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Bundesgesetz
über den Schutz der Gewässer
(Gewässerschutzgesetz, GSchG)

vom 24. Januar 1991 (Stand am 1. Februar 2023)

Art. 43 Erhaltung von Grundwasservorkommen

1 Die Kan­to­ne sor­gen da­für, dass ei­nem Grund­was­ser­vor­kom­men lang­fris­tig nicht mehr Was­ser ent­nom­men wird, als ihm zu­fliesst. Kurz­fris­tig darf mehr Was­ser ent­nom­men wer­den, so­fern da­durch die Qua­li­tät des Grund­was­sers und die Ve­ge­ta­ti­on nicht be­ein­träch­tigt wer­den.

2 Ist ein Grund­was­ser­vor­kom­men durch über­mäs­si­ge Ent­nah­me oder durch ei­ne ver­rin­ger­te Spei­sung be­ein­träch­tigt, so sorgt der Kan­ton für ei­ne mög­lichst weit­ge­hen­de Ver­bes­se­rung des Zu­stands, sei es durch Ver­min­de­rung der Ent­nah­me, durch künst­li­che An­rei­che­rung oder durch Un­ter­grund­spei­che­rung von Trink­was­ser.

3 Grund­was­ser­vor­kom­men dür­fen nicht dau­ernd mit­ein­an­der ver­bun­den wer­den, wenn da­durch Men­ge oder Qua­li­tät des Grund­was­sers be­ein­träch­tigt wer­den kön­nen.

4 Spei­cher­vo­lu­men und Durch­fluss nutz­ba­rer Grund­was­ser­vor­kom­men dür­fen durch Ein­bau­ten nicht we­sent­lich und dau­ernd ver­rin­gert wer­den.

5 Bei Stau­an­la­gen mit ge­rin­ger Stau­hö­he dür­fen das Grund­was­ser und die vom Grund­was­ser­stand ab­hän­gi­ge Ve­ge­ta­ti­on nicht we­sent­lich be­ein­träch­tigt wer­den. Für be­ste­hen­de An­la­gen kann die Be­hör­de Aus­nah­men be­wil­li­gen.

6 Die Ent­wäs­se­rung ei­nes Ge­biets, durch die der Grund­was­ser­spie­gel auf ei­ner gros­sen Flä­che ab­ge­senkt wird, ist nur zu­läs­sig, wenn die land­wirt­schaft­li­che Nut­zung an­ders nicht ge­si­chert wer­den kann.