Bundesgesetz über die politischen Rechte

vom 17. Dezember 1976 (Stand am 1. November 2015)


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Art. 10 Anordnung

1Der Bun­des­rat legt die Re­geln fest, nach de­nen die Ab­stim­mungs­ta­ge be­stimmt wer­den. Da­bei trägt er den Be­dürf­nis­sen von Stimm­be­rech­tig­ten, Par­la­ment, Kan­to­nen, Par­tei­en und Zu­stell­or­ga­ni­sa­tio­nen Rech­nung und ver­mei­det Ter­min­kol­li­sio­nen, die sich aus den Un­ter­schie­den zwi­schen Ka­len­der- und Kir­chen­jahr er­ge­ben.1

1bisDer Bun­des­rat legt we­nigs­tens vier Mo­na­te vor dem Ab­stim­mungs­ter­min fest, wel­che Vor­la­gen zur Ab­stim­mung ge­lan­gen. Dring­lich er­klär­te Bun­des­ge­set­ze kön­nen in­ner­halb ei­ner kür­ze­ren Frist zur Ab­stim­mung ge­bracht wer­den.2

2Je­der Kan­ton führt die Ab­stim­mung auf sei­nem Ge­biet durch und er­lässt die er­for­der­li­chen An­ord­nun­gen.


1 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 21. Ju­ni 2002, in Kraft seit 1. Jan. 2003 (AS 2002 3193; BBl 2001 6401).
2 Ein­ge­fügt durch Ziff. I des BG vom 21. Ju­ni 2002, in Kraft seit 1. Jan. 2003 (AS 2002 3193; BBl 2001 6401).

Court decisions

138 I 61 (1C_176/2011) from Dec. 20, 2011
Regeste: Eidgenössische Volksabstimmung über die Unternehmenssteuerreform vom Februar 2008, Abstimmungsfreiheit, nachträglicher Rechtsschutz, Zuständigkeit; Art. 29, 29a, 34 und 189 BV, Art. 77 ff. BPR. Grundzüge des Rechtsschutzes in Stimmrechtssachen vor und nach dem Inkrafttreten der Justizreform (E. 3). Rechts- und Rechtsmittelweg bei Unregelmässigkeiten anlässlich von eidgenössischen Abstimmungen (E. 4.1). Problematik erst nachträglich bekannt gewordener Unregelmässigkeiten des Abstimmungsverfahrens (E. 4.2). Verfassungsrechtlicher Anspruch auf Revision oder Wiedererwägung; Anwendung auf kantonale und eidgenössische Stimmrechtssachen (E. 4.3). Zuständigkeit des Bundesgerichts (E. 4.4). Voraussetzungen (E. 4.5 und 4.6). Entscheidbefugnis des Bundesgerichts (E. 4.7). Voraussetzungen für die materielle Beurteilung der Rüge der Verletzung der Abstimmungsfreiheit (E. 5). Grundzüge der Abstimmungsfreiheit; Anforderungen an Abstimmungserläuterungen; Geltung auf Bundesebene (E. 6). Überprüfung von Abstimmungserläuterungen des Bundesrates; Prüfung der Informationslage vor Abstimmungen unter dem Gesichtswinkel der Abstimmungsfreiheit (E. 7). Informationen vor der umstrittenen Volksabstimmung (E. 8.2 und 8.3); Tragweite von Prognosen (E. 8.4); Fehlen wesentlicher Elemente für die Meinungsbildung verletzt die Abstimmungsfreiheit (E. 8.6); prozessuale Folgen (E. 8.7).

147 I 206 (1C_105/2020, 1C_129/2020) from Oct. 7, 2020
Regeste: Art. 73, 77 und 80 BPR, Art. 29a und 34 BV; Rückzug einer eidgenössischen Volksinitiative. Gegen den Rückzug einer eidgenössischen Volksinitiative ist die Beschwerde ans Bundesgericht möglich (E. 2). Der Rückzug einer eidgenössischen Volksinitiative ist unter den Voraussetzungen von Art. 73 BPR auch nach der Aufhebung einer Abstimmung durch das Bundesgericht möglich (E. 3).

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