Federal Act
on Public Procurement
(PPA)


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Art. 53 Object of appeal

1 Solely the fol­low­ing may be con­tested by ap­peal:

a.
the in­vit­a­tion to tender for the con­tract;
b.
the de­cision on the choice of ten­der­ers in the se­lect­ive pro­ced­ure;
c.
the de­cision to in­clude a ten­der­er on a list or to re­move a ten­der­er from a list;
d.
the de­cision on re­cus­al re­quests;
e.
the award;
f.
the re­voc­a­tion of the award;
g.
the aban­don­ment of the pro­ced­ure;
h.
ex­clu­sion from the pro­ced­ure;
i.
the im­pos­i­tion of a sanc­tion.

2 Or­ders in the tender doc­u­ment­a­tion whose sig­ni­fic­ance is ap­par­ent may be chal­lenged only with­in the frame­work of an ap­peal against the in­vit­a­tion to tender.

3 The pro­vi­sions of this Act on the right to be heard in the de­cision-mak­ing pro­ced­ure, on sus­pens­ive ef­fect and on lim­it­ing the grounds for ap­peal do not ap­ply to ap­peals against the im­pos­i­tion of a sanc­tion.

4 De­cisions un­der para­graph 1 let­ters c and i may be ap­pealed ir­re­spect­ive of the value of the con­tract.

5 There are no fur­ther rights of ap­peal against de­cisions un­der this Act.

6 There is no right of ap­peal against the con­clu­sion of in­di­vidu­al con­tracts in ac­cord­ance with Art­icle 25 para­graphs 4 and 5.

BGE

148 II 106 (2C_155/2021, 2C_157/2021) from 14. Dezember 2021
Regeste: Art. 45 und 45a des früheren Gesetzes über die öffentlichen Aufträge des Kantons Tessin vom 20. Februar 2001 (aGöA) und Art. 45a und 45b desselben derzeit in Kraft stehenden Gesetzes (GöA). Öffentliche Beschaffung: Geldstrafe nach Vergabe von Unteraufträgen ohne Genehmigung der Vergabebehörde; Art; Verjährung. Analoge Anwendung der Verjährungsfrist nach Art. 49a Abs. 3 lit. b KG. Darstellung der bestehenden vergaberechtlichen Sanktionen (E. 4.5.4.1). Sowohl nach dem früheren (Art. 45 und 45a aGöA; E. 4.5.1) als auch nach dem heute in Kraft stehenden kantonalen Recht (Art. 45a und 45b GöA; E. 4.5.2) stellt die streitige Geldstrafe eine Verwaltungssanktion dar. Erläuterung des neuen Bundes- und interkantonalen Rechts zu diesem Thema (E. 4.5.4.2, 4.5.4.3 und 4.5.4.4). Eine in einem Verwaltungsverfahren verhängte Geldstrafe ist als verwaltungsrechtliche und nicht als strafrechtliche Sanktion zu betrachten, auch wenn sie in ihren Wirkungen mit letzterer vergleichbar ist (E. 4.5.5). In Ermangelung einer ausdrücklichen Rechtsgrundlage (siehe dazu E. 4.3) hat das Kantonsgericht nicht willkürlich gehandelt, insofern es die in Art. 49a Abs. 3 lit. b KG vorgesehene Verjährungsfrist von fünf Jahren analog angewandt hat (E. 4.6) und die Frist ab Beendigung der durch die nicht genehmigten Subunternehmer ausgeführten Arbeiten laufen liess (E. 4.7).

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