Ordonnance
sur les enquêtes de sécurité en cas d’incident
dans le domaine des transports
(OEIT)


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Art. 15 Transports publics: déclarations à l’organe d’alerte

1 Les en­tre­prises de trans­ports pub­lics déclar­ent im­mé­di­ate­ment à l’or­gane d’alerte:

a.
les ac­ci­dents;
b.
les in­cid­ents graves;
c.
les événe­ments ex­traordin­aires;
d.25
e.
les in­cen­dies de véhicules;
f.26

2 Les sui­cides et les tent­at­ives de sui­cide mani­festes ain­si que les in­cid­ents sur la voie pub­lique im­put­ables à une vi­ol­a­tion des règles de la cir­cu­la­tion routière ne doivent pas être déclarés.

3 Les en­tre­prises de chemin de fer im­pli­quées dans un in­cid­ent sur­ven­ant sur le réseau d’un ges­tion­naire d’in­fra­struc­ture déclar­ent cet in­cid­ent au ges­tion­naire d’in­fra­struc­ture con­cerné. Ce­lui-ci est tenu de trans­mettre im­mé­di­ate­ment les déclar­a­tions à l’or­gane d’alerte.

25 Ab­ro­gée par le ch. I de l’O du 13 sept. 2024, avec ef­fet au 1er janv. 2025 (RO 2024 511).

26 Ab­ro­gée par le ch. I de l’O du 13 sept. 2024, avec ef­fet au 1er janv. 2025 (RO 2024 511).

BGE

144 II 77 (1C_428/2016) from 27. September 2017
Regeste: Art. 13 Abs. 2 BV; Art. 7 Abs. 1 und Art. 9 BGÖ; Art. 19 Abs. 1bis DSG; Gesuch um Einsicht in die in der Neuen Ereignisdatenbank (NEDB) enthaltenen Einträge über Gefährdungen und Störungen der 26 wichtigsten Schweizer Transportunternehmen. Damit ein Geheimhaltungstatbestand nach Art. 7 Abs. 1 BGÖ greift, muss die bei einer Zugangsgewährung drohende Verletzung öffentlicher oder privater Interessen ernsthaft sein und mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit eintreten; eine eigentliche Interessenabwägung ist dabei nicht vorzunehmen. Enthält ein amtliches Dokument indes Personendaten, die sich nicht anonymisieren lassen, ist gemäss Art. 19 Abs. 1bis DSG (bzw. Art. 7 Abs. 2 BGÖ) eine umfassende Güterabwägung vorzunehmen (E. 3). Dabei können dem Transparenzinteresse neben privaten Interessen am Schutz der Privatsphäre bzw. der informationellen Selbstbestimmung auch gewichtige öffentliche Anliegen gegenübergestellt werden, die der Zugangsgewährung zuwiderlaufen und nicht von einer Ausnahmebestimmung im Sinne von Art. 7 f. BGÖ erfasst werden (E. 5.7). Frage offengelassen, ob sich öffentliche Unternehmungen im Bereich der Wahrnehmung konzessionierter öffentlicher Aufgaben auf das Recht auf informationelle Selbstbestimmung berufen können (E. 5).

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