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Verordnung über die Börsen und den Effektenhandel

vom 2. Dezember 1996 (Stand am 1. August 2017)

Art. 3 Händlerkategorien

(Art. 2 Bst. d BEHG)

1Ei­gen­händ­ler sind Ef­fek­ten­händ­ler, die ge­werbs­mäs­sig für ei­ge­ne Rech­nung kurz­fris­tig mit Ef­fek­ten han­deln.

2Emis­si­ons­häu­ser sind Ef­fek­ten­händ­ler, die ge­werbs­mäs­sig Ef­fek­ten, die von Dritt­per­so­nen aus­ge­ge­ben wor­den sind, fest oder in Kom­mis­si­on über­neh­men und öf­fent­lich auf dem Pri­mär­markt an­bie­ten.

3De­ri­vat­häu­ser sind Ef­fek­ten­händ­ler, die ge­werbs­mäs­sig selbst De­ri­va­te schaf­fen, die sie für ei­ge­ne oder frem­de Rech­nung öf­fent­lich auf dem Pri­mär­markt an­bie­ten.

4Mar­ket Ma­ker sind Ef­fek­ten­händ­ler, die ge­werbs­mäs­sig für ei­ge­ne Rech­nung kurz­fris­tig mit Ef­fek­ten han­deln und öf­fent­lich dau­ernd oder auf An­fra­ge Kur­se für ein­zel­ne Ef­fek­ten stel­len.

5Kun­den­händ­ler sind Ef­fek­ten­händ­ler, die ge­werbs­mäs­sig in ei­ge­nem Na­men für Rech­nung von Kun­den mit Ef­fek­ten han­deln und:

a.
sel­ber oder bei Drit­ten für die­se Kun­den Kon­ten zur Ab­wick­lung des Ef­fek­ten­han­dels füh­ren; oder
b.
Ef­fek­ten die­ser Kun­den bei sich oder in ei­ge­nem Na­men bei Drit­ten auf­be­wah­ren.

6Nicht als Kun­den im Sin­ne von Ab­satz 5 gel­ten:

a.
in- und aus­län­di­sche Ban­ken und Ef­fek­ten­händ­ler oder an­de­re staat­lich be­auf­sich­tig­te Un­ter­neh­men;
b.
Ak­tio­näre oder Ge­sell­schaf­ter mit ei­ner mass­ge­ben­den Be­tei­li­gung am Schuld­ner und mit ih­nen wirt­schaft­lich oder fa­mi­li­är ver­bun­de­ne Per­so­nen;
c.
in­sti­tu­tio­nel­le An­le­ger mit pro­fes­sio­nel­ler Tre­so­re­rie.

7An­ge­bo­te an Per­so­nen nach Ab­satz 6 gel­ten nicht als öf­fent­lich im Sin­ne der Ab­sät­ze 2, 3 und 4.