Bundesgesetz
über Bucheffekten
(Bucheffektengesetz, BEG)

vom 3. Oktober 2008 (Stand am 1. Januar 2023)


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Art. 33

1 Für Schä­den aus der Ver­wah­rung oder der Über­tra­gung von Bu­ch­ef­fek­ten haf­tet die Ver­wah­rungs­stel­le der Kon­to­in­ha­be­rin oder dem Kon­to­in­ha­ber nach den Vor­schrif­ten des Ob­li­ga­tio­nen­rechts55, so­weit die­ser Ar­ti­kel nichts an­de­res be­stimmt.

2 Lässt die Ver­wah­rungs­stel­le Bu­ch­ef­fek­ten be­fug­ter­wei­se bei ei­ner Dritt­ver­wah­rungs­stel­le ver­wah­ren, so haf­tet sie für ge­hö­ri­ge Sorg­falt bei der Wahl und In­struk­ti­on der Dritt­ver­wah­rungs­stel­le so­wie bei der Über­wa­chung der dau­ern­den Einhal­tung der Aus­wahl­kri­te­ri­en.

3 Die Ver­wah­rungs­stel­le kann die Haf­tung nach Ab­satz 2 aus­sch­lies­sen, so­fern Bu­ch­ef­fek­ten auf aus­drück­li­che Wei­sung der Kon­to­in­ha­be­rin oder des Kon­to­in­ha­bers bei ei­ner Dritt­ver­wah­rungs­stel­le ver­wahrt wer­den, die von der Ver­wah­rungs­stel­le da­für nicht emp­foh­len wur­de.

4 Die Ver­wah­rungs­stel­le haf­tet für das Ver­schul­den der Dritt­ver­wah­rungs­stel­le wie für ei­ge­nes Ver­schul­den, wenn die­se:

a.
für die Ver­wah­rungs­stel­le selbst­stän­dig und dau­ernd die ge­sam­te Ef­fek­ten­ver­wal­tung und die Ab­wick­lung von Ef­fek­ten­ge­schäf­ten er­le­digt; oder
b.
mit der Ver­wah­rungs­stel­le ei­ne wirt­schaft­li­che Ein­heit bil­det.

5 Ab­wei­chen­de Ab­re­den sind nur un­ter Ver­wah­rungs­stel­len oder zu­guns­ten der An­le­ge­rin oder des An­le­gers wirk­sam.

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