Drucken
Artikel, Notizen und Markierungen werden geladen... Bitte um etwas Geduld.

Bundesgesetz
über den Allgemeinen Teil
des Sozialversicherungsrechts
(ATSG)

vom 6. Oktober 2000 (Stand am 1. Januar 2022)

Art. 69 Überentschädigung

1 Das Zu­sam­men­tref­fen von Leis­tun­gen ver­schie­de­ner So­zi­al­ver­si­che­run­gen darf nicht zu ei­ner Über­ent­schä­di­gung der be­rech­tig­ten Per­son füh­ren. Bei der Be­rech­nung der Über­ent­schä­di­gung wer­den nur Leis­tun­gen glei­cher Art und Zweck­be­stim­mung be­rück­sich­tigt, die der an­spruchs­be­rech­tig­ten Per­son auf Grund des schä­di­gen­den Er­eig­nis­ses ge­währt wer­den.

2 Ei­ne Über­ent­schä­di­gung liegt in dem Mas­se vor, als die ge­setz­li­chen So­zi­al­ver­si­che­rungs­leis­tun­gen den we­gen des Ver­si­che­rungs­falls mut­mass­lich ent­gan­ge­nen Ver­dienst zu­züg­lich der durch den Ver­si­che­rungs­fall ver­ur­sach­ten Mehr­kos­ten und all­fäl­li­ger Ein­kom­men­sein­bus­sen von An­ge­hö­ri­gen über­stei­gen.

3 Die Leis­tun­gen wer­den um den Be­trag der Über­ent­schä­di­gung ge­kürzt. Von ei­ner Kür­zung aus­ge­schlos­sen sind die Ren­ten der Al­ters- und Hin­ter­las­se­nen­ver­si­che­rung und der In­va­li­den­ver­si­che­rung so­wie al­le Hilflo­sen- und In­te­gri­täts­ent­schä­di­gun­gen. Bei Ka­pi­tal­leis­tun­gen wird der Ren­ten­wert be­rück­sich­tigt.