Bundesgesetz
über Statut und Aufgaben des
Eidgenössischen Instituts für Geistiges Eigentum
(IGEG)


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Art. 2 Aufgaben

1 Das IGE er­füllt fol­gen­de Auf­ga­ben:

a.5
Es be­sorgt die Vor­be­rei­tung der Er­las­se über die Er­fin­dungs­pa­ten­te, das De­sign, das Ur­he­ber­recht und ver­wand­te Schutz­rech­te, die To­po­gra­phien von Halb­lei­ter­er­zeug­nis­sen, die Mar­ken und Her­kunfts­an­ga­ben, öf­fent­li­chen Wap­pen und an­de­ren öf­fent­li­chen Kenn­zei­chen so­wie der üb­ri­gen Er­las­se auf dem Ge­biet des geis­ti­gen Ei­gen­tums, so­weit nicht an­de­re Ver­wal­tungs­ein­hei­ten des Bun­des zu­stän­dig sind.
b.
Es voll­zieht nach Mass­ga­be der Spe­zi­al­ge­setz­ge­bung die Er­las­se nach Buch­sta­be a so­wie die völ­ker­recht­li­chen Ver­trä­ge auf dem Ge­biet des Geis­ti­gen Ei­gen­tums.
c.
Es berät im ge­mein­wirt­schaft­li­chen Be­reich den Bun­des­rat und die üb­ri­gen Bun­des­be­hör­den in Fra­gen des Geis­ti­gen Ei­gen­tums.
d.
Es ver­tritt die Schweiz, falls er­for­der­lich in Zu­sam­men­ar­beit mit an­de­ren Ver­wal­tungs­ein­hei­ten des Bun­des, im Rah­men von in­ter­na­tio­na­len Or­ga­ni­sa­tio­nen und Über­ein­kom­men auf dem Ge­biet des Geis­ti­gen Ei­gen­tums.
e.
Es wirkt bei der Ver­tre­tung der Schweiz im Rah­men an­de­rer in­ter­na­tio­na­ler Or­ga­ni­sa­tio­nen und Über­ein­kom­men mit, so­weit die­se das Geis­ti­ge Ei­gen­tum mit­be­tref­fen.
f.
Es be­tei­ligt sich an der tech­ni­schen Zu­sam­men­ar­beit auf dem Ge­biet des Geis­ti­gen Ei­gen­tums.
g.
Es er­bringt in sei­nem Zu­stän­dig­keits­be­reich auf der Grund­la­ge des Pri­vat­rechts Dienst­leis­tun­gen; ins­be­son­de­re in­for­miert es über die im­ma­te­ri­al­gü­ter­recht­li­chen Schutz­sys­te­me, über Schutz­ti­tel und über den Stand der Tech­nik.

2 Der Bun­des­rat kann dem IGE wei­te­re Auf­ga­ben zu­wei­sen; die Ar­ti­kel 13 und 14 sind an­wend­bar.6

3 Das IGE ar­bei­tet mit der Eu­ro­päi­schen Pa­ten­t­or­ga­ni­sa­ti­on, mit an­dern in­ter­na­tio­na­len so­wie mit in- und aus­län­di­schen Or­ga­ni­sa­tio­nen zu­sam­men.

3bis Das IGE kann bei der Er­fül­lung der Auf­ga­ben nach Ab­satz 1 Buch­sta­be f völ­ker­recht­li­che Ver­trä­ge von be­schränk­ter Trag­wei­te ab­sch­lies­sen. Es ko­or­di­niert sich da­bei mit den an­de­ren Bun­des­stel­len, die im Be­reich der in­ter­na­tio­na­len Zu­sam­men­ar­beit tä­tig sind.7

4 Es kann ge­gen Ent­gelt Dienst­leis­tun­gen an­de­rer Ver­wal­tungs­ein­hei­ten des Bun­des in An­spruch neh­men.

5 Fas­sung ge­mä­ss An­hang Ziff. II 2 des De­si­gnge­set­zes vom 5. Okt. 2001, in Kraft seit 1. Ju­li 2002 (AS 2002 1456; BBl 2000 2729).

6 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I 1 des BG vom 17. Ju­ni 2005 über das Ent­las­tungs­pro­gramm 2004, in Kraft seit 1. Jan. 2006 (AS 2005 5427; BBl 2005 759).

7 Ein­ge­fügt durch An­hang Ziff. 1 des BG vom 21. Ju­ni 2013, in Kraft seit 1. Jan. 2017 (AS 2015 3631; BBl 2009 8533).

BGE

131 III 495 () from 7. Juni 2005
Regeste: Schutzunfähigkeit einer Garantiemarke; Beschwerdelegitimation des Eidgenössischen Instituts für Geistiges Eigentum (Art. 2 lit. a MSchG; Art. 103 lit. b OG). Das Eidgenössische Institut für Geistiges Eigentum ist nicht legitimiert, einen Entscheid der Eidgenössischen Rekurskommission für Geistiges Eigentum betreffend Eintragung einer Marke auf Grund von Art. 103 lit. b OG mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde anzufechten (E. 2). Der absolute Schutzausschlussgrund von Art. 2 lit. a MSchG gilt grundsätzlich auch für die Garantiemarke (E. 3-5).

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