Asylverordnung 2
über Finanzierungsfragen
(Asylverordnung 2, AsylV 2)

vom 11. August 1999 (Stand am 1. Januar 2023)


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Art. 20 Dauer der Kostenerstattungspflicht 41

(Art. 88 und 89 AsylG; Art. 87 Abs. 1 Bst. a und 87 Abs. 3 AIG)

Der Bund ver­gü­tet den Kan­to­nen Glo­bal­pau­scha­len für Per­so­nen wäh­rend der Dau­er des Asyl­ver­fah­rens, der vor­läu­fi­gen Auf­nah­me und der vor­über­ge­hen­den Schutz­ge­wäh­rung. Aus­ge­nom­men da­von sind Per­so­nen wäh­rend der Dau­er ei­nes Ver­fah­rens nach Ar­ti­kel 111c AsylG.42 Er ver­gü­tet die­se Pau­scha­len ab Be­ginn des Mo­nats, wel­cher der Zu­wei­sung an einen Kan­ton, dem Ent­scheid über die vor­läu­fi­ge Auf­nah­me oder der Ge­wäh­rung des vor­über­ge­hen­den Schut­zes folgt, bis und mit dem En­de des Mo­nats, in dem:43

a.
der Nicht­ein­tre­tens- oder der ne­ga­ti­ve Asyl- und Weg­wei­sungs­ent­scheid rechts­kräf­tig wird;
b.
das Asyl­ge­such ab­ge­schrie­ben wird;
c.
ei­ne Per­son die Schweiz de­fi­ni­tiv ver­las­sen hat oder un­kon­trol­liert ab­ge­reist ist;
d.44
die vor­läu­fi­ge Auf­nah­me er­lischt oder rechts­kräf­tig auf­ge­ho­ben wird, längs­tens aber wäh­rend sie­ben Jah­ren seit der­je­ni­gen Ein­rei­se, nach wel­cher die vor­läu­fi­ge Auf­nah­me erst­mals an­ge­ord­net wor­den ist;
e.
der vor­über­ge­hen­de Schutz er­lischt oder rechts­kräf­tig auf­ge­ho­ben wird, längs­tens aber bis zum Zeit­punkt, in dem ei­ne Auf­ent­halts­be­wil­li­gung nach Ar­ti­kel 74 Ab­satz 2 des AsylG zu er­tei­len ist;
f.45
ei­ne aus­län­der­recht­li­che Auf­ent­halts- oder Nie­der­las­sungs­be­wil­li­gung er­teilt wird oder nach Ar­ti­kel 42 oder 43 Ab­sät­ze 1, 5 und 6 AIG46 oder nach Ar­ti­kel 3 des An­hangs I des Ab­kom­mens zwi­schen der Schwei­ze­ri­schen Eid­ge­nos­sen­schaft ei­ner­seits und der Eu­ro­päi­schen Ge­mein­schaft und ih­ren Mit­glied­staa­ten an­de­rer­seits über die Frei­zü­gig­keit (FZA)47 oder nach Ar­ti­kel 3 An­hang K An­la­ge 1 des Über­ein­kom­mens zur Er­rich­tung der Eu­ro­päi­schen Frei­han­delsas­so­zia­ti­on (EFTA)48 ein An­spruch dar­auf be­steht; ent­steht ein An­spruch auf Er­tei­lung ei­ner Be­wil­li­gung, wird wäh­rend der Dau­er des Be­wil­li­gungs­ver­fah­rens die Glo­bal­pau­scha­le nicht ver­gü­tet; liegt ein rechts­kräf­ti­ger kan­to­na­ler Ent­scheid be­züg­lich der Ver­wei­ge­rung der Auf­ent­halts- oder Nie­der­las­sungs­be­wil­li­gung vor, so ver­gü­tet der Bund dem Kan­ton auf Ge­such hin die Glo­bal­pau­scha­le rück­wir­kend bis längs­tens zum Weg­fall des Ver­wei­ge­rungs­grun­des.

41 Sie­he auch die UeB Änd. 7.12.2012 und 30.3.2022am En­de die­ses Tex­tes.

42 Fas­sung des zwei­ten Sat­zes ge­mä­ss Ziff. I der V vom 30. März 2022, in Kraft seit 1. Jan. 2023 (AS 2022 233).

43 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 13. Dez. 2013, in Kraft seit 1. Fe­br. 2014 (AS 2013 5359).

44 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 30. März 2022, in Kraft seit 1. Jan. 2023 (AS 2022 233).

45 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 30. März 2022, in Kraft seit 1. Jan. 2023 (AS 2022 233).

46 SR 142.20

47 SR 0.142.112.681

48 SR 0.632.31

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