Verordnung des WBF
über die Produktion und das Inverkehrbringen
von Futtermitteln, Zusatzstoffen
für die Tierernährung und Diätfuttermitteln
(Futtermittelbuch-Verordnung, FMBV)1

vom 26. Oktober 2011 (Stand am 1. Juni 2023)

1 Fassung gemäss Ziff. I der V des WBF vom 31. Okt. 2012, in Kraft seit 1. Jan. 2013 (AS 2012 6401).


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Art. 6 Angaben

1 Die Kenn­zeich­nung von Ein­zel­fut­ter­mit­teln, Misch­fut­ter­mit­teln oder Diät­fut­ter­mit­teln und die Auf­ma­chung der Kenn­zeich­nung dür­fen die Auf­merk­sam­keit be­son­ders auf das Vor­han­den­sein oder Nicht­vor­han­den­sein ei­nes Stof­fes im Fut­ter­mit­tel, auf ein spe­zi­fi­sches nähr­stoff­be­zo­ge­nes Merk­mal oder Ver­fah­ren oder auf ei­ne spe­zi­fi­sche da­mit ver­bun­de­ne Funk­ti­on len­ken, so­fern fol­gen­de Be­din­gun­gen er­füllt sind:

a.
Die An­ga­be ist ob­jek­tiv, durch das Bun­des­amt für Land­wirt­schaft (BLW) nach­prüf­bar und für die Ver­wen­de­rin oder den Ver­wen­der des Fut­ter­mit­tels ver­ständ­lich.
b.
Der für die Kenn­zeich­nung ver­ant­wort­li­che Be­trieb legt auf An­fra­ge des BLW ei­ne wis­sen­schaft­li­che Be­grün­dung für die An­ga­be vor, ent­we­der über öf­fent­lich zu­gäng­li­che wis­sen­schaft­li­che Be­le­ge oder durch do­ku­men­tier­te For­schungs­ar­bei­ten des Un­ter­neh­mens. Die wis­sen­schaft­li­che Be­grün­dung muss zu dem Zeit­punkt vor­lie­gen, zu dem das Fut­ter­mit­tel in Ver­kehr ge­bracht wird. Die Käu­fe­rin­nen und Käu­fer kön­nen dem BLW ih­re Zwei­fel in Be­zug auf die Rich­tig­keit ei­ner An­ga­be mit­tei­len. Kommt das BLW zum Schluss, dass die wis­sen­schaft­li­che Be­grün­dung für ei­ne An­ga­be ir­re­füh­rend ist, so ver­langt es die Ent­fer­nung der be­tref­fen­den An­ga­be.

2 An­ga­ben über die Op­ti­mie­rung der Er­näh­rung und die Un­ter­stüt­zung oder die Si­che­rung phy­sio­lo­gi­scher Be­dürf­nis­se sind zu­läs­sig, so­fern sie nicht ei­ne in Ab­satz 3 Buch­sta­be a ge­nann­te An­ga­be ent­hal­ten.

3 Durch die Kenn­zeich­nung von Ein­zel­fut­ter­mit­teln und Misch­fut­ter­mit­teln und die Auf­ma­chung der Kenn­zeich­nung darf nicht be­haup­tet wer­den, dass das Ein­zel­fut­ter­mit­tel oder das Misch­fut­ter­mit­tel:

a.
ei­ne Krank­heit ver­hin­dert, be­han­delt oder heilt, mit Aus­nah­me von Kok­zi­dio­sta­ti­ka und Hi­sto­mo­no­sta­ti­ka; al­ler­dings gilt die­ser Buch­sta­be nicht für Er­näh­rungs­im­ba­lan­zen be­tref­fen­de An­ga­ben, so­fern da­mit kein pa­tho­lo­gi­sches Sym­ptom as­so­zi­iert wird;
b.
ei­nem be­son­de­ren Er­näh­rungs­zweck dient, der in der Lis­te der Ver­wen­dungs­zwe­cke in An­hang 3.1 auf­ge­führt ist, es sei denn, es er­füllt die dar­in fest­ge­leg­ten Be­din­gun­gen.

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