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Bundesgesetz
über den Allgemeinen Teil
des Sozialversicherungsrechts
(ATSG)

vom 6. Oktober 2000 (Stand am 1. Januar 2022)

Art. 64 Heilbehandlung

1 Die Heil­be­hand­lung wird, so­weit die Leis­tun­gen ge­setz­lich vor­ge­schrie­ben sind, aus­sch­liess­lich von ei­ner ein­zi­gen So­zi­al­ver­si­che­rung über­nom­men.

2 Sind die Vor­aus­set­zun­gen des je­wei­li­gen Ein­zel­ge­set­zes er­füllt, so geht die Heil­be­hand­lung im ge­setz­li­chen Um­fang und in nach­ste­hen­der Rei­hen­fol­ge zu Las­ten:

a.
der Mi­li­tär­ver­si­che­rung;
b.
der Un­fall­ver­si­che­rung;
c.
der In­va­li­den­ver­si­che­rung;
d.
der Kran­ken­ver­si­che­rung.

3 Der leis­tungs­pflich­ti­ge So­zi­al­ver­si­che­rungs­trä­ger über­nimmt auch dann al­lein und un­ein­ge­schränkt die Hei­lungs­kos­ten bei sta­tio­närer Be­hand­lung, wenn der Ge­sund­heits­scha­den nur zum Teil auf einen von ihm zu de­cken­den Ver­si­che­rungs­fall zu­rück­zu­füh­ren ist.

4 Der leis­tungs­pflich­ti­ge So­zi­al­ver­si­che­rungs­trä­ger kommt fer­ner für aus­ser­halb sei­nes Leis­tungs­be­reichs lie­gen­de Ge­sund­heits­schä­den auf, die wäh­rend ei­ner sta­tio­nären Heil­be­hand­lung auf­tre­ten und nicht ge­trennt be­han­delt wer­den kön­nen.