Bundesgesetz
über die landwirtschaftliche Pacht
(LPG)

vom 4. Oktober 1985 (Stand am 1. Januar 2014)


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Art. 16 Kündigung im Allgemeinen

1 Die Kün­di­gung ei­nes Pacht­ver­trags ist nur gül­tig, wenn sie schrift­lich er­folgt. Auf Ver­lan­gen ist sie zu be­grün­den.

2 Die Kün­di­gungs­frist be­trägt ein Jahr, wenn das Ge­setz nichts an­de­res be­stimmt; die Par­tei­en kön­nen ei­ne län­ge­re Frist ver­ein­ba­ren.

3 Ist nichts an­de­res ver­ein­bart, kann nur auf den orts­üb­li­chen Früh­jahrs- oder Herbst­ter­min ge­kün­digt wer­den.

4 Liegt der Pacht­ge­gen­stand teil­wei­se in ei­ner Bau­zo­ne nach Ar­ti­kel 15 des Raum­pla­nungs­ge­set­zes vom 22. Ju­ni 197912, so kann die Kün­di­gung für die nicht in den Gel­tungs­be­reich des BGBB13 fal­len­den Grund­stücke so­wie für den nicht­land­wirt­schaft­li­chen Teil der Grund­stücke nach Ar­ti­kel 2 Ab­satz 2 BGBB aus­ge­spro­chen und der Pacht­ver­trag oh­ne die­se fort­ge­setzt wer­den.14

12 SR 700

13 SR 211.412.11

14 Ein­ge­fügt durch Ziff. I des BG vom 5. Okt. 2007 (AS 2008 3589; BBl 2006 6337). Fas­sung ge­mä­ss An­hang Ziff. 3 des BG vom 22. März 2013, in Kraft seit 1. Jan. 2014 (AS 2013 34633863; BBl 2012 2075).

BGE

125 III 425 () from 14. September 1999
Regeste: Kündigung eines landwirtschaftlichen Pachtvertrages (Art. 16 Abs. 1 LPG). Da Art. 266n OR im Falle der Kündigung eines landwirtschaftlichen Pachtvertrages nicht anwendbar ist, braucht die Kündigung durch den Verpächter dem Pächter und dessen Ehegatten nicht separat zugestellt zu werden, auch wenn der Pachtgegenstand ein Wohnhaus umfasst, das diesen als Familienwohnung dient.

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