Verordnung
über die Krankenversicherung
(KVV)


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Art. 101 c. Prämien

1 Ver­si­che­run­gen mit ein­ge­schränk­ter Wahl der Leis­tungs­er­brin­ger sind kei­ne be­son­de­ren Ri­si­ko­ge­mein­schaf­ten in­ner­halb ei­nes Ver­si­che­rers. Bei der Fest­set­zung der Prä­mi­en hat der Ver­si­che­rer die Ver­wal­tungs­kos­ten und all­fäl­li­ge Rück­ver­si­che­rungs­prä­mi­en ein­zu­rech­nen und dar­auf zu ach­ten, dass die Ver­si­cher­ten mit ein­ge­schränk­ter Wahl der Leis­tungs­er­brin­ger im ver­si­che­rungs­tech­nisch er­for­der­li­chen Mass an die Re­ser­ven und an den Ri­si­ko­aus­gleich bei­tra­gen.

2 Prä­mi­e­ner­mäs­si­gun­gen sind nur zu­läs­sig für Kos­ten­un­ter­schie­de, die auf die ein­ge­schränk­te Wahl der Leis­tungs­er­brin­ger so­wie auf ei­ne be­son­de­re Art und Hö­he der Ent­schä­di­gung der Leis­tungs­er­brin­ger zu­rück­zu­füh­ren sind. Kos­ten­un­ter­schie­de auf­grund ei­nes güns­ti­ge­ren Ri­si­ko­be­stan­des ge­ben kei­nen An­spruch auf Prä­mi­e­ner­mäs­si­gung. Die Kos­ten­un­ter­schie­de müs­sen durch Er­fah­rungs­zah­len von min­des­tens fünf Rech­nungs­jah­ren nach­ge­wie­sen sein.

3 Lie­gen noch kei­ne Er­fah­rungs­zah­len von min­des­tens fünf Rech­nungs­jah­ren vor, dür­fen die Prä­mi­en um höchs­tens 20 Pro­zent un­ter den Prä­mi­en der or­dent­li­chen Ver­si­che­rung des be­tref­fen­den Ver­si­che­rers lie­gen.

4 Er­bringt ei­ne In­sti­tu­ti­on, die der Durch­füh­rung ei­ner Ver­si­che­rung mit ein­ge­schränk­ter Wahl der Leis­tungs­er­brin­ger dient, ih­re Leis­tun­gen für Ver­si­cher­te von meh­re­ren Ver­si­che­rern, kann für die Ver­si­cher­ten ei­ne ein­heit­li­che Prä­mie fest­ge­legt wer­den.

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