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Bundesgesetz betreffend die Ergänzung des Schweizerischen Zivilgesetzbuches (Fünfter Teil: Obligationenrecht)

vom 30. März 1911 (Stand am 1. April 2017)

Art. 2

B. An­pas­sung an das neue Recht

I. Im All­ge­mei­nen

 

1Ak­ti­en­ge­sell­schaf­ten und Kom­man­di­tak­ti­en­ge­sell­schaf­ten, die im Zeit­punkt des In­kraft­tre­tens die­ses Ge­set­zes im Han­dels­re­gis­ter ein­ge­tra­gen sind, je­doch den neu­en ge­setz­li­chen Vor­schrif­ten nicht ent­spre­chen, müs­sen in­nert fünf Jah­ren ih­re Sta­tu­ten den neu­en Be­stim­mun­gen an­pas­sen.

2Ge­sell­schaf­ten die ih­re Sta­tu­ten trotz öf­fent­li­cher Auf­for­de­rung durch mehr­fa­che Pu­bli­ka­ti­on im Schwei­ze­ri­schen Han­delsamts­blatt und in den kan­to­na­len Amts­blät­tern nicht in­nert fünf Jah­ren den Be­stim­mun­gen über das Min­dest­ka­pi­tal, die Min­de­stein­la­ge und die Par­ti­zi­pa­ti­ons- und Ge­nuss­schei­ne an­pas­sen, wer­den auf An­trag des Han­dels­re­gis­ter­füh­rers vom Rich­ter auf­ge­löst. Der Rich­ter kann ei­ne Nach­frist von höchs­tens sechs Mo­na­ten an­set­zen. Ge­sell­schaf­ten, die vor dem 1. Ja­nu­ar 1985 ge­grün­det wur­den, sind von der An­pas­sung ih­rer Sta­tu­ten­be­stim­mung über das Min­dest­ka­pi­tal aus­ge­nom­men. Ge­sell­schaf­ten, de­ren Par­ti­zi­pa­ti­ons­ka­pi­tal am 1. Ja­nu­ar 1985 das Dop­pel­te des Ak­ti­en­ka­pi­tals über­stieg, sind von des­sen An­pas­sung an die ge­setz­li­che Be­gren­zung aus­ge­nom­men.

3An­de­re sta­tu­ta­ri­sche Be­stim­mun­gen, die mit dem neu­en Recht un­ver­ein­bar sind, blei­ben bis zur An­pas­sung, längs­tens aber noch fünf Jah­re, in Kraft.