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Bundesgesetz
über das Jugendstrafrecht
(Jugendstrafgesetz, JStG)

Art. 13 Persönliche Betreuung

1 Ge­nügt ei­ne Auf­sicht nach Ar­ti­kel 12 nicht, so be­stimmt die ur­tei­len­de Be­hör­de ei­ne ge­eig­ne­te Per­son, wel­che die El­tern in ih­rer Er­zie­hungs­auf­ga­be un­ter­stützt und den Ju­gend­li­chen per­sön­lich be­treut.

2 Die ur­tei­len­de Be­hör­de kann der mit der Be­treu­ung be­trau­ten Per­son be­stimm­te Be­fug­nis­se be­züg­lich der Er­zie­hung, Be­hand­lung und Aus­bil­dung des Ju­gend­li­chen über­tra­gen und die el­ter­li­che Sor­ge ent­spre­chend be­schrän­ken. Sie kann sie in Ab­wei­chung von Ar­ti­kel 323 Ab­satz 1 des Zi­vil­ge­setz­bu­ches (ZGB)14 auch mit der Ver­wal­tung des Er­w­erb­sein­kom­mens des Ju­gend­li­chen be­auf­tra­gen.

3 Ist der Ju­gend­li­che be­vor­mun­det, so darf kei­ne per­sön­li­che Be­treu­ung an­ge­ord­net wer­den.

4 Die per­sön­li­che Be­treu­ung kann nach Er­rei­chen des Mün­dig­keits­al­ters15 nur mit Ein­ver­ständ­nis des Be­trof­fe­nen an­ge­ord­net wer­den.

14 SR 210

15 Seit In­kraft­tre­ten des BG vom 19. Dez. 2008 (Er­wach­se­nen­schutz, Per­so­nen­recht und Kin­des­recht; AS 2011 725) am 1. Jan. 2013: des Voll­jäh­rig­keits­al­ters.