Bundespersonalgesetz

vom 24. März 2000 (Stand am 1. Januar 2018)


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Art. 34b Beschwerdeentscheid bei Kündigungen

1Heisst die Be­schwer­de­in­stanz die Be­schwer­de ge­gen ei­ne Ver­fü­gung über die Kün­di­gung des Ar­beits­ver­hält­nis­ses durch den Ar­beit­ge­ber gut und weist sie die Sa­che nicht aus­nahms­wei­se an die Vor­in­stanz zu­rück, so muss sie:

a.
der Be­schwer­de­füh­re­rin oder dem Be­schwer­de­füh­rer ei­ne Ent­schä­di­gung zu­spre­chen, wenn sach­lich hin­rei­chen­de Grün­de für die or­dent­li­che Kün­di­gung oder wich­ti­ge Grün­de für die frist­lo­se Kün­di­gung feh­len oder Ver­fah­rens­vor­schrif­ten ver­letzt wor­den sind;
b.
die Fort­zah­lung des Loh­nes bis zum Ab­lauf der or­dent­li­chen Kün­di­gungs­frist oder des be­fris­te­ten Ar­beits­ver­trags an­ord­nen, wenn im Fall ei­ner frist­lo­sen Kün­di­gung wich­ti­ge Grün­de feh­len;
c.
das Ar­beits­ver­hält­nis bis zum Ab­lauf der or­dent­li­chen Kün­di­gungs­frist er­stre­cken, wenn Vor­schrif­ten über die Kün­di­gungs­fris­ten ver­letzt wor­den sind.

2Die Ent­schä­di­gung nach Ab­satz 1 Buch­sta­be a wird von der Be­schwer­de­in­stanz un­ter Wür­di­gung al­ler Um­stän­de fest­ge­legt. Sie be­trägt in der Re­gel min­des­tens sechs Mo­nats­löh­ne und höchs­tens einen Jah­res­lohn.


1 Ein­ge­fügt durch Ziff. I des BG vom 14. Dez. 2012, in Kraft seit 1. Ju­li 2013 (AS 2013 1493; BBl 2011 6703).

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