Legge federale
sull’assicurazione malattie
(LAMal)


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Art. 16 Principio 38

1Gli assicuratori il cui effettivo di assicurati con un rischio di malattia elevato è inferiore a quello medio dell’insieme degli assicuratori versano tasse di rischio all’istituzione comune (art. 18).

2 Gli as­si­cu­ra­to­ri il cui ef­fet­ti­vo di as­si­cu­ra­ti con un ri­schio di ma­lat­tia ele­va­to è su­pe­rio­re a quel­lo me­dio dell’in­sie­me de­gli as­si­cu­ra­to­ri ri­ce­vo­no con­tri­bu­ti com­pen­sa­ti­vi dall’isti­tu­zio­ne co­mu­ne.

3 Le tas­se di ri­schio e i con­tri­bu­ti com­pen­sa­ti­vi de­vo­no com­pen­sa­re in­te­gral­men­te le dif­fe­ren­ze me­die di ri­schio tra i grup­pi di ri­schio de­ter­mi­nan­ti.

4 Il ri­schio di ma­lat­tia ele­va­to è de­fi­ni­to dall’età, dal ses­so e da al­tri in­di­ca­to­ri di mor­bi­li­tà ap­pro­pria­ti. Il Con­si­glio fe­de­ra­le sta­bi­li­sce gli in­di­ca­to­ri.

5 Gli as­si­cu­ra­ti che il 31 di­cem­bre dell’an­no in que­stio­ne non han­no an­co­ra com­piu­to i 19 an­ni (mi­no­ren­ni) so­no esclu­si dall’ef­fet­ti­vo di as­si­cu­ra­ti de­ter­mi­nan­te.39

38 Nuo­vo te­sto giu­sta il n. I del­la LF del 21 mar. 2014, in vi­go­re dal 1° gen. 2017 (RU 2014 3345; FF 2013 67337221).

39 In­tro­dot­to dal n. I del­la LF del 17 mar. 2017, in vi­go­re dal 1° gen. 2019 (RU 2018 1843; FF 2016 64797149).

BGE

150 V 129 (9C_135/2022) from 12. Dezember 2023
Regeste: Art. 32 Abs. 1, Art. 35 Abs. 2 lit. a, Art. 56 Abs. 1 und 6, Art. 59 Abs. 1 lit. b und Abs. 3 lit. a KVG; Rückforderung von Vergütungen der Krankenversicherer an ärztliche Leistungserbringer bei Verstössen gegen das Wirtschaftlichkeitsgebot ("Überarztung"); tarifpartnerschaftlicher Vertrag betreffend die Screening-Methode zur Kontrolle der Wirtschaftlichkeit. Rechtsgrundlagen und Leitsätze der Rechtsprechung (E. 4.1 und 4.2); Abfolge der Verträge über die Methode zur Kontrolle der Wirtschaftlichkeit (E. 4.3); statistische Natur der Screening-Methode; Unterschied zur analytischen Methode (E. 4.4). Die Wirtschaftlichkeitsprüfung nach der Screening-Methode setzt sich aus einer Regressionsanalyse (Screening) und, bei auffälligem Resultat, einer anschliessenden Einzelfallprüfung zusammen (E. 5.2). Ein auffälliges Ergebnis der Regressionsanalyse bedeutet noch keine Feststellung von Unwirtschaftlichkeit. Insoweit handelt es sich nicht um eine Beweismethode. Ebenso wenig führt eine auffällige Kostenstruktur zu einer Umkehrung der Beweislast; der Leistungserbringer ist indes mitwirkungspflichtig (E. 5.3). Die im Rahmen des Screenings zu veranschlagende Toleranzmarge trägt vor allem der ärztlichen Behandlungsfreiheit Rechnung; die neue Methode wirkt sich nicht auf die Toleranzmarge aus (E. 5.4). Praxistypologische Merkmale (z.B. Selbstdispensation) sind auf Stufe der Einzelfallprüfung zu berücksichtigen, wenn sie nicht als Screening-Faktor implementiert werden können (E. 5.5.2). Praxisbesonderheiten, die sich auf Eigenschaften des Patientenkollektivs beziehen, kann gestützt auf Patientendossiers oder Statistiken Rechnung getragen werden, soweit sie nicht schon im Rahmen der Regressionsanalyse standardisiert worden sind (E. 5.5.3). Zum Verhältnis zwischen Wirtschaftlichkeitsprüfung und Schiedsgerichtsverfahren (E. 5.6). Da im vorliegenden Fall eine Einzelfallprüfung unterblieben ist, sind die Klage und folglich die vorinstanzlichen Entscheidungsgrundlagen unvollständig (E. 5.7 und 5.8). Die Führung einer Praxisapotheke (Selbstdispensation) ist grundsätzlich kostenrelevant (E. 6.4). Der in die Screening-Methode integrierte Morbiditätsfaktor Pharmaceutical Cost Groups (PCG; "pharmazeutische Kostengruppen") neutralisiert Mehrkosten infolge von Selbstdispensation nicht (E. 6.5). Möglichkeiten, um diesem Merkmal Rechnung zu tragen (E. 6.6).

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