Verordnung
über die Direktzahlungen an die Landwirtschaft
(Direktzahlungsverordnung, DZV)


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Art. 115 Übergangsbestimmungen

1 Im Jahr 2014 gel­ten die Be­stim­mun­gen der Di­rekt­zah­lungs­ver­ord­nung vom 7. De­zem­ber 1998238 für die Ge­suchs- und An­mel­de­ter­mi­ne so­wie für die Be­mes­sungs­pe­ri­oden zur Fest­le­gung der mass­ge­ben­den Tier­be­stän­de. Für an­de­re rau­fut­ter­ver­zeh­ren­de Nutz­tie­re als Tie­re der Rin­der­gat­tung wer­den die mass­ge­ben­den Be­stän­de auf­grund der in den letz­ten 12 Mo­na­ten vor dem 2. Mai durch­schnitt­lich auf dem Be­trieb ge­hal­te­nen Tie­re fest­ge­legt.

2 Für Be­wirt­schaf­ter und Be­wirt­schaf­te­rin­nen, die von 2007–2013 wäh­rend min­des­tens drei Jah­ren Di­rekt­zah­lun­gen er­hal­ten ha­ben, gilt die An­for­de­rung an die land­wirt­schaft­li­che Aus­bil­dung nach Ar­ti­kel 4 als er­füllt.

3 Be­wirt­schaf­ter und Be­wirt­schaf­te­rin­nen, die bis zum 31. De­zem­ber 2013 die land­wirt­schaft­li­che Wei­ter­bil­dung nach Ar­ti­kel 2 Ab­satz 1bis Buch­sta­be a der Di­rekt­zah­lungs­ver­ord­nung vom 7. De­zem­ber 1998 be­gon­nen ha­ben, er­hal­ten Di­rekt­zah­lun­gen, so­fern sie die­se Wei­ter­bil­dung in­ner­halb von zwei Jah­ren nach der Über­nah­me des Be­triebs er­folg­reich ab­sch­lies­sen.

4 Bei Per­so­nen­ge­sell­schaf­ten, die im Jahr 2013 Bei­trä­ge nach der Di­rekt­zah­lungs­ver­ord­nung vom 7. De­zem­ber 1998 er­hal­ten ha­ben, ist bis En­de 2015 das Al­ter des jüngs­ten Be­wirt­schaf­ters oder der jüngs­ten Be­wirt­schaf­te­rin mass­ge­bend.

5 Kei­ne Hang­bei­trä­ge nach den Ar­ti­keln 43 und 44 wer­den bis zum 31. De­zem­ber 2016 in der Tal­zo­ne aus­ge­rich­tet. Flä­chen mit mehr als 50 Pro­zent Hang­nei­gung wer­den bis zum 31. De­zem­ber 2016 in die Nei­gungs­ka­te­go­rie nach Ar­ti­kel 43 Ab­satz 1 Buch­sta­be b ein­ge­teilt und er­hal­ten die ent­spre­chen­den Bei­trä­ge.

6 Für Flä­chen und Bäu­me nach Ar­ti­kel 55, die bis zum Stich­tag im Jahr 2013 an­ge­mel­det wur­den, und für re­gio­na­le Ver­net­zungs­pro­jek­te nach Ar­ti­kel 61, die bis En­de 2013 vom Kan­ton ge­neh­migt wur­den, gel­ten wäh­rend der lau­fen­den Pro­jekt­dau­er die bis­he­ri­gen An­for­de­run­gen. Der Kan­ton kann für sol­che Ver­net­zungs­pro­jek­te ei­ne kür­ze­re Pro­jekt­dau­er fest­le­gen. Für Nuss­bäu­me der Qua­li­täts­stu­fe II wer­den vom Bund bis zum Ab­lauf der Ver­pflich­tungs­dau­er 30 Fran­ken aus­ge­rich­tet.

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8 Die Kan­to­ne pas­sen die kan­to­na­len An­for­de­run­gen für die Ver­net­zung nach Ar­ti­kel 62 Ab­satz 2 an die Be­stim­mun­gen nach die­ser Ver­ord­nung an und un­ter­brei­ten die­se bis spä­tes­tens 30. Sep­tem­ber 2014 dem BLW zur Ge­neh­mi­gung. Ver­net­zungs­pro­jek­te, die die Kan­to­ne 2014 ge­neh­mi­gen oder ver­län­gern, müs­sen den bis­he­ri­gen kan­to­na­len An­for­de­run­gen ent­spre­chen. Für die Pro­jekt­dau­er gel­ten die Be­stim­mun­gen die­ser Ver­ord­nung.

9 Für Land­schafts­qua­li­täts­pro­jek­te nach Ar­ti­kel 64, de­ren Um­set­zungs­pe­ri­ode 2014 be­gin­nen soll, sind der Pro­jekt­be­richt und das Ge­such um Um­set­zung dem BLW bis zum 31. Ja­nu­ar 2014 ein­zu­rei­chen.

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11 Der Nach­weis zur Er­fül­lung des ÖLN rich­tet sich im Jahr 2014 nach den Be­stim­mun­gen der Di­rekt­zah­lungs­ver­ord­nung vom 7. De­zem­ber 1998, mit Aus­nah­me der Be­stim­mung nach Zif­fer 2.1 Ab­satz 1 des An­hangs; statt die­ser müs­sen die An­for­de­run­gen nach An­hang 1 Zif­fern 2.1.1 und 2.1.3 der vor­lie­gen­den Ver­ord­nung er­füllt sein.

12 Die An­mel­dung für Res­sour­cenef­fi­zi­enz­bei­trä­ge (Art. 77–82), für Pro­duk­ti­ons­sys­tem­bei­trä­ge für die gras­land­ba­sier­te Milch- und Fleisch­pro­duk­ti­on (Art. 70) und für Biodi­ver­si­täts­bei­trä­ge für die Ufer­wie­se ent­lang von Fliess­ge­wäs­sern (Art. 55 Abs. 1 Bst. g) muss für das Bei­trags­jahr 2014 zu­sam­men mit dem Ge­such er­fol­gen. Die An­mel­dung für Biodi­ver­si­täts­bei­trä­ge für ar­ten­rei­che Grün- und Streu­e­flä­chen im Söm­me­rungs­ge­biet (Art. 55 Abs. 1 Bst. o) muss für das Bei­trags­jahr 2014 bis zum 31. Mai er­fol­gen.

13 Bei ei­ner An­mel­dung für den Bei­trag für gras­land­ba­sier­te Milch- und Fleisch­pro­duk­ti­on im Jahr 2014 ist die ers­te Grund­kon­trol­le bis En­de 2016 durch­zu­füh­ren.

14 Bei ei­ner An­mel­dung für Bei­trä­ge für ar­ten­rei­che Grün- und Streu­e­flä­chen im Söm­me­rungs­ge­biet im Jahr 2014 ist die ers­te Grund­kon­trol­le bis En­de 2016 durch­zu­füh­ren.

15 Min­des­tens 25 Pro­zent der im Jahr 2014 ein­ge­reich­ten An­mel­dun­gen für Res­sour­cenef­fi­zi­enz­bei­trä­ge müs­sen im Jahr 2014 kon­trol­liert wer­den.

16 Bei Dau­er­kul­tu­ren, die am 1. Ja­nu­ar 2008 be­reits be­stan­den, muss die mi­ni­ma­le Brei­te von 3 auf 6 m nach An­hang 1 Zif­fer 9.6 erst nach Ab­lauf der or­dent­li­chen Nut­zungs­dau­er er­höht wer­den.

17 So­lan­ge ein Be­wirt­schaf­ter oder ei­ne Be­wirt­schaf­te­rin, Di­rekt­zah­lun­gen im Rah­men ei­nes Res­sour­cen­pro­gram­mes nach den Ar­ti­keln Ar­ti­kel 77a und 77b LwG er­hält, wer­den für die­sel­be Mass­nah­me kei­ne Res­sour­cenef­fi­zi­enz­bei­trä­ge nach den Ar­ti­keln 77–81 aus­ge­rich­tet.

238 [AS 1999 229; 2000 1105Art. 20 Ziff. 2; 2001 232, 1310Art. 22 Ziff. 1, 3539; 2003 1998, 5321; 2006 883, 4827; 2007 6117; 2008 3777, 5819; 2009 2575, 6091; 2010 2319, 5855; 2011 2361, 5295, 5297An­hang 2 Ziff. 3, 5453An­hang 2 Ziff. 3; 2013 1729]

239 Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I der V vom 28. Okt. 2015, mit Wir­kung seit 1. Jan. 2016 (AS 2015 4497).

240 Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I der V vom 16. Sept. 2016, mit Wir­kung seit 1. Jan. 2017 (AS 2016 3291).

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