Militärstrafgesetz
(MStG)


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Art. 107189

Un­ge­hor­sam ge­gen mi­li­tä­ri­sche oder be­hörd­li­che Mass­nah­men

 

1. Wer vom Bun­des­rat, von kan­to­na­len Re­gie­run­gen oder an­dern bür­ger­li­chen oder mi­li­tä­ri­schen zu­stän­di­gen Stel­len zur Wah­rung der mi­li­tä­ri­schen In­ter­es­sen oder der Neu­tra­li­tät oder in Aus­übung der Po­li­zei­ge­walt er­las­se­nen all­ge­mei­nen Be­feh­len oder be­kannt ge­mach­ten Ver­ord­nun­gen vor­sätz­lich zu­wi­der­han­delt,

wer vor­sätz­lich be­son­dern An­ord­nun­gen oder Wei­sun­gen zu­wi­der­han­delt, die von ei­ner mi­li­tä­ri­schen Stel­le, ei­nem An­ge­hö­ri­gen der Ar­mee oder ei­ner bür­ger­li­chen Stel­le zur Wah­rung der mi­li­tä­ri­schen In­ter­es­sen er­las­sen sind,

wird, so­fern kei­ne an­de­re Straf­be­stim­mung zu­trifft, mit Frei­heits­s­tra­fe bis zu drei Jah­ren oder Geld­stra­fe be­straft.

2. Wer in Kriegs­zei­ten ei­ne Tat nach Zif­fer 1 ers­ter Ab­satz fahr­läs­sig be­geht, wird mit Geld­stra­fe be­straft.

3. In leich­ten Fäl­len er­folgt dis­zi­pli­na­ri­sche Be­stra­fung.

189 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I 2 des BG vom 17. Dez. 2021 über die Har­mo­ni­sie­rung der Strafrah­men, in Kraft seit 1. Ju­li 2023 (AS 2023 259; BBl 2018 2827).

 

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