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Gewässerschutzverordnung
(GSchV)

Art. 6 Einleitung in Gewässer

1 Die Be­hör­de be­wil­ligt die Ein­lei­tung von ver­schmutz­tem Ab­was­ser in ober­ir­di­sche Ge­wäs­ser, Drai­na­gen so­wie un­ter­ir­di­sche Flüs­se und Bä­che, wenn die An­for­de­run­gen an die Ein­lei­tung in Ge­wäs­ser nach An­hang 3 ein­ge­hal­ten sind.

2 Sie ver­schärft oder er­gänzt die An­for­de­run­gen, wenn:

a.
die be­trof­fe­nen Ge­wäs­ser durch die Ein­lei­tung des Ab­was­sers die An­for­de­run­gen an die Was­ser­qua­li­tät nach An­hang 2 nicht er­fül­len oder wenn dies zur Ein­hal­tung in­ter­na­tio­na­ler Ver­ein­ba­run­gen oder Be­schlüs­se er­for­der­lich ist; und
b.
auf Grund von Ab­klä­run­gen (Art. 47) fest­steht, dass die un­ge­nü­gen­de Was­ser­qua­li­tät zu ei­nem we­sent­li­chen Teil auf die Ein­lei­tung des Ab­was­sers zu­rück­zu­füh­ren ist und die ent­spre­chen­den Mass­nah­men bei der Ab­was­ser­rei­ni­gungs­an­la­ge nicht un­ver­hält­nis­mäs­sig sind.

3 Sie kann die An­for­de­run­gen ver­schär­fen oder er­gän­zen, wenn die Was­ser­qua­li­tät nach An­hang 2 für ei­ne be­son­de­re Nut­zung des be­trof­fe­nen Ge­wäs­sers nicht aus­reicht.

4 Sie kann die An­for­de­run­gen er­leich­tern, wenn:

a.
durch ei­ne Ver­min­de­rung der ein­ge­lei­te­ten Ab­was­ser­men­ge trotz der Zu­las­sung hö­he­rer Stoff­kon­zen­tra­tio­nen die Men­ge der ein­ge­lei­te­ten Stof­fe, die Ge­wäs­ser ver­un­rei­ni­gen kön­nen, ver­min­dert wird; oder
b.
die Um­welt durch die Ein­lei­tung nicht ver­wert­ba­rer Stof­fe in In­dus­trie­ab­was­ser ge­samt­haft we­ni­ger be­las­tet wird als durch ei­ne an­de­re Ent­sor­gung; die An­for­de­run­gen an die Was­ser­qua­li­tät nach An­hang 2 und in­ter­na­tio­na­le Ver­ein­ba­run­gen oder Be­schlüs­se müs­sen ein­ge­hal­ten wer­den.