Verordnung des EDI
über die Hygiene beim Umgang mit Lebensmitteln
(Hygieneverordnung EDI, HyV)


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Art. 7 Besondere Vorschriften für Räume

1 Räu­me, in de­nen Le­bens­mit­tel zu­be­rei­tet, ver­ar­bei­tet oder be­han­delt wer­den, müs­sen so kon­zi­piert und an­ge­legt sein, dass ei­ne gu­te Le­bens­mit­tel­hy­gie­ne ge­währ­leis­tet ist und Kon­ta­mi­na­tio­nen wäh­rend der Ar­beits­gän­ge und zwi­schen den Ar­beits­gän­gen ver­mie­den wer­den.

2 Sie müs­sen ins­be­son­de­re fol­gen­de An­for­de­run­gen er­fül­len:

a.
Die Bo­den­be­lä­ge sind in ein­wand­frei­em Zu­stand zu hal­ten und müs­sen leicht zu rei­ni­gen und er­for­der­li­chen­falls zu des­in­fi­zie­ren sein. Sie müs­sen was­se­run­durch­läs­sig, was­ser­ab­stos­send und ab­rieb­fest sein und aus nicht­to­xi­schem Ma­te­ri­al be­ste­hen. Ge­ge­be­nen­falls müs­sen sie ein ge­eig­ne­tes Ab­fluss­sys­tem auf­wei­sen. Die ver­ant­wort­li­che Per­son kann ge­gen­über der zu­stän­di­gen kan­to­na­len Voll­zugs­be­hör­de nach­wei­sen, dass an­de­re ver­wen­de­te Ma­te­ria­li­en ge­eig­net sind.
b.
Die Wand­flä­chen sind in ein­wand­frei­em Zu­stand zu hal­ten und müs­sen leicht zu rei­ni­gen und er­for­der­li­chen­falls zu des­in­fi­zie­ren sein. Sie müs­sen was­se­run­durch­läs­sig, was­ser­ab­stos­send und ab­rieb­fest sein und aus nicht­to­xi­schem Ma­te­ri­al be­ste­hen so­wie bis zu ei­ner den je­wei­li­gen Ar­beits­vor­gän­gen an­ge­mes­se­nen Hö­he glat­te Flä­chen auf­wei­sen. Die ver­ant­wort­li­che Per­son kann ge­gen­über der zu­stän­di­gen kan­to­na­len Voll­zugs­be­hör­de nach­wei­sen, dass an­de­re ver­wen­de­te Ma­te­ria­li­en ge­eig­net sind.
c.
De­cken, di­rekt sicht­ba­re Dachin­nen­sei­ten und De­cken­struk­tu­ren müs­sen so ge­baut und ver­ar­bei­tet sein, dass Schmutz­an­samm­lun­gen ver­mie­den und Kon­den­sa­ti­on, un­er­wünsch­ter Schim­mel­be­fall so­wie das Ab­lö­sen von Ma­te­ri­al­teil­chen auf ein Min­dest­mass be­schränkt wer­den.
d.
Fens­ter und an­de­re Öff­nun­gen müs­sen so ge­baut sein, dass Schmutz­an­samm­lun­gen ver­mie­den wer­den. Las­sen sie sich nach aus­sen öff­nen, so müs­sen sie er­for­der­li­chen­falls mit In­sek­ten­git­tern ver­se­hen sein, die zu Rei­ni­gungs­zwe­cken leicht ent­fernt wer­den kön­nen. Be­güns­ti­gen of­fe­ne Fens­ter die Kon­ta­mi­na­ti­on, so müs­sen sie wäh­rend des Her­stel­lungs-, des Ver­ar­bei­tungs- oder des Be­hand­lungs­pro­zes­ses ge­schlos­sen blei­ben.
e.
Tü­ren müs­sen leicht zu rei­ni­gen und er­for­der­li­chen­falls zu des­in­fi­zie­ren sein. Ent­spre­chend müs­sen sie glat­te und was­ser­ab­stos­sen­de Ober­flä­chen ha­ben. Die ver­ant­wort­li­che Per­son kann ge­gen­über der zu­stän­di­gen kan­to­na­len Voll­zugs­be­hör­de nach­wei­sen, dass an­de­re ver­wen­de­te Ma­te­ria­li­en ge­eig­net sind.
f.
Flä­chen in Be­rei­chen, in de­nen mit Le­bens­mit­teln um­ge­gan­gen wird, und ins­be­son­de­re Flä­chen, die mit Le­bens­mit­teln in Be­rüh­rung kom­men, sind in ein­wand­frei­em Zu­stand zu hal­ten und müs­sen leicht zu rei­ni­gen und er­for­der­li­chen­falls zu des­in­fi­zie­ren sein. Sie müs­sen ent­spre­chend aus kor­ro­si­ons­fes­tem, glat­tem, ab­rieb­fes­tem und nicht­to­xi­schem Ma­te­ri­al be­ste­hen. Die ver­ant­wort­li­che Per­son kann ge­gen­über der zu­stän­di­gen kan­to­na­len Voll­zugs­be­hör­de nach­wei­sen, dass an­de­re ver­wen­de­te Ma­te­ria­li­en ge­eig­net sind.

3 Falls er­for­der­lich, müs­sen ge­eig­ne­te Vor­rich­tun­gen zum Rei­ni­gen, Des­in­fi­zie­ren und La­gern von Ar­beits­ge­rä­ten und Aus­rüs­tun­gen vor­han­den sein. Die­se Vor­rich­tun­gen müs­sen kor­ro­si­ons­fest und leicht zu rei­ni­gen sein und über ei­ne an­ge­mes­se­ne Warm- und Kalt­was­ser­zu­fuhr ver­fü­gen.

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