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Verordnung
über die Geschäftsführung der Konkursämter
(KOV)1

vom 13. Juli 1911 (Stand am 1. August 2021)

1Abkürzung eingefügt durch Ziff. I der V des BGer vom 5. Juni 1996, in Kraft seit 1. Jan. 1997 (AS 1996 2884).

Art. 63

h. Im Pro­zess lie­gen­de For­de­run­gen

 

1 Strei­ti­ge For­de­run­gen, wel­che im Zeit­punkt der Kon­kurser­öff­nung be­reits Ge­gen­stand ei­nes Pro­zes­ses bil­den, sind im Kol­lo­ka­ti­ons­plan zu­nächst oh­ne Ver­fü­gung der Kon­kurs­ver­wal­tung le­dig­lich pro me­mo­ria vorzu­mer­ken.

2 Wird der Pro­zess we­der von der Mas­se noch von ein­zel­nen Gläu­bi­gern nach Ar­ti­kel 260 SchKG fort­ge­führt, so gilt die For­de­rung als an­er­kannt, und die Gläu­bi­ger ha­ben kein Recht mehr, ih­re Kol­lo­ka­ti­on nach Ar­ti­kel 250 SchKG an­zu­fech­ten.

3 Wird der Pro­zess da­ge­gen fort­ge­führt, so er­folgt je nach des­sen Aus­gang die Strei­chung der For­de­rung oder ih­re de­fi­ni­ti­ve Kol­lo­ka­ti­on, wel­che von den Gläu­bi­gern eben­falls nicht mehr an­ge­foch­ten wer­den kann.

4 Bei der Ver­hand­lung dar­über, ob der Pro­zess fort­ge­führt wer­den soll, ist nach Ana­lo­gie von Ar­ti­kel 48 hier­vor zu ver­fah­ren.