Verordnung
über den Schutz der Amphibienlaichgebiete
von nationaler Bedeutung
(Amphibienlaichgebiete-Verordnung; AlgV)


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Art. 8 Schutz- und Unterhaltsmassnahmen

1 Die Kan­to­ne tref­fen nach An­hö­ren der Grund­ei­gen­tü­me­rin­nen und Grund­ei­gen­tü­mer und der Nut­zungs­be­rech­tig­ten die zur Er­rei­chung des Schutz­ziels ge­eig­ne­ten Schutz- und Un­ter­halts­mass­nah­men. Bei Wan­de­r­ob­jek­ten sind die­se Schutz- und Un­ter­halts­mass­nah­men Ge­gen­stand der Ver­ein­ba­rung nach Ar­ti­kel 5 Ab­satz 2.

2 Die Kan­to­ne sor­gen ins­be­son­de­re da­für, dass Plä­ne und Vor­schrif­ten, wel­che die zu­läs­si­ge Nut­zung des Bo­dens im Sin­ne des Raum­pla­nungs­ge­set­zes vom 22. Ju­ni 197910 re­geln, mit die­ser Ver­ord­nung über­ein­stim­men.

BGE

146 II 376 (1C_604/2018) from 16. April 2020
Regeste: Art. 78 Abs. 4 BV; Art. 18a Abs. 1 NHG; Art. 2, Art. 5, Art. 6, Art. 7 AlgV; Art. 24 lit. a, Art. 37a RPG; Art. 43, Art. 43a RPV; fehlende nachträgliche Baubewilligungsfähigkeit eines in der Landwirtschaftszone und in einem Amphibienlaichgebiet von nationaler Bedeutung gelegenen umgenutzten ehemaligen Kieswerks als Recycling-Umschlag- und Sammelstation. Die umstrittene Recyclinganlage liegt im Bereich A des Schutzgebiets des ortsfesten Objekts (Art. 2 AlgV). Dort hat der Naturschutz strikten Vorrang vor anderen Nutzungen (E. 4.5). Aufgrund der hohen Schutzbedürftigkeit des Amphibienlaichgebiets rechtfertigt es sich, die Baubewilligungsfähigkeit der Recyclinganlage zu überprüfen, obschon der Kanton noch keine parzellenscharfe Festlegung des Grenzverlaufs des ortsfesten Objekts gemäss Art. 5 AlgV vorgenommen hat (E. 4.6).

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