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Bundesgesetz
über den Schutz der Gewässer
(Gewässerschutzgesetz, GSchG)

vom 24. Januar 1991 (Stand am 1. Februar 2023)

Art. 70 Vergehen

1 Mit Frei­heits­s­tra­fe bis zu drei Jah­ren oder Geld­stra­fe wird be­straft, wer vor­sätz­lich:88

a.
Stof­fe, die das Was­ser ver­un­rei­ni­gen kön­nen, wi­der­recht­lich mit­tel­bar oder un­mit­tel­bar in ein Ge­wäs­ser ein­bringt, ver­si­ckern lässt oder aus­ser­halb ei­nes Ge­wäs­sers ab­la­gert oder aus­bringt und da­durch die Ge­fahr ei­ner Ver­un­rei­ni­gung des Was­sers schafft (Art. 6);
b.
als In­ha­ber von An­la­gen, die was­ser­ge­fähr­den­de Flüs­sig­kei­ten ent­hal­ten, die nach die­sem Ge­setz not­wen­di­gen bau­li­chen und ap­pa­ra­ti­ven Vor­rich­tun­gen nicht er­stellt oder nicht funk­ti­ons­fä­hig er­hält und da­durch das Was­ser ver­un­rei­nigt oder die Ge­fahr ei­ner Ver­un­rei­ni­gung schafft (Art. 22);
c.
be­hörd­lich fest­ge­leg­te Do­tier­was­ser­men­gen nicht ein­hält oder die zum Schutz des Ge­wäs­sers un­ter­halb der Ent­nah­me­stel­le an­ge­ord­ne­ten Mass­nah­men nicht trifft (Art. 35);
d.
ein Fliess­ge­wäs­ser wi­der­recht­lich ver­baut oder kor­ri­giert (Art. 37);
e.
oh­ne Be­wil­li­gung oder ent­ge­gen den Be­din­gun­gen ei­ner er­teil­ten Be­wil­li­gung Fliess­ge­wäs­ser über­deckt oder ein­dolt (Art. 38);
f.
oh­ne Be­wil­li­gung der kan­to­na­len Be­hör­de oder ent­ge­gen den Be­din­gun­gen ei­ner er­teil­ten Be­wil­li­gung fes­te Stof­fe in einen See ein­bringt (Art. 39 Abs. 2);
g.
oh­ne Be­wil­li­gung oder ent­ge­gen den Be­din­gun­gen ei­ner er­teil­ten Be­wil­li­gung Kies, Sand oder an­de­res Ma­te­ri­al aus­beu­tet oder vor­be­rei­ten­de Gra­bun­gen da­zu vor­nimmt (Art. 44).

2 Han­delt der Tä­ter fahr­läs­sig, so ist die Stra­fe Geld­stra­fe bis zu 180 Ta­ges­sät­zen.89

88 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. II 2 des BG vom 19. März 2010, in Kraft seit 1. Aug. 2010 (AS 2010 3233; BBl 2009 5435).

89 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. II 2 des BG vom 19. März 2010, in Kraft seit 1. Aug. 2010 (AS 2010 3233; BBl 2009 5435).