemäss Ziff. II Abs. 2 derV vom 8. April 1998 (AS 1998 1476), Ziff. II Abs. 1 der V vom 9. März 2001 (AS 2001 1089) und Ziff. II Abs. 2 der V vom 2. Mai 2007, in Kraft seit 1. Dez. 2007 (AS 2007 2275).

(Art. 138a und 148f)

Zulässige Personenzahl der Vergnügungsschiffe und der Rafts

1.
Soweit sich in Anwendung der Artikel 107 (Grundsatz), 110 (Ladung), 136 (Freibord), 137 (Stabilität), 138 (Schwimmfähigkeit), 140 (Steuereinrichtungen) und 140a (Manövrierfähigkeit der Segelschiffe) keine niedrigere Personenzahl ergibt, errechnet sich die zulässige Personenzahl:
a.
der Vergnügungsschiffe, ausgenommen Schlauchboote und Rafts, nach der Formel:

In der Formel bedeutet:
L
die Länge des Schiffskörpers nach Artikel 2 Buchstabe b Ziffer 2 in m;
B
die Breite des Schiffskörpers einschliesslich ferte Scheuerleiste in m;
c
den Beiwert nach Tabelle.

Schiffsart

c

Ruderboote

1,5

Segelschiffe

3

Schiffe mit Maschinenantrieb

ohne festes Deck und mit festem Deck über weniger
als 0,25 L


1,5

andere
2

b.
der Schlauchboote nach der Formel

P =.

In der Formel bedeutet S die projizierte Fläche auf Innenkante der Luft­kammern in m2.
c.
der Rafts nach der Formel
P = (Li × Bi) / 0,45
In der Formel bedeutet:
Li:
grösste Länge im Innern des Rafts in m, gemessen an der Stelle des grössten Durchmessers der Längsschläuche;
Bi:
grösste Breite im Innern des Rafts in m, gemessen an der Stelle des grössten Durchmessers der Längsschläuche.
Es werden keine Abzüge für Einbauten, wie z. B. Querschläuche o. ä. gemacht.
Gibt der Hersteller einen Bereich an, z. B. von sieben bis zehn Per­sonen, so wird der Mittelwert, allenfalls aufgerundet auf die nächst höhere Zahl, zugrunde gelegt.
2.
Das Resultat der Berechnung wird aufgerundet, wenn die erste Stelle hinter dem Komma 5 oder mehr ist; es wird abgerundet, wenn diese kleiner ist.
3.
Sitze müssen mindestens 40 cm breit sein und von der Unterkante der Rück­lehne gemessen mindestens 75 cm Raum für die Beine haben. Zum Sitzen ge­eignete Flächen müssen je Person mindestens 0,45 m2 aufweisen.
4.
Auf Schiffen mit Maschinenantrieb mit einer Antriebsleistung von mehr als:
a.
6 kW müssen die Sitze mindestens 12 cm unter Oberkante Dollbord, Waschbord, Reling und dergleichen angebracht sein;
b.
30 kW müssen Sitze am Heck eine Lehne oder einen andern Schutz von mindestens 25 cm Höhe haben.
5.
Steuerstände, die nicht sicher stehend bedient werden können, müssen mit ei­nem Steuersitz ausgerüstet sein. Beträgt die Antriebsleistung mehr als 30 kW oder wenn es die Sicherheit erfordert, ist der Steuersitz mit einer Rückenlehne von mindestens 25 cm Höhe oder einem gleichwertigen Schutz zu versehen. Der Abstand von der Vorderkante der Lehne bis zum nächst­lie­genden Punkt des Steuerrades muss mindestens 50 cm betragen.
6.
Auf Segelschiffen muss genügend Raum für die sichere Bedienung der Segel und des Ruders vorhanden sein.

Anhang 19 475

475Eingefügt durch Ziff. II der V vom 11. Sept. 1991(AS 1992 219). Bereinigt gemäss Ziff. II Abs. 2 der V vom 2. Mai 2007 (AS 2007 2275), Ziff. II Abs. 1 der V vom 15. Jan. 2014 (AS 2014 261), Ziff. II Abs. 3 der V vom 14. Okt. 2015 (AS 2015 4351) und Ziff. II Abs. 1 der V vom 1. Mai 2019, in Kraft seit 1. Jan. 2020 (AS 2019 1759).

(Art. 86 Abs. 1)

Prüfungsprogramme

A. Prüfungsprogramm für Führerausweis der Kategorie A

1 Theoretische Prüfung

11 Schifffahrtsrecht

111 Gesetze und Verordnungen

– Bundesgesetz über die Binnenschifffahrt
– Verordnung über die Schifffahrt auf schweizerischen Gewässern
(Binnenschifffahrtsverordnung)
– Reglemente und Ordnungen für die Grenzgewässer

112 Grundlagen der Schiffsführung476

– Seemannschaft
– Manövriereigenschaften der Schiffe mit Maschinenantrieb
– Fahren auf Fliessgewässern

476Über dieses Gebiet kann der Kandidat während der praktischen Prüfung befragt werden.

2 Praktische Prüfung

21 Seemannschaft

211 Belegen des Schiffes an Klampe, Poller, Ring und Pfahl, mindestens
4 Knoten

212 Kursbestimmung auf der Seekarte

213 Standortbestimmung durch Peilung

22 Schiffssicherheit

221 Brandbekämpfung

222 Gefahr von Wasser im Schiff

223 Massnahmen bei Havarien und Kollisionen

224 Maschinenausfall

225 Schiff auf Grund setzen

226 Beurteilung des Wetters und allfällig notwendiger Massnahmen

227 Ankermanöver

23 Klarmachen des Schiffes zur Fahrt

24 Fahren

241 Ab- und Anlegen an Steg Steuerbord und Backbord voraus und rückwärts

242 Manövrieren auf engem Raum

243 Bug- und Hecklandung

244 Mann über Bord

245 Fahren auf verschiedenen Kursen

246 Auf Fliessgewässern: Aufdrehen, Landen in der Strömung und im «Hinterwasser»

B. Prüfungsprogramm für Führerausweis der Kategorie B

Das Prüfungsprogramm für Führerausweise der Kategorie B richtet sich nach Artikel 43 der Schiffbauverordnung vom 14. März 1994477 und den dazugehörenden Ausführungsbestimmungen des Departementes.

C. Prüfungsprogramm für Führerausweis der Kategorie C

1 Theoretische Prüfung

11 Schifffahrtsrecht

111 Gesetze, Verordnungen und Reglemente

– Bundesgesetz über die Binnenschifffahrt
– Verordnung über die Schifffahrt auf schweizerischen Gewässern
(Binnenschifffahrtsverordnung)
– Reglemente und Ordnungen für die Grenzgewässer

112 Ausweise und Dokumente

– Änderungen und Ergänzungen
– Ersatz

12 Schiffs- und Maschinenkunde

121 Zuladung und Freibord

122 Stabilität und Sinksicherheit

123 Maschinenanlage

124 Bordanlagen, Einrichtungen und Ausrüstungen

13 Sicherheit an Bord

131 Fahrkunde

14 Navigation

141 Gewässerkenntnis (nur für den Bodensee, Untersee und Rhein zwischen Stein am Rhein und Schaffhausen)

142 Kurs

143 Navigationsmittel

144 Wetterkunde

15 Transport- und Rechnungswesen

151 Fahrplan

152 Sondertransporte

2 Praktische Prüfung

21 Arbeit im Ruderhaus

– Geradeausfahrt
– Ablegen Steuerbord und Backbord
– Anlegen Steuerbord und Backbord aus Vorausfahrt (bei Zweischrau­ben­schiffen auch mit nur einem Motor)
– Buglandung aus Vorausfahrt
– Anlegen aus Achterausfahrt
– Anlegen an stillliegendes Schiff
– Manövrieren in engem Fahrwasser

Auf Fliessgewässern zusätzlich:

– Aufdrehen
– Bug zu Berg anhalten
– Bug zu Tal anhalten
– Bug zu Tal an- und ablegen

22 Fahrt bei unsichtigem Wetter

– Kompass und Satnav-Gerät
– Radar als Navigationshilfe (sofern nicht Inhaber eines amtlichen Radar­patentes oder einer amtlichen Radarfahrtberechtigung)

23 Seemännische Arbeiten

24 Sicherheitsrolle

241 Mann über Bord (Aufnahme an Steuerbord und Backbord)

242 Leck

243 Auf Grund setzen

244 Sinken des Schiffes

245 Feuer

246 Fahrt mit Notsteuer

– Geradeausfahrt
– Anlegen Steuerbord und Backbord

247 Ankern

248 Schleppdienst

249 Hilfe an Schiffe in Not

250 Kollision

D. Prüfungsprogramm für Führerausweis der Kategorie D

1 Theoretische Prüfung

11 Schifffahrtsrecht

111 Gesetze und Verordnungen

– Bundesgesetz über die Binnenschifffahrt
– Verordnung über die Schifffahrt auf schweizerischen Gewässern
(Binnenschifffahrtsverordnung)
– Reglemente und Ordnungen für die Grenzgewässer

112 Grundlagen der Schiffsführung478

– Seemannschaft
– Segeltechnik

478Über dieses Gebiet kann der Kandidat während der praktischen Prüfung befragt werden.

2 Praktische Prüfung

21 Seemannschaft

211 Belegen des Schiffes an Klampe, Poller, Ring und Pfahl, mindestens 4 Knoten

212 Kursbestimmung auf der Seekarte

213 Standortbestimmung durch Peilung

22 Schiffssicherheit

221 Brandbekämpfung

222 Gefahr von Wasser im Schiff

223 Verkleinern der Segelfläche in Fahrt (Reffen oder Wechsel der Segel),
an Boje oder vor Anker

224 Massnahmen bei Havarien und Kollisionen

225 Schiff auf Grund setzen

226 Beurteilung des Wetters und allfällig notwendiger Massnahmen

227 Ankermanöver

23 Klarmachen des Schiffes zur Fahrt

24 Segeln

241 Manövrieren auf engem Raum

242 Mann über Bord

243 Segeln auf verschiedenen Kursen

244 Segelsetzen und -bergen an Boje und in Fahrt

245 Manövrieren mit Wenden und Halsen

246 Anlegen an und Ablegen von Boje oder Steg

Anhänge 20–26 479

479 Eingefügt durch Ziff. II Abs. 2 der V vom 9. März 2001 (AS 2001 1089). Aufgehoben durch Ziff. II Abs. 4 der V vom 14. Okt. 2015, mit Wirkung seit 15. Febr. 2016 (AS 2015 4351).

Anhang 26a 480

480 Eingefügt durch Ziff. II Abs. 4 der V vom 2. Mai 2007 (AS 2007 2275). Aufgehoben durch Ziff. II Abs. 4 der V vom 14. Okt. 2015, mit Wirkung seit 15. Febr. 2016 (AS 2015 4351).

Anhang 27–31 481

481 Eingefügt durch Ziff. II Abs. 2 der V vom 9. März 2001 (AS 2001 1089). Aufgehoben durch Ziff. II Abs. 4 der V vom 14. Okt. 2015, mit Wirkung seit 15. Febr. 2016 (AS 2015 4351).

Anhang 32 482

482 Eingefügt durch Ziff. II Abs. 2 der V vom 9. März 2001 (AS 2001 1089). Fassung ge­mäss Ziff. II Abs. 3 der V vom 14. Okt. 2015, in Kraft seit 15. Febr. 2016 (AS 2015 4351).

(Art. 100 Abs. 2 und 4)

Prüfprogramm für Sportboote

1.
Neben dem Nachweis der Erfüllung der grundlegenden Sicherheitsanforderungen nach Anhang I der EU-Sportboot-Richtlinie483 sind zusätzlich die Anforderungen an Sport­boote nach Artikel 107 (Grundsatz) nach dem folgenden Programm zu prüfen:
a.
Technisches Prüfungsprotokoll Das technische Prüfungsprotokoll beinhaltet die Prüfung der sanitären Einrichtung (Art. 108 Abs. 1), der Behälter mit wassergefährdenden Stoffen (Art. 108 Abs. 2) und des Motorenraumes (Art. 108 Abs. 3).
b.
Segelvermessungsprotokoll Das Segelvermessungsprotokoll beinhaltet das Ergebnis der Segelvermes­sung gemäss Anhang 12 sowie die Feststellung einer allfällig reduzierten Mindestausrüstung nach Artikel 163 Absatz 2.
c.
Geräuschmessprotokoll Das Geräuschmessprotokoll bestätigt die Messung des Betriebsgeräusches an Schiffen mit Maschinenantrieb gemäss Artikel 109b und Anhang 10. Für Sportboote gelten insbesondere die Bestimmungen von Artikel 109b Absätze 1–3. Für Sportboote, für die der Nachweis der Einhaltung der Grenzwerte nach Artikel 109a mittels einer Konformitätserklärung nach Artikel 148j erbracht werden kann, ist kein Geräuschmessprotokoll erforderlich.
2.
Die Prüfprotokolle sind in den drei Schweizer Amtssprachen abzufassen und wer­den von der Vereinigung der Schifffahrtsämter herausgegeben.

483 Siehe Fussnote zu zu Art. 2 Abs. 1 Bst. a Ziff. 15.

Anhang 33 484

484 Eingefügt durch Ziff. II Abs. 2 der V vom 9. März 2001 (AS 2001 1089). Fassung gemäss Ziff. II Abs. 3 der V vom 14. Okt. 2015, in Kraft seit 15. Febr. 2016 (AS 2015 4351).

(Art. 100 Abs. 4)

Abnahmeprotokoll

1.
Das Abnahmeprotokoll ist in den drei Schweizer Amtssprachen abzufassen und enthält mindestens folgende Angaben:
a.
Hersteller des Schiffes;
b.
Typ des Schiffes;
c.
HIN- oder CIN-Nummer (Schalen-Nummer);
d.
Angabe über die Schiffsart;
e.
Bestätigung der Durchführung der technischen Prüfung mit Angabe der Typenschein-Nummer gemäss technischem Prüfprotokoll;
f.
Bestätigung der Durchführung der Segelvermessung bei Segelschiffen mit Angabe der Typenschein-Nummer gemäss Segelvermessungsprotokoll;
g.
Bestätigung der Durchführung der Geräuschmessung bei Schiffen mit Maschinenantrieb deren gesamte Leistung aller Antriebsmotoren 40 kW übersteigt, mit Angabe der Typenschein-Nummer gemäss Geräuschmessprotokoll.
h.
Bestätigung der Einhaltung der Bestimmungen von Artikel 121 Absatz 4;
i.
Bestätigung der Vollständigkeit der Ausrüstung nach Artikel 107a Absatz 3, 132 und 134;
j.
Bestätigung der Vollständigkeit der Dokumente gemäss Ziffer 1 des Abnah­me­protokolls;
k.
Bestätigung der Übereinstimmung des Schiffes mit der geprüften Ausführung;
l.
Bestätigung über die Durchführung der Funktionskontrolle;
m.
Ort und Datum der Ausstellung des Abnahmeprotokolls;
n.
Name und Adresse der zur Prüfung ermächtigten Person oder der zur Prüfung ermächtigten Unternehmung.
2.
Das Abnahmeprotokoll wird von der Vereinigung kantonaler Schifffahrtsämter herausgegeben.
3.
In der formalen Gestaltung des Abnahmeprotokolls ist die Herausgeberin frei. Es muss aber mindestens die unter Absatz 1 aufgeführten Angaben enthalten.

Anhang 34 485

485 Eingefügt durch Ziff. II Abs. 3 der V vom 15. Jan. 2014, in Kraft seit 15. Febr. 2014 (AS 2014 261).

(Art. 133 Abs. 4)

Anforderungen an Satnav-Geräte und an ihre Aufstellung

1. Anforderungen an die Geräte

Satnav-Geräte müssen mindestens die fol­genden Anforderungen erfüllen:

a.
Speicherung der Routen und Wegpunkte;
b.
Prüffunktion der Positionsgenauigkeit;
c.
die Identifikation der Fahrstrassen/Fahrrouten muss eindeutig sein;
d.
Mann-über-Bord-Funktion;
e.
Regelung der Bildhelligkeit;
f.
Mindest-Bildschirmdiagonale des Monitors 14 cm.

2. Aufstellung der Geräte

a.
Der Positionssensor (z.B. Satnav-Gerät-Antenne) muss so installiert werden, dass er die bestmögli­che Genauigkeit erzielt und durch Aufbauten und Sendeanlagen an Bord möglichst wenig beeinträchtigt wird.
b.
Aufstellung und Betrieb müssen nach Herstellerangaben erfolgen.
c.
Das Satnav-Gerät muss im Steuerhaus im normalen Blickfeld des Schiffsführers fest installiert sein.

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