Legge federale
sulle abitazioni secondarie
(Legge sulle abitazioni secondarie, LASec)


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Art. 7

1 Nei Co­mu­ni in cui la quo­ta di abi­ta­zio­ni se­con­da­rie su­pe­ra il 20 per cen­to pos­so­no es­se­re au­to­riz­za­te nuo­ve abi­ta­zio­ni so­la­men­te se so­no uti­liz­za­te:

a.
co­me abi­ta­zio­ne pri­ma­ria o abi­ta­zio­ne che, se­con­do l’ar­ti­co­lo 2 ca­po­ver­so 3, è equi­pa­ra­ta a un’abi­ta­zio­ne pri­ma­ria; o
b.
co­me abi­ta­zio­ne sfrut­ta­ta a sco­pi tu­ri­sti­ci.

2 Un’abi­ta­zio­ne è con­si­de­ra­ta sfrut­ta­ta a sco­pi tu­ri­sti­ci se, in mo­do du­ra­tu­ro, è mes­sa a di­spo­si­zio­ne di clien­ti, esclu­si­va­men­te per sog­gior­ni di bre­ve du­ra­ta, a con­di­zio­ni usua­li di mer­ca­to e con­for­mi all’uso lo­ca­le, e se:

a.
si tro­va nel­lo stes­so edi­fi­cio in cui il pro­prie­ta­rio ha il suo do­mi­ci­lio prin­ci­pa­le; o
b.
non è adat­ta­ta al­le esi­gen­ze per­so­na­li del pro­prie­ta­rio ed è ge­sti­ta nell’am­bi­to di una strut­tu­ra ri­cet­ti­va or­ga­niz­za­ta.

3 Nel­le au­to­riz­za­zio­ni edi­li­zie, l’au­to­ri­tà pre­po­sta al lo­ro ri­la­scio di­spo­ne la li­mi­ta­zio­ne d’uso se­con­do il ca­po­ver­so 1 let­te­ra a o il ca­po­ver­so 2 let­te­re a o b pre­scri­ven­do un one­re d’uso. Se nell’au­to­riz­za­zio­ne edi­li­zia per una nuo­va abi­ta­zio­ne ta­le one­re non fi­gu­ra e se l’au­to­riz­za­zio­ne non è sta­ta ri­la­scia­ta se­con­do gli ar­ti­co­li 8, 9, 26 o 27, la li­mi­ta­zio­ne d’uso se­con­do il ca­po­ver­so 1 let­te­ra a si pre­su­me ap­pli­ca­bi­le.

4 Im­me­dia­ta­men­te do­po che l’au­to­riz­za­zio­ne edi­li­zia è pas­sa­ta in giu­di­ca­to, l’au­to­ri­tà pre­po­sta al ri­la­scio del­le au­to­riz­za­zio­ni edi­li­zie in­ca­ri­ca l’uf­fi­cio del re­gi­stro fon­dia­rio di men­zio­na­re nel re­gi­stro fon­dia­rio la li­mi­ta­zio­ne d’uso ri­guar­dan­te il fon­do in que­stio­ne.

5 Il Con­si­glio fe­de­ra­le di­sci­pli­na i det­ta­gli, se­gna­ta­men­te:

a.
i re­qui­si­ti po­sti al­la strut­tu­ra ri­cet­ti­va or­ga­niz­za­ta;
b.
l’ob­bli­go di no­ti­fi­ca del cam­bia­men­to di de­sti­na­zio­ne da abi­ta­zio­ne sfrut­ta­ta a sco­pi tu­ri­sti­ci in abi­ta­zio­ne pri­ma­ria; e
c.
la for­mu­la­zio­ne de­gli one­ri d’uso.

BGE

142 II 206 (1C_159/2015) from 3. Mai 2016
Regeste: Art. 75b BV; Art. 6, 7 Abs. 1 und Art. 14 ZWG; Art. 3 Abs. 1 ZWV; Art. 2 ZGB; Rechtsmissbrauch im Bereich Zweitwohnungen. Es besteht die Gefahr des Rechtsmissbrauchs, wenn die Bauherrschaft vorgibt, eine Erstwohnung zu erstellen, in Wahrheit jedoch beabsichtigt, das in Art. 75b BV und Art. 6 ZWG enthaltene Verbot zu umgehen (E. 2). Zusammenfassung der Rechtsprechung (E. 3). Aufgrund der Anzahl geplanter Wohnungen und jener der ganzjährigen Bewohner besteht Anlass, die Nachfrage nach Erstwohnungen im betroffenen Gebiet zu prüfen (E. 4).

144 II 49 (1C_102/2017) from 16. Januar 2018
Regeste: Art. 5 Abs. 3 und 75b BV; Art. 6 und 14 ZWG; Bau von zwei Chalets als Erstwohnungen in Verbier. Rechtsprechung zum Rechtsmissbrauch im Zusammenhang mit Zweitwohnungen (E. 2.1-2.3). Angesichts des Bevölkerungsrückgangs in Verbier zwischen 2013 und 2016 und des Angebots von mehreren Dutzend Unterkünften erscheint die Nachfrage nach Erstwohnungen ungenügend; das Projekt dürfte deshalb nur bewilligt werden, wenn noch vor dem Bau ernsthafte und konkrete Zusicherungen für den Erwerb durch ganzjährige Bewohner vorliegen würden (E. 2.4).

147 II 465 (1C_111/2020) from 11. August 2021
Regeste: Art. 9 Abs. 2 ZWG; Art. 24d Abs. 2 und 3 RPG; Art. 39 Abs. 2-5 und Art. 43a RPV; Umbau einer in der Landwirtschaftszone gelegenen Stallscheune in ein Ferienhaus. Der Verweis in Art. 9 Abs. 2 ZWG bezieht sich lediglich auf die Vorschriften über geschützte Bauten (Art. 24d Abs. 2 und 3 RPG) und landschaftsprägende Bauten (Art. 39 Abs. 2-5 RPV), jeweils in Verbindung mit Art. 43a RPV (Bestätigung der Rechtsprechung; E. 3.1). Art. 24d Abs. 2 RPG dient der Gewährleistung des aus der Eigentumsgarantie abgeleiteten Besitzstandsschutzes. Er setzt dementsprechend voraus, dass Bauten, deren Zweck geändert werden soll, im Änderungszeitpunkt noch bestimmungsgemäss nutzbar sind. Bauten, die dies nicht sind, fallen nicht in den Anwendungsbereich der Bestimmung (E. 4.2.1 und 4.2.2). Bestimmungsgemässe Nutzbarkeit vorliegend tendenziell verneint, Frage jedoch offengelassen (E. 4.2.3 und 4.2.4). Art. 24d Abs. 2 RPG setzt neben der formellen Unterschutzstellung voraus, dass die Baute als Einzelobjekt materiell schützenswert ist. Die Schutzwürdigkeit kann sich aus Gesichtspunkten des Denkmalschutzes ergeben. Unter gewissen Umständen können auch Aspekte des Landschaftsschutzes eine Baute als schützenswert erscheinen lassen (E. 4.3.1). Das Bundesgericht prüft die materielle Schutzwürdigkeit grundsätzlich frei. Es auferlegt sich jedoch eine gewisse Zurückhaltung, soweit es um spezifische örtliche Besonderheiten geht, welche die kantonalen Behörden besser kennen (E. 4.3.2). Schutzwürdigkeit vorliegend verneint (E. 4.3.3 und 4.3.4).

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