Asylgesetz
(AsylG)


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Art. 102m

1 Das Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt be­stellt auf An­trag der asyl­su­chen­den Per­son, die von der Be­zah­lung der Ver­fah­rens­kos­ten be­freit wur­de, ei­ne amt­li­che Rechts­bei­stän­din oder einen amt­li­chen Rechts­bei­stand aus­sch­liess­lich bei Be­schwer­den ge­gen:

a.
Nicht­ein­tre­tens­ent­schei­de, ab­leh­nen­de Asyl- so­wie Weg­wei­sungs­ent­schei­de nach den Ar­ti­keln 31a und 44 im Rah­men des er­wei­ter­ten Ver­fah­rens;
b.
Ent­schei­de über den Wi­der­ruf und das Er­lö­schen des Asyls nach den Ar­ti­keln 63 und 64;
c.
die Auf­he­bung der vor­läu­fi­gen Auf­nah­me bei Per­so­nen aus dem Asyl­be­reich nach Ar­ti­kel 84 Ab­sät­ze 2 und 3 AIG356;
d.
Ent­schei­de im Rah­men der Ge­wäh­rung des vor­über­ge­hen­den Schut­zes nach dem 4. Ka­pi­tel.

2 Aus­ge­nom­men sind Be­schwer­den nach Ab­satz 1, wenn sie im Rah­men von Wie­der­er­wä­gungs- und Re­vi­si­ons­ver­fah­ren und von Mehr­fach­ge­su­chen er­ge­hen. Für sol­che und für die üb­ri­gen Be­schwer­den mit Aus­nah­me von Ab­satz 1 gilt Ar­ti­kel 65 Ab­satz 2 VwVG357.

3 Bei Be­schwer­den, die ge­stützt auf die­ses Ge­setz ein­ge­reicht wer­den, sind auch Per­so­nen mit uni­ver­si­tär­em ju­ris­ti­schem Hoch­schul­ab­schluss zur amt­li­chen Ver­bei­stän­dung zu­ge­las­sen, die sich be­ruf­lich mit der Be­ra­tung und Ver­tre­tung von Asyl­su­chen­den be­fas­sen.

4 Die Ab­sät­ze 1–3 gel­ten auch für Per­so­nen, über de­ren Ge­such im be­schleu­nig­ten Ver­fah­ren ent­schie­den wor­den ist und die auf ei­ne Rechts­ver­tre­tung nach Ar­ti­kel 102h ver­zich­ten. Das­sel­be gilt, wenn die zu­ge­wie­se­ne Rechts­ver­tre­tung im be­schleu­nig­ten Ver­fah­ren auf die Er­he­bung ei­ner Be­schwer­de ver­zich­tet (Art. 102h Abs. 4).

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