Bundesgesetz
über den Schutz der Gewässer
(Gewässerschutzgesetz, GSchG)


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Art. 37 Eingriffe in oberirdische Gewässer 31

1 Ober­ir­di­sche Ge­wäs­ser dür­fen nur ver­baut und kor­ri­giert wer­den, wenn:

a.
der Hoch­was­ser­schutz es er­for­dert (Art. 3 Abs. 1−3 des Was­ser­bau­ge­set­zes vom 21. Ju­ni 199132);
b.
es für die Schiff­bar­ma­chung oder für ei­ne im öf­fent­li­chen In­ter­es­se lie­gen­de Nut­zung der Was­ser­kraft nö­tig ist;
c.
es für die Er­rich­tung ei­ner De­po­nie nö­tig ist, die nur am vor­ge­se­he­nen Stand­ort er­rich­tet wer­den kann und auf der aus­sch­liess­lich un­ver­schmutz­tes Aus­hub- und Aus­bruch­ma­te­ri­al ab­ge­la­gert wird; oder
d.
da­durch der Zu­stand ei­nes be­reits ver­bau­ten oder kor­ri­gier­ten ober­ir­di­schen Ge­wäs­sers im Sinn die­ses Ge­set­zes ver­bes­sert wer­den kann.

2 Bei Ein­grif­fen in das ober­ir­di­sche Ge­wäs­ser muss des­sen na­tür­li­cher Ver­lauf mög­lichst bei­be­hal­ten oder wie­der­her­ge­stellt wer­den.

3 Ober­ir­di­scheGe­wäs­ser und Ge­wäs­ser­raum müs­sen so ge­stal­tet und un­ter­hal­ten wer­den, dass:

a.
sie ei­ner viel­fäl­ti­gen Tier- und Pflan­zen­welt als Le­bens­raum die­nen kön­nen;
b.
die Wech­sel­wir­kun­gen zwi­schen ober- und un­ter­ir­di­schen Ge­wäs­sern so weit als mög­lich er­hal­ten blei­ben;
c.
ei­ne stand­ort­ge­rech­te Uferve­ge­ta­ti­on ge­dei­hen kann.

4 In über­bau­ten Ge­bie­ten kann die Be­hör­de Aus­nah­men von den Ab­sät­zen 2 und 3 be­wil­li­gen.

5 Für die Schaf­fung künst­li­cher Ge­wäs­ser, die In­stand­stel­lung und die Ver­stär­kung be­ste­hen­der Schutz­bau­ten nach Scha­dener­eig­nis­sen gel­ten die Ab­sät­ze 2 und 3 sinn­ge­mä­ss.

31 Fas­sung ge­mä­ss An­hang Ziff. 4 des BG vom 15. März 2024, in Kraft seit 1. Aug. 2025 (AS 2025 430; BBl 2023 858).

32 SR 721.100

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