Asylgesetz
(AsylG)


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Art. 102l

1 Nach Zu­wei­sung auf den Kan­ton kön­nen sich Asyl­su­chen­de bei ent­schei­dre­le­van­ten Schrit­ten im ers­tin­stanz­li­chen Ver­fah­ren, ins­be­son­de­re wenn ei­ne zu­sätz­li­che An­hö­rung zu den Asyl­grün­den durch­ge­führt wird, kos­ten­los an ei­ne Rechts­be­ra­tungs­stel­le oder an die zu­ge­wie­se­ne Rechts­ver­tre­tung wen­den.

1bis Nach Zu­wei­sung auf den Kan­ton kön­nen sich Asyl­su­chen­de für die Be­ra­tung und Un­ter­stüt­zung nach Ar­ti­kel 102k Ab­satz 1 Buch­sta­be g kos­ten­los an ei­ne Rechts­be­ra­tungs­stel­le oder an die zu­ge­wie­se­ne Rechts­ver­tre­tung wen­den, wenn die­se Be­ra­tung und Un­ter­stüt­zung nicht be­reits in ei­nem Zen­trum des Bun­des er­folgt sind.353

2 Der Bund rich­tet der Rechts­be­ra­tungs­stel­le durch Ver­ein­ba­rung und auf Grund­la­ge von kos­ten­güns­ti­gen Lö­sun­gen ei­ne Ent­schä­di­gung für die Tä­tig­keit nach den Ab­sät­zen 1 und 1bis aus.354 Die Ab­gel­tung wird pau­schal fest­ge­setzt. Aus­nahms­wei­se kön­nen die Bei­trä­ge nach Auf­wand fest­ge­setzt wer­den, ins­be­son­de­re zur Ab­gel­tung ein­ma­lig an­fal­len­der Kos­ten.

3 Der Bun­des­rat legt die für die Zu­las­sung als Rechts­be­ra­tungs­stel­le not­wen­di­gen Vor­aus­set­zun­gen fest und be­stimmt die ent­schei­dre­le­van­ten Ver­fah­rens­schrit­te nach Ab­satz 1.

353 Ein­ge­fügt durch Ziff. I des BG vom 1. Okt. 2021, in Kraft seit 1. Sept. 2022 (AS 2022 459; BBl 2022 7105).

354 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 1. Okt. 2021, in Kraft seit 1. Sept. 2022 (AS 2022 459; BBl 2022 7105).

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