Codice penale svizzero

del 21 dicembre 1937 (Stato 22 novembre 2022)


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Art. 80

De­ro­ghe al­le for­me d’ese­cu­zio­ne

 

1 Al­le nor­me in ma­te­ria di ese­cu­zio­ne può es­se­re de­ro­ga­to a fa­vo­re del de­te­nu­to:

a.
qua­lo­ra il suo sta­to di sa­lu­te lo ri­chie­da;
b.
in ca­so di gra­vi­dan­za, par­to e puer­pe­rio;
c.
per per­met­te­re a ma­dri de­te­nu­te di te­ne­re con sé i lo­ro in­fan­ti, se nell’in­te­res­se an­che del bam­bi­no me­de­si­mo.

2 Se la pe­na non è scon­ta­ta in un pe­ni­ten­zia­rio ben­sì in un’al­tra isti­tu­zio­ne ap­pro­pria­ta, il de­te­nu­to ne sot­to­stà ai re­go­la­men­ti, sal­vo di­spo­si­zio­ne con­tra­ria dell’au­to­ri­tà d’ese­cu­zio­ne.

Court decisions

121 IV 3 () from March 6, 1995
Regeste: Art. 63, 359 ff. und 397bis Abs. 1 lit. h StGB; Art. 13 der Verordnung über das Strafregister; Entfernung von Vorstrafen aus dem Strafregister; Strafzumessung. Aus dem Strafregister entfernte Vorstrafen dürfen bei der Strafzumessung berücksichtigt werden. Die Entfernung kann allerdings ein Indiz dafür sein, dass der Vorstrafe für die Sanktion keine grosse Bedeutung mehr zukommt (E. 1c/dd).

136 IV 97 (6B_599/2010) from Aug. 26, 2010
Regeste: Art. 92 StGB und Art. 36 Abs. 1 BV; Unterbrechung des Vollzugs von Strafen und Massnahmen; polizeiliche Generalklausel. Kognition des Bundesgerichts im Verfahren der Beschwerde gegen einen Entscheid, durch welchen die Unterbrechung des Vollzugs einer Strafe oder einer Massnahme verweigert wird (E. 4). Auslegung von Art. 92 StGB; Begriff der "wichtigen Gründe" (E. 5.1); Schranken des Ermessensspielraums der Vollzugsbehörde (E. 5.2). Problematik des länger dauernden Hungerstreiks eines Strafgefangenen; unter bestimmten Voraussetzungen kann die Strafvollzugsbehörde die Zwangsernährung anordnen, mit Rücksicht auf die Subsidiarität der Vollzugsunterbrechung aber nicht, solange keine Anhaltspunkte dafür bestehen, dass einer Gefahr für die Gesundheit des Betroffenen gegebenenfalls nicht durch Zwangsernährung begegnet werden kann (E. 6).

146 IV 267 (6B_40/2020) from Aug. 17, 2020
Regeste: Art. 5 Ziff. 1 EMRK; Art. 11 BV; Art. 3 Abs. 1 und Art. 4 KRK; Art. 372 Abs. 1 und 3 StGB; Art. 439 Abs. 2 StPO; Strafvollzug, Vollzugsbefehl, Kindeswohl. Der Strafvollzug ist die zwingende gesetzliche Rechtsfolge der Straftat (E. 3.2.1). Die Trennung der Mutter von ihrem Kind ist eine zwangsläufige, unmittelbar gesetzmässige Folge des Vollzugs der Freiheitsstrafe und der damit verbundenen Nebenfolgen (E. 3.2.2). Das StGB und das kantonale Konkordatsrecht kennen zahlreiche Vollzugsformen für Freiheitsstrafen (E. 3.2.4). Weder die Bestimmungen der BV noch jene der KRK und der anderen menschenrechtlichen Übereinkommen hindern den Vollzug der gesetzmässigen Freiheitsstrafe. Der verurteilte Elternteil ist nicht berechtigt, gegen die Vollzugsverfügung Rechte der Kinder in eigenem Namen geltend zu machen (E. 3.3.3). Soweit die verurteilte Person nicht selber eine Betreuung ihrer Kinder organisiert, wird dies Aufgabe der Kindesschutzbehörde (KESB) sein. Das ist keine Frage des Vollzugsrechts (E. 3.4.3).

 

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