Eisenbahn-Netzzugangsverordnung
(NZV)


Open article in different language:  FR  |  IT
Art. 19d Stornierungsentgelt 70

1 Ver­zich­tet ein Ei­sen­bahn­ver­kehrs­un­ter­neh­men an ein­zel­nen Ta­gen auf die Nut­zung ei­ner ihm de­fi­ni­tiv zu­ge­teil­ten Tras­se oder von Tei­len da­von, so tritt an die Stel­le des Tras­sen­prei­ses ein Stor­nie­rungs­ent­gelt. Die­ses deckt ins­be­son­de­re die ver­ur­sach­ten Ver­wal­tungs­kos­ten und trägt zur De­ckung der Vor­hal­te­kos­ten bei.71

2 Das Stor­nie­rungs­ent­gelt ent­spricht dem Ba­sis­preis Tras­se nach Ar­ti­kel 19 Ab­satz 3 Buch­sta­ben a–c, mul­ti­pli­ziert mit fol­gen­den Fak­to­ren:

a.
0,2 bei Ver­zicht mehr als 60 Ta­ge im Vor­aus;
b.
0,5 bei Ver­zicht zwi­schen 60 und 31 Ta­ge im Vor­aus;
c.
0,7 bei Ver­zicht zwi­schen 30 und 5 Ta­ge im Vor­aus;
d.
0,8 bei Ver­zicht zwi­schen 4 Ta­ge und 24 Stun­den vor der fahr­plan­mäs­si­gen Ab­fahrts­zeit;
e.
1 bei Ver­zicht in­nert 24 Stun­den vor der fahr­plan­mäs­si­gen Ab­fahrts­zeit;
f.
2 bei Ver­zicht nach der fahr­plan­mäs­si­gen Ab­fahrts­zeit.72

3 Auf über­las­te­ten Stre­cken (Art. 12a) wird das Stor­nie­rungs­ent­gelt auch fäl­lig bei Ver­zicht auf:

a.
ei­ne pro­vi­so­risch zu­ge­teil­te Tras­se, wenn die Zu­tei­lung min­des­tens fünf Ar­beits­ta­ge zu­rück­liegt;
b.
ei­ne be­stell­te Tras­se, wenn die Be­stel­lung zu Kon­flik­ten un­ter Nut­ze­rin­nen führt und die Tras­sen­ver­ga­be­stel­le die be­trof­fe­nen Nut­ze­rin­nen vor mehr als fünf Ar­beits­ta­gen über die Kon­flik­te in­for­miert hat.

70 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 31. Aug. 2011 (AS 2011 4331). Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 24. Ju­ni 2015, in Kraft seit 1. Jan. 2017 (AS 20152475).

71 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 13. Nov. 2019, in Kraft seit 1. Jan. 2021 (AS 2019 4225).

72 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 5. Sept 2018, in Kraft seit 1. Jan. 2019 (AS 2018 3277).

Diese Seite ist durch reCAPTCHA geschützt und die Google Datenschutzrichtlinie und Nutzungsbedingungen gelten.

Feedback
Laden