Verordnung 1
zum Arbeitsgesetz
(ArGV 1)

vom 10. Mai 2000 (Stand am 1. November 2021)


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Art. 64 Arbeitsbefreiung und Versetzung

(Art. 35 und 35a ArG)

1 Schwan­ge­re Frau­en und stil­len­de Müt­ter sind auf ihr Ver­lan­gen von Ar­bei­ten zu be­frei­en, die für sie be­schwer­lich sind.

2 Frau­en, die ge­mä­ss ärzt­li­chem Zeug­nis in den ers­ten Mo­na­ten nach der Ent­bin­dung nicht voll leis­tungs­fä­hig sind, dür­fen nicht zu Ar­bei­ten her­an­ge­zo­gen wer­den, die ih­re Leis­tungs­fä­hig­keit über­stei­gen.

3 Der Ar­beit­ge­ber hat ei­ne schwan­ge­re Frau oder ei­ne stil­len­de Mut­ter an einen für sie un­ge­fähr­li­chen und gleich­wer­ti­gen Ar­beits­platz zu ver­set­zen, wenn:

a.
die Ri­si­ko­be­ur­tei­lung ei­ne Ge­fahr für die Si­cher­heit und Ge­sund­heit von Mut­ter oder Kind er­gibt und kei­ne ge­eig­ne­te Schutz­mass­nah­me ge­trof­fen wer­den kann; oder
b.
fest­steht, dass die be­trof­fe­ne Frau Um­gang hat mit Stof­fen, Mi­kro­or­ga­nis­men oder Ar­bei­ten aus­führt, die mit ei­nem ho­hen Ge­fah­ren­po­ten­zi­al nach Ar­ti­kel 62 Ab­satz 4 ver­bun­den sind.

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