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Bundesgesetz
über Ergänzungsleistungen zur Alters-,
Hinterlassenen- und Invalidenversicherung
(ELG)

Art. 20 Zwangsvollstreckung und Verrechnung 76

1 Die Leis­tun­gen nach die­sem Ge­setz sind der Zwangs­voll­stre­ckung ent­zo­gen.

2 Rück­for­de­run­gen kön­nen mit den fol­gen­den Leis­tun­gen ver­rech­net wer­den:

a.
fäl­li­gen Er­gän­zungs­leis­tun­gen;
b.
fäl­li­gen Leis­tun­gen auf­grund an­de­rer So­zi­al­ver­si­che­rungs­ge­set­ze, so­weit die­se Ge­set­ze ei­ne Ver­rech­nung vor­se­hen;
c.
fäl­li­gen Leis­tun­gen der be­ruf­li­chen Vor­sor­ge.

3 Vor der Ver­rech­nung ist von Am­tes we­gen zu prü­fen, ob der Er­lass der Rück­for­de­rung nach Ar­ti­kel 25 Ab­satz 1 ATSG77 zu ge­wäh­ren ist.

4 Hat ei­ne mit der Durch­füh­rung be­trau­te Stel­le ei­nem an­de­ren So­zi­al­ver­si­che­rer oder ei­ner Vor­sor­ge­ein­rich­tung die Ver­rech­nung ei­ner fäl­li­gen Leis­tung an­ge­zeigt, so kann die­ser Trä­ger sei­ne Leis­tung im Um­fang der Ver­rech­nung nicht mehr be­frei­end an die ver­si­cher­te Per­son be­zah­len.

76 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 22. März 2019 (EL-Re­form), in Kraft seit 1. Jan. 2021 (AS 2020 585; BBl 2016 7465).

77 SR 830.1