Legge federale sul diritto penale amministrativo

del 22 marzo 1974 (Stato 1° gennaio 2020)


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Art. 41

III. Te­sti­mo­ni

 

1Ove i fat­ti non pos­sa­no es­se­re suf­fi­cien­te­men­te chia­ri­ti in al­tro mo­do, si può ri­cor­re­re all’in­ter­ro­ga­to­rio di te­sti­mo­ni.

2All’in­ter­ro­ga­to­rio e all’in­den­ni­tà dei te­sti­mo­ni si ap­pli­ca­no per ana­lo­gia gli ar­ti­co­li 163–166 e 168–176 CPP1 e l’ar­ti­co­lo 48 del­la leg­ge fe­de­ra­le del 4 di­cem­bre 19472 di pro­ce­du­ra ci­vi­le fe­de­ra­le; il te­sti­mo­ne che, sen­za mo­ti­vo le­git­ti­mo, ri­fiu­ta di fa­re una de­po­si­zio­ne ri­chie­sta­gli con ri­fe­ri­men­to all’ar­ti­co­lo 292 del Co­di­ce pe­na­le3 e sot­to com­mi­na­to­ria del­le pe­ne ivi pre­vi­ste, è de­fe­ri­to al giu­di­ce pe­na­le per di­sob­be­dien­za a de­ci­sio­ni dell’au­to­ri­tà.4

3L’im­pu­ta­to e il suo di­fen­so­re han­no il di­rit­to di as­si­ste­re all’in­ter­ro­ga­to­rio dei te­sti­mo­ni e di por­re do­man­de com­ple­ti­ve per il tra­mi­te del fun­zio­na­rio in­qui­ren­te.


1 RS 312.0
2 RS 273
3 RS 311.0
4 Nuo­vo te­sto giu­sta l’all. 1 n. II 11 del Co­di­ce di di­rit­to pro­ces­sua­le pe­na­le sviz­ze­ro del 5 ott. 2007, in vi­go­re dal 1° gen. 2011 (RU 2010 1881; FF 2006 989).

BGE

119 IB 12 () from 22. Januar 1993
Regeste: Art. 139 Abs. 2 BdBSt; Besondere Steuerkontrollorgane; Rechtliches Gehör im Untersuchungsverfahren. 1. Voraussetzungen, Zweck und Inhalt der Untersuchung (E. 2). 2. Umfang des Anspruches auf rechtliches Gehör im Untersuchungsverfahren der Besonderen Steuerkontrollorgane (E. 3 und 4). a) Der Umfang des sich aus Art. 4 BV und Art. 6 Ziff. 3 lit. a EMRK ergebenden Anspruches des Beschuldigten auf Bekanntgabe der Anschuldigung bestimmt sich nach dem jeweiligen Stand der Untersuchung (E. 5). b) Weder aus Art. 4 BV noch aus Art. 6 EMRK ergibt sich ein Anspruch des Beschuldigten auf eine umfassende Akteneinsicht vor Abschluss der Untersuchung (E. 6). c) Die Akteneinsicht kann unter Berufung auf das Steuergeheimnis (Art. 71 BdBSt) verweigert werden (E. 7).

119 IV 175 () from 16. August 1993
Regeste: Beschlagnahme und Durchsuchung von Papieren (Art. 46 und 50 VStrR). Bankgeheimnis. 1. Das Bankgeheimnis verleiht keinen absoluten Anspruch auf Verweigerung der Aussage und der Herausgabe von Akten gegenüber den Untersuchungsbehörden. Die im Rahmen eines Verwaltungsstrafverfahrens durch die Eidg. Steuerverwaltung als Untersuchungsbehörde verlangten Auskünfte können nicht unter Berufung auf das Bankgeheimnis verweigert werden. Denn letzteres geht weniger weit als das gesetzlich geschützte Berufsgeheimnis der Ärzte, Anwälte und Geistlichen. 2. Der Umstand, dass sich unter den beschlagnahmten Papieren auch solche befinden könnten, die sich im nachhinein als für die Untersuchung unerheblich erweisen, steht der Beschlagnahme nicht entgegen, sondern liegt vielmehr in der Natur dieser Zwangsmassnahme. Es steht der (an das Amtsgeheimnis gebundenen) Untersuchungsbehörde und nicht der betroffenen Bank zu, die Auswahl zu treffen. Für die Durchsuchung von Papieren bleibt Art. 50 Abs. 3 VStrR vorbehalten. 3. Zwischen einer Bank, die als Grossistin im Sinne des Warenumsatzsteuerbeschlusses Edelmetalle verkauft, und dem Käufer besteht keine bankengeschäftliche Beziehung im eigentlichen Sinne, sondern eine Geschäftsbeziehung, für die das Bankgeheimnis nicht angerufen werden kann.

120 IV 217 () from 8. September 1994
Regeste: Aussageverweigerungsrecht eines Kindes in einem gegen seinen Vater eröffneten Strafverfahren wegen Sexualdelikten zu seinem Nachteil. §§ 65 Ziff. 2, 66 Ziff. 1, 67 Abs. 1 StPO/BL; Art. 7 Abs. 2, Art. 8 Abs. 2 OHG. Ob einem vierjährigen Mädchen in einem gegen seinen Vater eröffneten Strafverfahren wegen Sexualdelikten zu seinem Nachteil nach dem kantonalen Strafprozessrecht ein Aussageverweigerungsrecht wegen Verwandtschaft zustehe und ob es dieses rechtswirksam ausgeübt habe, sind Fragen des kantonalen Rechts, die im Verfahren der eidgenössischen Nichtigkeitsbeschwerde nicht aufgeworfen werden können (E. 3). Die Bejahung dieser Fragen verstösst weder gegen Sinn und Zweck des Sexualstrafrechts noch gegen Sinn und Zweck des Opferhilfegesetzes (E. 4). Offengelassen, ob und auf welche Weise ein vierjähriges Mädchen in einem solchen Fall als Opfer im Sinne von Art. 7 Abs. 2 OHG die Aussage zu Fragen betreffend sein Intimsphäre verweigern könne (E. 2).

 

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