Bundesgesetz
über die Finanzmarktinfrastrukturen und
das Marktverhalten im Effekten- und Derivatehandel
(Finanzmarktinfrastrukturgesetz, FinfraG)


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Art. 49 Sicherheiten

1 Die zen­tra­le Ge­gen­par­tei ver­langt von ih­ren Teil­neh­mern an­ge­mes­se­ne Si­cher­hei­ten, ins­be­son­de­re in Form von Er­stein­schuss­zah­lun­gen (In­iti­al Marg­ins), Nach­schuss­zah­lun­gen (Va­ria­ti­on Marg­ins) und Bei­trä­gen an den Aus­fall­fonds (Default Fund).

2 Die­se Si­cher­hei­ten sind min­des­tens so zu be­mes­sen, dass:

a.
die Nach­schuss­zah­lun­gen ei­nes Teil­neh­mers die lau­fen­den Kre­di­tri­si­ken auf­grund rea­li­sier­ter Markt­preis­ver­än­de­run­gen de­cken;
b.
die Er­stein­schuss­zah­lun­gen ei­nes Teil­neh­mers die po­ten­zi­el­len Kre­di­tri­si­ken, die sich bei des­sen Aus­fall für ei­ne zen­tra­le Ge­gen­par­tei auf­grund der er­war­te­ten Markt­preis­ver­än­de­run­gen er­ge­ben, mit ho­her Wahr­schein­lich­keit de­cken;
c.
die Er­stein­schuss­zah­lun­gen, Nach­schuss­zah­lun­gen und Aus­fall­fonds­bei­trä­ge aus­rei­chen, um den Ver­lust zu de­cken, der beim Aus­fall des Teil­neh­mers, ge­gen­über dem die zen­tra­le Ge­gen­par­tei die gröss­te Ri­si­ko­po­si­ti­on auf­weist, un­ter ex­tre­men, aber plau­si­blen Markt­be­din­gun­gen ent­steht.

3 Die zen­tra­le Ge­gen­par­tei ak­zep­tiert aus­sch­liess­lich Si­cher­hei­ten, die li­qui­de sind und nur ge­rin­ge Kre­dit- und Mark­tri­si­ken auf­wei­sen. Sie be­wer­tet die Si­cher­hei­ten vor­sich­tig.

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