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Bundesgesetz
betreffend die Ergänzung
des Schweizerischen Zivilgesetzbuches
(Fünfter Teil: Obligationenrecht)

vom 30. März 1911 (Stand am 9. Februar 2023)

Art. 100

2. Weg­be­din­gung der Haf­tung

 

1 Ei­ne zum vor­aus ge­trof­fe­ne Ver­ab­re­dung, wo­nach die Haf­tung für rechts­wid­ri­ge Ab­sicht oder gro­be Fahr­läs­sig­keit aus­ge­schlos­sen sein wür­de, ist nich­tig.

2 Auch ein zum vor­aus er­klär­ter Ver­zicht auf Haf­tung für leich­tes Ver­schul­den kann nach Er­mes­sen des Rich­ters als nich­tig be­trach­tet wer­den, wenn der Ver­zich­ten­de zur Zeit sei­ner Er­klä­rung im Dienst des an­de­ren Tei­les stand, oder wenn die Ver­ant­wort­lich­keit aus dem Be­trie­be ei­nes ob­rig­keit­lich kon­zes­sio­nier­ten Ge­wer­bes folgt.

3 Vor­be­hal­ten blei­ben die be­son­de­ren Vor­schrif­ten über den Ver­si­che­rungs­ver­trag.