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Bundesgesetz
über die Mehrwertsteuer
(Mehrwertsteuergesetz, MWSTG)

vom 12. Juni 2009 (Stand am 1. Januar 2024)

Art. 83 Einsprache

1 Ver­fü­gun­gen der ESTV kön­nen in­nert 30 Ta­gen nach der Er­öff­nung mit Ein­spra­che an­ge­foch­ten wer­den.

2 Die Ein­spra­che ist schrift­lich bei der ESTV ein­zu­rei­chen. Sie hat den An­trag, des­sen Be­grün­dung mit An­ga­be der Be­weis­mit­tel so­wie die Un­ter­schrift des Ein­spre­chers oder der Ein­spre­che­rin oder sei­ner oder ih­rer Ver­tre­tung zu ent­hal­ten. Die Ver­tre­tung hat sich durch schrift­li­che Voll­macht aus­zu­wei­sen. Die Be­weis­mit­tel sind in der Ein­spra­che­schrift zu be­zeich­nen und ihr bei­zu­le­gen.

3 Ge­nügt die Ein­spra­che die­sen An­for­de­run­gen nicht oder lässt der An­trag oder des­sen Be­grün­dung die nö­ti­ge Klar­heit ver­mis­sen, so räumt die ESTV dem Ein­spre­cher oder der Ein­spre­che­rin ei­ne kur­ze Nach­frist zur Ver­bes­se­rung ein. Sie ver­bin­det die­se Nach­frist mit der An­dro­hung, nach un­be­nutz­tem Fri­sta­blauf auf­grund der Ak­ten zu ent­schei­den oder, wenn An­trag, Be­grün­dung, Un­ter­schrift oder Voll­macht feh­len, auf die Ein­spra­che nicht ein­zu­tre­ten.

4 Rich­tet sich die Ein­spra­che ge­gen ei­ne ein­läss­lich be­grün­de­te Ver­fü­gung der ESTV, so ist sie auf An­trag oder mit Zu­stim­mung des Ein­spre­chers oder der Ein­spre­che­rin als Be­schwer­de an das Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt wei­ter­zu­lei­ten.

5 Das Ein­spra­che­ver­fah­ren ist trotz Rück­zugs der Ein­spra­che wei­ter­zu­füh­ren, wenn An­halts­punk­te da­für vor­lie­gen, dass die an­ge­foch­te­ne Ver­fü­gung den mass­ge­ben­den Ge­set­zes­be­stim­mun­gen nicht ent­spricht.