Verordnung
über die Direktzahlungen an die Landwirtschaft
(Direktzahlungsverordnung, DZV)


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Art. 37 Bestimmung der Tierbestände

1 Für die Be­stim­mung des Be­stands an Tie­ren der Rin­der­gat­tung und Was­ser­büf­feln, Tie­ren der Pfer­de-, Schaf- und Zie­gen­gat­tung so­wie Bi­sons ist die An­zahl Tier­ta­ge in der Be­mes­sungs­pe­ri­ode mass­ge­bend. Es wer­den nur Tier­ta­ge be­rück­sich­tigt, bei de­nen ei­ne ein­deu­ti­ge Stand­ort­zu­ord­nung der Tie­re mög­lich ist. Tie­re oh­ne gül­ti­ge Ge­burts­mel­dung wer­den nicht be­rück­sich­tigt.57

2 Für die Be­stim­mung des Be­stands an üb­ri­gen Nutz­tie­ren ist die An­zahl der in der Be­mes­sungs­pe­ri­ode durch­schnitt­lich ge­hal­te­nen Nutz­tie­re mass­ge­bend.

3 Wer­den rau­fut­ter­ver­zeh­ren­de Nutz­tie­re zur Söm­me­rung auf an­er­kann­te Söm­me­rungs- und Ge­mein­schafts­wei­de­be­trie­be im In­land oder auf an­ge­stamm­te Söm­me­rungs­be­trie­be in der aus­län­di­schen Grenz­zo­ne nach Ar­ti­kel 43 des Zoll­ge­set­zes vom 18. März 200558 ver­stellt, so wer­den sie an den Be­stand des Be­triebs an­ge­rech­net. An­re­chen­bar sind höchs­tens 180 Ta­ge.

4 Ver­än­dert der Be­wirt­schaf­ter oder die Be­wirt­schaf­te­rin den Be­stand bis zum 1. Mai des Bei­trags­jah­res we­sent­lich, so er­höht oder re­du­ziert der Kan­ton den Be­stand nach den Ab­sät­zen 1 und 2 auf den im Bei­trags­jahr ef­fek­tiv ge­hal­te­nen Be­stand. Ei­ne we­sent­li­che Ver­än­de­rung liegt vor, wenn der Be­stand in­ner­halb ei­ner Ka­te­go­rie neu auf­ge­nom­men, auf­ge­ge­ben oder um mehr als 50 Pro­zent er­höht oder re­du­ziert wird.

5 Der Tier­be­stand für die Al­pungs­bei­trä­ge wird in Nor­mal­stös­sen nach Ar­ti­kel 39 Ab­sät­ze 2 und 3 für die vom Be­trieb auf an­er­kann­te Söm­me­rungs- und Ge­mein­schafts­wei­de­be­trie­be im In­land ver­stell­ten Tie­re be­mes­sen.

6 Der Tier­be­stand für die Be­sto­s­sung von Söm­me­rungs- und Ge­mein­schafts­wei­de­be­trie­ben im In­land wird in Nor­mal­stös­sen nach Ar­ti­kel 39 Ab­sät­ze 2 und 3 be­mes­sen.

7 Die ge­schlach­te­ten Kü­he und ih­re Ab­kal­bun­gen nach Ar­ti­kel 77 wer­den dem Be­trieb an­ge­rech­net, auf dem sie vor der Schlach­tung zum letz­ten Mal ge­kalbt ha­ben. Ist die letz­te Ab­kal­bung auf ei­nem Söm­me­rungs- oder Ge­mein­schafts­wei­de­be­trieb er­folgt, so wird die Kuh dem Be­trieb an­ge­rech­net, auf dem sie vor der letz­ten Ab­kal­bung ih­ren Auf­ent­halt hat­te.59

8 Die Ver­en­dung ei­ner Kuh wird als Schlach­tung ge­zählt. Ei­ne Tot­ge­burt wird als Ab­kal­bung ge­zählt; nicht als Ab­kal­bung ge­zählt wird ei­ne Tot­ge­burt, wenn es die letz­te Ge­burt vor der Schlach­tung ist.60

57 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 3. Nov. 2021, in Kraft seit 1. Jan. 2024 (AS 2021 682).

58 SR 631.0

59 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 13. April 2022, in Kraft seit 1. Jan. 2023 (AS 2022 264).

60 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 13. April 2022, in Kraft seit 1. Jan. 2023 (AS 2022 264).

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