Bundesgesetz
über die Freizügigkeit der Anwältinnen und Anwälte
(Anwaltsgesetz, BGFA)

vom 23. Juni 2000 (Stand am 23. Januar 2023)


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Art. 28 Eintragung bei der Aufsichtsbehörde

1 Die Auf­sichts­be­hör­de führt ei­ne öf­fent­li­che Lis­te der An­ge­hö­ri­gen von Mit­glied­staa­ten der EU oder der EFTA, die in der Schweiz un­ter ih­rer ur­sprüng­li­chen Be­rufs­be­zeich­nung stän­dig Par­tei­en vor Ge­richts­be­hör­den ver­tre­ten dür­fen.

2 Die An­wäl­tin­nen und An­wäl­te tra­gen sich bei der Auf­sichts­be­hör­de des Kan­tons ein, in dem sie ei­ne Ge­schäfts­adres­se ha­ben. Sie wei­sen ih­re An­walts­qua­li­fi­ka­ti­on mit ei­ner Be­schei­ni­gung über ih­re Ein­tra­gung bei der zu­stän­di­gen Stel­le des Her­kunfts­staats nach; die­se Be­schei­ni­gung darf nicht äl­ter als drei Mo­na­te sein.

3 Die Auf­sichts­be­hör­de in­for­miert die zu­stän­di­ge Stel­le des Her­kunfts­staats über die Ein­tra­gung in die Lis­te.

BGE

140 II 102 (2C_433/2013) from 6. Dezember 2013
Regeste: Art. 8 Abs. 1 lit. d BGFA; Registereintrag einer Anwältin, die bei einer internationalen Anwaltskanzlei angestellt ist; Prüfung mit Bezug auf die Unabhängigkeit. Unter dem Aspekt der Unabhängigkeit ist die Situation eines Anwalts, der den Anwaltsberuf neben einem Anstellungsverhältnis ausübt (E. 4.1), zu unterscheiden von derjenigen eines Anwalts, der seinen Beruf als Angestellter ausübt (E. 4.2). Beurteilung - im Anschluss an BGE 138 II 440 - des Falles einer Inhaberin eines schweizerischen Anwaltspatents, die bei einer als limited liability partnership nach amerikanischem Recht organisierten internationalen Anwaltskanzlei tätig ist (E. 5).

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