Bundesgesetz
über Fusion, Spaltung, Umwandlung
und Vermögensübertragung
(Fusionsgesetz, FusG)

vom 3. Oktober 2003 (Stand am 1. Januar 2023)


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Art. 87 Genehmigung und Vollzug der Vermögensübertragung

1 Bei Stif­tun­gen, die der Auf­sicht des Ge­mein­we­sens un­ter­ste­hen, be­an­tra­gen die obers­ten Stif­tungs­or­ga­ne bei der zu­stän­di­gen Auf­sichts­be­hör­de die Ge­neh­mi­gung der Ver­mö­gens­über­tra­gung. Im An­trag ist schrift­lich dar­zu­le­gen, dass die Vor­aus­set­zun­gen für die Ver­mö­gens­über­tra­gung er­füllt sind.

2 Zu­stän­dig ist die Auf­sichts­be­hör­de der über­tra­gen­den Stif­tung.

3 Die Auf­sichts­be­hör­de er­lässt nach Prü­fung des Be­geh­rens die ent­spre­chen­de Ver­fü­gung. Nach Ein­tritt der Rechts­kraft der zu­stim­men­den Ver­fü­gung mel­det sie die Ver­mö­gens­über­tra­gung zur Ein­tra­gung in das Han­dels­re­gis­ter an.

4 Die Ein­tra­gung ins Han­dels­re­gis­ter und die Rechts­wirk­sam­keit rich­ten sich nach Ar­ti­kel 73.

BGE

134 I 23 (9C_83/2007, 9C_84/2007) from 15. Januar 2008
Regeste: Art. 82 lit. b und Art. 87 BGG; Art. 8, 9, 26 und 49 Abs. 1 BV; Art. 1 und 88-98 FusG; Art. 61 und 62 BVG, Art. 51 Abs. 5 und Art. 65d Abs. 2 BVG; IAO-Übereinkommen Nr. 98, 150 und 154; Gesetz vom 12. Oktober 2006 über die staatlichen Vorsorgeeinrichtungen des Kantons Wallis (GVE); abstrakte Normenkontrolle; derogatorische Kraft des Bundesrechts. Gegen das GVE kann direkt Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht erhoben werden (E. 3). Das GVE, welches u.a. die Umwandlung der registrierten privatrechtlichen Stiftung "Vorsorgekasse für das Personal des Staates Wallis" in ein unabhängiges Institut des öffentlichen Rechts und eine Erhöhung des Pensionsalters vorsieht, verletzt die folgenden Gesetze, Bestimmungen oder Grundsätze nicht: das Fusionsgesetz (E. 6.2); die sich auf Massnahmen zur Behebung von Unterdeckungen beziehende Bestimmung des Art. 65d Abs. 2 BVG (E. 6.3); das Anhörungsrecht gemäss Art. 51 Abs. 5 BVG und die IAO-Übereinkommen Nr. 98, 150 und 154 (E. 6.4); den Grundsatz von Treu und Glauben gemäss Art. 9 BV, namentlich den daraus und aus der Eigentumsgarantie gemäss Art. 26 BV abgeleiteten Grundsatz des Schutzes wohlerworbener Rechte (E. 7); das Willkürverbot (Art. 9 BV; E. 8); das Rechtsgleichheitsgebot (Art. 8 Abs. 1 BV; E. 9).

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