Bundesgesetz
über die Armee und die Militärverwaltung
(Militärgesetz, MG)


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Art. 35 Schutz vor schweren und vor übertragbaren Krankheiten 89

1 Der Bun­des­rat er­lässt Vor­schrif­ten über den Schutz vor schwe­ren und vor über­trag­ba­ren Krank­hei­ten in der Ar­mee. Er re­gelt da­bei die Mass­nah­men und die Zu­stän­dig­kei­ten un­ter Be­rück­sich­ti­gung der Be­stim­mun­gen des Epi­de­mien­ge­set­zes vom 28. Sep­tem­ber 201290 und des Tier­seu­chen­ge­set­zes vom 1. Ju­li 196691.92

2 Er kann für die Aus­übung von Funk­tio­nen der Ar­mee mit er­höh­tem In­fek­ti­ons­ri­si­ko vor­beu­gen­de Blut­un­ter­su­chun­gen und Imp­fun­gen ver­lan­gen.93

3 Er kann vor­se­hen, dass Stel­lungs­pflich­ti­gen und An­ge­hö­ri­gen der Ar­mee frei­wil­li­ge Blut­un­ter­su­chun­gen und Imp­fun­gen an­ge­bo­ten wer­den.94

89 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 18. März 2022, in Kraft seit 1. Jan. 2023 (AS 2022 725; BBl 2021 2198).

90 SR 818.101

91 SR 916.40

92 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 18. März 2022, in Kraft seit 1. Jan. 2023 (AS 2022 725; BBl 2021 2198).

93 Ein­ge­fügt durch Ziff. I des BG vom 18. März 2016, in Kraft seit 1. Jan. 2018 (AS 2016 4277, 2017 2297; BBl 2014 6955).

94 Ein­ge­fügt durch Ziff. I des BG vom 18. März 2016, in Kraft seit 1. Jan. 2018 (AS 2016 4277, 2017 2297; BBl 2014 6955).

BGE

149 I 129 (8C_351/2022) from 22. Februar 2023
Regeste: Art. 10 Abs. 2 und Art. 36 BV; Art. 47 MG; Art. 20 Abs. 1, Art. 10 Abs. 3 und Art. 37 Abs. 1 BPG; Art. 7 Abs. 1 PVSPA; Auflösung des Arbeitsverhältnisses eines Angehörigen der Spezialkräfte der Armee wegen der Weigerung, sich der für obligatorisch erklärten Covid-19-Impfung zu unterziehen. Die dem Beschwerdeführer erteilte Weisung, sich gegen Covid-19 impfen zu lassen, beruhte auf der Notwendigkeit, trotz der von zahlreichen Ländern wegen der Coronavirus-Pandemie getroffenen Massnahmen eine kurzfristige operationelle Verfügbarkeit für Einsätze im Ausland sicherzustellen. Diese Impfpflicht, verbunden mit einer Kündigungsandrohung im Falle der Widersetzung, stellt einen Eingriff in das Grundrecht der persönlichen Freiheit dar. Die vorliegende Grundrechtsbeschränkung stützt sich indessen auf eine genügende gesetzliche Grundlage (E. 5.1). Sie dient einem hinreichenden öffentlichen Interesse (E. 5.2) und der Grundsatz der Verhältnismässigkeit wird gewahrt (E. 5.3).

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