Bundesgesetz
über die Ausländerinnen und Ausländer
und über die Integration
(Ausländer- und Integrationsgesetz, AIG)1

1 Fassung gemäss Ziff. I des BG vom 16. Dez. 2016 (Integration), in Kraft seit 1. Jan. 2019 (AS 2017 6521, 2018 3171; BBl 2013 2397, 2016 2821).


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Art. 126a Übergangsbestimmungen zur Änderung vom
16. Dezember 2005 des AsylG
481482

1 Ent­steht vor In­kraft­tre­ten der Än­de­rung vom 16. De­zem­ber 2005 des AsylG ein Zwi­schen- oder Schluss­ab­rech­nungs­grund nach Ar­ti­kel 87 des AsylG in der Fas­sung vom 26. Ju­ni 1998483, so er­fol­gen die Zwi­schen- oder Schluss­ab­rech­nung und die Sal­die­rung des Kon­tos nach bis­he­ri­gem Recht.

2 Der Bun­des­rat re­gelt das Ab­rech­nungs­ver­fah­ren so­wie den Um­fang und die Dau­er der Son­der­ab­ga­be und der Ab­nah­me von Ver­mö­gens­wer­ten für vor­läu­fig auf­ge­nom­me­ne Per­so­nen, die vor In­kraft­tre­ten der Än­de­rung vom 16. De­zem­ber 2005 des AsylG er­werbs­tä­tig wa­ren und für die im Zeit­punkt der Än­de­rung vom 16. De­zem­ber 2005 des AsylG kein Schluss­ab­rech­nungs­grund nach Ab­satz 1 ent­stan­den ist.

3 Für die im Zeit­punkt des In­kraft­tre­tens der Än­de­rung vom 16. De­zem­ber 2005 des AsylG hän­gi­gen Ver­fah­ren nach den Ar­ti­keln 85–87 des AsylG in der Fas­sung vom 26. Ju­ni 1998 gilt, un­ter Vor­be­halt der Ab­sät­ze 1 und 2 die­ser Über­gangs­be­stim­mun­gen, neu­es Recht.

4 Un­ter Vor­be­halt der Ab­sät­ze 5–7 gilt für Per­so­nen, die im Zeit­punkt des In­kraft­tre­tens der Än­de­rung vom 16. De­zem­ber 2005 des AsylG so­wie die­ses Ge­set­zes vor­läu­fig auf­ge­nom­men sind, neu­es Recht. Wur­de ei­ne vor­läu­fi­ge Auf­nah­me ge­stützt auf Ar­ti­kel 44 Ab­satz 3 des AsylG an­ge­ord­net, so bleibt die­se be­ste­hen.

5 Für Per­so­nen, die im Zeit­punkt des In­kraft­tre­tens der Än­de­rung vom 16. De­zem­ber 2005 des AsylG vor­läu­fig auf­ge­nom­men sind, rich­tet der Bund den Kan­to­nen wäh­rend der Dau­er der vor­läu­fi­gen Auf­nah­me die Pau­scha­len nach den Ar­ti­keln 88 Ab­sät­ze 1 und 2 und 89 des AsylG aus, wäh­rend längs­tens sie­ben Jah­ren seit der Ein­rei­se. Der Bund rich­tet den Kan­to­nen für Per­so­nen, die im Zeit­punkt des In­kraft­tre­tens der Än­de­rung vom 16. De­zem­ber 2005 des AsylG vor­läu­fig auf­ge­nom­men sind, zu­sätz­lich einen ein­ma­li­gen Bei­trag aus, der na­ment­lich die be­ruf­li­che In­te­gra­ti­on er­leich­tern soll. Der Bun­des­rat legt die Hö­he fest.

6 Für die im Zeit­punkt des In­kraft­tre­tens der Än­de­rung vom 16. De­zem­ber 2005 des AsylG hän­gi­gen Ver­fah­ren nach Ar­ti­kel 20 Ab­satz 1 Buch­sta­be b des Bun­des­ge­set­zes vom 26. März 1931 über Auf­ent­halt und Nie­der­las­sung der Aus­län­der (ANAG) in der Fas­sung vom 19. De­zem­ber 2003484 gilt bis­he­ri­ges Recht.

7 Ist die vor­läu­fi­ge Auf­nah­me vor In­kraft­tre­ten der Än­de­rung vom 16. De­zem­ber 2005 des AsylG rechts­kräf­tig auf­ge­ho­ben wor­den, so zahlt der Bund den Kan­to­nen ei­ne ein­ma­li­ge Pau­scha­le von 15 000 Fran­ken, so­fern die­se Per­so­nen die Schweiz noch nicht ver­las­sen ha­ben.

481 Ein­ge­fügt durch Ziff. IV 2 des BG vom 16. Dez. 2005, in Kraft seit 1. Jan. 2008 (AS 2006 4745, 2007 5573; BBl 2002 3709).

482 SR 142.31

483 AS 1999 2262

484 AS 2004 1633

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