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Fortpflanzungsmedizinverordnung
(FMedV)

vom 4. Dezember 2000 (Stand am 1. September 2023)

Der Schweizerische Bundesrat,

gestützt auf die Artikel 14 und 25 Absatz 3 des Fortpflanzungsmedizingesetzes
vom 18. Dezember 19981 (Gesetz),

verordnet:

1. Kapitel: Bewilligung

1. Abschnitt: Gegenstand

Art. 12  

Ei­ne Be­wil­li­gung nach Ar­ti­kel 8 Ab­satz 1 des Ge­set­zes be­nö­tigt, wer als In­ha­be­rin oder In­ha­ber ei­ner kan­to­na­len Be­wil­li­gung zur Be­rufs­aus­übung in ei­ge­ner fach­li­cher Ver­ant­wor­tung oder als Lei­te­rin oder Lei­ter ei­nes Teams:

a.
Fort­pflan­zungs­ver­fah­ren an­wen­det;
b.
Keim­zel­len, im­prä­gnier­te Ei­zel­len oder Em­bryo­nen in vi­tro zur Kon­ser­vie­rung ent­ge­gen­nimmt oder ge­spen­de­te Sa­men­zel­len ver­mit­telt, oh­ne sel­ber Fort­pflan­zungs­ver­fah­ren an­zu­wen­den.

2 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 21. Ju­ni 2017, in Kraft seit 1. Sept. 2017 (AS 2017 3651).

2. Abschnitt: Voraussetzungen für die Bewilligung

Art. 2 Nachweis der Befähigung zur Anwendung von Fortpflanzungsverfahren 3  

1 Wer Fort­pflan­zungs­ver­fah­ren an­wen­det, be­nö­tigt:

a.
einen eid­ge­nös­si­schen Wei­ter­bil­dungs­ti­tel für Gy­nä­ko­lo­gie und Ge­burts­hil­fe oder einen ent­spre­chen­den an­er­kann­ten aus­län­di­schen Wei­ter­bil­dungs­ti­tel;
b.
die Be­fä­hi­gung, die Ver­fah­ren nach dem Stand von Wis­sen­schaft und Pra­xis durch­zu­füh­ren; und
c.
die kan­to­na­le Be­wil­li­gung zur Be­rufs­aus­übung in ei­ge­ner fach­li­cher Ver­ant­wor­tung.4

1bis Von der Be­fä­hi­gung nach Ab­satz 1 Buch­sta­be b ist aus­zu­ge­hen, wenn die An­for­de­run­gen nach An­hang 3 er­füllt sind.5

1ter Das Eid­ge­nös­si­sche De­par­te­ment des In­nern kann An­hang 3 nach­füh­ren, wenn Än­de­run­gen der fach­li­chen An­for­de­run­gen an die An­wen­dung von Fort­pflan­zungs­ver­fah­ren dies er­for­dern.6

2 Wer die Tä­tig­keit auf die In­se­mi­na­ti­on mit Sa­men­zel­len ei­nes Drit­ten be­schränkt, be­nö­tigt:

a.
den eid­ge­nös­si­schen Wei­ter­bil­dungs­ti­tel für Gy­nä­ko­lo­gie und Ge­burts­hil­fe oder einen gleich­wer­ti­gen an­er­kann­ten aus­län­di­schen Wei­ter­bil­dungs­ti­tel; und
b.
die kan­to­na­le Be­wil­li­gung zur Be­rufs­aus­übung in ei­ge­ner fach­li­cher Ver­ant­wor­tung.

3 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 21. Ju­ni 2017, in Kraft seit 1. Sept. 2017 (AS 2017 3651).

4 Fas­sung ge­mä­ss An­hang 6 Ziff. II 2 der V vom 23. Sept. 2022 über ge­ne­ti­sche Un­ter­su­chun­gen beim Men­schen, in Kraft seit 1. Dez. 2022 (AS 2022 585).

5 Ein­ge­fügt durch An­hang 6 Ziff. II 2 der V vom 23. Sept. 2022 über ge­ne­ti­sche Un­ter­su­chun­gen beim Men­schen, in Kraft seit 1. Dez. 2022 (AS 2022 585).

6 Ein­ge­fügt durch An­hang 6 Ziff. II 2 der V vom 23. Sept. 2022 über ge­ne­ti­sche Un­ter­su­chun­gen beim Men­schen, in Kraft seit 1. Dez. 2022 (AS 2022 585).

Art. 3 Nachweis der Befähigung zur Konservierung und Vermittlung von Keimgut 7  

Wer Keim­zel­len, im­prä­gnier­te Ei­zel­len oder Em­bryo­nen in vi­tro zur Kon­ser­vie­rung ent­ge­gen­nimmt oder ge­spen­de­te Sa­men­zel­len ver­mit­telt, oh­ne sel­ber Fort­pflan­zungs­ver­fah­ren an­zu­wen­den, be­nö­tigt:

a.
einen eid­ge­nös­si­schen oder einen an­er­kann­ten aus­län­di­schen ärzt­li­chen Wei­ter­bil­dungs­ti­tel; und
b.
die kan­to­na­le Be­wil­li­gung zur Be­rufs­aus­übung in ei­ge­ner fach­li­cher Ver­ant­wor­tung.

7 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 21. Ju­ni 2017, in Kraft seit 1. Sept. 2017 (AS 2017 3651).

Art. 4 Fortpflanzungsmedizinisches Laboratorium 8  

1 Wer Fort­pflan­zungs­ver­fah­ren an­wen­det, be­nö­tigt ein fort­pflan­zungs­me­di­zi­ni­sches La­bo­ra­to­ri­um, das fol­gen­de Vor­aus­set­zun­gen er­füllt:

a.
Es steht un­ter der Lei­tung ei­ner Per­son, die:
1.
über ei­ne ab­ge­schlos­se­ne uni­ver­si­täre Aus­bil­dung nach dem Me­di­zi­nal­be­ru­fe­ge­setz vom 23. Ju­ni 20069 oder ein Mas­ter­stu­di­um im Be­reich Bio­lo­gie oder Che­mie ei­ner nach dem Hoch­schul­för­de­rungs- und ‑ko­or­di­na­ti­ons­ge­setz vom 30. Sep­tem­ber 201110 ak­kre­di­tier­ten uni­ver­si­tär­en Hoch­schu­le oder ei­ner staat­lich an­er­kann­ten oder ak­kre­di­tier­ten aus­län­di­schen uni­ver­si­tär­en Hoch­schu­le ver­fügt;
2.
ei­ne von der Auf­sichts­be­hör­de als ge­eig­net er­ach­te­te fach­li­che Wei­ter­bil­dung auf­weist; und
3.
durch ge­eig­ne­te Fort­bil­dung über den ak­tu­el­len Stand des Wis­sens und der Tech­nik in­for­miert ist.
b.
Das Per­so­nal ver­fügt über die not­wen­di­gen fach­li­chen Kom­pe­ten­zen und Qua­li­fi­ka­tio­nen.
c.
Das La­bo­ra­to­ri­um be­treibt ein für die an­ge­bo­te­nen Ver­fah­ren ge­eig­ne­tes Qua­li­täts­ma­na­ge­ment­sys­tem, das sich an den Nor­men nach dem An­hang 2 ori­en­tiert.

2 Das Eid­ge­nös­si­sche De­par­te­ment des In­nern kann dem An­hang 2 ent­spre­chend der in­ter­na­tio­na­len oder tech­ni­schen Ent­wick­lung nach­füh­ren. Es nimmt Nach­füh­run­gen, die sich als tech­ni­sche Han­dels­hemm­nis­se aus­wir­ken kön­nen, im Ein­ver­neh­men mit dem Eid­ge­nös­si­schen De­par­te­ment für Wirt­schaft, Bil­dung und For­schung vor.

8 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 21. Ju­ni 2017, in Kraft seit 1. Sept. 2017 (AS 2017 3651).

9 SR 811.11

10 SR 414.20

Art. 5 Verwendung gespendeter Samenzellen  

1 Wer Fort­pflan­zungs­ver­fah­ren mit ge­spen­de­ten Sa­men­zel­len an­wen­den will, muss im Ge­such dar­le­gen:

a.
wie die Spen­der re­kru­tiert und über die Rechts­la­ge un­ter­rich­tet wer­den (Art. 18 Abs. 2 des Ge­set­zes);
b.
wie ge­sund­heit­li­che Ri­si­ken für die Emp­fän­ge­rin ver­mie­den wer­den.

2 Wer ge­spen­de­te Sa­men­zel­len wei­ter ver­mit­teln will, muss dar­le­gen:

a.
wel­cher Un­kos­ten­bei­trag ver­langt wird;
b.
wie ei­ne kor­rek­te Er­fas­sung der Da­ten nach Ar­ti­kel 24 des Ge­set­zes und Ar­ti­kel 17 die­ser Ver­ord­nung si­cher­ge­stellt wird.

3 Än­de­run­gen sind der Auf­sichts­be­hör­de zu mel­den.

Art. 6 Beratung und Betreuung 11  

1 Mit dem Be­wil­li­gungs­ge­such für die An­wen­dung von Fort­pflan­zungs­ver­fah­ren ist ein Kon­zept für die so­zi­al­psy­cho­lo­gi­sche Be­ra­tung und Be­treu­ung nach Ar­ti­kel 9 Ab­satz 2 Buch­sta­be c des Ge­set­zes ein­zu­rei­chen.

2 Für die An­wen­dung von Fort­pflan­zungs­ver­fah­ren mit Un­ter­su­chung des Erb­guts von Keim­zel­len oder Em­bryo­nen in vi­tro oder mit Aus­wahl von ge­spen­de­ten Sa­men­zel­len zur Ver­hin­de­rung der Über­tra­gung ei­ner schwe­ren Krank­heit ist zu­sätz­lich ein Kon­zept für die ge­ne­ti­sche Be­ra­tung nach Ar­ti­kel 6a des Ge­set­zes ein­zu­rei­chen.

11 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 21. Ju­ni 2017, in Kraft seit 1. Sept. 2017 (AS 2017 3651).

Art. 7 Information über die wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter  

1 Dem Be­wil­li­gungs­ge­such sind die Per­so­na­li­en und die Aus­wei­se über die Aus­bil­dung der wis­sen­schaft­li­chen Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­ter bei­zu­le­gen.

2 Än­de­run­gen sind zu mel­den. Die Auf­sichts­be­hör­de kann in der Be­wil­li­gung Aus­nah­men vor­se­hen.

3. Abschnitt: Bewilligung und Aufsicht

Art. 8 Zuständigkeit  

1 Zu­stän­dig für die Be­wil­li­gung und die Auf­sicht ist das für das Ge­sund­heits­we­sen zu­stän­di­ge De­par­te­ment des Kan­tons, in dem die Tä­tig­keit nach Ar­ti­kel 8 Ab­satz 1 des Ge­set­zes aus­ge­übt wird.

2 Die Kan­to­ne kön­nen ei­ne an­de­re Stel­le be­zeich­nen, die über die er­for­der­li­che Fach­kom­pe­tenz ver­fügt.

Art. 9 Bewilligung  

1 Die Be­wil­li­gung für die An­wen­dung von Fort­pflan­zungs­ver­fah­ren kann auf be­stimm­te Ver­fah­ren be­schränkt wer­den.

2 Die Be­wil­li­gung kann be­fris­tet so­wie mit Be­din­gun­gen und Auf­la­gen ver­bun­den wer­den.

312

12 Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I der V vom 21. Ju­ni 2017, mit Wir­kung seit 1. Sept. 2017 (AS 2017 3651).

Art. 10 Aufsicht 13  

1 Die Auf­sichts­be­hör­de lässt in­ner­halb ei­nes Jah­res nach der Er­tei­lung der Be­wil­li­gung ei­ne In­spek­ti­on durch ei­ne sach­ver­stän­di­ge Per­son durch­füh­ren. Da­nach er­folgt ei­ne In­spek­ti­on so oft als nö­tig, min­des­tens aber al­le drei Jah­re.

2 Die Auf­sichts­be­hör­de kann ei­ne un­ab­hän­gi­ge Ex­per­tin oder einen un­ab­hän­gi­gen Ex­per­ten bei­zie­hen.

3 Ver­fügt das La­bo­ra­to­ri­um über ei­ne Ak­kre­di­tie­rung nach der Ak­kre­di­tie­rungs- und Be­zeich­nungs­ver­ord­nung vom 17. Ju­ni 199614, so kann die Auf­sichts­be­hör­de von der Über­prü­fung des Qua­li­täts­ma­na­ge­ment­sys­tems ganz oder teil­wei­se ab­se­hen.

4 Die Schwei­ze­ri­sche Ak­kre­di­tie­rungs­stel­le mel­det der Auf­sichts­be­hör­de er­teil­te oder er­neu­er­te Ak­kre­di­tie­run­gen so­wie all­fäl­li­ge Sus­pen­die­run­gen oder Ent­zü­ge in­ner­halb an­ge­mes­se­ner Frist.

13 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 21. Ju­ni 2017, in Kraft seit 1. Sept. 2017 (AS 2017 3651).

14 SR 946.512

Art. 11 und 1215  

15 Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I der V vom 21. Ju­ni 2017, mit Wir­kung seit 1. Sept. 2017 (AS 2017 3651).

Art. 13 Erlöschen  

Die Be­wil­li­gung er­lischt mit der Auf­ga­be der be­wil­lig­ten Be­rufs­aus­übung. Die Auf­ga­be ist der Auf­sichts­be­hör­de zu mel­den.

Art. 14 Berichterstattung  

1 Per­so­nen, die ei­ne Be­wil­li­gung ha­ben, müs­sen den Tä­tig­keits­be­richt nach Ar­ti­kel 11 des Ge­set­zes der Auf­sichts­be­hör­de jähr­lich bis spä­tes­tens zum 1. Mai des fol­gen­den Jah­res zu­stel­len.

2 Die Auf­sichts­be­hör­de über­mit­telt die an­ony­mi­sier­ten Da­ten dem Bun­des­amt für Sta­tis­tik bis spä­tes­tens zum 1. Ju­li des be­tref­fen­den Jah­res zur Aus­wer­tung und Ver­öf­fent­li­chung. Die Da­ten dür­fen kei­nen Hin­weis auf die re­pro­duk­ti­ons­me­di­zi­ni­schen Zen­tren ent­hal­ten.

3 Das Bun­des­amt für Sta­tis­tik stellt den Auf­sichts­be­hör­den ein For­mu­lar für ei­ne ein­heit­li­che Da­ten­er­fas­sung zur Ver­fü­gung. Die­ses kann auch für den jähr­li­chen Tä­tig­keits­be­richt nach Ab­satz 1 ver­wen­det wer­den.

Art. 14a Evaluation 16  

Die Auf­sichts­be­hör­de über­mit­telt dem Bun­des­amt für Ge­sund­heit auf Ver­lan­gen die für die Eva­lua­ti­on nach Ar­ti­kel 14a Ab­satz 2 Buch­sta­be c des Ge­set­zes not­wen­di­gen Da­ten so­wie die Kon­takt­da­ten der In­ha­be­rin­nen und In­ha­ber ei­ner Be­wil­li­gung nach Ar­ti­kel 8 Ab­satz 1 des Ge­set­zes.

16 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 21. Ju­ni 2017, in Kraft seit 1. Sept. 2017 (AS 2017 3651).

2. Kapitel: Abstammungsdaten

1. Abschnitt: Spenderdatenregister 17

17 Fassung gemäss Ziff. I der V vom 31. Okt. 2012, in Kraft seit 1. Jan. 2013 (AS 20126097).

Art. 15 Zuständige Behörde 18  

1 Das Eid­ge­nös­si­sche Amt für das Zi­vil­stands­we­sen (Amt) führt zur Auf­be­wah­rung der Sa­men­spen­der­da­ten nach Ar­ti­kel 24 des Ge­set­zes ein Re­gis­ter (Spen­der­da­ten­re­gis­ter).

2 Das Amt re­gelt in ei­nem Be­ar­bei­tungs­re­gle­ment die Ein­rich­tung und Füh­rung des Spen­der­da­ten­re­gis­ters, ins­be­son­de­re des­sen Auf­bau, die Ab­lau­f­or­ga­ni­sa­ti­on und die Zu­griffs­be­rech­ti­gung.

18 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 31. Okt. 2012, in Kraft seit 1. Jan. 2013 (AS 20126097).

Art. 15a Elektronische Führung 19  

1 Das Spen­der­da­ten­re­gis­ter wird elek­tro­nisch ge­führt.

2 Die über­mit­tel­ten Da­ten wer­den in elek­tro­ni­scher Form auf­be­wahrt.

3 Das elek­tro­ni­sche Sys­tem zur Füh­rung des Re­gis­ters und zur Auf­be­wah­rung der Da­ten muss fol­gen­de An­for­de­run­gen er­fül­len:

a.
Be­stand und Qua­li­tät der Da­ten sind lang­fris­tig si­cher­ge­stellt.
b.
Die Si­che­rung der Da­ten ent­spricht an­er­kann­ten Stan­dards und dem ak­tu­el­len Stand der Tech­nik.
c.
Die Pro­gram­mie­rung und das Da­tei­for­mat der Da­ten sind do­ku­men­tiert.

19 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 31. Okt. 2012, in Kraft seit 1. Jan. 2013 (AS 20126097).

Art. 15b Struktur des Spenderdatenregisters 20  

1 Das Re­gis­ter ent­hält ein Ver­zeich­nis der Sa­men­spen­der.

2 Je­dem Sa­men­spen­de­dos­sier sind fol­gen­de In­for­ma­tio­nen bei­ge­fügt:

a.
die Da­ten, die durch die be­han­deln­de Ärz­tin oder durch den be­han­deln­den Arzt mit dem For­mu­lar zur Ein­tra­gung von Sa­men­spen­der­da­ten über­mit­telt wer­den (Art. 16 Abs. 1);
b.
die Er­geb­nis­se der me­di­zi­ni­schen Un­ter­su­chun­gen (Art. 16 Abs. 1);
c.
die wei­te­ren, auf Wunsch des Sa­men­spen­ders auf­zu­be­wah­ren­den Spen­der­da­ten (Art. 17).

20 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 31. Okt. 2012, in Kraft seit 1. Jan. 2013 (AS 20126097).

Art. 16 Übermittlung der Daten an das Amt 21  

1 Die Über­mitt­lung der Da­ten durch die be­han­deln­de Ärz­tin oder den be­han­deln­den Arzt an das Amt nach den Ar­ti­keln 24 und 25 des Ge­set­zes er­folgt gleich­zei­tig mit der Mel­dung der Sa­men­spen­der­da­ten; das For­mu­lar kann in Pa­pier­form (Art. 16a) oder elek­tro­nisch (Art. 16b) über­mit­telt wer­den; das Amt er­stellt das For­mu­lar.

2 Die wei­te­ren Da­ten kön­nen zu ei­nem spä­te­ren Zeit­punkt als nach Ab­satz 1 über­mit­telt wer­den.

3 Das For­mu­lar zur Ein­tra­gung von Sa­men­spen­der­da­ten ent­hält fol­gen­de Da­ten:

a.
be­tref­fend den Spen­der:
1.
Na­me und Vor­na­me, Ge­burts­da­tum und Ge­burts­ort, Wohn­ort, Hei­mat­ort oder Staats­an­ge­hö­rig­keit, Be­ruf und Aus­bil­dung,
2.
Da­tum der Sa­men­spen­de,
3.
Er­geb­nis­se der me­di­zi­ni­schen Un­ter­su­chun­gen,
4.
Be­schrei­bung der äus­se­ren Er­schei­nung: Sta­tur, Grös­se, Haar­far­be, Au­gen­far­be, Haut­far­be, be­son­de­re Merk­ma­le;
b.
be­tref­fend die Emp­fän­ge­rin der Sa­men­spen­de und ih­ren Ehe­mann oder ih­re Ehe­frau:22
1.
Na­me und Vor­na­me, Ge­burts­da­tum und Ge­burts­ort, Wohn­ort, Hei­mat­ort oder Staats­an­ge­hö­rig­keit,
2.
Da­tum der In­se­mi­na­ti­on oder des Em­bryotrans­fers;
c.
be­tref­fend das Kind, falls der be­han­deln­den Ärz­tin oder dem be­han­deln­den Arzt be­kannt: Na­me und Vor­na­me, Ge­burts­da­tum und Ge­burts­ort, Ge­schlecht, Wohn­ort; falls die Ge­burt nicht be­kannt ist: das mut­mass­li­che Ge­burts­da­tum;
d.
be­tref­fend die Ärz­tin oder den Arzt, die oder der die Sa­men­spen­de auf­be­wahrt oder ver­mit­telt hat, so­fern es sich nicht um die be­han­deln­de Ärz­tin oder den be­han­deln­den Arzt han­delt: Na­me und Adres­se.

21 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 31. Okt. 2012, in Kraft seit 1. Jan. 2012 (AS 20126097).

22 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. II der V vom 30. März 2022, in Kraft seit 1. Ju­li 2022 (AS 2022 243).

Art. 16a Übermittlung in Papierform 23  

1 Wird das For­mu­lar von Hand aus­ge­füllt, so muss es les­bar mit Druck­buch­sta­ben aus­ge­füllt und un­ter­schrie­ben wer­den.

2 Ist das For­mu­lar un­le­ser­lich, un­voll­stän­dig, nicht un­ter­schrie­ben oder weist es an­de­re Män­gel auf, so kann das Amt es an die Ärz­tin oder den Arzt mit dem Hin­weis zu­rück­sen­den, dass sie oder er die Pflicht nach Ar­ti­kel 25 des Ge­set­zes zur Über­mitt­lung der Da­ten ver­letzt, wenn die fest­ge­stell­ten Män­gel nicht be­ho­ben wer­den.

3Die Über­mitt­lung der Da­ten nach Ar­ti­kel 24 des Ge­set­zes und Ar­ti­kel 17 der vor­lie­gen­den Ver­ord­nung er­folgt mit ein­ge­schrie­be­nem Brief oder mit­tels Pri­vat­ku­ri­er.

23 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 31. Okt. 2012, in Kraft seit 1. Jan. 2012 (AS 20126097).

Art. 16b Übermittlung in elektronischer Form 24  

1 Das Amt kann von den Ärz­tin­nen und Ärz­ten, wel­che die Da­ten elek­tro­nisch über­mit­teln wol­len, ver­lan­gen, dass sie sich auf ei­ner an­er­kann­ten Platt­form für die si­che­re Zu­stel­lung nach Ar­ti­kel 2 der Ver­ord­nung vom 18. Ju­ni 201025 über die elek­tro­ni­sche Über­mitt­lung im Rah­men von Zi­vil- und Straf­pro­zes­sen so­wie von Schuld­be­trei­bungs- und Kon­kurs­ver­fah­ren ein­tra­gen.

2 Die Ärz­tin­nen und Ärz­te be­nut­zen das vom Amt auf sei­ner In­ter­netsei­te, auf der Platt­form für die si­che­re Zu­stel­lung oder per Post zur Ver­fü­gung ge­stell­te elek­tro­ni­sche For­mu­lar.

3 Das For­mu­lar muss mit ei­ner qua­li­fi­zier­ten elek­tro­ni­schen Si­gna­tur nach Ar­ti­kel 2 Buch­sta­be e des Bun­des­ge­set­zes vom 18. März 201626 über die elek­tro­ni­sche Si­gna­tur ver­se­hen sein.27

4 Ei­ne qua­li­fi­zier­te elek­tro­ni­sche Si­gna­tur ist nicht er­for­der­lich, wenn die Iden­ti­fi­zie­rung der Ab­sen­de­rin oder des Ab­sen­ders und die In­te­gri­tät der Über­mitt­lung in an­de­rer ge­eig­ne­ter Wei­se si­cher­ge­stellt sind.

5 Das Er­geb­nis der me­di­zi­ni­schen Un­ter­su­chun­gen wird dem Amt im PDF/A-For­mat über­mit­telt.

6 Die Ärz­tin­nen und Ärz­te sen­den die nicht elek­tro­nisch über­mit­tel­ten Do­ku­men­te mit ein­ge­schrie­be­nem Brief oder mit­tels Pri­vat­ku­ri­er an das Amt.

7 Die elek­tro­ni­schen Da­tei­en wer­den an die elek­tro­ni­sche Zu­stel­l­adres­se des Am­tes über­mit­telt und mit des­sen öf­fent­li­chem Schlüs­sel ver­schlüs­selt.

8 Der Ein­trag auf der Platt­form für die si­che­re Zu­stel­lung gilt als Ein­ver­ständ­nis, dass Zu­stel­lun­gen des Am­tes auf elek­tro­ni­schem Weg er­fol­gen kön­nen. Das Ein­ver­ständ­nis kann je­der­zeit wi­der­ru­fen wer­den.

9 Die Grund­sät­ze be­züg­lich der Fest­stel­lung und Be­he­bung von Män­geln für in Pa­pier­form über­mit­tel­te For­mu­la­re (Art. 16a Abs. 2) gel­ten sinn­ge­mä­ss.

24 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 31. Okt. 2012, in Kraft seit 1. Jan. 2013 (AS 20126097).

25 SR 272.1

26 SR 943.03

27 Fas­sung ge­mä­ss An­hang Ziff. II 8 der V vom 23. Nov. 2016 über die elek­tro­ni­sche Si­gna­tur, in Kraft seit 1. Jan. 2017 (AS 2016 4667).

Art. 17 Aufbewahrung weiterer Spenderdaten  

Auf Wunsch des Sa­men­spen­ders wer­den aus­ser den in Ar­ti­kel 24 des Ge­set­zes er­wähn­ten Da­ten wei­te­re Spen­der­da­ten, na­ment­lich Bil­der des Spen­ders, auf­be­wahrt.

Art. 18 Nachführung der aufbewahrten Daten 28  

Auf Ver­lan­gen des be­han­del­ten Paa­res wer­den die im Spen­der­da­ten­re­gis­ter ent­hal­te­nen Da­ten nach­ge­führt. Das Paar lie­fert da­zu die An­ga­ben.

28 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 31. Okt. 2012, in Kraft seit 1. Jan. 2013 (AS 20126097).

Art. 19 Datensicherheit 29  

1 Das Amt sorgt da­für, dass die Da­ten im Spen­der­da­ten­re­gis­ter und die Da­ten nach Ar­ti­kel 15b Ab­satz 2 nach da­ten­schutz­recht­li­chen Grund­sät­zen si­cher auf­be­wahrt wer­den.

2 Es sorgt ins­be­son­de­re für den Schutz vor Feu­er, Was­ser, Ein­bruch so­wie un­be­fug­ter Be­ar­bei­tung der Da­ten.

29 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 31. Okt. 2012, in Kraft seit 1. Jan. 2013 (AS 20126097).

Art. 19a Elektronische Datenträger 30  

1 Die in Pa­pier­form über­mit­tel­ten Ak­ten wer­den di­gi­ta­li­siert und in elek­tro­ni­scher Form auf­be­wahrt. Nach der Di­gi­ta­li­sie­rung wird die Pa­pier­form ver­nich­tet.

2 Das Amt kann die­se Auf­ga­ben ei­nem ex­ter­nen Auf­trag­neh­mer über­tra­gen, der sich in ei­ner schrift­li­chen Ver­ein­ba­rung ver­pflich­tet, sämt­li­che Da­ten elek­tro­nisch zu er­fas­sen, ver­trau­lich zu be­han­deln und de­ren Si­cher­heit zu ge­währ­leis­ten. Ar­ti­kel 9 des Da­ten­schutz­ge­set­zes vom 25. Sep­tem­ber 202031 ist sinn­ge­mä­ss an­wend­bar.32

3 Das Amt be­stä­tigt auf An­fra­ge, dass die di­gi­ta­li­sier­ten Do­ku­men­te dem Ori­gi­nal in Pa­pier­form ent­spre­chen.

30 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 31. Okt. 2012, in Kraft seit 1. Jan. 2013 (AS 20126097).

31 SR 235.1

32 Fas­sung des zwei­ten Sat­zes ge­mä­ss An­hang 2 Ziff. II 90 der Da­ten­schutz­ver­ord­nung vom 31. Aug. 2022, in Kraft seit 1. Sept. 2023 (AS 2022 568).

Art. 20 Archivierung und Vernichtung der Daten 33  

1 Nach Ab­lauf der Auf­be­wah­rungs­frist von 80 Jah­ren (Art. 26 des Ge­set­zes) wer­den die Da­ten des Spen­der­da­ten­re­gis­ters und die Da­ten nach Ar­ti­kel 15b Ab­satz 2 dem Bun­de­sar­chiv zur Ar­chi­vie­rung an­ge­bo­ten.

2 Die vom Bun­de­sar­chiv als nicht ar­chiv­wür­dig be­ur­teil­ten Da­ten wer­den ver­nich­tet.

33 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 31. Okt. 2012, in Kraft seit 1. Jan. 2012 (AS 20126097).

2. Abschnitt: Auskunftsverfahren

Art. 21 Auskunftsgesuch  

1 Das Kind muss das Aus­kunfts­ge­such nach Ar­ti­kel 27 Ab­satz 1 oder 2 des Ge­set­zes un­ter Nen­nung der Per­so­na­li­en der Mut­ter dem Amt schrift­lich ein­rei­chen.

2 Es muss sei­ne Iden­ti­tät mit ei­ner Ko­pie des Rei­se­pas­ses, der Iden­ti­täts­kar­te oder ei­nes gleich­wer­ti­gen Aus­wei­ses be­le­gen und die Er­fül­lung der Vor­aus­set­zun­gen nach Ar­ti­kel 27 Ab­satz 1 oder 2 des Ge­set­zes nach­wei­sen.34

3 Ist das Kind of­fen­sicht­lich nicht im Stan­de, sei­ne Sa­che sel­ber zu füh­ren, so kann das Amt es auf­for­dern, ei­ne Ver­tre­te­rin oder einen Ver­tre­ter bei­zu­zie­hen.35

34 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 14. Nov. 2018, in Kraft seit 1. Jan. 2019 (AS 2018 4681).

35 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 14. Nov. 2018, in Kraft seit 1. Jan. 2019 (AS 2018 4681).

Art. 22 Benachrichtigung des Samenspenders  

1 Er­füllt das Kind die Vor­aus­set­zun­gen von Ar­ti­kel 27 Ab­satz 1 oder 2 des Ge­set­zes und ver­langt es Aus­kunft über die Per­so­na­li­en des Sa­men­spen­ders, so er­mit­telt das Amt des­sen ak­tu­el­le Adres­se. Da­bei ver­mei­det das Amt nach Mög­lich­keit einen Hin­weis auf den Zweck der An­fra­ge.

2 Bun­des‑, Kan­tons- so­wie Ge­mein­de­be­hör­den, die ent­spre­chen­de Hin­wei­se lie­fern kön­nen, sind ge­gen­über dem Amt auf des­sen Er­su­chen hin zur Amts­hil­fe ver­pflich­tet.

3 Das Amt in­for­miert den Sa­men­spen­der über den Um­stand, dass sei­ne Per­so­na­li­en dem Kind auf je­den Fall mit­ge­teilt wer­den. Es setzt ihm ei­ne an­ge­mes­se­ne Frist zur Stel­lung­nah­me be­tref­fend den per­sön­li­chen Kon­takt mit dem Kind.

Art. 23 Information des Kindes 36  

1 Sind die Vor­aus­set­zun­gen nach Ar­ti­kel 27 Ab­satz 1 oder 2 des Ge­set­zes er­füllt, so kann das Kind wäh­len, wie es in­for­miert wird:

a.
durch Mit­tei­lung per Post;
b.
durch ei­ne Ärz­tin oder einen Arzt, ei­ne so­zi­al­psy­cho­lo­gisch ge­schul­te Per­son oder ei­ne Fach­stel­le, die oder der vom Kind be­zeich­net wird.

2 Die Per­so­na­li­en des Sa­men­spen­ders wer­den dem Kind in ei­nem schrift­li­chen Be­richt mit­ge­teilt.

3 Ist die Vor­aus­set­zung nach Ar­ti­kel 27 Ab­satz 1 des Ge­set­zes nicht er­füllt, so teilt das Amt dem Kind schrift­lich mit, dass es noch kei­nen An­spruch auf Aus­kunft hat.

4 Ist die Vor­aus­set­zung nach Ar­ti­kel 27 Ab­satz 2 des Ge­set­zes nicht er­füllt, so teilt das Amt dem Kind schrift­lich mit, dass kein schutz­wür­di­ges In­ter­es­se be­steht und, so­fern die Vor­aus­set­zung nach Ar­ti­kel 27 Ab­satz 1 des Ge­set­zes er­füllt ist, dass es wäh­len kann, wie die Mit­tei­lung nach Ab­satz 1 er­folgt.

5 Das Amt in­for­miert das Kind, falls der Spen­der nicht ge­fun­den oder nicht ein­deu­tig iden­ti­fi­ziert wer­den konn­te, nicht geant­wor­tet oder den per­sön­li­chen Kon­takt ab­ge­lehnt hat.

6 Es weist das Kind auf Be­ra­tungs­an­ge­bo­te hin.

36 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 14. Nov. 2018, in Kraft seit 1. Jan. 2019 (AS 2018 4681).

Art. 2437  

37 Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I der V vom 14. Nov. 2018, mit Wir­kung seit 1. Jan. 2019 (AS 2018 4681).

Art. 25 Datenschutz  

1 Bei je­der Kon­takt­nah­me mit dem Sa­men­spen­der oder mit dem Kind ha­ben die be­tei­lig­ten Per­so­nen und Amts­stel­len stren­ge Ver­trau­lich­keit zu wah­ren.

2 Vor je­der Kon­takt­nah­me mit dem Sa­men­spen­der muss Si­cher­heit über des­sen Iden­ti­tät be­ste­hen.

Art. 26 Gebühren  

Die Ge­büh­ren und Aus­la­gen im Aus­kunfts­ver­fah­ren rich­ten sich nach der Ver­ord­nung vom 27. Ok­to­ber 199938 über die Ge­büh­ren im Zi­vil­stands­we­sen.

3. Kapitel: Schlussbestimmungen

Art. 27 Änderung bisherigen Rechts  

39

39 Die Än­de­rung kann un­ter AS 2000 3068kon­sul­tiert wer­den.

Art. 28 Übergangsbestimmungen zur Änderung vom
21. Juni 2017
40  

1 In­ha­be­rin­nen und In­ha­ber ei­ner Be­wil­li­gung nach Ar­ti­kel 8 Ab­satz 1 Buch­sta­be a des Ge­set­zes, die bei In­kraft­tre­ten der Än­de­rung vom 21. Ju­ni 2017 be­reits Fort­pflan­zungs­ver­fah­ren an­wen­den und die­se Tä­tig­keit wei­ter­hin aus­üben wol­len, müs­sen der Auf­sichts­be­hör­de in­ner­halb von drei Jah­ren ein ent­spre­chen­des Ge­such ein­rei­chen und dar­in nach­wei­sen, dass die Vor­aus­set­zun­gen nach Ar­ti­kel 4 Ab­satz 1 er­füllt sind. Sie dür­fen ih­re Tä­tig­keit wei­ter­füh­ren, bis der rechts­kräf­ti­ge Ent­scheid der Auf­sichts­be­hör­de vor­liegt.

2 In­ha­be­rin­nen und In­ha­ber ei­ner Be­wil­li­gung nach Ar­ti­kel 8 Ab­satz 1 Buch­sta­be a des Ge­set­zes, die bei In­kraft­tre­ten der Än­de­rung vom 21. Ju­ni 2017 be­reits Fort­pflan­zungs­ver­fah­ren mit Un­ter­su­chun­gen des Erb­guts von Keim­zel­len an­wen­den und die­se Tä­tig­keit wei­ter­hin aus­üben wol­len, müs­sen der Auf­sichts­be­hör­de in­ner­halb von drei Jah­ren ein ent­spre­chen­des Ge­such ein­rei­chen und dar­in nach­wei­sen, dass die Vor­aus­set­zun­gen nach Ar­ti­kel 9 Ab­satz 3 des Ge­set­zes so­wie nach den Ar­ti­keln 4 Ab­satz 1 und 6 Ab­satz 2 er­füllt sind. Sie dür­fen ih­re Tä­tig­keit wei­ter­füh­ren, bis der rechts­kräf­ti­ge Ent­scheid der Auf­sichts­be­hör­de vor­liegt.

40 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 21. Ju­ni 2017, in Kraft seit 1. Sept. 2017 (AS 2017 3651).

Art. 29 Inkrafttreten  

Die­se Ver­ord­nung tritt am 1. Ja­nu­ar 2001 in Kraft.

Anhang 1 41

41 Ursprünglich: Anhang. Aufgehoben durch Ziff. II der V vom 31. Okt. 2012, mit Wirkung seit 1. Jan. 2013 (AS 20126097).

Anhang 2 42

42 Eingefügt durch Ziff. II der V vom 21. Juni 2017, in Kraft seit 1. Sept. 2017 (AS 2017 3651).

(Art. 4 Abs. 1 Bst. c)

Qualitätsmanagementsystem

Europäische Norm ISO/IEC 17025:2005 (Allgemeine Anforderungen an die Kompetenz von Prüf- und Kalibrierlaboratorien) oder ISO 15189:2012 (Medizinische Laboratorien – Anforderungen an die Qualität und Kompetenz)43.

43 Die Normen können beim Bundesamt für Gesundheit, Schwarzenburgstrasse 157, 3003Bern, eingesehen oder gegen Bezahlung bezogen werden bei der Schweizerischen Normen-Vereinigung (SNV), Sulzerallee 70, 8404Winterthur; www.snv.ch.

Anhang 3 44

44 Eingefügt durch Anhang 6 Ziff. II 2 der V vom 23. Sept. 2022 über genetische Untersuchungen beim Menschen, in Kraft seit 1. Dez. 2022 (AS 2022 585).

(Art. 2 Abs. 1bis und 1ter)

Anforderungen an die Befähigung, Fortpflanzungsverfahren nach dem Stand von Wissenschaft und Praxis durchzuführen

Die Befähigung, Fortpflanzungsverfahren nach dem Stand von Wissenschaft und Praxis durchzuführen, liegt vor bei Personen mit:

a.
dem Schwerpunkt Reproduktionsmedizin und gynäkologische Endokrinologie gemäss dem Weiterbildungsprogramm des Schweizerischen Instituts für ärztliche Weiter- und Fortbildung vom 23. Juni 202245 oder einer früheren Fassung dieses Programms; oder
b.
einer gleichwertigen ausländischen Weiterbildung.

45 Abrufbar unter www.siwf.ch > Facharzttitel und Schwerpunkte > Gynäkologie und Geburtshilfe > Anhänge zum Weiterbildungsprogramm > Anhang 4 / Schwerpunkt Reproduktionsmedizin und gynäkologische Endokrinologie.

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